1907 / 269 p. 3 (Deutscher Reichsanzeiger, Mon, 11 Nov 1907 18:00:01 GMT) scan diff

Nach einer amtlichen Meldung ist das Kabel Horta⸗Carca⸗ Telegramme des Vigoverkehrs

ellos wiederhergestellt worden. werden tunlichst ohne Verzögerung über Horta geleitet.

Morgen, Dienstag, den 12. d. M., findet Königliche

Parforcejagd statt.

Stelldichein: Franzerbusch.

Mittags 1 Uhr, am

Theater und Musik.

Königliches Schauspielhaus.

Am gestrigen Geburtstage Schillers huldigte die König⸗ liche Bühne dem Manen des Dichters durch eine Aufführung der „Braut von Messina“ in einer neuen Einstudierung, die einen tiefen und ergreifenden Eindruck auf die Hörer ausübte. In herr⸗ lichen Bühnenbildern zog das gewaltige Werk, das die Schön⸗ heit Schillerscher Verskunst in vollendeter Blüte zeigt, eine

Augen⸗ und Ohrenweide zugleich, vorüber. Von den früheren

Beeer der einzelnen Rollen ist nur einer, Herr Kraußneck, auf dem alten Platze verblieben Man kann den Cajetan schlechterdings kaum besser sprechen hören als von ihm, er weiß das edle Pathos der Rolle voll ausklingen zu lassen, ohne jemals in hohles Deklamieren zu verfallen. Aber auch die anderen Chorführer eiferten ihm mit Glück darin nach; fürwahr, es gibt zur Zeit wohl

auf keiner anderen Bühne Berlins eine so stattliche Anzahl guter Sprecher

wie im Schauspielhause; genannt seien nur die Herren Nesper, Patry,

Geisendörfer, Zeisler, Zimmerer, Böttcher. Besonderes Interesse ewann die Aufführung auch durch die 1SS der Hauptrollen. ie Isabella ist der ehemaligen Darstellerin der Beatrice, räulein Lindner, übertragen worden, die nicht allein durch ihre statt⸗ iche Erscheinung zur Verkörperung der Fürstin von Messina be⸗

sonders geeignet ist. Den mütterlichen Stolz, das Bangen des

Mutterherzens und seinen verzweiflungsvollen Schmerz bei den furcht⸗

baren Schicksalsschlägen brachte sie auf das wirkungsvollste zum Aus⸗

druck. Der Don Manuel Sommerstorffs ist von anderer Stätte her schon bekannt, er bewährte sich auch hier durch den Adel seiner Ge⸗ staltungs⸗ und Sprechkunst. Ein feuriger, von Schillerschem

Geiste beseelter Don Cesar war ferner Herr b Als Beatrice

trat Fräulein Steinsiek zum ersten Male in einer großen Rolle auf.

Ihre anmutige, mädchenhafte Erscheinung entsprach fast dem Ideal⸗

bilde dieser Gestalt, in der Rede ist sie vom Zwang der Schule noch

nicht ganz frei. Von den Inhabern kleinerer Rollen sei der schlichte

Diego des Herrn Eggeling noch nachdrücklich hervorgehoben.

Kammerspiele des Deutschen Theaters.

Frank Wedekinds Hochstaplerstück „Der Marquis von Keith“ ging am Sonabend zum ersten Male über die Bühne des Kammerspielhauses, ohne indessen von seiner Daseinsberechtigung mehr zu überzeugen als bei früheren Aufführungen an anderer Stätte. Das Bizarre, das Groteske und das Paradoxe sind die Waffen, mit denen der Verfasser gegen das Publikum zu Felde zieht, das doch wenigstens etwas wie eine Handlung und wie Menschen von Fleisch und Blut auf der Bühne sehen möchte, statt dessen aber mit Geist⸗ reicheleien und sinnvoll sich gebärdendem Unsinn abgespeist wird. Die Absicht, dem sich Marquis von Keith nennenden Hochstapler einen Zug dämonischer Größe, einen Stich ins Napoleonische zu geben, tritt ja deutlich genug hervor, aber die Gestalt interessiert trotzdem nicht, weil sie im großen Umriß nicht dem Leben nachgezeichnet ist; sie über⸗ zeugt deshalb nicht, weil sie sich nicht durch ihr Wesen und Tun offenbart, sondern, gewissermaßen neben sich selbst tretend, die Rolle ihres eigenen Erklärers spielt. Auch die anderen FPenxen zeigen mehr oder minder als Kinder desselben

