655
B. Nördl. u. südl. Kaukasus.
C. Uebriges Rußland..
5 op. Rußland
afiat.
B. 2
ez., 15
16./12.-31./12. 08
November 1908 Dezember 1908
September 1908 September 1908
September 1908
Rinderpest: Rußland B. 6 Bez., 208 Gem., C. 7 Bez., 130 Gem. neu verseucht. Rauschbrand: Ungarn 22 Bez., 52 Gem., 53 Geh. überhaupt verseucht; Kroatien⸗ neu verseucht; Schweiz 3 Bez., 4 Gem. neu verseucht; Norwegen 3 Tollwut: Oesterreich 14 Bez., 27 Gem., 27 Geh. überhaupt verseucht; verseucht; Serbien 1 Gem. verseucht; Italien 7 Bez., 8 Gem. überhaupt verseucht; Bosn Bez., 11 Gem. neu verseucht.
Gem., C. 8.
63 31
. 7 2 8
Lungenseuche: Rußland A. 11 Bez., 148 Gem., C. 8 Bez., 122 Gem. neu verseucht.
Schafpocken: Ungarn 11 Bez., 41 Gem., 69 Geh. überhaupt verseucht; Serbien 1 Gem. verseucht;
Gem., C. 2 Bez., 2 Gem. neu versucht.
4 Geflügelcholera: Oesterreich 5 Bez., 5 Gem., 19 Geh. überhaupt verseucht; Ungarn 5 Bez., 5 Gem., 15 Geh. überhaupt verseucht; Bosnien u. Herzegowina 1 Bez., 3 Gem., 13 Geh.
überhaupt verseucht.
Beschälseuche: Kroatien⸗Slavonien 1 Bez., 2 Gem.,
ngarn 52 Bez., 248 Gem.
24
Bez., 5 Geh. neu verseucht. 264 Geh. überha en u. Herzegowina 5 Bez., 7 Gem. überhaupt verseucht; Ruß
Slavonien 1 Bez., 2 Gem., 2 Geh. überhaupt verseucht; Italien 2 Bez., 3 Gem. überhaupt, 3 Geh. t verseucht; Kroatien⸗Slavonien 3 B. 4 Gem., 6 Geh. überhaupt
and A. 55 Bez., 281 Gem.,
Bulgarien 7 Bez. 10 Gem. neu verseucht; Rußland A. 15 Bez., 70 Gem., B. 1 Bez.,
11u6““
weinepest; Großbritannien: Schweinesieber; Italien: Schweineseuchen (allgemein).
Nachweisung tand von Viehseuchen in Oesterreich⸗
Ungarn am 6. Januar 1909. (Kroatien⸗Slavonien am 30. Dezember 1908.)
(Auszug aus den amtlichen Wochenausweisen.)
des Sperrgebiets
. und Länder
Komitate (K.) Stuhlrichterbezirke (St.) Munizipalstädte (M.)
5 ☛
Maul⸗
und
Klauen⸗
seuche
Schweine⸗ seuche und Schweine⸗ pest
Rotlauf der Schweine
Zahl d
er verseuchten
varaaereeneeee
2
e⸗ Gemeinden
ꝑIGemeinden
— Gemeinden
0⁰
0 Gemeinden
— ½
a. Oesterreich. 1 2 3 „ 4 2 1 Oberösterreich. 2 Steiermark.
3 K 1 Kärnten..
2 8 8— 8 E1““ Küstenland.
eö1“
2 EEEIEETETb1]]
8 . S 5 8
8
ꝗ ☛̈ ½ 2 12 ˙m22 1˙2
2 8 ₰
Schlesien.. Galizien
°qAnndd eSCOOch d0 d0 8— Co d0
Bukowina..
b. Ungarn. K. Abauj⸗Torna, M. Kaschau
EEAEEE11I““ K. Unterweißenburg (Alsé⸗ Fehér). St. Arad, 5, Elek, Kisjenö, Pécska, Vilägos, ZAEEE1““ St. Borossebes, Nagyhal⸗ moäͤgy, Radna, Ternova. K. Arva, Liptau (Liptô), Turôécz. St. Bäczalmäs, Baja, Topolya, Zenta, Zombor, Stadt Zenta, M. Baja, Maria Theresiopel (Sza⸗ badka), Zombor.. St. Apatin, Hödsäg, Kula, Németpalanka, Obeese, Titel, 85 Ujvidsk), ablya, M. Usvidsk ..
