Qualität
gering
mittel gut
Gezahlter Preis für 1 Doppelzentner
niedrigster ℳ
höchster ℳ
niedrigster höchster niedrigster ℳ ℳ ℳ
höchster ℳ
Verkaufte Menge
Doppelzentner
Außerdem wurden am Markttage
g eascn nach überschläglicher Schätzung verkauft Doppelzentner (Preis unbekannt)
1 Am vorigen
1 Jara. ech. zentner preis V ℳ
dem
Lüben i. Schl.. Schönau a. K.. . Neustadt O.Schl. Eilenburg... ö2.2. nnover .. EEE1111““ agen i. W.. inkelsbühl . Biberach.. Ehingen... Waldsee.. Pfullendorf.. Schwerin i. Mcklb. 111ö““ Altenburg.. Mülhausen i. Els. Saargemünd.
Allenstein.. E““ EE111ö6”“ 11““ Luckenwalde.. Potsdam. . . . Frankfurt a. O. i. Greifenhagen.. Pyrizz Stargard i. Pomm. Schivelbein.. be1““ Stolp i. Pomm.. Lauenburg i. Pomm. Krotoschim. .. wJEEEEEEEöö1ö6 Schneidemühl ZZ““ Breslau... Freiburg i. Schl. EE11“¹”] Glogau . . Lüben i. Schl... Schönau a. K.. Neustadt O.Schl. Eilenburg... Marne.. . “ Lüneburg.. Emden. Paderborn. Hagen i. W. imburg a. L.
Dinkelsbühl.. Schwabmünchen Biberach.. Ehingen.. Waldsee.. Pfullendorf. Ueberlingen. ANNVTVV1 Schwerin i. Mcklb. öe11“.X“ Altenburg . Mülhausen i. Els. — Saargemünd
Bemerkungen. Die verkaufte Ein liegender Strich (—) in den
20
Spa
15,55 14,60 16,10 15,25 12,40 12,80 14,00 16,00
14,40 14,80 14,00 14,00
14,40 14,40 14 20 14,20 12,40 15,00 14,15 13,20 13,40 15,00 14,80 16,00 14,50 16,00 14,00
16,50 16,50
16,00 15,80 16,00 16,76 16,50 17,00
16,00
Vaer wird auf volle Doppelzentne ten für Preise hat die Bedeutung, daß der betreff
15,80 15,10 16,20 15,25 12,40 13,00 16,00 16,50 18,80
14,40 14,80 14,00 14,00
14,40 14,60 14,60 14,40 12,90 15,00 14,40 13,40 13,60 15,00 14,80 16,50 15,00 16,20 14,00
17,00 16,50
16,20 15,80 1620 16,76 16,50 17,00 16,00
Noch: Gerste. 16,30 16,55 15,60 15,80 16,60 16,90 17,00 17,35 12,50 12,60 16,00 18,00 17,00 17,00 17,00 17,00
— 19,20 18,00 18,20 18,00
8. 18,60 18,20
16,00 17,00 16,00 88 17,50
16,0o0 17,00 880 18,00
afer. s 15,20 14,40 16,00 15,80 16,50 16,80 16,00 15,80 15,10 15,20
16,05 15,40 16,50 16,50 12,50 15,00 16,00 16,50
17,80 17,80
17,30 16,00 16,00
16,00
14,60 13,80 15,40 15,40
16,60 15,80 15,50
14,60 13,80 15,40 15,60
16 60 15,80 15,60
14,80 13,60
15,00 14,40 14,60. 14,00 14,60 14,80 14,90 14,70 13,40 15,10 14,90 13,80 14,00 16,50 15,00 17,00 16,00 16,60 15,70 16,50 17,50
1460 13,60
15,00 14,40 14,60 14,00 14,60 14,60 14,70 14,50 13,40 15,10 14,65 13,60 13,80 15,70 15,00 16,70 15,00 16,20 15,50 16,00 17,00
15,00
14,80 15,20 15,00 15,00 14,70 14,80 14,80 15,00 14,80 13,90 15,20 15,10 13,90 14,20 16,50 1520 17,50 16,00 16,60 15,90 17,00 17,50 16,00 17,20 17,00 16,00 17,50 16,50 16,40 16,80
17,00
17,40 17,40 15,30 14,70 17,50
16,75
17,20 16,40 16,10 16,60 17,20 16,94 17,60 17,22 17,10 15,20 14,60
16,75
16,80 16,30 16,10 16,40 16,40 16,94 16,80 17,22 17,10 15,00 14,00
17,50 16,50
17,50 16,50
18,50 17,80
16,80 16,00 17,00 18,20 12,60 19,00 18,00 17,50 19,20 18,20
18,60 17,00
17,50 17,00 18,00
15,20 14,40 16,00 16,10 16,50 16,80 16,00 15,80 15,30 15,30 15,20
14 80 15,20 15,00 15,00 14,70 14,80 15,00 15,40 15,2
14,40 15,20 15,40 14,00 14,40 17,00 15,20 18,00 17,00 17,00 16,40 17,20 18,00 16,00 17,20 17,00 16,50 17,60 16,60 16,40 16,80
17,00
17,40 17,40 15,50 15,60 17,50 18,50 17,90
1 660 8 000 14 140 48
52
3 350 1 460
972
4 041 11 671 440
3 313 8 800 1 773 291
4 770
163 17,20 40 700 17,58 1 1
c und der Verkaufswert auf volle Mark abgerundet mitgeteilt. Der Durchschnittspreis wird aus den unabgerundeten Zahlen berechnet. ende Preis nicht vorgekommen ist, ein Punkt (.) in den letzten sechs Spalten, daß entsprechender Bericht fehlt.
