1908 / 36 p. 7 (Deutscher Reichsanzeiger, Tue, 11 Feb 1908 18:00:01 GMT) scan diff

M.⸗Gladbach, Hildesheim, Marburg, Ratibor 1, Rheydt 2, Stolp 15. In 79 Städten sind die Frauen nur als Helferinnen tätig. In 60 Städten sind Vereine an die öffentliche Armenpflege ange⸗ gliedert oder auch nur Schwestern angestellt. In 16 Städten sind besoldete Waisenpflegerinnen angestellt. Die Zahl der mit gleichen Rechten und Pflichten angestellten Frauen ist hiernach schon recht be⸗ trächtlich geworden, aber immer noch verschwindend klein im Ver⸗ hältnis zu den männlichen Pflegern. Nur in Bonn, Bromberg, Celle, Colmar, M.⸗Gladbach, Glogau, Graudenz, Harburg, Marburg, Memel und Straßburg ist die Zahl der Frauen derjenigen der Männer gleich. Dagegen übersteigt in 7 Städten die Zahl der Frauen diejenige der Männer: in Altenburg 47 Fr. 36 M., in Augsburg 50 Fr. 25 M., in Karlsruhe 175 Fr. 73 M.. in Kattowitz 95 Fr. 77 M., in Lauban 62 Fr. 23 M., in Mülhausen i. E. 104 Fr. 81 M., in Trier 50 Fr. 30 M. Städte, in denen die Frauen nur als Helferinnen arbeiten, kommen bei dieser Berechnung natürlich nicht in Betracht. Es ist zweifellos nach den Feststellungen und Aus⸗ führungen von Marie Wegner die Annahme berechtigt, daß die Ein⸗ sicht von einer gleichberechtigten Mitwirkung der Frauen in der öffentlichen Armen⸗ und Waisenpflege sich weitere Geltung

verschaffen wird. 6G

Land⸗ und Forstwirtschaft. XXXVI. Plenarversammlung des Deutschen Landwirtschaftsrats. Landeshaus der Provinz Brandenburg begannen gestern die Verhandlungen der 36. Plenarversammlung des Deutschen Landwirtschaftsrats. Der ersten Sitzung wohnten der Staats⸗ sekretär des Innern, Stlaatsminister Dr. von Bethmann Ser der Minister für Landwirtschaft ꝛc. von rnim und zahlreiche andere Vertreter der Regierungen der deutschen Einzelstaaten bei. Nach Erledigung geschäftlicher An⸗ gelegenheiten berichtete der Kammerherr Graf von Kanitz⸗Podangen über den Entwurf eines Gesetzes, betreffend Aenderung des Börsengesetzes. Einem von ihm gestellten Antrag gemäß faßte der Landwirtschaftsrat einstimmig folgenden Beschluß:

„Wenn auch das Börsengesetz vom 22. Juni 1896 in mehreren Punkten verbesserungsfähig erscheint, so müssen doch die in dem Gesetz⸗ entwurf vom 22. November 1907 vorgeschlagenen Aenderungen als eine zu weit gehende Abschwächung dieses Gesetzes bezeichnet werden. Insbesondere bieten die in dem Entwurf vorgesehenen Bestimmungen über den Getreideterminhandel 50) keine Gewähr gegen eine Wiederherstellung der Verkehrsformen, welche durch das Gesetz vom 22. Juni 1896 beseitigt werden sollten. Die veche, ee der §§ 762 und 764 B. G.⸗B. für die sonstigen Börsentermingeschäfte in Waren und Wertpapieren 59) würde unter keinen Umständen zu billigen sein. Nicht minder ist das Fehlen ieglicher Straf⸗ bestimmungen für den Abschluß verbotener örsentermingeschäfte als eine empfindliche Lücke zu betrachten.“

Alsdann gelangte der Gesetzentwurf, betreffend die Aende⸗ rung des Gesetzes über den Unterstützungswohnsitz, zur Beratung. Hierüber berichteten Freiherr von Cetto⸗Reichertshausen und Landrat von Batocki⸗Bledau, die den Gesetzentwurf im allge⸗ meinen vom Standpunkt der landwirtschaftlichen Interessen aus als einen Fortschritt begrüßten. Nach längerer Diskussion wurde nach⸗ nachstehender Beschluß gefaßt:

„Es wird folgende Aenderung des Gesetzentwurfs, betreffend die Aenderung des Gesetzes über den Unterstützungswohnsitz, vom 25. April 1907, welcher im allgemeinen vom Standpunkt der landwirtschaftlichen Interessen als ein Fortschritt zu begrüßen ist, empfohlen:

im § 10 ist statt des 16. das 14. oder, falls das nicht zu erreichen ist, das 15. Lebensjahr zu setzen.

Gegenüber der vollen Freizügigkeit sind die bisherigen Bestim⸗ mungen über den Unterstützungswohnsitz nicht mehr haltbar. Bei der beabsichtigten Abänderung des Gesetzes über den Unterstützungswohnsitz wird zu erwägen sein, ob es sich nicht empfiehlt, schon jetzt den Unter⸗ stützungswohnsitz lediglich auf die Wohn⸗ resp. Arbeitsgemeinde und die Unterstützungspflicht von den lokalen Verbänden auf die Land⸗ verbände zu übertragen.“

Einen weiteren Beratungsgegenstand bildete die Novelle zum Gesetz, betreffend die Abwehr und Unterdrückung von Viehseuchen. Ein Referat des Domänenrats Rettich und die sich hieran sowie an eine Reihe von Anträgen anschließende Dis⸗ kussion, an der sich auch der Geheime Oberregierungsrat im Land⸗ wirtschaftsministerium Schroeter als Regierungskommissar beteiligte, führten zu folgendem Beschluß: „‚Bei dem vorgeschrittenen Stadium der Verhandlunga des Gesetzes im Reichstage verzichtet der Deutsche Landwirtschaftsrat darauf, zu allen Einzelheiten des Entwurfs Stellung zu nehmen und eine Reihe von sonst wünschenswerten Abänderungen anzuregen.

Der Deutsche Landwirtschaftsrat beschränkt sich darauf, folgende Punkte hervorzuheben:

I. Der Deutsche Landwirtschaftsrat spricht den dringenden Wunsch aus, daß das Zustandekommen des wichtigen Gesetzes nicht an Differenzen zwischen den verbündeten Regierungen und dem Reichstage bezüglich der Kostenfrage sch itert.

I1. 1) Die Anzeigepflicht bei der Rindertuberkulose ist auf die außerlich erkennbare Form zu beschränken. § 10 Nr. 12 hat infolge⸗ dessen zu lauten: . . -

„Tuberkulose des Rindviehs, sofern sie „in äußerlich erkenn⸗ baree Form1616 1 b 8 Die einzelnen Anzeichen dieser Tuberkulose sind in die Ausführungs⸗ anweisung aufzunehmen. 1

2) Bei Rindertuberkulose ist die Entschädigung im vollen Betrage des Taxwertes zu bemessen. 8

3) Die Anzeigepflicht ist auf die Pferde⸗Influenza auszudehnen.

