wässern betreibt. So hnb“ das Aufblühen dieses Gewerbes auch e
auf den leicht erreichbaren Inseln der Muansa⸗Bucht hat uns die sehr erwünschte Gelegenheit geboten, eingehende Studien über das Verhalten der Fliege und über ihre Lebensbedingungen anzustellen.
a2 8 Vickoria⸗Npanza gekommen ist und daß sie nicht etwa auf einem über weite Gebiete von Zentralafrika sich erstreckenden Wanderzug begriffen
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bestimmt versichert, und auch jetzt habe ich auf meine Nachfragen in bezug auf das deutsche Gebiet dieselbe Auskunft erhalten.
die Glossinen sich nur unmittelbar am Seeufer aufhalten. man vorkommen, dann kommen sie gewöhnlich sofort angeflogen und setzen 1 sich sobald sie mit dem Netz verfolgt werden, mit Vorliebe auf die
*
wimmelt.
flachen, nur mit Gras und Schilf bewachsenen Ufern, in den Papyrus⸗ sümpfen finden sich den Strand reicht, fehlt die Glossina. die Strandvegetation bildet und ganz besonders, wo der im Wasser wachsende Ambatschbusch (Aeschynomene elaphroxylon) das Ufer
schließlich von Blut und müssen jeden zweiten bis dritten Tag zugleich Wirbeltiere leben, deren Blut sie regelmäßig saugen können. Da aber auch noch andere Wirbeltiere außer den erwähnten Wasser⸗ 8 8”; welche Tiere dies wohl seien, so hatte ich schon bei meinem früheren
mir von Missionaren und Eingeborenen die Mitteilung gemacht, daß gewisse Ffische welche an der Oberfläche schwimmen, ferner Flußpferde und
dies von den Krokodilen behauptet, und manche wollten es selbst ge⸗
zu atmen, so schenkte ich diesen Angaben keinen Glauben. Zu meiner Ueberraschung mußte ich mich gleichwohl bei unseren jetzigen Nach⸗
überzeugen.
öberraschen und zu erlegen. Dabei konnten wir dann die sehr merk⸗
auch wirklich Krokodilblut saugt,
Glossina palpalis bestehen. geben, ob etwa ähnliches für andere Wirbeltiere gilt. Diese Frage
Wirt für das Trypanosoma gambiense dient und infolgedessen bei
(bis jetzt über 500), gingen sehr viele in kurzer Zeit ein, sodaß sie für weitere Untersuchungen nicht verwertet werden konnten. Da sich
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in Glossinen nachgewiesen habe, die in Uganda bebengen waren.
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zahlreiche Glossinen.
dienen, so hatte ich damit erklärt, daß sie bei jenen Vögeln den Bedarf an Blutnahrung
würdige Wahrnehmung machen, daß auf dem toten Krokodil viele
zu anderen Zeiten ist, so bedenklich muß es erscheinen, solange die Gefahr der Schlafkrankheit droht Das reichliche Vorkommen der Glossina palpalis namentlich
Vor allen Dingen möchte ich hervorheben, daß die Glossina
Ipalis nicht etwa erst in neuerer Zeit nach dem Südufer des
ist, sondern daß sie in denjenigen Gebieten, wo sie jetzt Pascas wird, schon von jeher vorhanden war. Missionare und Eingeborene haben mir dies schon im vergangenen Jahr für das englische Gebiet
Eine andere, sofort in die Augen fallende Tatsache ist die, daß Wenn
sich mit dem Boot einer Stelle am Ufer nähert, wo Fliegen
ußenwand des Boots, wo sie schwer zu erreichen sind. Sie können dann mit dem Boot oft ziemlich weit mitgeschleppt werden. Am Ufer selbst trifft man ste indessen nur am Strande, wo sie sich auf Steinen, trockenen Aesten, auf dem Sande und auf Pflanzen nieder⸗ lassen. Aber schon wenige Schritte vom Strande entfernt ist oft keine Fliege mehr zu finden, auch wenn es am Ufer selbst davon
Am Ufer werden von den Fliegen immer bestimmte Stellen bevorzugt, die man bald kennen lernt. An felsigen Gestaden, an
wo dichter Urwald bis an
liegen. Au Aber wo lichter Buschwald
keine F
umsäumt, da trifft man, zwar auch nicht immer, aber doch recht oft,
Da die Ambatschbüsche den zahlreichen Wasservögeln (Kormoran, Schlangenhalsvögel, Reiher, Ibis, Eisvogel u. a. m.) als Sizwiche mir die Vorliebe der Glossinen für diese Büsche
leicht und sicher finden können. Die Glossinen leben nämlich aus⸗
elegenheit haben, frisches Blut zu saugen. Wo diese Gelegenheit fehlt, gehen sie bald zu Grunde. Sie können sich also nur da halten, wo
vögeln den Glossinen Blut liefern konnten, und es wichtig war, zu er⸗
ufenthalt in Uganda hierüber Erkundigungen eingezogen, und es war
rokodile von den Fliegen gestochen werden. Ganz besonders wurde sehen haben. Da jedoch das Krokodil eine panzerartige Haut besitzt und aus dem Wasser immer nur für ganz kurze Zeit auftaucht, um
forschungen von der Richtigkeit der Behauptungen der Eingeborenen
Es war uns schon mehrfach aufgefallen, daß auf den unbewohnten, aber fliegenreichen Inseln sich reelmähh zahlreiche Spuren von Krokodilen fanden. Diese Tiere hatten förmliche Pfade getreten, auf denen sie vom Wasser aus nach dem Innern der Insel zu wanderten, um sich da zu lagern und zu sonnen. Wenn wir uns mit dem Boote solchen Stellen näherten, dann stürzten sich öfters mehrere riesige Krokodile, die durch das Geräusch aus ihrer Ruhe aufgestört waren, dicht vor dem Boote ins Wasser. An solchen Stellen fanden wir auch mehrfach den Platz, wo ein Krokodil seine Eier abgelegt hatte, 60 — 70 an der Zahl, und es gelang uns einigemale, Krokodile, welche auf ihrem Nest oder in dessen unmittelbarer Nähe lagen, zu
Exemplare von Glossina palpalis saßen und daß, wenn diese weg⸗ eefangen oder verscheucht wurden, immer wieder andere herbeigeflogen samen, als ob sie durch den Geruch der Krokodile angezogen würden. Untersucht man die Haut des Krokodils genauer, so fnder man auch, daß sie trotz des dichten Panzerkleides für den Stachel der Glossina
zugänglich ist. Zwischen den einzelnen Panzerplatten ist sie nämlich
ganz dünn und weich. Davon, daß die Glossina palpalis nun aber konnten wir uns sehr bald dadurch überzeugen, daß in dem Magen mehrerer Glossinen (bis jetzt bei 8 Fliegen beobachtet) frisch gesogenes Krokodilblut nachgewiesen wurde, das an der Gestalt seiner Blutkörperchen und deren Kernen leicht und mit Sicherheit zu erkennen ist. Für das Krokodil ist damit der Nachweis geliefert, daß gewisse Beziehungen zwischen ihm und der Weitere Nachforschungen müssen er⸗
hat noch insofern Bedeutung, als die Möglichkeit nicht ausgeschlossen ist, daß sich unter den von der Glossina palpalis gestochenen Tieren die eine oder andere Art befindet, welche neben dem Menschen als
der Bekämpfung der Seuche berücksichtigt werden müßte. Von den zahlreichen Fliegen, welche von uns erbeutet wurden
herausstellte, daß sie sich in einem künstlich feucht gehaltenen Raum besser hielten, eine Beobachtung, welche übrigens auch schon von den englischen Forschern in Entebbe gemacht wurde, so muß man daraus 1 daß trockene Luft der Glossina palpalis nachteilig ist. ielleicht ist dies ein weiterer Grund dafür, daß die Glossina palpalis nur in unmittelbarer Nähe des Wassers zu finden ist.
