in daß er, vorbehaltlich der forderungen des § 75 des Beerlin, den 17. Juli 1913. Der Reichskanzler. Im Auftrage: Caspar.
Die von des Reichsgesetzblatts enthält unter
Nr. 4260 die Bekanntmachung, betreffend Uebergangs⸗ bestimmungen zur Reichsversicherungsordnung, vom 11. Juli
1913, und unter
Nr. 4261 die Bekanntmachung, betreffend die Verwaltung vom
eines außerordentlichen Silber⸗ 16. Juli 1913.
Berlin W. 9, den 19. Juli 1913.
Kaiserliches Postzeitungsam Krüer.
und Goldbestandes,
Hamburg von neuem die Bescheinigung erteilt worden, öhe des Krankengeldes, den An⸗ rankenversicherungsgesetzes genügt.
heute ab zur Ausgabe gelangende Nummer 44
Königreich Preußen.
Seine Majestät der König haben Allergnädigst geruht:
die Ernennung des Professors Dr. Johann Georg Mönckeberg aus Gießen zum ordentlichen Mitgliede — Professor für allgemeine Pathologie und pathologische Ana⸗ tomie an der Düsseldorfer Akademie für praktische Medizin und
die Wahl des bisherigen Leiters der in der Entwicklung begriffenen Kirschner⸗Oberrealschule nebst Realgymnasium in Berlin, Professors Dr. Johannes Tropfke zum Direktor der Anstalt zu bestätigen.
Auf den Mir gehaltenen Vortrag bestimme Ich in Ab⸗ änderung der Order vom 18. Juni 1825 das Nachstehende: Die Dienstauszeichnungen sind künftig nach den von Mir genehmigten Mustern herzustellen und zwar: a. die erste Klasse als Kreuz von Kupfer, die zweite Klasse als Medaille von Bronze, c. die dritte Klasse als Medaille von Argentan.
Auf die erste Klasse gibt die vollendete fünfzehnjährige, auf die zweite Klasse die vollendete zwölfjährige Dienstzeit Anspruch.
Außerdem bestimme Ich:
Die Landwehr⸗Dienstauszeichnung zweiter Klasse ist künftig als Medaille von Kupfer nach dem Mir vorgelegten Muster herzustellen.
Die Dienstauszeichnungen und die Landwehr⸗Dienst⸗ auszeichnung werden am kornblumenblauen Bande an der Ordensschnalle getragen.
Das Kriegsministerium hat hiernach das Weitere zu ver⸗ anlassen.
Travemünde an Bord Meiner Jacht „Hohenzollern“, den
4. Juli 1913. “ Wilhelm R. von Heeringen.
“
das Kriegsministerium.
Vorstehende Allerhöchste Kabinettsorder allgemeingn —oꝛi1 8 gebracht.
Zugke⸗ sr mit Allerhöchsser Ermächtigung das Nach⸗ tehende bes. do 1. s ic 1 1) Dies *. Bienstauszeichnungen führen:
a. die 1. Klasse im Mittelschild auf der Vorderseite die
Königskrone, auf der Rückseite die Zahl XV, Höhe
uund Breite 35 mm,
b. die 2. Klasse auf der Vorderseite die Königskrone mit der Umschrift „Treue Dienste bei der Fahne“, auf der Rückseite die Zahl XII, Durchmesser 30 mm,
c. die 3. Klasse auf der Vorderseite die Königskrone mit der Umschrift „Treue Dienste bei der Fahne“, auf der Rückseite die Zahl IX, Durchmesser 30 mm.
2) Die dem aktiven Heere nicht mehr angehörenden Per⸗ sonen können die erworbenen Dienstauszeichnungen in der neuen Form auf eigene Kosten anlegen. Hierzu wird aber ausdrücklich bemerkt, daß die Bestimmungen über die verkürzten Tragezeiten keine rückwirkende Kraft besitzen.
3) Die Dienstauszeichnungen werden an der Ordensschnalle
vor den Kriegsdenkmünzen getragen.
G 4) Die Landwehr⸗Dienstauszeichnung führt auf der Vorderseite die Königskrone mit „Treue Dienste Reserve Landwehr“, auf der Rückseite die In⸗ schrift „Landwehr⸗Dienstauszeichnung 2. Klasse“, Durchmesser
mm.
5) Diejenigen Personen, denen die Landwehr⸗Dienstaus⸗
eichnung 2. Klasse bisher zuerkannt worden ist, können sie
1 8 in der neuen Form auf eigene Kosten anlegen.
6) Die Landwehr⸗Dienstauszeichnung 2. Klasse wird an der Ordensschnalle unmittelbar hinter der Dienstauszeichnung für den Dienst im aktiven Heere getragen.
7) Die von der Heeresverwaltung ausgegebenen Dienst⸗ auszeichnungen 1. bis 3. Klasse sowie die Landwehr⸗Dienstaus⸗ zeichnung 2. Klasse sind nach dem Tode des Inhabers an das zuständige Korpsbekleidungsamt zurückzuliefern. Wünschen die
Hinterbliebenen diese Auszeichnung zu behalten, so kann ihnen dieses gegen Zahlung des Geldwertes in Höhe des zuletzt ge⸗ ahlten Beschaffungspreises für neue derartige Auszeichnungen
gestattet werden. Berlin, den 18. Int 9 1 üt. n]
von Falkenhayn.
wird hierdurch zur
2. Klasse der Umschrift
Ministerium für Landwirtschaft, Domänen und Forsten.
als Königlicher Oberamtmann verliehen worden.
