Die Liedervorträge des Sän wurden am Dienstag in der S
der Sänger trotz mancher trefflichen Eigenschaften kühl
Das jugendliche Geschwisterpaar Fery und Rozsi Weltmann gab t saal wieder einmal
ein Geigenkonzert; Bruder und Schwester produzierten sich mit Erfolg sowohl im Einzel⸗ wie im Zusammenspiel; beide besitzen schon ein annehmbares technisches Können und 8 auch über einen ge⸗ d bei ihrer Jugend natur⸗ gemäß noch nicht zu geben. ie Leistungen beider fanden bei dem beifallsfreudigen Publikum aufmunternde Anerkennung. — Im Saal Bechstein fehlte es, ebenfalls ach Dienstag, an Beifall nicht, obgleich die dargebotenen Leistungen mehr guten Willen als . bes Können verrieten. Die junge Sängerin Else Huot hesitzt
wohl ein hübsches Stimmchen, sie trägt auch ganz nett vor, zu einem öffentlichen Auftreten ihre Kunst bis jetzt freilich ebensowenig, — b onzert, der Violinistin Irma Oppen⸗ heim, deren Vorträge gleichfalls einen recht anfängerhaften Eindruck hinterließen. — Um dieselbe Zeit tug Marie Blitar im Choralion⸗ saal eine Anzahl Lieder zur Laute vor. Die hier bereits bekannte Sängerin war anscheinend stimmlich nicht ganz auf der Höhe, doch ersetzte sie die Sprödigkeit des Organs durch Temperament, Sanges⸗ freudigkeit, reizvolle Gestaltungskunst und lebhaftes Minenspiel, sodaß die Wirkung ihrer Vorträge nicht ausblieb. — Leopold Godowsky gab sein Konzert im Beethovensaal (Dienstag) wohl hauptsächlich, um das Berliner Konzertpublikum mit seiner Sonate in E⸗Moll bekannt zu machen. Daß das Werk viel Feines enthält, war von diesem ausgezeichneten Musiker und Pianisten wohl zu erwarten, es besitzt aber auch ermüdende Längen. Am ansprechendsten waren die beiden Mittelteile, Intermezzo scherzando und Valse, die denn auch den größten Beifall fanden. Sonst lag der Schwerpunkt des Abends mehr auf der technischen als der musikalischen Seite. So waren die beiden Etüden von Chopin Op. 10 Nr. 3 und Op. 10 Nr. 12, von Godowsky für die linke Hand bearbeitet, Meisterstücke der Technik, während es dem Künstler dagegen nicht gelang, die Tiefe Brahmsscher
gleichzeitig im Klindworth⸗Scharwenka
wandten Ausdruck; mehr vermögen sie
künstleris
wie die der Teilhaberin am
Musik voll auszuschöpfen. Die symphonischen Tanzbilder über Mo⸗
tive aus der „Fledermaus“ gehören eigentlich nicht in den Konzertsaal,
aber von Godowskvy in so genialer, geistreicher Weise verarbeitet und pianistisch glänzend vorgetragen, konnte man sie sich wohl gefallen lassen. —
Gina Goetz⸗Levy sang an demselben Abend im Theatersaal der
Königlichen Hochschule für Musik eine Reihe von Liedern mit ihrer gutgeschulten Stimme. Am besten lagen ihr die Kom⸗ positionen von Loewe, für die sie weiche, innige Töne zu finden Prßte. Im allgemeinen war aber die Auswahl der wiedergegebenen Gesänge jedoch etwas einförmig. Den Darbietungen des mit⸗ wirkenden bewährten Cellisten Herrn Otto Urack wurde reicher Beifall gezollt, namentlich bei der Sonate in D⸗Dur vou Rubinstein, einer künstlerisch wie technisch vortrefflichen Leistung, bei der der Kapell⸗ meister Eduard Levy, dem auch die Begleitung der Gesänge oblag, den Klavierpart gleich gut durchführte. Rose Landsman bekundete in ihren Klaviervorträgen im Klindworth⸗Scharwenkasaal am Mittwoch ein bemerkens⸗ wertes pianistisches Talent. Die Leistungen der jungen Künstlerin erschienen technisch gut durchgebildet, auch wußte sie verhältnismäßig fest und sicher zu gestalten. Noch ist ihr Gefühl nicht voll ausgereift; zartere Empfindungen wurden oft zu derb angefaßt, und es wurde da⸗
durch manches von ihrem poetischen Duft abgestreift. Die Vorträge
der jungen Dame offenbarten aber doch im allgemeinen ein instinktives
Erfassen des musikalischen Inhalts, das noch gute Früchte zeitigen kann. — Die bekannte Pianistin Flora Scherres⸗ hal gab, gleichfalls am Mittwoch, einen Klavierabend im Saal der Sing⸗ akademie, dessen Vortragsfolge außer Werken von Bach und Haydn moderne Kompositionen von Chopin bis in die neueste 5 aufwies. Frau Scherres⸗Friedenthal verfügt über einen nuancenreichen Anschlag und
Salonmusik trefflich unterstützt. Bei der Wiedergabe größer angelegter Komppositionen fehlt Frau Scherres bisweilen die Festigkeit im Aufbau und die Sicherheit und Kraft in der Behandlung des Rhythmus. Die kleineren Gaben ihres Programms, wie z. B. das „Capriccio“ Op. 76 von Brahms, die stimmungsvolle „Romanze“ Op. 4 von Alexis Holländer und das pianistisch dankbarezTonstück „Acolus“ von Fried. Gernsheim, zeigten dagegen die Konzertgeberin von ihrer besten Seite und fanden reichen Beifall.
„Im Koniglichen Opernhause beginnt die morgige Vor⸗ stellung bereits um 7 Uhr. Aufgeführt wird „Tannhäuser“, mit Herrn Kraus in der Titelrolle. Frau Kurt singt die Elisabeth, Fräu⸗ lein Denera die Venus, Fräulein Wichgraf den Hirtenknaben, Herr Griswold den Landgrafen, Herr Bischoff den Wolfram, Herr Sommer den Walter, Herr Bachmann den Biterolf. Der Kapellmeister von Strauß dirigiert.
