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der Dolmen sehr bekannt, und es ist auffallend, daß die altjapanischen
und die in Korea vorhandenen gleschen den japanischen gar nicht. Dagegen finden sich im westlichen Asien, an den Ufein des Kaspischen
alten Japaner schon eher verglichen werden können. Daraus wäre der Schluß zu ziehen, daß die heutigen Japaner von einem Volk her⸗ stammen, das aus dem westlichen Asien nach Osten wanderte, bis es seine heutigen Sitze erreichte. Die Zeit, in der die altjapanischen
(173. Schauspielabonnementsvorstellung.) Relnhardt.)
ländisches Liederspiel in vier Bildern von Paul Oxskar Höcker. In Szene gesetzt von log). Hierauf: Wallensteins Lager. onntag: Was ihr wollt.
gestern und gestern um Uzsok stattfanden, von Erfolg begleitet waren und die Russen bis Sianki zurückgedrängt wurden. Der Uzsoker 88. befindet sich wieder in unseren Händen. Die Russen erlitten sehr schwere Verluste. 88 dem Gebiete des
8 8
Komitats Ung befindet sich kein Russe mehr. 8
Der Krieg zur See.
London, 30. September. (W. T. B.) Die Admiralität gibt bekannt, daß während der letzten Tage der Kreuzer Emden“ im Indischen Ozean die Dampfer „Tumerico“, Kinglud“, „Riberia“ und „Toyle“ weggenommen und n den Grund gebohrt und ein Kohlenschiff wegge⸗ ommen hat. Die Bemannungen der Schiffe wurden auf em Dampfer „Gyfedale“, der ebenfalls genommen, aber frei⸗ gelassen wurde, nach Colombo gebracht, wo sie gestern früh eintrafen.
Tokio, 29. September. (Meldung des „Reuterschen Bureaus“.) Die Japaner am Sonntag die Deutschen 5 Meilen von Tsingtau entfernt angegriffen.
Wohlfahrtspflege.
Der Oberbefehlshaber der terre chisch:unggrischen Armee, Erz⸗ herzog Friedrich, und die Gemahlin des Erzherzogs haben nach einer Meldung von „W. T. B.“ aus Wien u. a. 2000 Kronen für das Hilfskomitee zur Versorgung der Familien von ein⸗ gerückten Reichsdeutschen, die in Niederösterreich, Oberösterreich, Steiermark usw. ansässig sind, ferner 2000 Kronen für das gleiche Hilfskomitee mit dem Sitze in Brünn für die Familien von ein⸗ gerückten Reichsdeutschen Maͤhrens und Schlesiens gespendet. “
Der Gemeinderat von Straßburg i. Els. hat 20 000 ℳ für die notleidenden Landesteile in Elsaß⸗Lothringen und 10 000 ℳ für die in Ostpreußen bewilligt.
Kunst und Wissenschaft. 1 6
e bei der Königlichen National⸗Galerie für einzelne Wochentage versuchsweise eingeführte Erhebung von Eintrittsgeld kommt einstweilen, und zwar vom 1. Oktober d. J. ab in Wegfall. Die Besuchszeit der National⸗Galerie und der Bildnissammlung am Sple. wird vom gleichen Tage ab bis auf weiteres wie folgt festgesetzt: für die Wochentage mit Ausnahme der Donnerstage, an denen die Sammlungen zum Zwecke der Reinigung geschlossen bleiben, auf 10 bis 3 Uhr und für die Sonntage auf 11 ½ bis 3 Uhr.
1 GII
Bei einer 2S ung von Mecheln, die am Dienstag sofort nach der deutschen Se.-. von mehreren Herren unter Führung des mit dem Schutze der Kunstdenkmäler beauftragten Geheim⸗ rats von Falke vorgenommen wurde, konnte festgestellt werden, daß die hervorragenden Baudenkmäler der Stadt keinen erheb⸗ lichen Schaden erlitten haben. Nur an wenigen Stellen sind einige Häuser ohne künst erische Bedeutung durch Ar⸗ tillertefeuer zerstört worden. Das schöne Haus des Großen Rats mit dem anstoßenden Museum und die Giebelhäuser am Großen Platz haben nicht gelitten. Die hoch emporragende Kathedrale ist mehrfach von Artilleriegeschossen getroffen worden. Zwar hatten die deutschen Truppen Befehle erhalten, die Kathedraäle zu schonen, doch haben nach Besetzung der Stadt durch deutsche Trupven belgische Schrapnells und Granaten die Kirche im Augenblick der Besichtigung durch die Herren der Zivilverwaltung wiederholt beschädigt. Die Bauschäden können ohne große Schwierigkeit wieder ausgebessert werden. Die ausnahmslos modernen Glasgemälde sind, wie alle Fenster der Stadt, durch den Luftdruck zersplittert. Die anderen Kirchen von Mecheln sind unversehrt ge⸗ blieben. Alle wertvollen Bilder wurden, soweit es sich nachweisen läßt, vor Besetzung der Stadt entfernt. Die schönen alten Häuser am Kanal blieben unbeschädigt. Der deutsche Stadtkommandant hat strengen Schutz aller Kunstdenkmäler angeordnetrt.
