188
requirieren einander und verkehren mittels Anschreibens. Der letzte Abschnitt enthält interessahe⸗ Feststellungen über Kurialien und Titulaturen. Eine ein eitliche Regelung dieser Formalien für die gesamte Monarchie erfolgte 1764, als sich ein adliger Ritter⸗ gutsbesitzer in der Neumark darüber beschwert hatte, daß er in einem Reskript der Regierung mit „Du“ angeredet worden war. Bis dahin hatte in der Anrede die größte Verschieden⸗ heit geherrscht. Im Westen, in Gegenden älterer Kultur, galt das „Du“ bereits als etwas Entehrendes. Anders war es in den eigentlichen ostelbischen Gegenden. In Pommern und den Marken erhielten nicht nur Bürger und Bauern „ohne Charakter“, „Kaufleute, Krämer ꝛc.“ sondern in der Regel auch die durch keinen Titel ausgezeichneten adligen Vasallen diese Anrede; ja im a⸗ ersten Osten, in Ostpreußen, war die Anrede im Plural nur auf die tats⸗ minister und die wenigen ihnen gleichstehenden Beamten, ferner die Grafen und die Geistlichen beschränkt. In dem ormular von 1764 wurde die Anrede mit Du gänzlich 8.eg. nicht einmal „Juden und Bauern“ gegenüber sollte sie mehr statthaft sein. Die unter⸗ schiedslose Anrede war von jetzt ab „Ihr“ und „Euch“, nur an
ürsten wurde „Ewr. Liebden“ geschrieben. Die Eingans⸗ und
rußformel (Salutatis) und die Schlußcourtoisie blieb freilich nach Geburt und Stand abgestuft. Zum Schluß prüft der Verfasser die Versuche Friedrich Wilhelms III., den Kanzleistil hauptsächlich durch Beschränkung des Gebrauchs des Königlichen Titels zu vereinfachen. Hardenberg trat lebhaft dafür ein, aber seine Kollegen waren einmütig dagegen, 88 sich der König mit der Beseitigung von Einzelheiten begnügte, z. B. wurde der Ausdruck Alerböchste Person“ durch die Bezeichnung „Immediatverfügung“ umschrieben (Zirkular vom 9. Juni 1800). Das System des altpreußischen Kanzleistils als solches ist erst in der berühmten Verordnung vom 27. Ok⸗ tober 1810, die so vieles beseitigte, ausdrücklich aufgehoben worden. Die Untersuchung endet mit einem Ausblick auf die Ueber⸗ reste des alten Aktenstils in den Verordnungen, Gesetzen und Ver⸗ fügungen von 1806 bis zur Gegenwart. Ein Anhang enthält Lite⸗ ratur⸗ und Quellennachweise, Er urse und Beilagen (Ueber die Ent⸗ stehung eines Aktenstücks, Mitteilungen aus dem Kanzleireglement vom 2./12. Dezember 1699, die Unterzeichnung der Lehnsurkunden, die Siegelung der amtlichen Schriftstücke und die Verwendung gedruckter Formulare für Konzepte) und eine Reihe von Musterbeispielen. Zu den „Kleinen Mitteilungen“, die den fünf Aufsätzen folgen, hat Haß ebenfalls einen Beitrog eliefert. Bisher hatte man angenommen, daß die fortlaufende eihe der Berliner Adreßkalender erst 1706 be⸗ ginne; Haß hat nun im Märkischen Museum einen solchen von 1704 efunden, dies wäre also „der älteste Berliner Adreßkalender“.
s folgen Notizen zum Kalender des Bistums Havelberg von Dr. Willy Hoppe, Berlin, Aus Brandenburgs Beziehungen zu Rußland im Jahre 1656: Der Rigaer Staatzvertrag vom 4. Okrober 1656 von Dr. Gustap Sommerfeldt, Königsberg i. Pr., Die Entlassung des Plusmachers Eckhart von Dr. August Skalweit, Friedenau, und „Aus den Briefen der Charlotte von Braunschweig“ von rofessor Dr.
ans Droysen, Friedenau. Den Schluß des Halbbandes bilden eine ausführliche Zeitschriftenschau zur brandenburgisch⸗preußischen Geschichte und eingehende Besprechungen neuer Erscheinungen.
