Farmer selbst stehen gesellschaftlich und wirtschaftlich höher und leben im ganzen in besseren Verhältnissen. Ihr Landbesitz ist durchschnitt⸗ lich kleiner, aber verhältnismäßig mehr angebaut, und der Arbeiter⸗ bedarf ist hier wie dort sehr gering und nur zur Ernte⸗ und Dresch⸗ zeit stärker.
Gesundheitswesen, Tierkrankheiten und Absperrungs⸗ maßregeln.
Die deutsche Gesellschaft zur Bekämpfung der Geschlechtskrankheiten wird am 9. und 10. Juni ihre Jahres⸗ versammlung in Dresden abhalten. Dis Segrüsänng findet am 9., Abends, im Palmengarten statt. An wissenschaftlichen Fragen steht die Diskussion über die „sexuelle Abstinenz und ihre Einwirkung auf die Gesundheit“ auf dem Programm, deren Referenten Geheimer Medizinalrat, Professor Dr. Eulenburg⸗Berlin und Privatdozent Dr. Löwenfeld⸗München sind. Am Nachmittag des 10. Juni wird Herr Professor Dr. Blaschko⸗Berlin über die „Unterdrückung der Schutzmittel gegen die Geschlechtskrankheiten durch Gesetzgebung und Rechtsprechung“ referieren. Daneben werden die Teilnehmer der Ver⸗ sammlung Gelegenheit haben, sich mit den von der Gesellschaft aus⸗ gestellten Sammlungen, die innerhalb der Internationalen Hygiene⸗ ausstellung die Sondergruppe Geschlechtskrankheiten bilden, bekannt zu machen.
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Oest erreich. Die K. K. Seebehörde in Triest hat verfügt, daß, nachdem in
Fräulein Steinsieck sowie die Herren Kraußneck, Staegemann, Geisen⸗ dörfer, Vallentin und Mannstadt spielen die Hauptrollen.
Die Erstaufführung von „Sommerspuk“ im Lessingtheater beginnt morgen um 8 Uhr, die weiteren Vorstellungen fangen um 8 Uhr 20 Minuten an.
Im Thaliatheater wird morgen „Polnische Wirtschaft“ 8 86 Male gegeben. Das Stück bleibt auch weiter auf dem Spielplan.
Mannigfaltiges.
Berlin, 1. Juni 1911.
Vom Ausbau der Jungfraubahn läßt sich die „N. Zürcher Ztg.“ aus Grindelwald berichten: Hoch oben unter den mäͤchtigen silberweißen Firnen des Mönch;, an seiner Westflanke gegen das Jungfraujoch, wird gegenwärtig am Vortrieb des Tunnels gearbeitet. Der Haupttunnel Eismeer⸗Jungfraujoch steht heute hei km 8,630 nur noch 670 m von der künftigen Station Jungfraujoch entfernt; eine kurze Spanne Zeit, und die Jungfraubahn wird den Bergfreund auch zu dieser grandiosen Stelle der Firnenwelt mühelos emporheben. Zurzeit ist man eben daran, bei km 8,530 des Haupttunnels einen breiten Materialstollen gegen die Nordseite hinauszutreiben. Anpittoreskem Kontrast und wunderbarer Aussicht wird dieser Ausgang wohl seines⸗ gleichen suchen: Genau dem herrlichen Schneehorn der majestätischen Jung⸗ frau gegenüber und auf gleicher Höhe (3410 m), in unmittelbarster Nähe der furchtbaren Eisabstürze des Jungfraujochs und Kühlauenengletschers, liegt schon tief unten der wild zerklüftete „Guggifirn“ mit der alten,
8
Wiesbaden, 31. Mai. (W. T. B.) Die Ausstellung aus⸗ gewählter Entwürfe für das Bismarck⸗Nationaldenkmal auf der Elisenhöhe bei Bingerbrück ist heute durch einen Festakt im Großen Saale des Kurhauses eröffnet worden. Der Oberbürger⸗ meister Dr. von Ibell und der Geheime Regierungsrat, Professor Dr. Schmid⸗Aachen als Vertreter des Kunstausschusses hielten An⸗ sprachen. Die Ausstellung findet im Paulinenschlößchen statt und enthält von den zum Wettbewerb eingegangenen 379 Entwürfen eine “ tais. Am heöht wird die Entscheidun über die Ausführung erfolgen. Die Ausstellung ist vom 1. dem Publikum zugänglich. .“ üer
8
Aachen, 31. Mai. (W. T. B.) Wie die Erdbebenstation mit⸗
teilt, ist ein dritter, ziemlich heftiger Erdstoß heute früh 3 Uhr 8 Min. 6 Sek. mit einer Bewegung von 10 Sekunden Dauer ler obachtet worden. Die beiden letzten Erdstöße wurden in Aachen und Umgegend verspürt. Das Epizentrum liegt in der Stadt Aachen.
