1913 / 181 p. 2 (Deutscher Reichsanzeiger, Sat, 02 Aug 1913 18:00:01 GMT) scan diff

Stoi in Riedisheim (Oberelsaß) und dem Oberbahnhofs⸗ 21 in Weißenburg (Elsaß) bei ihrem Ueber⸗ tritt in den Ruhestand den Charakter als Rechnungsrat zu s verleihen. 1 8

Seine Majestät der König haben ng8 dem Kaufmann Christian Voetmann in Apenrade, der Fabrikbesitzer Friedrich Rechberg in Hersfeld, ven. Fabr⸗ besitzer Rudolf Patschke in Danzig, dem Gewerken Friek 8 Funke in Essen, dem Fabrik⸗ und Rittergutsbestter Fe 3 Doms in Ratibor und dem Fabrikbesitzer Georg Landfrie in Dillenburg den Charakter als Kommerzienrat zu verleihen.

Ministerium der öffentlichen Arbeiten.

Versetzt sind der Regierungs⸗ und Baurat Ge Iss regs⸗ von Hannover und der Regierungsbaumeister 8 d Johannisburg, Ostpreußen, an die Regierung in a 1 ferner die Regierungsbaumeister Bohnsack von Ber 5 88 Vorstand des Hochbauamts in Kattowitz, Stieglitz von; Per⸗ als Leiter der in Cassel einzurichtenden Beabeellmn, e Bau des Kraftwerks Hemfurt, Schumacher von 199 eburg als Vorstand des Hochbauamts in Memel und Zun 88 von Berlin als Vorstand des Hochbauamts in Johannisburg,

Ostpreußen.

8 8

Ministerium der geistlichen und Unterrichts⸗ angelegenheiten.

Dem Bildhauer Franz Dorrenbach

dorf, dem Bildhauer Arthur Lewin⸗Fun ce in V.11 em

und dem Landschaftsmaler Dr. phil. Konrad Alexander Müller⸗

Kurzwelly in Berlin⸗Groß Lichterfelde ist der Titel Professor

8 S

verliehen worden. Ministerium für Landwirtschaft, Domänen und Forsten. ie Oberförsters 8 im Regierungsbezirk Die Oberförsterstelle Jellowa im Regi Oppeln ist zum 1. Oktober 1913 zu besetzen; Bewerbungen müssen bis zum 15. August cr. eingehen.

Vporlesungen und praktische Uebungen n der Köͤniglichen Tierärztlichen Hochschule in Hannover. Winterhalbjahr 1913/1914.

eheimer Regierungsrat, Prof. Dr. Tereg: klopädie u e der Tierheilkunde; Physiologie I. Pbvstologische emi —Geheimer Regierungsrat, Prof. Dr. Arnold: Chemif ze

organische Chemie. Geheimer Regierungsrat, Prof. Anatomie der Haustiere; Anatomische Uebungen. Malkmus: Spezielle Pathologie und Therapie; Medizinisch⸗propädeutische Klinik; Spitalklinik für WI Medizinische Klinik). Prof. Frick: Theorie des Hufbef van. Spezielle Chirurgie; Chirurgisch⸗propädeutische Klinik; Spitalklini r große Haustiere (Chirurgische Klinik); Operationsübungen. 28 Dr. Rievel: Fleischbeschau mit Demonstrationen; Spezielle Milch und Milchkontrolle; Pathologisch⸗ natomische Demonstrationen; Obduktionen. eaes Prof. 11n3,e mann: Arzneimittellehre (Pharmakognosie und Spitalklinik für kleine Haustiere. Prof. Dr. Mießner: Diäteti Hrgiene); Hpogienische und seuchenklinische Uebungen und Peranme. kationen; Uebungen im Anfertigen von Berschten. 1 25. Oppermann: Exterieur des Pferdes und der übrigen Ar Fs ere; Tierzuchtlehre und Gestütskunde; Bujatrik; Ambulatori che Klintk. Prof. Haeseler: Pbvsik; Pbvsikalische ve.nn f. Dr. Otto: Ueber das Wesen und die es der Be⸗ lechtskrankheiten des Menschen sonstige hygienische Fragen. hesrewaden den Pesschee son Koe Fühchee geebene chofe. Prosektor Dr. Herbig: Anatomisches etitor Gläßer: Repetitorium der pathologischen Anatomie. Rer Dr. Wolff: Chemische Repetitorien; Qualitative chemische Analyse. Repetitor Dr. Lorscheid: weene der chemischen und mikroskopischen Diagnostik. 8 e: Pharmazeutische Uebungen; ö Futterpflanzen. epetitor 1. hne: Repetitorium der Chirurgie. 1.“ Sehre üch in das Studium der Tierheilkunde ist die 122 Absolvierung eines deutschen Gymnasiums, eines deutschen b. gymnasiums oder einer deutschen 1“ nan Nachweis ist durch Vorlegung des Reifezeugnisses einer der bezeichneten 1““ diervon können nur mit Genehmigung des Ministers für Landwirtschaft, Domänen und Forsten bewilligt werden. Dies gilt auch für Ausländer, die in Deutschland die kierärztlichen Prü⸗ fungen abzulegen, nicht aber die tierärztliche S zu er⸗ langen beabsichtigen und auf die Erlangung schon bei der Aufnahme p en. 8 2 Auskunft erteilt auf Anfrage unter sendung des Programms der Rektor. „im Juli 1913. 8. Der Rektor der Tierärztlichen Hochschule. Dr. Malkmus.

Enzyklopädie und

8.

athologische Anatomie;

kostenfreier Zu⸗

Nichtamtliches.

Preußen. Berlin, 2. August 1913.

Die Posthilfstelle mit Telegraphenbetrieb in K beeren wird mit Ablauf des Monats Juli aufgehoben.

Laut Meldung des „W. T. B.“ ist am 31. Juli in Batum eingetroffen.

der Zweiten Beilage zur heutigen Nummer des und Staatsanzeigers“ ist eine Genehmigungs⸗ reffend eine Anleihe des Ober⸗

„Rei

rkunde, bet 2in 3

ee s des Preußischen Markgraftums lausitz, veröffentlicht.

der albanischen Gendarmerie. reiche Offiziere in Persien hat, nicht in der La scheinlich beträchtliche Anzahl von O stellen, so beschloß die Konferenz, Die Botschafter . br. die Grenze und der ägäischen In Eit abnb 8 Fragen Bezug nimmt, wurde abgefaßt, um den Mächten vorgelegt zu werden.

der Gesetzvorlage über die dreijährige

Großbritannien und Irland.

i 8 5 die Bot⸗ Wie das „Reutersche Bureau“ meldet, erörterte die T

f ini en Sitzung die Frage chaftervereinigung in ihrer ee Frag e ist, die wahr⸗ ffizieren für Albanien zu sich an Holland zu wenden. Fragen der epirotischen Eine Vorlage, die auf

seln.