Die Vorfahren der heutigen Japaner. Woher das Volk, das jetzt das Reich des Mikado bewohnt, stammt, ist nicht be⸗ kannt. Es bestehen aber sichere Beweise dafür, daß seine Vorfahren einige Jahunderte vor Christi Geburt nach dem japanischen Insel⸗ 85 eingewandert sein müssen. Die Untersuchung der in Japan vor⸗ handenen alten Steingräber hat ergeben, daß sie von den Vor⸗ fahren der beatigen Japaner herrühren müssen. Vor alters war das
anze Inselreich von dem Volk der Ainos bewohnt, von denen sich febt nur noch Reste auf der nördlichsten japanischen Hauptinsel Yeso und auf der Insel Sachalin erhalten haben. Sie wurden von einer stärkeren Rasse nach Norden zurückgedrängt. Ueber deren Herkunft kann man nur auf Grund ihrer Gewohnheit, Grabmale aus gewaltigen Steinen zu bauen, Vermutungen äußern. Solche Stein⸗ denkmäler sind im nördlichen und westlichen Europa unter dem Namen
den europätschen sehr ähnlich sind. In China gibt es keine Dolmen,
Meeres, derartige Steinbauten aus früher Zeit, mit denen die der
sind aufgehoben.
Theater. Königliche Schauspiele. Frei⸗
tag: Opernhaus. 183. Kartenreservesatz
as Volk in Waffen. Ein pater⸗
Herrn Oberregisseur Patryv. Musskalische Leitung: Herr Generalmusikdirektor Blech. Chöre: Professor Rüdel. — Zu Beginn: Kaisermarsch von Richard Wagner. Anfang 7 ½ Uhr. Freitag, Abends 8 Uhr: Sonnabend: Opernhaus. 134. Abonne⸗ Spiel von Jedermann. mentsvorstellung. Die Meistersinger Sonnabend: Gespenster. von Nürnberg. Oper in drei Akten von Richard Wagner. Anfang 7 Uhr. Schauspielhaus. 116. Kartenreservesatz. onnement, die ständigen Reservate sowie die Dienst⸗ und Freiplätze sind auf⸗ ehoben. Bunte Abende zum Besten
mann.
er notleidenden Bühnenkünstler. (Fünfter 8 Uhr: Es braust ein Ruf. Volksstück aus den Mobilmachungstagen 1914 in
Abend.) Anfang 8 Uhr.
Sonntag: Schauspielhaus. 117. Karten⸗ drei Akten von Hans Gaus. reservesatz. Das Abonnement, die ständigen Reservate sowie die Dienst⸗ und Freiplätze braust ein Ruf.
Bechen zer, aaneene Pathenenklnrn Besten der notleidenden Bühnenkünstler. (Sechster Abend.) Anfang 8 Uhr. Brücke.
Deutsches Theater. (Direktion: Max gut — Alles gut!
Freitag, Abends 7 ½ Uhr: Der Kaufmann von Venedig. ’1 Sonnabend: 1914 (Szenischer Vro⸗ gut!
Kammerspiele.
Sonntag: Das alte Spiel von Jeder⸗ Montag: Wetterleuchten.
Komödienhaus. Freitag, Abends Zovf und Schwert.
Sonnabend und folgende Tage: Es
1
—
——— — —
Steinmonumente geschaffen wurden, begann mutmaßlich um das 2. Jahrhundert v. Chr. und endete etwa mit dem Jahr 600 oder 700 unserer Das Volk, von dem sie berruhren, muß damals bereits eine ziemlich hohe Kultur besessen und jedenfalls den
Standpunkt des barbarischen Naturmenschen längst überwunden gehabt
haben. So wird ein alter Plegeae heng der Japaner mit den Völkern des Westens in den Bereich der Möglichkeit gerückt. Der Hauptvertreter dieser Theorie ist der Engländer Gowland, und vielleicht werden sich später seine Landsleute auf ihn berufen, um eine Entschuldigung dafür beizubringen, daß sie die Japaner als Bundes⸗ genossen europäischer Staaten genommen haben. 1“ 8
Land⸗ und Forstwirtschaft.
Ernteergebnisse in Bulgarien.
„Die zumeist trockene, mäßig warme Witterung in der zweiten Hälfte des Monats August und in der ersten Hälfte des konats September war für die Erntearbeit in Bulgarien durchweg günstig. Nach den bisherigen Durchschnittsergebnissen haben die Wintersaaten in Bulgarien fast überall sowohl quantitativ als qualitativ nur eine annähernde Mittelernte ergeben. Nähere ziffernmä ige amtliche An⸗ gaben über das Gewicht und den Ertrag der einzelnen Getreidearten liegen noch nicht vor. Von den Wintersaaten hat die Gerstenernte den besten Ertrag ergeben. Für ganz Bulgarien rechnet man auf den folgenden Ernteertrag in den einzelnen Getreidearten: 8
1ö1ö11“] . 12 ½ Mill. Doppelzentn eizen und Roggen gem 8 5 656 1“ 18 öq181114 8
Der Mais, dem die ausgiebigen Niederschläge der vorhergehenden Monate sehr zustatten kamen, steht überall gut. Mit dem Ein⸗ sammeln der Maiskolben hat man bereits begonnen. Soweit sic bis jetzt übersehen läßt, kann in dieser Frucht für F. Bulgarien au einen Ertrag von mindestens 8 ½ Millionen Doppelzentner ge⸗ rechnet werden. Hirse, die in diesem Jahre in Stara S und einigen Bezirken Südbulgariens in größerem Um⸗ ange angebaut wurde, hat einen guten Ernteertrag ergeben. Von den 25 enfrüchten haben insbesondere Bohnen einen reichen Ertrag geliefert. An vielen Orten erntete man in dieser Frucht bis 2000 kg auf den Hektar. Man 1 den ge,amten Ertrag der diesjährigen Bohnenernte auf mindestens 80 Mill. Kilogramm.
