1914 / 226 p. 3 (Deutscher Reichsanzeiger, Fri, 25 Sep 1914 18:00:01 GMT) scan diff

Mit dem gemeinsamen Gesang des Liedes „Deutschland, Deutsch⸗ land über alles“ wurde die Versammlung geschlossen.

Ein theoretischer Ausbildungsunterricht für Krankenschwestern über Kriegsseuchen wird auf Veranlassung der Zentralmelde⸗ und Auskunftsstelle des Roten Kreuzes von dem Professor Dr. Joch⸗ mann in der Kaiser⸗Wilhelm⸗Akademie (Eingang Scharn⸗ horststraße) in den Abendstunden abgehalten. Die Vortragsreihe dauert bis zum 30. September.

Am Sonntag, den 27. d. M., wird im Hauptgottesdienst, Vor⸗ mittags 10 Uhr, in der Kaiser Friedrich⸗Gedächtniskirche, b straße, der Professor der Theologie D. Mahling die Predigt

alten.

Im Wissenschaftlichen Theater der „Urania“ wird der Direktor Franz Goerke am Donnerstag, den 1. Oktober, Abends 8 Uhr, seinen Vortrag „Die Weichsel und die Masurischen Seen als Bollwerk unserer Ostmark“ (mit Lichtbildern nach See eigenen Aufnahmen) zum Besten der Cecilienhilfe

alten. Eintrittskarten sind von heute ab an der Kasse der „Urania“ (Taubenstraße) erhältlich.

Der Andrang zur Militärvorbereitungsanstalt in Potsdam, Jägerallee 10, war so groß, daß der Bedarf an Frei⸗ willigen vorläufig gedeckt ist. Es finden, „W. T. B.“ zufolge, von jetzt ab nur noch am Mutwoch und Sonnabend von 10 bis 12 Uhr Untersuchungen statt.

„Unser Heer in Krieg und Frieden“ (Ruhmestage von 1768 bis 1914) betitelt sich der neue kinematographische Vortrag, der auf der Treptower Sternwarte morgen, Sonnabend, Nachmittags um 5 und Abends um 7 Uhr, Sonntag, Nachmittags Wum 3 und 5 und Abends um 7 Uhr, und an jedem nachfolgenden Wochentag, Nachmittags um 5 Uhr, gehalten wird. Folgendes wird sich vor den Augen der Besucher abspielen: Friedrich der Große im Schloß Sanssouci, Parade des 1. Gardegrenadier⸗ regiments Blücher und Gneisenau. Deutscher Hamor im Kriege 1870/71. Kaiser Wilhelm der Siegreiche. Kriegs⸗ übungen im Frieden. Berlin 8” der Kriegserklärung. Auf⸗ ziehen der Schloßwache in der neuen Feldunifkorm. Mobilmachung. Der Kronprinz. Ausmarsch des 1. Gardedragonerregiments zur Grenze. Die Kaiserin. Die Kronprinzessin. Der Kaiser an der Spitze der Fahnenkompagnie. Außerdem: Unsere schwarzen Truppen in Daressalam und neueste Aufnahmen vom Kriegs⸗ schauplatz. Mit dem großen Fernrohr werden der Komet Delavan, genannt der „Kriegskomet“, und der „Jupiter“ beobachtet.

den Hauptgegengand der ] Für die gesamte Strecke der Bahn von der Seestraße bis zur Gynessenaustraße, deren a. und Inbetriebnahme spätestens am 1. März 1918 erfolgen foll, ist der Stadt vom Polktzeipraͤsidenten eine Genehmigungsurkunde auf die Dauer von 90 Jahren zugegangen. Im Anschluß an Antrag, betreffend die Verlängerung der Bahn vom Belleallianceplatz bis zur GEneisenaustraße, beantragte der Magtstrat für die Stammstrecke der Bahn (See⸗ b

Name der Beobachtungs⸗ station

Erste Beilaage zeiger und Königlich Preußischen Staatsan

Berlin, Freitag, den 25. September

11.““

utschen Re

v11“

zum D bül 226.

in Celsius

24 Stunden mm

Temperatur

heiter heiter

Paris Wissingen Helder Bodö Christiansund Skudenes Vardo Skagen Hanstholm Kopenhagen Stockholm Hernösand Haparanda Wisby

Farlstad Archangel Petersburg Riga Wülna Gorki Warschau Kiew

Wien

Prag

Rom Florenz Cagliari Thorshavn Seydisfjord

Rügenwalder⸗ münde

Hammerhus Lerwick Portland Bill Biarritz Clermont Perpignan Nizza

Zürich

Geuf

Lugano Säntis Helsingfors Kuopio Moskau Brindisi 19 Krakau Lemberg Hermannstadt Belgrad Serb.

Reykjavik (5Uhr Abends)

Budapest Horta

Coruna

*) Aenderung des Barometers (Harometertendenz) von 5 bis 8 Uhr Morgens nach

Skala: 0= 0,0 bis 0,4 mm; 1 = 0,5 bis 1,4 mm; 2⸗=1,5 bis 2,4 mmj

= 2,5 bis 8,4 mm; 4 = 8,5 bis 4,4 mm; 5 = 4,5 his 5,4 mm; 6 = 8,5 bis

6,4 mm; 7 = 6,5 bis 7,4 mm; 8 = 7,5 bis 8,4 mm 9 = nicht beobachtet. Bei negativen Werten der Barometertendenz (Minuszeichen) gilt dieselbe Chiffrestala.

