1907 / 46 p. 3 (Deutscher Reichsanzeiger, Tue, 19 Feb 1907 18:00:01 GMT) scan diff

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bleibt noch viel zu tun. Der Redner gab hierauf eine große Reihe von Proben der Wort⸗ und Satzbildung, des Gebrauchs der Artikel und der Pronomina, der Verben und ihrer Konjugation. Seine Mit⸗ teilungen fanden bei den Hörern das Interesse, das der Vorsitzende am Schluß in die Worte zusammenfaßte: Es sei jedenfalls sehr interessant gewesen, zu erfahren, 9 die Sprache Montezumas bereits eine durchgebildete Grammatik besessen harbrbet.

Theater und Mufik.

Im Königlichen Opernhause geht morgen, Mittwoch, „Don Juan“ von Mozart in Szene. Herr Berger singt die Titel⸗ rolle, Frau Herzog die Donna Anna, Fräulein Rothauser die Donna Elvira, Fräulein Dietrich die Zerline, den Don Octavio Herr Sommer, den Leporello Herr Nebe, den Komtur Herr Griswold, den Masetto Herr Krasa. Dirigent ist der Kapellmeister von Strauß.

Im Königlichen Schauspielhause geht morgen „Wallen⸗ steins Lager“, mit den Herren Oberländer, Boettcher, Geisen⸗ dörfer, Sommerstorff, Vallentin und Frau Butze in den Hauptrollen, in Szene. Darauf folgen „Die Pieccolomini“, mit Herrn Matkowsky als Wallenstein. Träger der anderen Hauptrollen sind die Herren Krausneck, Staegemann, Arndt, Keßler, Vollmer, Molenar, Zeisler und die Damen von Arnauld, Wachner und Lindner.

Morgen, Mittwoch, Abends 7 ½ 8 ½ Uhr, veranstaltet der Königliche Musikdirektor Bernhard Irrgang in der St. Marienkirche das nächste Orgelkonzert, unter Mitwirkung von Frau Gertrud Labauve (Sopran), Fräulein Hilda Ellger (Alt) und Herrn Alexander Altmann (Violine). Gespielt wird u. a. die Passionssonate von Bartmuß. Der Eintritt ist frei.

Konzertbericht befindet sich in der Zweiten Beilag

1“

Mannigfaltiges. Berlin, 19. Februar 1907.

Ueber die Witterung im Monat Januar 1907 berichtet das Königliche v Institut auf Grund der angestellten Beobachtungen folgendes: Die auffälligste Witterungserscheinung im vergangenen Januar war der mit ganz außerordentlich hohem Luftdruck plötzlich einsetzende Temperatursturz gegen Ende des weiten Monatsdrittels. Da indessen die hiermit eingeleitete

8 Kalteperiode nur von kurzer Dauer war und sonst mildes Wetter herrschte, so war keineswegs das Gesamtmittel der Temperatur überall zu niedrig; es erwies sich sogar meist als etwas zu hoch und ing unter den langjährigen Durchschnitt nur im Osten und auf den ipfelstationen hinab, auf den letzteren allerdings um 2 bis 3 Grad. Eine Reihe von klaren Tagen, die mit der Külteperiode zusammenfiel, erhöhte die Sonnenscheindauer in dem Maße, daß ihre Monatssumme den vieljährigen Mittelwert überall, und stellenweise erheblich, überschritt; sonst aber war der Monat trübe und reich an Niederschlägen. Nach ihrem Gesamtbetrage war es nur in der Mosel⸗ und Maingegend, an der unteren Weichsel und besonders in Masuren erheblich zu trocken; im 86 aber ging die Niederschlagsmenge über den Normalwert hinaus. Eine Schneedecke war im ganzen Gebiete gegen Ende und, abgesehen vom Rheinland, auch zu Beginn des Monats vorhanden; ohne jede Unter⸗ brechung lag sie, außer an den Gipfelstationen, nur in Masuren. Unter der sreawn en Einwirkung nördlich vorbeiziehender De⸗ pressionen, denen im Südwesten hoher Luftdruck gegenüberlag, setzte sich die gegen Ende Dezember begonnene Erwärmung in den ersten Januar⸗ tagen fort, sodaß bald überall Tauwetter herrschte. Da auch ferner⸗ hin die Luftdruckverteilung sich nicht wesentlich änderte, so ielt das milde, trübe und feuchte Wetter an. Unter mäßigen Schwankungen stieg die Temperatur zu ziemlich hohen Werten. Erst als gegen Ende des zweiten Monatsdrittels das von Südwesten her sich über Mitteleuropa aus⸗ reitete, änderte sich der Witterungscharakter; es wurde zunächst trockner und etwas kühler. Bald darauf aber rückte sehr hoher Luft⸗ druck aus Nordosten vor, und bei Barometerständen, wie sie in dieser Höhe in Berlin und in fast ganz Norddeutschland seit Beginn amtlicher meteorologischer Beobachtungen noch nicht vorgekommen sind, trat mit östlichen Winden äußerst kräftige Abkühlung ein; das Tagesmittel der

Theater. Königliche Schauspiele. Mittwoch: Opern⸗

haus. 47. Abonnementsvorstellung. Don Juan. Oper in 2 Akten von Wolfgang Amadeus Mozart. Text von Lorenzo da Ponte. 88 dem Original der ersten Aufführung in Prag übersetzt von Her⸗ mann Levi. Mustkalische Leitung: Herr von Strauß. Regie: Herr Oberregisseur Droescher. Anfang 7 ½ Uhr.

Schauspielhaus. 48. Abonnementsvorstellung. Wallensteins Lager. Schauspiel in 1 Aufzuge von Friedrich von Schiller. Regie: Herr Keßler.

Die Piccolomini. Schauspiel in 5 Aufzügen von Friegdic von Schiller. Regie: Herr Keßler. Anfang r.

Donnerstag: Opernhaus. 48. Abonnements⸗ vorstellung. Dienst⸗ und Freiplätze sind aufgehoben. Salome. Drama in 1 Aufzuge, nach Oskar Wildes gleichnamiger Sesteng in deutscher Uebersetzung von Hedwig Lachmann. usik von Richard Strauß.

