b. den zweiten Preis von 10000 ℳ: den Architekten Eeonhardt und Senf B. D. A., Frankfurt a. Main Kennwort: Organismus),
c. den dritten Preis von 8000 ℳ: dem Architekten, Kuhlmann, Charlottenburg (Kennwort: Saal⸗ ruppen),
d. den vierten Preis von 6000 ℳ: dem Architekten, Baurat Jürgen Kröger, Berlin⸗Wilmersdorf (Kennwort: Altersrente)
e. den fünften Preis von 4000 ℳ: dem Architekten Dipl.⸗Ing. Schweighardt und dem K. Eisenbahnassessor Vorhölzer, Augsburg (Kennwort: Zentralhof und Platz⸗ gestaltung). .
erner hat das Preisgericht folgende Entwürfe: 8 a. „Helle Räume*. Verfasser: Architekt Uitert Rieer,
Berlin⸗Wilmersdorf,
b. „Zum dauernden Aufenthalt von Menschen“. Verfasser: Architekt Paul Zappe, Charlottenburg, 8
6 „Mie salta. eerfasser: Oberbaurat, Professor Jassoy und K. R. Fritz, Stuttgart, 8 .
d. „Binnenplatz“. Verfasser: Architekt Dipl.⸗Ing. Jost von Imberg, Stuttgart, Mitarbeiter Architekt Mächle,
zum Ankauf für je 2000 ℳ empfohlen.
Die eingegangenen Entwürfe sind in den Sälen 12, Ir.
19, 21, 23, 24 und 25 des ersten Obergeschosses des Reichs⸗ tagsgebäudes vom 15. bis 29. Juni 1914 einschließlich öffentlich ausgestellt, und zwar von 10 Uhr Vormittags bis 4 Uhr Nach⸗ mittags. Eingang Portal 2 an der Simsonstraße. n. Die nicht preisgekrönten und nicht angekauften Entwürfe werden ihren Verfassern oder an die von ihnen angegebene Adresse kostenfrei zurückgesandt, und zwar werden die Namen und Wohnorte derjenigen Bewerber, welche bis zum Schlusse der Ausstellung nicht über die Rücksendung verfügt haben, durch Oeffnen der Briefumschläge ermittelt.
Berlin⸗Wilmersdorf, den 11. Juni 1914. Direktorium der see senat dr Feutbaigs für Angestellte.
Königreich Preußen.
Seine Majestät der König haben Allergnädigst geruht:
den bisherigen Justitiar und Verwaltungsrat bei dem Provinzialschulko egium in Cassel, Regierungsrat Otto Boden⸗ stein zum Geheimen Regierungsrat und vortragenden Rat im Ministerium der geistlichen und ——— 4 den Regierungsrat Bail in Berlin zum Geheimen Regie⸗ rungsrat und vortragenden Rat im Ministerium für Handel und Gewerbe,
den Oberlehrer an dem Kaiser Wilhelms⸗Gymnastum nebst Realgymnasium in Trier, Professor Dr. Kirstein zum Real⸗ gymnasialdirektor und
den bisherigen technischen Lehrer Paul Exler in Sien en, früher in Schmalkalden, zum Königlichen Fachschuldirektor zu ernennen.
Seine Majestät der König haben Allergnädigst geruh
den Landgerichtsrat Hohberg in Thorn zum Landgerichts⸗ direktor daselbst,
den Landrichter Stadelmann in Saarbrücken zum Land⸗ gerichtsdirektor in Potsdam,
den Staatsanwalt Fuhrmann aus Dortmund zum Land⸗ gerichtsdirektor in Bochum, daf übn Gerichtsassessor Dogs in Konitz zum Amtsrichter aselbst,
den Gerichtsassessor Dr. Walther Sachs in Berlin zum Amtsrichter in Berlin⸗Tempelhof,
die Gerichtsassessoren Hans Hadlich in Cassel und Zitzke in Kolberg zu Amtsrichtern in Bütow,
den Gerichtsassessor Richard Reinicke in Posen zum Amtsrichter in Bentschen, vbfn Gerichtsassessor Jungk in Berlin zum Amtsrichter in Posen,
den Gerichtsassessor Ernst Prüfer in Glogau zum Amts⸗ richter in Myslowitz,
den Gerichtsassessor Dr. Kurt Fiege in Breslau zum Amtsrichter daselbst,
den Gerichtsassessor Busemeyer in Büren zum Amts⸗ richter in Büren,
den Gerichtsassessor Mengel in Ziegenhain zum Amts⸗ richter in Bieber und
den Gerichtsassessor Sauer in Gelnhausen zum Amts⸗ chter in Usingen zu ernennen. 9
Justizministerium.
Der Rechtsanwalt, Justizrat Dr. Stehmann in Hannover ist zum Notar für den Bezirk des Oberlandesgerichts zu Celle mit Anweisung seines Amtssitzes in Hannover,
der Rechtsanwalt, Justigrat Dr. Wolfes in Hannover zum Notar faͤr den Bezirk des Oberlandesgerichts zu Celle mit Anweisung seines Amtssitzes in Hannover und
der Rechtsanwalt Keyser in Bochum z Bezirk des Oberlandesgerichts zu Hamm mit A Amtssitzes in Bochum ernannt worden.
Ministerium für Handel und Gewerbe.
Beim Ministerium für Handel und Gewerbe ist der Ober⸗ bergamtssekretär Landmann zum Geheimen expedierenden Sekretär und Kalkulator und der Schichtmeister André zum Geheimen Registrator ernannt worden.
