worauf Professor Eucken⸗Jena seinen Dank für die ihm zuteil gewordene Ehrung aussprach.
An demselben Tage wurde in Christiania der Nobel⸗ riedenspreis an Frederik Bajer⸗Dänemark und an K. P. rnoldsen⸗Schweden verliehen. 11“ v
Von der „Deutschen Bücherei“ (Verlag „Deutsche Büchcrei G. m. b. H. in Berlin“) liegt eine Reihe neuer Bändchen vor. In vier Doppelbändchen “ hat der Professor Dr. Otto Hintze von der Berliner Universität eine Anzahl von historischen und politischen Aufsätzen zusammengefaßt, die zum Teil schon in Zeit⸗ schriften (Hohenzollern⸗Jahrbuch, Deutsche Monatsschrift) erschienen waren. Der erste der Aufsätze kann als Einleitung zu der ganzen Reihe betrachtet werden; er handelt von „Geist und Epochen der preußischen Geschichte“, während die folgenden einzelne Abschnitte aus dieser Geschichte beleuchten. Die ausführlichste Abhandlung ist die zweite; sie betitelt sich „Staat und Gesellschaft unter dem ersten König“ (Friedrich I. von Preußen) und bietet eingehende Er⸗ örterungen der politischen Verwaltung der einzelnen Provinzen, der entralverwaltung, des Heer⸗ und ee,ee. der Justiz und Kirche owie eine Schilderung der wirtschaftlich⸗sozialen Zustände. Den Ab⸗ chluß des ersten Doppelbändchens bildet ein kürzerer Aufsatz über den preußischen Militär, und Beamtenstaat im 18. Jahrhundert. — Das zweite Doppelbändchen (96— 97) führt den Leser zunächst in der brandenburg⸗preußischen ecez weiter zurück, indem es die Hof⸗ und Landesverwaltung in der Mark Brandenburg unter Joachim II. childert. Der übrige Inhalt beschäftigt sich mit der Zeit Friedrichs es Großen. 9 end wird zunächst die Biographie des großen Königs von Reinhold Koser besprochen, dann das Lebensbild eines Kaufmanns aus jener Zeit (Johann Ernst Gotzkowsky) geschildert und schließlich die Industrialisierungspolitik Friedrichs des Großen dargelegt und mit den Plänen verglichen, die in unserer Zeit der Oberpräsident von Goßler in dieser Beziehung in Westpreußen verfolgte. — Das dritte Doppelbändchen (98/99) enthält einleitend die Rede, die der Heraus⸗ geber am Geburtstage Seiner Majestät des 8 und Königs im Jahre 1904 bei der Feier in der hiesigen Universität über „Das politische. Testament Friedrichs des Großen“ hielt. Der übrige Inhalt handelt von den preußischen Reformbestrebungen im Jahre 1806, von der Ksönigin Luise und der Wiedergeburt des preußischen Staates, von Stein und dem preußischen Staat sowie von den Epochen des ebange⸗ lischen Kirchenregiments in Preußen. Die Lektüre der trefflichen Auf⸗ 8 r. ist allen dringend zu empfehlen, die sich für preußische Geschichte nteressieren. — Im vierten Doppelbändchen endlich (100/101) ist eine Reihe von Aufsätzen zusammengefaßt, in denen allgemein ge⸗ schichtliche Themata behandelt wurden (über individualistische und kollekti⸗ vistische Geschichtsauffassung, Staatenbildung und Verfassungsentwick⸗ lung, Imperialismus und Weltpolitik usw.). Jedes der Doppelbändchen kostet nur 60 ₰ oder gebunden 1,20 ℳ. — Die weiteren drei Doppelbändchen der Sammlung (102 — 107) sind ebenfalls sehr lesenswert. Der Gymnasialprofessor Dr. Ludwig Bräutigam, hat in ihm unter dem Titel „Aus Heimat, ahlland und Wanderung“ eine Reihe von Aufsätzen über Dichtkunst und einzelne Dichtergestalten, über Kunst⸗ und Erziebungsfragen, über Eindrücke auf Reisen in Deutschland und im Ausland und über anderes mehr zusammengestellt. — Blitz⸗Post⸗ und Telegrammtarife für das Deutsche 88 Feichethägesi⸗t, Bayern, Württemberg und Ausland (50 ₰, A. Bruckmanns Verlag, Inh. Rudolf Frhr. von Holzschuher, München). Die postalischen Vorschriften sind in diesem praktischen Büchlein in gedrängter Kürze übersichtlich und leicht faßlich zusammen⸗ gestellt. Außerdem ist für jede Versendungsart (Briefe, Drucksachen, arenproben, Pakete ꝛc.) ein besonderer Tarif, sowie ein Telegramm⸗ tarif enthalten Interesse verdienen vor allem die beiden Kapitel über den neu eingeführten Post⸗Ueberweisungs⸗ und Scheckverkehr so⸗ 8 wie über das Postprotestwesen. Das Ganze ist mit einer Register⸗ einrichtung versehen, wodurch ein rasches Auffinden ermöglicht wird. Das praktische Nachschlagwerkchen dürfte somit jedermann willkommen sein. 8 Es kann durch alle Buchhandlungen oder durch den Verlag (gegen Einsendung von 55 ₰) bezogen werden. h
Gesundheitswesen, Tierkrankheiten und Absperrungs⸗ maßregeln.