K. Baranya, M. Fünfkirchen K. Bars, Hont, M. Schemnitz (Selmecz⸗ 6s Bélabaͤnya) K. Bereg, Ugoesäa.. K. Bistritz (Besztercze)⸗ St. Berettyéujfalu De⸗ recske, Ermihaͤlyfalva, Margitta, Sökelyhid, E775»8 St. Eséffa, Elesd, Fier. Mezökeresztes, Szalärd, M. Großwardein (Nagy⸗ 7I. EE7558 St. Bél, Belényes, Ma⸗ Pareset Nagyszalonta, nke, Vasköoh.. K. Borsod EEE“ K. Kronstadt (Brassé), Ütttttit.... K. 82ꝙ Csongraͤd, M. Hodmezövasürhely, Sze⸗
gedin (Szeged) ..
1 1 1 1 1 1 1
1 2
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UUILERLLLLIILIIIUUILELeLLUUULUUI LILILILILILEILILIEIILILIILIIIIEEZI1
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8 8
Königreiche und Länder
Schweine⸗ seuche und Schweine⸗ pest
Rotlauf der Schweine
Zahl der verseuchten
ꝛu erbezirke . Munizipalstädte 8
Höfe
weine⸗ * seuche und t
Scwfine- Schweine
Zahl der verseuchten
Koönigreiche und Länder
Komitate (K.) Stuhlrichterbezirke Er. Munizipalstädte (M.)
Nr. des Sperrgebiets
2
Gemeinden
Gemeinden
— Gemeinden
e Gemeinden
/ Gemeinden
2
K. Gran (Esztergom), Raab (Györ), Komorn Komäaͤrom), M Györ, vsechmm .. K.Fecblw Fencagg Fejér), M. Stuhlweißenburg (Szöokes⸗Fejoͤrvär K. Fogaras, Hermannstadt
e1“ K. Fömbr 6s Kishont, Sohl (Zorhom, “ K. Haidu, Debreczin
(Debreczen) K. Hevesz .
. „ 272742
K. unyann —
K. Jasz⸗Nagykun⸗Szolnok K. Kleinkokel (Kis⸗Küküllö), Großkokel (Nagy⸗Kükülls) K. Klausenburg(Kolozs), M. Klausenburg (Kolozsvär) St. Béga, Bogsän, Faeset, Karaͤnsebes, Lugos, Maros, Temes, Städte Karaͤnsebes, Lugos ... St. Bozovics, Jaͤm, Mol⸗ dova, Oravicza, Orsova, Resicza, Teregova.... K. Märamaroͤoso.. K. Maros⸗Torda, Udvar⸗ hely, M. Marosvaͤsaͤrhely K. Wscselbueg Tean Oedenburg (Sopron), Sopron. 2 K. Neograd (Nögräd) ... K. Neutra (Nyitra).. St. Bia, Gödöllö, Pomaäͤz, Waitzen (P89), Städte St. Andra (Szent Endre), Väcz, M. Budapest... St. Alséödabas, Monor, Nagvpkaäta, Räͤczkeve Städte Nagykörös Cze⸗ gléd, M. Kecskemét... St. Abonyialsé, Dunavypeese, Seese. iskörös, Kis⸗ 8b egyhaza, Kunszent⸗ miklés, Städte Kiskun⸗ halas, Kiskunfélegyhäza K. Preßburg (Pojsony), M. Pozsonyd,. K. Säros ... St. Jaal,
Lengyeltöti, Marczali, Tahb . St. Barcs, Csurgé, Ka⸗ posvaͤr, Nagyatäd, Sziget⸗ vär, Stadt Kaposvär.. K. Szaboles . K. Szatmuͤr, M. Szatmäͤr⸗ Németi. 1I1I1 9 2 292 8 K. Zips (Szepeds). “ K. Szolnok⸗Doboka... St. Buziäs, Központ, Lippa, Rökaäs, Ujarad, Vinga, M. Temesvaͤr 2 242 2 9.0 2 St. Csakova, Detta, Weiß⸗ kir (Fehértemplom), Kubin, Werschetz (Ver⸗ secz), Stadt Fehértem⸗ plom, M. Versech.... . I11166*
K. Thorenburg (Torda⸗
Aehh . .. .. St. Csene, Großkikinda ag ikinda), Nagyszent⸗ miklos, Pardäny, Per⸗ 7 Törökbecse, Török⸗ anizsa, Hepfeld som⸗ bolya), adt Nagy⸗ e— St. Alibunar, Antalfalva, Bänlak, Moödos, 225 becskerek (Nagybeeskerek), Panesova, Stadt Nagy⸗ becskerek, M. Panesova K. Ung, St. Homonna, Szinna, 7 6— St. Bodrogköz, Gälszoch, Nagymihäly, Sätoral⸗ bn eelv, Szerencs, Tok aranné, Stadt Saͤtoral⸗
8„
jaujhely
+½2öenönöeneöS
St. Felsöör, Kisczell, Güns (Köszeg), Noöͤmetujvär, Saͤrvuͤr, Steinamanger Szombathely), Städte
öͤ8zeg, Szombathely ..
