Landesbehörden pflichtet sind,
regierungen zu erlas
bogen und Verwaltungsbezirken aufzustellen
endgültigen Nach
886
zur Erledigung der Anfragen ver⸗ — wird die Landesregierung sich mit dem Kaiser⸗ lichen Statistischen Amte verständigen.
Die zur Ausführung der Zählung weiter erforderlichen Verordnungen und Bekanntmachungen sind von den Landes⸗ sen und samt den in Anwendung kommenden ählungsformularen nebst den zugehörigen Anweisungen dem eichskanzler (Reichsamt des Innern) bis um 1. Mai 1907 in je zwei Abdrücken mitzuteilen.
10 die Bearbeitung des statistischen Uebersichten werden folgende
1) Eine vorläufige summarische Nachweisung über die ortsanwesende Bevölkerung, über die Haushaltungslisten, Land⸗ und ewerbeformulare ist nach
ählungsmaterials estimmungen erlassen:
ahl der ausgefüllten orstwirtschaftskarten, Gewerbe⸗ taaten und größeren und sobald als möglich, bis zum 1. November 1907, dem Kaiserlichen tatistischen Amt einzusenden.
Zusammenstellung der Zählungsergebnisse zu weisungen haben die statistischen Behörden die
Angaben in den Zählungsfo
rmularen eingehend zu prüfen und die erforderlichen Berichtigungen und Ergänzungen herbei⸗ zuführen. 9 11
Die Landesregierungen werden dem Kaiserlichen Statisti⸗ schen Amt die Ergebnisse der Berufs⸗ und Betriebs nach Maßgabe der Drucksachen Nr. VIII, VIIIa, Xa zu den darauf bezeichneten Terminen liefern und ein Berufsverzeichnis sowie ein Gewerbeverzeichnis aller vor⸗ kommenden Berufs⸗ bezw. Gewerbebenennungen unter Angabe der Zahl der tätigen männlichen und weiblichen Personen — 5 Gewerbeverzeichnis auch der Zahl der Betriebe — bei⸗ ügen.
Eine Aenderung der Lieferungstermine bleibt dem Kaiser⸗ lichen Statistischen Amt im Einvernehmen mit den beteiligten statistischen Landesämtern vorbehalten. “
Die Veröffentlichung der Ergebnisse liegt dem Kaiserlichen Statistischen Amt ob.
heitsstand und Gang der Volkskrankheiten. — Zeitweilige Ma gegen ansteckende Krankheiten. — Desgl. gegen Pest. — Mitte aus Britisch⸗Ostindien, 1903 — 1905. — Gesetzgebung usw. Reich.) Fleischbeschaustatistik. — (Deutsche Maul⸗ und Klauenseuche. — (
iehseuchenübereinkommen. — ( (Hessen.) Trichinen. — Tuberkulose. — (Oesterreich.) Geistige G Hausapotheken. — (Frankreich.) Absintb ꝛc. — in Rußland, — Desgl. in Aegypten. (Preuß. Reg.⸗
chutzgebiete.) Bayern.) Leichenschau. — Württemberg.) Zigarrenindustrie. — sserleitungen. — (Hamburg.)
(Reuß j. 2) Wa — Avpotheker und
IX, X und Drogisten ꝛc. — (Niederlande.) Sanitätsübereinkunft. 4. Vierteljahr 1906. — Desgl. in Bulgarien. Maßregeln gegen Tierseuchen. Aegypten.) — Vermischtes. (Deutsches Schlachtvieh⸗ und Fleischbeschau, 4. Vierteljahr 1906. — Anstalten für Geisteskranke ꝛc., 1905/06. — (Oesterreich.)
Ohio.) Gesund⸗ — Wochentabelle über die
Tierseuchen Schleswig, Aachen;
Pferdeversichernng, B (Vereinigte Staaten von Amerika. heitsverhältnisse, 1905. — Geschenkliste.
Sterbefälle in deutschen Orten mit 40 000 und mehr Einwohnern. — Desgl. in größeren Städten des Auslandes. Krankenhäusern deutscher Großstädte. — und Landbezirken. — Witterun
— Erkrankungen in Desgl in deutschen Stadt⸗ g. — Grundwasserstand und Boden⸗
Nr. 20 der „Verö
ffentlichungen des Kaiserlichen Ge⸗ sundheitsamts“ vom 15. Mai hat folgenden Inhalt: Gesund⸗
Beilage: Gerichtliche
wärme in Berlin und Münche betreffend den Verkehr mit Nahrungsmitteln (Essig,
Entscheidungen, Nudeln ꝛc.).