III. Die Reichstagskommi sion für die Novelle zum Viehseuchen⸗ gefetz ist um Aufnahme einer Bestimmung in die Novelle zu ersuchen, wonach es der Polizei gestattet sein soll, öffentliche Wege vorüber⸗

gehend z sperren, falls dadurch die ausgesperrten Gehöften ermöglicht bezw. erleichtert wird und eine besondere Belästigung des Publikums ausgeschlossen erscheint.“ Z

vk1.“

In der landwirtschaftlichen Woche, am Donnerstag, den 20., und Freitag, den 21. Februar d. J., Nachmittags 6 ½ Uhr, findet in Berlin im Festsaale des „Künstlerhauses“, Bellevuestraße 3, die zwölfte Hauptversammlung des Deutschen Vereins für länd⸗ liche Heimats⸗ und Wohlfahrtspflege (Berlin SW. 11, Dessauerstraße 14), mit folgender Tagesordnung statt: 20. Februar: 1]) Ansprache des Vorsitzenden, Wirklichen Geheimen Rats, Ministerial⸗ direktors Dr. H. Thiel. 2) Jahresbericht, erstattet durch den Ge⸗ schäftsführer, Professor H. Sohnrey, Berlin. 3) Erztehung der Landjugend. Berichterstatter a Pfarrer Keil, Wölfis, Sachsen⸗ Gotha, b. Rittergutsbesitzer A. Wadsack, Hornsömmern b.

Tennstedt, Kr. Langensalza. 4) Wohlfahrtsarbeit in Ostpreußen. Berichterstatter Pfarrer Skowronski, Marwalde, Kr. Osterode. 5) Feste und Spiele des deutschen Landvolks. Berichterstatter Gymnasial⸗ oberlehrer Dr. E. Kück, 21. Februar: 6) Die Wohlfahrts⸗ pflege auf dem platten Lande ein Kampf gegen die Entfernung. Berichterstatter Königlicher Landrat Büchting, Limburg a. Lahn. 7) Aus der Landpflegearbeit. Berichterstatterin: Frida Gräfin zur Lippe, Oberschönfeld, Kreis Bunzlau. 8) Heimatkunde und Heimat⸗ pflege im hannoverschen Kreise Burgedorf. Mit Lichtbildern. Bericht⸗ erstatter Dr. Bödeker, Lehrte i. Han. Alle Freunde der ländlichen Wohlfahrtsbestrebungen, insbesondere die Besucher der landwirtschaft⸗ lichen Woche, sind mit ihren Damen zu dieser Versammlung ein⸗ eladen. Nach der Versammlung des zweiten Tages findet im unteren aale des Künstlerhauses ein geselliges Beisammensein statt.

„Paris, 9. Februar. (W. T. B.) Die mit Winterweizen bestellte Fläche wird amtlich auf 6257 558 ha geschätzt gegen 6 296 592 ha im Vorjahre. Der Durchschnittsstand des Weizens

wird auf 71,7 gegen 76,3 im Jahre

5 (80 bedeutet gut, 60 ziemlich gut).

tellte Fläche wird auf 773 556 ha

geschätzt. gegen 75,5 im Jahre 1907 und 69,3

Handel und Gewerbe. 6

Nach der Wochenübersicht der Rei bruar 1908 betrugen (+ und im Verglei

Aktiva: 1908

Metallbestand (der A Bestand an kurs⸗ fähigem deutschen Gelde oder an Gold in Barren oder aus⸗ ländischen Münzen, das Kil fein zu 2784 net)

Bestand an Reichs⸗ kassenscheinen..

897 351 000 (+ 11 392 000)

73 869 000 (— 355 000)

20 740 000 (+ 8 306 000) 967 299 000 (s— 78 564 000)

83 668 000 (— 27 202 000) 27 196 000

Bestand an Noten anderer Banken.

Bestand an Wechseln

Bestand an Lombard⸗ forderungen

Bestand an Effekten

Bestand an sonstigen hen. .

Passiva: das Grundkapital.

der Reservefonds

118 652 000

180 000 000 (unverändert) 64 814 000 (unverändert) der Betrag der um⸗ 1 411 171 000

laufenden Noten. die Er. täglich fälligen Verbind⸗ lichkeiten

die sonstigen Passiva

450 189 000

(s— 45 925 000) (— 19 870 000) (—

82 601 000

Der Dur hschnittsstand des

(s— 1 445 000) (+ 2 813 000) (—

1907 und 65,6 im Jahre 1906 Die mit Winterhafer gegen 766 896 ha im Vorjahre

Winterhafers wird auf 71,2 im Jahre 1906 geschätzt.

6“

sbank vom 7. Fe⸗ zur Vorwoche):.

1907 1906

851 335 000 958 341 000 (+ 8 031 000) (+ 4 103 000)

65 456 000 25 178 000 (+ 1 898 000) (+ 671 000)

17 222 000 16 874 000 (+ 7 687 000) (+. 6 884 000) 893 081 000 2791 610 000 (— 45 050 000) (— 53 357 000)

59 183 000 54 617 000 (— 33 263 000) (— 16 995 000 162 191 000 134 042 000

(— 29 964 000) (— 12 591 000 (+ 6 887 000)

117 215 000 85 851 000

3 520 000)

180 000 000 (unverändert) 64 814 000 (unverändert)

1 361 405 000

180 000 000 (unverändert) 64 814 000 (unverändert)

1 278 980 000

(— 72 762 000) (s— 50 413 000) (— 45 243 000)

495 174 000 497 036 000 8 584 000)

45 683 000

64 290 000

192 000) (— 1 500 000)

Die Zunahme des Metallbestandes ging um 3,4 Mill. Mark über

die vorjährige Zunahme, die Wechselabnahme

ging um 33,5 Mill.

Mark über die vorjährige Abnahme hinaus; die täglich fälligen Ver⸗ bindlichkeiten bleiben um 45 Mill. Mark hinter dem Vorjahre zurück.

(Aus den im Reichsamt des Innern zusammengestellten

„Nachrichten für Hande

l und Industrie“.)

Außenhandel Großbritanniens im Jahre 1907.