(Bericht des Kaiserlichen Konsulats in Sofia vom 22. v. Mts.)
1
Ein neues Mittel zur Aufbewahrung von Obst, das
c bei gründlichen Prüfungen sehr bewährt hat, besteht darin, die rüchte in kaltes Wasser zu tauchen, in dem 3 v. H einer 40 pro⸗ zentigen Formaldehydlösung enthalten sind. Nach 10 Minuten werden sie herausgenommen und auf Drahtnetze gelegt, wo sie abtropfen und wieder trocken werden. Früchte mit weichem Fleisch, von denen man auch die Schale mitißt, wie Trauben, Kirschen, Pflaumen, werden nach ihrem Aufenthalt in der Lösung noch 5 Minuten lang in klares Wasser etaucht, ehe man sie wieder trocknen läßt. Für 56 mit hartem Ffeis die gewöhnlich geschält gegessen werden, also für Aepfel und Birnen, ist diese zweite Waschung nicht geboten. Nach den vorliegen⸗ den Berichten sind die Ergebnisse des Verfahrens wundersam erfolg⸗ reich. Das Formaldehyd wirkt in einer Lösung von 40 v. H. eg stark keimtötend und vernichtet allerhand Pilze und andere Fäulnis⸗ erreger, Bakterien und überhaupt alle Kleinwesen, die auf der Ober⸗ fläche von Früchten leben und deren Zersetzung einleiten, mit Sicherheit und in kurzer Zeit. Vergleichende Versuche haben auch gezeigt, daß die so behandelten Fruͤchte durchaus gesund bleiben und noch vollkommen genießbar sind, wenn eine andere Probe, die ohne weiteres aufbewahrt wurde, schon längst schimmlig geworden war. Im allgemeinen tritt eine Zersetzung bei Kirschen schon nach sieben Tagen und bei Birnen nach 10 Tagen ein. Nun kann man sich allerdings vorstellen, daß ein solcher Stoff, der in diesem Grade verderblich auf ziemlich lebenszähe Keime wirkt, weder als ein Nahrungs⸗ noch als ein Genußmittel für den Menschen in Frage kommen kann. Daraus entsteht das Bedenken, daß die “ bei dieser Behandlung vielleicht zwar erhalten, aber für den Verbrauch minderwertig oder gar gesundheitsschädlich werden könnten. Dieser Verdacht scheint unbegründet zu sein, da nach den bisherigen Erfahrungen das Formaldehrd von der Oberfläche der Früchte voll⸗ ständig wieder verdunstet. könnte die Behandlung sogar beliebig oft wiederholt werden und so zu einer Erhaltung der Früchte für sehr lange Zeit führen.
Gesundheitswesen, Tierkrankheiten und Absperrungs⸗ maßregeln.
Das Kaiserliche Gesundheitsamt meldet den Ausbruch der Maul⸗ und Klauenseuche vom Veehhof in. Essen a. Ruhr am 29. September und den Ausbruch und das Erlöschen der Maul⸗ und Klauenseuche vom Schlachtviehhof in Stuttgart am 29. September d. J.
Das Kaiserliche Gesundheitsamt meldet den Ausbruch der Maul⸗ und Klauenseuche vom Viehhof in Magdeburg und das Erlöschen der Maul⸗ und Klauenseuche vom Schlachtviehhof in Lübeck am 30. September. 8
1
Norwegen.
Durch Verordnung des Königlich norwegischen Sozial⸗ und In⸗ dustriedepartements vom 23. September sind die Städte Pträus in Griechenland und New Orleans in den Vereinigten Staaten von Nordamerika für pestverseucht erklärt worden
Freitag, Abends 8 Uhr:
Anfang gut — Alles gut! herr. Sonnabend und folgende Tage: Anfang
Sonntag, Nachmittags 3 ¼ Uhr: Heimat. Ostern. Abends 8 Uhr: Anfang gut — Alles
lottenburg,
spiel in fünf Auszügen von G. E. Lessing. Gestorben: Theater an der Weidendammer Abends 8 Uhr: Uelne Bnern ef
Sonnabend: Mein erlauchter Ahn⸗
Sonntag, Nachmittags 3 Uhr: Weh“ dem, der lügt. Abends 8 Uhr: Grüne späteter Lieferung einer Nummer
. Lnstspielhaus. (Friedrichstraße 236.) Direktion: Georg Hartmann.) Montag: Ein Sommernachtstraum. Ferttag. Abende 81, Uhr: Graf Pepi. Abends“ s Uhr⸗ zustspiel in drei Akten aus dem Jahre Handlung aus der Zeit der
China.
Der Kaiserliche Generalkonsul in Schanghai hat die Verord vom 28. Marz d. J, betreffend die gesund eitspolizeiliche Kontrolle der aus Hongkong kommenden und die Häfen von Schanghai und 1EIEe. anlaufenden deutschen Seeschiffe mieder aufgehoben. (Val. „R.⸗Anz.⸗ vom 21. April d. J., Nr. 93.)
Verkehrswesen.
Von jetzt ab können gewöhnliche und eingeschriebene Brief⸗ sendungen ohne nach den in der spanischen Ein⸗ von Marokko gelegenen Orten mit deutschen Post⸗ anstalten (Alkassar, Arsila, Larasch, Tetuan) bei den deutschen Postanstalten wieder angenommen werden; die Sendungen unterliegen jedoch den Portosätzen des Weltpostvereins. Es wird darauf hingewiesen, daß Postsendungen nach den somschen in Nordafrika (Ceuta, Melilla) ebenfalls zulässig sind.