Oualität
Zusammengestellt im Kaiserlichen Statistischen Amt.
Am vorigen Außerdem wurden
Durchschnitts⸗ Verkaufs⸗
Gezahlter Preis für 1 Doppelzentner
( ) 1 Doppel⸗ nach überschläglicher
niedrigster
ℳ
höchster
ℳ
niedrigster
ℳ
höchster
ℳ
niedrigster
ℳ
Schätzung verkauft ee “ 9
Doppelzentner (Preis unbekannt)
berg a. W. .
1 i. Schl
Paderborn
Neubrandenburg Chateau⸗Salins
Langenau i. Wrttbg.
Landsberg a. W.
berg i. Schl.
e-. t. Wendel
Neubrandenburg 1u Friedland i. Mecklbg. Chateau⸗Salins
— 8b.
berg a. W.. Braugerste
Chateau⸗Salins
— b
Landsberg a. W..
Paderborn
St. Wendel Winnenden .
.1446*“
Langenau i. Wt
Neubrandenburg .. Friedland i. Mecklbg. Chaͤteau⸗Salins
Bemerkungen. Ein liegender Strich (—) in den
CCMM .
Die verkaufte Menge wird
17,00
19,00 18,10 19,10 18,70
17,00
19,00 19,30 19,30 18,70
auf volle Doppelzentner und der
17,50 19,50 19,59 19,40
19,70 19,50
20,40 1970 19,50 2000 21,00
19,75
Kernen (enthülster Spelz, Dinkel, Fesen 21,60 3
21,20
16,00 18,00 18,50 17,80 17,90 18,40 17,90
19,50
19,30 18,60
19,40 18,80
16,00
15,50 17,50 16,00 16,00 14,70 16,40 15,70 14,50 16,50 18,20 16,00
17,20
18,40
19,50 18,00 18,10 18,00 17,70
20,30 19,00
19,30 19,30
18,20
18,60
20,20
18,00
18,20
Weizen.
17,50 19,50
19,50 19,70 19,90 19,50
20,40 20 00 19,50 20,10 21,00
20,00
21,40
18,00
18,00 19,80 19,80 20 30 20 40 19,80 20,80 20,25 20,00 20,50 20,40
21,00
Roggen.
16,00 18,00 18,50 17,80 18,20 18,60 17,90
19,50 19 60 18,60 19,60 18,80
16,50
Gerste. 16,00
15,50 17,50
16,00 16,50 15,00 16,60 15,70 15,50 16,50 18,20 17,00
17,20 18,40 19,50 18,00 18,30 18,20 17,70
20,30 19,50
19,30 19,50 18,40 18,80 20,20 18,00
18 60
16,50
18,80 18,30 18,30 18 80 19,00 18,80 20,30 21,00 19,60 19,60 18,00 19,80 19,00 19,50 19,00
17,00 16,60 15,10 17,10 16,20
18,10
aser. 17,60
20,10 18,40 18,40 18,40 18,00 17,20 20,90 21,00 19,50 18,90 20,00 19,50 19,60
20,50 18,60 19,00
Verkaufswert auf volle Mark abgerundet mitgeteilt. Der Durchschnittspreis wird aus den unabgerundeten Zahl Spalten für Preise hat die Bedeutung, daß der betreffende Preis nicht vorgekommen ist, ein Punkt (.) in den letzten sechs Spalten, daß entsprechender Bericht fehlt
gF
— S9o bnS8. 9 99
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FSandel und Gewerbe.
(Aus den im Reichsamt des Innern zusammengestellten Nachrichten für Handel und Industrie“.)
Frankreich.
Ausführungsbestimmungen zu dem Gesetze, betref⸗ fend Unterdrückung des Betrugs beim Warenhandel und bei der Verfälschung von Lebensmitteln und landwirt⸗ schaftlichen Erzeugnissen. Von dem französischen Minister für Landwirtschaft sind im Anschluß an die Verfügung vom 18. Januar d. J. Vorschriften über die chemische Untersuchung von Konfitüren, Sirup, Honig, Limonade und Zucker erlassen, die im Journal officiel de la République Française vom 26. April d. J. bekannt ge⸗
macht sind.
Preiserhöhung der Wirkwaren in der Schweiz.
Die schweizerischen Trikotagefabrikanten teilen ihrer Kundschaft auf dem Zirkularwege mit, daß sie infolge fortwährenden Aufschlages sämtlicher Rohmaterialien und Steigerung der Fabrikationskosten gezwungen sind, für alle fortan eingehenden Aufträge eine Erhöhung von 5 % der zur Zeit geltenden Preise eintreten zu lassen. Der Zuschlag wird am Schlusse der Faktura beigefügt werden. (Schweize⸗ risches Handelsamtsblatt.)