Anfang 8 Uhr. Schauspielhaus. 49. Abonnementsvorstellung. Wallensteins Tod. Trauerspiel in 5 Aufzügen von Friedrich von Schiller. Anfang 7 ½ Uhr. Meues Operntheater. Sonntag: 49. Billettreserve⸗ satz. Dienst⸗ und Freiplätze sind aufgehoben. Wie die Alten sungen. Lustspiel in 4 Aufzügen von

Niemann. Anfang 7 Uhr. E“

maus.

Sonnabend,

onnabend: Dorfe.

Deutsches Theater. Mittwoch: Romeo und Julia. Anfang 7 ½ Uhr. b Donnerstag: Romeo und Julia. Kammerspiele: Mittwoch: Frühlings Erwachen. An Donnerstag: Frühlings Erwachen.

Theater). Hochsattel.

Nenues Schauspielhaus am Nollendorfp Mittwoch: Herthas Hochzeit. Anfang 8 Uhr.

Donnerstag: Herthas Hochzeit. —— Alibi.

Fessingtheater. Mittwoch, Abends 8 Uhr: Wenn wir Toten erwachen.

6 . Abends 8Uhr: Fuhrmann Henschel. Freitag, Abends 8 Uhr: Hedda Gabler. . un Alexander.)

Schillertheater. o. (Wallnertheater.)

Mittwoch, Abends 8 Uhr: Die Räuber. Schau⸗

spiel in 5 Aufzügen von Friedrich von Schiller.

6 Donnerstag, Abends 8 Uhr: Jugend. Freitag, ds 8 Uhr: Minn

Sonntag gemahl. 8

Charlottenburg Grolmanstraße). Mittwoch, Abends 8 Ubr: Jugend. Ein Liebesdrama in 3 Aufzügen von Max Halbe. Donnerstag, Abends 8 Uhr: Die Verschwörung des Fiesco zu Genua.

Freitag, Abends 8 Uhr: Im bunten Rock.

Theater des Westens. (Station: Zoologischer Garten. Kantstraße 12.) Mittwoch: Die Fleder⸗ Anfang 7 ½ Uhr. Donnerstag: Die Zauberflöte. Freitag: Zum ersten Male: Schwerenöter von Anfang 7 ½ Uhr. Nachmittags vorstellung: Zar und Zimmermann. Abends 7 ½ Uhr: Undine.

Sonntag, Nachmittags 3 Uhr: Zu halben Preisen: Der Trompeter von Säckingen. Abends 7 ½ Uhr: Schwerenöter von Anno Tobak.

Anno Tobak.

Komische Oper.

Donnerstag: Zum ersten Male: Romeo und Julia auf dem Dorfe. Anfang 7 ½ Uhr.

Tosca.

Romeo

Anfang 8 Uhr.

Schillertheater N. (Friedrich Wilhelmstädtisches Mittwoch, Abends 8 Uhr:

Adieu Therese!

Freitag: Der Familientag. Sonnabend: Adieu Therese!

Residenztheater. (Dlrektion: RichardAle Mittwoch, Abends 8 Uhr: Haben Sie nichts zu verzollen? Schwank in 3 Akten von M. Hennequin P. Veber. (Robert de

Donnerstag und folgende Tage: Haben Sie nichts

zu verzollen? Nachmittags 8 Uhr:

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Temperatur ging in wenigen Tagen im Westen um 15 und im Osten sogar um mehr als 20 Grad hinunter. Die darauf folgende Verlagerung des Maximums nach Süden verursachte unter Mitwirkung aus Rorden vordringender Depressionen vom 24. an südliche Luftströmung, wo⸗ durch der Frost sich erheblich abschwächte. Unter der vorwiegenden Herrschaft dieser Depressionen stellte sich alsdann in den letzten Tagen des Monats starke Erwärmung ein, begleitet von ausgebreiteten Schneefällen, welche in Berlin besonders stark auftraten und am 31. die Schneedecke um 30 ecm erhöhten.

Ueber das Thema: „Ein Kapitel aus der Obst⸗ und Gemüseverwertung“, wird Fräulein Hannemann, die lang⸗ jährige Leiterin des Haushaltungsseminars und der Kochschule des Lettevereins, am Donnerstag, Abends 7 Uhr, im Falk⸗Realgymnasium, Lützowstr. 84 C, sprechen. Der Vortrag bildet den dritten Gegenstand der Tagesordnung (voran gehen Geschäfts⸗ und Kassenbericht) der 11. Generalversammlung des „Vereins zur Förderung des Frauenerwerbs durch Obst⸗ und Gartenbau“. Ein ge⸗ selliges Beisammensein der Mitglieder und Gäste soll sich im Lyceum⸗ klub (Potsdamer Straße 118 b) anschließen. Der Verein ist bestrebt, Interesse für Gartenbau und die Verwertung seiner mancherlei Erzeugnisse in weiteren Kreisen zu wecken.

„Salome“, Musikdrama nach Oskar Wildes Dichtung von Richard Straüß, hat sich Dr. Otto Neitzel zum Thema für einen kritischen Vortrag mit musikalischen Erläuterungen gestellt, den er, auf der Heimreise von Amerika begriffen, auf Einladung des Vereins zur Förderung der Kunst morgen, Abends 8 Uhr, im Bürger⸗ saale des Berliner Rathauses halten wird. Gäste können an diesem Abend eingeführt werden. Karten sind nur in der Ge⸗ schäftsstelle des Vereins, Flensburgerstr. 28, Nachmittags von 4 bis 5 Uhr, und in der Musikalienhandlung von Friedländer (Kurfü straße 86) zu haben.

