eiteres Steigen der Beiträge um 2,3 Millionen Mark, für das nfalls zu einem wesentlichen Teile dieselbe Ursache wie im Vor⸗ hre verantwortlich gemacht werden muß. Schaltet man die Hagel⸗ versicherung aus, so bleibt überall ein erfreulicher Fortschritt festzu⸗ ste en, wobei besonders bemerkenswert ist, daß die Prämieneinnahme der Unfall⸗ und Haftpflichtversicherung nach dem mehrere Jahre hindurch beobachteten verlangsamten Fortschreiten von 1905 auf 1906 einen überraschenden Aufschwung genommen hat, nämlich um 7,3 Millionen, wovon auf die deutschen Gesellschaften 6,5, auf die ausländischen 0,8 entfallen. Anscheinend ist also in diesem Zweige die mit dem Uebergange zu den Verbands⸗ tarifen verbunden gewesene Geschäftsstockung, zumal nachdem diese Tarife in manchen Pankten gemildert wurden, im Jahre 1906 über⸗ wunden und durch einen starken Fortschritt abgelöst worden. In der Lebensversicherung hat sich eine Zunahme von 24 ½ Millionen (gegenüber 29 Millionen im Vorjahre) ergeben, in der Gruppe „Feuer⸗ usw. Versicherung“ eine solche von annähernd 12 Millionen. Hervorzuheben ist sodann noch die verhältnitmäßig große Zunahme um 2,7 Millionen in der Gruppe erige Versi ö die zu ihrem die Zu⸗ nahme der Vorjahre übersteigenden Betrage lediglich auf Rechnung eines einzigen Unternehmens, des Bopvkottschutzverbandes deutscher rauereien, kommt. Besondere Aufmerksamkeit verdienen auch diejenigen Spalten der Uebersicht, welche die verhältnismäßige Zu⸗ oder Abnahme der rämieneinnahme gegenüber dem Vorjahre, v Fese nach Versicherungs⸗ zweigen und nach inländischen und ausländischen Unternehmungen, erkennen lassen. Beachtenswert ist namentlich der weitere wesentliche Rückgang des Prämienzuwachses der fremden Unternehmungen im Bereiche der Lebensversicherung gegenüber einem lebhaften Fortschreiten in der 2., 4. und 5. Gruppe von Versicherungszweigen.
Was die Vermögensanlagen, insbesondere den Hypo⸗ thekenbestand der Versicherungsgesellschaften betrifft, so haben für das Jahr 1907 93 unter Reichsaufsicht stehende Unternehmungen, welche die Lebens⸗, die Unfall⸗ oder die Haftpflichtversicherung be⸗ treiben, in den von ihnen dem Aufsichtsamt eingereichten Beleihungs⸗ verzeichnissen insgesamt 2787 Grundstücksbeleihungen in Höhe von über 302 Millionen Mark nachgewiesen. Von diesen Beleihungen entfallen auf 54 große deutsche Gesellschaften 2535 Darlehen mit 270 731 000 ℳ, auf 29 Sterbe⸗ und Pensionskassen 141 DParlehen mit 9 786 000 ℳ, auf 10 ausländische Gesellschaften 111 Dar⸗ lehen mit 22 182 000 ℳ. Der Hypothekenbestand allein der 56 größeren unter Reichsaufsicht stehenden deutschen Versicherungs⸗ unternehmungen, welche die Lebensversicherung als Hauptzweig betreiben, erreichte Ende 1907 die Höhe von rund 3336 Millionen Mark (78,60 % der Gesamtaktiva) gegen rund 3164 Millionen Mark Ende 1906 (78,71 %). Ausgezahlt wurden von diesen Anstalten im Berichts⸗ jahr 1907 an Hypotheken rund 256 Millionen Mark gegen 313 Millionen Mark im Vorjahre. Der Reinzuwachs (Neubeleihungen, vermindert um die 32 bezifferte sich im Jahre 1906 auf rund 215 Millionen ark, im 11.-. 1907 nur auf 172 Millionen Mark. Die Gründe dieser beträchtlichen Ab⸗ nahme dürften nicht etwa in einem Mangel an Angebot geeigneter Grundstücksbeleihungen, sondern in erster Linie in den wesentlich erhöhten Ansprüchen an Policebeleihungen zu e welche die Versicherungsnehmer dem teuren Geldstande entsprechend an die Versicherungsunternehmungen gestellt haben. So sind bei den erwähnten 56 Anstalten die Policedarlehen von rund 245 Millionen Mark (6,09 % der Gesamtaktiva) auf 274 Millionen Mark (6,46 %) gestiegen. Daneben ist der Ausfall an hypothekarischen Neuaus⸗ leihungen auch den Kommunen zu gute gekommen, an die Ende 1907 Darlehen im Betrage von rund 108 Millionen Mark (2,53 % der -.ee enauce gegen 94 Millionen Mark (2,33 %) Ende 1906 be⸗ ge waren.
Die Beleihungen landwirtschaftlichen Grundbesitzes weisen wiederum einen merklichen Rückgang auf. Während im Jahre 1905 noch 57 Darlehen mit 3 159 000 ℳ und 1906 36 Darlehen mit 1 437 000 ℳ auf ländliche Anwesen gewährt wurden, sind im Be⸗ richtsjahre 1907 nur 27 ländliche Darlehen in Höhe von 1 044 000 ℳ nachgewiesen worden.
