Die Ratifikationsurkunden zu dem deut . 1 3 ’ Unfallversicherungsvertrag ntschen August ind, „W. T. B.“ zufolge, vorgestern im Auswärtigen
1907
Amt ausgetauscht worden.
Der Botschafter er Vereinigten Staaten von
The Hon. Charlemagne Tower ist nach Berlin zurück⸗ gekehrt und hat die Geschäfte der Botschaft 1ö
nommen.
.Der Direktor des Königlichen Statistischen Landesamls, Wirkliche Geheime Oberregierungsrat, atisftischen Dr. Blenck
8
st vom Urlaub zurückgekehrt.
8 16 18 8 8 5 88 8 8 86 — 8
Laut Sb qM. S. Leipzig“ vorgestern von Schanghai nach Tschifu in See
gegangen. S
S. M. Flußkbt. „Vorwärts“ ist am 29. Novem
nach Itschang (NYangtse) ab. S. M. Tpdbt. „Taku“ ist vor
In dem Besinden Ihrer Majestät der Königin⸗ Witwe ist, „W. T. B.“ zufolge, die Besserung so weit vor⸗ 3 ter Majestät in der Villa
trehlen Familientafel stattfand, an der Seine Majestät der König mit seinen Söhnen und Ihrer Königlichen
ö daß gestern bei I
Hoheit der Prinzessin Mathilde teilnahm.
Oesterreich⸗Ungarn.
Gestern hat im Rathause zu Lemberg eine von Mit⸗ iedern sämtlicher polnischer Parteien einberufene Versamm⸗ ung stattgefunden, in der, wie das „K. K. Telegraphen⸗ Korrespondenzbureau“ meldet, einstimmig eine Protestkund⸗ öhung gegen die antipolnischen Vorlagen im preußi⸗ chen Landtag und im deutschen Reichstag beschlossen wurde. Gleichzeitig wurde dieselbe Resolution von der im
Hofraum des Rathauses versammelten Menge angenommen. Rußland.
Die vorgestrige —— der Reichsouma wurde bald nach Beginn durch die Aufregung unterbrochen, welche die Aeußerungen des Abg. Roditschew (Kadett) hervorriefen, der die Regierung bei der Besprechung der von dem Minister⸗ präsidenten am Freitag abgegebenen Erklärung heftig an⸗ gegriffen, die Bedrückungen kritisiert und geäußert hutte, in ukunft würde man sprichwörtlich eine Galgenschnur ein
tolypinsches Halstuch nennen.
Nach dem Bericht des „W. T. B.“ riefen diese Worte Roditschews laute Proteste und tobendes Geschrei seitens der Rechten hee die aufsprang, den Redner tätlich anzugreifen drohte und zur Tribüne stürmte. Die Glocke des Präsidenten wurde von dem Lärm übertäubt, die Linke stürmte ebenfalls zur Tribüne und führte Roditschew nach seinem Platz. Während der Lärm fortdauerte, verließen die Präsi⸗ denten und Minister mit Stolypin den Saal. Die Sitzung wurde hierauf unterbrochen. Nach Wiederaufnahme der Sitzung schlug der Präsident vor, den Abg. Roditschew für 15 Sitzungen von der Teil⸗ nahme an den Beratungen auszuschließen. Roditschew bestieg die Rednertribüne, entschuldigte sich bei der Versammlung und betonte, daß er sich bei dem Ministerpräsidenten persönlich entschuldigt habe. Der Antrag des Präsidenten auf g Roditschews wurde mit allen gegen 96 Stimmen der Linken angenommen. Die Duma erhob sich und brachte dem anwesenden Ministerpräsidenten lebhafte
Kundgebungen dar. 8 Hierauf wurde die Sitzung geschlossen.
Frankreich.
In der Deputiertenkammer wurde vorgestern die Be⸗
ratung des Heeresetats fortgesetzt.
Nach dem Bericht des „W. T. B.“ ließen sich mehrere Redner über die Unterbringung der Mannschaften in 98 Garnison Verdun aus. Der Abg. Meglier (Sozialist) stellte die Behauptung auf, daß die französische Armee in bezug auf Sterblichkeit in Europa den Rekord halte. Er tadelte den Aushebungsmodus für die östlichen Truppenkontingente und die jämmerliche Fürsorge für die Ge⸗ sundheit der Mannschaften der Grenzkorps, die darunter leiden müßten. Der Unterstaatssekretär Chéron antwortete darauf, daß die Armeeverwaltung angelegentlichst für die Gesundheit der Mannschaften besorgt sei, deren Sterblichkeit sich seit 1875 bedeutend vermindert habe. Bezüglich des Gesundheitszustands käme die fran⸗ zösische Armee fast unmittelbar nach der deutschen und vor der italienischen, russischen, österreichisch⸗ungarischen, spanischen und der der Vereinigten Staaten. Die kürzlich in Verdun ausgebrochene Typhus⸗ epidemie sei energisch eingedämmt und eine allgemeine Ausbesserung der Kasernen, des ganzen VI. Korps, angeordnet worden. Der Kriegsminister Picquart machte noch einmal genaue An⸗ gaben über seine früheren Darlegungen, betreffend die Verabschiedung der Generale Hagron und Michal, und erklärte, daß diese Verab⸗ schiedungen keineswegs aus politischen Gründen erfolgt seien. Beide Generale seien ganz korrekt abgegangen, da ihre persönlichen An⸗ schauungen ihnen die Uebernahme der Verantwortung für ihre Amts⸗ ens en nicht erlaubten. Uebrigens sei Hagron durch einen be⸗
onders befähigten Offizier ersetzt worden.
Im weiteren Verlauf der Beratung des Heeresetats wurde ein Antrag auf Schaffung eines Ehrenzelchens für die minderjährigen Teilnehmer am deutsch⸗franzö⸗ sischen Kriege 1870/71 mit 368 gegen 201 Stimmen
abgelehnt.
Der Abg. Jo urde (Radikaler) hatte erklärt, ein solches Ehren⸗ zeichen wäre nur denkbar, wenn der Tag der Repanche mit der Zeit des Krieges in greifbare Nähe gebracht werden könnte. Der Unter⸗ staatssekretär Chéron hatte die Erklärung abgegeben, daß die Re⸗ Pekung nicht in der Lage sei, dafür einzutreten, eine so schmerzliche
rinnerung durch ein Ehrenzeichen wachzuerhalten.