Die Wetterlage ist wenig verändert; ein Hochdruckgebiet mit einem Kern von 773 mm über Norddeutschland breitet sich bis zum Ozean und Innerrußland aus. Flache Tiefdruckgebiete liegen über dem Mittelmeer und dem Nordmeer, letzteres mit einem Ausläufer nach der Ostsee. In Deutschland ist das Wetter ruhig, meist ziemlich kühl und heiter; nur der Nordosten hatte Niederschläge.

traße bis Belleallianceplatz) die Bewilligung weiterer Mittel für au⸗ und botriebstechnische Aenderungen und Verbesserungen, die teils von den Aufsichtsbehörden verlangk, teils als orsentlsche technische Verbesserungen er kannt worden sind. Die Beschlußfasung, die der Magistrat der Versammlung vorschlug, lautete: „1) Die Versamm⸗ lung genehmigt den Entwurf für die Verlängerung der Nord⸗Süd⸗ hahn vom Belleallianceplatz bis zur Gneisenaustraße und den zuge⸗ hörigen Kostenanschlag, der mit 8 200 000 abschließt. 2) Die Ver⸗ sammlung erklärt sich mit den in dem vorgelegten Entwurf vor⸗ gesehenen Aenderungen und Verbesserungen der Stammstrecke der Nord⸗Südbahn von der Seestraße bis zum Bellealliance⸗ platz einverstanden und genehmigt den zugehörigen neuen Anschlag, der mit 58 150 000 in Ausgabe und 750 000 in Einnahme ab⸗ schließt. 3) Die Versammlung bewilligt unter Anrechnung der bereits bewilligten Geldmittel von 53 800 000 für den Bau der Nord⸗ Süd. Bahn von der Seestraße bis zur Gneisenaustraße weitere Mittel im Betrage von 12 550 000 in Ausgabe, der 750 000 in Ein⸗ nahme gegenüberstehen. Die Ausgabe soll aus der bereits genehmigten Anleihe von 1912 gedeckt werden. Die Vorlage wurde auf Antrag

3 Stadtv. Cremer einem Ausschuß zur Vorberatung überwiesen.

8

1

SS

bedeckt halb bed. Dunst wolkig Dunst bedeckt halb bed.

1N

Hauptsächlich gezahlte Preise für 1 t (1000 kg) in Mark

4

Marktorte

Weizen

SSSSSNS

235 243 251 247 235 237 225 230 n. E. 262,50 265 260 262 n. E.

Königsberg k. Pr. Danzig. Berlin. Stettin.

Pelcaks 18 reslau. Dortmund Hamburg

210 223 n. E.

198 200 235 245

29205 205 215 n. E.

249 250 n. E.

1“ 8

237,50

Der Verein für das Deutschtum im Auslande veranstaltete gestern 240 241 n. E.