Auf städtische bebaute Grundstücke sind im Jahre 1907 ins⸗ gesamt 2760 Darlehen mit 301 655 000 ℳ hingegeben worden, und zwar entfallen auf Berlin und Vororte 913 Darlehen mit 186 194 000 ℳ, auf das übrige Preußen 887 Darlehen mit 64 165 000 ℳ, auf Bayern 60 Darlehen mit 3 912 000 ℳ, auf Sachsen 103 Darlehen mit 11 735 000 ℳ, auf Württemberg 310 Darlehen mit 13 395 000 ℳ, auf Baden 142 Darlehen mit 6 668000 ℳ, auf Hessen 30 Dar⸗ lehen mit 721 000 ℳ, auf die Hansestädte 257 Darlehen mit 8 884 000 ℳ, auf das übrige Deutschland 35 Dar⸗ lehen mit 2 013 000 ℳ, auf das Ausland (Wien, Prag, Karlsbad, Paris) 23 Darlehen mit 3 968 000 ℳ. Die nicht un⸗ beträchtliche Summe der im Auslande begebenen Darlehen findet ihre Erklärung in den Anforderungen ausländischer Gesetze und Ver⸗ ordnungen, nach denen die Prämienreserven durch heimische Werte des Landes, dem die Versicherungen angehören, bedeckt werden müssen. Von den in den Jahren 1905 bis 1907 auf deutsche städtische Gebäudegrund⸗ stücke neu ausgeliehenen Summen mit insgesamt 980 436 000 ℳ sind allein in Berlin und Vororten 619 018 000 ℳ (63,137 %) angelegt worden. Mit Rücksicht auf diesen gewaltigen An⸗ teil des Berliner Bezirks an dem Beleihungsgeschäft der Versicherungs⸗ unternehmungen hat das Aufsichtsamt den Beleihungen in Berlin und Vororten fortdauernd seine besondere Aufmerksamkeit zugewendet. Gegenüber den Gefahren etwaiger Grundstückskrisen wird von fast allen Versicherungsunternehmungen bei der Auswahl der Beleihungs⸗ objekte auf zweckentsprechende örtliche Risikoverteilung Bedacht ge⸗ nommen. Die Mehrzahl der Anstalten beschränkt zwar die Be⸗ leihungen auf ihr engeres oder weiteres Heimatsgebiet, fasst aber das örtliche Risiko dadurch abzuschwächen, daß sie die Ausleihungen nach Möglichkeit über den gesamten Raum des Heimatsbezirks verteilt. Andere Anstalten nehmen Beleihungen in weiterem örtlichen Umfang, einige im Gebiete des ganzen Deutschen Reichs vor.
Die nachstehende kleine Zusammenstellung ergibt die Höhe der durchschnittlichen Im Dund Provisionen im Jahre 1907, und zwar auch getrennt für das erste und für das zweite Halb⸗ jahr und einerseits für Berlin nebst Vororten, andererseits für das übrige Deutschland. Die Beleihungen ländlicher Grundstücke sind wegen der bei ihnen gegebenen abweichenden Verhältnisse dieser Be⸗ rechnung der durchschnittlichen Zinsfuß⸗ und Provisionssätze nicht mit zu Grunde gelegt.
Zweites Halb⸗ jahr
Zins⸗ Pro⸗ fuß vision
% %
Berlin und Vororte 4,146 0,757 4,236 0,903] 4,191 Sonstiges Deutschland — 4,163 0,428] 4,267 0,503] 4,214 Ganz Heutschland 4,152 0,632] 4,247 0,756] 4,200
Während hiernach im Jahre 1907 die Auszahlungen in ganz Deutsch⸗ land durchschnittlich im ersten Halbjahre einen Zins von 4,152 % und eine Provision von 0,632 %, im zweiten Halbjahre einen Zins von 4,247 % und eine Provision von 0,756 %, im ganzen Jahre einen Zins von 4,200 % und eine Provision von 0,693 % brachten, sind bei den Ausleihungen im Votjahre 1906 durchschnittlich im ersten Halbjahre nur ein Zins von 4,049 % und eine Provision von 0,486 %, im zweiten Halbjahre ein Zins von 4,078 % und eine Provision von 0,547 %, im ganzen Jahre ein Zins von 4,063 % und eine Provision von 0,516 % erzielt worden. ie Unterschiede zwischen den Durch⸗ schnittszinserträgen der Darlehen in Berlin nebst Vororten und im sonstigen Deutschland sind verhältnismäßig gering, wesentlich größer jedoch die Unterschiede in den Provisionen; man wird sagen können, raß der zu Gunsten von Berlin bestehende geringe Unterschied im Zins durch die höheren Provisionen wieder ausgeglichen wird.
eidt, Eikte.; —; 1“
C1131““
Erstes Hal b. b Zins-⸗ Pro⸗
fuß vision
% %
Ganzes Jahr (Zins. Pro⸗ fuß
%
Lage der Pfandgrundstücke
Land⸗ und Forstwirtschaft.
Von den im Reichsamt des Innern herausgegebenen „Berichten über Landwirtschaft“ ist Heft 9: „Flachsbau und Flachsindustrie
in Holland, Belgien und
lichen Auswärtigen Amts, erschienen.
Frankreich“ von Dr. J. Brüssel, landwirtschaftlichem Sachverständigen im Dienste des Kaiser⸗ Im Wege des Buchhandels ist
Fro
st⸗
der Bericht von der Verlagsbuchhandlung Paul Parey in Berlin
SW. 11, Hedemannstraße 10, zu beziehen.
Gesundheitswesen, Tierkrankheiten und Absperrungs⸗
maßregeln.
Nachweisung
über den Stand am 31. Dezember 1908.
von Tierseuchen im Deutschen Reich
(Nach den Berichten der beamteten Tierärzte zusammengestellt im
Kaiserlichen Gesundheitsamt.)
Nachstehend sind die Namen derjenigen Kreise (Amts⸗ ꝛc. Bezirke)
ver ”
in denen Rotz, Maul⸗ und Klauenseuche, Lungenseuche oder
Schweineseuche (einschl. Schweinepest) am 31. Dezember herrschten. e sind — letztere in
Klammern — bei jedem Kreise vermerkt; sie umfassen alle wegen vor⸗
Die Zahlen der betroffenen Gemeinden und Gehöft
handener Seuchenfälle oder auch nur wegen e e Gehöfte, in denen die Seuche nach den geltenden Vor
nicht für erloschen erkläͤrt werden konnte. Rotz (Wurm). Preußen. Reg.⸗Bez. Marienwerder:
burg i. Westpr. 2 2
kreis Berlin 1 (2). Reg.⸗Bez.
Charlottenburg Stadt 1 (1), Spandau Stadt 1 (1).
Köslin: Stolp 1 (1). Reg.⸗Bez.
ts chr
Briesen 1 (2), Deutsch⸗Krone 1 (1). Potsdam: Niederbarnim 3 (3),
h perrten
en noch
“ “ Löbau 1 (1), Stras⸗
Stadt⸗
Reg.⸗Bez.
Schmiegel 1 (1), Koschmin 1 ) Reg.⸗Bez. Bromberg: Wi
„Gnesen 1 (1). eichenbach 1 (1), Waldenburg 1 (1). Reg.⸗Bez. Oppeln: Kattowitz Stadt 1 (1), Rybnik 1 (1). Reg.⸗Bez. Düsseldorf: Mülheim a. Ruhr Stadt 1 (1), Düsseldorf Stadt 1 (1) Reg.⸗Bez. Cöln: Cöln Stadt 1 (9),
2 (2), Bromberg 1 (1). Mogilno 1 (1), Znin 1
Reg.⸗Bez. Breslau: Oels 1 (1), Breslau 1 (1),
Württemberg:
Cöln 2 (2).