St. Körmend, Olsnitz (Mu⸗ raszombat), Szentgott⸗ härd, Eisenburg (Vasvär)
K. Weszprim (Pespesa 8
St. Keszthely, Pacsa, Sü⸗ meg, Tapolcza, Zalae⸗ Erses, Zalaszentgrõt,
tadt Zalaegerszeg..
St. Alsölendva, Eattor⸗ nya, Kanizsa, Letenye, No⸗ va, Perlak, Stadt Groß⸗
1 kanitsa (Nagykanizsa)..
Kroatien⸗
K. Belovär⸗Körös, Va⸗ rasdin (Varasd), M. Va⸗ E1“ Modrus⸗Fiume... EEE“ Syrmien (Szerém), M. Semlin (Zimony) .... K. Veröcze, M. Esseg . Agram grab), M.
Zusammen Gemeinden (Gehöfte) à.*à i Oesterrveich
Rotz 8 (10), Maul⸗ und Klauens 5 (19), Schweinese. und Se e ein ch 97 (268), Rotlauf nele9 5862 27 (45). 8
b. in Ungarn (ausschl. Kroatien⸗Slavonien):
Rotz 27 (28), Maul⸗ und Klauenseuche 27 (327), Schweineseuche und Schweinepest 281 (851), Rotlauf der Schweine 90 (225).
Außerdem Pockenseuche der Schafe in den Sperrgebieten Nr. 2, 23, 27, 28, 29, 32, 33, 45, 47, 48, 52, zusammen in 41 Gemeinden und 69 Gehöͤften. v1A1XX“
K K K K
Kroatien⸗Slavonien:
Rotz 4 (5), Schweineseuche und Schweinepest 55 (600), Rotlauf
der Schweine 10 (71).
Außerdem Beschälseuche der Pferde in dem Sperrgebiet Nr. 64 in 2 Gemeinden, 10 Gehöften. 86
Pockenseuche der Schafe und E der Pferde sind in Oesterreich, Lungenseuche des Rindviehs ist in nicht aufgetreten. 1 8 8 “ Verkehrsanstalten.
r 25. November 1908 auf der Reise von New York nach Colon bei Sandy Hook untergegangene Postdampfer „Finance“ hat auch Briefpost aus Deutschland an Bord gehabt, die mit Aus⸗ nahme eines geretteten, eingeschriebene Sendungen enthaltenden Briefsacks von Bremen nach Panama als verloren zu be⸗ trachten ist. Es handelt sich um Briefsendungen nach 9 den Departements Cauca und Narisio der Republik Columbien, nach Ecuador, Peiu (außer Sendungen nach Orten am Amazonenstrom), nach Bolivien (außer Sendungen nach den Bezirken Chuquisaca, Potosi und Tarija), sowie um Drucksachen, Warenproben und Geschäftspapiere nach Salvador, die in Berlin vom 6. Noyvember Nachmittags bis 13. Nobember Mittags, in anderen Orten zu je nach den Leitverhältnissen entsprechender Zeit zur Post gegeben worden sind.
