1911 / 24 p. 7 (Deutscher Reichsanzeiger, Fri, 27 Jan 1911 18:00:01 GMT) scan diff

8 b Fälschungen gelitten, und daß die Renaissance es aus⸗ gezeichnet verstanden habe, Skulpturen, Medaillen und anderes zu fälschen, und daß so die Fälschungen sich in ununterbrochener Reihe bis auf unsere Tage fortsetzen. Als im neunzehnten Jahr⸗ hundert die romantische Periode zum Bauen von Burgen führte und damit das Bedürfnis nach mittelalterlichen Mobiliaren und Kunst⸗ werken wuchs, entstanden auch sofort zahlreiche Fälschungen. Noch Nößer aber wurde ihre Zahl, als nach der Mitte des neunzehnten Jahrhunderts die Kunstgewerbemuseen entstanden und damit der Markt für kunstgewerbliche Altertümer sich wesentlich erweiterte. Man kann verschiedene Stufen in den Fälschungen unterscheiden. Die einfachste Art, die namentlich bei vorgeschichtlichen Stücken oft angewandt wird, ist die, daß man das Stück nach einem anderen Fund⸗ orte verbringt, um ihm dadurch erhöhten Wert zu geben. Die nächste Stufe läßt die Substanz auch noch unverändert, gibt aber dem Stücke eine andere, selbstverständlich ältere Jahreszahl. Aber man geht weiter, man versieht alte Stücke mit falschen Inschriften, Wappen, Stempeln, um ihnen erhöhten Handelswert zu verleihen. Vor allen Dingen aber verschönert man die alten Stücke. Man vergoldet Silbergefäße, man hilft alten Gobelins durch Bemalen nach, gibt schlichten Ledereinbänden ein reiches Muster, versieht einfache Kupfergefäße mit reich getriebenen Ornamenten, schmückt schlichte Silbergeräte durch vielfältigen Zierat, treibt, ätzt und graviert das geduldige Zinn in der mannigfaltigsten Weise. Am meisten geübt ist heute das Ueberdekorieren alten, weiß aus der Fabrik ge⸗ kommenen Porzellanes; damit täuscht man selbst oft den Kenner. Ebenso beliebt ist das Nachschnitzen alter, schlichter Möbel. Wer alte Techniken sorgfältig studiert, kann sich vor den Täuschungen wohl schützen, die dadurch erzielt werden sollen, daß man alte Gegenstände in neuen Verfahren nachbildet. Kein Gebiet der technischen Künste bleibt hierbei unverschont. Metallgeräte, Gläser, keramische Erzeug⸗ nisse, alles ziehen die Fälscher in den Bereich ihrer manchmal leicht zu enthüllenden, manchmal aber nur schwierig zu erkennenden Tätig⸗ keit. Am schwierigsten freilich ist es, die Stücke ak⸗ Fälschungen zu erkennen, die geschickte Künstler in alten Verfahren und im Geiste der Alten neu schaffen. Die berühmtesten zwei Fälschungen des neunzehnten Jahrhunderts: die Benivienibüste von Bastianini und die Tiara des Saitaphernes von Rouchomowski in Odessa, waren gerade deshalb so schwer als Fälschungen zu entlarven, weil ihre Urheber es verstanden hatten, sie ganz im Sinne der Alten zu schaffen. Dabei verstehen es die Fälscher auch sehr geschickt ihren Erzeugnissen die äußeren Zeichen des Alters zu geben. Nur durch eifriges Studieren der alten Kunst und der alten Techniken können angehende Sammler allmählich zur Kennerschaft ge⸗ langen. Wer da glaubt, vor jedem Betruge gefeit zu sein, der steckt allerdings noch ebenso in den Kinderschuhen, wie der, der alles an⸗ zweifeln zu müssen glaubt. Am besten tut der angehende Sammler, sich zeitlich und technisch zu spezialisieren; auf einem beschränkten Gebiete erlangt er weit eher eine zuverlässige Sicherheit. Solange wir aber noch nicht jede Fälschung gerichtlich ahnden, solange sich viele noch damit begnügen, daß sie für die gekaufte Fäl⸗ ssmß ihr Geld zurückerhalten, solange insbesondere nicht die Möglichkeit besteht, gefälschte Altertümer öffentlich zu sammeln und auszustellen, solange wird alles Sammeln von ernster Arbeit und Ausdauer abhängig sein. Wer sich dem nicht unterziehen will, tut viel besser, die Erzesnisse des neueren Kunstgewerbes zu sammeln: Bronzeplatten, Bucheinbände, die Erzeugnisse der Keramik, insbesondere die Porzellane und manche andere kunstgewerbliche Arbeiten bieten genügsam Gelegenheit, für den zehnten, oft selbst für den zwanzigsten Teil des Geldes, das ein altes Stück kostet, wertvolle Sammelstücke zu erlangen. Dabei gewinnt ein solcher Sammler neuerer kunst⸗ gewerblicher Erzeugnisse nicht nur schneller eine sichere Kennerschaft und guten Geschmack, sondern er fördert vor allen Dingen unser heutiges Kunstgewerbe. 8 88—

Im Wettbewerb für das Bismarck⸗Nationaldenkmal am Rhein fand gestern in Düsseldorf die Preisverteilung statt. Den ersten Preis erhielt, „W. T. B.“ zufolge, Hermann Hahn⸗ München, einen zweiten Preis Franz Brantzkv⸗Cöln, einen weiteren

nweiten Preis Alfred Fischer und W. Kniebe⸗Düsseldorf; einen dritten Preis Bernhard Bleeker und Otho Orlando Kurz⸗München und einen weiteren dritten Preis Richard Riemerschmied⸗München. 8

Die Königlich württembergische Regierung hat an Stelle des auf seinen Wunsch ausscheidenden Professors a. D. Dr. von Herzog in Tübingen den Professor Dr. Gößler, archäologischen Konservator bei dem Konservatorium und der Staatssammlung vaterländischer Kunst⸗ und Altertumsdenkmale in Stuttgart, für die Zeit vom 1. Januar 1911 bis 31. Dezember 1915 als Mitglied in die Römisch⸗Germanische

Kommisst es Kaiserlichen Archäologischen Instituts berufen ieg. ““ EEC111““ 8 28 b

Literatur.