Das Lustspiel von Ernst Wichert „Ein Schritt vom Wege“, das morgen, Sonnabend, wieder in den Spielplan des Königlichen Schauspielhauses aufgenommen wird, ist folgendermaßen besetzt: Arthur von Schmettwitz: Herr Patry; Ella, seine Frau: Fräulein Arnstädt; Kurt von Hageln: Herr Boettcher;
Egon: Herr Geisendörfer; Doktor Ratgeber: Herr Zeisler; Schnepf: Herr Vollmer; Clotilde: Frau Butze; Bertha: Fräulein Heisler; Blanknagel: Herr Eggeling; Rosette Hasenklein: Frau Schramm; Blusch, Badekommissarius: Herr Vallentin; Peter Schnipps: Herr Schroth; ein Führer: Herr Eichholz: ein Hirte: Herr Winter; ein
Polizeidiener: Herr Uhlig; ein Postbote: Herr Paris. Das Stück
wurde von Herrn Regisseur Patry in Szene gesetzt.
Im Deutschen Theater muß infolge plötzlicher Erkrankung der Frau Tilla Durieux die für morgen angesetzte Erstaufführung von Vollmoellers „Wieland“ verschoben werden. Morgen und am
8
spielt Rosa Bertens die Jokgste.
1,50 ℳ für Erwachsene.
Richard Strauß’ „Rosenkavalier“ errang, wie „W. T. B.“
zahlreich vertreten.
Wetterbericht vom 27. Januar 1911, 8 Vormittags 9 ¼ Uhr.
9es Theodore Byard aus London ngakademie mit freundlichem Bei⸗ fall entgegengenommen. Der Bariton des Künstlers ist von ange⸗ nehmem Klange und auch gut geschult; wohltuend fiel die deutliche Aussprache auf; die gesanglichen Leistungen würden bedeutend an Wirkung gewinnen, wenn der Stimme etwas mehr Wandlungs⸗ fähigkeit und Wärme im Ausdruck gegeben werden könnte; ale ließ
Berlin, 27. Januar 1911.
In der gestrigen Sitzung der Stadtverordneten widmete ichelet dem verstorbenen Stadtrat Dr. Münsterberg einen warm empfundenen Nachruf. — Erster Gegen⸗ stand der Tagesordnung war die Berichterstattu betreffend den Ankauf der
Ausschuß empfahl folgende Beschlußfassung:
erklärt sich mit dem Ankauf
atur
lsius
Name der en
zunächst der Vorsteher I Beobachtungs⸗
8—
des vorberatenden uhlbheide. Versammlung der Wuhlheide gemäß der Vor⸗ lage vom 7. Januar 1911 einverstanden und bewilligt die vor⸗ behaltlich genauer Feststellung nach erfolgter Vermessung auf vor⸗ läufig 10 546 000 ℳ ermittelte, in fünf Raten zu zahlende Kauf⸗ insen für die gestundeten Kaufgelderraten und den teuern, Umschreibungs⸗ und Vermessungskosten aus Solange die Anleihe noch nicht genehmigt ist, vorschußweise verausgabt werden.“
eschluß des Aus⸗ . etzt dabei voraus, daß die erörterte Bildung eines selbständigen Gutsbezirks Wuhlheide zustande kommt.“ Ausschußantrag wurde mit dem Antrag — Es folgte der Bericht des Ausschusses zur Vorberatung der V lagen, betr. a. die Leitsätze für die Bewirtschaftung der Güter und Rieselfelder der Stadt Berlin, stellung von Baulichkeiten auf den städtischen Gütern, die Vornahme von maschinellen Aenderungen an den den Pumpstationen I und VII, sowie den An fluges für die südlichen Administrationsbezirke. eschloß nach den Anträgen des Ausschusses. — Ferner beschäftigte sich die Versammlung mit einem Antrag des Stadtv. Ladewig und agistrat zu ersuchen, als neue Stra „Friedri
em
24 Stunden
in
auf 0 ° Meeres⸗ niveau u. Schwere in 45 ° Breite
Ausschusses,
Bar T
meist bewölkt 5Nachts Niederschl.
7 Nachts Niederschl. 7. 2 Nachts Niederschl. 17 1 ziemlich heiter
1 Nachts Niederschl. 6 Vorm. Niederschl. —f
summe nebst den Stempeln, Umsatz Anleihemitteln. können die erforderlichen Betr. Goldschmidt
„Die Versammlung
Swinemünde Neufahrwasser
schusses zu.
anhalt. Niederschl. Ffe Nachts Niederschl. Nachm. Niederschl. 17 2 ziemlich heiter meist bewölkt — meist bewölkt 0
Goldschmidt angenommen.
b. die Her⸗
umpenanlagen auf
Frankfurt, M. Karlsruhe, B.
Die Versammlung
doOnllbolboleel
Nachm. Niederschl. (Wilhelmshav.) meist bewölkt
Genossen, den Mag ßennamen „Albert Niemannstraße“,
straße“, eine „Josef Kainzstraße“ und eine „Matkowsky⸗
N
Stornoway Malin Head
Rosenow beschließen, der Maßgabe neue Straßen
Mommsen „Die Versammlung
dem Magistrat überweisen,
(Wustrow i. 1In 1
Vorm. Niederschl.
(Königsbg., Pr.) ziemlich heiter —
eingegangenen Antrag: den Antrag Berücksichtigung Namen hervorragender Personen aus dem Gebiete der Literatur und Antrag Cassel und Genossen wurde angenommen. — Auf die öffentliche folgte eine geheime Sitzung, in der die Verleihung des Ehrenbürgerrechts an den Stadtrat
Marggraff einstimmig beschlossen wurde.
Kunst benannt
( deburg)
G
88
(Grünberg Schl.) anhalt. Niederschl. (Mülhaus., Els.) meist bewölkt Friedrichshaf.) meist bewölkt
Bambe G meist ne)em.
Der Deutsche Verein für den Schutz des gewerblichen Eigentums hält am Donnerstag, den 2. Februar, Abends 8 Uhr, im Saale der Nichtigkeitsabteilung des Kaiserlichen Patentamts (Gitschiner Straße 97) eine Versammlung ab. Dr. Ephraim⸗Berlin wird einen Vortrag halten über: „L raum und Luftschiff im gewerblichen Rechtsschutz“. Der Zutritt ist frei.