Nachdem die Abgg. Colliard (Soz.), Berry (Nat. Girod und Berteaux (Rad.) für eine “ 8 Dienstzeit der Reservisten eingetreten waren wurde die
Sitzung geschlossen. B 29 Portugal. 5— 9
Nach der Statistik der schwebenden Schuld Portugals vom 31. Oktober d. J. war, wie „W. 29 F. ö
Rückgang der ““ Schuld in her ersten vier Monaten
. M. S. „Jaguar“ ist vorgestern in Nanking ein⸗ getroffen und geht morgen von dort nach Kiukiang hanate ab.
1 er in in Hankau (YNangtse) eingetroffen und geht morgen von dort
111“] “
8 “
des laufe den derzerungs ic
1958 Contoe Nris beringer als im gleichen
als der im ftsben 190353
ohne Zwisch. e.
festgeste
Regierungsform Vertrauensvotum für den Parteiführer Vilhena. Italien.
Spanien.
sation der Flotte, angenommen. Bulgarien.
meldet, als eine formelle Antwort auf die letzten
wurden Abschriften zugestellt. 2 Alfifen.
diese Beschwerden aber abgelehnt habe.
Nach Meldungen der „St. Petersburger Telegraphen⸗ agentur“ aus Ardabil sind dort in Stadt und Umgegend Unruhen ausgebrochen und an der russischen Grenze bei Bellassawar von den Grenzstämmen Gewalttaten
verübt worden.
— Einer amtlichen Meldung sufolge ist bei Lambaro im 1— 1 Militärposten von einer Bande Eingeborener angegriffen worden. Bei dem Angriff, der abgeschlagen wurde, verloren die Angreifer vier
Gouvernement Atschin der dortige
Tote. Afrika.
Eine Depesche des Generals Lyautey bestätigt, „W. T. B.“ zufolge, die bereits gemeldeten Ereignisse am Fluß Kiß und den Rückzug der Marokkaner. Die Zahl der in dem Kampf verwundeten Marokkaner wird auf 500 an⸗ Fegeben; gefallen sind 300 Marokkaner. Der General Lyautey ereitet die Bildung von einzelnen Kolonnen vor, die an der Grenze operieren sollen. Die Hauptkolonne unter dem Befehl des Cberstleutnants Branlière soll bei Sidi Bu Djenan zusammengezogen werden, eine zweite ist bereits in Udschda aus allen Truppen der dortigen Garnison gebildet worden, die dritte soll eine fliegende Abteilung werden, die vom Kiß⸗
flusse bis zum Meere Streifzüge unternimmt. Einstweilen wartet Lyautey aber noch die Ankunft von Verstärkungen ab, um die Effektivbestände der Truppen vervollständigen zu können.
Die Marokkaner scheinen sich bei Aghbal tonsenirteren zu
wollen, wohin sie Lebensmittel und Munition ge
chafft haben.
Ein neuer Angriff hat nicht stattgefunden. Die Hafenstädte
sind gesichert. Vorgestern stieß eine Goumierpatrouille in der Trifaebene auf Marokkaner, die nach kurzem heftigen Feuer flüchteten. Mehrere Dörfer und der Wohnsitz des Marabut Si Moktar Bou Tschieh wurden zerstört, der Bruder des Marabut wurde gefangen genommen. Französischerseits sind keine Verluste zu verzeichnen.
Der Generalgouverneur von Algier meldet, daß die Beni Snassen noch immer bei Aghal ständen, sich aber Meanget an Lebensmitteln und Munition bei ihnen fuͤhlbar
e.
— Wie dem ‚„Reuterschen Bureau“ aus Pietermaritzbur (Natal) gemeldet wird, sind im Zululande v wee gebrochen. Um die Polizei bei ihren Operationen zur Unterdrückung der Unruhen zu unterstützen, ist die ganze Miliz der Kolonie mobilisiert und Cedee g worden, sich an ihren Standorten zu sammeln und weitere Befehle abzuwarten. Die Operationen wird der Oberst Me Kenzi leiten. Dinigulu, der des Hochverrats angeklagt wird, soll eeieö wenn er Widerstand leisten sollte, sein Kraal in Grund und Boden geschossen werden.
Parlamentarische Nachrichten.
Die Schlußberichte über die vorgestrigen Sitzun mn des Reichstags und des Hauses der W““ sefinden sich in der Ersten und Zweiten Beilage.
— In der heutigen 63. Sitzung des Reichstags, welcher der Staatssekretär des Innern Dr. 889 Benhich 888 ol 188 8
der Staatssekretär des Reichsmarineamts, Admiral von Tirpitz,
2¹ eichsjustizamts Dr. Nieberdin 1 der Staatssekretär des Reichspostamts Kraetke, der Ckaals⸗ 6 reiherr von Stengel,
amts Dernburg und der
. ves um 120 Contos Reis geringer der E.
als in den emntireschenben Monaten des eeiegeh. dn Sr defetaele t. W6“ - eitraum des
Rechnunge. 180703. Der Rückgang der schwebenden
Schuld in iiete. . rar um 634 Contos Reis geringer
Reichsschatzamts der Staatssekretär des Reichskolonia Staatssekretär des Auswärtigen Amts von Schoen bei⸗ Haus die Generaldiskussion des Reichs⸗ — ür 1908, des Etats für die Schutz⸗ gebiete für 1908 und der Novelle zum Flotten⸗ gesetze fort.
Abg. Schrader (fr. Vgg
wohnten, setzte das
haushaltsetats Nmauswärtiger
— Aus der Fatreztages der Wiederherstellung der Unaah . aiugals haben gestern, obiger Quelle zufolge, zo mncc volttische Kundgebungen stattgefunden, die
2 2 In bezug auf die Erklärungen des Staatssekretärs des Reichsmarineamts ü . dauere ich, daß man zkesch leistun “ Haben wir denn e Leuten, daß wir sie leichten Herzens die Enteignungsfrage
Die Partein Fegeneradores hat folgende Tages⸗ vrdmane für die Versammlung der Partei am 8. Dezember sfähigen Mann aus dem Amt hat t: nen solchen Ueberfluß an tüchtigen eehen lassen sollen? Ueber der Ostmarkenpolitik werden wir uns nterpellation, die der Abg. Bebel darüber angekündigt “ gesetzes kann noch keine Erklärung abgeben, weil wir uns in der Fraktion darüber noch nicht schlüssig gemacht haben; daß wir aber leb⸗ hafte Bedenken dagegen haben, ist bekannt. Der Reichskanzler bezeichnet es als die Hauptaufgabe der Blockpolitik, die nationalen Forderungen zu erfüllen, d. h. das Budget für Flotte, Heer und Kolonien zu bewilligen. Soweit können wir einig sein und die Blockpolitik mit ihm mitmachen. Wie wir es aber schon in der vorigen Session getan haben, so werden wir auch weiter ohne jede Voreingenommenheit alle die lageg. ecfen, an kah es Reichskanzlers, aber es hat auch eine negative Seite. in der Reichspolitik alle die Fragen a eneestessen Meinungsverschiedenheiten Das heißt,
gehen lassen.