Der Gesamtwert der Einfuhr Großbritanniens bezifferte sich im Jahre 1907 auf 645 904 176 2 gegenüber 607 888 500 im Jahre 1906 und 565 019 917 £ im Jatre 1905. Auf die einzelnen Waren⸗

gattungen verteilte sich diese Einfuhr, Gegenstand 1905

Nahrungsmittel, Getränke u. Tabak: Getreide und Mehl 69 200 285 Fleisch u. Schlachtvieh 49 431 748 Andere Nahrungs⸗ mittel u. Getränke: wülfrek zollpflichtig vöö““

63 023 140 45 922 482 3 721 920

wie folgt: 1906 Wert in

88—

75 401 091 51 916 740

67 880 589 52 026 453

68 823 115 44 709 172 4 718 827

67 489 952 48 350 734 4 227 987

Zusammen Rohmaterialien und Halbfabrikate: Kohlen, Koks, Preß⸗

Sslen88 Eisenerz, Abfall⸗Eisen und ⸗Stahl... b metallische Erze J1616166 Baumwolle. EE11I1ö1“ Andere Textilstoffe. Oelsaaten, Nüsse, Oele, Fette, Summi.. Häute und rohe Felle Papierbereitungs⸗ material . Verschiedenes

22299 575 1 8

42 582

5 525 575 7 610 990 23 274 020 52 370 878 26 648 737 14 511 978

23 600 927 8 084 793

3 802 501 22 633 578

298 158 155— 227 385 507

47 100

6 766 756 9 030 144 27 507 410 56 125 253 30 515 718 17 024 713

25 634 214 10 699 696

20 845

7 358 959 10 128 157 27 094 365 70 808 324 36 459 775 18 013 730

30 696 698 10 743 939

3 935 409 4 363 295 24 191 914 25 906 600

Zusammen 188 106 559 Fabrikate: Eisen und Stahl sowie Waren daraus. Andere Metalle und Metallwaren.. Messerschmiedewaren, Eisenkurzwaren, Ge⸗ räte u. Instrumente Elektrotechnische Ar⸗ tikel und Apparate sowie Telegraphen⸗

211478 3227 597687

21 840 696

3 615 107

und Telephondraht 1010 30rb9

Maschinen .. . Neue Schiffe Waren aus Holz einschl. Möbel Garne u. Gewebe aus Baumwolle.. 7 920 252 Woee 12 8 anderen Stoffen 19 244 139 11““ 3 952 693 Chemikalien, Drogen, E1ö111““ 9 624 638 Leder und Lederwaren (einschl. Schuhe, Stiefel und Hand⸗

11äA6A“*”“ Töpferwaren und Glas eö“ Verschiedene Fabrikate

11 037 983 4 312 218 5 256 065

27 930 680

4 537 871 32 623

1 968 196

9 326 527 12 075 838 20 082 092

3 784 478

10 104 111

9 523 636 10 789 739 20 740 700

3 616 971

11 637 078

12 745 130, 4 219 162 5 728 505

29 020 729

11 530 739 4 052 391 5 673 815

28 272 854

Zusammen . 143 396 907 Verschiedenes einschl. Poststücke . . . . 2 216 876

155 809 391 154 564 748 2 442 626 2 358 237

Gesamtsumme 565 019 917 Der Gesamtwert der Ausfuhr Jahre 1907 auf 426 204 596 £ gegen und 329 816 614 £ im Jahre 1905 wiesen hierbei folgende Werte auf:

111““

607 888 500 645 904 176.

Großbritanniens belief sich im 375 575 338 £ im Jahre 1906 Die einzelnen Warengattungen

v11“

1905 1906

Gegenstand Wert in £ Nahrungsmittel, Getränke und Tabak: eisch un achtvie ndere Nahrungsmittel und Getränke Zusammen Rohmaterialien und Halbfabrikate: Kohlen, Koks, Preß⸗ J1““ Eisenerz, Abfall⸗Eisen und ⸗Stahl.. Andere metallische Erze en“ ͤ1111“ Andere Textilstoffe. Oelsaaten, Nüsse, Oele, Fette, Gummi.. Häute und rohe Felle Papierbereitungs⸗ material. 1 Verschiedenes

Zusammen.. Fabrikate: 1 Eisen und Stahl sowie Waren daraus. Andere Metalle und Metallwaren.. Messerschmiedewaren, Eisenkurzwaren, Ge⸗ räte und Instrumente Elektrotechnische Ar⸗ tikel und Apparate (außer Maschinen), sowie Telegraphen⸗ und Telephondraht Maschinen. 8 Neue Schiffe .. Waren aus Holz ein⸗ schließl. Möbel.. 1 214 039 Garne u. Gewebe aus: Baumwolle. 92 010 985 Eb 950 150 610 anderen Stoffen 13 204 899 Kleider ööu 6 021 242 Chemikalien, Drogen, ärle 14 580 8 Leder und Lederwaren— (einschl. Schuhe, Stiefel und Hand⸗ 1“ Töpferwaren u. Glas L“ erschiedene Fabrikate Zusammen. Verschiedenes einschl. Poststücke. 5 031 806 2 664 192 6 277 148 Gesamtsumme 329 816 614 375 575 338 277 25507 556. (Accounts relating to Trade and Navigation of the United 8 8 Ire s “”;

2 768 937 924 365

14 724 557 981 774

19 399 633

2 571 796 1 339 363

16 143 751 1 060 660

21 115 570

26 061 120

473 326 114 465 77 056

2 511 711 155 477

2 592 538 1 853 885

535 840 1 936 543

36 311 961

31 504 291

596 823 176 091 91 575

2 902 089 164 248

2 824 083 2 209 753

713 970 2 084 457

43 267 380

42 118 994

73 329 191 102 112 556 3 207 989 227 487

3 431 922 1 816 680

752 739 2 571 952

55 004 750

31 826 438 8 920 533

39 840 595 10 133 202

46 661 848 11 681 087

5 115 316 5 881 907

2 484 126 31 763 524 10 023 317

1 398 201 110 438 231 34 161 000 16 505 298 7 184 512

17 059 009

2 381 743 26 771 889 8 644 171

1 305 696 99 578 915 31 843 681 14 993 323

6 818 317

15 521 288

2 431 744 23 260 326 5 431 298

8 6 599 668 4 050 340 2 342 424 33 390 131 342 173 851

5 660 494 3 205 552 1 939 767 25 143 114

289 57327

6 391 767 3 659 508 2 063 816 29 698 378

305 528 196

China.

