geführt worden, die, wie ich glaube, unbedenkliche vo akzeptiert werden kann. 1“ In der Tat haben sich diese Einrichtungen ganz außerordentli bewährt. Ich bitte, es dabei zu belassen, he be I“ behörde die Möglichkeit gewährt werde, da, wo es im Interesse des konfessionellen Friedens und im Interesse der beteiligten Bevölkerung notwendig erscheint, eine dahingehende An⸗ ordnung treffen zu können. Ich glaube, daß mit Rücksicht auf die nur geringe organisatorische Bedeutung der Schulkommission eine Beeinträchtigung der Selbstverwaltung nicht eintreten wird. Ich bitte Sie daher, den Antrag des Herrn Herzogs zu Trachenberg abzulehnen.
Oberbürgermeister Ehlers⸗Danzig: Ich habe mich nu Oktropierung der Aufsichtsbehörde 1““ nich vur gesendhe ein Mißtragen gegen 2 See Selbstverwaltung.
be rmeister Bender⸗Breslau: Es ist mi b
der Minister darin keine 21 der CE . daß wir gezwungen werden, bestimmte Per Pnlichkeiten in die Deputation zu wã 8 daß uns die vuonte paist senommen werden soll. „Wir Bürgermeister, gleichviel welcher Parte verteidigen hier einmütig unser altes Recht, weil es gut ist. Wir verlangen nur die dn der dheh. Das Kompromiß im anderen
nur zustande gekommen, wei ä s n den großen Städten nicht genau kennt. 1“
Minister der geistlichen ꝛc. Angelegenheiten Dr. Studt:
Meine Herren! Der Friede wird im vesentlichen dadur . wahrt, daß Sie die Vorschläge der jetzigen Vorlage E1 Ausführungen des Herrn Oberbürgermeisters Bender bestätigen die Befürchtung, die ich dahin auszusprechen mir gestattet habe, daß die Herren tatsächlich die Verhältnisse im Westen nicht kennen. Der Herr Oberbürgermeister hat die Frage aufgestellt, wer den Minister über die Verhältnisse unterrichtet hat. Das müßte eine falsche Darstellung gewesen sein, die ihm da gegeben wurde. Darauf gestatte ich mir die Auskunft zu erteilen, daß derjenige, der den Minister unterrichtete, der frühere Oberpräsident von Westfalen, nämlich meine Wenigkeit, gewesen ist. Ich habe diese Zustände im Westen der Monarchie in meiner früheren amtlichen Stellung genau kennen zu lernen Gelegenheit gehabt. Ebenso ist die Annahme des Herrn Oberbürgermeisters unrichtig, daß es sich nur um Städte handeln könne, in denen keine Schuldeputationen vorhanden sind. Das Gegen⸗ teil ist der Fall. Ich kann gerade die Erfahrungen aus drei Städten ic aus Hamm, Dortmund und Bielefeld, wo Schuldeputationen 2 und nebenbei die von mir verteidigten Schulkommissionen
Was nun die Vorlage anbetrifft, so ist es richti betreffenden Passus nicht enthalten hat. Ich habe x 28 darauf hingewiesen, daß die Fassung der Regierungsvorlage eine viel weitergehende Bestimmung enthielt, und ich kann daher nur wieder⸗ holen, daß es sich hier um einen sehr wesentlichen Bestandteil des Kompromisses handelt, der im Abgeordnetenhause geschlossen werden mußte, um das Zustandekommen des Gesetzes zu sichern. Im übrigen möchte ich noch bemerken, daß die Wünsche, die in dieser Beziehung geäußert worden sind und zu der Fassung des Abgeordnetenhauses geführt haben, von der nationalliberalen Partei des Abgeordnetenhauses ausgegangen sind.
Oberbürgermeister Tettenborn⸗Altona: Durch die Tä der Schulkommissio ist äufig 1. ö Uhesgtienen wiedar. st sehr häufig Unfrieden in die Gemeinden eerbürgermeister Marx⸗Düsseldorf: Als rheinischen Kommune muß ich erklären, daß die S-lan Vertifter einen aben wir sie wieder auf⸗
intendenten. In den Ausführungsbestimmungen werden die bezeichneten
unkte Berücksichtigung finden. b Generalfeldmarschall Graf von Haeseler befürwortet kurz seinen
Antrag. Oberbürgermeister Auch andere Städte Schleswig⸗ ege, Stadtschulräte anzustellen.
Holsteins sind auf dem Die §8§ 43 und 44 werden unter Ablehnung des Antrags des en Haeseler in der Kommissionsfassung angenommen. Na durch einen Gemeindebeschluß, welcher
§ 45 können n chtsbehörde bedarf, oder auf
der Sbe der Schulau Anordnung der Schulaufsichtsbehörde als Organ der Schul⸗
deputation für eine oder mehrere Volksschulen Schulkommissionen
eingesetzt werden. 1
Herzog zu Trachenberg, Fürst von Hatzfeld be⸗ antragt die Worte: „oder auf Anordnung der Schulaufsichts⸗ behörde“ zu streichen.
Oberbürgermeister Bender⸗ Breslau befürwortet diesen Antrag. Die neue Vorschrift durchbreche eine hundertjährige bewährte Praxis der städtischen Schulverwaltung. Der ganze Osten der Monarchi
erfreue sich vorzüglichster geordneter Zustände auf diesem Gebiet Man solle wenigstens den Antrag des Herzogs von Trachenberg an⸗
nehmen. Oberbürgermeister Fuß: Ich bitte dringend alle, mmen.