Land⸗ und Forstwirtschaft.
Die seit einer Reihe von Jahren durch die brandenburgische Land⸗ wirtschaftskammer mit gutem Erfolge ins Leben gerufene „Obst⸗ vermittlungsstelle“ wird ihre Tätigkeit in diesem Jahre zu An⸗ fang Juni mit Beginn der Beerenobsternte wieder aufnehmen. Die Vermittlungsstelle soll den märkischen Obstzüchtern und Händlern, aber auch den Verbrauchern, Gelegenheit bieten, mit einander in Ge⸗ schäftsverkehr zu treten und daneben soll auch den Haus⸗ frauen Gelegenheit zum Einkauf guten Obstes gegeben werden.
u diesem Zmwech werden in der Zeit vom Anfang Juni bis Ende eptember wöchentlich einmal allen Interessenten auf Wunsch Nach⸗ frage⸗ bezw. Angebotslisten übersandt. Diese Listen enthalten die genauen Adressen der Obstzüchter bezw. der Abnehmer und geben außerdem Auskunft, welche Obstarten bezw.⸗Sorten und in welchen diese jeweils angeboten oder zu kaufen beabsichtigt werden. Die näheren Bestimmungen für die Obstvermittlun sind von der „Obstvermittlungsstelle der Landwirtschaftskammer für die Provinz Brandenburg, Berlin NW. 40, Kronprinzenufer 5/6“, von der gern jede weitere Auskunft erteilt wird, kostenlos zu beziehen.
Verdingungen im Auslande.
(Die näheren Angaben über Verdingungen, die beim „Reichs⸗ und Staatsanzeiger“ ausliegen, können in den Wochentagen in dessen Expedition während der Dienststunden von 9 bis 3 Uhr ö
4“ werden.)
1“ 1 Norwegen.
25. Mai 1910, 7 Uhr Nachmittags. Norwegische Staatsbahnen. Otta⸗Domaas⸗Bahn in Elverum. Lieferung von 50 Stück Decauville⸗ wagen aus Stahl ohne Bremsvorrichtung, für 60 cm Gleise, 0,75, cbm Raumgehalt, davon 40 Stück Seitenkipper, 10 Stück Vorderkipper. Lieferung bis Mitte Juni, frei Station Otta. Versiegelte Angebote nebst Zeichnungen mit der Aufschrift „Decauvillevogner⸗ werden im Bureau des Oberingenieurs der Otta⸗Domaas⸗Bahn in Elverum ent⸗ gegengenommen. Vertreter in Norwegen notwendig.
—
Berliner Taifun.
Königliche Schauspiele. Freitag: Neues Operntheater. 20. Vorstellung. Salome. Drama in einem Aufzuge nach Oskar Wildes gleichnamiger Dichtung in deutscher Uebersetzung von Hedwig Lachmann. Musik von Richard Strauß. Musikalische Leitung: Kapellmeister Dr. Besl. Regie: Herr Regisseur Braunschweig. Anfang 8 Uhr.
Schauspielhaus. 132. Abonnementsvorstellung. Die ständigen Reservate sowie die Dienst⸗ und Freiplätze sind aufgehoben. Shakespeares Königsdramen. (Zweiter Abend.) König Heinrich der Vierte. (Erster Teil.) Schauspiel in 5 Aufzügen von Shakespeare. Mit Benutzung der Schlegel⸗Tieckschen Uebersetzung für die deutsche Bühne bearbeitet von Oechelhäuser. Regie: Herr Regisseur Keßler. An⸗ fang 7 ½ Uhr.
Sonnabend: Neues Operntheater. 21. Vor⸗ stellung. (Gewöhnliche Preise.) Carmen. Oper in vier Akten von Georges Bizet. Text von Henry Meilhac und Ludovic Halevy, nach einer Novelle des Prosper Merimée. Anfang 7 ½ Uhr.
Schauspielhaus. 133. Abonnementsvorstellung. Strandkinder. Ein Schauspiel in vier Akten von Hermann Sudermann. Anfang 7 ½ Uhr.
Das Konzert.
ment: Nora.
Walden.)
