1“ ““ 4 EEE11“ 4““ “ 1“ Dank Seiner Majestät dafür.
vereinzelte lungenseuchekranke Rinder in Frage kamen; ihre Zahl be⸗ trug nämlich r. während für 4388 milz⸗ oder rauschbrandkranke Rinder Entschädigungen gezahlt wurden. Umgekehrt ist es bei den Pferden; es wurden 419 rotzkranke getötete Pferde vergütet, aber nur 135 milz⸗ oder rauschbrandkranke.
Bei 22 Peaahregratulatinne⸗ cour ist gleichzeitig die Vorstellung räsidiums und die Punt ist gleich der Konstituierung des Hauses bei Ihren Majestäten dem König und der Königin erfolgt. Sodann wurden die neuen Mitglieder General der Verglichen mit dem Vorjahre, ist die gesamte Entschädigungs⸗ Infanterie Max Vogel von Falckenstein und Bankier Ludwig summe kleiner geworden; sie betrug, wie erwähnt, 155 231,34 ℳ Delbrück in der üblichen feierlichen Weise auf die Verfassung gegen 190 099,63 ℳ im Jahre 1905. Der Grund liegt darin, daß vereidigt. füe beträchtlich weniger Tiere Vergütungen gezahlt zu werden Darauf fand die Präsidentenwahl statt. brauchten; im Jahre 1905 handelte es sich nämlich um 548 ferre Herzog zu Trachenberg (zur Geschäftsordnung): Ich be⸗ und 2 Rinder, 1906 dagegen nur um 419 S. 9 ⸗ Fntzagt, durh Artleue son den iahe gen geien, hcetfdanten Peltans. Zie eahee r, Peder üche wausgewenzeten Sparne wune Freiherrn von Manteuffel zu wählen, der schon lange Jahre diese erde. Fänd Nhäcgracht. er petrug 89 818,78 ℳ; Stelle bekleidet hat und oft die Geschäfte dieses Hauses zu aller von den Provinzialverbänden aufge W1114““ ũ 1 lage dann vor, zum Ersten Vize⸗ die Staatskasse zahlte 64 354,98 ℳ as Verhältnis ha — Haeenbeit eicbe .ä... um Zweiten Vizepräsidenten gegenüber dem Vorjahre aber in bemerkenswerter “ Freiherrn von Landsberg⸗Steinfurt zu wählen. denn 1905 zahlten die Provinzialverbände noch 132 634,75 ℳ der
Staat aber nur 56 769,16 ℳ Die geringen Beträge für die geisteten Ein Widerspruch wird nicht erhoben. Freiherr von Man⸗ 160 1⁷ο ½965 Cgfalich bee der Etektakaf teuffel ist ferige zum Präsidenten gewählt. Er erklärt: Rinder wurden sowohl 1905 wie g
etragen. Während für die Rinder stets der volle Wert vergüte Ich wine v v e he Pfanse mtch, ket geschah dies nur bei 144 Pferden; bei den übrigen 275 betrug geraumer Zeit. 9
die Entschädigung ¾ des Wertes. Aber auch hierin ist ein Wande anzem Herzen. Ich stehe nicht mehr treten, daß 1906 häufiger der volle Wert ver Wich buue Fesstich faa. weit sber cns in der Richtung eingetreten, daß häufig
ütet wurde als 1905. Im letzteren Jahre war das nämlich nur bei .stets nachsichtig gegen mich gewesen sind. qu c Il. 8 lenger Epahrung, deß Clangte 8.achgchag c den mich gepeEie ime.] 130 Pferden von insgesamt 548 der Fa
Unter den einzelnen Regierungsbezirken steht der Stadtkreis weiter Ihre Nachsicht schenken. Ich persönlich werde mich bemühen, Berlin mit 61 ällen, die nur Pferde betrafen, und 25 330,62 ℳ soweit es in meinen Kräͤften steht, hier die Stellung einzunehmen, Entschädigung allen voran. Purchschnittlich wuͤrden also annähernd wie Sie es wünschen und von mir verlangen können. Sie wollen 400 ℳ auf das Pferd entfallen, wobei berücksichtigt werden muß, mir dabei helfen!
1 d 20 Tiere zum vollen Werte vergütet wurden. Berlin Durch Akklamation wird darauf Herr Becker zum Ersten be nn. übrigens schon im Vorjahre an erster Stelle, hatte damals und Freiherr von Landsberg⸗Steinfurt zum Zweiten aber nicht weniger als 168 Fälle mit 57 660,00 ℳ Entschädigung Vizepräsidenten gewählt; beide nehmen die Wahl mit dem Es folgt der Regierungsbezirk Oppeln mit 34 getöten Pferden Ausdruck des naseichtlgshen und herzlichsten Dankes an. und 15 584,50 ℳ Entschädigung; 1905 waren es 46 Fälle und Das Haus geht sodann zur allgemeinen Besprechung des
17 260,42 ℳ Damals stand Oppeln aber nicht an zweiter Stelle, Gesetzentwurfs über Maßnahmen zur Stärkung des sondern wurde noch von Marienwerder mit 54 Fällen und einer Ent⸗ Deutschtums in den Provinzen Westpreußen und
Oesterreich⸗Ungaru.