Großhandelspreise von Getreide an deutschen und fremden
Börsenplätzen
für die Woche vom 12. bis 17. November 1906 nebst entsprechenden Angaben für die Vorwoche.
1000 kg in Mark.
(Preise für greifbare Ware, soweit nicht etwas anderes bemerkt.)
Noßgen, guter, gesunder, mindestens 712 g das 1 Weizen, 8 755 g das 1 450 g das 1
Hafer, . 8 Mannheim. Roggen, Pfälzer, russischer, bulgarischer, mittel.
Weizen, Pfälzer, russischer, amerik., rumän., mittel
Hafer, badischer, württembergischer, mitte..
heheeeenüeE“““ Gerste baßüsche, Prahee 6 82 L““
Wien. Roggen, Pester Boden Weizen, Pen 1“ afer, ungarischer I.. öö. Mais, ungarischer..
Budapest.
Roggen, Mittelware.
Weizen, h 8 Heler. 8 8
erste, Futter⸗ 8 Ma
7
Odessa. Roggen, 71 bis 72 kg das llh. ... Weiten, Ulka, 75 bis 76 kg das hl..
.“ — .6—
Woche
12./17.
Novbr. 1906
Da⸗ egen or⸗ woche
158,50 177,83 160,58
160,33 178,62 159,83
172,50 198,10 176,25 180,63 132,50
172,50 198,35 176,25 181,25 131,25
119,72 141,80 133,31 146,89 128,21
117,24 140,18 129,99 146,98 127,44
107,33 123,03 121,63 108,26
115,90
106,05 123,15 119,92 108,88 116,40
93,08 92,25
112,75
Hafer, englischer, weißer Gerste, Futter⸗
Riga.
Roggen, 71 bis 72 kg das k l ... NE“ 9 95 ö5
Roggen Weiben
Paris. lieferbare Ware des laufenden
Antwerpen.
Donau, mittel.. Feimng . ... . Ebö“ Kansas Nr. II . “ Kurrachee..
Amsterdam. AiwU “ St. Petersburger.. LE1“ amerikanischer Winter⸗ amerikan. bunt.. I“
London. engl. 278] Mark Lane) .
EI1I englisches Getreide, Mittelpreis aus 196 Marktorten (Gazette averages)
Liverpool. russischer.. EEö1ö1u““ roter Winter. La Plata.. Kurrachewe.. 6“*“ alter. neuer
Monats -
121,14 131,63
145,14 188,38
121,28 129,36 129,36 133,40 140,52 129,36
123,08
140,78 144,29 99,67 94,60
134,38 129,90
123,85 124,21 137,33
149,56 136,40 135,70 140,16 133,10 143,45 150,50 129,60 112,09
5
121,93
147,63 188,18
123,40 129,47 129,47 133,92
1e“*“ amerikan., bunt.. 4“*
Chicago.
Dezember
2vv
T “ Dezember.
Neu Pork. roter Winter⸗ Nr. 2. Lieferungsware Heifmnber 5 Dezember. Buenos Aires.
Durchsch ittsware
103,47 96,77 92,07
103,99 98,35 92,70
114,13 121,87 119,96
70,22
113,12 120,63 118,69
70,30
ieferungsware
8
126,74 127,05 131,00
87,74
126,79 126,79 129,81
88,95
124,73
124,73 78,40.
79,29
Bemerkungen.
1 Imperial Quarter ist für die Weizennotiz an der Londoner Pro⸗ duktenbörse = 504 Pfund engl. gerechnet; für die aus den Uaseh an 196 Marktorten des Königreichs ermittelten Durchschnittspreise für einheimisches Getreide (Gazette averages) ist 1 Imperial Quarter Weizen = 480, Hafer = 312, Gerste = 400 Pfund engl. angesetzt. 1 Bushel Weizen = 60, 1 Bushel Mais = 56 Pfund englisch; 1 Pfund englisch =0 453,6 g; 1 Last Roggen = 2100, Weizen = 2400, Mais =⸗⸗ 2000 kg.