Unzulässigkeit der absoluten Monarchie und des gegenwärtigen Regierungssystems, Zurücknahme der gegen die Freiheit und die ver⸗ bürgten Rechte erlassenen Maßnahmen, Prüfung aller von der Diktatur
vorgenommenen Handlungen, Wiederherstellung der verfassungsmäßigen § 7 des Vereins⸗
Die Deputiertenkammer ha „W. T. B.“ zufolge, vorgestern alle Paragraphen des Gesetzentwurfs, betreffend die Abänderung des Rekrutierungsgesetzes, angenommen.
Die Deputiertenkammer hat vorgestern, nach einer Meldung Das ist das eee .. des „W. T. B.“, den Entwurf, betreffend die Reorgani⸗ ein, in denen
1 “ wesentliche ervativen und Liberalen bestehen. anderem machen, Geschäfte und alle politischen Fragen ausschließen. soll von einer Blockpolitik nicht die Rede sein? Auf die Fragen wegen Aenderung des Wahlrechts wäre doch eine Antwort am Platze ge⸗ wesen; sie ist nicht gegeben, und das heißt nichts anderes als eine ganz bestimmte Ablehnung. Im Deutschen Reichstag wird also
Geschäftspolitik gemacht
zwischen Kon
Das vorgestern gemeldete Memorandum, betreffend Se d pende die Zunahme der Bandentätigkeit in Mazedonien, stellt sich, wie das „K. K. LEEEE
; - orstellungen der knglcschen Regierung dar. Es wurde dem Vertreter Englands n So
a übersandt und den Vertretern der übrigen Mächte
Zentrum wird Der Reichskanzler hat ja seine Erfahrungen mit Wir machen unsere Geschäfte aber nicht auf Hinter⸗ Der Reichs⸗
graulich gemacht. ihm gemacht. treppen, sondern öffentlich vor der ganzen W inr ö. deh 88 “ mitmachen,
r aber alles, was unsere Poli „ sof icht mit der seinigen übereinstimmt, 8. sofer, sse ugf
In einem gestern von der Zeitung „Majlio“ veröffent⸗ lichten Erlaß an das Parlament führt 888 S ahfba. Persien darüber Klage, daß das Parlament sich verschiedentlich in die Angelegenheiten der Exekutive eingemischt und dadurch in der Hauptstadt und im ganzen Lande Verwirrung und Un⸗ ordnung hervorgerufen habe. Der Schah verlangt, daß das Parlament für die Bestrafung von Gesetzesübertretern Gesetze schaffen, aber künftighin zwischen Exekutive und gesetzgebender
acht besser unterscheiden solle. Letztere stehe dem Parlament zu, aber mit ersterer habe es nichts zu tun. Wie das Blatt, dem „Reuterschen Bureau“ zufolge, weiter meldet, rief die Verlesung des Erlasses im Parlament eine lebhafte Dis⸗ kussion hervor, bei der allgemein die Ansicht zum Ausdruck kam, daß eine Einmischung des Parlaments in die Ge⸗ schäfte der Exekutive nicht stattgefunden habe, dies aber von anderen Versammlungen geschehen sei. Solche Ver⸗ sammlungen müßten in Zukunft aufgelöst werden. Auch wurde dem Schah der Vorwurf gemacht, daß er als Haupt der Exekutivgewalt zu wenig ener isch sei. Eine Antwort auf den Erlaß wird vorbereitet. Dasselbe Blaft meldet außerdem, daß die Frauen des verstorbenen Schahs sich beim Parlament nehen Herabsetzung ihrer Einkünfte beschwert, das Parlament
Das koͤnnen wir 1 uns gesetzt folgen wir seit sehr langer Zeit, lange bevor der Reichskanzler etwas mit unserer Politik zu tun hatte. der Fürst Bismarck gemacht hatte, war, da Parteien zu kritisieren und ihnen zu verste eigentlich unterzuordnen haben.
Eins der schlimmsten Dinge, die er sich herausnahm, die een zu geben, daß sie sich Wir wissen unsere Wege und gehen sie im Interesse des Vaterlandes und können davon nicht abgehen. zwei verschiedene Sorten Politik zu treiben. Es ist auf die Dauer nicht möglich, daß von der Reichs⸗ regierung eine sozusagen liberale Politik Preußen die vorausgesagt keineswegs angenehm s
Ich halte es für unmöglich,
Der Reichskanzler das Polengesetz wir können ihm nicht zusagen, daß wir unsere Polttik nach seinen Wünschen durchweg gestalten werden. Ueber den Etat sind wir wohl alle einer Meinung, nämlich der, daß wir uns in einer schlechten Finanzlage befinden. Mit dem preußischen Finanzminister halten wir es für beschämend, daß das Reich nicht in der Lage ist, seine Ausgaben aus seinen Einnahmen zu decken, daß es fortwährend neue Schulden machen und mit einem Defizit arbeiten muß. Den Staatssekretär des Reichsschatzamts trifft dafür nicht Verantwortung. Bundesrat
entgegengesetzte.
