1914 / 131 p. 4 (Deutscher Reichsanzeiger, Sat, 06 Jun 1914 18:00:01 GMT) scan diff

Statistik und Volkswirtschaft.

Streiks und Aussperrungen in Deutschland im Jahre 1913.) kürzlich erschienenen 278. Bande der

ist die ausführliche Deutschland vorgeko

„Statistik des Statistik der während des mmenen Streiks und Aus⸗ cht worden, die den 15. Jahresband der amtlichen

in dem Jahre 1913 im Deutschen Reiche 6 Streikenden beendet worden, und 572 842 Arbeitern. Die n letzten Jahren gegenüber: 2510 im J. 1910, 1537 i. J. 1909, i. J. 1906, 2403 i. J. 1905, Vergleich mit dem letzten Vorjahre 1912 sjahre 383 Streiks weniger stattgefunden. len für die letzten 10 Jahre, 1 Streiks nach erst an sechster te Spannung bei den 1347 im Jahre 1908. Streiks entfallen 1227 f: Rheinprovinz 217, Schlesien 1 Hannover 105, Westfalen u 78, Pommern 72

Deutschen Rei Jahres 1913 in en veröffentli tistik bildet.

Nach dieser sind 2127 ²) Streiks mit war in 9007 Betrieben mit 913 standen in de 1411. 1. J. 1907, 3328

sen 2127 Streiks des Jahres 1 Jahre 1912, 2566 j 1347 1. J. 1908, 22 1870 i. J. 1904. haben somit im Bericht Ueberblickt man die 3 daß das B. Stehe steht Streiks zwisch Von den 2127 i. J. 1913 beendeten Preußen (davon au burg 146, Berlin 107, Sachsen 88, Hessen⸗Na Ostpreußen 57, Sachsen 226, auf Elsaß⸗Lotb Mecklenburg⸗Strelitz, Berichtsjahre an Strei Während n. sechster Stelle i Ansebung der Zahl der 254 206 Streikenden des 1912, 217 809 im Jahre Jahre 1909, 68 392 im J im Jahre 1906, 408 145 i Durch die 9007 Betriebe in M 10 640, 1910: 8276, 19 1905: 14 481 und 1904:

so zeigt sich, eerichtsjahr d In dieser Periode liegt die größ

en 3328 im Jahre 1906 und

50. Branden⸗ 90, Provinz „Schleswig⸗Holstein 65 Posen 19), auf das Königreige auf Hamburg 72, auf Baden 62, auf die übrigen deutschen Staaten 289. Schaumburg⸗Lippe

hl der Streikg das Berichtsjahr 1913 an e der letzten zehn Jahre steht, rückt es in Streikenden an die vierte Stelle; den Jahres 1913 standen 40 1911, 155 680 im Jahre 1910, 96 925 im ahre 1908, 192 430 im Jahre 1907, 272 218 m Jahre 1905 und 113 480 im Jahre 1904 im Jahre 1913 beendeten Streiks wurden itleidenschaft gezogen (1912: 7255, 1911: 1908: 4774, 1907: 13 092, 1906: Von den betroffenen urden 2074 gleich 23,0 % durch den Streik Von der Gesamtzahl der Beschäftigten Personen = 44,4 % (1912: 45,8, 1908: 34,32, 1907: 43,2, 1906: treikenden standen

Westpreußen 33, auf Bayern 189, Waldeck und waren im ks nicht beteilig ach der Za n der Reth

6 314 im Jahre

9007 Betrieben w völligen Stillstand 572 842 streikten 254 1911: 36,6, 1910: 41,8, 1909: 38 2, 70). Von der Gesamtzahl der S 1 g in einem Alter von unter 21 Jahren. 149 699 zur sofortigen Niederlegung der Arbeit agsbrüchig. Von der = 22,⸗0 % im Alter von 2,0 aller Beschäftigten) gezogen, sodaß sie die

39,7, 1905: 52,5 0 45 260 = 17,8 0 der Streikenden waren berechtigt; 104 507 = 41,1 % Zahl der Vertragsbrüchigen standen 23 606 11 369 Nichtstreikende (=— Streiks in Mitleidenschaft

g der Streiks läßt sich messen an der Be⸗ n der Zahl der Betriebe, die in Mitleidens teiligten sich im Jahre 1913 Arbeiter, an 255 = 12, % 6 —10 Arbeiter. an 408 en 272 12,8 % an 305 = 14,3 %

wurden vertr

unter 21 Jahren. wurden durch die Arbeit niederlegen

Die Bedeutun teiligungsziffer und a gezogen sind. Es be 7,5 % 2 5 19,2 % 11— 325 = 15, an 199 = 9,4 % 10 beiter und 87 Str o erfaßten nur 5,8 % 6 10 1,1 % 21 30 Betriebe, 1 41 50 Betriebe,

an 160 Streiks

21 30 Arbeiter, an 51 100 Arbeiter, an 116 = 54 % 201 500 Ar⸗ eiks = 4,1 % 501 und mehr Arbeiter. 1534 Streiks je 1 Betrieb, 332 = 15,6 %

20 Arbeiter, % 31 50 Arbeiter, 1 200 Arbeiter,

2—–5 Betziebe, 20 Betriebe, 23 =

Betriebe, 68 = 3,2 % 11— etriebe, 8 = 0,¼ %

3 = 0, % 31 40 B 1,2 % 51 und mehr Betriebe. rößeren Streiks mit mehr als 100 Vorjahre 1912 um 24,2 % abge⸗ e mehr als 50 Betriebe e als das Doppelte. An den 3 beteiligten sich 125 906 oder an den 593 Gruppen⸗ 8) %. Von den 2127 02 oder 89,¼ % (im Vor⸗ 8 % (im Vorjahr 398 287 ugriffsstreiks und 225 oder 10,6 % (im

mit 12 551 oder 49 % (im Vorjahre 8027 enden Abwehrstreiks.