Tausend Exemplare des Werkes „Geschichte der Frei⸗ heitskriege in den Jahren 1812 1815 von Theodor Rehtwisch“ in 3 Bänden, reich illustriert nach zeitgenössischen Vor⸗ agen (Verlag von Georg Wigand in Leipzig), hat, W. T. B.“ zufolge, in ungenannter Stifter durch Vermittlung des Ministeriums der eistlichen ꝛc. Angelegenheiten den Büchereien von tausend höheren Schulen und Lehrerseminaren in Preußen als Geschenk überwiesen. Nach einem Wunsch des Stifters sind die Provinzialschulkollegien ersucht worden, die Anstaltsleiter darauf hinzuweisen, daß sie den Schülern der Oberklassen die Lektüre des Werkes empfehlen.

Ludwig Bellermann: Schiller. Zweite verbesserte Auflage mit 16 Bildnissen. Verlag von A. E. Seemann in Leipzig 3 ℳ, geb. 3,60 ℳ). Der verdienstvolle Berliner Schulmann ietet in dem vorliegenden Schillerbuche eine lebensvolle und fein⸗

ige Darstellung vom Leben und Schaffen unseres großen

kers, der eine weite Verbreitung nicht nur unter den älteren

der höheren Lehranstalten, sondern unter der gebildeten

eutschen Jugend auch über die Kreise der Schule hinaus zu wünschen äre. Die Vorzüge der Schrift beruhen ebenso auf der tiefen Durch⸗ dringung und der sicheren Beherrschung des Stoffes und em feinen Blick ihres Verfassers für das Wesentliche und wie in seiner aufrichtigen Begeisterung für

t und Menschen, den er seinen Lesern

Leben und Schaffen Schillers sind in der Dar⸗

tellung miteinander verwoben, wobei als ein besonderer Vorzug vorgehoben sei, daß Bellermann es verschmäht hat, von den Dramen des Dichters sogenannte Analysen zu geben, daß er sich viel⸗ ehr auf eine knappe Entstehungsgeschichte und die Hervorhebung iniger Hauptmomente aus dem Aufbau der Handlung und der inneren Gestaltung der Helden beschränkt. Die Darstellung ist belehrend, nirgends aber pedantisch lehrhaft und alles philologisch⸗kritische Bei⸗ werk ist, dem Zweck des Buches durchaus entsprechend, fortgelassen. Das Buch ist trefflich geeignet, die Behandlung Schillers im Schulunterricht zu vertiefen und zu beleben und das Interesse an dem Dichter über die Schulzeit hinaus wachzuerhalten. Die in der modernen Literatur vorherrschende Richtung mit ihrem Mangel an Heroismus und idealistischem Schwung, ihrem in den Niederungen des Lebens, droht dem Einfluß der Schillerschen Dichtung in unserer Jugend Abbruch zu tun. Ein auch nur vorübergehendes Verdrängen seines großen und reinen Geistes aber würde einen unendlichen Verlust für die Nation bedeuten. Es stände schlimm um unsere Jugend, wenn r der Sänger sittlicher Freiheit, der Künder eines das Leben hebenden

* A würde. :2See e2n

uch ist durchaus geeignet, dieser Schädi entgegenzuarbeiten. Hervorgehoben seien noch die 16 Bildnisse aus dem achsten Kreise es Dichters, die zum Teil bisher nicht bekannt waren und die dem

zu einem werwollen Schmuck dienen. 8

Von der neuen Folge farbiger Tierbilder von Wil⸗ helm Kuhnert, Text von Oswald Graßmann (Verlag von Martin Oldenburg in Berlin) liegt das 2. Heft vor. Es enthält treffliche Bilder der Nebelkrähe, des braunen Bären, des Bibers, des Nebelglanzfasans und der Säbelantilope. Das ganze Werk ist auf 10 Lieferungen berechnet, deren jede im Abonnement 2 ℳ, einzeln 2,50 ko Auch einzelne Blätter werden zum Preise von je 0,60 abgegeben.

Land⸗ und Forstwirtschaft. Anbauflächen und Ernteaussichten in Australien.

Das Kaiserliche Generalkonsulat in Sydney berichtet unterm 19. Dezember v. J.: Nach statistischen Angaben umfaßt das im Staate Neu⸗Süd⸗Wales mit Getreide bebaute Land in diesem Jahre 2 529,200 Acres. Davon entfallen 2 012 058 Acres auf Weizen gegen 1 990 im Vorjahre. Da im September auf längere Zeit trockenes Wetter einsetzte und außergewöhnlich starke, späte Fröste sich über weite Strecken Landes, hauptsächlich über das mittlere Tafel⸗ land, die nördlichen und westlichen Abhänge und das westliche Flach⸗ land, erstreckten, werden etwa 80 210 Acres des angebauten Landes fast keinen Ertrag bringen. Das Ergebnis der diesjährigen Weizenerte wird daher nur auf 23 500 000 Bushel gegen 28 532 029 Bushel im Vorjahre geschätzt.

Weizen ist in den letzten beiden Jahren in folgenden Distrikten angepflanzt worden: 8 1909/10 1910/11

6 443

114 584

1 062 853 805 031

1 269 1 990 180

Für Saat⸗ und Nahrungszwecke werden 12 bis 13 Millionen Bushel gerechnet, sodaß für die Ausfuhr 10 bis 11 Millionen Bushel verfügbar sein würden.

In Victoria sind in diesem Jahre 2 345 600 Acres angebaut worden (2 097 162 im Vorjahre). Der Ertrag wird auf 32 161 000 Bushel geschätzt (28 780 100 im Vorjahre). Die mit Weizen be⸗ bauten Flächen liegen in folgenden Distrikten: 1

Im Westeeen* 89 600 Acres Im Wimmeradistrikt. .. ... 645 300 Im Malleedistrik .618 200 Im Norden und in den übrigen Teilen 982 500

des Staateszszsz 2 345 600 Acres.

„Nach Abzug des Eigenverbrauchs einschließlich der für Futter und die nächste Aussaat benötigten Menge von rund 8 ½ Millionen Bushel verbleiben für die Ausfuhr voraussichtlich etwa 23 Millionen Busbel.

