Handel und Gewerbe.
Nach der Wochenübersicht der Reichsbank vom 23. November 1906 betrugen (+ und — im Vergleich zur Vorwoche):
Aktiva: 1906 1905
Metallbestand (der Bestand an kurs⸗ fähigem deutschen Gelde oder an Gold in Barren oder aus⸗ ländischen Münzen, das Kilogr. fein zu 2784 ℳ berechnet)
Bestand an Reichs⸗ kassenscheinen..
Bestand an Noten anderer Banken
Bestand an Wechseln
Bestand an Lombard⸗ forderungen..
Bestand an Effekten Bestand an sonstigen ““
809 268 000 875 261 000 1 026 303 000 (+ 31 342 000) (+ 37 803 000) (+ 63 822 000)
47 783 000 26 059 000 25 857 000 (+ 668 000) (— 1 109 000) (+ 853 000)
32 056 000 30 365 000 24 609 000 (+ 7 322 000) (+ 5 693 000) (+ 5 647 000) 1 142 734 000 948 771 000/ 777 409 000 (— 25 656 000) (— 43 652 000) (— 22 788 000)
*52 398 000 50 344 000 44 735 000
(— 14 696 000) (— 4 501 000) (— 6 802 000) 65 636 000 107 612 000 88 735 000
(— 5 099 000) (+ 3 822 000) (— 26 964 000)
84 619 000 91 331 000 93 574 000 (+ 2 355 000) (+ 386 000) (— 6 408 000)
Passiva: das Grundkapital.
der Reservefonds.
der Betrag der um⸗ laufenden Noten.
die sonstigen täglich
fälligen Verbind⸗ Eö7788
die sonstigen Passiva
150 000 000 (unverändert) 51 614 000
180 000 000 (unverändert) 64 814 000
180 000 000 (unverändert) 64 814 000 (unverändert) (unverändert) (unverändert)
1 349 433 000 1 294 552 000 1 260 509 000 (— 40 370 000) (— 44 463 000) (— 39 342 000)
585 843 000 553 223 000 578 314 000 (+ 35 481 000) (+ 44 014 000) (+ 44 052 000) 54 404 000 37 154 000 40 785 000 (+ 1 125 000) (+ 1 109 000) (+‿ 2 650 000)
am 26. November 1906: Ruhrrevier Oberschlesisches Revier Anzahl der Wagen 8 21 207
Gestellt. 1225
Nicht gestellt
— 4442“ ü b estellte und nicht gestellte Wagen für die in den Ei ahndirektionsbezirken Magdeburg, Halle und
Erfurt belegenen Kohlengruben.
Es wurden Wagen, auf 10 t berechnet,
gestellt nicht gestellt November 5533 928
6035 589 Se- 630 6475 245 6524 217 6476 273 6331 416 6347 390 6304 516 33 — 6347 40 6408 93³ 6360 149 6181 373
jusammen. 87277 4859 Durchschnittlich für - 1906 6252 374 13 Arbeitstage den Arbeitstag [1905 6381 391 13 8
Sonntag
Ueber eine zweifelhafte Firma in Badajoz in Spanien sind der Berliner Handelskammer pertrauliche Mitteilungen zuge⸗ gangen. Interessenten erhalten mündlich nähere Auskunft hierü im Verkehrsbureau der Handelskammer.
— Der „Kölnischen Zeitung“ zufolge hat das Oberbergamt Dortmund der Bank für Bergbau und Industrie, Aktien⸗
esellschaft zu Berlin, drei Kohlenfelder in den Kreisen Ruhrort und Rees unter dem Namen Springfeld 3, 18 und 20, der Gewerkschaft Lohberg zu Hamborn ein Kohlenfeld in den Kreisen Ruhrort und Rees unter dem Namen Hiesfeld 59 und dem Rechtsanwalt Dr. Heinrich Busch in Essen und dem Kaufmann Franz Bomke zu Beckum drei Kohlenfelder im Kreise Beckum unter dem Namen Westfalen 5, 9 und 15 verliehen.
— Laut Meldung des „W. T. B.“ ergab die Einnahme der Oesterreichisch⸗Ungarischen Staatsbahn éösterreichisches Netz) vom 11. bis 20. November: 2 295 678 Kronen (gegen die definitiven Einnahmen des entsprechenden Zeitraums des Vorjahres Minderein⸗ nahme 45 618 Kronen, gegen die provisorischen mehr 138 897 Kronen). — Die Bruttoeinnahmen der Orientbahnen betrugen vom 12. bis 18. November 1906: 326 599 Fr. (mehr 10 226 Fr.). Vom 1. Ja⸗ nuar bis 18. November 1906 betrugen die Bruttoeinnahmen 12 994 249 Fr. (231 059 Fr. mehr als i. V.). — Nova⸗Zagora (80 km) vom 5. bis 11. November 1906: 6522 Fr. (mehr 1362 Fr.), seit 1. Januar: 284 755 Fr. (weniger 13 943 Fr.).
London, 27. November. (W T. B.) Die „Tribune“ meldet aus New York: Es verlautet, daß die Kapitalinteressenten der Standard Oil Company den Bau von Eisenbahnen in Bolivien mit einem Aufwande von 7 Millionen Pfund Sterling planen. Durch diese Bahnen sollen ausgedehnte Gummidistrikte er⸗ schlossen werden.
Berlin, 26. November. (W. T. B.) Mitteilung der Kaiser⸗ lich russischen Finanz⸗ und Handelsagentur. Kassenausweis der russischen Regierung zum 1. August 1906. Ordentliche Einnahmen 1 212 000 000 Rbl. Außerordentliche Einnahmen 416 500 000 Rbl. Ordentliche Ausgaben 1 198 800 000 Rbl. Außer⸗ ordentliche Ausgaben 502 100 000 Rbl. — Verglichen mit derselben Periode des Vorjahrs weisen in folgenden Rubriken die Einnahmen eine Vermehrung auf: Grund⸗ und Immobiliensteuer +. 5 500 000 Rbl. Gewerbesteuer + 8 100 000 Rbl. Getränkesteuer + 5 300 000 Rbl. Tabaksteuer + 4 200 000 Rbl. Zuckersteuer + 20 100 000 Rbl.