Obwohl im Muansabezirk die Schlafkrankheit nicht herrscht, und wir deswegen in den von uns gefangenen Glossinen das Trypanosoma gambiense nicht erwarten konnten, so haben wir trotzdem eine große Menge von Fliegen sorgfältig auf Trypanosomen und sonstige Parasiten untersucht. Denn es mußte das Verhalten der Glossina palpalis, wie es sich in dieser Beziehung in einem nicht verseuchten Gebiet ge⸗ staltet, von ganz besonderem Interesse sein, da es gewissermaßen die Kontrolle zu dem gleichen Verhalten der Glossina palpalis in ver⸗ seuchten Gegenden bildet.
Es wurden bis jetzt 228 Exemplare von Glossina palpalis untersucht und dabei gegen alles Erwarten 39 (d. i. 17 %) gefunden, welche mehr oder weniger zahlreiche Trypanosomen in ihren Ver⸗ dauungsorganen beherbergten. 1
Unter diesen Trypanosomen ließen sich zwei Typen unterscheiden, welche in bezug auf Größe, Gestalt, Form der Geißel, Lage und Gestalt des Blepharoplasten erhebliche Verschiedenheiten aufweisen. Dazu würde noch ein dritter, von den beiden eben erwähnten eben⸗ falls deutlich unterschiedener Typus kommen, den ich im vorigen Jahre
Die in Muansa gefundenen beiden Typen haben natürlich nichts mit dem Trypanosoma gambiense zu tun, weil dort die Schlaf⸗ krankheit noch nicht herrscht; ob sie aber selbständige Arten sind oder in irgend welchem Zusammenhang miteinander stehen, und ob der in Entebbe gefundene Typus etwa zum Trypanosoma gambiense
ehört, das sind noch offene Fragen, welche nur durch weitere sorg⸗ fältige Untersuchungen ihre Beantwortung finden können. Auf jeden Fall lehrt unser Befund, daß man, wenn Trypanosomen in der Glossina palpalis gefunden werden, nicht ohne weiteres berechtigt ist, dieselben als zum Trypanosoma gambiense gehörig anzusehen. Es muß erst durch einwandfreie Versuche festgestellt werden, welche Formen das Pryp. gambiense in der Glossina palpalis einnimmt, bevor man imstande ist, dasselbe von anderen in dieser Glossina vor⸗
Natürlich mußte noch versucht werden, die Frage nach der Her⸗ kunft der von uns gefundenen Trypanosomen zu beantworten. Am nächsten lag wohl die Vermutung, daß das Krokodil der Wirt dieser Trypanosomen sein könnte, weil die Glossinen nachgewiesenermaßen Krokodilblut saugen und weil die am Krokodil gefangenen Glossinen sich besonders zahlreich trypanosomenhaltig gezeigt hatten. So waren beispielsweise unter den Glossinen von einem Krokodil 60 % (auf die weiblichen Fliegen allein berechnet sogar 66,7 %) trypanosomenhaltig befunden worden.
Um diese Frage zu entscheiden, wurden diejenigen Krokodile, deren
Blut ganz frisch präpariert werden konnte — es waren vier an der Zahl — sorgfältig auf Trypanosomen untersucht, es waren aber keine Trypanosomen, dagegen eine Art von Haemogregarinen gefunden worden, welche nur eine entfernte Aehnlichkeit mit den Trypanosomen besitzen. Erst weitere Untersuchungen müssen ergeben, ob diese Blut⸗ parasiten etwa zum Entwicklungskreis der Trypanosomen gehören, was nicht unmöglich ist. Da außer in drei Fledermäusen, welche vereinzelte Trypanosomen in ihrem Blute hatten, bei allen sonst untersuchten Tieren (ein Nil⸗ pferd, zwei Varanus⸗Eidechsen, zahlreiche Wasservögel verschiedener Arten, Webervögel, Fische) niemals Trypanosomen gefunden wurden, so muß diese Frage vorläufig noch unbeantwortet bleiben.
Von den früher erwähnten Glossinen⸗Inseln bietet die Insel
Sijawanda in mehrfacher Beziehung so interessante und lehrreiche daß sie hier noch besonders hervorgehoben zu werden verdienen. Diese Insel, welche in der Bucht von Muansa, und zwar südlich von Muansa, liegt und von da mit dem Boote in etwa einer Stunde zu erreichen ist, hat eine Länge von ungefähr einem Kilometer und eine Breite von einem halben Kilometer. Sie besteht zum großen Teil aus stark zerklüfteten und verwitterten Granitfelsen, zwischen denen mehrere talartige Einsenkungen bestehen. Diese letzteren haben frucht⸗ baren Boden und sind mit ziemlich dichtem Buschwald bestanden. Bis vor 10 Jahren war die Insel unbewohnt. Dann ließen sich einige Familien auf derselben nieder und machten einen kleinen, durch Felsen einigermaßen abgeschlossenen Teil urbar. Als diese Leute nach der Insel kamen, fanden sie am Orte der Niederlassung zahl⸗ reiche Glossinen vor und sie wurden von denselben vielfach gestochen. Aber sobald der Busch heruntergehauen und weggebrannt war, ver⸗ schwanden die Glossinen und sind im Bereich der Niederlassung nicht wieder erschienen. ei nüede Besuch wurden auch von uns in der Nähe der Hütten der Inselbewohner niemals Fliegen bemerkt, ob⸗ wohl die übrigen Teile der Insel voll davon sind. Auch Krokodile gibt es reichlich auf dieser Insel; es wurden von uns zwei geschossen und auch mehrere Nester derselben entdeckt. Die Krokodile bleiben aber der kleinen Ansiedlung, auf welcher ziemlich viel Ziegen und Hühner gehalten werden, ebenso fern wie die Glossinen. Auf dieser merk⸗ würdigen Insel leben also friedlich nebeneinander die Menschen mit ihren Haustieren, die Krokodile und die Glossinen.
Da die Leute die Glossinen sehr gut kennen, so ist ihre Angabe, daß sie diese Fliege schon vor zehn Jahren auf der Insel vorfanden, durchaus glaubwürdig. Damit ist aber wiederum ein Beleg dafür ge⸗ liefert, daß die Glossina palpalis nicht erst neuerdings eingeschleppt wurde, sondern von jeher vorhanden war.
Ferner liefert diese Insel auch wiederum ein sehr lehrreiches Beispiel dafür, auf wie einfache Weise ein Ort von der Glossina pal- palis befreit werden kann.
Um dieses Beispiel noch überzeugender zu gestalten und daran zukünftig verwertbare Erfahrungen zu sammeln, soll der Versuch gemacht werden, noch weitere Teile der Insel durch Beseitigung des Buschwaldes fliegenfrei zu machen.
Nachdem sich herausgestellt hat, daß der Muansabezirk noch frei von Schlafkrankheit ist, muß sich die Expedition nach einem für ihre Zwecke geeigneteren Ort umsehen, wo sie nicht nur die Glossina palpalis, sondern auch die Schlafkrankheit selbst an Fällen dieser Krankheit und zwar an solchen, die an Ort und Stelle entstanden sind, studieren kann. Nur wo sie beides vereinigt findet, kann sie hoffen, die ihr gestellte Aufgabe zu erfüllen, so erwünscht es auch war, einen Ort kennen zu lernen und eingehender zu studieren, wo, wie in Muansa, die Glossina palpalis allein existiert.
Unter diesen Verhältnissen kam es mir deswegen sehr erwünscht, daß mir von Sr. Exzellenz, dem Kommissionär von Uganda, Herrn H. Hesketh⸗Bell, anheimgestellt wurde, das Laboratorium in Entebbe, solange dasselbe nicht anderweitig in Anspruch genommen wird, für wissenschaftliche Arbeiten und eine der Sese⸗Inseln für praktische Studien über die Schlafkrankheit zu benutzen. Ich habe dieses sehr dankenswerte Anerbieten angenommen und werde mich in Begleitung von zwei Mitgliedern der Expedition mit dem nächsten Schiff, also voraussichtlich am 6. August, über Bukoba nach Entebbe begeben. Die übrigen Mitglieder der Expedition werden, nachdem die im Gange befindlichen Arbeiten und namentlich der Versuch auf der Insel Sijawanda beendigt sind, nachfolgen.
