Volksschichten eine gewisse Zahnpflege nicht unterließen; Zahnpulver und Mundwässer, wie der Zahnstocher spielten im Altertum eine große Rolle, und die vorbeugende ahnpflege jener Zeiten könnte für die breite Masse der heutigen Völker ein gro arkiges Beispiel abgeben. Bekanntlich haben ntersuchungen bei Volksschulkindern geradezu traurige Ergebnisse in bezug auf Zähne und Zahnpflege
rg ben.
Die Verlegung der Kantschen Grabstätte aus der an dem Dom angebauten Stoa Kantiana in die Königsberger Universität ist vom Magistrat der Stadt Königsberg beschlossen worden. Mit der Ausführung eines würdigen Denkmals soll, der „Hartungschen Zeitung“ zufolge, Professor Cauer von der Königsberger Kunstakademie deauftragt werden; es sind dazu 50 000 ℳ ausgeworfen worden.
Das deutsche Papyrus⸗Unternehmen, dessen Leiter Dr. Zucker ist, hat nach der „Frankf. Ztg.“ die Grabung bei Assuan wegen örtlicher Verhältnisse aufschieben müssen und steht bereits in voller Arbeit in Elephantine, wo auch die Franzosen graben; es hofft dort, wo nun durch die aramätschen Funde ein neuer unerwarteter Grabungserfolg gegeben ist, noch in diesem Winter die Arbeiten ab⸗ schließen zu können. 8 “
Theater und Musik.
Kammerspiele des Deutschen Theaters. —
Gestern nachmittag führte die Tänzerin Maud Allan einige musikalische⸗plastische Stimmungsbilder, wie es auf dem Programm hieß, vor. In dem Stil, den Isadora Dunkan hier zuerst eingeführt hat, und wie ihn bei uns die vortreffliche Irene Sanden und Miß Allan je nach ihrer Individualität aus⸗ gebildet haben, tanzte die letztere gestern zu Kompositionen von Chopin, Mendelssohn und Rubinstein. Von schlanker, geschmeidiger Gestalt, übt sie in manchen Bewegungen durch reizvolle Linien, große Ausdrucksfähigkeit und sehr musikalisches rhythmisches Gefühl einen eigenen Zauber aus. Ein mimischer Tanz: „Vision der Salome“, war, wenn auch nicht gerade aus Salomes glutvoll⸗sinn⸗
licher Art geboren, so doch voll Stimmungsreiz und von schöner
Mannigfaltigkeit der ausdrucksvollen Gebärde. 8
Schillertheater O. (Wallnertheater.)
Das Schillertheater hat Gogols Lustspiel „Der Revisor“, neu einstudiert, in seinen neuen Spielplan wieder aufgenommen und mit dem lustigen Stück, dessen Satire auf das bestechliche Beamten⸗ tum hier etwas grobkörniger erschien als bei den Aufführungen des Königlichen Schauspielhauses und des Deutschen Theaters, sein Pu⸗ blikum am Mittwoch vortrefflich unterhalten. Die Rolle des Klestakow gab Herrn Köstlin Gelegenbeit, viel drollige Munterkeit zu zeigen, während der Stadtkommandant von Herrn Werner⸗Kahle etwas zu derb angelegt war, um ganz wahrscheinlich zu wirken. Die anderen Aufgaben wurden von den Damen Großbhardt, Holms und Gundra, “ Kirschner, Joseph, Rembe, Förster, Bildt ange⸗ messen gelöst.
Im Königlichen Opernhause geht morgen, Sonnabend, „Madama Butterfly“ von Puccini in Szene. Die Titelrolle singt Fräulein Easton als Gast, die Suzuki ö“ Rothauser, den Linkerton Herr Maclennann, den Fee err Hoffmann, den Goro Herr Lieban, den Bonzen Herr Krasa. r. Besl dirigiert das Werk.