Frankreich. . ha S 8 Der S s en Sitzung die Beratung Senat setzte in der gestrig zung geratt Gesetzv 1 Dienstzeit fort. 2 - Nach dem Bericht des „W. T. B.“ bekämpfte 89 8 d- Estournelles de Constant die 8 89 G ärfe, anstatt sie zu beseitigen. Man dürfe von Frankr 81 übertri Gefahr keine überflüssigen dinweis ar ertriebene Gefahr kei ssig unter dem Hinweis auf eine ebene Sef 1“ f a e Stärke, es habe aber auch Opfer verlangen. Deutschland habe sein seine Sehwäche Es habe das Vertrauen der Welt verloren. b es den vielbesprochenen plötzlichen Vnäf ngezebez üche, genme vürde es die S Welt nicht für sich haben. Nach dem Krie würde es die Sympathien der We e. ürde in Deuts ine Revolution ausbrechen. Diese Gefa würde in Deutschland eine Revolut 2 8.. 1 in F evolution durchgeführt sei. ehe in Frankreich nicht, wo die rchgeführt Schiedsgerichtswesen habe im letzten Jahre sichtliche . schritte gemacht. Er sehe die deutsche Regierung nicht, die a i einem Würfelspiel die Zukunft ö1 . een 8 1 f s i g ist friedlicher als das deutsche Volk! uf: Die deutsche Regierung ist friedlicher als d V äußeren Gesichtspunkt aus müsse dS nüß di 1 ignisse Deutschl 3 Welt, müßten die Balkanereigniss ch ö 8 8 Deutschland, seine besten äfte eben. Wäͤre es klug von Deutschl esten K. veee Frankreich zu verbrauchen und sich nachher u“ zu wenden? Deutschland werde auch Fne ehee Frun soziale Krif fesseln w schland sei isolier 8 k⸗ soziale Krise entfesseln wollen. Deutschland sei ert reich es sei mehr bedroht als bedrohlich. (Ropalist . ironisch⸗ Also rüsten wir ab!) Die Lage Deutschlands 1. Monaten sei nicht mehr stärker geworden, 5 pehiã 8 unverme ge de 2 bestände vermehrt, aber das sei eine u dliche Folge der Zu⸗ nahme seiner Geburtenziffer. Frankreichs Lage sei Se⸗ 8. gegenüber weniger stark gewesen als heute. Das Dreija rgeset 1. Hilfsmittel. Man werde das Land mit Lasten erdrücken und 8s gr. 8 lande preisgeben. Man rufe den fremden Angriff geradezu 1 25 Nicht allein die Arme, sondern auch die Gehirne würden 5 fehlen. Das Dreijahrgesetz sei ein tödlicher Schlag für Fran reich und für die Zivilisation. Er wünsche nicht, b Frankreich Aich 8 dem kaiserlichen Deutschland He⸗ Beispiel büzee2 11616*A v 8 mne 8 8 er Jorlag n Maujan kam bei einer Prüfung der Vorlage asihre düeiehen Seite zu dem Ergebnis, daß allein 12 Feülctrigh ienstzeit F 1 efäbi vürde, einen gri 8⸗ nstzeit Frankreich befähigen würde, ngriff aur ee Der Sozialist Flaissières sagte, das Gesetz sei eine Aufforderung zum Stillstand in dem Fortschritt der Doumer als Berichterstatter erwiderte, der Fortschritt der Menschhei sei nicht mit dem Verfall Frankreichs verbunden. Durnae sagte, Frankreich wolle keine neue Invasion erleben. G6 appuis rief, Frankreich seien zwei Provinzen amputiert worden. Das sei Flaissidres verteidigte darauf die zweijährige Dienstzeit. 85 General Mercier erklärte, der Senat müsse das Gesetz 8 ie dreijährige Dienstzeit, so wie es sei, annehmen, denn es dro be un⸗ mittelbare Gefahr. Der Kriegsminister Etienne rechtfertigte darauf die Einstellung der Zwanzigjährigen und sagte, die SS zeit sei schwierig, aber in gleicher 1een. für. Out chland. 8. .. de im nächsten April drei kriegsbereite Jahresklassen haben un dos Land Senhe dadurch die nätige Sicherheit besitzen. Die Kasernen⸗ hauten im Osten seien bereits v geschritten. Der Kriegsminister dann die Gründe, aus denen die Regierung von dem Lande die nn trächtliche Anstrengung gefordert habe, 8. der Herausforderung ie Die Regierung ha hnell vor⸗ der Herausforderung fern liege Die Regieru be schnell v. 8.-22e eaz habe aber gehandelt, so gut es ihr möglich gewesen. Das Parlament müsse also nachsichtig sein gegen Irrtümer oder Lücken, die das Gesetz etwa enthielte, denn Frankreich wolle den Frieden nur, wenn seine Ehre und Würde dabei gewahrt blieben. Der Mimister schloß mit einem Appell an den Patriotismus des Senats, der das Inkrafttreten des Gesetzes nicht verzögern und keine Aenderungen an

2UB 2 8 ihm vornehmen solle. Der Berichterstatter öI1.“ Mechanismus und die Folgen der Einstellung der Jahres Nafsje im November auseinander und wies auf die Tat ache hin, .Se. land zur selben Zeit wie Frankreich zahlreiche Rekruten auszu Ss hätte. Der Redner schloß mit den Worten: „Der Frieden 5. 40 Jahren gesichert, weil wir uns auf den Krieg vorbereiteten un Frankreich immer besser rüsteten. Darauf wurde die allgemeine Beratung geschlossen und

die Weiterberatung auf Dienstag vertagt.

Spanien. 8.

Der Ministerrat beschäftigte sich gestern eingehend mit der durch den Streik in Barcelona geschaffenen Lage. Wie W. T. B.“ meldet, ist die Regierung der Ansicht, daß es sich weit mehr um eine politische als um eine wirtschaftliche Be⸗ bee Niederlande.