25 Streiks = tsjahre hat die Zahl der g uden Arbeitern gegenüber de Die Zahl der Streiks, di egen das Vorjahr auf mehr inzelstreiks des Jahres 191 49,8 (im Vorjahre 50,7) % der streiks 128 300 oder 50,5 (im Vorjahre 49, im Jahre 1913 beendeten Streiks waren 19 jahre 2336 oder 93,1 %) mit oder 98,0 %) der Streikenden A Veorjahre 174 = 6,9 % oder 2,0 %) der Strei iffsstreiks ist im Berichtsjahre 1913 erschlechterung der wirtschaftlichen L. Was den Anteil der einzelnen Gewo⸗ den Streiks betrifft, so kommen von den 2127 des Berichtzjahres geordnet na Bergbau, Hütten⸗ und 143 175 Beschäftigten und Maschinen, In chäftigten und 61 352 73 878 Beschäftigten und 45 084 Stre Beschäftigten

ikenden, Metallverarbeitung 14 und 8480 Streikenden, und Erden 152 mit 15 205 Beschäf Industrie der Holz⸗ und Schni schäftigten und 8299 Streikenden, 16 2901 Beschäftigten und Nahrungs⸗ und Genußmittel 96 mit 11 644 5632 Streikenden, Handelsgewerbe 81 mit 7 und 5228 Streikenden, Papierindustrie schäftigten und 1901 Streikenden, lederartiger Streikenden, Industrie der f produkte, Seifen, Fette, schäftigten

20

Streikenden, 241 655 oder 95,1

ahl der An⸗ zurückgewichen, wohl infolge der

rbegruppen an beendeten Streiks ch der Zahl der Streikenden auf: Salinenwesen, Torfgräberei 91 mit 75 423 Streikenden, Industrie der Apparate 234 mit 202 505 Be⸗ Baugewerbe Textilindustrie Streikenden, Beschäftigten 6 mit 28 391 Be⸗ Industrie tigten und 8309 Streikenden, tzstoffe 199 mit 14 638 Be⸗ Bekleidungsgewerbe 83 mit Industrie der Beschäftigten und 583 Beschäftigten 3115 Be⸗ Lederindustrie und Induffrie 4663 Beschäftigten orstwirtschaftlichen Neben⸗ Oele, Firnisse 13 mit 1654 Be⸗ In dustrie

trumente und Streikenden,

Verkehrsgewerbe 9859 Stre

schäftigten

8231 Streikenden,

und 1789

Streikenden, und 1073

chemische Streikenden, er damit verbundenen 075 Beschäftigten und

3177 Beschäftigten 1 Sund Handelsgärtnerei einschließlich d Kranzbinderei 21 mit 1 zucht (ohne die Zucht landwir

2 mit 1372 Beschäftigten und 410 St mit 1506 Beschäftigten erbe 12 mit 438 Beschäftigten ankwirtschaft 22 mit 589 Be⸗ stlerische Gewerbe 4 mit 261 Be⸗ und Schaustellu Streikenden.

592 Streikenden, Tie 3 Nutztiere) und Fischerei polvgraphische Ge 383 Streikenden, Reinigungsgew und 254 Stretkenden, Gast⸗ und S schäftigten und 181 Streikenden, kün schäftigten und 52 Streikenden,

1 Streik mit Zahl der Streiks werbe mit 32,½ ahl der Streikenden Streikenden ar in der iebezirk im

Musik⸗, Theater⸗ 11 Beschäftigten und 2 nach tritt, wie in den Vorjahren, den Vordergrund. weist der Bergba

das Bau⸗ Doch die höchste u auf; 29,:7 % aller Hauptsache auf den Ausstand 1 ve gerhiihen auptfache auf den Ausstan m ober ischen Dann folgen die Zahlen der Maschinen, Instrumente und In allen übrigen der Streikenden ndsbewegung der nl⸗

rd⸗ und Ostsee g September; sie

Frühjahr 1913. den in der Industrie der varate (24,1 %) und im 3 rhegruppen werden 4,1 0 ncct überschritten. Von einer g arbeiter wurhbe im Berichtsjahre der Schiffb reits, die sich hauptsächlich in den Seehäfen der No Pielten, begannen Ende Juli und endeten Anfan

des Reichs⸗ 22N. Fee b verrungen enthalten 12 Streits mit 268

der Nachweisungen nicht

der Gesamtzahl gößeren Ausstan

und Staatsanzeigers“ im Jahre 1912 vorgekommenen

Streikenden, die infolge ver⸗ berücksichtigt werden

8

(13 Streiks) ergriffen 27 Betriebe mit 54 741 Beschäftigten, von denen 42 734 Personen an den Streiks teilnahmen. Sie endeten sämtlich erfolglos.

Nach der Zeit des Beginns unterschieden, fielen von den 2127 Streiks 900 = 42 ½ % in das Frühjahr (März bis Mai), 649 = 305 % in den Sommer (Juni bis Auguft), 282 = 13,½ % in den Herbst (September bis Nobember) und 296 = 13,9 % in den Winter. Die Dauer der Arbeitsstreitigkeiten ergibt folgende Zusammenstellung: Es währten noch nicht 1 Tag 42 Streiks mit 2552 Streikenden, 1—5 Tage 725 Streiks mit 43 358 Streikenden, 6—10 Tage 289 Streiks mit 16 436 Streikenden, 11 20 Tage 277 Streiks mit 28 602 Streikenden, 21 30 Tage 220 Streiks mit 72 699 Streikenden, 31 50 Tage 210 Streiks mit 23 920 Strei⸗ kenden, 51 —100 Tage 271 Streiks mit 53 692 Streikenden, über 100 Tage 93 Streiks mit 12 947 Streikenden. Der Anteil an den Streiks mit einer Dauer von mehr als 100 Tagen war am größten in der Industrie der Holz⸗ und Schnitzstoffe (12 1 % der Zahl der in dieser Gewerbegruppe ausgebrochenen Streiks), in der Metallverarbeitung (8, ), in der Industrie der Nahrungs⸗ und Genuß⸗ mittel (7,3) und in der Textilindustrie (5,7 %). Von den in den wichtigeren Gewerbegruppen ausgebrochenen Streiks, die über 100 Tage dauerten (90), entfielen 26,7 % auf die Industrie der Holz⸗ und Schnitzstoffe, 22,2 % auf das Baugewerbe, 14 5 % auf die Metall⸗ verarbeitung, 898 % auf die Industrie der Maschinen, Instrumente und Apparate, 7,8 % auf die Industrie der Nahrungs⸗ und Genuß⸗ mittel, 5,6 % auf die Industrie der Steine und Erden, 4,4 % auf die Textilindustrie, 3,3 % auf das Verkehrsgewerbe, je 2,2 auf das Bekleidungs, und das Handelsgewerbe und je 1,/1 % auf Berabau, Hütten⸗ und Salinenwesen, Torfgräberei und auf die Lederindustrie.