ündhölzersteuer + 3 800 000 Rbl. Zolleinnahmen + 16 200 000 Rbl. Stempelsteuer + 2 800 000 Rbl. Passagier⸗ und Frachtverkehrsteuer + 1 100 000 Rbl. Branntweinmonopol + 53 500 000 Rbl. einnahmen + 1 600 000 Rbl. Staatsbahnen + 4 400 000 Rbl. Eingänge an Vorschüssen und Auslagen + 3 000 000 Rbl. Kriegs⸗ entschädigung †. 1 700 000 Rbl. Diverse + 4 600 000 Rbl. In folgenden Rubriken weisen die Einnahmen ein Minus auf: Naphtha⸗ steuer 4 900 000 Rbl. Postdepartement 1 200 000 Rbl. Bauern⸗
abgaben 6 200 000 Rbl.
nehmungen 3 100 000 Rbl. Kapitalien 2 800 000 Rbl. 3 200 000 Rbl. 5 000 000 Rbl. Von Privatbahnen fällige Zahlungen 3 800 000 Rbl.
serbischen
Skobélévo —
35 ½ Gd., Mai 36 Gd., Dezember 17,80, Januar 17,95, März 18,30,
Forst⸗
Dem Staate gehörige industrielle Unter⸗ Einnahmen von dem Staate gehörigen Beteiligung des Staats an Privatbahnen
Ablösungszahlen früherer Gutsbesitzerbauern
Wien, 26. November. (W. T. B.) Ausweis der Oester⸗
reichisch⸗Ungarischen Bank vom 23. November (in Kronen). Ab⸗ und Zunahme gegen den Stand vom 15. November: Notenumlauf
1 838 586 000 (Abn. 48 626 000), Silberkurant 283 786 000 (Zun.
1 415 000), Goldbarren 1 126 651 000 (Zun. 361 000), in Gold zahlb. Wechsel 60 000 000 (unverändert), 49 474 000),
darlehne 294 444 000 (Abn. 959 000), steuerfreie Notenreserve 29 298 000.
Portefeuille 661 943 000 (Abn. Lombard 61 031 000 (Abn. 553 000), Hypotheken⸗ 298 590 000 (Zun. 46 000), Pfandbriefe im Umlauf Belgrad, 26. November. (W. T. B.) Ausweis der Autonomen Monopolverwaltung für den Monat Oktober 1906: Bruttoeinnahme der verpfändeten Monopole sowie Netto⸗ ergebnisse der Zölle, Obrtsteuer und Stempelmarken 4 483 650,— Fr., desgl. Januar bis September 1906 29 374 767,— Fr., zusammen 33 858 417,— Fr. Verwendung der Einnahmen: 1) für den Dienst der Staatsschuld 25 846 011,— Fr. (davon den Banken à Konto späterer Verfälle überwiesen: 16 758 762,— Frh. 2) für Materialankäufe und Betriebsspesen 6 520 157,— Fr., 3) Kassenbestand 1 492 249,— Fr., zu⸗ sammen 33 858 417,— Fr.
Kursberichte von den auswärtigen Fondsmärkten.
Hamburg, 26. November. (W. T. B.) (Schluß.) Gold in Barren das Kilogramm 2790 B., 2784 G., Silber in Barren das Kilogramm 97,00 B., 96,50 G.
Wien, 27. November, Vormittags 10 Uhr 50 Min. (W. T. B.) Einh. 4 % Rente M./N. p. Arr. 99,10, Oesterr. 4 % Rente in Kr.⸗W. pr. ult. 99,10, Ungar. 4 % Goldrente 114,05, Ungar. 4 % Rente in Kr.⸗W. 95,45, Türkische Lose per M. d. M. 163,50, Brschtierader Eisenb.⸗Akt. Lit. B 1142, Nordwestbahnakt. Lit. B per ult. —,—, Oesterr. Staatsbahn per ult. 677,50, Südbahngesellschaft 176,75, Wiener Bankverein 559,75, Kreditanstalt, Oesterr. per ult. 686,50, Kreditbank, Ungar. allg. 824,00, Länderbank 445,75, Brüxer Kohlenbergwerk 740,00, Montangesellschaft, Oesterr. Alp. 607,75, veils. eichsbanknoten pr. ult. 117,60, Unionbank 567,00, Türk.
abak. —,—.
London, 26. November. (W. T. B.) (Schluß.) 2 ½ % Eng⸗ lische Konsols 86 ¼¾, Platzdiskont 5 ¾, Silber 32 2⁄16. — Bankeingang 255 000 Pfd. Sterl.
Paris, 26. November. (W. T. B.) (Schluß.) 3 % Franz. Rente 95,90, Suezkanalaktien 4505.
Madrid, 26. November. (W. T. B.) Wechsel auf Paris 9,50.
Lissabon, 26. November. (W. T. B.) Goldagio 2. 8
New YPork, 26. November. (W. T. B.) (Schluß.) Die Börse eröffnete in fester Haltung mit höheren Kursen in leitenden Eisen⸗ bahnwerten. Die Aktien der Union Pacifiebahn gewannen bei den ersten Umsätzen 5½ %, da die Festigkeit Londons für diese Werte sowie die Erwartung eines günstigen Jahresberichts Anregung boten. Die Grundstimmung blieb auch im weiteren Verlaufe auf Deckungen und Preistreibereien der einzelnen Spekulantengruppen im all⸗ emeinen fest, doch ließen die Aussichten bezüglich der weiteren Beitaltung des Geldmarktes ein lebhafteres Geschäft nicht aufkommen. Die Aktien der Missouri Kansas and Texasbahn stiegen auf Käufe Hills und Harrimans um 1 ⅞ %, während Great Northernbahnaktien auf weitere Realisierungen nachgaben. Am Nach⸗ mittag wurde die Haltung auf Vorstöße der Baissiers und Abgaben westlicher Häuser schwächer. Schluß nicht einheitlich. Für Rechnung Londons wurden per Saldo 25 000 Stück Aktien verkauft. Aktien⸗ umsatz 810 000 Stück. Geld auf 24 Stunden Durchschn.⸗Zinsrate 5 ¾, do. Zinsrate für letztes Darlehn des Tages 4, Wechsel auf London (60 Tage) 4,80,50, Cable Transfers 4,86,65, Silber, Com⸗ mercial Bars 70. ndenz für Geld: Stetig.
Rio de Janeiro, 26. November. (W. T. B.) Wechsel auf London 15 ½.
8
Kursberichte von den auswärtigen Warenmärkten.
