1909 / 61 p. 6 (Deutscher Reichsanzeiger, Fri, 12 Mar 1909 18:00:01 GMT) scan diff

V Offentlicher Anzeiger.

Stimmaterial unter der einsichtigen und straffen Leitung bis ins feinste ausgeglichene und einheitliche Wirkungen bot. Die Pro⸗ gramme der Konzerte waren geschickt zusammengestellt und gaben den Sängern Gelegenheit, ihr Können in modernen, in klassischen und in älteren Tonwerken, im Kunst⸗ wie im vollstümlichen Gesang zu zeigen. Werke von Bach, Liszt und Brahms kamen neben altdeutschen, altenglischen und altitalienischen Madrigalen und a cappella⸗Chören von Schumann zu Gehör. Eingeleitet wurden die Konzerte durch Orgelvorträge Bernhard Irrgangs, während die Reihe der Gesänge im ersten Konzert durch eine Händelsche Sonate und im zweiten durch Guiseppe Tartinis Sonate „Der Teufelstriller“ und durch Beethovens Romanze F. Dur und Mozarts Menuetto D⸗Dur für Vloline und Klavier unterbrochen wurde. Die Violine spielte b Wittenberg in gewohnter Meisterschaft, während der F chwickerath sein gleichgestimmter Partner am Klavier war.

ie Solopartien in den Chören führte Herr Gerard Zalsman aus Haarlem mit schöner Baritonstimme durch. Beide Konzerte ge⸗ währten, wie gesagt, einen hohen künstlerischen Genuß, und das musik⸗ liebende Berliner Publikum wird es dem Professor Schwickerath auf⸗ richtig Dank wissen, daß er es mit seinem trefflichen Chor, der am Rhein einen wohlverdienten Ruf genießt, bekannt gemacht hat. Der lebhafte Beifall, den beide Konzerte fanden, wird dem Aachener Gesangverein gezeigt haben, daß man auch hier seine ausgezeichneten Leistungen nach Gebühr zu würdigen weiß. Das 5. Panzner⸗Konzert im Mozartsaal führte am Montag als Solisten den Geiger H. Kolkmeyer aus Bremen vor. Alle Merkmale eines tüchtigen Musikers waren in seinem Vortrag vor⸗ handen; Anzeichen einer ungewöhnlichen Künstlerschaft fehlten noch. Ein wunderschöner Ton wurde tadellos erzielt; dazu fügte sich eine sauber gefeilte Technik und ein vornehmer Geschmack im Vortrag. Es klang alles warmherzig empfunden und sinnvoll disponiert, sodaß eine vortreffliche Leistung geboten wurde. Das verstärkte Blüthner⸗ orchester zeigte sich, wie stets, unter Professor Panzners belebender Führung „von der allerbesten Seite; Fändels „Concerto grosso“ für Streichorchester, in dem die Solobiolinen von den Herren Lambinon und Bock, das Solovioloncello von

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6. Kommanditgesellschaften auf Aktien und Aktiengesellsc . Erwerbs⸗ und Meichas enossenschaften. .Niederlassung ꝛc. von Rechtsanwälten 5 8

9. Bankausweise.

10. Verschiedene Bekanntmachungen.

tersuchungssachen. 8. nn rnace Blatbfh⸗ und Fundsachen, Zustellungen u. dergl. 88 und Invaliditäts⸗ ꝛc. Versicherung. 8 Verkäufe, Verpachtungen, Verdingungen ꝛc.

Verlosung ꝛc. von Wertpapieren. Aufgebot derselben 5h. .; Der gegenwärtige

1 1) Untersuchungssachen Inhaber genannter Police wird hiermit aufgefordert,

lden meist bewölkt 51 Beschlagnahmeverfügung. sich innerhalb vier Wochen bei uns zu melden, meist bewölkt lier d dalslagasene gegen den Fahrer 1 Befürne Eküek nehg geh meist bewollkt Mathias e. 2 S. eld r; Ngte floeges derselben dem Versicherungsnehmer neue Aus⸗ meist bewölkt ahnenflu 8 1 fertigung erteilt wird. 1.e; sernte,de 8 88 256, Berlin, den 9. März 1909.

O. e nz, geb. 22. 2. u 8 z meist bewölkt Württemberg, hierdurch für fabnenflüchtig erklärt se .O. . meist bewölkt. metst bewölkt

in im Deutschen Reiche befindliches Vermögen [93802] 878 Bejchlag belegt. Der von uns ausgefertigte Pfandschein vom 13. De⸗ meist bewölkt meist bewölkt [104068]

Sburg, 10. März 1909. zember 1907 über den Versicherungsschein Nr. 105 345,

mag Gericht K. Bayer. 2. Division. lautend auf das Leben des inzwischen verstorbenen Nachts Niederschl. 1 In der Untersuchungssache gegen den Kanonier Nachts Niederschl. August Louis Heunicke der 6. Batterie Cleveschen

meist bewi eldartillerieregiments Nr. 43, wegen Fahnenflucht, Fcf bewemnt Fn⸗ auf Grund der 98 69 ff. M.⸗St.⸗G.⸗Bs. so⸗ te Niederschl wie der §§ 356, 360 M.⸗St.⸗G.⸗O. der Beschuldigte meist bewölkt. hierdurch für fahnenflüͤchtig erklärt⸗ meist bewölkt Düsseldorf⸗Wesel, den 9. März 19099. Nachts Niederschl. Königliches Gericht der 14. Division. (Wilhelmshav.)

[104069] b meist bewölkt Jn der Untersuchungssache gegen den Musketier (Kiel)

Otto Martini der 9. Komp. Infanterieregiments Nachts Niederschl.

Wind⸗ richtung,

nd⸗ stärke

Witterungs⸗ er en 24 Stunden

Name der

Beobachtungs⸗ Preis für den Raum einer 4 gespaltenen Petitzeile 30 ₰.

Herrn Joseph Alphons Maria Vreuer, Landwirts in Binsfeld bei Düren, zuletzt Gutspächters daselbst, ist uns als verloren angezeigt worden. In Gemäß⸗ heit von § 21 unserer Allgemeinen Versicherungs⸗ bedingungen machen wir dies hiermit unter der Be⸗ deutung bekannt, daß wir den obigen Schein für kraftlos erklären und eine Ersatzurkunde ausstellen werden, wenn sich innerhalb dreier Monate vom untengesetzten Tage ab ein Inhaber dieses Scheins bei uns nicht melden sollte. Leipzig, den 12. Februar 1909. eipziger Lebensversicherungs⸗Gesellschaft auf Gegenseitigkeit (Alte Leipziger). Dr. Walther. Riedel.