Mädchen. Sonnabend:
Kavallerie. Liebe. —
1
zentsches Theuter. Freitag, Abends 8 Uhr⸗
Sumurün. Sonnabend: Faust.
Kammerspiele. Freitag, Abends 8 Uhr: Gastspiel der „Wiener
Hölle“: Brüderlein fein. — Goethe. Sonnabend und folgende Tage: Brüderlein fein.
1“
Sonntag,
Goldfische. Schönthan und
Theater. Freitag, Abends 8 Uhr: Sonnabend und folgende Tage: Taifun.
Lessingtheater.
Sonnabend, Abends 7 ½ Uhr: Ibsen⸗Zyklus, außer
Abonnement: Die Sonntag, Nachmitta
Nenes STchauspielhaus. 8 Uhr: Der Flieger. (Willy Mindner:
Sonnabend und folgende Tage: Der Flieger.
Komische Oper. Freitag, Russisches Hofballett:
Russisches Hofballett: Zierpuppen. Sonntag, Nachmittags 3 Uhr: Abends 8 Uhr: Das schlecht bewachte Mädchen.
Schillertheater. Freitag, Abends 8 Uhr: in 4 Aufzügen von
Sonnabend: Hans Lange. 8
Thaliatheater. (Direktion: Kren und Schönfeld.) — Glück bei Frauen. Schwank in 3 Akten von Engel 85,3
age:
Nachmittags 3 Uhr: Nichts. — Abends:
Charlottenburg. Lustspiel in 4 Gustav Kadelburg. Sonnabend: Die
114“
.“ Theater und Musik.
Im Neuen Königlichen Operntheater findet m 1 reitag, eine Aufführung von „Salome“, mit Fräulein Rose in der
itelrolle, Herrn Kraus als Herodes statt. Die Herodias singt Fräu⸗ lein Ober, den Jochangan Herr Bronsgeest, den Narraboth Herr Kirchhoff, den Pagen Rothauser. Dirigent ist der Kapell⸗ meister Dr. Besl. (Anfang 8 Uhr.)
Im Königlichen Schauspielhause wird morgen „König Heinrich IV. (1. Teil)“ von Shakespeare (II. Vorstellung im Königs⸗ dramenzyklus) aufgeführt. Die Besetzung lautet: König: Herr Kraußneck, Prinz Heinz: Herr Staegemann, Sir John Falstaff: Herr Pohl, Frau Hurtig: Frau Schramm. Ferner sind in den anderen Hauptrollen die Herren Molenar, Zimmerer, Arndt, Gode, Werrack, Zeisler, Eggeling, Vallentin sowie die Damen Lindner und Hausner beschäftigt. -
Rosa Bertens hat mit der Direktion Meinhard und Bernauer einen Vertrag abgeschlossen, der sie längere Zeit dem Berliner Theater in der nächsten Spielzeit verpflichtet. Frau Bertens wird in der Erstaufführung sowie in sämtlichen Wiederholungen von 88 Batailles Schauspiel „Die törichte Jungfrau“ die Rolle der
rau Armoury darstellen.
Das e russische Hofballett bringt morgen, 5 in der Komischen Oper eine Wiederholung des dreiaktigen alletts „Das schlecht bewachte Mädchen“, mit den Damen Elsa Will, Olga Fiodorowa und den Herren Alexander Schirajeff, Michael Obuchoff, Nikolai Josafoff und IJwanow in den Hauptpartien. Dem Ballett voran geht Suppés „Die schöne Galathée“.
Frau Frieda Richard wurde für das Neue Theater vom Direktor Schmieden für die nächste Spielzeit verpflichtet.
E1“ 5
Die Gesangsmeisterin Pauline Viardot⸗Garcia ist, wie „W. T. B.“ meldet, im 89. Lebensjahre in Paris verstorben. Sie wurde am 18. Juli 1821 ebendaselbst geboren. Ihr Vater war der weltberühmte Sänger und Gesan lehrer Manuel Garcia, der Erfinder des Kehlkopfspiegels, ihre Schwester die ebenso berühmte Malibran. Sie selbst betrat 1839 in London zum ersten Male die Bühne, wo sie als Mitglied der ttalienischen Sper ihren Weltruf als Sängerin begründete. Seit 1862 hatte sich die Künstlerin, die sich mit dem Schriftsteller Louis Viardot verheiratete, von der Bühne zurückgezogen und lebte in Baden⸗Baden oder Paris, wo sie 1871 Gesangs⸗ am Konservatorium wurde. Auch als Tonsetzerin hat sie sich hervorgetan; so komponierte sie außer mehreren Liedern u. a. die Märchenoperette „Der letzte Zauberer“, die 1869 in Weimar auf⸗
geführt wurde. “ Mannigfaltiges. Berlin, 19. Mai 1910.