nachmittag im Sitzungssaal des Abgeordnetenhauses eine vater⸗ ländische Kundgebung der Auslandsdeutschen, die sich einer üͤberaus zablreichen 12b. erfreute und einen eindrucks⸗ vollen Verlauf nahm. Nachdem der Vorsitzende des Vereins, der Staats⸗ minister a. D. Dr. von Hentig, Ihre Kaiserliche und König⸗ liche Hoheit die Frau Kronprinzessin, die die Versammlung mit ihrer Gegenwart beehrte, begrüßt und ein begeistert aufgenommenes Kaiserhoch ausgebracht hatte, hielt der Geheime Justizrat, Professor Dr. Gierke eine Ansprache an die zahlreich erschienenen Auslands⸗ deutschen, die er als die Verbreiter der deutschen Kultur, dieses wichtigsten Hebels der Weltkultur, pries. Für die uneigennützige Mit⸗ teilung unserer Kultur hätten wir schnöden Undank geerntet, und mehr als dies: man arbeite gegen Deutschland mit Tücke, Verrat und Lüge, ein Vorgehen, das keine Berufung auf die Wahrung berechtigter Interessen entschuldigen könne. Das friedliebende Deutsche Reich und sein Kaiser, der zur Erhaltung des Friedens das Aeußerste getan, wurden als Fciedensbrecher verlästert, unsere Siege zu Niederlagen um⸗ gelogen, unsere wackeren Soldaten der Mordbrennerei verleumderisch bezichtigt. Durch Lügen lasse sich die Weltgeschichte auf die Dauer zwar nicht fälschen, und das Erwachen unserer durch ihre Regierungen und ihre Presse falsch unterrichteten Gegner werde um so schrecklicher sein. Der Lügenfeldzug unserer Feinde werde aber auch mit Geschick in die neutralen Länder getragen und tue unserer ohnehin schon nicht Fohen Beltebtheit Abbruch. Man wage es sogar, die erhoffte iederwerfung Deutschlands einen Sieg des Rechts, der Freiheit und Kultur zu nennen. Wir aber wissen, daß wir in diesem aufge⸗ zwungenen Krieg für unser Dasein und zugleich für die Sache der Freiheit und des Rechts kämpfen. In diesem Kampf ständen auch die Auslandsdeutschen, die sich anfangs vielleicht hie und dort durch die Lügen der Gegner in Zweifel versetzen ließen, neben uns, von dem ge⸗ meinsamen deutschen Volksgeist durchdrungen. Viele von thnen habe der Krieg in schwere Not gebracht. Wir aber hofften, daß sie mit dem Deutschen Reich einer großen, ge⸗ seaneten Zukunft entgegengehen; denn ein Volk, das wie das deutsche in Opfermut und Einigkeit voll Gottvertrauen 882 eine gerechte Sache kämpfe, könne nicht zugrunde gehen Breiter und tiefer werde der Deutsche nach errungenem Siege im Ausland wirken können. Hinter jedem werde das verjüngte Deutschland stehen und Treue mit Treue lohnen. Hierauf kam eine Reihe von Auslands⸗ deutschen zu Wort, Vertreter der Deutschen in Belgien, Frankreich, Rußland, England und in den Vereinigten Staaten von Amerika. Ste schilderten die Lage ihrer Landsleute und wußten von mancher erlittenen Unbell zu berichten. Nach ihren Ausführungen wurde folgende Entschließung angenommen: „Die im Sitzungssaal des preußischen Abgeordnetenhauses am 24. September 1914 in Gegenwart Ihrer Katserlichen und König⸗ lichen Hoheit der Frau Kronprinzessin des Deutschen Reiches zu⸗ sammengetretenen Auslandsdeutschen, möͤgen sie zurzeit in neu⸗ tralen Ländern leben oder aus feindlichen Staaten vertrieben sein, bekennen 14 in schwerer Stunde mit freudigem Stolz zur roßen Gemeinschaft des innig verbundenen deutschen Gesamtvolkes. Sie sind tief überzeugt von der Gerechtigkeit der deutschen Sache und von der eisernen Notwendigkeit, den aufgezwungenen Abwehrkrieg bis ans Ende zu führen fuͤr unser nationales Dasein wie für die Kultur der Menschheit gegen moskowitische Barbarei, gegen französische Rachsucht und englische Mißgunst. Sie bauen fest darauf, daß die beispiellose Hingabe der kämpfenden Brüder in Heer und Flotte, daß die Einsetzung der ganzen deutschen Volkskraft der heiligen Sache zum Siege helfen wird. Alle Leiden, die sie als vertriebene lüchtlinge um ihres Deutschtums willen erdulden, alle Verluste, die sie tragen mußten, be⸗ trachten sie als Opfer, das sie unverzagt der Not des Vaterlandes darbringen. Sie legen vor der ganzen gesitteten Welt dagegen Ver⸗ wahrung ein, daß ein wohlorganisiertes Lügensystem ihre Verluste an Gut und Blut als Folge eigener Schuld darstellen will. In unerschütterlichem Vertrauen erhoffen sie von den siegreichen Waffen des starken Deutschen Reiches Hilfe und Schutz für Gegenwart und Zukunft. Inzwischen danken sie aus vollem Herzen für das, was ihnen in diesen Tagen die alte Heimat, insonderheit der „Verein für das Deutschtum im Ausland“ an werktätiger Liebe bewiesen hat. Gestärkt durch die Fülle der im Vaterlande ihnen betätigten Teil⸗ nahme, geloben sie feierlich in unwandelbarer Treue festzuhalten an ihrem Volk unter Führung seines geliebten Kaisers.“

5656öe.“ 5bäebä-— „⸗

Hafer Braugerste Futtergerste

Bayerische Marktorte

gering zut gering

gering

gut I mittel I gering gut V mittel b gering gut I mittel gut V mittel

wolkig wolkenl. wolkenl.

210 V 200 V 180 V 200 180 V

Kaiserliches Statistisches Amt. Delbrück.

164* 205

Berlin, den 25. September 1914.

240 V 220 V 200 210 V 170

gewährten Kredite konnten nicht nur aufrechterhalten, sondern, soweit erforderlich, ausgedehnt werden. Es wurde ferner unter besonderem ene auf den großen Erfolg der Kriegsanlethe zum Ausdruck ge⸗ racht, daß Deutschland auf Grund des gesanden Aufbaues seiner Volkswirtschaft, der von keinem anderen Lande erreichten Kredit⸗ organisation und der sorgfältigen Vorbereitung der finanziellen Mobil⸗ machung wirtschaftlich und sinanztell gewappnet ist, um den Krieg nach allen Seiten hin bis zum vollen, die politische und wirtschaftliche Zu⸗ kunft Deutschlands sichernden Erfolg durchzukämpfen.

Der Börsenvorstand in Frankfurt a M. hat laut Mel⸗ dung des „W. T B.“ in Ergänzung seines Beschlusses vom 21. Sep⸗ tember beschlossen, daß die Reports und die Zinsen für die Hinaus⸗ schiebung der Ablieferung der Wertpapiere von Ultimo Juli bis Ultimo September und ebenso die Zinsen auf die von Ultimo August bis Ultimo September gewährten Gelddarlehen am Ultimo Sep⸗ tember zu bezahlen sind.