Zusammen: 34 Gemeinden und 44 Gehöfte.
Lungenseuche. Preußen. Stadtkreis Berlin 1 (1). Posen Ost 1 (1). 4*
Zusammen 2 Gemeinden und 2 Gehöfte.
L“
(einschl. Schweinepest).
Preußische Provinzen, ferner Bundes⸗ staaten,
Regierungs⸗ ꝛc. Bezirke sowie Bundesstaaten,
Neckarkreis: 1 (1). Mecklenburg⸗Strelitz: Neustrelitz 1 (1).
8
Reg.⸗Bez.
Maul⸗ und Klauenseuche und Schweineseuche
Posen: Schrimm 1 (1),
Stuttgart Stadt
11“
Posen:
welche in Regierungs⸗ bezirke geteilt sind.
welche nicht in Regierungsbezirke geteilt sind.
Nr.
do Laufende
1. 3.
Gemeinden
9 Gehöfte
Königsberg. Gumbinnen. v 8 Danzig. Marienwerder. Berlin 8 otsdam rankfurt tettin. Köslin. Stralsund. e- “ romberg. Breslau. Liegnitz.. Oppeln.. Magdeburg. Merseburg. Griurt. Schleswig. nnover . sstteim üneburg . Stade
Ostpreußen Westyreußen
Brandenburg,
DOS9oa 2I2IS*N
Pommern
Hannov
“
Westfalen
Arnsberg. gassel.. Wiesbaden. Koblenz .. Düsseldorf. Eöö“¹“; Trier. Aachen Sigmaringen Oberbayern. Niederbayern
V deezie 1—
Hessen⸗Nassau
Rheinland
Hohenzollern
Bayern Oberfranken
Mittelfranken. 1 Unterfranken Schwaben Bautzen. Dresden. Leipzig. Chemnitz. Zwickau. Neckarkreis Schwarzwaldkreis. egftren u1“ onaukreis. . Konstanz.. reiburg . . arlsruhe. Mannheim . Starkenburg Oberhessen. Wtgllen. 8 Mecklenburg⸗Schwerin. . Mecklenburg⸗Strelitz Oldenburg.. . v1111“ Brkenfen 1
Braunschweig... Sa ve z
Sachsen
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Sachsen⸗Altenburg.
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Zauer 7 (8), Schönau 7 (8), Bolkenhain 4 (4),
- 71
Sachsen⸗ C 72 7
Gotha Schwarzburg⸗Sondersh. Schwarzburg⸗Rudolstadt LP1646“*“ Reuß älterer Linie.
Reuß jüngerer Linie. C“ .
b nter⸗Elsaßs.
III“
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Elsaß⸗
Lothringen Ober⸗Elsaß.. 1
Keee“ Betroffene Kreise ꝛc. ¹)
a. Maul⸗ und Klauenseuche. 8 3: Johannisburg 1 (1), Neidenburg 1 (1). 5: Marienwerder 2 (3), Rosenberg i. Westpr. 1 (1). 14: Neumarkt 1 (1). 16: Tost⸗ Gleiwitz 1 (1), Beuthen Stadt 1 (1), Kattowitz 1 (1). 24: Roten⸗ burg i Hann. 1 (1). 29: Schwelm 2 (2). 38: Aichach 1 (1), Friedberg 2 (2). 59: Heppenheim 1 (1). 84: Hagenau 1 (14). Zusammen 17 Gemeinden und 31 Gehöfte.
b. Schweineseuche (einschl. Schweinepest).
1: Fischhausen 7 (7), Königsberg i. Pr. 1 (1), Labiau 2 (2), Gerdauen 2 (2), Pr.⸗Eylau 2 (2), Heiligenbeil 4 (4), Heilsberg 4 (4). 2: Niederung 3 (3), Tilsit Stadt 1 8 Tilsit 1 (1), Gumbinnen 1 (1), Angerburg 1 (1). 3: Lyck 2 (2), Ortelsburg 2 (2), Osterode i. Ostpr. 3 (3). 4: Marienburg i. Westpr. 4 (4), Danziger Höhe 3 (3), Pr.⸗Stargard 1 (1). 5: Stuhm 1 (1), Rosenberg i Westpr. 2 (2), Löbau 1 (1), Strasburg i. Westpr. 1 (1), Thorn 2 (2), Graudenz 3 (3), Schwetz 1 (1), Tuchel 1 (1), Konitz 3 (3), Schlochau 3 (3), Flatow 1 (1), Deutsch⸗Krone 4 (4). 7: Prenzlau 2 997 Templin 2 (2), Angermünde 4 (6), Ober⸗ barnim 12 (13), Niederbarnim 17 (23), Lichtenberg Stadt 1 (5), Charlottenburg Stadt 1 (1), Teltow 2 (2), Beeskow⸗Storkow 4 (10), Osthavelland 8 (13), Westhavelland 2 (2), Ostprignitz 5 (7). 81 Königsberg i. Nm. 7 (11), Arnswalde 3 (3), Lebus 15 (29), Weststern⸗ berg 2 (3), Züllichau⸗Schwiebus 3 (3), Krossen 11 (12), Guben 2 (5), Lübben 1 (1), Kalau 4 (4), Kottbus 2 (2), Sorau 2 (2), Sprem⸗ berg 2 (2). 9: Anklam 1 (1), Randow 3 (3), Stettin Stadt 1 (2), Greifenhagen 2 (2), Saatzig 3 (3), Kammin 1 (1), Greifenberg 1 (1), Regenwalde 1 (1). 10: Schivelbein 1 (1), Dramburg 6 (I1), Belgard 1 (1), Kolberg⸗Körlin 3 (3), Schlawe 1 (1), Stolp 3 (3), Lauenburg i. Pomm. 4 (4), Bütow 3 (3). 11: Grimmen 1 11). 12: Wreschen 1 (1), Jarotschin 1 (1), Schroda 2 (2), Schrimm 6 (8), Posen Ost 1 (1), Posen West 2 (2), Obornik 3 (3), Samter 1 (1), Bienbaum 2 (2), Meseritz 1 (1), Neutomischel 1 (1), Grätz 3 689 Bomst 6 (6), Fraustadt 2 (2), Schmiegel 3 (4), Kosten 7 (9), Lissa 1 (1), Rawitsch 3 (3), Gostyn 5. (5), Koschmin 4 (7), Krotoschin 1 9 Pleschen 2 (2), Ostrowo 1 (1), Adelnau 1 (1). 