1912 / 182 p. 4 (Deutscher Reichsanzeiger, Thu, 01 Aug 1912 18:00:01 GMT) scan diff

Verdingungen. (Die näheren Angaben üiber Verdingungen, die beim „Reichs⸗ und Staatsanzeiger“ ausliegen, können in den Wochentagen in dessen

Expedition während der Dienststunden von 9—3 Uhr eingesehen werden.) Südafrikanische Union.

3. September 1912, 12 Uhr Mittags. Die Verwaltung der südafrikanischen Staatsbahnen schreibt die Lieferung eines schwimmen⸗ den Krans von einer Hebefähigkeit von 100 t aus. Der Kran soll keine eigene Maschine zur Fortbewegung haben; er ist für die Hafen⸗ anlagen der Tafelbucht (Kapstadt) bestimmt. Zeichnungen und Lieferungsbedingungen sind erhältlich von dem amtlichen Vertreter der Union in England, dem „High Commissioner for the Union of South Africa“ in London SW., Victoria Street 32. Es ist dafür der Be⸗ trag von Pfd. Sterl. 1.1. zu hinterlegen, der bei Empfang eines ardnungsmäßigen Lieferungsangebots zurückerstattet wird. Angebote sind bis spätestens 3. September d. J., Mittags 12 Uhr, dem „Se- cretary to the Tender Board“, South African Railways. Head- quarter Office, Johannesburg, einzusenden. Wahrscheinlich wird auch der vorgenannte Beamte in London Angebote entgegennehmen. Dies wird sich aus den Lieferungsbedingungen ergeben.

Theater und Musik.

.“ Kurfürstenoper.

In dem lustigen Vaudeville „Der Tanzanwalt“ von Pordes⸗ NKilo und Erich Urban, das trotz der Sommerhitze seine Anziehungs⸗ kraft in der Komischen Oper bewährt, waren vorgestern zwei wichtige Rollen neu besetzt. Als Frau des lebenslustigen Anwalts stellte sich Detty Schuüͤcke, eine stimmbegabte junge Künstlerin von sympathischem Wesen, vor, die trotz offenbarer Anfängerschaft gute darstellerische Gaben zeigte. Die typische Schwieger⸗ mutterrolle spielte zum ersten Male Marta Hoffmann in etwas derber, aber ganz wirkungsvoller Art. Edmund Loewes tanz⸗ froher Anwalt hat trotz der vielen Wiederholungen von seiner Frische und Munterkeit ebensowenig eingebüßt wie seine gewandte Partnerin Margarete Fischbach. Auch Artur Straßer als Verwandlungskünstler und die Damen Schlösser, Gaston u. a. trugen wiederum zu dem er⸗ neuten Erfolge des Vaudevilles, das durch die prickelnde Musik Walter F besonderen Reiz gewinnt, das Ihrige bei und fanden lebhaften Zeifall.

Lustspiel „Ein Königreich

Im Lustspielhause bleibt das Monats

m m. b. H.“ von Franz Wagenhoff während des ganzen August auf dem Spielplan.

Für die Mitglieder des Potsdamer Naturtheaters wird am Sonnabend, den 3. August, eine Benefizvorstellung von dem Heimatspiel „Der Herr der Erde“ vernanstaltet. Diese Naturbühne ist eine der wenigen, die in genossenschaftlichem Sinne geleitet wird und die betreffenden Verträge führt. Selbst die Re⸗ gisseure werden von den Mitgliedern erwählt und haben die Geschäfts⸗ führung mit der Direktion zu teilen.

Das Münchener Künstlertheater hat zwei reich illustrierte Festschriften, auf Kunstdruckpapier hergestellt herausgegeben. Die erste Festschrift umfaßt 12 Seiten und behandelt in Wort und 16 Bildern das Calderonsche Festspiel „Circe“, mit dem die dies⸗ jährige Spielzeit des Münchener Künstlertheaters eröffnet wurde. Die zweite Festschrift ist „Orpheus in der Unterwelt“ und „Kismet“ ge⸗ widmet, ist 24 Seiten stark und enthält 46 Bilder. Die Fest⸗ schriften werden Interessenten von der Direktion des Münchener Künstlertheaters, München, Karlstraße 21, auf Wunsch kostenlos zugesandt.