Wie das „Reutersche Bureau“ erfährt, hat der demo⸗ kratische Abgeordnete Dr. Bos, nachdem sich geweigert haben, an der Bildung eines aus Mitgliedern al er Parteien der Linken zusammengesetzen Kabinetts mitzuarbeiten, die Königin gebeten, ihn von der Aufgabe, ein Kabin ett zu bilden, zu befreien. Die Königin hat seinem Wunsche ent⸗ Türkei.

Die türkischen Aufklärungsabteilungen sind nach 8 „S gauf türkisches Gebiet zurückgekehrt und halten an der alten 1 Grenze. Die Bulgaren haben ihre früheren Posten wieder e⸗ setzt bng der Gegend von Jamboli und Hebibitschewo Tr a konzentriert. .““ Waffenstillstand hat den Kampf auf der ganzen Front von Widin an der Donau bis Zarewo Selo an der Bregalnitza unterbrochen. Wie das serbische „Presseburau“ meldet, haben die serbischen Truppen in der Nacht vom 30. zum 31. Juli das belagerte Widin beschossen. Der Kampf hat bis zu dem Augenblick fortgedauert, da der Kommandeur der serbischen Timoktruppen Parlamentäre nach Widin sandte, um den Bulgaren mitzuteilen, daß der Waffenstillstand am Mittag beginne. Ferner haben die „Bulgaren. zwei vergebliche Angriffe versucht, auf der Linie Pirot Deschtschani —Kladenatz und bei Wlassina. Die Anstrengungen der Bulgaren, auch nur ein wenig vor⸗ zurücken, waren vergeblich, obwohl sie verzweifelt kämpften. Bei Egri Palanka, wo sie ihre sämtlichen Streitkräfte ins Treffen führten, gelang es den Bulgaren für einen Augenblick, mit ihren vordersten Linien vorwärts zu kommen, doch ließ das heftige Feuer der serbischen Artillerie die letzten 2Ceeshes Versuche scheitern. Die wiederholten Angriffe der Bulgaren auf die serbischen Stellungen bei Grlen wurden jedesmal mit

die vorgestern Ts ch .

serbischem Gebiet angriffen, mit en 2 20. 2 2 2

e Tae waesce linke Flügel Herr der Wasserscheide im Pirin⸗

gebirge.

en der „Agence Bulgare die Serben, rnivrh im Norden von Dschankladenac auf

großen Verlusten zurück⸗

sschauplatz

Nach Meldun

worden. Auf dem griechischen Krieg

Gestern früh fanden auf der ganzen ausgedehnten

Front keine ernsten Kämpfe statt. Die Lage der bul⸗

garischen Armee war ausgezeichnet im Augenblick des Er⸗

scheinens der griechischen Ueinfrns bedrohte der linke bulgarische

Parlamentäre für die Waffenruhe. Flügel den Eingang zum Kresnadefilee, andererseits beherrschten beträchtliche I“ des rechten bulgarischen Flügels die Petschewoebene 1 Garwan Planina, den Knotenpunkt der Gebirgszüge und Malesch. Bei Beginn der Waffenruhe war also die griechische Armee samt ihren beiden Flügeln zerniert und vom Rücken aus bedroht. Infolge dieser kkritischen Lage erschienen die griechischen Parlamentäre für die Waffenruhe schon Morgens 8 2 2 4 35 8 82„ 74 8 uhs, griechische Gesandtschaft in Berlin ist, wie „W. T. 8 meldet, von ihrer Regierung ermächtigt, zu erklären, daß alle aus Sofia stammenden Nachrichten über Erfolge der gegen die griechische an der alten bulgarischen Grenze n e Armee der Wahrheit widersprechen. Bei den 5 Kämpfen, die am 30. Juli in der letzten Schlacht vor bem Waffenstillstand stattfanden, und bei denen die Bulgaren, 5n stützt durch bedeutende Verstärkungen, die aus der ersten n zweiten von dem serbisch⸗bulgarischen Kriegsschauplat kommenden Division bestanden, versuchten, die Offensive gegen die griechische Armee auf der ganzen Linie zu wurden sie mit großen Verlusten nach Pancarevo 2 geschlagen. Ebenso wurden die Bulgaren, die einen Ueberfa gegen Mahomia versuchten, vollständig aufgerieben; ihr Rückgg wurde zur panikartigen Flucht. Die griechische wurde bei der Verfolgung der Bulgaren durch die Meldung der

Unterzeichnung des Waffenstillstands aufgehalten.

1 Rumänien. Der Prinz Ferdinand ist gestern von Bukarest wieder in das Hauptquartier der Operationsarmee abgereist.

Die Friedenskonferenz wurde, nachdem das Protokoll der vorhergehenden Sitzung gebilligt und Seee. zeichnet worden war, auf heute vertagt. Der Präsiden Majorescu gab der Hoffnung Ausdruck, daß die Erörterungen der Sonderkommissionen bis dahin zu greifbaren Ergebnissen eführt haben würden. 1 8 8 8 In der vorgestrigen Konferenz zwischen den rumänischen und den bulgarischen Delegierten wurden, wie „W. T. B.“ meldet, Einzelheiten erörtert, ins⸗ besondere in bezug auf die Feststellung der neuen Turtukai⸗Dobritsch⸗Baltschik, die über die genannten Orte durch⸗ schnittlich 10 km vorgeschoben werden so . Die neue Grenze wird beim Tal des Tekedere bei Turtukai beginnen und im Tal des Ekrene bei Baltschik enden. Sodann wurde die Frage der Aromunen in freundschaftlicher Weise eerörtert. Zu den Forderungen Rumäniens gehört auch die Schleifung der Be⸗ festigungen von Rustschuk und Schumla und Anerkennung Zone des bulgarischen Gebiets, die nicht befestigt werden arf. In der gestrigen Konferenz der bulgarischen Delegation und der Delegationen der Verbündeten wurde im Namen der Verbündeten ein Schriftstück verlesen, das nach einer Meldung des „Wiener K. K. Telegraphen⸗ Korrespondenzbureaus“ folgende Forderungen der Ver⸗ 1“ verlangen als Grenze den Lauf der Struma, beginnend an der alten bulgarisch⸗türkischen Grenze, bis zum Sarbdere, von dort auf Kuppe 1314 des Tschengelgebirges, dann der Wa er⸗ scheide folgend bis Tragarz, von dort nördlich und Lvve Kuppe 1152, dann über Mesta nach Kuka, über Sir ova und Daliboska zur Wasserscheide bis Kuppe 2162 bei Kuslar, von dort mit der Richtung auf Oschagdada über Morgaszan, EE1 schida bis Kordschala absteigend, sodann gegen Süden üͤber Kaplaktepe und Galierstepe, endend am Aegäischen Meer, drei Kilometer östlich non § r Heta köe entsagt allen Ansprüchen auf alle Inseln im

oüschen M 8 Aenchschen äens anng der Einwohner und Regelung der bereits früher vorgebrachten Strei fragen, betreffend die serbisch⸗bulgarischen Grenz⸗ Bürgschaft für die Aufrechterhaltung der Freibeit in Schule und Kirche der griechischen Gemeinden Thraziens.