3) Sese bei Entebbe (Britisch⸗Ostafrika), den 15. Oktober 1906.
In Begleitung von zwei Mitgliedern der Expedition traf ich am 8. August in Entebbe ein. Hier sah ich mich sofort nach einer Stelle um, welche für den dauernden Aufenthalt der Expedition geeignet sein konnte. Zu diesem Zwecke besuchte ich die Missionsstation Kisubi mit ihrem Lazarett für Schlafkranke, ferner das von Dr. Cook in Kampala geleitete große Hospital für Eingeborene sowie das neu an⸗ elegte Laboratorium bei Entebbe und die Sese⸗Inseln. Obwohl es fehr verlockend war, das vortrefflich eingerichtete Laboratorium bei Entebbe zu wählen, so mußte ich mich doch für die von allem Verkehr abseits gelegenen Sese⸗Inseln entscheiden, weil nur hier die Aussicht bestand, ausreichendes Krankenmaterial und zuͤgleich Gelegenheit zu Studien über die Glossina palpalis zu finden.
Die Uebersiedlung von Entebbe nach den Sese⸗Inseln fand am 14. August statt. Einige Zeit darauf folgten dann auch die anderen in Muanza zurückgebliebenen Mitglieder der Expedition, sodaß letztere jetzt wieder vereinigt ist.
Die Sese⸗Inseln nehmen den nordwestlichen Teil der Victoria⸗ Nyanza ein. Sie gruppieren sich in der Zahl von einigen vierzig kleineren und größeren Inseln um die lange und in Windungen verlaufende Hauptinsel, welche in ihrem nördlichen Teil Businga, in ihrem südlichen Teil Bugäla genannt wird. Durch die ganze Insel zieht sich wie ein Grat eine Anhöhe, die 300 bis 400 Fuß hoch ist. Auf dieser Höhe liegt ungefähr an der Grenze von Businga und Bugaͤla die Missionsstation Bumängi, welche der Société des Missionnaires d'Afrique, in Afrika 8gg die Weißen Väter genannt, gehört. Auch diese Station hat ebenso wie die von Kisubi ein Lazarett für Schlafkranke errichtet. Bei meinem Besuch im vergangenen Jahre sah ich hier gegen 40 Kranke, welche sich in Verpflegung und Behandlung befanden. Jetzt fand ich nur noch ein Dutzend Kranke vor. Wie mir die Missionare mit⸗ teilten, hatte diese Abnahme der Krankenzahl ihren Grund teils in der erheblichen weiteren Abnahme der Bevölkerung, teils darin, daß die Eingeborenen ihre Schlafkranken nicht mehr ins Lazarett brachten, weil ihnen doch nicht zu helfen war.
Ungefähr eine Meile weiter östlich von Bumängi liegt ebenfalls auf dem Höhenrücken das Dorf Bugala, der Sitz eines der größeren Häuptlinge der Sese⸗Inseln und zugleich einer englisch⸗protestantischen Mission, welche hier eine Kirche und ein Wohnhaus für den Missionar erbaut hat. Letzteres ist zur Zeit unbewohnt, und da die Missions⸗ letung sich damit einverstanden erklärte, daß die Expedition dasselbe benutzen könne, so beschloß ich, die Expedition in Bugala anzusiedeln und daselbst ein stehendes Lager zu errichten. Für diesen Fall waren wir vollkommen vorgesehen, da wir Wohn⸗ und Arbeitszelte, welche uns vom Kaiserlichen Gouvernement in Daressalam leihweise über⸗ lassen waren, mit uns führten.
In kurzer Zeit waren die Zelte aufgestellt und mit Schutzdächern versehen, welche schließlich zu kleinen Hütten ausgebaut wurden. Die Laboratoriumsvorräte wurden in einigen Räumen des Missionsgebäudes untergebracht, wo sie gegen die hier sehr häufigen und schweren Ge⸗
der näheren und weiteren Umgebung unseres Lagers die Glossinen in einer für unseren Bedarf vollkommen ausreichenden Anzahl beschaffen konnten, und da sich auch Kranke einstellten, als die Aufstellung des Lagers kaum beendet war, so war damit der Beweis geliefert, daß die Auswahl des Platzes für die Arbeiten der Expedition eine zweck⸗ mäßige gewesen war.
„ Ursprünglich war es meine Absicht gewesen, in Bugala nur die ätiologischen und die sich daran e; Laboratoriumsarbeiten vornehmen zu lassen, während die Beobachtung und Behandlung der Kranken durch ein oder zwei Mitglieder der Expedition in Bumangi in dem Lazarett der Weißen Väter geschehen sollte. Zu diesem Zwecke hatte ich mich an den Bischof, Herrn Streicher in Kampala, gewandt und von diesem in entgegenkommender Weise die Erlaubnis zur Be⸗ obachtung und Behandlung der in der Mission befindlichen Kranken sowie auch die Benutzung eines Wohnraums für das in Bumangi stationierte Mitglied der Expedition erhalten.
Später gestalteten sich aber die insofern anders, als sich immer mehr Kranke in unserem Lager in Bugala einfanden und dringend baten, behandelt zu werden. Da wir sie nicht abweisen konnten, so entstanden zwei Krankenstationen, von denen die eine, nämlich Bugala, die leichteren ambulanten Kranken übernahm, während das Lazarett der Weißen Väter in Bumangi für die klini⸗ schen Studien und für die Behandlung der vorgeschrittenen Fälle dienen sollte.
Ueber den derzeitigen Stand der Seuche auf den Sese⸗Inseln habe ich noch folgendes zu bemerken. Als die Krankheit vor etwa 4 Jahren auf den Inseln erschien, betrug die Zahl der Einwohner gegen 30 000. Jetzt ist dieselbe nach der Schätzung der Missionare auf 12 000 gesunken und noch fortwährend werden zahlreiche Menschen durch die Krankheit weggerafft. Vorwiegend sind es die Männer im kräftigsten Alter, welche weggestorben sind. Es gibt einzelne Dörfer, in denen nur Weiber und Kinder übrig geblieben sind. Aber auch diese werden nicht verschont, und manche Inseln haben ihre Be⸗ völkerung ganz oder bis auf einen kleinen Rest verloren. So gibt es im südlichen Teil des Archipels eine Gruppe von Inseln, die früher stark bevölkert war, jetzt aber menschenleer ist und von den Ein⸗ geborenen deswegen die „trockenen Inseln“ genannt werden.
Wie die Seuche gehaust hat und noch haust, mögen einige Bei⸗ spiele erläutern. Durch den Zugang von mehreren Kranken auf das Dorf Busanga (etwa 3 Stunden westlich von Bugala gelegen) auf⸗ merksam gemacht, besuchten wir dies Dorf und erfuhren, daß zu dem⸗ selben früher über 200 Einwohner gehörten, von denen nur 55 übrig geblieben sind. Von diesen wurden 22 genauer untersucht und davon 17 bereits mit der Trypanosomiasis behaftet gefunden. Dasz fast voll⸗ ständige Aussterben dieses Dorfes wird, wenn keine anderweitige Hilfe kommt, unvermeidlich sein.
Unter unseren Kranken in Bugala befindet sich eine Fischerfamilie aus Bukassa, der am weitesten nach Osten gelegenen Insel des Archipels. Dieselbe besteht aus den beiden Eltern und drei Söhnen, die dem Vater beim Fischen behilflich gewesen sind. Der Vater und die drei Söhne leiden an der Trypanosomiasis, und zwar befinden sich zwei von ihnen in einem so weit vorgeschrittenen Stadium der Krank⸗ heit, daß ihr Ende in wenigen Wochen zu erwarten ist. Also auch diese Familie ist bis auf die Mutter, bei welcher bisher noch keine Trypanosomen nachzuweisen waren, dem Untergang geweiht.
