eine gewisse Trockenheit in der malerischen Behandlung, mehr noch in den Landschaften aus Mentone, vom v und aus dem Pellowstonepark. Leider scheint die dänische Malerei, für die J. S. Kroyer nicht ganz das geworden ist, was man einst von seiner Kunst erwarten durfte, in einer gewissen Stagnation begriffen zu sein; die diesjährigen Kopenhagener Ausstellungen, die akademische und die zfreie“, fielen wenigstens durch den Mangel an hoffnungsreichem Nachwuchs auf. Subtile Koloristen wie Hammershoy und Ilsted können nicht darüber hinwegtrösten, daß ihre Feß mehr das End⸗ ergebnis einer Entwicklung darstellt, als daß sie die Brücke zu neuen Ufern schlüge. Matthiesen spricht am meisten in den Entwürfen zu Freskomalereien an, -u- a. Jür. ein mineralogisches Museum, -wo „Kunstformen der Natur“, Muscheln, Versteinerungen, Quallen, schon vor Veröffentlichung der bekannten Häckelschen Abbildungen in origineller Weise verwandt sind. Als Entdecker eines neuen Freskoverfahrens hat übrigens M., der 1861 in Schleswig geboren wurde, auch in Berlin auf der Akademie und am Kunstgewerbemuseum hgt. zahl⸗ reiche Schüler unterrichtet. Im Nebensaale sind mehrere Wände dem Londoner Landschafter Grosvenor Thomas eingeräumt, einem Nachzügler Corots, dessen Technik ja gerade für die Schotten, deren Schule auch Thomas anzugehören vorbildlich geworden ist. Ein sehr schönes mattes Türkisenblau des Himmels in Verbindung mit tiefdunkelgrünen Baummassen ist diesem Stimmungskünstler eigentümlich; gelegentlich leuchtet auch aus seinen im Motiv nicht sehr mannigfaltigen Gemälden das vS. eines schlanken Birken⸗ stammes heraus. Thomas liebt das Halblicht der Dämmerung, wenn die Formen verfließen und auch die Farben sich zu ver⸗ stehen scheinen. In einer weichen, kantilenenartigen Melodie trägt seine Kunst das Lob des Abendfriedens und der Einsamkeit vor; seine Bilder laden zum Weiterträumen ein. In der bunten Reihe dieser Augustausstellung folgt dann Gino Parin aus Triest, der seit Jahren in München ansässig ist. Bildnisse wie jenes duftig gemalte der rothaarigen Dame können am ehesten für 3 sich einnehmen. Aber dsese Galerie dämonischer und kapriziöser
Weiber von Kassandra und Judith bis Hedda Gabler ist bei allem anspruchsvollen Gehaben nicht mehr als das ganz unleidliche Erzeug⸗ nis einer nur von Literaten bewunderten Bohömekunst, der eben zum Dämonischen so gut wie alles fehlt. Ich würde mich nicht wundern, wenn auch dieser Pseudo⸗Moderne bald einen ebenfo be⸗ geisterten wie wortreichen Herold fände.⸗Mit tüchrigen, —rerdweise farbigen, an Nicholson erinnernden Holzschnitten stellt sich ein in Paris lebender Ungar, Carl Jözsa, vor; unter den Porträts finden wir einen herzlich mißglückten Mommsen, Wagner, Böcklin und einen nicht üblen Menzel. Von den zahlreichen mit Sammelausstellungen vertretenen Deutschen sei der junge Düsseldorfer Wilhelm Lukas hervorgehoben, von dem hier schon einmal anläßlich seiner Vertretung bei Keller und Reiner ausführlich die Rede war. Es sind wiederum fast ausschließlich niederrheinische Landschaften, mit breitem Pinsel vorgetragen; auffallend selten ist ein kräftiges Grün. Eine Gruppe tüchtiger Berliner „Heimatskünstler“ bilden die Landschafter Fritz Douzette, Franz Türcke und Ernst Gentzel; das ihnen Ge⸗ meinsame erklärt sich daraus, daß sie alle aus der Schule Hertels und Kallmorgens von der Berliner Akademie hervorgegangen sind. Der zuerst genannte Künstler ist ein Sohn des trefflichen Louis Douzette; in seinem Bilde „Spätsommer“ ist in dem behaglich im Baumschatten stehenden alten Herrn wohl ein Bildnis des Vaters zu sehen. Türcke aquarelliert in satten Farben die Umgebung Berlins und weiß aach noch der Silhouette von Wilmersdorf Reize ab⸗ zugewinnen; Gentzel zeigt gute Beobachtungsgabe in dem farbenreichen Bilde des Flamir goteiches im Zoologischen Garten. Von den wenigen Skulpturen sei wenigstens erwähnt die vorzügliche Bronze eines Eisbärs von dem Berliner Paul Nebel.
Abgesehen von diesen Kunstwerken, hat Schulte einen ganzen Raum mit Hervorbringungen der älteren deutschen Malerschule gefüllt. Von Eduard Hildebrandt sieht man eine tiefgestimmte Landschaft mit Windmühlen, die in keiner Weise das scharfe Verdikt rechtfertigt, das in manchen neueren Kunstgeschichtsbüchern über diesen allerdings Jungleichmäßigen Mäler Zefällt wird, Knaus seigt finen Leierkasten⸗ pieler von großer Feinheit der Ausführung, Leibl ist durch das
ädchen in Schwarz und der ihm nahestehende Schuch durch zwei vorzügliche Stilleben vertreten. Bilder und Studien von Menzel, den Achenbachs und Schönleber vervollständigen den Galerie⸗ charakter dieses Raums. Dr. C.