255

.12*

1. 2. 3. 4. 5.

der Teilung des Nachlasses nur für den seinen Erbteil entsprechenden Teil der Verbindlichkeit. hct. den 3. März 1909.

Königliches Amtsgericht. 1. [103970] Aufgebot. Auf Antrag des Rechtsanwalts Leopold Jacobsohn in Lübeck, Breitestraße 13, werden alle Nachlaß⸗ gläubiger der am 18. November 1907 in Lübeck ver⸗ storbenen Witwe Anna Margarethe Caroline Petri, geb. Hübner, aufgefordert, ihre Forderungen späte⸗ stens in dem auf den 14. Mai 1909, Vorm. 10 Uhr, anberaumten Aufgebotstermine bei de Gerichte anzumelden. läubiger, die 8 nicht melden, können unbe hadet ihres Rechts, vor den Verbindlichkeiten aus Pflichtteilsrechten, Vermächtnissen und berücksichtigt zu werden von den Erben nur insoweit Befriedigung ver⸗ langen, als sich nach der nicht aus⸗ geschlossenen Gläubiger noch ein Ueberschuß ergibt; auch haftet jeder Erbe nach der Teilung des Nach⸗ lasses nur für den seinem Erbteil entsprechenden Teil der Verbindlichkeit. Die Anmeldung einer hat den Gegenstand und den Grund der Forderun anzugeben. Urkundliche Beweisstücke sind in Urschri oder in Abschrift beizufügen.

Borkum Keitum Hamburg Swinemünde

Rügenwalder⸗ münde

Neufahrwasser Memel 763 Aachen

Hannover Berlin 75 Dresden 75 Breslau Bromberg Metz Frankfurt, M. Karlsruhe, B. München

NO Z bedeckt O 4 bedeckt NNO 2 bedeckt O 3 bedeckt

SO 3 bedeckt SSD 3 bedeckk S8 gbedeal- W. I bedeckt O ibedeck NO. 18 bedeckt NW bedeckt SO 2 Schnee 3 SO bedeckt SSW? bedeckt SW 1 Nebel 1 SW —iskedeckh SW 4 Regen

NW 4 NW 2

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93958 Oeffentliches Aufgebot. Die von der unterzeichneten Gesellschaft auf das Leben des Bäckermeisters Herrn Johann Michael Moosbrugger in Burgberg ausgestellte Police Nr. 62 215 über 3000,—, zahlbar am 5. Okt. 1929, im Falle des früheren Ablebens des Versicherten indes sofort nach seinem Tode, ist nach Angabe des Versicherten durch Brand vernichtet worden. In Gemäßheit des § 22 der in der Police abgedruckten Versicherungsbedingungen bringen wir dies hiermit zur öffentlichen Kenntnis unter der Ankündigung, daß, wenn innerhalb dreier Monate, von heute ab gerechnet, als Inhaber der Police sich niemand bei uns melden sollte, die vorbezeichnete Police als kraftlos gilt und an deren Stelle dem Versicherten eine

neue Ausfertigung erteilt wird. „den 8 1909. Lübeck, den 4. März 1909. W111 Februar lbem in Magdeburg. Das Amtsgericht. Abt. VIII. Allgemeine Versicherungs⸗ Actien Gesellschaft. (109973] hü-n-heac h8en8 ibasac hohh Dem Kaufmann Aron Dahlheim, Hannover, Arnswaldstr. 33, habe ich im Jahre 1901 nach dem

Rente in Kr.⸗W. 91,55, Türkische Lose M. d. M. 184,50 Buschtterader Eisenb.⸗Akt. Lit. B —,—, Kor Heestiahehn. Lit. ult. 451.00, Oesterr. Staatsbahn per ult. 682,50, Südbahngesellschaft 102 50, Wiener Bankverein 521,00, Kreditanstalt, Oesterr. per ult. 627,00, Kreditbank, Ungar. allg. 734,00, Länderbank 433,50, Brüxer EEEEETEb” anknoten pr. ult. ,07, n ,00, W“ —. 88 ondon, 11. r13. (W. T. B.) (Schluß.) 2 ½ % Eng⸗ lische Konsols 84 ½⅛, Silber 23 ½16, Privatdiskont 2 l. . unsggg 8 E“ 6 aris, 11. rz. 1. 0 B enans 8 89 1— ) (Schluß.) 3 % Franz adrid, 11. März. (W. T. B.) Wechsel auf Paris 11,70.

Lissabon, 11. März. (W. T. 8) l, zuf .

New York, 11. März. (W. T. B.) (Schluß.) Bei erheblich geringerer Geschäftstätigkeit war die Haltung der heutigen Börse überwiegend träge, die Kursgestaltung uneinheltlich; leitende Eisen⸗ bahnwerte bewahrten jedoch im allgemeinen feste Tendenz. Am Vor⸗ mittag erfolgte auf das Eingreifen der interessierten Kreise eine Auf⸗ wärtsbewegung, wobei Harriman⸗ und Atchisonwerte die Führung hatten. Später trat jedoch auf den sich bemerkbar machenden beträchtlichen Verkaufsandrang eine Abschwächung ein, von der besonders Erie⸗ werte betroffen wurden, in denen, auf Befürchtnngen, daß die Ge⸗ sellschaft außer stande sein würde, den gestellten Anforderungen hin⸗ sichtlich der geplanten Bondsemission, nachzukommen, Liquidationen erfolgten. Deckungen bewirkten schließlich eine allgemeine Erholung, sodaß die Börse in stetiger Haltung schloß. Aktienumsatz 300 000 Stück. Geld auf 24 Stunden Durchschn.⸗Zinsrate 1 ¼, do. Zinsrate für letztes Darlehn des Tages 2, Wechsel auf London (60 Tage) 4,86,00, Cable Fanafenn, Silber, Commercial Bars 50 Tendenz für

Rio de Janeiro, 11. März. (W. T. B.) Wechsel auf London 15 ½6. 8

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Stornoway Malin Head

bedeckt halb bed.

