1908 / 139 p. 3 (Deutscher Reichsanzeiger, Mon, 15 Jun 1908 18:00:01 GMT) scan diff

FTheater und Mu 1 Ojean, teils von Südeuropa heranzogen, brachten im letzten The drittel ausgebreitete Regenfälle mit zahlreichen Zewitleht von denen „„Im Königlichen Opernhause fndet morgen eine Auf⸗ in den Tagen vom 22. bis 24. fast ganz Norddeutschland betroff Ee. I als ö wurde. Am Monatsschluß rief dann ein 88 Ostseeprovinzen bedeckendes r . 1 bi chl G den Landgrafen Knüpfer, die Venus Frau Plaichinger. In Hochdruckg mit südöstlichen Winden allgemeine Aufheiterung und

der Rolle des Wolfram gastiert Herr Josef Schwarz von der Volks⸗ siarke G 8 Ln oper in Wien. Walter: Herr Jörn. Biterolf: Herr Krasa. Hirten⸗ knabe: Fräulein Martick. Dirigent: Herr von Strauß.

Im Königlichen Schauspielhause gelangt morgen

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ppoon Adolf von Hildebrand, die Bronzetafel mit dem Proff öildnis der Frau Giulietta von Mendelssohn. Freilh keine genügende Vertretung des großen Meisters, aber wie schlicht und vornehm wirkt diese Art der Porträtierung in der knappen und doch vielsagenden Anordnung, dem Verzicht auf alles störende Beiwerk, dem ruhigen und harmonischen Fluß der Linien, in dem kein deutscher Bildner debrand übertrifft. Aus Dresden kommt die sehr anmutige und zierliche Marmorfigur eines knienden nackten Mädchens von Peter Pöppelmann, für einen Brunnen bestimmt, wie so viele andere

der bereits vermerkten plastischen Kunstwerke. Karlsruhe ist durch die 2 8 3 bereits genannten Albiker und Gerstel, Stuttgart durch Alfred Shakespeares „Hamlet“ zur Aufführung; den Hamlet spielt zum

Lörcher mit einer guten weiblichen Büste vertreten. Ein ersten Male Herr Staegemann; Claudius: Herr Pobl; Polonius: Wiener, Josef Unterholzer, zeigt zahlreiche Bronzeplaketten, die vrr Esgelings Horatio: hö“ Herr Boettcher:; ein gutes Studium der vorbildlichen Werke dieser Gattung aus dem XV. Gertrud st; Herr Kraufn jin ge⸗ 238— Herr Mannstädt; Jahrhundert verraten. Hermann Haller in Rom, ein Schweizer, er 8 de: Frau Mever; Ophelia: Fräulein Wachner.

wenn ich mich nicht irre, veranschaulicht in einem stehenden Mädchen er Hofopernsänger Hermann Jadlowker vom Hoftheater aus Peperin und einem weiblichen Kopf in Terracotta am deutlichsten in H ist, „W. T. B. Irfolse⸗ GE Gastspiel jene stilbildenden Tendenzen, von denen in der Einleitung die Rede öniglichen S e in teh 1 ½ engagiert war, und die sich so eng mit der Kunstrichtung des gleschfalls ver⸗ dircekt m B woch, 7 ½ 8 ½: 8 vges tet . Musik⸗ tretenen Parisers Ariste Maillol berühren. Eigentümlich ist allen or Bernh. Irrgang in der St. Marienkirche das vorletzte

- gern 1 5 kung von Frl. Janka Major diesen Werken die Vorliebe für eine silhouettenartige Wirkung und eine Orgelkonzert, unter Mitwir 1 mehr andeutende als durchgeführte Modellierung. Kein größerer (Sobran), Frl. Julia Michaels (Alt), des Kgl. Kammermusikers

Gegensatz läßt sich ersinnen als Rodins Bildnisbüste der „Madame Hans Diestel (Violine) und des Herrn Leo Zelenka⸗Lerando (Harfe). degee⸗ 2 Reize einer mehr als virtuosen Be⸗ 2 a. Se tionen von Bach, I.“ S. Karg⸗Ehlert, handlung gerade des Hautlebens. 1 23. Psalm von Liszt für Sopran, Harfe und Orgel. Der Eintritt Es wurde sodann folgende Resolution gefaßt: ist frei. „Der Deutsche Heewe n -e. wettonal poltti 6 8 also vaterländischer Verein, der über den gensätzen der eien 8 8 Mannigfaltiges. und Konfessionen steht und daher keine Parteipolitik treibt. kriminalistischen Vereinigung, die am 11. und 12. Juni in