Nr. 78 des „Zentralblatts der Bauverwaltung“, heraus⸗ gegeben im Ministerium der öffentlichen Arbeiten, vom 30. September 1914 hat folgenden Inhalt: Fischteich bei Malz am Hohenzollern⸗ kanal. — Bebauungsplan für den mittleren Ortsteil von Treptow. — Vermischtes: Prüfung, Ernennung und Anstellung der Regierungs⸗ baumeister in Preußen. — Wetthewerb für Entwürfe zur Bebauung eines Baublocks in Graudenz. — Unfallstatistik des Deutschen Aus⸗ schusses für Eisenbeton. — Klappenwehr, bei dem die Wehrklappe durch ein Hebelwerk mit verschteb Gegengewicht gestützt wird. — Friedrich Dobermann f. 8
Theater und Mufik.
Im Königlichen Opernhause wird morgen, Freitag, das Höckersche Liederspiel „Das Volk in Waffen“ aufgeführt. In den Hauptrollen sind die Damen Ressel, von Mayburg und die Herren Mühlhofer, Vallentin, Mannstaedt, Eggeling und Leffler be⸗ schäftigt. Die Spielleitung führt der Oberregisseur Patry. Musikalischer Leiter ist Herr Schmalstich, Chordirigent Professor Rüdel. — Radolf Berger wird jetzt seine Tätigkeit am Königlichen Opernhause wieder aufnehmen. Sein erstes Auftreten findet am Sonnabend, den 3 Oktober, in den „Meistersingern von Nürnberg“ als Walter von Stalzing statt.
Im Komödienhause wird gegenwärtig „Das Heiratsnest“, ein dreiaktiges Militärlustspiel von Gustav Davis, vorbereitet. Das Stück, das seinerzeit seine erfolgreiche Uraufführung am Königlichen Schauspielhause erlebte, spielt in einer galizischen Grenzgarnison. 8
Mannigfaltiges. Berlin, den 1. Oktober 1914.
Der Geheime Regierungsrat Professor Dr. Roethe hält morgen, Freitag, Abends 8 ÜUhr, in der Reihe der Vaterländischen Vorträge im Theatersaal der „Urania“ einen Vortrag „Vom Tode fürs Vaterland“. Karten für diesen Vortrag sind an der Kasse der „Urania“ zu haben.
Freie Schülervorträge auf der Treptower Stern⸗ warte. — Um den Schülern Gelegenheit zu geben, auch während der Schulferien die kinematographischen Vorträge auf der Treptower Sternwarte zu besuchen, gibt die Direktion jedem Erwachsenen das Recht, zu den an Wochentagen um 5 Uhr stattfindenden Vorträgen ein Kind unter 14 Jahren frei einzuführen — Am Sonnabend, den 3. Oktober, Nachmittags 5 und Abends 7 Uhr, wird der kinemato⸗ graphische Vortrag: „Unser Heer in Krieg und Frieden“ (Ruhmestage von 1768 bis 1914), am Sonntag, den 4. Oktober, Nachmittags 3 und 5 Uhr vund Abends 7 Uhr und während der ganzen folgenden Woche, Nachmittags 5 Uhr, werden der vaterländische Film: „Theodor Körner“ und außerdem: „Kriegs⸗ übungen der Torpedo⸗ und Unterseebote“, „Panzerk euzer“, „Leben im Meere“, „Brückenbau von deutschen Pionieren“, „Parade der Luftschiffe und des Heeres vor Seiner Majestät dem Kaiser“, „Neueste Aufnahmen vom Kriegsschauplatz“ vorgeführt. Die Preise der Plätze betragen 25 ₰, 50 ₰ und 1 ℳ. — Mit dem großen Fernrohr wird am Sonnabend und Sonntag der „Jupiter“ und während der ganzen cha 1 Mond und mit kleineren Fernrohren der Komet Delavan
eobachter.
Die Volkskunstabende des Vereins für Volksunter⸗ haltungen haben ihren Anfang genommen und finden bis auf weiteres jeden Sonnabend in den Sälen folgender höherer Lehr⸗ anstalten statt: Friedrichs⸗Werdersches Gvmnasium, Falk. Real⸗ gymnasium, Friedrich⸗Realgymnasium, Andreas Realgymngsium, DorotheenRealgymnasium, Leibniz⸗Oberrealschule (Charlottenbur ). Namhafte Künstler haben, wie in den Vorjahren, diesen Volkokunft abenden ihre Kräfte zur Verfügung gestellt.
Kopenhagen, 30. September. (W. T. B) „Stockholm Dag⸗ blad“ zufolge wird Stockholm von Russen überschwemmt, die au den Badeorten Deutschlands ankommen. wunderung für 3 Nationalttät in Deutschland so liebenswürdig behandelt worden sin
chern, sie würden nicht versaͤumen, von der erfahrenen guten Behandlung in Rußland zu berichten.
(Fortsetzung des Nichtamtlichen in der Ersten Beilage.)
— —
r. Vera von Hugo, geb. von Kalckreuth, verw. gew. von Rott (Frankfurt a. O.).
