In der morgen im Königlichen Opernhause stattfindenden 1 von „Lohengrin“ sind in den Hauptrollen beschäftigt: keblad, Frau Goetze und die Herren Grüning, Bachmann, und Krasa. Die musikalische Leitung hat der Kapellmeister von Strau Friedrich Hebbels deutsches Trauerspiel „Agnes Bernauer’ wird demnächft wieder in den Spielplan des Königlichen Schauspiel⸗ auses aufgenommen und in teilweise neuer Besetzung einiger auptrollen am 31. d. M. unter der Regie des Herrn Patry in Szene gehen. Fräulein 8 spielt die Agnes Bernauer, die Rolle des Albrecht gibt zum ersten Male Herr Staegemann, Herr Mannstädt die des Grafen Dörring. In den übrigen Hauptrollen sind die Herren Molenar, Oberländer, Kraußneck, Vollmer und Böttcher be⸗ schäftigt. — Morgen, Dienstag, wird Shakespeares „Richard der Zweite, mit Herrn Staegemann in der Titelrolle, aufgeführt. Außerdem sind die Herren Molenar, Nesper, Kraußneck, Arndt, Pohl, Geisen⸗ dörfer und Fräulein Wachner beschäftigt. b In der morgigen Aufführung von „Rigoletto“ im Neuen Könkglichen Operntheater, in der Herr Florencio Constantino sein auf zwei bis drei Abende bemessenes Gastspiel als Herzog beginnt, wird die Titelpartie Herr Joseph Schwarz von der Volksoper in Wien, die Gilda Frau Heymann⸗Engel und die Magdalene Fräulein Bondy singen; die übrige Besetzung ist dieselde wie bei der ersten Aufführung. Das Neue Schauspielhaus eröffnet seine Winterspielzeit am Dienstag, den 1. September, mit Ernst von Wolzogens 8 „Die Kinder der Exzellenz“, in dem der jugendliche Liebhaber Hermann Romberg sein Engagement antritt. Am 3. September folgt Hebbels Judith“, mit Gertrud Arnold in der Titelrolle, und am 5. September, in neuer Einstudierung, „Faust“ (I. Teil), mit Charlotte Maren als Gretchen, Hans Siebert als Faust und Adolf Klein als Mephistopheles. Außerdem werden für den kommenden Monat Sardous „Rabagas“, ein Werk Esmanns und Wilhelm Jordans „Durchs Ohr“ vorbereitet. Im Lessingtheater sind die Proben zu Tolstois Drama Die Macht der Finsternis“, das aus Anlaß des 80. Geburtstages Tolstois neu einstudiert wird, in vollem Gange; die erste Aufführung urde auf Sonnabend, den 5. September, angesetzt.
Das Neue Theater hat die dreiaktige Komödie „Prince d'Aurec“ von Henri Lavedan zur Aufführung angenommen. Henri Lavedan, Mitglied der französischen Akademie, kommt hiermit zum
sten Male in Berlin in deutscher Sprache auf die Bühne.
Im Residenztheater findet die 100. Vorstellung des Schwanks
Der Floh im Ohr“ zum Besten der durch den Brand in Donau⸗ eschingen Geschädigten statt.
163
Mannigfaltiges. Berlin, 24. August 1908.
Das Reichskomitee zur Aufbringung einer Ehrengabe für den Grafen von Zeppelin hat dem Grafen wiederum eine Ueberweisung von 100 000 ℳ gemacht.
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8 In Verbindung mit der am 26. und 27. August d. J. statt⸗ findenden Evangelisch⸗lutherischen Konferenz innerhalb der preußischen Landeskirche (Augustkonferenz) findet eine große Evan⸗ elisationsversammlung am Donnerstag, den 27. August, bends 8 Uhr, im großen Saale des Gemeindehauses der Ver⸗ öhnungskirche (Bernauerstraße 4), statt. Ueber das Thema: „Ein evangelischer Christ“ wird zuerst der Oberkonsistorialrat D. Keßler sprechen. Weitere Reden halten der Pastor Kohlweyer und Missionsdirektor Wilde. Der Zutritt steht jedermann frei.
