Seine den Stadtrat
8 8 “ önigreich Preußen.
Willi Meckbach in Frankfurt a. Main
Konsistorialrat und Mitglied des Konsistoriums daselbst
Nebenamt zu ernennen infolge Gnesen getroffenen Wahl den Nollner Bürgermeister) von zwölf Jahren und infolge Ronsdorf getroffenen Wahl den Carnap das Ronsdorf
sowie der von — bisherigen Landrichter Hei
daselbst als besoldeten Beigeordneten
der von lbst als unbesoldeten Beigeordneten der
auf fernere sechs Jahre zu bestätigen.
der Stadtverordnetenversammlung
Majestät der König haben Allergnädigft geruht:
zum im in
nrich
(Zweiten der Stadt Gnesen für die gesetzliche Amtsdauer
der Stadtverordnetenversammlung in Bandfabrikanten Johannes
tadt
Seine Maäjestät der König haben Allergnädigst geruht:
dem Direktor der Bildgieß H. Gladenbeck u. Sohn“
Felix Görling in
erei „Aktiengesellschaft vorm. Friedrichshagen
für seine Person das Prädikat eines Königlichen Hofbildgießers zu verleihen.
Ministerium d
Der Abteilungsvorsteher am Friedrich Wilhelms⸗ Universität in dozent, Professor ordentlichen
angelegenheiten.
Berlin,
Dr. Julius Morgenroth
Universität ernannt worden.
Dem Markscheider Heinrich
v Keinhorst ist von
unterm 26. Mai 1918 die Berechtigung zur selbständigen
führung von Markscheiderarbeiten Staatsgebietes erteilt
worden. Er hat seinen Wohnsi
Günnigfeld, Kreis Gelsenkirchen, genommen. Dortmund, den 5. August. 1913.
Königliches Oberbergamt. V.: Kaltheuner.
er geistlichen un d Unterrichts⸗
Pathologischen Institut der bisheriger Privat⸗ ist zum außer⸗ Professor in der medizinischen Fakultät derselben
uns
Aus⸗ innerhalb des preußischen
tz in
„Vaterland“ am
Tecklenbg. Schiff 4 8 Pelevb. J. Berliner 8 —f Peltow. Kanalterr. — Tempelhofer Feld. kt.⸗Ges... Terr. Großschi ... do. Müllerstraße. bo. N. Bot. Garten vo. Nied.⸗Schönh. do. Nordost bo. Rud.⸗Johthal bo. Südwest i. bo. Witzleben i. L. o Teuton. Misburg. Thale Eisbh. St.⸗P. 1 bo. do. Vorz.⸗Alt) Thiederhall chen
Terra,
Nichtamtliches.
Deutsches Reich. Preußen. Berlin, 7. August 1913.
Laut Meldung des „W. T. B. f S. M. 3. August in Tschingkiang eingetro
70 ,00 8B2* 1““ 8 8 Berl. ar:
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— 1.6 Bochum. Bergw. 1006 8 do. Gußstahl 102 48½ un
do. 1911 unk. 17 100,4G Braunschwg. Kohl. 1088 Bresl. Wagenbau 1034
do. konv. 1001
81 580,006 860,00 8 Brie 3109 8, 1.
7n.1 12125,⸗ 121,00 G°
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Hoheiten dem Großherzog
vierr, wen Erzogin empfangen worden.
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Barnes, es wünschenswert Programm zu geben wolle, daß aller Regierungen die Initiative zur bereitung eines Parlamentsuntersekretär Aecland erwiderte
Die britische Regierun
Großbritannien und Irland. In der gestrigen Sitzung des ob die britische Regierung im Hinblick darauf, sei, für die nächste haben, der Regierung im Haag
die Regierung im zwecks würde.
finden werde, wenn Einberufung einer Konferenz solchen Programms ergreifen
VB. —
Bing, Nürnb. Met. 10242 „Reichs⸗
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Unterhauses fragte
daß
Friedenskonferenz ein eer Regieru dag zu verstehen es wahrscheinlich die allgemeine Zustimmung
Haag Vor⸗
Der
laut Meldung des
wird die Ansichten der anderen Regie⸗
rungen hierüber feststellen, sobald die Lage im nahen Osten weniger
Interesse beansprucht. Bis de ierung keine Vorschläge in der von 1 Barnes' sympathisch ist.
Reg
machen, obwohl mir die Anregung
der
Bis dahin Barnes vorgeschlagenen
Frankreich. . Der Senat hat gestern den Artikel 18 des Militärge
kann ich natürlich der Haager
Form
setzes,
die Dauer des aktiven Dienstes auf drei Jahre fest⸗
setzt, Einstellung der Zwanzigjährigen gestattet, angenommen.
Bei der Erörterung
und mit 245 gegen 48 Stimmen
über die Emstellung der Zwanzigjä
erklärte Clémenceau laut Bericht des „W. T B.“, er sei f
Einstellung, aber er glaube, die die Verwaltung werde nicht Zeit haben, die zu ergreifen, nehme die sondern aus politischen ereignet hätten, hätten eschrieben habe. ranzosen bestraft worden. halb Frankreichs imstande sei, einer
die der Gesundheitsdienst für nötig halte. Die Reg Einstellung der Zwanzigjährigen nich Gründen an Die Vorfälle, nicht die Bedeutung, die man ihne Die Aufsässigen seien zur Genugtuung
den Eindruck erwecken, als ob die Revolte die Spitze zu bieten.
den Artikel 6, der die
hrigen ür die
Fkage sei nicht genügend studiert und hygienischen Maßregeln
ierung
t aus militärischen, die sich
in zu⸗ aller
Man dürfe nicht in Fra kreich und außer⸗ Regierung nicht Man wolle die
Zwanzigjährigen einstellen, um den Jahrgang 1910 entlassen zu koͤnnen.
Der Redner lobte die habe, diesen Jahrgang bei den „Sie müssen aber folgerichtig bleiben. jahrgänge, zeitige Ausbildung nicht möglich ist. für nötig erklärte gibt zu, daß dies di Deutschen in derselben Lage sein würden. bei der Kavallerie und
daß
denn Deutschla d hat die dreijäbrige Dienstzeit
Regierung dafür, baß Fahnen zu behalten, fügte aber
aber ungenügende Cardres
für sie haben, üsa So wird der von
innere Zusammenhang der Armee gefährdet. ene gefahrliche Uebergangszeit
Ich sage:
Artill rie, es zieht im Winter Reserven ein und hat zwei Arme
mehr als wir. G zehnte noch das Kolontalarmeekorps mobil machen. niemandes Patriotismus,
nicht
dem Patriot smus derer, d
8
Wir können in di semn Augenblick ’ Ich ve aber man beweist seinen
nur in der Stunde, wo die Kanonen donnern.
