1913 / 137 p. 5 (Deutscher Reichsanzeiger, Thu, 12 Jun 1913 18:00:01 GMT) scan diff

litt durch kühle Nächle,

der

Bei Gerste und Hafer heelatraͤchtigte Mangel an Feuchtigkeit, zumal auf leichteren Böden, sowie zunehmende Verunkrautung die Entwicklung, die indessen infolge der hohen Temperaturen und einiger Gewitterregen Ende Mai bedeutende Fortschritte aufweist. In den Sudetenländern sowie in Westgalizien machen sich manchenorts Draht⸗ würmer vornehmlich bei Hafer bemerkbar.

„Mais ist in Niederösterreich, Mähren und in den Karpathen⸗ ländern lückenhaft aufgegangen, während in Kärnten und Krain manche Maissaaten durch älichtet Frühgebauter Mais wird teilweise schon behäufelt, hingegen spät bestellter erst behackt. 8 1u“

Kartoffeln sind gut aufgegangen, entwickeln gesundes Kraut und werden behackt, Frähsorten fogar schon behäufelt. In den höheren Lagen der Alpen⸗ und Sudetenländer treiben die Kartoffeln erst aus der Erde empor, ebenso zum größten Teile in den Karpathenländern, wo die Kulturarbeiten infolge großer Bodenfeuchtigkeit sehr im Rück⸗ tande sind. .

Zuckerrüben. Starker Temperaturwechsel und Trockenheit be⸗ wirkten einen ungleichen, teilweise schütteren und lückenhaften Stand, namentlich bei Spätsaaten, die daher mehr oder minder stark ver⸗ unkrautet sind. Die erste Hacke ist fast gänzlich, das Vereinzeln der Frühsaaten zum größeren Teile durchgeführt.

Futterrüben. Mit dem Behacken wurde begonnen, zeitige Saaten werden bereits vereinzelt. Das Pflanzen von Steckrüben wird in höheren Lagen noch fortgesetzt.

Kraut wurde durch Reif und Eedflöhe beschädigt. Das Aus⸗ pflanzen ist infolge der Trockenheit vielfach bis Ende Mai verschoben worden.

Bei Klee (Rorksee und Luzerne) sind die Folgen der früheren Fröste trotz warmer Gewinzterregen gegen Ende Mai noch nicht aus⸗ geglichen. Er ist teilweise schwach bestockt, schütter oder lückenhaft, dabei verunkrautet und kurz. Die Kleebeuernte ist in den Alpen⸗ ländern sowie in Tieflagen der Sudetenländer in vollem Zuge und in den Südländern, ferner in Südsteiermark, Krain und Südtirol in bester Qualität zumeist schon eingebracht.

Wiesen zeigen in mehr trockenen Lagen eine vorwiegend kurze und infolge teilweisen Fehlens der Untergräser auch schüttere Gras⸗ narbe, die bieher nur auf Wäͤsserungs⸗ beziehungsweise Niederungs⸗ wiesen zu besserer Entwicklung gelangen konnte. In den Alpen⸗ ländern hat die Heumahd auf mehrschürigen Wiesen bereits begonnen.

Weiden benötigen zur Kräftigung der Grasnarke in erster Linie ergiebiger Ni derschläge. Alpweiden haben sich unter dem Einflusse der Wärme merklich erholt; sie sind zum größten Teile befahren.

Leinsaaten sind zwar gut aufgegangen, aber stellenweise stark von Unkraut durchsetzt.

Hopfen. Die Pflanzen haben tellweise bereits erreicht, teilweise jedoch kaum die Hälfte hiervon erklommen. In manchen Gärten sind überhaupt erst wenige Triebe sichtbar. Der Stand muß daher als ein sehr ungleichmäßiger bezeichnet werden. Ueberdies sind in einigen Gebieten Böhmens viele Anlagen von der Hopfenblattlaus bedroht. (Wiener Zeitung.)

2 bis 3 m Höhe

Saatenstand in Rußland.