Der Budgetausschuß des österreichischen Abge⸗ ordnetenhauses beriet in seiner gestrigen Sitzung das Budgetkapitel „Ministerrat“. Ueber die Verhandlungen berichtet das „W. T. B.“ wie folgt:
Der Abg. Malik brachte eine Reihe von Beschwerden vor und erklärte, die Institution des Landsmannministers korrumpiere die parlamentarischen Parteien. Der Redner gab zu, daß eine agitatorische Tätigkeit der Beamten unzulässig sei, doch müsse den deutschen Beamten eine nationale Betätigung gestattet sein. Malik brachte auch die Mitteilung zur Sprache, die aus der „Neuen Freien Presse“ durch Vermittlung des Wolffschen Bureaus über eine Beteiligung des Herausgebers der „Neuen Freien Presse“, Benedikt, an dem Zustande⸗ kommen des Ausgleichs in die deutsche Presse gelangt war, und forderte die Regierung auf, dahin zu wirken, daß in der Berichterstattung des Wolffschen Bureaus eine reinliche Scheidung zwischen den offiziellen beziehungsweise offiziösen und den privaten Nachrichten durchgeführt werde. In längerer Erwiderung besprach dann der Minister⸗ präsident Freiherr von Beck die Frage der politischen Be⸗ tätigung der Beamtenschaft und beionte, daß alle Parteien ohne Ausnahme um die politische Gunst der Beamten geworben hätten; tatsächlich müsse man zugestehen, daß heute ein guter Teil der Be⸗ amtenschaft politisch gegliedert, in verschiedenen Lagern stehe. Er besorge, daß in dem Maße, als ihre politische Betätigung zunehme, die glänzenden Eigenschaften der Beamtenschaft nach und nach er⸗ ülser würden. Der Beamte solle arbeiten, aber keine Politik treiben. Der Ministerpräsident fuhr dann fort, er werde nie den leisesten Versuch machen, die Beamtenschaft in der Aus⸗ übung ihrer staatsbürgerlichen Rechte zu beschränken; was aber darüber hinausgehe, sei vom Uebel. Die Parteien würden sich selbst große Verdienste erwerben, wenn sie darauf hinwirkten, die Beamten⸗ schaft ihrem Pflichtenkreise wieder zurückzugeben. Was die nationale Verständigung betreffe, glaube er, an seiner wiederholt angedeuteten Methode festhalten zu sollen, Schritt für Schritt, von Fall zu Fall und von Land zu Land die Verhältnisse zu behandeln. Er hoffe, in absehbarer Zeit mit Erfolgen in seiner Arbeit rechnen und sich dann
Königlichen Regierung zu Schleswig Nr. 1 S. 1, ausgegeben am 4. Januar 1908;
9) das am 30. November 1907 Allerhöchst vollzogene Statut für die Entwässerungsgenossenschaft Staaken zu Staaken im Kreise Osthavelland durch das Amtsblatt der Königlichen Regierung zu der Stadt Berlin Nr. 1 S. 1, ausgegeben am 3. Ja⸗ nuar ;
10) das am 7. Dezember 1907 Allerhöchst vollzogene Statut für den Lesumer Deich⸗ und Schleusenverband zu Lesum im Kreise Blumenthal durch das Amtsblatt der Königlichen Regierung zu Stade Nr. 1 S. 1, ausgegeben am 3. Januar 1908;
11) der Allerhöchste Erlaß vom 12. Dezember 1907, betreffend die Verleihung des Enteignungsrechts an den Landkreis Zeitz für den Bau einer Chaussee von Reuden über Ostrau nach Könderitz, durch das Amtsblatt der Königlichen Regierung zu Merseburg Nr. 2 S. 11, ausgegeben am 11. Januar 1908.
Bulgarien.
hof eine seit sangemn bestehende Quelle von Das von dem Führer der demokratischen Partei Malinow
wierigkeiten in be⸗ friedigender Weise beseitigen werden. Schwierigkeiten in be
Die Thronrede kündigt sodann die Beilegung der Schwieriga⸗ ildete Kabinett setzt sich, laut Meldung des „W. T. B.“, keit zwischen Japan und Canada, betreffend die jap anische . san zusammen: Fecbilsch, ne Präsidium und öffentliche dacd won deung, an, beklagt den Notstand, der, viel⸗ veiten, Takow: Inneres, Paprikow sehemaliger bevoll⸗ fach von Krankheiten begleitet, in einigen Teilen Indiens üctigter Minister in St. Petersburg): Aeußeres, Sala⸗ infolge Regenmangels herrscht, und erklärt, daß energische schew: Finanzen, Wuschanow: Unterricht, Krestew: Maßnahmen zur Linderung des Notstandes getroffen eht Liaplschew: Handel und Ackerbau, Nicolajew⸗Krieg. seien. Unter den neu 8ng Gesetzen befinden Einem Berichterstatter gegenüber hat sich der Minister⸗ sich der Entwurf einer Altersversorgung, Gesetze fident Malinow über die von dem neuen Kabinett zu be⸗
zur Hebung des Elementarunterrichts in England und kabe Politik geäußert und obiger Quelle zufolge erklärt: Wales, zur Regelung der Arbeitszeit für die unter⸗ güpas Kabinett werde, entgegen allen anderslautenden Nachrichten, in irdische Beschäftigung in den Kohlenbergwerken mazedonischen Frage eine vollkommen korrekte und loyale zur Verbesserung der Vorschriften für die Heimärheiter, laltung beobachten und sich niemals in eine Politik der Abenteuer ein⸗ ur Erzielung einer Ausbreitung der Universitäts⸗ im. Bei aller Sympathie für die leidenden Stammesbrüder in der
iri ¹ rde das Kabinett Umtriebe der mazedonischen Terroristen, 88 8 8. Hekuch “ I frischen n Befreiun ement 819 Perrorsn 15 des ieen 8 7 „ m arker an .