—
sie die Absicht gehabt
hinzu:
Jetzt werden wir zwei Rekruten⸗
gleich⸗
eneral Pau
Man
ist, behauptet aber,
Nein,
ekorps neun⸗ rkenne
Potriotismus
Neben
ie gegen den Fein⸗ ziehen, gilt es
einen verborgenen, für unvollkommene stürzen wollen. 8 ein improvisiertes Militärge gefährlich ist, eben die Jahresklasse Europa ist noch nicht sicher. sein, wenn sie im Ministerpräsident der Senat muß im
denken, und nicht das, was man Der mit seiner Erklärung, Körperschaften nicht fügte 1 Ergebnis einer Prüfung seitens der Kammer sei. „Wen stellung der Zwanzigjährigen ein Abenteuer ist, weshalb stimmen Sie ihr zu? Einstellung der Zwanzigjährigen schon in diesem Jahre, aber zwischen der lassung der das Verhältnis von Wirkung. b 1 1910 ein Jahr hindurch zurückbehalten würde, festgesetzt. B 1 Zwanzigjährigen ist parlamentarischen Ursprungs. Hor den Ereignissen in Toul und Belfort aufgeworsen. ungerecht, Weise vor dem Meutereien, die Souvperänität geduldet werden. die Einstellung der ständigen 1 Garantien gebilligt hätten. für die Einstellung im November angeordnet. stellung schon für dies Jahr annehmen oder ganz verwerfen, denn die Einstellung setzung Zeitpunkt smn Deutschlands, 1b s dem neuen Zustrom von Kapitulanten Nutzen ziehen. werde bis zum Truppenstärken von 1905 I. einberufung des zuletzt entlassenen
des Gesetzentwurfes an die
8—,
Hälfte November eingestellt werden
Sitzung der
sichert,
aber wichtigen Patriotismus der jenigen, die nicht Gesetze stimmen und sich nicht in Abenteuer Und es V8* sich in Abenteuer stürzen, wenn man etz annimmt. Wenn es wahr ist, daß es ausgebildete Jahresklassen zu haben, so muß 1910 zurückbehalten werden. Die Lage in Unsere Diplomatie wird um so stärker Namen eines stark gerüsteten Landes spricht. Der muß männlich den notwendigen Entschluß fassen; sich auf eigene Verantwortung entscheiden. Der ist nicht zusammenhängend genug⸗ Wir stimmen ihm erklärte Clémenceau, aber sagen Sie, was Sie von Ihnen zu denken verlangt.“ inisterpräsident Barthou erwiderte Clémenceau, er habe recht daß in einer solchen Frage die gesetzgebenden politischen Motivpen nachgeben dürften, doch, ein Gesetz sei nicht improvisiert, wenn es das Wenn die Ein⸗
zwei nicht
rinzip zu,
Barthou hinzu,
Senat die Annahme der
Die Regierung fordert vom Einstellung der Zwanzigjährigen und der Ent⸗ e 1910 besteht nicht, wie Clémenceau glaubt, ittel zum Zweck, sondern von Ursache zu hat niemals erklärt, daß die Jahresklasse sie hat keine Zeitdauer Die Einstellung der Die Frage wurde Es ist aber zu behaupten, daß die Meutereien in irgend einer dadurch gerechtfertigt worden seien. Die Regierung ist Parlament verantwortlich, aber nicht vor der Armee.“ fuhr Barthou fort, die eine Erhebung gegen
und das Land dearstellten, könnten nicht Er erklärte, wie die Regierung dazu gekommen sei, Zwanzigjährigen anzunehmen, die die beiden zu⸗ Gesundheitsbehörden schließlich vorbehaltlich gewisser Schon jetzt seien hygienische Maßregeln Man müsse diese Ein⸗
Jahreskla Die Regierung
Die Regierung hat nicht kapituliert.
Herab⸗ kritischen schon
eine plötzliche zu einem Einstellung ähnlich derjenigen außerdem von Deutschland November nicht alle dem neuen Gesetze entsprechenden erreichen; übrigens gestatte Artikel 33 des Gesetzes Falle einer kritischen äußeren Lage die Wieder⸗ Jahrgangs. Das vorgeschlagene Abenteuern, sondern der notwendigen und un⸗ aufschiebbaren Verteidigung des Landes. An eine Zurückverweisung Deputiertenkammer dürfe man nicht das Gesetz nicht zur rechten Zeit ver⸗
würde Herbste die Lage, müsse
Frühjahr im während
eine Man
erst im Truppenstärken herbeiführen, Frankreich in versetzen würde.
der Herbst
im
Gesetz diene nicht
denken, denn dann würde abschiedet werden können.
Nach kurzer Erwiderung Clémenceaus meldete Abstimmung. “
Hierauf verlangte der Senator Mil liès-Lacroix namens der Finanzkommission eine Verminderung der in Artikel 12 des Gesetzes festgesetzten Entschädigungen an Familien, deren Ernährer eingezogen sind.
Der Antragsteller berechnete die Ausgaben, die dieser Artikel er⸗ forderlich machen würde, auf 97 600 000 Fr. und erklärte, der Minister⸗ präsident und der Finanzminister hätten nicht das Recht zu einer der⸗ artigen Verschwendung. Der Berichterstatter Doumer trat für den Artikel ein und erklä⸗ke, eine ernsthafte Kontzglle w de Verschwen⸗ d 9. *Latbinder msffsen. Der Finanzmteece igst
804,50 G “ 1.4.10r WwgGt h —,— 4 9 G
folgte die oben ge⸗
—, 1004] 1.1.7 do. 100 3 ¾ Ledf. ycku. Str..K105
100,00 G —,— Leonhard, Brnk. 103/4 1.127
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ten Einn 98,25 G 9 Fräümmn Huceresse. do. 1912 unt. 17108 Augenblg8s Mhetss⸗Lacroix. Mit
voldavxazhe.. a“ 28 Zußr gantrags würde der Senat das ganze Gesetz
zum Scheitern bringen.
Der Zusatzantrag wurde mit 246 gegen 45 Stimmen ab⸗ gelehnt und der Artikel 12 durch Handaufheben angenommen. In der Nachmittagssitzung nahm der Senat den Artikel an, der bestimmt, daß die EE131“ 3 in der zweiten oll. — Der Kammerpräsident Deschanel hat die nächste Deputiertenkammer für morgen nachmittag
einberufen. In dieser wird lediglich das Dekret über die
Schließung der Parlame tstagung verlesen werden.
