1907 / 52 p. 3 (Deutscher Reichsanzeiger, Tue, 26 Feb 1907 18:00:01 GMT) scan diff

eberzeugung, seine Freunde, sein Kind und schließlich Die Entwicklung der Handlung wird mit großem Geschick eingeleitet; im ersten und zweiten Auf⸗ zuge fesselt die scharfe und lebensvolle Charakteristik der einzelnen Gestalten, und eine geschickte Szenenführung hält die Anteilnahme lebendig. In den beiden letzten Akten vergröbert sich aber das Wesen des Stücks; an die Stelle natürlicher Entwicklung tritt theatralische Mache; es werden in die Handlung politische und soziale Konflikte gezerrt, die für den dramatischen Fortgang von nebensächlicher Bedeutung sind. Die Gestalten, die anfangs ein menschliches Gesicht tragen, verlieren an Feinheit und Katürlichkeit; ihre Charakteristik wird grobkörnig und büßt durch zu kräftiges einseitiges Unterstreichen an künstlerischer Harmonie ein. So wurden die beiden Schlußakte eigentlich nur gehalten durch die gewaltige Darstellungskunst Emanuel Reichers; er brachte das Elend des alternden Mannes, der unter den zerfleischenden Krallen der Zauberin verblutet, ergreifend zum Ausdruck; und je mehr das Stück an sich versagte, desto höher wuchs Reichers geniale Kunst. uch die Darstellung der anderen Rollen kann durchgängig tadellos enannt werden. Die Verführerin zeichnete Fräulein Goericke in rraftvollen und künstlerisch 8 maßvollen Linien; ihren verlotterten Vater spielte Herr Klein⸗Rhoden mit überzeugender Natürlichkeit.

Wegen Erkrankung des Herrn Hoffmann ist die heutige Vor⸗ tellung im Königlichen Opern hause abgeändert worden. Anstatt „Das war ich“ und der „Postillion von Longjumeau“ wird der „Postillion von Longjumeau’ mit dem Ballett „Ja⸗ votte“ in Szene gehen. Morgen, Mittwoch, wird „Mignon“ von A. Thomas wiederholt. Fräulein Rothauser 82 die Titelrolle, I Dietrich die Philine, Herr Naval den Wilhelm Meister,

err Bachmann den Lothario; Herr Rehkopf vom Stadttheater in Breslau spielt als Gast den Laertes.

Im Königlichen Schauspielhause wird morgen, Mittwoch, nach längerer Pause wieder Wildenbruchs vaterländisches Drama „Die Quitzows“ gegeben; neubesetzt sind die Rollen des Burggrafen von Nürnberg durch Herrn Sommerstorff (an Stelle des ver⸗ storbenen Herrn Ludwig) und des Peter Stummel durch Herrn Vallentin. Träger der anderen Hauptrollen sind die Herren Matkowsky (Dietrich von Quitzow), Geisendörfer (Konrad von Quitzow), Eichholz (Henning Perwenitz), Oberländer (Henning Stroband), Nesper (Thomas Wins), Staegemann (Köhne Finke), Kraußneck (Dietrich Schwalbe), Vollmer (Hans Sturz) und die Damen Lindner (Barbara von Bug), Abich (Gertrud Wins), Wachner (Agnes).

Jn der Komischen Oper kann wegen Erkrankung des Fräuleins Marse Labia die für heute abend angekündigte Aufführung der Oper „Tosca“ nicht stattfinden; dafür wird die Buffooper „Pariser Leben“ von J. Offenbach gegeben. 1

Der Königliche Opernchor wird am 22. März in der Alberthalle in Leipzig unter Leitung seines Dirigenten, Herrn Hugo Rüdel und unter Mitwirkung namhaster Solisten (Emmy Destinn, Professor Halir, Kapellmeister Leo Blech, Korrepetitor Dr. Besl) ein Konzert veranstalten, dessen Reinertrag für das Völkerschlachtdenkmal in Leipzig bestimmt ist. Das 5— weist unter anderem a cappella-Chöre von Brahms, . Wagner und R. Strauß auf. 1