bestätigen vollauf die Voraussage
Die vorliegenden Meldungen der Durchgang der Erde
der sgchkmdigen Persönlichkeiten, da durch den Schweif des Halleyschen Kometen zu keinerlei nennenswerten Erscheinungen Anlaß geben werde. Das Er⸗ S der Beobachtungen ist allenthalben negativ gewesen. Auch
elegraphenstörungen sind, wie an amtlicher Stelle mitgeteilt wird, nicht eingetreten. Ueber die Beobachtungen liegen folgende Telegramme
des „W. T. B.“ vor: Potsdam, 19. Mai, 5 Uhr 45 Minuten Morgens. Auf in Potsdam
dem Astro⸗Phvsikalischen Observatorium
wurden die Beobachtungen etwaiger, mit dem Durchgang des Herllenigen Kometen zwischen Erde und Sonne in Verbindung sehender Phänomene durch Wolken stark behindert. Es konnten keinerlek außergewöhnliche astronomische Erscheinungen bemerkt werden. Namentlich ließen sich auch während der Nacht durch die zeitweise vorhandenen olkenlücken keine Sternschnuppen wahrnehmen. Während der Zeit des Vorüberganges des Kometen vor der Sonnenscheibe, der der Berechnung nach von 4 ⅞ bis 5 ½ Uhr Morgens erfolgen sollte, war die Sonne mehrfach durch Wolkenlücken sichtbar. Auf der Scheibe wurden mehrere große Sonnenflecken⸗ gruppen und Fackeln beobachtet. Von dem Kometen war nichts zu sehen.
Heidelberg, 19. Mai. Auf der Königsstuhlwarte sind während der Nacht keinerlei elektrische oder sonstige Licht⸗ erscheinungen beobachtet worden, die mit dem Passieren der Erde durch den Kometenschweif in Zusammenhang stehen könnten. Auch konnte weder mit dem großen Refraktor noch mit dem kleineren Teleskop von dem Durchgang des Kometenkerns vor der Sonnenscheibe in der fraglichen Zeit von 4 ½ bis 5 ½ Uhr auch nur die mindeste Spur
wahrgenommen werden.
Paris, 19. Mai. Auf dem Eiffelturm fanden sich heute nacht 2 Uhr mehrere Astronomen ein, um den Halleyschen Kometen zu beobachten. Das Wetter war die ganze Nacht regnerisch und klärte sich erst gegen 3 Uhr auf. Der Komet blieb unsichtbar.
London, 19. Mai. Nach dem Bericht einer hiesigen Zeitung aus New York wird von der Yerkes⸗Sternwarte aus Williams⸗ burg (Wisconsin) gemeldet: Der Schweif des Halleyschen Kometen war hier heute früh von 2 bis 3 Uhr deutlich sichtbar. Er war bedeutend heller als irgend ein Teil der Milchstraße und er⸗ streckte sich über einen Himmelsbogen von 107 Grad, während die
größte Breite 5 bis 6 Grad betrug. Der Schweif zeigte eine leicht Krümmung nach Norden und eine ziemlich scharfe Abgrenzung G den Rändern. an
Am Dienstag, den 24. Mai, Nachmittags 6 Uhr, findet in der Kaiser Wilhelm⸗Gedächtniskirche gelegentlich der Jahrez versammlung des Evangeli ch⸗Kirchlichen Hilfsvereinz und der Frauenhilfe ein Festgottesdienst statt, bei dem d Konsistortalrat Dr. Conrad die Festpredigt halten wird. Jederman ist willkommen. 9
Vom 31. Mai bis 3. Juni Instruktionskursus für innere Jugendpflege) statt. Alle in der Arbeit stehenden oder für sie si interessierenden Frauen und Jungfrauen, besonders die 8 un beschäftigten Töchter der höheren Stände, 1 eingeladen. Frei⸗ quartiere werden nach Möglichkeit geboten, do sind die Anmeldungen baldmöglichst an Frau Landrat von Rumohr in Plön zu senden. Der Kursus wird veranstaltet vom Verband der evangelischen Jung⸗ frauenvereine Deutschlands in Verbindung mit dem Schleswig. Holsteinischen Landesverein für Innere Mission. Der Kursuspla. wird auf Wunsch versandt; Anmeldungen werden entgegengenommen bei dem Verbandsbureau, Berlin N. 4, Tieckstraße 17.