Essener Börse vom 26. November. Amtlicher Kursbericht. Kohlen, Koks und Briketts. (Preisnotierungen des Rheinisch⸗ Westfälischen Kohlensyndikats für die Tonne ab Werk.) I. Gas⸗ und Flammkohle: a. Gasförderkohle 11,50 — 13,50 ℳ, b. Gas⸗ flammförderkohle 11,00 — 11,50 ℳ, c. Flammförderkohle 10,50 bis 11,00 ℳ, d. Stückkohle 12,50 — 13,50 ℳ, e. Halbgesiebte 12,00 bis 13,00 ℳ, f. Nußkohle gew. Korn I und II 13,50 — 14,00 ℳ, do. do. III 13,00 — 13,50 ℳ, do. do. IV 11,50 — 12,00 ℳ, g. Nuß⸗ ruskohle 0— 20/30 mm 7,75 — 8,50 ℳ, do. 0 — 50/60 mm 9,00 bis 9,75 ℳ, h. Gruskohle 6,00 — 8,75 ℳ; II. Fettkohle: a. Förderkohle 10,50 — 11,00 ℳ, b. Bestmelierte Kohle 12,10 — 12,60 ℳ, c. Stückkohle 12,50 — 13,25 ℳ, d. Nußkohle gew. Korn I 13,20 bis 13,50 ℳ, do. do. II 13,50 — 13,75 ℳ, do. do. III 13,00 — 13,50 ℳ, do. do. IV 11,50 — 12,00 ℳ, e. Kokskohle 11,50 — 12,00 ℳ III. Magere Kohle: a. Förderkohle 9,50 — 10,50 ℳ, b. do. melierte 11,25 — 12,25 ℳ, c. do. aufgebesserte, je nach dem Stück⸗ ehalt 12,25 — 13,25 ℳ, d. Stückkohle 12,50 — 15,00 ℳ, e. Nuß⸗ fohle⸗ gew. Korn I und II 14,50 — 16,50 ℳ, do. do. III 16,00 bis 18,00 ℳ, do. do. IV 10,50 — 12,00 ℳ, f. Anthrazit Nuß Korn I 17,50 — 19,50 ℳ, do. do. II 20,00 — 23,50 ℳ, g. Fördergrus 8,50 — 9,00 ℳ, h. Gruskohle unter 10 mm. 5,50 — 8,00 ℳ; IV. Koks: a. Hochofenkoks 15,50 — 17,50 ℳ, b. Gießereikoks 18,00 — 19,00 ℳ, c. Brechkoks I und II 18,00 bis 19,50 ℳ; V. Briketts: Briketts je nach Qualität 11,25 bis
13,25 ℳ — Die starke Nachfrage hält an. — Die nächste Börsen⸗ versammlung findet am Montag, den 3. Dezember 1906, Nach⸗
mittags von 3 ½ bis 4 ½ Uhr, im „Stadtgartensaale“ (Eingang Am Stadtgarten) statt.
Magdeburg, 27. November. (W. T. B.) Zuckerbericht. Kornzucker 88 Grad o. S. 8,40 — 8,52 ½. Nachprodukte 75 Grad o. S. 6,85 — 7,05. Stimmung: Stetig. Brotraffinade I o. F. 18,37 ½. Kristallzucker Imit Sack —,—. Gem. Raffinade m. S. 18,12 ½ — 18,25. Gemahlene Melis mit Sack 17,62 ½ — 17,75. Stimmung: Ruhig, stetig Rohzucker I. Produkt Transito frei an Bord Hamburg: November 17,75 Gd., 17,85 Br., —,— bez., Dezember 17,80 Gd., 17,85 Br., —,— bez., Januar 17,95 Gd., 18,05 Br., —,— bez., Januar⸗März 18,15 Gd., 18,20 Br., —,— bez., Mai 18,55 Gd., 18,60 Br.,
—,— bez. — Stetig.
Cöln, 26. November. Mai 67,00.
Bremen, 26. November. 1— rivatnotierungen. Schmalz. Ruhig. Loko, Tubs und oppeleimer 49. Kaffee. Behauptet. — Offizielle
der Baumwollbörse. Baumwolle. Ruhig.
(W. T. B.) (Börsenschlußbericht.)
58 ¼ ₰.
Standard white loko 6,80.
Hamburg, 27. November. (W. T. B.) Kaffee. Bormthege.
ärz September 36 ¾ Gd. Stetig. — Zucker⸗ (Anfangsbericht.) Rübenrohzucker I. Produkt Basis 88 % November 17,75, ai 18,55, August
26. November. (W. T. B.) Raps August 27,00 Gd.,
r. London, 26. November. (W. T. B.) 96 % Javazucker loko ftetig wühlte — d. Wert. Rübenrohzucker loko ruhig, 8 sh. 9 ¾ d. gehandelt.
London, 26. November. (W. T. B.) (Schluß.) Chile⸗Kupfer
bericht.) Good average Santos Dezember 34 ½ Gd., markt.
Rendement neue Usance frei an Bord Hambur
18,85. Ruhig.
892
ruhig, 101 ½, per 3 Monat 102 ⅛.
Träge.
(W. T. B.) Rüböl loko 73,00, per
irkin 48 ½, Notierungen Upland loko middl.
Hamburg, 26. November. (W. T. B.) Petroleum. Stetig.
Liverpool, 26. November. (W. T. B.) Baumwolle. Umsatz: 5000 Ballen, davon für Spekulation und Export 500 B. Tendenz: Amerikanische good ordinary Lieferungen: Stetig. No⸗ vember 5,93, November⸗Dezember 5,80, Dezember⸗Januar 5,76, Januar⸗Februar 5,75, Februar⸗März 5,76, März⸗April 5,77, e. Mai 5,79, Mai⸗Juni 5,81, Juni⸗Juli 5,82, Juli⸗ gust 5,84.
Glasgow, 26. November. (W. T. B.) (Schluß.) Roheisen stetig, Middlesborough warrants 60/4.
Paris, 26. November. (W. T. B.) (Schluß.) Rohzucker ruhig, 88 % neue Kondition 24 ½ - 24 ½. Weißer Zucker stetig, Nr. 3 für 100 kg November 27 1, Dezember 27 1, Januar⸗April 28 ¼, März⸗
Juni 285. Amsterdam, 26. November. (W. T. B.) Java⸗Kaffee T. B.) Petroleum.
good ordinary 35. Bankazinn 120.