Isle d'Aix St. Mathieu
Der Patentanwalt
85 5 G 9 9 s8
Treptower Sternwarte finden am Sonntag Nachmittags 5 Uhr: Abends 7 Uhr: „Astronomie für Am Montag, Abends 9 Uhr, lautet das Vortrags⸗ Mit dem großen
A◻Ꝙ
8
folgende gemeinverständliche Vorträ „Unser Wissen von der Sonne“,
—. -—
EzüÜSLgEAb 17892 900 900 92 Q☛½ 0 Q. 2—
jedermann“. „Kometen und Sternschnuppen“. werden der „Saturn“ und der „Orionnebel“ beobachtet. stehen noch kleinere Fernrohre kostenfrei zur Verfügung, mit d die Besucher beliebige Himmelskörper selbst einstellen können.
Christiansund Skudesnes
C20-AS2lAeA-bN
G.
763,8 SSO 2
(W. T. B.) w 7657 WSS
Bremen, 256. Januar. Der Norddeutsche Lloyd hat der Türkei seine beiden Dampfer „Oldenburg“ und „Darmstadt“ fest in Kauf gegeben. beiden Schiffe erfolgt nach einer von der türkischen Ankaufskommission und von Experten vorzunehmenden Besichtigung. Schiffe wird der Ankauf und die Abnahme von dem Ergebnis einer Probefahrt, bei der die kontraktli
zustellen ist, abhängig sein.
Kopenhagen Stockholm
Die Uebernahme der
Nach Dockung der
Fahnenflucht verfügte Vermögensbeschlagnahme, nach⸗ dem Dangel beigebracht ist.
eine flüssige Technik, die sie besonders beim Vortrag feingeformter, eleganter Haparanda
öJ
ch vereinbarte Geschwindigkeit fest⸗ 1“ 7563.1 WNW 2 wolkenl. 748,0 SO 749,1 SSW bedeckt 755,8 MW Zbedeckt 754,8 NW 3 bedeckt NW 3 Schnee NW 3 wolkenl. NNW 1 wolkig WNW 7 bedeckt 770,0 WNW 3 bedeckt 1 wolkenl. 1 wolkenl.] NNW 3 wolkenl. OSO 4 bedeckt 1 wolkenl. SW 2 bedeckt 776,9 SSW 2 wolkenl. 774,5 OSO 2 wolkenl. 73,3 Windst.
Paris, 26. Januar. (W. T. B.) Heute vormittag unternahm der Flieger Sommer mit fünf Mitreisenden auf seinem Zweidecker einen Flug von Douzy nach Romilly und zurück.
Petersburg
Paris, 27 Station Cette in Südfrankreich eintraf, zusammen und drohten, die Sendung zerstreute sich erst, als der Stationsvorstand versprach, den Wein nach Cette zurückzusenden.
(W. T. B.) Als gestern abend auf einer Reims ein Waggon mit 126 hl Wein aus rotteten sich die Winzer zu vernichten.
Die Menge
20
Cherbourg, 27. Januar. (W. T. B.) das Unterseeboot
Torpedoboot zusammen.
Im Hafen stieß
— — - 1 773,0 S mit einem 300 SO
t „Frangais“ 8 zusan Das Torpedoboot erhielt ein so starkes Leck, daß es sofort nach dem Dock geschleppt werden mußte. Das Unterseeboot blieb unbeschädigt.
Thorshavn Seydisfjord Cherbourg
eSg==
dem Herzoglichen Amtsgericht — Wendentore 7, Zimmer 38, anberaumten Aufgebots⸗
0
Bellegarde⸗sur⸗Valserine, 26. Januar. — Die Zollbehörden beschlagnahmten 400 000 auf alte Militär⸗ gewehre passende Zündhütchen, die in Seifenkisten, die aus der Die Sendung war nach
verborgen waren. Marokko über Marseille bestimmt.
760,3 N
Berguette (Dep. Pas⸗de⸗Calais), 26. Januar. Hermanstadt iesigen Stahlhütte hat sich eine folgenschwere Gas⸗
Mehrere Personen wurden getötet und
(W. T. B.)
771,8 Windst. 885 NS 1 774,5 SW 2 Dunst
explosion ereignet. etwa zwölf verletzt.
lrlelAAgboSSbeSbeel. InnnmRsmnn
DSGEüESPegbelhhb
Sonntag wird „Hamlet“, mit Albert Bassermann, Paul Wegener und Camilla Eibenschütz in den Hauptrollen, aufgeführt. Das Datum der Uraufführung von „Wieland“ wird in den nächsten Tagen bekannt gegeben. Die Billette für den 28. Januar behalten ihre Gültigkeit für die Erstaufführung von „Wieland“. Auf Wunsch wird der be⸗ zahlte Betrag gegen Rückgabe der Billette bis Dienstag, den 31. Ja⸗
nuar, an der Kasse des Deutschen Theaters zurückerstattet. — In der morgigen Aufführung von „König Oedipus“ im Zirkus Schumann
Perpignan
Helsingfors
1 (W. T. B.) Der ehemalige ko Prinz Tschinpomii wurde heute in seiner Wohnung erhängt aufgefunden. Er hinterließ einen Brief an den früheren Kaiser von Korea und 2500 Rubel zur Deckung der Kosten seiner Beerdigung. 8
St. Petersburg, 26. Januar. Gesandte
92
8 v koreanische 752,6 WNW 2 wolkenl.
——
777,0 OSS 2
Beatum, 27. Januar. (W. T. B.) Hier herrschen un licher Schneefall und Schneeverwehungen, viele Häuser sind unter der Schneelast ei leben ist zu beklagen.
8 Das 125. Jugendkonzert findet am Sonntag, den 5. Fe⸗
bruar, Nachmittags 2 ½ Uhr, in der Philharmonie statt. Auf⸗ geführt werden „Die Jahreszeiten“ von Haydn. Den Simon singt Herr Egon Söhnlin, die Hanne Frau Adelheid Pichert und den Lukas Herr Willy Merkel, letztere beiden sind Mitglieder der
Komischen Oper. Ferner wirken der Mozartchor und die Kapelle des Eisenbahnregiments mit. Dirigent ist Herr Max Battke. Einlaß⸗ karten erhalten die Schüler zu ermäßigten Preisen durch ihre Schulen. An der Kasse kosten alle Plätze gleichmäßig 1 ℳ für Schüler und
570,6 WSW 4 758,9 SO
Auch Verlust an 2 er Verkehr ist eingestellt worden.