Der schon im Monat April überall erwartete Regen trat erst in den ersten Tagen des Monats Mai ein und hielt im ganzen Monat mit tageweisen Unterbrechungen an. Die Wintersaaten entwickelten sich dann auch zusehends. Sie haben fast im ganzen Amtsbezirk ein gutes Aussehen und bieten Aussichten auf eine ausgiebige Ernte. Auch die Sommersaaten sind im allgemeinen befriedigend aufgegangen, doch sind sie im Wachstum infolge tagelanger kalter Witterung auf⸗ gebalten worden. Die Mitte Mai einget;etenen Nachtfröste, die länger als eine Woche währten. haben auf die Getreidesaaten nicht gerade einen verschlechternden Einfluß gehabt, doch haben sie den Gemüsearten und den bereits in Blüte gewesenen Fruchtbäumen be⸗ denklich geschadet.

In dem Gouvernement Charkow haben sich die Wintersaaten infolge des reichhaltigen Regens gut erholt, auch die Sommersaaten sind gut aufgegangen. Die Futtersaaten haben indessen dusch die Maifröste etwas gelitten. Nicht ganz so günstig stehen die Saaten in den Gouvernements Kursk und Woronesch, doch sind sie auch dort im allgemeinen als befriedigend zu bezeichnen. Ueber befriedigend stehen die Saaten im Gonvernement Jekaterinoslaw, die Winter⸗ saaten stehen dort im allgemeinen besser als die Sommersaaten, doch wünscht man dort noch viel Regen, da der Boden stellenweise schon recht trocken gewo den ist. Dagegen zeigt der Boden im Dongebiet, besonders auf der linken Donseite, nech ausreichende Feuchtigkeit, die Niederschläge waren dort reichhaltig, stellenweise wiederholt wolken⸗ hruchartig und haben die Niederungen überflutet. Im allgemeinen ist der Saatenstand im Dongebier ebenfalls als übermittel zu be⸗ zeichnen. (Bericht des Kaiserlichen Konsulats in Charkow vom 5. Juni 1913)

Gesundheitswesen, Tierkrankheiten und Absperrungs⸗ 1 maßregeln. Rußland.

Durch Verfügung der russischen Kommission zur Bekämpfung Pestgefabr sind die Ravons Bachars und Turbeti⸗ Scheichi⸗Dschama der Provinz Chorassan für pestverseucht und das Transkaspigebiet für pestbedroht erklärt worden.

Türkei.

Der internationale Gesundheitsrat in Konstantinopel hat die für

8

8

8

die Herkünfte von Bouchir angeordneten Quarantänemaß⸗ nahmen wieder aufgehoben. Ferner hat der internationale Ge⸗ sundheitsrat verfügt, daß die Herkünfte von Kermanchah bei der Ankunft in Hanéguine einer ärztlichen Untersuchung unterliegen.

Apus Cöln wird der „Rhein.⸗Wesff. Ztg.“ g t, daß beim Bau der neuen Rheinbrücke (Ersatzschiffbrücke) am 10. Juni alle Zimmerleute die Arbeit eingestellt haben, weil angeblich der tarif⸗ mäßige Lohn ihnen nicht gezahlt worden ist. Gleichzeitig haben die Verbandsleitungen der Arbeiterorganisationen an die Stadtverwaltung das Ersuchen gerichtet, daß diese auf Erfüllung der Arbeiterforderungen dränge.

Zu dem Ausstand der Seidenfärber im Wupvertal be⸗ richtet die „Köln. Ztg.“, daß er bis jetzt auf zehn Betriebe mit 400 Färbern sich erstreckt. Bei zwei Firmen, bei denen eine 14 tägige Kündigungsfrist besteht, haben die Arbeiter am 10. Juni die Kündigung eingereicht. Inzwischen haben die Ausständigen, die ursprünglich die Ausführung von Streikarbeit durch die Färbereibesitzer ols Grund des Ausstandes angaben, auch Lohnforderungen geltend gemacht. Sie fordern eine Lohnerhöhung von 15 % 56stündige Arbeitszeit sowse für die erste Ueberstunde 60 ₰, für die zweite 70 ₰. Bei den Lohnforderungen, die sie vor drei Wochen erhoben, hatten sie nur 10 % Lohnerhöhung verlangt. Damals hatten die Färbereibesitzer nach Erledigung des Crefelder Ausstands sie ihnen zum 1. August zugesichert.

8 8

b Nachweisung der in den Hauptbergbaubezirken Preußens im 1. Vierteljahre 1913 verdienten Bergarbeiterlöhne.“) I. Durchschnittslöhne sämtlicher Arbeiter.