8 .“ .“
8
v 88 1“ Türkei.
Eingangszoll für elektrische Maschinen, Bedarfs⸗ artikel und Apparate. Das „Konstantinopeler Handelsblatt“ hat in der Nr. 9 vom 27. Februar d. J. eine Mitteilung gebracht, wonach die Zollsätze für elektrische Maschinen, Bedarfsartikel und Apparate hre worden sein sollen. Diese Meldung entspricht nicht den Tatsachen.
Zuckereinfuhr Britisch⸗Indiens 1905/06.
Unter den nach Britisch⸗Indien eingeführten Nahrungs⸗ un Genußmitteln nimmt Zucker mit einem Anteil an der Gesamtsumme von 53,3 % den Vorrang ein. Bezüglich der Marktlage von Zucker sei erwähnt, daß, während im Vorjahr der Ausfall der Rübenernte sehr klein war und die Preise sich demgemäß sehr hoch hielten, im Berichtsjahre eine Rückkehr zu bedeutend niedrigeren Preisen im Verein mit der größten bislang gehabten Ernte von Rüben stattfand. Der Preisrückschlag war ein außerordentlich großer. Zu Anfang des Jahres, im April 1905, wurden beispielsweise in Kalkutta für erst⸗ klassige Marken noch 13 fh. 9 d. f. 0. b. Hamburg quotiert, während gegen Ende des Jahres, im März 1906, die Preise auf 8 sh. 5 d. standen. Aehnlich wie dem Rübenzucker erging es auch dem aus Rohr bergestellten Javaprodukt, welches von Rupien 10 — 7—1 auf Rupien 8—4—6 im gleichen Zeitraum fiel.
Die Anfuhren verteilten sich sehr unregelmäßig über die ver⸗ schiedenen Monate. So sandten beispielsweise zu Beginn des Be⸗ richtsjahres Mauritius und Oesterreich die größten Quantitäten mit 98 000 beziehungsweise 90 000 cwts. Im Juni ließen diese Einfuhren jedoch nach; sie wurden bereits im kommenden Monat von Java mit einem Gewicht von 83 579 cwts. überholt. Java vermehrte dar⸗ auf im August die Quantität auf 276 082 cwts., wogegen Mauritius nur eine fende von 187 766 cwts. hereinbrachte. Den Höhepunkt erreichte die javanische Einfuhr mit 438 742 cwts. im Monat Sep⸗ tember. Es folgte Mauritus an zweiter Stelle, während die Rübenzucker produzierenden Länder bei weitem zurückblieben und nur die kleine Quantität von 1996 cwts. bereinbrachten. Gegen No⸗ vember änderte sich jedoch das Bild, und es begannen wiederum die österreichischen Anfuhren größer zu werden. Dieselben beliefen sich im Dezember auf 381 248 cwts. gegenüber einer Einfuhr von Mau⸗ ritius von 120 000 cwts. In den letzten zwei Monaten des Kalender⸗ jahres 1905 trat dann auch Frankreich als ziemlich bedeutender Ab⸗ lader auf, und zwar mit Zucker, welcher infolge der Zuckerkrisis dort freigeworden war. Wäͤhrend der drei ersten Monaͤte des Jahres 1906, über welche sich dieser Bericht noch erstreckt, begann Oesterreich sehe Mengen nach Indien zu werfen. Mauritius und Deutschland olgten an der zweiten Stelle. Die großen Verschiffungen aus
von Triest stark begünstigt. ußer der Ermäßigung der Fracht von 17 sh. auf 14 sh. die Tonne soll den Verschiffern vom Oester⸗ reichischen Lloyd eine weitere Konzession eingeräumt worden sein, sobald die Verladungen ein⸗ und desselben Verschiffers ein gewisses Quantum überschritten hatten. Später wurde die Fracht dann noch bis auf 10 sh. die Tonne unter gewissen Bedingungen ermäßigt. Obgleich die Ernte auf Java eine normale zu nennen war, waren die Ankünfte von dort kleiner als in früheren Jahren, und jwar wohl aus dem Grunde, weil die dortigen Produzenten infolge der niedrigeren in Indien herrschenden Preise ihre besseren Marken nicht zu konkurrenzfähigen Preisen auf dem indischen Markt absetzen konnten. — Es sei hier noch vorübergehend erwähnt, daß zu einer Zeit den Importeuren infolge der Boykottbewegung teilweise nicht unbedeutende Schwierigkeiten entstanden, da die Führer dieser Be⸗ wegung unbegründete Gerüchte in bezug auf die Herstellung von Rübenzucker verbreitet hatten. Es dürfte jedoch kaum etwas erreicht worden sein; denn die niedrigen Preise, welche herrschten, dürften wohl den Ausschlag geben.