Dunroßneß
bed. 7239 WSW 3 bedeckt 762,8 NS bedeckt
(5 Uhr Abends) Portland Bill Rügenwalder⸗
Mitteilungen des Königlichen Aöronautischen Observatoriums,
veröffentlicht vom Berliner Wetterbureau. Drachenaufstieg vom 26. Januar 1911, 8 ¾ — 9 ¾ Uhr Vormittags:
vorwiegend heiter
[72954] Aufgebot und Zahlungssperre.
774,9 SSW 2 bedeckt
Ein Maximum über 775 mm breitet sich, wenig verändert, r⸗ rankreich bis Bayern aus; eine schnell ostwärts verlagerte Depreft egt über Innerrußland, ein Minimum unter 735 mm im heol Norden, eine andere flache Depression nordwestlich von Schottla — In Deutschland ist das Wetter bei mäßigen, meist westlic Winden trübe, mild und im Osten 89
meldet, gestern bei der Uraufführung in der Dresdener Hofoper unter der musikalischen Leitung des eralmusikdirektors von Schuch einen großen, von Akt zu Akt sich steigernden Erfolg. Das Haus war voll besetzt. Richard Strauß, Hugo von Hofmannsthal, Ernst von Schuch und die Mitwirkenden wurden wiederholt gerufen. Die In⸗ tendanten und Direktoren vieler deutscher und auswärtiger Theater waren erschienen; desgleichen war die Presse des In⸗ und Auslandes
.122 m 500 m 1000 m 1130 m Temperatur (C 0 V Rel. Fchtgk. 2% Wind⸗Richtung.
„Geschw. mps 13 — 14 Himmel ganz bedeckt, untere Wolkengrenze in 270 m Höhe.
W VWNWVWNW
1. Untersuchungssachen.
2. Aufgebote, Verlust⸗ und Fundsachen, Zustellungen u. dergl.
3. Verkäufe, Verpachtungen, Verdingungen ꝛc. 4. Verlosung ꝛc. von Wertpapieren.
5. Kommanditgesellschaften auf Aktien u. Aktiengesellschaften.
Offentlicher Anzeig
Preis für den Raum einer 4gespaltenen Petitzeile 30 ₰.
6. Erwerbs⸗ und Igesen enossenschaften. 7. Niederlassung ꝛc. von *
8. Unfall⸗ und Invaliditäts⸗ ꝛc. Versicherung. 9. Bankausweise. 8 10. Verschiedene Bekanntmachungen.
tsanwälten.
1) Untersuchungssachen.
[92721] Steckbrief. Gegen den unten beschriebenen Händler Oskar Puhlmann, früher Berlin, Goßlerstraße 28, wohn⸗ haft, welcher sich verborgen halt, ist die Unter⸗ suchungshaft wegen Notzucht und Vornahme unz. Handlungen verhängt. Es wird ersucht, denselben zu verhaften und in das Untersuchungsgefängnis in Berlin, Alt⸗Moabit 12a, abzuliefern sowie zu den Uieseen Akten 24 J. Nr. 1435. 10 sofort Mitteilung zu machen. 9 Berlin, den 19. Januar 1911. “ Der Untersuchungsrichter 11 bei dem Königlichen Landgericht I. Beschreibung: Alter: 34 Jahre.
[93058] Fahnenfluchtserklärung. In der Untersuchungssache gegen den zur Dis⸗ position der Ersatzbehörden entlassenen Musketier Anton Janowski a. d. L.⸗B. I Dortmund, wegen Fahnenflucht, wird auf Grund der §§ 69 ff. des Militärstrafgesetzbuchs sowie der §§ 356, 360 der Militärstrafgerichtsordnung der Beschuldigte hier⸗
durch für fahnenflüchtig erklärt. Münster, den 25. Januar 1911. Gericht der 13. Division.
[93063 Fahnenfluchtserklärung. In der Untersuchungssache gegen den Musketier Heinrich Jenny, 6/166, geboren 3. 12. 1889 in Mülhausen i. E., wegen Fahnenflucht, wird auf Grund der 69 ff. des Militärstrafgesetzbuchs sowie der §§ 356, 360 der Militärstrafgerichtsordnung der
Beschuldigte hierdurch für fahnenstäüchtig erklärt. Straßburg i. Els., den 21. Januar 1911 Gericht der 31. Division.
[93059) Fahnenfluchtserklärung. In der Untersuchungssache gegen den Musketier Wilhelm Dahm der 2. Kompagnie Inf.⸗Regts. Graf Werder (4. Rhein.) Nr. 30, wegen Fahnen⸗ flucht, wird auf Grund der §§ 69 ff. des Militär⸗ strafgesetzbuchs sowie der §§ 356, 360 der Militär⸗ strafgerichtsordnung der Beschuldigte hierdurch für fahnenflüchtig erklärt. Trier, den 24. Januar 1911. 8 Gericht der 16. Division.
[93060] Fahnenfluchtserklärung. In der Untersuchungssache gegen den Musketier
Wilhelm Josef Sistermann der 6. Komp. 8. Rhein. nf.⸗Rgts. Nr. 70, wegen Fahnenflucht, wird auf
8 Grund der §§ 69 ff. des Militärstrafgesetzbuchs sowie
der §§ 356, 360 der Militärstrafgerichtsordnung der Beschuldigte hierdurch für fahnenflüchtig erklärt
Trier, den 24. Januar 1911. “ Gericht der 16. Division.
“
[93062] Kgl. Württ. Gericht der 26. Division. Ie ist die unter dem 17. November 1910 segen den am 25. Juli 1890 in Böhringen, Oberamts Arach, geborenen Rekruten Johannes Dangel wegen
Stuttgart, Ludwigsburg, Der Gerichtsherr: 8 Frhr. von Soden, Schrag, Generalleutnant Kriegsgerichtsrat.
d Divisionskommandeur.
den 24. Januar 1911.