In den gestern vom Ober⸗ und Unterhaus abge⸗ Eenegesnen vlitt 28 erklärte Malinow, die Politik des
haltenen Sitzungen wurde die Antwortadresse auf die ber istischen Regimes sei reaktionär gewesen. Das neue Kabinett Thronrehe beraten. — Wabrung a c esft⸗ und der Unantastbarkeit 8 Im Oberhause wies der Lord Lansdowne auf den Besuch iore und unter Wiederherstellung einer starken Negierngoraatch 6 Kaiser C“ 1 888 erklärte, solche Besuche Politik eine neue, fortschrittlichere Richtung geben. 8” 1 e vene ieeen 1-Ie . C eeltsartung “ s Kabinett ö Beruhigung der Gemüter der oppositionellen 1 . rr . sprechung internationaler Fragen zwischen den Herrschern selst “ steien zu e und ihren Ratgebern und gäben den erlauchten Besuchern streitigkeit Englands die Mittel an die Hand, sich selbst ein Urteil zu bilden übe zu den türkisch⸗persischen Grenzstrei igkeiten vLE“ Fos 1 ·1. freamndnche Sett. des englischen Üaaldet das Leeene Fehehcahe e eggacht nir Pitsrte 8 olkes. eitens der Regierung 0 der Lord Ri d vr türkische Genera a ascha, obwohl die 2 Bemerkungen des Lords Lansdowne hinsichtlich des Kaiserbesuches S. hat, Lnss Grenzverletzungen einzustellen, und fügte hinzu, die Verbindung zwischen dem Kaiser und dem König 8 ppen und Geschütze nach Soudschjbulak geworfen und Prinzen Ferman aufgefordert habe, abzuziehen oder 8 un Kriege vorzubereiten. Der Prinz Ferman erwiderte, da
sei dynastischer Art, es bestehe aber noch eine andere Verbindung zwischen wnicht gekommen sei, Krieg zu führen. Die Meldung fügt
Nichtamtliches. Deutsches Reich.
Preußen. Berlin, 30. Januar.
Seine Majestät der Kaiser und König besuchten, „W. T. B.“ zufolge, heute vormittag den Reichskanzler Fürsten von Bülow und hörten darauf im Königlichen Schlosse die Vorträge des Chefs des Generalstabz der Armee, Generals der Infanterie von Moltke und des Chefs des Militärkabinetts, Generals der Infanterie Grafen von Hülsen⸗Haeseler. Deutschland und England; sie seien nämlich gemeinsamen Stammes und
Ursprungs. Dieser Zusammenhangn habe sich gelegentlich des letzten schädigungssumme von 20 593,59 ℳ erheblich übertroffen. Im Jahre
1906 kamen in Marienwerder aber nur 28 Fälle vor, die den Besitzern
Der Bundesrat versammelte sich heute zu einer Plenar⸗ Besuches gezeigt, und England
sitzung; vorher hielten die vereinigten Ausschüsse für Justiz⸗ wesen und für Elsaß⸗Lothringen sowie die verehergen Aus⸗ schüsse für Handel und Verkehr und für Justizwesen Sitzungen.
18
81b des Wettbewerbgesetzes kann durch Be⸗ undesrats festgesetzt werden, daß bestimmte Waren m Einzelverkehr nur mit einer auf der Ware oder ihrer Auf⸗ nachung anzubringenden Angabe über Faht Länge oder Ge⸗ wicht gewerbsmäßig verkauft oder feilgehalten werden dürfen. BDon dem Reichskanzler (Reichsamt des Innern) ist vor rzem der Entwurf einer derartigen Bekanntmachung, welche
ich auf den Kleinhandel mit Tee, Fleischextrakt, Marmelade, geschältem und gewalztem Hafer, präpariertem Maismehl, präparierter Maisstärke in festen Packungen bezieht, den Regierungen der Bundesstaaten mit dem Ersuchen um Prüfung mitgeteilt worden. Wir bringen den Entwurf nachstehend zum Abdruck, um auch weiteren Kreisen zur Meinungsäußerung Gelegenheit zu geben.
Fntw6 Tee sowie Fleischextrakt in nicht flüssiger Form bei einem Mindest⸗ gewicht der Einzelpackung von 50 g, Marmelade (mit Zusatz von Zucker oder Sirup eingekochtes Mus von Früchten), geschälter und gewalzter Hafer (Walzhafer, Haferflocken, „Quäker⸗Oats“), präpariertes Mais⸗ mehl oder präparierte Maisstärke („Mondamin“, „Maizena“*) dürfen im Einzelverkehr in festen Packungen von weniger als 3 kg Inhalt ge⸗ werbsmäßig nur verkauft oder feilgehalten werden, wenn auf der Packung das Reingewicht in Kilogramm, Bruchteilen von Kilogramm oder Gramm leicht erkennbar angegeben ist. 1
In dem soeben im Verlage der hiesigen Königlichen Hoftch fecdfm und Hofbuchdruckerei von E. S. Mittler u. ohn erschienenen, vom Auswärtigen Amt herausgegebenen „Verzeichnis der Kaiserlich deutschen Konsulate für 1908“% wird auch diesmal im Interesse des Publikums darauf hingewiesen, daß es sich empfiehlt, Schreiben, in denen die amtliche Tätigkeit einer Konsularbehörde des Reichs in An⸗ spruch genommen wird, an das betreffende Konsularamt — die Adresse in lateinischer Schrift: Deutsches (General- Vice) Konsulat — und nicht an die Person des Stelleninhabers zu richten.
Die Nichtbeachtung dieses Hinweises kann zur Folge haben, daß Schreiben mit persönlicher Adresse, welche einem aus dem Amte ausgeschiedenen oder beurlaubten Konsul nach⸗ gesandt werden, erst eine verspätete oder überhaupt keine Er⸗ ledigung finden.
—
8
Der Königlich portugiesische Gesandte Vicomte de Pindella ist nach Berlin zurückgekehrt und hat die Leitung der Gesandtschaft wieder übernommen.