Der in Berlin lebende schleswig⸗holsteinische Komponist Arnold Ebel vollendete ein Requiem für Solo, gemischten Chor und großes Orchester nach einer Dichtung von Friedrich Hebbel, das zu der schleswig⸗holsteinischen Hebbelfeier 1913 aufgeführt werden soll. Das Werk, das im Verlage C. F. W. Siegel (R. Linnemann), Leipzig, erscheint, ist dem Protektor der Hebbelfeier, Seiner Hoheit dem Herzog Ernst Günther zu Schleswig⸗Holstein, gewidmet.

Mannigfaltiges. Berlin, 1. August 1912.

In dem Reinigungskeller der Hutfedernfabrik von A. Pohl in der Dresdnerstraße 15, erfolgte, hiesigen Blättern zufolge, gestern mittag eine gewaltige Benzinexplosion, durch die zwei Menschen ihr Leben einbüßten. Die Feuerwehr rettete noch mehrere gefährdete Personen, die zum Teil Brandwunden erlitten haben. Getötet und bis zur Unkenntlichkeit verstümmelt wurden der 16jährige Laufbursche Otto Hanisch aus dem Hause Bergstraße 95 zu Neukölln und der 17 Jahre alte Lehrling Fritz Winzler aus der Grüntalerstraße 6. Die verunglückten Lehrlinge waren im Keller mit dem Auflösen von Kautschuk durch Benzin beschäftigt, als die Explosion erfolgte. Durch den Luftdruck wurde die Ver⸗ bindungswand zwischen den Kellerräumen zerrissen und sofort sprangen die aufschießenden Flammen auf die dort lagernden Farben, Lacke und Leime der Farbenfabrik Hugo Grimpe über. Die die in erheblicher Stärke anrückte, konnte die schwere

efahr, in der die Anwohner angesichts der zahlreichen Brennstoffe schwebten, nur dadurch beseitigen, daß sie mit acht Rohren die Keller⸗ räume völlig unter Wasser setzte. 8 8

Aus der lebenden Tierwelt der umliegenden Inseln und Länder

man, wie die „Umschau“, herausgegeben von Professor

H. Bechhold in Frankfurt a. M., mitteilt, Schluüͤsse auf die Lage des einstigen Erdteils „Atlantis“, der Afrika mit Südamerika verband. So zeigt die lebende Fauna der Azoren, Kanarischen und Kapverdischen Inseln sowie von Madeira besonders auch bei den Weichtieren durchaus kontinentalen Ursprung an. Ganz neuerdings hat Dollfus Reste der Lungenschnecke Helix auf den Inseln gefunden, die mit den gleichalterigen marokkani⸗ schen vollständig identisch sind. Da bei allen Inselgruppen eine sedimentäre Unterlage festgestellt wurde, so kann es hiernach keinem Zweifel unterliegen, daß diese Inseln Teile eines ver⸗

eine nicht unwichtige Rolle spielte. Weiter einstige Bestehen dieses atjantischen Erdteils das Vorhandensein von 15 marinen Weichtierarten, die zugleich in West⸗ indien und an den Senegalküsten leben, ohne daß dabei an einen Transport der Larven durch Meeresströmungen gedacht werden kann. Aehnliche Beziehungen ergeben sich bei den an der westafrikanischen Insel S. Thomé gefundenen Riffkorallen, auch hier ist eine Aus⸗ breitung übers Meer nicht möglich. L. Germain („Naturwissen⸗ schaftliche Rundschau“ 1912 Nr. 17) nimmt an, daß die Südgrenze dieser mit Marokko verbundenen Atlantis in der Gegend der Kapverdischen Inseln den Ozean, wahrscheinlich in der Richtung nach Venezuela, kreuzte. Bemerkenswert ist übrigens die auffällige Symmetrie des Südatlantischen Ozeans auch bei den Meerestiefen von gleicher Breiten⸗ lage. Der Zerfall dieser Atlantis, die in ihren zentralen und west⸗ lichen Teilen Wüstenklima gehabt haben mag, begann durch Entstehen eines breiten Grabens östlich von Florida, den Bahamainseln und den Kleinen Antillen, die die oben erwähnte eigentümliche Verbreitung der marinen Mollusken und Riff⸗ korallen ermöglichte. Das östlich von dieser Straße gelegene große Festland stand noch mit der Iberischen Halbinsel und mit Marokko in Verbindung. Sehr spät, wahrscheinlich im mittleren Tertiär, sank dieses Festland unter den Ozean und ließ nur noch eine sehr große Insel emporragen, die sich schließlich in die oben ge⸗ nannten Inselgruppen spaltete. Germain glaubt, daß die mündliche Tradition dieser letzten Phase der Zerstückelung der Atlantis es ist, auf die sich die Bemerkungen in der klassischen Literatur, besonders bei Plato, beziehen.