Nr. 56, wegen Fahnenflucht, wird auf Grund der 69 ff. M.⸗St.⸗G.⸗Bs. sowie der §§ 356, 360

1A1.““ 1ö16“ Kursberichte von den auswärtigen Warenmärkten.

Essener Börse vom 11. März 1909. Amtlicher Kursbericht. Kohlen, Koks und Briketts. (Preisnotierungen des Rheinisch⸗ Westfälischen Kohlensyndikats für die Tonne ab Werk.) I. Gal⸗ und Flammkohle: a. Gasförderkohle 12,50 15,00 ℳ, b. Gas⸗ flammförderkohle 11,50 12,50 ℳ, c. Flammförderkohle 11,00 bis 11,50 ℳ, d. Stückkohle 13,50 14,50 ℳ, e. Halbgesiebte 13,00 bis 14,00 ℳ, f. Nußkohle gew. Korn I und II 13,50 14,50 ℳ, do. do. III 13,00 13,50 ℳ, do. do. IV 12,00 12,50 ℳ, g. Nuß⸗ Fruckohl⸗ 0— 20/30 mm 8,50 9,50 ℳ, do. 0—50/60 mm 9,50 bis

11,00 ℳ, h. Gruskohle 7,00 9,50 ℳ; II. Fettkohle: a. Föͤrder⸗

ohle 11,00 11,50 ℳ, b. Bestmelierte Kohle 12,50 13,00 ℳ,

c. Stückkohle 13,50 14,00 ℳ, d. Nußkohle, gew. Korn I 13,50 bis 14,50 ℳ, do. do. II 13,50 14,50 ℳ, do. do. III 13,00 14,00 ℳ, do. do. IV 12,00 13,00 ℳ, e. Kokskohle 11,00 12,00 ℳ; III. Magere Kohle: a. Föͤrderkohle 10,00 11,00 ℳ, b. do. melierte 11,25 12,25 ℳ, c. do. aufgebesserte, je nach dem Stück⸗ 283 12,25 14,00 ℳ, d. Stückkohle 13,00 15,00 ℳ, e. Nuß⸗ sohle, gew. Korn I und II 14,50 17,50 ℳ, do. do. III 16,00 bis 19,00 ℳ, do. do. IV 12,00 13,50 ℳ, f. Anthrazit Nuß Korn 1 19,50 20,50 ℳ, do. do. II 21,00 24,50 ℳ, g. Fördergrus 9,50 bis 10,00 ℳ, h. Gruskohle unter 10 mm 6,50 8,50 ℳ; IV. Koks: a. 14,50 16,50 ℳ, b. Gießereikoks 19,00 21,00 ℳ, c. Brechkoks I und II 21,00 24,00 ℳ; V. Briketts: Brikeits je nach Qualität 11,50 14,25 ℳ. Die nächste Börsenversammlung findet am Montag, den 15. März 1909, Nachmittags von 3 bis 4 ¼ Uhr, im „Stadtgartensaale“ (Eingang Am Stadtgarten) statt.

Magdeburg, 12. März. (W. T. B.) Zuckerbericht. Korn⸗

zucker 88 Grad o. S. 10,10 10,17 ½. Nackprodukte 75 hn o. S. 8,30 8, /15. Stimmung: Ruhig. Brotraffin. I o. F. 20,00 20,25. Kristallzucker I mit Sack —,—. Gem. Raffinade m. S. 19,75 bis 20,00. Gem. Melis I mit Sack 19,25 19,75. Stimmung: Stetig. Rohzucker I. Produkt Transit frei an Bord Hamburg: März 20,75 Gd., 20,85 Br., —,— bez., April 20,75 Gd., 20,80 Br., —,— bez., Mai 20 85 Gd., 20,90 Br., —,— ber., Juni 20,95 Gd., 21.00 Br., —,— bez., August 21,15 Gd., 21,25 Br. —,— bez.

Wochenumsatz 705 000 Zentner. a (W. T. B.) Ruböl loko 61,00,

11. März. (W. T. B. Börsenschlußbericht. Privatnotierungen. Schmalz. Niedriger. 2 Sesenl che 8 Doppeleimer 55 ½¼. Kaffee. Ruhig. Offizielle otierungen der Baumwollhörse. Baumwolle. Kaum behauptet. Upland loko middl.

₰. Hamburg, 11. März. (W. T. B. trol 2 B86⸗ 8 ö ) Petro 28 amerik. spez amburg, 12. März. T. B.) Kaffee. (Vormittags⸗ bericht.) Good average Santos März 34 G—d., . 34 Gd., September 31 ¾ Gd., Dezember 31 ¼ Gd. Ruhig. Zucker⸗ markt. (Anfangsbericht.) Rübenrohzucker I. Produkt B. 88 % Rendement neue Usance, frei an Bord Hamburg März 20,75 r. 297o. Mai 20,85, August 21,15, Oktober 19,70, Dezember ,65. uhig. 114 11. März. (W. T. B.) Raps August 14,30 Gd., 8 r. London, 11. März (W. IX. B.) 96 % Javazucker promp ““

0 sh. 3 ¼ d. Wert. (W. T. B.) (Schluß.) Standard⸗

London, 11. März. aiee träge, 88 81 Peneh 58 2. 1 verpool, 1 rz. EP Baumwolle. Umsatz: 8000 Ballen, davon für Spekulation . Erxport 800 B. : Willig. Amerikanische middling Lieferungen: Ruhig. ,02, ni⸗ 03, Juli⸗August 5, ugust⸗September .99, September⸗Oktober 4,95, Oktober⸗November 1,92

Dezember 4,90. (W. T. B.) (Schluß.) Roheisen

46/7. 8 . (8. L. B. luß.) R ck 88 % neue Kondition Ng. e.Hercnag er ban“ige; 31 ½⅛,

100 kg März 30 ½, April 30 , Mai⸗August

287

msterdam, 11. März. (W. T. B. 8 Bankazinn 79 ¾ ) Java⸗Kaffes good (2. Ix. B.)