Gestern abend fand eine Versammlung der Bot⸗ schafter beim Markgrafen Pallavicini statt. Dem Wiener 18. K. Telegraphen⸗Korrespondenzbureau“ zufolge wird ver⸗ nachdem die Botschafter ihre Ansichten ausgetauscht sei eine völlige Uebereinstimmung festgestellt worden.
hätten,
Rumänien.
Nach langen Beratungen ist gestern der Frieden im Prinzip abgeschlossen worden. Die Präliminarien werden heute vormittag unterzeichnet und unmittelbar darauf wird der Waffenstillstand abgeschlossen werden. Wie das Wiener Telegraphen⸗Korrespondenzbureau“ meldet, brachte die gestrige Sitzung der Konferenz die formelle Bestäti⸗ gung der in privaten Sitzungen bezüglich der Grenz⸗ fragen getroffenen Vereinbarungen. Die neue Grenze wird gemäß dem letzten, im Laufe der Nacht aus Athen und Bel⸗ grad eingetroffenen Zugeständnis der Verbündeten verlaufen, das Xanthi und Strumiza den Bulgaren überläßt, während Kawalla, Istip, Kotschana und Radowischte den Verbündeten verbleiben. Die Bulgaren entschieden sich nachzugeben, da sie von keiner Seite mehr Unterstützung fanden. Sie hoffen jedoch, in dem heute zur Abfassung des Friedensprotokolls zusammen⸗ tretenden Redaktionskomitee den Vorbehalt. einer Revision durch die Mächte in irgend einer Form zur Geltung zu bringen.
Asien.
NMach Meldungen des „W. T. B.“ aus Canton ist vor
dem Osttore der Stadt eine Schlacht im Gange, an der zwei Divisionen beteiligt sind.
Nachdem Canton seine Unabhängigkeitserklärung wider⸗ rufen hat, hält man, dem „Reuterschen Bureau“ zufolge, in den Gesandtschaften in Peking den Aufstand für nahezu beendet. Die Mehrzahl der Rebellenführer ist nach verschiedenen Richtungen geflüchtet. Sunjatsen ist auf einem japanischen Dampfer nach Formosa gegangen. Die Ansicht ist weit verbreitet, daß der Ausgang des Aufstandes die Regierung stärken werde, da er die Schwächen von Nuanschikais Gegnern offenbart hat. Die
Führer. der Kuomintang⸗Partei, die sich in Peking befinden,
nschikai und dem Premierminister, dem sie noch vor
Bezugsre ⸗ Ver. Glanzstoff Elberfend e .
zur Last gelegt e Partei hat fünf 2
kurzem die Ermordung von Sungschiao hatten, ihre Aufwartung gemacht. D Rebellenführer ausgestoßen. 8 Afrika. 8 “ Einer vom „W. T.B.“ verbreiteten Meldung aus Mekines zufolge sind die französischen Truppen im Lager von Amras von neuem von aufständischen Marokkanern an⸗ gegriffen worden. Die Marokkaner wurden mit starken Ver⸗
lusten zurückgeschlagen.
Nr. 26 des „Eisenbahnverordnungsblatts“, herausgegeben im Ministerium der öffentlichen Arbeiten, vom 4. August 1913 hat folgenden Inhalt: Allerhöchster Erlaß vom 5. Juli 1913, betr. Bau und Betrieb der im Eisenbahnanleihegesetz vom 28. Mai 1913 vorgesehenen neuen Eisenbahnlinien usw. — Erlaß des Ministers der öffentlichen Arbeiten: 26. vom 30. Juli 1913, II. 22. Cg. 4144, betr. Ausführungsvorschriften zum Viehseuchenübereinkommen zwischen dem Deutschen Reich und Oesterreich⸗Ungarn. — Nachrichten.
Nr. 32 der
„Veröffentlichungen des Kaiserlichen Gesundheitsamts“ vom 6. August 1913 hat folgenden Inbalt: Gesundheitsstand und Gang der Volkskrankheiten. — Ster befälle im Juni. — Zeitweilige Maßregeln gegen Cholera — Desgl. gegen Gelbfieber. — Tätigkeit des Gesundheitsrats des Seine⸗Departements, 1912. Gesetzgebung usw. (Deutsches Reich. Deutsch Südwest⸗ afrika.) Uebertragbare Krankheiten. — (Preußen.) Ablegung der Giftprüfung. — Fleischbeschau. — Tollwut. Sesekegesetz. — Ruhrreinigungsgesetz. Zulassung zur Giftprüfung. — Wein. — (Schweiz.) Uebertragbare Krankheiten. — Ferttle her Sonntagsdienst. — (Schweden.) Giftordnung. — Tierseuchen im Auslande. — Desgl. in Ungarn ꝛc., 2. Vierteljahr. — Zeitweilige Maßregeln gegen Tier⸗ seuchen. (Preußen, Reg.⸗Bezirke Königsberg, Allenstein.) Monats⸗ tabelle über die Sterbefälle in deutschen Orten mit 15 000 und mehr Einwohnern, Juni. — Desgl.
in größeren Städten des Auslandes. — Wochentabelle über die Sterbefälle in deutschen Orten mit 40 000 und mehr Einwohnern. — Desgl. in größeren Städten des Aus⸗ landes. — Erkrankungen in Krankenhäaͤusern deutscher Großstädte. — Desgl. in deutschen Stadt⸗ und Landbezirken. — Witterung. — Beilage: Gerichtliche Entscheidungen auf dem Gebiete der öffentlichen
Gesundheitspflege (Krankenwesen).
Statistik und Volkswirtschaft.
Zur Arbeiterbewegung.
Wie „W. T. B.“ berichtet, ist der seit 18 Monaten andauernde
Streik der Klempner in Bremen nach einer gestern abgehaltenen
Versammlung der Klempnergesellen, in der mit großer Mehrheit die
mit den Arbeitgebern getroffenen Vereinbarungen angenommen wurden,
beendet. Die Arbeit wurde heute früh in allen Betrieben wieder aufgenommen.