Seitdem mit dem 1. Januar d. J. für die zwischen Deutschland und den Vereinigten Staaten von Amerika auf dem direkten Wege, ohne Vermittlung a2. n-h Länder, ausgetauschten Briefe eine er⸗ mäßigte Gebühr (in der Richtung aus Deutschland 10 ₰ für jede 20 2 eingeführt worden ist, kommt es häufig vor, daß Post⸗ karten aus Peutschland nach den Vereinigten Staaten von Amerika nur mit 5 ₰ (statt 10 3 frankiert werden. Es wird da⸗ her darauf hingewiesen, daß sich die Gebührenermäßigung im Verkehr mit den Vereinigten Staaten von Amerika nur auf Briefe bezieht, die auf dem direkten Wege befördert werden, daß aber alle anderen Briefsendungen, also auch dis et. im Verkehr mit diesem Lande nach wie vor den Gebührensätzen des Weltpostvereins unterliegen.
““ “
esterreich und Ungarn
Deutscher Handelstag.
Heute vormittag begannen im Langenbeckhause in Berlin die Verhandlungen der diesjährigen Vollversammlung des Deut⸗ schen Handelstages, zu denen etwa 450 Delegierte aus allen Teilen des Reiches erschienen waren. Nach der Begrüßung der Versamm⸗ lung und der anwesenden Vertreter der Staatsregierungen durch den Präsidenten des Deutschen Handelstags, Vizepräsidenten des Reichstags Kaempf ergriff der Staatsminister, Staats⸗ sekre är des Innern Dr. von Bethmann Hollweg das Wort zu folgender Ansprache:
Der Einladung zu den Verhandlungen des Deutschen Handels⸗ tages bin ich auch in diesem Jahre gern gefolgt. Zugleich entledige ich mich eines besonderen Auftrags des Herrn Reichskanzlers, wenn ich Sie auch in seinem Namen herzlich begrüße und des Interesses ver⸗ sichere, daß er, die Reichsregierung und die durch den Herrn Handels⸗ gwnees vertretene preußische Regierung an Ihren Beratungen nehmen.
Sie wollen sich mit einer Reihe von Fragen beschäftigen, die für das Reich die ernsteste Bedeutung haben, und wenn ich die Leitsätze Ihrer Tagesordnung ansehe, so finde sch, daß die negative Kritik dabei nicht zu kurz kommen wird. Und doch handelt es sich um Dinge, bei denen wir positive Ergebnisse erzielen müssen. Vor allem bei der Reichs finanzreform, die nicht eine Frage einzelner Parteien oder ein⸗ jelner Erwerbsstände, sondern eine Lebensfrage des deutschen Volkes ist.
Mein spezielles Ressortinteresse wird durch die Arbeitskammer⸗ vorlage berührt, die Sie besprechen und — verwerfen wollen. Ich muß es mir versagen, was ich an sich gern täte, Ihnen die Grundgedanken des Entwurfs vorzuführen. Vielleicht gelänge es mir dann doch, irrtümliche Annahmen der Kritik zu widerlegen. Aber Sie wissen, die erste Lesung der Vorlage im Reichstage steht noch aus, und bevor ich sie dort vertreten habe, kann ich mich in öffentliche Polemik nicht einlassen. Als Männer, die mitten im wirtschaftlichen Leben stehen, und denen, je größer unsere wirtschaft⸗ liche Entwicklung gewesen ist, die Wechselwirkung zwischen wirtschaft⸗ lichen Verhältnissen und politischen Gestaltungen um so klarer vor Augen steht, werden Sie es den verbündeten Regierungen nicht zu⸗ trauen, daß sie in sozialpolitischer Träumerei neue Organisationen vorschlagen, ohne ihren Einfluß auf die Gestaltung der wirtschaftlichen Verhältnisse bedacht zu haben. Vielleicht werden Sie bei Ihren Erörterungen auch finden, daß die wachsende Konzentration der Betriebe in Riesenbetriebe, Hand in Hand mit der immer steigenden Verwirklichung des Associations⸗ gedankens sowohl auf Seite der Arbeitnehmer als auch auf Seite der Arbeitgeber, neue Verhältnisse zwischen den beiden Kontrahenten des Arbeitsvertrags geschaffen, diese von einander abgerückt hat, und daß es ebenso einem wirtschaftlichen wie einem politischen Interesse entspricht, nach Organen zu suchen, die den für beide Teile nötigen Zusammenhang, wo er unterbrochen wurde, wiederherstellen sollen.
Ich kann nur hoffen, daß Sie, wie bisher in der freien und weiten Auffassung, der der deutsche Handel und die deutsche Industrie ihre Expansivkraft verdanken, an die Erledigung Ihrer Geschäfte herantreten werden, und wünsche Ihren Beratungen den besten Erfolg.
