1909 / 70 p. 3 (Deutscher Reichsanzeiger, Tue, 23 Mar 1909 18:00:01 GMT) scan diff

In der gestrigen Monatssitzung des unter dem Protektorat Seiner Majestät des Kaisers stehenden Vereins zur Besserung der Strafgefangenen führte der Staatsanwalt Dr. jur. u. phil. Rosenfeldt in Vertretung des Ersten Staatsanwalts Klein den Vorsitz. Er gab der Versammlung zunächst bekannt, daß der General⸗ staatsanwalt Dr. Isenbiel zum Präsidenten des Vereins gewählt worden sei und das Amt auch angenommen habe, es aber krankheitshalber nicht ausüben könne. Sodann teilte er mit, daß der badische Justizminister in bezug auf das Kleben der Invalidenmarken eine Neuerung insofern eingeführt habe, als jeder Strafgefangene, gleich⸗ viel ob er eine langzeitige oder kurze Strafhaft zu verbüßen habe, verpflichtet sei, Invalidenmarken zu kleben; falls er es ablehne, Marken zu kleben, soll dies von der Gefängnis⸗ anstalt besorgt und der Betrag der zu klebenden Marken von dem Arbeitsverdienst des betreffenden g . abgezogen werden. Es stehe zu hoffen, daß auch die anderen Regierungen diesem Beispiele in Baͤlde folgen werden. Ferner machte der Vorsitzende auf einen Vortrag über „Die Verwendung Strafgefangener in der Moorkultur“ aufmerksam, den der Geheime Oberregierungsrat Dr. Krohne in der Gesellschaft für Moorkultur gehalten hat. Am 5. April findet im Reichstagsgebäude die Generalversammlung des Vereins statt, in der der vortragende Rat im Justizministerium, Geheime Ober⸗ justizrat Plaschke einen Vortrag über „Strafvollzug und Fürsorge⸗ erziehung halten wird. Erwähnenswert ist ferner die Mitteilung, daß der Verein von der Oberstaatsanwaltschaft des Kammergerichts zur Aeußerun aufgefordert worden ist, inwieweit nach Ansicht des Vereins und mit seiner Hilfe vermieden werden könne, daß Jugendliche in Untersuchungshaft kommen. Hierauf erstattete der Leiter des Arbeitsnachweisebureaus Herr Neckes den Bericht über den Monat Februar, in dem sich 439 Personen mit der Bitte um Gewährung der Vereingfürsorgh gemeldet hatten; um Be⸗ schäftigung baten 368, aber nur 184 Personen konnte Arbeit nach⸗ Fenfe werden. Seit Beginn des Jahres konnten von 763 um

rbeit Nachsuchenden 371 Personen solche nachgewiesen werden. Der Fürsorgeaufsicht unterstellt haben sich 20 Polizeiobservate; im ganzen unterstehen der hüeforgenn scht jetzt 179 Polizeiobservate und 125 bedingt Verurteilte. leichzeitig teilte Herr Neckes mit, daß der Professor Gerland aus Jena mit 50 Studenten hier eingetroffen sei, das Arbeitsnachweisebureau des Vereins eingehend besichtigt und sich überaus anerkennend über die Einrichtungen ausgesprochen habe. Einer dankenswerten Anregung Folge gebend, erstattete Herr Neckes sodann einen übersichtlichen Bericht über das Arbeitsnachweise⸗ bureau sowie über die Schreibstube des Vereins, woran sich eine vge Diskussion knüpfte. Herr Neckes hob die Bemühungen hervor, die nach allen Richtungen hin gemacht worden, um Strafentlassene in Arbeit zu bringen, und wies auf die scharfe Konkurrenz hin, die dem Verein durch andere, gleiche Tendenzen 5He Organisationen erwachsen. Dazu komme, daß den Vereinsschützlingen das Odium des „Bestraftseins“ anhafte. Eine gleiche Konkurrenz sei der Schreib⸗ stube des Vereins durch die wie Pilze aus der Erde schießenden EC erwachsen. Auch lassen Großfirmen ihre

dressen lieber im Zuchthaus schrelben, weil sie dort sicherer sind vor einem Einblick in die Kundenlisten. Die in der Schreibstube des Gefangenenvereins beschäftigten Personen verdienen ein gutes Drittel mehr als die Schreiber in den Berliner Schreibstuben und werden dabei lange nicht so ausgenutzt. Die Leute arbeiten nur bis 4 Uhr, um sich dann noch nach Arbeit umzusehen. Der Verein zahlt 3 für tausend Adressen, während die übrigen Berliner Schreibstuben 1,75 bis höchstens 2,50 zahlen. In der Diskussion wurde darauf hingewiesen, daß man danach trachten müsse, Handwerker und Kaufleute als werktätige Mitglieder heranzuziehern.

