1907 / 93 p. 4 (Deutscher Reichsanzeiger, Wed, 17 Apr 1907 18:00:01 GMT) scan diff

im Mai 1842 gab Hebbel für die Konzeption der gewaltigen Tragödie, die mit einem Bericht über das brennende Karthago anhebt, besondere Anregung. In der Aufführung des Schillertheaters wird das Hebbelsche Molochfragment, für das jetzt durch die Oper von Max Schillings das Interesse besonders rege geworden ist, zum ersten Male auf der Bühne erscheinen.

Am morgigen Donnerstag, Abends 6—7 Uhr, findet in der Kaiser Wilhelm⸗Gedächtniskirche ein Orgelvortrag statt, bei dem Fräulein Fanny Opfer (Sopran) und Fräulein Johanna Klapp (Mezzosopran) mitwirken. Die Orgel spielt der Organist Walter Fischer. Das Programm enthält u. a. ein „Grande pièce symphonique“ von César Frank. Karten zu 1 und zu 50 sind in der Küsterei (Achenbachstraße 18/19), bei Bote u. Bock Straße), im Warenhaus Wertheim und Abends an der Kasse zu haben. nn

Der für den heutigen Mittwoch angekündigte II. Liederabend

von Hans Buff⸗Gießen ist infolge einer plötzlichen Indisposition des Künstlers auf ein noch bekannt zu gebendes Datum verschoben worden. Die Billette behalten Gültigkeit. Da die Erkrankung von Frau Lula Mysz⸗Gmeiner noch nicht gehoben ist, mußte der für heute angesetzte Liederabend der Künstlerin abermals verschoben werden. Er findet am 26. April im Beethoven⸗Saal statt. Die Billette behalten Gültigkeit.

Mannigfaltiges. 1

11

Berlin, 17. April 1907.

Am Montag fand im „Kaiserhof⸗ hier die Generalver⸗

len Hg des von Frau Generalleutnant Küper geleiteten ereins zur Errichtung E““ für bedürftige Töchter von verstorbenen ffizieren und höheren Beamten statt. Der Verein macht gute S seine Mit⸗ gliederzahl wächst stetig. Der bisherige Vorstand wurde auf Antrag der Frau Staatsminister Gräfin von Posadowsky, die eine warme Gönnerin des Vereins ist, durch Zuruf wiedergewählt. Sonnabend, den 4. Mai d. J., Abends 8 Uhr, wird der Stabsarzt d. R. Dr. M a x Schultze im Theatersaal der Königlichen Akademischen Hochschule für Musik einen Vortrag mit Lichtbildern über die Hilfstätigkeit des Roten Kreuzes in Deutsch⸗Südwestafrika zu Gunsten des Vereins halten. Eintrittskarten zum Preise von 2 und 1,50 sämtlich numeriert) sind bei Frau Generalleutnant Küper, Kalckreuth⸗ traße 13, bei dem Stabsarzt Dr. Max Schultze, Altonaer Straße 33, m Reise⸗ und Verkehrsbureau des Kaufhauses des Westens, beim Kastellan, Fasanenstraße 1, Portal V, und an der Abendkasse zu haben, Der unter dem Protektorat Seiner Majestät des Kaisers und L1“ Verein zur Besserung der Strafgefangenen in Berlin hielt am Montag unter dem Vorsitz seines Präsi⸗ denten, des Generalstaatsanwalts, Geheimen Oberjustifrats Dr. Wachler im Reichstagsgebäude seine diesjährige General⸗ versammlung ab. Unter den Anwesenden befanden sich u. a. der vortragende Rat im Justizministerium, Geheime Oberjustizrat Plaschke, der Präsident und der Vizepräsident der Zentralstelle des Fürsorgewesens der Provinz Brandenburg, die Herren Landforst⸗ meister a. D. Wächter und Geheimer Oberregierungsrat Albrecht⸗Potsdam. Der Vorsitzende eröffnete die Sitzung mit Worten des Dankes an die zahlreich Erschienenen, dankte ferner der Justizverwaltung für die dem Verein im Justizpalast zur Disposition gestellten Bureau⸗ und Versammlungsräume, des⸗ leichen gedachte er der reichen Zuwendungen von seiten des Staates 88000 ℳ) und der Stadt Berlin (4000 ℳ) auch im letzten Jahre und hob dann die wichtigsten g des Berichtsjahres hervor. Als einen Ehrentag des Vereins bezeichnete der Vorsitzende den 14. Mai v. J., an welchem Tage wohl zum ersten Male seit der vor 80 Jahren erfolgten Gründung des Vereins der derzeitige Justiz⸗ minister einer Vereinssitzung beiwohnte. Hierauf erstattete der Vor⸗ den Jahresbericht über die vielen Arbeitsgebiete des ereins, denen im Berichtsjahre wiederum zwei neue, gleich schöne hinzugetreten sind, die beide dasselbe Ziel im Auge haben, die Rettung der bestraften und verwahrlosten Jugend: die Schutzaufsicht über Knaben und Mädchen, deren trafaussetzung mit Aussicht auf künftigen Gnadenerweis bewilligt worden ist, und die Unterbringung (bisher 21) von Knaben als Schiffs⸗ jungen. Die letztere Frage verdankt ihre Verwirklichung der Anregung des Anstaltsgeistlichen Föstoen Diestel. Von großem Werte ist, daß die Minister der Justiz und des Innern die Befürwortung der Bitten um Streichung der Bestrafung aus den polizeilichen Listen berücksichtigt haben, ferner der Polizeipräsident in zahlreichen Fällen auf Bitten des Vereins die Ausweisungsverfügung zurückgenommen hat. Im Berichtsjahre hatten sich 6678 (+ 631 gegen das Vorjahr) Personen um Unterstützung auf dem Vereinsbureau gemeldet, davon wurde 5216 (+ 358) Personen Arbeit nachgewiesen, vom 15. April 1883 bis Ende 1906 wurden 99 851 Personen mit Speisemarken, Schlafstelle, Kleidung und Arbeit unterstützt, davon 77 770 Personen Arbeits⸗ gelegenheit verschafft, für 875 (Vorjahr 1152) Strafentlassene wurden 15 864 (16 374 ℳ) Arbeitsprämien verwaltet und ver⸗ wendet. Das vom Verein unentwegt verfolgte Prinzip der grundsätz⸗ lichen Rückzahlungspflicht aller von ihm gemachten baren Aus⸗ lagen hat sich auch im Berichtsjahre bewährt; es wurden zurückgezahlt, und zwar gern, 14 155 ℳ, im ganzen seit 1883 von den obgenannten