Verfahrene Arbeit⸗ schichten auf 1 Arbeiter

Verdiente reine Löhne (nach Abzug aller Arbeitskosten sowie der Versicherungsbeiträge)

11I1“ auf 1 Arbeiter

im ganzen auf 1 Schicht

Bergbaues 1 J. 8 mitte

1912 1912

11.

IV. V.⸗J. I. 1912 1913 Zahlen)

1. 9.

mittel 1912

a. Steinkohlen⸗ bergbau in Oberschlesien .. . in Niederschlesien... im Oberbergamtsbezirk Dortmund: a. Nördliche Reviere²). b. Südliche Reviere ²) .

Summe O.⸗B.⸗A. Dort⸗ mund (a, b und Revier L1116“”“

bei Saarbrücken (Staats⸗ 1““

bo““ am linksseitigen Niederrhein b. Braunkohlen⸗ bergbau

im Oberbergamtsbezirk Halle linksrheinischer....

c. Salzbergbau im Oberbergamtsbezirk Halle im 1 Clausthal

d. Erzbergbau in Mansfeld (Kupferf chiefer im Oberharz

1““ in Nassau und Wetzlar.. son 8 rechtsrheinischer. linksrheinischer....

33 790 658 7 520 493

3,50 3,29

33 045 960 7 468 180

119 975

27 827

123 973 28 727

115 563 645 31 631 397

5,08 4,86

121 769 148 32 691 015

263 335 76 090

284 833 79 607

276 227

77 911

152 285 505

15 996 790 1 10529 238

159 846 008

16 716 294 5 292 049 5 554 387

350 359 48 918

05, 22 25 339

377 437

49 115 14 309

12 979

366 334

48 978 26 649

3,68

40 453 4,10

9 897

40 250

9 706

40 624 . 7 11 757 64 4 4,15

9 547 7 3 114 3 134 646 4,20

7— 4, 1 9 4,38

4,34

324

3 970 240 3 816 066

328 338

12 190 12 329

12 091 11 277

12 099 10 801

289 2573) 339

3 920 945 673 315 . 3 809 769 1 777 066 1 344 570 717 669

80 76 652 854⁴) 76 78 3 870 693 76 76 1 783 737 74 77 1 350 476 74 75 699 255

13 177 2 544 11 416 6 704 4 819 2 937

13 302 2 580 11 288 6 730 4 670 2 963

13 145 2 566 10 956 6 764 4 733

2 923

3,69 3,66 3,43)) 3,281) 4,34 4,27 3,47 3,44 266 3,74 3,68 280 3,211 3,18] 238

261; 38 261 288 29

79 . . . . . 790

. 3,79

3,20

Januar 1913 (A. Seite 186 des Jahrganges 1912, Bd. 60, der Zeitschrift Nähere Erläuterungen über die vorgenommenen gegeben werden.

3 ¹) Die Nachweisung ist zufolge des Erlasses vom 16. für das Berg⸗, Hütten⸗ und Salinenwesen) nach neuen Grundsäͤtzen aufgestellt worden. ute Aenderungen und deren Folgen werden in der 1. statistischen Lieferung des laufenden Jahrganges der Zeitschrift ²) und ²) siehe Anmerkung ³) und ³) der unteren Nachweisung. ¹) Hinzu tritt der Wert der Brotkornzulage: im I. V.⸗J. 1913 0,15 IV. V.⸗J. 1912 = 0,14 für 1 Schicht. im Jahresmittel 1912 81ö

18

II. Durchschnittslöhne der einzelnen Arbeiterklassen auf 1 Schicht.

Sonstige unterirdisch 1e8 tedhage,b eschäf⸗ und in Tagebauen schließlich der jugend⸗ beschäftigte Arbeiter lichen und weiblichen)

Lreiner Lohn reiner Lohn

¹

Unterirdisch und in Tagebauen be⸗ schäftigte Bergarbeiter im engeren Sinne

Preiner Lohn

Jugendliche männ⸗ siche Arbeiter

Weibliche Arbeiter unter 16 Jahren

cht der n Tage⸗

1u“ b Bezirk

Art und

gten Berg⸗ en Sinne ¹)

ch ir

2 1 8

reiner Loh

eine

ter

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i. enger

e

des Bergbaues I.