Was die Forderungen der Streikenden betrifft, so standen auch im Jahre 1913 die Lohnfragen im Vordergrunde. In 1648 Streikfällen mit 226 457 Streikenden handelte es sich um Lohnforde⸗ rungen. 601 Streikfälle mit 144 274 Streikenden betrafen die Arbeitszeit und 1148 Streikfälle mit 168 336 Streikenden efse Hedernsis Unter den Lohnforderungen standen, wie im Vorjahre, die auf „Erhöhung der bisberigen Zeit⸗ oder Stück⸗ löhne, Festsetzung von Mindestlöhnen“ gerichteten an erster Stelle, nämlich 1452 Streikfälle mit 215 222 Streikenden; es folgen dann die Forderungen „Bezahlung bezw. höhere Bezahlung der Ueber⸗ stunden, Nachfarbeit, Arbeit an Sonn⸗ und Feiertagen“ in 181 Streik⸗ fällen mit 31 579 Streikenden, „besondere Bezahlung der Nebenarbeiten, Außenarbeit, der Fahrt zur Arbeitsstelle, Wartegelder“ in 107 Streik⸗ fällen mit 8080 Streikenden und „Aufrechterhaltung der bestehenden Zeit⸗ oder Stücklöhne“ in 129 Fällen mit 7560 Streikenden. Unter den Forderungen bezüglich der rbeitszeit ist die, die auf Ver⸗ kürzung der bisherigen Arbeitszeit abzielte, am häufigsten gestellt worden, nämlich in 462 Streikfällen mit 128 603 Streikenden. Eine „Verkürzung der Arbeitszeit am Sonnabend oder vor hohen Feier⸗ tagen⸗ wurde in 68 Streikfällen von 14 704 Streikenden und die „Abschaffung bezw. Beschraͤnkung der Ueberstunden, Nacht⸗ arbeit, Arbeit an Sonn⸗ und Festtagen“ in 68 Streik⸗ fällen von 8114 Streikenden gefordert. In nur 19 Streikfällen mit 994 Streikenden handelte es sich um „Aufrecht⸗ erhaltung der bisherigen Arbeitszeit.“ Unter den anderen Forde⸗ rungen wurde die der „Wiedereinstellung entlassener Arbeiter“, wie im Vorjahre, häufig erhoben: in 305 Streikfällen von 19 730 Arbeitern. Eine größere Bedeutung gewannen im Berichtsjahre die Forderung der „Anerkennung des freien Koalitionsrechts“ (53 Streiks mit 22 598 Streikenden) und die der „An⸗ erkennung des Arbheiterausschusses, der Lohnkommission, der Ueberwachungskommission“ (21 Streiks mit 15 635 Streikenden). Vielfach lagen den Streikg karifliche Forderungen zugrunde. So verlangten in 197 Streikfällen 29 904 Arbeiter „Einführung von Lohntarifen“, in 225 Streitfällen 27 222 Arbeiter eine „Abänderung von Lohntarifen“. Die Forderung der „Entlassung bezw. Nichteinstellung von Streikbrechern und anderen mißliebigen Arbeitern“ führte zu 51 Streikfällen, vertreten durch 3170 Arbeiter.

Von den 2127 beendeten Streiks hatten 356 = 16,7 % vollen Erfolg; bei 899 = 42,8 % wurden die Forderungen der Streikenden teilweise erfüllt, und 872 = 41,0 % blieben ohne Erfolg. Am vollen Erfolge nahmen von den 245 206 Streikenden 19 122 = 7,5 %, am teilweisen 72 001 = 28,3 % teil; keinen Erfolg hatten 163 083 Arbeiter = 64,2 %. In den letzten fünf Jahren nahmen die Streiks folgenden Ausgang: Es hatten von den

Streiks Streikenden follen teilweisen keinen vollen teilweisen keinen Erfolg Erfolg Erfolg Erfolg Erfolg Erfolg

8 Prozent Prozent

199 1 47,8 14,5 44 9 40 6

1910 .19,8 8 37,2 13,1 56,1 30,8

1911 I 1 34,4 12,1 62,3 25,6

Fe11ö—“ 43,6 4,8 26,9 68 3

1913 . 16, 42,3 41,0 7,5 28,3 64,2. Im Berichtsjahre 1913 weisen also gegen das Vorjahr die vollständig erfolgreichen und auch die von teilweisem Erfolge begleiteten Streiks gegenüber dem Vorjahre eine geringe Zunahme auf.

Betrachtet man den Ausgang der Arbeitsstreitigkeiten bei den Etnzelstreiks (wenn nur ein Betrieb betroffen) und bei den Gruppenstreiks (wenn die gleiche Bewegung mehrere Betriebe umfaßt), so entsteht folgendes Bild:

Einzelstreiks Gruppenstreiks

voller teilweiser kein voller teilweiser kein

Erfolg Erfolg Erfolg Erfolg Erfolg Erfolg 8 Prozent Prozent ““ 27,5 2 50,8 35,1 0. 5 36,1 3, 3. 62 20,5 1911 . 39,5 6 18,0 8“ 34,⁶ 56 29,8 b1““ 34,4 62,6 26,9. Hieraus sest deutlich hervor, daß (voller und teilweiser Erfolg zu⸗ sammengefaßt) die Gruppenstreiks erfolgrelcher verlaufen als die Einzelstreiks. Bei den Einzelstreiks war allerdings der volle Erfolg verhältnismäßig größer als bei den Gruppenstreiks, denen überwiegend nur ein teilweiser Erfolg beschieden gewesen ist. Im Berichte jahre schnitten Einzel⸗ und Gruppenstreiks hinsichtlich der Erfolge günstiger als im Vorjahre ab. Die Zusammenfassung nach der Anzahl der Streikenden, die einen vollen Erfolg erzielten, und derjenigen, die ihre Forderungen nur teilweise durchzusetzen vermochten ergibt die folgende Reihe der wichtigeren Gewerbegruppen: 8

Bekleidungsgewerbe . . . .... Industrie der Nahrungs⸗ und Ge⸗ 1116“*“ 1““ B1X.4X“ Industrie der Holz⸗ und Schnitz⸗ h666166 0,5 Metallverarbeitug 6. 37,0 Hesteesesgs X“ 39,0 Industrie der Steine und Erden 44, 55,5 Verkehrsgewerbes ..— 38 67,8 Industrie der Maschinen, Instru⸗ mente und Apparate ...18, 81,4 Bergbau, Hütten⸗ und Salinenwesen 32 96,8 „.

Auf Antrag der Arbeitnehmer wurden 1210 = 56,2 %, auf An⸗ trag der Arbeitgeber 533 = 25, % aller Streiks durch Ve 2S. verhandlungen beendet. Insgesamt fanden von den 2127 Streiks 1388 = 65,2 % durch Verhandlungen ihr Enbe, und zwar 737 34,½ % durch Verhandlungen unmittelbar zwischen den Parteien, 88 = 4 % vor dem Gewerbegericht und 766 66,% % durch Ver⸗ handlungen unter Vermittlung von Berufsvereinigungen oder dritten

——* 4

8 1 8

Die Bevölkerungsbewegung in Frankfurt a. M. im Jahre 1913.

ch den neuesten vom städtisch benen „tabellarischen Uebersichten wurden im Jahre 1913 des älteren Stadtgebiets und von d rn der 14 Vororte bei einer Bevölkerung von ru triert: 4205 Eheschließungen oder 9, 16 „Bevölkerung, gegenüber 4366 (10,17 %0) Lebend⸗ und 313 Totgeburten, zusammen 924 auf jedes Tausend der Bevölkerung, zahre 1912; 5132 Sterbefälle (ohne die Pauf jedes Tausend der Bevölkerung, Die Bewegung der B ahr einen Rückgang sowohl in den absoluten eßungen, der Lebendgeborenen relativen Hetrats⸗, m Geburtenüberschuß und Nur die Zahl der In Berücksichtigung typischer Untersch in Bevölkerung in den Orten des schterung des Vergleichs mit früheren se Bevölkerungabewegung im alten St e Einrechnung der 11 Orte des ehe ichnet: 3932 Eheschließungen od gegenüber 4115 Lebend⸗ und 300 Totgeburten, zusammen 8. gegenüber 8453 (21, 80 ⁄%) im e (ohne Totgeburten) oder 12,180 kahre 1912.