FeAveree für den Warenverkehr über die See⸗ zollämter nach geöffneten Handesplätzen der Mandschurei. Während bisher bei dem Uebergange von Waren aus den geöffneten chinesischen Vertragshäfen nach der inneren Mandschurei ohne Rück⸗ sicht darauf, ob die Waren nach dem eigentlichen Innern oder nach den dem fremden Handel geöffneten Plätzen bestimmt waren, Binnen⸗ zölle und Likin erhoben wurden, ist dieser Verkehr nach einer Note des chinesischen Waiwupu an die fremden Gesandtschaften in Peking nunmehr durch ein vorläufiges Zollregulativ neu geregelt worden. Danach kann für fremde Waren, die bei einem der Seejohämter in Tientsin, Niutschwang, Antung oder Talienwan der Einfuhrver⸗ zollung unterlegen haben, sowie für Waren chinesischer Herkunft, für die der halbe Wiedereinfuhrzoll entrichtet ist, bei der Weiterbeförderung in das Innere auf Grund der bisherigen Bestimmungen nach Belieben entweder ein Transitpaß erwirkt oder unterwegs bei jedem einheimischen Zollamt und an jeder Likinschranke Zoll oder Likin entrichtet werden. Soforn solche Waren jedoch, gleichviel auf welchem Beförderungswege, für einen der neueröffneten mandschurischen Handelsplätze bestimmt sind, kann ein besonderer Schein ( Zertifikat) gelöst werden, der von nochmaliger Zollentrichtung befreit. Diese besonderen Scheine (Zertifikate), die alle vorgeschriebenen Vermerke und Angaben enthalten müssen, haben eine Eültigkeitsdauer von zwei Monaten, nach deren Ablauf sie zur Vernichtug einzureichen sind. Das Gesuch um Ausstellung eines der⸗ artigen Zertifikats hat die Angabe des Bestimmungsorts der Waren sowie eine Verpflichtungserklärung des Antragstellers zu enthalten, dem ausstellenden Seezollamte den Betrag des 1 fachen Einfuhrzolls zu zahlen, falls nicht innerhalb der zweimonatigen Frist der Nachweis erbracht ist, daß die Waren am Bestimmungs⸗ ort angelangt sind. Um die Umständlichkeiten einer in jedem Einzelfall abzugebenden Erklärung zu vermeiden, kann auch ein ent⸗ sprechender dauernder Verpflichtungsschein beim Zollamte hinterlegt werden. Fremde Kaufleute müssen diese Verpfl'chtungserklärung mit dem Siegel ihres zuständigen Konsuls, chinesische Kaufleute mit dem des Commissioner of Customs versehen lassen. Falls eine dauernde Verpflichtungserklärung nicht ausgestellt ist, haftet in jedem Einzelfalle das mit persönlicher Unterschrift zu versehende Gesuch um Erteilung des Zertifikats. Muster und Wortlaut der Verpflichtungs⸗ scheine sowie der Gesuche werden von dem Seezollamte festgesetzt. Die in dem Zertifikat aufgeführten Waren müssen tatsächlich auch die

Waren sein, die nach dem angegebenen neueröffneten Handelsplatze

befördert werden. Bei Unstimmigkeiten oder im Falle, daß die be⸗

förderten Waren nicht die in dem Zertifikat aufgeführten sind, ver.

hängt das ausstellende Seezollamt eine Konventionalstrafe in Höhe des 1 ½ fachen Betrags des Einfuhrzolls für die gesamte Warenmenge; außerdem werden die am Handelsplatz eingetroffenen bestimmungs⸗ widrigen Waren dort mit Beschlag belegt. 8

Wagengestellung für Kohle, Koks und Briketts am 10. Februar 1908:

8 Ruhrrevier Oberschlesisches Revier 88 Anzahl der Wagen Gestellt. 22 708 8 813 Nicht gestellt —.

Ueber den Inhaber mehrerer „Phantasiefirmen“ London, der bereits mehrere deutsche Parfümeriefabriken schädigt hat, sind den Aeltesten der Kaufmannschaft von Berlin vo zuverlässiger Seite Mitteilungen zugegangen. eene. Interessenten wird im Zentralbureau der Korporation, Neue Friedrich⸗ b straße 51 1, an den Werktagen zwischen 9 und 3 Uhr mündlich nähere Auskunft gegeben.

Die fünfte ordentliche Generalversammlung des Verbandes deutscher Waren⸗ und Kaufhäuser, e. V., findet in Berlin

am Dienstag, den 18. Februar 1908, Nachmittags 5 im Uhr Hotel Impeérial, Ence⸗Plat 4 a, statt. Auf der Tagesordnung stehen u. a.

8 1“

6 431 135

folgende Punkte: Konventionen. Die Frage der Einheitskondition.

Der Gesetzentwurf, betreffend unlauteren Wettbewerb. Die Waren⸗

v. Referent Herr Reichstagsabgeordneter, Professor Dr. engel.

Nach einer der Firma Hardy u. Co. zugegangenen Depesche betrug, wie „W. T. B.“ meldet, die Goldausbeute der in der Transvaal Chamber of Mines vereinigten Minen im Januar 1908: 540 202 Unzen im Werte von 2 294 632 Pfd. Sterl. gegen 562 684 Unzen im Werte von 2 390 127 Pfd. Sterl. im Dezember 1907, die der Außendistrikte 20 127 Unzen im Werte von 85 492 Pfd. Sterl. gegen 20 842 Unzen im Werte von 88 532 Pfd. Sterl. im Dezember 1907. Die Zahl der den Minen zugeteilten eingeborenen Arbeiter betrug 11 455, dagegen schieden 9121 aus, sodaß einschließlich der Robinsongruppe 118 204 Arbeiter be⸗ schäftigt waren. 1

Die „Frankfurter Zeitung“ meldet aus New York: In den letzten Tagen wurden einige wichtige Betriebe wieder auf⸗ genommen. Es konnten wieder beschäftigt werden sechstausend Arbeiter in den Lorrainwerken der National Tube Company und zwei⸗ tausend bei der Illinois Steel Company. Andererseits sind gegen⸗ wärtig 400 000 Frachtwaggons unbenutzt. Auch neuerdings werden bedeutende Abhebungen seitens der Depositoren hier wie in Chicago gemeldet.

London, 9. Februar. (W. T. B.) Die große Schiffsbau⸗ rma Sir James Laing and Sons in Sunderland und Deptford at ihre Zahlungen eingestellt. Die Firma beschäftigte allein

in Sunderland fünftausend Arbeiter. 1

Paris, 10. Februar. (W. T. B.) In einer Versammlung französischer Kaufleute, in welcher der ehemalige Generalresident von Tunis René Millet den Vorsitz führte, wurde die Bildung einer französisch⸗deutschen Handelsorganisation deschlosfen mit der ausdrücklichen e; sich nicht mit Politik zu befassen und lediglich für die Verbesserung der kommerziellen Be⸗ beider Länder zu arbeiten.