13: Fllehne 9 (11), Czarnikau 2 (2), Kolmar i. P. 21 (31), Wirsitz 8 (8), Bromberg 2 (2), Schubin 7 (9), Mogilno 4 (4), Znin 17 (19), Wongrowitz 13 (15), Gnesen 4 (4), Witkowo 2 8 14: Groß⸗Wartenberg 1 (1), Oels 5 (5), Trebnitz 41 (45), Militsch 2 (2), Guhrau 5 (6), Steinau 2 (2), Wohlau 2 (2), Neu⸗ markt 4 (4), Breslau 18 (22), Ohlau 15 (20), Brieg 14 (18), Strehlen 9 (9), Münsterberg 4 (4), Frankenstein 4 (5), Reichenbach 5 (5), Schweidnitz 7 (7), Striegau 16 (20), Waldenburg 4 (4), Glatz 4 (4), Neurode 1 (1), Habelschwerdt 1 (1). 15: Grünberg 9 (12), Freistadt 3 (3), Sagan 4 (4), Sprottau 5 (6), Glogau 3 (3), Lüben 5 (5), Bunzlau 4 (4), Goldberg⸗Hainau 6 9% Liegnitz 3 (3),
andeshut 5 (6),
Hirschberg 2 (2), Löwenberg 12 (12), Lauban 2 (2), Görlitz 1 (1), Rothenburg i. O.⸗L. 1 (1). 16: Kreuzburg 2 (2), Groß⸗Strehlitz 1 (1), Lublinitz 1 (1), Tost⸗Gleiwitz 4 (5), Zabrze 2 (3), Kattowitz 3 09 Pleß 1 (1), Ratibor 2 (2), Kosel 1 (1), vä. 1 (1), Neustadt i. O.⸗S. 2 (2), Falkenberg 3 (3), Neisse 2 (2), Grottkau 1 (1). 17: Salzwedel 1 (2), Gardelegen 1 9). Jerichow I 1 (1), Kalbe 3 (4), Wanzleben 2 (2), Neuhaldensleben 2 (2), Oschersleben 6 (13), Grafschaft Wernigerode 1 (1). 18: Wittenberg 1 (1), Mansfelder Gebirgskreis 1 (1), Querfurt 1 (1), Weißenfels 2 (2). 19: Grafschaft Hohenstein 1 (1), Langensalza 6 (8), Ziegenrück 5 (7), Schleusingen 1 (2). 20: Flensburg 2 (2), Schleswig 1 (1), Plön 1 (1), Rendsburg 4 (4), Süderdithmarschen 4 (4), Steinburg 2 (2), Segeberg 4 0). Wandsbek Stadt 1 c9. Stormarn 8 (9), Pinneberg 5 (5), HAzog⸗ tum Lauenburg 3 (4). 21: Nienburg 1 (1), Stolzenau 1 (1), Hannover Stadt 1 (1), Linden 1 (1), Hameln 2 (2). 22: Peine 1 (1), Hildesheim 1 (1), Marienburg i. Hann. 1 (1), Goslar 1 (4), Osterode a. H. 2 (2), Göttingen 2 (3), Einbeck 6 (8). 23: Celle 2 (2), Soltau 2 (2), Winsen 1 (1), Harburg 1 (1). 24: Kehdingen 1 (1), Lehe 2 (2), Blumenthal 1 (1), Verden 2 (3), Achim 2 (2), Rotenburg i. Hann. 3 (3). 25: Meppen 2 (2), Aschendorf 3 (4), Lingen 5 (6), Bersenbrück 3 (3), Osnabrück 2 (2), Melle 1 (1). 27: Tecklenburg 1 (1), Beckum 2 —. Lüdinghausen 1 (1), Münster 1 (1), Steinfurt 3 (3), Coesfeld 1 (1), Recklinghausen 5 (5). 28: Halle i. W. 1 (1), Büren 1 (1), Höxter 1 (1). 29: Brilon 1 (1), Soest 2 (2), Hamm 1 (1), Hortmund Stadt 1 (1), Dortmund 1 (1), Hattingen 2 (2), Schwelm 1 (1), Wittgenstein 4 (4). 30: Cassel Stadt 1 (2), affel 4 (13), Eschwege 4 (6), Fritzlar 8 (8), r. 4 (33), Homberg 1 (1), Frankenberg 3 (3), Hünfeld 1 71), anau 5 (10), Gelnhausen 11 (11), Schlüchtern 5 (5). 31: Ober⸗ westerwaldkreis 3 (3), Westerburg 6 - Unterwesterwaldkreis 3 (3),
III
Oberlahnkreis 3 (4), Limburg 7 (12), Unterlahnkreis 9 (13), St. Goarshausen 3 (3), Untertaunuskreis 2 (2), Usingen 5 (11), Obertaunuskreis 2 (2), Höchst 2 (2), Frankfurt a. M. Stadt 1 (1). 32: Kreuznach 2 (2), den 1 (1), Ahrweiler 2 (2), Altenkirchen 2 (2), Wetzlar 4 (7), Meisenheim 3 (3). 331 Kleve 3 (3), Rees 3 (3), Crefeld 1 (1), Duisburg Stadt 1 (2), Ruhrort 2 (3), Essen 1 (1), Mörs 10 1 Kempen i. Rb. 7 (12), Elberfeld Stadt 1 (1), Grevenbroich 1 -9. 34: Wipperfürth 1 (1), Waldbröl 1 (1). Siegkreis 1 (1), ülheim a. Rb. 1 (1), Cöln Stadt 1 (2), Rhein⸗ bach 1 (1). 35: Daun 2 (3), Trier 1 (1), Merzig 1 (1), Saar⸗ brücken 2 (2). 36: Aachen 1 (l). 38: Berchteegaden 1 (1), Ebersberg 1 (1), Freising 1 (1), Garmisch 1 (1), Miesbach 1 7(1), München Stadt 1 (1), München 1 (1), Pfaffenhofen 1 (1), Wasser⸗ burg 1 (1), Weilheim 1 (1). 39: Deggendorf 1 (1), Dingolfing 2 (5), Kehlheim 3 (3), Landshut Stadt 1 (1), Landshut 3 89 Mallersdorf 1 (1), Vilshofen 1 (1), 41: Stadtamhof 1 71). 45: Dillingen Stadt 1 (1), Dillingen 1 (1). 47: Dresden⸗Neustadt 1 (1) 50: Zwickau 1 (1). 51: Brackenheim 3 (3). 53: Oehringen 2 (3), 54: Ulm 1 (1) 56: Emmendingen 1 (1). 