sie können auch zeitweilig auf Wochen verschwinden, is die ganze Ladung, nachdem das Publikum voll Aerger die zahlreichen Briefe bereits auf das Verlustkonto der Feld⸗ post geschrieben hat, plötzlich an irgendeiner Stelle wieder auf⸗ taucht. Solche Fälle sind im jetzigen Kriege beispielsweise in Ostpreußen bei der Invasion der Russen vorgekommen, wo umfangreiche Posten, die den Truppen von den Ortspostanstalten gerade ausgehändigt werden sollten, infolge plötzlicher Alar⸗ mierung versteckt werden mußten, damit sie nicht in die Hände der Russen fielen. Erst als nach unseren großen, siegreichen Schlachten die Russen wieder das Feld geräumt hatten, kamen diese Säcke mit Feldpostbriefen, die inzwischen Wochen alt geworden waren, von neuem ans Tageslicht. In anderen Orten Ostpreußens haben unsere deutschen Postbeamten, als die Russen einfielen, auf Befehl der Militärbehörden die Feld⸗ posten verbrennen müssen, weil kein sicherer Versteck mehr ge⸗ funden werden konnte. Auch ist es vorgekommen, daß sich die Russen deutscher Posten bemächtigten, die jetzt nachträglich, teil⸗ weise beraubt, von unseren Truppen in Rußland wiedergefunden werden. In anderen Fällen läßt sich im Kriege der Verbleib eines Feldpostversandes in Feindesland überhaupt nicht nach⸗ weisen. Ist der Feldpost militärischerseits eine Etappenstraße zeitweilig in der Richtung nach der Armee gesperrt, um Stockungen für dringende Munitions⸗ und Verpflegungstrans⸗ porte zu vermeiden, so bemüht sie sich selbstverständlich, wenigstens einen Teil der Postsachen bei den ins Feld fahrenden Verpflegungskolonnen noch mit unterzubringen, damit diese die Feldpostbeutel an den ihnen von der Feldpost bezeichneten Stellen unterwegs abgeben. Daß nun die Abgabe in jedem Falle auch an der richtigen Stelle geschieht, daß keine Versehen unterlaufen oder Verluste, zumal wenn solche Kolonnen unterwegs unter feindliches geraten, dafür kann niemand die Feld⸗ post verantwortlich machen; es ist auch nicht möglich, den Fall nachher mit aller Peinlichkeit zu untersuchen. Dazu gebricht es im Kriege an Zeit; auch fehlt, wenn die Etappenstraße in⸗ zwischen sich geändert hat, oft jede Möglichkeit dazu. Aber auch dann noch, wenn die Feldposten den mobilen Postanstalten am Ende der Etappenstraßen zugegangen sind, ist damit die Sicherheit für eine richtige und unverzögerte Zustellung der Feldpostbriefe an die Empfänger keineswegs gewährleistet. Jahlreiche Feldpostanstalten sind schon im jetzigen Kriege unter feindliches Infanterie⸗ und Artilleriefeuer geraten. Feindliche Flieger haben sie mit Bomben beworfen. Daß sich unter solchen Verhältnissen nicht jeder Feldpostbrief in so guter dühe befinden kann wie die Post bei uns daheim, wird ein⸗ euchten.
Wie kommen nun die Feldpostbriefe aus den Händen der Feldpostanstalt in die der Truppen? Eine Bestellung der Briefe durch die Post im Felde gibt es nicht, weil das undurchführbar wäre. Die Sendungen werden mit Einschluß der Post⸗ anweisungen durch die Ordonnanzen bei den Feldpostanstalten im allgemeinen bataillonsweise abgeholt. Eine Ordonnanz empfängt also die für das ganze Bataillon bestimmten Briefe als eine Ladung, die oft eine Zahl von Säcken umfaßt. Lediglich Sache des Truppenteils ist es dann, diese im übrigen bereits in der Heimat bei der Feldpostsammelstelle nach Bataillonen usw. abgebundenen Briefsendungen den Empfängern zukommen zu lassen und auch die Postanweisungen an sie auszuzahlen. Nun denke man dabei einmal an solche Truppen, die auf Vorposten stehen oder die als Kavalleristen Erkundigungsritte aus⸗ führen, oder man vergegenwärtige sich das Schicksal so mancher von den Truppenteilen noch nicht ausgegebenen Feldpostbriefe, wenn plötzlich Alarm geblasen wird und alles zu den Gewehren eilt. Nach der 11“ sollen die Truppen⸗ teile die Post stets pünktlich abholen. Aber wie läßt sich eine solche Vorschrift dann durchführen, wenn einzelne Truppen⸗ teile, wie Fuhrpark⸗ und Bäckereikolonnen sowie namentlich die Lazarette, 50 km und mehr von der Feldpostanstalt, die be⸗ stimmungsgemäß beim Divisionsstabe entfernt liegen, oder wenn diese Truppenteile bei dem unaufhalt⸗ samen Vorwärtsgehen der Stäbe und Generalkommandos, wie es in diesem Kriege bis vor kurzem die Regel gebildet hat, den Stand des Divisionsstabes zeitweilig überhaupt nicht ermitteln können? Dann müssen eben die Feldposten bei der Feldpostanstalt so lange lagern, bis die Truppenteile Zeit und Möglichkeit haben, sie abzuholen. Nicht minder groß sind die Verzögerungen in der Aushändigung der Feldpost, wenn ein Gefecht stattfindet; dann ruht die Postausgabe überhaupt. Denn im Rücken der kämpfenden Truppen gehören die Straßen aus⸗ schließlich dem Meldeverkehr, dem Munitions⸗ und Ver⸗ pflegungsnachschub sowie der schleunigen Rückbeförderung der Ver⸗ wundeten. Jedes Fahrzeug der Feldpostanstalt hat 20 bis 30 km hinter der Schlachtlinie zu halten, weil es die Kriegshandlung empfindlich stören würde. Die Feldpost kann hier nur insofern sich in den Dienst der fechtenden Truppe stellen, als reitende Feldpostillione mit großen Taschen versehen, oft selbstverständlich unter Lebensgefahr, versuchen, während einer Pause des Gefechts unter den Truppen Feldpostkarten zur Absendung einzusammeln. Nach der Schlacht ist der erste Ruhetag, den die Truppen haben, für die Feldpostanstalt, die bis dahin von früh bis spät mitmarschiert war, dieselben Entbehrungen mit den Truppen geteilt hatte, und die immer erst spät Abends, zumeist im Bimak, ihre eigentliche Arbeit aufnehmen konnte, ein Tag ganz besonderer Anstrengung. Jetzt strömen an die Feldpostanstalt