Kopenhagen, 9. Februar. (W. T. B.) Unter Vorsitz des inanzministers traten heute mittag die Vertreter von fünf openhagener Banken, der Nationalbank, der Handelsbank,

der Landmannsbank, der Privatbank und der Diskontobank, zu einer Besprechung zusammen. Es wurde beschlossen, daß die Staatskasse und die genannten fünf Banken volle Garantie für sämtliche Verpflichtungen der Grundbesitzerbank und der Detailhändlerbank übernehmen, sowohl den Besitzern der Einzahlungsscheine wie den anderen Kreditoren gegenüber. Zwanzig Millionen werden vorläufig zum Effektuieren der Garantie zur Disposition gestellt. Staatskasse und Banken nehmen je zur Hälfte an der Garantie teil, und zwar jede Bank mit ein Fünftel der den Banken zufallenden Garantie. Eine aus Delegierten der Staatskasse und Banken zusammengesetzte Kommission bestimmt, welche Bedingungen, betreffend die Administration oder die eventuelle Liquidation, gestellt werden sollen vor Inkrafttreten der Garantie. Dieselbe Kommission bestimmt, von welchem Tag die Auszahlungen an die Deponenten der Grundbesitzerbank, die am Donnerstag die Zahlungen einstellte, stattfinden können. Die Kommission soll Sorge tragen, daß dieses baldmöglichst geschieht. Die Kommission trifft überhaupt solche Be⸗ stimmungen, die als zweckmäßig zur Wiederherbeiführung der Ruhe und des Vertrauens des hiesigen Geldmarktes erachtet werden. Der Finanzminister trat diesen Beschlüssen bei, vorbehaltlich der Ge⸗ nehmigung des Reichstags.

Kopenhagen, 10. Februar. (W. T. B.) Die gestern von der Staatskasse und den uptbanken eingesetzte Bankkommission, deren Vorsitzender der Nationalökonom und ehemalige Professor Falbe

nsen ist, hat heute eine aus fünf Mitgliedern bestehende

dministration für die Detailhändlerbank in Kopenhagen zur Fort⸗ setzung des Geschäfts der Bank eingesetzt, welches unter dem Kursfall der Aktien der Bank und dem darauf folgenden, allerdings kurzen Run am Sonnabend gelitten hat. Die Ein⸗ und Auszahlungen in der Bank hatten heute den normalen Umfang.

Montreal, 10. Februar. (W. T. B.) In der Sitzung des Verwaltungsrats der Canadian Pacific Railway wurde heute die Ausschüttung einer Dividende von 2 % auf die Vorzugsaktien und von 3 % auf die Stammaktien für das mit Dezember 1907 be⸗ endete Halbjahr, zahlbar am 1. April d. J., beschlossen. Ebenso wurde beschlossen, ein weiteres halbes Prozent auf die Stammaktien aus den Zinsen des Ertrages der Land⸗ verkäufe zu verteilen Nach Abzug der Betriebskosten und bestimmungsmäßigen Abgaben sowie der obigen Dividenden ver⸗ bleibt für das halbe Jahr ein Ueberschuß von 6 269 000 Dollars. Die Einnahmen der Canadian Pacific⸗Eisenbahn betrugen in der letzten Woche 807 000 Dollars (29 000 Dollars weniger als i. V.).

Berlin, 10. Februar. Marktpreise nach Ermittlungen des Königlichen Polizeipräsidiums. (Höchste und niedrigste Preise.) Der Doppelzentner für: Weizen, gute Sortef) 21,80 ℳ; 21,76 Weizen. Mittelsortet) 21,72 ℳ; 21,68 Weizen, geringe Sortet) 21,64 ℳ; 21,60 Roggen, gute Sortef) 20,50 ℳ; 20,48 Roggen, Mittelsorte†) 20,46 ℳ; 20,44 Roggen, geringe Sortef 20,42 ℳ; 20,40 Futtergerste, gute Sorte*) 17,60 ℳ; 16,80 Futtergerste, Mittelsorte“) 16,70 ℳ; 16,00 -ver; erste, geringe Sorte“*) 15,90 ℳ; 15,20 Hafer, gute

orte“) 18,80 ℳ; 18,00 %ℳ Hafer, Mittelsorte“*) 17,90 ℳ; 17,10 Hafer, geringe Sorte*) 17,00 ℳ; 16,30 Mais (mixed) gute Sorte 17,80 ℳ; 17,60 Mais (mixed) eringe Sorte —,— ℳ; —,— Mais (runder) gute

orte 16,70 ℳ; 15,90 Richtstroh —,— ℳ; —,— Heu —,— ℳ; —,— „Erbsen, gelbe zum Kochen 50,00 ℳ; 30,00 Sgpeisebohnen, weiße 50,00 30,00 Linsen 90,00 ℳ; 30,00 Kartoffeln 9,00 ℳ; 6,00 Rindfleisch von der Keule 1 kg 2,00 ℳ; dito Bauchfleisch 1 18 1,80 1810 Sch 1,80 ℳ; 1,20 Kalbfleisch 1 kg 2,10

sch 1 kg 2,00 ℳ; 1,10 Butter 1

tück 5,40 ℳ;

efle

*) Frei Wagen und ab Bahn.

Hamburg, 10. Februar. Kilogramm 2790 Br., 2784 Gd. Silber in Barren das Kilogramm 77,75 Br., 77,25 Gd.

Wien, 11. Februar, Vormittags 10 Uhr 50 Min. (W. T. B.) Einh. 4 % Rente M. N. pr. Arr. 97,85, Oesterr. 4 % Rente in Kr.⸗W. p. ult. 98,05, Ungar. 4 % Goldrente 113,00, Ungar. 4 % Rente in Kr.⸗W. 94,70, Türkische Lose per M. d. M. 186,00, Buschtierader Eisenb.⸗Akt. Lit. B —,—, Nordwestbahnakt. Lit. B per ult. —,—, Oesterr. Staatsbahn per ult. 680,00, Südbahngesellschaft 145,25, Wiener Bankverein 539,50, Kreditanstalt, Oesterr. per ult. 648,00, Kreditbank, Ungar. allg. 782,00, Länderbank 419,00, Brügxer Kohlenbergwerk —,—, Montangesellschaft, Oesterr. Alp. 629,00, Deutsche Reichsbanknoten pr. ult. 117,67, Unionbank 552,00, Prager Eisenindustriegesellschaft —.

London, 10. Februar. (W. T. B.) (Schluß.) 2 ½ % Englische Konsols 8615⁄16. Silber 26 ¾, Privatdiskont 3⁄. In die Bank

soossen 88 000 Pfd. Sterl. (W. T. B.) (Schluß.) 3 % Franz. Rente

Paris, 10. Februar. (W. T. B.) Wechsel -7 Zns 14,95.

96,57, Suezkanalaktien —. Madrid, 10. Februar. (W. T. B.) Goldagio 8 ½

Lissabon, 10. Februar.

(W. T. B.) Gold in Barren das.