Das Komitee für die durch Hochwasser betroffenen Hilfsbedürftigen, das unter dem Protektorat Seiner Kaiserlichen und Königlichen Hoheit des Kronprinzen steht, teilt mit, daß der Eingang größerer Summen gerade jetzt dringend erwünscht ist, da große Kosten entstehen für die Unterbringung und Ernährung der aushaltungen während der Dauer der Austrocknung und esinfektion der Wohnungen. Auch müssen unbrauch⸗ bare Brunnen ersetzt oder wiederhergestellt werden. Es gingen weiter ein: von dem Grafen Heinz von Werthern⸗Beichlingen 1000 ℳ, von der Allgemeinen Glektrizitätsgesellschaft und den Berliner Elektrizitätswerken zusammen 3000 ℳ, von den Gebrüdern ven. 3000 ℳ, Ungenannt 500 ℳ, von dem Altonaischen

nterstützungsinstitut 10 000 ℳ, von der Freiwilligen Sanitätskolonne vom Roten Kreuz in Elmshorn 1451,30 ℳ, von Frau Alice Mertens

Schauspiele. Mittwoch: Opern⸗ Abonnementsvorstellung. Bajazzi (Pagliacci). Oper in zwei Akten und einem Prolog. Mussk und Dichtung von R. Leoncavallo, deutsch von Ludwig Hartmann. Musikalische Leitung: Herr Kapellmeister von Strauß. Regie: Herr Ober⸗ regisseur Droescher. Versiegelt. Komische Oper in einem Akt nach Raupach von Richard Batka und b2 Musik von Leo Blech. Musikalische eitung: Herr Kapellmeister Blech. Regie: Herr Herr Oberregisseur Droescher. Anfang 7 ½ Uhr.

Schauspielhaus. 79. Abonnementsvorstellung. Die versunkene Glocke. Ein deutsches Märchendrama

Königliche haus. 74. Mittwoch

hochzeit.

Freitag: Einer von unsere Leut. Sonnabend: Nur ein Traum.

Hebbeltheater.

und

Neues Schauspielhans. ersten Male: Pech⸗Schulze. Donnerstag: Pech⸗Schulze. Pech⸗Schulze. onnabend: Pech⸗Schulze.

Lessingtheater. Mittwoch, Abends 8 Uhr:

2000 ℳ, vom Magistrat Harburg 500 ℳ, von dem Provinzialverein vom Roten Kreuz in Potsdam 3500 ℳ, von Bernhard Honig 500 ℳ, von den Offizieren des 2. Garderegiments z. F. 214 ℳ. Das Bureau des Komitees befindet sich in Berlin NW., Alsenstraße 10.

