vom
genau auf dem Wege vorwärts zu gehen, auf dem die Königliche Staatsregierung jetzt mit Ihrer Hilfe vorwärts zu kommen versucht. Dadurch verlieren die Ausführungen, die der Herr Abg. Junghann an den Fall Amerika knüpfte, wesentlich an Gewicht.
Weiter hat dann der Herr Abg. Junghann die Frage er⸗ örtert, warum der Fiskus seinerzeit nicht in das Kohlensyndikat eingetreten wäre. Ja, meine Herren, ich weiß es nicht (Heiterkeit), denn solange ich in meinem jetzigen Amte bin, ist mir eine derartige Proposition nicht gemacht worden. Immerhin ist es für einen Minister und die Staatsregierung kein leichter Entschluß, in das Syndikat einzutreten; denn in dem Augenblick, wo der Fiskus im Syndikat ist, richten sich die Angriffe gegen die Syndikatspolitik nicht mehr dahin, sondern dann stehe ich hier als Sturmbock (sehr gut! und Heiterkeit) und muß die Interressen des Kohlensyndikats vertreten. Daß ich mich nicht ohne Not in eine solche Situation begeben möchte, wird mir auch Herr Junghann nachempfinden können.
Da gerade von Syndikaten die Rede ist, möchte ich noch auf eine Aeußerung des Herrn Abg. Crüger eingehen, der sagte: es sei doch ganz unbegreiflich, daß man in einem Falle gegen das Kohlen⸗ syndikat vorgehe und im anderen Falle sich für das Kali⸗ syndikat erwärme. Ja, Herr Crüger, das kommt eben davon, daß die Verhältnisse beim Kali anders liegen als bei der Kohle (sehr richtig!); es kommt davon, daß in einem Falle der Fiskus eine über⸗ lieferte Stellung im Syndikat hat — von der ich aber nicht übersehe, ob sie sich so erhalten kann —, während er im anderen Fall eine solche Stellung im Syndikat nicht hat, und ich in beiden Fällen gelernt habe, daß das Maß von Einfluß, das der Fiskus, wenn er nicht eine sehr starke Gewalt hat, auszuüben in der Lage ist, nicht sehr groß ist.
Nun ist darauf hingewiesen worden, daß die Erschließung des Landes eine wesentliche Beeinträchtigung erfahren würde, wenn der freie Betrieb der Bohrgesellschaften wegfällt. Es ist dabei hingewiesen auf die zahllose Menge von Bohrlöchern, die die Bohrgesellschaften im Laufe der letzten Jahre in den Erdboden gestoßen haben. Ich möchte aber demgegenüber hervorheben, was schon wieder⸗ holt gesagt ist: diese Bohrlöcher sind zum größten Teil gestoßen in einer Gegend, über deren geologische Beschaffenheit wir in der Haupt⸗ sache Bescheid wußten (Zustimmung rechts — Widerspruch links); sie sind gestoßen worden in einer Gegend, wo man annehmen konnte, auf Kali oder Kohle zu kommen, und sie würden niemals in so großer Zahl gestoßen sein lediglich der geologischen Erschließung des Landes zuliebe, sondern sie sind in dieser großen Zahl gestoßen, um auf Grund des Berggesetzes zu Verleihungen zu gelangen. Zur geologischen Erschließung des Landes ist eine erheblich geringere Zahl von Bohrlöchern ausreichend, als die Bohr⸗ gesellschaften im Westen jetzt heruntergebracht haben. Im übrigen kann ich nur sagen: ich würde mich sehr gefreut haben, wenn die Bohrgesellschaften einmal im Osten gebohrt hätten (lebhafte Zustimmung rechts); aber die wissen ganz genau, wo was zu finden ist, und überlassen es dem Fiskus gerne, bei 500 oder 700 m im Gebirge oder Wasser stecken zu bleiben, und hüten sich, aus reinem Patriotismus an Stellen zu bohren, wo keine Aussicht ist, fündig zu werden. (Sehr gut! und Heiterkeit rechts.)
Herr Abg. Junghann ist dann in eine lange und eingehende Er⸗ örterung der Frage getreten, warum die Privatindustrie besser produ⸗ ziere als der Staat. Er hat zu beweisen versucht, daß unter allen Umständen die Staatsbetriebe so ungünstig arbeiten, daß es volkswirtschaftlichen Standpunkt dringend zu wünschen daß die Staatsbetriebe nicht nur nicht vermehrt,
verringert würden. Er hat sich in letzter Be⸗ ziehung speziell auf die Auffassungen berufen, die anfangs der sechziger Jahre in der preußischen Bergverwaltung geherrscht haben, und auf seine eigenen Erfahrungen, die er zu derselben Zeit bei seinem Uebertritt aus dem Staatsdienst in den Privatdienst gemacht hat. Meine Herren, derartig weit zurückliegende Anschauungen und Beispiele sind doch heute nicht mehr beweiskräftig, und was im Anfang der sechziger Jahre volkswirtschaftlich richtig war, das kann anfangs des 20. Jahrhunderts nicht mehr richtig sein; im Gegen⸗ teil. Alle Dinge pflegen sich so zu wandeln, daß auch die großen den Keim ihres Niederganges in sich schließen, und auch die Bergbaufreiheit mit allen ihren Konsequenzen, die uns zu einer großen wirtschaftlichen Blüte gebracht hat, birgt zweifellos auch schon lange die Keime ihres Niederganges in sich, und es ist richtig, wenn man bei Zeiten dafür sorgt, daß nicht die Nachteile einer solchen Ent⸗ wicklung ihre Vorzüge und ihre Erfolge in Frage stellen.
Herr Abg. Junghann hat dann die Preise des Saarreviers und des Ruhrreviers verglichen. Es ist mir, obwohl ich ziemlich nahe bei ihm saß, nicht möglich gewesen, die Zahlen alle zu verstehen. Eins kann ich ihm aber sagen: daß die Konsequenzen, die er aus diesen Zahlen gezogen hat, unzutreffend sind. Denn er hat vergessen, daß bei Berechnung der Ueberschüsse der westfälischen Werke immer nur Zins und Amortisationsraten und Abschreibungen den Betrieb belasten, während bei Beurteilung der Ueberschüsse, die der preußische Staat erzielt, immer berücksichtigt werden muß, daß er alles, was er an Neuanlagen schafft, aus seinen Ueberschüssen bestreitet. Es ist also naturgemäß, daß die Ueberschüsse sehr viel niediger aus⸗ sehen müssen, als sie tatsächlich sein würden, wenn man in derselben Weise abrechnete, wie es die Privatgruben tun. Aber, meine Herren, ich halte es für überflüssig, überhaupt in den Streit, ob Privat⸗ oder fiskalischer Betrieb zweckmäßiger ist, einzutreten, weil, soweit ich es übersehen kann, ich und mit mir auch diejenigen Mit⸗ glieder dieses hohen Hauses, die für die Vorlage sind, ja gar nicht die Absicht haben, den Staatsbetrieb ins Ungemessene zu steigern (sehr richtig! rechts), sondern nur einen Staatsbetrieb schaffen wollen, der dauernd so groß ist, daß dem Staat ein gewisser Einfluß auf dem Markt dadurch gesichert bleibt.