Bei der Umrechnung der Preise in Reichswährung sind die aus den einzelnen Firrereen im „Reichsanzeiger“ ermittelten wöchentlichen Durchschnittswechselkurse an der Berliner Börse zu Grunde gelegt, und zwar für Wien und Budapest die Kurse auf Wien, für London und Liverpool die Kurse auf London, für Chicago und Neu York die Kurse auf Neu York, für Odessa und Riga die Kurse 8 St. Petersbur für Paris, Antwerpen und Amsterdam die Kurse auf diese Plätze. Preise in Buenos Aires unter Berücksichtigung der Goldprämie. E“ 1 Berlin, den 22. November 1906.
1“ Kaiserliches Statistisches⸗Amt.
Statistik und Volkswirtschaft.
Zunahme der Zahl der Sparkassenbücher und ihr ¹ Iltnis zur Bevölkerungsziffer in Preußen und den thã Provinzen. ierten (Schluß⸗) Heft des 46. Jahrgangs (1906) der „Zeit⸗ 8 n neetenasch preußischen Statistischen Landesamts“ findet sich uift Folioseiten umfassende Statistik der preußischen Sparkassen 1e 1 Rechnungsjahr 1904, von dem Mitglied des Landesamts regierungsrat G. Evert bearbeitet. Die Darstellung schließt eein allgemeinen an diejenigen der Vorjahre an, enthält aber dies⸗ 2 den tabellarischen Uebersichten die wichtigsten Ergebnisse nicht 2 Bezirken und Arten von sondern auch für jede 2 Kasse und gibt die Gruppeneintei ung der zinsbar angelegten vüafien derart, daß ersichtlich wird, bei wie vielen Kassen . einzelnen Gebieten die Anlage in Hypotheken gewisse Grenzen en 5070 bis 75, 30 bis 50 p. H. der Gesamtanlage usw.) über⸗ bat. Hierdurch wird die Beurteilung der Anlagepolitik einer ertesse, für welche die Kenntnis des Umfanges der gesamten hypo⸗ nnsscen Anlage notwendig ist, wesentlich erleichtert. Ferner bieten Tobellen zum ersten Male Angaben über die zum Teil recht erheb⸗ Verbreitung der städtischen sowie der ländlichen Amortisations⸗ volbeken bei den Sparkassen, die für Verwaltung und Statistik wals von Bedeutung sind, weil diese Art der Grundstücks⸗ kabung für die Frage der Entschuldung des städtischen und be⸗ aders des ländlichen Grundbesitzes von größter Wichtigkeit — Ueber die Hauptergebnisse der Statistik für das Jahr 1904 nsichtlich der Zahl der im preußischen Staat und in den Provinzen Fanden gewesenen Sparkassen, der Sparkassenbücher, der Spar⸗ alagen und ihrer Zunahme sowie hinsichtlich der Anlage der Spar⸗ satapitalien ist bereits in Nr. 215 des „Reichs⸗ und Staats⸗ geigers“ berichtet worden. Im Anschluß an diese Angaben lassen beute einige ergänzende Mitteilungen über die Zunahme der cil der Sparkassenbücher und ihr Verhältnis zur Bevölkerungsziffer d preußischen Staat und in den Provinzen folgen. *eIm allgemeinen pflegt in Preußen auf eine Person nur ein vackassenbuch ausgestellt zu werden; doch ist auch der Besiz mehrerer varkassenbücher bei einer Person oder Familie nicht gerade selten, daß die Zahl der Sparkassenbücher auch dort noch erheblich mimmt, wo bereits auf jede Familie annähernd ein Buch oder mehr rtfällt. Im ganzen wurden im Rechnungsjahre 1904 1 409 293 (im orjabre 1 341 373) Bücher neu ausgegeben und 969 990 (1903: 8232) zurückgenommen, sodaß sich hiernach ein Mehrzugang 1 439 303 Stück ergab gegen 393 141 im Jahre 1903, 351 512 im alre 1902, 366 362 im Jahre 1901, 314 009 im Jahre 1900, 85226 im Jahre 1899, 405 231 im Jahre 1898, 383 406 im Jahre 897, 392 364 im Jahre 1896, 366 120 im Jahre 1895, 261 205 im ahre 1994. Der Zuwachs an Sparkassenbüchern war also im Rech⸗ urgsjahre 1904 so groß, wie noch in keinem früheren Jahre. Auch ie einzelnen Provinzen wiesen, wie die nachstehende Uebersicht zeigt, urchweg einen erheblichen Mehrzugang auf. Es wurden im Rechnungsjahre 1904
8 “
Der Ueberschuß der ausgegebenen über die zurückgenommenen Bücher stellte sich
daher auf
zurück⸗ genommen ücher
neu ausgegeben
Bücher “
34 129 38 966 89 315 83 103 48 133 27 022 111 283 95 854 48 430 87 591 81 473 48 353
40 621 52 038 116 673 154 960 69 850 37 654 158 268 135 632 65 451 124 063 118 103 76 690
Ostpreußen... Westpreußen.. Stadtkreise Berlin a Brandenburg. ommern... b11“ Schlesien ... „Sachsen. . „Schleswig⸗Holstein „Hannover. „Westfalen. „Hessen⸗Nassau.. m Rheinlande. 256 535 174 481 Hohenzollern . . 2 755 1 857 .