„Die Ernte in Südaustralien ist durch übermäßige Feuchtig⸗ keit und Kälte und die starke Verbreitung der als „take-all* bezeich⸗ neten Pilzkrankheit, die die Wurzeln der Pflanze angreift und Halme und Aehren vertrocknen läßt, sehr geschädigt worden. Während der sehr reiche Regenfall im Süden mehr oder weniger Schaden ange⸗ richtet und die Entwicklung des Weizens an der Westküste gehemmt bat, ist er in den nördlichen Teilen und in den Loxton⸗ und Pinnaroo⸗ Bezirken sehr förderlich gewesen. Mehr oder weniger Schaden haben auch die Heuschrecken an einzelnen Plätzen im Norden angerichtet. Nach Veröffentlichungen des Regierungsstatistikers sind im ganzen 2 435 060 Acres mit Getreide angebaut. Davon entfallen auf Weizen 2 045 890 Acres (1 895 738 im Vorjahre). Der Ertrag wird auf 24 375 835 Bushel Weizen gegen 25 133 851 im Vorjahr geschätzt.

Die Anbaufläche von Weizen verteilt sich in folgender Weise auf die einzelnen Distrikte: 1) In der Zentrale auf 613 800 Acres 2) Im unteren Norden auf 561 370 3) oberen Norden auf 273 550 4) Südosten auf 244 850 2 5) Westen anf. .. 382 0 3 283 550

2 045 890 Acres 24 375 835 Bushel.

Für Eigenverbrauch und die nächste Aussaat werden 3 787 500 Bushel angegeben, sodaß voraussichtlich 20 388 335 Bushel ausgeführt werden können.

Westaustralien hat in diesem Jahre im ganzen 868 367 Acres mit Getreide bestellt, 179 456 mehr als im Vorjahre. Davon ent⸗ fallen 758 087 Acres auf Weizen, 207 579 mehr als im Vorjahre, 105 396 Acres auf Hafer und 4884 auf Gerste. Das Gesamtergebnis der Weizenernte, das durch Trockenheit beeinträchtigt worden ist, wird auf etwa 8 Millionen Bushel geschätzt. Für die Ausfuhr dürften davon 5 Millionen Bushel verbleiben.

In Queensland wird die Weizenernte auf 1 310 171 Bushel von 103 935 Acres gegen 1 571 589 Bushel von 117 160 Acres im Vorjahre geschätzt. Nach der Aufstellung der Schätzungsberichte sind zwar die Aussichten der Ernte in den verschiedenen Distrikten durch Witterungsverhältnisse etwas verschoben worden, allein der Gesamt⸗ ertrag wird sich dadurch nicht wesentlich ändern.

In folgenden Distrikten ist Weizen angebaut worden:

. gan d900 Nems. im Maramoadistrikt 51 166 in den Darling Downs 48 769 103 935 Acres.

Queensland ist daher, wie auch in früheren Jahren, gezwungen, Weizen und Mehl einzuführen. Im Vorjahre betrug die Einfuhr 364 031 Pfd. Sterl.

Ueber die Ernte in Tasmanien sind zurzeit noch keine An⸗ gaben veröffentlicht. Das Ergebnis des Vorjahrs, das 793 660 Bufhel *b 37 078 Aecres erreicht hat, wird wohl schwerlich übertroffen werden.

Die Gesamternte von Weizen dürfte in den australischen Staaten mit Ausnahme von Tasmanien nach den bisherigen Schätzungen 89 347 006 Bushel gegen 89 619 937 Busbel im Vorjahre ergeben. Davon werden für die Ausfuhr voraussichtlich 59 Millionen Bushel zur Verfügung stehen.

an der Küste

auf dem Tafelland - auf den westlichen Abhängen in der Riverinmnmn. auf dem Flachlande im Westen

437 800 Bushel, 684 635

7 7 3 139 250 2 860 600

III-

Konkurse im Auslande.

11I1X“ Finnland. Inställelsedag (Termin zur Anmeldung und Prüfung der orderungen; Verlust der Forderung bei nicht ordnungsmäßiger Anmeldung). Die Annahme eines kundigen Vertreters, zum Beispiel ehnes Anwalts, ist für ausländische Gläubiger nicht zu entbehren.

8 Schuldner Inställelse⸗ Gericht

dag 6. 2.11 Wasa Radstufvurätt.

16. 2.11 Helsingfors Raädstufvu-

14“

Alfred Apyä, Vergolder. Magnus Filemon Hyppönen, Kansmann .....

Vilppu Ahola, Geschäfts⸗ v,. 1“ 4. Gustava Elisabet Halonen, Modlstim .... Kaptän Herman Leop ZNxTV“ Jaakkiman työväen osuus⸗

old

Schuldn

““

Robert Fabian Björkavist, eööö1X“X“

Evert Kuhlman, Kaufmann

Ilion Olsoni, Bezirks⸗

Anton Päiviö, Kaufmann. Sigrid Nyman, Händlerin

Frbsehn Svea Holmberg, 1144636“*“ Viktor Saloniemi, Kauf⸗

Wiipurin Metalliteollisuus bfunskanta r. I. . . .. David Tikander, Schuh⸗ v““ Wiborgs Nya Broderi 1“ Konstantin Laakso, Kauf⸗ Schweitsiläinen Puunjalostus

Taavetti Salminen, Kauf⸗ vamnm

Emil Axelin, Kaufmann .

Frans Oskar Söderlund, Schuhmacher .. Wirtain Neinen Osuusliike

1.“”“

Kivijärven Saaren Osuus⸗ E eö.X“

Aukusti Sinisalo (früher L*“ Antti Vilho Leinonen, Buch⸗ druckereibesitzer...

Wilho Ojala, Kaufmann. Blivieskan Osuuskauppa r. I. Kymentaan Osuusmeijeri.

Asarias Pöntinen, Kauf⸗ I14“X“

Werner Tukiainen, Redakteur Karl Fredrik Kääriäinen,

Kaufmann ... . Hilma Itkonen, Händlerin

August Ahi, Kaufmann ..

Die Firma Wasa Färg⸗, Ferniß⸗& Tapetaffär und deren Inhaber Kaufmann Arne Waldemar Ullström

Hjalmar Nummelin, Schuh⸗ 1“

J. K. Hilden & Co....

Elsa Briita Tamminen, Hablersn .

Carl Söderström, 8 Restaurateuur.

Zahlungseinstellungen liegen vor von:

Inställelsedag

28. 1.11

Jaakimvaara sockens

Häradsrätt.

2 1 Korpilahti sockens Hs.

2. 11

2. 11 2. 11 2. 11

3. 11

4. 11

Vehkalahti

Jyväskyla & Petäjävesi socknars Häradsrätt. Björneborgs Radstufvu.

rätt.

Hollola sockens Härads- rätt. Helsingfors Räadstufva- 111XX“

7

& Sippola sockens Häãradsrätt.