Herr Abg. Junghann hat dann gesagt: ja, wenn der Staat erst diesen großen Einfluß haben würde, den wir ihm aber vorläufig mit den vorhandenen Mitteln garnicht würden geben können, dann würde das eine Schraube ohne Ende werden, dann würden die Preise unablässig in die Höhe getrieben werden, um dem Volk auf diese Weise nach Möglichkeit das Geld abnehmen zu önnen, und er hat auf die preußischen Eisenbahnen exemplifiziert. Meine Herren, der Unterschied zwischen den preußischen Eisenbahnen und eer Kohlenproduktion liegt darin, daß ich die Frachten, die ich in Deutschland verfrachten will, nicht auf englischen oder auf russischen Bahnen fahren kann, daß bezüglich des Eisenbahnfrachtverkeh rs der Staat allerdings ein absolutes Monopol hat, während bei den
wäre, sondern
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Kohlen, deren Preis vom Weltmarkt abhängig ist, unmöglich die
der böse preußische Fiskus mit seinen Preisen ins unge⸗ messene gehen kann. Es trifft hier dasselbe zu, was die Herren mit Recht für das Kohlensyndikat geltend gemacht haben.
Nun will ich in keine Erörterungen darüber eintreten, ob es richtig ist, daß die preußischen Eisenbahnfrachten so enorm hohe sind wie der Herr Abg. Junghann behauptet; das liegt außerhalb meines Ressorts. Erwähnen will ich nur, daß die preußischen Eisenbahntarife dauernd im Fallen gewesen, und, meine Herren, Sie dürfen eins nicht vergessen: gerade der Staatsbetrieb ist es gewesen, der in wirtschaftlich minder erschlossenen Teilen der Monarchie, wo ein Privater niemals eine rentable Bahn hätte bauen können, den Bau von Eisenbahnen ermöglicht hat (sehr richtig! rechts); und wir wollen nicht vergessen, daß die Ueberschüsse, die die preußische Eisenbahn⸗ verwaltung auf den gut gehenden Strecken erzielt, nicht zum kleinen Teile verwandt werden, um die wirtschaftlich schwachen Teile der Monarchie zu stützen und zu fördern. (Sehr richtig! rechts.) Hier ist das eingetreten, was die Bohrgesellschaften bisher nicht getan haben. (Große Heiterkeit.) Der preußische Staat ist als Eisenbahnunternehmer in diejenigen Teile der preußischen Monarchie gegangen, wo er nichts verdient; die Bohrgesellschaften sind aber immer da geblieben, wo etwas zu ver⸗ dienen ist. (Sehr richtig! und Bravo!l rechts.)
Nun komme ich zu dem Herrn Abg. Dr. Crüger. Der Herr Abg. Dr. Crüger ist der Ansicht, daß im allgemeinen gar keine Befriedigung über diesen Gesetzentwurf herrsche, weder bei irgend einer Partei dieses hohen Hauses, noch bei der Königlichen Staatsregierung. Ja, meine Herren, inwieweit diejenigen Mit⸗ glieder dieses Hauses, die für den Gesetzentwurf stimmen wollen mit ihm zufrieden sind oder nicht, das kann ich nicht ermessen; ich kann nur sagen: ich bin zufrieden mit dem, was ich erreicht habe. Ich habe in meinem Leben stets das genommen, was ich bekommen habe, und in der Regel nachher noch sehr viel mehr bekommen. (Hört, hört! links. — Große Heiterkeit.)
Der Herr Abg. Dr. Crüger hat dann nochmals die Frage aufgeworfen, warum denn eine Verlängerung der lex Gamp nicht beliebt worden sei — ja, meine Herren, weil sie ganz zwecklos und schädlich sein würde. Wir sind uns doch über die Konsequenzen, die der Gesetzentwurf, den Sie jetzt verabschieden sollen, wirtschaftlich haben wird, vollständig im Klaren; wozu also nochmals die Unsicherheit eines interimistischen Gesetzentwurfs, der keinem Teile, weder der Staatsregierung, noch der Industrie, noch dem konsumierenden Publikum, irgendwelchen Nutzen bringen kann. Die Schäden, meine Herren, die die lex Gamp im Gefolge gehabt hat, liegen nicht so sehr in ihrer Tendenz, sondern sie liegen in dem Charakter des Provisoriums, der ihr anhaftete. Wenn nicht im Hin⸗ blick auf die ungewisse Zukunft, die jenseits der lex Gamp lag, alles bestrebt gewesen wäre, die Uebergangszeit mit allen Mitteln auszunutzen, dann würden all die Mängel, die jetzt als die Folgen der lex Gamp hingestellt werden, wenigstens nicht in dem Maße eingetreten sein, und ich habe es für eine der vornehmsten Aufgaben der Königlichen Staatsregierung gehalten, zu verhindern, daß dieser provisorische Zustand länger fortdauerte.
Nun wünscht der Abg. Dr. Crüger zu wissen, warum ich nicht mehr als 250 Maximalfelder haben wollte. Ich habe schon vorhin darauf hinge⸗ wiesen: ich hätte auch noch mehr genommen; ich habe aber nicht um mehr gekämpft, als mir die 250 angewiesen wurden, weil die Gewinne dieser Felder für mich tatsächlich eine mehr untergeordnete, eine mehr nebensächliche Rolle spielten. (Zuruf des Abg. Dr. Crüger [Hagen]: Nachher kommen mehr!) — Ja, nachher kommen mehr. (Große Heiterkeit.) Glauben Sie, daß ich mich verpflichten werde, nicht mehr zu verlangen? (Große Heiterkeit.)