Auf je 100 Einwohner kamen im Jahre 1904 im Staate 2771 Bücher, d. h. 0,75 mehr als im Vorjahre. Besonders stark rvar in den Provinzen der Mehrzugang mit 1,43 bezw. 1,21 nd 1,07 Büchern in Brandenburg, Hohenzollern und Pommern, in schwächsten mit 0,26 in Westfalen und mit 0,34 in
sipreußen. Verhältnismäßig die meisten Bücher hatte die Provinz Sachsen mit 42,97 v. H., d. h. 0,93 mehr als in Vorjahre, die wenigsten Posen mit 11,92, d. h. 0,47 nehr. Der Zuwachs war also in Posen auf 100 Einwohner viel ringer als in Sachsen, obaleich der Spielraum — wenigstens der ein rechnerische — für die Vermehrung in dem noch bücherarmen Posen sehr viel 11 als in dem bücherreichen Sachsen war. Von den Regierungsbezirken stand nach wie vor Liegnitz mit 47,63 Spar⸗ ssenbüchern auf je 100 Einwohner am höchsten, und auch seine unahme um 1,10 übertraf den Staatsdurchschnitt bei weitem; bei dem an letzter Stelle stehenden Bezirke Allenstein (7,06 bezw. 0,23) lag es, wie im Vorjahre, umgekehrt.
Betrachtet man die Verteilung und die Zunahme der Bücher nach Kontenklassen, so ergibt sich, daß von der Gesamtzahl der Bücher -— 10 211 976 i. J. 1904 bezw. 9 773 103 i. J. 1903 — entfielen.
auf die Bücher 1904 1903 a- bis zu 60 ℳ Einl. 2825374 =27,67 v H. 2727580 =27,91 v. H. b.über 60 — 150 „ „ 1480409 =14,50 „ 1426354 =14,59 -. „ 150 —- 300 „ „ 1317262 =12,90 „ 1274412 =13,04
„ 300 —- 600 „ 1527708 =14,96 1464482 =14,98 6. „ 600 — 3000 „ 2560871 =25,08 2421977 =224,78 ¹. „3000 — 10000 „ 444304= 4,35 407823 = 4,17 s. „ 10000 5 56048 = 0,55 50475 = 0,52 erner in e. b
Bõ in den Jahren
urf die Bücher 1902 1901 1900, 1899,1893 1897 1896, 1895 1894 bis 2u 60 ℳ E 28,00 27,97 28,07 28,22 28,36 28,49 28,65 28,86 29,16 b. üb. 60- 150 14,69 15,05 15,35 15,48/15 56 15,64 15,77/15,88 16,04 8 . 150- 300 13,22 13,46 13,77 13,81 13,83 13,94 13,99 14,07 14,12 „ 300. 600 15,12 15,27 15,44 15,40 15,33 15,37 15,32 15,32 15,41 .„ 600. 3000 24,54 24,08 23,46 23,17,23,00 ,22,67 22,46 22,24 21,80 82. 3000-10000 3,95 3,72 3,50] 3,49 3,50 3,47 3,41] 3,24 3,07 8. 10000 0,48 0,45 0,42 0,42 0,42 0,42 0,41 0,40] 0,39. get dem Jahre 1894, in dem die gegenwärtige Einteilung nach Kontenklassen eingeführt wurde, hat sich also der Anteil der größten e- größeren Konten vermehrt, der der kleineren vermindert. Dies ntspricht durchaus der natürlichen, günstigen, durch Aufsteigen aus niederen in höhere Kontenklassen entstehenden Entwicklung. gb Auch im Rechnungsjahre 1904 wurde der Anteil der größeren Vünten an der Gesamtzahl der Bücher wieder größer. Dies bedeutet . wie schon die obigen absoluten Ziffern ergeben, nicht eine Ab⸗ — sondern nur eine verhältnismäßig geringere Zunahme der seineren Konten, und zwar betrug diese Zunahme bei den Büchern: 111111X1“.“ 8 b. 8 —32 . . . 3,79 7 8,95 * „ 1I1“ L“ v““ zie war also überall weit größer als die Zunahme der Bevölkerung, 2 sich bekanntlich jetzt jährlich zwischen 1 und 2 % bewegt. Ein⸗ zgekonten von mehr als 10 000 ℳ wies die große Mehrzahl der afsen (die Vereins⸗ und Privatsparkassen ausgenommen) auf. dnnh ie Einrichtung der gesperrten Sparkassenbücher, deren vanbl erst seit 1894 festgestellt wird, hat bisher nur eine mäͤßige, merhin aber merklich fortschreitende Verbreitung gefunden. Von 8 4 bis 1898 stieg ihre Zahl zwar nur von 28 573 auf 44 005, in n folgenden fünf Jahren aber auf 51 385, 65 116, 82 741, 99 152,
452 und im Jahre 1904 auf 131 875. v“
4“*“