Amerika. 1 Nach einer Konferenz zwischen dem Präsidenten Wilson und dem Staatssekretär Bryan ist gestern eine Erklärung ver⸗ öffentlicht worden, in der es laut Meldung des „W. T. 22 heißt, daß die Vereinigten Staaten keineswegs gedrängt worden seien, in Mexiko vorzugehen. Die Nachricht, daß die euro⸗ päischen Regierungen drängten, um die Vereinigten Staaten zu einem aggressiven Vorgehen gegen Mexiko zu veranlassen, ent⸗ behre jeder Grundlage. Dem Präsidenten der

Vereinigten Staaten von Venezuela Gomez ist infolge der ö Gewalt übertragen worden. Der Präsident tei e den. verneuren mit, daß Castro, angetrieben durch Ehrgeiz un Herrschsucht, die Revolution hervorgerufen habe. Die Gou⸗ verneure versprachen, der Regierung beizustehen. Amtliche Depeschen aus Caracas melden, daß die aufständischen Truppen an zwei Plätzen von den Regierungstruppen zurückgeworsen worden seien. Einer vom „W. T. B.“ verbreiteten Nachricht zufolge ist Castro in Coro gelandet.

Nach Meldungen des „W. T. B.“ aus S hanghai sind die Konsular⸗ und die Zollbeamten von dem Admiral Tseng formell davon in Kenntnis gesetzt worden, daß er die Wusung⸗ forts mit vier Kreuzern bombardieren werde. Im Namen Puanschikais hat Tseng eine Proklamation veröffentlicht, die für die Auslieferung der Rebellenführer, tot 2 lebendig, Belohnungen aussetzt, und zwar 100 000 bne für Huanghsing, 50 000 Doll. für schentschimei u b 20 000 Doll. für Suangfu und Lischutscheng. Zweitausen loyale Truppen sind gestern aus Hankau in Schanghai ein⸗ getroffen. Alle Verstärkungen der Nordtruppen sind jetzt aus Tschifu bei dem Arsenal angelangt. Die aufständischen Truppen in 82 B22,588 und in den Lunghuabezirken sind s 1 engeschmolzen. s mit den ihm ergebenen v truppen Schiuhing genommen und befindet sich auf 2 Marsche nach Canton. Der Generalgouverneur hat tele⸗

großen Verlusten für den Feind zurückgeschlagen.

wangs aufhalten; eine Schlacht stehe bevor.

lhent wird Mittel

graphiert, daß seine Truppen das weitere Vorrücken Lungcheik⸗

Der Präsident Nuanschikai erklärt obiger Quelle zufolge einem Manifest, daß sowohl die Rebellenführer General luanghsing und Tschentschimei als auch die meisten arteigänger Revolution der Kuomintangpartei ange⸗ ren. Der Präsident verlangt die Ausschließung dieser Re⸗ Ulen aus der Partei und fordert eine deutliche Erklärung der zomintangpartei über die Empörung. Maanschikai droht, Us die Antwort unbefriedigend ausfallen sollte, strenge An⸗ endung des Gesetzes. Ein zweites Manifest beauftragt den berstkommandierenden der Regierungstruppen am Jangtse, antschikai, mehrere Rebellenführer zu verhaften und zu

Koloniales.

irtschaftliche Mitteilungen aus Deutsch Ostafrika.

Bei der am 1. d. M. abgehaltenen Mitgliederversammlung des lonialwirtschaftlichen Komitees erstattete der von seiner lise nach Süd⸗ und Ostafrika zurückgekehete Vorsitzende, Herr upf, über die Ergebnisse seiner Arbeiten in Deutsch Ostafrika richt, dem wir auszugsweise folgendes entnehmen: Ueber die Maßnahmen zur Durchführung des Baumwollver⸗ chswesens entsprechend der Vereinbarung zwischen dem Reichs⸗ nialamt und dem Kolonialwirtschaftlichen Komitee vom 14. März 9 wurde volle Uebereinstimmung erzielt. Das Kaiserliche Gouver⸗ für eine Vermehrung der landwirtschaftlichen chverständigen in den Etat einstellen und ebenso für einen Urlaubs⸗ z für den Entomologen Sorge tragen. Die Bestrebungen, ein⸗ liche Baumwollmarken in bestimmten Gebieten zu schaffen, erfordern berster Linie ein ausreichendes landwirtschaftliches Personal und eine ge Saatkontrolle. Außerdem ist die Vermehrung der landwirt⸗ filichen Sachverständigen für die Entwicklung neuer Baumwoll⸗ iete Voraussetzung. Für den Bezirk Muansa ist die Errichtung Baumwollstation zugesagt. Das Komitee übernimmt die sgarantie auch für das Baumwolljahr 1913/14, ebenso die ährung von Baumwollprämien für dieses Jahr in Höhe zu 7000 an Eingeborene in solchen Bezirken, in denen die tur noch nicht gesichert ist. Für Saatbeschaffung, Bearbeitung Verteilung ist ein Betrag bis zu 100 000 aus⸗ st. Die Besichtigung von Baumwollpflanzungen sowohl der Ein⸗ renen wie der Europäer läßt eine weitere Steigerung der Pro⸗ ion im allgemeinen erkennen. Die Ernte in Ostafrika im Jahre 3,14 wird auf rund 11 000 Ballen zu 250 kg gegen rund 1o Ballen im Vorjahre geschätzt und würde bei einem Durchschnitts⸗ s von 70 für ½ kg einen Erlös von rund 4 Millionen Mark Deutschland ergeben. Bezüglich der Förderung der Kulturen ölhaltiger Früchte des Reisbaues sagte das Kaiserliche Gouvernement zu, daß die suche mit diesen Kulturen auf den landwirtschaftlichen Versuchs⸗ onen im Interesse der heimischen Volkswirtschaft weiter ausgedehnt en sollen. Das Komitee wird für die Beschaffung des erforder⸗ n Saatmaterials zur Förderung dieser Kulturen, z. B. von Oel⸗ iensaat aus Togo, und für die Aufstellung kleiner Oelmühlen zu suchszwecken Sorge tragen. Der Absatz von Oelfrüchten die uhr in Deutschland betrug 1911 etwa 1 260 000 t im Werte von 383 Millionen Mark ist fast unbegrenzt. ute Stand der Sisalkultur ist allgemein bekannt. Ver⸗ edürftig ist noch die maschinelle Aufbereitung. die durch die enorme Konkurrenz Südasiens drohende tschukgefahr fanden Verhandlungen in der Kolonie statt. Es de vorgeschlagen, in die bestehenden Kautschukpflanzungen bei gneten Boden⸗ und klimatischen Verhältnissen die r Kolonie heimische Kokospalme als Zwischenkultur ein⸗ en und diese dann allmählich zur Hauptkultur zu Die Kokospalme, deren Kultur allerdings lang⸗ g ist, und die erst vom siebenten Jahre an einen Er⸗ verspricht, ist bekanntlich im allgemeinen nicht sehr an⸗ chsvoll und kann durch rationelle Kultur und Trockensysteme in Ertragsfähigkeit und der Qualität ihrer Produkte noch gehoben Ferner wird der Anbau des hinsichtlich der Kultur und der ebereitung des Produktes ebenfalls sehr anspruchslosen Kapok⸗ s empfohlen. Die Einfuhr von Kapok nach Deutschland