eistes, als wandelnde Kommentare ihrer selbst. Das ist überhaupt der Kern dieser Wedekindschen Neukunst: er schafft nicht Gestalten, er kommentiert sie nur; so kommt es, daß sie g” alles Geistreichtums wesenlose Schatten bleiben. Wenn diesmal das Stück minder mißfiel als früher, so ist das hauptsächlich dem Darsteller der Titelrolle, Herrn Wegener, zu verdanken, dessen lebendige suggestive Sprechart die Eigentümlich keiten des Wedekindschen Witzes farbensprühend in die Erscheinung treten ließ. Wedekind selbst war einst an dieser Aufgabe gescheitert. Diesmal wirkte er zwar gleichfalls als Darsteller mit, begnügte sich aber mit einer Nebenrolle. Außer Herrn Wegener sind Eduard von Winterstein in der karikierten Rolle eines vom Leben gefoppten Idealisten, Tilla Durieux als kaltherzige Abenteuerin und Frau Wedekind in einer Knabenrolle mit Anerkennung zu nennen.

„Im Königlichen Opernhause geht morgen, Dienstag, „Aida“ in der Neueinstudierung und bekannten Besetzung der Haupt⸗ rollen mit den Damen Destinn und Goetze, den Herren Maclennan, Hoffmann, Knüpfer und Griswold in Szene. Im choreographischen Teil sind die Damen Kierschner und Urbanska hervorragend beschäftigt. Dirigent ist der Kapellmeister Blech. Am Mittwoch, 20. d. M. Bußtag), Abends 7 ½ Uhr, findet ein Konzert des Königlichen

pernchors, unter Leitung des Kapellmeisters von Strauß und des Chordirektors Rüdel und unter Mitwirkung der Herren Berger, Jörn und Knüpfer, statt. Aufgeführt werden: Kyrie von Mozart für fünsstimmigen a cappella-Frauenchor; Hymne von R. Strauß für sechzehnstimmigen a cappella-Chor; „Parsifal“ von R. Wagner: a. Vorspiel; b. Karfreitagszauber; c. Titurels Totenfeier für Soli, Chor und Orchester. Der Billettverkauf findet täglich von 9 6 Uhr bei Bote u. Bock statt.

Im Königlichen Schauspielhause wird morgen das Lust⸗ spiel von Blumenthal und Kadelburg „Der letzte Funke“ in der be⸗ kannten Besetzung wiederholt. „Das Lustspielhaus hatte sich am Sonnabendnachmittag zu einer Gedenkfeier für sein verstorbenes Mitglied Georg Engels gerüstet. Auf der Bühne prangte unter Blattpflanzen die

Büste des Verewigten, Angehörige der verschiedensten Künstler⸗ kreise hatten ihre Teilnahme zugesagt; von der Königlichen Hofoper wirkten Paul Knüpfer und Marie Goetze mit, denen sich Heinrich Grünfeld, Angelica Rummel Vund Dr. Rudolf Pröll anschlossen. Die Gedächtnisrede hielt Adolf L'Arronge, der durch sein langjähriges künstlerisches Zusammenwirken mit Georg Engels dessen hohe Kunst am treffendsten zu würdigen wußte; hatten sie doch viele Siege beide gemeinsam er⸗ rungen, Engels als Schauspieler, der Redner als Bühnendichter und Theaterleiter. Er rühmte die große Begabung des Verewigten, dessen Kunst ohne Tüftelei aus der Tiefe des Gemüts quoll und die spielend die höchsten Ziele erreichte, denen andere nur mit unendlicher Anstrengung nahe kommen. Auch heitere Erinnerungen stiegen in der Rede 8 und halfen ein feines, künstlerisch ausgeführtes Bild des Dahin⸗ geschiedenen vollenden. Ergreifend klang im Anschluß daran Schuberts „Litanei“ durch den Raum, die Marie Goetze in vollendeter Schöne zu Gehör brachte. Die Feier wurde außerdem durch einen Chorgesang eingeleitet und abgeschlossen.