Die Oberförsterstelle Grebenstein im Regierungs bezirk Cassel ist voraussichtlich zum 1. Oktober 1973 zu be setzen. Bewerbungen müssen bis zum 10. August eingehen.
Hauptverwaltung der Staatsschulden. Bekanntmachung. Bei der heute öffentlich in Gegenwart eines Notars be⸗ wirkten Verlosung der Prioritätsobligationen III. Serie, III. Serie Lit. B und 6 III. Serie Lit. C 1. und 2. Emission “ der Bergisch⸗Märkischen Eisenbahngesellschaft sind die in der Beilage verzeichneten Nummern gezogen worden. Sie werden den Besitzern zum 1. Januar 1914 mit der Aufforderung gekündigt, die in den ausgelosten Nummern ver⸗ schriebenen Kapitalbeträge vom 2. Januar 1914 ab gegen Quittung und Rückgabe der Obligationen bei der Staats⸗ schuldentilgungskasse in Berlin W. 8, Taubenstraße 29, zu er⸗ heben. Dabei sind a. mit den Obligationen III. Serie die Zinsscheine Reihe VI Nr. 15 bis 20, mit den Obligationen III. Serie Lit. B die Zinsscheine Reihe VI Nr. 4 bis 20, mit den Obligationen III. Serie Lit. C 5 2 2. Emission die Zinsscheine Reihe V Nr. 7 is 2 nebst Erneuerungsscheinen für die nächsten Zinsscheinreihen unentgeltlich mitabzuliefern. Die Zahlung erfolgt werktäglich von 9 Uhr Vormittags bis 1 Uhr Nachmittags mit Ausschluß der beiden letzten Geschäftstage jedes Monats. Die Einlösung geschieht auch bei den Regierungshaupt⸗ kassen und in Frankfurt a. M. bei der Kreiskasse I; die Effekten können einer dieser Kassen schon vom 1. Dezember 1913 ab eingereicht werden, die sie der Staatsschuldentilgungs⸗ kasse zur Prüfung vorzulegen hat und nach erfolgter Fest⸗ stellung die Auszahlung vom 2. Januar 1914 ab bewirkt. Der Betrag der etwa fehlenden Zinsscheine wird vom Kapital zurückbehalten. Mit dem 31. Dezember d. J. hört die Verzinsung der verlosten Obligationen auf. Zugleich werden die bereits früher ausgelosten, auf der Beilage verzeichneten, noch rückständigen Obligationen wieder⸗ holt und mit dem Bemerken aufgerufen, daß die Verzinsung derselben mit dem 31. Dezember des Jahres ihrer Verlosung aufgehört hat, und daß jeder Anspruch aus ihnen erlischt, wenn sie 10 Jahre lang alljährlich einmal öffentlich aufgerufen und dessenungeachtet nicht spätestens binnen Jahresfrist nach 8 letzten öffentlichen Aufruf zur Einlösung vorgelegt sein werden. Formulare zu den Quittungen werden von sämtlichen oben genannten Kassen unentgeltlich verabfolgt.
Berlin, den 9. Juli 1913. eHauntverwaltung der Staatsschulden. von Pischoffshausen, 88
““
Abgereist:
der Präsident der Seehandlung (Preußischen Staatsbank), Wirkliche Geheime Rat von Dombois mit fünfwöchent⸗ lichem Urlaub,
der Direktor im Reichsschatzamt Meuschel mit Urlaub.
Nichtamtliches.
Deutsches Reich. Preußen. Berlin, 21. Juli 1913.
Seine Majestät der Kaiser und König hörten vorgestern in Balestrand an Bord der Jacht „Hohenzollern“ den Vortrag des Chefs des Militärkabinetts, Generals der Infanterie Freiherrn von Lgyncker. 4
In der Zweiten Beilage zur heutigen Nummer des „Reichs⸗ und Staatsanzeigers“ wird die vom Rei seisenbahn⸗ amt aufgestellte tabellarische Uebersicht der Betriebs⸗ ergebnisse deutscher Eisenbahnen (ausschließlich Bayerns) nach dem Stande am Ende des Monats Juni 1913 veröffentlicht, auf die am Freitag an dieser Stelle auszüglich hingewiesen worden ist. 1u“
Laut Meldung des „W. T. B.“ sind „Otter“ am 17. Juli in Kiukiang und S. M.” am 18. Juli in Rio de Janeiro eingetroffen.
M. Flußkbt. „Bremen“
Dem bisherigen Pächter der Domäne Panten im Re⸗ gierungsbezirk Liegnitz Konrad Schliephacke ist der Charakter
2 2 2 2
Verlangen auch diejenigen des Jahres 1912, die sich seit dem 1. Januar 1913 freiwillig gestellt 2 bezüglich der Ent⸗ lassung ebenso behandelt werden sollen wie die Mägehörigen ihrer Jahresklasse. Sie verlieren alsdann die Pramien und den höheren Sold.