Personen. 720 = 33, % der Streiks beschäftigte die Polizet und = 21,8 % die Staatsanwaltschaft. [perrungen wurden im Jahre 1913 337 ²) be⸗ über 6579 Betriebe verbreiteten und 56 842 Arbeiter betrafen. Gegenüber dem Vorjahre mit seinen 3 endeten Aussperrungen ist im Berichtsjahre die Zahl der um 13 gestiegen, während die Zahl der Ausgesp ringer war. In den letzten fünf Jahren wurden gezählt: beendete Aus⸗ betroffene sperrungen Betriebe

Von den Aus en Statistischen Amt h

den Zivilstand der Stadt den 5 Standes⸗ en 13 Standes⸗ nd 440 000 Seelen auf jedes Tausend im Jahre 1912; 0 Geburten oder 9287 (21,64 2% ) Totgeburten) oder gegenüber 5138 (11, g zeigt gegen das

Aussperrungen ksurt a. M.“

ertten um 17 9

und der Gestorbenen a en⸗ und Sterbeziffern, in dessen Promil eborenen h

1913 entfielen

errungen des Jahres Wüͤrttemberg und

26 auf Sachsen, 19 auf en Staaten. egruppen waren mit folgenden

Von den 337 Aussp Preußen, 44 auf Bayern, 75 auf die übrigen deutsch Die bedeutenderen Gewerb größeren Zahlen beteiligt:

leverhältnis zur at zugenommen. ede der zum Teil noch länd⸗ gen Landkreises sind zur Jahren auch die Ziffern adtgebiet berechnet worden. maligen Landkreises wurden er 9,82 auf jedes Tausend

sperrungen

Betriebe schäftigte gesperrte

Industrie der Steine und

Industrie der Maschinen, Instrumente, Apparate. Terxtilindustrie. Industrie der Holz⸗ und Schnitzstoffe Baugewerbe Die Forderungen Aufrechterhaltun Baugewerbe un 5 mal Herabs Baugewerbe;

B völkerung, 18genh 1 377 Geburten oder Jahre 1912; 4865 Sterbe⸗

der Arbeitgeber betrafen: g des bisherigen Arbeitslobnes, darunter 225 mal im d 18 mal in der Industrie der Steine und Erden etzung des bisherigen Arbeitslohnes, davon chterhaltung der bisherigen Arbeitszeit, mal Beibehaltung der Ueber⸗ 1 mal in der Industrie der Steine und Erden der Maschinen, Instrumente die Aufgabe des Strerks, darunter 17 mal industrie und 10 mal in der Industrie der Steine un 287 Aussperrungen stellten die

Es hatten 39 = 116 % der Au 283 = 840 % teilwetsen Erfolg, In den genannten wi der Arbeitgeber:

Z ur Arbeiterbewegung.

die im Bauarbeiterverband or Umgegend legten, wie die gestrigen Tages auf zahkreichen Bauten wege eforderten Abschlagszahlung von 9 die

us Hamburg wird der „Frkf. Ztg.“ gemeldet, wards, die in New York wegen Lohnerhöhungen Phpfer „Vaterland“ zu streiken versucht, vbis zur Rückkehr verschoben hatten, e purg⸗Amerika⸗Linie bewilligte ihre erböhten Ansprüche nicht, weil h nur um eine Anzahl zum ersten Male angestellter Stewards e, die herangezogen werden mußten, weil die älteren bewährten e anderweitig in Anspruch genommen waren.

ganisierten Putzer von Berlin „Voss. Ztg.“ mitteilt,

n Nichtbewilligung

Arbeit nieder.

daß einige

106 mal Aufre darunter 89 mal im Baugewe stunden, und zwar je

und in der Industrie und Apparate;

in der Textil- Erden; bei

ihre Forderungen 1 ntlassen worden sind. Die Arbeitgeber sonstige Forder zsverrungen vollen Erfolg⸗ 4, 4 % keinen Erfolg. chtigeren Gewerbegruppen war der Erfolg Sieg Vergleich Niederlage bei. Aussperrungen Literatur. ie subjektiven öffentlichen Rechte er deutschen Verwaltungsrechtsp ssessor Dr. jur. Ottmar Bühler, X und 5322 Seiten.

nd ihr Schutz

Privatdozenten an der Verlag von W. Kohl⸗ ger Geh. 13 ℳ, geb. 14,50 ℳ. In wohl⸗ dachten und logisch aufgebauten Gedankengängen geht der Ver⸗ dieses Werks den Grundproblemen der Verwaltungsrechtswissen⸗ nach und sucht zu einer Klärung des Begriffs des subjektiven lichen Rechts und seiner praktiz subjektive öffentliche

Industrie der Steine und Erden.. Industrie der Maschinen, Instrumente

Textilindustrie.

Le..“ it Breslau. Industrie der Holz⸗ und Schnitzstoffe

Stuttgart.

Aussperrungen zusammen, so ergeden sich folgende rieben haben 311 048 Arbeiter in⸗ ssperrungen gefetert. Von den 2464 Streiks gen hatten 911 (= 37,0 %) für die Arbeitnehmer

aßt man die bezüglich der Streiks und Jahres 1913 ermittelten Zahl Gesamtzahlen: In 15 586 Bet folge von Streiks oder Au

keinen Erfolg.

chen Durchführung beizutragen. Recht gehört zu denjenigen Begriffen, die übesten und am meisten in der jungen Wissenschaft vom öffent⸗ eren Sinne Gegenstand tbeoretischer Untersuchungen ahrzehnte lang galt der Streit, der um diesen Be⸗ geführt wurde, vorwiegend der Frage, ob subjektive öffentliche e überhaupt prinzipiell als möglich anzuerkennen, ob sie nicht ehr wegen des Verhältnisses der Ueberlegenheit des Staates den Untertanen „begrifflich; unmöglich seien. 2 di t währte und man kann ihn erst etwa seit dem Erscheinen G. Jellineks Svstem der subjektiven öffentlichen Rechte und Otto eis Verwaltungsrecht als im positiven Sinne entschieden be⸗ en —, mußte die Korschung nach der Ausgestaltung dieses Be⸗ In den genannten beiden Werken either noch in einer Reihe anderer wurde sie dann allerdings isch in Angriff genommen, eine befriedt diesem Begriff 8 1 ff des subjektiven öffentlichen Rechts von großer praktischer tung für die Tätigkeit der Verwaltungsbehörden und noch mehr der altunasgerichte. Denn für die Verwaltung bedeutet das subjektive liche Recht des Einzelnen die Sphäre, in die sie nicht oder doch uter hesonderen Bedingungen etingreifen darf; für die Klage vor Zerwaltungsgerichten aber stellt, was damit natürlich zusammen⸗ wenigstens die Mehrzahl der Verwaltungsgerichtsbarkettsgesetze trfordernis der Verletzung eines subjektiven öffentlichen Rechts ganz allgemein, teils wenigstens hinsichtlich gewisser Arten von tigkeiten auf. Auf Grund dieser Gesetze mußten daher schon dehr als 30 Jahren die obersten deutschen Verwaltungs

