1912 / 203 p. 7 (Deutscher Reichsanzeiger, Mon, 26 Aug 1912 18:00:01 GMT) scan diff

Hanoel und Gewerbe. Aus den im Reichsamt des Innern zusammen⸗ gestellten „Nachrichten für Handel, Industrie und . Landwirtschaft“.).

DOesterreich⸗Ungarn.

Aenderung einiger Bestimmungen der Durchführungs⸗ vorschrift zum Zolltarifgesetz und der Erläuterungen zum Zolltarif. Eine Verordnung der Fksterreichischen Ministerien der Fmanzen, des Handels und des Ackerbaues vom 27. Juli 1912 ergänzt und ändect einige Bestimmungen der Durchführungsvorschrift ¹) zim Zolltarifgesetze)) und der Erläuterungen zum Zolltarif.) Die Aenderungen usw. betreffen die Zollbehandlung von: Geweben, Kau schufersatzstoffen, Pneumelastikum, nicht weiter zugerichtetem Leder, Waren aus Asbest, Aluminiumfolien, Färberei⸗ und Bleichereiapparaten, Wollquetschmaschinen, Magnesiumoxyd, Verbandstoffen in anti⸗ septischer Verpackung, konfektionierten Verbandartikeln, nicht zu Heil⸗ zwecken getränkt. (Reichsgesetzblatt für die im Reichsrat vertretenen Königreiche und Länder vom 1. August 1912.)

1) Deutsches Handelsarchiv 1906 I S. 137. ²2) Ebenda 1906 1 S. 660 und 1908 I S

Rußland.

Bedingungen für die zollfreie Einfuhr von Bind⸗ faden (Spagat) aus Manilahanf oder Sisalhanf für Getreidegarbenbinder. Auf Grund des Gesetzes vom 26. April 1912 *) hat der russische Handelsminister im Einvernehmen mit dem Finanzminister und dem Dirigierenden des Agrarwesens und Acker⸗ baues solgende Vorschrift für die zollfreie Einfuhr von Bindfaden (Spagat) aus Mantlahanf oder aus Sisalhanf für Getreidegarben⸗ binder, zusammen mit ihnen oder getrennt von ihnen eingeführt (An⸗ merkung 4 zu Artikel 190 des allgemeinen Zolltarifs), erlassen:

Bindfaden (Spagat) aus Manilahanf oder aus Sisalhanf für Getreidegarbenbinder wird zollfrei eingelassen, wenn er den folgenden technischen Anforderungen genügt: 1) der Durchmesser des Bind⸗ fadenknäuels muß 6—8 engl. Zoll betragen; 2) der Bindfaden muß aus einem Spinnfaden bestehen, und 3) auf ein russisches Pfund müssen 200 650 engl. Fuß Bindfaden entfallen. (Russische Gesetz⸗ sammlung.)

*) Vergl. Nr. 57 und 68 der „Nachrichten für Handel, Industrie und Landwirtschaft“ vom 20. Mai und 15. Juni 1912.

Schweden.

8 4 8 1“

1 en verzeichnis zum Zolltarif. Im Verlage von Isaac Mareus Boktryckeri⸗Aktiebolag in Stockholm ist von dem von der schwedischen Generalzolldirektion herausgegebenen Warenverzeichnis zum schwedischen Zolltarif nunmehr auch Band 2 erschienen. Band II. enthält ein Verzeichnis der zu den Tarifnummern 1258 und 1259 ge⸗ hörigen Apothekerwaren und chemisch⸗technischen Präparate sowie von ähnlichen im Tarif besonders aufgeführten oder zu anderen Zolltarif⸗ nummern gehörigen Waren.

Vereinigte Staaten von Amerika.

Verbot der Einfuhr von Absinth. Das Nahrungs⸗ mittelamt (Food Inspection) der Bundesregierung der Vereinigten Staaten von Amerika hat die Einfuhr von Absinth verboten. Das am 1. Oktober 1912 in Kraft. (New Yorker Handels⸗ zeitung.

Salvador.

Zeitweilige Zollbefreiung für Kraftwagen. Laut Beschlusses der Regierung vom 10. Juli 1912 sind Kraftwagen Automobile) zur Beförderung sowohl von Reisenden als auch von Lasten vom 1. August 1912 ab für einen Zeitraum von 6 Monaten zollfrei. Unter Kraftwagen zur Beförderung von Reisenden sollen indessen nicht Wagen der gewöhnlichen Art zu ver⸗ stehen seln, die von Privatpersonen benutzt werden. (Diario oficial.)

Konkurse im Auslande.

Serbien. Pawle Bozowitch, Kaufmann in Belgrad. Anmelde⸗ termin: 4./17. September 1912. Verhandlungstermin: 6./19. Sep⸗ tember 1912.

Wagengestellung für Kohle, Koks und Briketts am 24. August 1912: Ruhrrevier Oberschlesisches Revier Anzahl der Wagen Gestellt.. 30 223 11 614 Nicht gestellt 1 421 am 25. August 1912: 7 214 2 Nicht gestellt .

Der Verband von Fabrikanten isolierter Leitungs⸗ drähte berechnet laut Meldung des „W. T. B.“ aus Berlin ab Montag, den 26. August 1912, einen Kupferzuschlag von 3 für das Quadratmillimeter Kupferquerschnitt und 1000 m Länge.

Der Gesamtausschuß der Spirituszentrale hat laut Meldung des „W. T. B.“ aus Berlin beschlossen, den Abschlagspreis für das neue Geschäftsjahr auf 52 festzusetzen. Dieser Preis gelangt für alle Lieferungen zur Anwendung, die vom 16. September 1912 an steueramtlich abgefertigt werden.

Nach dem Jahresbericht der Handelskammer zu Zittau (Amts⸗ hauptmannschaft Zittau, Löbau, Bautzen, Kamenz) für 1911 betrug die Bevölkerung 1910: 443 549 (1905: 426 420). Es bestanden am 1. Mai 1911 (1910 in Kl.) 2842 (2661) Fabrikanlagen, die 77 965 (77 191) Arbeiter beschäftigten. Davon waren über 16 Jahre männ⸗ lich 44 233 (43 879), weiblich 29 091 (28 702), über 14—16 Jahre männlich 1921 (2888), weiblich 1533 (1563), unter 14 Jahre männ⸗ lich 139 (114), weiblich 48 (45). Unter den Betrieben, die der Ge⸗ werbeinspektion unterstellt sind, ist die Industrie der Nahrungs⸗ und Genußmittel am stärksten vertreten; sie umfaßt 812 Betriebe gegen 684 im Vorjahre. An zweiter Stelle folgt dann der wichtigste Industrie⸗ zweig des Kammerbezirks, die Textilindustrie, die 435 Betriebe gegen 430 im Vorjahre aufweist. Die meisten Arbeiter sind in der Textil⸗ industrie tätig, nämlich 43 032 (1910: 43 824). Dann folgt die Industrie der Steine und Erden mit 11 714 (1910: 11 368) und die Maschinenindustrie mit 5842 (1910: 5453) Personen.