2) Aufgebote, Verlust⸗ u. Fund⸗
sachen, Zustellungen u. dergl.
[92133]
Heerzogliches Amtsgericht Braunschweig hat heute
folgendes Aufgebot erlassen: Der Agent August Grube in ünster i. Westf. hat das Aufgebot des Anteilscheins Serie 5808 Nr. 17 der Braunschweigi⸗ schen Prämienanleihe beantragt. Der Inhaber der Urkunde wird aufgefordert, spätestens in dem auf den 18. Oktober 1911, Vormittags 10 Uhr, vor
Feaerschmer am
termin seine Rechte anzumelden und die Urkunde
vorzulegen, widrigenfalls die Kraftloserklärung der
Urkunde erfolgen wird. Zugleich wird wegen dieser
in der Ziehung vom 30. Juni 1910 gezogenen Prämien⸗ anleihe die Zahlungssperre verfügt und an Herzogliches Finanzkollegium hier das Verbot erlassen, an den Inhaber eine Leistung zu bewirken.
Braunschweig, den 19. Januar 1911.
Der Hö Herzoglichen Amtsgerichts. 13.
: Ad. Knigge, Gerschr.⸗Aspirant.
I73677]
Die Erben der am 8. März 1910 in Glauchau
verstorbenen Amalie Auguste verw. Richter, verw. gew. Päßler, geb. Hahn, haben das Aufgebot der Prioritätsaktien des Steinkohlenbauvereins Hohndorf i Glauchau Nr. 2731, 3070, 3071, 3072 und 3073
über je 300 ℳ, ausgegeben unter dem 1. Juli 1880,
beantragt. Der oder die Inhaber dieser Urkunden
werden aufgefordert, spätestens in dem auf den 3. Juni 1911, 11 Uhr Vormittags, bei dem unterzeichneten Gericht stattfindenden Aufgebotstermine
ihre Rechte bei diesem Gerichte anzumelden und die
Urkunden vorzulegen, widrigenfalls die Kraftlos⸗ gigigt en Urkunden erfolgen wird. 5
den 8. November 1910. Der Revierförster a. D. Wilh. Sehrwald in Ssr
Eicklingen b. Celle, vertreten durch die Rechtsanwälte Dres. Naumann und Holste in Celle als Prozeß⸗
bevollmächtigte, hat das Aufgebot der 3 ⅛ prozentigen
Schuldverschreibung der s Hannover III. Aus⸗ abe 6. Reihe Buchstabe C Nr. 4815, ausgestellt nter dem 1. Dezember 1889 über 500 ℳ, beantragt. Der Inhaber der Urkunde wird aufgefordert, spätestens n dem auf Dienstag, den 30. Mai 1911, Vormittags 10 ½ Uhr, vor dem unterzeichneten Gericht, am Clevertore 2, Zimmer 38, anberaumten Aufgebotstermine seine Rechte anzumelden und die ürkunde vorzulegen, widrigenfalls die Kraftloserklärung er Urkunde erfolgen wird. Zugleich wird der Aus⸗ “ .
dem Landesdirektorium der
über ℳ
zu Marchienne au Pont,
zahlbar waren.
dieser weiter auf die / in Nürnberg giriert,
92779 92
nigliches Amtsgericht Lichtenstein,
nete
stellerin der Urkunde, der Provinz Hannover bezw⸗ Provinz Hannover, gemäß 1019 perboten, an den Inhaber des genannten ertpapiers eine Leistung zu bewirken, inshesondere neue Zinsscheine oder einen Erneuerungsschein aus⸗ geben. Dieses Verbot findet auf den oben genannten ntragsteller keine Anwendung. Hannover, den 18. November 1910.
Königliches Amtsgericht. 35.
[93093] Bekanntmachung. Abhanden gekommen Nom. ℳ 4000,— Deutsche Tiefbohr⸗Aktien Nr. 5749 — 5752 mit Dividenden⸗ scheinen pro 1910 u. ff.
Berlin, den 26. Januar 1911.
Der Polizeipräsident. IV. E.⸗D.
[92776] Aufgebot. Herrn Journalisten Johannes Schmidt in Stolp, omm., ist der von uns auf sein Leben ausgestellte ersicherungsschein Nr. 626 780 vom 26. April 1910
30002” abhanden gekommen. Der Inhaber der Urkunde wird aufgefordert, sich binnen 4 Monaten ab heute bei uns zu melden, widrigenfalls die Urkunde für kraftlos erklärt und neu ausgefertigt werden wird.
Stettin, den 25. Januar 1911. Germaniag“
Lebens⸗Versicherungs⸗Aktien⸗Gesellschaft zu Stettin. [92143] Aufgebot.
Die L'Auto Metallurgique, Société Anonyme 1 Belgien, vertreten durch
errn Generaldirektor Lehmann — Bevollmächtigte: echtsanwälte Dr. Dechamps und Dr. Schumacher zu Aachen —, hat das Aufgebot folgender Wechsel beantragt, nämlich: Nr. 2764 über ℳ 1500, ausgestellt am 30. Juli,
fällig am 19. November 1910,
Nr. 2765 über ℳ 1000, ausgestellt am 30. Juli,
fällig am 19. November 1910,
Nr. 2766 über ℳ 1000, ausgestellt am 30. Juli,
fällig am 19. November 1910,
Nr. 2767 über ℳ 1000, ausgestellt am 30. Juli,
fällig am 23. November 1910,
Nr. 2768 über ℳ 1500, ausgestellt am 30. Juli,
fällig am 23. November 1910,
Nr. 2769 über ℳ 1460,10, ausgestellt am 30. Juli,
fällig am 23. November 1910,
die von der Antragstellerin ausgestellt, Deutsche Metallurgique Gesellschaft mit beschränkter Haftung zu Aachen gezogen, von dieser auch und bei der Bergisch Märkischen Bank in Aachen Die Inhaber der Urkunden werden aufgefordert, spätestens in dem auf den 18. Sep⸗ tember 1911, Vormittags 11 Uhr, vor dem unterzeichneten Gericht anberaumten Aufgebotstermine ihre Rechte anzumelden und die Urkunden vorzulegen, widrigenfalls die Kraftloserklärung der Urkunden er⸗ 5 wird.
achen, den 17. Januar 1911.