So groß auch die Einfuhr von Zucker auf den ersten Blick erscheinen mag (sie belief sich im Berichtsjahr auf 3432 404 cwts. Rüben⸗ und 4 265 644 cwts. Rohrzucker), blieb sie doch noch weit dinter der Produktion des eigenen Landes zurück. Beispielsweise bildete die Einfuhr von Rüben⸗ und Rohrzucker nach Kalkutta — 2426 095 cwts. — noch nicht einmal den zehnten Teil der eigenen Gewinnung. Die Ankünfte von während der .* drei Jahre sind aus der folgenden Aufstellung ersichtlich. Sie gibt jedoch nur die Verschiffungsländer an und nicht diejenigen des Ursprungs.
Rübenzucker 1903/04 — 1905/06 cwts. ewts. OesterreichUngarn. —. 299 259 2 340 717 h654* 176 488 712 440 Großbritannien.. .. 50 452 177 682 Andere Länder .194 408 48 308 201 565
Zusammen 52 737 1 716 488 3 432 404
Rohrzucker: Mauritius 2 618 655 1 823 675 2 015 476 “ 285 027 130 628 Jabvbaoa 1 335 548 2091 508 1 685 391 Straits Settlements .. 229 993 211 040 150 868 Großbritannien 5585 412 70 896 106 361 Andere Länder .868 872 351 163 176 920 Zusammen 5 485 378 4 833 309 4 265 644. Die groͤßte Menge Rübenzucker wurde im Berichtsjahr via Karachi — 1 371 641 cwts. — eingeführt; es folgen Bombay mit 975687 ewts. und Kalkutta (bezw. Bengalen) mit 946 940 cwts. Java, welches im Vorjahr den ersten Platz unter den Verladern einnahm, wurde durch Oesterreich⸗Ungarn mit einer Einfuhr von 2 340 717 cwts. Frrängt und nimmt in diesem Jahr den dritten Platz ein. Der Grund seiner verminderten Einfuhr dürfte, wie bereits bemerkt, in der niedrigen Preislage der besseren Marken zu suchen sein. Deutsch⸗ land steht mit Abladungen im Gewicht von 712 440 cwts. an der vierten Stelle der Zuckerlieferanten Indiens, welche Stellung es jedoch ser kommenden Jahre, wie es den Anschein hat, 8 dürfte. Nach einem Bericht des Handelssachverständigen bei dem aiserlichen E eralkonsulat in Kalkutta.)
Oesterreich waren, wie man ss ee besondere hüen der Fah
Kupferfunde in Britisch⸗Ostafrika.
Nach einer Meldung des „Commissioner of Mines“ ist in Britisch⸗Ostafzika im Tale des Tsavoflusses, der vom Kilimandjaro aus in östlicher Richtung fließt, Kupfer gefunden worden. Die Ent⸗ deckung ist durch einige Prospektoren gemacht worden, die schon längere Zeit im Gelände der Ugandabahn nach Metallen suchten. Die Hauptfundstelle liegt ungefähr 70 km westlich von der Station Tsavo (Meile 133 der Ugandabahn) und besteht aus einem parallel der Bahn laufenden großen Quarzriffe, in dem sich das Kupfer teils rein, teils in Schwefelverbindungen zeigt. Das Riff erstreckt sich vom Fuße der Kiuluberge quer durch das Tsavotal in der Richtun nach Südosten; seine Ausdehnung nach Länge, Breite und Tiefe g” noch nicht bestimmt, v9 soll auch schon östlich von der Bahn Kupfer festgestellt worden sein.
eben dem Kupfer enthält der Quarz Gold in geringen Mengen sowie kleine Beimischungen eines weißen Metalls, dessen Natur noch nicht festgestellt ist. Man nimmt an, es sei Platin. 1
Eine in Nairobi gemachte Probe hat einen Kupfergehalt von etwa 30 % ergeben. Die Prospektoren, meistens erfahrene Leute aus Südafrika, halten den Abbau für durchaus ewinnbringend, was schon daraus hervorgeht, daß einige von ihnen Angebote von 1000 Pfd. Sterl. für ein Schürffeld (claim) ausschlugen. Ein Be⸗ werber kann nur ein Feld von 600 Quadratyards belegen. Er muß dazu vorher einen Erlaubnisschein haben, der 5 Rupfen kostet, ferner muß er auf dem belegten Feld an 7 Tagen im Monat arbeiten lassen.