Laut Meldung des „W. T. B.“ ist der Damp r „Silvia“ mit dem Ablösungstransport für die Be⸗ satzung des Kiautschougebiets an Bord vorgestern in Suez eingetroffen und hat an demselben Tage die Reise fort⸗ gesezt. —
v 8
Der Seniorenkonvent der Zweiten Kammer hat Gelegenheit genommen mit dem Staatsminister die weitere Behandluug der Wahlrechtsvorlage zu erörtern. Wie das „W. T. B.“ meldet, war man allgemein der Ansicht, daß die vollständige Erledigung aller Gesetzesvorlagen durch diesen Landtag unmöglich sei. Der Senioren⸗ konvent sprach den Wunsch aus, daß sofort bei Be⸗ ginn des nächsten Landtages eine neue Wahlrechts⸗ vorlc eingebracht werde, daß aber die Verhandlungen von den beiden Ausschüssen der Kammer ruhig weiter geführt werden sollten, um zu sehen, ob eine Verständi sei. Der Staatsminister konnte auf diese nregung keine definitive Antwort geben; er behielt sich diese bis zu einem Beschluß des Staatsministeriums vor. v1““
Sachsen⸗Altenburg.
Seine Hoheit der Herzog Ernst ist, „W. T. B.“ zufolge, neuerdings wieder genötigt, infolge bronchitischer Reiz⸗ erscheinungen nach einer Erkältung das Bett zu hüten
ung zu erzielen
einziger Wunsch ist, daß jene Bevölkerung in humaner Weise gem ß
der laterstläng aller berufenen Faktoren erfreuen zu können. Er verhehle sich abe
eine sehr lange via crucis, eine stattliche Reihe Leidensstationen zurückzulegen seien. Auch davor scheue er nicht zurück und sei bereit, sich an allen Leidensstationen, solange es geboten erscheine, aufzuhalten, nach Golgatha aber werde er nicht gehen. Er h
nutzloses Opfer betrachten und sei auch als Ministerpräsident zu lebenslustig, um vorzeitig eines schmerzvollen Todes sterben. Auf die Frage der Institution eines Landsmann⸗ ministers übergehend, bemerkte der Ministerpräsident, der Ministerrat bilde eine Art schiedsrichterlichen Kollegiums, in dem der Landsmann⸗ minister eine als Schiedsrichter qualifizierte Rolle spiele. Die Er⸗ fahrungen, die er mit dieser Institution gemacht habe, seien nicht schlecht. Die Mitwirkung der Räte der Krone ohne Ressort sei eine Art Rückversicherung der ganzen politischen Situation bei den einzelnen Parteien. Was die Ausgestaltung des Arbeitsministeriums betreffe, werde jedenfalls Gelegenheit gegeben werden, vorher davon Kenntnis und eventuell dazu Stellung nehmen zu können. Der Ministerpräsident ging dann noch auf die Angelegenheit der offiziellen Zeitungen und des offiziellen Berichterstattungsdienstes ein. Im weiteren Verlaufe der Debatte griffen sämtliche tschechischen Redner den deutschen Landsmannminister Peschka wegen einer in Graz ge⸗ haltenen Rede an. Der 868 Kramar erklärte, gerade in einer Zeit, wo alle Politiker sich einer befonderen Mäßigung befleißigen müßten, predige der deutsche Landsmannminister den Vernichtungskampf der Nation haün die Nation. Der Redner verwies weiterauf die anarchischen Justizver⸗ ältnisse in Böhmen und erklärte, die Tschechen stimmten für das Kapitel Ministerrat nicht aus Vertrauen, für die Gesamtregierung, sondern für den Minister ihrer Nation, in der sicheren Erwartung, daß der Ministerpräsident den anarchischen Justizzuständen in Böhmen ein Ende machen und sein auf der Gleichheit der Nationalitäten be⸗ ruhendes Programm durchführen werde.
Hierauf wurde die Sitzung abgebrochen und die Ver⸗ handlungen auf heute vertagt.
Großbritannien und Irland.
Gestern ist die diesjährige Parlamentssession in feier⸗ licher Weise vom König eröffnet worden. In der Thron⸗ rede des Königs heißt es, „W. T. B.“ zufolge:
Der Besuch des Deutschen Kaisers und seiner Gemahlin im vergangenen Herbst war die Quelle großer Freude für mich und die Königin. Der herzliche Empfang, der Ihren Majestäten durch mein Volk zuteil wurde, ist warm anerkannt worden und kann nicht verfehlen, die zwischen beiden Nationen bestehenden freundschaftlichen Beziehungen zu befestigen. Der beklagens⸗ werte Tod des Königs von Schweden verursachte mir großen Schmerz. Die Beziehungen zu den auswärtigen Mächten sind fortdauernd freundschaftlich. Die Regierung war von dem auf⸗ richtigen Streben beseelt, gewisse, Großbritannien und Rußland betreffende Fragen auf demasiatis chen Kontinent durch wechselseitiges Entgegenkommen zu regeln und hat mit der russischen Regierung ein Uebereinkommen, be⸗ treffend die beiderseitigen Interessen in Persien, Afghanistan und Tibet, geschlossen. Dieses Uebereinkommen hat Ihnen bereits vorgelegen und in seinem Geiste handelnd, waren die beiden Regierungen im stande, ungeachtet des Aufruhrs und der Verwicklungen in Persien, eine friedliche Politik aufrecht zu erhalten. Meine Regierung ist mit den Regierungen von Frankreich, Deutschland und Rußland in einem S verbunden zur Erhaltung der Integrität des Königreichs
orwegen.
Bezüglich der Haager Konferenz heißt es in der Thronrede:
Verschiedene der Schlußakte der Konferenz beigefügte Urkunden zeigen den Fortschritt, der gemacht worden ist. Diese ÜUrkunden unter⸗ liegen der aufmerksamen Erwägung meiner Regierung. Eine der wichtigsten dieser Urkunden stellt das große Prinzip eines inter⸗ nationalen Appellhofes in Prisenangelegenheiten auf. Meine Regierung studiert die Frage und wird Vertreter der leitenden Seestaaten für nächsten Herbst zu einer Konferenz nach London einladen, auf der eine Verständigung erzielt werden soll über verschiedene wichtige Punkte eines internationalen Gesetzes für die Leitung des Gerichtshofes.