Der Herr Abg. Dr. Crüger hat noch die Frage aufgeworfen, wie es käme, daß die Königliche Staatsregierung sich in einer Zeit, wo ihre Politik sonst darauf gerichtet wäre, die Preise der Roh⸗ produkte zu steigern, sich plötzlich bemühte, die Preise eines Roh⸗ produktes, nämlich der Kohle, zu verringern. Meine Herren, ich möchte hier nur darauf aufmerksam machen, daß die Kohle ein wirkliches Rohprodukt ist, während alle die⸗ jenigen Erzeugnisse unserer Volkswirtschaft, die wir im übrigen durch Zölle geschützt haben, einschließlich der landwirtschaft⸗ lichen Produkte, doch nicht Rohprodukte, sondern das Ergebnis eines mühsamen, mehr oder minder umständlichen Erzeugun gsprozesses sind (sehr richtig! rechts); die Kohle nicht. Kohle ist ein Naturschatz, den ich so, wie er ist, aus der Erde heraushole; Getreide ist aber nicht ein Naturschatz in diesem Sinne (Abg. Kreth: Das wissen die Herren nicht!), ich kann den Acker nicht nutzen, wie einen Steinbruch oder eine Lehmgrube. (Sehr wahr! rechts.)
Dann hat der Abg. Dr. Crüger es auch noch für notwendig ge⸗ halten, sich mit dem Abg. Gamp meinen Kopf darüber zu zerbrechen (Heiterkeit), ob die Vorwürfe, die in der Budgetkommission gegen die Bergbeamten erhoben oder nicht erhoben seien, gerechtfertigt wären, und er hat sich bemüht, auch für mich diese Angriffe zurückzuweisen. Ich kann mich nicht erinnern, was der Herr Abg. Freiherr von Gamp damals gesagt hat. Es ist mir auch ganz gleichgültig, was er gesagt hat, oder was sonst über die Qualität der Bergbeamten gesagt ist. Ich habe die Ueberzeugung, daß sie tüchtig sind und ihre Pflicht tun, und ich weiß, daß alle in diesem hohen Hause, die sie gelegentlich einmal bemängeln, im Innern ganz meiner Meinung sind. (Bravo! rechts.)
Als letztes ist dann die Frage aufgeworfen, ob der Entwurf einen Eingriff in Privatrechte bedeute oder nicht. Der Herr Abg. Crüger hat versucht, es zu beweisen, daß ein Eingriff vorliegt. Ueberzeugt hat er mich nicht. Den Grundbesitzern sind nicht nur seit dem Bestehen des Berggesetzes, sondern auch schon vorher kraft öffent⸗ lichen Rechts die unter der Erde liegenden Fossilien entzogen gewesen; sie sind der Allgemeinheit reserviert, und der einzelne aus der Allge⸗ meinheit konnte sich in einem bestimmten Verfahren die Fossilien be⸗ stimmter Felder sichern. Wir halten dies Reservat, das öffentlich⸗ rechtlicher Natur wird, aufrecht und regeln nur die Verleihung anders. Man kann also auch beim besten Willen nicht behaupten, daß das einen Eingriff in die privatrechtlichen Verhältnisse bedeutet.
Der Herr Abg. Crüger hat dann gesagt, es sei behauptet worden, wir wollten mit diesem Gesetzentwurf quasi die Bergbaufreiheit wiederherstellen, während wir sie tatsächlich vernichteten. Es wird darüber gestritten, ob die Bergbaufreiheit so, wie sie sich der Gesetz⸗ geber im Jahre 1865 gedacht hat, heute noch besteht. Ich kann es nicht zugeben. Das, was wir mit der Bergbaufreiheit haben er⸗ reichen wollen, haben wir erreicht; aber eine Bergbaufreiheit,
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nicht eingetreten oder
jedem, der über mäßige Kapitalien
möglicht, auf Mineralien zu schürfen und sie sich verleihen zu lassen, besteht nicht mehr. Der Herr Abg. Crüger hat vorhin für sich die Autorität, wie ich glaube, des „Vorwärts“ in An⸗ spruch genommen (Seiterkeit) und gesagt, dies Blatt, das ihn sonst sicher nicht schützen würde, hätte doch auf Aeußerungen von ihm bezug genommen, und er könnte sich dem, was dort stände, nur anschließen. Ich bin in der glücklichen Lage, mir auch einen Eideshelfer besorgen zu können, aber aus den Reihen der Parteigenossen des Herrn Dr. Crüger. (Große Heiterkeit.) Es ist zwar in diesem hohen Hause auf der linken Seite keine Stimme laut geworden, die für das Gesetz gewesen wäre. Ich möchte aber darauf hinweisen, daß die „Frankfurter Zeitung“ wiederholt und zum letzten Mal am 24. v. M. zu der Novelle Stellung genommen hat und am Schluß dieser Aeußerungen, die durchaus zustimmend lauten, heißt es dann:
Weder die Gegner, die das Gesetz im Namen der Freiheit bekämpfen, noch diejenigen, die es als Schützer des Privateigentums tun, können dabei die Tatsache aus der Welt schaffen, daß sie für eine Freiheit kämpfen, die längst begraben ist, und die schließlich nur noch darauf hinauslief, einem verhältnismäßig kleinen Kreis von Personen zum Schaden der gesamten Volkswirtschaft große Rei tümer in den Schoß zu werfen. 8 ö“
(Sehr richtig! rechts.)
Wenn die Maßnahmen, die jetzt getroffen werden, um einer solchen
Verschleuderung des Nationalvermögens Einhalt zu tun, als
sozialistisch bezeichnet werden, so möge man bedenken, daß man
damit den Ruf des vielfach verpönten Wortes lediglich hebt. (Sehr richtig! rechts.) Ich kann mir die Ausführungen der „Frank⸗ furter Zeitung“ nur zu eigen machen, um auf das zu erwidern, was der Abg. Dr. Crüger am Schlusse seiner Ausführungen gesagt hat.
Ich schließe mit der festen Erwartung, daß das Gesetz, das wir verabschieden werden, ein zweckmäßiges und nützliches sein wird, und daß selbst diejenigen, die heute so heftig dagegen kämpfen, einstmals anders darüber denken werden.