868 8

irdi

von der Gesamtzahl von der Gesamtzahl der Arbeiter von der Gesamtzahl der Arbeiter von der

1912

Gesamtzahl

der Arbeiter der Arbe

der Arbeiter mittel

Dauer einer S unterirdis bauen b arbeiter Jahres⸗ 22 mittel 1912

82

5 Gesamtzahl

Q S 8 2 0

80 S. 5F

2 2

d0

1.

a. Steinkohlen⸗ bergbau in Oberschlesien.. in Niederschlesien im Oberbergamts⸗ bezirk Dortmund: a. Nördliche Re⸗ eö“ b. Südliche Re⸗ Miere *) . . Summe O.⸗B.⸗A. Dortmund (a, b und Revier Hamm) bei Saarbrücken (Staatswerke)... bei Aachen..... am linksseitigen Niederrhein...

b. Braunkohlen⸗ bergbau im Oberbergamts⸗ bezirk Halle: unterirdisch. . 1 3,53 3,49 in Tagebauen. 05 3,9: 3,59 3,56 Summe. 26 1 J.5 8,52 linksrheinischer .. 39 4,28 c. Salzbergbau im venreergamts⸗ f ““

bezirk⸗

im Bberbergamts⸗ bezirk Clausthal. d. Erzbergbau

in Mansfeld (Kupfer⸗

L1 64,6

im Oberharz.. 44,4

in Siegen .. .. 60,6

in Nassau u. Wetzlar 37,1

sonstiger rechts⸗ rheinischer... 5

linksrheinischer ... j 4

Tusschlieplich der Ein⸗ und Ausfahrt, aber einschließlich der Pausen. üenncs eg heft vergl. Spalte 2 von I.

22,0 v. H.: bis 8 Stunden; 70,2 v. H.: bis 10 Stunden; 7,7 v. H.: bis 11 Stunden; 4 v. H.: bis 6 Stunden; 0,5 v. H.: bis 7 Stunden; 98,1 v. H.: bis 8 Stunden.

v. H.: bis 6 Stunden; 0,2 v. H.: bis 7 Stunden; 99,5 v. H.: bis 8 Stunden.

v

v

1,47 1,42 1,42

2,02

3,41 3,84

2. 3,39

3,83

1,91 1,94

1,61 3,18

3,80 3,85

1,45 1,64

4,73 4,95

4,82

4,87

4,00 4,14

1,28 0 1,87 1,35

1,61

3,90 3,62 ¹⁰) 3,87

3,42

3,65 3,80

1,88 1,39 ¹° 2,03 1,83

1,79 1,38

3 89 4,11 0) 5,07 3,69

3,82 0) 485] 3,60

4,13

3,39

3,56 3,01 ¹⁰) 3,89 3,35

3,35

3,04

39,4 50 8

8‿2,

24,2

26,0 36,9

7,

4 25 3,48

9,3 8,5

0,1 v. H.: bis 12 Stunder

, ₰.

7 v. H.: bis 6 Stunden; 0,4 v. H.: bis 7 Stunden; 97,9 v. H.: bis 8 Stunden. ⁷) 0.5 v. H.: bis 6 Stunden; 99,5 v. H.: bis 8 Stunden. 16““ ““ 8 Nördliche Reviere: Dst Rteclinghaufen West⸗Recklinghausen, Dortmund II, Dortmund III, Gelsenkirchen, Wattenscheid, Ost⸗Essen, West⸗Essen, Oberhausen Duisburg. 1 11“ S Reviere: Dortmund I, Witten, Hattingen, Süd⸗Bochum, Süd⸗Essen, Werden. 120) Siehe Anmerkung ) bei I.

58

0.

e— —— —D+,— S N b

11““

295 ½q

Hauptsächlich gezahlte Preise für 1 t (1000 kg) in Mark

Hafer

mittel

Danzig Berlin Stettin Breslau. Biberach.

Berlin, den

12. Juni

1913.

159 158 168 156 151 162 165 150 152

Kaiserliches Statistisches Amt. Delbrück.