57: Bühl 1 (1). 58: Wiesloch 1 (1), Eberbach 2. 59 59: Darmstadt 3 (4), Groß⸗Gerau 3 (3). 60: Albsfeld 2 2 riedberg 1 (1). 61: Mainz 1 (1). 62: Gade⸗ busch 1 (1), Wismar 3 (3), Parchim 1 (1), Güstrow 4 (4), Rostock 1 (1), Gnoien 1 (1). 65: Apolda 1 . Neustadt a. O. 9 (9). 64: Neustrelitz 1 (1). 65: Oldenburg Stadt 1 (1), Olden⸗ burg 3 89 Westerstede 3 (9), Varel 1 (1), Butjadingen 3 (5), Delmenhorst Stadt 1 (2), Delmenhorst 1 (1), Wildeshausfen 1 (1), Vechta 3 (3), Cloppenburg 1 (1). 68: Braunschweig 8 (8), Wolfen⸗ büttel 4 (6), Helmstedt 2 (2), Gandersheim 7 (9), Holzminden 16 (52), Blankenburg 2 (3). 69: Saalfeld 1 (1). 70: Ostkreis 4 (4), Westkreis 1 (1). 73: Bernburg 3 (4). 76: Kreis der Eder 2 (2), Pyrmont 1 (1). 80: Detmold Stadt 1 (4), Detmold 5 (6), Schötmar
¹) An Stelle der Namen der Regierungs⸗ ꝛc. Bezirke ist die ent⸗
sprechende lfde. Nr. aus der vorstehenden Tabelle aufgeführt.
(30), Brake 2 (2). 83: Hamburg Stadt 1 (4), Marschlande 2 (2).
85: Mülhausen 1 (1). 86: Diedenhofen West 2 2) Saar⸗ gemünd 2 (3). “
Zusammen: 1102 Gemeinden und 1422 Gehöfle b
111“ 11X
egypten. 8
Der internationale Gesundheitsrat in Alexandrien hat beschlossen,
gegen Herkünfte von dem Küstenstrich zwischen El⸗Wedj
und Djeddah und gegen die vorbezeichneten Orte das Pest⸗
reglement in Anwendung zu bringen. 1
Handel und Gewerbe.
Bei den Abrechnungsstellen der Reichsbank wurden im Monat Dezember 3974 702 000 ℳ abgerechnet.
Nach der Wochenübersicht der Reichsbank vom 31. Dezember 1908 betrugen (+ und — im Vergleich ur Vorwoche): Aktiva: 1908
Metallbestand (der Bestand an kurs⸗ fähigem deutschen Gelde oder an Gold in Barren oder aus⸗ ländischen Münzen, das Kilogr. fein zu 2784 ℳ berechnet)
Bestand an Reichs⸗ kassenscheinen.
Bestand an Noten anderer Banken
Bestand an Wechseln
Bestand an Lombard⸗ forderungen
Bestand an Effekten
Bestand an sonstigen EZö“
Passiva: das Grundkapital
der Reservefonds.
80 147 000 704 179 000 665 017 000 (s— 78 921 000) (s— 10 657 000) (— 70 656 000)
57 516 000 75 439 000 51 269 000 6 593 000 4 857 000) (+† 1 242 000)
10 102 000 7 499 000 14 136 000 (s— 19 361 000 (— 24 056 000) (— 16 462 000) 1 159 316 000 1 493 593 000 1 338 957 000 (+ 252 276 000) (+ 178 395 000) (+† 149 384 000)
175 930 000 364 307 000 284 522 000 (+ 101 862 000 (+ 246 234 000) (. 220 266 000)
394 399 000 121 805 000 262 697 000 (+ 75 984 000) (+ 51 292 000) (†+ 67 837 000)
165 383 000/ 105 994 000 121 568 000 (— 10 570 000) (s— 21 605 000) (— 5 881 000)
— Ei
180 000 000 (unverändert) 64 814 000
180 000 000 (unverändert) 64 814 000
180 000 000 (unverändert) 64 814 000 (unverändert) (unbverändert) (unverändert)
1 975 390 000 1 885 922 000 1 775 898 000 (+ 387 376 000) (+ 316 457 000) (++ 294 967 000)
der Betrag der um⸗ laufenden Noten.
die sonstigen täglich fälligen Verbind⸗ V6—*
die sonstigen Passiva
656 578 000 658 502 000 652 883 000 (— 73 819 000) (+ 94 498 000) (+ 48 058 000)
66 011 000 83 578 000 64 571 000 (+ 1 120 000) (+ 3 791 000) (+ 2 705 000)
(Aus 88 im Reichsamt des Innern zusammengestellten „Nachrichten für Handel und gsamnenge
Die Handelssachverständigen bei den Kaiserlichen Konsularbehörden. Als Handelssachverständige bei den Kaiserlichen Konsularbehörden nd zurzeit tätig: 8 1 .I in Rio de Janeiro: Dr. Voß, in Kalkutta: Gözling, in Johannesburg: Renner, 1 in Sydney: W. de Haas, “ in Yokohama: Jonas, Königlich preußischer Regierungs⸗ baumeister a. D., in St. Petersburg: Ingenieur Goebel und Dr. Karl Müller, in Valparaiso: Dr. Gerlach, *) in Konstantinopel: Jung, in New York: Waetzoldt, Königlich preußischer Gewerberat, und Leonhardt, in Chicago: Dr. Quandt, in Mexiko: Bruchhausen.
1 *) Dr. Gerlach’ befindet sich zurzeit auf einer Informationsreise, vncfagen sind bis auf weiteres an den Generalkonsul in Valparaiso u richten.
Gröündung neuer Unternehmungen in Finnland.