Ueber die Witterung in Norddeutschland im Monat Fehüner 1909 berichtet das Königlich preußische Meteorologische nstitut auf Grund der angestellten Beobachtungen: Frost und Schnee gaben der Witterung fast während des ganzen vergangenen Monats das Gepräge. Nur am 3., 4. und 5. war es im größten Teile von Norddeutschland milde, und der Westen hatte auch noch von Mitte Februar an eine etwa achttägige gelindere Periode; sonst aber lagen die mittleren Tagestemperaturen unterhalb des Gefrierpunktes. In Ost⸗ preußen sank gegen Ende der ersten Dekade das Thermometer un⸗ gewöhnlich lief, und da in diesem Gebiete die kurz nach Monatsbeginn eingetretene Erwärmung sich nur wenig geltend machte, so ergaben sich außerordentlich niedrige Monatsmittel; sie blieben hier hinter den normalen überall um mehr als 3, stellenweise, wie übrigens auch ver⸗ einzelt im östlichen Oberschlesien, sogar um volle 4 Grad zurück. Sonst war es um 2 bis 3, im Nordwesten jedoch nur um 1 bis 2 Grad zu kalt. Im mittleren und östlichen Binnenlande war infolge der vorwiegend starken Bewölkung die Sonnenscheindauer zu gering; dagegen überschritt st im Küstengebiete und im Westen überall den lang ährigen Durch⸗ chnitt, am meisten in Hinterpommern und an der Nordsee, wo um die Hälfte mehr aufgezeichnet wurde, als einem normalen Februar ent⸗ spricht. Niederschläge waren überall mit Ausschluß Schleswig⸗Holsteins und benachbarter Bezirke häufig und zum Teil so stark, daß sich an zahlreichen, über das ganze Gebiet verteilten Stationen eine außerordent⸗ lich große Monatssumme ergab; mehrfach fiel das Doppelte, stellenweise, wie z. B. im thüringischen und westfälischen Berglande, fast das Drei⸗ fache der normalen Niederschlagsmenge. Am trockensten war es im größten Teile von Ost⸗ und Westpreußen, an der pommerschen und nord⸗ friesischen Küste sowie im äußersten Südwesten; hier fielen weniger als 25 mm. Das übrige Gebiet östlich der Elbe und Saale sowie die unmittelbar westlich daran grenzenden Landstriche, ferner Nassau und Rheinprovinz hatten vorwiegend 25 50 mm. Sonst fielen im Besten mehr als 50 mm, ebenso in Schlesien östlich der Oder, in der 886 und in den Sudeten sowie in einem Teile von Branden⸗ burg. as rechtsrheinische Bergland, Harz, Thüringerwald, Riesen⸗ gebirge und Eifel sowie ein Landstrich an der holländischen Grenze hatten mehr als 100, und auf den höchsten Erhebungen des Wester⸗ waldes, Rothaargebirges und Thüringerwaldes sowie im Brockengebiet kamen sogar mehr als 200 mm Niederschlagshöhe vor. Schneefälle waren mit Ausschluß des Nordwestens häufig, und da meist kaltes Wetter herrschte, so bestand eine Schneedecke im mittleren und östlichen Binnenlande den größten Teil des Monats. Dagegen war sie an vielen Stationen des Westens und Nordwestens auf eine kurze Reihe von Tagen beschränkt. In den Gebirgen erreichte sie vielfach eine Mächtigkeit von einem Meter. Im Anfang Februar stand Nord⸗ deutschland unter der Herrschaft nordischer Depressionen; es hatte deshalb zunächst mildes, trübes Wetter und verbreitete Niedeischläge. Anfänglich noch in fester Form fallend, gingen 188 schon in den ersten Tagen des Monats unter dem Einflusse eines tiefen Minimums, das mit westlichen und südwestlichen Winden allgemeines Tauwetter hervorrief, in starken Regen über; er brachte die vorber gefallenen Schneemengen zum Schmelzen, vermochte aber den festgefrorenen Erd⸗ boden nicht aufzutauen und verursachte daher in den norddeutschen Strömen Hochwasser, in ihren Umgebungen verheerende Ueber⸗ schwemmungen. Vom 6. an wurde eine Antizyklone, die von Westen her über Mitteleuropa vordrang, maßgebend; sie brachte trockneres und kälteres Wetter. Als sie sich dann nordostwärts verlagerte und Drehung der Winde über Nord nach Ost veranlaßte, trat weitere starke Abkühlung ein, besonders im Nordosten. In Königs⸗ berg sank zu Beginn der zweiten Dekade die Temperatur zu so nie⸗ drigen Werten, wie sie daselbst im Februar nur ganz selten vorge⸗ kommen sind. Das erneute Eindringen einer tiefen Depression von Norden her bewirkte, daß gegen Monatsmitte bei ausgebreiteten Regen⸗ und Schneefällen noch einmal auf dem ganzen Gebiete die Tempera⸗ turen den Gefrierpunkt überschritten. Dann aber herrschte unter dem Einfluß einer großen Antizyklone, die sich von Westen her allmählich über Europa ausbreitete, bis zum Monatsschluß im Osten strenger, im Westen schwacher Frost mit häufigen, wenn auch im allgemeinen nur schwachen Niederschlägen. 1

Erzählungen.

(Königgrätzer Straäße 57/58.) Freitag: Zaza.

folgende Tage: Revolutions⸗

Hierauf: Pelleas und Melisan

b V Komische Oper. Mittwoch: Hoffmanns Donnerstag: Carmen. (Carmen: Eva v. d. Osten.) Sonnabend: Zum ersten Male:

Der für den 26. März von dem Deutschen Verein für Volkshygiene angekündigte Vortrag des Gehe men Medizinalratz Pegfeflor Dr. His kann nicht stattfinden, da der Bürgersaal des

athauses an diesem Tage für städtische Zwecke in Anspruch ge, nommen wird.