6000 Lire.

11““

. New Pork, 10. Februar. (W. T. B.) (Schluß) Die Geschäfts⸗

tätigkeit an der heutigen Börse zeigte einen wesentlich größeren Um⸗ fang als an den vorhergehenden Tagen, die Grundstimmung blieb je⸗ doch schwach. Zu den in letzter Zeit einen ungünstigen Einfluß aus⸗ übenden Motiven (unbefrier igende Einnahme⸗, Dividenden⸗ und Handelsaussichten) traten heute noch Erwartungen bezüglich“ neuer Emissionen und Befürchtungen hinsichtlich der Haltung der Regierung den Korporationen gegenüber. Das Publikum realifierte, und auch die Haussiers suchten sich ihrer Engagements zu entledigen. Im Verlaufe der Börse stellten sich auf Deckungen Erbolungen ein, die aber immer nur von kurzer Dauer waren. Schluß bei fieberhaft erregter Stimmung schwach. Für Rechnung Londons wurden für den Saldo 30 000 Stück Aktien verkauft. Aktienumsatz 960000 Stück. Geld auf 24 Stunden schn.⸗Zinsrate 2, do. Zinsrate für letztes Darlehn des Tages 1 ¾, Wechsel auf London (80 Tage) 4,82,85, Cable Transfers 4,86,50, Silber, Commercial Bars 57 51. Tendenz für Geld: Leicht.

Rio de Janeiro, 10. Februar. (W. T. B.) Wechsel auf London 15 ⁄1½. 8

Kursberichte von den auswärtigen Warenmärkten.

Essener Börse vom 10. Februar 1908. Amtlicher Kursbericht. Kohlen, Kols und Briketts. (Preisnotierungen des Rheinisch⸗ Westfälischen Kohlensyndikats für die Tonne ab Werk.) I. Gas⸗ und Flammkohle: a. Gasförderkohle 12,50 15,00 ℳ, b. Gas⸗ flammförderkohle 11,50 12,50 ℳ, c. Flammförderkohle 11,00 bis 11,50 ℳ, d. Stückkohle 13,50 14,50 ℳ, e. Halbgesiebte 13,00 bis 14,00 ℳ, f. Nußkohle gew. Korn I und II 13,50 14,25 ℳ, do. do. III 13,00 13,50 ℳ, do. do. IV 12,00 12,50 ℳ, g. Nuß⸗

skohle 0 20/30 mm 8,50 9,50 ℳ, do. 0— 50/60 mm 9,50 bis 1,00 ℳ, h. Gruskohle 7,00 3,50 ℳ; II. Fettkohle: a. Förder⸗ kohle 11,00 11,50 ℳ, b. Bestmelierte Kohle 12,10 12,60 ℳ, c. Stückkohle 13,50 14,00 ℳ, d. Nußkohle, gew. Korn I 13,20 bis 14,20 ℳ, do. do. II 13,50 14,50 ℳ, do. do. III 13,00 14,00 ℳ, do. do. IV 12,00 13,00 ℳ, e. Kokskohle 12,25 13,25 ℳ; III. Magere Kohle: a. Förderkohle 10,00 11,00 ℳ, b. do. melierte 11,25 12,25 ℳ, c. do. aufgebesserte, je nach dem Stück⸗ ehalt 12,25 14,00 ℳ, d. Stückkohle 13,00 15,00 ℳ, e. v⸗ ohle, gew. Korn I und II 14,50 17,50 ℳ, do. do. III 16,00 bis 19,00 ℳ, do. do. IV 11,50 13,00 ℳ, f. Anthrazit Nuß Korn 1 18,50 19,50 ℳ, do. do. II 20,00 23,50 ℳ, g. Fördergrus 9,50 bis 10,00 ℳ, h. Gruskohle unter 10 mm 6,50 8,50 ℳ; IV. Koks: a. Eee 16,50 18,50 ℳ, b. Gießereikoks 19,00 21,00 ℳ, c. Brechkoks I und II 21,00 24,00 ℳ; V. Briketts: Briketts je nach Qualität 11,50 14,25 Kohlen und Koksmarkt ruhig. Die nächste Börsenversammlung findet am Donnerstog, den 13. Fe⸗ bruar 1908, Nachmittags von 3 ½ bis 4 ½ Uhr, im „Stadtgartensaale“ (Eingang Am Stadtgarten) statt. 116“

8. 8 8

Magdeburg, 11. Februar. (W. T. B.) Zuckerbericht. Kornzucker 88 Grad o. S. —,—. Nachprodukte 75 Grad o. S. 7,85 8,00 Stimmung: Ruhig. Brotraffinade I o. F. 19,62 ½ 19,87 ½. Kristallzucker Imit Sack —,—. Gem. Raffinade m. S. 19,37 ½ 19,62 ½. Gem. Melis I mit Sack 18,87 ½ 19,12 ½. Stimmung: Ruhig. Rohzucker I. Produkt Transito frei an Bord Hamburg: Februar 19,90 Gd., 20,00 Br., ber, März 19,95 Gd., 20,00 Br.,

—,— her., April 20,15 Gd., 20,20 Br. —,— bez., Mai 20,30 Gd.,

dos⸗ Br., —,— be;, August 20,60 Gd., 20,65 Br., —,— bez. uhig. 10. Februar. (W. T. B.) Rüböl loko 77,00,

Cöln, Mai 75,50. Bremen, 10. Februar. (W. T. B.) (Börsenschlußbericht.) Privatnotierungen. Schmalz. Ruhig. Loko, Tubs und Firkin 40 ¼, Doppeleimer 41. Kaffee. Ruhig. Offtzielle Notierungen der Baumwollbörse. Baumwolle. Matt. Upland loko middl. 61 ₰. Hamburg, 10. Februar. (W. T. B.) Petroleum. Standard white loko fest, 7,55. * Hamburg, I1. Februar. (W. T. B.) Kaffee. (Vormittags⸗ bericht.) Good average Santos März 32 ½ Gd., Mai 33 Gd., Sep⸗ tember 33 ½ Gd., Dezember 34 Gd. Ruhig. Zuckermarkt. (Anfangsbericht.) Rübenrohzucker I. Produkt Basis 88 % Rende⸗ ment neue Usance, frei an Bord Hamburg Februar 19,85, März Sanc, Mai 20,30, August 20,60, Oktober 19,50, Dezember 19,45. Budapest, 10. Februar. (W. T. B.) Raps August 16,45 Gd., 16,55 Br.

London, 10. Februar. (W. T. B.) 96 % Javazucker prompt, ruhig, 10 sb. 9 d. Verk. Rübenrohzucker Februar matt, 9 sh. 10 ¾ d. Wert.

London, 10. Februar. (W. T. B.) (Schluß.) Kupfer ruhig, 60, per 3 Monat 60 x½.