An der neugegründeten rheinischen z

Kruft im Kreise Mayen, einem unter dem Einfluß des Kreisfischerei⸗ vereins stehenden Unternehmen, hat vor einiger Zeit ein stark besuchter Unterrichtskursus in der künstlichen Fischzucht stattgefunden. Es darf erwartet werden, daß die Anstalt für die Fischerei und Fisch⸗ zucht nicht nur eines engeren Bezirks, sondern der ganzen Rhein⸗ provinz von großem Nutzen sein wird. Die Kommission für den Wiederaufbau der großen St. rJaenzat he in Hamburg (vgl. Nr. 42 d. Bl.) 8 wie schon kurz gemeldet, ihren zweiten Bericht erstattet; aus diesem geht, wie der „Frkf. Ztg.“ geschrieben wird, hervor, daß die Kommission an ihrem Vorschlag, die alte St. Michaeliskirche möglichst getreu wieder herzustellen, endgültig festhält. Dementsprechend wird durchweg angestrebt, die frühere Raumbildung und Formensprache beizubehalten. Nur mit Rücksicht auf die Raumerfordernisse der gegenwärtigen Uien des Gottesdienstes und die Feuer⸗ und Verkehrssicherheit sollen gewisse technische Ab⸗ änderungen getroffen werden; jedoch soll hierbei tunlichst darauf ge⸗ achtet werden, daß der Gesamteindruck des alten Baues in allen Teilen erhalten bleibe. Bei der Neukonstruktion ist Holz als tragendes Material grundsätzlich vermieden; sowohl das Dach wie der Turm werden aus Eisen Füe und für die Verschalung werden imprägnierte Kork⸗ steinplatten mit Eiseneinlage vorgeschlagen. Nur für das Gewölbe der Kirche selbst will man Holz und Stuck verwenden, um die alte hervor⸗ ragende akustische Wirkung wiederzugewinnen. Der Turm, von dem aus sich ein präͤchtiger Blick auf Hamburg und den Hafen bieten wird, wird mit einem elektrischen Personenaufzug versehen werden. Die Kosten für die Wiederherstellung des Gebäudes soll der hamburgische Staat übernehmen, in dessen Auftrag eine gemischte Kommission aus Senat und Fegesschaft als Bauherr auftritt. Die Leitung des Baues soll besonderen Kirchenbaumeistern anvertraut werden, für die in erster Linie die Hamburger Architekten Faulwasser, Geißler Meerwein und der Ingenieur Hennicke in Betracht kommen. ie innere Ausstattung, deren Kosten man auf etwa eine halbe Million schätzt, wird aus den gesammelten Spenden hergestellt werden können. Man hofft in 3 ½ Jahren den Wiederaufbau vollendet zu haben; die Innenarbeiten werden dann noch ein weiteres Jahr beanspruchen.

ischzuchtanstalt

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Cöln, 18. Februar. (W. T. B.) Der Wasserstand des

ng ce beträgt jetzt 1,46 m; er ist seit Sonnabend um 0,40 u gestiegen.

Bremen, 18. Februar. (W. T. B.) Nach einem Telegrann aus Gibraltar vom 17. d. M. hat der hiesige Hansa dampfer „Crostafels“, Kapitän Möller, am 14. Februar auf 46° N und W 25 Mann der Besatzung des im sinkenden Zustanze angetroffenen englischen Dampfers „Melbridge“ auf⸗ genommen und in Gibraltar gelandet.

Bologna, 18. Februar. (W. T. B.) Unter Teilnahme einer ungeheuren Menschenmenge hat heute die feierliche Beisetzung der Leiche Giosués Carduccis stattgefunden. Der Natsonal⸗ trauer um den Dichter halber waren die Läden geschlossen. Uebenl waren Trauerfahnen gehißt. Die Straßenlaternen längs des Weges den der Zug nahm, waren angezündet und mit schwarzen Schleien umhüllt. Der Straßenbahnperkehr war eingestellt. Eine m⸗ Sten Menge füllte Straßen, Plätze, Balkone und Fenste,

er Graf von Turin, als Vertreter des Königs, begab sich oglecc nach seiner Ankunft in das Haus Carduccis, um der Familie daf Beileid des Königs auszusprechen. Um 2 ÜUhr Nac⸗ mittags setzte sich der Zug, an dem Behörden, Vereine, Pw⸗ fessoren, Studenten, Abordnungen der Stadtvertretungen und Truppen teilnahmen, in Bewegung. Die Menge ließ ihn schweigend und entblößten Hauptes vorüberziehen. Die Misst⸗ kapellen spielten nicht; man hörte nur die historisch Glocke des Rathausturmes läuten. Zu Seiten des von vier Pferder gezogenen Leichenwagens gingen Studenten, hinter ihm der Grif von Turin, der Unterrichtsminister Rava, die Präsidenten des Senatz und der Kammer, viele Senatoren, Deputierte, Generale, Admirale und hohe Beamte. Der 2 km lange Zug durchzog die Stadt bi zum Weichbild, wo er sich auflöste, während der Leichenwagen bis zuf Kartäuserkirchhof fuhr, wo die Beisetzung erfolgte.

Schemacha (Transkaukasien), 19. Februar. (W. T. B.) Heut. in der vierten Morgenstunde ein kurzes Erdbeben verspürt.

Nach Schluß der Redaktion eingegangene

8 Depeschen.

St. Petersburg, 19. Februar. 8 T. B.) K. 17 Städten mit einem eigenen Vertreter in der Reichsdum wurden unter 1362 Wahlmännern gewählt: 181 Monarchisten 132 Gemäßigte und 1049 der Linken, unter letzteren 617 Kadetten; die Zahl der gewählten Nationalitte beträgt 78. Aus 11 Städten liegen Meldungen veaß über die Bildung eines Blocks seitens der Sozialdemokraten und Sozialrevolutionäre. I. Astrachan, Wilna, Woronesch, Jekaterinoslaw, Rosftor am Don, Kiew und Samara traten dem Block auch die Kadetten, in Kiew, wo die Rechte siegte außerdem die Juden und Polen jeglicher politischen Richtung bei. 9. Kasan führen die Kadetten ihre Wahlniederlage auß den U stand zurück, daß die Sozialdemokraten sich von ihnen ch⸗ gesondert haben.

Riga, 19. Februar. (W. T. B.) Gestern endete vor d Kriegsgericht die wegen des Aufstands it Tukkum, die am 1. Januar begonnen hat. Siebzehn Angz klagte wurden zum Tode, einer zu acht Jahren Gefängnl fünfundvierzig zu Zwangsarbeit von verschiedener Dauer ve urteilt; zwölf Angeklagte wurden freigesprochen.