alle die von den Truppen vor der Schlacht noch nicht aus⸗ gegebenen Postsendungen zurück an inzwischen Gefallene, Ver⸗ wundete oder Vermißte. Welche E stehen zahlreichen der Sendungen an Verwundete nunmehr bevor, weil niemand der 8 postanstalt sagen kann, wo der Empfänger verblieben ist, d. h. welches Lazarett ihn aufnehmen wird oder bereits aufgenommen hat! Während der Schlacht hatten sich ganze Truppenteile aus ihrem Verbande ausgelöst und sind anderswohin geraten. Soll es die Post etwa wissen, wo sie stecken? Anderseits melden sich plötzlich Ordonnanzen zur Empfangnahme der Postsachen für Truppenverbände, die zum Geschäftsbereich der Feldpost⸗ anstalt bisher überhaupt nicht gehört haben. Wo kommen sie her? Es stellt sich heraus, daß sie eigentlich Teile der Kriegs⸗ besatzung einer Festung bilden, die vor der Schlacht schleunigst mit geheimem Marschziel worden sind und die nun schon seit einer ganzen Reihe von Tagen sich im Felde befinden. Ihre Post lagert ausschließlich in der Festung bei der dortigen stabilen Ortspostanstalt, weil diese von dem Ausmarsche des Truppenverbandes und auch späterhin von seiner weiteren Bewegung militärischerseits aus irgendwelchen Gründen, die die Post natürlich nichts an⸗ gehen, nicht benachrichtigt worden ist. Die Absender der Briefe an die Truppen dieses Verbands aber warten und warten und erhalten keine Antwort, oder diese lauten dahin, daß die Briese den Empfängern nicht zugegangen seien. Selbstverständlich mißt das Publikum in Unkenntnis solcher Verhältnisse nur der
8 Post die Schuld bei, wenn sich die Feldpostbriefe oft so
erheblich verspäten oder wohl gar überhaupt nicht ankommen.
Ein anderer wichtiger Umstand, auf den in Beschwerden an die Postbehörde jetzt vielfach hingewiesen wird und der dem Publikum nicht ohne weiteres einleuchten will und auch nicht kann, ist der, daß die Briefe von der Armee schneller laufen als die zum Heere. Die Erklärung hierfür liegt einmal darin, daß die militärischen Transporte nach dem Felde zum Teil wesentlich zahlreicher und dringender sind als in umgekehrter Richtung, sodaß die Postwagen, Postautomobile, Bahnpost⸗ und Eisenbahnpostwagen, die die bei den Feldpostanstalten auf⸗ gelieferten Sendungen nach der Heimat zu befördern, viel mehr freiere Bahn haben als die ihnen entgegenkommenden Trans⸗ porte. Sodann aber ist die Absendung der Post von der Feld⸗ postanstalt zum nächsten Etappenhauptorte ungleich einfacher zu bewerkstelligen als die Zuführung der Post von diesem Orte zur Feldpostanstalt. Die Feldpostanstalt weiß genau, wo dieser Ort an der Etappenstraße liegt. Dagegen ist die mobile Feld⸗ postanstalt, wie wir gesehen haben, oft tagelang unter den bisherigen Verhältnissen der Kriegslage für die Etappenpost⸗ behörde einfach unauffindbar. Feldpostbriefe aus Schlesien und Sachsen brauchen gegenwärtig, wenn unterwegs keine Stockungen in der Beförderung der Eisenbahnpostwagen und in dem Gange der Feldpostautomobile auf den Etappenstraßen eintreten, 10 bis 14 Tage, bis sie bei mancher mobilen Feldpostanstalt des west⸗ lichen Kriegsschauplatzes eintreffen können. Besonders schwierig ist die Beförderung der Feldpost, die für Belgien bestimmt ist oder über Belgien hinaus ihren Weg nach Frankreich nimmt. Auf den Weg durch Belgien bis an die französische Grenze sind im allgemeinen 3—4 Tage zu rechnen, weil die Eisenbahnen hier außerordentlich belastet sind. Es ist in der ersten Hälfte des September vorgekommen, daß auf einer nur 40 km langen Eisenbahnstrecke in Belgien gleichzeitig 127 Züge gelegen haben. Tagtäglich gingen beim Reichspostamt von den Ober⸗ Postdirektionen und Armee⸗Postdirektoren telegraphische Mel⸗ dungen darüber ein, daß Bahnpostwagen mit Feldposten nach der Armee, namentlich auf der Strecke Cöln. Aachen- Herbes⸗ thal und darüber hinaus, Knfalge dringender militärischer Ver⸗ sande vorläufig nicht weiter befördert werden durften. Vermag die Postverwaltung eine solche Stockung irgendwie voraus⸗ zusehen, so sucht sie selbstverständlich die ein⸗ oder mehrtägige Verzögerung, die die Eisenbahnpostwagen sonst erleiden würden, durch deren Umleitung über andere zwar längere, aber minder belastete Strecken möglichst zu verringern. In anderen Fällen aber sitzen Eisenbahnpostwagen, manchmal zu einem Dutzend und mehr an der he also mit mehreren tausend Feldpost⸗ säcken beladen, so festgekeilt in den Zugreihen, daß jede Um⸗ leitung ausgeschlossen ist.