Ma: 58 ,00. Bremen,

Herrn Diselez ausgezeichnet gespielt wurden, klang wunderbar schön in seiner gesunden Frische und seiner Vornehmheit des Stils. Dier zweite Programmhälfte war Richard Wagners Kompositionen vor⸗ behalten ; nach der überwältigend schön gespielten „Tannhäuser“⸗ Quvertüre wurde dem genialen Konzertleiter und seiner rührigen Schar begeisterter Beifall zuteil. Der Pianist O'Neil Phillips entwickelte, gleichfalls am Montag, bei seinem Klavierkonzert im Klindworth⸗Scharwenkasaal eine ungewöhnliche Kraftfülle. Der Ton wurde dabei für lyrische Feinheiten entschieden zu derb ge⸗ nommen; sonst hinterließen die Frische des Gefühls und die gut ent⸗ wickelte Technik günstige Eindrücke. Geeehen Ihrem 8. Symphonieabend stellte am Dienstag die Königl iche Kapelle, diesmal unter des Kapellmeisters Leo Blech Leitung, die Symphonie Nr. 2 in C⸗Moll von Bruckner an die Spitze. Dies leider selten gespielte Werk des geistvollen Tonsetzers zeigte von neuem, wie herrliche Musik und staunenswerte kompositorische Technik das symphonische Schaffen Bruckners kenn⸗ zeichnen. Eingeleitet wird das Werk durch ein prächtiges Thema, dessen volle Charakteristik in wunderbarer Klangfülle die Celli bringen, bis das ganze Streichorchester sich dieser Flgur an⸗ nimmt, während die Holzbläser es rankenartig umspielen. Fast scheint es, als ob diese ganze Vorarbeit nur eine Introduktion zu dem nun folgenden Andante sein sollte, das klar und übersichtlich in überaus fesselnder Kontrapunktik die verschiedenen Themata ent⸗ wickelt. Wenn der Komponist nichts weiter geschaffen hätte als diesen Andantesatz, so wäre er deswegen schon ein ganzer Mann. Wie wonnig führen Violine und Flöte hier ein intimes Liebesgespräch, wie innig und sehnsüchtig geht in idealstem Pianissimo das Motiv zurück, um dann völlig zu ersterben! Ihm folgt ein originelles Scherzo von bemerkenswertem Stil, das einem rassigen Finale Platz macht, das eine geradezu dramatische Gestaltungskraft in sich birgt. Gespielt wurde meisterlich, oft ein etwas zu schnelles Tempo eingeschlagen, das jedoch dem Ganzen keinen Abbruch tat. Zwischen dem Brucknerschen Werk und der am Schluß gespielten symphonischen Dichtung „Mazeppa“ von Liszt brachte die Künstler⸗ schar Mendelssohns Ouvertüre, Notturno und Scherzo aus der Musik zum „Sommernachtstraum“ zu Gehör, dessen Schlußsatz wiederholt werden mußte. In Tempo und Dynamik etwas zu stürmend und grell wurde die Lisztsche Tondichtung gebracht, was der Klarheit des Ganzen Eintrag tat. Das ausverkauste Haus geizte aber auch hier nicht mit seinem Beifall. Ein Konzert mit eigenen Kompositionen veranstalte Karl Thiel ebenfalls am Dienstag in der Singakademie. Es war ernste Musik, zum Teil echte Kirchenmusik, die vorzugsweise in der Form von Chor⸗ gesängen geboten wurde; nur wenig Einzelgesänge waren darunter gemngaht Teile einer Messe, eine Motette, eine biblische Erzählung ür Männer⸗ und gemischten Chor usw. wurden in geschmackvoller Form vorgeführt; ihnen allen ist ein ernster, gläubiger Zug eigen, der sich in den Chören „Was blüht in Deinem Garten, Maria, Du heilige Frau“ und in dem „Ave Maria in Venedig“ auch zu schwärmerischer Innigkeit steigert. Eine anregende Wirkung ging fast von allen Ton⸗ dichtungen aus, da auch die mannigfach wechselnde Form, in der sie geboten wurden, Aufmerksamkeit erregte. Zum Teil wurde a cappella gesungen; dann wieder wurden die Gesänge begleitet von der Orgel oder Harfe und Hörnern; die feierlich gehobene Stimmung wurde da⸗ durch merklich gesteigert. Der Komponist leitete selbst die Vor⸗ führungen, in denen außer dem Chor noch die bekannte Sängerin Agnes Fridrichowic; mit ihrem pastosen Alt erfolgreich mitwirkte. Die Harfe spielte ODtto Müller und an der Orgel saß Jos. Fitzen. Seinen einzigen dieswinterlichen Klavierabend gab im Beethoven⸗ saal an demselben Tage Theodor Szäͤnts, der hier schon wieder⸗ holt in Kammermusikabenden und allein vor die Oeffentlichkeit e ist und sich auch als Komponist betätigt hat. Bei dem in ede stehenden Konzert wollten weder der Künstler noch die wenig zahlreichen Zuschauer in die rechte Stimmung kommen. Die unver⸗ kennbare Begabung des Pianisten und seine treffliche Technik konnten über eine gewisse Verschwommenheit und Weichlichkeit des Spiels nicht hinweghelfen. Dies machte sich auch in seinem eigenen, zu Gehör ge⸗ brachten Tonwerke (Zwei Lamentationen) bemerkbar. Von den anderen Kompositionen gelangen die „Estampes“ von Debussy und unter diesen „Jardin sous la pluie“ am besten. Gleichen Beifall fand auch die Wiedergabe von Liszt⸗Mendelssohns „Hochzeitsmarsch und Elfenreigen“. Der Liederabend eigener Kompositionen, den Anna Cramer gleichzeitig im Klindworth⸗Scharwenkasaal veranstaltete, hinterließ einen geteilten Eindruck. In der Mehrzahl der Lieder trat ein Mangel an geschlossener Kompositionstechnik und greifbaren, logisch entwickelten musikalischen Gedanken zutage, den man doppelt bedauern mußte, da in Stimmungsgehalt und Harmonie

Valentia NNO 3 balb bed.

(Wustrow i. M Vorm. Niedersch

Seilly NO 4 wolkig

meist bewölkt

(Königsbg. Pr.)

Aberdeen W bedeckt

(Cassel ziemlich heiter

(Magdeburg) meist bewölkt

Holyhead wolkig

meist bewölkt

(Grünberg Schl.)

Isle d'Aix S heiter

St. Mathieu NO bedeckt

(Mülhaus., Els.) Nachm. Niederschl. (Friedrichshaf.) Nachts Niederschl.