Gerüchte über Gold⸗ und Diamantenfunde, die vor einiger Zeit umliefen, haben sich als grundlos erwiesen. (Bericht des Kaiserlichen Vizekonsulats in Mombassa.)
G“ Ausschreibungen. “
Versteigerung von Kopalharz und Kautschuk in Ant⸗ werpen. Am 22. und 23. Mai findet in Antwerpen die Versteigerung von etwa 72 Tonnen Kopalharz und 364 Tonnen Kautschuk unter den gewöhnlichen Bedingungen statt. (Informations et Renseigne- ments de l'office national du Commerce extérieur.)
Vergebung der Baumeisterarbeiten für den Bau des Bezirkswalsenhauses in Waidhofen a. d. Thaya. Offerten bis 22. Mai 1907 an den Bezirksarmenrat Waidhofen a. d. Thaya, woselbst Behelfe gegen Vadiumerlagschein (per K. 1000) um K. 2 erhältlich sind. (Oesterreichischer Zentralanzeiger.)
am 16. Mai 1907: Ruhrrevier Oberschlesisches Revier “ Anzahl der Wagen Gestellt 21 036 7 480 Nicht gestellt. — —.
Wagengestellung für Kohle, Koks und Brikette
In einer im Architektenhause zu Berlin am 15. d. M. ab⸗ gehaltenen, stark besuchten Mitgliederversammlung des Ziegeleibesitzer⸗ vereins zu Berlin wurde einstimmig der Sgel. gefaßt, einen neuen Ring der märkischen, fuͤr den Berliner Baumarkt in Frage kommenden Ziegeleien ins Leben zu rufen. Die Fhereh von Ziegeln soll jedem Ziegeleibesitzer in der von ihm gewünschten Höhe überlassen bleiben; dagegen soll der Verkauf kontingentiert werden. Um ein gegenseitiges Unterbieten der Ziegel und Kalksandsteine zu vermeiden, wurde beschlossen, mit den Kalksandsteininteressenten Fühlung zu nehmen und mit ihnen über geeignete Schritte zu beraten. Zur Erledigung der weiteren Arbeiten und zur Ausar itung des Vertragsentwurfs für den neuen Ring wurde ein Ausschuß Hee. der aus je 1 Abgeordneten der 11 Bezirksvereine des Ziegeleibesitzervereins sowie dem früheren Direktor des zur Zeit als Steinhändlerfirma tätigen Zentralverkaufskontors von Hintermauerungssteinen A.⸗G., D. Sinzheimer, besteht. Um Kollisionen zu vermeiden, dürfen die von den Bezirksvereinen ab⸗ geordneten Herren nicht gleczeit Aufsichtsratsmitglieder des Zentral⸗ verkaufskontors sein. Die erste Versammlung des Ausschusses wird am Freitag, den 24. d. M., Vormittags 10 Uhr, im Zentralverkaufs⸗ kontor stattfinden.
— Die Württembergischen Staatseisenbahnen ver⸗ einnahmten im Monat April 1907: 5 700 000 ℳ (gegen def. mehr 231 000 ℳ).
London, 16. Mai. (W. T. B.) Bankausweis. Total⸗ reserve 24 590 000 (Abn. 487 000) fd. Sterl., Noten⸗ umlauf 28 809 000 (Abn. 149 000) Pfd. Sterl., Barvorrat 34 949 000 (Abn. 636 000) Pfd. Sterl., Portefeuille 30 281 000 Abn. 840 000) Pfd. Sterl., re. der Privaten 42 761 000 Abn. 2 374 000) Pfd. Sterl., Guthaben des Staats 9 514 000 Zun. 1 014 000) Pfd. Sterl., Notenreserve 23 352 000 (Abn. 578 000)
sd. Sterl., Regierungssicherheit 15 321 000 (unverändert) Pfd.
terl. Prozentverhältnis der Reserve zu den Passiven 47 gegen 46 ⁄ in der Vorwoche. E“ 254 ., gegen die ent⸗ sprechende Woche des Vorjahres 39 Mlll. weniger.