Königsberg. 31. Juli. (W. T. B.) Die Samm lungen für die Nationalflugspende haben nach den letzten Feststellungen in der Provinz Ostpreußen, einschließlich des Betrags für ein von der Summe von 98 870 ergeben.

Neumünster, 1. August. (W. T. B.) Sämtliche Opfer des Bootsunglücks auf dem Einfelder See (vgl. Nr. 181 d. Bl.) sind heute vormittag gegen 11 Uhr geborgen worden.

Kiel, 1. August. (W. T. B.) S. M. S. „Kaiser“, das erste mit Turbinen ausgerüstete Linienschiff der deut⸗ schen Marine, ist heute vormittag auf der hiesigen Kaiserlichen Werft mit Flaggenparade in Dienst gestellt worden.

Wilhelmshöhe, 31. Juli. (W. T. B.) Ihre Majestät die Kaiserin und Königin empfing heute nachmittag im Beisein Ihrer Königlichen Hoheit der Prinzessin Viktoria Luise die Ver⸗ treter des Deutsch⸗Amerikanischen Lehrerbundes, etwa 400 Lehrer und Lehrerinnen.

Rio de Janeiro, 1. August. (W. T. B.) Ein Eisenbahn⸗ zusammenstoß erfolgte auf der Strecke der Zentralbrasilia⸗ nischen Bahn in der nächsten Umgebung der Stadt. hundert Personen sollen getötet oder verwundet sein.

(Fortsetzung des Nichtamtlichen in der Ersten Beilage.)

Wetterbericht vom 1. August 1912, Vormittaags 9 ¼ Uhr. 8

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Zugspitze

Borkum Keitum Hamburg Swinemünde

2 bedeckt 2 wolkenl. 1 wolkenl. 3 bedeckt 3 758 tieders SNebel 17 3 757 Nachts Niederschl. 22 bedeckt 19. 3 758 Nachts Niederschl. Abeiter 20.0 760meist bewölkt 1beiter 4 0 533 meist bewölkt ((Wilhelmshav.) 9. 2 748 Nachts Niederschl. ((Kiel) 12 4 748 Nachts Niederschl. 1 ((Wustrow i. M.) 754,9 NNW 5 bedeckt 12 3 752 Nachts Niederschl. ((EKönigsbg., Pr.) 5 wolkig 13 3 749 Gewitter V (Cassel) 746,0 WNW bedeckt 10 0) 748 Nachts Niederschl. 1 (Magdeburg) 744,2 NW 3 Regen 4 7749 Nachts Niederschl. (Grünbergschl.) 7 747 ziemlich heiter (Mülhaus., Els.) Reg 5 759 meist bewölkt Friedrichshaf.) Z heiter 754 meist bewölkt be., (Gamberg) ziemlich heiter

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Warschau 760,3 SSO 1 wolkig

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münde Skegneß Krakau Lemberg Hermannstadt Triest Reptjavik (5 Uhr Abends) Cherbourg Clermont Biarritz Nizza Perpignan Belgrad, Serb. Brindisi Moskau Lerwick 7472 N; Helsingfors 759,4 Kuopio 759,2 Zurich 757,8 Genf 757,5 Lugano 7598]8 wolkenl. Säntis 565,2 bedeckt Budapest 759,5 Windst. wolkenl. 2 Portland Bill 751,3 W 6 halb bed. 14 Horta 69,5 Windst. wolkenl. 20 Coruña 767,9 WSW3 wolkig 18

