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Eöö“ vom 15. See 1909 enthält den a
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Nr. 122, Buxbaum, Fähnr. im Ulan. Regt. König Karl Nr. 19,
Homburg v. d. Höhe und der Stadt Leer, veröffentlicht.
Statistik für jedes Jahr inzwischen so weit hat gefördert werden
liegende Bericht ausführlichere Angaben. So wird der gesamte
versicherungsunternehmungen angeordnet
seiner Pension bewilligt. Fehl, Major z. D., zuletzt Bats. Kom⸗ mandeur im Füs. Regt. Kaiser Franz Joseph von Oesterreich, König von Ungarn Nr. 122, zum Bezirksoffizter beim Landw. Bezirk Ulm ernannt. Ruoff, überzähl. Hauptm., aggreg. dem Generalstabe der Armee, kommandiert zur Dienstleistung beim Großen Generalstabe, behufs Kommandierung zum Generalstabe des VIII. Armeekorps in dem Kommando nach Preußen belassen.
Ein Patent ihres Dienztgrades erhalten: die Oberlts.: Eitel im Inf. Regt. Kaiser Wilhelm, König von Preußen Nr. 120, Schott im Inf. Regt. Alt. Württemberg Nr. 121, Schleißing, Keiper, Hörstke, Schwenhage im Füs. Regt. Kaiser Franz Joseph von Oesterreich, König von Ungarn Nr. 122, von
auch, Maurmeier im Gren. Regt. König Karl Nr. 123, Reinhardt im Inf Regt. Se Wilhelm I. Nr. 124, Lutz im Inf. Regt. Kaiser Friedrich, König von Preußen Nr. 125, Winghofer im 8. Jnf. Regt. Nr. 126 Großherzog Friedrich von Baden, kommandiert zur Dienstleistung bei der Gewehrfabrik in Spandau, Todtenberg im gleichen Regt., Schuchardt, Majer im 9. Inf. Regt. Nr. 127, Naumann im 10. Inf. Regt. Nr. 180.
Vom 1. Oktober d. J. ab nach Preußen kommandiert: die Lts.: Abele im Gren. Regt. König Karl Nr. 123 auf ein weiteres Jahr behufs Dienstleistung beim Telegraphenbat. Nr. 3, v. Hartlieb gen. Walsporn im 9. Fnf. Regt. Nr. 127 auf ein Jahr behufs Dienst⸗ leistung beim Eisenbahnregt. Nr. 1, Frhr. v. Perfall im Gren. Regt. König Karl Nr. 123 auf ein Jahr behufs Dienstleistung beim Telegraphenbat. Nr. 1.
it dem 1. Oktober d. J.: die Lts.: Moll an der Unteroff. Schule in Treptow a. R, unter Versetzung in das Inf. Regt. König Wilhelm I. Nr. 124, Ciolina an der Unteroff. Schule in Potsdam, unter Beförderung zum Oberlt. und Versetzung in das 9. Inf. Regt. Nr. 127 — von dem Kommando nach Preußen enthoben. Marg⸗ graff im Inf. Regt. Alt⸗Württemberg Nr. 121, behufs Verwendung bei d öu Vorschule in Bartenstein — nach Preußen kom⸗ mandiert.
Zimmerle, Lt. im 3. Feldart. Regt. Nr. 49, zum Oberlt. be⸗ fördert. Retzlaff, Königl. preuß. Hauptm, kommandiert nach emn gher bisher in der 4. Ingen. Insp., zum Komp. Chef im Pion. Bat. Nr. 13 ernannt, Weber, Haupim. und Lehrer an der Kriegsschule in Anklam, behufs Verwendung in der 4. Ingen.⸗Insp., in dem Kommando nach Preußen belassen, v. Stockmayer, Hauptm. und Komp. Chef im Pion. Bat. Nr. 13, behufs Verwendung als Lehrer an der Kriegsschule in Anklam, nach Preußen kommandiert. Freye, Oberlt. im Pion. Bat. Nr. 13, Nörr, Oberlt. und Führer des württemberg. Detachements des Königl. preuß. Telegraphenbats. Nr. 1, — ein Patent ihres Dienstgrades erhalten. Grüner, Lt. im Telegraphenbat. Nr. 4, bis Ende dieses Monats zur Dienstleistung beim Reichskolonialamt kommandiert, vom 1. September d. J. ab behufs Wiederverwendung bei genanntem Bat. in dem Kommando nach Preußen belassen.
Befördert: Ritter, Fähnr. im 4. Feldart. Regt. Nr. 65, zum Lt. mit Patent vom 16. Juni 1907 ausnahmsweise, Klett, Klee⸗ mann, Fähnriche im Drag. Regt. Königin Olga Nr. 25, zu Lts. mit Patent vom 17. August 1907, Frhr. v. Lupin, Fähnr. im Füs. Regt. Kaiser Franz Joseph von Oesterreich, König von Ungarn
Schäfer, Fähnr. im Pion. Bat. Nr. 13, Rommel, Fähnr. im Trainbat. Nr. 13, — zu Lts., Hartwein, Unteroff. im Füs. Regt. Kaiser Franz Joseph von Oesterreich, König von Ungarn Nr. 122,
zum Fähnr.
m Beurlaubtenstande. Befördert: Hartmann (Reut⸗ Pnserh. Vizefeldw., zum Lt. der Res. des Füs. Regts. Kaiser Franz Joseph von Oesterreich, König von Ungarn Nr. 122, Dill (Mergent⸗ heim), Vizewachtm., zum Lt. der Res. des 3. Feldart. Regts. Nr. 49.
Der Abschied bewilligt: den Lts.: Steus (Eßlingen) der Res. des 3. Feldart. Regts. Nr. 49, Frhr. v. Enzberg (Rottweil) der de. Kav. 1. Ausgebols, Heyd (Rottweil) der Landw. Inf. 2. Auf⸗
in der Zweiten Beilage zur heutigen Nummer des „Reichs⸗ und Sürebe sind enehmigungs⸗ urkunden, betreffend Anleihen der Stadtgemeinde
Nichtamtliches.
“
Preußen. Berlin, 26. August.
Die Nr. 3 des 8. Jahrgangs der „Veröffent⸗ lichungen des Kaiserlichen Aufsichtsamts für
eschäftsbericht des Aufsichts amts für das Jahr 1908.