Dem Fachschuldirektor Erler ist die Stelle des Direktors der Fachschule für die Eisen⸗ und Stahlindustrie des Siegener Landes in Siegen übertragen worden. 3u Baugewerkschuloberlehrern sind ernannt worden: die Lehrer Dipl.⸗Ing. Petersen in Förter Dipl.⸗Ing. Kiefer in Idstein, Regierungsbaumeister a. D. Wissemann in Barmen,
egierungsbaumeister a. D. Dipl.⸗Ing. Rudolf Müller und 1 Dipl.⸗Ing. Heyder in Nienburg a. W., Regierungsbaumeister Dipl.⸗Ing. Neubacher in Eckernförde, Dipl.⸗Ing. Georg Müller in Dt. Krone, Regierungs⸗ e 13. Dipl.⸗Ing. Thiele in Erfurt, Dipl.⸗Ing. . in Neukölln, Ensinger in Cöln un Regierungsbaumeister Dipl.⸗Ing. Musall in Aachen.
Ministerium der geistlichen und Unterrichts⸗ angelegenheiten.
Bei dem Ministerium der geistlichen und Unterrichts⸗ angelegenheiten ist der Regierungssekretär Willy Scheffler aus Bromberg zum Geheimen expedierenden Sekretär und Kal⸗ kulator ernannt worden.
Der wissenschaftliche Hilfsarbeiter am Meteorologischen Institut in Berlin Dr. Kurk Langbeck ist zum Observator und
der wissenschaftliche Hilfsarbeiter Professor Dr. Albert von Le Cog zum Direktoriaälassistenten beim Königlichen Museum für Völkerkunde in Berlin ernannt worden.
Dem Kustos bei dem Zoologischen Museum der Universität Berlin Dr. Robert Harkmeyer und dem Dozenten am ecssFücen Seminar und stellvertretenden Rabbiner
r. phil. Markus Brann in Breslau ist das Prädikat Professor beigelegt worden.
Dem Realgymnasialdirektor Dr. Kirstein ist die Direktion des Realgymnasiums nebst Realschule i. E. in Trier übertragen
worden.
Königliche Akazemie der Künste in Berlin.
Von dem Herrn Minister der geistlichen und Unterrichts⸗ angelegenheiten sind in Bestätigung der von der Geno enschaft
mäßig vollzogenen Wahlen 8 1) der Maler, Professor Konrad Kiesel,
2) der Maler, Professor Ernst Hildebrand,
3) der — rofessor Fritz Schaper,
4) der Bildhauer, Professor Gerhard Jan ensch
Künste, 5) der Komponist, Professor Philipp Scharwenka ‚zum Mitgliede des Senats, Sektion für Musik, für die Zeit vom 1. Oktober 1914 bis Ende September 1917 berufen bezw. weiterberufen worden. v1“ Berlin, den 11. Juni 1914.
Der Präsident Ludwig Manzel.
8
Das Tetanus⸗Serum mit der Kontrollnummer 236, fetmrie „Zweihundertsechsunddreißig“, aus den Höchster
arbwerken ist wegen Abschwächung zur Einziehung estimmt.
Nichtamtliches.
Deutsches Reich. Preußen. Berlin, 12. Juni 1914.
Seine Königkeche oheit der Großherzog dolf Friedrich vön 1“ 16 Sens abend nach schwerem Leiden sanft entschlafen. Mit tiefer Anteilnahm: wird diese Trauerbotschaft, auf die man nach den ärztlichen Berichten vom Krankenlager des Hohen Herrn gefaßt sein mußte, wie in den mecklen⸗ burgischen Landen auch im weiteren deutschen Vaterlande aufgenommen werden. In dem heimgegangenen Groß⸗ herzog verliert Mecklenburg⸗Strelitz einen fürsorglichen, gütigen Landesherrn, das Reich einen hochgeschätzten bewährten Bundes⸗ fürsten, der dem deutschen Kaiserhause durch verwandtschaftliche Beziehungen wie in treu gepflegter Freundschaft nahe stand. In einer Regierungszeit von wenig mehr als zehn Jahren hat der Verblichene sich um die Entwicklung seines Landes Ver⸗ dienste erworben, die ihm ein ehrenvolles Andenken bei seinen treuen Mecklenburgern und beim deutschen Volke sichern.
Seine Majestät der Kaiser und König hat mit Ge⸗ 8 gestern abend von der Fürstenstation Wildpark aus die
eise nach Konopischt zum Besuche Seiner Kaiserlichen Hoheit des Erzherzogs Franz Ferdinand von Oester⸗ reich angetreten.
Ihre Majestät die Kaiserin und Königin emp⸗ fingen gestern im Neuen Palais bei Potsdam den griechischen Gesandten Theotoky in Antrittsaudienz.
ür ““
25
1“
eldung des „W. T. B.“ ist S. M. S. „Leipzig am 11. Juni in Yokohama eingetroffen.
Desterreich⸗Ungarn.
Der Deutsche Kaiser ist heute früh in Beneschau ein⸗ etroffen und auf dem Bahnhofe vom Erzherzog⸗Thronfolger, einer Gemahlin und seinen Kindern nfchiagen worden. Nach Fenee Begrüßung wurde unter Salutschüssen und lebhaften undgebungen der Bevölkerung in Automobilen die Fahrt nach Schloß Konopischt angetreten.