Nach dem Bericht des W. T. B.“ erklärte Jaurès, die Be⸗ stimmungen, durch die die Jahresklassen 1910, 1911 und 1912 unter das Gesetz von 1905 gestellt werden sollen, ständen im Widerspruch mit den Erklärungen der Regierung, die die Notwendigkeit der drei⸗ jährigen Dienstzeit und der Zurückbehaltung der zu entlassenden Klasse unter den Fahnen betonte. Die Regierung babe ge⸗ waltige Anstrengungen gemacht, um einfach bei der Vertagung des Gesetzes bis 1915 anzagelangen. Das sei eine Mvstifikarion André Lefévre verlangte die Ablehnung des Artikels 37 in der jetzigen Fassung und schlug vor, daß diese 3 Jahres⸗ klassen unter das Gesetz der drei Jahre gestellt werden sollen mit der Ermächtigung für den Minister, sie am Schluß ihres zweiten Dienst⸗ jahres in den Beurlaubtenstand zu entlassen. Lefovre erklärte es für unzulässig, daß die Jahresklassen 1910, 1911 und 1912 so angesehen würden, als hätten sie mit dem Staat einen Vertrag abgeschlossen, ner 2 Jahre zu dienen, denn sie ständen noch unter der Heerschaft des Gesetzez von 1905. Der Rednersetzte weiter auseinander, daß sein provisorischer Vor⸗ schlag den Zweck habe, dem Lande über die Schwierigkeiten des Jahres 1916 hinwegzuhelfen, die man für jene Zeit voraussehe und die schlimmer sein würden, als die in diesem Jahre. Das Gesetz würde normaler⸗ weise im Oktober 1916 wirksam werden. — Der Regierungskommissar General Legrand erklärte in Erwiderung auf den Einwurf Lefévres, die Erfahrung in Deutschland beweise, daß es möͤglich sei, 40 bis 45 % des Kontingents der Zwanzigjährigen einzustellen. Wenn es zufällig ein Manko geben sollte, so müsse man nur die Schaffung einiger Neuformationen vertagen. General Legrand schloß, es wäre übertrieben, eine ganze Jabresklasse zurückzuhalten, weil sich an der erforderlichen Anzahl ein sehr kleines Manko ergebe. Es würde dies mit dem Ergebnis, zu dem man gekommen sei, nicht in Einklang zu bringen sein. Das mögliche Manko würde übrigens wahrscheinlich durch Freiwillige und Kapitulanten gedeckt werden.
Der Artikel 37 wurde sodann durch Handaufheben an⸗
genommen. Die neue Fassung des Artikels 37, der ur⸗ sprünglich die rückwirkende Kraft des Gesetzes in sich schloß, ergab sich für die Kommission als Folge des Beschlusses der Kammer, wonach die Zwanzigjährigen der Jahresklasse 1913 eingestelli werden sollen. Die Kammer nahm sodann einen bereits von der Re⸗ gierung und der Kommission angenommenen Zusatzantrag an, der als Uebergang den jungen Leuten des Jahrgangs 1913, die sich bei der Einberufung ihres Jahrgangs nicht stellen, einen Gestellungsaufschub gewährt, falls sie sich zu der Zeit im Aus⸗ lande aufhalten. Ferner wurde ein Zusatzantrag angenommen, der bestimmt, daß die Regierung spätestens sechs Monate nach der Bekaänntmachung des Gesetzes eine Vorlage ein⸗ bringen wird, die die Rekrutierung der Eingeborenen in Algerien, den Kolonien und den Prroctektoraten regelt. Die Kammer nahm weiter ein Amende⸗ ment an, durch das verheiratete Soldaten von der Personalsteuer befreit werden, wenn diese weniger beträgt als zehn Franks. Ein von dem Sozialisten Rouanet beantragtes Amendement, durch das den wegen Kundgebungen gegen die Wiederherstellung der dreijährigen Dienstzeit ver⸗ urteilten Militärpersonen eine Amnestie gewährt werden solle, wurde mit 405 gegen 137 Stimmen abgelehnt. Zum Schluß der bis 11 ½¾ Uhr Nachts dauernden Sitzung wurde das Ge⸗ setz über die Wiederherstellung der dreijährigen Dienstzeit in seiner Gesamtheit mit 358 gegen 204 Stimmen angenommen. Die Minderheit, die sich gegen die Einführung der dreijährigen Dienstzeit aussprach, setzt sich zusammen aus drei Mitgliedern der demokratischen Linken, 20 Linksradikalen, 86 radikalen Sozialisten, 24 sozialistischen Republikanern, 71 geeinigten Sozialisten und einem Un⸗ abhängigen. Zwölf Deputierte enthielten sich der Abstimmung, 20 waren mit Urlaub abwesend.
Die Sitzung hatte einen ziemlich bewegten Verlauf genommen, insbesondere als Caitllaux im Namen der Radikalen eine längere Erklärung abgab, in der er die im Laufe der Debatte gegen das Drei⸗ jahrgesetz vorgebrachten Kritiken wiederholte. Er bezeichnete das Gesetz als ein Stegreifgesetz, das, voller Unklarheiten und Widersprüche, ein Werk der rückschrittlichen Parteien sei. Barthou habe sich über die Stimmen von 260 Republikanern hinweggesetzt. In heftiger Weise tadelte er auch die Finanzpolitik des Ministeriums. Der Ministerpräsident Barthou entgegnete in scharfem Tone und sagte unter anderem, Caillaux habe aus einer Frage der nationalen Verteidigung eine politische Frage gemacht. Die Regierung habe bei der Erörterung des Dreijahrgesetzes keine Parteien und Gruppen, sondern nur Fran⸗ zosen vor sich sehen wollen. Delaport verlas im Namen der geeinigten Sozialisten einen heftigen Protest gegen das Dreijahrgesetz und gegen die „pseudonationale Politik“ des Präsidenten Poincar6.
Portugal.