Nach Gliederung und Inhalt schließt sich der Bericht im allgemeinen den früheren an. Von der Aufstellung der soge⸗ nannten vorläufigen Statistik in dem bisberigen Umfang ist indes abgesehen worden, weil die Bearbeitung der endgültigen
können, daß im Juni 1909 bereits die Statistik für 1907 er⸗ Das Amt hat sich daher für 1908 darauf be⸗ ränkt, den Stand des Geschäfts und das Ergebnis des Betriebs bei den größeren Unternehmungen, diesmal ein⸗ ließlich der ausländischen im Reiche arbeitenden Gesell⸗ aften, in großen Zügen und mit den wichtigsten Daten vor⸗ zuführen. Ueber die Belecungen der Anstalten enthält der vor⸗
Bestand der am 31. Dezember 1907 in die Prämienreserve⸗ register eingetragenen Hypotheken, insbesondere hinsichtlich der örtlichen Verteilung und Stüͤckelung einer Untersuchung unter⸗ zogen. Ferner werden Uebersichten über die im Jahre 1908 von den Versicherungsgesellschaften gewährten Neuausleihungen v Verteilung, Stückelung, Fälligkeit und Ertrag gegeben.
Eine bedeutsame Erweiterung der Aufgaben des Amtes ist dadurch herbeigeführt worden, daß der Bundesrat vom 1. Januar 1909 ab die Anwenbung einer Reihe wichtiger Bestimmungen des V.⸗A.⸗G. auf die 89 inländischen Ruͤck⸗
1 at. Mit Rücksicht sind im Berichtsjahre für diese Unternehmungen nach
nhörung des Versicherungsbeirats besondere Rechnungs⸗ vorschriften aufgestellt worden. 1
Eine besonders umfangreiche und schwierige Arbeit er⸗ wuchs dem Amte durch die mit Rücksicht auf das V.⸗V.⸗G. v und regelmäßig mit einer Nachprüfung des gesamten
eschäftsplans verbundene Umarbeitung der Allgemeinen Versicherungsbedingungen sämtlicher Versicherungsunterneh⸗ mungen.
Der Bericht verbreitet sich über das dabei beobachtete, den verschiedenen Bedürfnissen der Unternehmungen angepaßte Verfahren. In sachlicher Beziehung wird hervorgehoben, daß das Bestreben des Amts im allgemeinen dahin ging, auch den
im Bereich der Allgemeinen Versicherungsbedingungen zu ver⸗ schaffen. Ueber eine Reihe wichtiger, die Durchführung und Auslegung des Gesetzes betreffender Fragen legt der Bericht die Auffassung des Amts näher dar.
Unter den wichtigeren Gegenständen, die das Amt im Berichtsjahre beschäftigten, verdient die Abonnentenversicherung Erwähnung, hinsichtlich deren bemerkt wird, daß sie trotz aller Bedenken (wegen der Verquickung verschiedenartiger Betriebe) doch nicht als grundsätzlich den Anforderungen des V.⸗A.⸗G. uwiderlaufend angesehen werden könne, vielmehr lasse sie sich so ausgestalten, daß unter Berücksichtigung des § 7 V⸗A.⸗G. ihre Zulassung nicht versagt werden könne. Im Anschlusse hieran wird die Reiseunfallversicherung als Prämie für Kunden gewerblicher Betriebe (mittels sogenannter Coupon⸗ policen) erörtert. Weiter behandelt der Bericht die sogenannte Fürsorgeversicherung, d. h. Versicherung des Arbeitgebers egen Ansprüche aus seiner Fürsorgepflicht, die Spät⸗ chadenversicherung, die Versicherung gegen Nachschußpflicht, die x insichtlich der Feuerversicherung werden die Gründe des reichsgerichtlichen Urteils wieder⸗ gegeben, durch welches der Anspruch auf Vollstreckung kali⸗ fornischer Urteile im Deutschen Reiche zurückgewiesen worden ist, weil nach kalifornischem Recht die Gegenseitigkeit im Sinne des deutschen Rechts nicht verbürgt sei. In den Be⸗ merkungen zu einzelnen Bestimmungen des V.⸗A.⸗G. wird u. a. die Anwendung der Zillmerschen Methode auf die Militärdienstversicherung behandelt, ferner die Frage, wie weit die aufsichtlich genehmigte Verschmelzung zweier Unter⸗ nehmungen die Versicherungsnehmer bindet; endlich die Frage, ob die Inkassoagenten ausländischer, nicht zugelassener ners erungsunternehmungen nach § 108 V.⸗A.⸗G. straf⸗ ar seien.
Hinsichtlich der nach § 81 V.⸗A.⸗G. gebührenpflichtigen Prämieneinnahme wird berichtet, daß sie
vpon 554 017 055 ℳ im Geschäftsjahre 1901. auf 789 278 453 ℳ „ „ 1907
gestiegen ist. In dem Betrage für 1907 sind rund 22 365 000 ℳ gebührenpflichtige Rücversicherungenräreen enthalten, die also von jener Summe abzuziehen sind, wenn man die im Deutschen Reiche überhaupt aufgebrachten Prämien nach ihrem Gesamt⸗ betrage feststellen will.
Im Anhange des Berichts werden außer den Tabellen über die vorläufigen Ergebnisse des Jahres 1908 weitere statistische Untersuchungen über die Pensions⸗ und Hinter⸗ bliebenenfürsorge für die Versicherungsbeamten veröffentlicht.
Die Bevollmächtigten zum Bundesrat, Großherzoglich badischer Wirklicher Geheimer Rat Scherer und Herzoglich braunschweigischer Geheimer Legationsrat Boden sind in Berlin angekommen.
Der K. u. K. österreichisch⸗ungarische Botschafter von Szögyény⸗Marich hat Berlin verlassen. Während seiner Abwesenheit führt der Botschaftsrat Freiherr von Flotow die Geschäfte der Botschaft.
Der französische Botschafter Jules Cambon ist nach Berlin zurückgekehrt und hat die Leitung der Botschaft wieder übernommen.
Der Landrat von Miquel ist in gleicher Amtseigenschaft aus dem Kreise Westhavelland, Regierungsbezirk Potsdam, in den Kreis Saarbrücken, Regierungsbezirk Trier, versetzt, der Regierungsrat Hartwig aus Berlin (Polizeipräsidium) der Königlichen Regierung in Münster, der Regierungsrat Geißler aus Aachen der Königlichen Regierung in Marienwerder, der Regierungsassessor Freiherr von Steinaecker aus Hörde der Königlichen Regierung in Potsdam, der Regierungsassessor von Donat aus Freienwalde a. O. der Königlichen Regierung in Magdeburg und der Regierungsassessor Dr. Wiskott aus Schwetz der Königlichen Regierung in Schleswig zur weiteren dienstlichen Verwendung überwiesen worden.