Innerhalb der einzelnen Berufskreise sind im Berichtsjahre ganz erhebliche Verschiebungen eingetreten. Bedeutendere Steigerungen in der Arbeiterzahl zeigten sich in der Maschinenindustrie um 389, in der Industrie der Steine und Erden um 346, in der Industrie der

Nahrungs⸗ und Genußmittel um 340, in der Metallverarbeitung um

in der Industrie der Holz⸗ und Schnitzstoffe um 169, in der Papierindustrie um 124, während einen beträchtlichen Rückgang in der Arbeiterzahl nur die Textilindustrie um 792 und das Baugewerbe um 163 erfuhren.

Die Zahl der Braunkohlenwerke am Jahresschlusse 1911 betrug viederum 33. Die mittlere Belegschaft einschließlich der Beamten sowie der jugendlichen und weiblichen Arbeiter betrug 1146 Personen gegen 1206 im Vorjahre. Die Förderung des Berichtsjahres belief

8

sich auf 920 196 t im Werte von 2 346 096 ℳ, während sie im Vor⸗

jahre 773 272 t im Werte von 1 980 784 betrug. Der Durch⸗ schnittslohn eines Arbeiters einschließlich der Frauen und jungen Leute betrug für sämtliche Werke berechnet 1070 ℳ.

Das eingeschätzte Vermögen im Kammerbeiirke belief sich im Be⸗ richtsjahre auf insgesamt 696,3 Mill. Mark gegen 663,3 Mill. Mark im Vorjahre. Nach Abrechnung der 3 § 21 des Ergänzungs⸗ steuergesetzes zulässigen Abzüge verblieb ein steuerpflichtiges Vermögen von 688,2 Mill. Mark gegen 655,6 Mill. Mark im Jahre 1910.

Das Einkommen des Kammerbezirks auf Grund der Ein⸗ schätzungen zur Einkommensteuer betrug in Mill. Mark 1911: aus Geundbesitz 36,6 (1910: 35,2, 1880: 25,9), aus Renten 27 (25,3 bezw. 9,99), aus Gehalt und Lohn 124,3 (118,3 bezw. 36,7), aus Handel und Gewerbe 54,1 (51,8 bezw. 32,3), zusammen 242 (230,7 bezw. 104,9) Mill. Mark.

Infolge der Bemühungen des deutschen Schutzkomitees für die fünfprozentigen Guayaquil u. Quito Railway⸗Bonds und des Council of Foreign Bondholders in London sind laut Meldung des „W. T. B.“ aus Hamburg Zahlungen auf die den vorgenannten Bonds im Range vorgehenden Prior Lien Bonds nun⸗ mehr so weit erfolgt, daß die gesamten rückständigen Zinsen und Tilgungsraten dieser Prior Lien Bonds bezahlt sind. Unter der Voraus setzung, daß Ecuador die Rimessen nach London in normaler Weise aufrecht erhält, d. h. zirka 7400 Pfd. Sterl. je zwei Wochen, würden genügend Mittel zur Zahlung des nächsten fälligen Coupons sowie des größeren Teils der im nächsten Halbjahre fälligen Tilgungsrate für die fünfprozentigen Guayaquil u. Quito⸗Bonds vorhanden sein. Die Frage, ob der nächste Coupon bezahlt und mit der Tilgung be⸗ gonnen werden soll, wird voraussichtlich davon abhängen, ob in⸗ zwischen ein Arrangement wegen der Zinsrückstände zustande kommt.

Laut Meldung des „W. T. B.“ betrugen die Bruttoeinnahmen der Canadian Pacific⸗Eisenbahn in der dritten Augustwoche 2 694 000 Dollars (427 000 Dollars mehr als i. V.).

Leipzig, 25. Auqust. (W. T. B) Die nächste Garnbörse in Leipzig findet am Freitag, den 13. September 1912 im Saale der Produktenbörse in der üblichen Zeit von 10 ½ bis 1 Uhr und von 5 bis 6 Uhr statt. ö“

Berliner Warenberichte.

Berlin, den 26. August. Produktenmarkt. Die amtlich ermittelten Preise waren (per 1000 kg) in Mark: Weizen, Normalgewicht 755 g 210,50 212 50 Abnahme im September, do. 210,50 211,75 Abnahme im Oktober, do. 210,25 211,25 Abnahme im Dezember, do. 213,50 214,00 213,75 Abnahme im Mai 1913. Fest.

Roggen, inländischer 170,00 ab Bahn, Normalgewicht 712 g 173,25 174,25 173,50 174,00 173,75 Abnahme im September, do. 173,50 174,25 173,25 Abnahme im Oktober, do. 173,50 bis 174,25 173,00 Abnahme im Dezember, do. 174,75 176,50 Abnahme im Mai 1913. Fest.

Hafer, Normalgewicht 450 g 174,75 175,25 175,00 176,00 Abnahme im September, do. 174,50 175,25 Abnahme im Oktober, do. 174,50 175,25 174,75 175,00 Abnahme im Dezember, do. 175,00 177,570 Abnahme im Mai 1913. Fest.

Mais ohne Angabe der Provenienz 148,00 Brief Abnahme im September, do. 148,00 Brief Abnahme im Dezember. Geschäftslos.

Weizenmehl (per 100 kg) ab Bahn und Speicher Nr. 00 27,00 29,50. Behauptet.

Roggenmehl (per 100 kg) ab Bahn und Speicher Nr. 0 21,00 22,80, do. 21,50 21,45 Abnahme im Dezember. Luhig.

Rüböl für 100 kg mit Faß 67,50 Brief Abnahme im Ok⸗ tober, do. 67,90 68,00 67,90 Abnahme im Dezember. Still.

Berlin, 24. August. Marktpreise nach Ermittlungen des Königlichen Polizeipräsidiums. (Höchste und niedrigste Preise.) Der Doppelzentner für: Weizen, gute Sorte —,— ℳ, —,— ℳ. Weizen, Mittelsorte) —,— ℳ, —,— ℳ. Weizen, geringe Sorte) —,— ℳ, —,— ℳ. Roggen, gute Sorte —,— ℳ, —,— ℳ. Roggen,