In der letzten Sitzung der Académie de Médecine in Paris machte der bekannte Forscher Dr. A. Marmorek Mitteilungen über ein neues, von ihm gefundenes Mittel zur Feststellung der Tuberkulose. Die Frankf. Ztg.“ berichtet darüber folgendes: Es wurde von den S. Forschern Bordet und Gengou ermittelt, daß, sobald sich ein Gift im Organismus mit seinem Gegengift be⸗ gegnet, sie sich unter Zuhilfenahme einer in jedem frischen Serum orhandenen dritten Substanz, des sogenannten „Komplements“, ver⸗ binden. Bringt man also in dem speziellen Falle das Gegengift, einige Tropfen Marmorekschen Antituberkuloseserums, zu dem zu unter⸗ suchenden Blutserum oder Urin, so wird in dem Falle des Vorhanden⸗
Regierungsbezak
seins ds vorausgesetzten Giftes dieses sofort mit dem Komplemente und den Antitoxin eine Verbindung eingehen. Nun bringt man ein zweites Gift⸗ und Gegengiftsystem in dieselbe Mischung. Dieses zweite Fystem wird aus etwas Kaninchenserum gebildet, das mit Verwerhung des Komplements imstande ist, Schafblutkörperchen aufzulösn. Da kann nun zweierlei eintreten: entweder Tuberkulosegift in der untersuchten Flüssigkeit vor⸗
hat es das Komplement dazu benutzt, sich mit
dem Anttoxin zu verbinden. Und da somit das Komplement nicht mehr fre ist, kann das Schafblut nicht mehr aufgelöst werden. Folge: Die Mishung bleibt trübe. Oder das vermutete Toxin war nicht vorhander, und somit blieb die Verbindung mit dem Antitoxin aus: das Komplemint wurde nicht absorbiert und kann daher zur Auflösung der Schcfblutkörperchen in Verbindung mit dem Kaninchenserum dienen. Jie Blutkörperchen werden also aufgelöst, die Flüssigkeit wird blupot, bleibt aber klar und durchsichtig. Mithin genügt d Betrachten des Reagenzröhrchens, um über
das Vorhindensein oder das Fehlen des Tuberkulosetoxins ein
Urteil zu biden. Die ganze Reaktion dauert ungefähr zwei Stunden, die vermischen Flüssigkeiten wiegen etwa ein Gramm. Im Gegen⸗ satze zu den perschiedenen Tuberkulinproben ist diese Methode absolut unschädlich, da sie außerhalb des kranken Organismus im Reagenz⸗ glase vorgenanmen wird. Bisher hat Marmorek 600 Versuche mit einer neuen Methode angestellt, und in mehr als 95 % der geprüften Fälle stimmten seine Ergebnisse mit den klinischen Diagnosen überein. Die neue Mechode hat überdies den Vorteil, daß sie in jedem, auch noch so kleinen Laboratorium leicht befolgt werden kann.