Laut Meldung des „W. T. B.“ ist S. M. S. „Hertha“ am 24. August in Funchal auf Madeira eingetroffen und geht morgen von dort nach Ponta Delgada auf San Miguel (Azoren) in See.
S. M. Flußkbt. „Vaterland“ ist am 23. August von Tschungking am Nangtse nach Hochang abgegangen.
S. M. S. „Iltis“ ist am 25. August in Tientsin ein⸗ getroffen. S. M. S. „Scharnhorst“ mit dem Chef des Kreuzergeschwaders und S. M. S. „Leipzig“ sind gestern in Tfingtun eingetroffen. 6 1““
Der „Matin“ meldet aus San Sebastian: Das Kriegs⸗
gericht in Barcelona hat einen gewissen Anton Maletam, er beschuldigt wird, die aufftändische Bewegung in dem Stadtviertel von St. Andreas geleitet zu haben, zum Tode verurteilt. Etwa 20 Angeklagte erhielten lebenslängliche Zwangsarbeit, darunter ein Artilleriekorporal, der zu den Aufständischen übergegangen war. Zahlreich sind die Ver⸗ urteilungen zu Strafen, die zwischen 15 und 17 Jahren schwanken. “
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Im
““ J“ gestrigen Ministerrat wurde die Antwort auf die gemeinsame Note der Schutzmächte beraten, die
„W. T. B.“ zufolge heute sämtlichen Großmächten zugestellt werden soll. Ferner befaßte sich der Ministerrat mit der Lage in Yemen, die sich verschlechtert habe. Wie es heißt, griffen die Aufständischen unter Sabi Ali Mehmed Sana an und sprengten ein Munitionsdepot in die Luft, wobei viele Soldaten getötet und zwei Kanonen zerstört wurden.
Von Sero witsch in der Nähe von Monastir ist ein Bataillon Militär nach Mitrowitza beordert worden. Ferner werden in Saloniki Vorkehrungen getroffen, um weitere
88
Dem Konstantinopeler Berichterstatter der „Kölnischen Zeitung“ erklärte der Finanzminister, die Regierung werde etwa in 10 Tagen Verhandlungen mit den Mächten einleiten über die Erhöhung des türkischen Einfuhrzolles von 11 auf 14 %. Der Ertrag hieraus werde auf etwa eine Million türkische Pfund geschätzt, worauf später eine Anleihe von zwei Millionen türkische Pfund aufgenommen werden solle. 8 .“ Serbien. 8
Der Justizminister Ribaratsch hat gestern infolge eine Auseinandersetzung mit dem Minister des Innern 8 Gemeindewahl in Sabatsch seinen Abschied genommen. Man nimmt „W. T. B.“ zufolge an, daß auch der Ministerpräsident Novakowitsch zurücktreten wird.
1 Dänemark.
Der Folkething hat gestern die Beratung der Landes⸗ verteidigungsvorlagen wieder aufgenommen.
Der Ministerpräsident Graf Holstein führte, „W. T. B.“ zu⸗ folge, in seiner einleitenden Rede aus, daß es notwendig gewesen sei, zwischen den verteidigungsfreundlichen Gruppen des Hauses eine Ueber⸗ einstimmung zu erzielen. Aufgabe des Ministeriums sei es, diese Vereinbarung durchzuführen. Die Vorlagen können mit zwei Worten charakterisiert werden: Niederlegurg der Kopen⸗ hagener Landbefestigung und Schaffung einer wirksamen Verteidigung der Neutralttät Dänemarks, die es dem Staate ermöglichen würde, dem Auslande gegenüber loyal seine Pflichten zu erfüllen, falls es
zwischen zwei anderen Mächten im dänischen Fahrwasser oder an d dänischen Grenze zu einem Kampfe kommen Fähr 8
Asien. “ 3 „Wie ein Londoner Blatt aus Tokio meldet, hielt der Fürf Ito in Tukushima eine Rede, in der er seinem Zweifel lusdruck gab, ob China mit Erfolg eine Verfassung ein⸗ führen könnte, während andererseits ein Mißlingen den Frieden im fernen Osten gefährden würde. Als Gründe für son, Felehen nannte er den ungeheuren Flächenraum des Reiches und die mangelnden Verkehrsmöglichkeiten, die für ein Zusammentreten des Parlaments sehr hinderlich sein würden. Auch verbiete der chinesische Konservatismus einen Wechsel des chinesischen Steuersystems und der schwerfälligen lokalen Verwaltung, was vhl die Vorbedingung einer Nationalversammlung sei “ 1A14““ 8 p 1““ 8
würde. 4 8 veeebbe];
Nach einer Meldung der „Agence Havas“ aus Tanger ließ Buchta Bagdadi gestern früäh dem Gebbas melden, daß er den Roghi in Zauia im Gebiete der Beni Nsar ge⸗ fangen genommen habe; 24 Mann seines Gefolges wurden Le güht. Zur Feier der Gefangennahme werden Feste ver⸗ anstaltet.
Nach einer n des „W. T. B.“ aus Fes vom 20. d. M. erlagen 25 Gefangene, denen die Hände und Fübe abgehauen waren, ihren Leiden; zwei kamen mit dem eben davon. Mulay 28 entsandte nach Taza einen Gouverneur, den die Bewohner nicht aufnahmen; sie erklärten, sie wollten keinen Sultan als Oberhaupt, der ihre Brüder martere. Die Grausamkeit Mulay Hafids erregt unter den Stämmen große higafrichecge.
Der französische Minister des Aeußern Pichon, der dem französischen Konsul in Tanger bereits den Auftrag erteilt hatte, dem Sultan ernstlich nahezulegen, er möge die Marterung und Verstümmelung der gefangenen Anhänger des Roghi verbieten, hat dem frenzofischen esandten Regnault telegraphiert, er solle sich dem vom diplomatischen Korps ge⸗ planten gemeinsamen Schritt anschließen, durch den dem Sultan die meiecengne über die begangenen Grausamkeiten ausgesprochen werden soll.
Der Aufbruch der spanischen Truppen aus den verschiedenen Lagern vollzog sich, wie „W. T. B.“ aus Melilla meldet, ohne Zwischenfall. Das Regiment des Königs hat ohne Ver⸗ lust Sonk del Aarba an der äußersten Grenze der Mar Chica besetzt und be 0, dann ein Lager bei Restinga; die Be⸗ wohner dieses Gebiets haben ihre Ergebenheit bekundet.