Die Freibibliothek und Lesehalle in Frankfurt a. M. warde im Jahre 1907 besonders stark in Anspruch genommen. Die Zahl der Neuanmeldungen zur Bücherentnahme in die Wohnung betrug 2163 gegen 1992 im Vorjahre, die der Gesamtanmeldungen seit Eröffnung der Bibliothek im Jahre 1894 rund 23 000. In der Zentrale wurden 161 187 Bände ausgegeben, darunter 20 941 populär⸗ wissenschaftlichen Inhalts, in der Filiale Bockenheim 15 676 Bände. Die Musikalien⸗Freibibliothek zählte am Schluß des Jahres 989 Ent⸗ leiher, die 4777 Musikstücke entnahmen. Im ganzen wurden 181 640 Bände außer dem Haus verliehen. Die Lesesäle der Zentrale waren von 126 915 Personen gegen 121 104 im Vorjahre und zwar von 122 844 Männern und 4071 Frauen besucht. Der Schreib⸗ und Arbeitssaal erweist sich schon lange als zu klein, da die hier aufgestellte Handbibliothek bereits über 2000 Bände zählt nd sehr stark benutzt wird. Die Lesesäle in Bockenheim sind nur Abends von 6 bis 10 Uhr geöffnet. Die Frequenz hierug im abge⸗ laufenen Jahre 10 500 Besucher. Die beiden Tauschstellen in Sachsen⸗ hausen werden fleißig benutzt. Der Vorsitzende Dr. Pfungst bedauerte in der Generalversammlung in warmen Worten das Hinscheiden des Philanthropen Charles Hallgarten, der als Mitbegründer der Frei⸗ bibliothek diese alljährlich mit reichen Mitteln unterstützt hatte
1 München, 23. August. (W. T. 99 Der Deutsche Schul⸗ schiffverein hielt heute unter dem Vorsitz Seiner Königlichen 1 des Großherzogs von Oldenburg, seines Protektors, eine diesjährige Mitgliederversammlung ab, zu der unter anderen Ihre Königlichen Hoheiten die Prinzen Ludwig, Rupp⸗ recht und Alfons von Bayern sowie Vertreter der Hansestädte und mehrerer Reichs⸗ und bayerischer Staatsbehörden erschienen waren. In seiner Begrüßungsansprache dankte Seine Königliche Hoheit der Großherzog von Oldenburg den bayerischen Prinzen für
ihr Erscheinen und gab dann einen kurzen Ueberblick über die Ziele des Vereins, wobei er auf die Notwendigkeit der Erbauung eines zweiten Schulschiffes hinwies. Hierauf erstattete der Professor Dr. Schilling den Jahresbericht, aus dem unter anderem hervorgeht, daß in den sieben Jahren des Bestehens des Vereins der Handelsmarine achthundert vollgeschulte Matrosen zur Verfügung gestellt wurden. Nach einem Referat wurde die Erbauung eines zweiten Schulschiffes, auf dem Deckmannschaften für die Dampfer innerhalb 7 Monaten ausgebildet werden sollen, beschlossen. An Seine Majestät den Karser und an Seine Königliche Hoheit den Prini⸗ Regenten Luitpold wurden Huldigungstelegramme gesandt. — Auf dem Festmahl, das die Mitglieder des Vereins Noch⸗ mittags im „Bayrischen Hof“ vereinigte, hielt Seine Königliche Hoheit der Prinz Ludwig von Bavern eine Rede, in der er seinem großen Interesse für die Marine Aus⸗ druck gab und die Bestrebungen der deutschen Küstenländer zu unterstützen versprach. Im Süden, so führte der Prinz weiter aus, verlange man aber auch einen Platz am Wasser, ein Verlangen, das leider sehr unvollkommen erfüllt sei. Bayern habe eine Wasserstraße, sie befände sich aber noch auf demselben Standpunkt wie vor sechzig Jahren. Es fehle an Anschluß, und es sei Bayerns gutes Recht, ihn zu verlangen. Der Prinz fuhr fort: „Wir sind ja ein Reich und bringen gern mit Freuden alle Opfer für das Reich, verlangen aber volle Gegenseitigkeit. Seit Jahren ist der Vertrag geschlossen. Es ist jedoch noch kein Spatenstich geschehen, um den Anschluß herzustellen. Ein preußisches Gesetz besagt: „Kanäle dürfen nicht grbaut werden, bis Binnenschiffahrtsabgaben eingeführt werden.