Eine Besichtigung des Truppenübungsplatzes in Döberit veranstaltet der Mark Brandenburgverein am Sonntag, den 22. Mai d. J. Treffpunkt: 7,20 im Wartesaal III. Klasse des Lehrter Bahnhofs. Eisenbahnfahrt nach Dallgow⸗Döberitz (Besichti⸗ ungen). Dann Wanderung über Krampnitz⸗Römerschanze⸗Nedlitz nach Potsdam. Teilnehmerkarten (2,30 ℳ für Se rt, Besichtigung und Nachmittagskaffee) sind bis morgen abend in den Geschäftsstellen des Vereins: August Keller, C., Molkenmarkt 14 (Fernsprecher I. 5263), Touristenbuchhandlung H. Mues, W., Charlottenstr. 34 und Redaktion der „Mark“, S0., Lausitzer Str. 8, zu haben.
findet in Plön ein Bibel⸗ Mission (besonders weibich
Hamburg, 19. Mai. (W. T. B.) Der um Mitternacht in Berlin zur Atmosphärenerforschun aufgestiegene Ballon „Groß“ ist heute morgen in der Nähe von Bielenberg bei Glückstadt a. Elbe glücklich gelandet. Die Insassen haben die Rückreise nach Berlin angetreten.
18. Mat (W. I. B. In Szaszvarer Kohlengrube ereignete sich heute eine Explosion schlagender Wetter. Vier Arbeiter wurden getötet; 17 Ar⸗ beiter und ein Aufseher befinden sich noch in der Grube.
Paris, 18. Mai. (W. T. B.) Der Minister für öffentliche Arbeiten Millerand eröͤffnete heute die erste Internationale Luftschiffahrtskonferenz. Millerand wies auf die Notwendig⸗ keit hin, für die Luftschiffahrt ein Reglement aufzustellen. Die Teil⸗ nehmer an der Konferenz würden zahlreiche einander entgegenstehende “ auszugleichen haben und bei der gegenwärtigen
egelung auch der Zukunft, die noch manche Ueberraschungen auf dem Gebiete der Luftschiffahrt bringen werde, Rechnung tragen müssen. Auf der Konferenz sind insgesamt 18. Staaten vertreten. — Die internationale Luftschiffahrtskonferenz ernannte Renault zun Präsidenten und Dr. Kriege⸗Deutschland zum Vije⸗ präsidenten.
Toulouse, 19. Mai. (W. T. B.) Ein heftiges, fast 49 Stunden anhaltendes Unwetter richtete in mehreren Departementz von Süd⸗Frankreich großen Schaden an. Aus Arras und Lille wird berichtet, daß mehrere Personen von Blitzschlägen ge⸗ troffen und zwei getötet wurden. — In der Nacht wurden in der Gegend von Cerbdre (Ostpyrenäen) mehrere Erderschütte⸗ rungen verspürt.
3 Juvisy, 18. Mai. (W. T. B.) Der Aviatiker Nau stürzte heute während eines Fluges mit seinem Eindecker aus einer Höhe von 10 m zur Erde und blieb besinnungslos liegen. Er trug zahlreiche Verletzungen am Kopf und am ganzen Körper davon; der Flugapparat wurde zertrümmert.
St. etersburg, 19. Mai. (W. T. B.) In der vorigen Nacht ist im arva⸗Stadtteil ein Brand aus ebrochen, der über zwanzig von Arbeitern bewohnte Häuser einescherte Fünfhundert Menschen sind obdachlos.