Morgen, Mittwoch, Abends 7 ½ 8 ½ Uhr, veranstaltet der Königliche Musikdirektor Bernhard Irrgang in der St. Marienkirche ein Passionskonzert, unter Mitwirkung von Fräulein Lili Menar (Sopran), Herrn A. N. Harzen⸗Müller (Baß) und Herrn Heinz Beyer * Orgelkompositionen von Bach, Wolfram und P. Gerhardt stehen auf dem Programm. Der Eintritt ist frei.

7

auch seinen Verstand.

Vorsitzenden Vortmann erstatteten Bericht geht hervor, daß dem Verein wieder namhafte Zuwendungen geworden sind, so u. a. zwei Legate von den verstorbenen Vorstandsmitgliedern, Senatspräsident Eichhorn und Stadtgerichtssekretär Scheffler, in Höhe von 15 000 bezw. 12 000 ℳ; ferner gingen über 1000 an sonstigen Schenkungen ein. Der rtrag des großen Konzerts im Zoologischen Garten beläuft sich auf rund 13 000 ℳ, das Vereinsvermögen beziffert auf rund 140 000 ℳ, die Aus⸗ gaben für das laufende Jahr sind auf 28 000 veranschlagt, wovon allein 14 000 auf Unterstützungen entfallen. In der letzten Sitzung wurden 624 an deerslu zungen bewilligt. In wie weite Kreise die humanen Bestrebungen des Vereins gedrungen sind, beweist der Umstand, daß sich fortwährend Magistrate von deutschen Städten die Statuten des Erziehungsbeirats schicken lassen, zwecks Schaffung gleicher Einrichtungen. In welcher Weise der Vorstand bemüht ist, die Gelder nutzbringend anzulegen, ergibt sich daraus, daß er jetzt wieder 35 000 in einer mit 4 ½ % verzinslichen Hypothek angelegt hat. Nicht ohne Interesse dürfte es ferner sein zu erfahren, daß das vom Verein s. Z. ins Leben gerufene, aber wieder aufgegebene Lehrlingsheim nunmehr in die Hände des Aeltestenkollegiums der Berliner Kaufmannschaft übergeführt werden dürfte. Der Zentralstelle für Volkswohlfahrt trat der Verein mit einem Beitrag von 100 bei. Zu Vorsitzenden der Organisations⸗ bezw. Pressekommission wurden die Herren Stadtrat Kalisch und Chef⸗ redakteur Dr. Vollrath gewählt.

Alfred Walter Horst vom Deutschen Theater in London trug, unter Mitwirkung der bekannten Rezitatorin Maria Holgers, vor einigen Tagen im Saal des Künstlerhauses ein von ihm verfaßtes dreiaktiges Schauspiel, „Meister Konrad“ betitelt, vor. Die F begibt sich im Jahre 1648 in FFöhärgen und will ein

ulturbild aus der schreckensvollen Zeit des 30 jährigen Krieges geben. Das Leben und Treiben der rauhen Landsknechte und ihres berüchtigten Anhanges, der fahrenden Leute im Troß der Krieger, bringt der Verfasser uns in anschaulicher Weise vor Augen. Aus der Herberge der unehrlichen Leute führt die abwechselungsreiche Hand⸗ lung zum Hause des Meisters Konrad, des Scharfrichters, berührt dann das Residenzschloß, verweilt in schauerlichen Kerkergewölben und endet auf dem Marktplatz, wo Meister Konrad seines Amtes walten soll. In szenischer Darstellung würden die bewegten Volksszenen gewiß eindrucksvoller wirken, als das hier der Fall war. Die schnelle Folge der einzelnen Momente und die Menge der auftretenden Ge⸗ stalten hatten für den Zuhörer etwas Verwirrendes, sodaß ein ab⸗ schließendes Urteil über das Werk nicht möglich ist. Fräulein Holgers, die die Hauptrollen des Scharfrichters und seines treulosen Weibes Hanka las, wußte jedoch so viel hinreißende Leidenschaft und dramatisches Feuer hineinzulegen, daß diese Gestalten sich förmlich plastisch von der 1 Masse der anderen abhoben. Ihrer Vortrags⸗ kunst muß unleugbar der Erfolg des Abends zuerkannt werden.