Im Königlichen Schauspielhause wird morgen zum ersten Male „Auf Nissenskoog“, Schauspiel in vier Akten von Rudolf Herzog, aufgeführt. Die Besetzung lautet: Kai Nissen: Herr Kraußneck; Jens, sein Sohn: Herr Staegemann; Großmutter
Nissen: Frau Butze; Professor Carlsen, Nissens Schwager: Herr Vollmer; Helge, Carlsens Tochter: Fräulein Wachner; Oberst Riggersen: Herr Pohl; Frau Andersen: Fräulein von Arnauld; Max, ihr Sohn: Herr Geisendörfer; Schiffer Hansen: Herr Eichholz; eine Magd: Fräulein Hoff. Das Stück spielt im Frühjahr 1851 auf einem Gut in Südschleswig. Die Regie führt der Regisseur Patry.
In der Philharmonie findet Freitag, den 27. d. M., Abends 7 ½ Uhr, ein Konzert zum Besten der VII. Haushaltungs⸗ schule des Zweigvereins Berlin des Vaterländischen
rauenvereins statt. Ihre Mitwirkung haben zugesagt: die onzertfängerinnen Fromm und Schünemann, der Professor Halir (Geige), Severin Eisenberger (Klavier), der Opernsänger Max
Heller, der Rezitator Bruno Türschmann und Otto Bake (Begleitung). Den Konzertflügel hat die Firma Rud. Ibach Sohn zur Verfügung Preellt — Eintrittskarten zum Preise von 3, 2 und 1 ℳ sind bei Bote u. Bock, im Warenhaus Wertheim (Leipziger Straße) und im Bureau des Vaterländischen Frauenvereins (Dessauer
In der gestrigen Sitzung der Generalversammlung der Genossenschaft e-r Bühnenangehöriger (vgl. Nr. 295 d. Bl.) machte der Vorsitzende, Herr Pategg, die Mitteilung, daß Frau Anna Schramm die Summe von 6000 ℳ aus dem Nachlaß ihrer kürzlich verstorbenen Schwester als Grundstock für eine Stiftung überwiesen habe. — Im weiteren Verlauf der Verhandlungen wurde folgender, von allen VBerliner Ortsverbänden unterzeichneter Antrag ein⸗ stimmig angenommen: „Das Präsidium der Genossenschaft wird beauftragt, an der Hand einer umfassenden und möglichst erschöpfenden Statistik über die wirtschaftlichen Verhältnisse aller deutschen Bühnenangehörigen bei den vorgesetzten Behörden sämtlicher Theater dahin vorstellig zu werden, daß die Behörden bei Vergebung ihrer Theater dem betreffenden beiw. Direktor zur Pflicht machen, selbst dem niedrigst⸗ ezahlten Mitgliede ein Einkommen zu zahlen, welches nach Ansicht der Behörden nötig ist, um in der betreffenden Stadt ein, wenn auch bescheidenes, so doch wenigstens standesgemäßes und menschenwürdiges Dasein zu sichern.“
(Der Konzertbericht befindet sich in der Dritten Beilage.)
Mannigfaltiges. Berlin, 13. Dezember 1907.
Den Stadtverordneten war zu ihrer gestrigen Sitzung eine Magistratsvorlage über Mitwirkung der Stadtverordneten⸗ versammlung bei der Femweitung von Genehmigungen zu Errichtungen von Bauwerken auf öffentlichen Plätzen und Straßen zur Kenntnis⸗ nahme zugegangen. Der Magistrat hat die Erklärung abgegeben, daß er mit der entsprechenden Resolution der Versammlung vom 20. März d. J. einverstanden sei. Ausgenommen von der Zu⸗ stimmung der Versammlung wolle er aber die Errichtung all⸗ täglicher Bauwerke, wie Bedürfnisanstalten, Trinkhallen, An⸗ schlagfäulen ꝛc. wissen und die Zustimmung der Versammlun nur in besonderen Fällen einholen. Die Versammlung war jedo der Meinung, daß, da Straßen und Plätze Eigentum der Stadt⸗ semeinde seien, die Versammlung in allen Fällen das Recht, mitzu⸗ habe. Sie beschloß daher auf Antrag des Stadtyv. Kreitling, die Angelegenheit noch einnal mit dem Magi⸗ strat in gemischter Deputation zu beraten. — Einen breiten Raum in den Verhandlungen nahm die Debatte über die Speisung bedürftiger Schulkinder von Stadt wegen ein, die durch einen Antrag der Stadtv. Arons und Genossen angeregt wurde. Der Stadtv. Borgmann gab dazu eine ausführliche Begründung. Die Stadtv. Goldschmidt, Preuß und Cassel traten für Ausschußberatung ein, nachdem der Stadtschulrat Dr. Flscher die Versicherung abgegeben batte, daß der Magistrat bemüht sei, auch auf diesem Gebiete das Erstrebenswerte zu erreichen. Die Versammlung überwies schließlich den Antrag einem Ausschuß zur Vorberatung.