Einer Meldung der „Köln. Ztg.“ aus Solothurn zufolge ist
der Ausstand der Bauarbeiter am Münster⸗Grenchen⸗Tunnel
durch Vermittlung der kantonalen Regierung beigelegt worden (s. Nr. 179
des „R.⸗ u. St.⸗A.*). “ In Mailand ist die Streiklage nach einer Meldung des „W. Tage unverändert. An verschiedenen Punkten
T. B.“ vom gestrigen i der Stadt kamen im Laufe des Tages Zusammenstöße zwischen den besonders auf dem
Ausständigen und der bewaffneten Macht vor, — Markt am Ticinotor und vor der Fabrik Baroni, wo die Ausständigen mit Steinen warfen und Revolverschüsse abfeuerten. Infanterie und Kavallerie griffen ein und zerstreuten die Manifestanten. u „welona wird dem genannten Bureau zum Ausstand Ser eerrlindustrie berichtet: Die amtlich fest⸗ 8ꝙ & 11e e. B..Cgvr 2 445, 27 573. Der Gouverneur hat einer Abordnung der Streikenden einen Vermittlungsvorschlag des Ministers des Innern unterbreitet. Die Abordnung stellte ihre Antwort für morgen in Aussicht. — In Tarrasa ist es zwischen Streikenden und .“ die mehreren Gewerken angehören, zu Tumulten ge⸗ ommen.
(Weitere „Statistische Nachrichten“ s. i. d. Ersten Beilage.)
Kunst und Wissenschaft.
Im Kunstgewerbemuseum ist eine „Schwarzwälder Volkskunstindustrie“ eröffnet, die vom Großherzoglich badischen Landesgewerbeamt, Filiale Furtwangen, zusammengestellt ist. Die Ausstellung umfaßt in der Hauptsache Er⸗ zeugnisse der Hausindustrie auf dem Schwarzwald, daneben aber auch rein industrielle Fabrikate im Charakter der älteren Volkskunst. Zu der Gruppe „Hausindustrie“ gehört die aus bodenständiger Kunst⸗ übung erwachsene, aber infolge der Einfuhr von japanischem und chinesischem Stroh sehr zuruüͤckgegangene Strohflechterei, für deren Hebung zwei Strohflechtschulen in Furtwangen und Gütenbach tätig sind. Ferner die besonders in der Umgebung von Furtwangen heimische Spankorb⸗ und Schachtelmalerei, die sehr wirksame Gold⸗ stickerei, meist auf schwarzem Sammet, die neben ihrer ursprünglichen Verwendung in der Schwarzwälder Volkstracht auch für moderne dekorative Zwecke vorzüglich brauchbar ist, und ganz besonders die allbekannte Uhrenindustrie. Die Kuckucksuhren haben eine lange Entwicklung hinter sich, und die an ihnen geschulte Schnitz⸗ technik wird heute auch für andere Gebrauchsgegenstände dienstbar gemacht. Die Großherzogliche Schnitzereischule in Furtwangen überwacht jetzt die Ausbildun der Holzschnitzer und stellt zum großen Teil die Entwürfe her. Auch für die uralte und überall bekannte Schwarzwälder Lackschilduhr werden heute neue Motive von den Malern verwendet. Trägt schon die Uhren⸗ fabrikation einen mehr industriellen Charakter, so trifft das natürlich in noch größerem Maßstabe zu für die Keramik. Während aber die Fabriken sich mit der Herstellung aller Arten von Keramik für Tafel und Küche sowie zum Wandschmuck befassen, arbeitet die Hausindustrie noch heute im volkstümlichen Charakter der alten Schwarzwälder Töpferware. Von allen diesen Dingen zeigt die Ausstellung charakteristische Beispiele, ausgewählt vom Großherzoglich badischen Landesgewerbeamt, Filiale Furtwangen, das es sich in dankenswerter Weise zur Aufgabe gemacht hat, die Hausindustrie auf dem Schwarz⸗ wald nach Maglichkeit wieder zu beleben.
Sonderausstellung
In Breslau begann am Dienstag die diesjährige Haupt⸗ versammlung des Gesamtvereins der deutschen Ge⸗ schichts⸗ und Altertumsvereine, dem gegenwärtig 195 solcher Vereine angehören. Den Vorsitz führte der Geheime Archivrat und weite Direktor der Staatsarchive Dr. Bailleu⸗Berlin Nach einer Reihe von Begrüßungsansprachen hielt der ordentliche Professor an der Bres⸗ lauer Universität Dr. Preuß einen Vortrag über „Die Quellen des Nationalgeistes der Freiheitskriege“. Der Vortragende führte etwa aus, daß die heldenhafte Gesinnung, die nach dem Zusammen⸗ bruch von Jena zur Wiedergeburt der Nation und zur Nieder⸗ werfung der Fremdherrschaft führte, aus mancherlei Quellen ibre Kraft gezogen habe. Zunächst sei der friderizianische Staats⸗ und Pflichtgedanke wieder in Heer und Verwaltung lebendig geworden, sodaß Nesselrode nach der Schlacht bei Groß Görschen mit Recht habe darauf hinweisen können, daß „die Preußen wieder die Preußen Friedrichs“ seien. Vor allem aber habe der
deutsche Idealismus einen Hauptanteil an der inneren Wiedergeburt
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linternationalen
air Ult derenms .