Amberg (Oberpfalz), 25. Februar. (W. T. B.) Der hiesige staatliche Hochofen wurde in der vergangenen Nacht durch eine Explosion schwer beschädigt, sodaß der Weiterbetrieb gefährdet ist. Zwei Arbeiter erlitten Brandwunden. Der Finanz⸗ minister von Pfaff wird morgen zur Feststellung der zu treffenden

Maßregeln hier eintreffen.

Bautzen, 25. Februar. (W. T. B.) In Kunewalde geriet heute das Haus eines Maurers in Brand, als dessen Ehefrau mit vier Kindern sich allein zu Hause befand. Die Frau warf zwei ihrer Kinder aus dem Fenster hinab, wobei diese schwere Ver⸗ letzungen davontrugen. Als sie die beiden anderen Kinder retten

wollte, stürzte das Dach zusammen und begrub die Frau und

Nacht und Nebel durch Sturm vom Kurz abgedrängt und auf das Riff geschleudert worden sei. Ueber die Art der Verunglückung der 40 Opfer wird angenommen, daß die Verunglückten in dem Dunkel der Nacht, durch die Nähe des Landes verleitet, sich eigenmächtig zu retten versuchten und dabei den Tod in den Wellen fanden.

Bourges, 26. Februar. (W. T. B.) In der Ortschaft Farge wurde vech Zussse mensturz eines Hauses die aus fünf Käpfen bestehende Familie Rousseau getötet.

Nowgorod, 25. Februar. (W. T. B.) Eine Abordnun des Wyborger Regiments, bestehend aus dem Kommandeur und fünf Offizieren, ist heute nach Berlin abgereist, um Seiner Majestät dem Deutschen Kaiser, der Chef des Regiments ist ein Schlachtengemälde, das die Erstürmung der Kwantunghöbhen durch das Regiment darstellt, zu überbringen.

Hoek van Holland, 25. Februar. (W. T. B.) Heute fand auf dem Kirchhofe zu 8'Gravenzande die Beerdigung einer An⸗ zahl der bei dem Schiffbruche des Dampfers „Berlin“ ums Leben Gekommenen statt. Der Trauerfeier wohnten Vertreter der Königin und der Königin⸗Mutter, das Personal der deutschen und der Gesandtschaft im Haag sowie de. britische Konsul in Rotterdam bei. Soldaten erwiesen die letzten Ehren. Das Befinden der Geretteten ist ziemlich nufe. stellend. Gestern abend sind noch fünf Leichen geborgen worden Eine von ihnen wurde heute als die der 1ve Hermine Lehmann aus Stettin erkannt. Der Dampfer „Vienna' heute morgen mit 15 weiteren Leichen des Dampfers „Berlin“ in Harwich angekommen. Die Zahl der dorthin gebrachten Leichen

erhöht sich nunmehr auf 36. Christiania, 25. Februar. (W. T. B.) Nach einer Meldun

aus Opstryn am Nordfjord ist das Gehöft Tunold dur einen Schneesturz fortgerissen worden. Dabei sind acht Menschen umgekommen. Ein Schneesturz traf auch das Gehöft Holebäk in Givanger. In dem Hause befanden sich zehn Personen, Frauen und Kinder, und es besteht wenig Hoffnung, daß sie gerettet werden können.

Chicago, 25. Februar. (W. T. B.) Die „Tribune“ meldet, daß im hiesigen Unterschatzamt der Vereinigten Staaten während der letzten Woche 200 000 Dollars geraubt worden sind. Von den Dieben fehlt jede Spur.

zum ℳ.) 52.