— Dem ungarischen Abgeordnetenhause unter⸗ breitete gestern der Minister des Innern Johann Sandor drei Tplet kewae. über eine Verwaltungsreform. Wie „W. T. B.“ meldet, sollen danach die Verwaltungsbeamten, die bisher durch die Komitate gewählt wurden, von der Re⸗ gierung ernannt werden. Dagegen erhält die Komitats⸗ versammlung die Kontrolle und das Disziplinarrecht über die staatlich ernannten Verwaltungsbeamten. Der Komitatsausschuß, als der eigentliche Selbstverwaltungskörper, wird durch zahlreiche gewählte Elemente verstärkt.
Großbritannien und Irland.
Im Unterhause fragte gestern der Liberale King, ob irgend ein Flottenabkommen zwischen Rußland und Großbritannien geschlossen worden sei oder ob irgend welche Verhandlungen zum Zwecke eines solchen Abkommens jüngst gepflogen worden sc oder zwischen Rußland und roß⸗ britannien noch efü rt würden. Der Liberale Byles fragte, inwieweit ein so Abkommen die britischen Ve⸗ ziehungen zum Heutschen Reiche berühren würde.
Der Staatgsekretär Grey führte in seiner Antwort auf beide
Zum Baugewerkschullehrer ist der Lehrer Wellbrock in Buxtehude ernannt worden. 3
“
Anfragen laut Bericht des „W. T. B.⸗ aus, daß ähnliche Anfragen vergangenen Jahre bezüglich der militärischen Streitkräfte gestellt
Der Premierminister Aequith habe zwischen den Mächten Abkommen beständen,
n ihrer Entschlußfreiheit b. ob Großbritannien an dem K oder nicht. Diese Erklärung gelte heute so Verhandlungen abgeschlo Schwebe, die die Erklärung Asquit könnten, noch sei,
worden seien. daß, wenn ausbräche, keine geheimen ierung oder das Parlament i ehindern könnten, e teilnehmen sol ut wie vor einem en worden noch 8 weniger vbehcenn machen une, wahrscheinlich,
Wenn 8 „ Ulte, welches es r einzuschränken, sa arlament vorgelegt
Weder seien sol⸗
soweit er beurteilen kö solche Verhandlungen aufgenommen würde kommen geschlossen werden so Asqguiths Erklärung zurückzuzitehen ode müßte es seiner Meinung nach dem und das würde, wie er vermute, auch ge Im Lauf der hierauf folgenden Beratung neren Amts gab der Staatssek una eine Erklärun gegenüber den
Grev, irgend ein A
g des Etats des retär des Innern Mae g ab, in der er die Politik der Regierung Ausschreitungen der
des Frauenstimmrechts verteidigte. Er
ch nicht an einer Politik beteilige lassen wolle, und er olitik sich für das englische Volk em auen, die derartige Verbrechen beg man habe jetzt den Beweis, möglichen werde, den Unterzeichnern der Agitationsfonds der Frauenrechtlerinnen ge der Prozesse würden diese Unterzeichner werden, der angerichtet werden wü man gegen die Unterzeichner nicht au zeichnenden seien in der i die Interessen en Opfern Geld eines Hunger⸗ und Durst⸗ Mac Kenna wandte sich Ausführung von Verbrechen it vielleicht dreißig um Verbhrechen während die Regierung in Aussicht ge⸗
rde, die Quellen der Ein⸗
ganisatton zu zerstören,
rau Pankhurst und ihrer †
die die Gefängnis ster Frauen im
bezahlte Agen der es der Regierung er⸗ gsaufrufe für den
ch für allen
und er hoffe, Sammlun
den verantwortli überlege er es sich, o strafrechtlichem We Hauptsache reiche Frauen, der Gesellschaft benu
streiks im Ge scharf gegen di veranlaßten und oder vierzig Schi u begehen und ein elbst in Luxus lebte nommene Vorgehen den Erfolg haben we nahmen der Frauen der wei würde man das Freunde sehen.
Der Premiermini lauf der Sitzung, Oberhause es wün g-”-. 8g der zweite
der Ordentlichen Mitglieder der Akademie der Künste statuten⸗
e vorgehen könne. die ihren Reichtum ihren unglückli den Schrecken fängnis unterziehen sollten. ese reichen Frauen, die die rauen im Stiche ließen ing in der Woche bezahlt würd Strafe auf sich zu nehmen, Falls das von der
zu Mitgliedern des Senats, Sektion für die bildenden
blichen Kamp Ende der Macht der F
ster Asquith erklärte im weiteren Ver⸗ daß, wenn die Führer schten, die Zusatzbill i Lesung des Gesetzes eingebracht werden
der Opposition im zur Homerulebill
Frankreich.
Unterstaatssekretäre besprachen gestern
Regierungserklärung, in einem Ministerrat unter ültig festgesetzt er Erklärung, Kammern
Die Minister und abend in einem Kabine deren Wortlaut dem Vorsitz des werden wird.
ttsrat die heute vormittag Präsidenten der Republik end Regierung wird te nachmittag soll, wie „W. T. B.“ meldet, verkünden, Mehrheit stützen werde. werde sie sich zurückziehen. beschlossen, den nächsten der Debatte über die all Regierungserklärung au niederzulegen. Die heutigen Ministerrat festgesetzt werden. gten Sozialisten haben beschlosse r die Tagesordnung, die im A ber die allgemeine Politik der orgelegt werden wird,
n, jedoch bei der Debatte
republikanische Falls eine solche Mehrheit fehle, Der gestrige Ministerrat hat Anleihegese
f dem Bureau der Deputiertenkamn Anleihe werden in dem
entwurf s im Anschlu
Modalitäten der
— Die Geeini der Abstimmung übe die Interpellation ü der Kammer v
ierung zu stimme
bstruktion zu treiben. D hat einen Beschluß gefaßt erhaltung des Dreijahrsg republikanischen Mehrheit ausspr möglichen soll, ihre Aufgaben Stimmen durchzuführen. für die heutige Debatte vollstän
— Bei einem des Seine⸗et⸗Ois malige Botschafter des Dreijahrsgesetzes, u. a. sagte:
Fürst Bismarck erklärte mir nur von dem Gesichts damit sagen, daß ihn fähig sei, Anstreng eunde zu sichern arum handelt es si
gegen die Re⸗ keine systematische Linksrepublikaner sich u. a. für Aufrecht⸗ und für Schaffung einer rein er Regierung er⸗ ohne den Beistand verdächtiger Mitgliedern der Gruppe wurde dige Freiheit gelassen.