eebabt, die die Voraussetzung zu äußern Erfolgen gegeben. Er sei weit entfernt davon gewesen, die nationale Persönlichkeit für ein laches Weltbürgertum austauschen zu wollen. Das Hinausschweifen ns Universelle und zugleich das Betonen der Persönlichkeit gehöre um deutschen Grundcharakter. Der Weg vom Universellen zum NMationalen, vielmehr ihre Vereinigung, habe daher durch⸗ aus in der Richtung der Weiterbildung des deutschen Geisteslebens gelegen. In diese nationale Bewegung, an der auch der Klassizismus indirekten Anteil gehabt, habe Fichte den Gedanken der Freiheit gebracht, der auch befruchtend auf die hisher gebundenen Kräfte im Staats⸗ und Heerwesen eingewirkt und den Boden für die große Erhebung vom Jahre 1813 vorbereitet habe. Die Grundstimmung dieser ganzen Erhebung sei aber eine religiöse gewesen. Die weitesten Kreise sahen in jenem Befreiungs⸗ krieg ni t nur eine Königs⸗ und Volkssache, sondern eine Art von Gottesdienst. Diese Gesinnung verlieh der gewaltigen Bewegung jene Stoßkraft, der ein Napoleon unterlag. — Den zweiten Vortrag hielt der ordentliche Professor an der Breslauer Universität Dr. Schrader über das Thema: Germanen und Indogermanen. Die Frage, seit welcher Zeit man von Germanen em sprachlichen Sinne reden könne, beantwortete der Vortragende, eine Ansicht durch zahlreiche Gründe stützend, dahin, daß als dieser benpunkt wahrscheinlich die Mitte des ersten Jahrtausends vor Christi Geburt anzusehen sei; bis zu dieser Zeit könne man nur von Prä⸗ germanen sprechen. Die Germanen haben nun, wie der Vor⸗ tragende weiter ausführte, zunächst nachweisbar in den Ländern längs der Ost⸗ und Nordsee gesessen, wo die Prägermanen schon im zweiten vorchristlichen Jahrtausend bezeugt sind. Die weitere Frage, ob die Prägermanen in jene Gebiete eingewandert seien oder ob sie dort seit unvordenklichen Zeiten gesessen, lasse sich nicht sicher heantworten, doch sprächen eine Reihe von Umständen für eine Ein⸗ wanderung, und zwar könne man aus Gründen der Sprachverwandt⸗ schaft darauf schließen, daß diese Einwanderung nach den Ost⸗ und Rordseeländern aus der mittleren und unteren Donau erfolgt sei. — Nach der Frühstückspause hielten dann der Gesamtverein und der Archivtag eine gemeinsame Sitzung ab, in welcher der Archivar Dr. Loewe⸗Breslau über „Archive und Bibliotheken“ prach, wobei er die Verhältnisse in Deutschland, Frankreich und England schilderte und miteinander verglich. Sodann sprach der erdentliche Professor an der Universität in Halle Dr. Rehme über Stadtbücher“, jene seit dem Anfang des 13. Jahrhunderts von den fädtischen Behörden geführten Amtsbücher. — Am Abend wurde eine zweite allgemeine, öffentliche Sitzung abgehalten. In ihr entwarf der außerordentliche Honorarprofessor an der Breslauer Universität D. Hoffmann ein Lebensbild des Breslauer Theologen 9. D. Hermes, der in Schlesien unter Friedrich Wilhelm II. im Sinne Bischoffwerders und Woellners gewirkt hat. Den zweiten Vortrag hielt der Provinzialkonservator, Regierungs⸗ und Baurat Dr. Burgemeister über „Alt Breslau’
8
In London wurde, wie „W. T. 17. Internationale Medizinische Kongreß nusend Aerzte mit ihren Damen füllten fast das tiesige Gebäude der Albert Hall, in der die Eröffnung stattfand. Der Prinz Arthur von Connaught führt in seiner Eröffnungsrede aus, der König habe ühn beauftrogt, der Hoffnung Ausdruck zu verleihen, daß solche ti Vereinigungen zum Fortschritt der großen nedizinischen Wissenschaft und damit zum allgemeinen Wohl der Menschheit beitragen möchten. Der Staatssekretär des Aeußern Sir Fdward Grey begrüßte die Versammlung im Namen der Regierung.
Sir Thomas Barlow, der Präsident Kongresses, verlas sodann eine Rede. .“ “
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B.“ meldet, gestern der eröffnet. Sieben⸗
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Wie „W. T. B.“ aus Christiania meldet, ist dort folgendes weitere Telegramm der Rettungsexpedition für Schröder⸗ Stranz aus Spitzbergen vom 5. d. M. eingetroffen: Lerner traf heute morgen hier ein. An Bord des „Lövenskjold“ erreichte er am b. Mai auf dem Nordostland das Nordkap. Hier blieb er vom zise eingesperrt sechs Wochen lang und benutzte die Zeit zu Schlittenreisen. Von Schröder⸗Stranz wurde keine Spur ge⸗ sunden. Der „Lövenskjold“ gin zugrunde, aber Lerner bildete mit der abgemusterten MNannschaft eine neue Expedition. Er hatte richlich Mundvorrat, dret Schiffsboote und neun Hunde. Es wurde eine Bootsfahrt vom Nordkap nach Treurenberg beschlossen. In 40stündiger schwerer Arbeit wurde die Ausrüstung der Expedition von 3 Teilnehmern auf 3 Schlitten über das Eis gebracht. Eine Fahrt von 22. Stunden mit einigen Stunden Ruhe brachte Lerner nach Treurenberg, von wo aus Staxrud seit dem 17. Juni vergebens versucht, das Nordkap zu erreichen. Als Lerner ankam, war es Staxrud fast gelungen, den „Herzog Ernst“ wieder flott zu machen. Lerner schickte seine Mannschaft an Bord und beide Expeditionen veisuchten vergebens, durch die Hinlopenstraße Green Harbour zu er⸗ richen. Staxrud hielt weitere Nachforschungen auf dem Nordost⸗ kande für überflüssig. Man hielt es für das Sicherste, den Landwe zu wählen, um die Bismarckstraße zu erreichen, wo man am 1. August ankam. Lerner versprach dem Schiffer des „Herzog Ernst“ 1000 Kronen, wenn er das Schiff innerhalb einer Woche nach Green Harbour bringen könne. Die 1ö1“ war unmöglich, worauf der Schiffer das Schiff in vier Tagen über die Nordküste dorthin brachte.
Auf der kleinen, in holländischem Besitz befindlichen Insel Komodo, die zwischen den größeren Inseln Flores und Sumbawa liegt, ist eine bisher unbekannte Ries eneidechse entdeckt worden, die Blättermeldungen zufolge zur Familie der Warane gehört, die bisher bekannten Arten, die bis 2 ¼ m Länge aufweisen, aber noch um ein beträchtliches an Größe übertreffen soll. Man erlegte auf Komodo eine Echse von 4 m Länge und will festgestellt haben, daß auf dem Eiland Tiere von 6 bis 7 m Länge hausen. Wenn sich die Nachricht bestätigt, würden diese Warane länger sein als die größten noch vorkommenden Krokodile.
1“ “ v“ v“
— Das erste Augustheft der von Eduard Lankes herausgegebenen „Deutschen Alpenzeitung“ (München) enthält wieder eine große Auswahl von längeren und kürzeren Aufsätzen und sachlichen Notizen, die für den Alpenwanderer und Naturfreund von Interesse sind. Es seien folgende Beiträge hervorgehoben: Streiflichter aus Ospitale d'Ampezzo. (I.) Von Gusti Faber. — Das Isartal. (Schluß: Die stur⸗ und Kunstdenkmäler und ihre Erhaltung.) Von Hugo Steffen. Eine Wasserreise. Von Curt Donat. — Jaufen — Meran— Vigilioch. Von Marie Reinthal. — Anleitung zu Naturbeobachtungen auf Touren. (Schluß: V. Bilder im Kleinseher.) Von Dr. Adolf Reitz. Bergtouren aus einer Schweizerreise vom Jahre 1777. (I.) Von Dr. Ernst Bertram. — Mitteilungen der „Deutschen Alpenzeitung“. — Mitteilungen des Münchener Fremdenverkehrsvereins. — Sehr reichhaltig und gut aus⸗ sefübrt sind auch in diesem Hefte die beigegebenen Abbildungen, unter denen sich neben zahlreichen Textbildern drei Kunstblätter befinden: Isarhochwasser von Strützel, Studie von Engelhardt und Berg⸗ euer von Steiner. Der Bezugspreis der reichhaltigen und empfehlens⸗ werten Zeitschrift beträgt (beim Buchhandel und der Post) 4 ℳ ierteljährlich, wofür 6 Hefte geliefert werdben. 8
Land⸗ und Forstwirtschaft.