Verständigung gelegen ist, für diesen Antrag zu sti Gehen Sie in diesem Punkte auf die ursprüngliche Anschauung der Staats regierung zurück, und lassen Sie nicht zu, daß solche Kommissionen gegen den Wunsch der Gemeinden ihnen aufgezwungen werden können Oberbürgermeister Ehlers⸗ Danzig: Ich stehe unter dem Ein druck, daß wir von der linken Seite des Hauses ungehindert nach⸗ einander reden dürfen, ohne daß die Regierung oder die rechte Seite das Wort ergreift, daß wir also eigentlich in diesem Hause nichts zu sagen haben. Von der ganzen kommunalen Schulverwaltung bleibt nach den barbarischen Bestimmungen des Gesetzes nur noch das Recht der Gemeinden bestehen, die Kosten aufzubringen. Auch im Punkte der Errichtung von Schulkommissionen wird die Schulaufsichtsbehörde allmächtig gemacht.
Staatsminister und Minister der geistlichen, Unterrichts⸗ und Medizinalangelegenheiten Dr. Studt:
Ich hätte es mir versagen können, auf die allgemeinen Aus⸗ führungen des letzten der drei Herren Vorredner einzugehen, wenn ich dazu nicht durch die Vorwürfe genötigt worden wäre, die hier wieder gegen die allgemeine Tendenz der Vorlage erhoben worden sind. Der⸗ artige Ausführungen haben in verschiedenen Volksversammlungen, auch auf einigen Städtetagen großen Eindruck gemacht. Ich hoffe, daß sie hier in dem hohen Hause den Eindruck nicht machen werden, und zwar aus dem Grunde, weil der Herr Vorredner sich in den Vorwürfen irrt, die er dahin erhebt, daß gerade der vorliegende Abschnitt eine erhebliche Einschränkung der Selbstverwaltung und der Rechte der Städte herbeiführt. Meine Herren, gerade das Gegen⸗ teil ist der Fall. Unter der Herrschaft der Stadtschuldeputationen, die hier mit ganz unwesentlichen Modifikationen nun allgemein für sämtliche Städte der Monarchie eingeführt werden sollen, mit der also jetzt ungefähr 600. Stadtgemeinden mehr bedacht werden sollen, hat sich zum Beispiel doch in Danzig das Schulwesen sehr günstig entwickelt. Ich kann nicht annehmen, daß die weitgehende Selbst⸗ verwaltung, die unter anderem auch gerade in der von dem Herrn Oberbürgermeister Ehlers verwalteten Stadt in ihrem Schulwesen Platz gegriffen hat, durch die Einrichtung der Schuldeputation in irgend einer Weise beeinträchtigt worden wäre, und ich glaube, das wird auch für alle Zukunft so bleiben.)
— Meine Herren, es wird ferner die Bedeutung der Schulkommission überschätzt. Darin irrt auch der Herr Oberbürgermeister Bender. Diese Schulkommission — das beweist schon der Name — ist weiter nichts als ein Organ der Stadtschuldeputation; sie hat weder die
von dem Herrn Bender behaupteten Organisationsbefugnisse, noch hat
sie irgend welche weitge henden Selbstverwaltungsbefugnisse, die in die Zuständigkeit der Stadtschuldeputation eingreifen. Meine Herren, es beruht auf einer Unkenntnis der Verhältnisse, wenn die Herren jetzt die Bedenken geltend machen, die dort, wo die Schul⸗ kommissionen bisher bestanden haben, in keiner Weise hervor⸗ getreten sind. Ich rufe diejenigen Herren, in deren Städten sich Schulkommissionen befinden, als Zeugen dafür an,
daß sich die Einrichtung durchaus bewährt hat. Sie trägt zu einer friedlichen Verständigung zwischen den Konfessionen bei. Sie hat
sich namentlich im westlichen Teil der Monarchie so entwickelt,
daß daraus nur Segen entstanden ist. Sie ist im allgemeinen ein
zur örtlichen Schulpflege berufenes Organ und stellt zwischen Schule und Eltern ein harmonisches Verhältnis her, welches sich durchaus 8 bewährt hat. Es ist die Aufgabe dieser Schulkommissionen, den individuellen Verhältnissen und Bedürfnissen Rechnung zu tragen, die sich in den einzelnen Schulgemeinden entwickeln, namentlich für die bedürftigen Kinder Lehrmittel, Essen und so weiter zu beschaffen, “
Wir haben das Recht, unsere Auffassung und Ueberzeugung i
Gesetz hineinzuschreiben. Einer der wichtigsten Bestazbteile des 9. stehenden Rechts sind die Patronats⸗ und Vokationsrechte, mit 8:. Aufhebung wird der Zusammenhang zwischen den Guts⸗ esitzern und den Lehrern und der Bevölkerung überhaupt weiter elockert; aus diesem Grunde möchte ich die Annahme des Intrags von Burgsdorff warm empfehlen, selbst auf die Gefahr hin, daß das Abgeordnetenhaus dies verwirft. Mit Bedauern muß ich aussprechen: die heutigen Landräte unterscheiden sich vielfach voß defße frühfrnn, dedn h, ba 92 kein Interesse für die Kreis⸗ weitere Karriere betrachten. ö11“
Oberbürgermeister Ehlers⸗Danzig: Meine Hoffnun
mir der Minister eine Erklärung abgeben würde, it 19 9 Caßn vor gegangen, obwohl der Minister seine Erklärung in der Kommission ausdrücklich für das Plenum vorbehalten hatte. Die Kommission hat
Verwirrung, die über den Begriff Liberalismus herrscht, herrscht auch shrsäimmän anter eebliche. Mitwirdung 92 Frefen zu — 1 zu Eulenburg,