Am 17. November trat der Zentralausschuß des Deutschen Vereins für Armenpflege und Wohltätigkeit zu seiner regelmäßigen Sitzung zusammen, um Ort und Zeit der Jabresver⸗ sammlung für 1907 festzustellen und die zu berateaden Gegenstände zu bestimmen. An der Sitzung nahmen 35 Mitglieder des Zentralaus⸗ schusses teil, darunter zahlreiche Vertreter von Landarmenverbänden und größeren Städten. Als Ort der Versammlung wurde Eisenach gewählt; sie soll, wie seit Jahren üblich, in der vor⸗ letzten Septemberwoche am 18. und 19. stattfinden. Gegenstände der Besprechung werden sein: 1) Amerikanisches Armenwesen (Bericht⸗ erstatter: Stadtrat Dr. Münsterberg in Berlin); 2) Finanzstatistik der Armenverwaltungen (Berichterstatter: Direktor des Statistischen Amts, Professor Dr. Silbergleit in Berlin); 3) fachliche und beruf⸗ liche Ausbildung in der Armenpflege (Berichterstatter: Dr. Levy in Berlin und Stadtrat von Frankenberg in Braunschweig); 4) Berufs⸗ vormundschaft — Generalvormundschaft (Berichterstatter: Professor Dr. Klumke in Frankfurt a. M. und Waisenhausdirektor Petersen in Hamburg); 5) Kinderheilstätten (Berichterstatter Dr. Lohse in Ham⸗ burg und Dr. Lennhoff in Berlin). 1ö111“
Ergebnisse des Heeresergänzungsgeschäfts in Italien. Nach dem vom italienischen Kriegsministerium veröffentlichten Druckwerke „Della leva sui giovani nati nell' anno 1884“ (Roma 1906) betrug die Zahl der nach den Aushebungslisten im Jahre 1884 geborenen Milstärpflichtigen 365 068. Einschließlich der im Vorjahre zurückgestellten und der nachträglich zur Aushebung herangezogenen Militärpflichtigen waren während des Berichts⸗ jahres nach den Listen im ganzen 469 860 Mannschaften auf ihre Dienst⸗ fähigkeit zu untersuchen. Von diesen mußten jedoch 13 130 in den Listen gestrichen werden, da sie gestorben, ausgewandert oder nicht auf⸗ zufinden waren; 39 218 entzogen sich als „renitenti“ der Aushebung; 109 071 wurden als dienstunkauglich befunden, 117 173 zur nächsten Musterung zurückgestellt; 191 268 wurden ausgehoben und den drei Kategorien der Militärtauglichen überwiesen. on den als dienstuntauglich befundenen Mannschaften wurden 29 399 (18,7 %) wegen ungenügender Körperlänge, die anderen 88 672 wegen allerlei Fehler und Krankheiten zurückgewiesen. In Norditalien ist ungenügende Körperlänge bei kaum 11 %, in Süd⸗ italien bei 26,8 %, auf Sizilien und Sardinien sogar bei 28,7 % der Dienstuntauglichen der Grund zur Ausmusterung gewesen. Von der Gesamtzahl der auf ihre Tauglichkeit untersuchten Mannschaften, die in Norditalien 181 471, in Süditalien 88 779, in Mittelitalien 85 287, auf Sardinien und Sizilien 61 975 betrug, sind als dienst⸗ untauglich befunden: in Mittelitalien 22,2 %, in Norditalien 26,5 %, in Süditalien 25,6 %, auf Sardinien und Sizilien 31,2 %, insgesamt 26,1 %. Als Untauglichkeitsgrund wurden u. a. 2837 mal Kropf und 1974 mal sog. voller Hals angegeben, 3918 mal chronische Augenbinde⸗ hautentzündung (davon 1330 mal auf Sizilien), 6155 mal ein Ein⸗ geweidebruch, ferner bei 18 085 allgemeine Körperschwäche und bei anderen 18 311 ungenügender Brustumfang.
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Zur Arbeiterbewegung. ““
Der Lohnkampf in den Siemenswerken hat eine neue Wendung genommen. Die Bewegung beschränkt sich, der „Voss. Ztg.“ zufolge, jetzt nicht nur auf die Berliner Werke, sondern sie dürfte schon in allernächster Zeit auf die in Nürnberg befind⸗ lichen Werke übergreifen. Die Beauftragten des Metallarbeiter⸗ verbandes haben dieser Tage mit den Arbeitern der Nürnberger Siemenswerke unterhandelt, mit dem Erfolg, daß diese sich bereit erklärten, sich den Maßnahmen der Berliner Streikleitung anzuschließen, und sobald von hier aus der offene Kampf geplant wird, Solidarität zu üben. Hierbei ist zu bemerken, daß in Nürnberg die neue Arbeitsordnung noch gar nicht eingeführt ist. Es würde sich also um einen reinen Solidaritätsstreik handeln. In den Berliner Werken hat die Streikleitung bis in die letzten Tage weitere Arbeitseinstellungen noch nicht angeordnet. Man nimmt vorläufig noch eine abwartende Haltung ein. Dagegen sind inzwischen wieder 100 Arbeiter und Arbeiterinnen — zum größten Teil Vertrauensleute des Metallarbeiterverbandes — entlassen worden. Im Ausstand be⸗ findet sich jetzt etwa der vierte Teil der Angestellten der Berliner Siemenswerke, im ganzen etwa 2500 Mann.