Im Hörsaal der „Urania“ (Taubenstraße) spricht am Don tag der Professor Dr. Rathgen über „Kupfer, Gold, Platin“, am ban tag der Konstruktionsingenteur A. Keßner über „Die Keineiseztat fat und am Sonnabend Dr. P. Schwahn über „Die Entstehung der Ge, birge und Erdbeben“. Außerdem findet im Hörsaal der Sternwarte (Invalidenstraße) am Freitag, Abends 8 Uhr, ein Vortrag statt, und zwar wird Dr. Schwahn über „Die Bewegungen der Himmelskörper⸗ sprechen. Im Wissenschaftlichen Theater der „Urania“ (Tauben, straße) finden in dieser Woche noch Wiederholungen des neuen, mit zahl, reichen farbigen Bildern ausgestatteten Vortrags „Auf den Trümmen Messinas“ statt. Am Freitag, Mittags 12 Uhr, wird ein Vortrag von Herrn Mac Clintock: „Leben und Gebräuche der Schwarffuß⸗ indianer“, gehalten und am Sonnabendnachmittag noch einmal wieden,

holt werden.

Die Abteilung für Portiers, Fahrstuhlführer und Heizer des Zentral⸗ vereins für Arbeitsnachweis (Gormannstraße 13, Fernsprech⸗ amt III Nr 3791 3797) vermittelt werktäglich in der Zeit von 10 12 Uhr Vormittags geeignetes und zuverlässiges Personal. Die Geschäftt⸗ und Industriehausbest er werden gebeten, sich vorkommendenfalls dieses gemeinnützigen, von der Stadt subventionierten Arbeitsnachweises zu bedienen. Die Vermittlung geschieht gänzlich kostenlos. Die Za⸗ sendung erfolgt sofort, spätestens am nächsten Tage. Es werden stetz mehrere Bewerber zur Auswahl gesandt.

Der Verein von Freunden der Treptower Stern. warte hält seinen letzten Vortragsabend im provisorischen Hörsaal (Treptower Chaussee 21/22) morgen, Mittwoch, Abends 8 ¼ Uhr, abh⸗ Der Direktor Dr. F. S. Archenhold wird über die „Fortschritte und Leistungen der Fernrohre seit ihrer Entdeckung im Jahre 1608- prechen. Mit dem großen Fernrohr wird vor dem Vortrage der Mond und nach dem Vortrage der Planet „Jupiter“ beobachten Damen und Herren sind als Gäste willkommen. Der nächste Vereinz Labend wird bereits in dem großen Vortragssaal der neuerbauten Treptower Sternwarte, deren Eröffnung für den 4. Aprl in Aussicht genommen ist, stattfinden. 5

London, 22. März. (W. T. B.) Der deutsche Fif dampfer „Kryno⸗Albricht“ ist in der vergangenen Nacht den Shetlandsinseln gesunken. Die Mannschaft ist rettet worden und wird über Lerwick in die Heimat befördert.

Turin, 22. März. (W. T. B.) Der Herzog der Abrun⸗ hat sich über Genua nach Marseille begeben, von wo er sein neue Expedition nach dem Karakorumgebirge antreten win.

Nach Schluß der Redaktion eingegangene 8 Depeschen.

Paris, 23. März. (W. T. B.) Die Post⸗ und Tele graphenbeamten haben in einer heute vormittag abg⸗ haltenen Versammlung, die von 6000 Personen besucht mit ungefähr 5700 Stimmen beschlossen, wieder aufzunehmen.

Paris, 23. März. (W. T. B.) Von offizieller Sein wird bezüglich des österreichisch⸗serbischen Zwistes g meldet, daß England, Rußland und Frankreich einen neus vermittelnden Text für die von Serbien abzugebende E klärung vorschlagen wollen, von dem man hofft, daß e Oesterreich⸗Ungarn befriedigen werde.

(Fortsetzung des Amtlichen und Nichtamtlichen in der uund Zweiten Beilage.)

Lustspielhaus. (Friedrichstraße 236.) Mütnt bis Sonnabend: Im Klubfessel.

Trianontheater. (Georgenstraße, nahe Babr⸗ Friedrichstraße.) Mittwoch bis Sonnabend: Lirbc gewitter.

Der Toreador. de, 5. Akt.

Mittwoch: Zum

Anfang 7 ½ Uhr. [105075]

Blüthner⸗Saal Lützow⸗Straße 76. den 23. März 1909, Abends 7 ½ Uhr:

t Tschaikowsky⸗Abend

um Deutschen

3 7

Erste Beilage

Berlin, Dienstag, den 23. März

Qualität

mittel Verkaufte

Gejahlter Preis für 1 Doppelzentner

Menge

niedrigster höchster

niedrigster Doppelzentner

höchster

niedrigster

Verkaufs⸗

Am vorigen Auß

Markttage

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Reichsanzeiger und Königlich Preußischen Staatsanzeiger.