Nach Meldungen des „W. T. B.“ war die Polizei in Lissabon seit mehreren Tagen davon unterrichtet worden, daß für eine der nächsten Nächte ein Angriff mit Bomben auf verschiedene Punkte Lissabons vorbereitet würde. Gestern früh begannen in der Tat einige verdächtige Auto⸗ mobile herumzufahren, die die Polizei anhalten ließ. Zu gleicher Zeit erschienen kleine Gruppen verdächtiger Personen in der Umgebung einiger Kasernen. Als ein Automobil in der Straße San Vicente von der Bürgergarde an⸗ gehalten wurde, wurde aus einer in der Nähe stehenden Gruppe eine Bombe geworfen, durch die ein Bürgergardist getötet wurde. Die Insassen des Automobils wurden verhaftet. Ein Zivilist, der sich eine Matrosenuniform übergezogen hatte, war mit einer Bombe in die Marinekaserne eingedrungen. Als eine Gruppe Verdächtiger, die von der Polizei verfolgt wurde, vor der Kaserne des zweiten Infanterieregiments vorüberkam und der dort aufgestellte Posten zu den Waffen rief, schoß ein Mani⸗
festant auf den Posten, der schwer verletzt wurde. Auch vor der Kaserne des ersten Infanterieregiments und der Pioniere wurden Gruppen Verdächtiger verhaftet. Bei Tagesanbruch
Norden von Pehtschewo besetzt.
1 des von Bulgarien an den Tag gelegten Eifers, den Prältminar⸗ weigerte sich Bulgarien, Gebiete zu räumen, die an die Türkei zurückgelangen müssen. Bulgarien hardelte zweifellos in der Absicht, eine solche Grenze zu sichern, die der irrigen Interpretation entsprechen sollte, die Bulgarien der Bestimmung der Linie Midia— Enos geben wollte. Erst als die türkische Regierung, des Wartens müde, die Armee beauftragte, diese Gebiete wieder zu besetzen, beschloß die bulgarische Regierung, die Truppen zurückzuziehen. Andererseits bestand die Pforte, um die Möglichkeit zu haben, die Hauptstadt und die Dardanellen zu verteidigen, darauf, jeden Beweis zu erbringen, daß nur durch die * Norden längs der Maritza gehende Linie, die ihren Ausgangsvunkt in 3G Enos nimmt, die Grenze gebildet werden könne. Die Tatsache, daß 6 diese Linie nicht so, wie es sein müßte, im Friedensvertrag festgestellt wurde, erklärt sich aus dem Wunsch der Mächte, die damals von den Bulgaren erhobenen Schwierigkeiten, zu beseitigen und so rasch als möglich die Zusammenkunft der Delegierten in London sicher⸗
o„f„— und in dem hauptsächlichen Zwecke, alle Verwick⸗ lungen zu vermeiden, wandte sich die Pforte direkt an Bulgarien, um ihm die Gründe mitzuteilen, weshalb sie geawungen sit darauf zu bestehen, daß die Grenze dem Laufe der 8 Adrianopel folge. Die Türkei hätte gewiß vorgezogen, 8 5 Fragen mit Bulgarien auf diplomatischem Wege zu regeln. * er hindern die von den Bulgaren in den besetzten Gebieten mi 82 beschreiblicher Barbarei und Vandalismus verübten Greuel, die 885 Verbündeten mit derselben Empörung feststellen konnten, wie S- türkischen Truppen, die Türkei an einer diplomatischen ie Erfahrung bewies, daß alle mit Bulgarien begonnenen Verhand 25 dazu verurteilt sind, endlos in die Länge gezogen zu werden. 183. diesen Umständen sieht sich die Pforte gezwungen, die frag 88. Grenze schon jetzt zu besetzen, indem sie sich verpflichtet, im Ein⸗ vernehmen mit den Mächten das künftige Geschick Thraziens fest⸗ üstellen. “ Die Pforte fügt hinzu, daß sie, in dem Wunsche, die Ent⸗ scheidung der Mächte zu achten und mit Bulgarien normale Beziehungen herzustellen, die genannte Linie als endgültige Grenze ansieht, indem sie sich verpflichtet, sie unter keinem Vor⸗ wande zu überschreiten. Die Pforte hofft, die Mächte “ erkennen, daß der gegenwärtige Krieg zwischen den Bal an⸗ staaten und die mit Bezug auf Thrazien vertretenen Kombi⸗ nationen die Pforte doppelt zwingen, die Grenze so bald als möglich sicherzustellen, um die Sicherheit der Hauptstadt zu ver⸗ bürgen, und daß die Mächte, der besonderen Lage Thraziens Rechnung tragend, Bulgarien die notwendigen Ratschläge er⸗ teilen werden, um eine rasche und friedliche Lösung in dem dargelegten Sinne zu sichern. Die Pforte glaubt schon jetzt, die Verantwortung für eine eventuelle Wiederaufnahme der Feindseligkeiten auf Bulgarien schieben zu müssen. — Einer Meldung der „Agence Havas“ zufolge sind zwei Divistonen türkischer Kavallerie und eine Division türkischer Infanterie in Kulelü Burgas angekommen. Der General Velcheff, der Kommandant der bulgarischen Streitkräfte in Adrianopel, rüstet sich zur Verteidigung Adrianopels. 