Von nicht geringerer Bedeutung sind die zahlreichen Ver⸗ zögerungen von Feldpostsendungen, die Truppenverbände ver⸗ passen und deshalb nach längerer Zeit erst wieder erreichen, weil, ohne daß die Postverwaltung darum wußte, plötzliche Truppenverschiebungen eingetreten sind. So werden vielfach Pionier⸗ oder Fußartillerietruppen vorübergehend anderen Divisionen zugeteilt, oder es wechseln Reserve⸗ und Ersatz⸗ truppenteile ihr Armeekorps. In anderen Fällen, wo der Post⸗ behörde von der Verlegung von Truppenteilen rechtzeitig Mit⸗ teilung gemacht und demzufolge postseitig die anderweitige Leitung der Feldpost für diese Truppenteile alsbald verfügt war, stellt sich nachträglich, d. h. vielleicht erst nach einer Reihe von Tagen, heraus, daß militärischerseiis im letzten Augenblicke noch Ausnahmen angeordnet werden mußten und daß somit die Post für die davon betroffenen Truppen⸗ körper einen ganz anderen Weg genommen hat und nun wieder zurückgeleitet werden muß. Handelt es sich in diesen Fällen auch nur um kleinere Truppenteile, so haben deren Ver⸗ schiebungen, da sie sehr oft eintreten, doch in ihrer Gesamtheit zur Folge, daß viele Feldpostsendungen unverhältnismäßig lange unterwegs sein müssen, weil sie den Truppenteil, für den sie bestimmt sind, in seiner ursprünglichen Gliederung nicht mehr antreffen und dann auf zeitraubenden Umwegen ihm nach⸗ gesandt werden müssen. Denn jede Armee hat ihre eigenen Etappenstraßen, die die Feldposten dann hintereinander in der Regel ganz durchlaufen müssen, weil Verbindungen zwischen diesen Etappenstraßen, die den Gang der Posten abkürzen könnten, zu Beginn des Krieges meist aus Sicherheitsgründen sich noch nicht herstellen lassen.
Um wieviel mehr müssen größere Truppenverschiebungen die Leitung der Feldpostsendungen nachträglich beeinflussen, wenn sie, wie es hier die Regel bildet, sich ganz im Geheimen vollziehen. Für die Postverwaltung sind diese Truppen dann zunächst völlig verschwunden. Erhält die Postbehörde nachher von der Aenderung Nachricht, so sind inzwischen Hundert⸗ tausende von Feldpostsendungen noch den alten Weg gegangen, nämlich einmal auf deutschem Boden von der Aufgabepostanstalt bis zur Grenze und dann auf der Etappenstraße in Feindes⸗ land. Jetzt beginnt zwar nun vom Reichspostamt aus der Telegraph nach allen Seiten hin zu pielen. Aber der Hunderte von Kilometern lange tote Weg, den diese Sendungen genommen haben, die nunmehr wieder zurück⸗ geleitet und auf einen anderen Zielweg gebracht werden müssen, kann dadurch nicht mehr wett gemacht werden. Jede größere Truppenverschiebung hat unweigerlich für die davon betroffenen Feldpostsendungen — zumal die Eisenbahnlinien dann unter Umständen mehrere Tage für alle nicht militärischen Trans⸗ porte, also auch für die Feldpost, gesperrt sind — eine Ver⸗ zögerung von 8 bis 10 Tagen zur Folge, die sich bis auf 2 Wochen ausdehnen kann, wenn sich die Truppenverschiebung über weite Entfernungen erstreckte. Das ist ein aktor, den das Publikum durchweg beiseinen vielen Klagen über verspätete Feldpost⸗ sendungen außer Betracht läßt, obwohl doch weiten Kreisen nicht un⸗ bekannt sein dürfte, wie oft und in welchem Umfange gerade in dem sefigen Kriege Truppenverschiebungen bereits vor⸗ gekommen sind. Die Postverwaltung ist ihrerseits nicht dazu berufen, das Publikum über solche Vorgänge, die vitalen militärischen Interessen entspringen, amtlich näher zu unter⸗ richten, wie das im Frieden jederzeit sofort von ihr geschieht, wenn irgendwelche auch nur nennenswerte Stockungen im Brief⸗ 5 durch außergewöhnliche Vorkommnisse, wie Eisenbahn⸗ anschlußverfehlungen und dergleichen, aufgetreten sind.