Beim Ausbleiben oder bei ver⸗
wollen sich die Post bezieher stets nur an den Briefträger oder die zuständige Bestell⸗Post
Deutsches Opernhans. (Char⸗ anstalt wenden. Erst wenn Nach⸗
Bismarck⸗Straße 34 — 37. lieferung und Aufklärung nicht in Freitag, angemessener Frist erfolgen, wende Der Feldprediger. man sich unter Angabe der bereits
efreiungs⸗ unternommenen Lchritte an die
Das alte 1866 von Robert Saudek und Alfred kriege von H. Wittmann und A. Wohl⸗ Expedition des „Reichs⸗ und Staats⸗
Sonnabend und folgende Tage: Graf Pepi.
116“
Schillertheater. 0. (Wallner⸗ vour.
Halm. muth. Musik von C. Millöcker. Sonnabend: Die Marketenderin. Sonntag, Nachmittags 4 Uhr: Der
Freischütz. Abends 8 Uhr: Der Trouba⸗ Direktor Dr. Tyrol in Charlottenburg.
anzeigers“. Verantwortlicher Redakteur:
Verlag der Expedition (Koy e)
theater.)
Lustspiel in fünf kten von Karl Gutzkow.
Sonnabend: Kleiner Krieg. Sonntag: Das Glück im Winkel.
Charlottenburg. Freitag, ust⸗
3 Uhr: Minna von Barunhelm.
8
Familiennachrichten.
Geboren: Eine Tochter: Hrn. Le⸗ gationsrat H. Frhrn. von Richthofen sowie die 64., 65. u. 66. Aus⸗-
(Charlottenburg).
Druck der Norddeutschen Buchdruckerei und Verlagsanstalt, Berlin, Wilhelmstraße 32.
Fünf Beilagen
gabe der deutschen Verlustlisten.
zum Deutschen
8
Erste
* 6
tschen Getreidebörsen und Fruchtma
sodaß die Abnahme sich auf 2501 beläuft. zuheben sind die Metallarbeiter mit — 905, die Holzarbeiter mit — 348,
mit — 67 Arbeitslosen.
Königsberg t. Pr.
Berlin. Stettin. Breslau..
Chemnitz.
Biberach a. R. Rostock. . .
Altenburg S.⸗A.. Hamburg
. 88½ 1 238— 243 n. E.
245 — 251
212
213 —218 n. E. 215 — 227
214 — 220 220—-2211 230 231 n. E.
683 219 n. E.
194 — 199 n. E. 215 — 225 200 — 208 n. E. 208 210 200 207 215 220 200 — 210 n. E. 220 — 223 n. E.
Roggen Hafer
—— 8
243 244 n. E.
Braugerste Futtergerste
gut
V mittel mittel
gering gut mittel gut
Dinkelsbühl.. Schweinfurt.. Parsberg..
Berlin, den 1. Oktober 1914.
280 210
240 212 200 200
Kaiserliches Statistisches Amt.
Delbrück.
.“
1 180 210 200
Statistik und Volkswirtschaft.
Der Beschäftigungsgrad in Groß Berlin in der Zeit vom 12. bis 19. September 1914.
Das. Statistische Amt der Stadt Berltu veröffentlicht seinen dritten Wochenbericht über den gewerblichen und industriellen Be⸗ schäftigungegrad in G oß Berlin, in dem der Stand am 19. Sep⸗ tember behandelt und mit dem vom 12. Seprember verglichen wirod. Fur die Beurreilung des Beschäftigungsgrades liegen diesmal d'e Mitteilungen von 231 Krankenkassen Groß Berlins gegen 225 in der Vorwoche vor, da 8 Kassen, die infolge nicht rechtzeitiger Ein⸗ sendung der Angaben im Bericht für die Vorwoche hatten unberück⸗ sichtigt bleiben müssen, jetzt mit einbezogen werden konnten, während 1 Kasse neu hinzutrat; andererseits fallen aus dem eben genannten Grunde diesmal 3 Kassen aus. Im ganzen umfaßt der vorliegende Bericht somir noch 6 Kassen mehr als sein Vorgänger.
Die Gesamtzahl der versicherungspflichtigen Mit⸗ glieder dieser 231 Krankenkassen Groß Berlins betrug am 12. Sep⸗ tember 908 692 (502 856 männliche und 405 836 wei bliche), am 19. September 920 593 (510 237 männliche und 410 356 weibliche). Das Hauptergebnis verdient besonders unterstrichen zu werden, in⸗ sofern es eine Steigerung der Zahl der Versicherungs⸗ pflichtigen um 11 900 oder 1,31 % bedeutet. Wieder war die Zunahme beim männlichen Geschlecht mit rund 7400 oder 1,47 % auch verhältnismäßig größer als die rund 4500 oder 1,1 % be⸗ tragende des weiblichen Geschlechts.
Von der eben genannten gesamten Steigerung um rd. 11 900 Versicherungspflichtige entfallen 7600 auf die allgemeinen Orts⸗ krankenkassen. Auch hier war die Entwicklung beim männlichen Geschlecht günstiger als bei den Frauen, indem sich das Zunahme⸗ verhältnis auf 1,50 bezw. 1,20 belief. Nicht weniger als 25 von den 28 allgemeinen Ortskrankenkassen, darunter namentlich die größeren, zeigen eine Zunahme der Zahl der Versicherungs⸗ pflichtigen, so u. a. die Berliner. Charlottenburger, Schöne⸗ berger, Wilmersdorfer, Lichtenberger, Spandauer sowie auch die des Kreises Niederbarnim. Bei der weitaus größten, der Berliner allge⸗ meinen Ortskrankenkasse insbesondere belief sich die Zunahme auf rund 4660 Versicherungspflichtige, wovon 2290 auf das männliche, 2370 auf das weibliche Geschlecht entfallen, so daß hier die Entwick⸗ lung des Beschäftigungsg ades der Frauen mit 1,./1 % beinahe die 8 erreicht, für die sie durch den Verhältnissatz von 1,63
ezeichnet ist.