Die „Frankfurter Zeitung“ meldet laut „W. T. B.“ aus London Angesichts der Beeinträchrigung der Schiffah t, die es un⸗ möglich machte, den Verlust des ersten Halbjahres auszugleichen, bleibt der Oktobercoupon der viereirhalbprozentigen Obligationen der International Mercantile Marine Company (Morgan⸗ trust) unbezahlt. 8H 8*

Wochenausweis der Bank von Engzrd vonh 24. Sey⸗ tember d. J. Totalreserve 35 920 000 (Zun. 2 000) Pfd. Sterl., Notenumlauf 34 203 000 (Abn. 420 000) Steil, Bear⸗ vorrat 51 673 000 (Zun. 2 953 000) Pfsd. , Portefeuille 110 733 000 (Abn. 3 060 000) Pfd. Sterl. Guthaben der Priyaten 125 267 000 (Abn. 9 775 000) Pfd Sterl., Guthaben des Staates 28 673 000 (Zun. 10 030 000) Pfd Sterl., Notenreserve 35 275 000 (Zun. 3 413 000) Pfd. Sterl, Regierungssicherheit 25 682 000 8 13 000) Pfd. Sterl. Prozentverhältnis der Reserve zu den Passiven 23 gegen 21 ½ in der Vorwoche. Clearinghouseumsatz 185 Millionen gegen die entsprechende Woche des Vorjahres weniger 71 Milllionen.

Wien, 24. Sevtember. Das Finanzministerium hat verfügt, daß bei der in der Kronenwährung (mit Ausschluß der Goldmähnzen) ohne Eekomptzinsen vorzunehmenden Voreinlösung der am 1. Oktober fälligen Coupons der 4 % österreichischen Goldrente vom 25. Sep⸗ tember d. J. ab der Einlösungsbetrag mit 10 Kronen 5 Heller für 4 Goldgulden zu bemessen ist.

Paris, 24. September. (W. T B.) Auf Anordnung der Regierung hob der Crédit Lyonnais die Auszahlung der morgen zahl⸗ baren Teildividende für das erste Halbjahr auf seine Aktien auf.

Kristiania, 23. September. (W. T. B.) Heaute ist die erste deutsche Zuckersendung seit dem Kriegsausbruch hier ein⸗

etroffen. Bis morgen dürfte sich die Einfuhr auf eine halbe Million Fühhzehm belaufen. Man erwartet die Herabsetzung des Höchst⸗ preises für Zucker.

wolkig Dunst

Roggen, inländischer 228,00 ab Bahn. Ruhig.

Gerste. Futtergerste 229,00 242,00.

Hafer, inländischer, fein, neuer 218,00 227,00, mittel 215,00 bis 217,00 ab Bahn und Kahn. Ruhig.

Mats, runder 228,00 233,00 ab Kahn. Still.

W 1 (für 100 kg) ab Bahn und Speicher Nr. 00 32,50

bis 39,00. Still. 2 ab Bahn und Speicher Nr. 0 und

Handel und Gewerbe.

G llung für Kohle, Koks und Briketts am 24. September 1914. 1

Ruhrrevier

WNW 2

Antwerpen, 24. September. (W. T. B.) Belgische Gendarmen sind in das deutsche Nonnenkloster in Bors⸗ beeck eingedrungen und haben vierjig Nonnen verhaftet, die über die Grenze gebracht werden sollen. Als Grund der Maßnahme wird angegeben, 8 eine Nonne einen Arbeiter aufgefordert hbabe, für den Heutschen Kaiser anstatt für den König der Belgier zu beten.

aem Gestellt Nicht gestellt

Roggenmehl (für 100 1 gemischt 29,75 31,80. Sti Rüböl geschäftslos.

Kursberichte von auswärtigen Fondsmärkten.

London, 24. September. (W. T. B.) Silber 24 ½ Privat⸗ diskont 3 ½, Scheck auf Amsterdam kurz 12,05 12,10, do. lang 12,05 bis 12,06, Scheck auf Paris kurz 25,35 25,40, do. lang 25,70 bis 25,80 Bankeingang 1 073 000 Pfd. Sterl.

New York, 23. September. 4 T. B.) (Schluß.) Sicht⸗ wechsel London 4,9600, Cable Transfers 4,9700, Sichtwechsel Paris 5,10, Cable Transfers 5,15, Sichtwechsel Berlin 95 ¼, Cable Transfers 95 ⅛⅜., Sitber Bullion 53.

8 ö Janeiro, 23. September. (W. T. B.) Wechsel auf Hendon 11 ¾

. 8 2 2 Kursberichte von auswärtigen Warenmärkten Hamburg, 24. September. (W. T. B.) Weizen inländischer 3 Me lt 76—78 kg 259 264, Roggen inländischer verzollt 70 72 kg rhoh242, Gerste inländische verzolt —, Hafer inländtscher Maollt 220 —226. London 24 September. (W. T. B.) Kupfer best selected 57 ½ Käufer, 58 Verkäufer, electrolytic 55, Quecksilber 7. London, 24. September. (W T. B.) Zuckermarkt. Ruhig. Continental Cubes wurde zu 35/—, Granulated zu 32/6 verkauft. Liverpool, 23. September. (W. T. B.) Baumwolle. Umsatz 1200 Ballen. Import 601 Ballen. Amerikaner Ballen.

Lokopreise unverändert. (W. T. B.) Roheisen stetig,

3 390

NO 2 bedeckt SSO l1 bedeckt N 1 bedeckt wolkenl.