Ich komme nun noch auf etwas, was der Abg. Dr. Crüger er⸗ wähnt hat und was eigentlich erst in den späteren Teil unserer Ver⸗ handlungen gehört, das ist nämlich die Trennung der fiskalischen Betriebe von denjenigen Behörden, die die regiminellen Befugnisse auszuüben haben. Der Abg. Dr. Crüger hat an meine diesbezügliche Zusage die Hoffnung geknüpft, daß daran eine grundsätzliche An⸗ erkennung der Notwendigkeit einer derartigen Trennung auch für andere Gebiete liege. Ich nehme an, daß er dabei speziell an die Staatseisen 3 bahnen gedacht hat. Ich erkläre demgegenüber ausdrücklich, daß mit meiner Zustimmung zu den Wünschen bezüglich des Bergbaues eine grund⸗ sätzliche Anerkennung für andere Gebiete, insbesondere für den Betrieb der Staatseisenbahnverwaltung, nicht gelegen hat und nicht hat liegen können, weil die Verhältnisse im vorliegenden Falle total anders liegen wie auf dem Gebiete des Eisenbahnbetriebes. Der Eisenbahnbetrieb
ist ein Betrieb, der fast ausschließlich in der Hand des Staats ruht;
im vorliegenden Falle aber handelt es sich um Betriebe, die nur zum kleinsten Teil in der Hand des Staats ruhen, während der übrig Teil in Händen von Privaten liegt, und gerade um den Mißständen die sich aus diesem Umstande ergeben, entgegenzutreten, habe ich mi
bereit erklärt, eine Trennung der Behörden in dem von Ihnen ge⸗ wünschten Sinne eintreten zu lassen. (Bravo! rechts und im Zentrum.)
Abg. Hilbck (nl.): Ich habe zu meinem Erstaunen ehört, daß wir seit langer Zeit schon eine Bergunfreiheit, nicht 8
haben, da die Zeiten vorüber seien, wo jeder die Berg freiheit in Anspruch nehmen konnte. Diese Zeiten hat es überhaupt nicht gegeben, es hat immer nur jemand muten können, der die Mittel dazu hatte. Der Minister hat das ein schränkt, indem er sagte, daß man heute mit mäßigen Mitteln ni mehr schürfen könnte. Die Zeiten sind allerdings vorüber, wo m mit mäßigen Mitteln Bergbau betreiben konnte, wo man überhaupt damit die schwere Industrie betreiben konnte. Zu alledem gehören heute größere Mittel, aber es ist niemand verwehrt, zu schürfen, wo er will. An den Bohrgesellschaften in Westfalen sind lauter kleine Anteile beteiligt, und die Leute haben damit ihre G schäfte gemacht. Für eine Zeit nach 50 bis 60 Jahren können wir doch nicht heute schon ein Gesetz machen. Die Herren aus dem Osten sollten gerade im Interesse des Ostens die Bergbau⸗ freiheit nicht beschränken. Kohle im Osten zu finden, ist allerdings
Wenn Herr von Gamp mit einem gewissen Ho schaften mögen nach dem nisse dort nicht kennen, sonst könnte er eine solche Behauptung nicht machen. Aber für das Kali sollten die Herren wenigstens sämtliche östliche Provinzen sowie die Provinzen Schleswig⸗Holstein und Nassau von dem Gesetz ausnehmen und die volle Bergfreiheit dafür erhalten. Ich hätte es für zweckmäßig gehalten, wenn 1897 das Kali dem Staate vorbehalten worden wäre; da aber da⸗ mals das Gesetz abgelehnt wurde, läßt sich jetzt nichts mehr machen. In Hannover ist alles vergeben, aber es liegt in der Hand der Besitzer, wie viel sie noch aufschließen wollen. Es kann auch noch Mecklenburg für Kali in Betracht kommen, so daß mit einem Verbot bei uns der Verschleuderung nicht vorgebeugt würde. Den Bohrgesellschaften verdenkt man ihre Dividenden von 500 %, aber die Gesellschaften haben Felder erschlossen, von denen man vorher noch keine Ahnung hatte. Auch in Lothringen sind durch sie wundervolle Felder aufgeschlossen worden. Das Kohlensyndikat selbst hat überhaupt keine Felder, sondern nur die Fntefehenten am Kohlensyndikat, die sich Reserven für die Zukunft gesichert haben. Aus der Preisberechnung fur die Felder nach 50 Jahren habe ich wohl entnommen, daß Herr von Gamp die Zins⸗ und Zinseszins⸗ rechnung versteht, aber etwas weiteres habe ich daraus nicht ent⸗ nommen. Der Preis der Felder nach 50 Jahren läßt sich jetzt über⸗ haupt noch gar nicht schätzen. Die Kommission schlägt in ihrer Resolution eine Trennung der staatlichen Betriebsbehörden von den Verwaltungsbehörden vor, und wir müssen auf jeden Fall zu dieser Trennung kommen. Wir hätten lieber als diese Vorlage gesehen, daß die lex Gamp noch verlängert würde, weil dann der Staat in die Lage gekommen wäre, eine organische Aenderung des Berg⸗ gesetzes zu machen, statt des Flickwerks, das diese Vorlage darstellt.
Darauf wird die Debatte geschlossen.
In der Abstimmung werden die Anträge Beumer und Dietrich gegen die Stimmen der Nationalliberalen und Frei⸗ sinnigen abgelehnt und die Absätze 1 und 2 des § 2 un⸗ verändert in der Kommissionsfassung angenommen.
Nach 5 Uhr vertagt das Haus die weitere Beratung auf Dienstag 11 Uhr (außerdem erste Beratung des Quellen⸗ schutzgesetzes, Anträge und Petitionen).
unwahrscheinlich, so daß keine Bohrversuche gemacht werden können. b 6 2. sagt, die Bohrgesell⸗ Osten gehen, so muß er doch die Verhält⸗
Salpeterwerken und Bergwerken und mit dem Recht au
Ge eralkonsuls in Valparaiso.)
1197 669 Kronen, gegen die “ mehr 748 353 Kronen. — 30. April betrugen: 9 946 539 Kronen, gegen die definitiven Einnahmen
305 421 Fr. (+ 178 748 Fr.).
131 00, Wiener Bankverein 546,50, Kreditanstalt, Oesterr. per ult.
böhere
ondon 15 ⁄2
do. do. III 13,00 — 13,50 ℳ, do. do. IV 12,00 — 12,50 ℳ, g. Nuß⸗
Handel und Gewerbe. im Reichsamt des Innern zusammengestellten 8 de Machrichken für Handel und Industrie’.)
Ausschreibungen.