Die freie Hand, die die Postverwaltung zu Friedenszeiten hat und die es ihr gestattet, ihren Betrieb planmäßig zu regeln und durchzuführen, ist ihr im Kriege immer nur bedingt ge⸗ geben. Auch vor 44 Jahren hat die deutsche Feldpost in den ersten Monaten nach Ausbruch des Krieges gegen Frankreich be⸗ sonders schwer mit den Hindernissen zu kämpfen gehabt, df die Kriegslage für sie schuf und die sich nach außen hin in zahs⸗ reichen Klagen und Beschwerden des Publikums und der Truppen Luft machten. Der jetzt so beliebte Hinweis, daß die Feldpost 1870 von vornherein vortrefflich gearbeitet habe, ist
durchaus nicht begründet. Wenn es der Feldpost von 1870 nach einiger Zeit gelungen ist, der Schwierigkeiten nach Möglichkeit Herr zu werden, so darf das Publikum überzeugt sein, daß auch unsere jetzige Reichspost die Hände nicht in den Schoß legt, sondern mit allen Mitteln bemüht ist und die An⸗ strengungen anwendet, um dem brieflichen Verkehr zwischen Heimat und Armee möglichst sichere Bahnen zu schaffen und dadurch dem berechtigten Bedürfnis unseres Volkes nach einem dauernd engen geistigen Zusammenhange von Heer und Heimat Genüge zu tun. Dieses Ziel kann die deutsche Feldpost aber nur dann erreichen, wenn das Publikum selbst nachhaltig be⸗ müht ist, der Feldpost ihre schwere Arbeit nicht noch schwerer
zu machen.
Jene mannigfaltigen Betriebshindernisse und Schwierig⸗ keiten, die sich der Feldpost, wie hier an verschiedenen Beispielen ausgeführt worden ist, tagtäglich und in oft wechselnder Ge⸗ 8
8
stalt entgegenstellen, sind es nicht allein, die die glatte Ab⸗ wicklung des Verkehrs bisher vielfach so aufgehalten haben. Auch das Publikum hat sein Teil dazu beigetragen und viele seiner Beschwerden selbst dadurch hervorgerufen, daß, ungeachtet der auf Betreiben der Postverwaltung immer wieder in den Zei⸗ tungen veröffentlichten Versendungsbedingungen für Feldpostbriefe, tagtäglich große Mengen davon aufgeliefert werden, die mangelhaft oder falsch adressiert sind oder deren Verpackung für die weite und schwierige Beförderung nicht ausreicht. In den ersten Wochen nach der Mobilmachung haben die Postsammelstellen zweifelhaft adressierte Sendungen, soweit sich nach ihrer Ansicht vielleicht doch die Möglichkeit einer Aushändigung an die gemeinten Empfänger bot, an die Feldpostanstalten noch abgesandt. Das geschieht seit kurzem nicht mehr, weil die Feldpostanstalten außerstande sind, bei ihren schwierigen Dienstverhältnissen auch noch zweifelhafte Briefadressen in großen Mengen zu enkrätseln. Seitdem werden alle Sendungen dieser Art, die die Post⸗ sammelstellen notgedrungen beanstanden müssen — es sind das täglich mindestens 50 000 —, an den Absender unter Angabe Dies bedeutet natürlich erhebliche Arbeits⸗ 3 Verfahren mehr im Interesse des Publikums, weil die Sendungen mit mangel⸗ hafter nodress jetzt nicht mehr wochenlang im Felde umherzu⸗ en, der Absender vielmehr schon nach 1—2 Tagen
über sein Versehen aufgeklärt werden kann. Außerdem wird durch das neue merfahten dem nach Möglichkeit vorgebeugt, e infolge unzulänglicher Verpackung unter⸗
wegs sich öffnen oder entzweigehen, und daß ihr Inhalt dann verstreut im Postbeutel vorgesunden wird, wenn er zur Feld⸗ postanstalt gelangt. Aus zahlreichen Meldungen der Feldpost⸗ anstalten aus den rückliegenden Wochen geht hervor, daß Feld⸗ postschachtel⸗ und kartenbriefe dort dauernd in großer Zahl 1 daß sich Umschlag und Inhalt überhaupt nicht mehr zusammenbringen ließen. einfach zu Abfällen geworden. Eine bayerische Feldpostanstalt hat seit Beginn ihrer Tätigkeit nicht weniger als 12 Säcke im Gesamtgewicht von 60 kg, die nur mit derartigem Inhalt gefüllt waren, wieder heimwärts schicken müssen. Das waren alles Feldpostbriefe, die nach der felsenfesten Ueberzeugung der Absender durch Bummelei bei der Feldpost verloren gegangen sind, während nur Nachlässigkeit der
des Grundes wieder zurückgesandt. für die Postsammelstellen eine ganz zugabe. Immerhin liegt das neue
irrren brau
daß Warenkartonbrie
so beschädigt eingegangen sind,
Die Sendungen waren
jetzt befindet, sondern auch noch den,
b“ stand.
wird vielfach völlig unbeachtet gelassen.