Theater.

Königliche Schauspiele. Donnerstag: Opern⸗ haus. 92. Abonnementsvorstellung. Zum 250. Male: Mignon. Oper in 3 Akten von Ambroise Thomas. Text mit Benutzung des Wolfgang von Goetheschen Romans „Wilhelm Meisters Lehrjahre“ von Michel

Freitag, Gesellschaft.

Gesellschaft.

Lessingtheater. Donnerstag, Abends 7 ½ Uhr:

Die Stützen der Gesellschaft. Abends 7 ½ Uhr:

Sonnabend, Abends 7 ½ Uhr: Die Stützen der

77 700 Strafentlassenen 197 639 Die Einnahmen des Vereins betrugen 1906: 50 485 ℳ, die Ausgaben 49 308 Das Vermögen des Vereins beträgt außer dem Stiftungsvermögen in Höhe von rund 21 000 41 267 Nach Erteilung der Entlastung an den Schatz⸗ meister, Geheimen Rechnungsrat Krehain hielt der Strafanstalts⸗ geistliche, Pfarrer EE einen längeren Vortrag über „Aufgaben und Schwierigkeiten der heutigen Ent⸗ lassungsfürsorge“. An den Vortrag schloß ch eine rege Dis⸗ kussion, an der sich u. a. auch der Geheime Oberjustizrat Plaschke vom Justizministerium beteiligte, in seinen Ausführungen für das Wohl der Strafentlassenen warm eintretend.

Das Deutsche Nationalkomitee zur Bekämpfung des Mädchenhandels veranstaltet Mittwoch, den 24. April, Abends 8 Uhr, im Oberlichtsaal der Philharmonie eine Versamm⸗ lung, die insofern ein allgemeines Interesse bietet, als der Redner, Major Wagener, über die Entwicklung der Arbeit des Nationalkomitees in den letzten Jahren unter Berücksichtigung der Stellung gegenüber der kasernierten Prostitution sprechen wird. Auf dem Bureau des Komitees (Dessauer Straße 23) sind Karten unentgeltlich zu erhalten.