8 8 Wie das serbische Preßbureau meldet, ist der vorgestrige Tag ohne Kämpfe von größerer Bedeutung verlaufen. In der folgenden Nacht gegen 1 Uhr versuchte der Feind auf dem rechten Ufer der Nischava bei Pirot unsere “ greifen, wurde aber energisch zurückgewiesen. „Bei St. Nic ola drangen serbische Truppen auf bulgarisches Gebiet vor und kamen bis Tschipren. Der Feind zog sich nach Bjelogratchik und nach Ferdinandovo zurück. Auf Befehl der Bulgaren mußten alle ewohner der Gegend ihr Land verlassen. Beim Rückzug steckten die Bulgaren einige kleine, alte Häuser in Brand. Bei Egri Palanka griff der Feind gegen 3 Uhr früh an, wurde aber schnell und energisch zurückgetrieben; desgleichen am oberen Bregalnitza und in der Richtung auf Zarevo Selo. Gestern nachmittag besetzten serbische Truppen Kula in Bul⸗ garien; der Feind zog sich auf Vidin zurück. “ MNach Meldungen des griechischen Kriegsministeriums wurden die feindlichen Streitkräfte, die sich aus Demir⸗ hissar zurückgezogen hatten und die hauptsächlich aus dem größten Teil der dritten und der elften bulgarischen Division bestanden, von einer griechischen Division in tagelangen, er⸗ bitterten Kämpfen bis Newrokop zurückgeschlagen. Dort verteidigte der Feind, der immer noch zwölf bis sechzehn Bataillone stark war und über etwa zwölf Kanonen verfügte, hartnäckig seinen letzten Zufluchtsort. Die Schlacht dauertesechs Stunden undfand bei strömendem Regen statt. Vor dem stürmischen Angriff der riechischen Division mußte sich der Feind schließlich zur regel⸗ osen Flucht wenden. Die Griechen nahmen sechs Kanonen mit dem Bajonett und setzten die Verfolgung die ganze Nacht hindurch fort. Der Sieg war vollständig. Auf ihrer über⸗ stürzten Flucht fanden die Bulgaren noch Zeit, Dörfer, Brücken und Wege zu zerstören, um die Verfolgung der Griechen auf⸗ zuhalten. Die “ aber nichtsdestoweniger den Fei icht auf den Fersen. “ “ die Kmpfe, wie die „Agence d'Athenes“ meldet, auf der ganzen Linie mit dem allgemeinen V ormarsch der griechischen Truppen fortgesetzt. Der äußerste rechte Flügel stand in dem Tale von Nestos, die Verfolgung des Feindes erfolgte in der Richtung auf Mehomia. Das Zentrum hat vorgestern und gestern den Feind aus seinen ge⸗ samten Stellungen in der Richtung der Pässe von Cresna herausgedrängt. Auf dem linken Flügel haben die griechischen Divisionen den Feind nach und nach aus allen seinen befestigten Stellungen geworfen und Pehtschewo sowie die Berghöhen im
Griechenland.
ntwort Griechenlands, Serbiens und E1.“ auf den Vorschlag Rußlands, betreffend die Einstellung der Feindseligkeiten, wird der „Agence d'Athenes“ zufolge wenn nicht schon gestern, so doch heute übermittelt werden. Die drei verbündeten Regierungen nehmen darin den Vorschlag, mit Bulgarien in direkte Verhandlungen
verpflichtet si die Privilegien des ökumenischen vclihban vhich,nahbiesen während Griechenland verspricht, die Mohammedaner in Griechenland und ihre Religion zu schützen. Die Frage der Kapitulationen, der kommerziellen und anderen Konventionen wird später geregelt werden. Der status quo vor dem Kriege soll vorläufig wieder in Kraft treten. Die Frage einer Entschädigung für die Beschlagnahme griechischer Dampfer durch die Pforte vor dem Kriege wird durch die internationale Finanzkommission in Paris geregelt werden. Die Unterzeichnung des Abkommens findet in Athen statt.
Rumänien.
Die „Indépendance Roumaine“ erfährt, daß Rumänien, G. e 1“ sich über die Grundlagen der Friedensbedingungen geeinigt hätten und eine Konferenz aller Kriegführenden einberufen werden solle.
— Dem „Adverul“ zufolge haben der französische und der russische Gesandte vor einigen Tagen einen Schritt bei der rumänischen Regierung unternommen, um die Einstellung des Vormarsches der rumänischen Armee zu erlangen.
Serbien. Gestern abend sind, wie „W. T. B.“ meldet, die bul⸗ garischen Friedensdelegierten, die Generale Paprikom und Iwantschiew, in Nisch eingetroffen, um mit den De⸗ legierten sämtlicher Verbündeten unverzüglich in direkte Friedensunterhandlungen einzutreten. 8
Bulgarien. “ Das neue Kabinett, das durch Konzentration der drei liberalen Parteien gebildet worden ist, setzt sich laut Meldung des „W. T. B.“ folgendermaßen zusammen: Radoslawom Präsidium und Inneres, Ghenadiew Aeußeres und interi⸗ mistisch Ackerbau, Tontschew Finanzen, Peschew Justiz und interimistisch Unterricht, General Wasow Krieg, Blakow Handel, Dimtschew Oeffentliche Arbeiten, Mor⸗ phow Eisenbahnen. 1 1 8
— Einer amtlichen rumänischen Meldung zufolge stieß am 18. d. M. eine fliegende Kolonne Kavallerie und reitende Ar⸗ tillerie bei Ferdinandovo zwischen Lompalanca und Sofia mit einer Brigade der 9. bulgarischen Division zusammen, die den Rückzug der Division des Generals Kutintscheff decken wollte. Nach kurzem Kampfe ergab sich die bulgarische Brigade mit dem General und 12 Geschützen. Die rumänischen Truppen auf dem östlichen Kriegsschauplatz, die die Linie Tur⸗ tukai — Baltschik besetzten, schicken Erkundungsabteilungen nach Süden und Südosten vor.