Barcelona, 19. Mai. (W. T. B.) Gestern aben) explodierten hier zwei Bomben, wobei eine Person leicht verletzt, im übrigen jedoch wenig Schaden angerichtet wurde.
Fünfkirchen (Ungarn),
inar del Rin Dynamit;
(W. T. B.) In der Landpolizei 50 verletzt sein.
Havanna, 18. Mai. explodierte in der Kaserne 100 Personen sollen getötet,
mtlichen und Nichtamtlichen in der Ersten und Zweiten Beilage.)
3 Uhr:
Nachmittags
Sonntag, bauer. —
Theater des Westens. Garten. * Kantstr. 12.) Freitag, Tanzhusaren. Rajna und Eri
Sonnabend, gastspiel des
Freitag, Abends 8 Uhr:
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Wildente. Abends
6 3 Uhr: Die versunkene bsen⸗Zyklus, außer Abonne⸗
Sonntag, Nachmittags 3 ½ Uhr Die geschiedene Frau. Operet Abe Pügs von Victor Léon.
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Freitag, Lustspielhaus. (Friedrichstr.
Abends 8 Uhr: chlecht bewachte
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Das Tal der Russisches Hofballett:
Das Punkt.
Leutnantsmündel.
Freitag, Abends Hierauf: Der selige Octave. 0. (W allnertheater.) von Yves Miraude und Henri Zapfenstreich. Drama
Franz Adam Bevyerlein. Hierauf: Der selige Oetave.
Viel Lürm um Die Liebe wacht.
Freitag, Abends 8 Uhr: Akten von Franz von
Freitag, Abends 8 Uhr:
Sonnabend und folgende
Frauen.
Liebe wacht.
Abends: Zapfenstreich.
(Station: Zoologischer Abends 8 Uhr: Operette in drei Akten von Franz Musik von Albert Szirmai.
7 ½ Uhr: Russ. Balletts der Kaiserl. Theater Petersburg und Moskau.
te in drei Akten Musik von Leo Fall.
236.)
Abends 8 Uhr: Das Leutnantsmündel. in drei Akten von Leo Walter Stein. Sonnabend: Das Leutnantsmündel. Sonntag, Nachmittags 3 Uhr: Lustspiel in 3 Akten von burg und Rudolf Presber. — Abends
Residenztheater. (Direktion: Richard Alerander.)
8 Uhr (Sommerpreise): Das
Miguel Zamacols. Groteske in 1 Akt
3 Géroule.
Sonnabend und folgende Tage: Das Nachtlicht.
Nachtlicht. Schwank in 3 Akten von
Georgenstraße, nahe Bahabof Friedrichstr.) Freitag, Abends 8 Uhr: Theodor⸗ Is VCie. Schwank in 3 Akten von D. Armont und N. Nancey, deutsch von Erich Motz. “ und folgende Tage: Thevden Tie.
11“
1“ 1. „n Hebbeltheater. (Königgrätzer Straße d1cn Freitag, Abends 8 ¼ Uhr: Der neue Parks. Komödie in drei Akten von Alfons Fedor Cobn.
Sonnabend und folgende Tage: Der neue
1
Familiennachrichten.
Geboren: Ein Sohn: Hrn. Rittmeister ne (Militsch). Orn. Oberleuime⸗ Frhrn. von der Heyden⸗Rynsch (Spandau.
Eine Tochter:
Hrn. Kapitänleutnant (Wilhelmshaven).
Gestorben: Fr. Clara von Holtzendorff, geb. de Goertzke (Naumburg a. S.). — Fr. Ien 0 von der Planitz, geb. Freiin von
1. Gesamt⸗
(halbe Preise):
Freitag, Schwank
—
Der dunkle Gustav Kadel⸗ 8 Uhr: Das
Verantwortlicher Redakteur: Direktor Dr. Tyrol in Charlottenburg Verlag der Expedition (Heidrich) in Herlth Druͤck der Norddeuschen Buchdruckere; und 223b Anstalt Berlin SW., Wilhelmstraße Nr. 1 Sechs Beilagen (einschließlich Börsen⸗Beilage). 1 “
Horst.
Glück bei
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6 Name des Promovierten.
Vor⸗ und Zuname. Ort und Zeit der Geburt. Heimatsort.
Reifezeugnis.