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egierungsbezirken wiesen die meisten verurteilten Personen auf: Pegserung vait 178 (249), Potsdam mit 158 (116), Breslau und Arnsberg mit je 84 (52 und 92), Cöln mit 79. (73), Stettin mit 54 (42) und Frankfurt mit 52 q19. Wegen zweier oder mehrerer derselben oder verschiedener Art wurden 167 (125) Per⸗ 0
nen verurteilt. Wegen Herstellung und Feilhaltens gesundheits⸗ schädlicher Nahrungs⸗, Genußmittel und Gebrauchs⸗ gegenstände wurden 900 (im Jahre 1903 748) Personen verurteilt, darunter 610 (506) epangelische, 256 (227) katholische Christen und 31 (15) Juden. Nach dem Ort der Tat waren am stärksten beteiligt die preußischen Regierungsbezirke Magdeburg mit 77 (8), Potsrdam mit 64 (59), Düsseldorf mit 49 (49), Hannover mit 47 (44) und Frankfurt mit 46 (12) verurteilten Personen, ferner Bayern mit 138 (60), wovon auf Oberbayern 55 (33), auf die Pfalz 30 (—) und auf Schwaben 16 (4) entfielen, sowie Bremen mit 47 (12), Hamburg mit 38 (35) und Sachsen mit 37 (64), wovon auf die Kreishaupt⸗ mannschaft Leipzig 13 (10) entfielen. In Berlin wurden 56 (59) ersonen verurteilt. 8 ceen wissentlicher Verletzung von Absperrungs⸗ maßregeln bei Viehseuchen, insbesondere von Einfuhrverboten zur Abwehr der Rinderpest, sowie der Vorschriften über die Beseitigung von Ansteckun gfoshen bei Viehbeförderung auf Eisenbahnen und wegen vorsätzlichen Ingebrauchnehmens usw. von zur Verbreitung gemein⸗ gefährlicher Krankheiten geeigneten Gegenständen vor erfolgter Des⸗ infektion sowie ferner wegen Verletzung der zur Bekämpfung der Reblaus erlassenen gesetzlichen Vorschriften usw. wurden 690 (im Jahre 1903 931) Personen verurteilt, darunter 264 (374) evangelische, 388 (517) katho⸗ liche Christen und 38 (37) Juden. Auch in diesem Jahre wiesen die höchsten Zahlen die an der Ostgrenze des Reichs gelegenen preußischen Regierungsbezirke Gumbinnen mit 100 (122), Oppeln mit 94 ech Königsberg mit 80 (104), Posen mit 69 (45), Bromberg mit 29 (41) und bi-Faneh mit 26 8. 3) guf. “ 88 ezirken waren am stärksten vertre . bischen gegiehahas Mirelfranken mit 25 (65), Niederbayern mit nicht viel mehr als halb so zahlreich wie bei der ersten Warenhaus⸗ 20 (16) und Unterfranken mit 18 (30), in Wüͤrttemberg der Schwarz⸗ steuerveranlagung im Jahre 1901. Das Steuersoll ist 1906 in West⸗ waldkreis mit 17 (5), in Hessen die Provinz Oberhessen mit 14 (3) e Westfalen und Hessen⸗Nassau gesunken, am meisten gestiegen und in Sachsen die Kreishauptmannschaft Zwickau mit 7 (1) Ver⸗ m Rheinlande, unverändert geblieben in der Provinz Posen; in West⸗ urteilten preußen, Brandenburg, Pommern, Posen, Schleswig⸗Holstein und Wegen wissentlicher Verletzung von zur Verhuütung Westfalen übersteigt es den Betrag der erstmaligen Veranlagung. ansteckender Krankheiten Maßregeln (§ 327 Auf dem Lande war im Berichtsjahre das Veranlagungsergebnis St.⸗G.⸗B.) wurden 34 (im Jahre 1903 59) Personen bestraft. am bedeutendsten in der Provinz Schlesien (5 Betriebe mit 70 100 ℳ Wegen Zuwiderhandlungen gegen die Vorschriften Steuer), und zwar im oberschlesischen Industriegebiet (3 Betriebe mit über Beschäftigung von Arbeiterinnen, bezw. jugend⸗ 49 00 ℳ Steuer). lichen Arbeitern sowie von Kindern wurden 3591 8 (1320) Personen verurteilt, darunter 2694 (916) evangelische, 634 (290) katholische Christen und 201 (101) Juden. Besonders hoch war die Zahl der verurteilten Personen im König⸗ keich Sachsen mit 495 (228) und hier in den Kreishaupt⸗ mannschaften Chemnitz mit 205 (76), Dresden mit 137 (43) und Zwickau mit 113 (65), ferner in Bayern mit 153 (89), und zwar in der Pfalz mit 74 (41), in Oberbayern mit 26 (7), in Niederbayern mit 20 (22) und in Mittelfranken mit 19 (5), dann in Hamburg mit 123 (23), in Württemberg mit 115 (40), und zwar im Neckarkreis mit 57 (—) und Jagstkreis mit 24 (4), in Baden mit 95 (71), und zwar im Kreise Karlsruhe mit 41 (46), ferner in Mecklenburg⸗Schwerin mit 84 (2), in Bremen mit 41 (13), in Braunschweig mit 40 (6) und in Sachsen⸗Weimar mit 35 (6). In Berlin kamen 450 (104) derartige Fälle vor, in den preußischen Regierungsbezirken Düsseldorf 212 (96), Potsdam 197 (39), Cöln 137 (51), Magdeburg 113 (30), Liegnitz 95 (31), Arnsberg 88 (56), Schleswig 86 (18), Breslau 84 (29), Stettin 72 (15), Frank⸗ Tanger, 11. August. (Meldung des „Reuterschen Bureaus“.) furt 71 (27), Hannover 60 (11), Cassel 52 (25) und Minden 51 (32). 3000 Mauren griffen gestern den General Drude vor den Toren— A.