München, 31. Mai. (W. T. B.) Die neunzehnte Jahres⸗ versammlung des Verbandes Deutscher Elektrotechniker hat 11. die nächste Jahresversammlung Leipzig zum⸗Versammlungsort gewählt. 4
Dresden, 31. Mai. (W. T. B.) Heute nachmittag wurde auf der Internationalen Hygieneausstellung der italienische
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Pavillon in Gegenwart Seiner Majestät des Königs, des
italienischen Botschafters in Berlin Pansa, des diplomatischen Korps, der Staatsminister, der Spitzen der staatlichen und städtischen
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Qualität
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den 1. Juni
mittel
gut
Gejahlter Preis für 1 Doppelientner
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Verkaufte Menge
Doppelzentner
zum Deutschen Reichsanzeiger und Königlich Preußischen Sta
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Doppelzentne (Preis 824,834
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Smyrna neue Cholerafälle festgestellt worden sind, die Her⸗ berühmten Guggihütte am Gletscherborde. Darüber hinaus, noch tiefer, Beho sowie zahlreicher T jesigen italienische künfte von dort den Bestimmungen des seebehördlichen Rundschreibens leuchten die saftig grünen Matten der Wengeralp und der tief einge⸗ deaerr, ee 1111 88 8 Breslau vom 12. August 1904, Nr. 12 468, entsprechend zu behandeln sind. schnirtenen Täler der weißen Lütschine, noch viel weiter hinaus schweift der der König an den italienischen Botschafter und bat ihn, dem König 11.“ Frankenstein i. Schl. (Vergl. „R.⸗Anz.“ vom 1. Dezember 1904, Nr. 283.) Blick bis zu den blauen Höhen des Jura und des fernen Schwarzwaldgebiets; Italien seinen lebhaften Dank dafür zu übermitteln, daß die italienische Lüben i. Schl... China. eae sind 8 dieser Stollenbrust ja, schon 200 m höber als der Titlis⸗ Regierung sich so schnell bereit gefunden habe, sich an der Aus⸗ Halberstadt. Kaiserliche Konsulat in Amoy hat unterm 8. d. M. gipfel; Won vem Stollen sind 62 88 gebohrt, nochmals foviel bleibt stellung zu beteiligen. Er wisse dies um so mehr zu würdigen, als Eilenburg. 19,75 20,00 20,20 vorhergesehenes auf Mitte nächsten Monats zu erwarten sein. Er bildet stellungen in Rom und Turin gerichtet sei. Er nehme diese Gelegen⸗ Goslarb.. 120 19,20 20,00
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Verordnung des Kaiserlichen Konsulats vom 26. Januar —
effend die gesundheitspolizeiliche Kontrolle der Paderborn.
1 vang, Antung, Tatungko, Dairen und Tschifu
menden und den Hafen von Amoy anlaufenden deutschen chiffe, wird hiermit aufgehoben.
ie Einfuhr von Lumpen, altem Papier, alten Leinewandsäcken,
gen mit Leichen sowie von trockener und feuchter Erde unterliegt
fernerhin den revidierten Bestimmungen der hiesigen vorläufigen
uarantäneregulationen vom 19. Juni 1894. (Vergl. „R.⸗Anz.“
Verdingungen.
aben über Verdingungen, die beim „Reichs⸗ und Staats⸗
n, können in den Wochentagen in dessen Expedition
br eingeseben werden.)