kittelsorte —,— ℳ, —,— ℳ. Roggen, geringe Sorte —,— ℳ, —,— ℳ. Futtergerste, gute Sorte*) 20,00 ℳ, 19,50 ℳ. Futtergerste, Mittelsorte*) 19,40 ℳ, 18,90 ℳ. Futtergerste, geringe Sorte*) 18,80 ℳ, 18,30 ℳ. Hafer, gute Sorte *) 22,00 ℳ, 21,50 ℳ. Hafer, Mittelsforte“) —,— ℳ, —,— ℳ. Hafer, geringe Sorte —X,— ℳ, —,— ℳ. Maeis (mixed) gute Sorte —,— ℳ, —,—J— ℳ. Mais (mixed) geringe Sorte —,— ℳ, —,— ℳ. Mais (runder) gute Sorte 15,60 ℳ, 15,00 ℳ. Richtstroh 5,10 ℳ, 4,60 ℳ. Heu, alt —,— ℳ, —,— ℳ, neu 6,40 ℳ, 4,90 ℳ. (Markthallenpreise.) Erbsen, gelbe, zum Kochen 50,00 ℳ, 30,00 ℳ. Speisebohnen, weiße 50,00 ℳ, 30,00 ℳ. Linsen 80,00 ℳ, 40,00 ℳ. Kartoffeln (Kleinhandel) 12,00 ℳ, 6,00 ℳ. Rindfleisch von der Keule 1 kg 2,40 ℳ, 1,80 ℳ, do. Bauchfleisch 1 kg 1,90 ℳ, 1,50 ℳ. Schweinefleisch 1 kg 2,40 ℳ, 1,60 ℳ. Kalbfleisch 1 kg 2,40 ℳ, 1,50 ℳ. Hammelfleisch 1 kg 2,40 ℳ, 1,70 ℳ. Butter 1 kg 3,00 ℳ, 2,40 ℳ. Eier 60 Stück 6,00 ℳ, 3,60 ℳ. Karpfen 1 kg 2,40 ℳ, 1,60 ℳ. Aale 1 kg 3,20 ℳ, 1,60 ℳ. Zander 1 kg 3,60 ℳ, 1,40 ℳ. Hechte 1 kg 3,00 ℳ, 1,60 ℳ. Barsche 1. g 2,40 ℳ, 1,00 ℳ. Schleie 1 kg 3,20 ℳ, 1,60 ℳ. Bleie 1 kg 1,60 ℳ, 0,80 ℳ. Krebse 60 Stück 40,00 ℳ, 4,00 ℳ.,

*) Frei Wagen und ab Bahn.

Ausweis über den Verkehr auf dem Berliner Schlacht⸗ viehmarkt vom 24. August 1912. (Amtlicher Bericht.)

Rinder: Für den Zentner: Ochsen: 1) vollfleischige, aus⸗ gemästete, höchsten Schlachtwerts, ungejocht, a. Stallmast, Lebend⸗ gewicht 55 56 ℳ, Schlachtgewicht 95 97 ℳ, b. Weidemast Lg. 50 54 ℳ, Schlg. 86 93 ℳ, 2) vollfleischige, ausgemästete, im Alter von 4—7 Jahren, L2g. —,— ℳ, Schlg. —,— ℳ, 3) junge, fleischige, nicht ausgemästete und ältere ausgemästete, Lg. 47 50 ℳ, Schlg. 85 91 ℳ, 4) mäßig genährte junge, gut genährte ältere, Lg.

3 44 ℳ, Schlg. 81 83 ℳ. Bullen: 1) vpollfleischige, ausge⸗ wachsene höchsten Schlachtwerts, Lg. 50 54 ℳ, Schlg. 83 90 ℳ, 2) vollfleischige jüngere, Lg. 45 49 ℳ, Schlg. 80 88 ℳ, 3) mäßig genährte jüngere und gut genährte ältere, Lg. 42 44 ℳ, Schlg. 79 83 ℳ. Färsen und Kühe: 1) vollfleischige, ausgemästete Färsen höchsten Schlachtwerts, Lg. —,— ℳ, Schlg. —,— ℳ, 2) vollfleischige, ausge⸗ mästete Kühe höchsten Schlachtwerts, bis zu 7 Jahren, Lg. 46 50 ℳ, Schlg. 81 —88 ℳ, 3) ältere ausgemästete Kühe und wenig gut entwickelte jüngere Kühe und Färsen, Lg. 41 45 ℳ, Schlg. 75 82 ℳ, 4) mäßig genährte Kühe und Pärsen, Lg. 36 39 ℳ, Schlg. 68 74 ℳ, 5) gering genährte Kühe und Färsen, Lg. bis 33 ℳ, Schlg. bis 72 ℳ. Gering genährtes Jungvieh (Fresser), Lg. 38 40 ℳ, Schlg. 76 80 ℳ.

Kälber: Für den Zentner: 1) Doppellender feinster Mast, Lebend⸗ gewicht —,— ℳ, Schlachtgewicht —X,— ℳ, 2) feinste Mast⸗ kälber, Lg. 62 67 ℳ, Schlg. 103 112 ℳ, 3) mittlere Mast⸗ und beste Saugkälber, Lg. 60 62 ℳ, Schlg. 100 103 ℳ, 4) geringe Mast⸗ und gute Saugkälber, Lg. 54 58 ℳ, Schlg. 95 102 ℳ, 5) geringe Saugkälber, Lg. 48 50 ℳ, Schlg. 87 91 ℳ.

Schafe: Für den Zentner: A. Stallmastschafe: 1) Mastlämmer und jüngere Masthammel, Lebendgewicht 44 49 ℳ, Schlachtgewicht 90 100 ℳ, 2) ältere Masthammel, geringere Mastlämmer und gut genährte junge Schafe, Lg. 36 43 ℳ, Schlg. 73 88 ℳ, 3) mäßig genährte Hammel und Schafe (Merzschafe), Lg. 33 40 ℳ, Schla. 70 85 ℳ. B. Weidemastschafe: 1) Mastlämmer, Lg. 47 50 ℳ, Schlg. —,— ℳ, 2) geringere Lämmer und Schafe, Lg. 38 43 ℳ, Schlg. —,— ℳ. Schweine: Für den Zentner: 1) Fettschweine über 3 Ztr. Lebendgewicht, Lebendgewicht —2,— ℳ, Schlachtgewicht —,— ℳ, 2) vollfleiscige Schweine von 240 300 Pfd. Lebendgewicht,

1 83 85 ℳ, 3) vollfleischige Schweine don 200 240 Pfd. Lebendgewicht, Lg. 63 ℳ, Schlg. 82 83 4) vollfleischige Schweine von 130 —2 0 Pfd. Lebendgewicht Lg. 62 65 ℳ, Schlg. 78 81 ℳ, 5) vollfleischige Schweine unten 150 Pfd. Lg. 60 62 ℳ, Schlg. 75 78 ℳ, 6) Sauen, Lg. 62 63 % Schlg. 78 79 ℳ. Auftrieb: Rinder 2963 Stück, darunter Bullen 966 Ochsen 1269 Stück, Kühe und Färsen 728 Stück; Kälber 896 S Schafe 8746 Stück; Schweine 9907 Stück. Marktverlauf: .“ Das Rindergeschäft wickelte sich glatt ab. 30 schwern Bullen brachten Preise über höchster Notiz. 1 Der Kälberhandel gestaltete sich bei mittleren und leichten lebhafter als bei schweren Kälbern. h1“ Bei den Schafen war der Geschäftsgang glatt. Der Schweinemarkt wurde glatt geräumt.