aris, 16. Mai. (W. T. B.) Bankausweis. Barvorrat
in old 2 612 871 000 (Zun. 8 570 000) Fr., do. in Silber 983 654 000 (Zun. 1 760 000) Fr., Portefeuille der Hauptbank u. d. Fil. 1 117 166 000 (Abn. 44 381 000) Fr., Notenum auf 4 752 282 (Abn. 43 753 000) Fr., Lauf. Rechnung d. Priv. 511 748 000 (Abn. 18 729 000) Fr., Guthaben des Staatzschaßes 160 456 000 (Zun. 22 493 000) Fr., Gesamtvorschüsse 570 444 000 (Abn. 10 425 000) Fr.,
ins⸗ u. Diskonterträgnis 17 867 000 (Zun. 672 000) Fr. — Ver⸗ ältnis des Barvorrats zum Notenumlauf 75,67.
Die Preisnotierungen vom Berliner Produktenmarkt sowie die vom Königlichen Polizeipräsidium ermittelten Marktpreise in Berlin befinden sich in der Börsenbeilage.
Kursberichte von den auswärtigen Fondsmärkten.
Seaseeg. 16. Mai. 1r T. B.) Acüchluß.) Gold in Barren das Kilogramm 2790 B., 2784 G., Silber in Barren das Kilogramm 90,00 B., 89,50 G.
Wien, 17. Mai, Vormittags 10 Uhr 50 Min. (W. T. B.) Einh. 4 % Rente M./N. p. Arr. 98,35, Oesterr. 4 % Rente in Kr.⸗W. pr. ult. 98,45, Ungar. 4 % Goldrente 111,80, Ungar. 4 % Rente in Kr.⸗Z. 93,80, Türkische Lof per M. d. M. 190,50, Buschtierader Eisenb.⸗Akt. Lit. B —,—, Nordwestbahnakt. Lit. B per ult. —,—, Oesterr. Staatsbahn per ult. 677,25, Südbahngesellschaft 130,50, iener Bankverein 544,00, Kreditanstalt, Oesterr. per ult. 657,50, Kreditbank, Ungar. allg. 761,00, Länderbank 447,00, Brüxer Kohlenbergwerk —,—, Montangesellschaft, Oesterr. Alp. 595,50 eichsbanknoten pr. ult. 117,70, Unionbank 562,50, Prager Eisen FürrII 2610.
London, 16. Mai. (B. T. B.) (Schluß.) 24 % Eng⸗ lische Konsols 84 ½, Platzdiskont 3 ¼, Silber 30 ⁄16. — Bankeingang 299 000 Pfd. Sterl.
Paris, 16. Mai. (W. T. B.) (Schluß.) 3 % Franz. Rente 94,95, Suezkanalaktien 4585.
Madrid, 16. Mal. (W. T. B.) Wechsel auf Paris 10,90.
Lissabon, 16. Mai. (W. T. B.) Goldagto
New York, 16. Mai. (W. T. B.) (Schluß.) Das Geschäft an der heutigen 2 zel bewegte sich in engsten Grenzen und kam zeitweise zu einem völligen Stillstand; Umsätze kamen hauptsächlich nur in Union Readingbahnaktien und in einigen Spezial⸗ werten zustande. uf vereinzelte Abgaben charakterisierte sich die Tendenz anfangs als nachgebend. Recht schwach lagen die Aktien der National Lead Company infolge von Realisationen, während Cheasapeake and Ohio auf Positionslösungen und Gerüchte
“
über eine beabsichtigte Kapitalserhöhung etwa 2 % verloren. Im Gegensatz hierzu lagen Reading⸗ und Union Pacifichahnwerte verhältnismäßig fest auf Kurstreibereien. Die neuerliche Weizenhausse iog im weiteren Verlaufe das ganze Interesse der Spekulation auf sich, wodurch die meisten Umsatzgebiete vollständig vernachlässigt lagen. In letzter Stunde gaben Befürchtungen einer Versteifung des Geld⸗ marktes als Folge der Ausgabe von neuen Sicherbeiten in beträcht⸗ licher Höhe den Anlaß zu Realisationen. Schluß flau. Aktienumsa 340 000 Stück. Geld auf 24 Stunden Durchschn.⸗Zinsrate 1 do. Zinsrate für letztes Darlehn des Tages 2 ¼, Wechsel auf London 60 Tage) 4,83,55, Cable Transfers 4,86,80, Silber, Commercial ars 65 . Tendenz für Geld: Leicht.
Rio de Janeiro, 16 Mai. (B. T. B.) Wechsel auf
London 15 ⁄ . 1“
8
“ Kursberichte von den auswärtigen Warenmärkten.