1 Sr. eeses Hauses. Die bisherigen Reformen haben zunächst den Zweck gehabt, nicht unsere Finanzlage zu bessern, sondern die Bundesstaaten von den hohen Matrikularbeiträgen zu befreien. Wir zahlen in Deutschland an Zöllen und indirekten Steuern ungefähr 20 ℳ auf den Kopf, eine Summe, die sich verdoppelt und verdreifacht, wenn man die ganze Familie in Betracht zieht. England zahlt allerdings sehr viel mehr, aber nicht wie wir für Gegenstände des täglichen notwendigen Gebrauchs, sondern unter anderem für Kaffee, Tee, entbehren kann, ohne sich große Entbehrungen aufzuerlegen. Unsere Steuern fließen überdies nicht in die Steuerkasse, sondern in die Taschen einzelner; es liegt durch dieses System auf unserer Bevölkerung eine außerordentlich große Last von indirekten Abgaben. Nun wachsen unsere Ausgaben, namentlich die für die Armee und die Marine, fortwährend. Die neuen Forderungen kommen in einer Zeit der Teuerung, die auch zum guten Teile eine Folge unserer Zoll⸗ und Steuerpolitik ist, sie kommen in einem Momente, wo das Geld teuer ist. kommt, daß unsere Staats⸗ und Reichsverwaltung so teuer ist wie Zwecke im Reich, Staat und Kommune hat das Deutsche Reich jährlich 6000 Millionen aufzu⸗ Habe⸗ 888 n vnch 8. 71. es reich
rd, so fließt der Gewinn in die Taschen der wenigen schon jetzt Wohlhabenden, rn la
ucker, die man
nirgend wo anders. Für öffentliche
lange nicht Steigerung der Wohlhabenheit Die Erhöhung der Lebensmittelpreise hat die Lebenshaltung aller derjenigen verschlechtert, die nicht gehören; auch wer heute 12 000 ℳ Jahreseinkommen hat, empfindet allgemeine Teuerung Lebensmittel, auch alle übrigen Lebensbedürfnisse, auch die Woh⸗ m Wir stehen vor einer sinkenden n Die Beschäftigung der Industrie und der Arbeiter ge zurück. Das ist in einer Zeit viedriger Preise eher zu ertragen a heute in einer Zeit hoher Preise, wo sich daraus leicht eine all⸗ gemeine Kalamität ergeben kann. eingeführt werden! Steuern decken doch keineswegs das bereits vorhandene Bedürfnis, da jede neue Steuer nicht sofort voll in ihrem Betrage zum Auedruck kommt, sondern Zeit braucht, um sich einzuleben, während andererseits die Erhöhung der Ausgaben nicht still steht, sondern weitergeht. Es braucht ja bloß an die Beamtenbesoldungsverbesserung erinnert zu werden. Diejenigen Klassen, die heute am meisten vorwärts gekommen sind, vor allem unsere Großindustriellen, müssen zu den neuen Lasten auch ihr Scherflein beitragen, wenn noch Steuerlast gesprochen e gl., 85 heiht. es . das werde in, es gebe keinen gerechten erteilungsmaß⸗ stab, das Deutsche Reich dürfe keine direkten Steuern einfübten, . Einzelstaaten überlassen bleiben, Rückgrat zerbräche. Ein Ausweg würde direkte Steuern durch die Einzelstaaten. Bei der anderweitigen Ver⸗ teilung der Matrikularbeiträge nach dem Maßstabe der Leistungs⸗ fähigkeit, ein Maßstab, der mit Recht empfohlen wird, wäre vor allem darauf Rücksicht zu nehmen, welche anderweiten großen Ein⸗ taat neben der Einkommen⸗ und Vermögenssteuer hat, wie Preußen aus den Eisenbahnen usw. Weitere Abhilfe wird sein, wenn unser Zollsystem geändert wird, und je schneller das geschieht, um so besser für alle Teile. Reiche finanzen wirtschaftlichen schlechten Finanzpolitik. lickarbeit gemacht wird. cht um eine Flickarbeit herum, weil das lau nis gedeckt werden muß. Was wir fordern, die Einfü Reichssteuern, ist aber auch keine lichende Maßregel. — es Blattes.)
eeradezu zu den Reichen
en werden teurer und teurer. Konjunktur.
Und da sollen wieder neue Steuern
Aber selbst 120 Millionen neue
von gerechter Verteilung der schwer zu machen sein, weil sonst deren
ir haben ja aber schon die das Reich erhöbe
müßten den steuerliches Erbschaftssteuer.
nahmequellen ein nur zu gewinnen
eben nicht sowohl Verhältnisse, Es wird auch das einzig Richtige sein, In diesem Jahre kommen wir nde Bedürf⸗ rung direkter von heute auf morgen zu verwirk⸗
allerdings n.
“ EEE1141““
e, zugegangen:
owie den Fg und den
Erzeugnissen des meistbegünstigten Landes gewährt werden.
Dieses Gesetz triit mit dem 1. Januar 1908 in Kraft.
dem Ministerpräsidenten gelangte m
Meinungsaustausch mit ch eine Stelle a
zur Verständigung, Rosenkranz nahm jedo tragender Rat im Kultusministeri das Jahr 1849 hinein bekleidet, Bei dieser langen Anwe ausführlichen Berichte uns besonders interessieren. kranz im Spätherbst 1866 in Berlin; au eingehende Berichte vor. atmen eine Liebe und Bewunderung den erfreulichsten Eindruck auf jedes Berliner Herz Der Vortragende las mehr
erst an einer Stelle im lichten Herbstwald, Halt gemacht. b als durch einzelne,
Dem Reichstage ist folg nder Entwurf eines Ge e beeeffend die Handelsbeziehungen zum Briti [Kei
8 8 nicht fern dem sowohl durch ene Steine, an der einst das Dorf Liepnitz stand. seinem ersten und zweiten Viertel ausgestorben sein — kein ver⸗ Das Landbuch Karls IV., kennt eine Dorf⸗ Zlieb im nahen See etwa an der ernauer Stadt⸗
Der Bundesrak wird ermächtigt, den Angehörigen und den Er⸗ einst woh
ugnissen des Vereinigten Königreichs von Gro britannien und Irland Erzeugnissen britischer Kolonien und esitzungen bis zum 31. Dezember 1909 diejenigen Vor⸗ hwstealle einzuräumen, die seitens des Reichs den Angehörigen oder den
im 14. Jahrhundert, das in and verheerende Seuchen brachte, einzeltes Schicksal in dieser f der letzten Hälfte des 14. Ja schaft Liepnitz schon nicht erhalten, an dessen We Stelle, wo der südlich den See um
Noch ein letztes Mal war
ch über diese Tage liegen Kundgebungen über Berli für die Landeshauptstadt . hervorrufen müssen. lich aus dem 1849 er ebenso im Verkehr mit den ersten Namen
urchtbaren Zeit! hrhunderts angehöri der Name aber stufer das Forsthaus lieg
Alle diese vier
tere Stellen, nament
Statistik und Volkswirtschaft. Zur Arbeiterbewegung.