Ueber die mazedonische Frage, die Behandlung der eingeborenen Bevölkerung im Kongostaate und die Streitigkeiten betreffks der Fischerei bei Neufundland äußert sich die Thronrede folgendermaßen:
Das gegenseitige Verhältnis der christlichen und der muselmanischen Bevölkerung in den mazedonischen Wilajets zeigt keine Besserung. Banden der verschiedenen Nationalitäten fahren fort, Gewalt⸗ tätigkeiten zu verüben und die Situation gibt Anlaß zu ernster Besorgnis. Die europäischen Großmächte sind übereingekommen, der türkischen Regierung einen Entwurf für die Besserung des Gerichtswesens in jenen Wilajets vorzulegen, und meine Regierung machte ferner dem Sultan und den Großmächten Vorschläge für die Bekämpfung der Hauptursachen der Unruhen. Meine Regierung hat volle Kenntnis von der großen Besorgnis, die bezüglich der Behand⸗ lung der eingeborenen Bevölkerung im Congostaat berrscht. Ihr
dem Geiste der Berliner Akte regiert werde und ich hege die Zuver⸗ sicht, daß die jetzt zwischen dem Souverän des Congostaats und der belgischen Regierung schwebenden Verhandlungen dieses Ziel sichern werden. Der König spricht dann in der Rede weiter die Hoff⸗ nung aus, daß die Verhandlungen mit den Vereinigten Staaten wegen einer Verständigung über eine Verwelsung der die Fischerei
r nicht, daß bis zu einem bescheidenen Erfolge Wünschen, mit ihm in den freundschaftlichsten Bezlehungen zu 100e
- abe gar kein Be⸗ dürfnis, sich an das Kreuzholz nationaler Verständigungskonferenzen oder dergleichen schlagen zu lassen. Er würde dies als ein ganz
8 die Regierung die Aufrechterhaltung des
bei Neufundland betreffenden Fragen an den Haager Schiedsgerichts⸗
habe FeIchabet gehabt, dem deutschen Volk den denkbar besten Beweis zu liefern von seinen aufrichtigsten In bezug auf die mazedonische
Frage versicherte Lord Ripon, d die Regierung ihr Möglichstes tun
werde, die furchtbaren Zustände in
Mazedonien einer baldigen friedlichen Lösung zuzuführen, man dürfe
daß durch eine den Anstoß zur
aber nicht vergessen, daß es nicht unmöglich sei, Regelung der mazedonischen Frage Großbritannien Aufrollung der türkischen Frage geben könnte. In erster Linie müsse
r europäischen Konzerts er⸗ streben. Sie sei darauf vorbereitet, den ersten Schritt in dieser Sache zu tun, glaube aber, daß Fragen damit verknüpft seien, die leicht zu internationalen Verwicklungen führen dürften.
Im Unterhause wurde die Adresse von dem Abg. Lehmann beantragt, der auf den Besuch des Deutschen Kaisers Wund der Deutschen Kaiserin hinwies und ausführte, es bereite besondere Freude, zu sehen, daß der Besuch des Kaisers und der Kaiserin, obgleich vornehmlich privaten Charakters, doch so befriedigende Ergebnisse sowohl für das deutsch⸗ Volk wie für England gezeitigt habe. Es sei die ernsteste Hoffnung eines jeden vvee. daß die auf diese Weise befestigten freundschaft⸗ lichen Beziehungen niemals durch Mißtrauen oder Mißverständnisse, für die weder in der Vergangenheit noch in den gegenwärtigen Ver⸗ hältnissen der beiden Länder zu einander ein Grund vorhanden sei, abgeschwächt werden möchten. Der Redner erwähnte dann noch mit größter Befriedigung den norwegischen Garantie⸗ vertrag. Balfour äußerte bei Besprechung des englisch⸗
russischen Abkommens, daß es ihm fern liege, dieses in feind⸗ .“ Parteipunkte aus kritisieren zu wollen, er Hause Gelegenheit geben werde,
sich mit dem Abkommen zu beschäftigen. Er wies darauf hin, daß 8
lichem Sinne oder vom hoffe aber, daß die Regierung dem
die Endpunkte der großen Handelsstraßen denen der englische Handel interessiert stimmungen des Abkommens in fielen. Ferner bemerkte er, daß es zwar um je weniger England oder Rußland mit Tibet
nach
sien, sei, nach den Be⸗
zu tun hätten,
daß er aber doch nicht einsehen könne, warum in dem Abkommen in
bezug auf Tibet zwischen der Stellung Rußlands, das gegen 2000
Meilen von Tibet entfernt liege, und derjenigen Großbritanniens kein
Unterschied gemacht werden solle. Auch bedauerte er, daß über den Persischen Golf in dem Abkommen nicht ebenfalls eine endgültige Lösung herbeigeführt worden sei. Weiterhin bemängelte Balfour das ganze Programm der Regierung und griff insbesondere deren Politik in bezug auf die Schule und Irland an. Seitens der Regierung antwortete der Schatzkanzler Asquith, daß dem Hause Gelegenheit zur Besprechung des Abkommens mit Rußland gegeben werden solle. Man müsse bei einem derartigen Abkommen die Ausdrücke nicht so peinlich abwägen wie bei einem Handelsgeschäft. Die Regierung habe durch das Ueber⸗ einkommen ständige Quellen für die Entstehung von Schwierigkeiten und die Gefährdung des Weltfriedens