Nykyrka sockens Härads- rätt.

Lempääli & Wesilahti socknars Hüradsrätt. Kristinestads Radstufvu-

rätt.

Poajo sockens Häradsrütt.

Etseri & Wirdois sock nars Häradsrätt.

Kivijärvi sockens H. radsrätt.

Lahtis Raàdstufvurätt. Tavastehus Radstufvu- rätt. Sordavale radsrätt. Sievi & Nlivieska sock-

nars Härattsrätt. Iittis & Jalo socknars Häradsrätt.

sockens Häa-

Pieksämäki sockens Häü-

Pieksämäki sockens & Jäppila kapells Härads-

Vichtis & Pyhajärvi sock- nars Häradsrätt.

Tammerfors Rädstufvu- rätt.

Helsingfors Radstufvu-

8* Johan Kirmanen, Kaufmann, Helsingfors; 8

8 58 8

arfvingar, Kemi;

Eimil F

Järpeläinen, Fabrikant, Raumo; ekka Tirinens arfvingar, Wibo M. Haglundin kangaskauppa,

rg; Inhaber Voldemar Jakowler

ugust Kaselius, Kaufmann, Salo;

orerzan, Kaufmann, Björneborg;

J. E. Sunoström, Kaufmann, Mariehamn; J. E. Sjöström, Fabrikant, Mariehamn; Gustaf Nyvovist, Kaufmann, Helsi

Sigrid Rustanius, Händlerin, Lahtis; Ri odemus Raittinen, Kaufmann, Tammerfors; Distributionsgeschäft, Helsingfors;

Verneri Tukiainen und

3 ekka Jakola, Uhrmacher, Wiborg; 8 Vilho Koslinen, Kaufmann, Tammerfors; 1 ja Kauppaosuuskunta Pohjan⸗

Oulujoen Maanviljelys⸗, Teollisuus⸗ zinge Sorte *) 14,90 ℳ, 14,00 ℳ. Hafer, gute Sorte *) 18,20 ℳ,

Pelto, Uleaborg; Dr. Emil Rosenavist,

der Firma Perklén & Nordstrom, Helsingfors;

elsingfors;

8 8

der Firma P. Barkoff und deren Inhaber Petter

Wäino Johannes Grönlund, staa Emil Rauvola, Baum Pulkkinen, Kaufmann, St. Michel;

K. Poutiainen, Kaufmann, Katka; 1 Höyryalus⸗Osakeyhtiö Wahanta, Tammerfors *

O. Helander, Schneider, Tavastehus;

Biktor Plathan, Jyväskylä;

§. O. Isomäki, Kaufmann, Forssa; Olli Lötjönen, Kaufmann, Wiborg;

Bäcker, Abo; eister, Abo;

2

Raumo Träindustriaktiebolaget, Raumo:

der Firma

Aktiebolaget Laiva, Ta

bolaget 2. mmerfors; Dimitrij Wasiljewitsch Stukaloff,

F. E. Fagerström, Björnehorg; 58 Jonas Hyyrynen, Moschinenhändler, Wiborg, 23 Sandberg, Kanfmann, Wiborg;

ug. Saari, Tapezierer, Wibor Aktiebolaget Carl Jacobsen &

tes

Pa. Osakeyhtiö, Helsingfort; Helsingfors; 8* 8

Trävaruaktiebolaget Silva, Mäntsalä; 8

Herman Aarnio, Kaufmann, He Kelvio Träförädlingsfabrik, A. F. Böckerman, Kaufmann, Hel Kaarlo H. Manninen, Kaufmann,

V. Merikoski, Kaufmann, echecse l

London, 26. Januar.

(W. T. B.) land hat den Diskont von 4 ½ auf 4 %

singfore⸗

ingfors; Kelvis:

38

uisel.

Die Bank von Eng⸗ herabgesetzt.

(Schluß in der Dritten Beilage.)

b 480 ℳ.

Dritte Beilage

chen Reichsanzeiger und Königlich Preußi

Handel und Gewerbe. (Schluß aus der Zweiten Beilage. Konkurse im Auslande. 8

8 Galizien. 1

Konkurs ist eröffnet: 88 1) Ueber das Vermögen der registrierten Firma Spiegel et olisch in Tarnow mittels Beschlusses des K. K. Kreisgerichts, tilung IV, in Tarnow vom 16. Januar 1911 Nr. S. 1/11. Frovisorischer Konkursmasseverwalter: Adpokat Dr. Thaddäus Folner Tarnow. Wahltagfahrt (Termin zur Wahl des definitiven Konkurs⸗ verwalters) 26. Januar 1911, Vormittags 10 Uhr. Die Forde⸗ n sind bis zum 20. Februar 1911 bei dem genannten Gericht an⸗ melden; in der Anmeldung ist ein in Tarnow . eelungsbevollmächtigter namhaft zu machen. Liquidierungstagfahrt demin zur Feststellung der Ansprüche) 28. Februar 1911, Vormittags

Ubr.

2) Ueber das Vermögen des David Elo Bieler, registriert er der Firma! Dampfmühle und elektrische Anstalt zvid Elo Bieler, in Zbaraz mittels Beschlusses des K. K. gsgerichts, Abteilung IV, in Tarnopol vom 17. Januar 1911 —Nr. S. 4/11. Provisorischer Konkursmasseverwalter: Advokat dr. Josef Kosser in Zbaraz. Wahltagfahrt (Termin zur Wahl des znitiven Konkursmasseverwalters) 31. Januar 1911, Vormittags 1h Uhr. Die Forderungen sind bis zum 20. Februar 1911 bei dem

e Bezirksgericht in Zbaraz anzumelden; in der Anmeldung ist ein z Zbaraz wohnhafter Zustellungsbevollmächtigter namhaft zu machen. ziidierungstagfahrt (Termin zur Feststellung der Ansprüche) 27. Fe⸗ zun 1911, Vormittags 9 Uhr.

3) Ueber das Vermögen der Händlerin Esther Bieler, geb. Bagreich, in Zbaraz mittels Beschlusses des K. K. Kreisgerichts, lbieilung IV, in Tarnopol vom 17. Januar 1911 Nr. S. 5/11. grovisorischer Konkursmasseverwalter: Advokat Dr. Josef Kosser in saraz. Wahltagfahrt (Termin zur Wahl des definitiven Konkursmasse⸗

walters) 31. Januar 1911, Vormittags 11 Uhr. Die Forderungen id bis zum 20. Februar 1911 bei dem K. K. Bezirksgericht in

Zanzumelden; in der Anmeldung ist ein in Zbaraz wohnhafter

lungsbevollmächtigter namhaft zu machen. Liquidierungstagfahrt Kermin 88 Feststellung der Ansprüche) 27. Februar 1911, Vormit⸗ 88s 10 Uhr.