Nr. 47 des „Zentralblatts für das Deutsche Reich“, herausgegeben im Reichsamt des Innern, vom 20. August, hat folgenden Inhalt: Konsulatwesen: Ernennungen; — Exequatur⸗ erteilungen; — Ermächtigung zur Vornahme von Zivilstands⸗ handlungen. — Allgemeine Verwaltungssachen: Erscheinen des Sach⸗ registers zum 3ö für das Deutsche Reich, die Jahre 1873 bis 1908 umfassend. Erscheinen des Blattes XII zur Post⸗ und Eisenbahnkarte des Deutschen Reichs. — Handels⸗ und Gewerbe⸗ wesen: Kündigung des Handelsabkommens zwischen dem Deutschen Reiche und den Vereinigten Staaten von Amerika. — Zoll⸗ und Steuerwesen: Veränderungen des Laufes der Zollgrenze im hamburgi⸗ schen Feei ere — Polizeiwesen: Ausweisung von Ausländern aus dem Reichsgebiete.
Nr. 27 des „Eisenbahnverordnungsblatts“, heraus⸗ eegeben im Ministerium der öffentlichen Arbeiten, vom 23. August 1909 bar folgenden Inhalt: Erlaß des Ministers der öffentlichen Arbeiten vom 13. August 1909, betr. Tarifbestimmungen für Saatgut.
Statistik und Volkswirtschaft.
Der deutsche auswärtige Handel im Juli und in den Monaten Januar bis Juli 1909.
Nach den „Monatlichen Nachweisen über den auswärtigen Handel Deutschlands“ hat im Juli die Einfuhr 6 061 027 t, (ferner in Stück) 8545 Pferde, Maultiere und Esel, 136 Fahrgeuos 77 036 Uhren, die Außfuhr 4 500 181 t, ferner (in Stüch) 476 Pferde, Maultiere und Esel, 145 Fahrzeuge und 37 298 Uhren betragen. Diese S. bedeuten gegen den Vormonat und den Jult des abgelaufenen Jahres eine Zunahme der Gewichtsmengen.
In den sieben Monaten Januar bis Juli wiesen Ein⸗ und Ausfuhr folgende Mengen auf (die Mengen des gleichen Zeitraums der Vorjahre in Klammern): Einfuhr: 34 166 253 (33 712 311) Tonnen, 77 507 (78 949) Pferde usw, 629 (738) Fahrzeuge, 685 391 (758 931) Uhren; Ausfuhr: 26 313 682 (25 478 777) Tonnen, 3774 (3382) Pferde usw., 735 (852) Fahrzeuge und 183 870 (224 801) Uhren.
Hiernach haben gegen das Vorjahr die Ein⸗ und die Aus⸗ fuhr der nach Gewicht angeschriebenen Waren zugenommen, aber die Ein⸗ und Ausfuhr der Fahrzeuge und der Uhren abgenommen, während bei der Gruppe „Pferde usw.“ die Einfuhr gesunken und die Ausfuhr gestiegen ist. An der Steigerung der Ein⸗ und Ausfuhr waren besonders beteiligt Erzeugnisse der Land⸗
Verstärkungen, auch Artillerie, nach Oberalbanien zu senden. Bei Rogowo hat ein blutiger Zusammenstoß zwischen türkischen Truppen und Albanesen stattgefunden, bei
nicht zwingenden Vorschriften des Gesetzes möglichst Geltung 8 “
dem jene angeblich einige Geschütze verloren haben sollen. 11““
und Forstwirtschaft, mineralische und fossile Rohstoffe, chemische und westese Erzeugnisse, Spinnstoffe, Papier, Pappe, 8 Metalle und Waren aus ihnen, an der Steigerung der Aut⸗ fuhr allein besonders Waren aus Steinen, unedle Metalle un
8 raus. Ein Rückgang der Einfuhr ist namentlich bei — 8 Steinen, Tonwaren, bei Glas und Glaswaren, bei un⸗ edlen Metallen und Waren daraus eingetreten. Maschinen, elektro⸗ technische Erzeugnisse und Fahrzeuge haben in der Ein⸗ wie in der Ausfuhr gegen das Vorjahr verloren.
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Zugendliche Krüppel in Deutschland.) Eine mit Unterstützung der Regierungen deutscher Einzelstaaten in der Zeit vom 10. Oktober 1906 bis 2. Dezember 1907 vorgenommene Zählung hat für das Deutsche Reich ohne Bayern, Baden und Hessen (in welchen drei Einzelstaaten die Krüppelkinder von unter Jabren nicht mitgezählt worden sind, siehe unten) eine Gesamtzahl on 75 183 Krüppeln im Alter bis zu 15 Jahren ergeben. Als rüppel wurden Kinder angesehen, die infolge angeborener Fehler der durch Verlust, Verkrümmung, Lähmung oder Muskelkrampf ein⸗ Iner Körperteile in der Bewegungs⸗ und Gebrauchsfähigkeit ihrer liedmaßen dauerad beeinträchtigt sind. Nach Staaten und preußischen rovinzen verteilen sich die Krüppel, wie folgt: 8
1000 Einw.
1 1,00 1,01 1,03 1,07 1,18 1,19 1,24 1,26 1,27 1,31 1,33 1.33 1,35 1,40 1,40 1,42
Schaumburg⸗Lippe
Mecklenburg⸗Strelitz..
Westpreußen
Berlin
Posen
Oldenburg
Hobenzollern
Ostpreußen
Schlesien
Pommern
Brandenburg
Hessen⸗Nassau
Provinz Sachsen
Dreuen...
Elsaß⸗Lotbringen.
Sachsen⸗Weimar
v11“;
Schleswig⸗Holstein..
Westfalen.
Schwarzburg⸗Rudolstadt...
Württemberg
Braunschweig . ..
Deutsches Reich (ohne Bayern, Baden, Hessen)
Lübeck
Sachsen⸗Altenburg ..
Rheinland
Sachsen⸗Coburg⸗Gotha
Reuß j L..