Das Kaiserliche Gesundheitsamt meldet den Ausbruch der
Maul⸗ und Klauenseuche aus Gut Marienhof, Kreis Kattowitz
Oppeln) am 10. Dezember 1908. v“
1ö6“ “
Die schwedische Regierung bat laut kanntmachung vom
28. v. M. die chinesischen Häfen Tientsin, Tangku, Taku und
Chiuwangtao für pestfrei erklärt. (Vergl. „R.⸗Anz.“ vom 25. v. M., Nr. 278.)
China.
Der Kaiserliche Konsul in Tschifu hat unterm 24. Oktober d. J. angeordnet, daß die von Chiugwangtao und Tientsin (einschließ⸗ lich Tangku und Taku) kommenden und den Hafen von Tschifu anlaufenden deutschen Seeschiffe der gesundheits⸗
polizeilichen Kontrolle unterliegen.
Theater und Musik.
Im Königlichen Opernhause wird morgen „Tannhäuser“, mit Herrn Maclennan in der Titelrolle aufgeführt. Die Besetzung der übrigen Hauptpartien lautet: Elisabeth: Fräulein Salvaltni; Venus: Fräulein Rose; Hirtenknabe: Fräulein Lindemann; Landgraf: Herr Griswold; Wolfram: Herr Hoffmann; Biterolf: Herr Krasa; Walter: Herr Kirchhoff. Dirigent ist der Kapellmeister Blech.
Im Königlichen Schauspielhause haben die Proben zu H. Lees Lustspiel „Der Schlagbaum“ begonnen. Die Erstaufführung ist für Mittwoch, den 23. Dezember in Aussicht genommen. In den Hauptrollen werden die Herren Boettcher, Eichholz, Kraußneck, Mann⸗ städt, Vallentin, Vollmer, Zeisler, Zimmerer, die Damen Abich, Butze, Eschborn, Hausner und May beschäftigt sein. Die Regie führt der Oberregisseur Droescher. — Morgen, Sonnabend, wird Karl Gutzkows Lustspiel „Zopf und Schwert“ in der Besetzung der Neu⸗ einstudierung zum ersten Male wiederholt.
Die vieraktige Komödie „Rabagas“ von Victorien Sardou wird morgen, Abends 7 ½ Uhr, im Neuen Schauspielhause in einer neuen deutschen Bühnenbearbeitung von Alfred Halm, zu der Sardou noch persönlich die Genehmigung erteilt hat, zum ersten Male auf⸗ geführt. Die Titelrolle wird von Harry Walden, die des Fürsten von Roccabruna von Rudolf Christians, die weibliche Hauptrolle (Miß Eva Brown) von Tilly Waldcag dargestellt. — Das Stück ist von Ernst Welisch in Szene gesetzt.
Für den Ibsen⸗Zyklus des Lessingtheaters, der im Januar beginnt und dreizehn Werke Ibsens in der Zeitfolge ihrer Entstehung umfaßt, wird ein besonderes Abonnement zu ermäßigten Preisen 8* ett 55 bezw. 45 ℳ, II. Rang 30 bezw. 25 ℳ) aufgelegt. er
Zerkauf heginnt am Montag. Auf Anregungen aus dem Publikum hin ist neben dem Abonnement für den ganzen Zyklus auch eines für die erste Hälfte von 7 Vorstellungen und einer für die zweite Hälfte von 6 Vor⸗ stellungen eingerichtet. Der Zyklus umfaßt folgende Werke: „Der Bund der Jugend“, „Die Stützen der Gesellschaft“, „Gespenster“, „Ein Volksfeind“, „Die Wildente“, „Rosmersholm“ (erste Hälfte); „Die Frau vom Meere“, „Hedda Gabler“, „Bau⸗ meister Solneß“, Klein Eyolf“, „John Gabriel Borkman“, „Wenn wir Toten erwachen“ (zweite Hälfte). Alle Vorstellungen werden in der ursprünglichen Ses gegeben. In jeder Woche sind zwei Vor⸗ stellungen vorgesehen, sodaß die Dauer des ganzen Zyklus etwa sechs Wochen betragen wird. Auskunft über alles Nähere erteilt die Theaterkasse.