be
ausschließt, ist damit die postalische Leitung der Sendung nach dem richtigen Zielpunkt gefährdet. Aehnliche Doppeladressen kommen in Unmenge bei den Feldpostbriefen an Angehörige
von Ersatzbataillonen vor, indem noch das Regiment mit⸗
angegeben wird, in dessen Kaserne der Landwehrmann zufällig eingekleidet worden ist. Nicht minder schwierig ist für die Post⸗ verwaltung die Behandlung von Feldpostsendungen an solche Reserve⸗, Ersatz⸗ und Landwehrformationen, die eben erst aus⸗ gerückt oder marschbereit oder noch in begriffen sind. an die Angehörigen dieser zahlreichen aus dem stabile
in das mobile Verhältnis übergehenden Formationen kann bei
den Postsammelstellen erst begonnen werden, nachdem es de
Militärverwaltung möglich war, der den Auf⸗
stellungsort und die Angliederung dieser Formationen innerhalb
des Armeeverbandes mitzuteilen. Bis dahin müssen natürlich alle Feldpostsendungen dieser Art bei den Postsammelstellen lagern und versäumen infolgedessen in der Ueberkunft erheblich. Den Empfängern und den Absendern dieser Briefe ergeht es wie
so vielen, vielen anderen: sie hören u. U. wochenlang vonein
ander nichts, und ihr Unmut über die Post, die hieran nach ihrer Ansicht allein nur die Schuld trägt, wächst von Tag
zu Tag
zählter Feldpostbriefe mit mangelhaften Adressen allein auf
Absender zurückzuschieben. In einem gewissen Umfange ist der Vorwurf, daß das Publikum die Feldpostbriefe unvollständig adressiert und sich deshalb nur allein die Schuld an Ver⸗
zögerungen zuzuschreiben hat, durchaus berechtigt. Es kann jedoch auch wieder kein Zweifel darüber obwalten, daß sehr viele Ab
sender von Feldpostbriefen die Mängel der Adresse gar nicht ahnen, zumal wenn sie ihnen von ihren Angehörigen in dieser Form mitgeteilt worden ist.
im Felde selbst 1 Die Truppenbezeichnungen unserer Feldarmee sind nun einma
so überaus mannigfaltig und der Allgemeinheit teilweise noch 1 so fremd, daß auch Heeresangehörigen bisher bei Mitteilung
Absender es verschuldet hat, daß diese Tausende von Sen⸗ dungen ihren Empfänger nicht erreichen konnten. Das Publikum macht sich eben nicht hinreichend klar, daß Sendungen, die nach dem Felde gehen, ungleich haltbarer verpackt werden müssen, als wenn sie im Inlande verbleiben. Und wie ist es nun erst mit den Briefadressen bestellt! Wie viele sind unzulänglich oder ganz unverständlich! In anderen 88 ist die Adresse des⸗ halb falsch, weil der Absender besonders „sicher gehen“ wollte und deshalb nicht nur den Truppenteil, insbesondere kleine Sonderformationen, bezeichnet hat, bei dem sich der Empfänger - bei dem er in Der grundsätzliche Unterschied zwischen linien⸗, Reserve⸗, Ersatz⸗, Landwehr⸗ und Landsturmtruppenteilen 1 beachte Auch geben die Absender oft in der Adresse, obwohl sie bestimmt wissen, daß sich der Empfänger in der Heimat an einem festen Standorte
indet, den Bestimmungsort nicht an, sodaß die Sendungen dann erst auf die Postsammelstelle geleitet werden müssen und da⸗ durch um Tage in der Ueberkunft verzögern. Ungewöhnlich groß ist die Zahl der mangelhaften Adressen bei den Feldpostsendungen, deren Empfänger sich bei selbständigen, also nicht im Regiments⸗ verbande stehenden Kolonnen befinden (Stäbe, Munitions⸗, Etappen⸗, Magazinkolonnen). Diese Sendungen tragenüberwiegend in der Adresse auch noch die Angabe des Regiments (Bataillons und der Eskadron), von dem der Empfänger zur Kolonne ab⸗ kommandiert ist. Da aber hier die eine Bezeichnung die andere
der Bildung Mit der Zuführung der Feldpostsendungen
Hause der Landfeuersozietät, parterre, täglich von 9 bis 2 U werden dorthin in derselben Zeit Liebesgaben, die zu unseren kämpfenden Truppen mithinausgenommen werden sollen, erbeten. Hierfür kommen in Frage: wollene Strümpfe, Pulswärmer, Kniewärmer, Ohrenschützer, Kopfschützer, wollene Halstücher, Unter⸗ jacken, Hosenträger, Leinwand (zur Fußbekleidung), Taschentücher, Hemden, Unterbeinkleider, wollene Leibbinden, Zigarren, Zigaretten, Tabak (Pfeifen), Schokolade, Kakao, Tee, Kaffee, Bouillonkapseln Suppenwürfel, Taschenmesser, Zahnbürsten, Zahnpulver, Seife, Seifen⸗ dosen, Stearinkerzen, Streichhölzer mit Metallhulfe, kleine Nähtäschchen, FeeFasfcge u. g. einzelne Personen können nicht angenommen werden. Barbetraͤge, mit der Bestimmung, dafür Liebesgaben für unsere “ kaufen, nimmt die Kasse des Johanniterordens, Berlin W., Schöne⸗ berger Ufer 19, entgegen. Ueber alle eingehenden Spenden wird im amtlichen Organ des Johanniterordens quittiert werden. 1
Der Postverwaltung liegt es fern, das Vorkommen nng. i
ihrer Adresse nach der Heimat viecjoch Fehler unterlaufen sind.
Die Militärverwaltung hat deshalb kürzlich erneui allgemein anordnen müssen, daß die Truppen im Fe de genau über die veesfe die sie ihren Angehörigen anzugeben haben, belehrt werden.