Saatenstand und Ernteaussichten in Rumänien.
bin De warme Wetter der ersten Hälfte sowie die reichlichen Nieder⸗ whegtge in der zweiten Hälfte des Monats Junr haben zur guten Ent⸗ En lung der gesamten Vegetation beigetragen und eine reiche und gute Intw cklung des Getreides herbeigeführt.
Die Ernte von Weizen, Gerste und Roggen ist teilweise beendet und wird auf mehr als mittelmäßig geschätzt. In der Moldau ist die Reife der genannten Getreidearten ein wenig zurückgeblieben. Das Aussehen der Rehren läßt aber auch hier eine gute Ernte er⸗ warten. — Der Hafer, dem die letzte Witterung besonders förderlich war, erscheint überall schön und groß Der Raps hat eine un⸗ erwartet gute Ernte ergeben. Die Quantität betrug 5 — 15 hl auf das Hektar; die Qualität wird als gut bezeichnet. Der rechtzeitig angebaute Mais hat sich bis jetzt sehr gut entwickelt. Der später angebaute ist mit dem Wachstum im Rückstand geblieben, doch wird er, begünstigt durch die jetzige regenreiche Witterung, das Versäumte nachholen können.
Die Entziehung der Arbeitskräfte infolge der rumänischen Mobil⸗ machung dürfte auf das Ergebnis der Ernte, wenn auch die Ein⸗ heimsung derselben etwas verzögert werden wird, voraussichtlich keine erhebliche schädliche Einwirkung haben. (Bericht des Kaiserlichen Konsulats zu Bukarest vom 31. Juli 1913.)
Gesundheitswesen, Tierkrankheiten und Absperrungs⸗ maßregeln.
Gesundheitsstand und Gang der Volkskrankheiten.
(Nach den „Veröffentlichungen des Kaiserlichen Gesundheitsamts“, 8 Nr. 32 vom 6. August 1913.)
Rußland. Zufolge Mitteilung vom 9. Juli hat infolge eines Pestfalls bei der Eisenbahnstation Dschanbek die Verwaltung der Wladikawkasbahn eine Reihe von Vorschriften zur Abwehr der 1“ und mehrere Stationen zur Beobachtung Erkrankter errichte Laut einer am 26. Juli veröffentlichten Bekanntmachung der Kommission zur Bekämpfung der Pestgefahr sind die Gouverne⸗ ments Samara, Saratow und Stawropol für pestbedroht erklärt worden.
Aegypten. Vom 19. bis 25. Juli erkrankten 8 (und starben 4) Personen, davon 3 (2) in Alexandrien, 2 (1) in Kafr el Zagat, je 1 (—) in Port Said, Dessuk und Minieh sowie — (1) in Sammalut.
Britisch Ostindien. In den beiden Wochen vom 15. bis 28. Juni erkrankten 938 + 815 und starben 750 + 647 Personen an der Pest. Von den 1397 Todesfällen kamen 487 auf die Ver⸗ einigten Provinzen, 328 auf das Punjabgebiet, 229 auf die Präsidentschaft Bombay (davon auf die Städte Bombay und Karachi 55 und 10), 123 auf Bihar und Orissa, 103 auf Burma (davon auf die Städte Rangun und Moulmein 34 und 25), 49 auf Bengalen (nur Kalkutta), 39 auf den Staat Mysore, 23 auf die Präsidentschaft Madras, 5 auf Rajputana und Ajmer Merwara, je 3 auf Kaschmir, Coorg und die Nordwestgrenzprovinz, ferner 2 auf Hyderabad.
Niederländisch⸗Indien. Vom 2. bis 15. Juli wurden folgende Erkrankungen (und Todesfälle) gemeldet: aus dem Bezirke Malang 258 (249), aus Kediri 84 (75), aus Toeloengagoeng
(21), aus Magelan (17), aus Paree 10 (7), ans Madioen 9 (10), aus Soerabaja (5) und aus Ngawi. 1
Hongkong. Vom 22. bis 28. Juni 20 Erkrankungen (davon 19 in der Stadt Viktoria) und 19 Todesfälle, durchweg bei Chinesen.
China. Zufolge Mitteilung vom 4. Juli ist in Pakhoi die Seuche bis auf vereinzelte Fälle nach 7monatigem Wüten erloschen, doch fordert sie in der näheren und welteren Umgegend, so besonders in den Städten Lienchourund Namhong, noch zahlreiche Opfer. Die Gesamtzahl der in Pakhoi der Pest Erlegenen mag etwa 2000, d. h. 10 % der auf 20 000 geschätzten Einwohnerschaft, betragen; 90 bis 95 % der Fälle verliefen in der Zeit von wenigen Stunden bis zu 2 bis 3 Tagen tödlich.
Mauritius. Vom
Todesfall. Peru. Vom 19. Mai bis 8. Juni in Mollendo 1 und in Lima 6 Erkrankungen; außerdem herrschte die Pest in dieser Zeit in
Trujillo. Cholera.
Ungarn. Laut Mitteilung vom 28. Juli ist die Cholera in der an Serbien angrenzenden Donaugemeinde Temeßziget (Komitat Temes) bakteriologisch festgestellt worden.