Standard⸗

Liverpool, 10. Februar. (W. T. B.) Baumwolle. Umsatz 7000 Ballen, davon für Spekulation und Export 500 Ballen. Tendenz: Stetig. Amerikanische good ordinary Lieferungen: Kaum stetig. Februar 5,92, Februar⸗März 5,89, März⸗April 5,89, April⸗ Mai 5,87, Mai⸗Juni 5,85, Juni⸗Juli 5,82, Juli⸗August 5,77, August⸗September 5,67, September⸗Oktober 5,55, Oktober⸗No⸗ vember 5,46.

Glasgow, 10. Februar. (W. T. B.) (Schluß.) Roheisen matt, Middlesborough warrants 48/1 ½.

Paris, 10. Februar. (W. T. B (Schluß.) Rohzucker ruhig, 88 % neue Kondition 25 ¾ 26. ißer Zucker stetig, Nr. 3 100 8 Februar 28 ½, März 28 ¾, Mai⸗August 29 ½, Oktober⸗

anuar R

Amsterdam, 10. Februar. (W. T. B.) Java⸗Kaffee good ordinary 37 ½. Bankazinn 77 ⅛.

Antwerpen, 10. Februar. (W. T. B.) Petroleum. Raffiniertes Type weiß loko 22 bez. Br., do. Februar 22 Br., 85ne, Br., do. April⸗Mai 22 ½ Br. Fest. Schmalz

ruar b

New Pork, 10. Februar. (W. T. B.) (Schluß.) Baumwolle⸗ preis in New Pork 11,70, do. für Lieferung per April 11,13, do. für Lieferung per Juni 11,00, Baumwollepreis in New Orleans 11¼, Petroleum Standard white in New York 8,75, do. do. in Philadelphia 8,70, do Refined (in Cases) 10,90, do. Credit Balances at Dil City 1.78, Schmalz Western Steam 7,90, do. Rohe u. Brothers 8,10. Getreidefracht nach Liverpool 1 ¼. Kaffer fair Rio Nr. 7 6 ½, do. Rio Nr. 7 per März 6,00, do. do. per Mai 6,05. Zucker 3,25. Zinn 28,80 29,50. Kupfer 13,37 ½ 13,50. Die Visible Supplies be⸗ trugen in der vergangenen Woche an Weizen 46 276 000 Bushels, an Mais 8 126 000 Bushels.

Die amerikanischen Märkte, mit Ausnahme von New Orleans, bleiben am Mittwoch, den 12. d. M., geschlossen ( Lincolns Geburtstag).

Verdingungen im Auslande.

Italien.

Bürgermeisteramt in Rom. 15. Februar 1908, 11 Uhr Vorm.: Nochmalige Ausschreibung der Lieferung von gußeisernen Röhren für Wasserleitungen. Wert 23 000 Lire. Sicherheitsleistung 2300 Lire. Näheres in italienischer Sprache beim „Reichsanzeiger“.

Generaldirektion des Königlichen Arsenals in Spezia und gleich⸗ zeitig diejenige in Neapel. 26. Februar 1908, 11 Uhr Vorm. Lieferung von Kohlensäcken. Wert 60 000 Lire. Sicherbeitsleistung Näheres in italienischer Sprache beim „Reichsanzeiger“.

Theater und Musik.

Konzerte.

Eine junge Pianistin, Hedwig Diefenbacher, spielte am

nnerstag in der Singakademie in Gemeinschaft mit dem Philharmon chester als Einleit ng das D.Moll⸗Konzert

ischen O

sonders durch sein meisterhaftes Violoncellspiel.

von Brahms. Mit Intelligenz und hinreichender Technik führte sie im allgemeinen den Solopart durch; die 989 der Auffgssung und die Tiefe des Verständnisses, die diese strenge Tondichtun erfordern, werden sich der jungen Künstlerin vielleicht später ersch ießen. In Liszts Es⸗Dur⸗Konzert traten ihre fließende Technik und ihre rhythmische Genauigkeit glänzend hervor, sodaß sie den Anforderungen dieser Kom⸗ position mehr Klar und stilgerecht wurden zwischen beiden Orchesterkonzerten Beethovens Sechs Bagatellen zu Gehör gebracht. Der Verein für Kunst (Leitung: Herwarth Walden) hatte an demselben Tage einen Vortragsabend im Choralionsaal den Musikwerken des vufüschen Komponisten Paul Juon gewidmet. Den ausführenden Künstlern gelang es vorzüglich, den rechten Ton für die viel Reiwolles aufweisende, oft an Brahms gemahnende, dennoch aber charakteristisch⸗russische Musik zu finden. Originell war ein heiteres, drollige Komik ausströmendes Divertimento für Klari⸗ nette und 2 Bratschen, von den Herren Oskar Schubert, Michael Preß und Georg Ahl vorzüglich wiedergegeben. Auch die von Frau Lucie Tömlich⸗Behn dramatisch vorgetragenen Lieder interessierten, wenn auch die textlich allzu realistische Ballade aus dem Simplicissimus sich nicht für den Konzertgesang eignen dürfte. Mit technischer Gewandtheit spielte Fräulein Marie Bender eini e Klavierstücke, von denen eine reizende Etude „Najaden im Quell“ wiederholt werden mußte. Auch die zum Schluß dargebotenen vier⸗ händigen „Tanzrhythmen“, in denen der Komponist selbst mitwirkte, jeichneten sich durch frische Lebendigkeit und geschickte Verarbeitung aus. er 2. Kammermusikabend unter Herrn Gustav Bumckes Leitung bot am Donnerstag im Saal Bechstein Kompositionen von Gustav Schreck und Arthur Bird, ein Nonett und eine Serenade, die hier zum ersten Male aufgeführt wurden. Es wirkten dabei diesmal mit die Herren: Rößler und Waßmundt (Flöte), Flemming und Kaiser (Oboe), Rausch und Fassunge (Klarinette), Frühauf und Rohrmann (Fagott), M ffert und Müller (Waldhorn). Sie legten für sich und ihren Dirigenten, hinsichtlich der künstlerischen Durchführung und des sauberen, klang⸗ vollen Zusammenspiels alle Ehre ein. Die erstgenannte Komposition ist an und für sich ziemlich farblos, sie zieht, eine Reihe eigentümlicher Klangmischungen aufweisend, am Ohr der Zuhörer vorüber, ohne irgend ein beachtenswertes Thema zum Ausdruck gebracht zu haben, wenn ihr auch stellenweis zarte und melodiöse Ton⸗ wirkungen nicht abgesprochen werden können. Bei weitem lebhaftere Klangfarben und ausgesprochenere Eigenart wies dagegen die andere für zehn Bläser gesetzte Birdsche Neuheit auf. Sie sprach daher auch, namentlich in dem recht geschickt angelegten Scherzo, viel mehr an, sodaß ihr eine recht warme Aufnahme zuteil wurde. Zwischen beiden sang Fräulein Agnes Leydhecker, von Herrn Eduard Behm vortrefflich begleitet, eine Reihe Brahmsscher Lieder, wobei ihre warme, kraftvolle Stimme angenehm wirkte, während ewisse gesangtechnische Mängel und namentlich die fast unverständliche Russpracge den Eindruck erheblich störten. Mit großem Liebreiz trug b. das Lied „Sandmännchen“⸗ vor und erzielte hierbei den größten eifall.