“ Kanäle werden trotzdem gebaut, der Anfang ist gemacht, der Anschluß am Main aber noch in keiner Weise. Nun wissen Sie, daß wir in Bayern uns bereit erklärten, für Schiffahrtsabgaben zu stimmen. Wenn sie nicht zustande kommen, so können wir nichts dafür. Aber wir sind gekränkt, wenn wir aus solchen Ursachen immer hintan stehen müssen. Es ist unglaublich, daß der ganze Südosten von Deutschland vom großen Weltverkehr mit der Ost⸗ und Nordsee ganz abgeschlossen ist. Der Westen hat es gut, er hat den Rhein, der recht gut schiffbar ist bis Mannheim und Ludwigshafen und verhältnismäßig gut schiffbar bis Straßburg und Kehl. Es geht sogar bis Basel hinauf. Wir wären froh, wenn wir so gut daran wären, wie das Schweizerland. Das sind wir leider nicht, und deshalb bitte ich recht sehr, daß die Herren aus dem Norden uns unterstützen, daß endlich dieser Zustand, den wir nicht schön finden, beseitigt wird. Es ist gestern wieder von der Main⸗ linie gesprochen worden. Ich bin froh, daß sie vor 38 Jahren schon beseitigt wurde, möchte aber auch, daß die Mainlinie, die den Norden vom Süden trennt, ebenfalls beseitigt wird. Und es ist eine Kleinigkeit; es fehlt nur das kleine Stück von Offenbach bis Aschaffenburg. Trachten Sie, daß dieses Stück gebaut wird, gleichviel ob Schiff⸗ fahrtsabgaben eingeführt werden oder nicht, und strafen Sie uns Bayern nicht, wenn aus anderem Grund Schiffahrtsabgaben nicht eingeführt werden. Der Gedanke des preußischen Ministers Breiten⸗ bach, einer der großartigsten, die man sich denken kann, will Schiffahrts⸗ abgaben nicht nur 8. Hauptflüsse, sondern auch für Seitenflüsse. Wird das durchgeführt, so können wir die Schiffahrtsabgaben recht gut brauchen, und daß man damit etwas machen kann, davon wissen die Bremer ein Lied zu singen, denen es gelungen ist, durch die Schiffahrtsabgaben auf der Unterweser emporzukommen. Es ist doch eine eigentümliche Erscheinung, daß der Handel in Süd⸗ deutschland so stark zurückging. Das kommt einerseits von der Ent⸗ deckung Amerikas, aber auch von anderen Ursachen: davon, daß, wenn einzelne Flußgebiete ausgebaut werden, ihnen großer Verkehr zu⸗ geschanzt wird und die anderen vollkommen vernachlässigt werden. Auf der Donau war früher ein großer Verkehr, und jetzt geht der Verkehr von der Donaumündung um Europa herum den Rhein hinauf nach Bayern. Das ist eine sehr unnatürliche Sache. Wenn einmal der Anschluß hergestellt ist, dann wird der Verkehr entweder den Rhein hinaufgehen und durch den Main an die Donau, oder wenn der Verkehr da ist, wird man den natürlichen Weg suchen, die Donau hinauf. Jetzt haben wir Regensburg als Endpunkt, und es ist ein ziemlich bedeutender Platz geworden, aber mit den Rheinhäfen läßt es sich nicht vergleichen. Ich will nicht länger sprechen, aber ich wünsche, daß Sie mich in meinen Bestrebungen unterstützen und daß diese neue Kette uns noch enger aneinander fügt und daß dieser Stachel, der ob der Vernachlässigung von Süd⸗ deutschland in manchen von uns ist, von uns genommen wird. Der Anschluß nach Frankfurt ist selbstverständlich das Zunächstliegende, weil er leicht zu bauen ist. Das soll aber durchaus nicht der Schluß sein, sondern Bayern soll direkt an die Weser und Elbe angeschlossen werden. Wenn wir an der Elbe sind, dann haben wir die Verbindung mit dem ganzen Osten des Deutschen Reiches bis an die russische Grenze. Das ist jetzt nicht möglich. An die Weser, das ist der aller⸗ nächste Weg, und ich glaube, die Herren vom Schulschiffverein, vor allem mein sehr verehrter Herr Nachbar (d. j. der Großherzog von Oldenburg), dessen Land an der Weser liegt, wird leicht damit ein⸗ verstanden sein, wenn die Weser nicht ein Sack blelbt, sondern an⸗ geschlossen wird an das ganze Süddeutschland. Rufen Sie mit mir: „Der Deutsche Schulschiffverein, sein hoher Protektor und alle seine Heftrehamoen leben hoch!“ — Mit weiteren Toasten schloß das estmahl.