Der Vorbereitungsausschuß für den Gegenbesuch der englischen Journalisten teilt mit: Die Gastfreundschaft, die eine große Anzahl deutscher Redakteure als Vertreter der deutschen Oeffentlichkeit im vorigen Sommer in England gefunden haben, soll nunmehr erwidert werden. Es hat sich zu diesem Zweck ein großer Ausschuß gebildet, in dem die maßgebendsten Persönlichkeiten des deutschen öffentlichen Lebens vertreten sind, und dem der

erzog zu Trachenberg, Fürst von Hatzfeld, Franz von

endelssohn und Friedrich Dernburg präsidieren. Ein⸗ ladungen sind ergangen an etwa 70 führende englische Blätter, deren Interesse für den Besuch als gesichert betrachtet werden darf. Die englischen Journalisten sollen ihren Besuch nicht auf Berlin beschränken, sondern durch mehrere Städte des Deutschen Reichs geführt werden, in denen sich bereits Lokalkomitees gebildet haben, um einen würdigen Empfang der englischen Gäste vorzubereiten. In diesen Lokalkomitees haben überall die Spitzen der städtischen Körperschaften und die führenden Persönlichkeiten der Gesellschaft zusammengefunden. Der Norddeutsche Lloyd wird einen Sonderdampfer nach Dover senden, wo am 26. Mai die Ab⸗ fahrt der englischen Herren erfolgen soll. Die Reise, die auf eine Dauer von zwölf Tagen berechnet ist, geht von Bremen über Ham⸗ burg nach Berlin, wo ein Aufenthalt von 2 ½ Tagen vorgesehen ist, von da nach Dresden, München, Frankfurt und Cöln, wo der offizielle Teil der Fahrt seinen Abschluß finden wird. Die Regierungen des Reiches und der Bundesstaaten haben dem Unter⸗ nehmen ihr wohlwollendes Interesse und die Beteiligung an der Ehrung der Gäste zugesichert. 8 8

Der Verein der Kameraden vom Pionierbataillon von Rauch (Brandenburgischen) Nr. 3 zu Berlin hat einen Aufruf zur Errichtung eines Denkmals für die in den Feld⸗ zügen von 1864, 1866 und 1870,71 sowie bei den kriegerischen Unternehmungen in China und Südwestafrika gefallenen Kameraden erlassen. Etwaige Anfragen beantwortet d orsitzende des Vereins, Geheimsekretär Kindt, Charlottenburg 4, Gogmestraße 32.

8

Im Zirkus Schumann währt die dieswinterliche Spielzeit nur noch kurze Zeit und bringt bis zu guterletzt immer wieder eine Neuheit. Kaum haben die Preisringkämpfer die Arena verlassen, da er⸗ schien gestern schon wieder eine frische Zugkraft und brachte in das chon an und für sich mannigfach veränderte Programm eine aber⸗ malige interessante Abwechselung. Frau Piloty von Kaulbach hat, durch eigene Anschauung im Orient und namentlich in Indien angeregt, unter Leitung des Hofballettmeisters Mürich, die Tanzkunst der Hindus sich zu eigen gemacht. Sie führt, ähnlich wie unlängst die Amerikanerin Ruth St. Denis, den besonders charakteristischen „Weihrauch“, und „Tempeltanz“, nach einer dafür geeigneten Musik von Rubinstein und Saint⸗Saëns, in außerordentlich ein⸗ drucksvoller Weise vor. Der erstgenannte ist eine ehrfurchtsvolle Zeremonie, wie sie vornehmen Fremden beim Eintritt in das Haus erwiesen zu werden pflegt; der Tempeltanz dagegen bildet eine choreo⸗ graphische Darstellung der fünf Sinne und endet mit dem Opfertode der fanatischen Tänzerin. In beiden, meist nur in rhythmischen Körper⸗ bewegungen bestehenden Tänzen entwickelt die Dame eine er⸗ Geschmeidigkeit und viel graziöse Ausdrucksfähig⸗ keit. on den anderen Programmnummern seien noch zwei schneidige Reitkünstler, eine Dame und ein Herr, hervor⸗ gehoben, die im gewöhnlichen Anzuge die schwierigsten Künste auf einem Pferde und auf zweien ausführen. Auch ein musikalisches Wunderpony trägt zur allgemeinen Unterhaltung bei. Die Helden des Abends sind aber unstreitig die 4 Luftgymnastiker, die „Rasso“ genannt. Bei diesen athletischen Gestalten glaubt man kaum, daß der Erdboden ihr eigentlicher Aufenthaltsort sei, sondern wähnt sie in der Luft zu Hause, mit solch verblüffender Sicherheit und Gewandtheit fliegen sie dort in der schwindelnden Höhe der Zirkuskuppel umher. Ihre Darbietungen sind außerdem so anmutig und greifen so schnell und selbstverständlich ineinander, daß man es fast bedauert, wenn die luftigen Gesellen wieder unten in der Manege festen Fuß fassen. Außerdem führt auch noch Herr