Der neubegründete Zentralverein für Schülerwande⸗ rungen, dessen Vorstand u. a der Staatsminister, Staatssekretär des Innern Dr. von Bethmann Hollweg, der Minister der geistlichen ꝛc. Angelegenheiten Dr. Holle, der Polizeipräsident von Borries und der Praͤsident des Kaiserlichen Gesundheitsamts Bumm angehören, erläßt einen von dem Berliner Verein für Ferienkolonien, dem Heutschen Verein für Volkshygiene (Ortsgruppe Berlin) und zahlreichen hoch⸗ gestellten und angesebenen Personen mitunterzeichneten Aufruf, in dem es u. a. heißt: Der harmonischen Ausbildung der Jugend dienen in hohem Maße die Schülerwanderungen. Aus dieser Er⸗ kenntnis heraus sind verschiedene Vereine schon seit Jahren bestrebt, Ferienwanderungen und Tagesausflüge der Volksschüler zu fördern. Der Berliner Verein für Ferienkolonien entsendet seit dem Jahre 1900 Berliner Volksschüler in Gruppen von je 15 zu vierzehntägigen Wanderungen; im Jahre 1907 konnten 100 Kinder hinausgeschickt werden. Durch die Ortsgruppe Berlin des Deutschen Vereins für Volkshygiene werden seit 1905 Berliner Gemeindeschüler und Schülerinnen in Gruppen von je 20 zu sechstägigen Wande⸗ rungen hinausgesandt, im letzten Jahre 247 Knaben und 176 Mädchen. ie Stadtverwaltung von Charlottenburg fördert durch dauernden Zuschuß Schülerwanderungen. Ferner peran⸗ stalten der Verein „Wanderlust“, der Charlottenburger Verein für Kinderausflüge und andere Wandervereine Tageswande⸗ rungen von Schülern. Auch pflegen verschiedene Turnvereine seit langer Zeit Schülerwanderungen, indem sie unter Leitung von er⸗ wachsenen Turnern Berliner Schüler in die weitere Umgebung Berlins führen. Trotz dieser vielfachen Fürsorge bleibt aber das Erreichte wegen der Beschränktheit der Geldmittel weit hinter dem Ziele zurück, und doch ist es ein dringendes Bedürfnis, Volksschüler aus der ärmeren Bevölkerung in größerer Zahl auf Wanderungen zu schicken. Solche Kinder, deren Eltern nicht in der Lage sind, ihnen einen Landaufenthalt zu verschaffen, möchten wir auf Wochen oder Tage hinausschicken zu einer fröhlichen Wanderung ins Gebirge, an die
später im Unterricht beobachtet haben.
See oder in den Wald. Sie sollen Teile unseres Vaterlandes, andere
Volksstämme in eigener Anschauung kennen lernen, neue Natur eindrücke empfangen, ihre Kenntnisse der Pflanzen⸗ und Tierwelt, abe
auch menschlichen Tuns und Treibens bereichern, ihnen unbekannte
Gewerbe vorgeführt erhalten, an geschichtlichen Stätten Bilder deutscher Vergangenheit vor sich aufsteigen sehen. Wie wohltätig eine solche Wanderung auf Geist und Körper der Kinder wirkt, das weiß jeder Vater, der mit seinen Kindern einmal im Gebirge oder am Wasser gewandert ist; das wissen besonders auch die Lehrer, die mit ihren Schülern gewandert sind und sie Um größere Mittel für diesen Zweck flüssig zu machen und Zersplitterungen zu verhüten, die zu be⸗ dauerlicher Einbuße an Kraͤften, Zeit und Gelod führen, ist eine Zentralisation der Bestrebungen zur Förderung der Schüler⸗ wanderungen nötig. 1
Beitrittserklärungen (Mindestjahresbeitrag 3 ℳ) oder ein⸗ malige Spenden sind an den stellvertretenden Vorsitzenden, Herrn Jams Simon (Klosterstraße 80— 82) zu richten.