Serbien. Bis zum 21. Juli sind seit der Feststellung der ersten choleraverdächtigen Erkrankungen unter den hömt L
II
Kriegs schauplatz zurückkehrenden verwundeten Soldaten
insgesamt 401 Fälle (wovon 162 tödlich verliefen), darunter 351 (142) bei Soldaten, gemeldet worden. Hiervon entfielen auf die Stadt Belgrad 118 (48) davon 57 mit positivem bakterio⸗ gischen Befund —, den Kreis Belgrad 2 (2), auf den Kreis Waljewo 6 (5) davon 1 mit positivem Befund —, auf den Kreis Wranja 83 (28) — davon 38 mit posi⸗ tivem Befund —, auf den Kreis Kragujewatz 80 (32), auf den Kreis Kruschewatz 16 (2), auf den Kreis Morawa 20 (9), auf den Kreis Nisch 33 (20), auf den Kreis Pirot 18 (8), auf den Kreis Podrinje 6 (—), auf den Kreis Semendria 6 3) — davon 1 mit negativem Befund —, auf den Kreis Timok 13 (5). Von den Fällen im Kreise Timok betrafen 12 (5) Zigeuner. — An der bulgarischen Grenze in Pirot und an der ehemalig türkischen Grenze in Ristowatz (Kreis Wranja) sind Cholerastationen zur Auf⸗ nahme solcher Personen eingerichtet worden, die auf den Eisenbahnen an Cholera erkrankt sind oder choleraverdächtige Erscheinungen auf⸗
weisen. Bulgarien. Zufolge Mitteilung vom 31. Juli soll bei den Bulgarien die Cholera ausgebrochen sein.
rumänischen Truppen in Angeblich beträgt die Zahl der Erkrankungen 180, die der Todesfälle 60. Pocken.
Mauritius. Zufolge Mitteilung vom 18. Juni Seuche auf der Insel noch nicht erloschen, doch tritt und verursacht nur wenig Todesfälle.
Fleckfieber. In der Woche vom 27. Juli bis 2. August Berlin⸗Steglitz EKreis Teltow, Reg.⸗
bis 26,. Juli in Galizien 104 Er⸗ in Krain und Dalmatien je 1.
9. Mai bis 5. Juni 3 Erkrankungen, kein
auf
ist zwar die sie milde auf
Deutsches Reich. wurde eine Erkrankung in Bez. Potsdam) festgestellt.
Desterreich. Vom 13. krankungen, in der Bukowina 7,
Genickstarre. Oesterreich. Vom 6. bis 19. Juli in Galizien 2 Er⸗“ krankungen und in Mähren 188
Spinale Kinderläh mung.
Preußen. In der Woche vom 20. bis 26. Juli sind 8 Er⸗ krankungen (und 1 Todesfall) in folgenden Regterungsbezirken [und Kreisen] gemeldet worden: Arnsberg 2 (1) [Hagen Land 1, Hattingen 1 (1)), Cassel 2 [Kirchhain], Düsseldorf 1 [Mörs], Wiesbaden 3 usingen].
Oesterreich. Vom 8 4 Gemeinden Niederösterreichs 8
Verschiedene Krankheiten in der Woche vom 20. bis 26. Juli 1913.
Pocken: Moskau, Odessa je 1, Warschau 3 Todesfälle; New York 1, Odessa 27, Petersburg, Warschau (Krankenhäuser) je 1 Er⸗ krankungen; Varizellen: New York 89, Odessa 37 Erkrankungen; Fleckfieber: Moskau 3, Wa schau? Todesfälle; Odessa.2, Warschau (Krankenhäuser) 8 Erkrankungen; Rückfallfieber: Odessa 1 Er⸗ krankung; Milzbrand: Reg⸗Bezirke Frankfurt 2, Schleswig, Stettin je 1 Erkrankungen; Tollwut: Budapest 1 Erkrankung;
6. bis 12. Juli in Steiermark 1, in Erkrankungen.
Influenza: Berlin 2, Budapest 1, London 3, Moskau 7, v 1, St. Petersburg 5 Todesfälle; Odessa 21 Erkrankungen; Genick⸗ starre: New York 2 Todesfälle und 3 Erkrankungen; Körner⸗ krankheit: Reg⸗Bez. Oppeln 113 Erkrankungen, davon 103 in Myslowitz (Kreis Kattowitz Land) bei Ausländern; Fleisch⸗ vergiftung: Reg⸗Bez. Marienwerder 13 Erkrankungen. Mehr als ein Zehntel aller Gestorbenen ist an Masern und Röteln (Durchschnitt aller deutschen Berichtsorte 1895 1904: 1,10 %), gestorben in Braunschweig, Elbing, Graudenz, Offenbach — Erkrankungen wurden gemeldet in Nürnberg b Hamburg 41, Budapest 112, Kopenhagen 111, London (Krankenhäuser) 33, New York 544, Odessa 93, Paris 147, St. Petersburg 92, Wien 24; an Keuch husten gestorben in Altona, Gladbeck, Osnabrück, Wanne — Erkrankungen kamen zur Meldung in Kopenhagen 32, New York 52, Odessa 23. Ferner wurden Erkrankungen angezeigt an Scharlach im Landespolizeibezi
Berlin 136 (Stadt Berlin 96), in den Reg.⸗Bezirken Arnsberg 105, Düsseldorf 114, Oppeln 117, in Hamburg 39, Amsterdam (23. bis 29. Juli) 29, Budapest 86, Christiania 21, London (Kranken⸗ häuser) 346, New York 93, Odessa 86, Paris 96, St. Petersburg 59, Prag 34, Wien 121; Diphtherie und Krupp im Landespolizei⸗ bezirk Berlin 127 (Stadt Berlin 90), in Hamburg 57, London (Krankenhäuser) 129, New York 224, Paris 50, Petersburg 38, Prag 27, Wien 49; Typhus in Paris 67, St. Petersburg 98.
Im Monat Juni (für die deutschen Orte) sind nachstehende Todesfälle — außer den in den fortlaufenden wöchentlichen it⸗ teilungen verzeichneten Fällen von Cholera, Pest und Gelbfieber — gemeldet worden: Pocken: Folgende spanischen Orte¹): Alicante 2, Almeria 14, Barcelona 64, Cadiz 3, Cordoba 7, Granada 3, Madrid 22, Malaga 1, Sevilla 16, Tarragona 1; Alexandrien 9, Buenos Aires, Kairo je 1, Rio de Janeiro 5; Pest: Rio de Janeiro 3 (Vormonat Dezember 2); Fleckfieber: Kairo 17; Milzbrand: Buenos Aires 1; Tollwut: Kairo 2; Influenza: Berlin 6, Braunschweig 1, Bukarest 9, Mailand 3, Zürich 1; folgende niederländischen Orte²): Amsterdam 2, Apeldoorn, Dortrecht je 1; folgende spanischen Orte¹): Barcelona 45, Granada 7, Madrid 47, Malaga 12, Murcia 6, Oviedo 9, Valencia 16, 30 Orte 1 bis 5; Bufallo*), Detroit) je 2, Indianopoliss) 5, New Orleans 4, Rio de Janeiro 77, San Franzisko 4; Genickstarre: Haarlem 1; Aussatz: Rio de Janeiro 2.