„Nora“,
Alexander Girardi tritt morgen, Eynnabend, Thalia⸗ theater in der Posse „Er und seine Schzester“, ider er den Briefträger Flenz spielt, auf; seine Schwestes spielt Hne Ballot, den Redaktionsdiener Arnold Rieck. Sonntag und Momg wird „Er und seine Schwester“ wiederholt, Dienstag ght die Pe „Immer oben auf“ in Szene, worin Girardi den Hauperwalter sschwandner spielt. Die Erstaufführung von „Mein Leopld” u eans als Schuster Weigelt, ist auf Sonnabend, den 19.5. M. fessetzt.
(Der Konzertbericht befindet sich in der Dritten zilage)
Mannigfaltiges. . Berlin, 11. Dezember
Der Samariterverein vom Roten Kreuz Beun wird,
alljährlich, im Anfang nächsten Jahres enen Sa ariter⸗
lehrkursus für Männer über erste Hilfelestung beilnglücks⸗
fällen und Erkrankungen abhalten lassen, der at 11. Jazar 1909
beginnt und 8 Stunden umfassen wird. Der Kutus findet Rontags
und Donnerstags, Abends von 8 bis 9 Uhr, h dem Kiserin
Friedrich⸗Hause für das ärztliche Fortbildunzwesen
(Luisenplatz 2/14) unter Benutzung der Untrrichtsmiel aus der dort vorhandenen reichhaltigen Sammlunz ärztlich: Lehr⸗ mittel statt. Der Kostenbeitrag zu diesem Kurus beträt 3 ℳ für die Person. Den Teilnehmern werden über den reg mäßigen Besuch vese een ausgestellt. Außerem fiven im Dorotheenstädtischen Realgymnasium (Gerrxgenstrge 30/31, nahe Bahnhof Friedrichstraße) die seit vielen Jahren eineführten praktischen Wiederholungsübungen für Mäner im Samariterdienst unentgeltlich statt, und zwar Diensag, der 12., 19. und 26. Januar, den 2., 9. und 16. Februar 1900), Abads von 8 bis 9 Uhr. Zu diesen Wiederholungsülungen werden nur solche Personen zugelassen, die bereits einen ode! mehrre Lehr⸗ kurse beim Samariterverein vom Roten Kreuz mnttoe hchen. — Anmeldungen sind je besonders für den Lehrkursuf und für die praktischen Wiederholungsübungen tunlichst bis zum 31. Tezember d. J. an den Vorstand des Samaritervereins vom Roten Kreuz, Berlin W. 10, Königin Augustastraße 26, schriftlich z1 richen und gelten als berücksichtigt, wenn keine ablehtend Ant⸗ wort erfolgt.
In diesem Jahre feiert der Jugendausschuß den Belliner Turnrats sein 25 jähriges Bestehen. Während dißser zeit hat er an seinem bescheidenen Teil zur sittlichen Erstarkang unserer Jugend mitgearbeitet und viele tatkräftige Männer, die Stküten und Saͤulen unseres Vereinsturnens sind, sind aus seinen Rähen hervor⸗ gegangen. Sein 25 jähriges Jubelfest begeht der Ausschuß durch ein
chauturnen sämtlicher Jugendabteilungen. Dieses findet Sonntag, den 13. d. M., Nachmittags 1e- Uhr, in der Turnhalle, Prinzen⸗ straße 70, statt. Das reichhaltige Festprogramm weist Stabübungen, Spiele, Riegenturnen an 40 Geräten und Kürturnen an Barren, Reck und Pferd auf. — Nach dem Schauturnen findet ein Fest⸗ kommers im Festsaale des „City⸗Hotel“ (Dresdenerstraße 52/53) statt. Alle Freunde, Anhänger und Förderer der Turnsache sind hierzu willkommen.
wie
Paris, 11. Dezember. (W. T. B.) In der Rue de Regard im sechsten Bezirk wurde gestern ein Haus durch eine Ex⸗ plosion teilweise zerstört. Unter den Bewohnern brach eine Panik aus. Mehrere Personen sprangen aus den Fenstern und verletzten schwer. Zehn Per⸗ sonen erlitten teils Brandwunden, teils durch das Ein⸗ atmen gittger Gase bedenkliche Erstickungsanfälle. Die Ursache der Explosion ist noch nicht aufgeklärt. Nach einer Dar⸗ stellung soll ein Anschlag vorliegen, nach einer anderen soll ein Ein⸗ wohner, der ein leidenschaftlicher Jäger ist, in seiner Wohnung eine größere Menge Schießpulver aufbewahrt haben, das sich entzündete.