Berlin, 24. August. Bericht über Speisefette vor Geir Gause. Butter: Das Geschäft war zum Schluß der Woche noch ruhiger, sodaß sich die Eingänge feinster Butter kaum unterbringen ließen. Außenmärkte haben ihre Forderungen etwas ermäßigt. Nach russischer Butter ist ebenfalls weniger Nachfrage. Die heutigen Notierungen sind: Hof⸗ und Genossenschaftsbutter Ia Qualität 132 134 % IIa Qualttät 128 132 ℳ. Schmalz: Die kleinen Schweine zufuhren in Amerika hatten ein Nachlassen der Verkäufe, welche in der ersten Hälfte der Woche den Markt drückten, zur Folge. Zum Schluß kam wieder die andauernd gute Konsumnachfrage durch ein aber⸗ maliges Steigen der Preise zum Ausdruck. Die heutigen Notierungen sind: Choice Western Steam 62 ½ 63 ½ ℳ, amerikanisches Tafel⸗ schmalz Borussia 64 ℳ, Berliner Stadtschmalz Krone 63 ½ 70 Berliner Bratenschmalz Kornblume 644—70 ℳ. Speck: Lebhast. Preise sehr fest.

8

2g. 66 68 ℳ, Schlg.

Etwa

Kursberichte von auswärtigen Fondsmärkten.

Hamburg, 24. August. (W. T. B.) Gold in Barren das Kil⸗ gramm 2790 Br., 2784 Gd., Silber in Barren das Kilogramm 85,00 Br., 84,50 Gd. 1

Wien, 26. August, Vormittags 10 Uhr 50 Min. (W. T. B)

Einh. 4 % Rente M./N. pr. ult. 87,25, Einh. 4 % Rente Januar Juli pr. ult. 87,25, Oesterr. 4 % Rente in Kr.⸗W. pr. ult. 87,25, Ungar. 4 % Goldrente 107,75, Ungar. 4 % Rente in Kr.W. 87,10, Türkische Lose per medio 241,50, Orientbahnaktien pr. ult. 785,00, Oesterr. Staatsbahnaktien (Franz.) pr. ult. 712,00, Südbahn⸗ gesellschaft (Lomb.) Akt. pr. ult. 104,75, Wiener Bankvereinaktien 535,50, Oesterr. Kreditanstalt Akt. pr. ult. 646,00, Ungar. allg. Kreditbankaktien 851,50, Oesterr. Länderbankaktien 532,50, Unionbank⸗ aktien 616,00, Deutsche Reichsbanknoten pr. ult. 117,81, Brüxe Kohlenbergb.⸗Gesellsch.⸗Akt. —,—, Oesterr. Alpine Montangesel⸗ schaftsaktien 1041,50, Prager Eisenindustrieges.⸗Akt. 3298,00. Paris, 24. August. (W. T. B.) (Schluß.) 3 % Franz⸗ Rente 92,65. 8 Lissabon, 24. August. (W. T. B.) Goldagio 11.

New York, 24. August. (W. T. B.) (Schluß.) Bei ruhigem und vorwiegend professionellem Geschäft eröffnete fester Haltung.

der von London fehlenden Anregung nahm der Verkehr später einen sehr schleppenden Charakter an, und die Kurse unterlagen nur gering⸗ fügigen Schwankungen. Die Ermattung der Canada Pacificaktien hing mit Berliner Abgaben zusammen, mit der Opposition, die sich gegen eine Kapitalserhöhung der Gesellschaft bemerkbar macht, und mit der Wahrscheinlichkeit, daß diese Angelegenheit vor das canadische Parlament gobracht und dadurch verzögert werden dürfte. Die Börse schloß in stetiger Haltung bei im allgemeinen nur unbedeutenden Kursveränderungen. Nur Canada Pacifics verloren 3 ¼ Dollr. Aktienumsatz 114 000 Stück. Lendenz für Geld: Stetig. Geld af 24 Stunden Durchschn.⸗Zinsrate nom., do. Zinsrate für letztes Darlehn des Tages nom., Wechsel auf London 4,,8450, Cable Transfers 4,8760.

Rio de Janeiro, 24. August. (W. T. B.) Wechsel auf London 16 .

Kursberichte von auswärtigen Warenmärkten. Magdeburg, 26. August. (W. T. B.) Zuckerbericht. Korn⸗ zucker 88 Grad o. S. —,—. Nachprodukte 75 Grad o. S. —,—. Stimmung: Ruhig. Brotraffinade I ohne Faß —, Kristallzucker I m. S. —,—. Gem. Raffinade m. S. —,— Gem. Melis I mit Sack —,—. Stimmung: Geschäftslos. Roh⸗ zucker Transit I. Produkt frei an Bord Hamburg: Auguft 11,80 Gd., 11,85 Br., —,— bez., September 11,47 ½ Gd., 11,50 Br. —,— bez., Oktober 9,92 ½ Gd., 9,95 Br., —,— bez., Oktober⸗ Dezember 9,90 Gd., 9,92 ½ Br., —,— bez., Januar⸗Män 10,00 Gd., 10,02 ½ Br., —,— bez., Mai 10,15 Gd., 10,17 Br,

—,— bez. Stimmung: Ruhig. T. B.) Rübzsl hoko

Cöln, 24. August. (W. für Oktober 72,50. „Bremen, 24. August. (W. T. B.) (Börsenschlußbericht Privatnotierungen. Offizielle Notierungen der Baumwollbörse Baumwolle. Ruhig. Upland loko middling 62 ½. Schmal!z. Fest. Loko, Tubs und Firkin 56 ¾, Doppeleimer

Kaffee. Stetig.

Hamburg, 26. August, Vormittags 10 Uhr. (W.¹ Zuckermarkt. Ruhig. Rübenrohzucker I. Produkt 88 % Rendement neue Usance, frei an Bord Hamburg, für Augußt 11,87 ½, für September 11,50, für Oktober 9,97 ½, für Oktober⸗ Dezember 9,92 ½, für Januar⸗März 10,05, für Mat 10,20. Kaffee. Stetig. Good average Santos für Sevptember 86* * für Dezember 63 ½ Gd., für März 63 ½ Gd., für Mai

Budapest, 24. August, Vormittags 11 Uhr. (W. T. B. Raps für August —,—.

London, 24. August. (W. T. B.) Rübenrohzucker 88

August 11 sh. 7 ½ d. Wert,

11 sh. 9 d. Verkäufer, ruhig.

Liverpool, 24. August. (W. T. B.) Baumwollen Wochenbericht. Wochenumsatz 29 000, do. von amerikanischer Baumwolle 23 000, do. für Spekulation 1500, do. für Export 1300, do. für den Konsum 26 000, abgeliefert an Spinner 55 000 Gesamtexport 10 000, do. Import 21 000, do. von amertkkanischer Baumwolle 8000, Vorrat 642 000, do. von amerikanischer Baun wolle 521 000, do. von ägyptischer Baumwolle 36 000, schwimmend nach Großbritannien 55 000, do. do. von amerikanischer Baum⸗

wolle 21 000.

„Paris, 24. August. (W. T. B.) (Schluß.) Rohzucket stetig, 88 % neue Kondition 32 ½ 33 ½. Weißer Zucker stetig⸗ Nr. 3 für 100 kg für August 43 ½, für September 37, für Oktober⸗ Januar 31 ¼, für Januar⸗April 32 ½.