Theater.)

Die Stützen der Freitag: Unsere Käte.

Weg.

1“

Schillertheater N. (Friedrich Wilhelmstädtisches Donnerstag, Abends 8 Uhr: Vereins⸗ vorstellung. Familie Zwi. Der Sündige.

Sonnabend: Zum ersten Male:

11“

Kommissionsrat Schumann manche trefflichen Nummern seines eigenen reichhaltigen Sonderprogramms vor und erntet, wie stets, den größten Beifall. Die so überaus reizvolle Ausstattungspantomime „St. Hubertus“ bildet aber nach wie vor den Glanzpunkt des Abends. Sie wird, ebenso wie manches Andere, was das ehemalige Renzsche In⸗ stitut bisher dem hiefigen Publikum geboten hat, auch nachdem es für dieses Jahr seine Pforten geschlossen haben wird, in bester Erinnerung bleiben und ihm bei der Wiedereröffnung ein freundliches Willkommen

Breslau, 17. April. (W. T. B.) Heute vormittag stürzte in der Kaiser Wilhelmstraße ein Neubau ein; mehrere Arbeiter wurden unter den Trümmern begraben. Die genaue Zahl der

Verschütteten, an deren Rettung eifrig gearbeitet wird, steht noch nicht fest. 8

Norderney, 17. April. (W. T. B.) In der Nacht ist nord⸗ östlich des Leuchtturms auf dem Außenriff ein großer Dampfer aufgelaufen. Das Rettungsboot von Baltrum ist dorthin abgegangen. Die Mannschaft ist an Bord ge⸗ blieben und hat dem Leuchtturm um Schlepperhilfe signali⸗ 1 1 Der Name und die Nationalität des Schiffes sind noch un⸗ ekannt.

rankfurt a. M., 16 April. (W. T. B.) Nach einer Depesche der „Frankfurter Zeitung“ aus Montreal ist die Ah⸗ teilung für Medizin der Mac Gill⸗Universität ein⸗ schließlich eines Museums mit unersetzbarem Inhalt durch Feuer, als dessen Ursache Brandstiftung vermutet wird, zerstört worden.

Paris, 16. April. (W. T. B.) Aus Toulon wird berichtet: Der behufs Untersuchung des Explosionsunglücks auf dem Panzerschiff „Jéna“ eingesetzte Kammerausschuß, der in Toulon eingetroffen ist, hat den Wunsch geäußert, anläßlich dieser Untersuchung eventuell auch sämtliche Schiffe des Mittel⸗ meergeschwaders zu besichtigen. Das Geschwader, das in der Nähe der Hyêres⸗Inseln Schieß⸗ und taktische Uebungen vornahm, wurde deshalb nach dem Hafen von Toulon zurückbeordert.

Batum, 16. April. (W. T. B.) Nachmittags gegen 3 Uhr erhob sich heute ein detgf. Sturm, der etwa eine halbe Stunde lang anhielt und den Verkehr völlig hemmte. Mehrere Bäücter wurden fortgerissen. Der angerichtete Schaden ist erheblich.