Die Zusammenstellung der Moratorien und anderer nderregelungen des Zahlungsverkehrs im Auslande, die kürzlich von Handelskammer in Berlin herausgegeben worden ist, ist durch n umfangreichen Nachtrag ergänzt worden. Dieser enthält tige Bestimmungen über den Geschäftsverkehr mit England, gien, Holland, Oesterreich Luxemburg und Norwegen. Besonderes eresse verdienen die Maßnahmen Englands. Die neuen ischen Vorschriften enthalten eine wesentliche Ver⸗ irfung. Nach den Verordnungen vom 5 und 12 August d J. über Handelsverkehr mit dem Feinde, sowie einer hierzu ergangenen amt⸗ en englischen Erläuterung war es u. a. auedrücklich noch erlaubt, its gelieferte Waren und bereits geleistete Dienste zu bezahlen. ass Zahlung von Geldbeträgen an einen Feind oder zu dessen Vorteil melst bewölkt l jetzt schlechthin verboten, es müßte denn von Fall zu Fall durch undige Behörde eine besondere Erlaubnis erteilt worden sein. Msocv,, die die Broschüre von der Handelskammer direkt bezogen en, werden die Nachträge unentgeltlich von Amts wegen übersandt. die erste Auflage der Brpschüre nahezu vergriffen ist, wird eine Nachträge umfassende zweite Auflage bereits voraussichtlich Anfang nächsten Woche ausgegeben werden. b Nach dem Verwaltungsbericht des Vorstandes der Südwest⸗ Itschen Holz⸗Berufsgenossenschaft in Stuttgart (Sektion 1 iireich Württemberg und die Hohenzollernschen Lande; Sektion II bßherzogtum Baden; Sektion III Großherzogtum Hessen; Sektion IV Reichslande Elsaß⸗Lothringen) betrugen am Ende beziehungsweise Laufe des Jahres 1913 die Betriebe und die beschäftigte Arbeiterzabl der Genossenschaft: 11 992 (vorjährige 12 008) Betriebe mit 54 816 197) Arbeitern (für 300 Arbeitstage wird ein Vollarbeiter gerechnet). von entfielen Ende 1913 7009 (1912 6869) auf Motor⸗ bezw. grikbetriebe mit 49 260 (48 362) Arbeitern und 4983 (5139) u, und Möbelschreinereien (Handbetriebe) mit 5556 (5835) ôr⸗ ern. Anrechnungsfähige Gehälter und Löhne wurden 1913 859 229 bezahlt gegen 58 777 172 im Jahre 1912 und 242 0598 im Jabhre 1888. Für Unfälle und Entschädigungen den 1913 bezahlt 727 734 gegen 726 972 im Jahre 1912 27 828 im Jahre 1887. Von der Gesammtsumme entfielen Renten an Verletzte 605 174 gegen 587 577 im Jahre 1912. In der gestrigen Sitzung des Aussichtsrats der Deutschen uk, Berlin, wurde laut Meldung des „W. T. B.“ bei der Be⸗ kchung der Lage der Bank von seiten des Vorstands u. a. hervor⸗

(Fortsetzung des Nichtamtlichen in der Ersten Beilage.)

Wetterbericht vom 25. September 1914, Vorm. 9 ¼ Uhr

wolkig balb bed. wolkenl.

Wind⸗ richtung,

ind⸗

stärke

Name der Geobachtungs⸗ 8 8 station 8 *

772,1 772 0 7730 773,0 773,1 772,2 771,6 777,0 773,4 773,4 772,6 772,5 770,6 771,7 770,9 771,7 532,5 7727 772,9 2773,0 773,3 772,72 773,3 773,0 769,6 772,4

eratur Lelsius Niederschlag in

24 Stunden mm

e verlau

der letzten 24 Stunden

meist bewölkt meist bewölkt

Wetter

arometerstand in

Stusenwerten ¹⁴)

in

bedeckt

vorwiegend heiter ziemlich heiter vorwiegend heiter vorwiegend heiter meist bewölkt Nachts Niederschl. vorwiegend heiter meist bewölkt ziemlich heiter meist bewölkt ziemlich heiter ziemlich heiter ziemlich heiter ziemlich heiter ziemlich heiter meist bewölkt memlich heiter vorwtegend heiter ztemlich heiter ztemlich heiter meist bewölkt ttemlich heiter metst bewölkt meist bewölkt vorwiegend heiter meist bewölkt

wolkenl. wolkenl. wolkenl. wolkenl. 1 wolkig wolkig wolkenl. halb bed. wolkig bedeckt wolkenl. wolkenl. wolkenl. wolkenl. NR wolkenl. NO wolkenl. N 3beiter S Dunst SSW 2 wolkenl. Windst. heiter halb bed. wolkenl. halb bed. bedeckt wolkenl. wolkenl.