Qualität

gering

mittel gut Verkaufte

Gezahlter Preis für 1 Doppelzentner

Menge

niedrigster

höchster

höͤchster

niedrigster

niedrigster höchster

Doppelzentner

Außerdem wurden am Markttage (Spalte 1) nach überschläglicher Schätzung Doppelzentner (Preis unbekannt)

Am vorigen Markttage

Durch⸗ schnitts⸗ preis

Durchschnitts⸗ Verkaufs⸗

wert zentner

V dem

Altenburg .. Neubrandenburg

1 Weißenhorn

Dinkelsbühl. Weißenhorn. Altenburg.. Neubrandenburg

1 Neubrandenburg

Dinkelsbühl Weißenhorn Altenburg .. Neubrandenburg

16,60 16,00

Bemerkungen. Die verkaufte Menge wird auf volle Doppelzentner und der Verkaufswert auf volle Mark abgerundet mitgeteilt. hat die Bedeutung, daß der betreffende Preis nicht vorgekom nen ist, ein Pankt (.) t

Ein liegender Strich (—) in den Spalten für Preise

Berlin, den 12. Juni 1913.

eizen. 19,30

V 18,80 19,80 19,80

Kernen (enthülster Spelz, Dinkel, Fesen). 19,60 19,60 y20,00 20,00

Roggen.

16,20 16,20 16,40 16,60 135,79 I1

Gerst e. 15,00

Hafe r. 19 89]%0 91799 8 1800

15,80 16,40

8 8*

Kaiserliches Statistisches Amt. Delbrück.

19,80 19,80

19,60 1 19,60

16,38 16,40

16,00

16,10 16,20

16,00

1“ 15,00 15,00

15 58 17,00

16,50

15 55 16,80

16,00

Der Duvrchschnittspreis wird aus den unabgerundeten en den letzten sechs Soalten, daß entsprechender Bericht fehlt.

Literatur.

Kurze Anzeigen

ü erschienener Schriften, deren Besprechung vorbehalten bleibt. insendungen sind nur an die Frechung vork Wilhelm⸗

straße 32, zu richten. Rücksendung findet in keinem Falle statt.

Königin Luise. Ein Lebensbild von Armin Stein (H. Nietschmann). 6. Aufl. Mit einem Bildnis der Königin Luife. 3,60 ℳ, gebd. 4,30 ℳ. Halle a. S., Buchhandlung des Waisen⸗

hauses.

Die Stiftungen August Hermann Franckes. Zum 250. Geburtstage A Franckes von D. Dr. Wilhelm Fries. Mit dem Bildnis Franckes, sieben Ansichten und einem Plane des Stiftungsgebäudes. 6 ℳ; gebd. 7 ℳ. Halle a. S., Buchhandlung des Waisenhauses.

Das Befreiungsjahr 1813. Aus den Akten des Gehelmen Staatsarchivs. Herausgeg. von Julius von Pflugk⸗Harttung. 6 ℳ; gebd. 18 ℳ. Berlin S. 61, Blücherstr. 31. Union Deutsche

Verlagsgesellschaft.

„Die Zurechnung im Strafrecht. Von Carl Günther. 3. Aufl. 3 ℳ. Berlin W. 57. Goebenstr. 22 III. Georg Wattenbach. 1

Der preußische Kommunalbeamte (Staatsbürger⸗ Bibliothek bet 34). (64 S.). 0,40 ℳ. M. ⸗Gladbach, Volksvereins⸗ erlag.

[ez. Ein einheitliches Steuersystem für das deutsche Wirt⸗ schaftsgebiet 88 dauernden Sanierung der Reichs⸗,

taats⸗ und Gemeindefinanzen. Von üssenhäuser. 5 ℳ. ßlingen a. N., Kommissionsverlag Otto Bechtle. 38 .

Das preußische Wassergesetz vom 7. April 1913. Mit Einlestung und Erläuterungen. Von Dr. Justus Hermes. Gebdn. 2 ℳ. Berlin W. 9, Linkstr. 16, Franz Vahlen.

Für das selbständ ige Notariat. Eine finanzpolitische

Betrachtung von Justizrat Dr. Schulze⸗Delitzsch. 1 ℳ. Hannover, Helwingsche Verlagsbuchbandlung.

⸗Ueber die Reform des juristischen Studiums. Ein Vortrag von Prosessor Dr. Max Ernst Mayer. 0,80 ℳ. Heidel⸗ berg, Carl Winters Universitätsbuchhandlung.