Mexiko, 17. April. (W. T. B.) Nach den bisher hier vor⸗ liegenden spärlichen Nachrichten sind bei dem Erdbeben (vgl. Nr. 92 d. Bl.) 38 Personen getötet und 93 verwundet worden, doch befürchtet man, daß, wenn die aus vielen kleineren Ortschaften noch ausstehenden Berichte eingegangen sein werden, diese Zahlen sich bedeutend höher stellen werden. Die Ortschaften Ayutla und Ometepee sind völlig zerstört, die Stadt Acapulco ist zum Teil überschwemmt, Tlapa ist stark beschädigt. Aus allen größeren Ortschaften des Südens wird gemeldet, daß man dort das Erdbeben verspürt hat, daß aber Personen nicht verunglückt sind und der angerichtete Schaden gering ist. Nachrichten vom Isthmus von Tehuantepec werden mit Besorgnis erwartet. Auf den Eisenbahn⸗ linien im Süden sind verschiedene Stellen eingesunken, die Telegraphenlinien sind stark beschädigt.

Nach Schluß der Redaktion eingegangen Depeschen.

Homburg, v. d. Höhe, 17. April. (W. T. B.) Seine

Majestät der Kaiser traf heute vormittag hier ein und

wurde von Ihrer Majestät der Kaiserin auf dem Bahn⸗ hof empfangen.

Paris, 17. April. (W. T. B.) Ueber die Nieder⸗ metzelung von zwei Fremdenlegionären wird aus Oran berichtet, daß zwei Soldaten des ersten Fremdenlegion⸗ regiments, die bei der Ausbesserung der Straße von Udschda Marnia beschäftigt waren, flohen und nach Melilla zu gelangen suchten. Zwei Tagemärsche von Udschda wurden sie von marokkanischen Marodeuren angefallen, die ihnen die Gewehre und die Munition entreißen wollten. Ein Fluͤchtling wurde getötet, der andere, obwohl ver⸗ wundet, konnte sich zum Stamme der Beni Snassen retten, die ihn nach Udschda zurückhrachten. Der Zwischenfall

wird, da es sich um Fahnenflüchtige handelt, keine weiteren

Folgen haben.

8—

(Fortsetzung des Amtlichen und Nichtamtlichen in

der Ersten, ZMeiten und Dritten Beilage)

Trianontheater. (Georgenstraße, nahe Bahnhof v Donnerstag, Abends 8 Uhr: Fräulein

osette meine Frau.

Freitag und Sonnabend: Fräulein Josette

Am grünen meine Frau.

((Erste Beilage Reichsanzeiger und Königlich Preu

Berlin, Mittwoch, den 17. April

Deutsches Reich.

1

Auswärtiger Handel Deutschlands mit Getreide und Mehl. ¹) 2) Mehlausfuhr aus dem freien Verkehr.

1) Ein⸗ und Ausfuhr nach Erntejahren, begin —— ———— ————————

nend mit 1. August.

Gesamteinfuhr

Davon sofort verzollt

oder zollfrei

““

Davon Ausfuhr aus

Gesamtausfuhr dem freien Verkehr

1. eb 1906 8 10. April 1907

1. August 1906 bis 10. April 1907

1, 8 - 1906

1. e 1906 8 i 10. April 1907

8 10. April 1907

5,58 11 14“ 1uu“ e“*“ Gerste ohne nähere Angabe 8ZAXX“ 1 öJ11“ Roggenmell.. Weizenmehl.

100 kg

4 874 561 13 811 051 4 138 385 12 585 116 35 220

2 402 241

7 769 323 14 874

118 124

3 668 852 11 477 076 3 706 477 11 087 194

2 063 987 6 196 700

2 324 226 1 566 322 2 943

12 689

2 947 60uo5 2702 550

245 77 253 664 3565 664 095 .571 272 G8185

nach Verzollung.

anzeiger.

1902.

—-— —˖Önnn——————

Gattung, Ausbeuteklasse

10. April 19007

Roggenmehl:

1. Klasse (0—60 v. H.).

8 H Roggenschrotmehl)) ..

1. 2 3 4 5

H

Klasse

artweizen

Weizenmehl: 030 v. H.) über 30 70 v. H.

70 —75 v. H. 992770 vJSJöJJ.. 0— 75 v. 829 G 1]

dz = 100 kg

4) Niederlageverkehr.

293 259 226 819 112 434

31 391

448 910 15 608 43 072 53 359

5 161 350

Gesamte verzollte Menge

Davon verzollt

eaxsumeMaeekxaenharasewxmn Hsdee re wevaetwe,

beim unmittelbaren Eingang in den freien Verkehr

bei der Einfuhr von Niederlagen, Freibezirken usw.