Oesterreich⸗Ungarn. 8. Juni 1911, 10 Uhr. K. K. Materialmagazinsleitung Salz⸗
hurg der Staatsbahnen: Versteigerung noch verwendbarer maschineller Einrichrungsgegenstände. Näheres bei der genannten Dienststelle und beim „Reichsanzeiger“.
Längstens 24. Juni 1911, 12 Uhr. K. K. Postökonomieverwal⸗ tung in Wien: Lieferung von Tuch, Leinen⸗ und Baumwollstoffen sowie Dienstkappen. Näheres bei der vorgenannten Stelle in Wien, I., Postgasse 17, und beim „Reichsanzeiger“. 8
28. Juni 1911, 12 Uhr. B „ggermeisteramt (Primera Casa Consistorial, Plaza de la Villa 5) in Madrid: Lieferung der Bleuohre und Bleiplatten für die städtische Wasserleitung für die Zeit bis zum 31. Dezember 1915. Vorläufige Sicherheitsleistung 1500 Peseten, endgültige 3000 Peseten. Näheres beim Sekretariat des Madrider Stadtrats (Secretaria del Excmo. Ayuntamiento, Negociado de Subastas) an Wochentagen von 12—2 Uhr Nach⸗ mittags sowie in spanischer Sprache beim „Reichsanzeiger“ und in der Redaktion der „Nachrichten für Handel und Industrie“. 18
Niederlande.
6. Juni 1911. Landbouwvereeniging in Emmercompascuum (Provinz Drenthe): Lieferung von Thomasschlackenmehl. Die Be⸗ dingungen sind für 5 Cents bei dem Schriftrführer des Vereins zu
erhalten. Bulgarien.
Kreisfinanzverwaltung in Sofia. 5. Juni 1911: Erneute Ver⸗ gebung von Eisenteilen für Waggonetts für die staatliche Kohlengrube in Pernik. (Vergl. „Reichsanzeiger“ vom 29. März 1911 Nr. 76.) Anschlag 33 100 Fr. Kaution 5 %. Die Lastenhefte, Verzeichnisse ꝛc. liegen an Werktagen in der Minenabteilung des Handels⸗ und Ackerbauministeriums sowie in der Direktion der betreffenden Kohlen⸗ grube zur Einsicht aus.
8
Theater und Musik.
Im Königlichen Opernhause gehen morgen als II. Vor⸗ stellung im Sonderabonnement des R. Wagner Zyklus „Die Meistersinger von Nürnberg“ in Szene. Herr Bachmann singt den Hans Sachs, Eva: Frau Böhm van Endert, Magdalena: Frau von Scheele⸗Müller, Walter Stolzing: Herr Berger, Beckmesser: Herr Krasa, David: Herr Sommer, Pogner: Herr Knüpfer, Kothner: Herr Bronsgeest. Dirigent: Herr Blech. Anfang 7 Uhr.
Im Königlichen Schauspielhause beginnt morgen der Wildenbruch⸗Zyklus mit des Dichters Trauerspiel „Der Mennonit“.
ein großes Ereignis für die Jungfraubahn, denn es wird der erste und letzte Stollen von der Station Eismeer bis zum Jungfraujoch sein. Von der ganzen Strecke Eismeer — Jungfraujoch sind heute rund schon drei Kilometer fix und fertiggestellt, das Gleis gelegt und die Kontaktleitungen gezogen. Die Strecke hat auf dieser Länge eine Steigung von nur 6,3 %; dieses Stück wird mit Adhäsion befahren. Das letzte Schlußstück aber weist wiederum die bei der Jungfraubahn vor⸗ herrschende Steigung von 25 % auf. Daß die Betriebsmannschaft wie die Ingenieure mit Ungeduld auf den nahenden Durchschlag warten, ist begreiflich, bringt doch dieses Ereignis eine große Ab⸗ wechslung in ihr arbeitsreiches, aber namentlich zur Winterszeit sehr einsames Leben. Von der gefürchteten Bergkrankheit spüren die Arbeiter gar nichts, da ist die Voraussage der Techniker unerfüllt geblieben. Die Belegmannschaft ist gesund und munter bei all ihrer harten körperlichen Arbeit in der dünnen, kalten Luft dieser schon großen Höhe.