Es ließen sich noch viele derartige Beispiele anführen, aber diese wenigen mögen genügen, um zu zeigen, von welchem schweren Schicksal die armen Bewohner der Sese⸗Inseln betroffen sind.
Da anfangs nur Leichtkranke zu uns kamen, bei welchen die Diagnose nur durch den mikroskopischen Nachweis der Trypanosomen gesichert werden konnte, und da uns von allen Seiten gesagt war, daß nach den früheren Erfahrungen die Lumbarpunktion und die Punktion der vergrößerten Halslymphdrüsen bei den Eingeborenen auf den ent⸗ schiedensten Widerstand stoßen würden, so beschränkten wir uns zunächst auf die einfache Untersuchung des Blutes der Kranken.
Hierbei wurden unter 180 Untersuchten nur dreimal Trypanosomen gefunden. Unter diesen Leuten befanden sich aber sehr viele mit ver⸗ größerten Halsdrüsen und auch solche mit deutlichen anderweitigen Symptomen der Trypanosomiasis. Wir mußten daher annehmen, daß die Zahl der mit Trypanosomen infizierten Menschen eine bedeutend größere ist, als es die Blutuntersuchung erkennen ließ. So blieb uns denn nichts weiter übrig, als doch einen Versuch mit der Drüsenpunktion zu machen und dieser Versuch gelang über Erwarten gut. Die Eingeborenen waren selbst schon darauf aufmerksam geworden, daß eins der kon⸗ stantesten Kennzeichen beim Beginn der Krankheit die Anschwellung der Lymphdrüsen am Halse ist, und sie fanden es deswegen ganz in in der Ordnung, daß man sich auch mit diesen Drüsen beschäftigte, und daß unter Umständen ein kleiner Einschnitt in dieselben gemacht wurde. Die Drüsenpunktion wurde so allmählich ein integrierender Teil der Behandlung und wir begegnen bei der Ausführung derselben nicht dem geringsten Widerstand. Es kommt im Gegenteil öfters vor, daß die Kranken selbst darum bitten.
Zum Zwecke der Diagnose der Trypanosomiasis sind bis zum 1. Oktober 163 Drüsenpunktionen vorgenommen und dabei 160 mal Trypanosomen gefunden. kommene Bestätigung der Angaben der beiden englischen Forscher
zu der Ueberzeugung, daß in einer Gegend, wo die Schlafkrankheit herrscht, das Vorhandensein von geschwollenen Lymphdrüsen am Halse ein fast untrügliches Kennzeichen der Krankheit ist. Hiermit stimmen unsere Erfahrungen durchaus überein, indem wir nicht nur in den ver⸗ größerten Lymphdrüsen derjenigen Menschen, welche sich krank meldeten, 88 mehrfach auch bei solchen, welche sich für gesund hielten und noch zur Arbeit gingen, Trypanosomen nachweisen konnten.
Nimmt man nun aber die Drüsenschwellung als ein sicheres Kennzeichen für das Vorhandensein der Trypanosomiasis an, dann steht es mit der Bevölkerung der Sese⸗Inseln sehr schlecht, denn nach unge⸗ fährer Schätzung sind von den jetzt noch Lebenden 60—70 % mit Trypanosomen infiziert. Menschen, welche zwar schon infiziert, deren Drüsen jedoch noch nicht geschwollen sind, dann bleiben auf den Sese⸗Inseln nicht viele Menschen übrig, denen eine Prophylaxis noch zugute kommen würde. Hier kann nur noch ein Heilmittel helfen, das imstande ist, die Trypanosomen in den kranken Menschen zu vernichten, gerade so wie das Chinin die Malariaparasiten vernichtet.
Nachdem wir zu dieser Erkenntnis gekommen waren, haben wir uns sofort damit beschäbfgt, ein derartiges Heilmittel aufzufinden.
Da ich schon bei der Ausrüstung der Expedition mit dieser Möglichkeit rechnete, so hatte ich mich mit den beiden bis dahin als besonders gegen Trypanosomen wirksam befundenen Mitteln, dem Atoxyl und dem Trypanrot, versehen. Vom Atoxyl waren mir von den Vereinigten Chemischen Werken in Charlottenburg, welche dieses Mittel herstellen, 500 g in sehr dankenswerter Weise zur Verfügung gestellt und vom Trypanrot erhielt ich von dem Ent⸗ decker desselben, Herrn Geheimen Medizinalrat Ehrlich in Frankfurt einen ausreichenden Vorrat. Versuche mit dem Atoxyl, welches bekanntlich eine Arsenikverbindung ist. Dieses Mittel wird seit etwa fünf Jahren zur Behandlung von Haut⸗, Blut⸗ und Nervenkrankheiten vielfach gebraucht und zwar in der für die Arsenikbehandlung üblichen Weise. kleinen Dosen, steigt allmähli
wieder zurück. Von dieser Art der Anwendung glaubte ich aber aus
wenden zu sollen, d. h. in einzelnen möglichst hohen Dosen, welche in längeren Zwischenräumen nach Bedarf zu wiederholen sind.
Wir fingen also mit einer verhältnismäßig kleinen Dosis an, nämlich mit 0,06 g, welche subkutan auf dem Rcken injiziert wurde. hiernach keine merkliche Wirkung eintrat, so stiegen wir auf 0,08, dann auf 0,1 usw. bis schließlich auf 0,5.
witterregen am besten geschützt waren.
kommenden Trypanosomen zu unterscheden.
Einige Exkursi
8 11“
en gaben mir bald die Gewißheit, daß wir in
Chininbehandlung, wiederholt wurde, traten nicht die ger Intorikationserscheinungen ein. Wir hätten mit der Dosis also noch mehr
8 “ 1
rga *
Prüsen nach der Atoxylbehandlung nicht aufzusinden waren.
zuch bei dieser Versuchsanordnung aus den Halsdrüsen verschw
Dieses Resultat liefert also eine voll⸗ 8
Gray und Greig, welche diese Methode der Diagnose entdeckt und dringend empfohlen haben. Sie kamen auf Grund der Untersuchungen
Rechnet man hierzu noch alle diejenigen
Wir begannen unsere
Man beginnt mit zu größeren an und geht dann langsam
verschiedenen Gründen, deren Darlegung hier zu weit führen würde, abgehen und das Mittel in ähnlicher Weise, wie das Chinin, an- Hierzu mußte vor allem die passende Dosis ermittelt werden. Da Selbst nach dieser hohen
Dosis, welche an zwei aufeinanderfolgenden Tagen, nach eöö 1 ngsten
. n können, aber das war nicht erforderlich, da die Drüsenpunktion feigen as nach derartigen Dosen die Trypanosomen aus den Druüͤsen nach . kurzer Zeit verschwunden sind. Bis jetzt konnte werden, daß sie mindestens 10 Tage lang in den 1 Na
bieser Zeit treten in einzelnen Fällen die Trypanosomen wieder , Diese Fälle bilden aber doch nur die Ausnahme, da unter 20 Kranken, elche nach dem zwanzigsten Tage untersucht wurden, nur in einem
aältnismäßi 88 festgestellt
FFall Trypanosomen nachzuweisen waren. Die Beobachtung an einer
. ahl von Kranken muß lehren, wie lange Zeit im Durchschnitt 5 en Hatt omen wegbleiben, und ob nicht eine Anzahl von Katt son durch die einmalige Anwendung des Atoxyls überhaupt von bbren Trypanosomen befreit werden.
Vorlaͤufig nehmen wir an, daß die Trypanosomen durch die ein⸗ nalige Behandlung mit Atoxyl noch nicht vollständig beseitigt sind und daß man, sowie das Chinin zur völligen Abtötung der Malaria⸗ arasiten in Zwischenräumen zwei Monate lang gegeben verden muß, auch das Atoxyl in mehrfacher Wiederholung während ines längeren Zeitraumes anzuwenden hat. Wann und wie oft dies geschehen hat, kann nur auf experimentellem Wege ermittelt werden.