Im übrigen war in nachstehenden Orten die Sterblichkeit an einzelnen Krankheiten im Vergleiche mit der Gesamt⸗ sterblichkeit besonders groß, nämlich höher als ein Zehntel; an Scharlach (1895/1904 erlagen diesem 1,04 von je 100 in sämtlichen deutschen Berichtsorten Gestorbenen): in Roßberg; an Masern und Röteln (1895/1904: 1,10 % in allen deutschen Orten): in Eis⸗ leben, Graudenz, Hohensalza, Kray, Rheine, Steele, Annaberg; an Diphtherie und Krupp (1895/1904B. 1,62 % in allen deutschen Orten): in Rendsburg; an Keuchhusten: in Bergisch Gladbach, Castrop, Hagenau. Mehr als ein Fünftel aller Gestorbenen ist ferner nachstehenden Krankheiten er⸗ legen: der Tuberkulose (1895/1904 starben an Lungen⸗ schwindsucht 10,84 % in allen deutschen Orten): in Niederschönhausen, Elberfeld, Gevelsberg, M.⸗Gladbach, Hamm, Höhscheid, Iserlohn, Kreuznach, Langerfeld, Laurahütte, Liegnitz, Neustadt in Ob. Schles., Nowawes, Sorau, Frankenthal, Fürth, Landau, Pirna, Ravensburg, Baden⸗Baden, Offenburg, Altenburg, Bremerhaven, Delmen⸗ horst, Oldenburg, Colmar, Mülhausen i. E., darunter sogar mehr als ein Drittel in Landau; ferner in Brünn, Graz, Innsbruck, Linz, Pilsen; den Krankheiten der Atmungsorgane (1895/1904 starben an akuten 11“ der Atmungsorgane 12,73 % in allen deutschen Orten): in 33 deutschen Orten, darunter sogar mehr als ein Drittel in Luckenwalde, Peine; ferner in Barce⸗ lona, Genua, Madrid, Malaga, Valencia; dem Magen⸗ und Darmkatarrh, Brechdurchfall (1895/1904 starben an akuten Darmkrankheiten 13,19 % in allen deutschen Orten): in 37 deutschen Orten, darunter sogar mehr als ein Drittel in Königshütte, Roß⸗ berg, Saarlouis, Zabrze, Feuerbach; ferner im Landkreis Beuthen I, Kairo, Rio de Janeiro.
Von den 379 deutschen Orten hatte im Berichtsmonat Neu⸗ ruppin mit 29,1 %0 die höchste Sterblichkeit. Im Vormonat betrug das Sterblichkeitsmaxinam 33,2 %00. Die Säuglings⸗ sterblichkeit war in 5 Orten beträchtlich, d. h. höher als ein Drittel aller Lebendgeborenen, in Greiz 370 %0 (Gesamtsterblichkeit 15,7), Lipine 377 (27,4), Striegau 395 (24,8), Saargemünd 423 (23,4), Arnstadt 429 (18,3).
Die Gesamtsterblichkeit war während des Berichtsmonats geringer als 15,0 (auf je 1000 Einwohner und aufs Jahr berechnet) in 239 Orten. Unter 7,0 %0 betrug sie in: Berlin⸗Niederschönhausen 6,9 (1895/1904: 18,6), Rüstringen 6,9, Berlin⸗Friedenau 6,7 (1895 1904: 10,6). Berlin⸗Wilmersdorf 6,7 (1898/1907: 9,2), Erlangen 6,7 (1895/1904: 17,9), Biebrich 6,5 (1902/11: 14,5), Wald 6,4 (1896/1905: 14,2), Merheim 6,3 (1907/11: 15,3), Berlin⸗Treptow 6,2 (1895/1904: 17,9), Langerfeld 6,2, Offenburg 6,2 (1903/07: 14,4). — Die Säͤuglingssterblichkeit betrug in 113 Orten weniger als ein Zehntel der Lebendgeborenen. Unter einem Siebentel der⸗ selben blieb sie außerdem in 93, unter einem Fünftel in 91 Orten.
Im ganzen scheint sich der Gesundheitszustand unter den Säuglingen etwas verschlechtert, unter der Gesamtbevölkerung aber gebessert zu haben. Eine höhere Sterblichkeit als 35,0 °%0 hatte, wie in den Vormonaten, keine Ortschaft, eine geringere als 15,0 %n⸗ hatten 239 Ortschaften gegen 209 im Mai. Mehr Säuglinge als 333,3 auf je 1000 Lebendgeborene starben in 5 Orten gegen 5, weniger 8
399,3
als 200,0 in 297 gegen 317 im Vormonat. ¹) Januar. — ²) April. — ³) März.
Verkehrswesen.
Das Postamt in Biesdorf führt fortan die zusätzliche Be zeichnung „b. Berlin“. 8
Laut Meldun die Post von geblieben. Grund:
. Reichenbach (Vogtl.) vom heutigen Tage is ürnberg⸗Bayreuth⸗Hof, Zug 117, aus⸗ Zugverspätung. VDerdingungen.
Der Zuschlag auf die vom Verwaltungsressort der Kaiserlichen Werft Wilhelmshaven am 10. Jusi d. J. verdungene Lieferung vo Rammpfählen, Kanthölzern und Bohlen zur Verstärkung und für den Ausbau von 5 vorhandenen Anlagebrücken der alten Torpedowerf und zum Bau von 5 Dalben ist, wie folgt, verteilt worden: 1) Firm Ernst Grimm in Wilhelmshaven auf Los I und III. (Rammpfähl und Bohlen), 2) Firma E. Wittber — Wilhelmshaven auf Los I (Kanthölzer). “
(Die näheren Angaben über Verdingungen, die beim „Reichs⸗ und Staatsanzeiger“ ausliegen, können in den Wochentagen in dessen
Expedition während der Dienststunden von 9—3 Uhr eingesehen werden.)
Belgien.
Lastenhefte usw. können, wenn nichts anderes vermerkt, vom Bureau des adjudications in Brüssel, Rue des Augustins 15, bezogen werden.
19. August 1913, 3 Uhr. Administration des Hospices in Brüssel, Boulevard du Jardin Botanique, Hospital St. Jean: Einrichtung einer Waschmaschine, zweier Pumpen usw. in der all⸗ emeinen Waschanstalt der Krankenhäuser in Anderlecht, Rue du Cerf 375. Lastenheft (Preis 50 Centimes) vom Sekretariat der ge⸗ nannten Verwaltung zu beziehen.
20. August 1913. Ministère des Colonies in Brüssel, Rue des Ursulines 27, 11 Uhr: Lieferung von 2500 Stücken Indigodrell