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Schätzung verkauft Doppelzentner (Preis unbekannt)

die Ardeis

in fünf Akten von Gerhart Hauptmann. Regie: Herr Eggeling. eehg 7 ½ Uhr.

Donnerstag: Opernhaus. 75. Abonnementsvor⸗ stellung. Dienst⸗ und Freiplätze sind aufgehoben. Elektra. Tragödie in einem Aufzuge von Hugo von Hofmannsthal. Musik von Richard Strauß.

Arfapg 8 Uhr. 3

uspielhaus. 80. Abonnementavorstellung. König Richard der Dritte. Trauerspiel in 5 Aufzügen von Shakespeare. Uebersetzt von Schlegel. (Herr Friedmann als Gast.) Anfang 7 ½ Uhr.

Neues Operntheater. Sonntag, Nachmittags 2 ½ Uhr: Auf Allerhöchsten Befehl: Achte Vor⸗ stelung für die Berliner Arbeiterschaft: Maria Magdalene. Die Billette werden durch die Zentralstelle für Volkswohlfahrt nur an Arbeirervereine, Fabriken usw. abgegeben. Ein Verkauf an einzelne Personen findet nicht statt. Abends 7 ½ Uhr: 162. Billettreserpesatz. Dienst⸗

und Freiplätze sind aufgehoben. Mignon. Oper in 3 Akten von Ambroise Thomas. Text mit Be⸗ nutzung des Goetheschen Romans „Wilhelm Meisters Lehrjahre“ von Michel Carré6 und Jules Barbier, deutsch von Ferdinand Gumbert.

Deutsches Theater.

wollt. Anfang 7 ¼ Uhr. DPonnerstag: Zum ersten Male: Faust. Anfang

1 7 Uhr.

Mittwoch: Was ihr

Kammerspiele. eee Der Graf von Gleichen. Anfang DPonnerstag: Frühlings Erwachen.

Berliner Theater.

unsere Leut. DPonnerstag: Nur ein Traum.

Mittwoch

Griselda. Donnerstog, Abends 8 Uhr: Der König. Freitag, Abends 8 Uhr: Ibsen⸗Zyklus. Vorstellung: Gespenster.

Schillertheater. 0. (Wallnertheater.) Mittwoch, Abends 8 Uhr: Ein Volksfeind. Schauspiel in fünf Aufzügen von Henrik Ibsen. Deutsch von Wilhelm Lange.

Donnerstag, Abends 8 Uhr: Die Braut von Messina.

Freitag, Abends 8 Uhr: Rechts herum. 1“

Charlottenburg. Mittwoch, Abends 8 Uhr: Die Karolinger. Trauerspiel in 5 Akten von Ernst

von Wildenbruch. Donnerstag, Abends 8 Uhr: Ein Volksfeind.

Freitag, Abends 8 Uhr: Die Karolinger.

Vierte

Theater des Westens. (Station: Zoologischer Garten. Kantstraße 12.) Mittwoch bis Freitag: Der tapfere Soldat.

Sonnabend: Zum ersten Male: Der Jockeyklub. Operette von Victor Hollaender. Anfang 7 ¼ Uhr.

Sonntag, Nachmittags 3 ¼ Uhr (halbe Preise): Ein Walzertraum.

Residenztheuter. (Direktion: Richard Alerander.) Mittwoch und folgende Tage: Kümmere Dich um Amelie.

Thaliatheater. (Direktion: Krenund Schönfeld.)

Mittwoch und folgende Tage: Wo wohnt sie denn? Schwank mit Gesang und Tanz in drei

Wassili

Progr.: Ovv. „Romeo und Julia“. Solist: W. Sapellnikoff.

211

Akten von J. Kren und Okonkowsky. Gesangstexte Id, Musik v. Bäktor Hollaender

Zirkus Schumann. Mittwoch, Abends 7 ½ Uhr:

Brillante Vorstellung. Nur noch einige Tage: Ettero Tiberio, der Mann mit den eisernen Muskeln. Paet, das Weltwunder, als vierbeiniger Künstler. Die Wild⸗West⸗ Theron Truppe, 8 Personen. Ricarda u. Oreste. Dressierte Tiere des EClown Armando. Golo, der Seeräuber und Mädchenhändler, mit den Riesenlichteffekten. Freitag: Benesiz für Ettero Tiberio.

Familiennachrichten.