ei

nes g im Jahre 1912 33 782 Doppelzentner im Werte von nahezu illionen Mark. Diese Kulturen sind in der Kolonie heimisch ihre Produkte weniger der Spekulation des Weltmarktes unter⸗ n. Bemerkenswert ist auch ein neues einfaches Verfahren für autschukgewinnung. Statt den Kautschuk zu Bällen auf⸗ eln, wird er in einem Tuche aufgefangen und an den Stamm geschlagen. Dadurch soll der Kautschuk reiner bleiben und die elige See. des Aufwickelns erspart werden. Weitere Versuche n angestellt.

Biologisch⸗landwirtschaftliche Institut in ni widmet sich auf seiner interessanten Versuchsstation u. a. der ung einer marktfähigen Bohnenart im Kilimandscharogebiet für rport. Es ist nicht ausgeschlossen, daß der Bohnenbau und zuf bei billigen Land⸗ und Seefrachttartfen lohnende Erträge

t. em Komitee ist es eine Genugtuung, daß das Kaiserliche Gou⸗ nent unter Benutzung der ersten wasserwirtschaftlichen Vorarbeit mitees im Jahre 1910 die Entwässerung des Kilofsa⸗ tes nunmehr ins Werk setzt. Durch die Entwässerung werden günstigere gesundheitliche Verhältnisse für Kilossa geschaffen und 2e Ländereien für die Kultur frei. ie technische Organisation des Komitees in Deutsch rika, für die ein Betrag von 100 000 veranschlagt ist, olgende Gestalt annehmen: 1) technische Stelle in Daressalam, Maschinistenschule und die ständige Maschinen⸗ und Geräte⸗ ung sowie das bei Daressalam gelegene Gin⸗ und Saatwerk 2) technische Stelle in Lindi, die das Gin⸗ und Saatwerk in leitet, und 3) technische Stelle in Tanga. Die technischen werden durch einen Oberingenteur und zwei Ingenieure besetzt, Beratung und Begutachtung den land wirtschaft⸗ ndustriellen Betrieben gegen Erstattung der Kosten zur pung stehen. Uebereinstimmung mit dem Kaiserlichen Gouvernement wird eine binistenschule für Farbige eingerichtet werden, die in Er⸗ der Tätigkeit der Ingenieure intelligentere Farbige in der ung von Motoren und landwirtschaftlichen Maschinen ausbildet iteressenten in der Kolonie gegen eine Nachweisgebühr zur Ver⸗ stellt. Das Kaiserliche Gouvernement hat sich bereit erklärt, die denen Dienststellen aufzufordern, mit größter Sorgfalt die ge⸗ den Schüler auszusuchen. Die Schüler erhalten Lohn, ein Internat ht beabsichtigt. In der Schule werden auch vergleichende sche mit deutschenund fremdlaͤndischen Maschinen an⸗ und für die tropische Landwirtschaft bedeutsame neue Er⸗ en zur Schau gestellt werden. Auch eine „arbeitende“ ralsammlung wird eingerichtet werden mit Wasch⸗, Zer⸗ ngs⸗ und insbesondere Schleifvorrichtung zur Belehrung der hen Beamten, Offiziere, Pflanzer, Siedler usw. über Werte werte von Mineralien aller Art. Der für den Bau der istenschule und die Ausstellung erforderliche Grund und Boden bester Lage von Daressalam angekauft. In weiten Kreisen onie bringt man der geplanten technischen Organisation des es Interesse entgegen. Schritthaltend mit der weiteren Ent⸗ 8, entspricht sie den heutigen Bedürfnissen der Kolonie. die allgemeine Landesausstellung in Daressalam bre 1914 stellt das Komitee dem Kaiserlichen Gouvernement zur entsprechenden Verwendung zur Verfügung. Ver⸗ gen über die Veranstaltung selbst haben ergeben, daß es sich „die Ausstellung in Form einer „Ostafrikaschau“ auf

8 1

6 8 28

Pflanzungen an der Mittelland⸗ und Usambarabahn, einem Besuch des tropisch herrlich gelegenen Biologisch⸗landwirtschaftlichen Instituts in Amani und Jagdausflügen nach dem Kilimandscharo und nach Nairobi sowie einem Besuche von Zanzibar usw. zu verbinden. öglicher⸗ weise wird ein Wasserflugzeug auf dem Hafen von Daressalam die Gäste der nationalen Veranstaltung begrüßen.

Der Plan eines ostafrikanischen Bodenkreditinstituts ähnlich dem Bodenkreditinstitut in Südwestafrika, verbunden mit der, Vornahme von Revisionen und Treuhandgeschäften, findet beim Kaiserlichen Gouvernement grundsätzlich günstige Aufnahme Die weiteren Verhandlungen zwischen dem Institut und dem Kaiserlichen Gouvernement sind eingeleitet.