Messina, 10. Dezember. (W. T. B.) In Monte Albano di Elicano wurde heute eine sehr starke wellenförmige Erd⸗ erschütterung von drei Sekunden Dauer verspürt, auf die noch mehrere andere Erdstöße folgten. Eine Antahl öffentlicher und privater Gebäude, die Kirchen und das Bürgermeisteramt wurden schwer beschädigt. Unter der Bevölkerung rief das Erdbeben eine Panik hervor.
Lissabon, 10. Dezember. (W. T. B) In der Nähe des Stadthauses ist das Hauptrohr der Wasserleitung geplatzt, der Verkehr ist vollständig unterbrochen. 8 8
Eöe8“ 1I“
en, Zweiten und 11“
(Fortsetzung des Nichtamtlichen in der Er
Dritten Beilage.)
8 Theater. Ksönigliche Schauspiele. Sonnabend: Opern⸗
haus. 264. Abonnementsvorstellung. Dienst⸗ und Freiplätze sind aufgehoben. Tannhäuser und der Eängerkrieg auf Wartburg. Romantische Oper in drei Akten von Richard Wagner. Muftkalische Leitung: Herr Kapellmeister Blech. ie: Herr Oberregisseur Droescher. Ballett: Herr Ballettmeister Graeb. Anfang 7 ½ Uhr. Schauspielbaus. 279. Abonnementsvorstellung. opf und Schwert. Lustspiel in 5 Aufzügen von arl gn 1en Regie: Herr Regisseur Keßler. An⸗
r. onntag: Opernhaus. 265. Abonnementsvorstellung. Dienst⸗ und Freiplätze sind aufgeboben. Bajass.. Pagliacci.) Oper in 2 Akten und einem Prolog. Musfik und Dichtung von R. Leoncavallo, deutsch von Ludwig
3 Uhr:
Neues Schauspielhaus. mittags 3 Uhr: Schneewittchen. — Abends 7 ⅛ Uhr: Zum ersten Male: Rabagas.
Hebbeltheater. (Königgrätzer Straße 57 /58.)
Sonnabend: Thummelumsen. Sonntag: Thummelumsen.
Berliner Theater. Sonnabend, Nachmittags
Der Traum ein Leben. 8 Uhr: Herodes und Mariamne.
Lessingtheater. Ein Volksfeind.
Sonntag, Nachmittags 3 Uhr: Rosenmontag. — Abends 8 Uhr: Baumeister Solneß. Schauspiel
— — —
Sonnabend, Nach⸗ fang 8 Uhr.
v11“
Anfang 8 Uhr.
bs Anfang 8 Uhr.
Abends
Sonnabend, Abends 8 Uhr:
Komische Oper. Sonnabend: Tiefland. An⸗
Lustspielhaus. (Friedrichstraße 236.) abend: Madame Flirt. Anfang 8 Uhr.
Residenztheater. (Direktion: Richard Alexander.)
Sonnabend: Kümmere Dich um Amelie. Schwank in 3 Akten (4 Bildern) von Georges Feydeau.
Thaliatheater. (Direktion: Kren und Schönfeld.) Sonnabend, Nachmittags 4Uhr: Max und Moritz. — Abends 8 Uhr: Er und seine Schwester.
Trianontheater. (Georgenstraße, nahe Bahnhbof
——
Klindworth-Scharwenka-Saal. Sonnabend,
Abends 7 ½ Uhr: Konzert von Vally Fredrich (Gesang). Mitwirkung: Joseph Preß (Violoncello).
Blüthner-⸗Saal. Sonnabend, Abends 8 Uhr: 2. Kammermusikabend des Moskauer Streich⸗ quartetts der Kaiserl. Russ. Mufikgesellschaft unter Mitwirkung des Pianisten Adolf Schweiger.