61 . Verständnis für die Notwendigkeit einer starken Flotte im Volk z. Posen ihre 12. E1““ abhielt, um über die „Stellung Berlin, 15. Juni 1908. 2

stärken, sieht der Deutsche Flottenverein seine vornehmste Aufgabe und Aufgabe der Polizei im Strafverfahren“ und über das „Ver—. In Grünau fand gestern nachmittag die des darin, die Betätigung des Nationalgefühls zu heben. Der Deutsche fahren gegen jugendliche Verbrecher“ zu verhandeln, hat bezüglich des Berliner Regattavereins statt. Es hatten sich 39 Vereine mit Flottenverein nimmt für sich das Recht in Anspruch, zur Frage des ersten Beratungsgegenstandes, der Stellung und Aufgabe der 164 Booten zur Teilnahme gemeldet. Nach dem ersten Rennen er⸗ schnelleren Ausbaues der Flotte selbständig Stellung zu nehmen.“ Polizei im Strafverfahren, die folgenden, von dem Bericht⸗ schien an Bord der „Alexandria’“ Seine Majestät der Kaiser An Seine Majestät den Kaiser und König wure erstatter Staatsanwalt Dr. Wulffen (Dresden) aufgestelltens und König. An Bord befanden sich ferner Ihre Königliche Hohbeit folgendes Huldigungstelegramm gesandt: 1 Leitsätze angenommen: „1) Die Vornahme der Ermittelungen, ins⸗ die Prinzessin Victoria Luise, Ihre Hoheit die Prinzessin Alexandra „Eurer Kaiserlichen und Königlichen Majestät bringen die in besondere die Vernehmung der Beschuldigten, Zeugen und Sach⸗ zu Schleswig⸗Holstein⸗Sonderburg⸗Glücksburg und Ihre König Danzig zur 8. ordentlichen Haupwersammlung zusammengetretenen verständigen sollen in der Regel durch die Staatsanwaltschaft selbst lichen 8 die Prinzen August Wilhelm und Oskar, ferner Mitglieder des Deutschen Flottenvereins ihre alleruntertänigsten bezw. unter ihrer Leitung durch ihre juristischen oder kriminal⸗polizeilichen der inister der geistlichen, Unterrichts, und Medizinal- Huldigungen dar. Unverrückbar verfolgt der Verein das Ziel, unser Hülfsarbeiter erfolgen. 2) Die erforderlichen Polizeibeamten sollen angelegenheiten Dr. Holle, die Admirale von Hollmann und Vaterland in den Besitz einer Flotte zu setzen, welche den für seine der Staatsanwaltschaft mit Disziplinargewalt des Ersten Staats, von Müller und das Gefolge. Die „Alexandria- ging sofort Wohlfahrt nötigen Frieden sichert.. anwalts in Anlehnung an die Verhältnisse in Baden unterstellt zum Start hinunter und begleitete den Kaiservierer. Es „Dem General Keim wurde in einem Telegramm für seine bis⸗ werden. 3) Die Exekutivbeamten der Kriminalpolizei sind in der starteten der Berliner Ruderklub „Hellas“, der Berliner Ruder⸗ herige Tätigkeit an der Spitze des Vereins herzlicher Dank über⸗ 16 Strafgesetzgebung, der Kriminaltaktik, der Kriminaltechnik und, soweit verein „Allemannia“ und der „Berliner Ruderklub'. Der Klub mittelt. Als Ort für die Hauptversammlung im Jahre 1909 wurde es ihrer allgemeinen Bildung entspricht, auch in der Kriminalpsycho⸗ „Hellas“, der schon 1906 und 1907 den silbernen Pokal Kaiser Nürnbervg festgesetzt.

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Erste Beilage sanzeiger und Königlich Preußischen Staatsanzeiger.