wieder zu dem Begriff des subjektiven öffentlichen Rec sie beurteilen wollten, oh eine Klage zulässig ch tatsächlich mit der Fest⸗ In dem vor⸗ Weise die Grundsätze, een diese Verwaltungsgerichte in ihrer Rechtsprechung über das tive öffentliche Recht gelangt sind, zusammenhängend erforscht, iander und mit den bisherigen Ergebnissen der thepretischen fuchungen über denselben Begriff kritisch ver orrschritt in der Lehre angestrebt, an der ermaßen interessiert sind. Der erste Teil der Arbeit is mung des Begriffs des subjektiven öffentlichen Rechts auf theo⸗ em Wege gewidmet. Die einzelnen, in ihrer Bedeutung bis desselben werden unter Verwertung der igen Ergebnisse der theoretischen Forschung und des im zweiten Teil der Arbeit ausgebdreiteten 1. gebung und Rechtsprechung untersucht, wobei den am meisten versen Fragen, der Abgrenzung des subjektiven öffentlichen Rechts bloßen Interesse, der Bestimmung der Rechtsnatur der Grund⸗ und dem Wesen der neuestens viel erörterten Ermessenskontrolle prüfung der Akte des freten Ermessens daraufhin, ob die Behörde Ermessen nicht einen fehlerhaften Gebrauch gemacht rem Verhältnis zur Rechtskontrolle besondere Aufmerksam⸗ . Die Ergebnisse der Untersuchung dieses Teils n in eine Definition zusammengefaßt, die, wenigstens für das

tive öffentliche Recht positiven Inhalts, nichts grundsätzlich Lenthält, vielmehr im wesentlichen nur die Elemente genauer rbeitet, die ein großer Teil der Rechtslehre und die Ver⸗ ngsgerichte mehr oder weniger klar und vollständig ihm jetzt gegen die Lösung der Grundrechtsfrage von zum esichtspunkten aus versucht ist. Den gewonnenen Begriff bjektiven öffentlichen Rechts führt der Versasser auch praktisch nigen umstrittenen Gebieten, insbesondere dem des Gewerberechts, zweiten Teil der nen Rechtsgebiete fes jektiven öff

Recht im e . Mehrere

2²) Außerdem 1 Au verspäteten Eingangs d

ssperrung mit 105 Ausgesperrten, die er Nachweisung nicht mehr berücksichtigt Solange dieser

Ueber die Geburts⸗ und Sterblichkeitsverhältnisse in den größeren Städten Deutschlands während des Kalenderjahres 1913

Stadt Cöln eine Uebersicht veröffent⸗ inI entnommen seien.

u den 45 (im Vorjahre eben⸗ 212 (12,945 12,367) 304 333) Kinder lebend 1 Jahr im Durchschnitt Bevölkerung 0,18 und 1,02 Den Höchst⸗ und rlin⸗Wilmersdorf

im einzelnen zurücktreten. hat das Statistische Amt der licht, der die folgenden Angabe nderjahre 1913 wurden i Jahre 1911 44) Großstädt inwohner 306 704 ( 1h d. h. auf 1000 Einwohner und (23,80 24,22), also im V Vorjahr bezw. im Jahre iesen Hamborn mit 45,66 und Be

an Scharlach und Diphtherie kamen in ,262 (12,027 11,070) Millionen Ein⸗ 059) bezw. 28 854 (27 603 32 914) für Scharlach bezw. nwohner und 1 Jahr . r als im Jahre 1911 orjahre und 0, weniger als im Jahre 1911. Gestorbenen betrug ohne 0 966 196 360) und die allgemeine St zwerte bildeten 18,77 im Vor erreichtem 1. Lebens⸗ 56 577) oder 3,28 (3,30 4 50) auf im höheren Alter 13 Die Sterb

gende Lösung der Frage

falls 45, im Mtllionen E geboren,

zstädten auf 13, 308 901

erhältnis zur weniger als im den Tiefstwert w mit 13,18 auf. Erkrankungen

41 (41 40) Städten wohnern 30 610 (27 056 33 zur Anmeldung, d. h. mit 2 50 (2,25 2 83) 2) für Diphtherie auf 1000 Ei Vorjahre und 0, 3s wenige

2,30 2,8. mehr als im bezw. 0,e mehr als Zahl der

geborenen 178 345 (18 ziffer daher 13,50 (13,98 Posen und 7,22¶ in Berlin⸗ jahr starben 42 876 (42 1000 Einwahner und 1 Jahr, 139 783) oder 10,25 stellte sich etwas günsttg.

uing nehmen, wenn hegründet sei, s g seiner Merkmale sich schon en Werke werden

sie haben au viel befaßt. in dankenswerter

Die Gren Wilmersdorf.

i/ und wird so

5 469 (138 261 9 g. heorie und P

lichkeit im ganzen eblich günstiger aber der Säuglingssterblichkeit

(10,es 11,22). eer als im Vorjahre, erhe

insbesondere

Lebensalter bestrittenen Elemente

Sterbeziffer gegen erniedrigte. d die niedrigste Sterbeziffer Hamborn 7,30 und 1,28 auf Neukölln mit 14,7 chschnitt 13,82 (13,

die verhältnismä g. i. Br. mit 9,70. sachen stand im Tuberkulos

Säuglinge wiesen die höchste un⸗ aterials aus

und Berlin⸗Wilmersdorf mit Altersklassen Freiburg i. Br. un 100 Lebendgeborene kamen im Dur jahr gestorbene Kinder, it 19,26, die wenigsten in

Von den einzelnen Todesur in den beiden Vorjahren, die 1000 Eminwohner und 1 Lungentuberkulose mit 1,32 (1,42 entzundung mit 1,00 (1,20 sschwäche einschl. Darmkatarrh sow mit 0,88 (0,68 0,68), Gehirn mit 0,85 (0,90 0,588. sonders häufig vor: Gelsenkirchen (1,91), P (2,17), Posen (2

für die übrigen b und 5,1.. 82 18,0) im

. ßig meisten im Stettin m ng Berichtsjahr, wie sorem freien 1,82) Sterbe⸗ Jahr an der Spitze, darunter die folgten Lun 1,0¹), angebocene 0,80 0,98), Magen⸗ und e Herzleiden Altersschwaͤche odesursache be⸗

e mit 1,28 (1,79 ewidmet ist.