„Im Lustspielhause findet Freitag, den 15. d. M., die Erst⸗ aufführung des Kadelburgschen Lustspiels „Onkel Bernicke“ statt. Bis dahin geht allabendlich „Husarenfieber“ bei ermäßigten Preisen in Szene. Morgen nachmittag wird „Pension Schöller“, nächsten Sonntagnachmittag „Sein Alibi“ gegeben.

Im Zentraltheater beginnt am Sonnabend, den 16. d. M., wie bereits angekündigt, das Gesamtgastspiel des Hebbel⸗ theaters. Fräulein Maria Mayer vom Breslauer Stadttheater, den Berlinern bereits durch verschiedene Gastspiele vorteilhaft bekannt, wird an diesem Abend ihre Tätigkeit am Hebbeltheater in der Rolle der Vivie in „Frau Warrens Gewerbe“ von B. Shaw beginnen.

Für die demnächst zu eröffnende Passionskirche (am

Marheinekeplatz) gründet der Organist Paul Weise einen Kirchen⸗ chor. Musikalische Damen und Herren, die wünschen, in dem Chor mitzuwirken, werden gebeten, sich persönlich oder schriftlich bei dem Dirigenten P. Weise, Schöneberg (Ebersstraße 17 III) anzumelden.

Mannigfaltiges.

Berlin, 11. November 1907.

Die eingetretene Kälte wird besonders von den Obdachlosen bitter empfunden. Der Verein „Dienst an Arbeitlosen“ ist mit Erfolg bemüht, so viele Arbeitlose als möglich zur Landarbeit zu be⸗ wegen. Er hat schon über 4500 Leute auf das Land geschickt. Zur unentgeltlichen Ausstattung der Leute mit Hemden, Kleidungs⸗ stücken und Stiefeln braucht er die Mithilfe der Bürger und bittet um alte abgelegte Sachen. Er bietet den ihm zugewiesenen Betilern kurzfristige Arbeit gegen Essen und einzelne Kleidungsstücke und gibt auch den Armen der Umgegend Gelegenheit, sich billig Sachen aus der Brockensammlung zu erwerben; er holt auf Anweisung kostenlos alles ab, was man ihm bietet. Sendungen werden an die Geschäftsstelle, N. 31, Ackerstraße 52, erbeten. v

Flensburg, 9. November. (W. T. B.) Heute nachmittag um 2 Uhr 30 Minuten erfolgte die feierliche Beisetzung der bei der Kesselexplosion der Hulk „Blücher“ tödlich Verunglückten. Nach⸗ dem im Garten des Garnisonlazaretts eine Trauerfeier stattgefunden hatte, bei der der evangelische Divisionspfarrer und der katholische Pfarrer

dem Kirchhofe. Auf dem Wege dorthin bildete die hiesige Garnison Spalier. Zwölf von den Toten wurden auf vier Miesig nach Friedhofe übergeführt, während die Leichen des Obermatrosen Nikau aus Berlin und des Oberbotteliersgast Schrader Harz in die Heimatsorte gebracht werden. Am Grabe legten der Ober⸗ werftdirektor, Admiral à la suite von Usedom im Auftrage Seiner Majestät des Kaisers und der Admiral von Prittwitz und Gaffron im Auftrage Ihrer Majestät der Kaiserin prächtige Kranzspenden nieder. Außer den zahlreichen Abordnungen der verschiedenen Marineteile von Kiel, Flensburg und Sonderburg nahmen die Vertreter der städtischen Kollegien von Flensburg, des Königlichen Seeamts sowie sämtlicher Krieger⸗ und Marinevereine an der Beisetzungsfeier teil.

Cuxhaven, 11. November. (W. T. B.) Der von Savannah gekommene englische Dampfer „Kestor“ ist auf dem Kratzsande auf Grund geraten. Sieben Schlepper sind zur Hilfeleistung an die Unfallstelle abgegangen. Bei den Bergungsarbeiten stießen die beiden Schleppdampfer „Gebr. Wrede“ und „Borkum“ zu⸗ sammen. Während der erstere nur wenig beschädigt ist, lief der „Borkum“ voll Wasser und geriet ebenfalls auf Grund.