8
8 6 Nach der Wochenübersicht der Reichsbank vom 7. Janua
1909 betrugen (+ und — im Vergleich zur Vorwoche):
Aktiva:
Metallbestand (Be⸗ stand an kurs⸗ fähigem deutschen Gelde und an Gold in Barren oder aus ländischen Münzen, das Kilogr. fein “ 2784 ℳ berechnet) 1 032 218 000 758 682 000 8 (+ 52 071 000) (+ 54 503 000) darunter Gold b 1 8 8 8 000. 8 8 stand an Reichs⸗ kassenscheinen 2 8
Bestand an Noten anderer Banken
Bestand an Wechseln
Bestand an Lombard⸗ forderungen..
Bestand an Effekten Bestand . fenstzdes
8— b 60 368 000 2 852 000
20 896 000
54 054 000 218 000) (+ 2 785 000)
21 768 000 23 162 000 (+ 10 794 000 (+ 14 269 000) (+ 9 026 000)
983 449 000 1 296 534 000 1 126 573 000 (s— 175 867 000) (s— 197 059 000) (s— 212 384 000)
94 894 000 178 214 000 157 711 000 (s— 81 036 000 (s— 186 093 000) (- 126 811 000) 403 140 000 128 892 000 260 727 000 (+ 8741 000) (+ 7 087 000) (— 1 970 000)
153 292 000 113 677 000 116 397 000 (s— 12 091 000) (+ 7 683 000) (— 5 171 000)
an
Passiva: Grundkapital
Reservefonds.
Betrag der um⸗ laufenden Noten.
180 000 000 (unverändert) 64 814 000 (unverändert) (unverändert) (unverändert)
1 771 933 000 1 715 717 000 1 605 530 000 (s— 203 457 000) (s— 170 205 000) (s— 170 368 000)
sonstige täglich fällige⸗ Verbindlichkeiten. 666 027 000 527 277 000 546 792 000 3s 9 449 000) (— 131 225 000) (s— 106 091 000) sonstige Passiva.. d 65 483 000 85 616 000 64 353 000
180 000 000 (unverändert) 64 814 000
180 000 000 (unverändert) 64 814 000
—-— 528 000) (+ 2 038 000)/ ( 218 000)
(Aus den im Reichsamt des Innern zusammengestellten „Nachrichten für Handel und Industrie“.)
Türkei.
88 Weiteres Getreideausfuhrverbot. Die türkische Re⸗
gierung hat bis auf weiteres die Ausfuhr von Getreide aus dem Wilajet Kossovo verboten. Lieferungen, die auf Grund früherer Ver⸗ träge zu erfolgen haben, bleiben von dem Verbot unberührt. (Nach einen Bercht der Kaiserlichen Botschaft in Konftantinopel
8
6 Rumänien und Türkei.
Handelsbeziehungen zwischen beiden Ländern. Die Ratifizierung des rumänisch⸗türkischen Handelsvertrags und der Konsularkonvention ist infolge der politischen Umwälzung in der Türkei abermals auf unbestimmte Zeit hinausgeschoben worden. Die
Beilage
iglich Preußischen Staatsanzeiger.
ntag, den 11. Januar
neuen Verträge sollen nunmehr zunächst auch dem türkischen Parla⸗ ment zur Prüfung vorgelegt werden. Wie verlautet, soll der alte vom 12. August 1901 noch mindestens ein Jahr lang in Kraft bleiben. (Nach einem Bericht des Kaiserlichen General⸗ konsulats in Konstantinopel.) .“ “
3
Bulgarien. “
Zollbehandlung von Nachahmungen der bulgarischen Wollengewebe „Chaiak“ und „Aba“. Zur Prüfung der Frage, welche Stoffe auf die vertragsmäßige Verzollung als Nach⸗ ahmungen der bulgarischen Wollengewebe „Chaiak“ und „Aba“ (Nr. 338 des britischen Vertragstarifs — Zollsatz 150 Franken für 100 kg —) Anspruch haben, war eine Kommission eingesetzt, die Ende September 1908 eine Entscheidung gefällt hat. Hiernach bestehen die Abastoffe aus reiner Wolle mit einfachem Faden, deren Kette stets aus gewöhnlicher Wolle, der Schuß aber ganz oder zum Teil aus Lamm⸗ wolle besteht. Kette und Schuß kreuzen einander nach dem in nach⸗ stehender Figur I angegebenen schachbrettartigen Schema:
18
M. 8
II EEWW I -
Die Abastoffe wer im Wasser gepreßt und weiterhin mit keiner anderen flüssigen Substanz behandelt. Sie sind entweder natur⸗ farben oder gefärbt, 38 bis 45 cm breit und 7 bis 8 cm (?) lang. Durch die Pressung wird der Schuß völlig verdeckt und so ein filz⸗ ähnliches, undurchscheinendes 2G erzielt. Der Flaum wird außer der Pressung keiner anderen Behandlung unterzogen. Die Abas wiegen stets über 800 g auf das Quadratmeter.