Eine bedeutende Neugründung der letzten Zeit in Finnland ist die Schaffung einer Zentralbank der ““ Cpal bankwesen ist in dem Lande stark entwickelt; es gibt mehr als 330 Sparbanken mit einem Kapital von mehr als 200 Millionen finn. M. Es hat sich seit längerer Zeit das Bedürfnis nach einem näheren Zusammenschluß unter diesen geltend gemacht, und bereits 1903 wurde in diesem Sinne der Finnische Sparbankverein gestiftet. Eine Dele⸗ Fe dieses Vereins studierte vor zwei Jahren die entsprechenden
inrichtungen in Oesterreich, und Ende vorigen Jahres war man dahin gelangt, ein Statut zu einer Zentralbank aufzustellen, das im laufenden Jahre vom Senat bestätigt worden ist. Danach darf eine Sparbank nicht mehr Aktien der Zentralbank jeichnen als bis zum halben Betrage ihrer eigenen Fonds. Diese Bestimmung bezweckt, zu verhindern, daß die Einleger ihre Mittel in zu hohem Betrage in Aktien anlegen. Von besonderer Bedeutung für das wirtschaft⸗ liche Leben des Landes ist es, daß nunmehr die Sparbanken das Recht haben, Aktien zu zeichnen und zu besitzen. Das Aktienkapital der Zentralbank ist auf ½ Million finn. Mark festgesetzt und kann auf 5 Millionen erhöht werden. Privatpersonen können nicht Aktionäre sein. Die Zentralsparbank nimmt u. a. Gelder auf Depositions⸗ und laufende Rechnung an, fertigt Obligationen aus und bewilligt Dar⸗ lehne an Sparbanken, Gemeinden und andere öffentliche Rechts⸗ gemn gasch den.
n Helsingfors wird auf Grund Gemeindebeschlusses ein städtisches Elektrizitätswerk mit einem Kapitalwert von etwa 4 Millionen finn. Mark gebaut. Das dazu erforderliche Material ist zum größten Teil an deutsche Firmen vre worden. Zugleich ist die Errichtung eines neuen Gaswerkes eeschlossen worden, das im Jahre 1910 fertig werden soll.
Behufs Aus⸗ und Umbaues des elektrischen Straßenbahn⸗ netzes in Helsingfons hat die biesige Straßenbahngesellschaft eine Obligationsanleihe von 800 000 finn. Mark aufgenommen und das Aktienkapital um 625 000 finn. Mark erhöht. Die Arbeiten, die hauptsächlich in der Anlage eines Doppelgleises, bestehen, werden von einer schwedischen Gesellschaft ausgeführt. In Abo findet der Bau einer elektrischen Straßenbahn durch eine deutsche Firma statt.
Die Suomen Kauppapankki in Wiborg, deren Deposita sich auf über 4 ½ Millionen finn. Mark belaufen, hat in der Landeshaupt⸗ stadt eine Filsale angelegt.
Zwei Unternehmungen, welche die Herstellung von Zement in größerem Umfange betreiben wollen, sind in argas zu verzeichnen, wo sich das nötige Rohmaterlal in größerer Menge Feher Erstens erweitert die dort schon seit längerer Zeit tätige Pargas Kalkberg Aktiengesellschaft, welche die größte ihrer Art in Finnland sein dürfte, ihre bisher auf Gewinnung von Kalk gerichtete Tätigkeit, indem sie statt der bisherigen 40 000 Tons nunmehr jährlich 100 000 und außer⸗
1““ “ “ 111X“
ein Amortisations⸗Staatsdarlehn von 1 Mlllion finn. Mark sowie um zollfreie Einfuhr von Maschinen und Baumaterial nachsucht. Zweitens ist dort eine Neugründung im Werke, an der sich einige bekannte größere Industrielle beteiligen, und die außer einer Staats⸗ unterstützung sowie einem Staatsdarlehn und zollfreier Einfuhr von Materialien und Maschinen zum Bau aüuch die Einführung eines Zoll 8 auf ausländischen Zement beim Senate betreiben, nämlich 1,5 finn. M. für das Faß von 180 kg Gewicht. Die Grundstücksankaufs⸗ und Baukosten werden auf 1,8 Millionen finn. M. berechnet. Be⸗ absichtigt wird, 200 000 Faß jährlich herzustellen, d. h. etwa die Hälfte des voraussichtlichen diesjährigen Imports. Aus Deutschland werden zurzeit 30 bis 40 Kilogramm Millionen jährlich eingeführt. Bei etwaiger Einführung eines Zolles gegen das Ausland dürfte viel Zement aus Rußland bezogen werden, das eine starke Produktion darin hat. Nach einem kürzlich bekannt gewordenen Gutachten der Oberzoll⸗ behörde ist letztere indes gegen einen Importzoll auf Zement, da ein solcher nur die Ware verkeuern werde, ohne der einheimischen Produktion zugute zu kommen. Die Industrieverwaltung schlägt einen Zoll von 1 finn. M. pro Faß vor, da alle Nachbarländer einen der⸗ artigen Zoll hätten. Eine Staatssubvention würde die Industrie⸗ verwaltung nicht bewilligen, wohl aber ein Staatsdarlehn in Höhe von 400 000 finn. M. mit zweiprozentiger Amortisation, doch müßte dieses gegebenenfalls zwischen beiden Unternehmunaen geteilt werden. Die zollfreie Einfuhr von Maschinen und Baumaterial wird von beiden aroe gen abgelehnt. Der Senat wird nunmehr in der Sache Be⸗ uß fassen.
Auf dem Gebiete der Holt⸗ und Zellulosein'ustrie ist zu er⸗ wähnen, daß die Kotka Zellulosefabrik, deren Betrieb in finanzielle Schwierigkeiten geraten war, durch Zuführung neuen Kapitals und Reorganisation der Aktiengesellschaft neuerdings saniert worden ist. Die Kreditoren mußten für den Gesamtbetrag threr Forderung Aktien zeichnen, und die alten Aktienbesitzer erhielten 20 % ihrer alten Aktien in neuen Aktien ausbezahlt, mußten dagegen aber einen Teil neues Geld schaffen. Die ebenfalls in Kotka mit einem Sägewerk und einer Zellulose⸗ fabrik tätige, in norwegischem Besitz befindliche Halla Aktiebolag hat behufs Betriebserwesterung eine 5 prozentige Obligationsanleihe von 5 Millionen finn. M. aufgenommen, wofür der 110 000 ha große Waldbestand der Gesellschaft verpfändet worden ist. Der große Fabrik⸗ komplex Kymmene Aktiebolag, die vor einem Jahre in eine mißliche Geschäftslage geriet und den Betrieb auf zwei Fabriken einstellen mußte, hat diesen zum Teil wieder aufgenommen und bietet jetzt bessere Aussichten für die Zukunft, nachdem einige als tüchtig bekannte Geschäftsleute die Administration übernommen haben. Die Zellulose⸗ fabrik ist voll im Gange und von den Papiermaschinen bisher eine in Gang gesetzt. Weitere werden folgen, sobald sich die Aufträge mehren. Vorläufig scheint hierzu jedoch wenig Aussicht vorhanden zu sein, da der Konsum im allgemeinen hier sowohl wie in Rußland recht be⸗ schränkt ist. Auch sind die Preise zurzeit nicht verlockend.