Festmahl des republikanischen Verbandes hielt der Senator und ehe⸗ . eine Rede zugunste n in der er obiger Quelle zufolge
ie Gruppe der Link „ in dem sie
icht, die es
e⸗Departements aron de Courcel
mir eines Tages, er betrachte eine Nation punkte ihrer Alliancefähigkeit. Bismarck wollte eine Nation nur insofern ungen zu unternehmen, um sich Wollen wir eine alliancefähige Nation bleiben? ch bei dem Dreijahrsgesetze.
interessiere, als sie Verbündete und
Meldung des „W. T. B.“ 15 als Zuckerkontingent für i Pud, für den unantastbaren Die gesamte Normal⸗ Pud festgesetzt worden.
sion der Reichsduma hat gestern Kreditanweisung großen Militärprogramms
er Ministerrat h für das Produktionsjahr den Innenmarkt 86 Millione Vorrat 9 Millionen Pud fest produktion ist auf 107 Millionen
— Die Budgetkommis die Gesetzvorlage über die führung des angenommen.
Die Wegebaukommission der gestern die Gesetzvorlage über die Kredit strategische Chausseen im fernen Osten
— Auf die Vorstellung des Verbot der Anwendung der Kör ländischen Lehranstalten
at nach einer
ohne Kürzung
Reichsduma hat anweisung fürn angenommen. finnischen Senats ist dabtl
in den finn igt worden. 1
perstrafe Allerhöchst bestät
Italien.
nern hat nach einer Meldung de Ancona vo Disziplinarrat gestellt, wo der Maßnahmen zur Aufreckube rmächtigung du agen hat. on Perugia
Der Minister des In W. T. epräfekten AEmte suspendiert un er am 9. Juni die Oberleitun erhaltung der öffentlichen Ordn ine Vorgesetzten mtsgeschäfte wer genommen.
ung ohne E der Militärbehörde übertr den durch den Präfekten p
Griechenland.
zufolge haben vorgestern her 1 Aiwali ange Widerstand, sodaß sich die wobei sie das Dorf in von Aiwali haben Bauern mn
Ruhe und Ordnung durch Gewehrscht
Der „Agence d'Athones“ nete Banden ein Dorf die Einwohner leisteten iehen mußten, Die Behörden der Beschuldigung,
Brand zu ste
estört zu haben, zur Anzeige gebracht. Auf einem die Stadt
heherrs enden Hügel sind Maschinengewehre aufgefahren und auf die Stadt gerichtet worden. Die bewaffneten Banden haben in nächster Nüähe der Stadt ein Feldlager bezogen; der Stadt Aiwali selbst droht ein Angriff.
Da die Lessns baßen der Griechen in Kleinasien trotz der wiederholten Zusicherungen der Pforte andauern, ist gestern der Ministerrat zusammengetreten, um die Lage zu prüfen. Nach Beendigung des Ministerrats legten der Minister⸗ präsident Venizelos und der Marineminister Stratos dem König die gefaßten Beschlüsse vor.
— Die Deputiertenkammer hat gestern in zweiter Lesung den Gesetzentwurf über die Abtretung der Insel Sasseno an Albanien angenommen. Der Ministerpräsident Venizelos erklärte, wie „W. T. B.“ meldet, die Einver⸗ leibung von Epirus in Griechenland könne noch nicht durchgeführt werden, da die Grenzen noch nicht endgültig fest⸗ gestellt worden seien und die griechische Regierung die Abände⸗ rung der Grenze auf der Seite von Argyrokastro und Koritza erwarte. Sobald die Abtretung von Sasseno engültig ange⸗ nommen worden sei, werde die Regierung ein Königliches
Dekret veröffentlichen, durch das die ägäischen Inseln Griechen⸗
land einverleibt würden.
Rumänien.
Der österreichisch⸗ungarische Gesandte Graf Czernin ist gestern in Konstantza vom König in Audienz empfangen
worden.
Terbien.
Das Serbische Pressebureau veröffentlicht über die Be⸗ endigung der Ministerkrise folgende Erklärung:
Nachdem die Oppositionsparteien in der Skupschtina einen par⸗ lamentarischen Block gebildet hatten und auf diese Weise die arlamentarischen Arbeiten behinderten, fand sich die Regierung ewogen, dem König die Demission des gesamten Kabinetts zu überreichen. Da aber die Verhandlungen, die im Palais ge⸗ führt wurden, zu keinem Ergebnis geführt haben, weil es unmöglich war, aus den den Block bildenden Parteien wegen des Verfalls desselben ein Kabinett zu bilden, forderte der König, sich an den parlamentarischen Brauch haltend, das alte Kabinett auf, weiter im Amte zu verbleiben, was im offiziellen Wege durch das Amtsblatt bekanntgegeben wurde. Das Kabinett Paschitsch bleibt also in unveränderter Zusammensetzung im Amte. 8
Albanien. 6
Wie die „Albanische Korrespondenz“ meldelt, soll Achmed Bei mit den angesehensten Mohammedanern verhandeln. Wenn seine Vermittlung erfolglos ist, so sen spätestens am Sonn⸗ abend der allgemeine Vormarsch beginnen.