Antwerpen, 26. November. (W.
Raffiniertes Type weiß loko 19 ½ bez. Br., do. November 19 ½ Br., do. Dezember 19 ¾ Br., do. Januar⸗März 20 Br. Ruhig. — Schmalz November 115 ½.
New York, 26. November. (W. T. B.) (Schluß.) Baumwolle⸗ preis in New York 11,40, do. für Lieferung per Januar 10,50, do. für Lieferung März 10,69, Baumwollepreis in New Orleans 11 ⁄14,
roleum Standard white in New York 7,50, do. do. in Philadelphia ,45, do. Refined (in Cases) 10,00, do. Credit Balances at Oil City 1,58, malz Western steam 9,60, do. Rohe u. Brothers 9,75, Ge⸗ treidefracht nach Liverpool 1 ¼, Kaffee fair Rio Nr. 7 7 ⁄ 6, do. Rio Nr. 7 Dezember 5,80, do. do. Februar 6,00, Zucker 3 7⁄ 6, Zinn 43,00 — 43,25, Kupfer 22,25 — 22,75. — Die Visible Supplies be⸗ trugen in der vergangenen Woche an Weizen 41 645 000 Bushels, an Mais 2 978 000 Bushels. “
Verdingungen im Auslande.
Rumänien.
12. Dezember 1906 n. St. Ministerium der öffentlichen Arbeiten, Bukarest, Königlich Rumänische Eisenbahnen. Vergebung der Aus⸗ führung der Kunstarbeiten auf der Eisenbahnneubaustrecke Ploescr⸗ Slobozia. Ungefährer Wert der Arbeiten: 1 395 000 Lei in 2 Losen. Die Bedingungen des Vertrages, Bedingnishefte, Kostenvoranschläge und Pläne sind in den Vormittagsstunden von 9 bis 12 Uhr an allen Wochentagen beim Sekretariat des Dienstes der Neuarbeiten, Bukarest, Str. Manea⸗Brutaru Nr. 30, einzusehen. Die Offerten werden auf der Generaldirektion der Eisenbahnen, Dienst B, bis zum 12. Dezember
J. n. St., Nachmittags 4 Uhr, entgegengenommen
Theater und Mufik.
Konzerte.
Bei dem Konzert von Frau Charles Cahier am Donners⸗ tag im Künstlerhause interessierten ganz besonders eine Reihe von ihr vorgetragenen Liedkompositionen Adela Maddissons, von letzterer felbst am Klavier begleitet. Wenn diese Tondichtungen aus⸗ gesprochen moderner Art auch auf ein nicht zu unterschätzendes musikalisches Können schließen lassen und, wie namentlich in dem Liede „Silence“, bisweilen recht anmutende Klangwirkungen zeigen, so sind die gewählten Tonverbindungen doch viel⸗ fach so kraus, daß der Zuhörer zu keinem ruhigen, be⸗ friedigenden Genuß kommt. Frau Cahier, von fruͤher her hier destens bekannt, löste ihre Aufgabe als Interpretin der neuen Lieder mit dankenswertem Geschick. Außerdem sang sie noch Werke von Schumann und Brahms. Sie konnte sich jedoch von der Art der dramatischen Sängerin nicht recht loslösen und vermochte den Charakter der schlichteren Liedsorm nicht immer voll zum Ausdruck zu bringen. Der Wohlklang ihrer schönen, vollen Altstimme entschädigte jedoch einigermaßen dafür. Am besten gelang ihr das Brahmssche Lied „Der Schmied“, das sie auf lebhaften Applaus hin auch wiederholte. — Der Sänger Ernst Sharpe hatte, gleichfalls am Donnerstag, im Beethoven⸗Saal einen „Hugo Wolf⸗Abend“ veranstaltet. Stimm⸗ mittel waren bei dem Vortragenden reichlich vorhanden; dafür ließ es der Ausdruck auch an nur matten Gefühlsäußerungen vollständig
fehlen. — Im Theatersaal der Königlichen Hochschule für
Musik trat an demselben Abend Margareta Pannwitz als Geigerin auf. Ihre Technik zeigte sich noch etwas spröde und der Ton häufig zu herbe; in der Kantilene jedoch gab sich der Klang weicher und runder. Erfreulich wirkte die Frische der Auffassung, die in einzelnen Sätzen hervortrat. — Die sehr jugendliche Geigerin Edith von Voigtländer, die mit Unterstützung des Philharmonischen Orchesters gleichzeitig in der Singakademie spielte, erzielte außergewöhnlich glückliche Erfolge. Ein schöner, weicher Ton, eine bedeutende Technik, unter⸗ stützt von einem gesunden musikalischen Gefühl, finden sich schon jetzt zu schöner Harmonie vereint zusammen. Was an Kraft des Klanges und Innerlichkeit der Auffassung noch fehlt, wird voraussichtlich die Zukunft zu voller vesee. bringen. — Ein außerordentlich anregendes Programm hatte die bekannte Pianistin Frau Sandra Droucker für ihr am Donnerstag im Saal Bechstein veranstaltetes Konzert gewählt. Mit hervorragender Präzision und Klarheit wußte sie die wunderbaren Modulationen des den ersten Teil bildenden „Präludiums in A⸗Moll“, der 6 Symphonien und der „Partita“ von Bach wieder⸗ zugeben. Der zweite Teil war Schubert gewidmet. Mit der vom echten Genius des großen Tondichters durch⸗ glühten A⸗Moll⸗Sonate beginnend, folgten die „Wandererphantasie“, das „Rondo“ und „Marche hongroise“. Mit virtuoser Technik und intelligentem Ausdruck wurden auch diese Kompositionen dar⸗ geboten, sodaß sich die Künstlerin des begeistertsten Beifalls erfreuen konnte. Ihre Kaiserliche und Königliche Hoheit die Kron⸗ prinzessin wohnte dem Konzert von Anfang bis zum Schluß bei. — Im Mozart⸗Saal feierte um dieselbe Zeit der Geiger Jan Kubelik seine gewohnten Triumphe. Er bewies wieder seine Meisterschaft, die, wie bekannt, zwar vorwiegend auf technischem Ge⸗ biete liegt, aber auch wohl gepaart ist mit ernster künstlerischer Reife. Der Beifall des Publikums wuchs nach dem „Hexentanz“ von Paganini zum Schluß des Konzerts zur stürmischen Begeisterung und erzwang noch mehrere effektvolle Zu⸗ gaben. Der mitwirkende Pianist Herr E. Goll aus Wien verfügt uͤber elegante, esfig Techme auch seine Auffassung des G⸗Moll⸗ Konzerts entsprach Mendelssohnschem Wesen. Die Begleitung der Konzerte wurde vom Mozartsaal⸗Orchester in gediegenster Weise ausgeführt, während bei dem „Hexentanz“’ Herr L. Schwab am Klavier mit Verständnis seinen Part durchführte.