Neue Konzessionen für industrielle Unternehmungen sw. in Chile sind: b
Herstellung und Betrieb einer Eisenbahn von Mejillones nach hampa Central (Provinz Antofagasta) mit Abzweigungen nach den
V Ausdehnung
Linie nach San Antonio und Boquete bis zur argentinischen hrenze — Spurweite 76 cm, Länge 40 km —: Konzessionär: Cia. hilena de Inversiones in Valparaiso.
Bau einer Eisenbahn von dem Itatafluß nach Tomẽ und rquen (Provinz Concepciön) sowie Hafenarbeiten in Tomé, die ter Bewilligung des Enteignungsrechts für höchstens 7 500 000 Doll. zold vergeben werden sollen.
Herstellung einer Eisenbahn von dem Salpeterfeld Pepita an er Aguas Blancasbahn bis zu der Station Nr. 271 der Salpeter⸗ sellschaft Avanzada (Provinz Antofagasta), wofür die Firma ßranja u. Co. in Valparaiso von der Regierung Ländereien bewilligt
fen hat.
f. eae. etwa 16 km langen Eisenbahn von dem Bergwerks⸗ ezirk San José del Abrà nach Kilometer 26 der Eisenbahnlinie ßtation Concht (Bahn Antofagasta — Bolivien) —Conchi Viego Provinz Antofagasta); Konzessionär: Cia de Minas y Jundicén de halama in Valparaiso.
Anlage und edi der Trinkwasserleitung in La Serena Provinz Coquimbo) an Felipe (Provinz Aconcagua), Chillaͤn Provinz Nuble), Valdivia (Provinz Valdivia), Lebu (Provinz Arauco) d Ancud (Provinz Chilos), wegen deren Ausführung Angebote ein⸗ fordert und den Provinzialintendanten in La Serena, Chillän, Baldivia, Lebu und Ancud eingereicht werden sollen.
Herstellung eines Wasserhebewerks im Hafen Chaharal (Provinz tacama), für die die Las Animas Copper Mining und Smelting Zy. Ltd. daselbst von der Regierung 800 qm Land zugewiesen er⸗ lia Cia General de Tabacos in Valparaiso, die ihr Kapital on 300 000 Doll. auf 1 Million Doll. erhöht hat.
Neuerdings gegründete Gesellschaften sind: —
Die Cia Panadera de Concepciéën in Concepcién, Kapital 0 000 Doll. für den Betrieb von Bäckereien.
Die Sociedad anönima Laboratoria de Harinas especiales
Santiago, Kapital 100 000 Doll., für die Mehlfabrikation.
Die Cia Minera Julia de Collahuasi in Jquique, Kapital 00 000 Doll., für den Betrieb von Kupferbergwerken.
Die Qia Minera Inca de Oro y Cobre de Copiapòô in Jquique, kapital 30 000 Pfd. Sterl., für den Betrieb von Gold⸗ und Kupfer⸗ rgwerken. 8cie Anglo-Chilian Mining Corporation Ltd. in London und Santiago, Kapital 1 Million Dollar, für den Bergbau in Süd⸗ merika.
Die Cia Estahifera de Berenguela in Santiago, Kapital 0 000 Pfd. Sterl., für den Betrieb von Zinnbergwerken in Bolivien.
Die Sociedad Gloria del Inca in Jqauique, Kapital 00 000 Pfd. Sterl. für den Bergbau in den Departementos Copiapé ind Chanaral.
85 Kunstdüngerfabrik (Fäbrica de abonos artificiales) von Eichevers in Curic6 (Provinz Curicé). (Bericht des Kaiserlichen
Wagengestellung für Kohle, Koks und Briketts ENN6. Mai1507: Oberschlesisches Revier 8 Anzahl der Wagen Feftelt 80 189 8 Nicht gestellt. —
Laut Meldung des „W. T. B.“ betrugen die Einnahmen der Desterreichisch⸗Ungarischen Staatsbahn (österreichisches Netz) vom 1. bis 30. April: 5 585 882 Kronen, gegen die definitiven Ein⸗ ahmen des entsprechenden Zeitraums des Vorjahres Mehreinnahme
Ruhrrevier
S
Die Einnahmen der Oesterreichischen Südbahn vom 1. bis des entsprechenden Zeitraums des Vorjahres Mindereinnahme 1 129 279 Kronen und gegen die provisorischen Einnahmen 522 142 Kronen weniger. Richtigstellung für Dezember 525 329 Kronen mehr. — Die Ein⸗ nahmen der Anatolischen Eisenbahnen betrugen vom 16. bis 2. April 1907: 129 771 Fr. (+ 15 887 Fr.), seit 1. Januar 1907:
Kursberichte von den auswärtigen Fondsmärkten.
Hambneg 6. Mai. (W. T. B.) (Schluß.) Gold in Barren das Kilogramm 2790 B., 2784 G., Silber in Barren das Kilogramm 89,50 B., 89,00 G.
Wien, 7. Mai. Vormittags 10 Uhr 50 Min. (W. T. B.) Einh. 4 % Rente M. /N. p. Arr. 98,70, Oesterr. 4 % Rente in Kr.⸗W. pr. ult. 98,65, Ungar. 4 % Goldrente 112 10, Ungar. 4 % Rente In Kr.⸗W. 94,25, Türkische Lose per M. d. M. 196,25, Buschtierader Eisenb⸗Akt. Lit. B 1133, Nordwestbahnakt. Lit. B per lt. —,—, Oesterr. Staatsbahn per ult. 688,25, Südbahngesellschaft
667 50, Kreditbank, Ungar. allg. 774,00, Länderbank 448,75, Brüxer Kohlenbergwerk —,—, Montangesellschaft, Oesterr. Alp. 602,50, Deutsche Reichsbanknoten pr. ult. 117,70, Unionbank 565,50, Prager
Eisenindustriegesellschaft 2618 kondon, 6 Mai. (W. T. B.) (Schluß.) 2 ½ % Eng⸗ Silber 30 ú⅛. — In die Bank
lische Konsols 85 ½, Platzdiskont 3 %⅝, ossen 214 000 Pfd. Sterl. Parts, 6. Mai (W. T. B.) (Schluß.) 3 % Franz. Rente 95,25, Suezkanalaktien 4616. Madrid, 6. Mai (W. T. B.) Wechsel auf Paris 11,15. Lissabon, 6. Mai. (W. T. B.) Goldagio 2 ½.