In Essen a. d. R. trat gestern, wie „W. T. B.“ berichtet, die Revierkonferenz der Bergarbeiterverbände, und zwar aus dem Ruhrrevier, einem Teile des Saarreviers, dem Braunkohlenrevier und dem Wurmrevier zusammen. Auf der Tagesordnung stand die Beratung über eine aufzustellende Lohnstatistik scitens der Verbände und über das eventuelle Vorgehen der vereinigten Verbände in der Lohnfrage. Nach stundenlanger Debatte wurde folgende von den Ver⸗ händen vorgeschlagene Resolution mit allen gegen fünf Stimmen angenommen: 94
„In Erwägung, daß die öffentliche Meinung durch die den Aus⸗ schüssen mitgeteilten falschen Lohnlisten der e zur Zeit irregeführt ist; in weiterer Erwägung, daß durch die bevorstehenden Weihnachtstage viele Kameraden von einem etwaigen sofortigen Streik abgehalten werden dürften, und ferner auch, daß durch die für November und Dezember vielfach versprochenen Lohnaufbesserungen sich sehr viele irre⸗ führen lassen werden, raten wir, zuerst die von den Organisationen veranstalteten Lohnstatistiken für das letzte Halbjahr abzuwarten, ehe die folgenschwere Entscheidung getroffen wird. Nach Fertigstellung der Statistiken haben die Siebenerkommission und die Verbandsvor⸗ stände sofort die nötigen Schritte zu tun. Die gestellten For⸗ derungen werden voll und ganz aufrecht erhalten. Die Konferenz ist überzeugt, daß dieselben angesichts der von dem Kohlensyndikat be⸗
sblofsinen Kohlenpreiserhöhung ab 1. April eher zu niedrig, als zu och sind.“
Alsdann trat die Versammlung in eine Besprechung des im Reichstag zur Beratung kommenden Gesetzes über die Rechtsfähigkeit der Berufsvereine ein. Der Reichstagsabgeordnete Sachse referierte in kurzen Zügen hierüber, worauf sich die Versammelten dahin er⸗ klärten, daß sie sich mit dem Eesetz in der vorliegenden Gestalt nicht befreunden könnten. .
Mehrere zahlreich besuchte Bergarbeiterkonferenzen im Saargebiet sprachen sich, wie die „Rh.⸗Westf. Ztg.“ mitteilt, nahezu einstimmig gegen die von sozialistischen Agitatoren geplante Generalstreikbewegung im deutschen Bergbau aus.
Aus Frankfurta. M. wird der „Köln Ztg.“ gemeldet: Das Tarif⸗ kreisamt für den Kreis III der Tarifgemeinschaft deutscher Buchdrucker hat zu den von den Gehilfen gestellten Anträgen wegen des Lokalzuschlags beschlossen, in den Hauptdruckorten des Kreises die bisherigen Lokalzuschläge bestehen zu lassen. Dagegen erhalten Hanau und Höchst a. M. einen höheren Lokalzuschlag. Für einige kleinere Orte wurden die Ausnahmebestimmungen aufgehoben.
Angesichts der fortdauernden übermäßigen Forderungen und Drohungen der Warschauer Gasarbeiter lehnte, wie „W. T. B.“ meldet, die Direktion der Gaswerke der Stadtverwaltung gegenüber die fernere Verantwortlichkeit für die Beleuchtung der Stadt ab. Die Militärbehörde nahm darauf den Generaldirektor in Haft, entließ die Arbeiter und beorderte Sappeure zur Gasfabrikation.
2. Die Arbeiter der Schiffbauwerften am Clyde haben, dem „W. T. B.“ zufolge, Dienstag nach einem erfolglosen Ausstand von 7 ½ Wochen Dauer die Arbeit wieder aufgenommen.
Aus Minneapolis berichtet „W T. B.“, daß die diesjährige Tagung der „Amerikanischen Arbeitsföderation“ fast ein⸗ stimmig eine Resolution gefaßt hat, dahin gehend, daß die Arbeiter sich eine unabhängige politische Organisation schaffen müßten.
Aus Fallriver (Massachusetts) wird dem „W. T. B.“ telegraphiert: Die Baumwollfabrikanten bewilligten 25 000 Arbeitern eine fünfprozentige Lohnerhöhung, die am 26. d. M. in Kraft treten soll. Damit beträgt die Lohnsteigerung in den letzten 13 Monaten insgesamt 20 %. Es ist noch nicht bekannt, ob die Arbeiter auf der ganzen von ihnen verlangten Lohnerhöhung von 10 % bestehen werden.