Am 30. November haben, wie die „Rh.⸗Westf. Ztg.“ mitteilt, angehörigen Anterverbände, in denen die Tarifverträge mit den Arbeitnehmern in Jahre 1908 ablaufen, die Kündigung dieser Verträge eingereicht, unter gleichzeitiger Uebersendung von neuen 11“
normalen
Pertragsentwurf aufgebaut, welcher von dem „Deutschen Arbeit⸗ Verträgen
wiedergegeben ist. Auch der M EE“ Arbeitgeber⸗ itze in Frankfurt
a. M. und der Verein der Arbeitgeberver bände für daas Baugewerbe in Rheinland und Westfalen, die ebenfalls Ver⸗ hände des Deutschen Bundes sind, haben die Kündigung der Verträge am genannten Tage bewirkt. Die beiden eben genannten Verbände werden für die in Betracht kommenden Bezirke je einen einheitlichen Vertrag abschließen und sind übereingekommen, in allen Fragen vollständig Hand in Hand zu gehen. Es dürften bisher im deutschen Baugewerbe noch keine Verträge, die sich über 8 große Gebietsteile erstrecken, m nächsten Jahre der Fall sein
wird. Die neuen Verträge zeigen im wesentlichen dass elbe Bild der schon in früheren Jahren mit den Arbeiterorganisationen abgeschlossenen. Die normale Arbeitszeit soll 10 Stunden betragen, sie darf weiter herabgesetzt werden. Der Arbeitslohn soll trotz der ungünstigen
simtliche dem „Deutschen Arbeitgeberbunde“
Diese Vertragsentwürfe sind einheitlich auf einem geberbunde vorgeschrieben und wörtlich in den
verband für das Baugewerbe mit dem
abgeschlossen worden sein, als dies
Konjunktur nicht herabgesetzt werden.
Wohlfahrtspflege. W116““ Familiengärten sind von Eisenbahnbediensteten,
mini
zu stellen. Mehrfach sind entbehrliche Flächen bereits in der Weise verwertet; es unterliegt auch keinem Bedenken,
eigenen Bedürfnissen der Staatseisen
Ein „Reichsarbeitersekretariat“ ist in Berlin (Kaiser⸗ straße 37) von dem Verband der katholischen Arbeitervereine am 1. April 1903 begründet worden, es bezweckt aber nach § 2 seiner ohne Unter⸗ schied der Konfession und Partei“ in allen Arbeiterversicherungs⸗
münd lichen
nehmen. Wenn hiernach die Inanspruchnahme des Instituts nicht nur den katholischen Arbeitern frei steht, so darf auch die Entwicklung desselben allgemeines Interesse beanspruchen. Es ist zweifellos, - Organisation und Praxis des Reichsarbeitersekretariats als musterhaft elten könren. Nach dem kürzlich (Der Arbeiterpräses“, 1907, Heft 10, E. 302 — 320) veröffentlichten Jahresbericht für 1906 verfügt das Reichs⸗ arbeitersekretariat, unter Leitung des Verbandssekretärs Dr. Irmer, zur 1 über 25 Bezirisarbeitersekretariate in Berlin, Allenstein (Dst Zauerwitz (O.⸗Schl.), Breslau, Koblenz, Dresden⸗A., Elbing, Er Glatz (Schl.), Gleiwitz, Görlitz, Heiligenstadt, Kirchen a. Königshütte (O.⸗Schl.), Magdeburg, alstadt a. Saar, Mittel⸗Neuland, Neunkirchen, Oppeln, Ratibor⸗ Ostrog⸗ gsihr sane Reichenbach (Schl.), Trier und Waldenburg
Satzungen, „den Angehörigen der arbeitenden Stände sachen Rat und Auskunft zu erteilen, Eingaben
sätze anzufertigen, sowie die Vertretung in den Verhandlungen vor dem Reichsversicherungsamt
Schl.). Alle Bezirkssekretariate arbeiten hinsichtl ich
unftserteilung selbständig, während das Reichssekretariat Hauptsache die Vertretung der Rechtsansprůüche der Arbeiter dem Reicheversicherunggamt wahrnimmt. Im Laufe des Sahres
1906 wurden durch das Reichsarbeitersekretariat 595. 1904: 303, 1903: 247) Termine vor dem Reichsver wahrgenommen. Von diesen 595 Streitsachen waren am
aus der Provinz Westpreußen und 2 % aus Luxemburg-
5 % verteilen sich auf die anderen Provinzen und Staaten. rufe nach waren 25 % Verkehrs⸗ und gewerbliche Hilfsarbeiter, Bergarbeiter, 13 % Frauen und Mädchen, 12 % Bauarbeite
Metallarbeiter, 5 % Landarbeiter, 3 % Holzarbeiter, und Angestellte, 2 % selbständige Landwirte, 2 % Erd⸗,
gehörten.
Kunst und Wissenschaft.
8 ö111““
A. F. Die „Brandenburgia“, Gesellschaft für Heimat⸗ kunde, hat ihr Winterhalbjahr 1907/08 in mehrfachen Betätigungen begonnen: Zu den bevorzugten Zielen ihrer Sonntagswanderungen besonders im Herbst, wo der 130 ha große See in einem Kranze rotbraunen Buchen⸗ laubes, gemischt mit dem Graugrün der Kiefern und dem Dunkelgrün der Fichten prangt. So auch an einem der letzten Sonntage dies es aus⸗ erlesen schönen Herbstes, dem bis in die späaten Nachmittagsstunden eine strahlende Sonne leuchtete. Der Ausflug nahm zu Wagen Anfang in Bernau; über 60 Mitglieder, Damen und Herren, hatten
gehört seit Jahren der Liepnitz⸗See bei Bernau,
sich beteiligt. Den Führer machte Rektor Monke, Mark und besonders mit dieser Gegend vertraut ist,
Bericht vor, die Rosenkranz der damaligen Berliner geistigen Aristo von Humboldt,
i ihren Belustigungen in Moab Rosenkranz bei dem letzten Besuch, kehrenden Krieger die via triumph besonderer Inbrunst die Entwicklung Berlins schildert, ebenen günstigen Meinung nicht überraschen. eständnis zumute bei soviel Glanz un enswert, diese Urteile eines Mannes, der d, wo es not tat, den Berlinern in extenso und künftige Geschlechter Vergleich mit den Vorfahren ürdigkeit Rückschritte gemacht haben. „Brandenburgia“ Vorsitzenden, dem Märkischen
interessante
begrenzenden t vom recht sommerlich der eines Turnvereins im See badend ber dem 34 ha großen Liepnitz⸗Werder, ig umschlossen eine Anhöhe darstellt, die gegen
zum Wasser abfällt eingenommen
kratie — mit Alexande Fried. Ad. Merker u. a. Volkskreisen, it, Stralau ꝛc. aufsuchte. Daß wo er für die siegreich heim⸗ alis hergerichtet fand, mit ganz kann nach seiner
t sich
äflich Rede steilen Ufer zum ß man Mitglie fand) und sieht sich der vom See ringförm West und
inschen Forstbesitz begegnet.