Wien, 26. Januar. (W. T. B.) Ausweis der Oester⸗ eichisch⸗Ungarischen Bank vom 23. Januar (in Kronen). b. und Zunahme gegen den Stand vom 15. Januar: Notenumlauf 039 017 000 (Abn. 93 399 000), Silberkurant 298 028 000 Gun. 427 000), Goldbarren 1 323 969 000 (Zun. 1 051 000), in Gold blbare Wechsel 60 000 000 (unverändert), Portefeuille 588 901 000 Ibn. 99 424 000), Lombard 64 916 000 (Abn. 14 864 000), Hypo⸗ ekendarlehne 298 807 000 (Zun. 247 000), Pfandbriefeumlauf 33 856 000 (Zun. 329 000), steuerfreie Notenreserve 42 980 000.

London, 26. Januar. (W. T. B.) Bankausweis. Votal⸗ erve 27 177 000 (Zun. 1 482 000) Pfd. Sterl., Noten⸗ llauf 27 251 000 (Abn. 165 000) Pfd. Sterl., Barvorrat 977 000 (Zun. 1 316 000) Pfd. Sterl., Portefeuille 28 298 000 un. 773 000) Pfd. Sterl., Guthaben der Privaten 41 094 000 en. 1 061 000) Pfd. Sterl., Guthaben des Staats 11 248 000 in. 1 191 000) Pfd. Sterl., Notenreserve 26 224 000 (Zun. 1 383 000. z. Sterl., Regierungssicherheit 14 955 000 (unverändert) Pfd. Ster

vzenwverhältnis der Reserve zu den Passiven 51 gegen 51 ¼ in der rwoche. Clearinghouseumsatz 254 illionen, gegen die ent⸗ echende Woche des Vorjahres mehr 16 Millionen.

Paris, 26. Januar. (W. T. B.) Bankausweis. Bar⸗ rat in Gold 3 253 583 000 (Zun. 102 423 000) Fr., do. in Silber 9 476 000 (Abn. 965 000) Fr., Portefeuille der Hauptbank und Filialen 1 185 121 000 (Abn. 56 006 000) Fr. Notenumlauf 301 958 000 (Abn. 92 894 000) Fr., Laufende Rechnung der Privaten 22 769 000 (Zun. 34 257 000) Fr., Guthaben des Staatsschatzes 19 177 000 (Zun. 26 273 000) Fr., Gesamtvorschüsse 595 569 600 ibn. 12 420 000) Fr., Zins⸗ und Diskonterträgnis 5 074 000 (Zun. 2 88 Verhältnis des Barvorrats zum Noten⸗

auf 76,82.

Berlin, 26. Januar. Marktpreise nach Ermittlungen d eniglichen Polizeipräsidiums. (Höchste und niedrigste Preise.) Der vepvelzentner für: Weizen, gute Sorte†) 20,00 ℳ, 19,92 ℳ. Weizen, vitttelsortef) 19,84 ℳ, 19,76 ℳ. Weizen, geringe Sorte†) 19,68 ℳ, 950 ℳ. Roggen, gute Sortet†) 14,85 ℳ, 14,84 ℳ. Roggen, ttelsortef) 14,83 ℳ, 14 82 ℳ. Roggen, geringe Sorte†) 14,81 ℳ, 8 Futtergerste, gute Sorte*) 17,00 ℳ, 16,00 ℳ. ttergerste, Mittelsorte*) 15,90 ℳ, 15,00 ℳ. Futtergerste, 730 ℳ. Hafer, Mittelsorte*) 17,20 ℳ, 16,40 ℳ. Hafer, zinge Sorte*) 16,30 ℳ, 15,50 ℳ. Mais (mixed) gute Sorte 820 ℳ, 13,90 ℳ. Mais (mixed) geringe Sorte —,— ℳ, —. ℳ. Mais (runder) gute Sorte 14,10 ℳ, 13,70 ℳ. sichtstivoh —,— ℳ, —,— ℳ. Heu —,— ℳ, —,— ℳ. (Markt⸗ Alenpreise.) Erbsen, gelbe zum Kochen 50,00 ℳ, 30,00 ℳ. eveisebohnen, weiße 50,00 ℳ, 30,00 ℳ. Linsen 60,00 ℳ, 200 ℳ. Kartoffeln (Kleinhandel) 8,00 ℳ, 5,00 ℳ. Rindfleisch der Keule 1 kg 2,40 ℳ, 1,60 ℳ; do. Bauchfleisch 1 kg 80 ℳ, 1,20 ℳ. Schweinefleisch 1 kg 1,90 ℳ, 1,30 ℳ. P. Kalbfleisch 1 kg 2,40 ℳ, 1,40 ℳ. Hammelfleisch 1 kg 29 ℳ, 1,30 ℳ. Butter 1, kg 2,80 ℳ, 2,20 ℳ. Eier Markthallenpreise) 60 Stück 6,40 ℳ, 3,80 ℳ. Karpfen 1 kg 9 ℳ, 1,40 ℳ. Aale 1 kg 3,00 ℳ, 1,60 ℳ. Zander 1 kg 20 ℳ, 1,40 ℳ. Hechte 1 kg 2,80 ℳ, 1,40 ℳ. Barsche 1 kg 20 ℳ, 1,00 ℳ. Schleie 1 kg 3,60 ℳ, 1,60 ℳ. Bleie 1 kg 2) Ab Bahn. ) Frei Wagen und ab Bahn.

Kursberichte von auswärtigen Fondsmärkten.

Hamburg, 26. Januar. (W. T. B.) Cüchla.) Gold in irren das Kilogramm 2790 Br., 2784 Gd., Silber in Barren das bgramm 73,00 Br., 72,50 Gd.