Verlobt: Frl. Erika von Gersdorff mit Hin. Oecar Falk (Eberswalbe Antwerpen).

Geboren. Ein Sohn: Hrn. Major von Frankenberg und Peoschlitz (Str ßburg i. Ell). Eine Tochter: Hrn. Wirklichen Geheimen Kriegsrat Ulrich von Schelling (Charlottenburg).

Hrn. Eberhard Frhrn. von Bodenhaufen (Bredeney bei Essen). Hrn. Hauptmann Fritz von Jena (Charlottenburg). Hren. Leutnant Alfred Gädeke (Schleswig).

Gestorben: Hr. Oberstleutnant Erich von Borcke (Gumbinnen).

mit dem

Blüthner⸗Orchest

Dirig: Ferd. Neisser. . , 3 u. 2 bei Bote & Bock, A. Wertheim und an der Abendkasse.

Hr. Oberstleutnant a. D. Louts

Sapellnikoff

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Konzert f. Klavier (B⸗Moll). Suite Nr. 3. Huv. „1812“.

Hermann von Besser (Königsberg). Hr. Ger von Krogh (Königsberg i. Pr). bemn. herr Alexander von Arnim (Planit) 2 Leutnant Hans Frhr. Gans Edler Herr zn Pu⸗ (Atben). Hr. Stadtrat Hugo Milch Brelln Fr. Ferdinandine Gräfin Korff⸗Schmifmg Reichsfreiin von Fürstenberg (Tatenhausen, Wer⸗ Fr. Angelika Nitsche⸗Sedlatzek, Lewandowesky (Bretlau).

Verantwortlicher Redakteur: Direktor Dr. Tyrol in Charlottenbefg

Verlag der Expedition (Heidrich) is Bech

Druck der Norddeutschen Buchdruckerei und 29 Anstalt Berlin 8W., Wilhelmstraße Ne⸗

Elf Beilagen (einschließlich Barsen⸗Beilaae),

soiwie die Inhaltsangabe zu Nr. 6 des⸗ lichen Auzeigeres (einschließlich der Nr. 2 verösseutlichten Bekanntme betressfend Kommanditgesellschaften auf und Aktiengesellschaften, für die Woch 15. bies 20. März 1909.

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Babenhausen Illertissen. Geislingen

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Bemerkungen. Die verkaufte Menge wird auf volle Doppelt Ein liegender Strich (—) in den Spalten für Preise hat die;

Berlin, den 23. März 1909.

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Dinkel, Fesen). 23,40 22,80

17,20 17,00

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ner und de: Verkauftwert auf volle Mack abgerundet mitgeteilt.

15,80 17,50 15,00 18,00

Kaiserliches Statistisches Amt. van der Borght.

17,00 14,50

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Personalveränderun

Königlich Preußische Armee.

Nachweisung der beim Sanitätskorps eingetretenen Veränderungen. Durch Verfügung des Generalstabs⸗ arztes der Armee. Mit Wahrnehmung offener Assistenzarztstellen sind beauftragt worden:

22. Februar. Müller, Unterarzt beim Inf. Regt. Markgraf Karl (7. Brandenburg) Nr. 60.

27. Februar. Dr. Seeliger, Unterarzt beim Feldart. Regt. General⸗F Idzeugmeister (1. Brandenburg.) Nr. 3, nach am 8. Februar 1909 erfolgter Versetzung zu diesem Regt, und Dr. Hedding, ein⸗ jährig⸗freiwilliger Arzt vom Hus. Regt. König Wilhelm I. (1. Rhein.) Nr. 7, unter Ernennung zum Unterarzt des Friedensstandes und Ver⸗ setzung zum West äl. Drag. Regt. Nr. 7.

Versetzt wurden: am 9. Febhruar: Wissmann, Unterarzt vom 4. Lothring. Inf. Regt. Nr. 136, zum 1. Unterelsäss. Jaf. Regt. Nr. 132, und Geißel, Unterarzt vom Inf. Regt. Prinz Friedrich bür Fösseslanke (2. Westfäl) Nr. 15, zum 4. Lothring. Inf. Regt. . Aus der Armee zwecks Uebertritts zur Marine wurde entlassen: 87 e Wendtlandt, Unterarzt beim 9. Bad. Inf. Regt,