Der dritte Symphonieabend der Königlichen Kapelle, der am Freitag im Königlichen Opernhause unter Felix Weingartners Leitung stattfand, brachte ein etwas buntes Pro⸗ gramm. Zunächst wurde die Ouvertüre zu d'Alberts „Improvisator“ gespielt. Felix Weingartner wußte den Aufbau des inhaltlich nicht gerade reichen Tonstückes so meisterhaft herauszuarbeiten, daß das Publikum nicht übel Lust zu haben schien, eine Wiederholung zu er⸗ trotzen. Weniger Beifall fanden vier von Hans Sitt für Orchester gesetzte norwegische Tänze von Grieg. Sie ermüdeten durch eine gewisse Einförmigkeit, zumal die orchestrale Einkleidung das Charak⸗ teristisch⸗Volkstümliche verwischt hatte. Eine vorzügliche Wiedergabe der Duvertüre zum „Fliegenden Holländer“ und des Vorspiels zu den „Meistersingern“ beschlossen den 1. Teil des Konzerts. Den zweiten füllte die „Eroica“, die geradezu meisterhaft vorgetragen wurde. — Das gleichzeitig gegebene erste dieswinterliche Orchesterkammer⸗ konzert von E. N. von Reznicek im Beethoven⸗Saal brachte zwei neue Kompositionen. H. Pfitzners Ouvertüre zu dem Weih⸗ nachtsmärchen „Das Christ⸗Elflein“ fand eine sehr freundliche Aufnahme, für die der anwesende Komponist persönlich danken konnte. Eigenartige oder kraftvolle Gedanken finden sich in dem Werk weniger; es herrscht eine liebenswürdige Empfindung vor, und eine fein ausgeführte harmonische Klangmalerei weiß den Elfenzauber stimmungsvoll zur Anschauung zu bringen.
Starken Widerspruch und auch lebhaften Beifall erregte dagegen die
kborgen hält.
D⸗Moll⸗Suite für Streichorchester von Dubitzkv. Der erste Satz trägt gleich die Bezeichnung „mit Leidenschaft“; und heftige, leidenschaftliche Akzente wurden in allen Säͤtzen bevorzugt; oft klangen sie seltsam ab⸗ gerissen, und die melodische Linie wurde häufiz jäh unterbrochen, als wenn ein überschäumendes Kraftgefühl nach Ausdruck ringe. Dadurch verzerrten sich die Umrisse, und Harmonie wie Rhythmus trugen gewalt⸗ same Manieren zur Schau. Ankräftigen, wenn auch nicht immer formschönen Ausdrucksmitteln fehlte es dem Komponisten nirgends; die Tondichtung, die mit glänzendem Schwunge vorgetragen wurde, erregte die Gemüter jedenfalls sehr heftig: ein Zeichen, daß eine energische Wirkung von ihr ausging. Die drei ersten, den Neuheiten vorangehenden Nummern boten einen ungetrübten künstlichen Genuß; an Bachs D⸗Dur⸗Suite für drei Oboen, drei Trompeten undStreichorchester konnte der Hörer eine ebenso intensive Freude haben wie an Beethovens Rondino Es⸗Dur für Blas⸗
von Wolf: „Anakreons Grab“ und „Denk' es, o Seele!“ gab es mit ihrer schönen, dunklen Stimme und den Orchester⸗ instrumenten außerordentlich reizvolle Klangwirkungen. — Im Saal Bechstein spielten gleichzeitig die Herren Friedrich Walther Porges (Violine) und Dr. James Simon (Klavier) Sonaten von Bach in einer Weise, die ihr Unternehmen in vollem Maße recht⸗ Frtigt⸗ Fehen. vachse daß der 1 s schwach besetzt war. err Porges spielte mi öner, warmer Tongebung und vornehmem Interpretation der A⸗Moll⸗Fuge. Das zahlreiche Geschmack und fand in Herrn Dr. Simon einen verständnisvollen bei allen Darbietungen ns beifnüsfr ablrech “ b Partner. Die Allegrosätze erfreuten auch besonders durch gesunden, Im Beethoven⸗Saal ließ sich am Sonnabend die Sängerin frischen Schwung. Das Zusammenspiel der beiden Herren ließ sorg⸗ Elena Gerhardt, die, wie in den Vorjahren, von Professor Arthur fältiges, hingebungsvolles Studium erkennen und fand dem⸗ Nitkisch am Klavier begleitet wurde, wieder hier hören. Ihr Gesang I ee 8 ed der großen Genuß, nicht nur der schönen Stimme wegen, 1 2 errn Kammer⸗ sondern durch die Fähigkei poeti nfFhrane TETö— 1.r v7 8. 1u Pafäter 1 98. für laverwolle, “ gesorgt. — 8— 2 1. 9⸗ “ 8 .5 die „Ott rfe) un er erste der beiden dieswinterlichen Klavierabende des Herrn Bruno und Tschaikowsky traten diese Vorzü 5 8 ß Max Reinicke (Flöte) die Solopartien übernommen und führten inze⸗Reinhold fand am Sonnabend in der Singakademi die Beglei be31 sie mit prächtigem Gelingen durch. err von Reznicek als Leiter sta igli un 2g 0 Die 8,Semetumg den LeeI⸗; 11e“ se. Mfghrchntgerr vlingen üshie H. e btetter d tt und brachte lediglich Originalwerke von Bach und Liszt. Die tiefte, versteht sich bei der Mitwirkung eines Nikisch von selbst. Beifall für die künstlerische Auswahl und die temperament⸗ volle Vorführung der verschiedenartigen Tonschöpfungen. — Einen recht erfreulichen Erfolg hatte das Künstlerehepaar Margarete und Eugen Brieger zu verzeichnen, das an demselben Tage im Saal Bechstein Lieder und Duette aus alter und neuer Zeit, darunter zum ersten Male drei ansprechende Zwiegesänge von Kaun vortrug. Ihre Stimmen klangen harmonisch zusammen, ihr Vortrag war belebt. Vorzüglich galangen u. a. Herrn Brieger einige Lieder von Wolf, die er besonders temperamentvoll und ihrer Eigenart ent⸗ — zu Gehör brachte. Den Cellopart in zwei Gesangs⸗ ompositionen von Scheinpflug führte Leo Schrattenholz mit mit warmem, schönen Tone aus. Am Klavier begleitete sonst Herr Behm die Konzertgeber mit gewohntem feinen Verständnis. — Der erft⸗ vLin. Lehmann⸗Abend. (Fieitag) in der Pbhil⸗ Riga harmonie fand, wie stets, vor vollbesetztem Saale statt und ge⸗ Berkum 756,7 NW 4 staltete sich zu einem Ehrenabend für diese Meistersingerin. Er wurde Keitum 754 1 Se deegen MeereFererfal- Riüce