Ein bedauerlicher Unglücksfall ereignete sich, hiesigen Blättern zufolge, gestern in Rixdorf. Vor dem Schaufenster eines Spiel⸗ warengeschäfts, Bergstraße 82, hatte sich eine große Schar von Kindern angesammelt, die ein zur Schau gestelltes Kasperletheater betrachteten. Bc das Drängen der Kleinen wurde die Glasscheibe eingedrückt. Die Splitter des starken Glases fielen auf Hände und Köpfe der Kinder hinab, während mehrere von den Kleinen in einem blutigen Knäuel in das Schaufenster hineinfielen. Soweit sich fest⸗ stellen ließ, wurden 24 Kinder schwerer oder leichter verletzt. w24 “ hatten Schnittwunden, Quetschungen und Verstauchungen erlitten.
Heinrichswalde (Ostpreußen), 12. Dezember. (W. T. B.) Heute vormittag 10 ½ Uhr entgleiste, den „Kreisnachrichten“ zufolge, ein Zug der Niederunger Kleinbahn, als er die Brücke bei Wolfsberg überfuhr. Die Lokomotive sprang aus dem Gleis und stürzte in den Wolfsberger Kanal. Dem Lokomotivführer gelang es, rechtzeitig abzuspringen; der Heizer stürzte mit der Lokomotive in den Kanal, lebt aber noch. Die Personenwagen stehen auf dem Gleise. Ein Hilfszug ist bereits von Neukirch abgegangen. Reisende sind nicht verletzt. Die Ursache der Entgleisung ist noch unbekannt.
Wien, 12 Dezember. (W. T. 1 Die Landwirtschafts⸗ gesellschaft feierte heute das Jubiläum ihres 100 jährigen Bestehens in Anwesenheit des Erzherzogs Rainer und zahl⸗ reicher Festgsfte darunter des Ministerpräsidenten Freiherrn von Beck und vieler Vertreter auswärtiger Gesellschaften.
London, 12. Dezember. (W. T. B.) Die Kvynochsche Pulverfabrik in der Nähe von Barnsley ist durch Explosion zerstört. Zwei Personen sind dabei ums Leben gekommen, verletzt sind mehrere. 8 8—
Paris, 13. Dezember. (W. T B.) Blätter melden aus Madrid, daß auf der Station Grao bei Valencia ein Güter⸗ zug von vier Räubern angegriffen wurde, die die Bediensteten des Zuges mit Revolvern bedrohten und eine Kasse mit 12 000 Pe⸗ setas entwendeten. “
8 88
Besangon, 12. Dezember. (W. T. B.) Auf der Strecke Vesoul — Besangon stießen in der Nähe der Station Valleroi⸗ le⸗Bois zwei Zuüge aufeinander. Fünf Personen sind ge⸗ tötet, fünfzehn verletzt worden. “ L
8
Kiew, 12. Dezember. (W. T. B.) Wegen Teilnahme an den jüngsten Unordnungen an der Universität sind weitere 80 Stu⸗ denten relegiert worden. Der Minister für Volksaufklärung hat die CEöö der Universität noch vor den Weihnachisserien angeordnet.
(Fortsetzung des Amtlichen und Nichtamtlichen in der Ersten, Zweiten, Dritten und Vierten Beilage.)
Nach
Köni
Amtliches. greich Preußen.
Ministerium für Landwirtschaft, Domä Forsten.
Bekanntmachung.
stehend wird eine Nachweisung der in den Jahren 1908 und 1909 behufs anderweiter Verpachtung zur
und
nen
Berlin, Freitag, den 13. Dezember
öffentlichen Ausbietung kommenden Domänen⸗ vorwerke zur allgemeinen Kenntnis gebracht. Die ööe Rexerumg werden 8; Verlangen von Fncfchgen ie gedruckten allgemeinen und die besonderen erpachtungsbedingungen sowie die Bietungsregeln für jede Domãne gegen tattung der Schreib⸗ und Druckkosten mit⸗ teilen. uch wird von den bezeichneten Behörden den Pachtlustigen auf Wunsch für bestimmte Domänen von den Bietungsterminen sowie von dem Betrage des nachzuweisenden Vermögens noch besondere Nachricht gegeben werden.
derjenigen Königlici preußischen Domänenvorwerfie, welche in den Jahren 1908 und 1909 behufs anderm
9. 10.
anzeiger und Königlich Preußischen Sta
1u“ 1“A“
anzeiger.
ts
Abdrücke der genannten Nachweisung werden von der Ge⸗ Se. Domänenregistratur meines Ministeriums (Berlin W. 9, Leipziger Platz 7) sowie von den Domänenregistraturen der Regierungen auf mündliches oder schriftliches Verlangen kosten⸗ frei verabfolgt.