(Fortsetzung des Amtlichen und Nichtamtlichen in der Ersten ͤ111““

(Bismarckstraße, Ecke der

Mittwoch: Fra Diavolo. Donnerstag: Der Mikado.

rektion: Kren und Schönfeld.) Anfang 7 ½ Uhr.

von Alfred Schönfeld.

3 Uhr: Schüler⸗

Doppelehe.

Mittwoch: Carmen. 3 Akten.

Sonnabend: Künstlerblut. und Julia auf dem

Josette meine Frau.

meine Frau.

Lortzingtheater. (Bellealliancestraße Nr. /8.)

reitag: Die lustigen Weiber von Windsor.

onnabend, Nachmittags 3 Uhr: Bei sehr kleinen Preisen: Kindermärchenvorstellung: Gänseliesel. Abends 7 ½ Uhr: Der Waffenschmied.

Thaliatheater. (Dresdener Straße 72/73. Di⸗ Mittwoch, Abends

8 Uhr: Eine lustige Doppelehe.

Gesang in 3 Akten von Kurt Kraatz. Ge eegee. Musik von Paul Lincke.

Donnerstag und folgende Tage: Eine lustige

. Nachmittags 3 Uhr: Wallensteins 0 2 Sonntag, Nachmittags 2 ½ Uhr: Der Hochtourist.

Bentraltheater. Mittwoch, Abends 8 Uhr: Vereinsextravorstellung: Die Puppe.

Donnerstag und Freitag: Der Milliardär.

1 Trianontheater. (Georgenstraße, nahe Bahnbof Friedrichstraße.) Mittwoch, Abends 8 Uhr: Fräulein

Lustspielhaus. (Friedrichstraße 236.) Mittwoch,

Abends 8 Uhr: Husarensieber. Donnerstag und folgende Tage: Husarenfieber.

Donnerstag bis Sonnabend: Fräulein Josette

Königstigern, Eisbären, Kragenbären, alles wirklik Prachtexemplare. Ferner: Die neuengagierte Spezialitäten und Direktor Albert Schumann neue und moderne Dressuren. Um 9 Uhr: D größte Prachtausstattungspantomime: St. Huberm

Familiennachrichten.

Verlobt: Verw. Fr. Hedwig von der Lübhe, gel von Schuckmann, mit Hrn. Hauptmann Otto ke Buchwald (Stormstorf— Rostock). Frl. Mechte von Lindequist mit Hrn. Leutnant Hansbabo uh Rohr (Letzlingen, Altm. —Stendal). F. Margarete von Schönfeldt mit⸗Hrn. Hauptma Mathias von Hülsen (Bremen— Berlin). Wanda von Lettow⸗Vorbeck mit Hrn. Regierung assessor Karl von Prott (Schreiberhau-Liegmt Selma Selim⸗Pascha⸗Melhamé mit H. Hans⸗Melchior Baron Schlotheim (Konstantinope Eva Freiin von Salza mit Hrn. Oberleutna Erich Grafen von Pfeil und Klein⸗Ellg (Berlin Potsdam). Frl. Edith Arnold ¹ Hrn. Leutnant Georg Heinzel (Ober⸗Gridtz Wahlstatt).

Verehelicht: Hr. Landrat Dietrich von Kroß mit Sabine Freiin von Erffa (Wernbucg 1.if Hr. Generalleutnant Frhr. von Sche Boyadel mit Frl. Hartmann (Berlin). g;

Geboren: Ein Sohn: Hrn. Hauptmann sack (Straßburg i. Els.).

Gestorben: Hr. Rittmeister Egon von Tres (Metz). Hr. Professor Justt (Marburg). Hr. Leutnant Horst Ritter und Ehler 1 Oetinger (Torgau). Hr. Geheimer Justi

Schwank mit

Operette in

Die von . 8 Singakademie. Hierauf: Sein

Heine (Gesang).

Hierauf: Sein

8 Glière⸗Abend. 8 en

xander.)

Trivelin: Richard

Konzerte. Mittwoch, Abends 8 Uhr: Konzert von Haus Ailbout (Klavier) und Ernst

Beethoven-Saal. Mittwoch, Abends 8 Uhr:

Saal Bechstein. Mittwoch, Abends 7 ½ Uhr: Liederabend von Gleun Hall (Tenor), unter Mit⸗ wirkung von Professor Arthur Nikisch. Z

Franz Otte (Gleiwitz). Fr. Luise von Schmi berg, geb. von Kriiger (Groß Lichterfelde), Ober, und Geheime Regierungsrat Mejer, Starcke (Cassel).

Verantwortlicher Redakteur: Direktor Dr. Tytol in Charlottenburn

Verlag der Expedition (Heidrich) in Berlit

Druck der Norddeutschen Buchdruckerei und Te9

Anstalt Berlin SW., Wilhelmstraße Neun Beilagen

Der Prinz⸗

11““

mischte Raubtiergruppe,

Birkus Schumann. Mittwoch, Abends präzise 7 ½ Uhr: Grande Soirée équestre. programm und (nur kurzes Gastspiel): Die größte und schönste aller existierenden Gruppen:

Richard Sawades vorzüglich dressierte ge⸗ estehend aus Löwen,

(einschließlich Börsen⸗Beilage),

sowie die Inhaltsangabe zu Nr. 6 des lichen Anzeigers (einschließlich der u⸗ Nr. 2 veröffentlichten Bekanntmachun betreffend Kommanditgesellschaften 8 % und Aktiengesellschaften, für die Wo 11. bis 16. Februar 1907.

Elite⸗ Mr.

Amtliches. 1 Königreich Preußen.

Auf den Bericht vom 4. Februar d. J. will Ich den wischen der Fuͤrstlich reuß⸗plauischen Landes⸗ regierung in Greiz und der Magdeburgischen Land⸗

euersozietät unter dem 23. September 1904 abgeschlossenen ertrag hierdurch bestätigen. Die Anlagen folgen zurück.

Berlin, den 7. Februar 1907.

Wilhelm R. von Bethmann⸗Hollweg.

An den Minister des Innern.