Wien, 27. Januar, Vormittags 10 Uhr 50 Min. (W. T. B.) rh. 4 % Renie M. N. pr. ult. 93,05, Einh. 4 % Rente muar Juli pr. ult. 93,05, Oesterr. 4 % Rente in Kr.⸗W. pr. ult. 95, Ungar. 4 % Goldrente 111,65, Ungar. 4 % Rente in Kr.⸗W. 190, Türkische Lose per medio 259,50, Orientbahnaktien pr. ult. —, Oesterr. Staatsbhahnaktien (Franz.) pr. ult. 746,75, Südbahn⸗ ellschaft (Lomb.) Akt. pr. ult. 115,50, Wiener Bankvereinaktien 550, Oesterr. Kreditanstalt Akt. pr. ult. 675,50, Ungar. allg. nditbankaktien 869,50, Oesterr. Länderbankaktien 534,75, Unionbank⸗ 8s 636,50, Deutsche Reichsbanknoten pr. ult. 117,36, Brüxer blenbergb.⸗Gesellsch.⸗Akt. —,—, Oesterr. Alpine Montangesfell⸗ kaftsaktien 769,50, Prager Eisenindustrieges.⸗Akt. —,—

Berlin, Freitag, den 27. Januar

London, 26. Januar. (W. T. B.) (Schluß.) 2 ½ % Eng⸗ lische Konsols 7911 16, Silber prompt 24 ½, per 2 Monate 241 16, Privatdiskont 32216. Bankeingang 111 000 Pfd. Sterl.

Paris, 26. Januar. (W. T. B.) (Schluß.) 3 % Franz. Rente 97,32.

Madrid, 26. Januar. (W. T. B.) Wechsel auf Paris 107,55.

Lissabon, 26. Jamumar. (W. T. B.) Goldagio 7½. New YPork, 26. Januar. (W. T. B.) (Schluß) Die Um⸗ sätze an der heutigen Börse waren ziemlich gering, die Stimmung ließ jedoch einen festen Unterton nicht verkennen. Die Ermäßigung der Londoner Bankrate blieb auf die hiesige Börse ohne Einfluß, und das Geschäft entwickelte sich nur schleppend. Seitens der Baissiers wurde versucht, auf das Kursniveau der Readings, Unions und Steels einen Druck auszuüben, doch fand das an den Markt kommende Material leichte Aufnahme. Späterhin nahm die Spekulation eine mehr abwartende Haltung ein, und auch der günstige Ausweis der Southern Railway blieb auf die Stimmung ohne Einfluß. Gegen den Schluß wurden einige Deckungen und Käufe zu Anlagezwecken vorgenommen, und der Markt schloß in fester Haltung. Aktienumsatz 233 000 Stück. Tendenz für Geld: Stetig. Geld auf 24 Stunden Durchschn.⸗Zinsrate 2 ½, do. Zinsrate für letztes Darlehn des Tages 2 8, Wechsel auf London 4,8275, Cable Transfers 4,8655.

Rio de Janeiro, 26. Januar. (W. T. B.) Wechsel auf London 16218.

8 Kursberichte von auswärtigen Warenmärkten.

Essener Börse vom 26. Januar 1911. Amtlicher Kursbericht Kohlen, Koks und Briketts. (Preisnotierungen des Rheinisch⸗ Westfälischen Kohlensyndikats für die Tonne ab Werk.) I. Gas⸗ und Flammkohle: a. Gasförderkohle 12,00 14,00 ℳ, b. Gas⸗ flammförderkohle 11,00 12,00 ℳ, c. Flammförderkohle 10,50 bis 11,00 ℳ, d. Stückkohle 13,50 14,50 ℳ, e. Halbgesiebte 13,00 bis 14,00 ℳ, f. Nußkohle gew. Korn I und II 13,50 14,50 ℳ, do. do. III 12,75 13,25 ℳ, do. do. IV 11,75 12,25 ℳ, g. Nuß⸗ gruskohle 0— 20/30 mm 7,50 8,50 ℳ, do. 0 50/60 mm 8,50 bis 10,00 ℳ, h. Gruskohle 5,75 8,50 ℳ; II. Fettkohle: a. Förder⸗ kohle 10,50 11,00 ℳ, b. Bestmelierte Kohle 12,35 12,85 ℳ, c. Stückkohle 13,50 14,00 ℳ, d. Nußkohle gew. Korn I 13,50 bis 14,50 ℳ, do. do. II 13,50 14,50 ℳ, do. do. III 12,75 13,75 ℳ, do. do. IV 11,75 12,50 ℳ, e. Kokskohle 11,25 12,00 ℳ; III. Magere Kohle: a. Förderkohle 9,50 10,50 ℳ, b. do. melierte 11,25 12,25 ℳ, c. do. aufgebesserte, je nach dem Stück⸗ gehbalt 12,25 14,00 ℳ, d. Stückkohle 13,00 15,00 ℳ, e. Nuß⸗ kohle, gew. Korn I und II 14,50 17,50 ℳ, do. do. III 16,00 bis 19,00 ℳ, do. do. IV 11,50 13,50 ℳ, f. Anthrazit Nuß Korn 1 19,50 20,50 ℳ, do. do. II 21,00 24,50 ℳ, g. Fördergrus 8,75 bis 9,50 ℳ, h. Gruskohle unter 10 mm 5,50 8,00 ℳ; IV. Koks: a. Hochofenkoks 14,50 16,50 ℳ, b. Gießereikoks 17,00 19,00 ℳ, c. Brechkoks I und II 19,50 22,00 ℳ; V. Briketts: Briketts je nach Qualität 10,00 13,25 ℳ. Die nächste Börsenversammlung findet am Montag, den 30. Januar 1911, Nachmittags von 3 ½ bis 4 ½ Uhr, im „Stadtgartensaale“ (Eingang Am Stadtgarten) statt.

Magdeburg, 27. Januar. (W. T. B.) Zuckerbericht. Kornzucker 88 Grad o. S. 8,65 8,82 ½. Nachprodukte 75 Grad o. S. 6,85 7,00. Stimmung: Ruhig, stetig. Brotraffin. I o. F. 18,75 19,00. Kristallzucker Im. S. —,—. Gem. Raffinade m. S. 18,50 18,75. Gem. Melis I mit Sack 18,00 18,25. Stimmung: Ruhig. Rohzucker Transit 1. Produkt frei an Bord Hamburg: Januar 9,07 ½ Gd., 9,12 ½ Br., —,— bez., Februar 9,10 Gd., 9,12 Br.,

,— bez., März 9,15 Gd., 9,20 Br., —,— bez., Mai 9,30 Gd., 9,32 ½ Br., —,— bez., August 9,50 Gd., 9,52 ½ Br., —,— bez. Stimmung: Ruhig. Wochenumsatz 456 000 Zentner.