Berlin, den 7. Dezember 1907 Der Minister für Landwirtschaft, Domänen und Forsten.
11““ 8 “ “
r Verpachkung ö
Regierungs⸗
Namen der einzelnen Vorwerke.
Flächen⸗ inhalt der gegen⸗ wärtig mit den⸗ selben ver⸗ pachteten Grund⸗
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von Verpacht. Melio⸗ van ge⸗
rations⸗ wiesen wer⸗ kapitalien. den mußte.
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Bisherige
s Pachtperiode. Spalte 5.
Theater.
Königliche Schauspiele. Sonnabend: Opern⸗ haus. 257. Abonnementsvorstellung. Madama Butterfly. Japanische Tragödie in 3 Akten. Nach J. L2. Long und D. Belasco von 2. Illica und G. Giacosa, deutsch von A. Brüggemann. Musik von Giacomo Puccini. Mustkalische Leitung: Herr Kapellmeister Dr. Besl. Regie: Herr Regisseur Braunschweig. Anfang 7 ½ Uhr.
8 Schauspielhaus. 279. Abonnementsvorstellung.
Dienst⸗ und Freiplätze sind aufgehoben. Zum ersten Male: Auf Nissenskoog. Schauspiel in 4 Akten von Rudolf Herzog. In Szene gesetzt von Herrn Regisseur Patry. Anfang 7 ½ Uhr.
Sonntag: Opernhaus. 258. Abonnementsvorstellung. Dienst⸗ und Freiplätze sind aufgehoben. Carmen. Oper in 4 Akten von Georges Bizet. Text von
enry Meilbac und Ludovic Halévy, nach einer
kovelle des Prosper Merimée. Anfang 7 ½ Uhr.
Schauspielbaus. Wallenstein⸗Trilogie. Nach⸗ mittags 2 ½ Uhr: 19. Billettreservesatz. Das Abonne⸗ ment, die permanenten Reservate sowie die Dienst⸗ und Freiplätze sind aufgehoben. Wallensteins Lager. Schauspiel in 1 Aufzug von Schiller. — Die Piccolomini. Schauspiel in 5 Aufzügen von Schiller. — Abends 7 ½ Uhr: 280. Abonnements⸗ vorstellung. Dienst⸗ und Freiplätze sind aufgehoben. Wallensteins Tod. Trauerspiel in 5 Aufzügen von Schiller.
Neues Operntheater. 83. Billettreservesatz. Dienst⸗ und Freiplätze sind aufgehoben. La Traviata. Anfang 7 ½ Uhr. ““
Deutsches Theater. Sonnabend: Was ihr
wollt. Anfang 7 ¼ Uhr. 9*
Sonntag: Was ihr wollt. Kammerspiele. 8
Sonnabend: Esther. Hierauf: Elektra. Anfang 8 Ubr. — Nachmittags 3 Uhr: Miß Maud Allan in ihren Tänzen.
Sonntag: Catherina Gräfin von Armagnac.
von Franz Lehär.
Reues Schauspielhaus. Sonnabend, Nach⸗ mittags 3 Uhr: Frau Holle. — Abends 7 ½ Uhr: Zar Peter.
Lessingtheater. Sonnabend, Abends 8 Uhr: Nora.
Sonntag, Nachmittags 3 Uhr: Rosenmontag. — Abends 8 Ühr: Die gelbe Nachtigall.
Montag, Abends 8 Uhr: Der Biberpelz.
Bentraltheater. Gastspiel des Hebbeltheaters.
Sonnabend, Abends 8 Uhr: Frau Warreus Ge⸗ werbe. Drama in 4 Akten von Bernard Shaw.