Antwerpen, 24. August. (W. T. B.) Petroleun Raffiniertes Type weiß loko 23 ½ bez. Br., do. für August 23½ B. do. für September 23 ¾ Br., do. für Oktober⸗Dezember 24 Br. Fest.

Schmalz für August 1391 . New York, 24. August. (W. T. B.) (Schluß.) Baumwol Oktober 11,23, do. für Januam

73,00,

loko middling 11,70, do. für 11,23, do. in New Orleans loko middl. 111 ½ ⅛6, Petroleum Refines (in Cases) 10,35, do. Standard white in New York 8722 do. Credit Balances at Oil City 1,60, Schmalz Western stean 11,30, do. Rohe u. Brothers 11,65, Zucker fair ref. Muscovadez 3,61 3,67, Getreidefracht nach Liverpool 3 ½, Kaffee Rio Nr. loko 14 ½, do. für August 12,78, do. für Oktober 12,82, Kupfer Standard loko 17,35 17,60, Zinn 46,05 46,50. 1“

profess 1 häft eröffnete die Börse in . Interesse gab sich lediglich für einige Spezialwere zu erkennen, die eine Steigerung ihres Kursstandes erfuhren. Infolge

—.,—.

5 ½.

Javazucker 96 % promdt

zum Deutsch

Pürrage

n Reichsanzeiger und Königlich Preußi

Berlin, Montag, den 26. Augustt

Untersuchungssachen.

Aufgebote, Verlust⸗ und Fundsachen, Zustellungen u. dergl.

Verkäufe, Verpachtungen, Verdingungen ꝛc⸗ Verlosung ꝛc. von Wertpapieren.

Kommanditgesellschaften auf Aktien u. Aktiengesellschaften.

Offentlicher Anzeiger.

Anzeigenpreis für den Raum einer 4gespaltenen Einheitszeile 30 ₰.

6. Erwerbs⸗ und Wirtschaftsgenossenschaften. 7. Niederlassung ꝛc. von Rechtsanwälten.

8. Unfall⸗ und Invaliditäts⸗ ꝛc. Versicherung. 9. Bankausweise.

10. Verschiedene Bekanntmachungen.

9) Untersuchungssachen.

[45663] Steckbrieferledigung.

Der am 19. Dezember 1904 gegen den Kaufmann und Kellerarbeiter Rudolf Lillpopp, geboren am 19. Februar 1875 in Berlin, in den Akten 3. D. J. 1219. 04 erlassene Steckbrief wird hiermit zurück⸗ genommen. 2 Berlin, den 7. August 1912.

Der Erste Staatsanwalt veim Königlichen Landgericht I.

(48902] Fahnenfluchtserklärung.

In der Untersuchungssache gegen den Musketier Ubald Weiß der 5. Komp. Inf.⸗Rgts. 118, geboren 22. 5. 88 zu Haiterbach i. Württemb., von Beruf Musiker Zigeuner —, wegen Fahnenflucht, wird auf Grund der §§ 69 ff. des Militärstraf⸗ gesetzbuchs sowie der §§ 356, 360 der Militärstraf⸗ gerichtsordnung der Beschuldigte hierdurch für fahnen⸗ flüchtig erklärt.

Darmstadt, den 22. 8. 1912.

Gericht 25. Division.

489011 Fahnenfluchtserklärung. In der Untersuchungssache gegen den Dragoner

Christof Geißler, 2/24, geboren 30. 8. 89, Seligen⸗

stadt, Hessen, wegen Fahnenflucht, wird auf Grund

der §§ 69 ff. des Militärstrafgesetzbuchs sowie der

§§ 356, 360 der Militärstrafgerichtsordnung der Be⸗

schuldigte hierdurch für fahnenflüchtig erklärt. Darmstadt, den 22. August 1912. b

Gericht 25. Division.

[48899] 3 In der Untersuchungssache gegen den zur Dis⸗ position der Ersatzbehörden entlassenen ehemaligen Musketier Richard Koburg aus dem Landwehr⸗ bezirk Elberfeld, wegen Fahnenflucht, wird auf Grund der §§ 69 ff. des Militärstrafgesetzbuchs sowie der §§ 356, 360 der Militärstrafgerichtsordnung der Beschuldigte hierdurch für fahnenflüchtig erklärt. Düsseldorf, den 23. August 1912. Königliches Gericht der 14. Division.

[48900] Fahnenfluchtserklärung und Beschlagnahmeverfügung.

In der Untersuchungssache gegen den Musketier Karl Staat, geb. 18. 4. 87 in Wörth a. S., der 1. Komp. Inf.⸗Regts. Nr. 164, wegen Fahnenflucht, wird auf Grund der §§ 69 ff. des Militärstraf⸗ gesetzbuchs sowie der §§ 356, 360 der Militärstraf⸗ gerichtsordnung der Beschuldigte hierdurch für fahnenflüchtig erklärt und sein im Deutschen Reiche befindliches Vermögen mit Beschlag belegt.

Hannover, den 23. August 1912.

Gericht der 20. Division.

[48904] Fahnenfluchtserklärung.

In der Untersuchungssache gegen den zur Dis⸗ position der Ersatzbehörden entlassenen Musketier Franz Look vom Landwehrbezirk Metz, geboren 19. 6. 1889 zu Essen, wegen Fahnenflucht, wird auf Grund der §§ 69 ff. des Militärstrafgesetzbuchs sowie der §§ 356, 360 der Militärstrafgerichtsordnung der Beschuldigte hierdurch für fahnenflüchtig erklärt.

Metz, den 23. August 1912.

Gericht der 33. Division.

[48905] Fahnenfluchtserklärung.

In der Untersuchungssache gegen den Kanonier II. Klasse der Reserve Hermann Gaßner vom Landwehrbezirk Metz, geboren am 27. 1. 1888 zu Pleinfeld, Kreis Weißenburg, Bayern, wegen Fahnen⸗ flucht, wird auf Grund der §§ 69 ff. des Militär⸗ strafgesetzbuchs sowie der §§ 356, 360 der Militär⸗ strafgerichtsordnung der Beschuldigte hierdurch für fahnenflüchtig erklärt.

Metz, den 23. August 1912.

Gericht der 33. Division.

[48898] Fahnenfluchtserklärung.

In der Untersuchungssache gegen den Musketier Adam Johann Müller, 8. Komp. Inf.⸗Regt. 55, geb. 9. 5. 89 zu Bleckhausen, wegen Fahnen⸗ flucht, wird auf Grund der §§ 69 ff. des M.⸗St.⸗ G.⸗B. sowie der §§ 356, 360 der M.St.⸗G.⸗O. der Beschuldigte hierdurch für fahnenflüchtig erklärt.

Münster i. W., den 22. August 1912.

Gericht der 13. Division.

[48903] Fahnenfluchtserklärung. . In der Untersuchungssache gegen den Musketier

Wühelm Wernersbach, 1. 132, geb. 7. 1. 1890 zu

Worms, wegen Fahnenflucht, wird auf Grund der

§ 69 ff. des Millitärstrafgesetzbuchs sowie der 356, 360 der Militärstrafgerichtsordnung der Be⸗

chuldigte hierdurch für fahnenflüchtig erklärt. Straßburg i. Els., den 19. August 1912.