Ein Ergebnis erzielten auch die Verhandlungen mit dem Kaiserlichen Gouvernement und den Lindiinteressenten bezüglich des Baues der Lindi⸗Baumwollbahn. Das Kaiserliche Gouver⸗ nement stellte 50 000 Rps., die früher für den Straßenbau im Lindi⸗ bezirk bestimmt waren, das Kolonialwirtschaftliche Komitee 22 500 Rps. für die Beschaffung von Schienen zur Verfügung. Mit Unterstützung der Deutsch⸗ostafrikanischen Gesellschaft ist es dem Pflanzer Körner bereits gelungen, den Bau der ersten 18 km auszuführen. Die Baumwollbahn wird auf insgesamt 40 km verlängert und teils mit Lokomotiv⸗, teils mit Menschenbetrieb eingerichtet werden. Durch diese Feldbahn wird die Transportnotlage des dortigen Pflanzungs⸗ gebiets beseitigt und eine gedeihliche Weiterentwicklung der daselbst aussichtsvollen Baumwollkultur gewährleistet

Ueber das künftige Eisenbahnprogramm der Kolonie herrscht be⸗ kanntlich noch Streit. Um noch gründlichere Unterlagen zu schaffen, sendet das Kaiserliche Gouvernement neuerdings technische und land⸗ wirtschaftliche Expeditionen sowohl nach dem Ruanda⸗ als auch nach den nördlichen Gebieten aus. Besonders beachtenswert ist die vom Gouvernement vor kurzem ausgerüstete „Ulanga⸗Uhehe⸗ Nyassa⸗Expedition“, der die Aufgabe gestellt ist, eine Trasse für eine von Mikesse an der Mittellandbahn zum Nyassasee gehende Linie festzustellen. Der Bau dieser Südbahn wãͤre eine politische Tat zur Sicherstellung unserer Vorherrschaft in den großen, reichen Nyassaländern und weit hinein nach Mittelafrika gegenüber den neuerdings energisch betriebenen englisch⸗ portugiesischen Plänen einer Eisenbahn vom Hafen Beira nach Fort Johnston und einer solchen von dem Nvassasee nach Rhodesia. Die deutsche Südbahn würde außerdem als Zubringer zur Mittellandbahn wertvoll sein und auch eine deutsche Siedelung in den Uhehe⸗ und Nyassahochländern ermöglichen. Sie ist durch die erst neuerdings klar hervorgetretenen po tugtesisch⸗englischen Eisenbahnprojekte aktuell geworden; es ist zu boffen, daß diese politisch⸗wirtschaftlich wichtige Bahn nicht durch die Ausführung der mehr innerwirtschaftlichen Eisenhahnprojekte im Norden und Nordwesten in Frage gestellt wird. Der Gesamteindruck der wirtschaftlichen Verhältnisse der Kolonie ist vielversprechend und stärkt den heimischen Volkswirtschaftler in dem Bestreben, durch gemeinsame Arbeit mit den Kolonialpionieren das große Ziel einer Rohstoffversorgung Deutschlands aus den eigenen Kolonien zu erreichen und iudel und Industrie neue, sichere

ol hen und zugleich Adsatzgebiete zu erschließen.

Statistik und Volkswirtschaft.

Die häufigsten Kleinha preise für Fleisch in Preußen im II. Vierteljahr von 1913 und den drei Vorjahren.

Nach einer vom preußischen Statistischen Landesamt in der „Stat. Korr.“ gegebenen vergleichenden Uebersicht der häufigsten Klein⸗ handelspreise von Fleisch in den 50 bedeutendsten Marktorten Preußens während der Monate April, Mai und Juni des Jahres 1913 und der drei letzten Vorjahre ergeben sich aus den Wochendurchschnitten der Zäufigsten Preise f ganzen Monat und die Gesamtheit der 50

reise für den Orte die folgenden Durchschaittspreise für 1 kg: Rindfleisch von der Keule (Schwanzstück, Blume, Kugel, Nuß, Oberschale) im April 193,0 (gegen 189,3, 179,9 und 168,.;, im gleichen Monat der drei Vorjahre 1912, 1911 und 1910), im Mai 192, (gegen 190,s, 181,5 und 169,8 ₰) und im Juni 192,2 (gegen 192,8, 183,1 und 170 8 ₰), Rindfleisch vom Bug (Schulterblatt. Schulterstück, Schuft) im April 178,8 (gegen 174.3, 162,% und 152, ₰., im Mai 178, ½ ) und im Juni 178,1 (gegen 179,3,

(gegen 1760 162 2 und 154,2

1650 und 156,0 ₰), Rindfleisch vom Bauche im Avpril 159,8 (gegen 154,3, 145 4 und 134,8 ₰), im Mai 159, (gegen 1560, 145¼% und 137,8 ₰), im Juni cbenfalls 159,8 (gegen 158 4, 146,8 und 138,2 ₰), Rindfleisch im Gesamtdurchschnitt im April 1794 (gegen 175,1, 164,s und 154,8 ₰), im Mal 179,0 (gegen 176,8, 165,5 und 155,, ₰) und im Juni 179,1 (gegen 179.3, 167, und 157,8 );