Paris, 10. November. (W. T. B.) Lord Francis Willia Kilmaine, Mitglied des Oberhauses für g F. ist auf der Reise hierher in einem Anfall von Geistesstörung aus dem Fenster

seines Eisenbahnwagens gespru EEWIn“ verunglückt. h g gesprungen und dabei tödlich

Paris, 11. November. (W. T., B.) Da sich die Aus⸗ besserung des Panzerschiffes „Jéna“, das seiner Zeit durch eine Pulverexplosion teilweise zerstört worden war, als unmöglich erwiesen hat, beschloß das Marineministerium, das Schiff in Zukunft lediglich als Ziel bei Schießversuchen zu verwenden.

Avignon, 9. November. 95 T. B.) Infolge von Ueber⸗ schwemmungen ist der Eisenbahnverkehr zwischen Cavaillon und Apt unterbrochen. In Bedarrides, wo der Präfekt in Begleitung von Pionieren eintraf, erreicht das Wasser eine Höhe von 3 m. In Avignon steigt die Rhone stündlich um 13 cm und überschwemmt die niedrig gelegenen Stadtteile. Auch von der Durance kommen Meldungen, daß dieser Fluß in schnellem Steigen begriffen ist.

Livorno, 9. November. (W. T. B.) Infolge wolkenbruch⸗ artiger Regengüsse stehen verschiedene benachbarte Ortschaften unter Wasser. Die Felder sind verwüstet, Brücken fortgerissen, der Verkehr ist unterbrochen. Zwei Personen sind um⸗

gekommen. Militär und die Behörden sind zur Hilfeleistung herbeigeeilt.

Portoferraio (Insel Elba), 10. November. (W. T. B.) Aus allen Teilen der Insel gehen Nachrichten über schwere Un⸗ wetter ein. Die Felder sind verwüstet, die Wege unpassierbar. Die Gemeinden Marciana Marina und Marciana stehen unter

Wasser. Bis jetzt sind fünf Tote gezählt.

Jquique, 10. November. (W. T. B.) Durch eine große Feuersbrunst sind gegen 2000 Personen obdachlos geworden.

Superior (Wisconsin), 9. November. (W. T. B.) Durch eine Feuersbrunst wurde ein Elevator der Great Northern Eisenbahn zerstört, in dem sich 700 000 Bushels Getreide befanden. Ferner verbrannten drei Mühlen und vierzig Pferde.

Nach Schluß der Redaktion eingegangene Depeschen.

Wladiwostok, 11. November. (W. T. B.) Bei Durch⸗ suchung der Werkstätten des Kriegshafens wurden Waffen, Munition, Bomben, Pläne, Schriftwechsel und Siegel einer revolutionären Wladiwostoker Militärorganisation gefunden.

11.“

ergreifende Worte sprachen, bewegte sich um 3 Uhr der Trauerzug nach

(Fortsetzung des Nichtamtlichen in der Ersten und Zweiten Beilage.)

Theater.

Hedda Gabler.

Lessingtheater. Dienstag, Abende 8 Uhr:

Thaliatheater. Dienstag,

Abends 8 Uhr:

Birkus Schumann. Dienstag, Abends präzise

Aönigliche Schauspiele. Dienstag: Opern⸗ haus. 228. Abonnementsvorstellung. Dienst⸗ und Fetplage sind aufgehoben. Aida. Oper in 4 Akten 7 Bildern) von G. Verdi. Text von Antonio Ghislanzoni, für die deutsche Bühne bearbeitet von Julius Schanz. Musikalische Leitung: Herr Kapell⸗ meister Blech. Anfang 7 ½ Uhr.

Schauspielhaus. 248. Abonnementsvorstellung. Der letzte Funke. Lustspiel in 3 Akten von Oskar Blumenthal und Gustav Kadelburg. Regie: Herr Regisseur Patry. Anfang 7 ½ Uhr.