von Casablanca an, zogen sich aber nach schweren, durch die Artillerie 8 1““ 1 . verursachten Ve, 85 82s 898 Der „Daily Telegraph⸗ Die Se p ke In E -. tzaste 8 re s⸗ und feldet aüs Eösabta ier dem 10. Anghst⸗ Täglich finden hier ese „ tür 1c00 kg: Wesyen 111 statt; vestern und heute abend betrugen in Preußen .e f 1 9 X: enen kam es zu heftigen Feuergefechten, bei denen ein Franzose getötet und 206 (im Juni d. J. ebenfalls 15,174 71723 beꝛw. 146) ℳ, Hafer mehrere verwundet wurden. Ber Onkel des Sultans Muley⸗ 199 (200 bezw. 154) ℳ, ben eErb - Kochen 2538 (251 bezw Amin bleibt in Casablanca, nachdem er sich den Franzosen 196 (197 bezw. 172) ℳ, gelbe 18 F. 897) *. Linsen 993 ergeben hat; seine Truppen sind sämtlich geflkohen. Wenn nicht 237) ℳ, weiße BE“” 8. 1 2-- *. Mlbnhant unverzüglich französische und spanische Truppen gelandet worden wären, (592 bezw. 499) ℳ, Ct artoffeln 88, 1. e ehen so würden alle Europäer niedergemetzelt worden sein. Eine weitere 54,3 (52,7 bezw. 49, LISöö“ baw. 1942) 9 im Klein⸗ Depesche desselben Blattes meldet, daß die Eingeborenen in großer Rindfleisch im Großhandel ( 289 8 8 0e, 1689—2 Zahl einen heftigen Angriff auf die Stadt Casablanca von drei ver⸗ handel für 1 kg: vh 89. . 2 41.80,8 hch , 17 d. schiedenen Punkten aus machten; die Geschütze der „Gloire“ und des vom Bauche 1,36 (1,36 en. 6 00*ℳ 8 1 65) ℳ Hammelfleisch ⸗Gueydon“ wurden auf sie gerichtet, als sie mit unglaudlicher Todes⸗ ag.1,82 les⸗ Lelcensch 1788 gchen geräucherten Speck 1,63 (1,61 8 len8n ga und Rabat herrscht, wie von dort be⸗ “ Phbutte⸗ *911 es 1eg 2. 5 Eenalage n daß es 8 88” vart ne 23 5 an. Die Polizei deskt snvatht. tn Weln⸗ h.rh. e ee wrischer Dichter — und 1 S2ss weinesch ,63 (I, 1 4ℳ8, ng ununterbrochen mit ihren Knütteln vor. Die d törer riss richtet wird, augenblicich Nuhe, doch müsse Am ederzeit mit Speisebereilung 34 (34, bezw. 32) 3, Roggenmehl 31 60 Fflastersteine heraus und schleuderten fe gegen die Uüstsfte, rissen “
an, nach einem 2 ie Getreidepreise fü 8 b w 1 st 194,8 1“ “ Hiltbert,einstabker Angriffglänzend zurückgeschlagen. noch weiter erhöht, während sie an anderen gesunken sind. Die Cr⸗ -e.eebeeet. Sas air dts wsg säüte Viehversicherung in Bayern.
zn Bajonett wiederholt Angriffe; eine Anzahl Aufrührer wurde verwundet. — Offizielle bungen han⸗ beh fesae. of die 4 habvmger betrasen, beimn Weaian⸗ 8 1Dan2 19 88 2 6. Der Allgemeine Ausstand in Chaux⸗de⸗Fonds unter. MNach dem Geschäftsbericht der bayerischen Landesviehversicherungs⸗ wegen der Anwesenheit des hier eingetroffenen Kreuzer 1 V
— 1 bleibt, wie die „Frkf. Ztg.“ erfährt, infolge der ablehnenden Be⸗ anstalt für das Versicherungsjahr vom 1. November 1905 bis dahin
Falilee“ in Aufruhr seien und den Heiligen Krieg, besonders] 2, in oblenz 1 , zeim Roggen: in Aachen d, zn Bögis t, —— sclüsge vex meisten Gewenschaften (ogl. Ne. 189 d. B1. 1908 umfaßt die Bersicherung ꝛu Anfang des Berschtejabres 1228 unter den Stämmen an der Küste, predigen. Der Gouverneur Fafigoben 598 Gleiwitz 2b . l- Magdeburg 1 ℳ Die Zur Ausstandsbewegung der Telegraphisten der Ver⸗ Ortsvereine (gegen 1500 im Vorjahre), am Schlusse 1572 Orts⸗ von Rabat teilte den Eingeborenen mit, daß beim ersten An⸗ 2 . 1
as⸗ einigten Staaten (vgl. Nr. 190 d. Bl.) berichtet „W. T. B.“, vereine mit 79 113 Mitgliedern und 505 769 Tieren bei einem Ver⸗
8 gen b i 8 in Königs⸗ g . 2. b“ 8 1 .
zeichen eines Aufstandes der „Galilée“ den Hafen von Saleh geeipanss, “ dtrogen n Pszeean Magdeburg, daß sich der Ausstand bis Sonnabendabend über 50 Städte aus⸗ sicherungswerte von 80 125 505 ℳ (1553 Vereine mit 78 142 Mit beschießen werde.
— G gebreitet hat. Die Unruhen blieben auf den Westen von Ch cago be⸗ gliedern und 307 751 Tieren bei einem Versicherungswerte von werd Hannover, Cassel. Hanau und Neuß 4 „ schränkt. Die Unterbrechung der veleraphischen Heebadene mit 74 794 890 ℳ im Vorjahre). Auf einen Verein entfielen im Durch⸗ Es wird ferner gemeldet: „ Danzig 12, in Königsberg i. Pr. 11, in . 8 den 8din Hakan New York infolge von Ausständen erstreckt sich jetzt auf eine ganze schnitt 50 Mitglieder mit 195 versicherten Tieren. Der Versicherungs⸗ Ferxol, 11. August. (W. T. B.) Der Kreuzer „Numancia“ furt g. O. und Paderborn 9,s Posen un Kel raise jeigen Reihe Städte im Westen und Süden, darunter Columbus, Mil⸗ wert stellte sich durchschnittlich auf 306 ℳ für ein Stück Rindvieh, ist nach Casablanca in See gegangen. in S 2 2 foft aün ser Shn 1 üc ine Königt⸗ waukee, Nashville, Memphis und Dallas. — Die New Yorker Tele⸗ auf 15 ℳ (Perlhe etran für eine Zieg. „Beteiligt waren an der ud 4 eS.),s Lgh Mültch . 8 bdernd 1 8 8. eig un 1 15, in Oena⸗ Fapeisten büschlosen “ in bohg auff den Stratrc ketnen eerin 18e19 , de. e.ih vom Jahre 1904 wird heute Infanterie und Kava — 2 rg, i. Pr. 27, 1 1 . . V itt bis nächsten Freitag zu tun. Dies geschah au uchen der — . ). r, 11. August. 6 . Havas“.) ’ . S. und Paderborn 6, eration un e rbeiterbunde eute na cago 3, 1 ere, et, . Cat. Son Genftathe 9. Hefebl, 723 in Stettin und Stralsund 4, in Breslau 3, in Frankfurt a. O reisen werden, um in Verhandlungen mit dem Vol⸗ 6761 = 64,38 % für vetces- und eine eilung Artillerie bereit zu halten, „wenn erforderlich, . sofort nach Marokko abgehen sollen.