Schillertheater. 0. (Wallnertheater.) Sonnabend, Abends 8 Uhr: Der Revisor. Lust⸗ spiel in 3 Akten von Nikolay Gogol. Deutsch von E. von Schabelsky.
Sonntag, Nachmittags 3 Uhr: Der Kaiserjäger. — Abends 8 Uhr: Der Revisor.
Montag, Abends 8 Uhr: Maria Stuart.
Charlottenburg. Sonnabend, Abends 8 Uhr: Der Richter von Zalamea. Schauspiel in 3 Auf⸗ zügen von Calderon de la Barca. Für die deutsche 85 übersetzt und eingerichtet von Adolph Wil⸗ randt.
Sonntag, Nachmittags 3 Uhr: Der Richter von Zalamea. — Abends 8 Uhr: Das vierte Gebot.
Montag, Abends 8 Uhr: Gebildete Menschen.
Komische Oper. Sonnabend, Abends 8 Uhr: Tiefland. “ 8
Theater des Westens. (Station: Zoologischer Garten. Kantstraße 12.) Sonnabend, Nachmittags 4 Uhr: Zu kleinen Preisen: Schneewittchen. — Abends 8 Uhr: Die lustige Witwe. Operette in 3 Akten von Victor Lgon und Leo Stein. Musik
82
Lustspielhaus. (Friedrichstraße 236.) Sonn⸗ abend, Nachmittags 3 Ubhr: Peter Gerneklein. — Abends 8 Uhr: Husarenfieber.
Sonntag und folgende Tage: Husarenfieber.
Residenztheater. (Direktion: Richard Alexander.) Sonnabend, Abends 8 Uhr: Ganz der Papa. Schwank in 3 Akten von Mars und Desvaillières. Deutsch von Max Schönau. (Baron des Aubrais: Richard Alexander.)
Sonntag und folgende Tage: Ganz der Papa.
Thaliatheater. Sonnabend, Nachmittags 4 Uhr Sneewittchen. — Abends 8 Uhr: Die gelbe Gefahr, oder: Die kleine ra; Schwank mit Gesang in 3 Akten von Kraatz und Okonkowskvv.
Sonntag und folgende Tage: Die gelbe Gefahr, oder: Die kleine Japanerin. “
Trianontheater. (Georgenstraße, nahe Bahnbof Friedrichstraße.) Sonnabend, Abends 8Uhr: Fräulein Josette — meine Frau.
Sonntag und folgende Tage: Fräulein Josette — meine Frau. 1
Sonntag, Nachmittags 3 Uhr: Gastons Frauen.
Konzerte.
Singakademie. Sonnabend, Abends 8 Uhr:
Konzert von Edouard Potjes (Klavier) mit dem Philharmonischen Orchester. Dirigent: Dr. Ernst Kunwald, unter Mitwirkung von Pro⸗ fessor . Scharwenka.
Saal Bechstein. Sonnabend, Abends 7 ½ Uhr: Klavierabend von Martha Küntzel.
Heethoven⸗Saal. Sonnabend, Abends 8 Uhr: II. Liederabend von Lula Mysz⸗Gmeiner.
Birkus Schumann. Sonnabend, Abends präzise
7 ½ Uhr: Anläßlich der 75. Aufführung der dies⸗ jährigen großen Wasserpantomime, eine Fortsetzung der „Lustigen Heidelberger“ vom Hofballettmeister Aug. Siems: Ein Fest auf dem Neckar: Große außerordentliche Galavorstellung. Gala⸗ programm und Direktor Albert Schumanns neueste Monstredressuren. Die phänomenalen sechs fliegenden Bauvards. Hohe Schule, geritten von Fräulein Dora Schumann. Mlle. Toreau, Miß Flory, Fräulein Notzeelt, Parforcereiterinnen. Größte Novität: The three Demons. La table du diable. Frères Plattiers, Frères Albano, Pépé Gerôme und Roberts und die großartigen neuen Spe⸗ zialitäten.
Sonntag: Zwei Galavorstellungen. Nach⸗ mittags ein Kind frei.
Familiennachrichten.
Verlobt: Frl. Anna von Portatius mit Hrn. Ober⸗ bzutnont Wilhelm von der Osten (Schwarzwaldau —
rschberg.