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Land⸗ und Forstwirtschaft.
Der Saatenstand in Preußen um die Mitte des Monats November 1906.
Nach den im Königlichen Statistischen Landesamt zusamm engestellten Ergebnissen der Erhebungen über den Stand der jungen Saaten in Preußen war dieser um die Mitte des Monats November folgender (Begutachtungsziffer 1 bedeutet: sehr gut, 2: gut, 3: mittel, durch⸗ schnittlich, 4: gering, 5: sehr gering): Winterweizen 2,4 (Mitte Ok⸗ tober d. J. 2,5, Mitte November 1905 2,9), Winterspelz 2,3 (2,4 bezw. 3,5), Winterroggen 2,4 (2,5 bezw. 2,9). — Zu diesen Zahlen wird in der „Stat. Korr.“ bemerkt:
„Die im vormonatigen Bericht erwähnte überwiegend trockene und milde Witterung hielt auch während des eben verflossenen Berichts⸗ monats (Mitte Oktober bis daͤhin November) in den meisten Landes⸗ teilen an. Am trockensten blieb der Regierungsbezirk Hildesheim, während einige Teile Rheinlands, besonders die Bezirke Düsseldorf und Aachen, im letzten Drittel des Oktober reichliche Niederschläge erhielten. Aber auch hier kam das schöne Herbstwetter bald wieder. Erst gegen den Schluß des Berichtsmonats trat ein Wettersturz ein, der noch vereinzelten Meldungen aus den westlichen Provinzen zu Nachtfrösten, nach solchen aus dem Gumbinner Bezirk zu Schvee⸗ fällen führte.
Vielfach wird der Wunsch zum Ausdruck gebracht, die Aecker möchten vorläufig noch offen bleiben, damit sowohl die mancherorten noch nicht ganz fertigen Bestellungsarbeiten zu Ende geführt werden könnten, wie der letzten Einsaat das Aufgehen und genügende Bestockung ermöglicht würde. Wohl könnten nach der Meinung der betreffenden Vertrauensmänner während des anhaltend schönen Wetters die Arbeiten trotz des Leutemangels beendet sein, wenn die Trockenheit die besseren Böden nicht zu sehr verkrustet hätte, ihnen also früher beizukommen gewesen wäre. Allerdings betrifft dies nur Weizenäcker; die Roggeabestellung war überall beendet.
Während noch in den Oktoberberichten befürchtet wurde, daß die Kartoffelernte nicht ganz zufriedenstellen werde, wenn das schöne Wetter nicht den Knollen noch im Wachstume zugute komme, äußern sich diesmal in den wenigen dieser Frucht gewidmeten Mitteilungen keinerlei Bedenken. Es wird nur angegeben, daß die Hackfruchternte gut von statten ging; vermutlich wird man aber, was nur nicht er⸗ wähnt wurde, noch nicht überall damit fertig sein. Ebenso vereinzelt ist die Nachricht, daß das Vieh noch weide und gute Nahrung finde.
Eine erschreckende Vermehrung zeigen die tierischen Schäd⸗ linge. Die Mäuse haben überall derart zugenommen, daß sie als eine allgemeine Landplage zu bez ichnen sind. Sie unterwühlen die jungen Roggensaaten und die Kleefelder. Die zu ihrer Vertilgung angewendeten Mittel, wie Gift und Fallen sowie hier und da, auch der Löfflersche Mäusetyphusbazillus, haben einstweilen noch keinen nennenswerten Erfolg gehabt. Außer den Mäusen treiben in den westlichen Landesteilen, weniger in den östlichen, die verheerend auftretenden Ackerschnecken ihr Zerstörungswerk. Am schädlichsten sollen sie in dem nach Klee gebauten Roggen wirken. Der Schnecken Ende erwartet man jedoch mit dem Eintritt von Frost. Sie und die Mäuse haben bereits beträchtlichen Schaden angerichtet. Wo sich vereinzelt Kahlstellen zeigten, sind diese durch Nachsäen wieder bedeckt worden; vielfach aber mußten auch ganze Felder neu bestellt werden. Hier und da sollen auch Ratten zahlreich vorkommen. Hamster, Krähen, Fritfliegen und Würmer werden nur beiläufig erwähnt. 8
Was nun die jungen Saaten anlangt, so konnte aus dem vorher erwähnten Grunde eine Beurteilung des Weizens auch diesmal noch nicht überall stattfinden. Immerhin liegt jedoch eine so große Zahl von Noten aus allen Landesteilen vor, daß auch die für ihn berechnete Begutachtungsziffer seinen Stand mit hin⸗ reichender Genauigkeit bezeichnen dürfte. Bezüglich des Roggens ist wohl kaum eine Note ausgeblieben, da selbst spät bestellter sich schon soweit entwickelt hatte, daß er ein Urteil zuließ. Früh bestellter Roggen ist zum Teil bereits so kräftig bestockt, daß man ihn hier und
da abweiden ließ; auch zeigen sich auf manchen Feldern gelbe Pflänzchen. Ueberwiegend sind iedoch die Nachrichten, wonach die Saaten einen schönen, üppigen Stand haben, wie er selten zu beobachten war. Hier und da wird sogar dem Bedauern darüber Ausdruck gegeben, daß man mit dem Saatkorn nicht sparsamer umgegangen sei, wodurch eine zu dichte Bestockung verhütet worden wäre. Ueber den Spelz ist wesent⸗ liches nicht zu berichten, weil er in Preußen sehr wenig gebaut wird. Bei dem fast allgemein als recht günstig anzusprechenden Saatenstande wird überall von den Vertrauensmännern eine gute Einwinterung er⸗ wartet, vorausgesetzt, daß einer etwaigen Schneedecke kurzer Frost vor⸗ angeht, damit die Saaten nicht dem Faulen verfallen.