Schwarzburg⸗Sondershausen
Mecklenburg⸗Schwerin
Sachsen⸗Meiningen
——
—
ddo do, —,⸗8,— +2=2ögSögS 90 22
☛
—
do do do
Reuß ä. L. 2,78
Von der Gesamtzahl der Krüppel entsielen 14 865 auf das vor⸗ schulpflichtige, 60 318 auf das schulpflichtige Alter. Nach ärzt⸗ lichem Ürteil waren der Behandlung oder rziehung in einem rüppelbeim 42 249 Krüppel bedürftig, darunter 33 204 im schul⸗ Alter. 9388 Krüppel haben selbst Aufnahme in ein Heim Es standen aber im Jahre 1908 in den Krüppelbeimen Länder nur 3125 Betten zur Verfügung. Auf je 87 Fner 8,4 Hne von je 1000 Krüppelkindern überhaupt) heimbedürftig waren. Unter bernen 8,4 %o befanden sich 6,9 zugleich behandlungsbedürftige, 1,3 der Behandlung nicht zugängige, aber der gewerblichen Erziehung be⸗ dürftige und 0,2 unheilbare und dauernder Wartung und Pflege be⸗ dürftige Kinder. 6,5 %o Krüppel waren nichtheimbedürftig, nämlich ,6 orthopädisch kranke und 2,9 einer Behandlung nicht ugngige. Die geographische Verteilung der Krüppel weist große Verschiedenheiten auf. Im ganzen waren die Verhältnisse im Osten wesentlich günstiger als im Westen. Auffallend hohe Ziffern zeigten die Verwaltungsbezirke des Königreichs Sachsen, darunter die industriell m höchsten entwickelten Kreishauptmannschaften Chemnitz und Zwickau um 0,96 bezw. 1,14 % über dem Reichsdurchschnitt, das be⸗ nachbarte und industriell verwandte Fürstentum Reuß ä. L. sogar um 1,30 %0 über dem Reihsdurchschnitt. Gleichfalls hohe Anteils⸗ iffern trafen Herner. femnen. Lippe, Waldeck, vielleicht wegen dort heimischen Tabakindustrie. 9 1e. 1000 Krüppeln waren 477,2 weiblichen Geschlechts, von je 1000 heimbedürftigen 467,7. Dagegen überwog das weibliche Geschlecht, zum Teil recht erheblich, bei den beimbedürftigen Kindern in den thüringischen Staaten und in den sächsischen Kreishauptmann⸗ schaften Zwickau und Chemnitz, ferner in den Hansestädten, was vielleicht mit der Heimarbeit (Spielwaren, Tabak) zusammenhängt. 8 Die häufigsten Krüppelleiden waren Lähmung mit 16,4 auf
b je 100 Krüppel, Tuberkulose (von Knochen und Gelenken) mit 15,0, .
Skoliose (hochgradige Verkrümmung der Wirbelsäule) mit 12,2 und Fraltose Casgen den Leiden dieser Art waren also zusammen 53,1 % oder mehr als die Hälfte der Krüppel heimgesucht. Fehlen eines
Gliedes wurde in 1,48 % der Fälle ermittelt, Fehlen eines Glied⸗ abschnitts in 5,07 %. Verunstaltung eines Gliedes, Gelenkes oder
8 Körperteils in 10,13 %, Verrenkung eines Gelenkes in 11,17 %, über⸗
ählige Finger und Zeben in 0,4 %, Verwachsung von Fingern, Behen 788 88 %, verkrüppelter Fuß in 6,2 %, Wasserkopf in 1,08 % der Fälle usw. 8 Bei 6556 Kindern lagen gleichzeitig noch andere Leiden vor, nämlich bei 3706 Krämpfe, bei 344 Taubstummheit, bei 226 Blind,⸗ eit, bei 214 Tuberkulose innerer Organe, bei 107 Blutarmut, bei 959 sonstige chronische Krankheiten. Geistig gesund waren 68 198 Kinder oder 886 %0, schwachsinnig oder blödsinnig 6481 oder 85 %0. In Bayern wurden im Alter von 6 bis unter 14 Jahren 9673, in Baden desaleichen 2756, in Hessen im Alter von 6 bis unter 5 Jahren 1436 Krüppelkinder ermittelt. Bei schätzungsweiser Er⸗ gänzung dieser Zablen ergeben sich für das Alter von 0 bis 15 Jahren
iim ganzen Reiche 98 263 Krüppel, darunter 56 320 heimbedürftige.
1 m September 1908 bestanden im ganzen Reiche 39 Krüppel⸗ mit Benn Plätzen, darunter in Herten 23, in Bayern 1, in Sachsen 3, in Württemberg 7, in Baden, Mecklenburg⸗Schwerin,
Braunschweig, Schwarzburg⸗Sondershausen und Schwarzburg⸗Rudol⸗ stadt je 1. Die Zahl der Betten in diesen Krüppelheimen schwankt zwischen 10 und 434 und beträgt im Mittel 86.
Die preußischen Sparkassen im Jahre 1907.
Das Königlich preußische Statistische Landesamt veröffentlicht
eine eingehende Ciih, sazaag über den Geschäftsbetrieb und die Er⸗
8 e der preußischen Sparkassen im FFen gjahre 1907. Aus
1 eser Arbeit beigegebenen tabellarischen Uebersichten sei das folgende 8 mitgeteilt:
Die Anzahl der Sparkassen stieg während des Rechnungs⸗
jahres 1907 von 1606 auf 1639. Von diesen 1639 Sparkassen waren
749 städtische (gegen 732 im Vorjahre), 251 Landgemeinde⸗ usw.
8 *) Nach der Schrift: „Umfang und Art des jugendlichen Krüppel⸗ tums und der Krüppelfürsorge in Deutschland“, bearbeitet und heraus⸗ gegeben von Dr. Konrad Biesalski. Verlag von Leopold Voß, Ham⸗ burg und Leipzig, 1909. 8 8
Kassen (246), 453 Kreis⸗ und Amtsspakassen (441), 6 Prooinzial⸗ und ständische (wie im Vorjahre) und 180 Vereins⸗ und Privatsparkassen (181). Zu den 1639 Sparkassen gehörten 736 Filial⸗ oder Nebenkassen und 3075 Sammel⸗oder Annahmestellen; bei einem Zugange von 43 bezw. 261 Sparstellen überhaupt waren also 5450 gegen 5113 im Jahre 1906 und zwar in 4421 Orten (gegen 4150 Orte im Vorjahr) vorhanden. Es kam somit eine Sparstelle auf 7075 Einwohner, im Jahre 1906 auf 7421. Die meisten Sparkassen hat die Rheinprovinz (252); dann folgen die Provinzen Westfalen (205), Schleswig⸗Holstein (201), Schlesien (188), Hannover (176), Sachsen (142), Brandenburg (114), Posen (88), Pommern (84), Hessen⸗Nassau (82), Ostpreußen (58), b (46), Berlin (2) und Hohenzollern (1).
parkassenbücher waren 11 484 139 im Umlaufe; gesperrt waren 194 429 Bücher.