Hamburg, 23. August. (W. T. B.) Der englische Schatz⸗ kanzler Lloyd George hatte heute vormittag eine längere Be⸗ sprechung mit dem Präsidenten der Seeberufsgenossenschaft über die Einrichtung und den Ausbau dieser Organisation, dann unter⸗ nahm er eine Hafenrundfahrt. Morgen vormittag wird Lloyd George an einem von der Hamburg⸗Amerika⸗Linie ihm zu
Ehren gegebenen Frühstück teilnehmen und hierauf Nachmittags nach —— . von wo er nach kurzem Aufenthalt nach Waken eimkehrt.
Metz, 23. August. (W. T. B.) Amtlich wird gemeldet: Bei der Einfahrt des Personenzuges 1000 von Woippy in den Haupt⸗ bahnhof Metz wurde heute nacht 12.40 die Maschine von zwei auf einem Nebengleis vorfahrenden Maschinen seitlich ge⸗ facht⸗ Personen sind nicht verletzt. Der Betrieb wurde nicht gestört.
Wien, 22. August. (W. T. B.) Zur Förderung des 1910 in Paris stattfindenden dritten internationalen Kongresses für Schulhygiene entstand hier unter dem Ehrenpräsidium der Minister Freiherr von Bienerth, Dr. Marchet und Dr. Geßmann ein großes Patronagekomitee.
Wien, 23. August. (W. T. 8 Nach Blättermeldungen aus Krakau stieß der Orientexpreßzug gestern in der Station Ropezyce mit einem Güterzug zusammen, wobei neun Per⸗ snen schwer verwundet wurden. Der Expreßzug traf mit drei⸗ tündiger Verspätung in Krakau ein.
Zara, 23. August. (W. T. B.) Das Panzerschiff „Wien“ ist gestern abend beim Einlaufen in den Hafen von Lesina auf eine Felsenbank aufgefahren.
Konstantinopel, 24. August. (W. T. B.) Nach einer Mel⸗ dung des Wiener K. K. Telegr.⸗Korresp.⸗Bureaus brach gestern nach⸗ mittag in Stambul ein Brand aus, der eine sehr große Aus⸗ dehnung annahm. Alle Hügel Stambuls waren in Rauch gehüllt. Das Feuer brach um zwei Uhr Nachmittags aus und dauerte bis drei Uhr früh. Etwa dreißig türkische Stadtviertel sind gänzlich niedergebrannt. Die Zahl der eingeäscherten Häuser ist unbekannt. Die Blätter schätzen sie auf einige Tausend. Die Bazare und mehrere Moscheen sind vernichtet. Mehrere tausend Familien sind obdachlos. Es heißt, einige 1““ hätten bei dem Brande das Leben ein⸗ gebüßt.
Bergen, 23. August. (W. T. B) Der Dampfer „Folge⸗ fonden“, der Hardanger⸗Söndhordländischen Dampfergesellschaft gehörend, ist gestern abend bei Skaanewik auf Grund geraten und binnen drei Minuten gesunken. Es verlautet, daß 85 Reisende an Bord gewesen seien, von denen 30 Personen ertrunken sein sollen. Bis jetzt sind 15 Leichen geborgen, darunter fünf von der Besatzung.