Magdeburg, 17. Mai. (W. T. B.) Zuckerbericht. Korn⸗ zucker 88 Grad o. S. —,—. Nachprodukte 75 Grad o. S. —,—. Stimmung: Geschäftslos. Brotraffinade I o. & 19,50 — 19,62 ½. Kristallzucker I mit Sack —,—. Gem. Raffinade m. S. Se. e; Gemahlene Melis mit Sack. 18,75 — 18,87 ½. Stimmung: Still. Rohzucker I. Produkt Transito frei an Bord amburg: Mai 19,65 Gd., 19,75 Br., —,— bez., Juni 19,70 Gd., 19,80 Br., —,— bez., Juli 19,80 Gd. 19,90 Br., —,— bez., Auaust 19,95 Gd., 20,05 Br., —,— bez., Oktober⸗Dezember 19,20 Gd., 19,30 Br., —,— bez. — Behauptet.
Cöln, 16. Mai (W. T. B.) Rüböl loko 75,00, Oktober 70,00.
Bremen, 16. Mai. (W. T. B.) (Börsenschlußbericht.) Privcehatemagch. Schmalz Ruhig. Loko, Tubs und Firkin 47 ¼,
oppeleimer 48. Kaffee. Behauptet. — Offizielle Notierungen 8 1“ Baumwolle. Still. Upland loko middl.
Hamburg, 16. Mai. (W. T. B.) Petroleum. Stetig. Standard white loko 6,80.
Hamburg, 17. Mai. (W. T. B.) Kaffee. (Vormittags⸗ bericht.) Good average Santos Mai 28 ¾ Gd., September 29 d., Dezember 29 Gd., März 29 ¼ Gd. Kaum stetig. — Zuckermarkt. (Anfangsbericht.) Rübenrohzucker I. Produkt Haßs 88 % Rende⸗ ment neue Usance frei an Bord Hamburg Mai 19,65, Juni 198,88. August 19,90, Oktober 19,25, Dezember 19,10, März 19,35.
uhig.
Morgen bleibt die Kaffee⸗ und Zuckerbörse geschlossen.
18 70eepest. 16. Mai. (W. T. B.) Raps Auguft 16,50 Gd., 8 r.
London, 16. Mai. (W. T. B.) 96 % Javazucker loko
d; 11 d. Verkäufer. Rübenrohzucker loko matt, 9 sh.
Wert.
Der Zuckermarkt bleibt am Sonnabend und Montag geschlossen.
London, 16. Mai. (W. T. B.) (Schluß.) Chile⸗Kupfer fest, 102, per 3 Monat 101 ¼.
London, 16. Mai. (W. T. B.) Wollauktion Schluß. Fest. Feine Merinos pari bis 5 % höher, geringe pari bis 5 % niedriger. Feine Kreuzzuchten pari, geringe 5 % niedriger, schneeweiße -2 und gute Greasis pari, geringe Greasis 2 ½ % unter letzter
uktion.
Liverpool, 16. Mai. (W. T. B.) Baumwolle. Umsatz: 10 000 Ballen, davon für Spekulation und Export 500 B. Tendenz: Ruhig. Amerikanische good ordinary Lieferungen: Ruhig. Mai 6,36, Mai⸗Juni 6,36, Juni⸗Juli 6,26, Juli⸗August 6,21, August⸗ September 6,11, September⸗Oktober 6,03, Oktober ⸗November 5,96, November⸗Dezember 5,93, Dezember⸗Januar 5,92, Januar⸗ Februar 5,90. — Offizielle Notierungen. (WDie Ziffern in Klammern beziehen sich auf die Notierungen vom 10. d. M.) American good ordin. 5,89 (5,75), do. low middling 6,55 (6,41), do. v 6,89 (6,75), do. good middling 7,43 (7,29), do. fu vod middling 7,63 (7,49), do. middling ⁵ 7,97 (7,83), Pernam air 7,43 (7,32), do. good fatr 7,74 (7,63), Ceara fatr 7,50 (7,39), do. good fair 7,77 (7,66), Egvptian brown fatr 91,11 (9 ½), do. prowe fully good fair 10 ⁄6 (10 ¾), do. brown good 10 7%¼ (10 ¼1⁄11α), Peru rough good fonr 10,90 (10,75), do. rough good 11,15 (11,00), do. rough fine 11,50 (11,35), do. moder. rough 21 8,65 (8,50), do. moder. good fatr 9,50 (9,35), do. moder. good 10,10 992 do. smooth fair 6,99 (6,83), do. smooth good fair 7,54 (7,38), M. G. Broach good 51116 (d11⁄6 n do. fine 6 (6), Bhownuggar good 4 ⅛⅞ (4 ⅜), do. fullr good 4 ⅔ 8 „ do. fine 4 ⅞ (4 1), Domra Nr. 1 good 4 % (4 ½¼) do. fully good 4 ½ (4¼), do. fine 4 %¼ (4 ¼), Seinde fully goo 3 ½ (3 ½), do. fine 4 (4), Bengal fully good 37% (3 1), do. fine 4 (4), Madras Tinnevelly good 5 (5 %).