mit einer Arie aus „Johannes der Täufer“ von Kolbe und der be⸗ Hamburg. 756,4 WSW6 Regen Nachts Niederschl. Petersburg 744,8 XW 2 bedeckt
2 kannten Ariette „O hätt' ich Jubals Harf“, die man nicht vollendeter 8 8 hören kann als von Lilli Lehmann, eröffnet und brachte in seinem Swinemünde 754,0 W 4 Regen Nachts Niederschl. Wien 765,9 2W —2 halb bed. Prag 7763,5 SW 3 bedeckt 2 1 4
vortrefflichen künstlerischen Leistungen des Klaviervirtuosen sind hier genugsam bekannt. Es sei daher nur u. a. hervorgehoben, daß die Wiedergabe des Bachschen „Capriccio über die Abreise seines lieben Bruders“ als eine wahre Filigranarbeit bezeichnet werden kann, namentlich im zweiten Satz. Außerordentlich stimmungsvoll wurde auch die „Aria di Postiglione“ vorgetragen, besonders in dem fein durch⸗ gearbeiteten Signalthema. Beachtenswert war ferner die klassische
Wetiterbericht vom 27. November 1906, Vormittags 9 ¼ Uhr.
Witterungs⸗ verlauf der letzten 24 Stunden
289 auf
0°Meeresniveau und Schwere in 45 Breite
Name der Beobachtungs⸗ station
.
Witterungs⸗ verlauf der letzten 24 Stunden
Wind⸗ richtung, Wind⸗ stãärke
richtung,
Wind⸗ stãrke
Name der Beobachtungs⸗ station
Celsius Niederschlag in 24 Stunden
elsius Niederschlag in
24 Stunden veesbs in
ö“ in
Schwere in 450 Breite
Barometerstand auf 0°Meeresniveau und
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S 5 F 8 Baromeler
750,0 SW l bedeckt
752,6 SW 1 bedeckt 757,3 W bedeckt
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—
weiteren Verlauf die fünf Gedichte von Wagner, einige Lieder von Rügenwalder⸗ Grieg und die üblichen Zugaben. ge . S 5 Frau Felia Litvinne von der Großen Oper in Paris gab am Fufüeefe Jas S cxecr — Fwde al. Rom 765,9 N. wolkenl. Sonnabend im Mozart⸗Saal, unter Mitwirkung des Violinisten 2 ge achts Niederschl. 765,8 S wolkenl. Joseph Achron, ein Konzert und wußte durch ihre sympathischen Memel 747,4 SW 5 Regen Nachts Niederschl. 765,2 NW wolken!l Mittel und ihr reiches Können einen sehr zahlreichen Zuhörerkreis zu] dAachen. 762,6 SW 6 bedeckt meist bewölkt 7679 WSW 1 bedeckt fesseln. Sie ist eine geborene “ nicht nur durch ihre un. Hannover 759,9 SW 6 Regen Regenschauer 55 8. gewöhnliche stimmliche Begabung, sondern auch durch die gesunde, Berli 758,2 SW 3R 5 7722 S 2 Dunst natürliche Art, in der sie ihre prachtvolle, durchweg in allen Berlin —— 825 Nachts Niederschl. 7744 WSW bedeckt Lagen schön ausgeglichene Stimme verwertete. Sie gibt sich Dresden 760,6 NW 2 bedeckt meist bewölkr - 764,4 Windst. wolkenl einfach und liebenswürdig; da ist nichts Gekünsteltes, nichts Breslau 760,2 WSW bedeckt meist bewölkt 7808 BSWs bedest Ueberfeinertes, nichts Herausgeklügeltes. Der Hörer empfängt voll⸗ Bromberg 754,2 WSW 6 Regen Nachts Niederschl G 8 kommen die Ueberzeugung von einem gesunden, zu Herzen gehenden Metz 767,9 WSW bedect — — 760,3 WSWb bedeckt Nachschaffen, und das tut allzeit wohl. Der Vortrag ist innerlich —,Z= 8 meist bewölkt 766,0 SO bbedeckt belebt und zeugte von großer musikalischer Intelligenz; nicht nur die Frankiurt M. 764,5 SW edeckt meist bewölkt 764,3 Windst. wolken! starken Register stehen ihm zu Gebote, sondern auch das zarteste Karlsruhe, B. 767,3 SW 6 bedeckt meist bewölkt 7672 NR I wolkenl München 768,5 SW 1 wolkig meist bewölkt 765,0 S ĩ wolkenl. (Wilhelmshav.)
Piano; mit einem Worte — Frau Litvinne gehört zu den Künstlern, aus g2 Jen efenn kerer. deen sie auch ihrem ganzen —2 ⁷ esen nach vor allem auf die Bühne, wie das die vollendete Wieder⸗ 8 7677 WNW6b sabe nog hachs “ 83 ließ, so gibt 52 auch im Kennert 757,3 WNW bedeckt Sedun Niederschl. Helsingfors 777,1 wn swenenr so viel Persönliches, daß man die Begeisterung der Hörer wohl t Kiel —277658 S verstehen und teilen kann. Der Vortrag Schumanns ichach 761,7 NW wolkig Kasih Niederschl. 1 1““ liebe“ 88 wie fein die Sängerin Einzelheiten herauszuarbeiten ver⸗ (Wustrow i. M.) Zürich —.769,9 S W. bbedeckt steht; besonders einzelne Stücke daraus, wie „Wenn ich in Deine 769,1 WSW 3 bedeckt Nachts Niederschl. Genf — 771,1 S 2 Dunst 8 (Königsbg., Pr.) Lugano 765,9 WSWI wolkenl. — 770,7 W 4 Dunst Nachts Niederschl. Säntis — 566,3 WSWs bhalbbed. Cassel Wick 753,5 W eng 756,2 WSWs heiter (aef zewälk V Beedene 758,9 SW 2 balb bed. 764,1 NW 6 wolkig 773,4 Windst. bedeckt
Florenz Cagliari Cherbourg Clermont.. Biarritz Nizza. Krakau. Lemberg Hermanstadt Triest Brindisi Livorno Belgrad.