Geboren: Eine Tochter: Hrn. Generalm ajor z. D. von Jagwitz (Biegnitz). — Hrn. Ober⸗ präsident Friedrich von Bülow (Schleswig). — Hrn. Oberleutnant Berthold von Bonin (Jüterbog.)
Verantwortlicher Redakteur: Direktor Dr. Tyrol in Charlottenburg. Verlag der Expedition (Heidrich) in Berlin.
Druck der Norddeutschen Buchdruckerei und Verlagk⸗
Anstalt Berlin SW., Wilhelmstraße Nr. 32. Elf Beilagen eßlich Borsen⸗Beilag
Königsberg Gumbinnen do. Marienwerder
do.
Potsdam do.
Frankfurt do. do. do. Stralsund
do.
Posen Bromberg
Breslau Magdeburg
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Merseburg do. Hannover
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Lüneburg
Wiesbaden
Königsberg Allenstein Danzig
Marienwerder
Potsdam
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Königsberg “
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Greifswald Obornik Wongrowitz
Trebnitz Gardelegen
Wolmirstedt
Schweinitz Eckartsberga Springe
Göttingen
Osterode Lüneburg Norden do. Hersfeld
Eschwege
Oberlahnkreis
Rastenburg Allenstein Dirschau
Briesen
Prenzlau
Gauleden Dinglauken Grasgirren
Bottschin, Anzfelde Scherokopaß
Fahrland
Goldbeck, Scharfenberg, Wittstock Nieder⸗Ullersdorf
Sorau Zicher Klein⸗Wubiser Ungnade
Pritzier Hallberg Oschütz
Kotzerke Ottersburg
kaeghs Ammensleben, Rothehaus Gorrenberg, Dixförde G. Steinkrug Calenberg
Niedeck, Wittmarshof
Düna
Scharnebeck, Lentenau
Addingaster Grashaus Ostermarscher
rashaus Bingartes, Johannesberg
Mönchehof
Wellingerode
Marienstädter Hof in
Rastenburg
Klein Rose⸗ au Schönfließ
Caselow
illmar 1
I. Vorwerke, welche 1908 zur Ausbietung kommen.
Johannis 1909 bis
6 194 40 000% Johannis 1891/1909
11 563 64 000 do.
11 829 64 do. do.
13 5088 90 do. do.
8 666 70 000 do. do.
180 42 2 848 357 51 4 591 380 26 2 923 471 68 9 913
290 5 851
O.
60 000 do. do. 100 000 do. do.
17 15 10 188
208 4 218 8 304
3 091 38 760 15 441 15 290
9 580
2 409 14 914 9 946 7 297 6 634
30 000% do. do. 160 000 “ 100 000 do. do.
75 000 do
105 000 Johannis do. 1884/1909
92 000%ꝑJohannis do. 1891/1909 70 00 do. do.
40 000 do.
11 278 8 033 4 843
8 349 4 609 2 628 Johannis do.
7 795 67 1891/1909 6 835 do.
2 737 3 466
21 150
3 225 14 256 33 268
5 941
7 129 10 682 3 964 5 728
41 010
4 832
2 446
55 282
5 502 48 568 65 296
10 036
9 183 9 838 1
71
6
II. Vorwerke, welche 1909
77 316 650
30 12
2 839 3 647 9 655
10 926
7 904
5 957 8 002 23 811
13 713
1883/1909
Johannis 8 o.
1. Mai 1897/1909 do.
Johannis 1891/1909
do.
Johannis
do.
do. do. do.
do.
do. do. 1. Mai 1909/1927 do.
Johannis 1909 bis 1. Juli 1927
do.
88 8
zur Ausbietung kommen.
41 000% Johannis 1898/1910 Johannis 1892/1910
ohannis 191 is 1. Julil do.
do.
do.