— Die bulgarische Gesandtschaft in Berlin hat laut Meldung des „W. T. B.“ folgende amtliche Depeschen aus Sofia über Grausamkeiten der Serben und Türken Dörfer in der Umgebung von Tikwisch, jenseits des Wardar, sind am 6. Juli von den Serben, Baschtbozuks und Pomaken verbrannt worden. Die Mädchen sind von den Serben entführt, viele davon getötet worden. Die übrige Bevölkerung ist geflohen. Die Städtchen Kawadartzi und Negotin sind am 7. und 8. Juli Fieasgeeanss 8 Teil der Bepölkerung ist getötet,
2 . 7 Bulgarien geflohen. 8 1 I Se den He ch meldet, daß die bulgarischen Dörfer in der Umgebung von Ipasala von den Türken verbrannt worden sind. Nach 18 88 hfFarische Bevölkerung des fes 2 ö5 bei Koschan getötet worden. “ C1“ . bulgarischen Truppen an der türkischen Grenze berichtet, daß viele türkische Banden, die der türkischen Armee vorausgehen, in die christlichen Dörfer eindringen und alles, was irgend zu erreichen ist, plündern. Unter diesen Banden befinden sich auch türkische Soldaten, die die Bulgaren im Kriege gefangen genommen hatten, und die vor einiger Zeit, um ihre Felder zu bestellen, von den Bulgaren freigelassen worden sind. Die ganze bulgarische Bevölkerung flieht vor der türkischen Armee, und die Wege sind von Flüchtlingen überfüllt. Afien. ““ “
Wie die chinesische Presse meldet, ha der General⸗ gouverneur von Kanton am Freitag eine Proklamation erlassen, in der er nach einer Meldung des „Reuterschen Bureaus“ erklärt, der Provinzialrat habe ihn zum General⸗ gouverneur und zum Oberbefehlshaber der Truppen ernannt, die er gegen Muanschikai führen werde, da dieser mit seiner Handlungsweise die Republik ins Verderben bringe. Die Proklamation sagt den Schutz des Eigentums in der Provinz zu und spricht die Trennung Kantons von der Zentral⸗ regierung aus.
den im vorigen November von den Vertrauensmännern für ihren Berichtsbezirk neben der Jahresernte geschätzten Mittel(normalherträgen für den Staat und die Provinzen folgende:
1912 Mittel⸗ (normal)
1 1 ernte vom ha im ganzen vom ha
in Tonnen (1000 kg) 8 350 131
714 038 644 202 966 296 724 948 1 162 386 1 054 097 687 546 280 029 831 673 471 252 144 566 284 195 256 285 528 256 854 1 213
Voraussichtlicher
Staat. Ertrag
Anbau⸗ fläche
Provinzen . ha.
4 729 843
SCo 1,77 Provinzen. Ostpreußen Westpreußen.. Brandenburg. e“ Schlesien ... E““ Schleswig⸗Holstein Hannover 1 Westfalen.. Hessen⸗Nassau Rheinprovinz .. .. Hohenzollernsche Lande.
449 803 394 007 632 652 443 479 671 428 582 518 331 881 142 291 438 526 241 553
1,59 1,64 1,53 1,683 1,7
1,81 2,07 1,97 1,90 1,95
8 8 8
₰½
2228 8
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“ 1“
“ Zur Arbeiterbewegung.
Zum Ausstand der Hamburger Werftarbeiter wird von der „Vossischen Zeitung“ berichtet, daß vorgestern bei der Ortsver⸗ waltung des Deutschen Metallarbeiterverbandes ein Schreiben der Werftbesitzer eingegangen ist, in dem die Forderungen der Ar⸗ beiter abgelehnt werden. Das erste Antwortschreiben, das an den Zentralvorstand des Metallarbeiterverbandes in Stuttgart adressiert worden war, ist von den Unternehmern infolge der plötzlichen Arbeits⸗ einstellung annulliert worden. Die neuerliche Erklärung des Deutschen Metallarbeiterverbandes betont, daß die große Mehrzahl der Werftarbeiter schon seit Jahren den Einstellungslohn er⸗ hält, der ihnen jetzt von den Werftbesitzern als Mindestlohn angeboten wird. In manchen Betrieben würden sogar schon höhere Löhne bezahlt. Die Stundenlohnerhöhung komme zudem ja nur wenigen Lohnarbeitern zugute, da die meisten Arbetter im Akkord stehen. Wenn die Forderungen der Arbeiter erfüllt würden, so würde sich der Stundenlohn auf 52 bis 54 ₰ stellen. Nur in zwei kleinen Gruppen würde der Lohn höher sein Das Streben der Arbeiter nach höherem Stundenlohn sei auf die mißlichen Verhältnisse im Akkord⸗ wesen zurückzuführen. In einer Versammlung der streikenden Kupfer⸗ schmiede der Hamburger Werftbetriebe wurde der Standpunkt des Deut⸗ schen Metallarbeiterverbandes, der den Streik bisher noch nicht anerkannt hat, einer scharfen Kritik unterzogen. Die Versammlung beschloß, daß die Arbeit unter keinen Umständen eher aufgenommen werden dürfe, bis die Arbeitgeber sich zu weiteren Zugeständnissen bequemt hätten. Bisher sind bei den freien Gewerkschaften 11 234 Streikende angemeldet, doch noch die Zahlen der Schiffszimmerer, der Kupferschmiede und Maler. 1 Kupferschmiet, betrug die Gesamtzahl der feiernden Werftarbeiter vorgestern mittag 7500. Der „Kölnischen Zeitung“ zufolge sind die nationalen Arbeiter sowie die unorganisierten an dem Ausstande nicht beteiligt. Der Werftbetrieb wird überall aufrechterhalten.