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Valentia.
Wirkung. Geradezu vollendet sang sie Rubinsteins „Nuite mit russischem Text und fand damit solchen Beifall, daß sie sich zu einer Wiederholung des Liedes veranlaßt fühlte. Der neben ihr auftretende Geiger Herr Achron, der hier kein Unbekannter mehr ist, zeigte aufs neue, daß er nicht ohne Talent ist, daß er sich eine beachtenswerte Technik angeeignet hat, wenngleich gesagt werden muß, daß einige der recht intrikaten Stellen des „Teufels⸗ trillers“ von Tartini noch vollendeter hätten ausgeführt werden können. Holyhead.. Die Wahl seiner Stücke war leider nicht die glücklichste und geschmack⸗
vollste. Reichen Beifall erntete er durch die Wiedergabe von Wieniawskis Isle d Aix „Souvenir de Moscou“, worin er einen besonders schönen Ton und
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Augen seh’“ und „Ich grolle nicht“ waren von hinreißender Warschau. 757,2 W —2 bedeckt 5,4 70 (Magdeburg)
1aehsh Forkland Bill 766,0 WSWölbedect f17 —
. Ein herannahendes Minimum unter 745 mm befindet ůüber Geüntznüsehl. der mittelnorwegischen Küste, ein Ausläufer davon 1 710 fice⸗ ist ven. „Pnachts ostwärts bis nach der südlichen Ostsee vorgedrungen. Ein (Mülhaus., Els.) Maximum über 773 mm. liegt über der Biscayasee. In Deutschland meist bewölkt ist das Wetter trübe, bei lebhaften westlichen Winden und im Süden ö normaler Temperatur, sonst mild. Der Norden hatte überall Regen. me w
(Bamberg) vG . meist bewölkt “ Mitteilungen des Königlichen Asronautischen Observatoriums Lindenberg bei Beeskow,
veröffentlicht vom Berliner Wetterbureau.
Drachenaufstieg vom 26. November 1906, 8 ½ bis 10 Uhr Vormittags:
17 Seehöhe 122 m 500 m 1000 m] 1500 m 2000 m 2070 m
Temperatur (C0) 6, 5,4 47 1,7 07 04 Rel. Fchtgk. 60 100 160 100 (7) 100 (27) 100 5h 100 (2) Wind⸗Richtung. W wischen WNMW und NW
„ Geschw. mps 6 16 y17 18 aufetw. 25steigend
Himmel ganz bedeckt, Nebel. Zwischen 640 und 730 5 überall die gleiche Temperatur. Zwisch g m Höhe
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der den Angeklagten möglicherweise treffenden höchsten Geldstrafe und der Kosten des Verfahrens das im Deutschen Reiche befindliche Vermögen desselben durch Beschluß der Strafkammer des Kaiserlichen Landgerichts zu Saargemünd vom 13. November 1906 mit Beschlag belegt worden. Saargemünd, den 23. November 1906.
Der Kaiserliche Erste Staatsanwalt: Dr. Kanzler.
[65102] J. 1058/06. 3092. Beschluß in der Strafsache gegen den Strumpfwirker Ludwig Oheim aus Warschau und Genossen, wegen Ver⸗ ür. der Wehrpflicht.
.xc. ꝛc.
II. Auf Antrag der Staatsanwaltschaft wird das im Deutschen Reiche befindliche Vermögen folgender Personen
1) des Strumpfwirkers Ludwig Oheim, geboren am 19. Februar 1882 in Warschau, welcher einen letzten Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthalt im Deutschen Reiche nicht gehabt hat,
2) Waldemar Heinrich Zimmerer, geboren am 20. Juli 1882 in Oklusch bei Luga aesland). welcher einen letzten Wohnsitz oder gewöhnlichen Auf⸗ enthalt im Deutschen Reiche nicht gehabt hat,
3) des Fleischers Max Hugo Schmidt, geboren am 2. Oktober 1884 in Limbach i. S., zuletzt in Schleiz wohnhaft gewesen, jetzt unbekannten Auf⸗ entbalts, 1
4) des Kaufmanns Philipp Waldemar Puhlfürst, geboren am 19. April 1879 in Ronneburg, zuletzt in
Garnison Ulm. Fahnenfluchtserklärung 8
und Beschlagnahmeverfügung.
In der Untersuchungssache gegen den am 2. Sep⸗ temper 1884 zu Wattwyl, Kanton St. Gallen, geb., in Oedenwaldstetten, O.⸗A. Münsigen, heimat⸗ berechtigten, zum 6. W. Inf.⸗Regt. 124 aus⸗ gehobenen Rekruten Karl Rauscher, Schlosser⸗ geselle, zuletzt in Kontrolle des K. Bez.⸗Kdos. Ra⸗ vensburg, abwesend in Wattwyl, wegen Fahnen⸗ flucht, wird auf Grund der §§ 69 ff. des Militär⸗ strafgesetzbuchs sowie der §§ 356, 360 der Militär⸗ strafgerichtsordnung der Beschuldigte hierdurch für fahnenflüchtig erklärt und sein im Deutschen Reiche befindliches Vermögen mit Beschlag belegt.
Den 23. November 1906. K. Württ. Gericht der 27. Division.
[66070) Vermögeusbeschlagnahme.