Anstalt. Datum der Ausstellung.
Berlin, Donnerstag, den 19. Mai
Deutsches Reich. der Technischen Hochschule zu Dresden im Winterhalbjahr 19
Studiengang.
Besuchte Hochschulen. (Technische und sonstige einschl. der Universitäten).
eit des Besuchs.
8
Fachrichtung. Hochschule.
Diplomprüfung.
Datum des Diploms.
4
Dissertation.
Titel. Verlag bezw. Zeitschrift. Referent und Korreferent.
zanzeiger und Königlich Preußischen Staatsanzeig
Mündliche Prüfung.
Datum.
Datum des Doktor⸗ ingenieur⸗ diploms.
E111“ Prädikat.
0
Willv Heinemann, geboren am 21. Januar 1885 in Liegnitz. Heimatsort: Liegnitz.
Konrad Heußinger, geboren am 26. Oktober 1876
in Nürnberg. 8. Heimatsort: Nürnberg.
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geboren am 14. August 1883 in Glauchau.
Heimatsort: Glauchau.
Fritz Kösser, geboren am 29. bene 1882 in Leipzig.
Heimatsort: Leipzig.
“ geboren am 20. Oktober 1880
Heimatsort: Hemer.
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Felir Scheerer, b am 16. März 1882 in
Heimatsort: Stadt Sulza.
Werner Scheibe, geboren am 26. März 1884 in Hermsdorf b. Dresden.
Heimatsort: Hermsdorf.
1“
1 Max Ritter geboren am 4. Au uft 1884 in Lichtensteig, Schweiz. Heimatsort: Lichtensteig.
88
geboren am 16. Juni 1885 in Tribuswinkel, Oesterreich. Heimatsort: Tribuswinkel.
8 Rudolph Plank, geboren am 22. Februar 1886 in Kiew, Rußland. (Oesterreichischer Staats⸗ angehöriger.) Heimatsort: Kiew.
“
Paul Schuster, geboren am 12. Januar 1877 in Dresden. Heimatsort: Dresden.
Julius Blich, geboren am 11. Mai 1885 in Arendal, Norwegen. Heimatsort: Arendal.
in Hemer, Westfalen.
tadt Sulza (Sachsen⸗Weimar).
Walter Freiherr von Dohlhoff, KK. Schottengymnasium
Luisenstädtisches Realgymnasium Berlin. 18. September 1903.
Realgymnasium Nürnberg. 14. Juli 1897.
Gewerbeakademie Chemnitz. 23. September 1904.
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Realgymnasium Leipzig. 15. März 1902.
Kreuz⸗Gymnasium Dresden. 17. März 1899.
Realgymnasium Freiberg. 13. März 1903.
Annenrealgymnasium Dresden. 1. März 1904. ““ v“
Maturitätszeugnis Zürich (Kantonschule).
30. September 1903. (Anerkannt durch Ver⸗ ordnung vom 14. Juli 1909 — 377 H).
ien. 8. Juli 1903.
(Anerkannt durch Ver⸗ ordnung vom
19. Juli 1909 — 391 H.)
Gymnasium Kiew. 5. Juni 1903. (Anerkannt durch Ver⸗ ordnung vom No⸗ vember 1909 — 541 H.)
Kreuz⸗Gymnasium Dresden. 20. März 1896.
Otto Anderssens Schule in Christiania. 2. Juli 1903. (Anerkannt durch Ver⸗ ordnung vom 16. No⸗ vember 1909 — 562 f.)
9
Abiturientenexamen der
Technische 4 Loch ter;
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Technische Hochschule Dresden
4 Semester.
Technische Hochschule München
12 Semester.
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Technische Hochschule Hrtet.
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Technische Hochschule Dresden
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Hochschule München Semester; Technische Hochschule Dresde
Eidgenössische Polytechnische
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Technische Hochschule Dresden
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Universität Kiew 2 Semester; Polytechnisches Institut St. Petersburg 2 Semester;
Technische Hochschule Dresden 7 S
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Technische Hochschule Stuttgart
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Kriegsschule Christiania
1 Semester;
Technische Hechsch
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Technische Hochschule Dresd
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Fach eines Architetten. Technische Hochschule
Dresden. 26. Februar 1908.