Zwischen der Fürstlich reuß⸗plauischen Landesregierung in Greiz, hertreten durch den Herrn Regierungspräsidenten, Exzellenz von Meding in Greiz, und der Magdeburgischen Land⸗Feuersozietät, ver⸗ freten durch den Generaldirektor, Herrn Grafen von der Schulenburg auf Emden, wird folgender I abgeschlossen:

Gegenstand des Vertrages ist der Anschluß des Fürstentums Reuß ä. L. an die Magdeburgische Land⸗Feuersozietät zur Versicherung von Gebäuden und Mobilien in Stadt und Land.

Die Sozietät verpflichtet sich zur Annahme aller aus dem Fürsten⸗ tume eingehenden Versicherungsanträge, soweit ihr die Annahmepflicht durch das Reglement und die Mobiliarversicherungsbedingungen

auferlegt wird.

§ 3.

Das Sozietätsreglement vom 28. April 1843 mit allen Nach⸗ trägen und besonderen Vorschriften sowie die Mobiliarversicherungs⸗ hedingungen finden, soweit nicht Gesetzesbestimmungen entgegenstehen, unter Berücksichtigung der nachfolgenden Paragraphen in vollem Um⸗ fange auf das Fürstentum Reuß ä. L. Anwendung. Desgleichen alle späteren Aenderungen.

§ 4. Zur Vertretung des Fürstentums in der Sozietätsdeputation ernennt die Fürstliche Regierung Se Deputierten.] G

Die Wahl und Anstellung sämtlicher übrigen Sozietätsbeamten erfolgt durch die Sozietätsdeputation bezw. den Generaldirektor oder in dessen Auftrage durch den oder Kreiskommissar.

§

Die Sozietät nimmt im Fürstentum Reuß ä. L. die Stellung einer Landesanstalt mit dem Charakter einer Behörde ein.

Die übrigen Behörden einschließlich der Gemeindevorstände sind zur Auskunfterteilung an die Sozietät verpflichtet.

Solche Auskunftserteilungen und die Mitwirkung namentlich bei der Aufnahme und Veränderung von Gebäudeversicherungen, der An⸗ meldung und Abschätzung von Brandschäden und der Auszahlung von Brandentschädigungsgeldern nach den Sozietätsbestimmungen sind von den Gemeindevorständen unentgeltlich zu leisten.

Zur Uebernahme und Ausübung von Sozietätsämtern seitens Fürstlicher Beamter und Lehrer bedarf es der Genehmigung der Landesregierung bezw. des Konsistoriums.

Die von der Sozietät angestellten Gebäudeabschätzungskommissare werden als amtliche, vereidete Taxatoren anerkannt.

§ 7.

Die Einziehung der Sozietätsbeiträge, Gebühren ꝛc. geschieht durch diejenigen Stellen, welche die Staatssteuern erheben, oder durch die Gemeindevorstände gegen Gewährung der bei der Sozietät üblichen Gebühr, wenn nicht seitens der Generaldirektion ein anderer Ein⸗ ziehungsmodus angeordnet oder andere Personen gewählt werden.

Die Beitreibung restierender Sozietätsgelder findet auf dem Exekutionswege in Gemäßheit der Vorschriften über das Verwaltungs⸗ zwangsverfahren statt. 8 %

Zur Anfertigung und Berichtigung von Ortsplänen wird der Sozietät die Benutzung des vom Fürstlichen Katasterbureau geführten amtlichen Planmaterials ꝛc. 18

§ 9. Die Ausfertigung der Katasterauszüge bei der Gebäudeversicherun und der Genehmigungsscheine bei der Mobiliarversicherung (Pollceng geschieht stempel⸗ und steuerfrei.

Besondere Gebühren werden ferner nicht erhoben für Einsicht⸗ nahme der Grundbücher und für Erteilung von Auskünften über die Hypothekenverhältnisse gemäß § 1128 B. G.⸗B., § 41a des Sozietäts⸗ reglements, für Bescheinigungen der Gemeindevorstände über die Richtigkeit und Angemessenheit von Entschädigungsforderungen oder Beglaubigung von öö bei Quittungen.

§ 10.

Die Reglementsbestimmungen über Beihilsen und Spritzen⸗ prämien ꝛc. an Gemeinden und Interessenten treten mit Rücksicht auf die gesetzmäßig zu entrichtende Abgabe zum Feuerlöschfonds für die Versicherten des Fürstentums A

Bei etwaigem Autscheiden des Fürstentums aus dem Sozietäts⸗ verbande hat ersteres nur Anspruch an das Sozietätsvermögen, wenn die Kündigung durch die Sozietät erfolgt und Ueberschüsse aus dem erzielt sind. Die Verwaltungskosten sind dabei in Abzug in bringen.

Die Höhe des Vermögensanteils wird unter billiger Berück⸗ sichtigung des Verhältnisses der Versicherungssumme aus dem Fürsten⸗ tume zur Gesamtversicherungssumme und der aus demselben erzielten

Ueberschüsse festgesetzt. § 12

Bei eintretender Kündigung bleiben die bestehenden Versicherungen bis zu ihrem reglementsmäßigen Ablaufe in Kraft; neue Aufnahmen und Versicherungsveränderungen nicht mehr statt.

Wie die Sozietätsinteressenten des Fürstentums zur gleichmäßigen Anteilnahme an allen Vorteilen, welche die Sozietätseinrichtungen sewähren, berechtigt sind und die Sozietätsdeputation und in rem Auftrage der Generaldirektor bereit sind, in geeigneten ällen die allgemeinen Vorschriften den Interessenten gegen⸗ ber mildernd anzuwenden, Billligkeitsrücksichten walten zu lassen und das Interesse unverschuldet Abgebrannter nach Maßgabe ihrer Versicherung so viel als möglich wahrzunehmen, erklärt sich die Fürstliche Regierung im Rahmen der geseßzlicheg Bestimmungen zur tunlichen Förderung und Unterstützung der Sozietät nach jeder Richtung hin bereit, insbesondere auch durch Zuführung der staatlichen Gebäude und Mobilien, durch Einwirkung auf die politischen Ge⸗ meinden, Kirchen, Schulen, sowie Pfarren zur Versicherung bei der Sozietät. 8 1.

Bekanntmachungen über Aenderungen des Reglements und der Fehchsger.üen gtsgeree ferner der jährlichen Verwaltungs⸗ ergebnisse erfolgen im Amts⸗ und Verordnungsblatt koftenlos.