Er st

““ e Beilage Deutschen Reichsanzeiger und Königlich Pre

8

Berlin, Dienstag, den 26. Februar

Auswärtiger Handel Deutschlands mit Getreide

Amtliches.

Deutsches Reich.

1) Ein⸗ und Ausfuhr nach Erntejahren, beginnend mit 1. August.

und

l

1

6“ 1 8

chen Staatsanze g

Mehl. ¹)

2) Mehlausfuhr aus dem freien Verkehr.

—, —,

Gesamteinfuhr

Davon sofort verzollt oder zollfrei

Gesamtausfuhr

Davon Ausfuhr aus dem freien Verkehr

——

1. August 1906 3 bis 20. Februar 1907

1. Nüschis 1906 is 20. Februar 1907

1. Au

81 1906 20. Februar 1907

88 Eihe 1906 8 20. Februar 1907

1. August 1906 bis

20. Februar 1907 2.

3

Roggen.. 11““ EEö“; 252 15 ohne nähere Angabe 11e6““ Roggenmehl 1 Weizenmehl..

3)

Einfuhr

100 kg

3 995 823

11 219 208

3 579 584

10 740 652

27 751

1 982 688

5 929 567

11 807

8 92 923 den Verkehr

nach Verzollung.

2 044 600 2 189 810 62 433 63 398 400

2 416 637 173 516 585 614 477 969

1 996 346 1 377 099 1 580

11 377

2201 22.8 V 220 Hartweizen 585 353 u“

474 486

Klasse

1. Klasse se

Roggenmehl:

über 60 65 v. H.

doggenschrotmehl⸗)

Weizenmehl: 0—30 v. H.) über 30 70

0 75 v. H.). mehl2)).

4) Niederlageverkehr.

253 613

373 238 13 416 35 309 48 043

4219

Nach Schluß der Redaktion eingegangene Depeschen.

Frankfurt a. M., 26. Februar. (W. T. B.) Die „Frankfurter Zeitung“ meldet aus Saloniki: Am Jenidsche⸗ see hat ein heftiger Kampf zwischen bulgarischen und griechischen Banden stattgefunden; die Bulgaren ver⸗ loren 32 Mann und die Griechen fast ebensoviel.

Paris, 26. Februar. (W. T. B.) Wie aus Rom berichtet wird, empfing der Papst gestern drei französische Bischöfe und teilte ihnen amtlich mit, daß die Verhand⸗ lungen mit der französischen Regierung abge⸗ brochen seien und keine Hoffnung mehr auf Erzielung eines Einvernehmens vorhanden sei. Der Papst fügte einige Wei⸗ sungen hinzu, die ungefähr folgendermaßen lauten:

o⸗. Derß

(Der Konzertbericht befindet sich in der Vierten Beilage.)

Mannigfaltiges. Berlin, 26. Februar 1907.

Der Arbeitsausschuß des Freiwilligen Erziehungs⸗- beirats für schulentlassene Waisen hielt am 22. d. M. seine Monatsversammlung ab, der der wieder genesene Ehrenpräsident,

Geheime Admiralitätsrat Dr. Felisch beiwohnte.

Theater. Khönigliche Schanspiele. Mittwoch: Opern⸗

aus. 54. Abonnementsvorstellung. Mignon. Oper in 3 Akten von Ambroise Thomas. Text mit Be⸗ nutzung des Wolfgang von Goetheschen Romans Wilkelm Meisters Lehrjahre“ von Michel Carré und Jules Barbier, deutsch von Ferdinand Gumbert. Musikalische Leitung: Herr Kapellmeister von Strauß. Regie: Herr Regisseur Braunschweig. Ballett: Herr Ballettmeister Graeb. (Lasrtes: Herr Paul Reh⸗ kopf, vom Stadttheater in Breslau, als Gast.) Anfang 7 ½ Uhr. Schauspielhaus. 55. Abonnementsvorstellung. Zum 175. Male: Die Quitzows. Vaterländisches Drama in 4 Aufzügen von Ernst von Wildenbruch. Regie: Herr Regisseur Adler. Anfang 7 ½ Uhr. Donnerstag: Opernhaus. 55. Abonnements⸗ vorstellung. Dienst⸗ und sind aufgeboben. Tristan und Isolde. In 3 Akten von Richard

Wagner. Anfang 7 Uhr.