Eine neue Holzschleiferei ist geplant bei Warkaus seitens der Firma Paul Wahl u. Co.*); auch wird eine solche in Bkspää bei Wiborg seitens der „Osakeyhtiö Tienhaaran Puuhiomo⸗ u. Tilliteh⸗ das“ errichtet. Die Errichtung einer weiteren Zellulose⸗ und einer Papierfabrik im östlichen Finnland ist in Aussicht genommen mit Hilfe eines in Norwegen aufgebrachten Kapitals von 5 Millionen finn. M., die die Gesellschaft Aktiebolaget Tornatorin Tainionkosli aufnehmen will.
Die Papierfabriken Kymmene Aktiebolag, Papperskontoret i Tammerfors, G. A. Serlachius Aktiebolag, Myllykoski Träsliperi Akliebolag und Aktiebolaget E. Klaile, die Zeitungspapier anfertigen, haben dem „Finska Parpersföreningen“ in Wiborg den Allein⸗ verkauf von Zeitungsdruckpapier, weißer Makulatur und solchem ungefärbten Druckpapier, das bis zu 41 ½ Penni das Kilo⸗ notiert wird, übertragen, und zwar vom 1. Januar 1909 an.
ith ein wesentlicher Schritt zur Verbessung der Preise getan sein.
Eine Gesellschaft zur Gewinnung von Topfstein in Junga hat sich in Wiborg mit einem Kapital von 200 000 finn. M. gebildet. Sie führt den Namen „Osakeyhtiö Vuolukivi Aktiebolaget Täljsten“. chi “ 1- 86 a. 2 Ses garsten ver⸗
edener Industriezweige entstanden, die für eutschland kaum Interesse haben dürften. 5 8 di 8
Außenhandel Costa Ricas im Jahre 1907.
Im Fiskaljahr 1907 (bis 30. September) erreichte der gesamte Außenhandel Costa Ricas einen Wert von 16 905 000 Doll. (Dollar à 4,20 ℳ), wovon auf die Einfuhr 7 555 000 Doll. und auf die Ausfuhr 9 350 000 Doll. entfielen. Im Vergleich mit 1906 zeigte die gEo2 eine Steigerung um 1,04 %, die Ausfuhr eine solche um; 5 /o.
Bananen sind die Hauptware der Ausfuhr; es wurden 1907 davon 10 165 759 Trauben im Werte von 4 864 000 Doll. zum Ver⸗ sand gebracht, 50 000 Trauben mehr als 1906. An Kaffee, der nächst⸗ ehg Ware, 7 281 137 Sack oder 17 325 t mit einem Werte von 3 419 000 Doll. aus, an Gold⸗ und Silbermünzmetall für 535 000 Doll, dann folgten, ihrer Bedeutung für die Ausfuhr nach, Holz (hauptsächlich Zedernholz), Kakao, Kautschuk, Häute, Schildpatt, Perlmutter. In der Einfuhr spielen die Hauptrolle die unter „allgemeine Waren“ zusammengefaßten Warengruppen, die haupt⸗ sächlich Gewebewaren und Artikel für den b-. umfassen mit einem Einfuhrwerte von 5 622 000 Doll.; für reichlich 600 000 Doll. wurde Vieh eingeführt, namentlich aus Nicaragua, Honduras und Venezuela.
Die Vereinigten Staaten von Amerika nahmen fast die gesamte Ausfuhr von Bananen auf; im Jahre 1907 gingen dorthin 7 032 080 Trauben, während der Rest nach Großbritannien geliefert wurde. Letzteres Land bezog drei Viertel des ausgeführten Kaffees, wovon die Vereinigten Staaten und Deutschland fast zu gleichen Teilen beinahe den ganzen Rest erhielten; nach Frankreich und anderen Ländern gingen nur kleine Posten.
Obaleich feststeht, daß die Ebrnen von Sarapiqui und San Carlos für den Kautschukanbau vorzüalich geeigneten Boden besitzen, bleiben die Pflanzungen dort klein, während sie bemerkenswerte Er⸗ gebnisse erzielen. — Die Kakaoausfuhr verdoppelte sich der Menge nach beinahe gegenüber 1906, und die erzielten guten Preise regten sehr zur Ausdehnung der Kakaokultur an.
Die Vereinigten Staaten stehen an der Spitze der Einfuhrländer und waren 1907 mit 44, 99 % an der Einfuhr beteiligt; Groß⸗ britannien und die britischen Kolonien vergrößerten ihren Anteil um 0,65 %; die Lieferungen aus den spanisch⸗amerikanischen Republiken erreichten den Prozentsatz von 9,02 % der Gesamteinfuhr gegenüber 1,62 % im Vorjahre, bauptsächlich infolge der Steigerung der Vieh⸗ einfuhr. Nahrungsmittel, Eisenbahnmaterial und Metallkurzwaren bilden die Hauptmasse der Einfuhr der Vereinigten Staaten nach Costa Rica. 4
Die Einfuhr in Feflhahg stieg im Werte auf 356 000 Doll. gegenüber 296 000 Doll. im Vorjahre; hiervon lieferten: Frankreich 31 %, Deutschland 29,73 %, die Vereinigten Staaten 19,71 % und Großbritannien 13,87 %. (Nach Bulletin of the International Bureau of the American Republies.)
r 8
Ausschreibungen.
ee von Werkzeugmaschinen nach Ungarn. Für die Debregener Kal ungarische Tabakfabrik sind zu Uefern: 1 Dreh⸗ bank, 1 Cushmannsche amerikanische Drehbankeinrichtung und eine Bohrmaschine mit 75 Stück Schneckenbohrern. Angebote bis zum 20. Januar 1909 an die Direktion der Budapest Franzstädter Kal. ungarischen Tabakfabrik. Näheres dortselbst. ( tr. Zentralanzeiger für das öffentliche Lieferungswesen.)