Die Bewegung von 1901 bis 1906 läßt darauf schließen, daß die Warenhaussteuer hin und wieder von der Gründung neuer Unter⸗“ nehmungen im Sinne des Warenhaussteuergesetzes abgehalten hat; hauptsächlich wurde aber infolge der Beschränkung auf Waren einer einzigen der Eseblich vorgesehenen Warengruppen, also durch Ver⸗ wandlung in Spezialgeschäfte, so im Jahre 1902 von 19 bis dahin steuerpflichtig gewesenen Warenhäufern mit 17,29 Millionen, im Jahre 1903 von 9 mit 6,76 Millionen Mark Jahresumsatz, Steuer⸗ freiheit erzielt. Betrachtet man den durchschnittlich auf einen Waren⸗ hausbetrieb entfallenden Steuerbetrag, der 1901 28 201, 1905 nur 23 230, im Berichtsjahre hingegen 28 058 ℳ betrug, so ergibt sich für die neueste Zeit eine günstige Entwicklung der bestehen gebliebenen⸗ Unternehmungen, deren weitere Ausdehnung offenbar durch die Waren⸗ haussteuer nicht beeinträchtigt wird, zumal sie vielfach vom Groß⸗ kapital unterstützt werden und die Steuer abzuwälzen verstanden haben. Hand in Hand mit dem Aufschwunge im Warenhausgewerbe geht neuerdings ein beträchtlicher 1e e gewerblichen Kleinbetriebes; aufs Zehntausend der städtischen Bevölkerung kamen nämlich in Preußen im Jahre 1901 206, im Jahre 1905 205, im Jahre 1906 dagegen nur 202, insbesondere in Berlin in denselben Jahren 264 bezw. 261 und 256 Gewerbesteuerpflichtige der Klasse IV.
Auf dem platten Lande wurden im Berichtsjahre 9 (im Jahre 1905: 5) zur Warenhaussteuer veranlagte Betriebe mit einer Steuer von 92 960 ℳ (1905: 61 750 ℳ) gezählt.
Abgesehen von Hohenzollern, wo das Warenhaussteuergesetz nicht gilt, fand 1906 in 13 Regierungsbezirken (Allenstein, Gumbinnen,
grienwerder, Köslin, Stralsund, Bromberg, Erfurt, Stade, Osna⸗ brück, Aurich, Minden, Cassel und Koblenz) keine Veranlagung zur Warenhaussteuer statt. Vermindert hat sich im Berichte jahre die Zahl der steuerpflichtigen Warenhäuser in Berlin, in Hessen⸗Nassau und im Rheinlande, vermehrt in den Provinzen Brandenburg, Schlesien und Westfalen. In der Provinz Brandenburg mit den großen Berliner Vororten sind sie jetzt doppelt, in Hessen⸗Nassau hingegen nur noch halb und in Berlin sowie in der Rheinprovinz
mit 2071 Fällen = 19,72 % (darunter 7,67 % Verschlucken von Fremdkörpern, 3,25 % akute Blähung) und die Krankheiten der Ge⸗ burtswege usw. mit 1889 Fällen = 17,99 %.
Unter den 10 240 kictg⸗ chteten und umgestandenen Tieren befänden sich 7601 Stück Rindvieb und 2639 Ziegen. Eine tierärzt⸗ liche Behandlung oder Untersuchung hat bei dem Rindvieh in 5298 und bei den Ziegen in 240 Fällen stattgefunden, entsprechend 69,70 % — 828 % der Schadenfälle gegen 67,66 % bezw. 8,77 % im
orjahre.
„Die Entschädigungen aus der Schlachtviehversicherung betrugen für 262 Fälle 19 090,94 ℳ In 199 Fällen war das Fleisch teilweise vungenießbar, in 69- Fällen wurde es als gänzlich u eßbar erkkärt. Die durchschnittliche Entschädigung betrug 42,65 ℳ bezw. 168,30 ℳ; kugervem verblieb den Versicherten der Erlös aus der Verwertung er Tiere.
Die Kosten für tierärztliche Behandlung und Medikamente stellten sich auf 0,16 %, diejenigen für die örtliche Verwaltung auf 0,10 % der Versicherungssumme, wie im Vorjahre.
Die Ortsumlage betrug im Durchschnitt 0,735 % der beitrags⸗ pflichtigen Versicherungssumme; unter Hinzurechnung der Verbands⸗ umlage stellte sich der ganze Beitrag im Durchschnitt auf 1,40 % gegen 1,45 % im Vorjahre. Der Gesamtbetrag auf je 100 ℳ der Ver⸗ sicherungssumme betrug 0,665 % in 91 Ortsvereinen (ohne Schäden), 0,67 bis 1,39 % in 789, 1,40 % (Durchschnitt) in 19, 1,41 bis 2 % in 567, 2,01 bis 2,50 % in 90, 2,51 bis 3 % in 13, 3,01 bis 3,50 % in 3 Ortsvereinen. Ein Beitrag über 2 % betraf lediglich Orts⸗ verene 88 höherer Schadenziffer und bei vorherrschender Milch⸗ wirtschaft. 8
Das gemeinschaftliche Vermögen aller angeschlossenen Ortsvereine, der Reservefonds, stellte sich auf 396 666,02 ℳ gegen 371 618,77 ℳ im Vorjahre. 8
Nach einer Meldung des „Reuterschen Bureaus“ ent⸗ wickelt der Prinz han Ferma eine ö patriotische Tätigkeit. Vorgestern gab er im Parlamen 8 ie Erklärung ab, daß er Vorbereitungen für demnächstige Ent⸗ sendung von 10 000 Mann Militär an die Grenze getroffen der er habe selbst die notwendigen Mittel vorgestreckt und
N Fäes
“ 8 8 rsemesters am 15. Oktober Beginn der ginn des Wintersemest dunch Are⸗ Chla⸗
Be ird seitens der Dozenten am schwarzen Vorlesun 188 1 — Programme sind durch das Sekretariat zu
erhagant. den 3. August 1907 .Augu 8 Per Rektor der Kngühe Z“ Hochschule:
89 8
offe, daß das persische Volk seine Dienste würdigen werde. c Parlament 8 she an, 15 000 Pfund zur in der Abgereist: ersten Kosten zu bewilligen; der Prinz lehnte das Anerbieten
“ b 1 jedoch ab. Seine Exzellenz der Präͤsident des Reichsbankdirektoriums, 1e0o Die Nachrichten, die von der Grenze in Teheran ein⸗ Wirkliche Geheime Rat De Koch, mit Urlaub nach Bad A. sind Je-
— Behufs Reorganisation der koreanischen Regie⸗ “ rung oeh 18 Mnganis des Stabes Itos, obiger Quelle der Direktor im Reichsamt des Innern Caspar, vom zufolge, zu Vizepräsidenten der drei koreanischen Ge. Urlaub. belardennente ernannt worden. Marquis Ito ist mit ach Mitgliedern der Verwaltung Koreas, v anern und Koreanern, nach Tschemulpo abgereist und wird sich von dort nach Tokio begeben. Zum stellvertretenden japanischen Generalresidenten ist der General Hasegawa ernannt worden. Die koreanischen Truppen in Hondschu und Wondschu haben sich empört; japanische Kavallerie ist zur Unterdrückung des Aufstands unterwegs. In Wondschu ist die Lage besonders ernst, da bürgerliche Elemente sich den Truppen, welche die japanischen Offiziere verjagt haben, an⸗ geschlossen haben.