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düe Hoß 8. 10. August 1903.
8 eines Ar itekten. Technische Hochschule Dresden.
4 Detember 1907.
soch eines Architekten. Technische Hochschule resden. 24. November “ 8
Technische Hochschule resden.
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8 eines Architekten. Technische Hochschule Dresden. 8. Mai 1907.
Fach eines Architekten. Lechen. Hochschule
8
Diplom als Ingenieur. Eingens es Polytechnikum Zürich. 2. Juli 1907. (Anerkannt durch die gleiche Verordnung.)
Fach eines Maschineningenieurs. Technische Hochschule
Dresden. 16. Juli 1908.
ach eines Maschineningenieurs. Technische Hochschule Dresden. 18. Februar 1909.
ach eines Maschineningenieurs. Technische Hochschule Dresden. 3. Juni 1904.
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c eines Chemikers. echnische Hochschule Dresden.
24. Juli 1908.
alladio.“
Verlag: E. Streisand, Berlin S Referent:
Geheimer Hofrat, Professor
Dr. Gurlitt. Korreferent:
erklärt an einigen Beispielen der
und Zweihof⸗Anlage.“
Referent: Professor Hartung. Korreferent:
„Sächsische Gärten.“ Verlag: Deutsche Bauzeitung G. m. b. Berlin SW. Refferent: Geheimer Hofrat, Professor Dr. Gurlitt. Korreferent: Professor Schumacher.
Normandie.“ Verlag: Gerhard Kühtmann, Dresden
Pyrofessor Hartung. Korreferent: Geheimer Hofrat, Professor Dr. Gurlitt. „Das Wohnhaus in Ba anderen Städten des
Verlag: E. Wasmuth A. G. Berlin
Referent: Geheimer Hofrat, Professor Dr. Gurlitt.
Korreferent:
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„Kirchen und Klöster der
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Gustav Fischer, Jen Referent: Professor Dr. Bruck.
8 Korreferent: Geheimer Hofrat, Professor
Dr. Gurlitt.
Verlag:
der Stadt Kamenz.“ Verlag:
eferent:
Korreferent: Professor Dr. Bruck. e zur
„Beiträ
Scheitelgelenk.“ Verlag:
W. Ernst u. Sohn, Berlin Referent: Geheimer Hofrat,
Korreferent: Professor M. Foerster.
kühlern. Verlag: A. Referent:
Geheimer Hofrat, Professor Dr. Mollier. Korreferent: Professor Dr.⸗Ing. „Beitrag zur Theorie; kältemaschinen.“ Verlag: R. Oldenbourg, Referent: Geheimer Hofrat, Professo Dr. Mollier. Korreferent: Professor Dr.⸗Ing. Nägel. „Experimentelle Untersuchung Strömungsvorgänge in einer läufer⸗Francis⸗Turbine.“ Verlag: A. W. Schade, Berlir
Nägel.
Referent:
8 Profe sor Lewicki. “ orreferent: Prerofessor Dr.⸗Ing. Nägel. „Orydation
Gemischen und ihre Löslichkei
Alkalilauge.“ Referent:
Dr. Foerster. Korreferent:
„Die Villenbauten des Andrae
Profeser Dr. Bruck. „Das Bauwesen in Alt. Nürnberg, in⸗
Verlag: Zerreiß u. Co., Nürnberg.
Geheimer Hofrat, Professor Böhm.
„Holzgedeckte Landkirchen in der
Referent: 1
Geheimer Hofrat, Professor Dr. Gurlitt. 1
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ranziskaner üringen.“
Geheimer Hofrat, naer Böhm.
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„Die baugeschichtliche Entwickelung
Buchhandlung 8. Tzschaschel, Görlitz.
heorie und Berechnung der vollwandigen Bogenträger ohne
Prefesor Mehrtens.
„Untersuchung von Automobil⸗ W. Schade, Berlin N.
der Absorptions⸗ München.
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Schnell⸗
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von Stickoxyd⸗Luft⸗
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Verlag: Robert Noske, Borna.
Geheimer Hofrat, Professor
Geheimer Rat, Professor Dr. Hempel.
1908.
9. Januar 1909.
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Gut bestanden. 18. Mai 8 1909.
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