Das in weiten Kreisen des Volkes über die bisherigen Leistungen unserer Feldpost gefällte Urteil bedarf hiernach doch sehr der Berichtigung. Daß im Feldpostbetrieb bei der Be⸗ arbeitung der Sendungen, die täglich einige Millionen Stück umfassen, auch Sortierfehler vorgekommen sind, die die Ueber⸗ 88 von Sendungen verzögert haben, und daß dies namentlich in der allerersten Zeit der Fall gewesen ist, wo das infolge des Abgangs von einem Viertel aller Beamten und von zwei Fünfteln aller Unterbeamten zu den Fahnen und zur Feldpost mit zahlreichen Neulingen durchsetzte heimische ersonal sich mit dem ihm durchaus ungeläufigen und dabei sehr schwierigen Feldpostsortierdienste zunächst vertraut machen mußte, soll hier keineswegs beschönigt werden. Andererseits gehen vorstehende Darlegungen nicht etwa darauf aus, die Postverwaltung zu rechtfertigen. Das Publikum soll vielmehr durch das hier in aller Offenheit Mitgeteilte einen Einblick in die Betriebsverhältnisse unserer Feldpost gewinnen und sich da⸗ durch ein zusammenhängendes Bild von den mannigfachen und großen Schwierigkeiten verschaffen, die sich als unvermeid⸗ liche Begleiterscheinungen der modernen Kriegsführung einer unverzögerten und schnellen Postbeförderung entgegenstellen. Briefverspätungen und auch Briefverluste sind im Kriege un⸗ abwendbar. Ist es infolge der Kriegslage möglich ge⸗ worden, dem Feldpostbetriebe diejenige Regelmäßigkeit zu geben, auf die das ganze Bestreben der Postverwaltung unablässig gerichtet ist, so können plötzlich große mili⸗ tärische Aktionen, namentlich solche, die mit umfangreichen Truppenverschiebungen verknüpft sind, jenen günstigen Verkehrs⸗ zustand wieder mit einem Schlage verschlechtern. Das Publikum muß auch bei seiner Kritik über die Leistungen unserer Feld⸗ post das wichtige Moment immer wieder in die Rechnung mit einstellen, daß unsere Armeen gegen mehrere Fronten kämpfen, und daß auch deshalb — von der in den letzten Jahrzehnten eingetretenen außerordentlichen Steigerung des Mitteilungs⸗ bedürfnisses und anderen Faktoren ganz abgesehen — die Auf⸗ gabe der deutschen Feldpost im jetzigen Kriege ungleich schwieriger geworden ist als es 1870/71 der Fall war.
Für den Postverkehr im Bereiche des Kaiserlich Deutschen Generalgouvernements in Belgien werden, wie „W. T. B.“ meldet, Freimarken „Deutsches Reich“ zu 3, 5, 10, 20 ₰ sowie einfache Postkarten und Weltpostkarten zu 5 und 10 ₰ mit dem Ueberdruck „Belgien“ und der Wert⸗ angabe 3, 5, 10, 25 sowie 5 und 10 Centimes verwandt werden. Zu Sammelzwecken werden solche Wertzeichen in einigen Tagen bei der Kolonialwertzeichenstelle des Briefpost⸗
amts hier C. 2, Königstraße 61, zum Verkauf gestellt.
Seit Anfang Oktober hat die deutsche Postverwaltung, obiger Quelle zufolge, in Brüssel den seit sechs Wochen unterbrochenen Postverkehr wieder eingerichtet.
Es werden offene Briefe nach und von Deutschland mit Aus⸗
landsporto besärverr In Brüssel müssen die Briefe im Post⸗
amt abgeholt werden, da die belgischen Briefträger den Dienst
igerten.
„Ihn den nächsten Tagen ieh eine neue Nummer des „Post⸗ blatts“, das eine Beilage zum „Reichsanzeiger“ bildet, aber auch für sich bezogen werden kann. Im „Postblatt“*, das im Reichspostamt zusammen⸗
Föitll wird, sind die wichtigsten Versendungsbedin ungen und Tarife für
ostsendungen aller Art sowie für Telegramme ent alten. Auf die seit dem Erscheinen der vorangegangenen Nummer (Anfang Juli) ein⸗ u“ Aenderungen wird in der neuen Nummer durch besonderen
ruck (Scheägschritg hingewiesen. Das „Postblatt“ kann auch neben nderen, umfangreicheren Helsmitteln für den Verkehr mit der Post und Telegraphie (Postbücher, Post⸗ und Telegraphennachrichten für das Publikum usw.) mit Vorteil benutzt werden, weil es diese bis auf die neueste Zeit ergänzt. Der Bezugspreis des „Postblatts“ beträgt für das ganze Jahr 40 ₰, für die einzelne Nummer 10 ₰. Bestellungen werden von den Postanstalten entgegengenommen. 1X4“
„Esg empfiehlt sich, die Weihnachtspakete nach den überseelschen Ländern, mit denen ein Paketverkehr zurzeit möglich ist, namentlich nach den Veretnigten Staaten von Amerika schon Anfang November bet der Post einzuliefern, damit die rechtzeitige Aushändi⸗ gung dieser Sendungen an die Empfänger gesichert ist.
Wohlfahrtspflege.