*) Die Zahlen dieser Rubrik bedeuten: 0 = 0 mm; 1 = 0,1 bis 0,4; 2 = 0,5 bis 2,4; 8 = 2,5 bis 6,4; 4 = 6,5 bis 12,4; 5 = 125 bis 20,4; 6 = 20,5 bis 81,4; 7 = 31,5 bis 44,4; 8 = 44,5 bis 59,4; 9 = nicht gemeldet.

Ein Tiefdruckgebiet ist herangezogen; es reicht, von einem Minimum von 745 mm über der Nordsee ausgehend, bis zu den Pyrenäen, den Alpen und der Weichsel; flache Hochdruckgebiete liegen über der Pyrenäenhalbinsel, über Innerrußland sowie nordwestlich von Schottland. In Deutschland ist das Wetter bei schwachen, im Nord⸗ westen auffrischenden südlichen Winden etwas wärmer und, außer im Osten, ziemlich trübe; der Nordwesten und Süden hatten verbreitete Regenfälle, der Nordosten stellenweise Gewitter.

Deutsche Seewarte.

bb“ V 229 WSWz halb bed. 12 1 heiter 11 m 1 bedeckt 760 Nachm. Niederschl. Ibeiter 18 2 760 Vorm. Niederschl.

SO 1 wolkenl. 23 0 760 vorwiegend heiter N 3wolkig 7 761 (Lesina)

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Mitteilungen des Königlichen A6ronautischen Observatoriums, veröffentlicht vom Berliner Wetterbureau. Drachenaufstieg vom 31. Juli 1912, 8 bis 10 ¾ Uhr Vormittags: 1 e Seehöhe 122 m 500 m 1000 m ¹ 2000 m 3000 m] 3460 m

Temperatur (0⁰) 16,4 12, 7 98 4,8 1,5 43 Rel. Fchtgk. (2) 85. 89 V 88 83 88 89

Wind⸗Richtung. s= w wsw wsw W bis WwSW „Geschw. mps. 5 8 8 10 9 „Anfangs etwa ein Viertel, zuletzt mehr als die Hälfte des Himmels bewölkt, untere Wolkengrenze in etwa 1700 m Höhe.

Theater.

Berliner Theater. Freitag, Abends 8 Uhr: Große Rosinen. Originalposse mit Gesang und Tanz in drei Akten (5 Bildern) von R. Bernauer und R. Schanzer.

Sonnabend und folgende Tage: Große Rosinen.

Sonnabend

Theater in der Königgrätzer Straße. Freitag, Abends 8 Uhr: Die fünf Frank⸗

furter. Sonnabend und folgende Tage: Die fünf Frank⸗

Kurfürsten-Oper. Ensemblegastspiel Direktion F. Heltai: Freitag, Abends 8 Uhr: Der Tanz⸗ auwalt.

Sonnabend und folgende Tage:

Der Tanz⸗ anwalt. ““

Lessingtheater. Ensemblegastspiel der Direktion: Egon Jantsch. Die Vergnügungsreise. mit Gesang und Tanz. und folgende Tage: gnügungsreise.

Neues Schauspielhaus. 8 ¼ Uhr: Gastspiel Sylvester Schäffer. Der erkaufte Gatte. August Neidhart. Terzett von Octave.

Sonnabend und folgende Tage: furter. vester Schäffer.

vX1““ Hierauf: Ein wenig Musik.

Schillertheater. Charlottenburg. Freitag, Abends 8 Uhr: Das Konzert. Lustspiel in drei Akten von Hermann

Sonnabend und folgende Tage: Das Konzert.

Freitag, Abends 8 ¼ Uhr:

Fritz Lehner und

Posse

Die Ver⸗

Lustspielhaus. (Friedrichstr.

drei Akten von Franz Wagenhoff.

m. b. H.