. .“ Danzig, 14. Juni. (W. T. B.) In der heutigen Haupt. Berlin, Montag, den 15. Juni.

versammlung des Deutschen Flottenvereins wurde S Durchlaucht der Fürst Otto zu Salm⸗Horstmar zum Präsidenten gewählt; falls dieser die Wahl nicht annimmt, soll der Großadmiral von Köster als gewählt gelten. Zu Mitgliedern des Präsidiums wurden gewählt: Erzellenz von Liebermann⸗Cassel, Erster Vizepräsident. s 2v3. 8 1 Kontreadmiral 1b

eber⸗Berlin, vorsitzender äftsführer; Major warzzenberger⸗ 8 8 1 8 1 Danzig, stellvertretender vorsitzender Geschäftsführer; Bankier von ier mittel gut öev unr

eydt⸗Berlin, Hauptschatzmeister; Geheimrat von Pflaum. Stuttgart, .

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erster Beisitzer; Direktor Schweckendieck⸗ Darmstadt, Zweiter Beist Dr. Merck⸗Darmstadt, Dritter Beisitzer; Landgerichtspräsident Klein⸗ Bonn, Vierter Beisitzer; Exzellenz von der Planitz⸗Dresden, Fünfter Beisitzer; Kommerzienrat Schilbach⸗Greiz, Sechster Beisitzer; Re⸗ gierungsrat Thöne⸗Hannover, Siebenter Beisitzer, und Regierungzsrat Schmitz⸗Hamburg, Achter Beisitzer.

(Preis unbekannt)

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Hinsichtlich des Verfahrens gegen jugendliche Verbrecher hat die deutsche Landesgruppe nachstehende Thesen zu ihrem Beschluß erhoben: „I. Vor der allgemeinen Reform des Strafrechts und des Strafprozesses ist das Strafrecht, das Strasverfahren und die Strafvollstreckung gegen Jugendliche durch ein Spezialgesetz zu regeln. II. Dieses Spezialgesetz soll folgende besondere Einrich⸗ tungen treffen: 1) Dem Richter ist möglichst weitgehender Spiel⸗ raum zu lassen, bei der Aburteilung von Jugendlichen auf die im Einzelfalle geeigneten Maßnahmen zu erkennen, und zwar auf Erziehungsmaßregeln, Bewahrung, Strafe und Haftbarmachung der Gewalthaber der Kinder allein oder in Verbindung miteinander. 2) Die Aburteilung Jugendlicher ist den Jugendgerichten zu übertragen. Ihnen sind in größeren Bezirken besoldete Für⸗ sorger beizuordnen. Das Legalitätsprinzip ist im Verfahren egen Jugendliche erheblich einzuschränken. 3) Eine Zentrali⸗ sohon der Tätigkeit der Fürsorgevereine nach dem orbilde der westfälischen Fürsorgeausschüsse in ihrer jetzigen Gestaltung ist geeignet, unnötige Gerichtsverhandlungen gegen Jugendliche im Alter vom vollendeten 12. bis zum vollendeten 14. Lebenjahre zu ver⸗ hüten und vorbeugend zu wirken. 4) Eine besondere Gestaltung

der Untersuchungshaft, insbesondere durch Stellung der jugend⸗ lichen Angeklagten unter Obhut von Fürsorgevereinen ist ge⸗ boten. 5) Freiheitsstrafen gegen Jugendliche sollen in be⸗ sonderen, nur für Jugendliche bestimmten Anstalten nach pro⸗ gressivem System unter Ausgestaltung der vorläufigen Entlassung als Maßregel des Strafvollzugs vollstreckt werden. 6) An der Aufsicht über den Strafvollzug und über die Ausführung der Besserungsmaßnahmen sind die Jugendrichter zu beteiligen. 7) Die Kinder und Jugendlichen sind durch Strafvorschriften gegen Ver⸗ wahrlosung, Ausbeutung und Mißbrauch ihrer Arbeitskraft sowie gegen Mißhandlungen zu schützen. 8) Eine vollständige Rehabilitation soll eintreten, wenn der verurteilte Jugendliche innerhalb der für die Strafvollstreckung geltenden Verjährungsfristen nicht aufs neue ver⸗ urteilt worden ist.“