1,24), Krebs mit 1,02 (1,00 Bildungsfehler mit 0,88 ( ie Durchfall mit 0,72 (0,22 0,84), organl schlag mit 0,50 (0,68 0,86), Im einzelnen kam als T in Hamborn (Sterbeziffer 2,22) uberkulose der Lungen in Breslau Magen⸗ und Parm⸗ Hamhorn (1,84), 83); Krebs in Frei⸗ München (1,); K. angeborene Lebens⸗ Hamborn (1,8), en (1,65), Wiesbaden Nünchen (1,43), Frei⸗ n Aachen (1,28), rlitz (1,1) ufw. Vorjahr um 0,% und die 1 erschuß, der roßstädte 9,z1 (gegen 9, 8 im 0, wabgenommen.

den niedrigsten mit 1

beimessen, wo

ungenentzündun osen (1, 8); T ⁰¹), Freiburg i. owie Hurchfall Halle a. d. S. burg i. Br. (1, Hamborn (1/,9), schwäche ein

Br. (1,80);

in Gelsenkirchen (2, Brechdurchfall in Danzig (1, Halle a. d. S. (1,9), 1 Posen (1,97), Plauen schl. Bildungsfehler Chemnitz (1,28); Herzschlag, (1,32), Görlitz (1,20); org burg i. Br. (1,90), Danzig (1,22), Siettin (17 —Ka die Geburtenziffe Sterbeziffer um 0,1 für die Gesamtzahl

stgestellt, wie weit nach ihren Gesetzen der entlichen Rechte Aufgabe der Verwaltungs⸗ und ferner . Prangen. Bavern, Sachsen, den die Rechtsprechung Begriff des subjektiven öffentlichen Rechts untersucht ge Beeinflussung von Gesetzgebung, Verwaltungs⸗ chung und partikularrechtlicher Literatur der einzelnen Länder chluß folgt außer einer Zusammenfassung und Ver⸗ gebnisse des zweiten Teils noch eine kurze Betrachtung wie de lege forenda die Beschränkung der Aufgabe der ge auf den Schutz subjektiver öffentlicher Rechte Die anregende Arbest, die geeignet ist, mit Erfolg und Praxis des deutschen Verwaltungsrechts zu ver⸗ eine wertvolle Bereicherung der öffentlich⸗rechtlichen eachtung verdient.

emberg und Ba ihrer Verwaltungs⸗

Herzlähmung in Po ganische Herzleiden in 2. Altersschwäche i

die gegenseitt Altona (1,22); ⁵); Gehirnschlag in t sich gegen das

erniedrigte, hat der Geburtenüb der 45 deuischen G beträgt, im DPurchschnitt

chte er mit 2

altungsrechtspfle

9,46 in Hambor

1,0 in Wiesbaden.

k. Sr- 8 v“ 8 9 Ueber die Grenzabscheidung zwischen Strafrecht⸗ sprechung und Verwaltung. Von Regierungsrat Dr. Hof⸗ acker im württembergischen Ministerium des Innern. 154 Seiten. Verlag von W. Kohlbammer, Stuttgart. Geh. 2,50 ℳ. Der Verfasser dieser Schrift untersucht das allgemeine Verhältnis der heutigen Rechtsprechung zur Verwaltung und die möglichen Verände⸗ rungen unter dem Einfluß der Gesetzesauslegung und Gesetzesfortbtloung, er entwickelt den hierauf einflußreichen Begriff und die Bedeutung des freien Ermessens, indem er die Nutzanwendung der neueren Forschungen von Stier⸗Somlo, Fleiner und W. Jellinek für die Praxis zeigt, aber zu der Frage der Ermessensfehler selbständig Stellung nimmt. Von diesen Ausgängen aus bespricht er das Verhältnis der bestehenden Strafrechtsprechung zur Verwaltung, den Umfang und die Folgen der Rechtskontrolle der Verwaltung durch die Strafgerichte. Dem allgemeinen bestehenden deutschen System mit seinen tiefgreifenden Folgen und Nachteilen stellt er gegenüber das wenig bekannte, aber im geltenden Recht zum Durchbruch gelangte deutsche Verwaltungs⸗ strafrecht und die rechtlichen Besonderheiten des Polizeistraf⸗ verfügungsverfahrens, wobei er den ersten Versuch einer rechtlichen Abgrenzung des Legalitätsprinzips macht. Von hier aus betont der Verfasser die Entwicklungsbedürfnisse des bestehenden Rechts in der Richtung einer Fortbildung des geltenden Verwaltungs⸗ strafrechts nach dem Vorgang des umfassenden österreichischen Ver⸗ waltungsstrafrechts und in der Richtung eines weiteren Ausbaues der erwaltungsgerichte. Der geplanten Strafrechtsreform wirft er Rückschritt hinter das bestehende Recht, Zerstörung der Zusammen⸗ hänge unserer Staatsgewalten, Herbeiführung unübersehbarer Un⸗ stimmigkeiten und Verwirrungen vor, er hält eine Mitwirkung der bis jetzt unbefragt abseits stehenden Verwaltung an den weiteren Arbeiten der Strafrechtsreform für geboten. Die Untersuchung will Grundfragen auf den Grenzgebieten der Verwaltung und Str echt⸗ sprechung klären und gibt allen, die an solchen Fragen und an den wichtigsten Fragen unserer Rechtsentwicklung Interesse haben, An⸗ regung. Die Wohnungsfrage der Prostituierten. (Kuppelei⸗ paragraph und Bordellwirt.) Eine juristische Betrachtung von Dr. Wilhelm Haldy, Staatsanwalt in Altona. 1 und 178 Seiten. Helwingsche Verlagsbuchhandlung, Hannover. Geh. 4 ℳ. Dieses Buch bietet eine eingehende Erörterung aller mit dem Problem der Wohnungsfrage der Prostituterten zusammenhängenden juristischen Frngen und Kontroversen. Dem Juristen und dem Verwaltungs⸗ eamten ist die alte Streitfrage wohlbekannt. Durch die von der herrschenden Rechtsauslegung vorgeschriebene, fast ausnahmslose An⸗ wendung des Kuppeleiparagraphen auf die Wohnungsgeber aller Grade ist der Widerstreit zwischen Recht und Tatsachen, zwischen Ver⸗ waltung und Rechtepflege in vielen größeren deutschen Städten in Permanenz erklärt. An gelegentlicher Kritik hat es nicht gefehlt. Der Verfasser zeigt aus der Praxis heraus, wie wenig die herrschende Rechtsprechung auf diesem heiklen und schwierigen Gebiet eine wirk⸗ same Bekämpfung der Prostitution bedeutet. Er schildert die ge⸗ schichtliche Entwicklung des Kuppeleiparagraphen und die Auslegung, die er in den verschtedenen Epochen des 19. Jahrhunderts in Preußen und Deutschland gefunden hat. Eingehend wird erörtert, welche juristischen Gedankengänge hierbei die Rechtsprechung verfolgt, wie sich die Praxis dazu gestellt und welche Stellung die Theorie dazu eingenommen hat oder dazu einnehmen könnte. Die Reformen, die zu der Frage vorgeschlagen sind und die dem Verfasser erforderlich erscheinen, werden im letzten Teil einer umfangreichen Erörterung unterzogen. „Eine solche Erörterung muß ausgehen von den realen Grundlagen der Dinge des Staats⸗ und Rechtslebens. Sie muß auch die Rechtsfrage behandeln ohne Affektion, die in Fragen der Prostitution nicht eben zum Vorteil des jeweilig vertretenen Stand⸗ punkts so oft allein das Wort führt, ohne moralische Entrüstung, die mit Schlagworten die nüchterne Betrachtung verwirrt, ohne die bequeme Scheu vor offener Erörterung heikler Dinge, die das juristische Gewissen zum Verstummen bringen kann, aber mit der Sachkenntnis des Praktikers, der die wirklichen Lebensverhältnisse kennt, und mit der kühlen Logik des Juristen, der sich von Sentimen⸗ talitäten frei wissen muß“, betont der Verfasser auf Seite 9. Juristisch besonders beachtenswert dürften die eigene, neue Kon⸗ struktion, die der Verfasser für den poltzeilich geduldeten Beherberger von Prostituierten de lege lata gefunden hat, und sein Vorschlag de lege ferenda für die Neuregelung der Materie im kommenden Strafrecht sein. Soweit bei der Untersuchung die tatsächliche Ge⸗ staltung der Dinge in größeren deutschen Gemeinwesen zur Erörterung gelangt, beruhen die Feststellungen des Verfassers auf einem in dieser Vollständigkeit und Zuverlässigkeit in der einschlägigen Literatur bisher noch nicht beigebrachten Material. Wendet sich auch die Arbeit in erster Linie an Juristen und Verwaltungsbeamte, so dürfte sie doch auch von großem Interesse für Mediziner, Sozialpolttiker, Pabltzisten und überhaupt für alle Gebildeten sein, die sich mit der Prostitutions⸗ frage beschäftigt haben oder beschäftigen wollen.