Im Zirkus Busch hatte die Abschiedsvorstellung am Dienstag ein sehr zahlreiches Publikum versammelt, das den Vor⸗ führungen stürmischen Beifall spendete. Das glanzvolle, wildbewegte Ausstattungsstück „Ein Jagdfest am Hofe König Ludwigs XIV.“ bildete diesmal den Anfang der Vorstellung; dabei erregte namentlich wiederum der Schlußakt, das nächtliche Prunksest am Hofe des Sonnenkönigs mit seinen in farbigem Lichte erstrahlenden Wasser⸗ spielen allgemeine Bewunderung. Hieran schloß sich dann der equestrische und sportliche Teil des Programms, bei dem die vielgewandte Reiterfamilie Fredianis sich ganz besonders hervortat. Dasselbe gilt auch von den Freiheitsdressuren des Herrn Ernst Schumann und der auf dem irischen Wallach „Whisky“ gerittenen hohen Schule, bei der man im Zweifel sein konnte, ob die Reitkunst des Herrn Foottit oder die Intelligenz seines Pferdes mehr zu bewundern war. Ver⸗ schiedene Clownspäße sorgten dazwischen für Abwechslung und Er⸗ heiterung. Den Schluß des Abends bildeten die Darbietungen des unfehlbaren Kunstschützen Zacharee Ermakov, der in allen Körper⸗ und Gewehrlagen sein Ziel zu treffen weiß und sich nachher auch noch als gewandter Jongleur mit verschiedenen scharfen Hiebwaffen zeigte.
ie ganze Vorstellung hinterließ den denkbar günstigsten Eindruck.
Potsdam, 31. Mai. (W. T. B.) Der heute unter dem Pro⸗ tektorat Ihrer Königlichen Hoheit der Prinzessin August Wilhelm veranstaltete Blumentag des Vaterländischen Frauenvereins zum Besien der armen und kranken Kinder der Stadt Potsdam bot ein buntes und farbenprächtiges Bild und nahm einen glänzenden Verlauf. Nachmittags wurde in der Kaiser Wilhelm⸗Straße ein prächtiger Margaretenkorso gesahren, an dem unter anderen Ihre Kaiserlichen und Königlichen Hoheiten der Kron⸗ prinz und die Kronprinzessin mit den Prinzen⸗Söhnen, Ihre König⸗ lichen Hoheiten der Prinz und die Prinzessin Eitel Friedrich, der Prinz und die Prinzessin August Wilhelm, die Prinzessin Viktoria Luise sowie die Prinzessin Friedrich Leopold mit der Prinzessin Viktoria Margarete und dem Prinzen Friedrich Sigismund teilnahmen.
Papenburg, 1. Juni. (W. T. B.) Gestern nachmittag brach im städtischen Hochmoor ein Moorbrand aus, der sich bei starkem Wind und großer Dürre rasch ausbreitete. Große Mengen fertigen Torfs, etwa 200 Tagewerk, wurden vom Feuer ergriffen und verbrannten. Der beträchtliche Schaden trifft viele kleine Leute.
Hunderte von Menschen bekämpfen neben den Feuerwehren das Feuer,
bisher aber vergeblich. Das Feuer nähert sich den städtischen Forsten.
heit wahr, um die aufrichtigsten Glückwünsche für das Wohl des Königreichs in diesem Jubiläumsjahr erneut auszusprechen. Nach dem Eröffnungsakt fand ein kurzer Rundgang durch den italienischen Pavillon statt.