In Weimar begann am Sonnabend die diesjährige General⸗ versammlung der Goethegesellschaft, der Seine Königliche Hoheit der Großherzog beiwohnte. Der Vorsitzende, Professor

r. Erich Schmidt⸗Berlin leitete die Verhandlungen, begrüßte die Erschienenen und gedachte der im letzten Jahre verstorbenen Mit⸗ glieder, unter denen sich die Ehrenmitglieder, Seine Königliche Hoheit der Großherzog von Baden und der Professor Kuno Fischer⸗Heidelberg, befanden. err von Goeckel erstattete Bericht über die Tätigkeit der Gesellschaft im verflossenen Jahre. Die Mitgliederzahl hat sich vermehrt. Das Grab der Frau von Stein in Weimar, das durch Verkehrspläne bedroht erschien, ist wiederhergestellt worden und soll mit einem von dem Weimarer Bildhauer Donndorf geschaffenen

Marmorrelief geschmückt werden. Das Grab der Corona Schröter in Ilmenau wird in diesem Jahre würdig bergestellt werden. Den Festvortrag hielt der Professor Dr. Albert Köster über „Goethe

Friedrichs gewonnen hatte, wurde auch in diesem Jahre mit 7 Minuten 42 % Sekunden Erster. Die Kaiserliche Dampfjacht begleitete dann auch den zweiten Achter, in dem der „Spindlersfelder Ruderverein von 1878“ siegte, und machte abermals am Pavillon fest. Seine Majestät der Kaiser händigte den Siegern des Kaiservierers selbst den Preis aus. Inzwischen hatten die 6 für den Akademischen Vierer um den Wanderpreis Seiner Majestät gemeldeten Boote gestartet. Hier siegte das Boot des „Akademischen Rudervereins Hannover“. Das Siegerboot legte sich auf Allerhöchste Anordnung längsseit der „Alexandria“, und Seine Majestät reichte der Mannschaft selbst den großen silbernen Pokal ins Boot. Unter dem Hurra der Menge dampfte dann um 5 ½ Uhr die „Alexandria“ nach Berlin zurück.

Ueber die Witterung im Monat Mai 1908 berichtet das Königliche Meteorologische Institut auf Grund der angestellten Beob⸗ achtungen: Starke Temperaturschwankungen und die Hänufigkeit ergiebiger Regenfälle waren für die Witterung des diesjährigen Mai bezeichnend. In schroffem Gegensatz zu den ersten Tagen des Monats, in denen das Thermometer sich vielfach, selbst im Westen, dem Gefrierpunkte näherte und im Nordosten sogar stellenweise um mehr als 4 Grad darunter hinabging, standen die letzten Tage, die überall Temperaturen von mehr als 25, ja mehrfach über 30 Grad brachten. Im Gesamtdurchschnitt war es durchweg zu warm, in Schlesien bis zu 2 ½ Grad. Meist herrschte starke Be⸗ wölkung; infolgedessen blieb fast überall die Sonnenscheindauer hinter den normalen Werlen zurück. Verhältnismäßig groß war die Häufig⸗ keit der Gewitter, insbesondere um die Mitte der ersten und in der letzten Dekade; mit ihnen verbanden sich, teilweise von Hagel begleitet, ergiebige Regenfälle; doch fanden diese auch in der Zwischenzeit häufig statt, so daß der Monat in seinem ganzen Verlaufe sehr reich an starken Niederschlägen war. Die normale tenmenge wurde im ganzen Gebiete, und zwar meist um erhebliche Beträge, überschritten; an vielen Stellen wurde das Doppelte, vereinzelt sogar das Dreifache gemessen. Die für die Gestaltung des Wetters in Mitteleuropa maßgebenden Luft⸗ druckverhältnisse wiesen eine außerordentliche Mannigfaltigkeit auf, und zwar nicht allein hinsichtlich der allgemeinen Luftdruckverteilung, sondern es waren auch mehrfach Hoch⸗ und Tiefdruckgebiete kleineren Umfanges von bestimmendem Einflusse auf ihre nähere Umgebun