See hinab (d Varnhagen,
Berührung
Nord steil
abhang liegt ein Vorwerk mi bietet ein wertvolles märkischer Landmann merkwürdigen Funden, die er gemacht, Steingeräten und Bronzecel Museum abgetreten
dem Ost⸗ denn der Werder ch allein. Ein tüchtiger hier als Pächter und erzählt gern von früher beim Graben und Ackern häufig ten, die er auch gern dem Märkischen die gräfliche Verwaltung solchen Dingen Das ist bedauerlich; denn auf die man
früher kundge wird ihm na — Es erscheint sehr wün scharf zu kritisieren verstan b zu erhalten, schon damit gegenwärtige messen vermögen, ob si
t Wohnhau
achtgrundstück für seinem Ein
daran zu er etwa in der Liebensw Versammlung der
Mitteilungen
Dr. Nette, Erinnerungen, unst im alten Potsdam veröffentlicht. Es in denen man sich für Ost⸗ interessierte: die Zeit des Großen Kurfürsten, als llen europälschen Nationen allein dann die letzten Jahrzehnte zuweilen recht d Ostasiatisch beliebt waren Potsdamer Drachenhäuschen) und seit 1856, wo wir Handelsbeziehungen mit Japan auf⸗ ften dahin sandten und dorther empfi wirkungen nachzugehen, erweist sich als von ub der Provinz Brandenburg altigen erratischen Markgrafensteinen
Erlaubniserteilung an Dritte entzogen hat. noch bietet der Liepnitz die Mitteilung in der „ Hain der Semnonen bezieht, der Ort war, wo alljährlich einem Menschenopfer vereinigten. seine wundervolle Umgebung chung über einen breiten des Liepnitzwerders mindesten für Mittelwalde aber etwas hat der Liepnitz⸗ nämlich ein Stück ers, das abweichend die sonst auch hier viel Kohle gefärbten t werden darf, eine ausgedehnte chemische und bakterio⸗ heute noch bis zu einem ge⸗ für die Richtigkeit der Vermutung abzulegen rch das Vorhandensein ungewöhnlicher Kalk. Es würde sich wohl lohnen, eine sobald das gräfliche Machtgebot zurück⸗ Reiz ist der Spaziergang am eilufer des Sees mit dem Blick auf den im der. Hier führt auch ein kurzer Umweg seiner wechselnden Beleuchtung treffend dessen Ufer sich von bunt Weiter ging der Weg, wo sich der S das weiterhin wieder, See und den Hell⸗See bildet, mit Feld⸗ und Wiesengebiet ver⸗ een liegt der gräflich Redernsche hier brachte eine kurze Wagenfahrt die dem Ziel des Sonntagsausfluges. und nicht Wiesenthal? betriebsame, ihrem Schloßberge Blick auf ein in dem auch die in der Nähe entspringende Westrande der Stadt überbrückt ist. Dieser von der wenige Stunden Wer die verschiedenen
„Werder unter 4 oder 5 Stellen, interessanten
Germania“ des Tacitus (Kap. 39) vom heiligen
die größte Wahrscheinlichkeit, daß dies sich Gesandte aller deutschen Stämme zu Die Abgeschiedenheit des Werders, teilufern, die Schwierigkeit Wasserring hinweg, alles das spricht s ebenso beredt, als was für und für einen
Provinzialmuseum. bekannt durch f Potsdamer
Schrift über ostastatische K hat bei Hofe drei astatisches besonders die befreundeten Holländer von a andelsmonopol mit Japan bes Friedrichs des Großen,
gen von Rokoko un
von bewaldeten Perioden gegeben,
seiner Errei zu Gunsten die Stelle bei Burg im Spreewalde, gelsee angeführt wird;
Platz am Mü⸗ en konkurrierenden Stellen voraus,
werder vor die Land nahe dem höchsten Punkt des Werd von der bekannten märkischen Bodenfarbe,
vorwaltet, dunkeln, wie von Beimis Boden zeigt. heidnische Opferstätte, logische Untersuchung de wissen Grade Z beispielsweise du Mengen von phosphorsaurem solche Untersuchung anzustellen, genommen sein wird. hohen nördlichen St Herbstschmuck leuchtenden Wer zu einem Idyll, einem wegen „Regenbogensee“ efärbtem Brom mer am Liepni einem schmalen hohen bewaldeten hell, weil er allmählich das Wald wischen diese
schaft nach Biesenthal,
dem hübschen Aussichtsturm, 2900 Einwohner erbaut hat, wasserreiches Wiesental, inow fließt, die am nblick ist außerordentlich verschieden vorher genossenen Wald⸗ und Seelandschaft.