Magdeburg, den 23. September 1904.

. 8. von Meding. (L. S. von der Schulenburg.

der ersteren stattfinden

Vorlesungen iim Sommerhalbjahr 1907 an der 18 Königlichen Landwirticheh. Akademie Bonn⸗ Poppelsdorf in Verbindung mit der 8 Rheinischen Friedrich Wilhelms⸗Universität Bonn.

An der Landwirtschaftlichen Akademie zu Bonn⸗Poppelsdorf werden im Sommerhalbjahr 1907 folgende Vorlesungen und Uebungen ge⸗

halten:

Professor Dr. Hansen: Rindviehzucht, 3stündig. Schweine⸗ zucht, 1stündig. Maßnahmen zur Förderung der landwirtschaftlichen Tierzucht, 1 stündig. Molkereiwesen, 2stündig. Milchwirtschaftliches Praktikum, 2stündig. Landwirtschaftliche Demonstrationen auf dem akademischen Gute Dikopshof.

Professor Dr. Remy: Allgemeiner Pflanzenbau (Süngereehre) 2stündig. Spezieller Pflanzenbau (Getreide⸗ und Hülsenfruchtbau), 2 stündig. Feldfutterbau, Wiesen⸗ und Weidekultur, 2stündig. De⸗ monstrationen und seminaristische Uebungen (Pflanzenbau). (Die Demonstrationen umfassen auch Uebungen in der Bodenbonitierung, an dengen fortgeschrittene Geodäten teilnehmen können), 1 stündig.

Professor Dr. Aereboe: Taxationslehre Kelcr elüch der wirt⸗ schaftlichen Bodenbonitierung, 2 stündig. Betriebswirtschaftliche Fragen der Allgemeinen Kulturtechnik, 2stüͤndig. Teichwirtschaft, 1 stündig. Landwirtschaftliches Seminar, 2stündig.

Geheimer Regierungsrat, Professor Dr. Gieseler: Experi⸗ mentalphysik (I. Teil: Schall, Licht, Wärme und Meteorologie), 2stündig. Physikalisches und maschinelles Praktikum, 4 stündig. Land⸗ wirtschaftliche Maschinenkunde (I. Teil), 1stündig. Erdbau und Wasserführungen, 2stündig.

Geheimer Regierungsrat, Direktor, Professor Dr. Kreusler: Organische Experimentalchemie in Beziehung auf die Landwirtschaft, 4 stündig. Chemisches Praktikum, 4stündig, vermehrte Stunden nach Bedarf. Grundzüge der Chemie, 2stündig.

Pfoßs so⸗ Dr. Noll: Spezielle Botanik (einschl. Pflanzenkrank⸗ heiten), 4 stündig. Allgemeine Bakteriologie, 1 stündig. Physiologische und mikroskopische Uebungen (gemeinsam mit Privatdozent Dr. Körnicke), 4stündig. Bokanische Exkursionen und Uebungen im Be⸗ benuwmf von Pflanzen (gemeinsam mit Privatdozent Dr. Körniche).

otanische Untersuchungen für Selbständige.

Professor Dr. Hagemann: Phvysiologie der Haustiere, 4stündig. Mikroskopisch⸗histologisches Praktikum, IMündig. Sinnesphysiologie (für Geodäten), 1 stündig.

Professor Huppers. Baumaterialienkunde, Baukonstruktions⸗ lehre und Grundbau, 4 stündig. Bautechnische Uebungen, 4 stündig. Wasserbau, öö

Professor Müller: Nivellieren, für I. Studienjahr, 1 stündig. Geodätisches Rechnen, für I. Studienjahr, 2 stündig. Ausgleichungs⸗ rechnung, für II. Studienjahr, 2stündig. Tracieren, für II. Studien⸗ jahr, 2 stündi Geodätisches Seminar (Ausgleichungsrechnung und Nivellieren), sür II. Studienjahr, 2 stündig. Geodätische Uebungen, Nivellieren, für I. Studienjahr, Tracieren, für II. Studienjahr, Geo⸗ graphische Ortsbestimmung für Fortgeschrittene, 2 Tage.

Professor Hillmer: Landmeß⸗ und Instrumentenlehre, sür I. Studienjahr, 2 stündig. Landmeß⸗ und Instrumentenlehre, für II. Studienjahr, 2stündig. Geodätisches Seminar (Landmeß⸗ und Instrumentenlehre), 8 II. Studienjahr, 2 stündig. Geodätische Uebungen: Landmeßlehre, für I. und II. Studienjahr, 2 Tage. Prak⸗ tische Geometrie und Uebungen im Feldmessen und Rivellieren (für E ftscd. 1 b Algebra, f

rofessor Dr. Furtwängler: Algebra, für I. Studienjahr, 2tündig., Darstellende Geometrie und Stereometrie, für I. Benlebe. jahr, 3 stündig. Analytische Geometrie, für I. Studienjahr, 2stündig. Mathematische für I. und II. Studienjahr, 1e

Garteninspektor Beißner: Obst⸗ und Weinbau, 1stündig. Ge⸗ müsebau, 2 stündig. Demonstrationen im botanischen Garten.

Veterinärrat Bongartz: Aeußere Krankheiten der Haustiere, 3stündig. Hufbeschlag und Geburtshilfe, 1 stündig.

Sanitätsrat Dr. Firle: Erste Hilfeleistung bei plötzlichen Un⸗ glücksfällen, 1 stündig.

orstmeister Hoff mann: Waldbau, 2stündig. Forst⸗, Schutz⸗ und Polizeilehre, 1 stündig. Fofstwisfescheschche Exkursionen.

eheimer Regierungsrat, Professor Dr. Demon⸗ strationen im ökonomisch⸗botanischen Garten.

Regierungs⸗ und Baurat Künzel: Kulturtechnische Uebungen, für II. Studienjahr, 4stündig.

„Geheimer Bergrat, Professor Dr. Laspeyres: Gevognosie, 1sthndig. Mineralogische Uebungen (oder veogis csce Exkursionen),

ündig.

Geheimer Regierungsrat, Professor Dr. Ludwig: Landwirt⸗ schaftliche Zoologie (II. Theil), 3stündig.