SSW 1 S 1 5252 SSW1 W

S

SO

S

W Windst. SS Windst. vNS NO NO

Borkum Keitum Hamburg Swinemünde Neufahrwasser Memel Aachen Hannover Berlin Dresden Breslau Bromberg Metz Frankfurt, M. Karlsruhe, B. München Zugsvitze Wilhelmshav. Kiel Wustrow, M. Köntgsberg Cassel Magdeburg Grünberg Schl Mülhausen, E. Friedrichshaf. Bamberg

(Lesina)

meist bewölkt

769,1

1

SSSSSSSSSSSSoSSbSSSSS

Deutsche Seewarte.

ce So

Mitteilungen des Koͤniglichen ASzronautischen Observatoriums, 8

veröffentlicht vom Berliner Wetterbureau. 8 1 Drachenaufstieg vom 24. September 1914, 8—9 Uhr Vormittags:

Station Seehöhe 500 m ¹ 1000 m] 1500 m]/ 2000 m] 2700 m

122 m

Temperatur (C °) 190,3 9,1 4, 0,5 2,3 Rel. Fchtgk. 09 78 60 67 75 61 Wind⸗Richtung. ONO NO NO NO NO NO

Geschw. mps. 3 3 3 4 5 6

Himmel etwa zur Hälfte bedeckt. Niedrigste Temperatur:

2,4 Gr. in 1910 m Höhe.

½S”S

Berlin, 25. September. Produktenmarkt. Die amtlich er⸗ oben, daß alle von der Bank bei Kriegsausbruch verlangten Aus, mittelten Preise waren (für 1000 kg) in Mark: Weizen, in⸗ ungen unverzüglich und voll geleistet wurden; die von der Bank ländischer 250,00 252,00 ab Bahn. Ruhig. 0,9

53

Glasgow, 24. September. für Kasse 51 sh. 1 d., für 1 Monat 51 sh. 4 d.

Bradford, 24. September. (W. T. B.) Wolle. Tops 15 ¼.

Amsterdam, 24. September. (W. T. B.) Java⸗Kaffee stetig loko 43.

New York, 23. September. (W. T. B.) (Schluß.) Baum⸗ wolle loko middling —,—, do für September —,—, do für Dezember —,—, do. in New Orleans loko middling —,—, Petroleum Refined (in Cases) 10,75, do. Standard white in New York 8725, do. in Tanks 4,75, do. Credit Balances at Oil City 1,45, Schmalz Western steam 9,85, do. Rohe u. Brothers —,—, Zucker Zentrifugal 5,27, Weizen loko (neue Ernte) 119, do. für September 118, do. für Dezemher 120 ½, do. für Mat 127 ⅛, Mehl Spring⸗Wheat clears 4,75 4 90, Getreidefracht nach Liverpool 4, Kaffee Rio Nr. 7 loko 6 ¾, do. für September —,—, do. für Dezember —,—, Kupfer

Steandard loko —,—, Zinn —,—.

1b A SSSSS

Offentlicher Anzeiger.

Anzeigenpreis für den Raum einer 5 gespaltenen Einheitszeile 30 .

SgSqSSSSSSSSSoSSSSSSSSSSSSS

6. Erwerbs⸗ und Wirtschaftsgenossenschaften. 7. Niederlassung ꝛc. von Rechtsanwälten.

8. Unfall⸗ und Invaliditäts⸗ ꝛc. Versicherung. 9. Bankausweise.

10. Verschiedene Bekanntmachungen.

Unterfuchungssachen.

Aufgebote, Verlust⸗ und Fundsachen, Zustellungen u. dergl.

Verkäufe, Verpachtungen, Verdingungen ꝛc.

Verlosung ꝛc. von Wertpapieren. 1Kommanditgesellschaften auf Aktien u. Aktiengesellschaften.

S

——

im Deutschen Reiche befindliches Vermögen mit Beschlag belegt.

Sonntag und Montag: 1914

Sonntag: Der Feldprediger. Montag: Zum ersten Male:

Weidenweg 29, belegenen, im Grund⸗ buche vom Frankfurtertorbezirk Band 48

Fahnenfluchtserklärung vom 13. Oktober

wegen Vergehen gegen § 95 St⸗G. B. . . b 8 1908 wird aufgehoben

Theater. tanz von Giacomo Meverbeer. Aus⸗ Sonntag: Kleiner Krie 88 eingeleitet. Es ist Voruntersuchung 85 e

Künigliche Schauspiele. Sonn⸗ abend: Opernhaus. 130. Abonnementsvor⸗ stellung. Aida. Oper in vier Akten 7 Bildern) von G. Verdi. Text von ntonio Ghislanzoni, für die deutsche Bühne bearbeitet von Julius Schanz. Musikalische Leitung: Herr General musikdirektor Blech. Regie: Herr Ober⸗ regisseur Droescher. Ballett: Herr Ballett⸗ meister Graeb. Chöre: Herr Professor Rüdel. Anfang 7 ½ Uhr.

Schauspielhaus. 114. Kartenreservesatz. Das Abonnement, die ständigen Reservate sowie die Dienst⸗ und Freiplätze sind auf⸗ gehoben. Bumnte Abende zum Besten der notleidenden Bühnenkünstler. (Dritter Abend.) Anfang 8 Uhr.

Sonntag: Opernhaus. 131. Abonne⸗ mentsvorstellung. Dienst⸗ und Freiplätze sind aufgehoben. Auftreten der König⸗ lichen Kammersängerin Fräulein Frieda Hempel. Der Barbier von Se⸗ villa. Komische Oper in drei Auf⸗ zügen von Rossini. Dichtung nach Beau⸗ marchais von Cesar Sterbini, übersetzt von Ignaz Kollmann. Hierauf: Fackel⸗

geführt vom gesamten Solopersonal und Corps de ballet. Anfang 7 ½ Uhr.