Seit Ausbruch des Krieges sind vom deutschen Roten Kreuz aus eigenen Mitteln und Sammelgeldern 24 Vereinslazarett⸗ züge aufgestellt worden, 10 vom Zentralkomitee in Berlin, die übrigen von den Landesvereinen vom Roten Kreuz in Bayern, Württemberg und Baden, vom Roten Kreuz von Berlin, vom Roten Kreuz von Schöneberg⸗Wilmersdorf usw. Bei anderen Landesverelnen wird die Aufstellung weiterer Vereinslazarettzüge vorbereitet. Die Material⸗ ausstattung eines Zuges hat einen Wert von durchschnittlich etwa 50 000 bis 60000 ℳ. Die bei Verwendung der ersten Züge gemachten Erfahrungen wurden sogleich zu Verbesserungen verwertet. Alle Züge sind oder
“
werden jetzt auch mit Küchen⸗ oder Speisewagen auegestattet und ent⸗
sprechen in ärztlicher Beziehung hohen Ansprüchen. Jeder Vereins⸗ lazarettzug ist zum Transvort von 320 liegenden Kranken eingerichtet und verfügt über 4 Aerzte, 4 Pflegerinnen, 36 Pfleger, 1 Rechnungs⸗ führer, 1 Schlosser, 1 Diener. Das gesamte Personal ist vom Roten Kreuß gestellt, die Aerzte und Rechnungsführer werden auch von ihm Fllesr. Die vorgenannten 24 Züge sind mit Ausnahme weniger im 8 etrieb und haben bereits vortreffliche Dienste geleistet.
8
“ E11“ * Vom Johanniterorden wird zurzeit ein Hilfslazarett⸗
zug mit 320 Betten für Verwundete ausgerüstet, der seine erste Fahrt in der zweiten Hälfte dieses Monats soll. G
für diesen Zug an eingemachtem Obf Fruchtsäft
81. ngemachtem st, Fruchtsäften, Fruchtgelee Mineralwässern, Weinen, Gemüfekonserven usw. werden im Berlin W., Karlsbad 3, Hof hr entgegengenommen. Ebenso
Liebesgaben für einzelne Truppenteile oder
8
8
Nr. 79 des „Zentralblatts der Bauverwaltung“', heraus⸗ gegeben im Ministerium der öffentlichen Arbeiten, vom 3. Oktober 1914 hat folgenden Irhalt: Amtliches: Runderlaß vom 15. Sep⸗ tember 1914, betr. die Aufstellung und die Innehaltung der Kosten⸗ anschläge. — Dienstnachrichten. — Nichtamtliches: Der Bebauungs⸗ plan für das Südgelände in Berlin⸗Schöneberg. — Beitrag zur Ent⸗ wicktung der Naßbagger. — Vermischtes: Alte und neue Spreebrücken des Oder⸗Spree⸗Kanals. — Metallhülse mit äußerem und innerem Holzschraubengewinde zur Aufnahme der Schwellenschraube. — M. Armand Considère †. — Bücherschau.
Wetterbericht vom 4. Oktober 1914, Vorm. 9 ⅞ Uhr.
—
Wetterbericht vom 5. Oktober 1914, Vorm. 9 ⅜½ Uhr.
—— —
V
Niederschlag in
Witterungs⸗ verlauf der letzten I 24 Stunden
bedect Nachm.Niederschl.
Schauer
Wind⸗
richtung, Wind. Wetter
stärke
Name der Beobachtungs⸗ station
in Celsius — Barometerstand in
Barometerstand auf 0 °, Meeres⸗ niveau u Schwere in 45 ° Breite Temperatur 24 Stunden mm Stufenwerten ²)
Borkum 767,8 Keitum —
Hamburg 765,4 Swinemünde 763,5
8 18 + .
V
Niederschlag in —†124 Stunden mm
Wind⸗
richtung, Wind⸗ Wetter stärke
Schwere
in 45 ° Breite
Witterungs⸗ verlauf der letzten 24 Stunden
Name der Beobachtungs⸗ station
in Celsius
Barometerstand auf 0 °, Meeres⸗
Temperatur Barometerstand in Stufenwerten *)
niveau u.
=
888 ——— D
8 ö’
Regen heiter wolkig anhalt. Niederschl. wolkig meist bewölkt bedeckt Schauer Schauer Schauer
Neufahrwasser 761,0 Memel 758,5 Aachen 771,2 Hannover 767,2 Berlin 765,5
- -
9
888S
Borkum 752,8 [ 7Regen Nachis Mederschl.
wolkig Dresden 766,8 Nachts Niederschl.
1
Keitum 759,1 NW 6 wolkig Hamburg 760,7 W 3 wolkig
— — Slʒlde dSno.
anhalt. Niederschl.
anhalt. Niederschl.
L Le
bedeckt
wolkig Schauer Schauer
S 88 8
Breslau 763,9 Bromberg 761,9
s
— — — —
Swinemuͤnde 756,7 WNW wolkig Schauer
bedeckt Metz 772,0 meist bewölkr
Q
Nachts Niederschl.
Neufahrwasser 751,7 WNW 3 Regen 9 Nachts Niederschl.
Memel 743,0 N 2 Regen
—2
S 888
halb bed. Schauer
Frankfurt, M. 770,7 meist bewölkt
Karlsruhe, B. 771,2 S
8 8
meist bewölkt Schauer
Aachen 7674 W 2 halb bed. 11 Hannover 762,7 W 1 bedeckt 11
PlvelPlbelbelelelgeleelbelee
nhalt. Niederschl. Nachts Niederschl.
8
München 770,7 Zugspitze 531,3 N 8
Berlin — — —
Schauer
0 —
Wilhelmshav. 766,8 W 9 wolkig
Dresden 762,8 W bedeckt 12 Breslau 760,1 W bedeckt 10 Bromberg 754,2 W Regen 9
Nachts Niederschl. Nachts Niederschl. Nachts Niederschl.