verstopft und durch endgültige Abmachung die Möglichkeit des Auftauchens von Wolken aus der Welt geschafft, die in früheren Jahren den Horizont ver⸗ dunkelt und Großbritannien zeitweise in greifbare Nähe eines tat⸗ sächlichen Konfliktes gebracht hätten. Bei genauer Prüfung des Ah⸗ kommens werde man finden, daß es genügende Garantien für den Schutz des britischen Handels in Persien enthalte. Was den Persischen Golf anbelange, so sei dieser nicht lediglich persisches, sondern zum Teil auch türkisches Gebiet, und es kämen dabei noch andere Interessen und andere Mäͤchte in Frage. Die Regierung habe jedoch die Stellung Englands durch eine Deklaration klargestellt, die zeitlich mit der Unter⸗ 8.529 des Abkommens zusammenfalle und der der russische Bot⸗ schafter in Hinsicht auf die Verhältnisse im Persischen Golf zugestimmt habe. Was Tibet anlange, so habe die Regierung nur Zusicherungen, die von der vorigen Regierung ausgingen, in bestimmte Form ge⸗ bracht. Zur Haager Konferenz bemerkte Arqusth, daß man dem erstrebten Ziel ein gutes Stück näher gerückt und es daher nicht angebracht sei, das Werk der Konferenz zu ver⸗ kleinern. Für die irische und die Schulpolitik sei der Regierung das in der Thronrede skizzierte Programm maß⸗ b und sie werde sich bemühen, dieses zur Ausführung zu bringen. n töricht wie strafbar sei, nur wenig schwere Verbrechen vor. Die Regierung wolle nichts bemänteln, aber sie könne über derartige große Kundgebungen nicht hinweggehen, ohne nach der Entstehungsursache zu forschen. Diese sei in dem Vorhandensein unverpachteten Landes zu suchen, das die Regierung im Wege der Enteignung für die Allgemein⸗ heit nutzbar zu machen beabsichtige. 9
Spanien. 3 „In der Deputiertenkammer forderte gestern der frühere Minister Villanueva (liberal) die Verbesserung der Wege und Telegraphen in den spanischen Be⸗ sitzungen in Marokko sowie fa ger Inseln Chafarinas und Alhucemas, um hier dem Handel die Möglichkeit zu geben, sich zu entwickeln. Der Minister des Aeußern beantwortete, dem Bericht des „W. T. B.“ zufolge, die Kritik Villanuevas und rechtfertigte die Ge⸗ währung einer Zuflucht in Mellilla für die scherifische Mahalla von Mar Cinca. ies sei geschehen, um Kämpfe zwischen den Auf⸗ ständischen und den scherifischen Truppen zu vermeiden. Der Minister sagte ferner, die Regierung suche eine Formel, um für die Behandlung mer Marokko betreffenden Fragen die notwendige Einigkeit herzu⸗ ellen.
Belgien. Die Kammer hat den die Zusatzakte zur Brüsseler
Zuckerkonvention billigenden Gesetzentwurf gestern, „W. T. B.“ zufolge, angenommen.
die russische Interessensphäre so besser sei,
rland kämen, abgesehen von dem Viehabtreiben, das ebenso 1
Abrüstung der be⸗
nzu, daß Henes in en Umständen eine Arbeit der Grenz⸗ mmission unmöglich sei. eö der „St. Petersburger Telegraphen⸗ entur“ zufolge, vereinzelte Scharmützel und offene Plünde⸗ ungen fort. Ungeachtet der von dem Statthalter und dem edschumen verbreiteten gedruckten Anforderungen bleiben die brsare geschlossen. Infolge der in den Basaren herrschenden banik funktionierten die Banken gestern nicht. 8
— Nach einer Depesche des „Reuterschen Bureaus“ hat teindische Regierung, nachdem die letzte Rate der tibetanischen entschädigungssumme bezahlt ist, die Räumung des ischumi⸗Tales angeordnet.
Afrika.
Wie das „W. T. B.“ meldet, hat Mulay Hafid gulay Raschid wegen dessen Niederlage am 4. Januar 13 abberufen und durch den Scherif des Bezirks Marrakesch gessektani ersetzt. Hafid ist im Vormarsch auf Settat.
Pearlamentarische Nachrichten.
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Die Berichte über die gestrigen Sitzungen des Reichs⸗ ags und “ es sowie der Schlußbericht über de gestiige Sitzung des Sesies der Abgeordneten befinden sch in der Sisgen und Zweiten Beilage.
— In der heutigen 90. Sitzung des Reichstags, welcher her Staatssekretär des Reichsmarineamts, Admiral von Tirpitz, der Staatssekretär des Reichsjustizamts Dr. Nieberding und der Staatssekretär des Reichsschatzamts Dr. Freiherr von Stengel beiwohnten, trat das Haus in die zweite Beratung des g, betreffend die Feststellung des Reichs⸗ haushaltsetats für 1908, und begann mit dem Spezial⸗ ent für die „Verwaltung der Kaiserlichen Marine.
Die Budgetkommission hat das Ordinarium der Ausgaben unverändert zur Bewilligung empfohlen und am Extra⸗ udinarium nur geringfügige Aenderungen vorgenommen. Kferent ist Abg. von Thünefeld (Zentr.). Die Beratung vurde zunächst eröffnet über die dauernden Ausgaben, und war über das erste Ausgabenkapitel „Reichsmarineamt und Narinekabinett“ Titel I: Staatssekretär 44 000 ℳ .