sodaß zu gleicher Zeit in verschiedenen Teilen Norddeutschlands die Witterungs⸗, namentlich die Temperaturverhältnisse sich ganz ver⸗ schieden gestalteten. Im Anfange des Monats bedeckte hoher Druck das nordwestliche und mittlere Europa und das Wetter war meist trocken; nördliche Winde führten am 3. allgemeine Abkühlung, im Nordosten sogar Frost und Schneefälle herbei; nur im Südwesten brachte ein Teilminimum Erwärmung, itter und Regen. In der Folgezeit stand die Witterung unker dem Einfluß ozeanischer Depressionen, von denen Teilminima mehrfach nach Norddeutschland eindrangen; es herrschte deshalb andauernd regnerisches Wetter mit verbreiteten Ge⸗ wittern. Auch das hohe Maximum, das am 17. von Südwesten her sich über Mitteleuropa ausdehnte und stellenweise Aufheiterung hervor⸗ rief, wurde alsbald wieder durch eine von Nordwesten vordringende

Lauchstädt bei Merseburg, 13. Juni. (W. T. B.) Heute eu⸗ folgte hier in feierlicher Weise die Wiedereröffnung des Lauch⸗ städter Klassikertheaters. Nach einem Prolog Wildenbruchs, der von Eduard Weiser⸗Weimar in der Maske eines trauernden Barden gesprochen wurde, folgte eine Aufführung von Goethes „Iphigenie“, die bei der geladenen Zuhörerschaft außerordentlichen Beifall fand. Amanda Lindner⸗Berlin spielte die Iphigenie, Rudol⸗ Christians den Orest, Hermann Boettcher den Pylades und Wilheln Diegelmann den König Thoas. Die Regie lag in den Händen des Hofrats Richards⸗Halle. Der Aufführung wohnten viele Theater⸗ direktoren und Kritiker auswärtiger Zeitungen bei.

Frankfurt a. M., 13. Juni. (W. T. B.) Der inter⸗ nationale Kongreß für Rettungswesen wurde heute vor⸗ mittag geschlossen. Es wurde noch der Beschluß gefaßt, den Inter⸗ nationalen Kongreß für Rettungswesen zu einer dauernden Einrichtung unter den Kongreßstaaten zu machen und ihn alle fünf Jahre abzu⸗ halten. Die Einladung der Stadt Wien für das Jahr 1913 wurde mit großem Beifall aufgenommen. Schließlich wurde noch beschlossen aus den Vertretern aller Staaten ein ständiges internationales Komitee für Rettungswesen zu gründen.

London, 13. Juni. (W. T. B.) Ein Zug von zehntausend Frauen mit Fahnen und Musikkorps zog heute vom Themseufer Albert⸗Hall, um den „Wahlrechts⸗Sonnabend“ zu feiern. Die Kundgebung, die ein außerordentlich belebtes Bild bot, wurde von mehreren Damen der Gesellschaft geleitet; unter den Teilnehmerinnen befanden sich Vertreterinnen der bildenden Künste und der Mustk Schriftstellerinnen und Aerztinnen, neben Fabrikarbeiterinnen umn Dienstmädchen. In der Albert⸗Hall wurden leidenschaftliche Reden g Gunsten des Frauenstimmrechts gehalten.

Zaragoza, 14. Juni. (W. T. B.) Der König traf hier zur Eröffnung der französisch⸗spanischen Ausstellunzg ein und stieg im erzbischöflichen Palais ab. Der Bürgermeister ü;ben reichte ihm eine aus Anlaß der Jahrhundertfeier der Belagerung da Stadt geprägte Erinnerungsmedaille. Der König wohnte dann der Enthüllung eines zum Gedächtnis des Unabhängigkeitskrieges errichtete Obelisken bei. Dem König wurden von der Studentenschaft und von einer ungeheuren Menschenmenge begeisterte Huldigungen dargebracht Nach einem Tedeum in Nuestra Seüora del Pilar kehrte der König zu Fuß ins Palais zurück. Der Bürgermeister verlas unter den Jubel der Menge ein Königliches Dekret, durch das Zaragoza zur um⸗ sterblichen Stadt erklärt wird. . 8

(Fortsetzung des Nichtamtlichen in der Er Zweiten Beilage)

und sein Publikum“.