Die Notariats⸗Revision. Spstematische Zusammenstellung

der betreffenden Gesetze, Verordnungen usw. Von Günther von resckow. Kart. 2 ℳ. Berlin W. 9, Linkstr 16, Fran Vahlen. Außenstände ohne Kosten erfolgreich einziehen nach neuem Verfahren. Praktischer Ratgeber für deutsche Gläubiger mit gebrauchsfertigen Formularen. Von Dr. jur. Ed. Karlemeyer.

075 Wiesbaden 35, Verlagsanstalt Emil Abigt. 1

Preußisches Wassergesetz. Nach den Übereinstimmenden Beschlüssen beider Häuser des zandtngs vom 4. und 21. Februar 1913. Rertausgabe mit ausführlichem Sachregister. 1,80 ℳ: eudamm, J. Neumann. 8

Handel und Gewerbe.

Konkurse im Auslande. Galizien.

Konkurs ist eröffnet über das Vermögen des Kaufmanns Jakob Heliczer in Kolomea mittels Beschlusses des K. K. Kreisgerichts, Abteilung IV, in Kolomea vom 29. Mai 1913. Nr. S. 1/13. Provisorischer Konkursmasseverwalter: Dr. Maryan Jurkiewicz, Advokat in Kolomea. Wahltagfahrt (Termin zur Wahl des definitiven Konkursmasseverwalters) 13. Juni 1913, Vor⸗ mittags 9 Uhr, im Bureau Nr. 74. Die Forderungen sind bis zum 1. Juli 1913 bei dem genannten Gerichte anzumelden; in der An⸗ meldung ist ein in Kolomea wohnhafter Zustellungsbevollmächtigter namhaft zu machen. Liquidierungstagfahrt (Termin zur Feststellung der Ansprüche) 3. Juli 1913, Vormittags 9 Uhr.

Wagengestellung für Kohle, Koks und Briketts 11““ am 11. Juni 1913: 8 Ruhrrevier Oberschlesisches Revier Anzahl der Wwagen— 30,888 2 003

Gestellt. Nicht gestellt.

8

Ueber zweifelhafte ausländische Firmen in Casablanca (Vertretungen), London (Effektenmakler), Budapest (Annoncen⸗ akquisition) sind den Aeltesten der Kaufmannschaft von Berlin Mitteilungen zugegangen. Vertrauenswürdigen Interessenten wird im Zentralbureau der Korporation, Neue Friedrichstraße 51, I, an den 9 und 3 Uhr mündlich oder schriftlich nähere Aus⸗ unft gegeben.

Nach dem Geschäftsbericht der Preußischen Central⸗ Genossenschafts⸗Kasse Berlin über das Geschästs jahr vom 1. April 1912 bis 31. März 1913 (Etatsjahr 1912) erstrecken sich die Geschäfts⸗ verbindungen der Kasse am Schlusse des Berichtsjahres 1912/1913 (Etatsjahres 1912) auf I. 52 (1911: 46) Vereinigungen und Ver⸗ bandskassen eingetragener Erwerbs⸗ und Wirtschaftegenossenschaften, II. 8 (1911: 8) landschastliche (ritterschaftliche) Darlehnskassen und 6 (1911: 6) von Provinzen (Landes kommunalverbänden) errichtete Institute, III. 1043 (1911: 917) öffentliche Kassen (Spar⸗, Kom⸗ munal, und sonstige öffentliche Kassen), 627 (1911: 550) einzelne Ge⸗ nossenschaften, Firmen, Personen usw. sowte 245 (1911: 245) Kassen verschiedener Art, einzelne Personen, Vormundschaften usw. Außer mit den 52 Vereinigungen und Verbandskassen stand die Preußische geeset. aes am Schlusse des Berichts⸗ jahres durch Vermittlung dieser mit weiteren 26 genossenschaft⸗ lichen Zentralanstalten im mittelbaren Geschäftsverkehr. Der Gesamtumsatz der Preußischen Central. Genossenschafts⸗Kasse im Berichtsjahre stellte sich auf 17,3 Milliarden Mark (1911:

16,4 Milliarden Mark). Von dem Gesamtumsatz entfallen (in ““ 8 8 u““

Millionen Mark) auf: Kassenverkehr 6337,9 (1911: 6226,9), Verkehr in Zinsscheinen 75,7 (69,3), Wechselverkehr 772,0 (551,3), Inkasso⸗ verkehr 280,3 (233,8), Scheckeinkösungsverkehr 24 1 (19,6), Verkehr in Wertpapieren (einschl. der eigenen) 286,6 (488,7), Lömbardverkehr 259,6 (189,1), Verkehr in laufender Rechnung 2575,1 (1917 5), Depositenverkehr 2135,5 (1977,0), Sonstiger Verkehr 4532,5 (4724,8). Der Bruttogewinn des Elatsjahres 1912 beträgt 4 609 909,01 ℳ. Hiervon sind zu kürzen: die Verwaltungskosten mit 1 020 876 ℳ, Abschreibung auf Wertpapiere 493 533 ℳ, sodaß ein Rein⸗ gewinn verbleibt von 3 095 500,03 = 4,07 % des durchschnitt⸗ lichen Grundkapitals im Betrage von 76 041 666,67 ℳ. Von den 52 am Schlusse des Berichtsjahres mit der Preußischen Central⸗Genossenschafts⸗Kasse im Geschäftsverkehr stehenden Ver⸗ einigungen und Verbandskassen waren 51 genossenschaftlich 1 nicht genossenschaftlich organisiert. Im ganzen waren in denselben ver-⸗ einigt 10 911 Genossenschaften mit 1 284 760 Mitgliedern. Im Vorjahre stellten sich die entsprechenden Zahlen auf 46 Verbands kassen mit 8137 Genossenschaften und 976 582 Mitgliedern. Steben Vereinigungen und Verbandskassen, die thren Sitz nicht in Preußen haben, haben sich, nachdem ihre bisherige Geldvermittlungsstelle weg⸗ gefallen ist, im Berichtsjahre mit zusammen 650 000 Vermögens⸗ einlagen an der Preußischen Central⸗Genossenschafts⸗Kasse beteiligt, um hierdurch wieder Anschluß an den Berliner Geldmarkt zu Von den 52 Vereinigungen und Verbandskassen hatten

erlangen. 8

überwiegend städtischen Charakter (Handwerker usw.) 21 (i. V 20)

Verbandskassen mit 622 (582) Genossenschaften und 194 980 (178 040) Mitgliedern, ländlichen Charakter 31 (30) Verbandskassen mit 10 289 (7 555) Genossenschaften und 1 090 680 (798 542) Mit⸗ gliedern. Auf Grund der von den Verbandskassen bis zum Schl sse des Berichtsjahres erbrachten Nachweise und der hieraus nach den Be⸗ stimmungen der Preußischen Central⸗Genossenschafts⸗Kasse für den Ge⸗ schäftsverkehr mit Verbandskassen berechneten Vertretbarkeit der über⸗ nommenen Haftsummen wurden am Ende des Berichtsjahres 1912 28,3 (1911: 26) Mill. Mark als Kredit in laufender Rechnung und 78,5 (1911: 73,0) Mill. Mark als Diskontkredit eingeräumt. Dazu traten noch auf Grund von Spezialsicherheiten (Weripapiere, Hypo⸗ theken, Bürgschaftswechsel usw.) gewährte Kredite im Betrage von 1,8 (1,0) Mill. Mark als Kredit in laufender Rechnung, 14,5 (10,4) Mill. Mark als Diskontkredit. Ferner konnten die genossenschaft⸗ lichen Organisationen gegen Verpfändung von Produkten usw. über Lombardkredite wechselnder Höhe entsprechend den Unterpfändern ver⸗ fügen. Im eigentlichen Kreditverkehr mit den Verbandskassen, ohne den sonstigen Verkehr (Inkassoverkehr, Scheckeinlösungsverkehr usw.), betrugen in laufender Rechnung und Lombardverkehr die neuen Darlehen 1240,1 (t. V. 903,8) Mill. Mark, die Rück⸗ bezw. Einzahlungen 1231,1 88 Mill. Mark, die Forderungen per Saldo 32,7 (23,8) Mill Mark. Von dem Diskontkredit machten 47 (1911: 44) Verbandskassen Ge⸗ brauch; diskontiert wurden 254,3 (163,2) Mill. Mark, direkt ein⸗ gelöst 113 2 (49,6) Mill. Mark, weiterbegeben 131,4 (102,1) Mill. Mark, Bestand Ende des Etatsjahres 39,6 (29,8) Mill. Mark. Die

Gesamtverpflichtungen der Verban über der Preußischen