Grisnez NO Schnee

(Bamberg) ziemlich heiter

Paris NW bedeckt

Vlissingen 7

Helder

NO bedeckt Bodoe 1

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4 2 NO 3 bedeckt 5 4

WNW 1 sbedeckt

Christiansund

Skudesnes 3 SSO 6 bedeckt

Skagen O 1 bedeckt

Vestervig ONO 2 bedeckt

Kopenhagen O 2 Dunst

Karlstad

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Windst. bedeckt

Stockholm 5S Schnee

Wisby O bedeckt

Hernösand SW 2 wolkenl.

Haparanda S Schnee

Riga bedeckt

Wilna bedeckt

Pinsk bedeckt

Petersburg Nebel

Wien Regen

Prag IEIE Nebel

Rom 3 [Regen

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Florenz bedeckt

Cagliari

Warschau

Thorshavn 7

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Cherbourg

Clermont

Biarritz

Nizza

Krakau

Lemberg

Hermanstadt bedeckt

Triest Nebel

Brindiss

wolkenl.

bedeckt

d0

Livorno

Belgrad halb bed.

Helsingfors 766,7 2 bedeckt

Kuopio 768,0 halb bed.

Zürich FAG; wolkig

Genf 758,6 bedeckt

sachen, Zustellungen u. dergl.

Lugano 757,0 wolkenl.

Säntls 552,7 Schnee

Dunroßneß 764,8 2 Regen

Portland Bill 761,9 NRO 4 bedeckt 1,770

westlich von Schottland;

Hochddruckgebiete über 770 mm liegen über Nordrußland un eine verflachte Depression lagert über Kontinentaleuropa und dem Mittelmeer mit mehreren Minima; eine

M⸗St.⸗G.⸗O. der Beschuldigte hierdurch für fahnen⸗ flüchtig erklärt. Düsseldorf’/Wesel, den 9. März 1909..O Königliches Gericht der 14. Division.

[104071]

In der Untersuchungssache gegen den Rekruten Charles Martin Hermann Kamp vom Landwehr⸗ bezirk II Hamburg, geboren am 19. Mai 1887 in Hamburg, von Beruf Matrose, wegen Fahnenflucht, wird der Beschuldigte hiermit gem. §§ 69 ff. des Militärstrafgesetzbuchs und §§ 356, 360 der Militär⸗ strafgerichtsordnung für fahnenflüchtig erklärt

Schwerin, 9. 8

Hamburg, 4. März 1909.

Gericht der 17. Division. IIIc Nr. 1006/1005.

Der Gerichtsherr: Dr. Reuter,

v. Pritzelwitz. Kriegsgerichtsrat.

104074] Verfügung. Die unterm 29. 9. 08, bekannt gegeben am 3. 10. 08, gegen den Grenadier Johannes Firmery der 9. Komp. Gren.⸗R. 110 ergangene Fahnenfluchtserklärung wird aufgehoben.

Karlsruhe, den 9. März 1909.

Gericht der 28. Division.

[104067]

Die wider den Kanonier Martin ein der 6. Batterie 2. Westf. Feldart.⸗Regts. Nr. 22 in Nr. 208 des Deutschen Reichsanzeigers erlassene Fahnenfluchtserklärung vom 31. August 1908 wird aufgehoben. 8 8

Münster, W., den 10. März 1909.

Gericht der 13. Division.

.“

[104073] Beschluß.

Aufgehoben ist die in der Untersuchungssache gegen den am 12. November 1885 in Fahrnau, Baden, geborenen Fahrer der 6. Batterie Feldartillerie⸗ regiments Nr. 65 August Albiez wegen Fahnen⸗ flucht unter dem 14. Dezember 1907 ergangene Fahnenfluchtserklärung und Beschlagnahmeverfügung.

—— den 6. März 1909.

Ludwigsburg, Königlich Württembergisches Gericht der 26. Division.

Der Gerichtsherr: Schrag,

von Bronikowski, GSFeneralleutnant und Kriegsgerichtsrat. Dirvisionskommandeur. 104070 Verfügung. Die 12, 9. 4. 1906 gegen den Musketier Bau⸗ mann 8/161 erlassene Fahnenfluchtserklärung wird aufgehoben. 8 5 Trier, den 8. 3. 09. 8 Gericht der 16. Division.

2 Aufgebote, Verlust⸗ u. Fund⸗

103174 Aufgebot. 3 b Die Hitwe A. de Leef in Amsterdam hat das Aufgebot zum Zweck der Kraftloserklärung der Aktien Nr. 236 237 358 450 632 633 und 655. der Aktienbrauerei Homburg v. d. H. vormals A. 15 schmitt in Homburg v. d. H. beantragt. Der In⸗ haber dieser Aktien wird bei S. Kraftloserklärung aufgefordert, spätestens in dem hiermit auf den 4. Oktober 1909, Vormittags 9 Uhr, in dem hiesigen Gerichtsgebäude Nr. 12, bestimmten Aufgebotstermine seine Rechte anzumelden und die Aktien vorzulegen. Homburg v. d. Höhe, den 1. März 1909. Königliches Amtsgericht. 8

[104181]

ihrer

Zimmer

In dessen Vertretung: Dr. Engelbrecht.