Zunächst werden wir bei Schwerkranken die Behandlung nach 0 Tagen und bei Leichtkranken nach 15 — 20 Tagen wiederholen. Von unse en Kranken haben 68 die Atoxylbehandlung schon zum weiten Male, sieben zum dritten und einer zum vierten Male über⸗ tanden, ohne daß irgend welche Erscheinungen eingetreten sind, welche
einem Aussetzen der Behandlung Veranlassung gegeben hätten.
Erwähnenswert sind noch folgende Versuche, welche in bezug
uf das Verhalten der Trypanosomen nach den Atoxylinjektionen an⸗
gestellt wurden.
Um die Zeit genau zu bestimmen, innerhalb welcher die
grrypanosomen aus den Drüsen verschwinden, erhielt eine Anzahl von 1 banken eine volle Dosis Atoxyl und wurde dann von Zeit zu Zeit
unktiert. Die Untersuchung ergab, daß die Trypanosomen bis zu chs Stunden nach der Injektion noch unverändert erscheinen, von r sechsten bis achten Stunde ist ihr Vorkommen nicht mehr regel⸗ üißig und von der achten Stunde ab konnten sie überhaupt nicht nehr nachgewiesen werden.
Da die Injektionen auf dem Rücken, also in der Nähe der Hals⸗ rüsen gemacht werden, so lag die Möglichkeit vor, daß das Atoxyl ur auf diese Drüsengruppe wirkt, aber andere Lymphdrüsen des Förpers unbeeinflußt läßt. Es wurden deswegen bei fünfzehn Kranken
lie Atoxylinjektionen in der Nähe der Inguinaldrüsen gemacht und
ann die Halsdrüsen untersucht. Es ergab sich, daß die ö“ nden. Man kann also annehmen, daß das Atoxyl auf alle Lymphdrüsen des 15 Tlesnsselg wirkt, wenn es an irgend einer Stelle subkutan ngespritzt wird. - ügleich mit dem Verschwinden der Trypanosomen aus den omphdrüsen scheint nach den F eine gewisse Besserung ndem Befinden der Kranken vor sich zu gehen. Bei den unbestimmten d wechselnden Symptomen der Krankheit und bei der kurzen Dauer serer bisherigen Beobachtungen ist es unmöglich, hierüber jetzt schon
ugn bestimmtes Urteil abzugeben. Aber auf jeden Fall fühlen die
ranken selbst sich so weit gebessert, daß sie die Kunde von den an⸗ heinend günstigen Erfolgen unserer Behandlung überall hin verbreitet aben. Infolgedessen strömen immer mehr Kranke von den Seseinseln d auch schon aus größerer Entfernung vom Festlande herbei. In anchen Tagen sammeln sich an unserem Lager 800 und mehr Kranke, selche unsere Hilfe beanspruchen. Es ist für uns unmöglich, für alle ese Unglücklichen zu sorgen, und wir müssen uns darauf beschränken, e besonders charakteristischen Fälle herauszusuchen, welche in eine Liste ngetragen und dann in fortlaufende Behandlung genommen werden.
ss waren ziemlich umfangreiche bauliche Einrichtungen erforderlich,
m diesen großen Krankenbetrieb in Ordnung durchführen zu können. dis jetzt sind 2 unsere Liste 550 Kranke eingetragen, von ee 359 it Atoryl behandelt werden. Unter letzteren befinden sich gegen - Schwerkranke. Eine größere Zahl konnten wir mit Rücksicht aof unseren beschränkten Vorrat an Atoxyl nicht in Behandlung men, aber sobald das telegraphisch bestellte Atoxyl eingetroffen ist, as hoffentlich schon im Laufe der nächsten Woche der Fall sein wird, erden wir so viele Kranke behandeln, wie unsere Arbeitskräfte und
e Erfüllung unserer eigentlichen Aufgaben es zulassen.
Ob und wie bald die anscheinende Besserung unserer Kranken zu ner wirklichen Heilung führen wird, läßt sich augenblicklich noch in ner Weise angeben. Die früheren Beobachter haben bei der Arsenik⸗ handlung regelmäßig nach anfänglicher Besserung früher oder später en Rückfall mit Verschlechterung des Befindens gesehen, welche der fort⸗ setzten Behandlung nicht mehr gewichen ist. Obwohl wir etwas derartiges
ns jetzt nicht bemerkt haben, so machen wir uns doch darauf gefaßt
d werden versuchen, durch Modifikation in der Behandlung, z. B. lenderung in der Dosis und Anwendungsweise des Atoxyls oder pmbination des Atoxyls mit dem Trypanrot oder anderen Mitteln,
etwa eintretenden Schwierigkeiten zu überwinden. Sollten aber unsere Hoffnungen in Erfüllung gehen und sollte es öglich sein, die Trypanosomen in den Menschen durch Atorxyl⸗ handlung vollständig zu vernichten, dann würde damit auch die ein⸗ püste und beste Prophylaxis gegeben sein; denn wenn die Menschen n den Trypanosomen befreit sind, dann werden die Glossinen keinen nfektionsstoff mehr finden, welchen sie übertragen können, und damit guß die Sache natürlich ihr Ende finden.
n Als die Versuche mit der Atoxylbehandlung sich so aussichtsvoll stalteten, mußten wir denselben selbstverständlich in erster Linie 8* Aufmerksamkeit zuwenden. Die anderweitigen Arbeiten, welche 1- theoretisches Interesse beanspruchen, traten infolgedessen mehr nck, wurden aber doch nicht vernachlässigt. Indem ich ein genaueres igehen auf dieselben einem späteren Bericht vorbehalte, will ich
sües nur auf folgende kurze Bemerkungen beschränken.
n vielen Stellen der Hauptinsel und auch auf einigen Neben⸗ 8 wurden Glossinen gefangen und einer genauen Untersuchung
ufhin unterworfen, ob und welches Blut sie gesogen hatten und
Tiwpanosomen enthielten.
h uter den 1497 untersuchten Fliegen befanden sich 177, in deren swauungsorganen frisch gesogenes Blut gefunden wurde. 66 mal nmte das Blut Säugetieren; und zwar ist es mit Rücksicht auf
8 und Größe der Blutkörperchen und weil darin mehreremals
5 aria perstans, ein hier sehr häufiger Blutparasit des Menschen,
Pen wurde, sehr wahrscheinlich, 89 es hauptsächlich menschliches Blut 8 ei den übrigen 111 Blutbefunden hatten die Blutkörperchen hiecbale Form und waren mit einem Kern versehen. Dieselben — 6 aber niemals das Aussehen der Blutkörperchen von Vögeln 2 Fücer⸗ sondern mit einer einzigen Ausnahme, wo es sich jens einlich um Blut der großen Varanus⸗Eidechse handelte, vfadfe der Krokodilblutkörperchen. Da außerdem sehr oft die dem * eigentümlichen Blutparasiten (eine bestimmte Art von 8 agregarinen) in dem fraglichen Blut angetroffen wurden, so 2 keinem Zweifel unterliegen, daß die Glossina palpalis sich eise vom Blute des Krokodils ernährt und daß letzteres somit niger wichtigsten Existenzbedingungen für die Glossina palpalis,
Peens im Bereich des Victoria⸗Nyanza, bildet.
cfodit hatten Gelegenheit, das Blut von elf frisch geschossenen zu untersuchen, und fanden darin außer den erwähnten,
allen Exemplaren vorhandenen Haemogregarinen in zwei
ilarien und in vier Fällen Trypanosomen, welche dem
panosoma rotatorium nahe zu 8 scheinen.
82 zwei Krokodilen konnten Kulturen aus dem Blut angelegt 8* und beide Male ist es gelungen, Trypanosomen daraus zu panofnd bis jetzt in künstlichen Kulturen zu erhalten. Ob diese d. omenkulturen von den Haemogregarinen oder von den Trypa⸗ ell des Krokodilbluts abstammen, muß noch experimentell fest⸗ hafft werden. Zu diesem Zweck ist eine Anzahl junger Krokodile ven 9 denen die betreffenden Infektionsversuche ausgeführt keit 0 Fn Die gezüchteten Trypanosomen haben eine große Aehn⸗ he 1 den in meinem letzten Bericht erwähnten Trypanosomen, Beß Muanza in der Glossina palpalis vorkommen.