Die Chaiaks bestehen gleichfalls aus reiner Wolle, jedoch aus besserem Stoffe. Der Faden ist stets einfach und die Webart ist die des nachfolgenden Schemas II: 8 I
I.
Panmmg
11“ vbbqp
Die Appretur ist bei den Chaiaks die gleiche wie bei den Abas. Außer naturfarbenen nnd einfach gefärbten gibt es auch gestreifte, doch sind diese stets im Faden gefärbt, nie bedruckt. Sie sind 40 bis 45 cm breit, 14 cm (2) lang und wiegen üher 500 g auf das Quadratmeter. Die Kommission hat nun festgesetzt, welche dieser Eigenschaften bei den eingeführten Stoffen vorhanden sein müssen, damit diese als Nachahmungen von Chaiak oder Aba gelten können, und folgende Grundsätze aufgestellt:
Was den verwendeten Stoff betrifft, so ist es nicht unbedingt erforderlich, daß dieser aus reiner Wolle besteht. Es dürfen vielmehr entsprechend dem Wortlaute der Tarifnummer 338 auch andere Spinnstoffe verwendet werden. Die Webart der Abas oder Chaiaks muß genau den Schemen I oder II entsprechen, und der Faden muß einfach (nicht gezwirnt) sein; auch die Appretur muß völlig der bei den bulgarischen Stoffen angewendeten entsprechen. Die Stoffe müssen auf beiden Seiten gleich und zwar muß der Flaum auf beiden Seiten vorhanden sein, darf aber weder gekämmt, noch ge⸗ bügelt, noch geplättet sein. Der Stoff muß undurchsichtig sein, ganz gleich, auf welche Weise dies erreicht wird. Die Nachahmungen von Chaiak müssen über 500 g, die von Aba über 800 g auf das Quadratmeter wiegen, und die Breite der Stoffe muß zwischen 38 und 45 cm liegen. Was die Farbe betrifft, so müssen die Abas ein⸗ farbig sein (Natur⸗ oder Kunstfarbe). Die Chaiaks können natur⸗ farbig, einfarbig, gestreift oder quadrilliert sein, keinesfalls aber dürfen sie ein durch Druck erzeugtes Muster aufweisen.
Endlich erklärt die Kommission, daß alle Stoffe, welche nur dem Aussehen nach den bulgarischen Stoffen gleichen, aber nicht allen oben ausgeführten Bedingungen entsprechen, nicht nach dem genannten Vertragszollsatze behandelt werden können. (Das Handelsmuseum.)
1 — 14“ 9
“ Pon—
Anwendung des Mindest⸗ und Höchsttarifs auf die Wareneinfuhr aus dem Auslande. Der Ministerrat hat in seiner Sitzung vom 29. November 1908 auf Vorschlag des Finanz⸗ ministers und auf Grund der Artikel 12 und 13 des Zolltarif⸗ gesetzes bestimmt, daß vom 1. Dezember 1908 ab alle Waren, welche nach Montenegro aus Vertragsstaaten eingeführt werden, den Zoll⸗ sätzen des Mindesttarifs unterliegen, daß dagegen auf Waren, die aus Staaten eingeführt werden, mit denen keine Handelsverträge abgeschlossen sind, die Sätze des Höchsttarifs angewendet werden sollen.
Diese Vorschrift soll für alle Waren gültig sein, ausgenommen Kaffee und Reis, wofür auch fernerhin das bisher übliche Zollverfahren beibehalten wird. 8 b 8
Die Mindestzollsätze celten demnach für alle Waren, die aus den Vertragsstaaten Großbritannien, Deutschland, Frankreich, Italien, Belgien, Serbien und Aegypten eingehen, ferner für Kaffee und Reis ohne Rücksicht auf das Herkunftsland.