Nachstehende Studierende der Kaiser Wilhelms⸗Akademie für das militärärzliche Bildungswesen sind am 1. März zu Unterärzten des aktiven Dienststandes ernannt: Liertz, beim 6. Rhein. Inf. Regt. Nr. 68, Broese, beim 8. Ostpreuß. Inf. Regt. Nr. 45, Schulz, beim Feldart. Regt. Nr. 71 Groß⸗Komtur, Falb, beim Inf. Regt. von Hoben (5. Ostpreuß.) Nr. 41, Kaliebe, beim 5. Lothring. Inf. Gegt. Nr. 1441, Walz, beim 2. Thüring. Inf. Regt. Nr. 32, Sperber, beim 7. Lothring. Jaf. Regt. Nr. 1598, Boehr, beim Inf. Regt. von Lützow (1. Rhein.) Nr. 25, Stadtländer beim

nf. Regt. von Voigts⸗Rhetz (3. Hannov.) Nr. 79, Hevelke, beim eutsch⸗ Ordens⸗Inf. Regt. Nr. 152, Lackner, beim Jnf. Regt. rinz Moritz von Anhalt⸗Dessau (5. Pomm.) Nr. 42, Seiler, Ffim Inf. Leib⸗Regt. grosgefage (3. Großherzogl. Hess.) r. 117, Wichmann, beim Holstein. Feldart. Regt. Nr. 24 ricke, brim Inf. Rest. Prinz Friedrich der Niederlande (2. Westfäl,) Ar. 15, Bartke, beim 2. Hannov. Feldart. Regt. Nr. 26, 4 trott, beim Kurmärk. Feldart. Regt. Nr. 39, Strecker, beim b Bad. Inf. Regt Prinz Wilhelm Nr. 112, Rhode, beim Groß⸗ erzogl. Mecklenburg. Gren. Regt. Nr. 89, Fischer, beim Inf Fegt Prinz Louis heidinand von Preußen (2. Magdeburg.) Nr. 27, rubert, beim Hinterpomm. Feldart. Regt. Nr. 53, v. Holly u. onientzietz, beim 5. Großberzogl. Hess. Inf. Regt. Nr. 168, Frost, eim Trier. Feldart. Regt. Nr. 44, Müller, beim Inf. egt. von Courbière (2. Posen) Nr. 19, Rawengel, beim anteeelsäf Feldart. Regt Nr. 67, Glaschker, beim Inf. Regt. 8 raf Barfuß (1. Westfäl) Nr. 17, Götze, beim Feldart. Regt. Podbielski (1. Niederschles.) Nr. b, Krankenhagen, beim 3. Oberschles. Inf. Regt. Nr. 62, Schleswig⸗Holstein. Ulan. Regt. Nr. 15.

Öund Jung⸗Marchand, beim

Beamte der Militärjustizverwaltung. Durch Allerhöchsten Erlaß. 25. Februar. Schulz, Hottendorff, Oberkriegsgerichtsräte von den Generalkommandos des II. bzw. V. Armeekorps, zu den Generalkommandos des III. bzw. II. Armeekorps versetzt.

Durch Verfügung des Kriegsministeriums. 8. März. Jaeger, Kriegsgerich'ssekretär, Militärgerichtsschreiber beim Stabe der 13. Div., mit Pension in den Rahestand versetzt.

10. März. Boenisch, Kriyegegerichtssekretär, Militärgerichts⸗ 1. bei der Landw. Insp. Berlin, zum Stabe der 15. Div. versetzt.

Beamte der Militärverwaltung.

Durch Allerhöchste Bestallungen. 18. Februar. Söhle, Professor, Oberlehrer am Kadettenhause in Naumburg a. S., zum 1“ n Frb

ur llerhöchste Patente. 13. März. ritsche Mevyer, Geheime Registratoren im Kriegsministerium, miitiche, Geheimer Kalkulator bei der Naturalkontrolle des Kriegsministeriums, der Charakter als Rechnungsrat verliehen.

Durch Verfügung des Kriegsministeriums. 20. Fe⸗ bruax. Versetzt bei den Garn. Verwaltungen: die Verwalt. In⸗ spektoren: Sieber von Culm nach Straßburg i. Els., Weber von Straßburg i. Els. nach Berlin I als Zweite Amtsmitglieder, Brox von Coburg nach Munster, Sperhake von Berlin nach Charlottenburg, Hummel von Millitsch nach Coburg; die Kontrolleure: Haberland von Halberstadt nach Militsch, Broß⸗ von Hagenau nach Culm, Schaub von Worms nach Wolfenbüttel als Verwalt. Inspektoren; die Kaserneninspektoren: Schöneich von Schöneberg nach Worms, Elzer von Karlsruhe nach Hagenau, Schröder von Altona nach Halberstadt als Kontrolleführer, Beyer von Dt. ⸗Eylau nach Karlsruhe, Eckart von Trier nach Diedenhofen, Zander von Hannover nach Schöͤnehberg, Meyke von Saarburg nach Dt.⸗Eylau, Hinze vom Truppenübungsplatz Posen nach Altona, Kraft von Mörchingen nach Breslau, Jorra vom Truppenübungs⸗ platz Bitsch nach Saarburg. 11 24. Februar. Elsaßer, Militärbauinsp. in der Schutztruppe für Südwestafrika vom 1. Mai 1909 ab im Heere wiederangestellt und der Intend. des XVII. Armeekorps als technischer Hilfsarbeiter überwiesen. 1