Der 6. Symphonieabend der Königlichen Kapelle am Fre wurde von dem Stadtmusikdirektor in Hagen Robert

augs geleitet. Man sah dem Konzert mit um so größerer Spannung entgegen, als Felix Weingartner nunmehr leider entschlossen ist, von der Leitung dieser Konzerte endgültig zurückzutreten und die Frage nach einem Ersatz dieses hervorragenden Dirigenten dringend, geworden ist. Herr Laugs hatte die Faustouvertüre von Wagner, die Ouvertüre zum „Oberon“ sowie die fünften Symphonien von Brahms und Beethoven auf das Programm gesetzt und zeigte sich im allgemeinen als tüchtiger Musiker und sicherer Dirigent. Wenn die Effekte gelegentlich zu scharf berausgearbeitet erschienen und die Ausführung im einzelnen verwischt wurde, so liegt das wohl in erster Linie daran, daß der Dirigent nicht gewohnt war, ein so fein durchgebildetes Orchester, wie die Königliche Kapelle, zu leiten. Unter diesen Umständen kamen die temperamentvollen, straff⸗ rhythmischen Partien am besten zur Geltung, während die lyrischen Stellen zum Teil einen Zug ins Weichliche aufwiesen. Die Sängerin Margarete Altmann⸗Kuntz aus Straßburg i. E. brachte sich, gleichfalls am Freitag, mit einem Brahms Liederabend im Sgal Bechstein wieder in Erinnerung. Die Stimmbildung zeigte sich, wie schon früher, tadellos; nur scheint der Klang der schönen Altstimme an Frische etwas eingebüßt zu haben. In geschmackvoller, gut empfundener Weise kamen auch verschiedene, seltener gehörte Ge⸗ sänge von Brahms zu Gehör, sodaß das Interesse allseitig lebendig erhalten wurde. Dr. Gustay Altmann führte die Be⸗ leitung am Klavier mit musikalischem Feingefühl durch. Frich Hanfstaengl aus München hatte an demselben Freitag in der Singakademie für seinen dunkel gefärbten Bariton ein aus⸗ schließlich schwermütiges Programm gewählt; den getragenen Gesangs⸗ weisen entsprach denn auch das etwas schwerflüssige Drgan am besten; auffallend zart und schön kamen zum Teil die mit halber Stimme ge⸗ sungenen Schumannlieder zum Ausdruck. Die eingeflochtenen neuen Gesänge des Klavierbegleiters Richard Trunk gaben sich recht stimmungsvoll, ohne eigentlich neu zu wirken. Gleichzeitig konzertierte im Theatersaal der Königlichen Hoch⸗ schule für Musik das beliebte Brüsseler Streichqguartett mit alter Frische und Freudigkeit. Zunächst wurde Beethovens Streichquartett (Op. 18) in G.Dur stilistisch sehr feinsinnig wieder⸗ gegeben, namentlich das Scherzo und den Schlußsatz dürfte man wohl kaum besser je gehört haben. An zweiter Stelle stand eine neue Tonschöpfung des immer interessierenden Klaviervirtuosen von Dohnänhi, gleichfalls ein Quartett, (Op. 15 in Des⸗Dur), das sich wesentlich von anderen Arbeiten dieses Komponisten hervorhob. Schien es doch, als ob das sonstige stürmische Drauflosgehen des impulsiven Künstlers eine Läuterung erfahren hätte. Ein klangvolles Andante machte den Anfang, dem ein etwas robustes Presto folgte, mit dessen etwas bizarren Tonfiguren man freilich nicht immer einverstanden sein konnte. Klassische Schönheit zeigt aber der Schlußsatz, in dem das zwischen Geige und Viola zwiegesprächsartig fließende melodische Thema in ein zartes Adagio ausmündet. Lebhafter Beifall wurde der Komposition, wie auch deren ausgezeichneter Vorführung zu teil. Das den Schluß den Abends bildende, hier oft gehörte, etwas massige Klavierquintett in F⸗Moll von Brahms wäre wesentlich wirksamer gewesen, wenn der am Flügel sitzende Herr Otto Voß seinen Part etwas weniger oberflächlich durchgeführt hätte.

Am Sonnabend gab der Professor Robert Hausmann in dem dicht gefüllten Saale der Singakademie ein Konzert mit dem von Herrn Dr. Kunwald geleiteten Philharmonischen Orchester Der Meister des Violoncello hatte zwei junge, ihm ebenbürtige Musiker zur Mitwirkung herangezogen: er spielte mit dem trefflichen Geiger Herrn Karl Klingler das Brahmssche Doppelkonzert und beide vereinigten sich nachher mit dem ausgezeichneten 12 Herrn von Dohnanyi zur Aus⸗ führung des Beethovenschen Tripelkonzerts. Es bedarf kaum besonderer Erwähnung, daß der Vortrag den Werken in jeder Hinsicht gerecht wurde; namentlich das Brahmssche Doppel⸗ konzert, das sonderbarerweise gelegentlich noch immer als „spröde“ bezeichnet wird, kam zu schönster Wirkung. Nach diesem gehaltvollen Werke hatte ein neues Konzertstück g. Violoncello mit Orchester⸗ begleitung (D⸗Dur) von E. von Dohnaͤnpi einen schweren Stand. Es enthält solide Arbeit und bietet dem Solisten namentlich im letzten Teile dankbare Aufgaben, aber kurzweilig ist es nicht und tiefer zu erregen vermag es noch weniger. Im Beethovensaal konzertierte gleichzeitig das „Hekking⸗Trio“ mit gewohntem Erfolge. Die aus den Siegel 8 ioline), Adler (Klavier) und Hekking (Violoncello) zusammengesetzte junge Kammermusikvereinigung, die sich in verhältnismäßig kurzer Zeit bereits einen ehrenvollen Plat im hiesigen Musikleben erworben at, brachte Mozarts G⸗Dur⸗Trio und das in A.Moll von Tschatkowsky in ihrem bewährten, trefflichen Zusammenspiel und mit derihr eigenen, klaren, wohlabgewogenen Phrasierun Die Violinetrat freilich 2in der erstgenannten Komposition etwas zu sehr hervor, fügte 86 aber in dem A⸗Moll⸗ Trio dem Ensemble wieder völlig ein. Herr Hekking entzückte be⸗ Zwischen beiden