1. August 1906 bis 10. April 1907

1. G 1906 8 10. April 1907

1. 1; 1906 8 10. April 1907

Einfuhr auf Niederlagen, Freibezirke ufw.

Verzollt von Niederlagen, Freibezirken usw. (wie 3 Spalte 4)

Ausfuhr von Niederlagen, Freibezirken usw.

1. August 1906 bis 10. April 1907

1. August 1906 bis 10. April 1907

1. August 1906 bis 10. April 1907

Ro⸗ genmehl

dz = 100 kg

4 573 403 12 702 767 3 814 571 12 720 654 2 148 896

““

3 663 032 11 472 337 3 706 477 11 086 852 2 061 069 6 196 700

324

) Vergleichszahlen können nur am Monatsschlusse gegeben w 8

9) Ausbeute für jede Mühle zolla Berlin, den 16. April 1907.

mtlich besond 1

910 371 1 230 430 Weizen 108 094 Malzgerste. 1 633 802 87 827 1 025 852 . 1.“ 14 ais 3 5 595 Roggenmehl Weizenmehl

Kaiserliches Statistisches Amt. van der Borght.

andere Gerste.. Gerste ohne nähere An er .“

gabe

Qualität

mittel

Gezahlter Preis für 1 Doppelzentner

höchster

niedrigster

höchster niedrigster höchster

dz = 100 kg

2 333 975 308 282

1 497 922 35 220 338 254

1 572 425 612

19 256

910 371 1 230 430 108 094 1 633 802

87 827 1025 852

54 014 969 363 62 510 52 860 831

245 055 245 524 261 4 137

Cuarré und Zules Barbier, deutsch von Ferdinand Gumbert. Mustkalische Leitung: Herr Kapellmeister

Blech. Regie: Herr Oberregisseur Droescher. Ballett:

Herr Ballettmeister Graeb. Anfang 7 ½ Uhr.

Schauspielhaus. 100. Abonnementsvorstellung. Die Rabensteinerin. Schauspiel in 4 Akten von Ernst von Wildenbruch. Regie: Herr Regisseur Keßler. Anfang 7 ½ Uhr.

Freitag: Opernhaus. 93. Abonnementsvorstellung.

Dienst⸗ und Freiplätze sind aufgehoben. Der Ring des Nibelungen. Vorabend: Das Rheingold. Anfang 7 ½ Uhr.

Schauspielhaus. 101. Abonnementsvorstellung. Zum 200. Male: Wallensteins Lager. Schauspiel in 1 Aufzuge von Friedrich von Schiller. Die

iccolomini. Schauspiel in 5 Aufzügen von

riedrich von Schiller. Anfang 7 ½ Uhr.

Deutsches Theater. Donnerstag: Der Gott der Rache. Anfang 7 ½ Uhr. Freitag: Der Revisor.

Kammerspiele: Frühlings Erwachen.

r. Freitag: Aglavaine und Selysette.

Anfang

Neues Schanspielhaus am Nollendorfplatz. onnerstag: Herthas Hochzeit. Anfang 8 Uhr. Freitag: Alt⸗Heidelberg.

Schillertheater. 0. (Wallnertheater.)

Donnerstag, Abends 8 Uhr: Narrenglanz. Ein Spielmannsdrama in 4 Akten von Rudolf Rittner. reitag, Abends 8 Uhr: Traumulus. onnabend, Abends 8 Uhr: Narrenglanz.

Charlottenburg (Bismarckstraße, Ecke der Grolmanstraße). Donnerstag, Abends 8 Uhr: Zum ersten Male: Moloch. Eine unvollendete Tragödie (2 Akte) von Friedrich Hebbel. Hierauf: Der zer⸗ brochene Krug. Ein Lustspiel in 1 Aufzuge von Heinrich von Kleist.

Freitag, Abends 8 Uhr: Moloch. Hierauf: Der zerbrochene Krug.

Sonnabend, Abends 8 Uhr: Die Verschwörung des Fiesco zu Genua. 8 -

5

““ v Theater des Westens. (Station: Zoologischer Garten. Kantstraße 12.) Donnerstag, Abends 8 Uhr: Gastspiel des Neuen Operettentheaters aus Hamburg. Die lustige Witwe. Operette in 3 Akten von en Léon und Leo Stein. Musik von Franz ehäͤr. reitag und folgende Tage: Die lustige Witwe. onnabend, Nachmittags 3 Uhr: Schülervorstellung. Der Waffenschmied. 88

Lustspielhaus. (Friedrichstraße 236.) Donners⸗ tag, Abends 8 Uhr: Husarenfieber.