Chemnitz, 31. Mai. (W. T B.) Der Flieger Laitsch ist heute abend 8 Uhr 50 Min., von Zwickau kommend, hier eingetroffen
und auf dem Flugplatz glatt gelandet. Worms, 31. Mai. (W. T. B.) Bei dem schweren Gewitter,
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das in einem Teil Rheinhessens wütete, schlug bei Gimbsheim der Blitz in eine Schutzhütte, in der sich sieben Personen befanden. Eine
Arbeiterfrau aus Biebesheim wurde getötet, sechs andere erlitten schwere Brandwunden. ““
London, 1. Juni. (W. T. B.) Gestern abend gingen über London und die südlichen Grafschaften Gewitter nieder, wie sie hier in gleicher Heftigkeit seit Jahren nicht mehr vorgekommen sind. Viele Gebäude wurden schwer beschädigt. In zwei Londoner Kirchen schlug der Blitz ein. Sieben Personen wurden getötet. Die niedergegangenen Wasserfluten haben in London und in der Umgegend großen Schaden angerichtet. 8
S 31. Mai. (W. T. B.) Heute ist hier unter Vorsitz s ehemaligen Ministers Millerand der Internationale
d für Luftschifferrecht eröffnet worden.
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St. Petersburg, 31. Mai. (W. T. B.) In dem Städtchen
Schumichs bei Tscheljabinsk sind vierzig Häuser und viele
Warenlager niedergebrannt. Der Schaden beträgt eine halbe Million Rubel. In dem Dorfe Karaulowka bei Ufa hbat eine Feuersbrunst 300 Wohngebäude und Kornspeicher ein⸗ geäschert. 264 Stück Rindvieh sind mitverbrannt.
Rom, 31. Mai. (W. T. B.) Der an dem Wettfluge Paris — Rom teilnehmende Flieger Beaumont, der um 1 Uhr in San Rossore aufgestiegen war, ist bei Pisa um 4 Uhr 6 Minuten auf dem hiesigen Flugplatz, vom Publikum lebhaft begrüßt, ein⸗ getroffen.
Madrid, 31. Mai. (W. T. B.) Heute nachmittag erfolgte in Granada eine heftige Erderschütterung, begleitet von unter⸗ irdischem Getöse. Der Bevölkerung bemächtigte sich große Erregung.
Saloniki, 31. Mai. (W. T. B.) Die Behörden wurden durch einen in französischer Sprache abgefaßten Brief des In⸗ genieurs Richter, der von einem Schafhirten überbracht wurde, inständigst gebeten, die Verfolgung der Räuber einstellen zu lassen. Der Hauptmann der Bande habe geschworen, Richter zu ermorden, falls die Bande umzingelt werde. Die Behörden scheinen geneigt zu
sein, dem Wunsche Richters zu entsprechen, und erbaten Weisungen
vom Wali von Saloniki. Die Höhe des geforderten Lösegeldes ist
v111“] v1 (Fortsetzung des Nichtamtlichen in der Ersten und Zweiten Beilage.)
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parkett (13.— 22. Reihe) 3,50 ℳ, Seitenvarkett . F : Tri 1 tr nahe Bahnho 2,50 ℳ, 1. Rang Seitenbalkon 2 ℳ, Tribüne W A. Mee 8 FbJlä......X
Friedrichstr.) Freitag, Abends 8 ½ Uhr: Gastspiel
liche Schauspiele. Freitag: Opern⸗ haus. 144. Abonnementsvorstellung. Die ständigen Reservate sowie die Dienst⸗ und Freiplätze sind auf⸗ ehoben. 6. Vorstellung im Sonderabonnement des
ichard Wagner Zyklus. Die Meistersinger von Nürnberg. Oper in drei Akten von Richard Wagner. Mustkalische Leitung: Herr Kapellmeister Blech. Regie: Herr Regisseur Braunschweig. An⸗ fang 7 Uhr.
Schauspielhaus. 148. Vorstellung. Das Abonne⸗ ment, die ständigen Reservate sowie die Dienst⸗ und Freiplätze sind aufgehoben. Wildenbruch⸗Zpklus. (Erster Abend.) Der Mennonit. Trauerspiel in vier Akten von Ernst von Wildenbruch. Regie: Herr Regisseur Patry. Anfang 7 ½ Uhr.
Sonnabend: Opernhaus. 145. Ahonnementsvor⸗ stellung. (Gewöhnliche Preise.) Iphigenia in Aulis. Oper in drei Akten von Chr. W von Gluck. Bearbeitung von Richard Wagner. Anfang 7 ½ Uhr.