„New York, 6. Mai. (W. T. B.) (Schluß.) Die Tendenz der Börse charakterisierte sich bei Eröffnung des heutigen Verkehrs auf Londoner Kursmeldungen, bessere Saatenstandsberichte und Deckungen als fest. Besonders bevorzugt waren Union Pacific⸗ und Readingwerte, deren Kurse im späteren Verlaufe infolge von Manipu⸗ ationen weiter in die Höhe getrieben wurden. Dem letztgenannten Papier am auch die mit der kühlen Witterung im Zusammenhang stehende gute Kohlennachfrage zustatten. Als dann von neuem ungünstige Saatenstandsmeldungen einliefen, und daraufhin eine starke Steige⸗ ung der Weizenpreise eintrat, erfolgte ein heftiger Rückschlag, zumal ie Baissiers aggressiv vorgingen. Westliche Häuser waren als Ab⸗ geber von Aktien der Getreidebahnen im Markte. Schluß schwach. Für Rechnung Londons wurden für Saldo 10 000 Stück Aktien ver⸗ kauft. Aktienumsatz 590 000 Stück. Geld auf 24 Stund. Durchschn.⸗ Zinsrate 2 ¾, do. Zinsrate für letztes Darlehn d. Tages 2 ¼, Wechsel auf London (60 Tage) 4,83,60, Cable Transfers 4,86,80, Silber, Commerckal Bars 65 ¼. Tendenz für Geld: Leicht. de Janeiro, 6. Mai (W. T. B.) Wechsel auf
Kursberichte von den auswärtigen Warenmärkten.
„ „Essener Börse vom 6. Mai 1907. Amtlicher Feveszs 8 ehlen, Koks und Briketts. 8 reisnotierungen des Rheinisch⸗ Westfälischen Kohlensyndikats für die Tonne ab Werk.) I. Gas⸗ und flammkohle: a. Gasförderkohle 12,50 — 15,00 ℳ, b. Gas⸗ ammförderkohle 11,50 — 12,50 ℳ, oe. Flammfoͤrderkohle 11,00 big 11,50 ℳ, d. Stückkohle 13,50 — 14,50 ℳ, e. Halbgesiebte 13,00 bis 14,00 ℳ, f. Nußkohle gew. Korn I und I1 13,50 — 14,25 ℳ,
9 B116“ 8 ““ 1““
ruskohle 0 — 20/30 mm 8,50 — 9,50 ℳ, do. 0 — 50/60 mm 9,50 bis 11,00 ℳ h. Gruskohle 7,00 — 9,50 ℳ; II. Fettkohle: a. Förderkohle 11,00 — 11,50 ℳ, b. Bestmelierte Kohle 12,10 — 12,60 ℳ, c. Stückkohle 13,50 — 14,00 ℳ, d. Nußkohle gew. Korn I 13,20 bis 14,20 ℳ, do. do. II 13,50 — 14,50 ℳ, do. do. III 13,00 bis 14,00 ℳ, do. do. IV 12,00 — 13,00 ℳ, e. Kokskohle 12,25 — 13,25 ℳ III. Magere Kohle: a. Förderkohle 10,00 — 11,00 ℳ, b. do. melierte 11,25 — 12,25 ℳ, c. do. auf erte, je nach dem Stück⸗ ehalt 12,25 — 14,00 ℳ, d. Stückkohle 13,00 — 15,00 ℳ, e. Nuß⸗ ohle, gew. Korn I und II 14,50 — 17,50 ℳ, do. do. III 16,00 bis 19,00 ℳ, do. do. IV 11,50 — 13,00 ℳ, f. Anthrazit Nuß Korn I 18,50 — 19,50 ℳ, do. do. II 20,00 — 23,50 ℳ, g. Fördergrus 9,50 — 10,00 ℳ, h. Gruskohle unter 10 mm. 6,50 — 8,50 ℳ; IV. Koks: a. Hochofenkoks 16,50 — 18,50 ℳ b. Gießereikoks 19,00 — 21,00 ℳ, c. Brechkoks I und II 21,00 bis 24,00 ℳ; V. Briketts: Briketts je nach Qualität 11,50 bis 14,25 ℳ — Unverändert fest bei starker Nachfrage. — Die nächste Börsenversammlung findet am Mittwoch, den 8. Mai 1907, Nach⸗ mittags von 3 ½ bis 4 ½ Uhr, im „Stadtgartensaale“ (Eingang Am Stadtgarten) statt.
Magdeburg, 7. Mai. (W. T. B.) Zuckerbericht. Korn⸗ zucker 8 Grad o. S. 9,60 — 9,70. Nachprodukte 75 Grad o. S. 3 Stimmung: Ruhiger. Brotraffinade I o. F. 19,25 — 19,50. Kristallzucker I mit Sack —X,—. Gem. Raffinade m. S. 19,00 — 19,25. Gemahlene Melis mit Sack 18,50 — 18,75. Stimmung: Fest. Rohzucker I. Produkt Transito frei an Bord Hamburg: Mai 19,65 Gd., 19,70 Br., —,— bez., Juni 19,65 Gd., 19,75 Br., —,— bez., Juli 19,75 Gd. 119,85 Br., —,— bez., August 19,90 Gd., 19,955 Br., —,— bez., Oktober⸗Dezember 19,20 Gd., 19,30 Br.,
—,— bez. — Schwächer. Cöln, 6. Mai. (W. T. B.) Rübsl loko 74,00, Oktober 69,00. Bremen, 6. Mai. (W. T. B.) (Börsenschlußbericht.) P cafgnsee, Schmalz. Fest. Loko, Tubs und Firkin 46 ½ oppeleimer 47 ½. Kaffee. Behauptet. — Offizielle Notierungen
Baumwollbhörse. Baumwolle. Sehr stetig. Upland loko middl. ₰. Mai. (W. T. B.) Stetig
Hamburg, 6. Standard white loko 6,80.