Für Getreide, das zur Volke⸗ oder Viehernährung dient. für Heu soll bis auf weitere Entscheidung und ohne Rü⸗ auf das
kunftsland keinerlei Zoll erhoben werden. (Nach einem Be⸗ richt der Kaiserlichen Ministerresidentur in Cettinie.) 8
Wagengestellung für Loble, Ke- und Briketts “ am 9. Januar .
8 Ruhrrevier Oberschlefische? Repter Anzahl der Wag3en n aass à1 037 8 926 este 8 — — 4 am 10. Januar 1 9092 Gestellt.. 8 256 “ Nicht gestellt. —
—.
Nach einer der Firma Hardy & Co. genen Pepesche hetrug, laut Meldung des „W. T. B.* aus die Goldaut⸗ beute der in den Prausvaal Chamber of Minen ber vür. Minen im Dezemder 1908 687 893 Unzen ha te don 2 709 428 Pfund Sterling gegen A.A n — 2 511 277 Pfund Sterling, die der Aubendistrikte 29 790 Werte von 96 807 Pfund Sterling gegen 28 16? Uynzen den von 98 408 Pfund Sterling umn Nyvember 1908. Pie ZJahl der den Minen zugeteilten eingeborenen Ardeiter deteug egen
schieden aus 10 008, sodaß per Saldo 148 722 beschäftigt waren. In 5 1.““ sind eirca 150 000 Pfund Sterling aus Reserven nbegriffen. 8
— Nach dem Jahresbericht der Handelskammer zu Flensburg für das Jahr 1908 ist in der Reederei ein so niedriger Stand der Frachtraten, wie er in diesem Jahre zu verzeichnen war, noch nie dagewesen, und eine so entmutigende, trostlose Lage der Reederei, wie im Berichtsjahre, haben die Reeder noch erlebt. Die Gründe für diese traurigen Zustände für die Reederei sind zunächst in der allgemeinen wirtschaftlichen Depression, die auf das Frachtengeschäft zurückwirken mußte, und dann in dem großen Ueberschuß an Tonnage, der bei der ge⸗ kennzeichneten Wirtschaftslage durch die fehlende Nachfrage der Be⸗ frachter einen um so verhängnisvolleren Einfluß ausübte, zu finden. Unter den Versuchen der Reedereien, die früher lediglich die Tramp⸗ reederei betrieben, nun auch feste Linien zu befahren, hebt der Bericht das Vorgehen einer Flensburger Reederei hervor, die seit einiger Zeit die „Ozean⸗Linie“ von Hamburg und Antwerpen nach Cuba und Mexiko gegründet und sich gegen die scharfe Konkurrenz der Groß⸗ reedereien behauptet. Inzwischen hat auch eine Reederei in Schleswig die Linienfahrt von Hamburg nach Brasilien aufgenommen. Das Gesamtresultat der Reederei des Bezirks im Berichts⸗ jahre war ungünstig. In den Wintermonaten versuchte man di Dampfer in Gang zu halten, in der Hoffnung, ihre Kosten zu ver⸗ dienen. Hier zeigte sich jedoch wieder das Zusammenbrechen de Märkte durch das zu große Angebot von Tonnage, und viele Reisen werden mit bedeutendem Verlust abgeschlossen haben. Im Sommer und Herbst waren die Schiffe meistens in der Holz. und Kohlenfahrt untergebracht, und einige frühzeitig geschlossene Holzfrachten fielen günstiger aus. Im allgemeinen wurde die Holzfahrt jedoch durch da Daniederliegen der Bautätigkeit und des Holzhandels sehr ungünsti beeinflußt, und auch die Kohlenfrachten waren so niedrig, wie kau
. Die kleineren in der Frachtfahrt beschäftigten Dampfer haben ebenfalls schlechte Zeiten durchgemacht, und auf allen übrigen Märkten, Schrhs Meer, wie den überseeischen Plätzen, war die Marktlag eine glesch schlechte. Zur Zeit sind alle Märkte vollständig leblos. Die im porigen Bericht ausgesprochene Hoffnung, daß sich die Frachtverhältnisse in China in diesem Jahre beleben würden, hat sich leider keineswegs erfüllt. Während das Jahr mit einem großen