Schauspielbaus. 149. Abonnementsvorstellung. (Gewöhnliche Preise.) Wie die Alten sungen. Lustspiel in vier Aufzügen von Karl Niemann. An⸗ fang 7 ½ Uhr.
Sonntag: Neues Operntheater. 220. Billett⸗ reservesatz. Dienst⸗ und Freiplätze sind aufgehoben. Die Rabensteinerin. Schauspiel in vier Akten von Ernst von Wildenbruch. Anfang 7 ½ Uhr.
Preise der Plätze: Fremdenloge 8 ℳ, Vorder⸗ parkett 8 ℳ, 1. Rang Loge und Mittelbalkon 5 ℳ, Mittelparkett (1.— 12. Reihe) 5 ℳ, Mittel⸗
1,50 ℳ, Stehplatz 1 ℳ.
Deutsches Theuter. Freitag, Abends 7 ⅛ Uhr: Hamlet.
Sonnabend: Faust, 2. Teil. 8
Sonntag: Don Carlos. “
Kammerspiele. reitag, Abends 8 Uhr: Frühlings Erwachen. Sonnabend: Gawän. Sonntag: Der gute König Dagobert.
Berliner Theater. Freitag, Abends 8 Uhr: Bummelstudenten. Posse mit Gesang und Tanz in fünf Bildern nach E. Pohl und H. Wilkens. Musik von Conradit.
Sonnabend und folgende Tage: Bummel⸗ stüdenten.
Lessingtheater. Freitag, Abends 8 Uhr: Ensemblegastspiel von Mitgliedern des „Hamburger Thaliatheaters“: Zum ersten Male: LSommerspuk. Ein fröhliches Spiel in vier Akten von Kurt Küchler.
Sonnabend, Abends 8 20 Uhr: Sommerspuk.
Neunes Schauspielhaus. Freitag, Abends
8 Uhr: Gastspiel des „Neuen Operettentheaters“:
Die keusche Susanne. Sonnabend: Die keusche Susanne.
Sonnabend: Tosca. Sonntag: Die Fledermaus.
Schillertheater. O. (Wallnertheater.) Freitag, Abends 8 Uhr: Revolutionshochzeit. Schauspiel in drei Aufzügen von Sophus Michaslis. Deutsch von Marie Herzfeld. “
Sonnabend: Gabriello, der Fischer.
Sonntag: Revolutionshochzeit.
Charlottenburg. Freitag, Abends 8 Uhr: Maria und Magdalena. Schauspiel in vier Akten von Paul Lindau.
Sonnabend: König Heinrich.
Sonntag, Nachmittags 3 Uhr: König Heinrich. — Abends: Husarenfieber.
Lustspielhaus. (Friedrichstr. 236.) Freitag, Abends 8 Uhr: Gastspiel Pepi Glöckner: Unsere Fest⸗. Schwank in drei Akten von Alexander Engel.
Sonnabend und folgende Tage: Unsere Pepi.
Thaliatheater. (Direktion: Kren und Schönfeld.) Freitag: Zum 300. Male: Polnische Wirtschaft. Schwank mit Gesang und Tanz in drei Akten von Kraatz und Okonkowsky, bearbeitet von J. Kren. Gesangsterte von Alfred Schönfeld, Musik von J. Gilbert. Anfang 8 Uhr.
Sonnabend und folgende Tage: Polnische Wirt⸗
des „Neuen Schauspielhauses”: Das Prinzchen. Liebesschwank in 3 Akten von Robert Misch. Sonnabend und folgende Tage: Das Prinzchen.
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Familiennachrichten.
Verlobt: Frl. Theda von Wedel mit Hrn. Ritter⸗ gutsbesitzer Friedrich Kegel (Eberswalde —Lebehnke, Kr. Dt.⸗Krone).
Verehelicht: Hr. Kapitänleutnant von Wallen⸗ berg mit Freiin von Freytag Loringhoven (Berlin). — Hr. Oberleutnant Richard von Hardt mit Frl. Else von Bülow (Wonsowo). — Hr. Leutnant Fred Grimmel mit Frl. Charlotte von Goßler (Eisenach).
