Der Kezugspreis beträgt vierteljährlich 5 ℳ 40 ₰. Alle Postanstalten nehmen Bestellung an; für Berlin außer den Postanstalten und Zeitungsspediteuren für Kelbstabholer
auch die Expedition SW., Wilhelmstraße Nr. 32.
Insertionspreis für den Raum einer 4 gespaltenen Prtit⸗ zrile 30 ₰, einer 3 gespaltenen Petitzeile 40 ₰. Inserate nimmt an: Dentschen Reichsanzeigers und Königl. Preußischen Stants⸗ anzeigers Berlin SW., Wilhelmstraße Nr. 32.
die Köbnigliche Expedition des
Einzelne Uummern kosten 25 ₰.
imas aseerNgexe. —
Inhalt des amtlichen Teiles: Allerhöchster Dankerlaß. 1
Ernennungen ꝛc. W1ö
Bekanntmachung, betreffend Rohrpostordnung für Berlin. ernennungen, Charakterverleihungen, Standeserhöhungen und sonstige Personalveränderungen.
Aleerhöchster Erlaß, betreffend die Verleihung des Enteignungs⸗ rechts an die Stadtgemeinde Gleiwitz.
Bekanntmachung, betreffend die landwirtschaftliche Versuchs⸗ station in Hildesheim.
Verzeichnis der Vorlesungen an der Königlichen Landwirt⸗ schaftlichen Akademie in Bonn⸗Poppeledorf im Sommer⸗ E“
Aus Anlaß der Vollendung Meines fünfzigsten Lebens⸗ jahres sind Mir schriftliche und telegraphische Glück⸗ und Segenswünsche in besonders großer Zahl von nah und fern zugegangen. Mein Geburtstag ist in Stadt und Land von Behörden, Vereinen und Korporationen durch Veranstaltungen mannigfacher Art festlich begangen worden. Auch die im Aus⸗ lande lebenden Deutschen haben sich vereinigt und Mir ihre Treue und Anhänglichkeit zum Ausdruck gebracht. Diese Kund⸗ gebungen vertrauensvoller Zuneigung haben Meinem Herzen wohlgetan und es ist Mir eine angenehme Pflicht, Allen, welche Meiner an diesem Tage mit freundlichen Glückwünschen und treuer Fürbitte gedacht haben, Meinen wärmsten Dank aus⸗ zusprechen. Ich ersuche Sie, diesen Erlaß zur öffentlichen Kenntnis zu bringen. “
Berlin, den 30. Januar 1909.
Wil . R.
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An den Reichskanzler.
Seine Majestät der König haben Allergnädigst geruht:
dem Domänenpächter, Amtsrat Hugo Schrewe zu Kleinhof⸗Tapiau im Kreise Wehlau den Roten Adlerorden dritter Klasse mit der Schleife,
dem Pfarrer Rudolf Springborn, dem Kirchenältesten, Syndikus der Versicherungsgesellscheft Germania Ernst Bischoff, dem Kirchenältesten, Apotheker und Fabrikbesitzer Wilhelm Ziegel, sämtlich zu Stettin, dem Realschuldirektor Dr. Friedrich Bangert zu Oldesloe, dem Rittergutsbesitzer Dr. jur. Otto Wrede auf Hornhausen im Kreise Oschers⸗ leben und dem Amtsvorsteher, Mühlengutsbesitzer Wilhelm Käswurm zu Groß⸗Bartelsdorf im Kreise Allenstein den Roten Adlerorden vierter Klasse,
dem emeritierten Pfarrer Karl Güssow zu Salzwedel und dem Gymnasialoberlehrer a. D., Professor Eu gin Herford zu Thorn den Königlichen Kronenorden dritter Klasse,
dem Arzt Dr. Max Berg zu Neudeck im Kreise Tarno⸗ witz, dem Lehrer Wilhelm Jürgens an der Realschule in Oldesloe, dem Stadtverordneten, Rentner Heinrich Müller zu Suhl im Kreise Schleusingen, dem Amts⸗ vorsteher Peter Them. en zu Schwabstedt im Kreise Husum, dem berbahnassistenten a. D. Franz Busse zu Markranstädt in Sachsen, dem Eisenbahn⸗ güterexpeditionsassistenten a. D. Julius Löffler zu Kottbus, dem ncle seteatar a. D. Karl Lindow zu Halle a. S. und dem Eisenbahnlokomotivführer a. D. Paul Brandes zu Ham⸗ burg, bisher in Wittenberg, den Königlichen Kronenorden vierter Klasse, dem Vorschullehrer Adolf Rebhuhn an der Luisen⸗ städtischen Oberrealschule in Berlin, dem Kantor und Lehrer a. D. Karl Williger zu Breslau, bisher in Rudelstadt, Kreis Bolkenhain, und dem Lehrer a. D. Heinrich Bochem zu wSr. den Adler der Inhaber des Königlichen Haus⸗ ordens von Hohenzollern,