[103964 Aufgebot. 1) Die Ehefrau Wilhelm Müller, Anna geb. Brambach, in Cöln⸗Ehrenfeld, Hauffstraße 15, hat das Aufgebot des Sparkassenbuchs der Sparkasse der Stadt Cöln Nr. 19 081 über 265,94 ℳ, lautend auf Anna Brambach, 1 2) der Schleifer Albert Cramer in Cöln, Pfälzer⸗ straße 50, hat das Aufgebot des Sparkassenbuchs der Sparkasse der Stadt Cöln, Zweigstelle III, Nr. 26 084 über 111,46 ℳ, lautend auf Alfred Cramer, 3) der Dekattur Hermann Wilhelm Ludwig König in Hamburg, Bäckerbreitergang 28, vertreten durch den Rechtsanwalt Dr. W. Karstens in Hamburg, hat das Aufgebot der auf den Antragsteller König lautenden Police Nr. 52 472 der „Concordia“, Cölnische Lebensversicherungs⸗Gesellschaft in Cöln über 2000 ℳ, 4) der Kaufmann Emil Blumenau in Cöln, Brüsselerstraße 91, als Vormund der minderjährigen Paul und Martha Stern hat das Aufgebot des Hypothekenbriefs über die im Grundbuch von Kalk Band 24 Blatt 932 Abteilung III Nr. 2 für den Kaufmann Benedix Stern in Cöln eingetragene ypothek von 18 000 ℳ, n Gerichtsvollzieher a. D. Carl Nopp in Cöln, Hermann Beckerstraße 3, als Pfleger des Nachlasses der am 3. Oktober 1908 in Cöln ver⸗ storbenen Witwe Egon Happel, Catharina Eva geb. Begin, hat das Aufgebot des Hypothekenbriefs über die im Grundbuch von Cöln Band 243 Blatt 9696 in Abteilung III sür 1 1I“ Witwe Happel eingetragene Hypothek von 2500 ℳ, 88 der 5. Constantin Schüller in Fischenich, vertreten durch Rechtsanwalt Dr. Löwenstein in Cöln, hat das Aufgebot des Hpertbeten!gege über die im Grundbuch von Fischenich Band 15 Blatt 709 in Abteilung III Nr. 2 für den Süüre Dar⸗ lehnskassenverein, e. Gen. m. unbeschr. Haftpfl. in Meschenich eingetragene Hypothek von 1680 ℳ, 7) der Kaufmann Barthel Heeg in Cöln, Linden⸗ straße 86, hat das Aufgebot des Hypothekenbriefs über die im Grundbuch von Kriel Band 5 Blatt 161 in Abteilung III Nr. 21 für Peter Heeg, Kaufmann in Cöln, eingetragene Hypothek von 3000 bean⸗ tragt. Die Inhaber der Urkunden werden auf⸗ gefordert, spätestens in dem auf den 6. Juli 1909, Vormittags 11 Uhr, vor dem unter⸗ zeichneten Gericht, Norbertstraße 11, Zimmer 42, anberaumten Aufgebotstermine ihre Rechte anzu⸗ melden und die Urkunden vorzulegen, widrigenfalls die Kraftloserklärung der Urkunden erfolgen wird. Cöln, den 1. März 1909. Königliches Amtsgericht. Abteilung 60. 88

104018 vI11111666“ 1) 2 Eigenkätner Gottlieb Rasch aus Kutzburg, 2) der Stellmachermeister Johann Fidorra in Willen⸗ berg, beide vertreten durch den Prozeßagenten Balk in Willenberg, haben zum Zwecke der Anlegung eines Grundbuchblattes das Aufgebot zu 1: der Parzellen 220/16, 221/16 ꝛc. Kartenblatt 7 der Gemarkung Kutzburg von 0,20,70 ha mit 0,05 Tlr. Reinertrag und 24 zu 2: der Parzelle 1390 160 Kartenblatt 11 der Gemarkung Willenberg von 0,05,53 ha mit 0,06 Tlr. Reinertrag beantragt. Es werden daher alle Personen, welche das Eigentum an den aufgebotenen Grundstücken in Anspruch nehmen, aufgefordert, spätestens in dem auf den 15. Mai 1909, Mittags 12 Uhr, vor dem unterzeichneten Gerichte, Zimmer Nr. 94, anberaumten Aufgebotstermine ihre Rechte anzumelden, widrigen⸗ falls ihre Ausschließung mit ihrem Rechte erfolgen

wird. Willenberg, den 3. März 1909. Fömigliches Amtsgericht

den verschollenen taubstummen Weber Karl Schune (Pißula), geboren am 18. Oktober 1821 in Leschnitz, Sohn des verstorbenen Webers David Pisula und seiner Ehefrau, Marianna geb. Koba, aus Leschnitz, der sich zuletzt in Jakobswalde, Kreis Kosel, auf⸗ gehalten hat, für tot zu erklären. Der bezeichnete Verschollene wird aufgefordert, sich spätestens in dem auf den 16. Dezember 1909, Vormittags 9 Uhr, vor dem unterzeichneten Gericht, Zimmer VI, anberaumten Aufgebotstermine zu melden, widrigen⸗ falls die Todeserklärung erfolgen wird. An alle, welche Auskunft über Leben oder Tod des Verschollenen zu erteilen vermögen, ergeht die Aufforderung, spätestens im Aufgebotstermine dem Gericht Anzeige zu machen. Dem Verschollenen ist ein Vermögen von mehreren Hundert Mark zugefallen. ““ Leschnitz, den 5. März 1909. Königliches Amtsgericht.

103968] 8 Laeh. zum Zwecke der Todeserklärung. Die Arbeiterfrau Bronielawa Panchzpk (Pain ciyk, antzyk), geborene Czarnietzki (Czernetzki), in Zaborze⸗ oremba, Schulstraße, bei Johann Widera, hat eantragt, den verschollenen Arbeiter Josef Panczyk (Painezyk, Pautzyk), ihren Ehemann, zuletzt in Rosdzin wohnhaft, für tot zu erklären. Der be⸗ zeichnete Verschollene wird aufgefordert, sich spätestens in dem auf den 4. 11. 1909, Vormittags 8 ½ Uhr, vor dem unterzeichneten Gerichte, Zimmer Nr. 7, anberaumten Aufgebotstermine zu melden, widrigenfalls die Todeserklärung erfolgen wird. An alle, die Auskunft über Leben oder Tod des Ver⸗ schollenen zu erteilen vermögen, ergeht die Auf⸗ forderung, spätestens im Aufgebotstermine dem Ge⸗ richte Anzeige zu machen. Myslowitz, den 2. 3. 1909.

Königliches Amtsgericht.

[103976] Aufgebot. Die Ehefrau des Johannes Metz, Katharina geb. Nau, in Wolferode hat beantragt, den verschollenen Heinrich Weber, geb. 23. Juli 1811, zuletzt wohnhaft in Wolferode, für tot zu erklären. er bezeichnete Verschollene wird aufgefordert, sich spätestens in dem auf den 6. Oktober 1909, Vormittags 10 Uhr, vor dem unterzeichneten Ge⸗ richt anberaumten Aufgebotstermine zu melden, widrigenfalls die Todeserklärung erfolgen wird. An alle, welche Auskunft über Leben oder Tod des Verschollenen zu erteilen vermögen, ergeht die Auf⸗ forderung, spätestens im Aufgebotstermin dem Ge⸗ richte Anzeige zu machen. 8

Rauschenberg, den 9. März 1909.

Königliches Amtsgericht.