Abg. Dr. Leonhart (fr. Volksp.) wandte sich gegen die An⸗ gife der Flottenvereinspresse auf das Reichsmarineamt, auf den Snatssekretäur von Tirpitz und gegen die von dieser Seite iistenierte Englandhetze. Die freisinnige Volkspartei bringe dem Snatssekretär Vertrauen entgegen, dieses Vertrauen verhindere aber lineswegs eine freimütige Kritik. Bedenklich sei die Agitation der Flottenvereinler gegen unsere angeblich zum großen Teile völlig unbrauchbare Schlachtflotte; dieser Agitation der Uebermarinisten nifft energisch entgegengetreten werden. Die Schiffe der Kaiserklasse lünden allerdings nicht auf der Höhe, sie hätten schon, als sie gebaut vurden, nicht auf der Höhe gestanden. Wenn man aber zu einem Typus ünlich dem des Dreadnought übergehen wolle, werde man doch zu⸗ richtt auch nach dem englischen Muster ein Probeschiff bauen müssen. Die Bauzeit von fünf Jahren sei etwas reichlich für ein Kriegsschiff; ie modernen Schnelldampfer, die zum Teil noch größere
wierigkeiten böten, würden in kürzerer Zeit gebaut. deß wir in technischen Fragen hinter anderen Nationen mückständen, sei im allgemeinen nicht richtig; doch müßte
unbedingt nach dem Muster anderer Nationen auch in der deutschen Narine als Chefkonstrukteur ein Techniker angestellt werden. Eine Reihe von Technikern in der Marineverwaltung sei trotz 1o. und mehrjähriger Tätigkeit noch immer nicht fest angestellt; en müsse die Beamtenqualität verliehen werden. Der remer Wablspruch „navigare necesse est, vivere non est necessen gerade in der Unterseebootfrage seine traurige Bedeutung;
um könne auf diesem Gebiete gar nicht früh genug anfangen, und 6 'mpfehle sich nicht, in dieser Frage eine lediglich abwartende Stellung einzunehmen. Das Rachrichlenbureau des Reichsmarineamts uktioniere ausgezeichnet, es lasse seine Waschzettel allen Organen ind allen Parteien zukommen; im vorigen Sommer habe eaar der „Vorwärts“ eine solche Notigz über die Schiffsjungen⸗ lusbahn gebracht. Die Techniker verfügten über einen großen hatz praktischer Erfahrungen, aber sie besäßen nicht den wüigen Einfluß, diese zu verwerten. Die Ingenieurlaufbahn müsse wormiert werden. Die Ingenieure seien auch für das Richteramt be⸗ diigt, das beweise das Ausland, weshalb sollten sie also nicht auch in
1 1
der deuischen Marine zum Richterdienst herangezogen werden können? (Schluß des Blattes.)
— Die heutige (4.) Sitzung des Herrenhauses, velcher der Pehfeg, SJ-eehehn⸗ Reichskanzler vürst von Bülow, der Finanzminister Freiherr von Rhein⸗ naben, der Justizminister Dr. Beseler und der Minister für vmdwirtschaft, Domänen und Forsten von Arnim bei⸗ dohnten, eröffnete der Erste Vizepräsident Freiherr von Ranteuffel um 12 ³¾ Uhr mit der Mitteilung, daß das
räfiädium Seiner Majestät dem König beim Neujahrsfeste
Posen über.
(Schluß des
Blattes.)
8
von Vie
ie im
Abänderungsgesetze
wurden.
euchen, vom 23.
Statistik und Volkswirtschaft.
Kalenderjahre 1906 aus Anlaß der B der Rotzkrankheit und der Lungenseuche gezahlten Entschädigungen. 1 eichsgesetze, betreffend die Abwehr und Unterdrückung Vech cge ⸗, Benrefe- und dem dazu ergangenen vom 1. Mai 1894 muß für die auf Grund polizeilicher Anordnungen getöteten Tiere eine Entschädigung gewährt werden. In einem früheren Aufsatze*) ist dargelegt worden, welche Entschädigungen für NS 8 Rinder, die wegen Milz⸗ oder Rausch⸗ brandes getötet worden sind, in wurden. Hier soll das Gleiche geschehen hinsichtlich der Pferde und Rinder, die wegen der Rotzkrankheit und der Lungenseuche getötet
Preußen im Jahre 1906 gezahlt
Die aus letzterem Anlasse gezahlten Summen waren beträchtlich niedriger. liatens nämlich für Tiere, die wegen Milz⸗ und Rausch⸗ brandes getötet worden waren, 1 127 148,09 ℳ ezahlt wurden, waren es bei den wegen der Rotzkrankheit oder der nur 155 231,34 ℳ Das liegt hauptsächlich daran, daß nur ganz
ekämpfung
ungenseuche getöteten
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der erde 7957 ℳ an Entschädigungen brachten. r ven e Ehenne wurde 1906 in Liegnitz aufgewendet bei nur 22 Fällen; 1905 war hier die Zahl der getöteten Tiere und dementsprechend die gewährte Vergütung kleiner.
Frankfurt und Schleswig zu erwähnen. Im letzteren Bezirk überhaupt keine; 9 getötet und die Besitzer entschädigt wurden; in Frankfurt betrug die Entschädigung damals nicht ganz 6000 ℳ
teilen von Jahr zu Jahr außerordentlich schwanken. 1 sich aus ““ Tabelle, daß die vom Staate einerseits, von den Provinzialverbänden andererseits aufgewendeten Entschädigungs⸗ summen in den verschiedenen Bezirken in höchst ungleichem Ver⸗ hältnis zu einander stehen. spielen gezeigt wurde, Vorjahre eingetreten.
Ungefähr die
Nächst peln ist Stettin zu nennen, ein Bezirk, in dem Fece gelstet und dafür 14 418,26 ℳ Entschädigung gezahlt
wurden; 1905 kamen hier nur 6 Fälle mit 1 550,00 ℳ Vergütung vor. 12 277,75 ℳ Entschädigung, und zwar zum weitaus größten Teil aus Provinzialmitteln; 1905 betrug die Zahl der Fälle 28, die gewährte Entschädigung 10 363,23 ℳ, welche damals aber größtenteils aus der Staatskasse bestritten wurden.