Sonntagsausflug gegenüber dem Restaurant
(z. B. an dem bekannten
nahmen, Gesandtschaften diesen Einflüssen und Ein hohem Reiz. rührt die in
Lchung von wie vermute so wird die physikalische, 8 Bodens auch
Vom Touristenklub namentlich teressante Photographie eines gew von den mit der Streckenaufsicht betrauten und an der Strecke wohn⸗ berühmten haften, schon seit langer Zeit gepflegt und oft zu Mustergärtchen aus⸗ estaltet worden. Neuerdings hat diese gesunde Kleingartenkultur Aus⸗ cht auf planmäßige Förderung erhalten. Das illustrierte Wochen blatt „Die Eisenbahn“ fordert (in Nr. 44) die Eisenbahnvereine auf, für ihre Mitglieder Familiengärten zu schaffen, und ist dabei in der Lage, Mit⸗ teilung von einem Erlaß des preußischen Eisenbahn⸗ sters vom 5. Oktober d. J. zu machen, in dem es u. a. heißt: „Es ist mir der Wunsch ausgesprochen worden, eisenbahnfiskalische Trenn⸗ stücke und sonstige für den Eisenbahnbetrieb entbehrliche Grundflächen, soweit sie nicht Eisenbahnbediensteten zur Benutzung überwiesen gemeinnützigen Zwecken dienstbar zu machen und gegen eine möglichst niedrig zu bemessende Vergütung zur Herstelung von Wohlfahrtsein⸗ richtungen, wie: Bauten, Gärten, Laubenkolonien usw., zur Verfügung angege benen noch weitere Grundstücke dem gleichen Zwecke zu angemessenen Mietpreisen nutzbar zu machen, soweit dies mit den L““ des Betriebes und den ahnverwaltung vereinbar ist. Königlichen Eisenbahndirektionen wollen deshalb an sie herantretende Anträͤge dieser Art einer wohlwollenden Prüfung unterziehen.“
schreiben sein werden, die während der ddeutschland ein Steppenklima hatte. it des Blockes, der bei Jelec, Kreis Pleschen,
öchsten Punkte ge⸗
die dort den Sandstürmen zuzu langen Epoche wehten, Der ausgezeichnete Gran lagert, hat häufig ihn jedoch durch
schützt, ganz ebens der Gottesmutter stellt. unde gemacht: : n im belgischen Oligocän, älder voranging,
— V h S. en auf ihn
schon begehrliche Aug ein Muttergottesbild an seinem o wie man in Bayern alte Bäume unter den Sch Noch wurde Mitteilung über zwei merk⸗ Spuren menschlicher Tätigkeit a einer Formation, aus denen die Braunkohle tenz des Menschen auf der Erde in unnenn⸗ d das Skelett eines Elephas d aus einem galizischen Eine lebhafte Diskussion wa 12 ecm breite als Rockenbänder angezweifelt, weitere Versammlung in Aussicht bends hielt Fräulein Elis Volkstümliches aus alter und de hatte mit einem wahren Bienen⸗ statter im einzelnen nicht zu folgen as der Volksmund zu Lob oder Tadel Volksgemüt im gleichen Sinn empfindet hat. In Wahrheit, der arbe vor allen anderen eine Hauptrolle efangen von dem
genannten, kleineren See, beergesträuch umsäumt zeigten. see entlang nach Uetzdorf, ließ verengt, fern, den Oberen
würdige F geräten, die ma dem Wachstum der W entstand, womit die Exij bare Ferne hina antiquus, das Erdwachslager herausgehob knüpfte sich endli Bänder, die von R angesprochen werden. Aufschlüsse wurden für ein Den Vortrag des A „Die rote F neuer Zeit.“ fleiß, dessen Spuren der Berichtern vermag, alles zusammengetrag der roten Farbe spricht, das und der Gebrauch geheili Beweis gelang, im menschlichen roten Bändchen, w üble Einflüsse schützen. forschlich und rätselha für Rot zu nehmen, Seltenheit des Spe sich streiten. man werde meiniglich durch
usgerückt scheint, un in gutem Erhaltungszustan en sein soll. — ige kunstvoll gewebte, et ektor Monke, der sie aufgefunden, Diese Erklärung wurde
n beiden S
erfreulichen abeth Lemke
Die Vortragen
gt oder verdammt daß die rote F . Denken und Empfinden spielt, an womit wir den Säugling in vielen Landesteilen gegen Was ist der Grund? Er bleibt schwer er⸗ t; denn die Blutfarbe als Ursa widerspricht dem Gefühl. ktralrotes in der Natur? Ueber schloß sehr lustig, mit der Hoffnung, ihre Ausführungen nicht so gering einschätzen, al Ausdruck „roter Heller“ geschieht.
Biesenthal, „Seeschlößchen“ Genesungsheim für das Vorzug, den nämlich, daß Familie Seydel) besteht, bayerischem Rezept in der gediegener Güte gebr „Unterhöhler“
das jetzt auch
Gardekorps besitzt, hat noch einen besonderen hier die älteste Brauerei (im Besitz der in der um 1830 das erste Bier nach Mark gebraut worden ist und dauernd in Das den merkwürdigen Namen einer kleinen Gemeinde
che einer Vorliebe ti’s die besondere
aut wird. die Tatsache läßt
ier erfreut si
im Umkreis Biesenthals, allzu großen Jahresproduktion mühelos
Berlin nichts übrig bleibt. Biesenthal besuchenden Berliner, das Das geschah, da der auch seitens der Mitglieder der „ kehr nach Bernau im Biesenthaler noch durch sehr historischen Erinnerungen der G wunderbar
tragende B Die Vortragende
fertig wird,
ute „Unterhöhler“ an der Quelle schnell zu Ende Brandenburgia“ vor i Schützenhause, wo Rektor
Mitteilungen Geschichte und
verwunschene als Erinnerungen an die von markgräflichen ie einst auf dem Schloßberg stand und von uch die spärlichen s am nahen Reiherberg erzählen Aber das alles ist Vorzeit, von der jener dunkel Liepnitzwerders erzählen könnte, emnonen an diesem schönen Erdenwinkel
zu genießen. urze Herbstta
3 Nach einer Meldung des adt ist die Schiffahrt vorgeste nisse geschlossen
interessante w8
egend erfreute.
d Musik.
Theater un Königliches Schauspielhaus.
age
rinzessin fehlt so wenig, Vögten bewohnte Burg, d der nur geringe Reste noch Ueberreste eines wendischen Burgwall vom Bewohntsein der Gegend in entle ja viel jünger als die graue germanis gefärbte Boden auf der Hö wenn der heilige Hain der S zu suchen wäre.