Schauspielhaus 56. Abonnementsvorstellung. Wallensteins Lager. Schauspiel in 1 Aufzuge von Friedrich von Schiller. Die Piccolomini. Schauspiel in 5 Aufzuügen von Friedrich von Schiller. Anfang 7 ½ Uhr.

Neues Operntheater. Sonntag: 50. Billettreserve⸗ satz. Dienst⸗ und Freiplätze sind aufgehoben. Der Barbier von Sevilla. Komische Oper in 3 Auf⸗ zügen von Givachimo Rossini. Dichtung nach Beaumarchais, von Cesar Sterbini, übersetzt von Ignaz Kollmann. Anfang 7 ½ Uhr.

98

Deutsches Theuter. Mittwoch: Ein Sommer⸗ nachtstraum. Anfang 7 ¼ Uhr. Donnerstag: Romeo und Julia. 8 Kammerspiele: Mittwoch: Gespenster. Anfang 8 Uhr. Donnerstag: Das Friedeus fest.

Neues Schauspielhaus em Nollendorfplatz. Mittwoch: Gastspiel von Josef Kainz. Torquato Tasso. Anfang 8 Ubhr.

Donnerstag: Herthas Hochzeit.

Lessingtheater. Mittwoch, Abends 7 ½ Uhr: osmersholm.

Donnerstag, Abends 8 Uhr: Mieze und Maria. Freitag, Abends 8 Uhr: Hedda Gabler.

Schillertheater. 0. (Wallnertheater.) Mittwoch, Abends 8 Uhr: Im bunten Rock. Lustspiel in 3 Aufzügen von Franz von Schönthan

die getötet. .

Triest, 25. Februar.

scheiterten Dampfers sehr ruhig.

gerichtet.

unbekannt; man nimmt

Aus dem vom

Donnerstag, Abends 8 Uhr: Die Räuber. Freitag, Abends 8 Uhr: Jugend.

Charlottenburg (Bismarckstraße, Ecke der Grolmanstraße). Mittwoch, Abends 8 Uhr: Der Kaiserjäger. Komödie in 3 Aufzügen von Hans Brennert und Hans Ostwald.

Donnerstag, Abends 8 Uhr: Der Kaiserjäger.

Freitag, Abends 8 Uhr: Die Verschwörung des Fiesco zu Geuua.

Theater des Westens. (Station: Zoologischer Garten. Kantstraße 12.) Mittwoch, Nachmittags 3 Uhr: Wohltätigkeitsvorstellung. Die Zauber⸗ flöte. Abends 7 ½ Uhr: Letztes Gastspiel des Königlichen Kammersängers Werner Alberti. Der

Postillion von Longjumeau.

Donnerstag: Der Trompeter von Säckingen. Anfang 7 ½ Uhr.

Ab 1. März: Gesamtgastspiel des Neuen Operettentheaterzs aus Hamburg. Die lustige Witwe. Anfang 8 Uhr.

Sonnabend, Nachmittags 3 Uhr: Schüler⸗ vorstellung: Der Troubadour.

Sonntag, Nachmittags 3 Uhr: Zu halben Preisen: Martha.

Komische Oper. Mittwoch: Carmen.

Donnerstag: Hoffmanns Erzählungen. Freitag: Tosca. 1 Sonnabend: Lakmé.

Lustspielhaus. (Friedrichstraße 236.) Mittwoch,

Abends 8 Uhr: Husarensieber. Donnerstag und folgende Tage: Husarensieber.