6 von den untersuchten Fliegen fanden sich Trypanosomen
in den Verdauungsorganen. Vorwiegend, nämlich in 76 Fällen w 1 ar es dieselben Trypanosomen (als Typus 1 FRetsneh were wir bereits in Muanza kennen gelernt hatten. Dieselben stammen vermutlich von Parasiten des Krokodilblutes ab und haben mit der Schlafkrankheit keine Beziehung. Auch den zweiten in Muanza angetroffenen Typus von Trypanosomen fanden wir hier wieder, und zwar in 19 Fällen. Außer diesen beiden Typen haben wir nun aber, allerdings bis jetzt nur in einer Fliege, Trypanosomen in großer Menge gefunden welche ihrem Aussehen nach mit dem Trypanosoma gambiense identisch sind. Diese Spur werden wir natürlich sofort weiter ver⸗ folgen, 16 88 froßer iertich.. e Nachweis oma gambiense in den ossinen das Vorhan der Ansteckungsgefahr an bestimmten Orten erkennen zu ö
4) Sese bei Entebbe (Britisch⸗Ostafrika), den 5. November 1906.
Es hat sich herausgestellt, daß wir im Atoxyl ein Mittel best das ein ähnliches Spezifikum gegen die Schlafkrankheit zu sein sühben, s das Chinin gegen die Malaria. In meinem letzten Bericht habe ch mich über die Heilwirkung des Akoxyls absichtlich noch möglichst zurückhaltend geäußert. Seitdem sind nun aber schon wieder fast drei Wochen vfefiosen, und in dieser Zeit hat die Besserung unserer Schwer⸗ kranken, die ohne das Atoxyl wohl zum größten Teil schon zu Grunde gegangen wären, so bedeutende und sichtliche Fortschritte ge⸗ S daß in bezug auf die spezifische Wirkung des Mittels ein Zweifel mehr obwalten kann. Bel der Anwendung des wüaes zur Bekämpfung der Schlafkrankheit kommt nun aber alles arauf an, die Kur so zu gestalten, daß eine Massenbebandlung der Eingeborenen ohne Schwierigkeit durchzuführen ist. In dieser Be⸗ ztehung glaube ich mit der von mir befolgten Methode einen glück⸗ lichen Griff getan zu haben. Wir behandeln augenblicklich bereits gegen neunhundert Kranke und werden, obwohl wir viele Hilfe⸗ suchende abweisen müssen und fast nur noch Schwerkranke annehmen, in ein bis zwei Wochen eintausend zu behandeln haben. Das läßt
aber nur bei der Art und Weise, wie wir das Atoxyl anwenden, machen. In zwei bis drei Monaten werden wir nach meiner Rechnung so weit sein, daß wir. bei der Mehrzahl unserer Kranken die Kur beendigen können. Wir müssen dann aber die Kranken noch eine eben so lange Zeit beobachten, ob keine Rückfälle eintreten. Erst wenn wir darüber Gewißheit erlangt haben, daß die Heilung nach dem Aussetzen des Atoxyls von Bestand ist, können wir unsere Aufgabe als gelöst ansehen. Denn, 5 sich die Prophylaxis der Seuche mit der Heilung der Kranken von selbst ergibt, liegt auf der Hand. 8 1
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Personalveränderungen.
Königlich Preußische Armee.
DOffiziere, Fähnriche usw. Ernennungen, Beförde⸗ r ngen und Versetzungen. Im aktiven Heere. Kiel, an Bord S. M. Linienschiffes „Deutschland“, 17. Dezember. Gr. Friedrich von Bentinck als Fähnr. im Regt. der Gardes du 1 e
m Beurlaubtenstande. Neues Palais, 15. Dezember. Befördert: Frhr. v. Stengel (Stockach), Oberlt. des 1. Ausgebots des 2. Gardelandw. Regts., zum Hauptm., v. Kries (Graudenz), Lt. der Res. des Kaiser Alexander Gardegren. Regts. Nr. 1, zum Oberlt.; zu Lts. der Res.: die Vizefeldwebel bzw. Vizewachtmeister: Kohlmann (1II Berlin), des 1. Garderegts. z. F., v. Eichhorn, v. Hassell, Frhr. v. Reibnitz, Leisterer (III Berlin), des 2. Garderegts. z. F., Besser, Prenzel (Wesel), Wittkamp (II Bochum), Reifen⸗ rath (Siegen), v. Hamm (Coesfeld), des Kaiser Alexander Garde⸗ gren. Regts. Nr. 1, Grufkow (Bitterfeld), des Kaiser Franz Garde⸗ gren. Regts. Nr. 2, Schmidt (III Berlin) des 3. Garderegts. z. F., Sigwanz (III Berlin), Frobenius (Kalau), Puttkammer (III Berlin), Grübeler (II Hamburg), Kersten (II Dortmund), des 4. Garderegts. z. F., Sachse (III Berlin), Dörrenberg (Deutz), des Königin Elisabeth Gardegren. Regts. Nr. 3, v. Broecker (III Berlin), des Königin Augusta Gardegren. Regts. Nr. 4, Boelsen (III Berlin), des 5. Garderegts. z. F., Hoppe (Hagen), des Gardegren. Regts. Nr. 5, (III Berlin), des 2. Garde⸗ ulan. Regts., v. Knebel⸗Doeberitz (III Berlin), des 3. Gardeulan. Regts, Köhne (Bernburg), des 1. Gardefeldart. Regts., Rasmussen (Bartenstein), Kreuzberg (Oppeln), des 2. Gardefeldart. Regts., Lüdicke (III Berlin), des 3. Gardefeldart. Regts., Foerste! Se Schäfer (Göttingen), Dittmar (Meiningen), des Gardetrainbats. v. Larisch (Wismar), Hauptm. des 1. Aufgebots des 2. Gardelandw. Regts., zu den Res. Offizieren des 2. Garde⸗ regie r. s. fet. zenb
efördert: Mückenberger, Oberlt. der Res. des 1. Ostpreuß. Feldart. Regts. Nr. 16 (Bartenstein) zum e zu Lts. vimaß. die Vizefeldwebel bzw. Vizewachtmeister: Peschke (Tilsit), des Gren. Regts. König Friedrich Wilhelm IV. (1. Pomm.) Nr. 2, Kühn (Tilsit), Bessel (Bartenstein), des Inf. Regts. von Boyen (5. Ost⸗ preuß.) Nr. 41, Perkuhn (Bartenstein), des 8. Ostpreuß. Inf. Regts. Nr. 45, Hoenig (Bartenstein), des 1. Masur. Inf. Regts. Nr. 146, Klein, Sieroka (Allenstein), des 2. Ermländ. Inf. Regts. Nr. 151, Meyer (Wehlau), des Ulan. Regts. Graf zu Dohna (Ostpreuß.) Nr. 8, Froese (Bartenstein), des Ulan. Regts. Prinz August von Württem⸗ berg (Posen.) Nr. 10, Rhode (Bartenstein), des Litthau. Ulan. Regts. Nr. 12, Stolterfoth (Braunsberg), Modricker (Barten⸗ stein), des Feldart. Regts. Prinz August von Preußen (1. Litthau.) Nr. 1, Volkmann (Königsberg), des 1. Westfäl. vee Regts. Nr. 7, Matz (Wehlau), des 2. Ostpreuß. Feldart. Regts. Nr. 52, Weszkalnys (ETilsit), des Masur. Feldart. Regts. Nr. 73, Fechner (Allenstein), des Ostpreuß. Trainbats. Nr. 1; Knuth (Tilsit), Vize⸗ feldw., zum Lt. der Landw. Inf. 1. Aufgebots, Kannenberg (Naugard), Oberlt. der Res. des Pomm. Trainbats. Nr. 2, Radmann (Naugard), Oberlt. der Res. des Niederschles. Trainbats. Nr. 5, — zu Rittmeistern; zu Lts. der Res.: v. Schroeder (Stargard), Fähnr., des Füs. Regts. Graf Roon (Ostpreuß.) Nr. 33; die Vizefeldwebel bzw. Vizewacht⸗ meister: Leesch, Scherler (Stettin), des Gren. Regts. König Friedrich Wilhelm IV. (1. Pomm.) Nr. 2, v. Schroetter (Stettin), des Leibgren. Regts. König Friedrich Wilhelm III. (1. Brandenburg.) Nr. 8, Weinberg (Neustettin), Pipkorn, Sarnow (Stargard), des Kolberg. Gren. Regts. Graf Gneisenau (2. Pomm.) Nr. 9, Caspareit (Stargard), des 8. Ostpreuß. Inf. Regts. Nr. 45, Buboltz (Stettin), des 3. Niederschles. Inf. Regts. Nr. 50, Ledon (Belgard)), Kasten, Wally, Rahn, Hoffmann, Bee (Stettin), des Inf. Regts. von der Goltz (7. Pomm. Nr. 54, Damrow (Stargard), des 6. Bad. Inf. Regts. Kaiser Friedrich III Nr. 114, Moeller (Stettin), des 1. Lothring. Inf. Regts. Nr. 130, Baehring (Stettin), des 2. Masur. Inf. Regts. Nr. 147, Karow (Stettin), des 5. Westpreuß. Inf. Regts. Nr. 148, Räntsch (Swinemünde), des 2. Leibhus. Regts. Königin Victoria von Preußen Nr. 2, Josten (Stettin), des Hus. Regts. Kaiser Nikolaus II. von Rußland (1. Westfäl.) Nr. 8, Balfanz (Belgard), des 1. Pomm. Feldart. Regts. Nr. 2, Kaldrack, Richter (Stettin), des Vorpomm. Feldart. Regts. Nr. 38, Senger (Stettin), des Lauenburg. Feldart. Regts. Nr. 45, Müller (Stettin), des 3. Lothringischen Feldartillerieregiments Nr. 69; Hoffmann, Riß⸗ mann (Stargard), Vizefeldwebel, zu Lts. der Landw. 1. Aufgebots, Fin (Ruppin), Oberlt. der Landw. Inf. 1. Aufgebots, Meyer,
nust (Prenzlau), Oberlts. der Landw. Feldart. 1. Aufgebots, —
u Hauptleuten, Paetow (Fresnlan Oberlt. der Res. des Pomm. rainbat. Nr. 2, Moser (IV Berlin), Oberlt. des Landw. Trains 2. Aufgebots, zu Rittmeistern, Sauer (II Berlin), Lt. der Landw. Inf. 1. Aufgebots, zum Oberlt.; zu Lts. der Res.: die Vizefeldwebel bzw. Vizewachtmeister: Gleich, Hollberg (I Berlin), des 2. Niederschles. Inf. Regts. Nr. 47, Milow, Nitzschke (II 8n”; des Inf. Regts. von Stülpnagel (5. Brandenburg.) Nr. 48, Runge (II Berlin), des Inf. Regts. von Alvensleben
11.“ 7
Inf. Regts. Nr. 66, Kerkhof (I Berlin), des Inf. Regts. Hersog Friedrich Wilhelm von Braunschwei (T rde., v. 78½ FPepos II Berlin), des Danziger Inf. Regts. Nr. 128, Posforeck II Berlin), des 2. Unterelsäss. Inf. Regts. Nr. 137, No
II Berlin), des 1. Ermländ. Inf. Regts. Nr. 150, Vorwer (II Berlin), des 7. Westpreuß. Inf. Regts. Nr. 155, Fielitz (Kalau), Kniese (IV Berlin), des Feldart. Regts. Prinz⸗Regent Luitpold von Bayern (Magdeburg.) Nr. 4, Voigts (IV Berlin), des Feldart. Regts. von Scharnhorst (1. Hannov.) Nr. 10, a le a. O.), des Feldartillerieregiments General⸗ eldzeugme ster (2. Brandenburg.) Nr. 18, Fischer (IV Berlin), des Altmärk. Feldart. Regts. Nr. 40, Neumeister (IV Berlin), des 2. Oberelsäss. Feldart. Regts. Nr. 51, Püschel 8 Berlin), des Neumärk. Feldart. Regts. Nr. 54, Knaur (IV Berlin), des Torgauer Feldart. Regts. Nr. 74; Geldner (I Berlin), Runck, Plaskuda, Stille (II 888” Vizefeldwebel, zu Lts. der Landw. Inf. 1. Auf⸗ ebots. Sander Brandenburg a. H.), Lt. der Res. des 1. Hannov.
rag. Regts. Nr. 9, zu den Res. Offizieren des Kür. Regts. Kaiser Nikolaus I. von Rußland (Perndendiürh. Nr. 6 versetzt.
Befördert: Braune (Bernburg), Böckel mann (Magdeburg), Oberlts. des Landw. Trains 1. Aufgebots, zu Rittmeistern, Eisen⸗ gräber (Halle a. S.), Lt. der Res. des Magdeburg. Trainbats. Nr. 4, Lambrecht (Neuhaldensleben), Lt. der Res. des Hannov. Trainbats. Nr. 10, — zu Oberlts.; zu Lts. der Res: die Vizefeldwebel bzw. Vizewachtmeister: Gisevius (Magdeburg), des Leibgren. Regts. König Friedrich Wilhelm III. (1. 1 Nr. 8, Scheele sHel⸗ a. S.) des Inf. Regts. Vogel von Falckenstein (7. West⸗ Fietsecen) Nr. 56, Gaitzsch (Altenburg), Heyse (Naum⸗
urg a. S.), des Inf. Regts. von Wittich (3. Kurhess.) Nr. 83, Heinrichs (Halle a. S.), Vollbach, Jahn, Widike (Dessau), des Anhalt. Inf. Regts. Nr. 93, Hintze (Naumburg a. S.), des 6. Thüring. Inf. Regts. Nr. 95, Gebicke (Altenburg), des 7 Thüring. Inf. Regts. Nr. 96, Steckner 9,89 a. S.), des Kür. Regts. von Seydlitz (Magdeburg.) Nr. 7, Klapp (Altenburg), des Ulan. Regts. Graf Haeseler (2. Brandenburg.) Nr. 11, Geibel (Vttenburch, des 2. Rhein. Feldart. Regts. Nr. 23, Schneider Magdeburg.), des Niedersächs. Feldart. Regts. Nr. 46; Schulze (Halle a. S.), Vizefeldw., zum Lt. der Landw. Inf. 1. Auf⸗ gebots; zu Lts. der Res.: die Vizefeldwebel bezw. Vizewacht⸗ meister: v. Fehrentheil u. Gruppenberg (Jauer), des Gren. Regts. König Friedrich III. (2. Schles.) Nr. 11, Schlapp Lauban), des Füs. Regts. von Steinmetz (Westpreuß.) Nr. 37, Lrrban), Schrimm), des 3. Niederschles. Inf. Regts. Nr. 50, Lehmann Rawitsch), des Ulan. Regts. Kaiser Alexander III. von Rußland Westpreuß.) Nr. 1, Knothe (Glogau), des Feldart. Regts. von Podbielski (1. Niederschles.) Nr. 5, Ritter u. Edler v. Keßler (Posen), des 2. Pomm. Feldart. Regts. Nr. 17, Janke (Muskau), des 1. Posen. Feldart. Regts. Nr. 20, Weyrauch (Posen), des Niederschles. Trainbats. Nr. 5; Hopp (Schweidnitz), Oberlt. der Res. des Inf. Regts. von der Marwitz (8. Pomm.) Nr. 61 zum Hauptm.; zu Oberlts.: Seiffert (Striegau), Lt. der Res. des Gren. Regts. König Wilhelm 1. (2. Westpreuß.) Nr. 7, Ullrich (Glatz), Lt. der Res. des Metzer Inf. Regts. Nr. 98, Frhr. v. Senden⸗Bibran (Striegau), Lt. der Res. des 2. Pomm. Ulan. Regts. Nr. 9, Mützel (1 Breslau), Lt. der Landw. Inf. 1. Aufgebots; zu Lts. der Res.: die Vizefeldwebel bezw. Vizewachtmeister: Müller (Gleiwitz), des Gren. 1 Graf Kleist von Nollendorf (1. Westpreuß.) Nr. 6, Melcher (Breslau), des Inf. Regts. Herwarth von Bittenfeld (1. Westfäl.) Nr. 13, Leder (Kattowitz), Hübner (Rybnik), des Inf. Regts. Keith (1. Oberschles.) Nr. 22, Pohl (I Breslau), Schubert (Oppeln), Feh (Schweidnitz), des Füs. Regts. General⸗Feldmarschall Graf
oltke (Schles.) Nr. 38, Fuhrmann (Gleiwitz), des 3. 158 Inf. Regts. Nr. 62, Manig (Rybnik), des 4. Oberschles. Inf. Regts. Nr. 63,U, Zahn, Töpper (Brieg), des 3. Schlesischen Inf. Regts. Nr. 156, Jerschke (I Breslau), des 1. Hannoverschen Dragoner⸗ regiments Nr. 9, Rose (Glatz), des 1. Leibhusarenregiments Nr. 1, Seeliger (Gleiwitz), des Ulanenregiments von Schmidt (1. Pomm.) Nr. 4, Liedke (I Breslau), des Feldart. Regts. von Peucker (1. Schles.) Nr. 6, Altmann (Brieg), des Feldart. Regts. von Clausewitz (1. Oberschles.) Nr. 21, Willenberg (Schweidnitz), des 2. Posen. Feldart. Regts. Nr. 56; Wenderoth (I Brevolau), Vizefeldw. zum Lt. der Landw. Inf. 1. Aufgebots. Meyer (I. Breslau), Lt. der Landw. Inf. 1. Aufgebots, zu den Res. Offizieren 86 1Sb General⸗Feldmarschall Graf Moltke (Schles.)