Cöln, 26. Januar. (W. T. B.) Rüböl loko 63,00,

Mai 61,00. b Bremen, 26. Januar. (W. T. B.) (Börsenschlußbericht.) rivatnotierungen. Schmalz. Ruhig. Loko, Tubs und Firkin 53, Doppeleimer 53 ½. Kaffee. Behauptet. Offizielle Notierungen

der Baumwollbörse. Baumwolle. Ruhig. Upland loko

middling 76 ½. (W. T. B.) Petroleum amerik.

Hamburg, 26. Januar. spez. Gewicht 0,800 ° loko fest, 6,50.

(Vormittagsbericht.) März 57 ½ Gd.,

Hamburg, 27. Januar. (W. T. B.) d.

Kaffee. Stetig. Good average Santos

Mai 56 ¾ Gd., September 56 Gd., Dezember 55

Zuckermarkt. (Anfangsbericht.) Rübenrohzucker I. Produkt Basis

88 % Rendement neue Usance, frei an Bord Hamburg Januar

9,07 ¼, März 9,15, Mai 9,30, August 9,50, Oktober 9,47 ⅛,

Dezember 9,55. Ruhig. 2 Januar. (W. T. B.) Raps für

Budapest, 26. August 13,80.

London, 26. Januar. (W. T. B.) Rübenrohzucker 88 % Januar 9 sh. 0 d. Wert, ruhig. Javazucker 96 % prompt 9 sh. 10 ½ d. nominell, ruhig.

London, 26. Januar. (W. T. B.) (Schluß.) Standard⸗

An der

Kupfer träge, 55 ½, 3 Monat 5615⁄16.

London, 26. Januar. (W. T. B.) Wollauktion. heutigen Auktion lag besonders stramme Nachfrage seitens Deutsch⸗ lands und Frankreichs vor. Im allgemeinen erreichte das Preisniveau das der letzten Serie und übersteigt letzteres vielfach. Die anfängliche Depression scheint vollständig geschwunden zu sein.

Liverpool, 26. Januar. (W. T. B.) Baumwolle. Umsatz: 10 000 Ballen, davon für Spekulation und Export Ballen. Tendenz: Willlig. Amerikanische middling Lieferungen: Ruhig. Januar 7,83, Januar⸗Februar 7,83, Februar⸗März 7,84, März⸗April 7,85, April⸗Mai 7,85, Mai⸗Juni 7,86, Juni⸗ Juli⸗August 7,82, August⸗September 7,62, September⸗ Oktober 7,27.

Glasgow, 26. Januar. (W. T. B.) (Schluß.) Roheisen flau, Middlesbrough warrants 49/4.

Paris, 26. Januar. (W. T. B.) (Schluß.) Rohzucker ruhig, 88 % neue Kondition 27 ½¾4. Weißer Zucker stetig, Nr. 3 für 100 kg Januar 30 ⅞, Februar 31, Mai⸗August 31 ⅞, Oktober⸗Januar 30 ¼.

Amsterdam, 26. Januar. (W. T. B.) Java⸗Kaffee good ordinary 46. Bancazinn 116 .

Rotterdam, 26. Januar. (W. T. B.) Bei der heute ab⸗ gehaltenen Auktion über 71 900 Blöcke Bankazinn wurden 114⁄¼— 116 ¼, Durchschnittspreis 115 Fl., erzielt.

Antwerpen, 26. Januar. (W. T. B.) Petroleum. Raffiniertes Type weiß loko 19 bez. Br., do. Fenuar 19 Br., do. Februar 19 ¼ Br., do. März⸗April 19 ½ Br. Ruhig. Schmalz Januar 124 ½.

New York, 26. Januar. (W. T. B.) (Schluß.) Baumwolle loko middling 14,90, do. für April 14,88, do. für Juni 14,97, do. in New Orleans loko middl. 14 131, Petroleum Refined (in Cases) 8,90, do. Standard white in New York 7,40, do. do. in Philadelphia 7,40, do. Credit Balances at Oil City 1,30, Schmalz Western steam 10,25, do. Rohe u. Brothers 10,70, Zucker fair ref. Muscovados 2,92, Getreidefracht nach Liverpvol 2, Kaffee Rio

Standard loko 11,85 12,05, Zinn 42,50 43,00.

Nr. 7 loko 13 ½, do. für Februar 10,96, do. für April 11,05, Kupfer, .““

Gesundheitswesen, Tierkrankheiten und Absperrungs⸗ maßregeln.

Das Kaiserliche Gesundheitsamt meldet den Ausbruch der Maul⸗ und Klauenseuche aus Lengede, Kreis Peine, Reg.⸗ Bez. Hannover, Grunbach, Oberamt Schorndorf, und vom Schlacht⸗ hof in Göppingen (Württemberg), Wiesbaden, Jakobwüllesheim, Kreis Düren, Reg.⸗Bez! Aachen, Barop, Kreis Hörde, Reg⸗Bez. Arnsberg, vom Schlachthof in Gummersbach, Reg.⸗Bez. Cöln, aus Lechenich, Kreis Euskirchen, Reg.⸗Bez. Cöln, bei Händlervieh, und aus Ingelsberg, Gemeinde Pvering, Bezirk Ebersberg, in Oberfranken am 25. Januar 1911. 1 8 v“

In Malta ist durch eine Regierungsverfügung vom 18. d. M. Tripoli in Afrika für cholerafrei erklärt worden. (Vergl. „R.⸗Anz.“ vom 14. Oktoher v. J. Nr. 242.) 8

Charbin, 26. Januar. (W. T. B.) Das Stadtgebiet ist von dem pest verseuchten Vorort Fudjansjan und den anliegenden Dörfern auf eine Strecke von 15 Werst durch Polizeiposten abgesperrt worden. Am 24. d. M. waren wegen Pestverdachts 1252 Personen in Beobachtung, unter ihnen zwei Europäer; in den letzten 24 Stunden sind 39 Personen an Pest gestorben.

Buenos Aires, 27. Januar. (W. T. B.) Mit Rücksicht auf das Erlöschen der Maul⸗ und Klauenseuche in England sind die argentinischen Häfen für die Einfuhr von Zuchtrindern, Schafen, Ziegen und Schweinen, die nach dem 28 Januar

verschifft werden, wieder geöffnet worden.