Lehrer Ringel: Bienenzucht, 1 stündig.

Amtsgerichtsrat, Prsseso⸗ r. Schumacher: Verwaltungsrecht, 2stündig. Landeskulturgesetzgebung, 1 stündig.

Privatdozent Dr. Weber: Agrarpolitik, 2stündig. Volkswirt⸗ schaftliches Seminor, 1 stündig. Uebungen für Vorgeschrittene.

Privatdozent Dr. Wygodzinski: Besprechungen über Genossen⸗

schaftswesen und ländliche Wohlfahrtspflege für Anfänger, 1 stündig. Privatdozenten: Dr. Körnicke: Pöpfiolozische und mikroskopische Uebungen (gemeinsam mit Professor Dr. Noll), 4stündig. Botanische Exkur⸗ sionen und Uebungen im Bestimmen von Pflanzen (gemeinsam mit Professor Dr. Noll).

Außerdem finden landwirtschaftliche, kulturtechnische ꝛc. Exkur⸗ sionen in die nähere Umgebung sowie in die benachbarten Provinzen und in das Ausland (Belgien, Holland, England) statt.

Die Aufnahmen neu eintretender Studierender be⸗ innen am Dienstag, den 16. April, und finden bis einschließlich ienstag, den 7. Mai 1907 statt. Später eintreffende Studierende

haben die Genehmigung zur nachträglichen Immatrikulation bei der Universität, unter Angabe der Gründe ihrer verspäteten Meldung, schriftlich bei dem Kurator der Universität nachzusuchen.

Die Vorlesungen für Landwirte und Kulturtechniker beginnen L den 23. April, für Geodäten am Montag, den 29. April

An der Akademie werden sowohl Landwirte wie Kultur⸗ techniker und Geodäten (Landmesser) ausgebildet. Die Land⸗ wirte können nach zweijährigem Studium eine Abgangsprüfung (Diplomprüfung) ablegen, welche sie zu Lehrer⸗ bezw. Direktorstellen an kandwirtschafklichen Winterschulen und Ackerbauschulen sowie zur Erlangung von Beamtenstellen bei den Landwirtschaftskammern, landwirtst 3888 Vereinen ꝛc. befähigt; die mit Maturitäts⸗ zeugnis versehenen Landwirte werden nach dreijährigem Studium zur Staatsprüfung für Lehrer der Landwirtschaft an Landwirtschaftsschulen zugelassen. Außerdem kann die „wissen⸗ detetiesn henze⸗ für kierea Fin perkes aphelegt werden. s

Körnicke:

Ule in Preußen öffentlich angestellten Landmesser müssen die Landmesserprüfung nach den ergangenen Bestimmungen abgelegt haben. An der Akademie besteht eine Königliche FPrüfengswmmnissisn für kandmesser Mit der . für Landmesser ist diejenige für Kulturtechniker verbunden; letztere kann aber auch getrennt von

4. Magdeburg. Inf. Regts.

der Universität Bonn immatrikuliert und genießen alle Rechte von

Universitätsstudenten.

Neu eintretende Studierende haben bei der Meldung zur Auf⸗ nahme außer den Nachweisen über Schul⸗ und Berufsvorbildung ein Sittenzeugnis von der Polizeibehörde ihres letzten Aufenthalts⸗ ortes 86ö1 Minderjährige außerdem eine Einwilligungs⸗ erkläkung des Vaters oder des Vormundes. Kommen die Stu⸗ dierenden unmittelbar von einer anderen Hochschule, so ist das Ab⸗ gangszeugnis von dieser vorzulegen und ein besonderes Sittenzeugnis nicht erforderlich. 1“ 88 8

Ein Internat ist mit der Akademie nicht verbunden. Die Aka⸗ demiker wohnen in Privathäusern. Wohnungen mit und ohne Be⸗ köstigung, den verschiedensten Wünschen und Anfh sind in ausreichender Zahl vorhanden.

Die Miete für ein Zimmer beträgt monatlich etwa 20 ℳ, mit Beköstigung 60 und darüber. Mittagstisch im Restaurant kostet 60 und mehr. Die Kosten für den gesamten Unterhalt eines Studierenden stellen sich bei mittleren Ansprüchen etwa auf 100 bis 120 monatlich, also im Jahr (für 8 Studienmonate) auf rund 800 bis 1000 (ohne Studienhonorar).

Das Studienhonorar beträgt 120 für jedes Halbjahr und muß im Anfange des Semesters entrichtet werden. Bei nachgewiesener Bedürftigkeit und Würdigkeit kann das Honorar innerhalb der zulässigen Bahl von Freistellen ganz oder teilweise zurückerstattet werden. Auch werden an einzelne, durch Fleiß und Wohlverhalten sich auszeichnende bedürftige Studierende seitens des Ministeriums (in der Regel mit Honorarfreiheit verbundene) Stipendien gewährt.

Auf Anfragen wegen Eintritts in die Akademie ist der Unter⸗ zeichnete gern bereit, jedwede gewünschte nähere Auskunft zu erteilen. Fehelhskte und Stundenpläne versendet das Sekretariat der

kademie auf Ansuchen kostenfrei.

Bonn, im Januar 1907. Der Direktor der Königlichen Landwirtschaftlichen Akademie.

Kreusler, Geheimer Regierungsrat.

Die an der Akademie au genommenen Studierenden werden bei

Personalveränderungen.

Königlich Preußische Armee.

Offiziere, Fähnriche usw. Ernennungen, Beförde⸗ rungen und Versetzungen. Im aktiven Heere. Berlin, 16. Februar. Befördert: zu Lts. mit Patent vom 19. Juli 1905: die Fähnriche: Deym Gr. v. Stkite’s im Drag. Regt. König Friedrich III. 8 Schles.) Nr. 8, Bacmeister, Todicescu im 5. Westfäl. Inf. Regt. Nr. 53, Lungershausen im 7. Thüring. Inf. Regt. Nr. 96; zu Lts. die Fähnr.: Sommer im 5. Weftfal. Inf. Regt. Nr. 53, Dieckmann im 2. Hannov. Inf. Regt. Nr. 77; zu Fähnrichen mit Patent vom 27. Januar 1907: Freytag, charakteris. Fähnr. im Jägerregt. zu Pferde Nr. 2, raeger, Unteroff. im Inf. Regt. von Courbière (2. Posen.) Nr. 19, Danker, Unteroff. im Niederrhein. Füs. Regt. Nr. 39, Grökel, Unteroff. im 7. Lothring. Inf. Regt. Nr. 158.