Gericht der 31. Division.

(48906] h Die am 18. Juni 1912 gegen Matrosen Rudolf Alfred Arnold Majewski, 2. Komp. II. Matrosen⸗ division, erlassene Fahnenfluchtserklärung wird auf⸗ gehoben. 1 Wilhelmshaven, den 20. August 1912. Gericht der II. Marineinspektion.

1ö11“

2) Aufgebote, Verlust⸗ u. Fund⸗ sachen, Zustellungen u. dergl.

143382] Zwangsversteigerung.

Im Wege der Iöwangsvolstreckung soll das in Tegel belegene, im Grundbuche von Berlin⸗Tegel Band 18 Platt Nr. 531 zur Zeit der Eintragung

des Versteigerungsvermerks auf den Namen der ver⸗ ehelichten Töpfermeister Anna Groß, geb. Grabke, in Berlin eingetragene Grundstück am 23. Sep⸗ tember 1912, Vormittags 10 ¼ Uhr, durch das unterzeichnete Gericht an der Gerichtsstelle, Berlin N. 20, Brunnenplatz, Zimmer Nr. 30 1, versteigert werden. Das Grundstück, a. Wohnhaus mit Hof⸗ raum und Hausgarten, b. Hinterwohnhaus in Berlin⸗ Tegel, Schulstraße 12, umfaßt die Parzelle Flurbuch Kartenblatt 1 Nr. 1730/150 ꝛc. und ist 8 a 93 qm. groß. In der Grundsteuermutterrolle ist es unter Artikel 454, in der Gebäudesteuerrolle unter Artikel 400 mit einem jährlichen Nutzungswert von 8700 eingetragen. Der Versteigerungsvermerk ist am 20. Juli 1912 in das Grundbuch eingetragen. Berlin, den 27. Juli 1912. Königliches Amtsgericht Berlin⸗Wedding. Abteilung 6.

[43383] Zwangsversteigerung.

Im Wege der Zwangsvollstreckung soll das in Berlin belegene, im Grundbuche von Berlin (Wedding) Band 59 Blatt Nr. 1422 zur Zeit der Eintragung des Versteigerungsvermerks auf den Namen der verehe⸗ lichten Kaufmann Frau Marie Werner, verw. Crüger, geb. Glaschke, und deren Sohn Wilhelm Crüger, geboren am 22. November 1895, beide in Char⸗ lottenburg wohnhaft, in ungeteilter Erbengemeinschaft, eingetragene Grundstück am 24. September 1912, Vormittags 10 ½ Uhr, durch das unterzeichnete Gericht, an der Gerichtsstelle, Berlin N. 20, Brunnen⸗ platz, Zimmer Nr. 32, I Treppe, versteigert werden. Das Grundstück ist in der Liebenwalderstraße 15 in Berlin belegen und umfaßt die Parzellen: Flurbuch Kartenblatt 22 Nr. 652/30 und 1899,26 und ist 5 a 76 qm groß. Auf der Parzelle 652/30 befinden sich: a. Vorderwohnhaus mit Anbau rechts und Hof, b. Seitenwohngebäude rechts, c. Stall und Remise links. Die Parzelle 1899/26 ist als Acker und Garten verzeichnet. In der Grundsteuermutterrolle ist das Grundstück unter Artikel Nr. 4356 einge⸗ tragen, und zwar die Parzelle 1899/26 mit einem Grundsteuerreinertrag von 0,11 Talern, in der Ge⸗ bäudesteuerrolle ist die Parzelle 652/30 unter Artikel 4356 eingetragen mit einem jährlichen Nutzungswert von 5820 ℳ. Die Parzelle 1899/26 ist in der Ge⸗ bäudesteuerrolle mit einem Bestande nicht nachge⸗ wiesen. Der Versteigerungsvermerk ist am 22. Juli 1912 in das Grundbuch eingetragen.

Berlin, den 29. Juli 1912.

Königliches Amtsgericht Berlin⸗Wedding. Abteilung 7.

[40934] Aufgebot. 8 Es ist das Aufgebot folgender Urkunden Zwecke der Kraftloserklärung beantragt worden:

1) folgender von dem Kaufmann Julius Falk ausgestellten und von dem Lederfabrikanten Arnold Schlosser in Berlin, Dresdenerstr. 24, akzeptierten Wechsel: per 26. November 1904 über 2000 ℳ, per 31. Dezember 1904 über 2000 ℳ, per 10. De⸗ zember 1904 über 2000 ℳ, per 17. Dezember 1904 über 2000 ℳ, per 24. Dezember 1904 über 2000 ℳ, per 7. Januar 1905 über 2000 ℳ, per 14. Januar 1905 über 2000 ℳ, per 21. Januar 1905 über 2000 ℳ, per 28. Januar 1905 über 2000 ℳ, ferner folgender von der Firma S. Binswanger jun. in Frankfurt a. M., Neckarstr. 10, ausgestellten, von dem Kaufmann Julius Falk girierten und von dem Leder⸗ fabrikanten Arnold Schlosser akzeptierten Wechsel: per 30. November 1904 über 1350 ℳ, per 7. De⸗ zember 1904 über 1000 ℳ, per 17. Dezember 1904 über 1500 ℳ, per 24. Dezember 1904 über 1500 ℳ, per 20. November 1904 über 2375 ℳ, beantragt von dem Kaufmann Julius Falk in Berlin, Neander⸗ straße 4, vertreten durch die Rechtsanwälte Hans Imberg II., Dr. Felir Pick, Dr. Rosenberger und Dr. Frankfurter in Berlin, 4;

2) der Schuldverschreibung des Kreises Teltow Nr. 7951, XII. Ausgabe, Buchstabe A über 5000 zu 4 %, beantragt von dem Kriminalschutzmann Franz Fromm in Berlin, Steglitzerstr. 14;

3) eines von Bruno Cohn, Berlin, Neue König⸗ straße 71, akzeptierten, am 21. Juli 1911 fällig gewesenen Wechsels über 112 ℳ, ausgestellt am 12. Mai 1911, beantragt vom Aussteller, Kaufmann Hugo Bartsch in Cunnersdorf im Riesengebirge, vertreten durch den Rechtsanwalt Justizrat Gold⸗ stein in Berlin, Friedrichstr. 192;

4) der drei 4 ½ % igen Teilschuldverschreibungen der Berliner Elektrizitätswerke in Berlin Nrn. 2718, 2123 und 1523 vom Jahre 1901, lautend übern je 1000 ℳ, beantragt von der Victoria zu Berlin, Allgemeine Versicherungs⸗Aktien⸗Gesellschaft in Berlin, vertreten durch die Rechtsanwälte Justizrat Schönborn und Dr. Grosse in Berlin, Lindenstr. 15;