Die Begutachtungsziffern ergaben im Staatsdurchschnitt beim Winterweizen wie beim Winterroggen 2,4 und damit eine der besten Noten der in der Tabelle angegebenen achtjährigen Zahlenreihe des November, welche nur 1901 durch 2,2 bei beiden Fruchtarten über⸗ troffen wird. Unter den für die einzelnen Regierungsbezirke berechneten Noten haben beim Winterweizen Schleswig mit 1,9 die befste, Potsdam, Oppeln und Trier mit 2,7 die ungünstigste erhalten. Bei den Ziffern des Winterroggens traten die egensätze stärker hervor, indem sie sich zwischen 1,8 für Stade und Osnabrück und 3,0 (dem Mittel) für Hildesheim bewegen. Mehrfach wird be⸗ merkt, daß Roggen eine bessere Note verdient hätte, wenn der durch Mäuse und Scnecken angerichtete Schaden nicht zu beträchtlich wäre.
Schließlich sei noch erwähnt, daß den vorstehenden Bemerkungen die bis zum 19. d. M. eingegangenen 4986 Berichte der landwirt⸗ schaftlichen Vertrauensmänner zu Grunde gelegt sind. Hiermit ist die
diesjährige Berichterstattung über den Saatenstand brendet.
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Der erste Dampfpflug im tropischen Afrika (System Fowler) mit Zweilokomotipenbetrieb wird jetzt von dem Kolonial⸗ wirtschaftlichen Komitee im Baumwollbezirk Saadani in Deutsch⸗Ostafrika in Betrieb gesetzt. Dort haben außer dem Komitee deutsche Siedler, ägyptische Baumwollfirmen und Eingeborene insgesamt 22 000 ha für den Baumwollbau zur Pachtung bezw. zum Kauf beim Kaiserlichen Gouvernement an⸗ gemeldet; nach den gesetzlichen Bestimmungen muß jährlich mindestens unter Kultur genommen werden. Der Dampfpflug⸗ betrieb in Saadani soll vorbildlich nicht allein für die Baumwoll⸗ plantagenkultur, sondern auch für die gesamte tropische Landwirtschaft wirken. Der maschinelle Betrieb soll dem periodischen Mangel an Arbeitern und Vieh abhelfen. — Die Güte des Baumwolllandes in Saadani geht u. a. aus dem Gutachten über die Saadani⸗Mitafifi⸗ Baumwolle hervor, die von den deutschen Spinnereien als besser wie die beste oberägyptische, als seidig und feinfaserig und von einem Stapel von 24 — 30 mm bezeichnet wird. Der Wert wird auf 80 bis 85 ₰ für ½† kg loko Bremen geschätzt.
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Ueber die Witterung, die Obsternte und den Stand der landwirt⸗ schaftlichen Arbeiten in der Zentralschweiz wird der Schweizerischen Landwirtschaftlichen Zeitschrift vom 16. November 1906 geschrieben: Der verflossene Oktober war der wärmste dieser Monate seit 50 Jahren, die Trockenheit dauerte fort und brachte viele Brunnen zum Versiegen. Auf mittelschweren Böden hatte man immer noch ordentlich Weidegras, und man beginnt in unserer Umgebung erst heute mit dem Einstellen des Viehes und der eigentlichen Winter-⸗ fütterung. Das Obst reifte vorzüglich aus und konnte nach Wunsch e werden. Trotz der Ergiebigkeit der Ernte wurden die Absatzverhältnisse immer besser. Mostäpfel stiegen von 7 bis auf 9 Fr. Lageräpfel von 12 auf 20 Fr. für 100 kg. Auch die Preise der Birnen stiegen an. Das Obst war nicht besonders groß, aber gehaltreich. Teilers⸗ birnen most zeigte 62 Grad Oechsli, eine Wägung Späthirnenmost sogar 65 Grad, was recht gute Resultate sind. Kartoffeln und Hackfrüchte gaben gute Erträge. Die Streu konnte selten so
und darüber,