Kalbfleisch von der Keule (Schlägel) im April 210,8 8 (gegen 200 7 1949 und 1857 im gleichen Monat der drei Vorjahre 1912, 1911 und 1910), im Mai 209, (gegen 206,4, 196,8 und 1860 ₰) und im Juni 209,7 (gegen 206, 6, 195,4 und 186,5 ₰), Kalbfleisch vom Bug (Schulter, Blatt) im April 1882 (gegen 181,5, 176,3 und 163,3 ₰), im Mai 189,2 (gegen 182,3 176,5 und 163,⸗ ₰) und im Juni 187,8 (gegen 184,6, 175,7 und 163,6 ₰), Kalbfleisch im Gesamtdurchschnitt im April 201,7 (gegen 193,0, 187,4 und 176,7 ₰), im Mai 201, 8 (gegen 196,8, 188,8 und 177,0 ₰) und im Juni 201,0 (gegen 197 8, 187,4 und 177 8 ₰); Hammelfleisch von der Keule (Schlägel) im April 204,7 (gegen 190, ½, 182 5 und 176,5 im gleichen Monat der drei Vor⸗ jahre), im Mai 204,7 (gegen 192,9, 184,1 und 177 2 ₰) und im Juni 209,7 (gegen 197,2, 188,z¶ und 178,5 ₰), Hammelfleisch vom Bug (Schulter, Blatt) im April 186,„ (gegen 17171, 165,7 und 159,2 ₰), im Mai 186,9 (gegen 173,5, 167,1 und 160,0 ₰) und im Juni 189,9 (gegen 182,1, 172,3 und 161,8 ₰), Hammelfleisch im Gesamtdurchschnitt im April 197, (gegen 182,8, 175,8 und 169,s), im Mai 197,8 (gegen 185,1, 177,8 und 170,2 ₰) und im Juni 201,s (gegen 191,2, 182,1 und 171,8 ₰); Schweinefleisch von der Keule (Hinterschinken) im April 190, (gegen 178 9, 163 % und 175,1 im gleichen Monat der drei Vorjahre), im Mai 186,4 (gegen 178,8, 164 und 174,5 ₰) und im Juni 1848 (gegen 182,, 160,2 und 174,8 ₰), Schweine⸗ fleisch vom Bug (Schuft, Schulterstück, Vorderschinken) im April 180,0 (gegen 162,1, 152 6 und 165,3 4), im Mai 175,0 (gegen 162,, 152,3 und 164,5 ₰) und im Juni 173,1 (gegen 166,2, 152,3 und 164,1 ₰), Kopf und Beine im April 89, (gegen 81,8, 81,1 und 92,9 ₰), im Mai 81,2 (gegen 81,4, 77,2 und 91,o ₰) und im Juni 79,7 (80,7, 79,4 und 88,5 ₰), frisches Rückenfett im April 168,8 (gegen 159,3, 143,3 und 163,1 ₰), im Mai 162,4 (gegen 160,4, 142¼ und 161,1 ₰) und im Juni 157,9 (gegen 161,2, 138, und 159,s ₰), Schweinefleisch im Gesamtdurchschnitt im April 171,8 (gegen 915,7, 147,5 und 161,1 ₰), im Mat 166,8 (gegen 159,9, 147,2 und 160,0 ₰) und im Juni 164,5 (gegen 162,8, 144,5 und 159,3 ₰);

Roßfleisch im April 90,8 (gegen 77,7, 77,8 und 74,; im gleichen Monat der drei Vorjahre), im Mai 90,7 (gegen 79,0, 77¼ und 74,8 4) und im Juni 91,59 (gegen 79,3 77,7, und 74,8 ₰). Während des zweiten Vierteijahres 1913 haben sich die Fleisch⸗ preise im Kleinhandel gegen das erste Vierteljahr nur wenig verändert. Im Gesamtdurchschnitt der 50 Berichtsorte ist das Rindfleisch von Ende des I. bis Ende des II. Vierteljah’rs um 1 ₰, das Kalbfleisch um und das Schweinefleisch um 122 im Preise gesunken, das dagegen um 4,7 gestiegen. Gegen den gleichen onat des Vorjahres ist der Junipreis für Rindfleisch um 0,2 gesunken, Kalbfleisch um 3,2, Hammelfleisch um 10 , Schweinefleisch um 1 =9 und Roßfleisch um 11,7 gestiegen.

Im einzelnen stellten sich im letzten Vierteljahre die Einheits⸗ (Gesamtdurchschnitts)preise am höchsten für Rindfleisch im April mit 205, im Mai und Juni je mit 208 in Magdeburg, für Kalbfleisch im April in Altona und Harburg je mit 242, im Mal

ndels

tere Grundlage zu stellen und mit einer Besichtigung größerer! glei

für Hammelfleisch vom April bis Juni je mit 232 in Wies⸗ baden, für Schweinefleisch im April mit 213, im Mai mit 211 und im Juni mit 210 in Cöln, für Roßfleisch vom Avpril bis Juni mit 130 in Altona. Den niedrigsten Stand hatten die Preise für Rindfleisch im April mit 142, im Mai mit 139 und im Juni mit 144 in Graudenz, für Kalbfleisch im April mit 160 in Königsberg, im Mai mit 161 in Münster und im Juni mit 159 in Allenstein, für ammelfleisch vom April bis Juni mit 160 in Sigmaringen, ve Schweinefleisch im April und Mai mit 137 in Graudenz, im Juni mit 139 in Münster, für Roßfleisch vom Mai bis Juni mit 55 in Tilsit.

Zur Arbeiterbewegung.

In den Brennaborwerken von Gebr. Reichstein in Branden⸗ burg a. H. hat, wie die „Voss. Ztg.“ berichtet, am 27. Juni die Arbelterschaft den am 1. August vorigen Jahres auf ein Jahr abge⸗ schlossenen Tarifvertrag gekündigt. Es wurde der Firma der Vorschlag eines neuen Tarifvertrags übermittelt, der außerordent⸗ liches Entgegenkommen von der Firma verlangt. Da der Tarif erst ein Jahr besteht, glaubt die Firma, die erst im vergangenen Jahre große Zugeständnisse gemacht hat, derartige Aenderungen nicht schon wieder vornehmen zu können. In einer gestern abgehaltenen Arbeiterver⸗ sammlung kam es zu keiner Einigung. Die Arbeiter wollten zwar ohne Tarif weiterarbeiten, aber den alten Tarif nicht erneuern. Darauf ist die Fabrikleitung nicht eingegangen. Es werden daher heute nachmittag 3000 Arbeiter ausgesperrt, und der Betrieb wird geschlossen. Da z. Zt. tote Saison’ ist, wird das Geschäft der Firma wenig beeinträchtigt. 8

Die Gesamtzahl der ausständigen Textilarbeit lona und anderen Bezirken Kataloniens trägt nach von „W. T. B.“ 31 235.

er in Barce⸗ einer Meldung

Wohlfahrtspflege.