Bei den gewerblich gegliederten Krankenkassen beläuft sich die Zunahme der versicherungepflichtigen Männer auf rund 3370, die der Frauen auf 1080, die der versicherungepflichtigen Männer und Frauen zusammen auf 4450, wodurch die Verhältnissätze von 1,4 und 1,21 bezw. 1,38 % bedingt werden. Daß demnach auch hier die Ent⸗ wicklung des Beschaftigungsgrades für weibliche Personen beinahe die⸗ jenige füͤr das männliche Geschlecht erreicht, ist ebenso erfreulich, wie ihre gegenüber der Vorwoche an sich bessere Gestaltung. In le terer Hinsicht ist es schon bezeichnend, daß, waͤhrend noch im Bericht für die Vorwoche die Zahl von Gewerbegruppen mit einer Abnahme der Beschärttgtenziffern die gleiche war wie die der Gewerbegruppen mit einer Zunahme, das V rhältnis sich diesmal nur wie 4 zu 12 stellt.
Am meisten nahm verhältnismäßig die Zahl der Versicherungs⸗ pflichtigen mit 4,97 % in der e und der Lederindustrie zu, ferner sind zu nennen die chemische Industrle mit + 3,07 %, das Nahrungs⸗ mittelgewerbe mit + 2,2s %, der Verkehr (namentlich unter dem Ein⸗ flaß der neuen Einstellungen bei der Post) mit + 2 82 %, die Textil⸗
industrte mit +. 2,39 %, das Druckereigewerbe mit + 1,90 %. Be⸗
achtenewert ist auch die 1,18 % betragende Zunahme der Zahl der Versicherungepflichtigen in der Holzindustrie, wo die Arbeizslosigkeit schon längere Zeit vor der Mobilmachung einen erheblichen Umfang angenommen hatte. Unter den vier Gewerbegruppen mit einer Ab⸗
nahme des Beschäftigungsgrades erreicht diese den höchsten Ver⸗ hältnissatz mit — 2,8 in der Reinigungsindustrie.
An die Uebersicht über den Mitgliederbestand von 231 Kranken⸗
kassen Groß Berlins ist im Wochenbericht des Stattstischen Amts eine Nachweisung der schaften nach dem — b geschlossen. Nach dieser lassen auch die von den freien Gewerkschaften gelieferten Zahlenangaben über die bei 37 Fachverbänden vor⸗ handenen Arbeitslosen eine Besserung erkennen. Geschlecht sank die Gesamtzahl
Arbettslosen der freien Gewerk⸗ Stande vom 14. und vom 21. September an⸗
Beim männlichen der Arbeitslosen in der Zeit vom 14. bis zum 21. September von 36 270 auf 33 769, Besonders hervor⸗
de Transportarbeiter mit — 335, die Textilarbeiter mit — 103, vie
Lithographen usw. mit — 87, die Bauhilfsarbeiter und die Gast⸗
wirtsgebilfen (Restaurantangestellte) mit je — 76, die Schuhmacher Zusammenfassend ergibt sich ein Rückgang
der Arbeitslosigkeit bei de liche Geschlecht um 6,90 %, um 6,29 %.
Die finanz⸗ und w
1914. Textausgabe mit einer Einführung, Anmerkungen und Sach⸗ register von Dr. Gustav Sintenis, Sondikus der Berliner Handels⸗
gesellschaft. 174 Seiten. Geb 2 ℳ. — Das Buch sammenstellung der nach d
und der zu ihrer Ausführung ergangenen zahlreichen Bekanntmachungen des Bundesrats. Zwet Aufgaben waren es vornehmlich, die durch die
Gesetzgebung vom August galt, die
„finanzielle Mohelmachung des Reiches“ zu
i freien Gewerkschaften für das männ⸗ für das weibliche um 1,81 %, im ganzen
Literatur. irtschaftspolitischen Kriegsgesetze
Verlag von J. Bensbeimer, Mannheim. enthält ene systematisch geordnete Zu⸗ em Kriegsausbruch erlassenen Reichegesetze
1914 ihre Lösung Süe Fücbsen. 2 ewerk⸗
stelligen und srdann den Reichsangehörigen wirtschaftlichen Schutz
gegen die durch den Krieg Lage zu gewähren. Daneben erwies
nahmen auf dem Gebiete d
herbeigeführte Gefährdung ihrer sich eine Anzahl von Maß⸗ er Soztalpolitik als notwendig. Demgemäß
sind im ersten Teil des Buches die sich auf die finanzielle Mobil⸗ machung des Reiches beziehenden Gesetze vereinigt, nämlich das Gesetz, betreffend die Feststellung eines Nachtrags zum Reichshaushaltsetat für das Rechnungsjahr 1914, das Gesetz, betreffend die Ergänzung
der Reichsschuldenordnung,
das Gesetz, betreffend die Aenderung des
Bankgesetzes, die Verordnung des Reichskanzlers vom 2. August 1914, betreffend Ueberweisung des Reichskriegsschatzes an die Reichsbank,
das Gesetz, betreffend die
noten, und das Gesetz, Dann folgen im zweiten