Mittwoch Opernhaus. 229. Abonnementsvorstellung. Madama Butterfly. Japanische Tragödie in 3 Akten. Nach J. 2. Long und D. Belasco von L. Illica und G. Giacosa, deutsch von A. Brügge⸗ mann. Musik von Giacomp Puccini. Anfang 7 ½ Uhr.

Schauspielhaus. 249. Abonnementsvorstellung. Die Braut von Messina, oder: Die feindlichen Brüder. Ein Trauerspiel mit Chören in 4 Auf⸗ zügen von Schiller Anfang 7 ½ Uhr.

Neues Operntheater. Sonntag: 73. Billettreserve⸗ satz. Dienst⸗ und Freiplätze sind aufgehoben. Mar⸗ garete. Oper in 5 Akten von Charles Gounod. Text nach Goethes Faust, von Jules Barbier und Michel Carré. Anfang 7 ½ Uhr. Der Billett⸗ vorverkauf hierzu findet von Donnerstag ab an der Tageskasse des Königlichen Opvernhauses von 10 ¼ bis 1 Uhr Vormittags gegen Zahlung eines Aufgeldes von 50 für jeden Sitzplatz statt.

Deutsches Theater. Dienstag: Prinz Friedrich

von Homburg. Anfang 7 ½ Uhr. Mittwoch: Was ihr wollt.

Kammerspiele.

Dienstag: Liebelei. Anfang 8 Uhr. Mittwoch: Frühlings Erwachen.

Neues Schauspielhaus. Dienstag, Abends 8 Uhr: Judith.

Mittwoch: Die große Gemeinde. 8

Donnerstag: Judith.

Feting; Die große Gemeinde. onnabend, Nachmittags 3 Uhr:

eeisen: Stein.

emeinde.

Zu ermäßigten Abends 8 Uhr: Die große

Mittwoch, Abends 7 ½ Uhr: Rosmersholm. Donnerstag, Abends 8 Uhr: Klein Cyolf.

Schillertheuter. 0. (Wallnertheater. Dienstag, Abends 8 Uhr: Götz von Berlichingen. Schauspiel in 5 Aufzügen von Wolfgang von Goethe.

Mittwoch, Abends 8 Uhr: Reiterattacke.

Donnerstag, Abends 8 Uhr: Götz von Ber⸗ lichingen.

Fharlottenburg. Dienstag, Abends 8 Uhr:

Rosmersholm. Schauspiel in 4 Aufzügen von

Henrik Ibsen. Deutsch von Wilhelm Lange. Mittwoch, Abends 8 Uhr: Die Hermannschlacht.

Donnerstag, Abends 8 Uhr: Reiterattacke.

Komische Oper. Dienstag, Abends 8 Uhr: Tiefland. 8 1“ Mittwoch: Die verkaufte Braut. Donnerstag: Tiefland. Die verkaufte Braut. onnabend: Tiefland.

Theater des Westens. (Station: Zoologischer Garten. Kantstraße 12.) Dienstag, Abends 8 Uhr: Die lustige Witwe. Operette in 3 Akten von 58 Léon und Leo Stein. Musik von Franz

ehar.

Mittwoch und folgende Tage: Die lustige Witwe.

Lustspielhaus. (Friedrichstraße 236.) Diens⸗ tag, Abends 8 Uhr: Husarenfieber.

Mittwoch und Donnerstag: Husarenfieber.

Freitag: Zum ersten Male: Onkel Bernicke.

Sonnabend: Onkel Bernicke.

Residenztheater. (Direktion: Richard Alexander.) Dienstag, Abends 8 Uhr: Ganz der Papa. Schwank in 3 Akten von Mars und Desvaillidres. Deutsch von Max Schönau. (Baron des Aubrais: Richard Alexander.)

Die gelbe Gefahr. Schwank mit Gesang in 3 Akten von Kraatz und Okonkowsky. Mittwoch und folgende Tage: Die gelbe Gefahr.

Zentralthenter. Dienstag, Abends 8 Uhr:

Robert und Bertram. Posse mit Gesang und Tanz in 4 Akten von Gustav Raeder.

Trianontheater. (Georgenstraße, nahe Bahnhof ee. Dienstag, Abends 8 Uhr: Fräulein

osette meine Frau.