Geboren: Eine Tochter: Hrn. Amtsgerichtsrat Lewin (Magdeburg).
Gestorben: Hr. Amtsgerichtsrat Arno Bötticher (Schreiberhau⸗Frankfurt a. O.) — Hr. Postor emer. Friedrich Pfeffer (Hamburg). — Hr. Wilhelm Frhr. von Keyserlingk⸗Groß⸗Lahnen (Libau, Kurl.).
Verantwortlicher Redakteur: Direktor Dr. Tyrol in Charlottenburg.
Verlag der Expedition (Heidrich) in Berlin.
Druck der Norddeutschen Buchdruckerei und Verlags⸗ Anstalt Berlin SW., Wilhelmstraße NMr. 32.
Zehn Beilagen (einschließlich Börsen⸗Beilage).
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Kaiserliches Statistisches Amt.
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ttgetellt. Der Durchschnittspreis wird aus den unabgerundeten ahlen berechnet. Ein liegender Strich (—) in den Spalten für Preise hat die Bedeutung, daß der betreffende Preis nicht vorgekommen ist, ein Punkt (.) in den letzten sechs Spalten, daß entsprechender Bericht fehlt. Berlin, den 1. Juni 1911.
voon neuem erklärt,
Deutscher Reichstag. Die Reden des Staatssekretärs des Innern Dr. Delbrück, e in der gestrigen Nummer d. Bl. wegen teilweise verspäteten Lingangs der Stenogramme nicht mehr veröffentlicht werden konnten, haben folgenden Wortlaut: zu den Anträgen des Abg. Bassermann (nl.) zum § 640 ichsversicherungsordnung führte der Staatssekretär aus: Meine Herren! Ich muß Sie zunächst dringend bitten, den Prinzipalantrag auf Streichung dieses Paragraphen abzulehnen. Die rage der Aufrechterhaltung des bestehenden Zustandes ist in den Vorstadien unserer Verhandlungen Gegenstand börterungen gewesen, und die verbündeten Regierungen haben immer daß sie unter allen Umstän
eingehender Er⸗
und verlangen müßten, daß in dieser Beziehung nichts geändert wird.
Wenn der Herr Abg. Molkenbuhr sagt: wir verstehen nicht, weshalb gerade für die — wie er wohl mit Recht meint — ver⸗ hältnismäßig kleinen Binnenschiffahrtsbetriebe des Staats eine Aus⸗ nahme von der allgemeinen Regel geschaffen werden soll, — so wird sich das nach meiner Kenntnis der Dinge sehr einfach eben aus den besonderen Verhältnissen dieser Betriebe ergeben. Eine nicht unbeträcht⸗ liche Zahl der Leute in den staatlichen Betrieben dient sich allmählich einfachen Arbeiter eine
hinauf bis
wirliche Beamtenstellung.
die ein Arbeiter in einer Privat
in eine
eine wit Die Leute verhältnismäßig früh in den Genuß einer Reihe von Emolumenten, gesellschaft nicht hat; und da die Leute
beamtenähnliche kommen
also
späterhin Beamtenqualität und Pensionsberechtigung bekommen, würde der Fiskus zwecklos eine Reihe von Aufwendungen gemacht haben, wenn die Leute vorher in einer Berufsgenossenschaft versichert gewesen wären. Das sind die Gründe, warum wir die Aufrechterhaltung des bestehenden Zustandes wünschen müssen, bei der sich die Beteiligten in jeder Beziehung wohlbefunden haben.
Nun, meine Herren, kommt der Eventualantrag! Auch diesen möchte ich bitten abzulehnen. Es ist ein Antrag, der im Hinblick auf möglicherweise eintretende Ereignisse gestellt ist, ein Antrag, der eine Ausnahme von der Regel darstellt, die der Reichstag bisher mit den verbündeten Regierungen hat aufrecht erhalten wollen. Ich kann Sie daher nur bitten, diese Ausnahme nicht, entgegen den Beschlüssen der zweiten Lesung, eintreten zu lassen.
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