Die Aufständischen haben Pekini am Oberlauf des Scumbi geräumt. In der Stadt wurde die albanische Flagge wieder gebißt In Elbassan haben Kämpfe decen Gendarmen “ stattgefunden, in welchen die wurden. 8
e zurückgedrängt
Amerika.
Der amerikanische Senat hat gestern abend mit ünfzig gegen fünfunddreißig Stimmen die Bill über die Auf⸗ ebung der Gebührenfreiheit der amerikanischen
Küstenschiffahrt im Panamakanal angenommen.
— Nach einer vom „W. T. B.“ verbreiteten Meldung hat
Farranza die Nachricht erhalten, daß die mexikanischen
onstitutionalisten vorgestern den Angriff ne ecas begonnen haben. Die Bundestruppen zogen sich unter Gewehr⸗ und Artilleriefeuer langsam zurück. Es wird erklärt, daß der Versuch der Bundestruppen, mit einer großen Menge Munition abzuziehen, den Anorih veranla habe, an dem zehn⸗ assend Konstitutionalisten beteiligt seien. Einem weiteren Fegramm zufolge haben die Konstitutionalisten, die Mazatlan agern, vorgestern abend einen strategisch wichtigen Hügel strdlich von der Stadt besetzt.
— Der kolumbische Kongreß ist gestern geschlossen
örden. Der Präsident der Republik hat dem Gesetz über
Vertrag mit den Vereinigten Staaten zugestimmt.
Afrika.
88 Im .e-. z. Abgeordnetenhause unterlag, sie „W. T. B.“ meldet, bei der Abstimmung über einen usatzantrag zum Einkommensteuer gesetz, na dem die Premiermine unter das Gesetz gebracht werden soll, die Re⸗ ierung mit 43 gegen 50 Stimmen. Bei einer zweiten Ab⸗ immung im Zusammenhang mit demselben Antrag unterlag ie Regierung wiederum mit 44 gegen 50 Stimmen.
Parlamentarische Nachrichten.
In der heutigen (92.) Sitzung des Hauses der Ab⸗ . der Justizminister Dr. Beseler und der Finanzminister Dr. Lentze beiwohnten, wurde in dritter Lesung der Gesetzentwurf zur Abänderung der Besoldungs⸗ ordnung beraten.
in der Generaldiskussion bemerkte * Abg. Bartscher (Zentr.): An der Vorlage selbst ist 8
nichts mehr zu ändern. Ein erfreuliches Ergebnis ist es, daß
vom 1. April d. J. ab rückwirkende Kraft erhalten soll. In der Resolution ist besonders vorgesehen, daß bei der geforderten allgemeinen Besoldungsvorlage die jetzt vor andenen Unstimmig⸗ keiten beseitigt werden. erade solche Ungleichheiten lassen die Besoldungsordnung nicht zur Ruhe kommen. Nur wenn sie ausgemerzt werden, kann ein Werk geschaffen werden, das von Dauer ist und nicht von vorn herrein den Todeskeim in si trägt. Dadurch würde namentlich der Flut von Beamtenpetitionen, die uns fast erdrückt hat, Einhalt geboten werden. Nichts lähmt die Arbeits⸗ freudigkeit der Beamten mehr, als wenn fie infolge ungleicher oder unzureichender Besoldung gezwungen sind, sich fortwährend mit Ge⸗ haltsfragen zu beschäftigen. Daher liegt es nicht zuletzt im ⸗ des Staates und damit der Allgemeinheit, wenn etwas - 4 affen wird. Gut wäre es vor 2— Dingen, wenn die Zahl der Besoldungs⸗ klassen weiter verringert werden könnte. Das würde die Kol⸗ Pegialität und Berufsfreudigkeit der Beamten ungemein heben und pmit von ideeller Bedeutung sein. Hierher gehört auch die Beseitigung des bei den Beamten so verhaßten Remunerations⸗ besens. Die dafür aufgewandten Mittel könnten für allge⸗ Wohlfahrtseinrichtungen, Kranken⸗ und Sterbekassen „verwendet erden, wodurch der Unterstützungsfonds entlastet würde. In me fortschrittlichen Antrage findet dieser Gedanke Niederschlag,
allerdings eine allgemeine Krankenkasse für die Beamten
n Auge hat. In der Budgetkommission wird dieser An⸗ ag auf seine Durchführbarkeit zu prüfen sein. Wenn
i der naäͤchsten Besoldungsvorlage solche großen Gesichts⸗
punkte obwalten, dann wird die Beamtenschaft nicht wieder wie diesmal arg enttäuscht sein. Noch lebt der alte preußische Beamtengeist, der stolz darauf ist, sich im Dienste des Königs, dem er Treue geschworen hat, für das Volkswohl betätigen zu können. Die von einem solchen Geiste beseelte Beamtenschaft soll man aber in ihrem Einkommen so stellen, daß sie ohne wirtschaftliche Sorgen stets mit Lust und Liebe ihres Amtes walten kann zum Wohle des Volkes und des Vaterlandes.
Eine weitere Debatte findet nicht statt. In der Spezial⸗ beratung wird der Gesetzentwurf im einzelnen und darauf im ganzen unverändert angenommen.
Es folgt die zweite Beratung des Gesetzentwurfs zur Ab⸗ änderung des § 109 des Zuständigkeits gesetzes (gewerb⸗ liche Anlagen).