5) eines am 16. Februar 1911 von Bartel u. Laufs

ausgestellten, von Richard Laufs akzeptierten und am 17. Februar 1911 fällig gewesenen Wechsels über 3506 ℳ, beantragt von dem Schmiedemeister Gustav Heinicke in Berlin, Posenerstr. 4, vertreten durch die Rechtsanwälte Löb und Salomon in Berlin, Kottbuser Damm 5; 6) a. des unkündbaren Hypothekenbriefes der Preußischen Boden⸗Credit⸗Aktien⸗Bank vom Jahre 1875 Serie IV Lit. C Nr. 4 über 600 ℳ, b. der 4 % igen unkündbaren Hypothekenpfandbriefe der Deutschen Hypothekenbank (Aktiengesellschaft), Serie X, Lit. C Nr. 11 345 und Serie XII Lit. C Nr. 4278 über je 1000 ℳ, c. des Hypothekenpfandbriefs der Berliner Hypothekenbank, Aktiengesellschaft, Serie IV Lit. D Nr. 3665 über 1000 ℳ, beantragt von Frau Marie Döring, geb. May, in Wernigerode, Bahnhof⸗ straße 10;

7) eines am 30. Oktober 1911 von Gebr. Fink ausgestellten, von Hans Schulz, Baumschulenweg, Baumschulenstr. 9/10, akzeptierten und am 11. No⸗ vember 1911 fällig gewesenen Wechsels über 111,05 ℳ, beantragt von der offenen Handelsgesellschaft Gebr. Fink in Berlin, Schillingstr. 12, vertreten durch den

zum

Rechtsanwalt Justizrat Stachowski in Berlin, Große Frankfurterstr. 89;

8) eines am 15. Juni 1911 von Otto Dietrich ausgestellten, von Felix Wollheim in Berlin, Encke⸗ platz 6, akzeptierten und am 24. August 1911 fällig gewesenen Wechsels über 150 ℳ, beantragt von dem Kaufmann Otto Dietrich in Charlottenburg, Kaiser Friedrichstr. 25, vertreten durch die Rechtsanwälte Justizrat Dr. Lehfeld, Schönberg und Dr. Schimmel in Berlin, Schillstraße 12;

9) der Hypothekenpfandbriefe der Preußischen Pfandbriefbank in Berlin, Emission XVIII Lit. C Nr. 13 305 und Nr. 15 091 über je 1000 ℳ, be⸗ antragt von dem Gastwirt H. Hübermann in Winsen g. L., vertreten durch den Rechtsanwalt Herming⸗ hausen in Winsen a. L.;

10) der 3 ½ % igen Kur⸗ und Neumärkischen Ritter⸗ schaftlichen Kommunalschuldverschreibungen Nr. 56 131. bis 56 136 über je 150 ℳ, beantragt von Frau Elise Heyden in Nieder Schönhausen, Beuthstr. 27 I, ver⸗ treten durch die Rechtsanwälte Justizrat Dr. Heinitz und Dr. Wrzeszinski in Berlin, Mohrenstr. 56;

11/12) der Lose der Kgl. Preußischen 226. Klassen⸗ lotterie a. Abt. I Nr. 27 100, bestehend aus ¼ Losen A— D, b. Abt. I Nr. 133 035, bestehend aus ¼ Losen C und D, beantragt von dem Kaufmann Eugen Jung⸗ mann in Berlin, Elsasserstr. 47, vertreten durch die Rechtsanwälte Lenk und Dr. Michaelis in Berlin, Kleine Präsidentenstr. 3;

13) eines von Herrn Richard Koch in Perleberg akzeptierten, am 1. Dezember 1910 fällig gewesenen Wechsels über 333,70 ℳ, zahlbar bei der Deutschen Bank in Berlin, ausgestellt von der Firma Osborne & Co., G. m. b. H. in Berlin, beantragt von der Zessionarin der Ausstellerin, der Firma Deutsche International Harvester Company mit beschr. Haftg. in Berlin, Rudolfstr. 5/7, vertreten durch die Rechts⸗ anwälte Justizrat Neumann und Dr. Auerbach in Berlin, Linkstr. 16.

Die Inhaber dieser Urkunden werden aufgefordert, spätestens in dem auf den 17. März 1913, Vormittags 11 Uhr, vor dem unterzeichneten Gerichte, Neue Friedrichstraße 13/14, III. Stock⸗ werk, Zimmer 106/108, anberaumten Aufgebots⸗ termine ihre Rechte anzumelden und die Urkunden vorzulegen, widrigenfalls die Kraftloserklärung der Urkunden erfolgen wird.

Berlin, den 10. Juli 1912.

Königliches Amtsgericht Berlin⸗Mitte. Abteilung 84.

[48726] Das K. Amtsgericht Mindelheim hat am 14. August 1912 folgendes Aufgebot erlassen: Der Kaufmannn Georg Schöne in München hat das Aufgebot der angeblich verloren gegangenen Kassen⸗ scheine der Filiale der B. Handelsbank in Mindel⸗ heim Nr. 453 zu 4 % über 3000 ℳ, Nr. 524 zu 4 % über 1000 und Nr. 525 zu 4 % über 10900 beantragt. Der Inhaber der Kassenscheine wird aufgefordert, spätestens in dem auf Donners⸗ tag, den 20. März 1913, Vorm. 11 Uhr, im Sitzungssaale des K. Amtsgerichts Mindelheim anberaumten Aufgebotstermin seine Rechte anzumelden und die Kassenscheine vorzulegen, widrigenfalls deren Kraftloserklärung erfolgen wird. Mindelheim, den 21. August 1912. Gerichtsschreiberei des K. Amtsgerichts.

[48980] Verloren wurde ein Venediger 30 Lire⸗Los von 1869, Serie 13 600 Nr. 21. München, den 22. August 1912. 8 K. Polizeidirektion. Esssuan.

[48979] Bekanntmachung.

Abhanden gekommen sind: die 4 % igen unverlos⸗ baren Pfandbriefe unseres Instituts: Lit. J zu 1000,— Nr. 37007 und Lit. K zu 500,—

Nr. 25662. München, den 23. August 1912. Bayerische Handelsbank. Die Direktion.

[48339 Verlustanzeige.

Auf unerklärliche Weise ist der Mantel zum Couponbogen 1/500 Lit. B Nr. 5150 der 4 ½ % Masch. Fabr. Eßlingen Obl. zu Verlust gegangen, und wird hiermit vor Erwerbung desselben gewarnt. Zweckdienliche Mitteilungen wollen an die Unter⸗ zeichnete gerichtet werden.

Frau Lilli Bauer, Freyung v. W., N. Bayern.

[48732]

Der von uns auf das Leben des Schmiedemeisters Herrn Carl Ernst Störl in Chemnitz unterm 4. November 1891 ausgefertigte Versicherungs⸗ schein Nr. 121 über 3000,— ist uns als ver⸗ loren gegangen gemeldet worden. Wir fordern den⸗ jenigen, in dessen Besitz dieser Versicherungsschein sich etwa befindet, hierdurch auf, sich innerhalb 3 Monaten bei uns zu melden, andernfalls der Versicherungsschein gemäß § 19 der in ihm abge⸗ druckten Bedingungen für nichtig erklärt und durch eine Neuausfertigung ersetzt werden wird.