Das VI. Konzert der Ges brachte am Montag im!

der Musikfreunde g unter Oskar Frieds Leitung ein musikalisches Ereignis: Erstaufführung von Gustav Mahlers 7. Symphonie. Der als der Modernsten einer unter den zeitgenössischen Komponisten bekannte Schöpfer dieses Werkes hat auch diesmal ehrlich, überzeugungstren und voll schaffensfreudiger Kraft mit der ihm innewohnenden Begeisterung sein vor⸗ gestecktes Ziel verfolgt. Er hat sich wieder als ein Meister der Orchestrierkunst erwiesen, bei der jedoch die cusgeklügelten Effekte, die rein klanglichen Eindrücke in ihrer Ungewöhnlichkeit bisweilen geradeswegs zu Mißklängen werden und den Eindruck hinter⸗ lassen, als handle es sich um klangliche Experimente und nicht um eine musikalische Verinnerlichung unterlegter Themen. Die letzteren sind überhaupt in der 7. Sinfonie etwas dürftig und in allen Sätzen ziemlich gleichartig, sodaß bei der eineinhalbstündigen Dauer der Auf⸗ führung statt erhebenden Genusses eine wachsende Abspannung der Zuhörer eintrat. Es soll jedoch keineswegs verkannt werden, daß in den Sätzen „Nachtmusik“ und „Schattenhaft’ reizvolle Stellen enthalten sind, die zum Nachdenken anregen, wäbhrend alles andere etwas ver⸗ wirrend wirkt und mehr oder weniger schwer verständlich bleibt. Für die Durchführung dieses Werkes voller orchestraler Schwierigkeiten verdienen sowohl der Dirigent, wie das ihm durch dick und dünn folgende Blüthnerorchester vollste Anerkennung. Gleiches Lob gebührt auch der den Schluß des Abends bildenden Wiedergabe der Ouverture zum „Der Barbier von Bagdad“. Zwischen beiden Orchesterstücken sang Marie Louise Debogis eine Arie aus-der Oper „Louise“ von Charpentier mit ihrer klaren, süßen Sopranstimme und zarten Empfindung und entfesselte stürmischen Beifall. Das Konzert des Philharmonischen Chors unter Professor Siegfried Ochs” Leitung (Montag) in der Philharmonie gab willkommene Ge⸗ legenheit, die Bekanntschaft mit O. Taubmanns „Deutscher Messe“, die derselbe Chor ein Jahr vorher dem hiesigen Publikum vermittelt hatte, zu erneuern. Ein Werk von so monumentalen Maßen muß, um voll gewürdigt und verstanden zu werden, öfter gehört werden. Es war daher eine dankenswerte Tat des Professors Ochs, den ganzen gewaltigen Apparat, der dazu nötig ist, noch einmal aufzubieten. Der Erfolg lohnte denn auch die Mühe, und immer wieder mußten Komponist und Dirigent für den rauschenden Beifall danken. Taubmanns „Deutsche Messe“ bildet ein würdiges Seitenstück zu Brahms’ „Deutschem Requiem“. Mit der katholischen Messe hat sie nur die allgemeine Anordnung des Stoffes und der Stimmungen gemein, als Textunterlage dienen ihr im übrigen Worte der heiligen Schrift, einige Kirchenlieder und liturgische Motive. In der Musik schließt sich Taubmann vielleicht noch enger als Brahms dem evanglischen Kirchenstil an, den er mit imponierendem Können beherrscht und zum Träger eigener, oft recht glücklicher Eingebungen zu gestalten weiß. Im einzelnen ist auf die Schönheiten und Vorzüge seiner Musik gelegentlich der Erstaufführung im vergangenen Jahre hingewiesen worden. Daß sie bei mehrmaligem Anhören gewinnt, spricht noch mehr als alles andere zu ihren Gunsten. Auch die diesjährige Aufführung, bei der die Soli bei den Damen Stronck Kappel (Sopran) und Leisner (Alt), den Herren Richard Fischer (Tenor) und Sistermans (Baß) in den besten Händen waren, nahm einen erhebenden Verlauf. Den unsichtbaren Chor führte dies mal der Jerusalemskirchenchor (Dirigent: Max Eschke) aus der Klang hatte etwas Transzendentales und wirkte ergreifend. Di Knabenchöre wurden von den Knaben des Domnchors gesungen an der Orgel saß der Musikdirektor Bernhard Irrgang. J

Beethovensaal gab um dieselbe Zeit Frédéric Lamond einen

Beethoven⸗Abend, der den Zuhörer völlig in den Geist des Alt meisters versetzte. Die Sonate in C⸗Dur Op. 2 Nr. 3 und die 6 Variationen, Op. 34, waren Leistungen von erhabener Größe, ebenso zeigte die Sonate appassionata F⸗Moll, Op. 57, mit ihrem bezaubernden Andante die reifste Kunst des ge⸗ feierten Pianisten. Rauschender Beifall lohnte seinen Leistungen. Alfred Schroeders Klaviervorträge im Saal Bechstein wirkten, gleichfalls am Montag, ziemlich matt; der junge Pianist scheint jedem kräftigen Ton vorsichtig aus dem Wege zu gehen; ob er Bachs Englische Suite oder eine Sonate von Beethoven vortrug, er spielte immer mit derselben Behutsamkeit; eine etwas kräftigere Klangfarbe dürfte den sonst gut entworfenen musika⸗- lischen Darstellungen sicher besser zu Gesichte stehen. Einige neue Lieder von Jos. Marx, die Gustav Thümler⸗Walden an demselben Abend in der Singakademie sang, gingen ziemlich wirkungslos vorüber. Die leichten, glatten Melodien besaßen wenig Eigenart; am ehesten konnte noch das „Japanische Regenlied“ ge⸗ fallen. Dagegen vermochte der Sänger mit altbewährten Liedern einen recht guten Eindruck zu hinterlassen. Seine Stimme besitzt einen angenehmen Klang und sein Vortrag ist ausdrucksvoll, freilich ohne den Reiz einer persönlichen Charakteristik. Deshalb konnten, wenn man von einigen leichten Schwankungen in der Tongebung absieht, Leistungen erzielt werden, welche des freigebig gespendeten Beifalls wohl wert waren. Lieder zur Laute und zum Klavier, an letzterem von Herrn Karl Kämpf begleitet, sang Fräulein Tilly Elsie Pieschel am Montag im Choralionsaal mit anmutiger Vortragsweise und klangvoller, mittelgroßer Sopranstimme. Leider litten ihre an und für sich recht gelungenen Darbietungen unter einer starken Befangen⸗ heit, sodaß ihr gutes musikalisches Können nicht voll zur Geltung kommen konnte. .