[103971] Bekanntmachung. 8

Am 15. November 1902 ist die Wechselwärters⸗ witwe Babette Herold, Tochter der Büttnersehelcute Georg und Katharina Kastner, letztere geb. Ott, in Ansbach ohne Hinterlassung von -ö’ verstorben. Erbberechtigte Verwandte waren bisher nicht zu ermitteln. Gemäß § 1965 B. G.⸗B. ergeht daher an alle, die ein Erbrecht gegenüber dem Nachlaß der Bab. Herold geltend machen wollen, die Auf⸗ forderung, unter Vorlage der erforderlichen Nach⸗ weise ihr Erbrecht bei dem Amtsgericht Ansbach anzu⸗ melden, andernfalls gemäß § 1964 B. G.⸗B. ver⸗ fahren werden wird.

Ansbach, den 9. März 1909.

K. Amtsgericht. Stoer.

103974] Aufgebot. Der Küfermeister Georg Schaller in Kreuznach, Jungstraße 37, hat als Pfleger für den Nachlaß des am 9. Januar 1909 in Kreuznach verstor⸗ benen Fuhrunternehmers Peter Jacob Grünewald das Aufgebotsverfahren zum Zwecke der Ausschließung von Nachlaßgläubigern beantragt. Die Nachlaß⸗

erfolgten Tode meines Ehemanns und zugleich als Inhaberin der elterlichen Gewalt über meine Kinder Gertrud und Emanuel Vollmacht erteilt, die Rege⸗ lung der bei dem Tode meines Ehemannes noch schwebenden geschäftlichen Angelegenheiten für mich zu besorgen und mich in allen meinen Angelegenheiten, sowohl bei Gericht und anderen Behörden, wie Privatpersonen gegenüber zu vertreten. Diese Voll⸗ machtsurkunde erkläre ich hierdurch für kraftlos. Blankenese bei Hamburg, den 10. Februar 1909. Frau Henny Oppenheimer, geb. Hertz, für mich und als Vormünderin meiner Kinder Gertrud u. Emanuel. Die vorstehende Kraftloserklärung wird auf gericht⸗ liche Anordnung zum Zwecke der öffentlichen Zu⸗ stellung veröffentlicht.

Hannover, den 8. März 1909.

Der Gerichtsschreiber des Königlichen Amtsgerichts. 6.

103979 S Steuermann Hans Martin

Friedrich Gräfe aus Stettin, geboren am 10. Ok⸗ 198 zu Swinemünde als Sohn des Schiffs⸗ kapitäns Ludwig Friedrich Gustav Gräfe und seiner Ehefrau, Anna Auguste Johanne geborenen Laarß, zuletzt wohnhaft in Stettin, ist durch Urteil des unterzeichneten Gerichts vom 6. Februar 1909 für tot erklärt und als Zeitpunkt seines Todes der 31. Januar 1908, Mitternacht, festgestellt worden. Stettin, den 8. März 1909. Königliches Amtsgericht. Abt. 26.

103978] Bekanutmachung.

Der Hypothekenpfandbrief der Preußischen Boden⸗ Credit⸗Actien⸗Bank, Serie XXIII, Abteilung 4, Lit. F Nr. 00452 über 300 ℳ, mit 3 ¼¾ % verzins⸗ lich, ist für kraftlos erklärt worden.

Berlin, den 8. Februar 1909.

Königliches Amtsgericht Berlin⸗Mitte. Abt. 83 a.

103969 Ausschlußurteil des unterzeichneten Gerichts

vom 3. März 1909 sind folgende Urkunden der Peutschen Lebensversicherungs Gesellschaft in Lübeck für kraftlos erklärt: 1) Der Hinterlegungsschein vom

Kirchberg ausgestellten Police Nr. 95 614; 2) der

vom 8. Januar 1902 über die der von der Deutschen Lebensversiche⸗ rungs⸗Gesellschaft in Lübeck auf das Leben des Huts⸗ besitzers Gustad Reinicke in Ludwigshof ausgestellten Polsce Nr. 87 626. Lübeck, den 8. März 1909.

Das Amtsgericht. Abteilung VIII.

[104462]) Oeffentliche Justellung. Die Arbeiterin Maria Messing, geb. Hamburg, Hansdorferstr. 15, 2. Ete Klägerin Prozeßbevollmächtigter: Justizrat Teteus in Altona, klagt gegen den Buch⸗ binder ——— zuletzt wohnhaft in Wands. bek, jetzt unbekannten Aufen thalts, Beklagten. auf Grund Ehebruchs und böswilliger Verlassung, mit dem Antrag auf Ehescheidung und Erkt des Beklagten für den schuldigen Teil. Die ladet den Beklagten zur mündlichen L ung des Rechtsstreits vor die dierte Zivilkammer des Königlichen Landgerichts in Altona auf den 9. Inni 1909, Vormittags 10 Uhr, mit der Auf⸗ forderung, einen bei dem gedachten Gerichte juge⸗ lassenen Anwalt zu bestellen.

bekannt gemacht. 1en. den 9. März 1909.

Der Gerichtsschreider des Köntglichen dandgerichts.

1039951 Oeffeniliche Justellung. Die Ehefrau Josef Damen. eb. Hoffmann, in Kochtzanwalk pes Ehemann, den

12. Juli 1901 über die Hinterlegung der von der 1. daen Lebensversicherungs⸗Gesellschaft in Lübeck auf das Leben des Färbers Ernst Louis Seidel in

8

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der öffentlichen Zustellung wird N. der Klage

299.2 58.

ntwerpen, 11. März. 1

Raffiniertes Type weiß loko 22 biz. Br., do. mbe tralegn. April 22 t Br., do. Mai⸗Juni 22 ½ Br. Fest.

o.