Hamburg, 7. Mai. (W. T. B.) Kaffee. (Vormittags⸗ bericht.) Good average Santos Mai W Gd., September 29 ¼ Gd., Dezember 29 ½ Gd., März 29 ¾ Gd. Ruhig. — Zuckermarkt. (Anfangsbericht.) Rübenrohzucker I. Produkt Basis 88 % Rende⸗ ment neue Usance frei an Bord Hamburg Mai 19,75, Juni 19,80, August 19,95, Oktober 19,45, Dezember 19,35, März 19,50. Alte Ernte behauptet, neue matt. 1
Budapest, 6. Mai. (W. T. B.) Raps August 14,80 Gd.,
15,00 Br. London, 6. Mai. (W. T. B.) 96 % Javazucker loko Rübenrohzucker loko fest, 9 sh. 9 ¾ d.
fest, 79 sh. 7 ½ d. Wert. ert. London, 6. Mai. (W. T. B.) (Schluß.) Chile⸗Kupfer flau, 104 ¾, per 3 Monat 103 ¾. London, 6. Mai. (W. T. B.) Wollauktion lebhaft, Kreuz⸗ zuchten zu Gunsten der Verkäufer. Liverpool, 6. Maij. (W. T. B.) Baumwolle. Umsatz: 10 000 Ballen, davon für Spekulation und Export 500 B. Tendenz: Fest. Amerikanische good ordinary Lieferungen: Stetig. Mai 6,22, Mai⸗Junt 6,21, Juni⸗Juli 6,13, Juli⸗August 6,07, August⸗ September 5,96, September⸗Oktober 5,88, Oktober⸗November 5,81, November⸗Dezember 5,79, Dezember⸗Januar 5,78, Januar⸗ Februar 5,77. Glasgow, 6. Mai. (W. T. B.) Feiertag. 1u.“ 6. Mai. (W. T. B.) Wolle anziehend, aber ruhig. Paris, 6. Mai. (W. T. B.) (Schluß.) Rohzuckern fest, 88 % neue Kondition 24 ¼ — 24 ½. Weißer Zucker fest, Nr. 3 für 100 kg Mai 27, Juni 27 ¼, Juli⸗August 27 ⅜. Oktober⸗
Januar 27 1. (W. T. B.) Java⸗Kaffee good
Amsterdam, 6. Mai. ordinary 33 ½. Bankazinn 117 ½.
Antwerpen, 6. Mai. (W. T. B.) Petroleum. Raffiniertes Type weiß loko 21 ¼ Br., do. Mai 21 ¼ Br., do. Juni 21 ½¼½ Br., do. Juli⸗August 21 ½ Br. Fest. Schmalz Mai 109.
New York, 6. Mai. (W. T. B.) (Schluß.) Baumwolle⸗ preis in New York 11,70, do. für Lieferung per Juli 10,49, do. für Lieferung September 10,37, Baumwollepreis in New Orleans 11 ⁄⅝, Standard white in New York 8,20, do. do. in Philadelphia
115, do. Refined (in Cases) 10,65, do. Credit Balances at Oil City 1,78, Schmalz Western Steam 9,30, do. Rohe u. Brothers 9,50, Ge⸗ treidefracht nach Liverpool 1 ¼, Kaffee fair Rio Nr. 7 6 ½, do. Rio Nr. 7 Juni 5,45, do. do. August 5,40, Zucker 3,26, Zinn 41,85 — 42,25, Kupfer 25,00 — 25,50. — Die Visible Supplies be⸗ trugen in der vergangenen Woche an Weizen 51 989 000 Bushels, an Mais 8 102 000 Busbels.
der 61
Petroleum.
Verdingungen im Auslande. Italien.
Gemeinde Contessa Entellina. 14. Mai, 12 Uhr: Bau einer Wasserleitung. 48 900 Lire. Sicherheitsleistung 4890 Lire. Zeugnisse bis spätestens 9. Mai. Näheres in italienischer Sprache beim „Reichsanzeiger“.
Direktion des Militärkommissariats des 10. Armeekorps in Neapel, 16. Mai, 2 Uhr: Lieferung von 7500 Bettlaken, Stoffen für 900 Matratzen, 900 Matratzenunterlagen und von 6000 kg Wolle für Matratzen in 25 Losen. Sicherheitsleistung 7380 Lire. Näheres in italienischer Sprache beim „Reichsanzeiger“.
Bürgermeisteramt von Montalto di Castro. 190. Mai, 10 Uhr: Bau einer Waschanstalt. 11 823,07 Lire. Sicherheits⸗ leistung 1182,30 Lire. Näheres in italienischer Sprache beim „Reichs⸗ anzeiger“.
1 Pirektion des Militärkommissariats des VIII. Armeekorps in lorenz. 16. Mai, 2 Uhr: Lieferung von 4000 wollenen Decken, toffen für 900 Matratzen, 2000 Bettlaken, 900 Matratzenunter⸗ lagen und 1000 kg Wolle für Matratzen in 30 Losen. Sicherheits⸗ leistung 13 100 Lire. Näheres in italienischer Sprache beim „Reichs⸗
anzeiger.“ 1 88 18. Mai, 2 Uhr: Lieferung des Bedarfs an
Stadt Mailand. — Brennholz für die Zeit vom 1. Juli 1907 bis 30. Juni 1910. Zeugnisse bis
60 000 dz. Vorläufige Sicherheitsleistung 6000 Lire. spätestens 16. Mai. Näheres in italienischer Sprache beim „Reichs⸗
anzeiger“. le Pircktion des Militärkommissariats des I. Armeekorps in Turin. 16. Mai, 2 Uhr: Lieferung von 5000 wollenen Decken, Stoffen für 900 Matratzen, 15 000 Bettlaken, 900. Matratzenunter⸗ lagen und 6000 kg Wolle in 60 Losen. Sicherheitsleistun 22 580 Lire. Näheres in stalienischer Sprache beim „Reichsanzeiger?. Commissariato Civilo per la Basilicata in Potenza. 20. Mai, 10 Uhr: Bau einer Wasserleitung. 82 000 Lire. Vorlaͤufige Sicherheitsleistung 4000 Lire. Jeugnisse bis spätestens 13. Mal. Näheres in italienischer Sprache beim „Reichsanzeiger’“. Verwaltungsrat der Fußartilleriebrigade von Gardinien in Maddalena. 16. Mai, 10 Uhr: Lieferung von Stroh, Holz, Kohlen, Brennöl, Petroleum und Kerzen. 9000 Lire. Sicherheits⸗ leistung 900 Lire. Näheres in italienischer Sprache beim „Reichs⸗ nzeiger“. se Ministerium der öffentlichen Arbeiten in Rom und gleichzeitig. die Präfektur in Siracusa. 27. Mat, 11 Uhr: Regulterung des Flusses S. Leonardo auf einer Länge von 4,958 km nebst Uferbauten. 184 307,12 Lire. Vorläufige Sicherheitsleistung 10 000 Lire⸗ Zeug⸗ nisse bis 16. Mai. Näheres in itallenischer Gprache beim „Reichs⸗
anzeiger“. “
Wetterbericht vom 7. Mai 1907, Vormittags 9 ¼ Uhr.