Gegen den Wahrheit, Nikolaus, geb. 1. 2. 1883 in Saargemünd, zul. in Saargemünd wohnhaft, Fabrikarbeiter, z. Zt. in Pompey in Frankreich, wegen Verletzung der Wehrpflicht, ist zur Deckung
große Wärme der Empfindung entfaltete. Beide Künstler wurden don Herrn Erich Wolff am Klavier ganz vortrefflich Unferstntk.-n St. Mathieu 771.8 W 4 wolkig In der Singakademie konzertierte, ebenfalls am Sonnabend, nach längerer Pause die Geigerin Bjanca Panteo vor vollbesetztem Hause. Grisnez 763 0 WSW 6 bedeckt “ .. Pebagjdren kennen . hat, ver-. Paris. 768,7 SW 3 bedeckt te e große Beliebtheit, deren sie erfreut. r großzügiges ssß WS2 Spiel, die klare Technik und edle Ruhe ihres Le-9 hheeige⸗ Vliffingen 81 WSI5 Regen wen igsten, die klassisch gerundete Schönheit ihrer Bewegungen sind Helder — 758,1 WSW 2 Regen große und seltene Vorzüge, die für das musikalisch⸗ästhetische Empfinden Bodoe . 7747,4 N 4 bedeckt “ schanen 8. bedeuten. 6” ü1. 85 ihres Thristiansund 745,7 SW 1 Schnee Programms konnte das Bedauern erregen, daß es schon allein dur . 899 3 die Angabe der Tonarten, die sämtlich aus Moll waren, an ü6 “”“ 98 Nähe des Totensonntags gemahnte. Dazu büßte das Bruchsche Adagio Stagen 748 5 WNW wolkig zus dem 2. Violinkonzert durch die laue Begleitung des von Herrn BVesterdig 75¹15 WNW 6 bedeckt Scharrer geleiteten Philharmonischen Orchesters noch beträchtlich an Kopenhagen 751,7 WNW 3 wolkig einer Wirksamkeit ein. Besonderer Dank gebührt der Konzertgeberin Karlstad 727,9 Windst wolki zafür, daß sie sich der Mitwirkung der Altistin Fräulein Else & 1 e Schünemann bersichert hatte. Fräulein Schünemann, die sich Stockbelm 747,5 N. 2 bedeckt allenthalben die Herzen ihrer Hörer im Sturm erobert hat, bereicherte Wisby 7477 WNW 4 Regen da ezet 82 Heaee E von . d. Hernösand 747,2 W 2 wolkenl. 9 . gleichf Orchester gesungenen Liedern Haparanda — 745,9 Windst. bedeckt 8 . 1. Untersuchungssachen. 09% 8 nufgcbote, Verlust⸗ und Fundsachen, Zustellungen B 2 2 “ 3 Femnaditgese gah E1u.u.“ Unfall⸗ und Invaliditäts⸗ ꝛc. Versicherung. 8 ent 1 er An et er 8. Niederlassung ꝛc. von Re tsanwälte 2 Verkäufe, Verpachtungen, Verdingungen ꝛc. - 4 9. Bankausweise 8 5 Verlosung ꝛc. von Wertpapieren. 10. Verschiedene Bekanntmachungen 1 [66068] boren 8. August 1885 zu Colligny, Kreis Me 9 1) Untersuchungssachen. Der unter dem 15. November 1904 hinter den wegen Fahnenflucht, wire auf Geund der §§ 69 166069) Beschluß. Händler (Hausdiener) Andreas Fleischmann in den des Militärstrafgesetzbuchs sowie der §§ 356, 360 Auf Antrag der Königlichen Staatsanwaltschaft Akten 3 E J. 2365. 04 erlassene Steckbrief ist erledigt. der Militärstrafgerichtsordnung der Beschuldigte hier⸗ vird gegen den Redakteur Silvester Czarnecki (ge⸗ Berlin, den 22. November 1906. 8 sKdurch für fahnenflüchtig erklärt. “ oren am 27. Dezember 1877 in Schrimm) aus Königliche Staatsanwaltschaft I Metz, den 23. November 1906. Kosten, jetzt unbekannten Aufenthalts, welcher dringend [66061] Fahnenfluchtserklärung. Königliches Gericht der 33. Division. derdächtig erscheint, durch fünf selbständige Hand⸗ In der Untersuchungssache gegen den Füstlier fingen zu Kosten im Jahre 1906 als verantwort⸗ Friedrich Gustav Lorenz der 3. Kompagnie Füsilier⸗ [66064] licher Redakteur einer periodischen Druckschrift, der regiments Prinz Heinrich von Preußen (Brandenb.) Pazeta Polska“ in Kosten, durch Verbreitung von Nr. 35, geboren am 16. Januar 1885 in S weinitz Schriften zum Ungehorsam gegen rechtsgültige Ver. Prov. Sachsen, wegen Fahnenflucht, wird auf Grund gonungen bezw. gegen die von der Obrigkeit — dem der §§ 69 ff. des Militärstrafgesetzbuchs sowie der Fberpräsidenten und der Königlichen Regierung in §§ 356, 360 der Militärstrafgerichtsordnung der Be⸗ osen — innerhalb ihrer Zuständigkeit getroffenen schuldigte hierdurch für fahnenflüchtig erklärt. Anordnungen aufgefordert zu haben, Vergehen gegen Brandenburg a. H., den 24. November 1906. 1288 110und,2t 12 Seee . und Loßen Gericht der 6. Division. §20 des Gese über die Presse vom 7. Mai 8 * 4, das Hauptverfahren vor der Strafkammer des s 88 VIV. Dragoner üniglichen Landgerichts in Lissa eröͤffnet. Die Kurt Heinrich Börner der 4 Cskadron Drag⸗ ntersuchungshaft wird verhängt, weil der Ange⸗ regiments Nr. 5, wegen Fahne flucht, virt Aurf agte ins Ausland geflüchtet ist und sich dort ver⸗ Grund der 8§ 69 ff 8 M St.G Bs fowie 8 d §, 112 fg. R⸗Str⸗Pr.⸗O. Gegen §§ 356, 360 der M⸗St.⸗G.⸗O. der Beschuldigte une Haftbefehl zist das Rechtsmittel der Beschwerde hierdurch für fahnenflüchtig erklärt it ert in lig. Gemäß § 332 R.⸗Str.⸗Pr.⸗O. wird das Cassel, den 24. November 1906 d Deutschen Reich befindliche Vermögen des An⸗ ¹Gericht der 22. Divisi geklagten mit Beschlag belegt. 3 M “““ . Evoer. Moifion. issa, den 19. N b 66066] Fahnenfluchtserklärung. ovember 1906. In der Untersuchungssache gegen den zur Dis⸗ vosition der Ersatzbehörden entlassenen Gardefüstlier Victor Lecomte vom Landwehrbezirk Metz, ge⸗
Königliches Landgericht. Strafkammer.
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