Dresden, den 22. August 1912. 1 „Urania“ Actiengesellschaft für Kranken⸗, Unfall⸗ u.

Lebens⸗Versicherung zu Dresden. Clemens.

[4878383 8

Der Hinterlegungsschein Nr. 92 588, ausgestellt über die Hinterlegung des Berscheenne ein Nr. 412 497, nach welchem eine Versicherung auf das Leben des Molkereipächters Herrn Carl Lobsiger, früher in Tiege, jetzt in Alt Terranova, genommen worden ist, soll abhanden gekommen sein. Wer sich im Besitz der Urkunde befindet oder Rechte an der Versicherung nachweisen kann, möge sich bis zum

26. Oktober 1912 bei uns melden, widrigenfalls

wir ohne Rückgabe des Hinterlegungsscheins an den nach unseren Büchern Berechtigten Zahlung leisten werden. Gotha, den 23. August 1912. Gothaer Lebensversicherungsbank a. G Dr. R. Mueller.

[48915] Die Versicherungsscheine Nr. 58095, 78930, 84696, 85420, 110949 A, 5746, 18072, 32721 B, 1029 B K sind angeblich abhanden gekommen. Sofern inner⸗ halb eines Monats, vom Tage dies Aufrufs ab gerechnet, Ansprüche bei uns nicht geltend gemacht werden, stellen wir gemäß § 19 der Allgemeinen Versicherungsbedingungen Ersatzurkunden aus. Haynau, den 22. August 1912. ScSchlesische Lebensversicherungs⸗Gesellschaft auf Gegenseitigkeit zu Haynau. 3 Nerger.

[487333 V“

Die Pfandscheine Nr. DD 975 und Nr. D 976, die wir beide am 6. Dezember 1905 über die Lebens⸗ ö Nr. 43 130 und Nr. 50 133 vom 15. November 1871 und vom 1. September 1873 für Herrn Wilhelm Heckelmann, Schuhmachermeister in Wiesbaden, und für Frau Catharina Heckel⸗ mann, geb. Horn, in Wiesbaden letztere am 2. Mai 1912 in Wiesbaden verstorben aus⸗ gefertigt haben, sollen abhanden gekommen sein. Wir fordern die etwaigen Inhaber auf, sich unter Vorlegung der Pfandscheine binnen zwei Mo⸗ naten von heute ab bei uns zu melden. Meldet sich niemand, so werden wir die Pfandscheine für kraftlos erklären.

Leipzig, den 25. August 1912.

Teutonia Versicherungsaktiengesellschaft in Leipzi vorm. Allg. Renten⸗Capital⸗ u. Lebensversicherungsbe

bIII““ Dr. Bischoff. F. V.: Haenel [48730] Aufgebot.

Die Witwe Charlotte Beify in Havelberg hat das Aufgebot zum Zwecke der Ausschließung des Gläubigers der auf dem Grundbuchblatte des ihr gehörigen Grundstücks Havelberg Band 42 Blatt Nr. 571 Abteilung III Nr. 2 für den Johann Wilhelm eingetragenen Kautionshypothek gemäß § 1170 B. G. beantragt. Der Gläubiger wird aufgefordert, spätestens in dem auf den 6. November 1912, Vormittags 11 Uhr, vor dem unterzeichneten Gerichte anberaumten Auf⸗ gebotstermine seine Rechte anzumelden, widrigenfalls seine Ausschließung mit seinem Rechte erfolgen wird.

Havelberg, den 15, August 1912.

Königliches Amtsgericht.

[48442] 8

Herzogliches Amtsgericht Wolfenbüttel hat heute folgendes Aufgebot erlassen: Der Bauunternehmer Wilhelm Seuber in Wolfenbüttel hat das Aufgebot des Hypothekenbriefs, betr. die im Grundbuch von Wolfenbüttel Band XI Blatt und Seite 241 auf das Grundstück Wohnhaus No. ass. 979 hier für ihn eingetragene Darlehnshypothek von 7000 vom 18. August 1911 nebst der zugehörigen Schuld⸗ urkunde vom 7. August 1911, beantragt. Der In⸗ haber der Urkunden wird aufgefordert, spätestens in dem auf den 12. April 1913, Vormittags 11 Uhr, vor dem Herzogl. Amtsgerichte hier, Zimmer Nr. 7, anberaumten Aufgebotstermine seine Rechte anzumelden und die Urkunden vorzulegen, widrigenfalls die Kraftloserklärung der Urkunden er⸗ folgen wird.

Wolfenbüttel, den 15. August 1912.

Der Gerichtsschreiber Herzoglichen Amtsgerichts:

Wille, Gerichtssekretär.

[48601] Aufgebot.

Die Witwe Elisabeth Lindemuth, geb. Freitag, in Lehe, hat beantragt, ihren Bruder, den ver⸗ schollenen Schlosser Karl Siegmund Heinrich Freitag, zuletzt wohnhaft gewesen in Berka a. W., für tot zu erklären. Der bezeichnete Verschollene wird aufgefordert, sich spätestens in dem auf den 28. Februar 1913, 11 ¼ Uhr Vormittags, vor dem unterzeichneten Gericht anberaumten Termtne zu melden, widrigenfalls die Todeserklärung erfolgen wird. An alle, welche Auskunft über Leben oder Tod des Verschollenen zu erteilen vermögen, ergeht die Aufforderung, spätestens im Aufgebotstermine dem Gericht Anzeige zu machen.

Gerstungen, den 15. August 1912.

Großh. S. Amtsgericht. II.

ufgebot.

eyreuter in Hofgeismar, Pfleger der Nachgenannten, hat beantragt, die ver⸗ eae. Levi Birnbaum, Herz Birubaum, Moses Birnbaum, sämtlich aus Sielen, zuletzt wohnhaft in Sielen, für tot zu erklären. Die be⸗ zeichneten Verschollenen werden aufgefordert, sich spätestens in dem auf den 15. April 1913, Vor⸗ mittags 10 Uhr, vor dem unterzeichneten Gericht anberaumten Aufgebotstermine zu melden, widrigen⸗ falls die Todeserklärung erfolgen wird. An alle, welche Auskunft über Leben oder Tod der Ver⸗ schollenen zu erteilen vermögen, ergeht die Aufforde⸗ rung, spätestens im Aufgebotstermine dem Gericht Anzeige zu machen. F. 5/12. 3.

Hofgeismar, den 17. August 1912.

Königliches Amtsgericht. Abt. I.

[48727] Aufgebot.

Die Konrad Lind Witwe, Katharine geb. Schultheis, von Villingen und Karl Schultheis in Münzenberg haben beantragt, die verschollenen Johannes Dietz, geboren am 2. Oktober 1843 zu Obbornhofen, 2) seine Ehefrau, Karoline Philippine Margarete

eb. Schultheis, geboren am 3. Januar 1846 zu Viütngen, und ihrer Kinder, 3) Wilhelm Dietz, geb.

[48913] A Der Kanzleigehilfe

11“