Königliches Amtsgericht. Abteilung 9. 3
[84411] Aufgebot.
Die Firma Georg Benda in Nürnberg, vertreten durch die Rechtsanwälte Dr. Teutsch und Regels⸗ berger in Nürnberg, hat das Aufgebot eines ver⸗
nichteten Wechsels an eigene Order vom
1909 über 81 ℳ, Ausstellerin die Firma Tabak⸗ und Zigarettenfabrik „Tunis“ H. Buterfas in Dresden, ezogen auf F. Demmler in Mittweida (Markers⸗ — von diesem auch akzeptiert, stellerin auf die Firma Timmroth und Puruckher in Dresden, von dieser auf die Antragstellerin und von irma Dexter und Birkmann eantragt. Der Inhaber der Urkunde wird aufgefordert, spätestens in dem auf den 12. Juli 1911, Vormittags ½12 Uhr, vor dem unterzeichneten Gerichte anberaumten Auf⸗ gebotstermine seine Rechte anzumelden und die Ur⸗ kunde vorzulegen, widrigenfalls die Kraftloserklärung der Urkunde erfolgen wird. Schwarzenberg,
—
[92100] Das Herzogliche Amtsgericht Riddagshausen hat
heute folgendes Aufgebot erlassen:
August 8
Pape in Obe
r⸗Sickte, —
(365 1v 34. 11.)
19. Oktober 19. Dezember
von der Aus⸗
den 21. Dezember 19 Königlich Sächs. Amtsgericht.
Antrag des Herrn Oberlandesgerichtsprä denten in Posen werden alle diejenigen, welche eine Forderung aus der Amtsführung des Gerichtsvoll⸗ ziehers Brenig in Birnbaum, dem die von ihm bestellte Amtskaution zurückgegeben werden soll, haben, ohne daß aus den Akten ersichtlich ist, daß die Forderung besteht oder noch unbezahlt ist, auf⸗ gefordert, ihre Ansprüche spätestens in dem auf den 20. Mai 1911, Mittags 12 Uhr, vor dem unterzeichneten Gericht, Zimmer Nr. 6, anberaumten Aufgebotstermine anzumelden, widrigenfalls sie mit ihren Ansprüchen an die Amtskaution werden aus⸗ geschlossen und lediglich an diejenigen werden ge⸗ wiesen werden, mit denen sie einen Vertrag geschlossen oder die die ihnen zu leistende Zahlung in Empfang genommen haben, ohne sie zu befriedigen. Birnbaum, den 17. Januar 1911. Könißliches Amtsgericht.
[93068] Aufgebot. Der Oberlandesgerichtspräsident i das Aufgebot der von dem Gerichtsvollzieher Julius Erber bei den Amtsgerichten in Rybnik Kattowitz bestellten Amtskaution von 600 ℳ, be⸗ stehend aus den Schuldverschreibungen der Preußischen konsolidierten 3 ½ prozentigen Staatsanleihe von 1886 Lit. Nr. 62 858 und 64 371 über je 300 ℳ nebst Zinsscheinen Reihe III Nr. 17 bis 20 sowie Zins⸗ erneuerungsscheinen Nr. IL, die bei der Justizhaupt⸗ kasse in Breslau unter Depositalmanual Band VI. Nr. 2057 verwahrlich niedergelegt ist, Alle welche Ansprüche auf die vorbezeich⸗ aution erheben, werden aufgefordert, spätestens in dem auf den 14. März 1911, 12 Uhr, vor dem unterzeichneten Gericht, Zimmer Nr. 3, anberaumten Aufgebotstermine ihre Ansprüche anzumelden, anderenfalls werden sie mit ihren An⸗ sprüchen ausgeschlossen werden. — 6. F. 1/11. — Kattowitz, den 13. Januar 1911. Königliches Amtsgericht
n Breslau hat
Der Ackermann als eingetragener
Eigentümer des in Nieder⸗Sickte belegenen, im Grundbuche von Nieder⸗Sickte Band 1 Blatt 10 eingetragenen Halbspännerhofes No. ass. 14 nebst Bestandteilen, hat das Aufgebot zum Zwecke der Ausschließung der Gläubiger folgender Grundlasten, die auf dem angegebenen Grundbuchblatte in Ab⸗ teilung III unter Nr. 1 und 2 eingetragen sind, beantragt:
1) 20 ℳ 06 ₰ Allodifikationskapital für die Ge⸗ brüder von Cramm⸗Sambleben zu 4 % Finsen. vom 25. Juni 1845 an gerechnet, und wird dabei bemerkt, daß dieses Kapital als Surrogat der allodifizierten Afterlehnsberechtigung zu betrachten und zugunsten des Durchlauchtigsten Hauses Braunschweig als Ober⸗ lehnsherrschaft dem Lehnsverbande annoch unter⸗ worfen ist. Laut Rezesses vom 26. November 1840 eingetragen am 9. März 1841.
2) 240 ℳ 75 ₰, die nach § 20 des Lehns⸗ ablösungsgesetzes exentuellen Entschädigungsansprüche zu 240 ℳ 75 ₰ für Johann Heinrich Conrad Christian Curland zu Destedt, Johann Heinrich Christoph Curland zu Riddagshausen, Jürgen 8 Curland zu Veltheim a. d. Ohe, Franz
einrich Daniel Curland daselbst, Johann Conrad
Hermann Curland zu Hötzum, Johann Conrad †
Curland zu Hötzum, Johann Heinrich Friedrich Curland zu Hötzum und deren lehnsfähige Deszen⸗ denten. Laut Rezesses vom 26. November 1840 .. am 9. März 1841.
Die Gläubiger der fraglichen Lasten werden auf⸗ gefordert, spätestens in dem auf den 23. März 1911, 11 Uhr Vormittags, vor dem Herzog⸗ lichen Amtsgerichte Riddagshausen in Braunschweig, Wilhelmstraße 53, Zimmer Nr. 6, anberaumten Aufgebotstermine ihre Rechte anzumelden, widrigen⸗ 8 die Ausschließung mit ihren Rechten erfolgen wird.
Braunschweig, den 18. Januar 1911.
Der Gerichtsschreiber Herzoglichen Amtsgerichts Riddagshausen: H. Angerstein.