Reichekassenscheine und die Bank. betreffend Aenderung des Münzgesetzes. Teile die den wirtschaftlichen Schutz der
Reichsangehörigen und den der Kriegsteilnehmer insbesondere be⸗ zweckenden Gesetze: das Darlehnskassengesetz, das Gesetz über die Er⸗ mächtigung des Bundesrats zu wirtschaftlichen Maßnahmen und über die Verlängerung der Fristen des Wechsel⸗ und Scheckrechis im Falle kriegerischer Ereignisse, 16 zu diesem Gesetz ergangene Bekannt⸗ machungen des Bundesrats, das Gesetz, betreffend die Abwicklung von börsenmäßigen Zeitgeschäften in Waren, nebst einer darauf bezüglichen Bekanntmachung des Bundesrats und das Gesetz, betreffend den Schutz der infolge des Krieges an Wahrnehmung ihrer Rechte be⸗
hinderten Personen. Als soziale Maßnahmen an, die den Kriegsteilnel mern und betreffend Höchstpre se, das erleichterungen, nebst da
Bundesrats, das Gesetz, betreffend
der Krankenkassen, das Ges⸗ versicherungsordnung, das schäfrigungsbeschränkungen
dritter Teil schließen sich die Gesetze über ebenfalls teils der Allgemeinheit, teils nur ihren Familien zugute kommen: das Gesetz, Gesetz, betreffend vorübernehende Einfuhr⸗ rauf bezü lichen Bekanntmachungen des icherung der Leistungsfähigkeit etz, betreffend die Wahlen nach der Reichs. Gesetz, betreffnd Ausnahmen von Be⸗ gewerblicher Arbeiter, das Gesetz zur
e des Gesetzes, hetreffend die Unterstützung von Familien in
den Dien
eingetretener Mannschaften, vom 28. Februar 1888 und das
Gesetz betreffend die Unterstütz ng von Familien in den Dienst eingetretener Mannschaften, in seiner neuen Fassung vom 4. August 1914. das Gesetz über die Kriegsversorgung von Zivilbeamten und das Gesetz, betreffend Erhaltung von Anwartschaften aus der Krankenversicherung. Das
Verständ is der Gesetzes⸗ un
d Ausführungsbestimmungen wird erleichtert
durch erlästernde Anme kungen, in denen die amtliche Begründung und sonstige offiziöse Auslassungen sowie die in juristischen Zeit.
schriften erschienenen Veröff
entlichungen verwertet sind. Diesem Zwecke
dient auch eine der systematischen Zusammenstellung der Gesetze vor⸗
ausgeschickte, 29 Seiten ein
nehmende „Einführung“, in der die zahl⸗
reichen aus Anlaß des Krteges getroffenen gesetzgeberischen Maß⸗ nahmen auf den verschiedensten Rechtsgebieten im Zusammenhange dargestellt werden. Ein alphabetisches Sachregister erhöht noch die Brauchbarkeit dieses praktischen Führers durch die Kriegegesetze.
Die Kriegsgesetze und Juristen.
des bürgerlichen Rechts für Laien
Bearbeitet von Justizrat Ernst Licht, Rechts⸗
anwalt in Coͤln. VI und 71 Seiten. Verlag von W. Kohlbammer, Stuttgart. Geh. 1 ℳ. — Den Hauptteil dieses Buches bildet eine
klare und übersichtliche syst Kriegszustandes erlassenen 1
matische Darstellung der für die Dauer des vichtigen prozeßrechtlichen Vorschriften (über
Hemmung der von Ansprüchen und der Ausschlußfristen, e
Unterbrechung und Aus
tzung des Verfahrens, gerichtliche Be⸗
willigung von Zahlungsfristen, Verlängerung der Fristen im
Wechfel⸗ streckung und der
und Scheckverkehr, Konkurseröffnung gegen
Beschränkung der Zwangsvoll⸗ Kriegsteilnehmer),
ferner des Einflusses des Krieges auf bestebende Vertragsverhältnisse (insbesondere Kauf⸗-, Miet⸗, Dtenst⸗, Versicherungsverträge) und auf
die freiwillige Gerichtsba
rkeit (Erleichterungen für Militär⸗ und
Marinetestamente, öe der Kriegegerichtsräte für Beur⸗
kundungen, Beglau gunge Fragen der bezeichneten R⸗ ein und nimmt Zweifelsfragen Stellung.
insbesondere auch zu
n 2 Der Verfasser geht auf alle chtegebiete, die der Krieg mit sich bringt, den Streit⸗ und
Das Buch dürfte daher nament⸗
Juristenkreisen lebhaftem Interesse begegnen. Die Gemeinverständlichkeit der Darstellung und ein ausführliches alphabetisches Schlagwortregister ermöglichen aber auch dem Unerfahrensten, sich schnell zurecht zu finden. In einem Anhange sind die einschlägigen Gesetze und Bekanntmachungen des Bundesrats sowie als nützliche Zugabe für die Strafrecht⸗praktiker die beiden Allerhöchsten Gnadenerlasse vom 4. August und 1. Sepiember 1914 im Wortlaut abgedruckt.