über den Begriff Polonismus und polnische Gefahr. Man ist leicht wir würden die Zustimmung der Regierung und des and nd des anderen
geneigt, mit Kanonen nach Spatzen zu schießen. Die ein ge 1. d . D en sprechen auses Tö II“ c8 8 von polnischen Tendenzen, Hauscgen, ö1 eftee ibhat xöö stärkere Nerven würden in Füe; 18ö enee⸗ Etwas hat; wir hätten uns also eigentlich fan h.e nehanbar. 89. L1“ Yorc e⸗ Wartenburg bkeibe dabei e.seth. sich gebnuch. CC“ ben seia b use ei 2 prachlichen Bestrebungen nationale Bestrebungen ver⸗ Freiherr von Pine sosche bangst nor e E“ ben⸗
bergen. z§ 19 und 47 werden unverändert a das Abgeordnetenhaus gar nicht solch ein Popanz sei. t angenommen. lang Meitglied des Abgeordnetenhauses 18 88 ö 1
52 handelt von den Wahlen des Schul ä Beenfchuteszagen. Auf Sa . ;eäse E“ parla 18 Fü⸗ Verka du ewählten die Berechtigun 3 — rherdee bnnd sich sabe Jahren unter gewissen Voraush.. chr 8 unc “ vITEö ge es hsse benaece Die Bestimmungen über die Lehrerberufung (S 88 Lder den einstimmigen Kommifffonsbeschluß meiStis0 1neeöee; Abgeordnetenhausbeschlüsse) sind von der Kommission in den sorgnis vor der Grausamkeit des anderen ven. 8 8. 8 Be 8 58 bis 61 formuliert worden. Und zwar ist der Fsenns will ihre Landlehrer in bessere städtische E Vorbehalt der Abgeordnetenhausbeschlüsse: Bis zum Erlaß deha ne EE1b11111“* eines allgemeinen Gesetzes über die Lehreranstellung finden Unnufries behn t, wbrd ” bin hgee Forschrifen Antz .. gaichen 83 h ö Fsteer en und die allgemeine Unruhe, die ohnehin soll jetzt lauten: Die Rektoren, Hauptlehrer, Lehrer und ““ “ “ 8 hareuneaecn ben öffentli zen badej Vube er “ der geistlichen ꝛc. Angelegenheiten Dr. Studt: 3 ile örde unter der du s in di “ bbbbeghewen ne kesnhes saerbelge⸗ Cscchenn ere der Be ellt. Nach § 59 soll in den Gemeinden mit mehr schlußfassung über einen d 1 — hgeshelt, nech8. eecaer 1 g r einen der umstrittensten Paragraphen der ganzen der Schuldeputation und der etwa 8e Each Anhofung ge 8 1 1 C 11““ bes Bakeeacgt daeene a ee 8 St n allen Stadien der parlamentarischen Behandlung der neindevorttand nücht besteht, soll das Wahlrecht durch die as; age wohl die Ueberzeugung gewonnen haben, daß die Königliche Schulheputation ausgeült wek. nen und Ge⸗ taatsregierung es als ihre wesentliche Aufgabe betrachtet hat, eine Verständigung herbeizuführen, um überhaupt den gesunden Gedanken
samtschulverbänden mit mehr als 25 Schulstellen de 1b m Guts⸗ dorffcher. Nach § 60 erfolge i allen anderen Fällen die Be⸗ des ganzen gesetzgeberischen Vorgehens zu sichern, zunächst auf . die Schulaufsichtsbehörde nach Anhörung des der Grundlage des Kompromisses, den das Abgeordnetenhaus emeindevorstandes oder des Gutsvorstehers, Schulvorstands wie Ihnen bekannt ist, geschaffen hatte. In gleicher Weise hat die Königliche Staatsregierung es als ihre Aufgabe angesehen, Ihre Be⸗
oder der Schuldeputation bezw. Schulkommission. F . lep ezw. 1 erner sollen (in Uebereinstimmung mit dem Abgeordnetenhause) weiter⸗ schlüsse immer nicht nach dem Gesichtspunkt eigensinnigen Beharrens
auf der Vorlage, sondern danach zu prüfen, ob eine Verständigung möglich
gehende Rechte der Ben Sn Gemeinde bestehen bleiben. sei zwischen den drei Faktoren der Gesetzgebung. Meine Herren, ich
Es wird vom Grafen Botho zu Eulenburg b . n 1 urg beantragt, wähnten Eingangsvorbehalt wiederherzustellen, ferner die bitte daher, mir zu gestatten, Sie auf die beklagenswerten Folgen
mit wenigen Worten aufmerksam machen zu dürfen, die eintreten
Grenze der 25 Schulstellen zu akzeptieren, im übrigen aber würden, wenn Sie hier Beschlüsse fassen sollten, die unter keinen
die Fassung des Abgeordnetenhauses anzunehmen Ferner liegt der Antrag Dr. von Bu rgsdorff vor 1 „ zu Ie ““ die Möglichkeit eines solchen befriedigenden Abschlusses nen.
§ 60 folgenden Zusatz zu machen: Auch in denjeni beeinden ned Butebestrken, wesche 8 eanen Gesamtschulverband ,behält es hinsichtlich der den Gemeindeorganen Es ist schon seitens des Herrn G 9 I“ zustehenden Befugnisse zu einer burg auf den einen A11“ itwirkung bei der Berufung der Lehrkräfte brauche ihn daher nicht mehr zu erörtern nämlich daß es unerläßlich ist, immer im Auge zu behalten, was ge⸗ schehen muß, um das Zustandekommen des Gesetzes auf ge⸗
sein 1““ bei dem bestehenden Recht. ra otho zu Eulenburg: Wir sind hi — 8 Fere⸗ 8 ,155 angekesngt. 8- 885 1” .e sunder Grundl si · n rüber klar zu werden, welchen Erfolg unsere Be⸗ under Grundlage zu sichern, ferner sich klar zu machen, i “ 8889 . das Erreichbare und das nach unserer Punkten ein Entgegenkommen geübt werden 8 8Se egee. zedierbare vergleichen und danach unsere Entschei⸗ zu gefährden. In dieser Situation befindet sich setzt das hohe Haus
und ich kann nur darauf aufmerksam machen, daß, wenn der Weg g.