der verladung von Saigon und Cochin Chinahäfen nach China, den Philippinen, Straits und Java von Anfang Februar bis gegen Ende Juli in ziemlicher Menge angeboten und zu Anfang der Saison erholten sich die Raten sowohl für einzelne Reisen als für Timecharter in recht günstiger Weise. Sehr bald machte sich jedoch auch ein reichliches Angebot von freier Tonnage be⸗ merkbar, welches die Raten sofort wieder drückte, und es stellte sich alsbald heraus, daß die frachtsuchenden Räume für den Bedarf zu groß war. Schon Ende März setzte eine rückgehende Bewegung ein, und die hernach bezahlten Raten konnten kaum mehr die laufenden Kosten der Schiffe decken. Nach Juli war die Lage des Marktes äußerst trübe, ein Auflegen der Schiffe in größerer Zahl war die notwendige Folge, und im September waren die Reisfrachten auf einem Stande angelangt, wie man ihn seit 20 Jahren nicht mehr gekannt hat. Im Oktober besserte sich der Markt ein wenig durch reichlicheres Angebot vom Norden, da aber die Nordhäfen jetzt ge⸗
schlossen und die Reisvorräte im Süden inzwischen erschöpft sind, wird erst die kommende Reisernte im Januar — Februar n. J. neuen Bedarf
bringen, und bis dahin werden die meisten Dampfer auflegen müssen. Ein ungünstiger Umstand für die Chinafahrt war auch das bedeutende Fallen des Silberkurses
— Der Jahresbericht und die Mitteilungen der Handelskammer zu Cöln im Jahre 1908 (Heft 4) berichten über den Schiffahrts⸗ verkehr u. a.: Im Cölner Hafen sind beladen angekommen insgesamt 1907 7557 Fahrzeuge mit 788 772 t (1906: 8059 mit 832 478 t), ab⸗ gegangen 5087 Fahrzeuge mit 226 742 t (1906: 5257 mit 1907 233 195 t). Der gesamte Hafenverkehr betrug 1907: 1 036 739 t (1906: 1 084 130 t).
— In den Räumen des A. Schaaffhausenschen Bankvereins wurde laut Meldung des „W. T. B.“ aus Cöln vorgestern die
Treuhandbank für Elektrische Industrie⸗Aktiengesell⸗
schaft mit einem Aktienkapital von 25 Millionen Mark gegründet, worauf vorläufig 25 % eingezahlt werden. Die Gründer sind Felten & Gutilleaume Lahmeyerwerke Aktiengesellschaft, die Kommerzienräte Theodor und Max von Gutllleaume, Louis Hagen, Geh. Justizrat Freih. Ewald von Kleist, Charlottendurg. Die Felten 8 uilleaume Lahmeyerwerke übernehmen 24 995 000 ℳ Akxrien, die übrigen Gründer je eine Aktie. London, 9. Januar. (W. T. B.) Am M. den 11. Ja⸗ nuar 1909, erfolgt an der Londoner Börse die rung don Otavi Genußscheinen zum Kurse don 4 ¼ Pfd. Sterl. durch
A. Goerz u. Co., Limited London.
nns, 9. Januar. (W. T. W.) Das Mtionskomitee für den Getreide⸗ und Mehlbopkott gegen Deutschland, be⸗ stehend aus 10 Müllern und 5 Getreidehändlern, hielt heute seine konstituierende Sitzung ab. Nachdem die üln ung des — vb — ein auns 5 3 be-
ender Ausschuß zur A 8 ☛ — getan, um die sofortige Ein einer der Bundesversammlung zmu — glieder der Bundesversammlung sollen dereits idre geben haben.
New PYork, 9. Januar. (W. T. B.) Ja Woche wurden 6000 Dollars GHold und 228 o. ausgeführt; eingeführt wurden 172 200 Dollans 90 000 Dollars Silber.
New York, 9. Jannark (W. T. B.) Der Wer vergangenen Woche eingeführten Waren Dohllars gegen 12 70 00 Hellns in der Vor
New Pork, Id. Januar. (W. T. B.) (Auf deutsche atlantt⸗ Die per Jantsche Regkerung hat, wie aus Tima gesh de ligung einer Anleide don Millionen Dollars, 3 für
die Salzsteuer aln Gücher
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