Auch in Stettin ist der Streik von den Werftarbeitern beschlossen worden. Wie „W. T. B.“ meldet, hatten am Freitag⸗ Jabend Vertrauensmännerversammlungen stattgefunden, in denen über die bisherigen Verhandlungen mit den Vertretern der Arbeit⸗ geber Bericht erstattet und mitgeteilt wurde, daß die Ver⸗ handlungen einen unbefriedigenden Verlauf e hätten. Es wurde einstimmig beschlossen, den auf Sonna endnachmittag ein⸗ berufenen Werftarbeiterversammlungen zu empfehlen, am Montag⸗ morgen die Arbeit einmütig niederzulegen. Dieser Empfehlung sind die Versammlungen mit weit überwiegender Majorität Kefolgt. Von den freien Gewerkschaften stimmten für den Streik 5701, Se 1018, von den Hirsch⸗Dunckerschen Organisationen stimmten 1012 für ind 84 gegen den Streik. die, inigungsverhandlungen in der Bocholter Textil⸗ industrie sind vollkommen gescheitert. Die Aussperrung, von der 7500 Arbeiter betroffen sind, dauert an. Der „Kölnischen Zeitung zufolge bezifferte sich der Lohnausfall der Arbeiterschaft bis Ende voriger Woche auf 420 000 ℳ, der Ausfall des Wertes der Erzeugung auf rund 3 Millionen Mark, der Einnahmeausfall der Gewerbe⸗ treibenden usw. auf 250 000 bis 300 000 ℳ.
Die Straßenbahnangestellten in Edinburgh sind vor⸗ gestern in den Ausstand . “ erklärten sich zur Arbeit
reit und versehen den Dienst weiter.
“ L“ der südafrikanischen Arbeiter be⸗ finden sich jetzt in den Händen der Regierung. Wie der alntschen Zeitung“ aus Johannesburg gemeldet wird, sind die hauptsächlichsten der allgemeinen Forderungen: Rede⸗ und Versammlungsfreiheit, ein nationaler 8⸗Stundenarbeitstag, die Abschaffung aller Sonntagsarbeit in den Gruben (nur die unumgänglich notwendige Arbeit soll. verrichtet wer⸗ den), die Widerrufung des Gesetzes zur Verhinderung industrieller Streitig⸗ keiten, das Verbot importierter Kontraktarbeit, die Einrichtung von
Kunst und Wissenschaft. Staatsankäufe auf der Jubiläumskunstausstellung.
Aus den Ueberschüssen der vorjährigen Großen Berliner Kunst⸗ ausstellung sind folgende Kunstwerke angekauft und dem Kultusminister zur Verfügung gestellt worden: Carl Kaiser⸗Eichberg „Auf heimischer Scholle“ (Oel), Fritz Burger „Professor L. Manzel (Tempera), Franz M. Lünstroth „Vesper“ (Oel), Julius Jacob „Märkisches Bauerngehöft“ (Oel), Mar Baumbach „Der Bildhauer (Bronze), Ernst Wenck „Mädchenkopf“ (Bronze), Erich Wolfsfeld „Bogen⸗ schützen“ (Radierung), Paul Herrmann „Berlin⸗Nord’ (Radierung), Otto Heinrich „Die alte Inselbrücke“ (Lithographie), Arthur Wilken „Herr Maler K. K.“ (Radierung), Carl Alexander Brendel „Strom⸗ auf“ (farbiger Holzschnitt).
Zum Rektor der Universität Leipzig ist für das Studien⸗ Albert Köster gewählt worden. Statistik und Volkswirtschaft.
Die vorläufige Ernteschätzung für Winterroggen in
jahr 1913/14 der Germanist, Geheimer Hofrat, Professor Dr. phil.
Lohngerichten und ein neues Arbeiterentschädigungsgesetz für die ganze Fühngerichien. Union. Die sofortigen Forderungen befaffen sich fast aus⸗ schließlich mit Lohnerhöhungen, doch wird auch hier die Einführung des 8⸗Stundengesetzes verlangt. Gelernte Arbeiter, die oberhalb der Erde beschäftigt werden, verlangen 2,50 ℳ für die Stunde, die Leute an den Bohrmaschinen 25 ℳ für den Tag, andere im Innern der Grube Arbeitende 22,50 ℳ usw. Die Lohnsätze sollen sowohl in Transvaal wie auch im Freistaate angewandt werden. Auch der Schluß der Arbeit am Samstagmittag wird verlangt. Die Eisenbahner verlangen ein gleichmäßiges Lohnsystem in der ganzen Union. Nach dreimonatiger Tätigkeit soll der Lohn in Transvaal und im Freistaate 20 ℳ für den Tag und in der Kapkolonie und in Natal 16 ℳ betragen. Ueberstunden sollen mit anderthalb des normalen Lohnes bezahlt werden, Sonntags⸗ arbeit mit doppeltem Lohn; es wird verlangt, daß die Akkordarbeit auf Eisenbahnen und in Häfen abgeschafft wird. Der Verband der Eisenbahner soll amtlich anerkannt werden, und für erwachsene weiße Arbeiter wird ein Mindestlohn von 8 ℳ für den Tag gefordert.
Ausbau des Fürsorgestellenwesens für Lungen⸗ ö.“ Deutschland hat das „Deutsche Zentralkomitee zur Be⸗
nahm die Stadt ihr gewohntes Aussehen wieder an. Im Innern der festgehaltenen Automobile wurden Körbe mit Bomben gefunden. Die Polizei konnte, da sie rechtzeitig be⸗ nachrichtigt worden war, den Versuch der Unruhestifter vollständig zum Scheitern bringen. Die öffentlichen Ge⸗ bäude waren von Truppen und von Zivilisten, die den ver⸗ schiedenen Gruppen der nationalen Verteidigung angehörten, bewacht worden. Außer dem Polizeibeamten, der durch eine Bombe getötet wurde, wurde ein zweiter schwer verletzt.