Schauspielhaus. 115. Kartenreservesatz. Das Abonnement, die ständigen Reservate sowie die Dienst⸗ und Freiplätze sind auf⸗ gehoben. Bunte Abende zum Besten der notleidenden Bübnenkünstler. (Vierter Abend.) Anfang 8 Uhr.

Die Ausgabe der Abonnementskarten für den Monat Oktober 1914 (für die Oper auch für zwei Tage im September d. J.) findet am 26. und 28. d. Mts., Vor⸗ mittags von 10 ½ 1 Uhr, in der de erseupese im Königlichen Schau⸗ spielhaufe, Eingang Jägerstraße, gegen Vorlegung des Abonnementsvoertrags statt, und zwar am 26. d. Mts. für 18 Opern⸗ vorstellungen und am 28. d. Mts. für 10 Schauspielvorstellungen. Im Interesse einer schnelleren Erledigung der Ausga wird ersucht, den Geldbetrag abgezählt bereit zu halten.

Deutsches Thenter. (Direktion: Max

Reinhardt.) Sonnabend, Abends 7 ½ Uhr: 1914 (Szenischer Prolog). Hierauf:

Wallensteins Lager.

1

(Szeunischer Prolog). Hierauf: Wallen⸗ steins Lager. Kammerspiele. Sonnabend, Abends 8 Uhr: Torquato

Tasso. 8 Sonntag: Wetterleuchten.

Montag: Gespenster. 8 KRomödienhaus. Sonnabend, Abends 8 Uhr: Es braust ein Ruf. Volksstück aus den Mobilmachungstagen 1914 in drei Akten von Hans Gaus. Sonntag und folgende Tage: Es braust ein Ruf.

Theuter an der Weidendammer Brücke. Sonnabend, Abends 8 Uhr: Aufang gut Alles gut!

Sonntag und folgende Tage: Anfang gut Alles gut! 3

Schillertheater. o. (Wallner⸗ theater.) Sonnabend, Abends 8 Uhr: Kleiner Krieg. Historische Komödie in vier Akten von Ludwig Rohmann.

Montag: Priuz Friedrich von Hom⸗ burg.

Charlottenburg. Sonnabend, Abends 8 Uhr: Die Hermannsschlacht. Drama in fünf Akten (zehn Bildern) von Heinrich von Kleist.

Sonntag: Grüne Ostern.

kontag: Fröschweiler.

8

Lustspielhaus. (Friedrichstraße 236.) Sonnabend, Abends 8 ¼ Uhr: Graf 8s Lustspiel in drei Akten aus dem Jahre 12 von Robert Saudek und Alfred Halm.

Sonntag und folgende Tage: Graf Pepi.

Deutsches Opernhaus. (Char⸗ lottenburg, Bismarck⸗Straße 34 —37. Direktion: Georg Hartmann.) Sonnabend, Abends 8 Uhr: Der Feldprediger. Handlung aus der Zeit der Befreiungs⸗ kriege von H. Wittmann und A. Wohl⸗

muth. Musik von C. Milllöcker.

Marketenderin.

Familiennachrichten. Geboren: Eine Tochter: Hrn. Frhrn.

von Schlichting (Sponsberg).

Gestorben: Fr. Marie von Kamelke, geb. von Braunschweig (Varchmin).

eii

Verantwortlicher Redakteur: Direktor Dr. Tyrol in Charlottenburg.⸗ Verlag der Expedition (J. V.: Koye

in Berlin.

Druck der Norddeutschen Buchdruckerei und Verlagsanstalt, Berlin, Wilhelmstraße 322.

Vier Beilagen

(einschließlich Warenzeichenbeilage Nr. 86), sowie die 45., 46., 47. und 48. Aus⸗ gabe der Deutschen tcsitteth⸗

Wens

Untersuchungssachen.

028] Steckbrief. Fegen den unten beschriebenen Kriegs⸗ willigen Kanonier Arthur Müller

III. Rekr.⸗Depots Feldart. Reats 75, oren am 15. 7. 1892 in Berlin, welcher htig ist und 8 verborgen hält, ist die kersuchungshaft wegen Fahnenflucht im

Verbrechen Fesen die §§ 69, 64,

14 M. Str.⸗G.⸗B. verhaͤngt. Es dersucht, ihn zu verhaften und an den erzeichneten Gerichtsherrn in die Militär⸗ ttanstalt in Halle a. Sa., oder an die dste Militärbehörde zum Weitertrans⸗ t hierher abzuliefern. (II1c 131/14.) Dalle a. Sa., den 21. 9. 14.