Kopenhagen, 23. August. (W. T. B.) Die „Danmark’“⸗ Expedition traf heute vormittag hier ein. Als das Schiff bei Toldboden vor Anker gegangen war, ging der Ministerpräsident an Bord, bewillkommnete die Mitglieder der Expedition und überbrachte ihnen den Gruß des Königs. Nachdem der Führer des Schiffes Trolle gedankt hatte, begaben sich die Mitglieder der Expedition an Land, wo sie von einer vieltausendköpfigen Menge mit Hochrufen begrüßt und mit Blumen überschüttet wurden. Nach⸗ mittags fand in der Universität eine Begrüßungsfeier statt, welcher der König, die Königin, die Mitglieder der Königlichen Familie, die Minister und hohen Würdenträger sowie die Ange⸗ hörigen der Expeditionsmitglieder beiwohnten. Der Rektor, Professor Warming hielt eine Rede, in der er einen geschichtlichen Rückblick auf die Grönlandforschung warf und in einem Gedicht den drei Männern Mylius Erichsen, Hagen und Brönlund, die bei ihrer mutigen Arbeit den Tod gefunden hätten, und den übrigen Expeditionsmitgliedern für alles, was sie zu Ehren Dänemarks getan, dankte. Der Propst Fenger dankte namens der dänischen Marine und dänischen des Volkes sowobl denen, die fern vom Vaterlande gestorben seien, als auch den siegreich aus den Gefahren Heimgekehrten. Der Fenie⸗ 888 die Königin zogen die Zurückgekehrten in ein längeres
espräch.
Nach Schluß der Redaktion eingegangene Depeschen. .
eidelberg, 24. August. (W. T. B.) Der deutsche Botschafter in Washington Freiherr Speck von Sternburg, der sich 7. ärztlichen Behandlung hier aufhielt, ist heute nacht im Hotel Viktoria gestorben.
Wien, 24. August. (Meldung des „Wiener K. K. Telegr.⸗Korresp.⸗Bureaus“.) Entsprechend dem Wohl⸗ wollen und der rücksichtsvollen Haltung, welche die österreichisch⸗ungarische Regierung gegenüber der neuesten Reformbewegung in der Türkei von allem An⸗ fange an einnahm, hat sie mehrere im Wilajet Kossovo stationierte österreichisch⸗ ungarische Offiziere be⸗ urlaubt und die übrigen angewiesen, bis auf weiteres in Uesküb zu verbleiben.
(Fortsetzung des Nichtamtlichen in der Ersten Zweiten Beilage.)
Theater.
Königliche Schauspiele. Dienstag: Opern⸗ n. 167. Abonnementsvorstellung. Dienst⸗ und
reiplätze sind aufgehoben. Lohengrin. Romantische Oper in 3 Akten von Richard Wagner. Musikalische Leitung: Herr Kapellmeister von Strauß. Regie: Herr Regisseur Dahn. Anfang 7 Uhr. Schauspielhaus. 172. Abonnementsvorstellung. König Richard der Zweite. Trauerspiel in 5 Auß. zügen von Shakespeare. Uebersetzt von Schlegel. 18 die deutsche Bühne bearbeitet von Wilhelm Hechalbäuser. Regie: Herr Regisseur Keßler. Anfang
r.
Neues Operntheater. (Direktion: Hermann Gura.) 55. Vorstellung. Rigoletto. Oper in 4 Akten von Giuseppe Verdi. Leiter der Aufführung: Herr Direktor Hermann Gura. Mustkalische Leitung: Herr Kapellmeister Szendrei. (Herzog von Mantua: Herr Florencio Constantino, als Gast.) (Erhöhte Preise.) Anfang 7 ½ Uhr.
Mittwoch. Opernhaus. 168. Abonnements⸗ vorstellung. Der Postillon von Lonjumeau. Komische Oper in 2 Akten von A. Adam. Text nach dem Femflchen des Leuven und Brunswick von Ng. Friedrich. (Gewöhnliche Preise.) Anfang
r. Schauspielhaus. 173. Abonnementsvorstellung. Die Rabensteinerin. Schauspiel in 4 Akten von Ernst von Wildenbruch. Anfang 7 ½ Uhr. MNeues Operntheater. (Direktion: Hermann Gura.) 6. Vorstellung. Margarete. Oper in 5 Akten von Charles Gounod. vn nach Goethes Faust, Er 8 Barbier und ichel Carré. Anfang
Deutsches Theater. Dienstag: Zum ersten Male: Medea. Anfang 7 ½ Uhr. Mittwoch: Was ihr wollt.
Kammerspiele.
Dienstag: Lysistrata. Anfang 8 Uhr. Mittwoch: Nju.
Reues Schauspielhaus. Gastspiel des Neuen Operettentheaters in Hamburg. (Direktion: Wilhelm Bendiner.) Dienstag: Die Dollarprinzessin. Anfang 8 Uhr.
Mittwoch und folgende Tage: Die Dollar⸗ prinzessin.