Sonn⸗
Birkus Schumann. Sonnabend, Abends präz. 7 ½ Uhr: XI. Grande sgoirée High Lire. Die neuen Dezember⸗Spezialitäten und um 9 ¼ Uhr: Das Pracht⸗Manegen⸗Schaustück: Golo, der See⸗ räuber und Mädchenhändler. Zum ersten Male: Glänzeudes Reitermanöver der indi⸗ schen Leibgarde des Maharadscha in ihren malerischen indischen Prachtkostümen. Sonntag: In beiden Vorstellungen: Riesenprogramm. Nach⸗
Komische Oper in einem Akt nach Rauppach von Ricchard Batka und Pordes⸗Milo. Musik von Leo Blech. (Gewöhnliche Preise.) Anfang 7 ½ Uhr. Schausptelbaus. 280. Abonnementsvorstellung. Dienss⸗ und Freiplätze sind aufgehoben. Die Welt, in der man sich langweilt. Lustspiel in drei Aufzügen von Edouard Pailleron, übersetzt von Emerich von Bukovics. Anfang 7 ½ Uhr. MNeues Operntheater. Sonntag, Nachmittags ½ Uhr: Auf Allerhöchsten Befehl: Dritte Vor⸗ stellung für die Berliner Arbeiterschaft: Zopf und Schwert. Die Billette werden durch die Zentralstelle für Volkswohlfahrt nur an Arbheitervereine, Fabriken usw. abgegeben. Ver⸗ kauf an einzelne Personen findet nicht statt. — Abends 7 ½ Uhr: 145. Billettreservesatz. Dienst⸗ und Freiplätze sind aufgehoben. Die weiße Dame.
nbr: Treulieb und Wunderhold. — Abends
7 ½ Uhr: Revolution in Krähwinkel.
7,n“. Revolution in Krähwinkel. Anfang r.
3 Kammerspiele.
1 ⁄ Niemand weiß es. Anfang 8 Uhr.
’1 Arzt am Scheidewege.
in drei Akten von Henrik Ibsen. Montag, Abends 8 Uhr: Glocke.
Schillertheater. 0. (Wallnertheater.) Sonnabend, Abends 8 Uhr: Vater und Sohn. Komödie in 3 Akten von Gustayv Esmann. Sonntag, Nachmittags 3 Uhr: Der rote Leutnant. — Abends 8 Uhr: Die Zwillingsschwester.
Montag, Abends 8 Uhr: Das Opferlamm.
Charlottenburg. Sonnabend, Abends 8 Uhr: Die Braut von Messina. Ein Trauerspiel mit Chören von 12559; Schiller.
Sonntag, Nachmittags 3 Uhr: Götz von Ber⸗ lichingen. — Abends 8 Uhr: Heimat.
Montag, Abends 8 Uhr: Die Zwillings⸗ schwester.
Theater des Westens. (Station: Zoologischer Garten. Kantstraße 12.) Sonnabend, Nachmittags 4 Uhr: Doruröschen. Abends 8 Uhr: D sidele Bauer. Operette von Leo Fall. 8
Die versunkene
Feerichftre.) Sonnabend: Die Liebe wacht. nfang 8 Uhr.
mittags 1 Kind frei.
8 8 Konzerte.
Philharmonie. Sonnabend, Abends 8 Uhr: Klavierabend von Teresa Carreno.
Singakademie. Sonnabend, Abends 8 Uhr:
Russisches Symphoniekoͤnzert mit dem Phil⸗ harmonischen Orchester von Dr. Michael Serbuloff. Solist: Dr. Serge Barjansky (Violoncello). 8
Saal Bechstein. Sonnabend, Abends 7 ½ Uhr: Lieder⸗ und Duetteabend von Margarete Loewe und Hendrik C. van Oort.
Beethoven-Baal. Sonnabend, Abends 8 Uhr: Liederabend von Hella Rentsch⸗Sauer
Familiennachrichten.
Geboren: Ein Sohn: Hrn. Dr. jur. Julins Caspar (Hannover). Gestorben: Hr. Legationsrat a. D. William von Hassell (Clüversborstel b. Gr. Sottrum). — Verw. r. Fener Marie Schulze, geb. Fischer (Schöne⸗ rg⸗Berlin).
Verantwortlicher Redakteur: Direktor Dr. Tyrol in Charlottenburg. Verlag der Expedition (Heidrich) in Berlin.