Die Einlagen betrugen am Schlusse des Berichtsjahres 9121 Mill. Mark; gegenüber dem Jahre 1906 nahmen sie um 332 Millionen zu. Von diesen ve; sind bei den städtischen Sparkassen 51 v. H., bei den Kreissparkassen 33 v. H. und bei den übrigen a-eee g. zusammen 16 v. H. eingezahlt.
Auf den Kopf der Bevölkerung Preußens kamen an Spar⸗ einlagen 237 ℳ gegen 232 ℳ im Jahre 1906, auf jedes Sparkassen⸗ buch im Durchschnitt 794 ℳ gegen 792 ℳ im Keeee
Als Reservefonds waren 506 Millionen Mark vorhanden; gegen 1906 trat eine Verringerung um 32 Millionen Mark ein.
Füt öffentliche Zwecke sind seit dem Bestehen der Kassen 372 Millionen Mark aufgewendet worden, davon 19 Millionen im Jahre 1907.
Nach der Art der Anlage kamen von den jinsbar angelegten Kapitalien Hypotheken 60 v. H., auf Inhaberpapiere 24 v. H., auf Anlagen bei öffentlichen Instituten 11 v. H. und auf Anlagen in Schuldscheinen, Wechseln usw. 5 v. H. Der der Berechnung zugrunde Uiegende Bilanzwert der Inhaberpapiere stellte sich im Jahre 1907 im Durchschnitt auf 92 v. H. ihres Nennwerts; gegen 1906 fiel dieser Bilanzwert um 4 v. H. In Schuldverschreibungen des Reichs waren 222 Millionen und in solchen Preußens 734 Millionen Mark
Zur Arbeiterbewegung. .““
111“ E111 68 11“
Die Münchener Weinküfer haben, wie die „Frkf. Ztg.“ berichtet, den 8”8 gekündigt und sind sofort in d. Frec Bü eingetreten, die in bezug auf die neunstündige Arbeitszeit, Urlaubs⸗ und Lohnverhältnisse zur Einigung mit den Prinzipalen führten. Einige andere Streitfragen dürften auch beigelegt werden.
In Paris haben, wie „W. T. B.“ meldet, gestern 4000 orga⸗ nisierte Maurer, weil die Unternehmer ihr Versprechen, keine Akkordarbeiten mehr ausführen zu lassen, nicht gehalten hätten, be⸗ schlossen, heute in den Ausstand zu treten. 5
Kunst und Wissenschaft. 8
Auf Veranlassung des Nautischen Departements des Reichs⸗ marineamts werden im Jahre 1910 in den deutsch⸗südwest⸗ afrikanischen Gewässern umfangreiche hydrographische Aufnahmen ihren Anfang nehmen, zu denen in der „Möwe“ ein neues Vermessungsschiff von der Heimat aus entsendet werden wird. Die bisherigen Korrektionsvermessungen durch die Schiffe „Sperber und „Panther“ haben ergeben, daß in diesem Teil der afrikanischen Gewässer Neuvermessungen erforderlich sind, da die vorhandenen See⸗ kartenabschnitte gänzlich veraltet und ungenau sind. Die „Möwe“ wird im Frühjahr 1910 als zweites Auslandsvermessungsschiff die Heimat zu verlassen haben.
Dr. Spooner, der Superintendent des indischen archäologischen Departemenis, hat auf Anregung des französischen Orientalisten Foucher zwei Schutthügel bei Peshawers untersucht und dabei aller Wahr⸗ scheinlichkeit nach die Buddha⸗Religuien von Purushapura gefunden. Die „Times“ veröffentlicht einen Bericht über diese Ausgrabungen. Nach alten Ueberlieferungen wurde Buddhas Leichnam verbrannt und die Ueberreste unter einer Zahl sich um sie streitender Anhänger verteilt, die sie in monumentalen Grabhügeln bargen. Unter den vielen von Hiuen⸗Thsang und anderen chinesischen Pilgern im ersten christlichen Jahrhundert erwähnten Denkmälern war das bei weitem wichtigste die große Pagode in
urushapura, die aus der Zeit des Kushan⸗Kaisers Kanishka beee und in der heilige Reliquien Buddhas ein⸗ geschreint waren. Das an diese Pagode anstoßende Kloster galt als das bedeutendste Indiens. Während der kriegerischen Einfälle Mahmud Ghaznis wurden Kloster und Pagode zerstört, der Reliqutenschrein ging verloren und jede Spur von ihm schien ver⸗ wischt zu sein. Hiuen⸗Thsang hatte zwar die Entfernung des Tempels von anderen Landmarken in seinen Aufzeichnungen enau angegeben; dennoch scheiterten die Versuche neuerer rientalisten, auf Grund dieser Angaben die Lage des Buddha⸗ tempels wieder aufzufinden, an der großen Aehnlichkeit der Hügel⸗ ketten in der Umgebung der Peshawer⸗ und Hazaraberge. Feßcer kam auf Grund neuer Forschungen dazu, zwei Hügel auf den Feldern im Osten der Stadt Peshawer als den Ort zu bezeichnen, auf dem die berühmte Buddha⸗Pagode einst gestanden haben müsse. Das indische archäologische Departement beschloß vor zwei Jahren, dort Ausgrabungen anzustellen, die im ersten Jahre keine cheren Ergebnisse, in den zwei letzten Monaten aber eine Lergnnc der Hypothese Fouchers brachten. Unter dem kleineren Hügel wurden die Reste eines großen Denkmals aufgedeckt, die zweifellos von der von Hluen⸗Thsang und anderen buddhistischen Pilgern genau beschriebenen Pagode herrühren. Auch die Reliquienkammer selbst gelang es aufzudecken; sie enthielt ein Metallkästchen, das ein Reliquiarium von Berg⸗ kristall umschleh Das Kästchen trägt verschiedene Ins⸗ riften. Die eine lautet: „Ehre den Lehrern der Sarvasivadin⸗Sekte“. Anhänger dieser Sekte hatten einen Teil der Buddhaüberreste mit sich nach Norden genommen. Verfertigt war das Kästchen laut einer Inschrift von einem Griechen Agestlaos, der Oberingenieur des Klosters war. Im Reliqutarium fand man drei zusammengepaßte Knochensplitter, die ursprünglich mit einem anscheinend Kön glichen Siegel bedeckt gewesen sind. Die indische Zeitung „Pioneer“ bemerkt zu diesem Funde, daß schon der Umstand, daß das prächtigste Monument des In Indien zur Aufbewahrung der wenigen Ueberreste des Buddha ausgewählt worden, dafür spreche, daß sie als hochheilige Reliquien galten und daß Hiuen⸗Thsangs Erklärung, hier lägen Gautamo Buddha⸗Reste, zutreffe. 8 bs 2
Literatur.