Hebbeltheater. (Königgrätzer Straße 57/58.)
Pfässtag⸗ Frau Warrens Gewerbe. Anfang r.
Mittwoch: Cyprienne.
Lessingtheater. Dienstag, Abends 8 Uhr: Der Raub der Sabinerinnen. Mittwoch, Abends 8 Uhr: Der Raub der Sabinerinnen. Donnerstag, Abends 8 Uhr: Der Biberpelz.
Schillertheater. 0. (Wallnertheater.) Morwitz⸗Oper. Dienstag, Abends 8 Uhr: Vor⸗ letztes Gastspiel von Heinrich Boetel. Alessandro Stradella. Romantische Oper in 3 Akten von F. von Flotow. Hierauf: Die Hugenotten (4. Akt)
von Meyerbeer.
Mittwoch, Abends 8 Uhr: Populäre Vorstellung bei halben Preisen: Zum letzten Male: Der Prophet.
Donnerstag, Abends 8 Uhr: Populäre Vorstellung bei halben Preisen: Zum letzen Male: Die Zauberflöte.
Charlottenburg. Dienstag, Abends 8 Uhr: Das Stiftungsfest. Schwank in 3 Akten von Gustav von Moser.
Mittwoch, Abends 8 Uhr: Das letzte Mittel. Donnerstag, Abends 8 Uhr: Das Stiftungsfest.
Theater des Westens. (Station: Zoologischer Garten. Kantstraße 12.) Dienstag, Abends 8 Uhr: Ein Walzertraum.
Mittwoch bis Sonnabend: Ein Walzertraum.
Lustspielhaus. (Friedrichstraße 236.) Dienstag, Abends 8 Uhr: Die blaue Maus. Mittwoch bis Sonnabend: Die blaue Maus.
Residenztheater. (Direktion: Richard Alexander.) Dienstag, Abends 8 Uhr: Der Floh im Ohr. Schwank in 3 Akten von Georges Feydeau. Deutsch von Wolff⸗Jacoby.
Mittwoch und folgende Tage: Der Floh im Ohr.
Thaliatheater. (Direktion: Kren und Schönfeld.) Dienstag, Abends 8 Uhr: Das Mitternachts⸗ mädchen. Schwank mit Gesang in 3 Akten von
Kren und A. Zhpscif. .S-. von Alfr.
schönfeld Musik von Viktor Hollaender.
Mittwoch und folgende Tage: Das Mitternachts⸗ mädchen.
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Trianontheater. (Georgenstraße, nahe Bahnhof Friedrichstraße) Dienstag: Fräulein Josette — meine Frau.
Mittwoch und folgende Tage: Fräulein Josette — meine Frau.
Familiennachrichten.
Verlobt: Frl. Eva von Bredow mit Hrn. Leutnant Karl von Poser und Groß⸗Naedlitz (Briesen — Rathenow). — Frl. Martha von Wietersheim mit Hrn. Kammerherrn Ferdinand Wolf von Stülp⸗ nagel (Berlin — Potsdam).
Gestorben: Hr. General d. Inf. Karl Graf von Schlippenbach (Schloß Arendsee). — Hr. Kuno Graf von Oeynhausen (Schloß Reelsen bei Dri⸗ burg, Westf.). — Fr. Auguste Blecken von Schmeling, geb. Seifert (Schlangenbad). — Fr. Mathilde von Schmettau, geb. von Pöppinghauß (Bad Kösen). — Fr. Pastor Christine Oldenberg, geb. Appuhn (Friedrichroda).
Verantwortlicher Redakteur: Direktor Dr. Tyrol in Charlottenburg.
Verlag der Expedition (Heidrich) in Berlin.
Druck der Norddeutschen Hachhencern und Verlagk-⸗
Anstalt Berlin SW., Wilhelmstraße Nr. 32.
Sieben Beilagen 8 (einschließlich Börsen⸗Beilage). (1798 %)
zum Deutschen Reichs
Erste Beila
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Berichte
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Berlin, Montag, den 24. August
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Kernen (enthülster Spelz, Dinkel, Fesen).
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19,44
19,00 19,40
19,61 20,87 19,58
19,70 20,04
21,15 21,46 22,50
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20,89
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19,26 19,00
19,59
18,82 19,13
19,59 21,05 19,73
20
83
20,50 20,34
— bdo— — —
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