dem Knappschaftsinvaliden und Knappschaftsältesten Joseph Rudolph zu Waldenburg i. Schl. und dem pensionierten Eisenbahnbremser Emil Glocke zu Herzberg im Kreise Schweinitz das Kreuz des Allgemeinen Ehrenzeichens,
dem Kirchenältesten, Besitzer Ludwig Gorsch zu Ottlotschin im Landkreise Thorn, dem Gerbossenschaftsforst⸗ aufseher Heinrich Bode zu Gillersheim im Kreise Northeim, dem Polizeisergeanten Karl Weise zu Krossen a. O., dem städtischen Kassenboten Theodor Steffens zu Essen a. d. Ruhr, dem pensionierten Eisenbahnschaffner Oskar Wurll
“
zu Berlin, dem pensionierten Eisenbahmpackmeister. Wanl⸗ erschke zu Leipzig⸗Sellerhausen, dent pensioniertem ET“ Karl Markgraf zu Falkenberg im Kreise Liebenwerda, dem pensionierten Eisenbahnstattathtze iener Hermann König zu Lübbenau im Kreise ralczz. den pensionierten Bahnwärtern Wilhelm Bach a. O., Karl Herrmann zu Liedenwerbda und ugust Hille zu Neuhof im Kreise Peltom, deintitz⸗ herigen Eisenbahnmaschinenputzer Albert hote zu Bitter⸗ feld, dem bisherigen Bahnunterhaltungsarheitern Ghristiam Zähle zu Roßlau, den “ Hein⸗ rich Achter zu Obertiefenbach im Kreise St. Goarshausen und Heinrich Wälter zu Holzen im Kreise Arnsherg, dem Maurerpolier Fran⸗ eindeb ang zu Dölkau im Kreise Merseburg, dem Schlossermeister Eduard Vogelsang, dem Schlosservorarbeiter Karl Sternberger, heibde zu Dußssburg. dem früheren Gutsgärtner und Auffcher Friehrich Schmidt, bisher in Lautensee, Kreis Stuht, pett in Marienburg W.⸗Pr., dem Maschinenwärter ügust Bohne zu Ramsin im Kreise Bitterfelt.. dem Päuer Heinrich Grey zu Bebitz im Saalkbeise, dem land⸗ wirtschaftlichen Arbeiter Friedrich Kißt z. Achtum im Kreise Marienburg in Hannover, den Walharheitern Johann Brandtstetter zu Ribbenischken im Kreise Wolhap, Johann utschkus zu Dobawen im genannten Kreise, Leopold tegmann zu Skungirren im Landkreise Insterhurg und Wilhelm Vieth zu Lattenberg im Kreise Arnsberg das Allgemeine Sevenpächen owie 1b dem Konsulatssekretär a. D. Karl Pahzwert zu Neisse die Rettungsmedaille am Bande zu verleihen.
Seine Majestät der Kaitel und König haben Allergnädigst geruht: . b
den nachbenannten Offizieren ꝛc. der Schutztruppen die Erlaubnis zur Anlegung der ihnen verliehenen nichtpreußischen Orden zu erteilen, und zwar:
des Königlich Bayerischen Militärverdienstordens vierter Klasse mit Schwertern: dem Oberleutnant Hollaͤen der, 8 dem Leutnant Pöppl, dem Stabsarzt Dr. Süumma, 8 sämtlich in der Schutztruppe für Südwestafrika;
des Königlich Bayerischen Militärverdienstkreuzes zweiter Klasse mit Schwertern: dem Oberfahnenschmied, Sergeanten Hofmann, den Unteroffizieren Döhler und Bold, h den Gefreiten Deinlein, Fichtner, Fischer, Stein⸗ äuser, 1e Reiter Dennerlein, 8 sämtlich in der Schutztruppe für Seee; und dem Sanitätsfeldwebel Ziegelmeier in der Schutztruppe für Deutsch⸗Ostafrika;
des Königlich Bayerischen Militärverdienstkreuzes zweiter Klasse: dem Feldwebel Daubenspeck in der Schutztruppe für Deutsch⸗Ostafrika;
des Ritterkreuzes zweiter Klasse mit Schwertern
des Königlich Sächsischen Verdienstordens: dem Leutnant Stübel in der Schutztruppe für Südwest⸗
afrika;
des Ritterkreuzes zweiter Klasse mit Schwertern des Königlich Sächsischen Albrechtsordens: dem Leutnant Grabau in der Schutztruppe für Süd⸗
westafrika;
der Königlich Sächsischen Friedrich August⸗Medaille in Silber mit dem Bande für Kriegsdienste: den Vizefeldwebeln Kujath und Ulbricht, den Unteroffizieren Wielsch, Jork und Langhof, sämtlich in der Schutztruppe für Südwestafrika;