26. Februar. Rauchfuß, kontrolleführender Kaserneninsp. in mi h Ie Garn. Verwalt. Kontrolleur ernannt.

2. März. Kahlert, Rechnungsrat, Buchhalter bei der Gen. Militärkasse, zum Kassier bei der Gen. Militärkasse ernannt. Rusch, Proviantamtsdirektor in Colmar i. E, auf seinen Antrag mit Pension in den Ruhestand versetzt.

3. März. Kadgiehn, Militärintend. Sekretär von der Intend. des I. Armeekorpe, der Titel „Obermilitärintend. Sekretär“ verliehen. Kern, Intend. Diätar von der Intend. des XIV. Armeekorpt, zum Militärintend. Sekretär ernannt.

4 März. Kirstein (Christian), Proviantamtgsassist. in der Schutztruppe für Südwestafrika, mit dem 1. April 1909 im Heecres⸗

dienst wiederangestellt und dem Proviantamt in Glogau zuͤgewiesen.

5. März. Collet, Militärbausekretär beim Bauamt I in Meg.

Rosenberg, Oberzahlmstr. von der I. Abteil. General⸗Feldmarschall Graf Waldersee (Schleswig.) ihren Antrag mit Pension in den Ruhestand versetzt.

6. März. XIV. Armeekorps ernannt.

Feldart. 1 Nr. 9, a

Schneider, Unterzahlmstr., zum Zahlmstr. beitm

1 Versetzt: Schwartz, Proviantmeister in Sagan, nach Schwerin Sieben, Proviantamtsrendant in Metz, nach Sagan, Krirjagorski Proviantamttkontrolleur in Torgau, als Propiantamttzrendamnt

Metz, Strauch, Proviantamtskontrolleur in Dt⸗Exlau, nach Torgan, Schulze, Proviantamtsassist. in Glogau, als Kontrolleur

arf Probe m

nach Dt.⸗Eylau, Stauß, Lazarettverwalt. Insp. in Saargemünd, als

Lazarettoberinsp. auf Probe nach Trier, Tonndorf, Mülhausen i. Els., als Lazarettverwalt. Insp. auf P gemünd.

Lasamninfr. üin tede nach Saar⸗

9. März. Reiner, Rechnungsrat, Lazarettoberinsg. in t

auf seinen Antrag zum 1. Mai 1909 mit Pension in den

versetzt. 10. März. Dr. Goerner Peters (III Berlin), felder (Heidelberg), Hennrichs, apotheker des Beurlaubtenstandes, zu Breitwieser (Mannheim), Zitelmann apotheker des Beurlaubtenstandes, der Abschied 11. März. Ziegler, Gardekorps, die Versetzung zu der Intend.

gehoben. Königlich Sächüsche Armeer.

Offiziere, Fähnriche usfw. 10. März. im 3. Inf. Regt. Nr. 102 Pri 8 Res. beurlaubt. Spangenberg, zum Fähnr. ernannt.

11. März. Bamber Lt. der Res. des 2. Trainb

12. März. v. Hinü 1. April d. J. ab auf ein der Kaiserlichen Gesandtscha

19. März. Nachgenannte Tadette. in der Armee angestellt, 22 —* 3 im 1. (Leib-) Gren. Regt. 10 2⁄, v. Regt. Nr. 101 Kaiser Wilhelm. Körag don 3. Inf. Regt. Nr. 102 Prinz. Regernt Butegul im 4. Jnf. Regt. Nr. 103, Zeumer, imn König Wilbele I11. don Wüäntermörng. 8. im 9. Infanterieregiment Nr. Ih. Kors. regiment Nr. 134. Wallenstein Lieseesees 67 4 v. Raczek, v. Campe, im 1. Jügrrbat. Mer. im 1. Hus. Regt. Mhert Nr. . 29. März d. J. bei ihren

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