Handel und Gewerbre.

Aus den im Reichsamt des e rusammen⸗ gestellten „Nachrichten für Handel, Industrie und Landwirtschaft“.)

Winke für den Export. Warenbeanstandungen im Ausland.

Nach den bestehenden Bestimmungen sind die nicht mit gericht⸗ lichen Befugnissen ausgestatteten Kaiserlichen Konsularbehörden nicht de pflichtet, zwecks Besichtigung und Begutachtung von Waren, die von dem Empfänger beanstandet werden, kaufmännsche Sachver⸗ ständige zu bestellen. Mit Rücksicht jedoch auf den Wert, den die Interessenten der Mitwirkung der Kaiserlichen Konsularbehörden det Warenbesichtigungen beilegen, wird den erfüllbaren Wünschen der Antragsteller seitens der Konsulate nach Möglichkett entsprochen. Die Tärigkeit der Konsularbebörden beschränkt sich dabet auf die Auswahl und Beauftragung einer nach ihrem pflichtgemäßen Ermessen geeigneten Persönlichkeit als Sachverständigen und darauf, die Unterschrift des Sachverständigen unter dem Gutachten auf Antrag zu beglaubigen. Eine Einwirkung auf den Ausfall der Gutachten fteht den Kaiserlichen Auslandsvertretungen nicht zu; ebensowenig sind solche Gutachten für die Gerichte bindend. 8

8

Bedarf an deutschen Waren. , 88 orrespondenz⸗ Ware. Land spenche 8

Biegsame lackjerte Zink⸗Wanddekorationen, b deutsch

Marke „Emdeca“

Apparate für den Flugzeugbau (Drabt⸗ Rußland deutsch spannungsprüfer, Tuchprufer, Draht⸗ g seilprüfer, Vorrichtungen zur Prüfung des e usw. der Propeller und

Lotore

Glas. und Porzellan⸗Galanteriewaren, b englisch insbesondere auch Milchbecher aus Porzellan

Leistungsfähigen inländischen Firmen können auf Antrag Name und Sitz der betr. Firma angegeben werden. n. sind unter

Beifügung eines mit Adresse und Marke zu 10 (Berkin 5 ₰)

versehenen Briefumschlags an das Buregu der „Nachrichten“ im

Reichsamt des Innern, Berlin NW. 6, Luisenstraße 33/34, zu richten.

8

Gesetzen wurf über die Ausgabe von Schuldver⸗ schreibungen gewerblicher Aktien resellschaften. Die Handels⸗ und Gewerbezeitung vom 13 ,26. April 1914 enthält einen Gesetzentwurf über die Ausgabe von Schuld rschreibungen gewerb⸗ licher Aknengesellschaften. 8

Die Hauptbestimmungen des Entwurfs find: S schrei⸗ bungen dürfen erst nach der Abrechnung für das erste Geschäftsjahr ausgegeben werden. Sie werden durch das unbewegliche und beweg⸗ liche Vermögen der Gesellschaft sichergestellt. Ihr Nennbetrag darf des Aktien⸗ und Rücklagekapitals und des unbeweglichen Eigen⸗ tums fowfe der Schiffe der Gesellschaft nicht übersteigen.

Werden die fälligen Zinsscheine der Schuldverschreibungen oder die ausgelosten Stücke nicht eingelöst, so wird die Gesellschaft fär zahlungsunfähig erklärt.

Die Inhaber der Schuldverschreibungen treten in einer Haupt⸗ versammlung zusammen, um ihre Rechte der Gesellschaft gegenüber zu vertreten. Zur Ausübung dieses Rechts wählen sie außerdem Bevollmächtigte. (Nach einem Berichte des Kaiserlichen General⸗ konfulats in St. Petersburg.) 3

Eine Uebersetzung des Entwurfs kann in den nächsten acht Tagen im Zollbureau des Reichsamts des Innern, Berlin W. 8, Wtlhelm⸗ straße 74, werktäglich in der Zeit von 39 bis ½4 Uhr eingesehen werden.

Türkei.

vereteferung von Militärbedarf. Generaldirektion der Militärschulen in Konstantinopel: Vergebung der Lieferung von a. je 567 Stück Lederkalpaks, Khakihandschuhe, Säbelgürtel, Gurte, b. je 567 Stück Koffer für Manöver. Eisenbetten, Fernrohre, vor⸗ läufiger Zuschlag zu a: am 8. Juni 1914, zu b: am 14. Junt 1914; e Zuschlag zu a: am 13. Juni 1914, zu b: am 17. Junt 1914. Angebote an die genannt⸗ Generaldirektion in Pankaldi, wo⸗ selbst Muster und Näheres. Sicherheit 10 %.