Druck der Norddeutschen Buchdruckerei und Verlags⸗ Anstalt Berlin SW., Wilhelmstraße Nr. 32.
18 Neun Beilagen (einschließlich Börsen⸗Beilage).
Erste
cssanzeiger und Königlich
Berlin, Freitag, den 11. Dezember
Berichte von deutschen Fruchtmärkten.
Qualität
190⁰8 gering
mittel
gut
Dezember
Gezahlter Preis für 1 Doppelzentner
niedrigster
höchster niedrigster
höchster ℳ
niedrigster
ℳ
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Beilag
Preusische
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St. Wendel Kaufbeuren. Döbeln Winnenden. ö1ö11“ 161616X“ Neubrandenburg.. riedland i. Mecklb.. . haͤteau-⸗Salins...
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lzentner und der Verkaufswert auf volle Mark abgerundet mitgeteilt. eerknneee. Pe henftn Peahe. n Früen d. Savvan daß der Hesene Preis nicht vorgekommen ist, ein Punkt (.) in den letzten sechs Spalten, daß
Ein liegender Strich (—) in den Spalten für Preise hat die
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Weizen.
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Kernen (enthülster Spelz, Dinkel, Fesen).
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16,25 15,40 15.90 16,40 16,80
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21,00 L Ro g
16,25 15 50 16,30 16,60 16,80
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16,40 15,20 8G 17,40 17,50
16,00 18,20 18,60 18,70 16,00
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17,00 16 50 15,30 17,50 18,30 18,00 17,00 19,30
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Haser.
1775 14,60 1520 15 60 14,60 15,00 14,50 17,20 15,00 15,40 15,80
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Kaiserliches Statistisches Amt. Borg 9
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16,00 18,00 14,80 15,30 15,80 15,00 14,80 16 50 16,00 16,40
15,20 15 60 16,00
15,80 15,70
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21ʃ,40
16,20 16,50 15,80 17,00 17,00 17,00 16,40 17,70 17,00 16,30
16,25 15,80 15,80
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Der d reis wird aus den unahgerug üöübht
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Deutscher Reichstag. e 8 8
180.
ratun
des Entwurfs eines Besoldungsgesetzes.
b Ueber den 51.g der Sitzung Nummer d. Bl. berichtet worden.
ist in der gestrigen China
Haußmann (d. Volksp.) fortfahrend:
er letzten Zeit große Aenderungen vor, die die Angelegen⸗
eitt des Leiters unserer auswärtigen
heiten gewiß verdienen. Nach
Mächte Nützliches zu erwarten ist.
ernannt und hier geblieben ist. usgesprochen werden, daß der Empfang,
vorragende geistige Persönlichkeit verdient,
8 Fh De⸗ bee Staaten darüber be⸗ ren wird, daß es ein Mißverständnis gewesen ist, welches das als Repräsentant eines großen re in Berlin zugelassen
817
ee hat, ihn und die Z
deutsche Volk nicht teilt, Staates nur Millionäre
daß
und Milliardä
den er als und den
In
Sitzung vom 10. Dezember 1908, Nachmittags 1 Uhr. (Bericht von Wolffs Telegraphischem Bureau.)
Auf der Tagesordnung steht die Fortsetzung der ersten Be⸗ * Geschentwurfe betreffend die Feststellung des Reichshaushaltsetats für das Rechnungsjahr 1909, des Haushaltsetats für die Schutzgebiete für das Rech⸗ nungsjahr 1909 sowie eines fünften Nachtrags Reichshaushaltsetat für das Rechnungslahr 1908, und hineingetragen worfend find e e zu bemerken. 1
dem Tode der Kaiserin⸗Mutter setzen dort moderne Entwicklungen stärker ein, woraus auch für die anderen Was Amerika anbetrifft, so freuen wir uns, daß als Botschafter für Amerika Mr. Hill Es darf wohl die Hoffnung eine her⸗ hier
er
8
zum
Schwierigkeiten
trieben werden Die Beziehungen
zu Marokko
man in der
einen viel nützlicher Das marokkanische in sich; wir
eingelaufen
Deutschland und Frankreich konnte
Deutschlands
bis man darüber klar wurde, in Casablanca verschiedener Meinung war! sei hier nicht von einer diplomatischen Niederlage zu reden; ein
durch
zu den Balkanprovinzen
verhältnismäßig unbedeutend sein; die Beziehungen Deutschlands
sind jedenfalls noch unwichtiger.
wurde betont, die Formel sei noch nicht gefunden. Sache Anigß
brauchte unsere Staatskunst
in d it der Telegraphen und Telephone so lange dauern, r daanr. daß man über den Tatbestand
Der Kanzler meinte, es
aber die so lange Zeit!