Der Berichterstatter Abg. von Loos kkons.) berichtet über die Verhandlungen der Kommission. Diese beantragt unver⸗ änderte Annahme des Gesetzentwurfs.
Abg. Lieber (nl.): Es handelt sich darum, das Verfahren zur Genehmigung gewerblicher Anlagen so zu gestalten, daß in den — wo gleichzeitig Verleihungen nach dem Wasserrecht in Frage kommen, nur ein gemeinsames Verfahren und nur eine einheit⸗ liche Entscheidung bei dem Bezirksausschuß stattfindet. Das sucht das Gesetz dadurch zu etreichen, vahs es für eine Reihe von gewerblichen Anlagen, die bisher zur Zuständigkeit des Kreisausschusses gehörten, die Zuständigkeit des vorschreibt. Es wäre wünschenswert, wenn durch eine all emeine Vorschrift Sorge
etragen würde, 8 auch in allen anderen Fällen, sobald eine Ver⸗ eihung nach Wasserrecht in Frage kommt, die Entscheidung dem Bezirksausschuß übertragen würde. Falls sich demnächst aus der von der Regierung jetzt vorgeschlagenen Regelung noch Unzuträglichkeiten ergeben sollten, so hoffe ich, daß die Regierung diese durch eine neue Vorlage zu beseitigen suchen wird.
Ohne Debatte wurde die Vorlage darauf in zweiter Lesung und sodann in dritter Lesung endgültig unverändert an⸗ genommen.
Es folgte die erste Beratung des Gesetzentwurfs über Familienfideikommisse und Familienstiftungen, bei der zunächst der Justizminister Dr. Beseler das Wort er⸗ griff. Seine Rede wird morgen im Wortlaut mitgeteilt werden.
Statistik und Volkswirtschaft. Ueber die Umgestaltung der bäuerlichen Besitz⸗
verhältnisse in Rußland seien einem Bericht des Kaiserlichen
Generalkonsulats in St. Petersburg folgende Angaben entnommen:
Die Neuordnung der bäuerlichen Besitzverhältnisse hat in den letzten beiden Jahren steten Fortgang genommen, und inzbesondere der Uebergang vom Gemeinsamen zum veez.; be⸗ ginnt sich langsam fühlbar zu machen. Die unabwendbaren Nachteile der Reform, die gänzliche Loslösung einer großen Menge der Be⸗ völkerung von der Scholle, sind bisher nicht so auffällig, wie unter anderen Umständen zu erwarten stand, in die Erscheinung getreten, da die Hochkonjunktur der russischen Industrie angedauert hat und des Zuflusses von Alrbeitskräften bedarf. Die Vorteile der Agrarreform können sich naturgemäß erst im Verlauf vieler Jahre erweisen, doch zeigt sich bereits hier und da das Be⸗ streben des Bauern, durch Aenderung der Bebauung des ihm nunmehr persönlich eigenen Bodens, durch intensivere Wirtschaft, Se,h; von Düngemitteln und landwirtschaftlichen Maschinen aus seinem Lande
esteigerten Nutzen zu ziehen. Mancherlei Umstände lassen auch darauf
schlee en, daß der selbständige Bauer beginnt, seinen Gewinn ganz oder teilweise zur Besserung seines Wirtschaftsbetriebes zu verwenden und seinen sonstigen Beses auf das Nötigste zu beschränken. In Kreisen der Textilindustrie ist sogar die b aufgestellt worden, dies sei mit ein Grund, weshals die Textilindustrie aus der durch die letzten guten Ernten gesteigerten Kaufkraft der Landbevölkerung nicht den er⸗ warteten Nutzen gezogen habe.
Vom 1. Januar 1912 bis zum 1. Mai 1913 sind 221 237 Ge⸗ suche um Zuweisung von Landanteilen zu Eigentum ein⸗ gelaufen, und 159 655 Bauern ist ihr Anteil als Eigentum bestätigt worden. Die Gesamtzahl der Gesuche seit Inkrafttreten des Er⸗ lasses vom 9. November 1906 bis zum 1. Mai 1913 belief sich in 40 Gouvernements des europaͤischen Rußlands auf je 2 506 001, von denen 1 787 328 endgültig erledigt wurden. Dabei hat die Zahl der Aussonderung S Bauern sich an in den letzten beiden Jahren in absteigender Richtung bewegt. iese Erscheinung erklärt sich durch die größtenteils bereits vollzogene Befriedigung der in die Städte abgewanderten oder übersiedelten Bauern und durch die Wirkungen des 1-g vom 14. Juni 1910, durch das die Mitglieder einer großen Anzahl bestimmter Landgemeinden ohne weitere Förmlichkeit volle Eigentümer ihrer bisherigen Landanteile wurden. Daß das Interesse der bäuerlichen Bevölkerung an der Agrarreform nicht nachgelassen hat, beweist die Zunahme der Ge⸗ suche um Aufteilung von Dörfern, Verkoppelungen usw. Der⸗ artige Gesuche sind im Jahre 1912 von 1 226 245 Bauernhöfen ge⸗ stellt worden, um 50 % mehr als in den beiden vorangehenden Jahren. Seit Beginn der Taͤtigkeit der Landeinrichtungskommissionen bis zum 1. Januar 1913 liefen insgesamt 3 859 702 Gesuche ein. Am 1. Januar 1913 waren vorbereitet die Projekte für 2 054 366 Höfe und 18 873 301 Dessätinen, durchgeführt für 1 503 432 Höfe und 13 536 436 Dessätinen, bestätigt für 1 107 394 Höfe und 9 947 738 Dessätinen. Dabei erstreckte sich die Aufteilung ganzer Dörfer auf 45 % der letztgenannten F Von den endgültig aufgeteilten 9 947 738 Dessaͤtinen sind 6 511 782 Dessätinen (65,5 %) in Einzel⸗ besitz und 3 435 956 Dessaͤtinen (34,8 %) in geE. übergegangen. Durch die Schaffung von Privateigentum an den bisherigen Anteil⸗ ländereien entstand die Möglichkeit des Grundstücksverkaufs. Die hieraus erwachsene Vefaes tang der Vereinigung größerer Boden⸗ komplexe in einer Hand zum Nachteil des kleinen Bauernstandes hat sich nicht erfüllt. erkauft wurden im ganzen 2 153 360 Dessätinen von 581 012 Verkäufern an 554 505 Käufer. In der Hauptsache bestanden die Verkäufe in den Anteilen der in die Städte abge⸗ wanderten oder übersiedelten Bauern sowie in unrentablem Kleinbesitz.