[92781]
Herzogliches Amtsgericht Gandersheim hat nach⸗ stehendes Aufgebot erlassen: Die Witwe des Bahn⸗ wärters Wilhelm Bertram, Wilhelmine geb. Köhler, in Billerbeck, vertreten durch den Rechtsanwalt Lungershausen hierselbst, hat das Aufgebot der im Grundbuche von Billerbeck Band I Platt 15 bei dem Anbauerwesen No. ass. 2 daselbst in Abtei⸗ lung III unter Nr. 3 auf Grund der Obligation vom 8. September 1863 für den Schmiedemeister Heinr. Arnecke in Billerbeck eingetragenen, mit 3 ½ % verzinslichen Darlehnshypothek von 100 Talern = 300 ℳ gemäß § 1171 B. G.⸗B. beantragt. Sie hat eidesstattlich glaubhaft gemacht, daß ihr die Erben zum Teil unbekannt sind, und hat das Kapital bei Herzoglicher Leihhausadministration Gandersheim hinterlegt. Der Gläubiger der Hypothek wird auf⸗ gefordert, spätestens in dem auf den 27. April 1911, Vormittags 10 Uhr, vor dem Herzog⸗ zoglichen Amtsgerichte Gandersheim, Zimmer Nr. 2, anberaumten Aufgebotstermine seine Rechte anzu⸗ melden, widrigenfalls das Ausschlußurteil erfolgen wird. Nach Erlassung des Ausschlußurteils erlischt das Recht des Gläubigers auf den hinterlegten Be⸗ trag mit dem Ablauf von 30 Jahren, wenn nicht 72 See sich vorher bei der Hinterlegungsstelle meldet.
Gandersheim, den 21. Januar 1911.
Der Gerichtsschreiber Herzoglichen Amtsgerichts:
J. V.: Grote, Gerichtsschreiberaspirant.
[92780] Herzogliches Amtsgericht Braunschweig hat nach⸗ stehendes Aufgebot erlassen: Die Stadt Braunschweig hat im Wege der Zwangsenteignung zum Ausbau des Bienroder Weges folgende Frundstücke erworben:
I. von dem Kaufmann Bernhard Foehring hier⸗ selbst a. von dem diesem gehörenden, im Schweine⸗ pfuhl (am Bienroder Wege) belegenen Plan Nr. 79 Blatt VII Hagen die auf der Vermessungsbescheini⸗ gung vom 21. Januar 1910 mit ab c d a um⸗ schriebene Teilfläche zu 8 a 37 qm zum Preise von 5635,60 ℳ, b. von dem daselbst belegenen Plan Nr. 78 b Blatt VII Hagen die auf der genannten Vermessungsbescheinigung mit d o f e d und g h i k 8 umschriebenen Teilflächen zu 2 a 22 qm bezw. 85 qm zum Preise von zusammen 1774,85 ℳ, c. von dem daselbst belegenen Plan Nr. 78a Blatt VII Hagen die auf der genannten Vermessungs⸗ bescheinigung mit i klmnii umschriebene Teil⸗ fläche zu 4 a 09 qm zum Preise von 2243,85 ℳ,
II. von dem Bäckermeister Heinrich Beck hierselbst von dem diesem gehörenden, daselbst belegenen Plan Nr. 77 Blatt VII Hagen die auf der bezeichneten Vermessungsbescheinigung mit qr s t 0 q um⸗ schriebene Teilfläche zu 4 a 88 qm zum Preise von 2590 ℳ.
Zur Auszahlung dieser Entschädigungskapitale nebst 4 % Zinsen seit dem 1. März 1910 ist Termin auf den 19. April 1911, Vormittags 11 Uhr, vor dem unterzeichneten Gericht, Zimmer Nr. 20, bestimmt, zu welchem die Realberechtigten behufs Anmeldung ihrer Ansprüche an die abgetretenen Grundflächen und die zu zahlende Entschädigung bei Vermeidung des Ausschlusses ihrer Rechte hiermit geladen werden.
Braunschweig, den 10. Januar 1911.
Der Gerichtsschreiber Herzogl. Amtsgerichts, 23: Rollwage. [92408] Sens eiiheeerts 1e
Auf Antrag 1) des Söldners Michael Kirchdörfer in Berolzheim als Pflegers des Paul Fellner von Berolzheim, 2) des Gemeindedieners Andreas Maurer in Döckingen als Pflegers des Johann Georg Deuter von Döckingen, 3) des Bauern Georg Zäh in Mein⸗
heim als Pflegers des Christian Albrecht von Mein⸗
heim, 4) des Söldners Georg Wengner in Gnotz⸗ heim als Pflegers des Franz Anton Wengner von dort, 5) des Abraham Löwensteiner in Berolzheim als Bruders des Heinrich Löwensteiner von Berolz⸗ heim, Wiäst das Kgl. Amtsgericht Heidenheim, Bayern, folgendes Aufgebot: 1) an Paul Fellner, geb. am 24. November 1819 zu Berolzheim, von 14 Leben seit dem Jahre 1860 keine Nachricht mehr vorliegt, 2) an Johann Georg Deuter, geb. 896 8
am 15. Dezember 1815 in Döckingen, von dessen Leben seit dem Beginne des Jahres 1843 keine Nachricht mehr eingegang n ist, 3) an Christian Albrecht von Meinheim, geb. am 10. Juli 1818 zu Meinheim, von dessen Leben seit dem Beginne des Jahres 1848 keine Nachricht mehr eingegangen ist; 4) an Franz Anton Wengner von Gnotzheim, e8. am 27. April 1848 zu Gnotzheim, von dessen Leben seit dem Be⸗ ginne des Jahres 1871 keine Nachricht mehr ein⸗ gegangen ist, 5) an Heinrich Löwensteiner von Berolzheim, geb. am 5. April 1873, von dessen Leben seit dem Beginne des Jahres 1893 keine Nach richt mehr eingegangen ist, ergeht die Aufforderung, sich spätestens im Aufgebotstermine zu melden, widrigenfalls die Todeserklärung erfolgen wird. An alle, welche Auskunft über Leben oder Tod der Ver⸗ schollenen zu erteilen ö“ ergeht die Aufforde⸗ rung, spätestens im Aufgebotstermin dem Gericht Anzeige zu machen. Als Aufgebotstermin ist be⸗ stimmt Freitag, der 22. September 1911, Vormittags 9 Uhr, im Sitzungssaale des Kgl. Amtsgerichts Heidenheim, Bayern. Heidenheim, den 23. Januar 1911. Gerichtsschreiberei des Kgl. Amtsgerichts.