1 rektion: Kren und Schönfeld.) Donnerstag, Abends

Freita und folgende Tage: Husar nfieber.

8 1 1 1

Residenztheater. (Direktion: Richard Alexander.)

Donnerstag, Abends 8 Uhr: Haben Sie nichts zn verzollen? Schwank in 3 Akten von „Hennequin und P. Veber. (Robert de Trivelin: Richard Alexander.) Freitag und folgende Tage: Haben Sie nichts zu verzollen?

Lortzingtheater. (Belleallianeestraße Donnerstag: Undine. Anfang 8 Uhr.

Freitag: Martha.

S nnabend: Fidelio.

XX“ Thaliatheater. (Dresdener Straße 72/73.

8 Uhr: Zum ersten Male: Novität! Wo die Liebe hinfällt. Schwank mit Gesang in 3 Akten von Jean Kren und Arthur Lippf⸗ *

faffkeftas und folgende Tage: Wo die Liebe hin⸗ ã

Sonntag, Nachmittags 3 Uhr: Eine lustige Doppelehe.

Bentraltheater. Donnerstag, Abends 8 Uhr:

Wiener Blut. Operette in 3 Akten von Johann Strauß. v

reitag: Der lustige d: Wiener

Familiennachrichten.

Verlobt: Frl. Lotte Guth mit Hrn. Leutnant n Brandeis (Charlottenburg —Berlin⸗Schöne⸗ erg).

Verehelicht: Hr. Leutnant Ido Marquard von Lützow mit Frl. Irma von Arnim (Neustrelitz i. M.)

Geboren: Eine Tochter: Hrn. Amtsrichten Fischer (Frankfurt a. Hrn. Ehrenreic von Knoblauch (Osterberg).

Gestorben: Hr. Generalmajor z. D. Eduarnd Sch oenfelder (Cassel). Hr. Geheimer Regierunge⸗ rat a. D. Mordian William Arthur Frh. von Bischoffshausen (Cassel). Hr. Landgerichtsrat Julius Sauer (Oels i. Schles.)

DVPerantwortlicher Redakteur: Direktor Dr. Tyrol in Charlottenburg⸗

Verlag der Expedition (Heidrich) in Berlin⸗

Druck der Norddeutschen Buchdruckerei und Verlagh⸗ Anstalt Berlin SW., Wilhelmstraße Nr. 32.

Zehn Beilagen

Allenstein.. 2v“ Feeidemaͤbt

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16166* EI1I““ Neustadt O.⸗S.

annover

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Schwabmünchen Ehingen . . . Mülhausen i. E. Saargemünd.

Günzburg Memmingen Schwabmünchen . Waldsee i. Wrttbg. Meßreirech . Pfullendorf. 1

Allenstein ilehne. chneidemühl . öEE11““ lau. Pusg i. Schl. EEE1““ v5* Neustadt O.⸗Schl.. 1I1X1X“* Mmen . W. JZLII1I1I11111“ 76 Schwabmünchen. Schwerin i. Mecklb. Saargemünd

17,60 16,00 17,40 17,30 17,50 16,70

1720 18,70

19,00 19,58

19,60

Weizen. 18,60 19,60 18,40 18,70 16,50 17,00 17,60 17,60 17,70 17,80 17,80 17,90 17,20 17,70

17,60 17,60 17,90 19,00 19,20 19,50 19,50 19,72 20,00 19,00 20,00

18,40 16,50

18,00 19,80 20,00 21,00 19,00

19,30

19,80 21,60 19,60 20,60

20,00 NRoggen.

16,60 17,70 16,60 16,80

15,75 15,80 16,00 16,40 16,40 15,40

15,50 15,90 16,00 15,30

15,80

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16 00 16,30

17,80 17,90 17,50

17,97

17,50 16,00

18,12

20,40 21,80 19,80

19,60

17,00 16,80 17,25 17,60

(enthülster Epelz, Dinkel, Fesen)

bee wurden

am Markttage (Spalte 1

nach überschläglicher tzung verkauft

Doppelzentner

(Preis unbekannt)