Formel
chhert, sondern
daß diese iI die Frage Bis⸗ der Landsknechtszeit. Der Kanzler sprach sich auch gegen eine Prestige⸗
seien. Das mag vielleicht in St. Petersburg die Form sein, in Berlin wird gerade als Gegengewicht gegen die materialistische Auffassung, die häufig auch mit dem Dollar verknüpft zu sein scheint, daran fest⸗ zuhalten sein, daß die geistige Bedeutung des Repräsentanten es ist, die ihm ein Anrecht für diese Vertretung nicht nur zugleich den nützlichsten Austausch zwischen beiden Mächten garantiert, en, als ihn die üppigsten Feste herbeiführen können. Problem birgt nach dem Kanzler noch manche offen aber mit ihm Schwierigkeiten, die zum Teil in den letzten Jahren
ineingetragen worden sind, endlich beseitigt werden mögen. eeeg. 8 icher Kurs auch bei der deutschen Re⸗
cch will nicht an alle die widerspruchsvollen eistungen deutscher Staatskunst jetzt erinnern, ich will der Freude Ausdruck geben, daß die Casablanca⸗ des Schiedsgerichts
Frage jetzt in den Hafen ist; aber welch' ungesunder Zu⸗ beklagt hat. stand, daß die Erschütterung des gegenseitigen Vertrauens zwischen
hart an die Kriegsgefahr ge⸗ 3 entlaufene Deserteure! sollen
Immer wieder Dabei war zu finden, dazu
Und wie konnte es
Es ist ja daß man sogar ein
Einlenken in vernünftige Bahnen sei keine S erfreulich, daß die Vernunft gesiegt hat, namentl sich au Schiedsgericht Fortschritt, denn mit Frankreich besitzen wir noch nicht einen 2 wie wir ihn mit England haben. Hoffentlich führen diese Zwischenfälle zum Abschluß eines deutsch⸗französischen allgemeinen Schiedsgerichtsvertrages. ielleicht beschäftigt sich das Haager Schiedsgericht auch mit der eigentümlichen, nicht mehr ganz in das Rechtsbewußtsein unserer Zeit hineinpassenden Einrichtung der Fremdenlegion, eines Ueberrestes aus
e. ch, ein geeinigt hat; das ist
politik aus. Ein richtiger Grundsatz; keine Politik, die uns mit dem Schein einer verärgerten Schikane belastet! In diesem Zusammenhang ist es mir aufgefallen, daß der Abg. Bassermann das Ausscheiden des Direktors der politischen Abteilung, des Geheimrats von Holstein Welche Absicht hat der Kollege damit verfolgt, daß er sagte, Holstein sei noch nicht ersetzt? War es ein versteckter Wuns
der Wiedergewinnung? (Zuruf bei den Nationalliberalen: Nein!) JI.
acceptiere dieses „Nein“! Oder wollte er den Rat geben, sich außer⸗ halb des Rats des Herrn von Holstein weiter zu bedienen? Auch dieser Rat müßte widerraten werden. Denn diese Marokko⸗Sache trägt so viel Spuren von Exzentrizität an sich, die mit seiner Methode parallel gehen, daß daran erinnert werden muß, daß er es war, der die Sache so weit hat kommen lassen, und daß er der schiedsgericht⸗ lichen Austragung abhold ist. Uebrigens hat sich der Abg. Bassermann früher selbst bezüglich des Geheimrats von Holstein anders geäußert. (Der Reichskanzler Fürst von Bülow ist am Bundesratstisch erschienen.) Frankreich ist mit Delcassé Fertif geworden; der Geheimrat von Holstein hat die Rolle eines kleinen Delcassé in