Türkei.
Die Pforte hat ihre Vertreter im Auslande beauftragt, den Mächten mitzuteilen, daß die Pforte sich infolge der gegen⸗ wärtigen Lage genötigt sehe, die Linie Maritza — Adria⸗ nopel zu besetzen. In der Zirkularnote heißt es laut Meldung des „W. T. B.“ i“
1 Oesterreich⸗Ungarn. Der Kaiser Franz Joseph hat nach einer Meldung des „W. T. B.“ den Beschluß des Landesausschusses Böhmen, betreffend die provisorische Forterhebung der Landes⸗ zuschläge zu den direkten Landessteuern, ausgenommen die Personaleinkommensteuer für die Zeit vom 1. Juli bis 30. September 1913 mit der Einschränkung genehmigt, daß diese Zuschläge nur im bisherigen Ausmaße von 55 Prozent erhoben werden dürfen. Frankreich.
Die Deputiertenkammer beriet vorgestern den Artikel 37, den letzten der Militärvorlage. Die neue Fassung der Kommission sieht hauptsächlich vor, daß das vor⸗ liegende Gesetz auf die Einberufenen der Jahresklassen 1910, 1911 und 1912 keine Anwendung finden solle und daß auf ihr
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2 der Tuberkulose“, wie „W. T. B.“ meldet, eine eigene heeichfg mns einem Arbeitsausschuß unter dem Vorsitz des Direktors des „Robert Koch“⸗Instituts, Geheimrats Gaffky und des Vorsitzenden der Landesversicherungsanstalt Berlin Dr. Freund berufen, die u. a. den Erfahrungsaustausch und einen engeren Zusammenschluß unter den 1500 Fürsorgestellen des Deut chen Reiches herbeiführen soll. Zu dem gleichen Zwecke hat der Arbeits⸗ ausschuß die Herausgabe eines eigenen Organs für die Fürsorgestellen unter dem Titel „Tuberkulose⸗Fürsorgeblatt“ und unter der Redaktion des Generalsekretärs, Professors Dr. Nietner und Professors Dr. A. Kayserling beschlossen, das sämtlichen an der Tuberkulosefürsorge interessierten Organisationen regelmäßig zugestellt wird. Das Tuber⸗ kulosefürsorgeblatt“ betrachtet als Hauptaufgabe, die weitere Organi⸗ sation und Praxis der Fürsorgestellen unter Mitwirkung der auf dem Gebiete der Tuberkulosebekämpfung führenden Persönlichkeiten zu
z Abschluß des Friedens zu treten, an und erklären, daß in duem chschlas dese in dem der Präliminarfriede unterzeichnet werde, der Waffenstillstand abgeschlossen werden würde. Die verbündeten Regierungen könnten jedoch keinen Waffenstillstand schließen, bevor Bulgarien die Bedingungen des Präliminar⸗ friedens angenommen habe. 8 Die Verhandlungen zwischen Griechenland und der Türkei wegen Wiederaufnahme der Beziehungen zwischen beiden Ländern sind obiger Que d he folge zum Abschluß gekommen. Der Entwurf wird heute em Ministerrat zur Ratifizierung unterbreitet werden. * 5 der Kriegsgefangenen scheint geregelt zu sein; sie wer en 89 in Freiheit gesetzt werden. Eine Entschädigung n 85 haltung ist im Prinzip anerkannt worden und 8 urch di internationale Finanzkommission in Paris g Schiedsgerichtshof endgültig geregelt rden. Der Sulta
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Preußen zu Anfang EE1 1
5 rund der von den landwirtschaftlichen Vertrauensmännern mit 2¹ Prhen Saatenstandsberichten gelieferten Angaben über die voraussichtliche Ernte dieses Jahres hat das preußische Stattstische Landesamt zunächst eine Uebersicht über die zu Anfang Juli in Preußen erwarteten Erträge an Winterroggen, berechnet für den Staat, die Provinzen und Regierungsbezirke, in der „Stat. Korr.“ veröffent⸗ licht. Der Berechnung der Gesamterträge haben in Ermangelung des neuesten Anbauergebnisses nicht die Ziffern dieses als Unterlagen dienen können, sondern es mußten die des vorjährigen aushelfen, wobei die Winterschäden Berücksichtigung gefunden haben, indem die vorjährigen Umpflügungsflächen zu⸗ und die letztjährigen abgesetzt worden sind. Ueber die Beteiligung der Vertrauensmänner an den vorliegenden Ergebnissen sei erwähnt, daß von den 4967 eingegangenen Saaten⸗ standsberichten 3756 oder 76 Hundertteile die vom Statistischen Landesamte erbetenen Schätzungen enthielten. Die Ergebnisse dieser Schätz ngen der Ernte an Winterroggen sind im Vergleiche mit
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Auf Ihren Bericht vom 3. Juli 1913 will Ich der Insterburger Kleinbahn⸗Aktiengesellschaft in Inster⸗ urg, der die Genehmigung zum Bau und Betriebe einer Kleinbahn von der Station Kauschen der Kleinbahnstrecke Inster⸗ burg — Juckeln —-Mehlauken — Piplin nach dem Dorfe Wirbeln erteilt worden ist, das Enteignungsrecht zur Entziehung nd zur dauernden Beschränkung des für diese Anlage in An⸗ pruch zu nehmenden Grundeigentums verleihen. Die einge⸗ ichte Karte folgt anbei zurück. Brunsbüttelkoog, den 7. Juli 1913. Wilhelm R. von Breitenbach. An den Minister der öffentlichen Arbeiten. ““ “