Nichtamtliches. Deutsches Reich. Preußen. Berlin, 12. August. Kaiserliche Gesandte in Christiania von Treutler hat Sen üsen Hen esan bewilligten Urlaub angetreten,
ährend dessen Dauer die Geschäfte der Gesandtschaft von Dr. Scheller⸗Steinwartz geführt werden.
Der Vizepräsident des Reichsbankdirektoriums Dr. von Glasenapp ist vom Urlaub zurückgekehrt.
Botschafter der Vereinigten Staaten von Amerika The b. 8 b Tower hat Berlin verlassen. Während seiner Abwesenheit führt der Erste Sekretär Spencer Eddy die Geschäfte der Botschaft.
Das Bombardement von Casablanca hat in Fez starken Eindruck gemacht. Der Sultan hat, nach einer Meldung der „Agence Heva, dem französischen Konsul in Fez durch Vermittlung des Vertreters des Auswärtigen Amts Ben Sliman sein schmerzliches Bedauern über den Angriff auf die neun Europäer und seine Mißbilligung über diese Schandtat ausdrücken lassen. Ben Sliman erklärte außerdem, daß der Sultan bereit sei, jedwede Genugtuung zu geben, ins⸗ besondere die ch des Paschas von Casablanca und die Bestrafung der Schuldigen zu veranlassen. Wie der Vertreter
.“ „ ; in“ des Auswärtigen Amts ferner dem italienischen Gesandten im
Laut hecceec decer Pisheeste “ Auftrage des Sultans mitteilte, wird die marokkanische mügie
CEaS. fang auch ieh gasätgghcge Werngtudng deben. ädigung leisten und die sonst übl - .
Huffar 1“ Ueber die Kämpfe und die Lage in Casablanca
ist mit dem R.⸗P.⸗D. „Prinzessin“ vorgestern in ein⸗ liegen folgende Telegramme vor:
Saatenstand in Finnland.
Der Faiserliche Konsul in elsingfors berichtet unterm . d. M.: Nach den im Laufe des Monats Jans veröffentlichten Mit⸗ teilungen ist das Wachstum im allgemeinen verspätet. Der Roggen hat sich anfolge dichten Standes und häufigen Regens vielfach gelegt nach darauf eingetretener Wärme aber teilweise wieder erholt, sodaß — man in Südfinnland in nächster ä des Landes später eine mittelmäßige Ernte erwartet. Im Osten ist das Liegekorn nicht so allgemein vorhanden wie im westlichen Finnland. Mit dem Weizen verhält es sich ebenso; wo er angebaut ist, gibt er nur ausnahmsweise einen guten Ertrag. Die Angaben über Gerste und Hafer sind sehr verschieden. Auf leichtem Boden hat sich die Saat anscheinend normal entwickelt; in einigen Gegenden hat sie durch die Bodenverhärtung nach der lang⸗ wierigen und heftigen Regenperiode gelitten. Man rechnet jedoch im großen und ganzen auf einen mittleren Ertrag. Die Kartoffeln sind mit wenig Ausnahmen hut gediehen; sie befanden sich größtenteils Mitte vorigen Monats im blühenden Zustande. Falls nicht zu früh Frost eintritt, wird fast überall eine normale, wenn auch späte Ernte erwartet; in Mittelfinnland dürfte dieselbe zur gewöhnlichen Zeit vor sich gehen. Was die Wurzelgewachse anbelangt, so sind die Felder vom Regen durchschlämmt, wodurch die jungen Pflanzen an ihrer Entwicklung gehindert worden sind. Wo reichlich gesät worden und der Boden geeignet ist, sind die Hoffnungen gut In Ostfinnland haben die Gewächse in der ersten Hälfte des Juli an Dürre gelitten; in allen Gouvernements sind sie mehr oder weniger durch Insekten beschädigt. Buchweizen, Erbsen und Wicken sowie Hopfen, Flachs und Hanf, die hauptsächlich im Innern des Landes angebaut werden, versprechen eine teils gute, teils mittelmäßige 822 Mit der Heuernte wurde in den ersten Tagen des ver⸗ gangenen Monats begonnen und bei günstiger Witterung bis Mitte des Monats fortgefahren. Der Ertrag ist im allgemeinen gut; mit Ausnahme von niedrig gelegenen und natürlichen Wiesen sowie alten Grasplätzen, wo Insektenverheerungen vorgekommen sind, steht ein normaler Ernteausfall in Aussicht. Nordösterbotten wird indessen durch Futtermangel bedroht; so sind in Nedertornen die Kühe ohne Futter und werden, wenn solches nicht bald erhältlich ist, größtenteils geschlachtet werden müssen. Viele Wiesen lagen noch Mitte vorigen Monats unter Wasser. Die Viehweiden sind stellenweise gut ge⸗ wesen, haben sich aber wegen Ausbleibens des Regens wieder ver⸗ schlechtert und sind verschiedentlich durch Wiesenwürmerverheerungen heimgesucht worden.
Zur Arbeiterbewegung.
Die bereits gemeldete Einstellung der Kanalarbeiten am Großschiffahrtswege bei Schwedt (vgl. Nr. 190 d. Bl.) er⸗ folgte, wie die „Frkf. Ztg.“ erfährt, wegen Lohnstreits. Den Arbeit⸗ nehmern war nämlich eine Lohnkürzung von 2 bis 3 ₰ die Stunde in Aussicht gestellt worden. Die Arbeitsstätten sind vollständig ver⸗ ödet, die Stimmung ist gereizt. Man befürchtet eine Verzögerung der Arbeiten, die ohnedies schon durch unvorhergesehene Schwierigkeiten beeinträchtigt wurden.