8 8 ew Pork, 11. März. (W. T. B.) (Schluß.) Baumwoll

in New York 9,80, do. für 2.8 22 9,44,

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ekommen ist im Herbst 1908 in München

nchener Stadtanlehenschuldverschreibung

vertiefte Depression unter 752 mm befindet sich über dem Nordmeer. In Heutschland ist das Wetter trübe und etwas milder; im Süden herrscht bei Westwinden Tauwetter, im Norden bei Ostwinden Frost⸗ wetter. Der Süden hatte Niederschläge. 8

14 Deutsche Seewarte

Mitteilungen des Königlichen Abronautischen Observatoriums Lindenberg bei Beeskow,

veröffentlicht vom Berliner Wetterbureau. Drachenaufstieg vom 11. März 1909, 8 ¼ bis 10 ¼ Uhr Vormittags:

Nmegenege ne 0 vom Jahre 1899 Lit. C Nr. 2408 zu 1000 den dazu gehörigen Zinsscheinen. München, 9. März 1909. K. Polizeidirektion. Freiherr von der Heyd

läubiger werden daher aufgefordert, ihre Forderungen Hoft, gen. 8 en g. Nachlaß des verstorbenen Grünewald

uf s testens in dem auf den 1. Juni 1909, ärz Vormittags 10 Uhr, vor dem Ge⸗ richt, Zimmer Nr. 20, anberaumten Au gebotstermine bei diesem Gericht anzumelden. Die Anmeldung hat die Angabe des Gegenstandes und des Grundes der Forderung zu enthalten; urkundliche Beweis⸗ stůücke 8—. in Urschrift oder in Abschrift beizufügen. Die Nachlaßgläubiger, welche sich nicht „melden, können, unbeschadet des Rechts, vor den Verbind- lichkeiten aus Pflichtteilsrechten, Vermächtnissen und Auflagen berücksichtigt zu werden, von den

Erben nur insoweit Befriedigung verlangen, als sich nach Befriedigung der nicht ausgeschlossenen 8,g8

biger noch ein Ueberschuß ergiht. Die Gläudäger aus Pflichtteilsrechten, Vermächtnissen und Auflagen die Gläubiger, denen der Erde undeschränkt aftet, werden durch das Aufgehot nicht detrosen. Jeder von etwaigen mehreren et

2 . n erhoden. Die Klägerin ladet

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unter Wiederholung ihres 141— April

1907 den Beklagten zur mündlichen ung des*

Rechtsstreits vor die Zidilba

lichen Landg 8 x 21

1909, Bo 8 m

rung, einen dei dem gedachten Gerichte ☛—

Anwalt zu destellen. Zum Zweche der 5

Zustellung wird diese Ladung bekannt gemacht. Arnsherg, den 9. März 1909.

Mantel,

Gerichtsschreider des Könsalichen 8

1 Oberboo Nas &

[103972] Aufgebot.

Auf Antrag der Frau Anna Catharina Grube, in Cüvingworth⸗Westermoor wird ein gebot dahin erlassen: 1) Es wird der am 15. März 1865 zu Cuxhaven geborene Peter Hinrich Schalck hiermit aufgefordert, sich spätestens in dem auf Dienstag, den 7. Dezember 1909, Vormittags 9 Uhr, anberaumten Aufgebotstermin im Amts⸗ gericht Ritzebüttel, Zimmer Nr. 8, I. Stock, zu melden, widrigenfalls seine Todeserklärung 85 wird. 2) Es werden alle, welche Auskunft über Leben oder Tod des Verschollenen zu erteilen vermögen, hiermit aufgefordert, dem unterzeichneten Gerschte spätestens im Aufgebotstermine Anzeige zu machen.

Cuxhaven, den 8. März 1909.

Das Amtsgericht Ritzebüttel, Abteilung für Aufgebotssachen.

[103975] Ausgebot. Der Schuhmachermeister Franz Pisula (auch Pißula) in Leschnitz hat beautragt, seinen Stiefbruder,

sich manches v e und Gewählte in den Kompositionen fand. Am glücklichsten gibt sich die Komponistin auf dem Gebiet des schlichten, volkstümlich gehaltenen Liedes wie z. B. „Lebewohl“ und „Wenn die Linde blüht“. Hier verbinden sich Form und Inhalt, Text und Musik zu einer Einheit, was bei den größeren Gesängen von differenzierterem Stimmungsgehalt nicht immer der Fall war. ür die Wiedergabe der Lieder setzten Johanna van de Linde und erard Zalsman ihr Können ein, von der Komponistin unterstützt, die am Flügel begleitete. Paul Weingartens Klaviervorträge ließen am Mittwoch in der Singakademie wohl eine merkliche pianistische Begabun Station 8 erkennen, jedoch ist in seinem Spiel noch längst nicht alles künstleris Seehöhe . 122 m 500 m 1000 m] 2000 m] 3000 m 3280 m ausgeglichen. Die Technik müßte sauberer ausgefeilt erscheinen und 8 der Inhalt sorgfältiger gegliedert und wärmer empfunden werden. Temperatur 09 4,1 7,5 1,6 6,2 9,6 11,5 Noch wird das unruhige Spiel zu sehr von einer rein verstandesmäßigen Rel. F tgr () 91. 94 74 70 61 Ueberlegung beherrscht. Wind⸗Richtung. r0 Zwischen 080 und 80 „Geschw. mps 11 bis 127 15 14 16 bis 17 14 ß13

Trübe, untere Wolkengrenze in 350, obere in 540 m Höhe; darüber Temperaturzunahme von 7,5 bis + 0,5 °bei 750 m, des⸗ gleichen zwischen 1410 und 1500 m von 4,3 bi 3,8 c. Am Draht 3 mm dicker Reifansatz. 1— 8 1

[104158]

Gemäß § 367 8 8,8 2ha eennt vemacft, daß d ustav Süßmann in 8 Nhüdfmn Ser 15, 8 3 ½ % Schlesische Pfand⸗

idicinstraße 1, 1 Lit. 4 Serie I Nr. 37956 über 3000 ab⸗

handen gekommen ist. Breslau, den 4. März 1909. Schlesische Generallandschaftsdirektion. 2

[103967]

Theater und Mufik.

Konzerte.

Zwei sehr genußreiche Konzerte veranstaltete a 8 1 m 6. und am 4 n * Aachener städtische Gesangverein unter der 88 9i v Dirigenten, Professor chwickerath im großen Saale harmonse. Es war ein erlesener Genuß, den Darbietungen

dieser über 300 Sänger und Sängerinnen zu folgen, deren treffliches

Der Wilhelmshaven, Steindömer in Aurich. undckannten

Aufgebot. Der Zigarrenhändler Rudolf Wünsch in Oels in Schlesien hat uns den Verlust der unter Nr. 4487 308 über 600,— auf das Leben des Kindes Herbert Wünsch lautenden, von uns aus⸗ gefertigten Volkeversicherungspolice angezeigt und das