einer Verständigung nicht gefunden werden sollte, der tertius gaudens
diejenigen Parteien des Volkes sein würden, die von vornherein in
dungen treffen. Aus diesen Erwägungen ist mein Antrag 59 und 60 hervorgegangen. Unsere Kommission hat die Sa. naden 88 84 einem Volksschulgesetz auf konfessioneller Grundla 5 1 ge eine Verschlechte⸗ rung des bisherigen Zustandes sehen und welche das Prinzip der
Schulverbänden mit mehr oder weniger a aufgenommen und daneben das Recht be eelen sszeder ernennung den Gemeinden uneingeschränkt beigelegt. Die Unter⸗ scheidung der Kommunen nach der Zahl von mehr oder weniger als 25 Schulstellen ist durchaus zu billigen. Im Punkte der Rektoren⸗ b frnengun Sh aber komme die Frage des Erreichbaren entscheidend christlichen Volksschule unter allen Umständen bekämpfen. Ich möchte bjer verden 8 weder das Abgeordnetenhaus, auch ganz besonders darauf hinweisen, daß die Sozialdemokratie eine 1 vemn stons versehgage geneist, snden, ⸗ unendliche Freude haben würde, wenn diese Gesetzgebung nicht zustande Städte nicht gerecht werden zu können, es wird, wenn wir das Geseb kocmen wuͤrde, desse Gesetg⸗deng, die seit 0 Jahren in Borb⸗vastung Phande br voen .9., unumgänglich sein, in diesem Punkte zu den ist, und die endlich friedfertige Zustände herbeiführen soll, die allerdings nü . 8n 8 deren Hauses zurückzukehren. auch Opfer von allen Seiten fordert. Aber daß diese Opfer gebracht 1 rgsdorff begründet seinen Antrag. Nach der werden, ist nicht bloß im Hause der Abgeordneten, sondern auch in diesem hohen Hause zu meiner großen Genugtuung von so vielen Seiten be⸗ tont worden, daß ich die Zuversicht habe, es wird doch noch möglich sein, dieses schwierige und dornenvolle Gesetzgebungswerk unter Dach
und Fach zu bringen. Was die vorliegenden Anträge anbetrifft, so habe ich schon in der Kommission darauf hingewiesen, daß die Fassung, die schließlich von
jetzigen Fassung des § 60 würde der Gutsherr sang⸗
Lehrerernennungsrecht verlieren, obwohl er in dang. badeklansles da⸗ der Kommission angenommen wurde, doch in erheblichen Punkten wesentlichen Bedenken unterliegt und eine Verständigung mit dem
ebäude zu unterhalten hat. Es sei nur eine Forderung der Gerechtig⸗ anderen Hause recht erschweren würde.
eit, die Rechte der Gutsherren zu erhalten und dabei kein schied nach der Zahl der Schulstellen zu machen. Cs sinenenn ”-; Ich erblicke, wie ich namens der Königlichen Staatsregierung er⸗ klären kann, in dem Antrage des Grafen Botho zu Eulenburg eine
hierbei nicht um usurpierte, sondern um sehr gut fundierte Rechte. Möglichkeit, die Verständigung mit dem anderen Hause herbei⸗
Oberbürgermeister Becker⸗Cöln: Der Antrag des
Eulenburg hat mir, ein so langjähriges Mitglied des Pauses 81 rafe Fe. zuführen. Es bleiben jedoch noch die Bedenken bestehen, die in der Kommission von meinem Herrn Vertreter wie auch von mir
Ueberraschung bereitet, die durch nichts überboten werden kann. geltend gemacht worden sind. Aber das mag den weiteren Verhand⸗
Graf YPorck von Wartenburg befürwortet folgende 3 Der Vorsitz im Schulvorstand steht in Feffung. eigenen Schulverband bilden, in der Regel dem Gemeindevorsteher n Die Schulaufsichtsbehörde ist berechtigt, ein anderes Mitglied es Schulvorstandes zu ernennen. Der Antragsteller weist besonders auf die Gefahr der Auslieferung der Volksschule an die Poloni⸗ “ im Regierungsbezirk Oppeln hin. Alle Kreise Se. seien dem Kardinal Kopp aufrichtig dankbar dafür, daß 3 89 Deutschtum in Oberschlesien hochhalte. Die polnische Presse 25 sondere der Katolik, appelliere fortgesetzt an das polnische Herz I“ „Am besten wäre es gewesen, wenn man Ausnahme⸗ 24 mmungen für Oppeln in Ansatz gebracht hätte. Er ziehe seinen EEE vefück,gmüffe sich aber nach dem Ausfall der Ab⸗ 8 reieag Bsüehaten aragraphen hier und im anderen Hause das raf von Oppersdorf: Ich kann die Auffassun ’ redners über die polnische Gefahr in Oberschlesien — dee Ner⸗
(Preise für greifbare Ware, soweit nicht etwas anderes bemerkt. 1000 kg in Mark.
Durchschnittspreise von Getreide im zweiten Vierteljahr 1906 nach Wochen:
9./14. 16./21. 23./28. 30./4. 7./12. 14./19. 21./26. 28./5. 4./9. 11./16. 18./23. April April April [5. Mai Mai Mai ai 72./6. Juni Juni Juni
25./30.
lätze und Sorten. Plätz Juni
2/-. April
Berlin. oggen, guter, gesunder, mindestens 712 g
gesunder, mindestens 755 g
154,29 181,42 166,83
158,25 183,25 164,50
159,61 183,75 168,00
157,67 181,83 168,29
157,38 183,13 164,33
163,08 185,79 163,88
161,75 184,58 162,38
160,40 184/,10 164,75
162,58 184,58 166,50
164,18 186,14 165,78
161,42 178,75 161,33
162,81 181,06 162,75
164,05 183,70
afer, guter, gesunder, minde stens 450 ö G 1 “ 166,30 Mannheim. gen, Pfälzer, russischer, bulgarischer, 1“ Weizen, Pfälzer, russ., amerik., rumän., mittel afer, badischer, württembergischer, mittel. Gerst Jbadische, 5 mittel. Gerste russische Futter, mittel. s ö Roggen, Pester Boden Weizen, Vel 8 3 Hafer, ungarischer I. Gerste, 1v. Mais, ungarischer .. ... Budapest.