Die Leipziger Buchhandlungsmarkthelfer beantragten,
wie dasselbe Blatt meldet, für Ende Oktober die Kündigung des bis⸗ Sertgen, 190⸗ vereinbarten-Lohntarifs.“ Wegen der gemeinen Preis⸗ steigerung der Lebensbedürfnisse wird eine Lohnerhöhung gefordert. Beteiligt sind etwa 800 Markthelfer. — Die Leipziger Bau⸗ schlosser haben, der „Lpz. Ztg.“ zufolge, neue Forderungen auf⸗ gestellt. Sie verlangen: Tägliche Arbeitszeit von höchstens 9 Stunden (zur Zeit schwankt sie zwischen 9 und 10 ½ Stunden), 25 bis 100 % Zuschlag auf Ueberstunden⸗ und Sonntagsarbeit, 38 ₰ Mindeststundenlohn für Gehilfen im ersten Jahre nach abgeschlossener Lehrzeit und für Hilfs⸗ arbeiter, 45 ₰ für alle übrigen Gehilfen. Die Innung hat darauf geantwortet, daß sie am 9⁄⅞ stündigen Arbeitstag festhalten müsse,
—weil stedem Verbande der Metallindustriellen im Beztik Leipzig an⸗ gehöre der eine kürzere Arbeitszeit für die Betriebe seiner Mitglieder grundsätzlich nicht gestatte. Die Arbeitnehmer wollen sich aber mit dieser Antwort nicht zufrieden geben.
Die streikenden Schmiedegesellen Hamburgs, Altonas und Wandsbeks haben sich, wie der „Frkf. Ztg.“ telegraphiert wird, bereit erklärt, unter Ausschaltung des sozialdemokratischen Ge⸗ sellenverbandes mit den Innungen Einigungsverhandlungen einzuleiten,
Die Lohnbewegung in der Brünner Wollindustrie ist, wie „W. T. B.“ meldet, nach sechswöchiger Dauer beendigt. Die wöchentliche Arbeitszeit ist auf 58 ½ Stunden herabgesetzt; erhebliche Lohnerhöhungen wurden zugestanden.
Zur Ausstandsbewegung in Belfast meldet „W. T. B.“,
1 anger, 11. August. (Meldung des „Reuterschen Bureaus“.) getroffen und hat gestern die Reise nach Daressalam ortgesetzt. Der Fan gerce 5. ATrelhen der gestern Casablanca verließ, 18 ist hier eingetroffen und bestätigt, daß am 8. d. M. eine Schlacht
11“ stattgefunden hat und daß ein hefliges Gefecht noch andauere. Französische Kavallerie und Artillerie set zehn Kilometer von der Stadt entfernt. Eine arge Verwüstung sei am Besitz⸗ tum der Eingeborenen angerichtet; kein Haus oder Laden in der Stadt sei unversehrt geblieben, die Straßen lägen noch voll von getöteten Eingeborenen. Obwohl viele Leichname schon fort⸗ geschafft seien, sei der üble Geruch so stark, daß der Ausbruch einer ernsthaften Krankheit zu befürchten sei.
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nach halbjähriger
Beide Kammern haben fich vorgestern Tagung bis zum nächsten Frühjahr vertagt.
Braunschweig. 8
Seine Majestät der König von Siam ist mit Seiner Königlichen Hoheit dem Prinzen Paribatra unnd Gefolge nach einer Meldung des „W. T. B.“ vorgestern nachmittag von Cassel zum Besuche Seiner Hoheit des — Herzoag⸗Regenten I Lhann AIbrechg. in Braunschweig ein⸗ getroffen. ZuEhren des Königs fand Abends im Schlosse Galaläfél statt an die sich eine Festvorste ung im Hoftheater anschloß. Gestern vormittag begaben sich Seine Majestät der König und Seine Hoheit der Herzog⸗Regent mit dem beiderseitigen Gefolge nach Bad Harzburg, wo eine eingehende Besichtigung des Hofgestüts in Bündheim stattfand. Nach einem in Bad Farzburg eingenommenen Frühstück wurde eine Fahrt in den arz hinein in der Richtung nach Blankenburg unternommen
und darauf die Rückkehr nach Braunschweig angetreten.
“
8 .“ nfolge der Durchsuchungen und Ermittlungen, die die Polins felg gewissen landwirtschaftlichen Unterrichts⸗ anstalten vorgenommen hat, hat das Landwirtschaftsministe⸗ rizum, „W. T. B.“ zufolge, die Leiter der Ackerbauschulen an⸗ gewiesen, jede politische Agitation von den Schulen fernzu⸗ halten und in die Schulbibliotheken nur amtlich als zulässig erklärte Bücher und Zeitungen aufzunehmen. Die Direktoren und Inspektoren sind verpflichtet, die ihnen unterstellten Anstalten vor dem Eindringen eö Ideen zu bewahren und persönlich ein vorbildliches Beispiel zu geben. Diejenigen Schüler, bei denen verbotene Schriften gefunden werden, werden unverzüglich von dem Schulbesuche ausgeschlossen werden und auch das Recht verlieren, in anderen Schulen Auf⸗ nahme zu finden. 11““ wE“ “ Nach einer Erklärung des ministeriellen Blattes sei das Kabinett bezüglich der diktatorischen Verwaltung voll⸗ kommen einig, und es sei geplant, bis auf weiteres keine
Literatur.
Aus Weinsberg meldet „W. T. B.“ den Tod ron Dr. 8 Theobald Kerner, dem Sohne Justinus Kerners. Er war am 14. Juni 1817 in Gaildorf geboren. Wie sein Vater war er
Ernteergebnisse und Getreidehandel in Spanien.