Mittwoch und folgende Tage: Fräulein Josette

Theater an der Spree. (Köpenicker Str. s8.) Dienstag. Abends 8 Uhr: Der Aktienbudiker. Mittwoch und folgende Tage: Der Aktienbudiker.

Konzerte. Singakademie. Dienstag, Abends III. Klavierabend (Chopin) von Galston.

Saal Bechstein. Dienstag, Abends 7 ½ Uhr: Klavierabend von Ethel Leginska.

Gottfried

Beethoven-Saal. Dienstag, Abends 8 Uhr: I. Liederabend von Lula Mysz⸗Gmeiner.

Klindworth-Scharwenka⸗Saal (Lützow⸗ straße 76). Dienstag, Abends 7 ½ Uhr: Konzert von Albert Hufeld (Klavier), unter Mitwirkung von Eva Leßmann und Konrad Ansorge

8

Zlüthner-Saal. W., Lützowstraße 76, Ecke Magdeburger Platz. Dienstag, Abends 8 Uhr: Konzert der Violoncellistin Sara Gurowitsch mit dem Mozart⸗Orchester unter Leitung des

Mittwoch und folgende Tage: Ganz der Papa.

7 ½ Uhr: Extragalavorstellung. Großes Pro⸗ gramm und der größte und beste Luftakt der Gegen⸗ wart: Sechs fliegende Bauvards (zwei Damen, vier Herren), neue Originaltrics. Ernst Schu⸗ mann auf dem Vollblüter „Adrea“. Mlle. Toreau, Miß Florence, Parforcereiterinnen. Chester H. Dieck, der unübertreffliche Trie⸗Cyelist. Die großartigen November⸗Spezialitäten und Direktor Albert Schumanns neue und moderne Dressuren. Um 9 ½ Uhr: Die diesjährige große Wasserpantomime, eine Fortsetzung der „Lustigen Heidelberger“: Ein Fest auf dem Neckar.

Familiennachrichten.

erlobt: Frl. Frida Nerger mit Hrn. Hauptmann Hans Wunderlich (Engelsburg z. Zt. Butzendorf bei Frankenhagen, Westpr.).

Verehelicht: Hr. Oberleutnant Wilhelm Frhr. von Seckendorff mit Frl. Hilda Magnus (Berlin).

Geboren: Ein Sohn: Hrn. Asmus von Weiher (Halle a. S). Hrn. Regierungsrat Dr. Moll (Charlottenburg). Hrn. Amtsrichter Friemel (Neustadt, O.⸗S.).

Gestorben: Verw. Fr. Landgerichtsrat Auguste Schüler, geb. Evenius (Berlin)h. Verw. Fr. Geheime Sanitätsrat Henriette Simonson, geb. Katzenstein (Grunewald).

Verantwortlicher Redakteur: Direktor Dr. Tyrol in Charlottenburg.

Druck der Norddeutschen Buchdruckerei und Verlags⸗ Anstalt Berlin SW., Wilhelmstraße Nr. 32.

Acht Beilagen

(einschließlich Börsen⸗Beilage), (2298 ½)

und ein Prospekt der Holländischen Cigarren⸗ und Tabak⸗Fabriken von Gebr. Bierhaus, Orsoy a. d. holl. Greunze.

2 1“

Professors Georg Schumann.

aus Osterode im 8

chsanzeiger und Königlich Preußisch

Berlin, Montag, den 11.

November

Berichte von deutschen Fruchtmärkten.

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Qualität

gering

mittel

gut

Verkaufte

Gezahlter Preis für 1 Dopp

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Menge

niedrigster

höchster

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Doppelzentner

Verkaufs⸗ wert

ℳ.

1 Doppel⸗ zentner

Am vorigen Markttage

Außerdem wurden am Markttage (Spalte 1) nach überschläglicher Schätzung verkauft Doppelzentner (Preis unbekannt)

20,00 19,50 21,00

20,60 20, 80

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Kernen (enthülster Spelz,

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21,20 22,60 22,20 23,40 24,20 24,40 23,20 22,50 25,00 22,00 22,00 21,90

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