In einer wenige Tage unter dem Vorsitz des G Sitzung wurde vom Kustos Buchholtz ein rovinzialmuseums au
che Schauspielhaus erfreute seine Besucher am Sonn⸗ Sie führte eindringlich zu Gemüte, nsterbliches gibt, die Werke der Dichter⸗ . Das erschütternde Drama Hörers, durch Jahrtausende und Gewalt, und der geniale Aufbau m Modernen größte Bewunderung höchsten Anforderungen gerecht. des Königs eine Leistun fungen seiner sie enbürtig an
Das Königli abend mit einer Wilbrandtschen Bearbeitung. un es auf der Erde U gängliches Leben besitzen das Gemüt des
vorhanden sind.
erungsamt gener Zeit.
chlusse des Jahres 43 noch nicht erledigt. In diesen 43 Sachen war vielmehr im ersten Termin weitere Beweiserhebung und Anberaumung eines neuen Termins beschlossen worden, der aber am Schlusse des Jahres noch nicht stattgefunden haite. Somit gelangten von den 595 vor dem Reichsversicherungsamt vertretenen Sachen nur 552 zur endgültigen Er⸗ ledigung, und zwar wurde in 298 (1905: 244, 1904: 211, 1903: 151) Fällen, also in 54 %, ein günstiger Erfolg erzielt. Von der Verfolgung offenbar ungerechtfertigter Ansprüche wurden die Mitglieder abgehalten. Schriftsätze wurden im Laufe des Jahres von dem Reichsarbeiter⸗ sekretariat 1832 (1905: 1621) angefertigt. Rat und Auskunft wurde in 4311 (1905: 4117) Fällen erteilt. 28 % der vor dem Reichsversiche⸗ rungsamt vertretenen Kläger waren aus Schlesien, 27 % aus Rheinlande, 12 % aus Berlin, 11 % aus der Provinz Sachsen, aus der Provinz Brandenburg, 6 % aus der Provinz Hannover, 2 % Die übrigen Dem Be⸗
heroen ein unver des Sophokles erregte 1— tönend, mit unmittelbarer Kraft des gewaltigen Stoffes zwang auch de ab. Die Aufführung wurde den Namentlich Matkowsky bot in der Rolle akteristik, die sich den besten Darstellungskunst — ch lebensvollere Entwickelung dieses stolzen, der selbstbewußten Zuversicht des von un⸗ ß und Liebe maßlosen Tyrannen, Ueberlegenheit sich gegenüber⸗ „über den sich der Adel der vorstellen. Meisterhaft war n, in denen Erzählung
später im Brandenburgischen Ständehause eheimen Justizrats Uhles stattgefundenen e Neuerwerbung des 8 dem Landsberger Kreise das sich einer der bekannten drei Grund⸗ tigen Geräts mit schmaler Schneide te Jahrtausend vor unserer Pniower führte in die Be⸗ chon erschienen, jetzt in einer durchgesehenen statteten neuen Auflage vorliegt: Hartmann, die 3 en Kreisen der Berliner Gesellschaft dem Jahre
Mittelpunkt war. chkommen und Freunde Nicolais tnis eines über zwei Menschen⸗ Berliner Geschichte. dem unermüdlichen ürdigkeiten seiner Heimatsprovinz, zum Teil sich auf den letzten Aus⸗ Vortrag des Abends hielt Prediger Beziehungen
voll tiefer Char immer reicher Eine feinsinnigere und zugle stürmischen Charakters vo erhörtem Glück Verfolgten, der selbst seinen Göttern mit ironischer em am Alter Niedergebrochenen breitet, kann man sich kaum 8 Darstellung der schwierigsten ch regt, bis ihn die dem Dreiweg in Phokis fast zur lich die Aussagen des alten Hirten aus Gewißheit niederschmettern. n diesem glanzvollen ßeren Erscheinung, wie die nach der ommerstorff stattete Pohl den Teiresias mit on aus. Auch die Chorführer Molenar, Arndt und W lebendiger Sprechweise fein⸗ esondere Anerkennung Geisendorfer als Hirt und fdringliche äußere Ausstattung zu dem Gesamteindruck bei, sodaß man der in jeder Beziehung gelungenen en kann. Hoffentlich Es wäre do usenden klassisch Ge⸗ Meisterwerke
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Märkischen vorgelegt: ein formen dieses meiße anschließt und wahr Zeitrechnung zurückgeht. — P kanntschaft eines Buches ein, d Geheimrat
Anmerkungen ausge erinnerungen von Gustav 1871 umfassend
Friedrich Nicolai ist vom Verfasser geschrieben und vermittelt die Kenn umfassenden wurden von Rektor Monke, chen Finder historischer Merkw chiedene neue Funde vorgelegt, die flug nach Biesent Dr. M. Runze über „ zu Berlin und die Besch Diese Beziehungen des ausgezei 1805 in Magdeburg, † 1879 in mannigfacher Art. Seine ersten Erinnerungen a Tage gehen deshalb in das dritte zurück. 1828 hatte er si außerordentliche Königsberg.
entfaltenden
l⸗ oder axtar
scheinlich bis auf das zwei von dem in Ha
stellt, zu d
vor allem Matkowsky der schreckliche Ar von dem verhängnisvoll Gewißheit ma letztem verzweifelten H Auch die übrigen Dar Partner. Fräulein Lindner, spielte die leichtferti Katastrophe ohne Be den Kreon mit schlichtem, gradem E der natürlichen Würde sei — Oberländer, Kraußneck, Zeisler, zwischen Rezitation und ttelnd, dem Spiel trefflich ein. ch die Herren Eggeling Die stimmungsvo trug ebenfalls an ihrem Teil dem Königlichen Schauspielhause zu Neueinstudierung aufrichtigen Dank diese Oedipus⸗Aufführun tief beschämen bildeter einer
Jugend⸗ von 1806 bis gwohn in dem König si
cht und den König end offen in fürchterliche steller behaupteten sich nebe königlich prächtig in der äu Jokaste ebenso trefflich, unen zum Tode fortstürzende
Stein⸗ und Tonarbeiter, 2 % Angehörige der Bekleidun zindustrie, 1 % Angehörige der Nahrungsmittelbranche und 1 % sel ständige Handwerker und Gewerbetreibende, während die letzten 4 % anderen Berufsarten an⸗
hal bezogen. ner Sehermis arl Rosenkranz, seine reibung der Stadt aus 1850.
neten Königsberger Philosophen (geb. erlin waren ziemlich eeidelberg und Berlin i die preußische Hauptstadt jener Jahrzent des 19. Jahrhunderts habilitiert, seit 1831 dort eine seine Berufung nach n Berlin auf und ein Tagebuch. Juni 1848 nach Auerswald die Uebernahme im mündlichen
nnig vermi önigsberg) zu B verdienten au
Rosenkranz hatte in Halle,
bekleidet, 1833 erfolgte dem Wege dahin hielt er sich i neue Betrachtungen über diese Stadt in
eren Aufenthalt aber kam Rosenk s war ihm damals im Ministerium des Kultusministeriums angeboten worden; allein
eerlin mit seinen Zehnta
d, wenn 2 eines klassi
so vorzüglichen Darbietu nicht ein lebhaftes Interesse entgegenbr