Schillertheater N. (Friedrich Wilhelmstädtisches Theater.) Mittwoch, Abends 8 Uhr: Adieu Therese! Hierauf: Sein Alibi.

Donnerstag: Die von Hochsattel.

Freitag: Der Familientag.

Sonnabend: Zum ersten Male: Die zum Don Juan.

rziehung

Residenztheater. (Direktion:RicharvAlexander.) Mittwoch, Abends 8 Uhr: Haben Sie nichts zu verzollen? Schwank in 3 Akten von M. Henneqguin und P. Veber. (Robert de Trivelin: Richard

Alexander,) Donnerstag und folgende Tage: Haben ESie nichts

zu verzollen?

Lortzingtheater. (Beclealliancestraße Nr./8.) Mittwoch: Die lustigen Weiber von Windsor. 1

8

beiden Kinder unter den Trümmern, alle drei

(W. T. B.) Wie aus Canea berichtet wird, ist die Stimmung der geretteten Passagiere des 1 „Imperatrix“ (be Die Offiziere wie auch die Mannschaft haben Kaltblütig⸗ keit bewiesen und ihr Hauptaugenmerk auf die Rettung der Passagiere Die unmittelbare Ursache des Unglücksfalls an,

wurden

treffen möge.

(vgr. —Rr. 51 d. Bg.)

(Fortsetzun

8 ist „Imperatrix“

noch

daß die bei

Donnerstag: Zum ersten Male: Das Glöckchen des Eremiten. ““ Der Mikado. onnabend, Nachmittags 3 Uhr: Bei sehr kleinen Preisen: Kindermärchenvorstellung: Gänseliesel. Abends 7 ½ Uhr: Die lustigen Weiber von Windsor.

Thaliatheater. (Dresdener Straße 72/73. Di⸗ rektion: Kren und Schönfeld.) Mittwoch, Abends 8 Uhr: Eine lustige Doppelehe. Schwank mit Gesang in 3 Akten von Kurt Kraatz. Gesangstexte von Alfred Schönfelo. Musik von Paul Lincke.

Donnerstag und folgende Tage: Eine lustige

Doppelehe. Sonnabend, Nachmittags 3 Uhr: Die Waise aus Lowood. Sonntag, Nachmittags 3 ½ Uhr: Charleys Tante. Zentraltheater. Mittwoch, Abends 8 Uhr: Bei halben Preisen: Nanon. Oper in 3 Akten. Donnerstag: Der Milliardär.

Freitag: Die Fledermaus.

Sonnabend: Der Rastelbinder.

Trianontheater. (Georgenstraße, nahe Bahnhof Friedrichstraße.) Mittwoch, Abends 8 Uhr: Fräulein Josette meine Frau.

Donnerstag bis Sonnabend: Fräulein Josette

meine Frau.

Konzerte.

Aönigliche Hochschule für Musik, Fasanen⸗ straße 1. Mittwoch, Abends 8 Uhr: Sonatenabend von Saudra Droucker und Professor Karl Halir.

Mozart⸗Snal. Mittwoch, Abends 8 Uhr: Konzert von Alfred L. Galzin mit dem Mozart⸗ Saal⸗Orchester.

Grand Hôtel de Rome. Mittwoch, Abends 8 Uhr: Liederabend von Erna Bauer. Vortrag von Heinrich Hacke.

Beethoven-⸗Saal. Mittwoch, Abends 8 Uhr: IV. Konzert von Therese und Artur Schnabel.

Birkus Schumann. Mittwoch, Abends praͤzise Uhr: Grande Soirée équestre. Elite⸗ programm und (nur noch einige Tage) Mr.

- Episkopat möge den status quo aufrechterhalten, ie Priester mögen nach wie vor in den Kirchen bleiben, welche Entscheidungen auch immer die französische Regierung

des Amtlichen und Nichtomtlichen in der Ersten weiten, Dritten und Viert n Beilage.)