Das Kaiserliche Generalkonsulat in Barcelona berichtet unte 3. d. M.: Die Weizenernte ist in Spanien noch nicht überall be⸗ endet. Die Nachrichten über das Ergebnis sind daher bis jetzt noch ziemlich unbestimmt. Es läßt sich jedoch aus den vorliegenden Mit⸗ teilungen ersehen, daß der Ernteertrag weniger günstig sein wird, als man anfänglich gehofft hatte. Die Ungleichheit der Witterung, die von ungewöhnlicher, das Wachstum verzögernder Kühle dleglic starker Hitze überging, vielfach verbunden mit Trockenheit des Erdre⸗ ist nicht ohne nachteilige Folgen für die Saaten geblieben. Klagen über ungenügenden Ernteertrag sind namentlich aus folgenden Pro⸗ vinzen laut geworden: Huelva, Huesca, Palencia, Teruel, Avila, Salamanca, Toledo, Jamora. Es bestätigt sich, daß die Roggen⸗ und Gerstenernte in Spanien viel zu wünschen — läßt. Die Aussichten der Wein⸗ und Olivenlese sind recht gut. gie Durchschnittspreise für den Doppelzentner Weizen be⸗ trugen auf den masgebenden Märkten Kastiliens: in der Woche vom 17. bis 23. Juni 25,43 Ps. gegen 24,55 in der Vorwoche, in der Woche vom 24. bis 30. Juni 25,99 Ps., in der Woche vom 1. bis 7. Juli 26,19 Ps., in der Woche vom 8. bis 14. Juli 25,84 Ps. und in der W vom 15. bis 21. Juli 26,04 Ps. Da der Durchschnitts⸗ preis für Weizen auf den erwähnten Märkten 25 Ps. für den Doppel⸗ zentner überschritt, ist der durch Gesetz vom 3. Januar d. J. ver⸗ ordnete Zollzuschlag von 2,50 Ps. und 4,00 Ps. auf je 100 kg Weizen und Weizenmehl durch Königliches Dekret vom 20. v. M. —2
111A“ 1““
. un Berlin 2, in Gleiwitz 1 ₰ betragen. Die Preise für Winländische fizenden deß ⸗ istenv d 3479 = 33,13 % für umgestandene, geräucherten Speck und inländisches Schweineschmalz sind im Durch 8 Ausstand E I1 262 = 2,49 % für gewerblich geschlachtete Tiere,
8
on 602
Parlamentswahlen stattfinden zu lassen.
Türkei. “ Trotz der entgegengesetzten türkischen ung ’. verlangt der persische Botschafter in Kon⸗ stantinopel eine ernsthafte Genugtuung, darunter die Be⸗ trafung des Divisionsgenerals, der den Angriff gegen die dene gemacht hat. Nach Meldungen des Wiener elegraphen⸗Korrespondenzbureaus bestätigt es sich, daß der russische Botschafter Sinowjew und der englische Bot⸗ schafter O'Conor in dieser Angelegenheit vermittelnd einzuwirken suchen. In diplomatischen Kreisen hält man den Konflikt für ziemlich ernst, glaubt aber nicht, daß er zu weiteren Verwicklungen Anlaß geben werde, doch dürfte sich die Regelung . da angesichts der wider⸗ sprechenden Darstellungen vorerst der Tatbestand festgestellt werden muß. Den letzten Meldungen Bufolge hat die Pforte, die in einem Zirkular an ihre Botschafter die Teheraner Darstellungen über die Grenzvorfälle entschieden urückweist, infolge der dringenden Schritte des persischen Potschafters eingewilligt, den Konflikt durch eine Fesischte Kommission untersuchen zu lassen, und damit die im Vorjahre nach Mosul entsandte Grenzkommission beauftragt.
Amerika. Wie der „Standard“ aus Washington meldet, sind alle
japanisch⸗amerikanischen Vertragsverhandlungen infolge der Weigerung Japans, die Bedingungen der Ve
bewährt würde.
3 — Nachrichten von Maclean besagen, daß die Stämme sqp eFeereit wären, sich dem Machsen zu ergeben, wenn ihnen Pardon Darstellung des
und Genußmitteln, Feilhaltens verfälschter oder dorbener Nahrungs⸗ und Genußmittel sowie 3 handlungen gegen die Gesetze, betr. den Ersatzmitteln für Butter, den Verkehr mit lichen Süßstoffen usw., 3024 Personen soen 3091 im Jahre
Verkehr
8.
(150), davon auf den Neckarkreis 91 (90), auf Baden 112
Rheinhessen 44 (68), auf Elsaß⸗Lothringen 83 (75), auf
r⸗ einigten Staaten anzunehmen, abgebrochen worden. 88
Weimar 45 (4), auf Hamburg 38 (41), auf Oldenburg 34 davon auf das Herzogtum Oldenburg 27 (9). Von den preußi
B
Aus der deutschen Kriminalstatistik für das Jahr 1904.
Nach der im 169. Bande der „Statistik des Deutschen Reichs“ enthaltenen Kriminalstatistik für das Jahr 1904 wurden von deutschen Gerichten im Berichtsjahr wegen Verfälsch un,v on Nahrungs⸗
ver⸗
uwider⸗
mit
Wein, künst⸗
1903)
verurteilt, darunter 1984 (1991) evangelische, 937 (1028) katholische Christen und 52 (60) Juden. Die meisten Verurteilungen entfielen nach dem Ort der Tat auf Berlin mit 553 (645), ferner entfielen auf Bayern 457 (459) und hier auf die Regierungsbezirke Oberbayern 114 (133), Mittelfranken 76 (69), Schwaben 73 (56) und die Pfalz 61 82 auf Sachsen 236 (269), davon auf die Kreishauptmann⸗
ten Chemnitz 81 (89) und Leipzig 78 (98), auf
), davon auf die Kreise Mannheim 30 (55), Karlsruhe 23 (10) und Heidelberg 21, (47), auf Hessen 99 (174), davon auf Starkenburg 49 8 knd achsen⸗
(12), schen
schnitt der 23 bedeutendsten preußsschen Märkte um 2 bezw. 4 gestiegen.
Die Warenhaussteuer in Preußen 1906.
Auf Grund des Gesetzes vom 18. Juli 1900, betreffend die Warenhaussteuer, wurden nach der „Stat. Korr.“ veranlagt: Steuerpflichtige Steuer ℳ in der Provinz gbt 1901 1995 1906 1906 7000 ö1“ 29 750 IV1 30 32 Stadtkreis Berlin 20 14 13 19½9 Brandenburg .. öSI 13³9 1 66 dan
1901 11 500 24 000 1 342 953 131 250 59 000 223 002 97 400 64 600 76 500 53 600 121 000
Pommern. Posen Schlesien.. Sachsen.. Schlesw.⸗Holstein annover ... Wefstfaln 1 8 essen⸗Nassau. 5 Rheinland.. . 37 22 19 865 100 „459 136 „ 649228. im Staate 109 93 90 3 073 905 2 160 394 2 5
der Hiernach hat sich 1906 gegen das Vorjahr die Eesamtzahl m veranlagten Betriebe etwas verringert, gleichwohl aber das Se; kommen an Warenhaussteuer nicht unwesentlich, rämlich um 36 Ver⸗ oder 16,9 v. H., vermehrt. Hinter dem Ergebnisse des aesteg F. anlagungsjahrs bleibt dasjenige des Berichtsjahrs hinsschtlsch 9) Zensitenzahl (um 17,4 v. H.) sowohl wie der Steuer (um 17,8 p.
noch erheblich zurück.
die Postgesellschaften schlagen vor, den Kampf mit den Aus⸗ ständigen bis zum Ende durchzuführen ohne Rücksicht auf deren weitere Ausdehnung, da ihrer Meinung nach die Telegraphisten keinen Grund zu Beschwerden haben. Die Angestellten der Postgesellschaften streiken bis jetzt nur in Chicago und New Orleans. Das Vorgehen der Leute der Western Union hat aber bereits in einigen anderen Städten des Westens Nachahmung gefunden. Seit Freitagabend ist der Verkehr zwischen New PYork und Chicago infolge des Ausstandes auf beiden Linlen ehindert. Wenn der Ausstand auch sonst nicht weiter nach dem Osten um sich gegriffen bat, so droht doch in der Stadt New York ein Ausstand von 3000 Telegraphisten.