Eisenbahnrechtliche Entscheidungen und Abhand⸗ Zeitschrift für Eisenbahnrecht, herausgegeben von Dr. jur. Georg Eger, Geheimem Regierungsrat. XXV. Jahrgang. F. U. Kerns Verlag, Breslau. Preis 12 ℳ. — Diese seit 1885 vierteljährlich ecken. 882 nunmehr 25 Jahre bestehende Zeit⸗ schrift für Eisenbahnrecht enthält unter der bewährten Leitung ihres Herausgebers im ersten Abschnitt der Vierteljahrshefte eine sorgfältig fortgeführte Sammlung aller grundsätzlich wichtigen eisenbahnrechtlichen Entscheidungen der deutschen, österreichischen, ungarischen, schweizerischen, französischen, russischen, niederländischen, belgischen und italienischen Gerichte sowie des Zentralamts für den internationalen Eisenbahntransport (jeder Jahrgang etwa 250), im zweiten Abschnitt für die Theorie und die Praxis bestimmte, von Fachautoritäten verfaßte Abhandlungen über wichtige Fragen aus allen Gebieten des öffentlichen und des privaten Eisenbahnrechts. Daran schließen sich fortlaufende Uebersichten und Hesprecfungen der gesamten eisenbahnrechtlichen Literatur und Gesetzgebung sowie ein⸗ Flae Erörterungen und Kritiken aller michtese das Eisenbahn⸗ wesen berührenden Gesetzentwürfe. Sowohl die Rechtsverhältnisse der Haupteisenbahnen wie die der Neben⸗, Klein⸗ und Straßenbahnen finden fortgesetzt sorgfältige Berücksichtigung. Wichtige Eisenbahngesetze
und Verordnungen werden in besonderen Anlageheften mit Erläuterungen den Abonnenten der Vterteljahrsschrift kostenfrei zur Kenntnis gebracht. Mit dem Eintritt in den XXV. Jahrgang ist die Zeitschrift noch dadurch wesentlich erweitert worden, daß auch die mit dem Eisenbahnrecht in engem Zusammenhang stehenden Gebiete des Verkehrsrechts, insbesondere das Post⸗, Telegraphen⸗ und Telephonrecht, das Speditions⸗ und Lagerrecht, das See⸗ und Binnenschiffahrtsrecht und das Automobilrecht, soweit dies der Lehre und Anwendung des Eisenbahnrechts förderlich ist, in Abhandlungen über wichtige Rechtsfragen wie in den Ab⸗ schnitten über die Rechtsprechung, Literatur und Gesetzgebung ein⸗ gehende Berücksichtigung erfahren. Von den Abhandlungen des XXV. Jahrgangs seien die folgenden hervorgehoben: „Schadens⸗ anspruch gegen die Eisenbahn wegen Täuschung des Bezirks⸗ ausschusses über den Zweck einer Enteignung“, ein Fall aus der Praxis, mitgeteilt von Förster, Oberlandesgerichtsrat in Hamm; „Unzustäͤndigkeit der Gewerbegerichte für die gewerblichen Angestellten der Eisenbahnen’ von Dr. Kurt Gordan, Magistratsassessor und Vorsitzendem am Kaufmannsgericht zu Berlin; „Enteignungsschaden und Grundstückswert“ von Dr. Reiß, Gerichtsassessor in Kiel⸗Gaarden; „Die Einführung einer Stationsgebühr in Oesterreich“ von Dr. Ferdinand Baumgarten, Rechtsanwalt und Universitätsdozent in Budapest; „Die Beschränkung des Brief⸗ und Telegraphengeheimnisses im Konkurse“ von Fr. Alfred Wolcke, Kaiserlichem Postinspektor in Bonn; „Die sofortige Annahme eines mittels Fernsprechers von Person zu Person emachten Antrages (§ 147 Abs. 1 von Dr Karl Giesecke n Hannover; „Kann der Urheber eines schädigenden Ereignisses von dem Geschädigten gleichzeitig als Betriebsunternehmer und als Haft⸗ pflichtschuldner in Anspruch genommen werden?“ von Dr. Benno Srls⸗ Kreisgerichtsrat a. D. in Berlin; „Das Verhältnis von isenbahnhaftung und Tierhalterhaftung“ von Dr. Paul Krückmann, Professor der Rechte an der Uiniversität Münster; „Die Erhaltung des Frachtführerpfandrechts“ von Dr. Richard Senckpiehl, Amtsrichter in Kolmar i. P.; „Die strafrecht⸗ liche Natur der Fahrkartenkontraventionen im Eisenbahnverkehr (nach der Rechtsprechung deutscher, österreichischer und schweizerischer Ge⸗ richte)“ von Dr. Gerhard Eger, Kammergerichtsreferendar in Berlin; „Anklagepflicht der Staatsanwaltschaft und Eisenbahntransport⸗ gefährdung“, Betrachtungen zum Entwurfe einer neuen Straf⸗ prozeßordnung von Dr. Wilhelm Boethke, Kammergerichtsrat in Berlin; „Der deutsche Regierungsentwurf über die Automobil⸗ haftpflicht und der Gegenentwurf des Kaiserlichen Automobilklubs“ von Dr. F. Gorden, Kapsieter in Hamburg. „Die Automobil⸗ besteuerung“ von Justizrat Dr. L. Fuld, Rechtsanwalt in Mainz; „Verhältnis der öffentlichen Gewalt zur öffentlichen Verwaltung“ von Dr. W. Schelcher, Ministerialdirektor im sächsischen Ministerium des Innern; „Entschädigungsansprüche des Eigentümers und des Nebenberechtigten gegen die Eisenbahn (§§ 8 und 11 des preußischen Enteignungsgesetzes vom 11. Juni 1874)“, ein Fall aus der Praxis, mitgeteilt von O. Hanow, Regierungsrat in Posen; Nichtübereinstimmung des Frachtbriefduplikats mit dem Frachtbrieff- von Dr. Wilhelm Boethke, Kammergerichtsrat in Berlin; „Der Begriff des Kraftfahrzeugs“ von Dr. Richard Senckpiehl, Amtsrichter in Kolmar i. P.; „Die Benachrichtigung des Absenders von Ablieferungshindernissen im internationalen Eisenbahnfrachtverkehr“ von Dr. Georg Eger, Geheimem Regierungsrat in Berlin.