Militär⸗Hinterbliebenen⸗Gesetz nebst Erläuterungen und Beisptelen nach den kriegsministeriellen Aus⸗ führungsbestimmungen. 2. Auflage. Verlag von Gerhard Stalling, Oldenburg i. Gr. Preis 0,80 ℳ — Die Fürsorge des Staats für die Hinterbliebenen gefallener Krieger ist in dieser Zeit Gegenstand besonderen Interesses; vor allem wollen die Hinter⸗ bliebenen selbst wissen, auf welche Hilfe sie in ihrer pläötzlich ein⸗ getretenen Notlage rechnen können. Auf diese Frage gibt das Reichs. Militärhinterbl ebenengesetz vom 17 Mai 1907 in semem Abschnitt „Kriegsversorgung. Antwort; es führt u. a. für jeden einzelnen Dienstgrad, vom General und Aamiral bi zum Gemeinen, für die Heeresbeamten, für die auf den Kriegs⸗ schauplätzen verwendelen Perionen der freiwilligen Krank npflege usw. die Rente auf, die der Staat den Witwen und Weisen der Ge⸗ fallenen gewä—rt In dem vorliegenden Buche ist der Wortlaut des ganzen Militärhinterbliebenengesetzes wiedergegeben und mit klaren, erschöpfenden Erläuterungen und Beispielen nach den kriegsmintsteriellen Ausführungsbestimmungen versehen. Es wird den Hinterbliebenen Gefallener ein willkommener und wertvoller Berater sein, zumal da es in einem Nachtrag auch den wichtigen Erlaß vom 5. September d. J., betreffend die Hinterbliebenenversorgung aus Anlaß des Krieges 1914, enthält.
Recht und Wirtschaft. Monatsschrift des Vereins zur Förderung zeitgemäßer Rechtspfl ge und Verwaltung, „Recht und Wirt⸗ schaft“. Schriftleiter: Professor Dr. Reichel und Professor Dr. Rumpf. 3 Jahrgang, Heft 7 bis 9. Karl Heymanns Verlag, Berlin. Preis des Jahrgangs für Nichtmitglieder 100 ℳ. — Immer neue wirtschaftliche Tatsachen verlangen na wissenschaftlicher Unter⸗ suchung und Klarlegung, Nach der Weltwirischaftslehre, nach den Verkehrswissenschaften drängt jetzt die Kriegewirtschaftslehre nach einer Loslösung und intensiveren Beha dlung der in ihr rahenden Probleme. Bisber wurden im Volker⸗ und Kriegs⸗ recht hauptsächlich nur die nicht normal zwischenstaatlichen Beziehungen behandelt. Die neue Kriegswirtschaftslehre dagegen geht den Problemen nach, die im Falle eines Krieges auf dem Gebiete des inne en Staatslebens entsteben. Einer der Vertreter des neuen Wissenschaftsgebietes, Dr. Arthur Blaustein⸗Mannheim, gibt im 7. (Juli.) Heft der Zeitschrift „Recht und Wirtschaft⸗ eine Systematik der durch Kriegswirtschaftslehre und Kriegswirtschafs⸗ recht berührten Fragen. Es handelt sich dabei mehr um wirtschafts⸗ als um rechtswissenschaftliche Fragen, deren Erörte⸗ rung aber insbesondere in den verwaltungswissenschaftlichen Vorbereitungskursen in Zukunft eine Rolle spielen wird. Die Probleme der Kriegswirtschaftslehre befassen sich in der Hauptsache mit den Aenderungen der Bevölkerungsbewegungen, mit der Be⸗ schaffung von Geldmitteln, mit der Ordnung der Finanzen, des Ver⸗ kehrswesens, der Nahrungsmittelversorgung, der Sozi [politik, den Beschäftigungs⸗ und Ernaͤhrungsmöglichkeiten, die im Kriegsfalle zu erwarten bezw. zu schaffen sind. Angesichts der vielfach in Par⸗ lamenten und Zeitungen erfolgten Erörterungen über die Verände⸗ rungen des Wirtschaftsbildes bei Eintritt eines Krieges dienen die Ausführungen des Verfassers besondere Beachtung. — Die wirtschaftlichen Maßnahmen des Bundesrats aus Anlaß des Krieges werden in einem 828 des soeben erschienenen Doppelheftes 8/9 von dem Reichsgerichtsrat Dr. Düringer besprochen. Seine Ausführungen gipfeln in der Erkenntnis, daß manche dieser Vorschriften den Keim zu gesunden volkswirtschaftlichen gesetz⸗ geberischen Maßnahmen auch für Friedenszeiten in sich bergen daß sie getragen sind von dem gemeinsamen Gedanken, daß die Er haltung der wirtschaftlichen Existenz des Einzelnen zuglei im Interesse der Gesamthelt liegt, weil ein wirtschaftlicher 8 8 sammenbruch des Einzelnen notwendig auch eine Schädigung der Ge samtheit bedeutet. In diesem Gedanken aber liegt auch die? ahnung, daß niemand auf seinem Recht, auf seinem Schein⸗ bestehen sollte, daß nach Möglichkeit Prozesse während des Krieges zu vermeiden vder. niederzuschlagen seien, daß gütliche Regelungen, z. zwischen Prinzipalen und Angest llten, getroffen werden sollten, um Entlassungen und dauernde Schädigungen der Geschäfte anderseits nach Möglichkeit zu verhindern . söhn ichen Sinne zu wuken, sind besonders die Mitglieder vetz Vereins Recht und Wirtschaft“ bereits in Friedenszeiten mrab nun in Rechtsauskunfts⸗ und Prozeßvermittlungsstellen bestrebt. Beispiele solcher Tätigkeit bietet der im gleichen Heft veröffentlichte 8 Aufsatz von Justizrat Julius Magnus „A Kriegssp
lich in
In diesem ausgleichenden, ver.