Von den zum Verkauf an Bauern in 47 Gouyernements des europälschen Rußlands zur Verfügung stehenden 3 ½ Millionen Staatsländereien sind bis zum 1. Januar 1913 597 883 Dessätinen zum Verkauf 5 und 339 543 van um Gesamtpreis von 33 970 000 Rbl. verkauft worden. Um Grund⸗ Fincespelulatfonen vorzubeugen, hat die Agrarverwaltung neuerdings angeordnet, daß Staatsländereien nur an Personen vergeben werden dürfen, die zunächst das Land in Pacht nahmen und ihre Uebersiedlung und eigenen Wirtschaftsbetrieb nachwiesen.
Der Landbesitz der eAae 1g 41,z,2 ist auch in den letzten Jahren weiter zurückgegangen. Er betrug zum 1. Januar 1912: 3 127 639 Dessätinen, zum 1. Januar 1913: 2 929 551 Dessätinen und zum 1. 8 e1 Seee
in den Be er Ban Le. 16998. 323 988 Dessätinen,
Aus dem Besitz der Bank
sschieden 82 „ . 997 926 439 908 Dessät inen.
Der Preis 85 die von der ne. Ländereien ist von durchschnittlich 81 Rbl. für die Dessaͤtine im Jahre 1912 auf durchschnittlich 106 Rbl. für die Dessäͤtine im Jahre 1913 hinauf⸗ egangen. g8 ie durchschnittlichen Verkaufspreise für Bankländereien, verglichen mit den bei Vermittlung der Bank an Privateigentümer zu zahlenden Preisen, bezifferten sich in den verfloss nen Dessätine wie folgtt
109 133 117 139 1912 136 144 1913 123 140
An Bauern, Landgemeinden und Genossenschaften verkaufte die Bank unter Gewährung von Darlehn 1912: 371 687 Dessätinen und 1913: 409 973 Dessätinen. Im Jahre 1912 gelangten hiervon 93,6 %, im Jahre 1913: 94,6 % in den Besitz einzelner Bauernwirte. Auf die von der Bank verkauften Ländereien wurden Darlehen in Höhe von etwa 93,4 % des Kaufpreises gewährt. Die Vermittlungs⸗ tätigkeit der Bank beim Ankauf von privaten Ländereien ist in den letzten beiden Jahren zurückgegangen. Die folgende Tabelle zeigt die durch Vermittlung der Bank von den Bauern an ekaufte läche und die darauf erteilten Darlehen: 1911: 717 979 De ätinen Darlehen: 73 319 710 Rbl.), 1912: 545 626 Dessätinen 54 926 610 Rbl.), 1913: 484 073 Dessätinen (49 099 560 Rbl.). Von diesen durch die Bank vermittelten Kaufabschlüssen und Darlehns⸗ ewährungen entfallen 80 bis 82 % auf Erwerbungen zum Einzelbesitz. Pie von der Bank erteilten Darlehen auf Landkäufe der Bauern ohne Bankvermittlung betrugen in den letzten Jahren: 1912: 6 628 129 Rbl. auf 31 037 Dessätinen, 1913: 4 932 420 Rbl. auf 62 981 Dessätinen. Für Anteilländereien wurden an Dar⸗ lehn gewährt: 1912: 1 078 400 Rbl., 1913: 1 756 110 Rbl. Die rückständigen Zahlungen auf die Darlehnsschulden der Bank sind infolge der Mißernte 1911 in den Jahren 1911 und 1912 wieder an⸗ gewachsen. Im Verhältnis zum Jahressoll betrugen sie am 1. Januar 1911: 21 %, am 1. Januar 1912: 26 % und am 1. Januar 1913: 27 %. Aus demselben Grunde ist auch die an die Bank mangels rechtzeitiger Zahlung zurückgefallene Bodenfläche etwas an⸗ gewachsen. Im Verhältnis zur Gesamtfläche des verpfändeten Landes betrug der Rückfall 1911: 0,14 % und 1912: 0,20 %.
Zur Arbeiterbewegung.