des Kommandeurkreuzes zweiter Klasse des Groß⸗ herzoglich Badischen Ordens vom Zähringer Löwen:
dem Obersten von Glasenapp, Kommandeur der Schutztruppen im Reichskolonialamt;
des Großherzoglich Hessischen Allgemeinen Ehren⸗ zeichens mit der Hescasche für Tapferkeit am Kriegsbande: “ dem Gefreiten Karn und 8 dem Reiter Schlapp, 8 “ beide in der Schutztruppe für Südwestafrika;
es Ehrenkreutzes des Großherzoglich Mecklen⸗ burgischen Greifenordens: dem Major Puder, Kommandeur der Schutztruppe für
des Ritterkreuzes desselben Ordens: dem Ohberleutnant von Einsiedel in der Schutztruppe für Deutsch⸗Ostafrika, “ den Oberleutnants Heinicke und Schwartz, dem Leutnant Jacob, sämtlich in der Schutztruppe für Kamerun; der Großherzoglich Mecklenburg⸗Schwerinschen silbernen Medaille:
dem Unterzahlmeister Wunderlich in der Schutztruppe für Deutsch⸗Ostafrika, dem Feldwebel Siebrandt in der Schutztruppe für Kamerun; der Großherzoglich Mecklenburg⸗Schwerinschen bronzenen Verdienstmedaille: den farbigen Feldwebeln Boima und Alany in der Schutztruppe für Kamerunz sowie der Großherzoglich Mecklenburg⸗Schwerinschen bronzenen Medaille: dem farbigen Musiksoldaten, Sergeanten Misipa in der Schutztruppe für Kamerun.
Deutsches Reich.
Seine Majestät der Kaiser haben Allergnädigst geruht: den bisherigen Generalkonsul in New York, Geheimen Legationsrat Bünz zu Allerhöchstihrem außerordentlichen Ge⸗ sandten und bevollmächtigten Minister bei den Vereinigten Staaten Mexiko zu ernennen.
8
Zon dem Kalserlichen Konsul direktor Bernhard Fendt in Cam daselbst bestellt worden.
ukarest ist der Schul⸗ zum Konsularag
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8 Bekanntmachung, betreffend Rohrpostordnung für Berlin.
Aunuf Grund des § 50 des Gesetzes über das Postwesen
vom 28. Oktober 1871 wird für den Verkehr innerhalb des
Rohrpostbezirks Berlin nachstehende Rohrpostordnung erlassen: Umfang des Berlin.
Der Rohrpostbezirk Berlin umfaßt die Bestellbezirke der Postämter in Berlin, Charlottenburg, Friedenau, b Rixdorf, Schöneberg, Westend,
ilmersdorf sowie 8 a. vom Bestellbezirke des Postamts Rummelsburg 1 den Teil innerhalb der Ringbahn, b. vom Bestellbezirke der Postagentur in Treptow bei
Berlin die Grundstücke Treptower Chaussee 15 bis 18. Benutzung der Rohrpost.
Zur Beförderung als Kohrpostsendung sind unter den nachfolgenden Bestimmungen zulässig:
86* v“ 9) be 5 Se. . EE
“
3) Postkarten mit Antwort.
Die Verwaltung hat das Recht, die Rohrpost zeitweise anz oder zum Teil für alle oder gewisse Gattungen von endungen zu schließen.
Allgemeine e
in Boxhagen⸗
Die Bestimmungen der jeweilig gültigen
hinsichtlich — 1
9) der gewöhnlichen Briefe und Postkarten,
2) der Außerkurssetzung, der Bareinlösung, des Um⸗ tausches von Postwertzeichen sowie hinsichtlich des der Verwendung ausgeschnittener Franko⸗ tempe 1
finden auch auf Rohrpostsendungen eg soweit nach⸗
stehend nicht besondere Bestimmungen getroffen sind.
Gewicht und e1 der Rohrpostsendungen.
Das Meistgewicht für Rohrpostbriefe beträgt 20 g. Rohrpostbriefe dürfen 12,5 cm in der Länge und 8 cm in der Breite nicht überschreiten. Aufklebungen auf der Rückseite der Postkarten sind nur mit den durch §8 1 festgesetzten Ausnahmen zulässig.
Kennzeichnung der XA“
Rohrpostsendungen müssen, sofern nicht die gestemn ormulare zu Rohrpostbriefumschlägen und Rohrpostl
K 15) verwendet werden, auf der Vorderseite am oberen ande mit der deutlichen, zu unterstreichenden Bezeichnu
„Rohrpost“ versehen sein.