Gericht der Landwehrinspektion. chretbung: Alter: 22 Jahre; Größe: 68 em; Haare: blond; Augen: 6 Nase: gew., Mund: gew.; Gesicht:

lich; Gesichtsfarbe: blaß; Sprache:

-

Bes mn

021] Beschluß. X““ Iüsn der Strafsache gegen den Kaufmann⸗ ortil Franck aus Weiler wegen Ver⸗ gegen § 95 St.⸗G⸗B. wird das Deutschen Reiche befindliche Vermögen Angeschuldigten mit Beschlag belegt. ründe: Gegen den Angeschuldigten, cher flüchtig ist, ist ein Strasverfahren

Nr.

eröffnet und mit Rücksicht auf den stehenden dringenden Verdacht der Täter⸗ schaft und die Flucht des Angeschuldigten Batchtsetr erlassen. oraussetzungen des § 332 St. G.⸗B. vorliegen, war dem Antrag der K. Staats⸗ anwaltschaft zu entsprechen. Colmar, den 22. September 1914. Kaiserl. Landgericht, Strafkammer Streckert.

[55027] einer Fahnenfluchtserklärung. Die unter dem 4. 1. 1910 vom Gericht der 22. Division gegen den Musketter Heinrich Kümmel genannt Ebender, 12 /83, ergangene 8 hiermit aufgehoben, gleichfalls der gegen 8 ihn erlassene Steckbrief.

8 Hannover. den 19. September 1914.

[54072]

Die wider den Steinbrecher 6. Thüring.

Da demnach die

Boecking. Resch Beglauhbigt: Der

(L. 8.) Lischer. Aufhebung

Fahnenfluchtserklärung wird

Gericht der Landwehrinspektion. geg.

Mus etier Hermann der 12. Komvagnie

Infant⸗Regiments 95 in

248 des Reichsanzeigets erlassene

Erfurt, den 18 September 1914. Gericht der Landwehrinspektion.

[55024] Fahnenfluchtserklärung.

In der Untersuchungssache gegen den Tor pedoheizer II. Klasse Hermann Albert Freund von der 5 Kompagnie I. Tor⸗ pedodivision, wegen Fahnenflucht, wird auf Grund der §§ 69 ff. des Militärstraf⸗ gesetzͤbuchs sowte der §§ 356, 360 der Militärstrafgerichtsordnung der Beschul⸗ digte hierdurch für fahnenflüchtig erklärt

Kiel, den 21. September 1914.

Gericht der I. Marineinspektion.

[55022] Verfügung.

Die Fahnenfluchtserklärung gegen den Inf. der Reserve Johann Baptist Deger, zuletzt in Kontrolle des Bez. Kommandos Donaueschingen ausgeschrieben in der 3. Beilage des Deutschen Reichsanzeigers Nr. 3 vom 4. Jaonuar 1913 unter Ziff. 89152 wird aufgehoben.

Augsburg, den 19. September 1914. K. B. Gerscht der stellv. 3. Jaf.⸗Brigade.

[55023]

Der Kriegsfreiwillige Franz Fischer, Ersatzbataillon Inf⸗Regt. 28 wird hier⸗ durch für fahnenflüchtig erklärt und sein

Koblenz 18. 9. 14. Gericht der stellv 30. Inf.⸗Brigade.

Die am 11. 7. 1914 gegen den Kanonier Franz Paver Reinolv, geboren am 24. 12. 1892 in Biberach, Kr. Offenburg, der 4./Fußartl. 3 erlassene Fahnenfluchts⸗ erklärung wird hiermit aufgehoben.

Mainz, 17. 9. 1914. [55026]

Gouvernementsgericht Mainz.

Die am 12. 3. 1914 gegen den Heizer Felir Karl Artur Alexander Scholz, 3. Komp. II. Werftdivision, geboren 15. 12. 1888 zu Essen, erlassene Fahnen⸗ fluchtserklärung wird aufgehoben. (I1 c 207/14.)

Wilhelmshaven, den 21. September

14 [55025]

8 Gericht II. Marineinspektion. 88

2) Aufgebote, Verlust⸗ u. Fundsachen, Zustellunge

[519861 Zwangsversteigerung. 1 Zum Zwecke der Aufhebung der Gemein⸗ schaft, die in Ansehung des in Berlin,

Blatt 1420 zur Zeit der Eintragun Versteigerungsvermerks auf den Namen des Buchhändlers Hermann Heindorf zu Berlin eingetragenen Grundstücks, Vorder⸗ wohnhaus mit rechtem und linkem Seiten⸗ flügel und Hof, besteht, soll dieses Grund⸗ stück am A4. Januar 1915, Vor⸗ mittags 11 Uhr, durch das unterzeich⸗ nete Gericht an der Gerichtsstelle —, Neue Friedrichstr. 13/14, III. Stock⸗ werk, Zimmer Nr. 113—115, versteigert werden. Das 7 a 87 qm große Grund. stück, Kartenblatt 36 Parzelle 727/17 Gemarkung Berlin, hat in der Grund⸗ steuermutterrolle die Artikel⸗Nr. 885, in der Gebäudesteuerrolle die Nr. 885 und ist bei einem jährlichen Nutzungswert von 13 390 zu einem Jahresbetrage von 528 Gebäudesteuer veranlagt. Der Versteigerungsvermerk ist am 19. August 1914 in das Grundbuch eingetragen. Berlin, den 31. August 1914. Königliches Amtsgericht Berlin⸗Mitte. Abt. 87. 87. K. 146. 14.

[54987] Zwangsversteigerung.

Im Wege der Zwangsvollstreckung soll das in Berlin, Kniprodestraße 114, Ecke Friedebergerstraße 10, belegene, im Grund⸗ buche vom Köͤnigstorbeztik Band 20 Blatt