3 km Chaussee nach Bahnhof Gr.⸗Lindenau —Ostbahn, 2 km bis zum schiffbaren Pregel. 9 km Chaussee nach Kreisstadt Darkehmen, 7 km nach Bahnhof Darkehmen. 8 11 km, davon 9 km Chaussee, nach Kreisstadt Darkehmen, 9 km nach Bahnhof Darkehmen. 1 Station der Kleinbahn Culmsee — Melno, 10 km bis zum Weichsel⸗ städtebahnhof Wrotzlawken, an Chaussee. Rübenbau. 8 km bis zum Weichselstädtebahnhof Wrotzlawken, 2 km bis Station Se. liin der Kleinbahn Culmsee —Melno, Nähe Chausser. übenbau. 4 km, teils Chaussee, nach Station Satzkorn der Eisenbahn Wild- park — Nauen, 10 km Chaussee nach Bahnhof Potsdam. 3 km nach Bahnstation ofsow und 5 km, teils Chaussee, nach Bahnstation Wittstock (Strecke Neuruppin —Wittstock). Brennerei
3 km his Station Hansdorf der Niederschles. Märk. Eisenbahn, 8 km bis Station Sorau, 12 km bis Sagan. Station der Eisenbahnen Berlin — Breslau und Halle —Sorau. Ziegelei, Brennerei, Brauerei, Kontingent 62 297 l. 8 Station der Eisenbahn Stargard—Küstrin, nahe der Küstriner Chaussee. Rübenbau, Stärkefabrik.
3 km bis Station Groß⸗Wubiser der Eisenbahn Wriezen — Jädicken dorf, 12 km zur Kreisstadt Königsberg.
6 km Landweg bis Station Wittenhagen der Eisenbahn Berlin — Stralsund, 8 km zur Kreisstadt Grimmen, wo Kartoffelbrennerei. Boden meist rübenfähig.
5 km Chaussee nach Wolgast, 3 km zur Haltestelle Hohendorf der Staatsbahn Züssow —Wolgast. Boden teilweise rübenfähig. 1
1 km zur Station Hallberg der Eisenbahn Kreuz —Rogasen, 30 kmm zur Kreisstadt Obornik. .
7 km zur Kreisstadt und Eisenbahnstation Wongrowitz.
10 km von Kreisstadt und Bahnstation Trebnitz.
22 km zur Kreisstadt Gardelegen, 16 km bis Stendal, wo uckerfabrik, 6 km bis Station Vinzelberg der Eisenbahn Berlin — hrte. Rübenbau. 8
Station der Eisenbahn Magdeburg — Oebisfelde. Brennerei, Rübenbau
Zuckerfabriken in Meitzendorf und Domersleben. b
2 Im 58 Station Jessen der Eisenbahn Wittenberg — Falkenberg. egelei.
2 km nach Station rungen der Eisenbahn Sangerhausen — Erfurt.
Rübenbau, Zuckerfabrik in Artern. 4 km nach Barnten und 6 km nach Nordstemmen, Stationen der Eisenbahn Hannover —Cassel. Eisenbahnanschluß von Calenberg nach Nordstemmen, wo Rübenbau.
2 km von Station Bennlehausen der Kleinbahn Göttingen —Ritt.
marshausen, 12 km von Göttingen. Rübenbau, Zuckerfabrik
Gartethal. 5 km von Osterode, 7 km von Herzberg, beides Eisenbahnstationen.
Station der Kleinbahn Dahlenburg —Lüneburg, 5 und 7 km Landweg nach den Bahnstationen Adendorf und Echem.
3 km von Eisenbahnstation Norden, an der Landstraße Norden — Schoonorth. 8
9 km von Eisenbahnstation Norden, an der Landstraße Lintelmarsch— Neßmersiel. 1 8
[3 km zur Bahnstation und Kreisstadt Hersfeld.
Bahnstation, 12 km bis Cassel
Bei Stadt Zuckerrübenbau. 8
3 km Chaussee dis Allenstein. Günstige Wiesen⸗ und Weideverhält⸗ nisse für 528‿9 ft und Pferdezucht. Hopfenbau.
Chaussee⸗ und Eisenbahnverbindung mit Danzig 28 km, mit Dirschau 19 km. Brennerei mit 50 000 1 Kontingent, Zuckerrühenhau, Zuckerfabrik bet Sobbowitz.
5 Km bis Station Plusnitz der Kleinhahn ö 8km bis Stadt Briesen. 12 km bis Bahnhof Briesen der Eisenhahn Thorn — Insterburg, 3 km bis Chaussee. 8
6 km, teils Fhausses bis Station Loͤcknitz der Eisenbahn Stettin —
8
— 3 No bis Station Bergholz der Kleinhahn Prenzlaun rüssow —Löcknitz. Stärkefabrik.