Roggen, Mittelware Weizen, .
8 Hele⸗ 8 erste, Futter⸗„ Mais .
172,75 195,52 176,25 178,75 125,00
118,25 153,13 165,89
115,70
109,57 136,71 1861,21 119,10 110,72
96,68 123,46
108,44 120,63
130,19 197,08
127,76
171,75 193,67 176,25 178,75 125,00
119,29 153,38 160,19
115,89
108,90 135,87 150,91 119,29 110,99
95,91 118,02
107,73 118,24
125,52 194,26
128,65 130,68 128,65 133,12 137,99 146,11 140,77 140,02 139,79 138,64
114,86 115,69 131,73 128,55
173,75 194,04 176,25 181,25 124,00
121,81 119,99 156,73 154,03 166,10 165,95
117,55 117,44
109,54 109,99 137,80 137,10 160,48 162,75 119,25 119,14 109,58 110,80
95,77 97,55 120,27 123,68
107,58 108,01 119,61 119,97
124,42 128,00 193,79 193,46
127,78 127,73 129,81 129,76 129,79 127,78 126,52 125,74 131,84 132,44 132,87 137,92 136,25 135,88
— 1145,98 146,02 140,60 140,95 140,74 138,98 138,92 138,96 115,66
114,05 112,61 128,51 132,53 139,96 144,07 144,07 144,29 151,10 151,10 151,32
99,52 100,36 101,35 102,05 101,20 101,35 152,14
152,14 152,22 149,91 149,91 149,98 142,52 142,91] 142,20 145,78
173,75 195,29 176,25 178,75 125,00
177,25 196,04 176,25 181,25 130,00
118,40 151,62 155,03
118,40
108,95 134,41 147,96 123,68 111,29
101,08 121,47
109,20
173,88 195,34 176,25 178,75 125,00
118,46 151,69 155,10
118,46
108,66 133,94 147,98 119,31 111,00
94,59 117,58
109,05 119,33
124,47 193,04
131,43 132,97 129,89 135,00 139,06 146,61
179,88 197,96 178,75 178,75 133,75
122,70 158,49 153,38 151,67 123,55
114,67
180,25 196,88 176,25 178,75 131,25
121,84 157,62 161,03
123,54
114,38 138,34 154,34 127,93 116,04
105,37 102,62 123,59 122,35
111,52 108,32 124,58 123,56 121,14
122,31 122,14 124,06 193,07 192,32 191,74
133,04 135,07 133,86
179,00 196,88 176,25 178,75 130,00
120,01 153,20 155,75
120,86
111,90 136,73 151,92 127,37 112,62
175,00 197,50 173,75 178,75 137,50
125,11 163,41 142,98 151,50 124,26
115,28 142,86 137,88 125,96 114,47
178,13 198,08 175,00 178,75 135,00
124,36 161,84 143,10 151,62 124,36
115,21 142,38 138,44 138,06 139,87 126,71 127,39 114,84 115,33
11051 108,89 127,62 124,69
118,84 117,45 131,67 128,98
122,15 123,64 194,45 193,64
134,22 134,06 136,01 136,09 133,98 134,06 132,39 132,89 140,89 141,13 139,18 137,10 136,54 142,19 142,10 142,19 142,14 140,76 146,25 147,38 148,28 148,23 148,06 144,22 144,13 143,65 143,19 142,38 141,80 138,61 140,07 141,21 141,16 141,00 139,53
132,50 132,42 136,69 128,67 126,05 118,07 136,51 136,43 138,30 138,32 136,49 131,72 144,04 147,46 147,74 147,78 147,53 147,59 144,08 144,12 152,47 152,38 152,67 152,70 152,44 152,51 151,11 151,15 93,17 95,64 97,93, 97,95 93,99 94,46 93,62 94,48 111,72 112,07 110,60 107,24 106,22 105,42 100,36 98,70
145,50 147,74 149,01 149,08 152,22 152,29 152,37 152,22 141,03 141,03 142,15 145,50 147,89 147,96 149,98 150,05 150,13 149,98 134,36 135,93 137,89 138,67 140,38 141,62 142,20 142,66 142,73 142.20 136,81 139,82 138,01 141,03 142,98 144,86 145,25 145,92 147,80 144,04 145,78 145,25 136,32 137,26 135,38 135,38 134,57 136,05 134,44 186,35 128,93 131,62 132,50
128,74 136,79 152,31 152,31 152,31 152,31 152,46 152,54 152,31 152,39 152,46 149,49 149,42 149,42 149,49 145,73 145,73 143,85 141,97 142,11 142,18 141,97 142,04 137,40 140,09 140,02 140,02 140,09 146,20 147,14 147,14 145,51 146,46 146,30 145,26 144,39 141,28 141,50 142,37 144,25 143,15 145,73 144,32 144,79 145,26 145,40 145,25 145,26 145,33 142,11 141,03 139,80 141,68 141,97 149,96 149,49 I8Z111““ V — 141,97 137,67 139,55 137,27 156,54 157,01 157,01 155,60 151,52 150,90 150,43 149,56 148,70 146,67 146,60 146,84 146,45 142,07 144,16 145,20 146,25 147,44 147,51 150,43 150,50 150,57 150,43 150,35 150,35 150,43 103,42 104,98 106,17 107,33 109,01 109,06 107,33 106,22 105,49 104,98
174,56 196,38 172,50 175,63
175,00 196,79 173,75 178,75 137,50 137,50
123,41 124,25 160,86 162,54 140,43 142,97 151,50 151,48 123,41 123,40
115,11 115,10 143,03 143,12 137,88 137,86 125,96 125,95 114,26 114,78
111,96 111,96 127,16 126,28
118,25 118,47 132,57 131,49
126,33 124,32 194,96 194,43
133,93 133,98 135,96 136,01 133,93 133,98 140,02 140,07 142,05 142,10 146,11 146,16 142,05 142,10 137,99 138,04
132,47 132,41 136,49 136,42 144,01 143,94 152,44 152,37 93,57 91,84 112,96 111,22
144,38 144,38
denen an einer
* * * . . * 2* .