Richard Sawades vorzüglich dressierte ge mischte Raubtiergruppe, bestehend aus Löwen Königstigern, Eisbären, Kragenbären, alles wirkliche Prachtexemplare. Ferner: Die neuengagierter Spezialitäten. U. a.: Neu: Morris und Vincenm sowie Direktor Albert Schumanns neue un moderne Dressuren. Um 9 Uhr: St. Hubertus Größtes und sehenswertestes Manegenschaustück.

Familiennachrichten.

Verlobt: Frl. Charlotte von Lengerke mit vn Major a. D. William Grafen von Kielmanzez (Cassel —Seestermühe i. Holstein, z. Zt. Caffel⸗

Verehelicht: Hr. Kammerjunker ÜUlrich von Loesch mit Miß White (London).

Geboren: Ein Sohn: Hrn. Hauptmann Hanz Grafen Blumenthal (Potsdam). Hrn. Majc Fritz Frhrn. von Lüttwitz (Neu⸗Ruppin). r Leuknant Senftleben (Posen). Hrn. Profeßo Dr. Moritz Borchardt (Berlin). Eine Tochter Hrn. Otto von Reden⸗Wendlinghausen (Stumpen hagen bei Farmbeck i. Lippe). Hrn. Hei von Platen (Sophienwalde). Hrn. Ober⸗ Hans von Trotha (Stefanswalde). Hrn. Land rat Klaus von Loos (Stargard i. Pomm.) Hrn. Karl Frhrn. von Richthofen (Kuhnern).

Gestorben: Hr. Regierungs⸗ und Schulrat Ban (Stralsund). Hr. Oberst August Frhr. ve

Stein zu Nord⸗ und Ostheim (Rostock).

Oberverwaltungsgerichtsrat a. D. Leo Poschn

(Berlin). —.Hr. Major a. D. Alfred von 82

(Karlsruhe). Hr. Superintendent und Obe pfarrer Dr. Otto Dieben (Baruth, Mark).⸗ Hr. Amtsrat Karl Ulrich (Halle a. S.) . Oberst a. D. Frhr. von Rechenberg (Bad Kösen Frl. Erna von Griesheim (Wernigerode a.

Frl. Ida von Bennigsen (Frankfurt a O.)

Verantwortlicher Redakteur: Direktor Dr. Tyrol in Charlottenburg⸗

Verlag der Expedition (Heidrich) in Berlin.

Druck der Norddeutschen Buchdruckerei und Verlag Anstalt Berlin SW., Wilhelmstraße Nr. ³2.

Elf Beilagen (einschließlich Börsen⸗Beilage),

sowle die Inhaltsangabe zu Nr. 6 des 22

lichen Anzeigers (einschließlich der 2

Nr. 2 veröffentlichten Bekanutmachunben

betreffend Kommanditgesellschaften auf v

und Aktiengesellschaften, für die Woche 18. bis 23. Februar 1907.

Gesamte verzollte Menge

Davon verzollt

1. 1906 is 20. Februar 1907

beim unmittelbaren Eingang in den freien Verkehr

1. August 1906 bis 20. Februar 1907

bei der Einfuhr von Niederlagen, Freibezirken usw.

1. 1906 6 20. Februar 1907

Einfuhr auf Niederlagen, Freibezirke usw.

Verzollt von Niederlagen, Freibezirken usw. (wie 3. Spalte 4)

Ausfuhr von Niederlagen Freibezirken usw.

18 bn . 1906 20. Februar 1907

1. August 1906 bis 20. Februar 1907

1. August 1906 bis 20. Februar 1907

Weizen .. Malzgerste. 5 Gerste 1 Weizenmehl 1

)

3 723 201 10 132 963 3 280 000 10 865 107 1 781 211 5 558 502

48 997

) Vergleichszahlen können nur am Monatsschlusse gegeben werden. Ausbeute für jede Mühle zollamtlich besonders festgesetzt.

236

9 138 304 3 204 980 9 573 551 1 699 480 4 708 350 223

47 684

Kaiserliches Statistisches Am

706 522 994 659 75 020

1 291 556 81 731 850 152 13³

1 313

Roggen Welhgen 85 Rieee e . . .s..