3 ersetzt.
Befördert: Küderling (Düsseldorf), Weber, Schü (Münster), Oberlts. der Landw. eg. 5 Aufgebots, vürmann (I Essen), Oberlt. der Landw. Feldart. 1. Aufgebots, — zu Haupt⸗ leuten, Herbers (Hagen), Oberlt. des Landw. Trains 1. Aufgebots, zum Rittm., Haertel (Elberfeld), Lt. der Res. des 2. Niederschles. Inf. Regts. Nr. 47, zum Oberlt.; zu Lts. der Res.: die Vizefeldwebel bzw. Vizewachtmeister: Schulte⸗Kump (Wesel), des Leibgren. Regts. König Friedrich Wilhelm III. (1. Brandenburg.) Nr. 8, Raestrup (Coesfe d) des Inf. Regts. Herwarth von Bittenfeld (1. Westfäl.) Nr. 13, Jaehnike (Hagen), des Infanterieregiments Graf Schwerin (3. Pomm.) Nr. 14, Kuipers (I Essen), des Inf. Regts. Prinz Friedrich der Niederlande (2. Westfäl.) Nr. 15, Kolkhorst (Crefeld), des Inf. Regts. Freiherr von Sparr (3. Westfäl.) Nr. 16, Höhn⸗ dorf (Mülheim a. d. Ruhr), des Inf. Regts. Graf Barfuß (4. Westfäl.) Nr. 17, Maurer (Elberfeld), des Inf. Regts. von Horn (3. Rhein.) Nr. 29, Berger (Düsseldorf), des Inf. Regts. von Boyen 8 Ostpreuß.) Nr. 41, Amlong (Mülheim a. d. Ruhr), des Inf. Regts. Prinz — von Anhalt⸗Dessau (5. Pomm.) Nr. 42, Straaten (Geldern), des 5. Westfälischen Infanterieregiments Nr. 53, Reimann 8 Bochum), Heyer, Herwig, Delius, Bunne⸗ mann (Bielefeld), des Inf. Regts. Graf Bülow von Dennewitz 8. Westfäl.) Nr. 55, Funke (II Essen), Hoffmans (Geldern),
enkhaus (Mülheim a. d. Ruhr), des Inf. Regts. Vogel von alckenstein (7. Westfäl.) Nr. 56, Puppe (I Essen), Scholwien I Bochum), des 3. Posen. Inf. Regts. Nr. 58, Anger (I Bochum), des 5. Rhein. Inf. Regts. Nr. 65, Kersting (Paderborn), des 4. Magdeburg. Inf. Regts. Nr. 67, Spengler (I Bochum), des Inf. Regts. Heron Friedrich Wilhelm von Braunschwei (Ostfrie. Nr. 78, Hansen (Wesel), des Füs. Regts. Königin (Schleswig⸗Hol⸗ stein.) Nr. 86, Herbeck (Elberfeld), Sauer (I Essen), Müller (Beelefeld), des 885 Inf. Regts. Nr. 98, Lehr (Mülheim a. d. Ruhr), des 1. Bad. Leibgren. Regts. Nr. 109, Geibel n Essen), des 4. Unterelsäss. Inf. Regts. Nr. 143, Kappert (I Essen), des 5. Lothring. Inf. Regts. Nr. 144, Münker (1 Bochum), des 7. Loth⸗ ring. Inf. Regts. Nr. 158, Joetten v. heim a. d. Ruhr), des 8. Lothring. Inf. Regts. Nr. 159, Tam bert (Mülheim a. d. Ruhr), Schulze (Solingen), Busch (I Bochum), des 9. Rhein. Inf. Regts. Nr. 160, Mager (I Bochum), des Inf. Regts. Hessen⸗Homburg Nr. 166, Renoldi (I Essen), des Magdeburg. Drag. Regts. Nr. 6, Wolff (Wesel), des Westfäl. Drag. Regts. Nr. 7, Schulte 8 Bochum), des 1. Hannov. Drag. Regts. Nr. 9, Altenloh Hagen), des 2. Bad. Drag. Regts. Nr. 21, Falkenroth (Hagen), des Leibdrag. Regts. (2. Großherzogl. Hess.) Nr. 24, dler v. Hymmen (Düsseldorf), des Hus. Regts. König Wilhelm I. (1. Rhein.) Nr. 7, Busch (Crefeld), des Magdeburg. Hus. Regts. Nr. 10, Klein (Düsseldorf), des Huf Regts. Landgraf Friedrich II. von Hessen⸗Homburg (2. Kurhess.) Nr. 14, Reuter (I Essen), Vor⸗ werk (Barmen), des Westfäl. Ulan. Regts. Nr. 5, Jörgens (Elberfeld), des 2. Hannov. Ulan. Regts. Nr. 14, Schilling (Mülheim a. d. Ruhr), Butz (II. Essen), van Koolwyk (Geldern), Fischer (Hagen), Krusinger (Düsseldorf), Meyer (Mülheim a. d. Ruhr), des 1. Westfäl. Feldart. Regts. Nr. 7, Kauffmann (I Essen), des 1. Posen. Feldart. Regts. Nr. 20, Reyß (I Essen), des Großherzog⸗ lichen Art. Korps, 1. Fessder ag. Hess. Feldart. Regts. Nr. 25, von Scheven (Elberfeld), 8 reitenstein (Wesel), Hertel (Düsseldorf), Feldmann (Mülheim a. d. Ruhr), Zweigert 8 Essen), des Cleve. Feldart. Regts. Nr. 43, Ketzer Mülheim a. d. Ruhr), des Lauenburg. Feldart. Regts. Nr. 45, Pape (Paderborn), des 2. Kurhess. Feldart. Regts.
(6. Brandenburg.) Nr. 52, Seeger (II Berlin), des 3. Magdeburg.
Nr. 47, Krefft (Elberfeld), des 2. Oberelsäss. Feldart. Regts.