Abends

Schäff Vorher: Komödie in einem Akt von Hierauf: Ein wenig Musik.

Gastspiel Syl⸗

Freitag, Freitag, Abends 8 Uhr:

von Jean Gilbert.

Abends 8 ¼ Uhr: Ein Königreich m. b. H. In Sonnabend und folgende Tage: Ein Königreich

Thaliatheater. (Direktion: Kren und Schönfeld.) . Autoliebchen. Posse mit Gesang und Tanz in drei Akten von Jean Kren, Gesangstexte von Alfred Schönfeld, Musik

Sonnabend und folgende Tage: Autoliebchen.

Frl. Thusi Arndt mit Rolf von Kutzschenbach Harz Berlin).

Gestorben: Hr. Bergrat Ernst Ißmer (Breslau). —. Hr. Major a. D. Hans von Arnim (Branden⸗ stein bei Güsen). Fr. Caroline Ernst von geb. von Waldow (Bad Lauterberg i. Harz).

Hrn. Leutnant

236. it 4 ) Freitag (Friedrichsbrunn i.

Verantwortlicher Redakteur:

Vorber: Der erkaufte Gatte.

I. V.: Webet mn Berlin.

Verlobt:

Bahr.

Familiennachrichten.

Frl. Elisabeth von Waldow mit Hrn. Dr. phil. Christian Krollmann (Sprottau —Schlo⸗ bitten). Frl. Agnes von Brozowski mit Hrn. Oberleutnant von Eberstein (Frankfurt a. O.).

Verlag der Expedition (Heidrich) in Berlin.

Druck der Norddeutschen Buchdruckerei und Verlags⸗ Anstalt Berlin SW., Wilhelmstraße Nr. 32.

Sechs Beilagen (einschließlich Börsen⸗Beilage).

Stadt Allenstein dem XX. Armeekorps zu überweisendes Flugzeug, die

Gegen

zum 182.

Berlin, Donnerstag, den 1. August

Berichte von deutschen Fruchtmärkten.

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mittel gut Verkaufte

Menge

für 1 Doppelzentner

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höchster niedrigster höchster Doppelzentner

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Außerdem wurden am Markttage (Spalte 1) nach überschläglicher schnitts⸗ Schätzung verkauft preis Doppelzentner Preis (Preis unbekannt)

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Berlin, den 1. August 1912.

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17,00 16,00 16,20 16,40 16,30 16,50 16,50 17,00 ege 17,20 7,3 17,80 16,40 16,50 17,00 18,20 18,50 18,50 16,20 16,45 16,70 20,00 20,00 17,80 18,50 19,00 18,25 18,50 18,50 20,00 20,00 20,50 17,00 17,20 17,20 16,90

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Kaiserliches Statistisches Amt. 2.:

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Die verkaufte Menge wird auf volle Doppelzentner und der Verkaufswert auf volle Mark abgerundet mitgeteilt. Der Durchschnittspreis wird aus den unabgerundeten Zahlen ber

Ein liegender Strich (—) in den Spalten für Preise hat die Bedeutung, daß der betreffende Preis nicht vorgekommen ist, ein Punkt (.) in den letzten sechs Spalten,

daß entsprechender Bericht

Handel und Gewerbe.

(Aus den im Reichsamt des Innern zusammen⸗ gestellten „Nachrichten für Handel, Industrie und Landwirtschaft“.).

Deutsches Reich.

Aenderungen des Warenverzeichnisses, der Anleitung für die Zollabfertigung und der Tarabestimmungen. Der Bundesrat hat in der Sitzung vom 27. Juni 1912 Aenderungen und Ergänzungen des Warenverzeichnisses zum Zolltarif und der An⸗ leitung für die Zollabfertigung beschlossen, die am 1. August 1912 in Wirksamkeit treten und ferner vom gleichen Zeitpunkt ab den durch Bundesratsbeschluß vom 22. Februar 1912*) festgesetzten Tarazuschlag für Apfelsinen, die aus dem Ursprungslande nach Deutschland unmittelbar und ohne Umladusng mittels der Eisenbahn verfrachtet werden, wieder aufgehoben. 8 8 Die Aenderungen und Ergänzungen des Warenverzeichnisses zum Zolltarif und der Anleitung für die Zollabfertigung betreffen ildhauer⸗ und Blldschnitzerarbeiten aus Steinen; Obst und Wacholderbeeren. 8 1 8 6 Für den Begriff Kunstgegenstände beim Stichwort „Bildwerke soll u. a. künftig nachstehende Auslegung gelten: Als Kunstgegenstände