Sh . E... Gerste ohne nähere Angabe.

dz = 100 kg

973 324 2 076 165 282 389

1 166 759 27 751 280 295

1 221 019

706 522 994 659 75 020

1 291 556

81 731 850 152

üceen

Weizenmehl

612 15 563

van der Borght.

13 1 313

48 254 812 711 60 853 52 021 400 215 314 173 296 261

Berichte von deutschen Fruchtmärkten.

Zusammengestellt im K

—⸗⏑

Qualität

gering

mittel

gut

aiserlichen Statistischen Amt

Durchschnitts⸗ Verkaufte Verkaufs⸗ pr

Gezahlter Preis für 1 Doppelzentner

niedrigster

höchster

niedrigster

höchster

niedrigster

1 Doppel⸗ zentner

Menge wert

Doppelzentner

nach überschläglicher Schätzung verkauft Doppelzentner

(Preis undekannt)

Breslau.. .

Z1“”“ Giengen...

Babenhausen Illertissen. bö.

Posen Breslau. .

Grünberg i. Löwenberg i. 2“ bb“ Aalen..

Breslau. .

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Posen. 8 Trebnitz i. Schl Breslau. . . Strehlen i. Sch

118* öI116“ eö“; Giengen . . . Riedlingen 2

Bemerkungen. Ein liegender Strich (

Posen., rebnitz i. Schl..

Strehlen i. Schl. Löwenberg i. Schl.

Die

Feüim. 11““ rebnitz i. Schl.. Strehlen i. Schl. Löwenberg i. Schl.

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.

1

Grünberg i. Schl. Löwenberg i. Schl.

—) in den Spalten für

Braugerste Braugerste

verkaufte Menge wird auf voll

17,50 15,50 15,60 15,00

15,40 14,60 14,50 15,30

15,90 15,80

18,40

. 13 12,00

13,50

18,60 18,00

15,00 15,40 16,20

15 80 15,00 17 60 8 17,20 1 18,00

17,50 16,00 16,80 15,00

15,40 15,00 15,00 15,30

15,90 15,80

18,40 14,50 12.50 13,50 18,60 18,00

15,50 15 80 16,20

15,80 15,00 17.60 17 20 18,00

16,50 16,90 16,50 18,10 17,50

Kernen (enthülster S

19,50

88 15,60 15,20 15,10 15,80 16,00 16,10 16,00 16,00 19,02

15,40 15,00 12,60 16,00 15,15 16,50

18,80 18,20

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18,00 18,40

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19,50

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G

15,40 15,50 13,00 16,50 15,15 16,75

18,90 18,40 d 16,50 16 00 16,10 16 50 16 80 15 90 15,40

18,16

Weizen.

Roggen.

17 60 17,30 18,00 18,20 18,50 19,40

19,40 19,60 22,00 19,60

16,20 15,80 15,50 16,30

16 30 16,40 17,00 19,60

er ste. 16,00 13,10 16 60 16 80 17,00 19,00 19 00 18,60

a ser. 17,00 16,40 16,20 16,80 17,40 16,00 15 60 16,70 19 20 17,80

18,60

e Doppelzentner und der Verkaufswert auf voll⸗ Preise hat die Bedeutung, daß der betreffende Preis ni

18,00 18,10 18,00 18,20 18,50 19,40

pelz, Dinkel, Fesen).

19,40 19 60 22,00 19,60

16,20 16,20 16,50 16,30

16,30 16 40 17,00 19,60

16,50 13,50 17,00 16,80 17,00 19,00 19,00 18,60

17,00 16 60 16 60 16.80 17,40 16 00 15.,60

17 20

19 20 17,60

e Mark abgerundet mitgeteilt. cht vorgekommen ist, ein Punkt Ce.) he

15,40 60 17,00 27 18,17 6 ; 17,36

10 84 18,40 Der Darchschnittspreis wird aus den

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