R 71/72 k 9 esla. gen, a 88 1 Weälgen, nnle; 75696 kg das hl Riga. Roggen, 71/72 kg das hl. Weizen, 75/76 kg das hl.
aris. lieferbare Ware des laufenden Monats Antwerpen. e“ Donau, mittel Bulgarischer Azima Odessa.. Californier. Walla Walla. Kansas Nr. II Amsterdam. . St. Petersburger Odessa. 8 amerik. Winter amerikan. bunt . . ““ 2 gc ndon. engl. wei ot (Mark Lane)
’ 8 - englisches Getreide, —
119,66 133,21
123,17 195,03
135,36 136,09 134,06
Fecern
—
133,93 129,87 135,96 140,02 148,14
Roggen Weizen Mais
Weizen Be.] dem
Mittelpreis aus 196 Marktorten J*verages) Liverpool.
russischer
nicht bewährt haben. 1 gehoben. ährt haben. In Düsseldorf
Oberbürgermeister JFohannsen⸗Mind n
des Urteils sber die Wirksamkeit der Meiegen säflieht sich bans 8 redner vollständig an und gibt dieselbe Erklärung auch namens des Oberbürgermeisters Schmieding für Dortmund ab.
Minister der geistlichen ꝛc. Angelegenheiten Dr. Studt:
Mieine Herren! Ich bin durch die Ausführungen
Vorredner genötigt, das Wort noch einmal “ aus eigener Erfahrung, sondern nach Urteilen aus den Gemeinwesen von Westfalen, in denen die Einrichtung sich bewährt hat, kann ich bestätigen, daß auf die Einrichtung seitens der Bevölkerung ein maß⸗ gebender Wert gelegt wird. Z. B. in Hamm ist es nur möglich ge⸗ wesen, das städtische Volksschulwesen zu kommunalisieren, nachdem die Versicherung gegeben war, die Schulkommission aufrecht zu erhalten. Aus der Initiative von nationalliberalen Mitgliedern des Ab⸗ geordnetenhauses aus Westfalen und verschiedenen anderen Mitgliedern dieser Partei ist der dringende Wunsch ausgesprochen worden, daß die Vorlage in der Ihnen unterbreiteten Gestalt die Bestimmung ent⸗ halte, die jetzt wieder beseitigt werden soll. Ich bleibe dabei, daß nach denjenigen Erfahrungen, die in den von mir angeführten Städten gemacht sind, die Einrichtung sich bewährt hat. Daß durch das Bestehen der Schulkommission der konfessionelle Friede gefördert worden ist, kann ich aus eigener Wahrnehmung bestätigen. Im übrigen ist meine Aeußerung hinsichtlich der Bedeutung der Schulkommission falsch aufgefaßt. Ich habe nicht ge⸗ sagt, daß sie an sich untergeordnete Bedeutung haber. sondern im Gegenteil darauf hingewiesen, daß, wo die örtlichen Verhältnisse es angezeigt erscheinen lassen, und es den Wünschen der beteiligten Konfessionen entspricht, sie durchaus bedeutungsvoll sind⸗
Donau. Manitoba . La Plata Kurrachee Australier. afer, engl. weißer.. te, 92—7 amerikan. bunt. Mais La Plata.
105,71 107,28 106,55
96,14 97,31 98,97 102,48 103,05 102,74 103,67 103,94 106,12 107,18 107,13 111,36 110,83 uö 115,64 114,70. 114,23 112,82 112,93 112,99 112,35 110,06 107,76 101,07 100,55 101,74 101,65 Chicago. ’ V
b V I1 Mai. . 120,34 122,86 123,99 123,25 123,36 127,39 130,00 132,70 131,01 — SuIII . .119,84 121,88 121,81 122,77 122,65 124,08 126,81 128,73 126,96 128,21 September. 119,10 120,64 119,84 120,96 120,83 121,54 123,74 125,90 125,10 126,94 Dezember. — 126,47 125,91 127,87 82 Mai ¹) . 80,36 82,25 84,28 Neu York.
roter Winter Nr. 2. Mai Juli
128,68 129,06 127,53 128,55 129,21 128,06 129,81 130,70 129,67 87,49 85,82 86,40
148,00 146,56 145,03
138,85 139,53 138,06 136,56 137,57 137,09 138,54 139,57 138,84 98,67 97,18 96,89
Weizen, Lieferungsware V Mais,
7189 7671 7789 77,85 78,12 79,00 8088
140,27 143,77 144,17 144,54 145,99 147,22 147,36 132,64 134,63 135,33 134,84 137,08 139,14 139,97 140,69 141,22 129,70 131,69 131,35 131,74 132,36 133,62 136,23 137,94 136,49 137,06 127,74 129,60 128,81 129,45 129,70 130,35 131,87 133,56 132,57 134,00 98 8 TE11 134,61 133,81 135,52 86,20 88,49 89,35 89,92 92,53 92,67 94,13 94,09 95,47 95,53
120,27 120,27 122,05 121,16 120,27 122,05 121,16 123,83 118,49 119,38 121,16 122,94 123,83 76,62 77,51] 79,29 80,18. 78,40 78,40 80,18 79,29 77,51 80,18 81,07 81,96 81,07 “ “ 1“ Weihnachtsbescherungen zu veranstalten, lauter harmlose Auf⸗ gaben, die sich zum Segen der Sache entwickelt haben. Auf der anderen Seite ist aber das Bestehen dieser Schulkommissionen eine gewisse Garantie auch für den konfessionellen Frieden. Gerade dieser letztere Gesichtspunkt, meine Herren, hat dazu beigetragen, daß bei den Versammlungen, die über die Gestaltung dieses Abschnitts so⸗ wohl in der Kommission des Abgeordnetenhauses wie auch im Plenum stattgefunden baben, maßgebender Wert gelegt worden ist auf die Möglichkeit, daß unter Umständen auch durch die staatliche Aufsichts⸗ behörde derartige Schulkemmissionen eingesetzt werden können. In
137,76 140,01 140,75
—
Weizen Lieferungs⸗
ware September
Dezember 8 Mai ¹) Buenos Aires.