8

In allen an der Jugendpflege beteiligten eres Interesse erwecken, daß die Wohlsahrtossftunadee die äßlich der Jahrhundertfeier der Befreiungskriege und Regierungsjubiläums des Kaisers errichtet werden, in ichen Fällen auch der Jugendpflege zugute kommen. Die für Waisenpflege und Jugendfürsorge „Deutsche Reichs⸗ veröffentlicht hierüber folgende Zusammenstellung: Hannover hat 200 000 für den Bau eines zur Verfügung gestellt; desgleichen die Stadt 76 000 ℳ. Königsberg i. Pr. hat beschlossen, ein „Kaiser⸗Wilhelm⸗Wohlfahrtshaus“, das in erster Linie für die nationale Jugendpflege bestimmt sein soll, im Gesamtkostenwerte von 175 000 zu errichten. Die Stadt Schöneberg hat für die Beschaffung und Einrichtung eines Spielplatzes 150 000 ℳ, Osnabrück für denselben Zweck 100 000 bewilligt. Berlin⸗ Grunewald gibt 50 000 für die Jugendpflege in der Gemeinde. In Spandau sind 50 000 als Grundstock zur Er⸗ richtung eines „Jugendheims Kaiser Wilhelms II.“ bewilligt worden. Der Kreis Herrschaft Schmalkalden hat beschlossen, seinen Kinderfürsorgefonds, der der gesundheitlichen Förderung der Jugend vor ihrem Eintritt in das Berufsleben dient, auf 15 000 zu erweitern. Die Stadt Liegnitz überwies schenkungsweise dem Ortsverbande für Jugendpflege in Liegnitz 10 000 für die Errichtung eines Jugendheims. Die Stadtverordnetenversammlung in Cöln hat beschlossen, einen Betrag von 1 000 000 zur Ver⸗ fügung zu stellen, wovon etwa 300 000 für Jugendspielplätze vor⸗ gesehen sind. Die Stadtverordneten von Essen bewilligten 200 000 zur Anlegung eines Volksgartens. Frankfurt a. N stiftete 400 000 für ein Volksbildungshaus und 100 000 zur Pflege des deutschen Volksliedes. Die Stadtver⸗ ordnetenversammlung in Aachen bewilligte 300 000 zur Errichtung eines Volkswohlfahrtshauses. Breslau baut für 300 000 ein Jugendheim. Crefeld hat für einen Kaiser⸗ Wilhelm⸗Spielpark 200 000 bewilligt. Die Stadt Gelsen⸗ kirchen hat 230 000 zur Förderung der Jugendpflege, zum Bau von drei Turnhallen an Volksschulen und zum Ausbau b Jugendspielplätze in den dies

stehender und zur Anlage neuer

jährigen Etat eingestellt. Für die Errichtung eines Jugendpflege⸗

heims hat Allenstein die Summe von 120 000 zur Verfügung

gestellt. Kommerzienrat Richard Naether⸗Zeitz gab 150 000 zum ines Jugendheims. In Lübeck soll ein Kaiser⸗Wilhelm⸗Volks

Bau haus erstehen, das als Stätte der Kunst, Wissenschaft und Jugend⸗ hierzu 80 000 gestiftet

pflege gedacht ist. Senator Possehl hat 1. Millionen Mark; eine würdige Gabe zur

Das sind zusammen über 3 en2 Feier der Befretungskriege und des Kaiserjubiläums.

. Kreisen wird es be⸗

S8888 3 2

Kunst und Wissenschaft.

Wie die Tiroler Gletscher seit einer Reihe von Jahren im Auftrage des Deutschen und Oesterreichischen Alpenvereins ständi beobachtet und auf Rückgang oder Zunahme gemessen werden, so werden auch die Gletscher der Schweiz von der Schweizerischen Gletscher⸗ kommission jährlich gemessen. Wie dem Bericht der Kommission für das Jahr 1912 zu entnehmen ist, stehen zurzeit 70 Gletscher unter Beobachtung, die sich im Berichtsjahr besonders schwierig gestaltete. Wiederholt siel in den Monaten Jult und August in den Bergen Neu⸗ schnee, und im September waren die meisten Eisströme schon so tief verschneit, . die Beobachtung vereitelt wurde. So konnten zum Beispiel die Veränderungen des Bifertengletschers und des Clariden⸗ gletschers nicht mehr festgestellt werden. Die 52 beobachteten Gletscher wiesen im Durchschnitt eine Zunahme gegenüber dem Vorjahre auf. Die Ursache liegt in der andauernd kühlen und feuchten Sommerwitterung des letzten Jahres. Und auch das dies⸗ jährige schlechte Frühsommerwetter mit reichlichem Schneefall in den Berglagen dürfte dem weiteren Vorstoßen der Gletscher förderlich sein. Die größte Zunahme weisen für 1912 folgende Gletscher auf: Paneyrossaz 15 m, Grand Plan⸗Nevé 15 m, Frapioz 10 m, Unterer und Oberer Grindelwaldgletscher je 20 m, Zapport 13 m, Paradies 11 m, Tambo 10 m und Porchabella 14 m. Dagegen sind am stärksten zurückgegangen: Rhonegletscher um 11 m, Durand um 10 m, Ferpöcle um 11 m, Arolla um 22 m, Grand Désert um 10 m, Saleinaz um 31 m, Brumi um 15 m, Lavaz um 12 m, Palü um 22 m und Forno um 14 m. Einzelne Gletscher weisen besondere Eigentümlichkeiten auf. So hat der Aletschgletscher an seiner Zunge wiederum beträchtlich von seiner Mächtigkeit eingebüßt. Der Fiescherfirn war letztes Jahr stark zerrissen. Der Saleinazfirn geht infolge der dort stattfindenden Eisausbeutung stark zurück; in einem einzigen Sommer wurden 200 Wagen Eis abgebaut. Während der Jahre 1893 bis 1906 ist der Untere Grindelwaldgletscher stark zurückgewichen, im ganzen 293 Meter. Seither zeigt sich wieder ein leichtes Vordringen. Im Kanton Uri weisen alle Gletscher eine Abnahme auf; diese Erscheinung wird auf die Nachwirkungen des heißen Sommer 1911 zurückgeführt. Der Firnälpeligletscher in Obwalden stößt an⸗ dauernd stark vor und treibt eine Moräne feinen Gesteins vor sich her. Der Palügletscher hat sich abermals stark zurückgezogen; wenn der Rückzug noch weiter andauert, wird der Gletscher schon in wenigen Jahren ganz verschwunden sein.

Die Einwirkung des kühlen Sommerwetters des Jahres 1912 auf die Eisströme erhecf am besten aus folgender Vergleichung: zeigten im Jahre 1909 11, im Jahre 1910 17 und im Jahre 1911 nur 3 Gletscher Anzeichen eines Vorstoßes, so konnte für 1912 bei 23 Gletschern ein Anwachsen bemerkt werden. Die iahrzehntelange Beobachtung aber hat ergeben, daß die Veränderungen der Gletscher von unregelmäßiger Periodizität sind, daß diese Periodizität bei jedem Gletscher individuell ist und daß bei den Gletscherveränderungen Gleichheit und Gleichzeitigkeit nicht besteht. 1

cfal in Harburg mit 242 und im Juni in Altona mit 238 ₰,