Glasgow, 16. Mai. (W. T. B.) (Schluß.) Roheise fest, Middlesborough warrants 61/3. 8
Paris, 16. Mai. (W. T. B.) (Schluß.) Rohzucker ruhig, 88 % neue Kondition 24 ¼ — 24 ½. Weißer Zucker 84 Nr. 3 für 100 kg Mai 26 ⅛, Juni 27 ⁄, Juli⸗August 27 ½, Oktober Januar 27 ⁄.
Amsterdam, 16. Mai. (W. T. B.) Java⸗Kaffee good ordinarv 33 ½. Bankazinn 115.
Die Börse bleibt am Sonnabend geschlossen. 8
Antwerpen, 16. Mai. (W. T. B.) Petroleum. Raffiniertes Type weiß loko 21 ¼ bz. Br., do. Mat 21 ¼ Br. do. Juni 21 ½. Br., do. Julf⸗August 21 ½ Br. Fest. — Schmalz Mai 113 ½⅛.
New York, 16. Mai. (W. T. B.) (Schluß.) Baumwolle⸗ — in New York 12,05, do. für Lieferung per it 10,91, do. für
ieferung September 10,91, Baumwollepreis in New Orleans 11¹%9l½ — Standard white in New York 8,20, do. do. in Philadelphia 15, do. Refined (in Cases) 10,65, do. Credit Balances at Oil 1,78, Schmalz Western Steam 9,50, do. Rohe u. Brothers 9,65, Ge⸗ . nach Liverpsol 1 ¼, Kaffee fair Rio Mr. 7 6 ½, do. Rio Nr. 7 Juni 5,40, do. do. August 5,30, Zucker 3,37
18,75 — 45,00, Kupfer 24,75 — 2,50. .“
„Der Arbeitsmarkt“, Halbmonatsschrift der Zentralstelle für Arbeitsmarktberichte, Organ des „Verbandes deutscher Arbeitsnachweise’ Herausgeber Professor Dr. J. Jastrow, Berlin, Verlag von
eorg Reimer), enthält in Nr. 16 des 10. Jahrganges folgende Beiträge: Rundschau über die Lage des Arbestsmarktes. — All⸗ emeines: Die Aussichten auf das Pfingstgeschäft. — bau: Kohlenförderung und Konzunkturrück ang; Zunahme der arbeits⸗ täglichen Förderung im März. — Eisengewerbe: Stei erung der Roheisenerzeugung im März; , Deutschlands. — Elektrizitätsindustrie: Abschwaä ung der Konjunktur; schlechterer Geschäftsgang in kleinen etrieben; ö der Aus. fuhr. Textilgewerbe: Textilwarenhandel im ersten Quartal 1907; steigende Aufnahmefähigkeit des Weltmarktes. — Leder. industrie: Freundlichere Aussichten für die Leder derarbeitende Industrie; Absatzmöglichkeiten im Schuh und Lederhandschuhgewerbe. — Baugewerbe: Belebung der Bautätigkeit; günstige Berichte aus Nord, und Mitteldeutschland. — Verkehrswesen: Ginnahmen aus dem Güterverkehr; Steigerung der Verkehrseinnahmen. — Statistisches Monatsmaterial: Arbeitsnachweise; Wetterbericht; Streikverzeichnis für Deutschland, Oesterreich⸗Ungarn Schweiz. — Verwaltung der Arbeitsnachweise: Landwirtschaftliche Ardeitsdermittlung in der Pfalz; Gründung eines paritätischen Arbeitsnachweises für das Gastwirts⸗ gewerbe in Hamburg.
Verdingungen im Anslande.
Oesterreich⸗Ungarn.
21. Mai 1907, 12 Uhr. K. K. Staatsbahndirektion Wien: Lieferung und Montierung eiserner Tragkonstruktionen. Näheres bei der Abteilung 3 für Bahnerhaltung und Bau der genannten Staats⸗
bahndirektion und beim „Reichsanzeiger“.
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