*) Ueber den Uebergang sämtlicher Werke der Firma Paul W
u. Co. an die Firma W. Gutzeit u. Co. finden zurzeit Verha lungen statt.
240 000 Faß Zement hexstellen will, und zu diesem Zwece um
Gasbeleuchtung in Saloniki. Die Regierung hat das
Gesuch der Salonicher Gasgesellschaft um Verlängerung ihrer Kon⸗
zession abgewiesen, und die Gemeindeverwaltung der genannten Stad bewirbt sich nun mit Aussicht auf Erfolg um die verfallene Kon zession. Ob nun die Gemeinde den Betrieb in eigener Regie führe oder ihn etwa an die alte Gesellschaft verpachten wird, jedenfall wird elne beträchtliche Ausdehnung und Verbesserung der bisherigen
— . betrachteten Beleuchtung eintreten. (Handelsmuseum, en.
Neue Eisenbahnen in Belgien. Die Société Nationale
des chemins de fer vicinaux in Brüssel, Rue de lla science 14,
vergibt: 1) Am 10. Februar 1909, 11 Uhr, den Bau des Abschnitts Grandmenil — Dechamps der Vizinallinie Comblain⸗la⸗Tour — Manhay — Melreux. Anschlag: 196 038 Fr. Kaution:119 000 Fr. 2) Am 17. Fe bruar 1909, 11 Uhr, den Bau der Strecke Gedinne —Membre un
eines Kohlenschuppens in Gedinne. Anschlag: 612 185 Fr.; Kaution
60 000 Fr. Angebote sind zu 1 und 2 beim Generaldirektor der Gesell schaft spätestens einen Tag vor der Verhandlung einzureichen. Pläne Bedingungshefte (Preis 1 Fr. pro Exemplar) sind zu 1 bei dem Provinzialingenieur L'Hoir in Lüttich, Rue Edouard⸗Wacken 10. vom 13. Januar ab, zu 2 bei dem Provinzialingenieur Rigot i
Namur, Rue Lucien⸗Namoͤche 39, sogleich erhältlich. (Moniteur de
Intérêts Matériels.)
Lieferung von 85 067 kg Gußeisenteilen für di Wasserleitung in Rotterdam. Verhandlung: 19. Januar 1909
3 8 89 8 8 8
8
vor der Kommission für die städtische Wasserleitung daselbst. (Moniteur 8
des Intérêts Matériels.)
Lieferung von Rumänien.
Salpeter und chlorsaurem Kali nach Am 8./21. Januar 1909 vergibt die Generaldirektion
der Staatsmonopole in Bukarest die Lieferung von 70 000 kg Sal⸗
52 für die Pulverfabrik Laculete und 60 000 kg chlorsaurem Kal ür die Zündholzfabrik Filaret. (Oesterr. Zentralanzeiger für das öffentliche Lieferungswesen.)
Bau einer Lokalbahn in Rumänien, und zwar der Strecke
Busau Lopatari — Vintila — Vodaà. handlung: Arbeiten in Bukarest. Lieferungswesen.)
Lieferung von Militärtuch und ⸗drillich nach Chile. Die chileniscke . eenn vergibt die Lieferung von 25 000 m Tuch vollblau, für Infanterieuntformröcke, 6000 m Tuch hellblau, für Kavallerie⸗ uniformröcke, 35 000 m Tuch dunkelbau, für Beiakleider, 15 000 m Tuch göah⸗ für Mäntel, 4000 m Tuch rot, für Abzeichen, 500 m Tuch
Anschlag: 260 000 Fr.
Ver⸗ 20. Januar 1909 beim Ministerium der öffentlichen 8 (Oesterr. Zentralanzeiger für das öffentliche
preußischblau, für Abzeichen, 300 m Tuch gelb, für Abzeichen, 200 m Tuch grün, für Abzeichen, 300 000 m Drillich graugrün, für Sommer⸗
anzüge. Die Farbe sowie die Qualität der Stoffe mu jenigen des preußischen Militärs entsprechen. Die angebote müssen Muster enthalten (wenigstens 70 qgem), ebenso muß der Termin der Lieferung angegeben und die Preise müssen in Mark oder Francs aufgestellt sein. Angebote bis zum 20. Januar 1909 an di bsrssglsr Militar de Chile en Europa, Berlin W. 30
IZ 8
Konkurse im Auslande. Rumänien.
Anmeldung —— Schluß der
Handelsgericht Name des Falliten
Forderungen bis am
Elena Marcovici, 27. Januar/ Str. Smärdan Nr. 14 1909 J. J. Moises cu, 16/29. Jan. Str. Sf. Elefterie Nr. 8 1909 Dolj Antonie Jowescu, 29. Dez. 1908 (Craiova) Craiova 11. Jan. 1909 8. Petre Voiculescu, 29. Dez. 1908 / b Craiova 11. Jan. 1909
Ilfov (Bukarest)
16./29. Jan.
26. Januar /
8./21. Jan. 1909
8/21. Jan. 1905.
Üim Monat Dezember 1908 2 29 ütseghes I. Im Ruhrbezirk.
—
Von den
Zechen angefordert
523 625 Wg.
à 10 t 590 060 Wg.
à 10 t
Den Zechen icht
rechtzeitig n gestellt gestellt
523 625 573 287
1908 1907
.“ geg. 1907 — 66 435 =11,3 %, — 49 662 =8,7 ½ — 16 773 — 2515 - 10,5* Die Zufuhr von Kohlen nach den Rheinhäfen betrug: Ruhrort Duisburg Hochfeld 1908 48 619 25 714 756 zs. 75 089 1907 43 749 23 047 3 770 „ 70 566
16 773
Mithin 1908
geg. 1907 P† 4 870 + 2667 — 3014
Die Zufuhr zu dem Dortmunder Hafen betrug: 899 Wg. geg. 700 Wg. 1 907.
II. In Oberschlesien.
Von den Den Zechen ——
angesordert 195 573
195 373 Wg. à io t 191 010
7 678
— 3 315 =1,7 % + 4 363=2,3 % — 7 678
III. Im Saarbezirk.
67 492 Wg. „⁸
2 n
—
IV. In allen drei Bezirken. 786 490 e 4b
à 1 es ge 8858 247 81 879
+ 4 523
genau der⸗ Lubmissions⸗
Habsburger⸗
Verifizierung
9. Febr. 1909. 8. Febr. 1909.