Deutsches Handels⸗Archiv 1912, Juniheft I S. 638.

der Ziffer 1a sind vertragsmäßig alle Statuen aus Marmor oder Blnel ohne Rücksicht auf ihre künstlerische und technische Ausführung, ihre Bestimmung und Größe anzusehen. Als Statuen kommen Darstellungen des ganzen menschlichen oder tierischen Körpers, auch symbolische und stilisierte, sowie Büsten in Betracht. 8 Beim Stichwort „Luxusgegenstände“ aus Steinen ist der be⸗ stehenden Anmerkung folgende ergänzende Bestimmung anzufügen: „Als Luxusgegenstände im Sinne der Nr. 692 werden vertrags⸗ mäßig nicht betrachtet: 1) Die folgenden Gegenstände aus Marmor oder Alabaster im Gewichte von mehr als 5 kg, vorausgesetzt, daß an ihnen Menschen⸗ oder Tierfiguren nicht angebracht sind und daß über ihre Bestimmung kein Zweifel besteht: a. Verzierte Tür⸗ und Fensterteile, Säulen, Pfeiler, Vasen und Kapitelle, Kranzgesimse, Arkadengesimse, Konsolen (Tragsteine), Balustraden und ihre einzelnen Teile, wenn diese Gegenstände dazu bestimmt sind, mit einem Gebäude in feste Verbindung gebracht zu werden; Grabdenkmäler, Grabsteine, Kreuze, Altäre, Kanzeln, Tauf⸗ becken, Weihwasserbecken und ihre einzelnen Teile, auch mit einem Menschen⸗ oder Engelskopf oder einzelnen kleinen Figuren verziert, unter der Voraussetzung, daß sie ausschließlich für Zwecke des Kults und der Pietät bestimmt sind.

2) Alle anderen Gegenstände aus Marmor oder Alabaster im Gewichte von mehr als 5 kg, einschließlich der vorstehend in 12 nicht aufgeführten Säulen, deren Oberfläche glatt oder nur gedreht, pro⸗ filiert, kanneliert, auch mit architektonischen Verzierungen wie mit Mäanderband, Ringverzierung (Rosettenband), Taustab, Perlstad, Sternverzierung, Spindelstab, Borte, Beule, Trapfen, Eierstab, Rautenstab (Rautenfries), Kugelstab oder mit anderen architektonischen Verzierungen in wellenförmigen Linien (z. B. mit Wellenband) ver⸗ sehen, oder auch mit Rosetten, geometrischen Figuren, Muscheln, Blumen und Blättern verziert ist, sofern diese Verzierungen in regel⸗ mäßiger Wiederkehr erscheinen (mit Ausschluß von Zweigen, Girlanden, Buketten u. dgl.). 8

Bei Säulen können auch andere Verzierungen der Oberfläche, ausgenommen Darstellungen von Menschen⸗ oder Tierfiguren, außer Betracht gelassen werden, sofern diese Verzierungen einen Streifen bedecken, dessen Höhe den siebenten Teil der Gesamthöhe der Säule nicht überschreitet.“

Beim Stichwort „Obst“ zu 3a folgende Fassung:

„Ferner ist bei Weiden⸗ und Holzspankörben von 12 bis 50 kg Rohgewicht und bei Holzfässern. mit Holzreifen und festem Deckel⸗ verschluß die Einlegung eines Bausches aus Stroh, Holzwolle, Papier⸗

erhält der letzte Satz der Anmerkung

spänen oder ähnlichen Stoffen unmittelbar unter den Deckel oder