—
re
md
Name der Beobachtungs⸗ station
in 45 ° Breite
stãrke
auf 0* Meeres⸗
Barom niveau u.
Wind⸗ richtung, Wind⸗
Wetter
8
85E
8
8 Ni E
Witterungs⸗ verlauf der letzten 24 Stunden
24
Borkum 757,0 NO
1 heiter
16 7
ziemlich heiter
Keitum 758,8 SO
3 wolkig
10,0
Nachm. Niederschl.
Hamburg 758,0
wolkig
Swinemünde 758,7
wolkenl.
15,0
ziemlich heiter
15,0
vorwiegend heiter
Rügenwalder⸗
münde 760,1
wolkenl.
17,0
meist bewölkt
Neufahrwasser 761,0
heiter
18,4
ziemlich heiter
Memel 764,1
wolkig
16,2
Nachts Niederschl.
Aachen 758,9
wolkig
Hannover 757,4
wolkig
9 14,9
meist bewölkt —vorwiegend heiter
S/—V D SSSS”S
Berlin . 757,6
3 wolkenl.
18,0
vorwiegend heiter
Dresden 758,3
heiter
19,9
vorwiegend heiter
Breslau 760,6
wolkenl.
16,0
vorwiegend heiter
Bromberg — 760,9
wolkenl.
Metz 759,8
bedeckt
20,8
vorwiegend heiter
—182
meist bewölkt
Frankfurt, M. 758,8
bedeckt
—16,8
meift bewölkt
Karlsruhe, B. 760,6
bedeckt
meist bewölkt
München — 759,6
wolkig
15,6
SSSSSSSOS
ziemlich heiter
Stornoway 757,8
wolkig
8,9
(Wilhelmshav.) ziemlich heiter
Malin Head 752,0
bedeckt
7,8
Valentia 752,6
wolkig
(Kiel)
7,2
vorwiegend heiter
(Wustrow i. M.) ziemlich heiter
Seilly 753,4
heiter
Aberdeen 758,5
bedeckt
(Königsbg., Pr.)
Shields 755,6
Nebel
72 —
(Cassel) ziemlich heiter
7,2
(Magdeburg) meist bewölkt
Holyhead 753,4
3 Regen
8,3
(GrünbergSchl.) ziemlich heiter
Isle d'Aix 758 5
heiter
11,0
(Mülhaus., Eis.) meist bewölkt
—
St. Mathieu 754,6
halb bed.
8,8
Grisnez 754,2
bedeckt
(Friedrichsbaf.) meist bewölkt
11,4
(Bamberg) vorwiegend heiter
Paris 757,8
bedeckt
11,0
Wllssingen — 7572 SS
heiter
13,1
Helder. 757,9 SW
Regen
12,8
Bodoe . 7724 N
wolkig
Christiansund 766,6 NS
wolkenl.
3,4
7,1
Skudesnes 762,3 ONO
bedeckt
11,0
Skagen 763,3 O
wolkig
10,4
Vestervig b 760,6 NO
bedeckt
9,7
Kopenhagen 761,2 O
halb bed.
10,7
Karlstad 768,5 O
bedeckt
9,4
Stockholm 770,3 OSO
halb bed.
10,0
Wisby 766,5 SO
elelelelelebeltelPlbelenlbe
wolkig
10,0
Hernösand 773,2
85 8 8
wolkenl.
3,7
Haparanda 771,7 N
2 wolkenl.
3,0
Riga 769,0 SNO
3 bedeckt
9,7
Wilna
765,8 OSO
1 bedeckt
5
Pinst
764,8 Windst.
halb bed.
17,6
Petersburg —767,9 NS
wolkenl
4,5
Wien 761,6 S
halb bed.
Prag 760,1 SSW
—16.5
17,1
Rom 765,8 N
bedeckt
13,6
Florem b 765,4 SO
2 1 l1 wolkig 1 1
heiter
15,0
Cagliari 764,8 NW
4 wolkenl.
Warschau — 7631 SSS
—148
16,4
Thorshavn 763,4 O
3
¹ halb bed. 16,4 0 3 bedeckt 6,9 —
Seydisfjord.
768,4 Windst.
bedeckt
SSOSeSSSSSSSSSSOSSISOSS=e =qPS —₰½
Cherbourg Clermont..
7557 SS2 7617 WNW
bedeckt wolkenl.
1.1 10,2
EIE
Biarritz 760,9 S
3 heiter
Nizza 764,6 Windst
. bedeckt
14,0
12,4
FN
Krakau 763,3 SO
1 wolkenl.
1
Lemberg 764,6 SSO
Hermanstadt 765,4 S
764,4 Windst
Triest 764, 764,0 SO
Livorno Belgrad.
2 wolkenl. 20 2 8 wolkig ¹ wolkenl. heiter Aheiter 22
15
Helsingfors. Kuopio 4 Genf Lugano Säntis... Wick
teltelebblelPlee
bedeckt
—
2
S.wolkenl wolkig 12,6
Regen N wolkig b
Ibedeckt
Porkland Billl
europa.
und entsendet einen Ausläufer
dringend, nach Norddeutschla trocken, im Osten heit 1
südöstlichen Winden.
Iwolkig — 8u9
Ein Maximum über 773 mm liegt, füdostwärts — über Nordskandinapien, ein Hochdruckgebiet üder 770 mm
rußland, ein Ausläufer hohen Druchs über Ein Minimum unter 752 . nach dem Kanal und, In DOeutschland ist das Wetter
nd.
vgssssp
A
wolkig und meist 1 Deutsche Seewarte.
8
.
Inmer⸗
765 min übder SGüdoft⸗ mm befindet sich üder Irland
nordwärts dor⸗
wärmer dei schwachen 8
Mittetlungen des Koͤntaglichen Azronautischen Observdatortums Lindenberg dei Beekow.,
veröͤffentlicht vom Berliner Wetterburrau. Ballonaufstieg vom d. Mat 1907, 9 dis N. Uhr Voemittags.
Station .1899 m
Seehöhe...
0Om [1000 m1 150 0 m, 1680 mm.
Temperatur (O ⁹)
Rel. Fchtgk. ””6) 5
Wind⸗Rchtung. 80 V „ Geschrw. mps 1 des 2
183 V
Hoͤhe wegen unzureichender Ventilation um etwa elnen aufgezeichnet.
1e“
9,4 70
8 SSW bis 4
4
99 s 8K
SW
WSW
4 bnd bhen Hhumel nur wenta dewoöͤlkt, sehr dunsttg, Nempevatur im
rad z8