1 .
Kunst und Wissenschaft.
Man muß schon ein sehr großer Liebhaber moderner Malerei sein, um nicht bei der neuesten Vorführung internationaler Kunst bei duard Schulte ein gewisses Gefühl der hene eg; zu empfinden. Verschiedene deutsche Maler sind dort vertreten, deren Sonderart auch in der „Großen Berliner Kunstausstellung“ deutlich erkennbar wird, und was uns die Ausländer bieten, ist nicht durchaus ersten Ranges. Oscar Matthiesen in Kopenhagen hat vor einiger Zeit im Künstlerhaus Aufsehen mit der riesigen Leinwand der zum
letztere auf Grund der Schlachtviehversicherung. Der Gesamtbetrag für die festgesetzten Entschädigungen belief 8 auf 1 814 058,24 ℳ gegen 1 720 163,56 ℳ im Vorjahre. Der Reinerlös aus der Ver⸗ wertung der Tiere betrug 629 102,67 ℳ, sodaß sich die Nettoentschä⸗ digung auf 1 184 955,57 ℳ stellte, d. i. 1,53 % der beitragspflichtigen Versicherungssumme.
Im Durchschnitt ergab sich ein Reinerlös von 89,90 ℳ für 1 notgeschlachtetes und 6,11 ℳ für 1 umgestandenes Tier (gegen 78,26 ℳ und 5,32 ℳ im Vorjahre). Unter den 305 769 versicherten Tieren befanden sich 13 344 Ochsen, 165 492 Kühe, 80 717 Stück Jungvieb, 46 216 Ficgen. Hiervon wurden entschädigt 247 Ochsen = 1,85 % der Schadenfälle mit einer Nettoentschädigung von 38 374 ℳ = 0,68 % der Versicherungssumme, 6139 Kühe = 3,71 % mit 1 000 748. ℳ = 1,77 %, 1477 Stück Jungvieh = 1,83 % mit 120 392 ℳ = 0,69 %, 2639 Ziegen = 5,71 % mit 25 442 ℳ = 8,67 %.
Als Schadensursache wurden bei den entschädigten Viehstücken ermittelt: Krankheiten des Nervensystems und der Sinnesorgane in 425 Fällen = 4,05 % der Schadenfälle, Krankheiten des Gefäß⸗ syvstems in 718 = 6,84 %, der Atmungsorgane in 311 = 2,96 %0, der Verdauungsorgane in 2071 = 19,72 %, der Harnorgane in 202 = 1,92 %, der Geburtswege usw. in 1889 ⸗ 17,99 %, ferner In⸗ fektionskrankheiten in 3015 = 28,71 %. kierische Parasiten in 249 8 2,37 %, Krankheiten der Haut und Muskeln in 223 = 2,12 %, der Knochen und Gelenke in 141 = 1,34 %2,
Baden ins Meer reitenden schwedischen Offiziere gemacht; dieser Erfolg schien ihm stark genug gewesen zu sein, um sich jetzt der Be⸗ lastungeprobe durch eine ganze Reihe schwächerer Werke auszusetzen.
atthiesen ist ein sehr tüchtiger Zeichner und ein sehr geringer olorist. Selbst in den hier ausgestellten Oel⸗ und Aquarellstudien zu enem Hauptbilde, das ihm in der Heimat die seltene Auszeichnung der großen goldenen Medaille für Kunst und Wissenschaft einbrachte, berstimmt
in 145
der Klauen in 32 = 0,30 %, endlich Vergiftungen in 14 = 0,13 . Störungen der Er⸗ nährung in 587 = 5,59 %, äußere Einwirkungen oder durch dieselden verursachte Feg in 480 = 4,57 %, unbestimmte Krankbeiten * 1,8 8 0 o.
Die Infektionskrankheiten waren mit 30 5 en 8.,71 %
worden, sodaß die genannten Artikel jetzt die im Zolltarif Posit⸗
und 603 vorgesehenen Sätze von 8,00 und 14,00 Ps. zu zahlen haben.
Die Einfuhr von Weizen, Weizenmehl, Gerste und den übrigen
Getreidearten (außer Mais) blieb in den ersten sechs Monaten dieses
Jahres ganz bedeutend hinter derjenigen des entsprechenden Zeitraums
der beiden Vorjahre zurück. Sie betrug: 3 1“ a. Weizen:
—: 786 153 dz im Werte von 17 301 8
—: 3 491 813 dz „ 8. 7
: 3 740 147 dz „ 8 1
8 b. Weizenmehl: 190 dz im Werte von 136 035 dz „
LL11“*“ 8
89 Gerste und die übrigen Getreidearten [außer Maitk) 1907: 7 487 dz im Werte von 119 en. —8 -
1906ö: 367 626 dz „ 8 „ 5882 ern 8 1905: 223 812 dz . 3 692 885 Iu Mais dagegen wurde doppelt so diel als im ersten Dalhzahr Vorjahrs und beinahe dreimal so viel als im Zeitraum des Jahres 1905 eingeführt, nämlich: 535 273 dz t “ 9 089 884 Süperpesetas 8 2 im te von
1906ö: 267 751 dz „ 4 551 771 6 1905: 183 127 dz „ 8 „ Sl 8or 6 8 Die Ausfuhr belief sich in den ersten seche Monaten auf:
1907: Weci 8
1907:
2 „
27 dun „
(darunter Tuberkulose mit 2892 Fällen 2. 88 wieder am. stärksten vertreten; es folgen die Krankbeiten der ungskergane
8. 75 660 da im Werte don 1 487 586 Silberpesetas 1906: 8 598 b