Posen hatte 40 Fälle von getöteten Pferden und gewährte
Mit je über 11 000 ℳ Entschädigung sind noch die Bezirke Jahre 1905 kamen im Fälle vor, in denen rotzkranke Pferde
Man sieht also, daß die Verhältnisse in den einzelnen Landes⸗ Ferner ergibt
Auch hierin sind, wie an einigen Bei⸗ mehrfach starke Verschiebungen gegenüber dem
Nach Abzug der dem Besitzer verbleibenden Wertteile sind entschädigt¹) aus Anlaß
der Rotzkrankheit
8
der Rotzkrankheit und der
der Lungenseuche Lungenseuche zusammen
zum vollen Werte
Geldbeträge
iu ½ Wert aus der
Staats⸗
für Pferde
kasse ℳ
verbänden
von den
Pro⸗ vinzial⸗
zum vollen ⁄ Werte
zu Geldbeträge “
Pro⸗ vinzial⸗
aus der Staats⸗ kasse
aus der V Staats⸗
Wert zusammen
ℳ
für Rindvieh
verbänden ℳ
kasse verbänden
ℳ
8
1) Königsberg 2) Gumbinnen 3) Allenstein 4) Danzig
6) Berlin
7) Potsdam 8) Frankfurt 9) Stettin 10) Köslin
11) Stralsund 12) Posen
13) Bromberg 14) Breslau 15) Liegnitz 16) Oppeln 17) Magdeburg 18) Merseburg 19) Erfurt . 20) Schleswig 21) Hannover 22) Hildesheim 23) Lüneburg 24) Stade
29 Aurich
27) Münster 28) Minden 29) Arnsberg 30) Cassel
31) Wiesbaden 32) Koblenz 33) Düsseldorf 34) Cöln.. 35) Trier
5) Marienwerder..
25) Osnabrück..
36) Aachen “ 37) Sigmaringen St
die den Besitzern
8
Ueber
ab, um ju dem
ind zu Allerhöchstdessen Geburtstag die Glückwünsche des Hauses 8es een shn. der Vizepraäfident übermittelte den
17. Juli 1907.
¹) Nachzahlung auf
Bemerkung. 1894 versagt worden.
nur zu ⅛
80 — —y SbdoOoOSgmüSrb—ee
—
144
2 004,76 2 836,99 704,64 780,00
1 987,01 11 195,62 3 278,67 6 123,31 6 585,01 223,33
1679,00
2 161,67 6 657,00 6 335,31
ne
2 405,00 3 430,16 916,66
b
EE1
—,— ld h A 82—
— SI &
I
244,99
2 912,49 1 960,00 4 421,26 5 969,99 14 135,00 1 247,50 5 412,50 7 833,25 622,50
10 598,75 337, 668,75
5 817,50 8 927,50 2 118,75 3 000,00
8 61759 790,50 14387,50
28
11
— 090 —
II
275]
64 354,98
Zur Arbeiterbewegung.
zwi
00 Kürschner und Rauchwarenzurichter hielten, der „Lpz. Ztg.“ zufolge, am Dienstag in Leipzig eine Versammlung chen dem Verbande der vereinigten Rauchwaren⸗ zurichterei, und Färbereibesitzer Deutschlands und dem Kürschner⸗ gehilfenverbande vereinbarten neuen Tar
*) Vergl. Nr. 169 des „Reichs⸗ und Staatsanzeigers“ vom
ag Stellung zu nehmen.
89 348,73
¹) Reichsgesetze vom 23. Juni 1880 und 1. Mai 1894. — ²) darunter 14
8 d tskasse Entschädigung geleistet wurde. 1 2 8 F. 8 des⸗ SSnactg ase futschädige 2 chließlich der 12 zum vollen Werte bezahlten Pferde die Entschädigung 6585,01 ℳ betrug. —
rund einer Erinnerung der Oberrechnungskammer für im Jahre 1904 wegen Verdachts der Lungenseuche getötete Kühe, des Wertes statt zum vollen Werte entschädigt worden waren. Die Entschädigung ist in einem Falle auf
Diese betrug einschließl
244,99
2 912,49 1 960,00 4 421,26 5 969,99 14 135,00: 1 247,50 5 412,50 7 833,25 622,50
10 598,75 332,50 668,75
5 817,50 8 927,50 2118,75 3 000,
2 004,76 2 836,99
704,64
780,00 1 987,01 11 195,62 3 278,67 6 123,31 6 725,01
223,33
1 872,33
1
—
845,83
12 471,08 337,50 668,75
7 979,17
1I
2811* EI t S8ISEIII
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2 161,67 6 657,00 6 335,31
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1 437,50
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396,22
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EETTEPIEI II HiIIIIIIEIIIIIIII
9 1 527,63 65 882,61 89 348,731155231,34. . für welche nach vorheriger Vereinbarung mit 8
ch des einen zum vollen Werte bezahlten Pferdes
rund des § 63 der Reichsgesetze vom 23. Junt 1880 und 1. (Stat. Korr.)
Mai
Der Vertrag bezweckt die Hebung des Gewerbes. Er verpflichtet die b solche hehen zu beschäftigen, die dem Sde b Kürschnerverbande angehören, andererseits die Gehilfen, nur bei Arbeitgebern zu arbeiten, die dem Verbande vereinigter Rauchwaren⸗
zurichterei⸗ und Färbereibesitzer Deutschlands angehören. Der Ver⸗ trag soll Geltung haben vom 3. Februar 1908 bis 31. Januar 1911. Für Stollenarbeiter und Anbracher beträgt der Mindestlohn 24 ℳ wöchentlich; Ueberstundenarbeit wird mit 20 % Aufschlag bezahlt. Der Stundenlohn für Stückarbeiter ist auf 55 ₰ festgesetzt. Die Arbeits-⸗