Berlin, 18. Februar. Frhr. v. Gablenz, Gen. Major z. D., zuletzt Kommandeur der 83. Inf. Brig., der Charakter als Gen. Lt., Lölhöffel v. Löwensprung, Oberft a. D., zuletzt Kommandeur des 8. Thüring. Inf. Regts. Nr. 153, der Charakter als Gen. Major, verliehen.

Im Beurlaubtenstande. Berlin, 16. Februar. Befördert: Wild (III Berlin), Lt. des Gardelandw. Trains 1. Aufgebots, zum Oberlt.; zu Lts. der Res.: die Vizefeldwebel bezw. Vizewachtmeister: Kühnemann (Corgau), des 1. Garderegts. z. F., Henderkott (Münster), des 3. Garderegts. z. F., Flakowski (III Berlin), des 5. Garderegts. z. F., Frhr. v. ungern (Wiesbaden), des 3. Gardeulan. b v. Bülow (Halle a. S.), des 1. Garde⸗ feldart. Regts., Fischer (Königsberg), des Inf. ;7 von Boyen 5. Ostpreuß.) Nr. 41, v. Reinersdorff⸗Paczensky u. Tenczin Königsberg), des Sh. Regts. König Friedrich III. (2. Schles.

tr. 8, Grigull (Wehlau), des Ulan. Regts. von Katzler (Schles.)

Nr. 2, Putzberg (Königsberg), des 2. e . Feldart. Regts. Nr. 52, Daum (Allenstein), des Ostpreuß. Trainbats. Nr. 1; Lastig (Königsberg), Vizefeldw., zum Lt. der Landw. Inf. 1. Auf⸗ gebots, v. Hohnhorst (Neustettin), Oberlt. der Res. des Feld⸗ art. Regts. von Scharnhorst (1. Hannov.) Nr. 10, zum Hauptm.; zu Lts. der Res.: die Vizewachtmeister: Schroeter (Sobensass), des Hinterpomm. Feldart. Regts. Nr. 53, Weström (Stralsund), des 2. Posen. Feldart. Regts. Nr. 56. Ronge (Stettin), Lt. der Landw. Feldart. 1. Aufgebots, zu den Res. Offizieren des Feldart. Regts. von Clausewitz (1. 5. Nr. 21 verfeht.

Befördert: zu Lts. der Res.: die Vizefeldwebel bzw. Vizewacht⸗ meister: Keue, Dietzel Berlin), des Inf. Regts. Großherzo ranz II. von Mecklenburg⸗Schwerin (4. Branden

r. 24, Tesch (II Berlin), des Inf. 2v5 von Stülpnage 6. Serndehhang, Nr. 48, Richter (II Berlin), 823 Regts. W“X“ chall Prinz Friedrich Karl von Ph. sgen (8. Branden⸗ burg.) Nr. 64, Schönner (IV Berlin), des 1. Leibhus. Regts. Nr. 1, Rahn (Kottbus), des 1. Ostpreuß. Feldart. Regts. Nr. 16, Hans (IV Berlin), des Hinterpomm. Feldart. Regts. Nr. 53, Herber (IV Berlin), des Masur. Feldart. Regts. Nr. 73; Rindfleisch (II Berlin), Vizefeldw., zum Lt. der Landw. Inf. 1. Aufgebots; zu Lts. der Res.: die Vizefeldwebel bzw. Vize⸗ wachtmeister: Pötzsch (Halberstadt), des Gren. Regts. König Friedrich Wilhelm IV. (I. Pomm.) Nr. 2, Krause (Halle a. S.), des 10. Rhein. Inf. Regts. Nr. 161, Weßlau (Hͤalle a. S. des 9. Lothring. Infanterieregiments Nr. 173, Flle, 8 hc2 FFalle a. S.), des 10. Lothringischen Infanterieregiments Nr. 174, einshaus (Halle a. 2. des 1. Thüringischen Feldart. Regts. Nr. 19, Werth (Halberstadt), des Großherzogl. Art. Korps, 1. Gro Heeofd Fesß 82 Regts. Nr. 25, Scholz (Schrimm), 8 8 5 88 1 .Re⸗ .. 59 N 5 ö (Hir eldart. von Peucker (1. es. 1 uhrmann (Liegnitz), des Schles. Trainbats. Nr. 6. 888

Verfetzt: Fe rnau (Posen), Oberlt. der Res. des Inf. Regts. von 5 (3. Kurhess.) Nr. 83, zu den Res. Offizieren des 1. Kurhe 1 s Süt.⸗ . 1. 1 geit 8 (Blogau, gd I S 1 .

euß. Fe - Regts. Nr. 35, zu den Res. eeren des 1. Nassau. eldart. Regts. Nr. 27 Oranien. 3

Befördert: Tschierschke (Striegau), Lt. der Landw. Feldart. 2. Aufgebots, zum Oberlt.; zu Lts. der Res.: die emr bzw. Vizewachtmeister im Landw. Bezirk I Breslau: Nausch, des Gren. Regts. König Friedrich III. (2. Schles.) Nr. 11, erther, des

. Schles. Inf. Regts. Nr. 157, Dzialas, des Ulan. Regts. Kaiser Alexander III. von Rußland (Westpreuß.) Nr. 1, Falch, des Regts. Königs⸗Jäger zu Pferde Nr. 1, v. Reiche, des Feldart. Regts. von Peucker (1. Schles.) Nr. 6. Fischer (Gleiwitz), Lt. der Res. des 3. Posen. Inf. Regts. Nr. 58, zu den Res. Offizieren des

Nr. 67 ver etzt.

Befördert: Wilshaus (Soest), Oberlt. der Landw. Inf. 1. Auf⸗

ebots, zum Hauptm.; zu Lts. der Res.: die Vizefeldwebel bzw.

izewachtmeister: Windel (Detmold), des Inf. Regts. Graf Bülom

orderungen entsprechend,