- Durchschnittsware “ ¹) Für Juni ist Julilieferung verzeichnet.
Berlin, den 5. Juli 1906. 88 u“ Kaiserliches Statistisches Amt. “ 1 van der Borght.
Mais,
Weizen Mais
In der Kommission haben wir tagelang über diese Frage berate
gefunden, daß das Kompromiß des es,n, ecse dürftige Grundlage der Verständigung gibt, und daß das Gesetz in diesem Falle sehr starke Mängel e n hat. Die Kommission hat das Ernennungsrecht der Lehrer und Hauptlehrer in den Ge⸗ meinden mit mehr als 25 Schulstellen den Gemeinden zugewiesen und dieser Kommissionsbeschluß ist einstimmig zur eg; ge⸗ langt. Sie können sich meine Ueberraschung denken, daß jetzt von derselben Seite, die jenen Antrag mitangenommen hat, unser Be⸗ schluß so amendiert wird. Wer sagt uns denn, daß das Abgeordneten⸗
Oberbürgermeister Fuß⸗Kiel: Hoffentlich auf allen Seit die das Zustandekommen der Vorlage wünschen, Verständnis dafür vorhanden, daß in die Selbstverwaltung der Städte und Stadtgemeinden
Herrenhaus. nur mit größter Schonung eingegriffen werden darf. Auch die Ver⸗
24. Sitzung vom 4. Juli 1906, Vormittags 10 Uhr. e (Bericht von Wolffe Telegraphischem Bureau.) UMeber den Beginn der Sitzung ist in der gestrigen Nummer berichtet worden.
Die Spezialberatung des Gesetzentwur nterhaltung der öffentlichen Vo
ortgesetzt.
i der Fortsetzung der Beratung kommt der 5. Abschnitt: § 43 — 61 (Verwaltung der Volksschulangelegenheiten und dehreranstellung) zur Debatte.
8 43 bestimmt die Einsetzung von Stadtschuldeputationen zur Verwaltung der der Gemeinde zustehenden Schulangelegen⸗ heiten. § 44 trifft Bestimmungen über die Zusammensetzung
utation und über die Rechte und Pflichten der
Mitglieder. Ein Mitglied der Schu deputation, das die Pflichten verletzt, die ihm als solchem obliegen, oder sich durch ein Verhalten inner⸗ oder außerhalb als Mitglied der chuldeputation der Achtung, des Ansehens oder des Ver⸗
, wel erfordert, unwürdig macht oder gemacht hat, kann durch Verfügung der Schulaufsichtsbehörde
ausgeschlossen werden. . Ein Antrag des Grafen Haeseler will hier obligatorisch
„betreffend die ksschulen, wird
treter der Städte wollen die so notwendige staatliche Schulaufsicht erhalten wissen. Leider sind manche Bestimmungen der Vorlage zu Ungunsten der städtischen Schulverwaltung ausgefallen. Die Städte sollen im gemeinsamen Interesse ganz erhebliche Opfer bringen. Mit der neu vorgeschlagenen Organisation scheint der Regierung die Versöhnung der staatlichen und städtischen Interessen erreicht. ch kann dieser Auf⸗ fassung nicht beipflichten. In Schleswig⸗Holstein kennt man Stadtschul⸗ deputationen, die Organe der Staatsverwaltung sind, nicht. Formal hat auch bei uns der Kreisschulinspektor die staatliche Schulaufsicht wahrgenommen, aber tatsächlich ist der Einfluß der Gemeinden, die die Kosten zu tragen haben, auch auf die inneren Schulangelegen⸗ heiten maßgebend gewesen. Das neue Gesetz bringt sehr wesent⸗ liche Verschiebungen in der bisberigen freien Bewegung und der Gemeindeverwaltung. Wir stellen aber unsere Bedenken in der Zu⸗ versicht zurück, daß die Mehrheit diejenigen Wäünsche, die wir nicht zurückstellen können, bei den §§ 2 und 58 ff. berücksichtigen wird. Be⸗ dauerlich bleibt, daß ein so wichtiges Gesetz in solchem Sturmschritt hat erledigt werden müssen. Die Unterrichtsverwaltung wird Ver⸗ anlassung haben, bei den Ausführungsbestimmungen die vorhandenen Mängel zu beseitigen. Es wird eine Auskunft darüber erbeten, ob der Bürgermeister bei den Wahlen in die Schuldeputationen stimm⸗ berechtigt ist.