Die Holzbildhauer Berlins und der Umgegend, soweit sie im GI der Bildhauer Deutschlands organisiert sind, be⸗ schlossen, wie die „Voss. Ztg.“ berichtet, gestern abend in einer Ver⸗ sammlung mit 400 gegen 50 Stimmen, heute früh in allen Be⸗ trieben ihre Forderungen: Verkürzung der Arbeitszeit auf 8 Stunden 2r1. eine Lohnzulage von 6 v. H. vorzulegen. Wo diese Forderungen 6. Uhr Abends nicht bewilligt sind, ist die Arbeit niederzulegen. Die allgemeine Ausstandsbewegung in Italien (vgl. Nr. 135 d. Bl.) ist nach den Berichten des „W. T. B.“ weiter zurückgegangen. Das römische „Giornale d'Italia“ stellt fest, daß der Etenbenerftrelt, der am 9. Juni durch das Eisenbahnersyndikat beschlossen wurde, vollkommen fehlgeschlagen ist. des Personals sei nicht in
Aus Neapel und einigen anderen S wurde, wird gemeldet, daß die Arbeit heute wieder werden sollte. Gestern vormittag fand in Neapel die Beise ung eines bei den Zwischenfällen am Mittwoch getöteten Arbeiters 1 Der sehr lange Trauerzug wurde durch die Fahnen der in der Arbeiterbörse eingezeichneten Vereinigungen eröffnet. Auf dem Wege zum Friedhof warfen mit Stöcken bewaffnete Sträflinge, die sich unter die Teilnehmer am Trauerzug gemischt hatten, Steine gegen Laternen und Läden und versuchten in die Waffenläden einzudringen. Kavallerie zerstreute die Kundgebenden. Es kam an verschiedenen Stellen zu Zusammenstößen zwischen diesen und der Kavallerie, wobei es auf beiden Seiten Verwundete gab und einige Verhaftungen vor⸗ genommen wurden. Ein alter Mann geriet unter die Pferde und wurde dabei getötet. — In Mailand fand gestern eine .“ von Ausständigen statt, in der der Beschluß des Arbeiterbundes, den Streik u beenden, kritisiert, aber dessen Befolgung beschlossen wurde. Am bend kam es nach einer Versammlung in der Arena zu Unruhen, in deren Verlaufe einige Kundgebende gegen das einschreitende Militär Revolverschüsse abgaben. Ein Maurer, der vor der Kavallerie in ein Haus der Legnanostraße flüchten wollte, wurde durch eine Revolverkugel getötet. G Aus Baku wird dem „W. T. B.“ telegraphiert, daß den aus⸗ ständigen Naphthaarbeitern (vgl. Nr. 135 d. Bl.) die Arbeiter der Bibieibater Naphthawerke sich vgeschlosen haben. Insgesamt seien 15 000 Arbeiter ausständig. Die Ausstäaͤndigen fordern u. a. acht⸗ dige Arbeitszeit und das Recht, den 1. Mat zu feiern.
Kunst und Wissenschaft.
önigliche Akademie der Wissenschaften hielt a
28. Mat unter dem Vorsitz ihres Sekretars Herrn Waldeyer eine Gesamtsitzung, in der Herr Stumpf zur Analvse der Vokal las. ystematische Zerlegungen sedungener Vokale durch mit⸗ schwingende Stimmgabeln, die Fest tellungen bis zum 32. Teilton gestatteten, veranlassen den Vortragenden, der Anzahl und relativen Stärke der Teiltöne eine rößere Bedeutung beizulegen, als es gegenwärtig zu 8Senn pflegt. — En vebesehe legte eine Arbeit über den Fermatschen 3
atz III vor, Kriterien von Wieferich, Mirimanoff und Vandiver werden auf größere Basiszahlen ausgedehnt. — Herr Branca über⸗ reichte einen Bericht über die ihm zugegangenen Urteile von 70 Fachgenossen, betreffend die in seiner Abhand⸗ lung „Ziele vulkanologischer Forschung“ von ihm ge machten Vorschlaäge. Die Urteile sind fast ausnahmslos mi Entschiedenheit zustimmend zu den gemachten Vorschlägen betreffs vul kanologischer Forschung. Herr Penck hat das Manuskript seiner am 30. Januar 1913 gelesenen Mittetlung über die Höttinger Breccie, eine interglaziale Ablagerung bei Innsbruck, eingereicht. Herr Rubens legte eine des Dr. Arnold Eucken in Berlin vor: über den SsaesIh t bei einatomigen Gasen und Flüssigkeiten. Die bisherigen theoretischen Be⸗ rechnungen des Quanteneffekts bei einatomigen Gasen sind mit den Beobachtungen nur dann vereinbar, wenn man eine Nullpunktsenergie annimmt. Zur Eeseeene der 78 e nach der Existenz einer Null⸗ punktsenergie sind Messungen der spezifischen Wärme von Wasserstoff und Helium bei hohen Drucken im Temperaturbereich zwischen 17 * und 37 ° absolut vorgenommen worden. Ein Vergleich der Be⸗ obachtungsergebnisse mit den * Formeln führt i dem Resultat, daß die Messungen mit der Annahme einer Nullpunkts⸗ energte unvereinbar sind, sich dagegen ohne Annahme der Null⸗ punktsenergie durch die Theorie gut darstellen lassen. Hieraus folgt, daß die Grundlage der b 1b
des Quanteneffekts bei einatomigen Gasen einer U bedarf. err von Harnack übergab das vom der 8 eeaen herausgegebene is (Berlin Die Deutschen Solvav⸗Werke Aectien⸗Gesellschaft in Bernburg haben der Akademie aus Anlaß des fünfzigjähriger rege das korrespondierende M olpay⸗Brüssel als S des als Begründer der ing, einen eee . höchste Genehmigung zur Annahme 8 Klasse
lichen v. die Akademie durch di ft. ie dur e 18182 “ 84 G bewilligt: Herrn v . zur
vb Fo Korrespondenz des don Wilamowitz⸗Moellendorff
zur der inscriptiones Graecae ℳ; der Deutschen Kommisston zur Fortführung der Forschungen des Herren Burdach