Lteferung der für die Salons der Schiffe der Ottomanischen Dampfschiffahrtsverwaltung in Konstantinopel benötigten Polster⸗ stühle mit Eisenfüßen. Angebote alsbald an die Wirtschafts⸗ abteilung der genannten Dampfschiffahrtsverwaltung⸗

Bauten. Kriegsministerium in Konstantinopel. Nergebung des Baus von Silos für Bäckereien, einer Mehlfabrik, eines Mehldepots und einer Mehlkuchen⸗(Boulgour⸗)Fabrik. Angebote an die 4. Ab⸗ teilung der Generalintendantur bei dem genannten Ministerium.

Lieferung verschiedener Gegenstände. Dampfschiffahrts⸗ gesellschaft Chirket⸗i⸗Hairie in Konstantinopel. Vergebung der Liefe⸗ rung von a. 75 000 kg Maschinenöl, 6000 kg Oel für Zylinder, 4000 kg Oel für Dynamos, b. 4000 kg Olivenöl, 3000 kg Talg 5000 kg Kohlenazetylen, 2500 kg Bleiweiß, 5000 Pech 150 Stück⸗Azetylenlampen, 250 Büchsen mit Farben. Angebote z a. in versiegeltem Umschlag bis zum 13. Juni 1914, zu b. sofort a die genannte Schiffahrtsgefellschaft.

Portugiesisch Ostafrika. Wirtschaftliche Lage 1 913. Dbgleich die militärische Okkupation in Portugiesisch Ostafrika durchgeführt ist und der g Dtstrikt mit Militärposten durchzogen wunde, hat sich der Handel nicht auf das Binnenland ausgedehnt, sondern beschränkt sich wie früher auf die Küstenplätze. I Ausfuhr zeigt in den letzten Jahren einen beständigen Rück⸗ schritt. Die nachstehenden Aufstellungen zeigen den Rückgang, der bei beinahe allen wichtigen Produklen stattgesunden hat: Ausfuhr 1909 1910 1911 1912 1913 1 Tonnen Erdnüsse... . 7047 5296 3769 3649 ca. 2500 Festschan....1 Mangrovenrinde 6415 4017 3644 2258 1500 ee““ 5488 3389 4520 2440 4000 ööm“]”] 3 340 543 4705

Allerdings hatte die Ernte im Jahre 1913 durch übergroße

Niederschläge stark gelitten, doch ist auch zweifellos die angebaute

läche zurückgegangen. Der Gesamtwert der Ausfuhr verminderte ch von 1909 bis 1913 um 60 % und betrug im Jahre 1909: 2 518 000 ℳ, 1910: 1 640 000 ℳ, 1911: 1 368 000 ℳ, 1912: 1 308 000 ℳ, 1913: ungefähr 1 000 000 ℳ.

Da sich gleichzeitig die Einfuhr erheblich vermehrte, ist die Handelsbilanz für das Land eine sehr ungünstige geworden. Für 1913 ist der Wert der Einfuhr auch nicht annähernd zu ermitteln. In den früheren Jahren betrug derselbe: 1909: 2 804 000 ℳ, 1910: 3 376 000 ℳ, 1911: 3 352 000 ℳ, 1912: 3 924 000 ℳ.

Während also noch 1909 die Einfuhr und die Ausfuhr sich an⸗ nähernd die Wage hielten, verhielten sie sich im Jahre 1912 wie 3:1. Die Erklärung lieat einerseits darin, daß die Kaufleute sich hier im allgemeinen stark üͤbernommen haben und viel zu vtel Ware auf Lager halten. Andererseits sind dem Distrikt aber dadurch, daß die von Transvaal zurückkehrenden Minenarbeiter einen Teil ihres verdienten Lohnes in der Heimat ausgezahlt erhalten, erbebliche Summen zu⸗

Jgeflossen. Für 1912 stellen sich diese Auszahlungen auf ungefähr

1 300 000 ℳ. Hierdurch ist die der Eingeborenen erhöht worden. Da die Neger bekanntermaßen keine Neigung zum Sparen haben, legen sie das empfangene Geld sofort in Waren an. Der Anteil Deutschlands am Handel belief sich 1912 auf: Eim⸗ fuhr im Werte von 156 000 (ungefähr 4 % der Gesamteinfuhr) und Ausfuhr im Werte von 570 000 (ungefähr 43 ½ % der Ge-. samtausfuhr).

serzu ist zu bemerken, daß die Einfuhrziffer nur die Waren umfaßt, die direkt von Deutschland eingeführt wurden. Ein großer Teil, dessen Betrag sich nicht angeben läßt, wird der Zollersparnis halber über Lissabon verladen. Die Einsuhr aus Deutschland ist also erheblich größer, als in der Statiftik angegeben.

In der Schiffahrt war eine Vermehrung der Schiffe unter eng⸗ lischer Flagge bemerkenswert. Außerdem wurden die Häfen des Distrikts wie früher durch die Dampfer der Empreza Nacional de e regelmäßig angelaufen.

uropäis e Pflanzungsunternehmungen bestehen nicht, von einigen kleinen Kokospflanzungen abgesehen. Es scheint, daß sich das englische Kapital, das sich vor einigen Jahren für den Distrikt zu interessieren schien, wieder ganz zurückgesogen hat. Es bestehen auch keine Minenunternehmungen, da eine genaue Untersuchung des Distrikts durch eine englische Minengesellschaft nicht das geringste Resultat ergeben hat.

(Bericht des Kaiserlichen Konsulats in M ca

Wagengestellung für ve-Knr und Briketts

am 5. Juni 19

Ruhrrevier Oberschlesisches Revier Anzahl der Wagen 8 .„11I1“

Richt gestellt..

Eiin Konsortium, unter Fübhrung der Dieconto⸗Gesellschaft, ha laut Meldung des „W. T. B.“ aus Berlin die neue 4 pr ozentige Schu gebietsanleihe im Bekrage von 65 Millionen

ark übernommen und wird sie demnächst zur Zeichnung auf⸗ legen.

Nach dem Bericht der Deutschen Afrika. Bank Aktien⸗ geserlchaft über das Geschäftsjahr 1913 hat die Farmwirtschaft mn Jahre 1913 in Deutsch Südwestafrika vielfach unter Trockenheil gelitten, sieht aber dennoch im ganzen auf ein Jahr ruhiger Fortent⸗ wicklung zuruück die in der Aufbesserung der Viehbestände, weiterer Zunahme der Ackerwirtschaft, endlich auf den Gebieten der Wasser⸗ erschließung und der Farmeinzäunung zum Ausdruck kommt. Be⸗ sondere Bedeutung wird der im Bexichtsjahre erfolgten Eröffnung der staatlichen Landwirtschaftsbank für Farmkredit q von deren

ren. über die * „. v für die ganze Kolonie erwartet werden. r Bergbau hatte ein

Jahr. Die Diamantenförderung hob sich infolge e