Ministerialdirektor Schwartzkopff: Stadtschulräte gibt es
und ich möchte dringend bitten, daran nicht zu rütteln. Was die
wonach unter Umständen von der Schulaufsichtsbehörde die Einsetzung einer solchen Schulkommission angeordnet werden kann, in der Vor
seitigt, die eine vorsah. Es ist aus der Regierungsvorlage der Absatz entfernt worden,
welcher heißt:
ihrer Auflösung durch das Gesetz bei den Schulaufsichtsbehörd beantragen. Die aufgelöste solche Einrichtung zu Möglichkeit getreten,
Schulsozietät hatte ein jus quaesitum, eine verlangen. Jetzt ist an deren Stelle die daß die Schulaufsichtsbehörde die Einrichtung
nur in Kiel und Altona; in allen anderen städtischen Kommunen liegt die Schula ssicht bei den Kreisschulinspektoren, meistens den Super⸗ 22 3 ““ 1“ “ 1“ 1u“ 1“ 8 b 68
1111“n
anordnet. Also insofern ist eine Abschwächung der Vorlage herbei
889 8 5 8
ersten Ausführungen des Herrn Oberbürgermeisters 8 Bender betrifft, so ist es allerdings richtig, daß die jetzt den Gegen⸗ stand des Antrags des Herzogs zu Trachenberg bildende Bestimmung,
lage nicht enthalten war. Aber, meine Herren, die Beschlüsse des Hauses der Abgeordneten haben eine Bestimmung gleichzeitig be⸗ Art von Zwang seitens der Schulaufsichtsbehörde
diesem Sinne kann ich auch gerade diese Bestimmung als einen wesentlichen Bestandteil der dort getroffenen Abmachungen bezeichnen,
Eine Einrichtung gemäß Absatz 1 und 2 ist da zu treffen, w 8 bisher konfes sionelle Schulsozietäten bestehen, wenn diese es vor
Nur haben diese Kommissionen nicht sehr weitgehende Funktionen
auszuüben. Herr Bürgermeister Bender hatte seinerseits angenommen
daß ihnen große organisatorische und Verwaltungsbefugnisse zuständen.
Das ist nicht der Fall; sie sind Organe der Schuldeputation, die
5 8 89 auf dem Gebiete der örtlichen Schulpflege zu rken, also auf einem Gebiete, welches weder gro
noch große Verwaltungsbedeutung 8 “
„Oberbürgermeister Johannsen⸗Minden: 2 ständige als die Bürgermeister kann es wohl kaum
geben. Unserem t e 1“
Oberbürgermeister Ehlers⸗Danzig: Es hbandelt Gemeinden gegen ihren Willen zuzumuten, XeSna, Leae. Ler 8 iit tnis ginscheanang der Selbstverwaltung. Durch acdemromiff de geordnetenhauses brauchen wir uns nicht ein⸗ Der Antrag des Herzogs zu Trachenberg wird mit klei ehrheit angenommen und met dieser dnee ens der 8 480* 8 9 47 handelt von der Einsetzung des Schulvorstandes in sin Landgemeinden. Es ist darin u. a. bestimmt: Der Vor⸗ hene des Schulvorstandes wird von der Schulaufsichtsbehörder er Regel aus der Zahl des Schulvorstandes bestimmt!
haus unseren Beschluß nicht annehmen wird? Unter allen Ums müßte doch dem Abgeordnetenhause überlassen werden, — zu verwerfen; daß wir das selbst 69 sollten, dafür fehlt mir jedes Verständnis. Unser Kommissionsbeschluß schafft erst einen einheitlichen Rechtsstandpunkt. Es soll bei dem bestehenden weiter⸗ gehenden Recht verbleiben. Wo fängt dieses Recht an? In den Rheinlanden haben wir das Recht der Rektorenernennung nicht, üben 88 aber tatsächlich aus. Wenn das Recht der Rektorenernennung den Städten nur deshalb genommen werden soll, um die Landflucht der Lehrer aufzuhalten, so wird dies Ziel nicht erreicht werden, denn die Lehrer werden immer vom Lande in die Städte drängen. Will man Lehrer auf dem Lande halten, so muß man e vor allem besser Seblen. Pee großen Städte haben an dem Gesetz absolut kein Interesse; ihnen bringt es nicht den geringsten Vorteil. Dennoch hätten wir es mit Rücksicht auf das platke Land gern gemacht. Wenn uns aber durch das Gesetz auch noch die wenigen Rechte verkümmert vnanven Awen so mutet man uns doch zu viel zu. Ich möchte Ihnen Besee in. 8 an dem Kommissionsbeschluß festzuhalten, der das Herzog Ernst Günther zu Schleswig⸗Ho b . Staatsregierung hat das „Gebäude des eschndesl ⸗ 82 rund auf neu aufführen zu müssen geglaubt, die Schule aber nicht Staatsschule hingestellt, wofür sie auch eine Mehrheit nicht er⸗ angt haben würde. An die Tür des neuen Gebäudes ist geschrieben
Eine Teilung des Vorsitzes ist zulässig
worden: Dieses Haus soll ein christliches Haus sein. Ff 18 Bechenn Eulenburg kann ich m m1e an anschtießen.
lungen überlassen bleiben. Augenblicklich glaube ich, wie gesagt, in dem Antrag des Herrn Grafen Botho zu Eulenburg den Ausgangs⸗ punkt zu einer solchen Verständigung sehen zu können.
Was die Ausführungen des Herrn Oberbürgermeisters Becker an⸗ betrifft, so erscheint mir die Besorgnis, daß der Antrag des Grafen zu Eulenburg eine Einschränkung der bisherigen Rechte der Gemeinden in einem Teile der Monarchie bedeutet, eine zu weit gehende und irrtümliche zu sein. Ich mache darauf aufmerksam, daß in einem großen Teile der Gemeinden des Westens das Lehrer⸗ berufungsrecht, welches die Gemeinden bisher nicht besessen haben, nunmehr ihr verbrieftes Recht werden soll, und das führt mich dazu, darauf hinzuweisen, daß hinsichtlich der Berufung der Rektoren und Hauptlehrer ja auch eine Aenderung nicht eintreten, vielmehr die bestehenden Rechte geschützt werden sollen. Es wird in dieser Be⸗ ziehung von der Schulaufsichtsbehörde zweifellos eine tunlichst milde und entgegenkommende Praxis geübt werden. Ich brauche das nicht nur für meine Person zu versichern, sondern ich glaube das auch für alle Zukunft erklären zu können. Es ist ja ganz selbstverständlich, daß
88 durch Vermehrung der Kreisschulinspektoren es möglich sein wird,
führen.