Aus Anlaß des 25 jährigen Bestehens der Zeitschrift erschien mit dem ersten Heft des Jubiläumsjahrgangs ein ihrem Begründer und Herausgeber, dem Geheimen Regierungsrat Dr. Georg Eger ge⸗ widmetes Sonderheft, das im Namen der Mitarbeiter und des Verlages von dem Regierungsrat Dr. Max Reindl herausgegeben worden ist (Preis 3 ℳ) und die folgenden Abhandlungen enthält: „Eisenbahnfrachtrechtliche Haftung für Streikschäden“ von Dr. eh Baumgarten, Rechtsanwalt und Universitätsdozent in
udapest; „Bedarf das Dienstverhältnis der Privateisenbahnbeamten der besonderen gesetzlichen Regelung?“ von Dr. Wilhelm Boethke, Kammergerichtsrat in Berlin; „Die Eisenbahntransportgefährdung“, ein Rückblick von W. Coermann, Amtsgerichtsrat in Straßburg i. E.; „Eigenes Verschulden“ von Ernst Dronke, Landgerichts⸗ direktor in Cöln; „Kann eine Eisenbahngesellschaft als Ge⸗ sellschaft mit beschränkter Haftung in Rücksicht auf 5 des Reichshaftpflichtgesetzes (§ 471 H.⸗G.⸗B.) gegründet werden?“ von Dr. Gerhard Eger, Kammergerichtsreferendar in Berlin; „Rechte und Pflichten der Eisenbahnbeamten an den von ihnen gemachten Er⸗ findungen“ von Justizrat Dr. Fuld, Rechtsanwalt in Mainz; „Die straf⸗ und zivilrechtlichen Folgen des Betriebes einer Eisenbahn 2 Genehmigung“ von Dr. Kurt Gordan, Meülcgersas or in Berlin; „Das Pfandrecht des § 440 Abs. 3 H.⸗G. B. und seine prozessuale Geltendmachung’ von Dr. F. Gorden, Landrichter in Hamburg; „Der Schutz der Haftpflichtigen gegen Ausbeutung in der Schweiz“ von Dr. E. Guyer, Rechtsanwalt in Zürich; „Gefahren des Betriebsinhabers aus der nicht rechtzeitigen Schließung bezw. Auflösung der Betriebskrankenkasse“ von Dr. Benno
ilse, Kreisgerichtsrat a. D. in Berlin; „Zur Haftpflicht der Automobil⸗ alter“ von Professor Dr. Karl Hilse, Straßenbahnsyndikus a. D. in Berlin; „Ausschluß zivilrechtlicher Schadensersatzansprüche nach Unfall⸗ fürsorgerecht“ von Dr. Max Reindl, Regierungsrat in München; „Das Lagergeld“ von Dr. Richard Senckpiehl, Amtsrichter in Kolmar 8 P.; üPehnsteigkacten⸗ von Dr. Friedrich Weber, Direktionsrat in raunstein.
Mit dem zweiten und dem dritten Hefte desselben Jahrgangs nd zwei Anlagehefte ausgegeben worden. Das erste (Preis für ichtabonnenten 2,50 ℳ) enthält das internationale Ueber⸗
einkommen über den Eisenbahnfrachtverkehr vom 14. Oktober 1890 in der neuen saflung. wie sie sich nach den Be⸗ schlüssen der Berner Revisionskonferenz vom 4. bis 18. Juli 19905 und dem Zusatzübereinkommen vom 19. September 1906 ergeben hat und am 22. Dezember 1908 in Kraft getreten ist, mit den Ausführungsbestimmungen und sämtlichen Anlagen, ins⸗ besondere den neuen Vorschriften über die bedingungsweise zur Be⸗ förderung zugelassenen Gegenstände und einem alphabetischen Ver⸗ zeichnisse derselben. Vorausgeschickt ist dem Wortlaute eine der Legalordnung des Uebereinkommens folgende klare Besprechung der Abänderungen von rechtlicher Bedeutung, die es durch die Verein⸗ barungen von 1905 und 1906 erfahren hat, von Regierungsrat Dr. Max Reindl in München, der bereits durch zahlreiche Schriften und Abhandlungen um die Lehre und Kenntnis des internationalen Eisenbahntransportrechts sich verdient gemacht hat und den chwierigen Stoff völlig beherrscht. — Das zweite Anlageheft (Preis ür Nichtabonnenten 2 ℳ) enthält die neue Eisenbahnverkehrs⸗ ordnung vom 23. Dezember 1908 mit ihren sämtlichen An⸗ lagen. Nach hier ist dem Wortlaute eine der Legalordnung folgende Besprechung der neuen, seit dem 1. April d. J. geltenden Bestim⸗ mungen von Landrichter Dr. F. Gorden in Hamburg voraus⸗ eschickt, der bereits einen eingehenden Kommentar zur alten Eisen⸗ ednng vom 26. Oktober 1899 veröffentlicht hat und in der jetzt vorliegenden Darstellung die neuen Vorschriften mit den alten vergleicht, die Unterschiede prägnant hervorhebt sowie den Zweck der Aenderungen und Zusätze erklärt.
— Das Familienfideikommiß im Gebiete des preußi⸗ üen Allgemeinen Landrechts. Von Hermann Ramdohr,
eerlandesgerichtsrat in Posen. X und 724 Seiten. Verlag von 15 Vahlen, Berlin. Geh. 14 ℳ. — Die Befürchtung, daß ein
eute erscheinendes Buch über das Familsenfideikornmifrecht des Allgemeinen Landrechts infolge einer neuen Kodifikation des Rechts bald dem Veralten anheimfallen könnte, hat Ramdohr nicht davon abgehalten, sich eingehend mit der genannten Materie zu beschäftigen und das hdier angezeigte Buch erscheinen u lassen. Allerdings füllt es vorläufig eine sehr lebhaft empfundene ücke aus. Durch das erhebliche Anwachsen der Zahl der Fidei⸗ kommisse in Preußen während des letzten Jahrzehnts hat hier die ideikommißfrage eine erhöhte praktische Bedeutung erhalten, und die wierigkeit der Rechtsmaterie an nicht minder aber auch die Art und Weise ihrer bisherigen Regelung in einer — don Einzel⸗
bestimmungen, welche die Uedersicht wesentlich erschwert. Ueß die Schaffung eines Hilfemittels für den praktischen Gebrauch in desonderem Maße