[93071] Berichtigung eines Aufgebots. 1 Das Aufgebot vom 19. Januar 1910 wird dahin berichtigt, der Antrag auf Todeserklärung gegen die Juliane Minser, ₰ am 23. September 1827 zu Wachenheim a. H. als Tochter von Wilhelm Minser, geht. Die Verschollene wird aufgefordert, sich spätestens in dem auf 23. September 1911, Vormittags 9 Uhr, vor dem unter⸗ fertigten Gericht anberaumten Aufgebotstermine zu melden, widrigenfalls die Todeserklärung erfolgen wird. An alle, welche Auskunft über Leben oder Tod der Verschollenen zu erteilen vermögen, ergeht die Aufforderung, spätestens im Aufgebotstermine dem Gericht Anzeige zu machen. Bad⸗Dürkheim, den 24. Januar 1911
K. Amtsgericht. 8
[92782 Aufgebot. 1b 1 Nr. 920. Der zum Abwesenheitspfleger bestellte Tüncher Johann Stumpf in Neckargemünd hat beantragt, den verschollenen Schiffer Philipp Bing, geboren am 8. November 1873 zu Neckargemünd, zuletzt wohnhaft dortselbst, für tot zu erklären. Der bezeichnete Verschollene wird aufgefordert, sich spä⸗ testens in dem auf Freitag, den 17. März 1911 Vormittags 9 ⅛ Uhr, vor dem unterzeichneten Gericht, Abteilung V, Zimmer Nr. 4, anberaumten Auf⸗ gebotstermine zu melden, widrigenfalls die Todes⸗ erklärung erfolgen wird. An alle, welche Auskunft über Leben oder Tod des Verschollenen zu erteilen vermögen, ergeht die Aufforderung, spätestens im Aufgebotstermine dem Gericht Anzeige zu machen. Heidelberg, den 19. Januar 1911. Der ö Großh. Amtsgerichts:
(L. S.) Siebenhaar.
8b eeia gSge “ [92785] Aufgebot.
Der Bauer Christian Hengstler in Aldingen hat beantragt, den verschollenen Johannes Hengstler, eboren am 27. Dezember 1859 zu Aldingen, O.⸗A.
paichingen, Sohn des † Johannes Hengstler, Bauers in Aldingen, und der † Ursula geb. IJrion in Aldingen, zuletzt wohnhaft in Aldingen, O.⸗A. Spaichingen, für tot zu erklären. Der bezeichnete Verschollene wird aufgefordert, sich spätestens in dem auf Mittwoch, den 20. September 1911, Nachmittags 3 Uhr, vor dem unterzeichneten Gericht eAAb. Aufgebotstermine zu melden, widrigenfalls die Todeserklärung erfolgen wird. An alle, welche Auskunft über Leben oder Tod des Ver⸗ schollenen zu erteilen vermögen, ergeht die Auffordex-.. rung, spätestens im Aufgebotstermine dem Gericht ’. Anzeige zu machen. 8
Spaichingen, den 24. Januar 1911.
Königl. Amtsgericht. Hartmann, G.⸗Ass.
[93069ö) Aufgebot. 1 “ Der Geschäftsmann Jakob Grobholz in Zwei⸗ brücken hat als Bevollmächtigter von Jakob Wanne⸗ macher jr., Hüttenarbeiter in Wolfersheim, sowie als Pfleger der nachgenannten Abwesenden Jakob Horch und Luise Horch Aufgebotsverfahren zum Zwecke der Todeserklärung beantragt bezüglich der Verschollenen: I. Luise Horch, geb. Wolf, ohne Gewerbe, geboren zu Wolfersheim am 25. Februar 1837, Ehefrau des am 10. Juli 1827 auf dem Rosenhof bei Buben⸗ hausen geborenen, früher in Wattweiler wohnhaft gewesenen und im Jahre 1901 für tot erklärten Schäfers Jakob Horch, Tochter der zu Wolfersheim wohnhaft gewesenen und daselbst verlebten Schneiders⸗ eheleute Daniel Wolf jr. und Katharina geb. Hoff⸗ mann, II. der Kinder der Luise Corch vorgenannt: a. Jakob Horch, geb. am 22. September 1861 zu Wattweiler, b. Luise Horch, geboren am 13. Mai 1869 daselbst, alle zuletzt wohnhaft in Wattweiler, z. Zt. unbekannt wo abwesend. Spätestens im Auf⸗ gebotstermine vom Mittwoch, den 20. September 1911, Vormittags 9 Uhr, vor dem unterzeich⸗ neten Gericht haben die Abwesenden sich zu melden, widrigenfalls die Todeserklärung erfolgen wird, und haben alle, welche Auskunft über Leben oder Tod der Verschollenen zu erteilen vermögen, hierher Anzeige zu machen. G 4 Zweibrücken, den 25. Januar 1911. 1 Kgl. Amtsgericht.
[88152] Aufforderung an die Erben, Vermächtnis⸗ nehmer und Gläubiger eines Ausländers. Am 22. Juli 1910 ist die preußische Staats⸗ angehörige Frau Margarethe Braun, geb. Güter⸗ mann, -e meseehe (vor ihrer Verehlichung nach Rafz, Kanton Zürich, zuständig gewesen) lietziger Zu⸗ ständigkeitsort nicht bekannt], in Wien XIII. Auhof⸗ straße 66a, woselbst sie ihren ordentlichen Wohnsitz hatte, ohne Hinterlassung einer letztwilligen Anordnung verstorben. Gemäß §§ 137, 138 Kais. Pat. v. 9. August 1854 R.⸗G.⸗Bl. Nr. 208 werden alle Erben, Ver⸗ mächtnisnehmer und Gläubiger, die österreichische Staatsbürger oder hierlands sich aufhaltende Fremde sind, aufgefordert, ihre Ansprüche an den Nachlaß längstens bis 1. Februar 1911 beim gefertigten .““ ““ “
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