Depression seines Einflusses beraubt, und Depressionen, die teils vom

Aönigliche S us. 156. Abonnementsvorstellung. Dienst⸗ und reiplätze sind aufgehoben. Tannhäuser und der ängerkrieg auf Wartburg. (In der vom Komponisten revidierten Ausgabe.) Romantische Oper in 3 Akten von Richard Wagner. Musikalische Leitung: Herr Kapellmeister von Strauß. Regie: rr Regisseur Dahn. Ballett: Herr Ballettmeister raeb. Anfang 7 Uhr. (Gewöhnliche Preise.) Schauspielbaus. 161. Abonnementsvorstellung. Hamlet, Prinz von Dänemark. Trauerspiel in Aufzügen von Shakespeare. Uebersetzt von A. W. von Schlegel. Regie: Herr Regisseur Keßler. fang 7 ½ Uhr. Mittwoch: Opernhaus. 157. Abonnementsvorstellung. Dienst⸗ und Freiplätze sind aufgehoben. Die Walküre. In 3 Akten von Richard Wagner. Anfang 7 Uhr. (Gewöhnliche Preise.) Scchauspielhaus. 162. Abonnementsvorstellung. Goldfische. Anfang 7 ½ Uhr.

Heutsches Theater. Dienstag: Vaudeville⸗

Ensemble Arnold⸗Waßmann. Gastspiel Fedäk. Die

Brettlgräsin. Anfang 7 ½ Uhr. 8 Mittwoch und folgende Tage: Die Brettlgräfin.

Kammerspiele.

Dienstag: Ensemble Berthold Held. Der Tugend⸗ wächter. Hierauf: Im Unterseeboot.

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Lessingtheater. Dienstag, Abends 8 Der Raub der Sabinerinnen. Mittwoch, Abends 8 Uhr:

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(Direktion: Alfred 1 1 Nene Cemic sle;. Halm) Diensteg Mittwoch und folgende Tage: Raffles.

Schillertheater. 0. (Wallnertheater.) Morwitz⸗Oper. Dienstag, Abends 8 Uhr: Die Afrikanerin. Große Oper in 5 Akten von Giacomo

Mittwoch, Abends 8 Uhr: Der Freischütz. Donnerstag, Abends 8 Uhr: . b

enburg. eer. Abends 8 Uhr: Fedor von Zobeltitz. 3

folgende Tage: Die Dollar⸗

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Freitag: Tiefland. Sonnabend: Carmen.

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Thaliatheater. Dienstag, Der Selbstmörderklub.

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Mittwoch, Abends 8 Uhr: Ohne Geläut. Donnerstag, Abends 8 Uhr: Der Herr Ministerial⸗

Komische Oper. Dienstag, Abends 8 Uhr:

Donnerstag: Die Fledermaus.

Theater des Westens. (Station: Zoologischer Garten. Kantstraße 12.) Dienstag, Abends 8 Uhr:

Mittwoch bis Sonnabend: Ein Walzertraum. Lustspielhaus. (Friedrichstraße 236.)

stag, Abends 8 Uhr: Die blaue Maus. 8 Mittwoch bis Sonnabend: Die blaue Maus.

Abends 8 Uhr: Mittwoch und Donnerstag: Der Selbstmörder⸗ Freitag: Zum ersten Male: Der Mann mit Sonnabend: Der Mann mit dem Monoele. und e

Trianontheater. (Georgenstraße, nahe Babnbef

rer ) Dienstag, Abends 8 Uhr: Gaf⸗ piel des Wiener Ensembles. Die Frau B Mittwoch und fol Tage: Gastspiel des Wiene Ensembles. Die Baronin.

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Familiennachrichten.

Verlobt: Frl. Annaluise von Jagow mit He uptmann Vogel von Falckenstein (Rühstädt otsdam). 9 Verehelicht: Hr. Konrad von Jachmann mit Frl. Anna König (Berlin). Gestorben: Hr. Oberstleutnant a. mann (Naumburg a. S.). Hr. Otto bos ordan (Bonn). 8 Vizeadmiral Mathlͤe von Werner (Wiesbaden).

Diens⸗

Verantwortlicher Redakteur: Direktor Dr. Tyrol in Charlottenburs.

Verlag der Expedition (J. V.: Koye) in Berli

Druck der Norddeutschen Buchdruckerei und Verl⸗ Anstalt Berlin 52 Lucidrlclftraßhe Nr. 32. Sehn Beilagen

(einschließlich Börsen⸗Beilage), (13409

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