Kiel 764,5 WNW bedeckt
Schauer Vorm. Niederschl. Schauer
Wustrow. M. 763 6 WNW balb bed. 2 heiter
1— —
—
Metz 769,2 ]⁄1 W 3 bedeckt 11 meist bewölkt
Frankfurt, M
Königsberg 759,7 W —2 Cassel 769,0 W 1 bedeckt Magdeburg ]766,7 (W 2 wolkig
Schauer Nachm. Niederschl.
Karlsruhe, B. 768 6 WSW bedeckt 10 semlich beiter München 768,4 SW 6 wolkig 10 meist bewölkt Zugsvie 534,4 NW 5 bedeckt —1 0 [0] meist bewölkt
S
boIS=S=SSCSSSÖSZse
Schauer meist bewölkt Nachts Niederschl.
Grünberg Schl 764,4 WNW Jwolkig Mülhausen, E. 772,5 SW Z3 wolkenl. Friedrichsbaf. 771,1 N 2heiter
SS e&—se
Wilhelmshav. 761,8 W 3 halb bed.] 10/ 4 Schauer Kiel 759,4 WNW 3 bedeckt 10 7 Schauer
Bamberg 769,7 W Zwolkig
Nachts Niederschl. Paris —
Wustrow, M. 757,6 WNW 7 beiter 11 6 0 Nachm. Niederschl. Königsberg 749,9 NW 4 Megen 9, 10 3 Nachts Niederschl. Cassel — — — — — Magdeburg 762,2 W. bedeckt 11 GrünbergSchl 759,7 W 5 bedeckt 19
Schauer Nachm. Niederschl.
Vlissingen 771,9 WNW 3 bedeckt Helder 769,9 NW 4. bedeckt Bodö 755,7 wolkig Christiansund 761,4 L 2 bedeckt Skudenes 763,3 bedeckt
=so Ie
ziemlich bester meist bewölkt
Mülhausen, E. 771,2 WSW 4 balb bed.
Vardo 743,7 N. Regen Skagen 761,4 heiter
1
Friedrichshaf. V 770,4 W 1 bedeckt
Bamberg 766,3 W 3 Regen Nachts Niederschl.
Hanstholm 762,0 wolkig
Kopenhagen 762,3 2 Dunst
Vlissingen 768,0 WNW 4 wolkig
Paris V — — —
Stockholm
1E
Helder — — — Bodö 750,8 W 4 wolkig
Hernösand Haparanda
Christiansund 754,3 Windst. wolkig
Wisby
Skudenes 756,0 NNW 4 (Regen
Karlstad
O00
Archangel
SaESE
Vardö 737,9 W 6 Regen Skagen — — —
Hanstholm — — — Kopenhagen 754,1 NW 4 bedeckt 10 5 Stockholm 751,0 N 2 wolkig 2 0
Petersburg Riga Wilna Gorki
Hernösand 7520 W 2 wolkenl. 270 Havpvaranda 751,1 NNW 4 wolkig 8 7
Warschau
Wisby “ M
Kiew Vesc Wien heiter Lanhalt. Niederschl.
Karlstad Windst. swolktg 2
Prag bedeckt Schauer
Archangel
Rom halb bed.
Petersburg
Florenz bedeckt
Riga
Cagliart 3 wolkenl.
Wilna
Thorshavn —
Gorkt
UUUUSSASS=A AbeXnX=SSSS=SSIA;SSS
Seydisfjord —
Warschau Kiew Wien W Regen Prag bedeckt Rom bedeckt Florenz bedeckt Cagliari 3wolkenl. Thorshapn Seydisfjord
Rügenwalder⸗ münde
meist bewölkt Nachts Niederschl.
½SS—-'
Rügenwalder⸗ münde halb bed.
Hammerhus wolkig Lerwick Portland Bill m Biarritz Clermont Perpignan Nizza
Zürich NO 2 halb bed. Genf NNO 2 beiter
aanhalt. Niederschl. Hammerhus WNW 4 —
Lerwick
Lugano wolkenl. Säntis wolkig
Portland Bill Biarritz
Helsingfors Kuopio
Clermont
Moskau
Perpignan
Brindist wolkenl.
Nina
Triest 62,7 wolkenl. Nachts Niederschl.
Zürich
Krakau
Genf
Lemberg Hr
Lugano
Hermannstadt —
Säntis
Belgrad Serb. qbcs
Helsingfors Kuopio Moskau Brindisi Triest — Krakau bedeckt Lemberg — Hermannstadt wolkenl. Belgrad Serb. — Reykjavik —
(5 Uhr Abends) Budapest 765,2 % Gewitt. Horta — —
Coruna — — — — — *) Aenderung des Barometers (Barometertendens) von 5 bis 8 Uhr Morgens⸗ nach solgender Skala: 0 = 0,0 bis 0,4 mm; 1 = 0,5 bis 1,4 mm; 2 = 1,5 bis 2,4 mm;
8 = 25 bis 6,4 mm; 4 = 855 bis 4,4 mm; 5 =4,5 bis 5,4 mmn.; 6 5,5 his 6,4 mm; 7 = 65 bis 74 mm; 8 ⸗= 7,5 b18 8,4 mm; 9 = nicht beobachtet. Bei negativen Werten der Barometertendenz (Minuszeichen) gilt dieselbe Chiffreskale.
Ein Hochdruckgebiet über 772 mm, mit einem ostwärts schreitenden Keil über Großbritannjen, liegt über Frankreich. Ein zurückweichendes Tie druckgebiet breitet sich von Nordwest⸗ bis Mitteleuropa aus; ein Minimum von 745 mm leegt östlich von St. Petersburg. — In Deutschland ist das Wetter vorwiegend trübe und milder bdei schwachen bis frischen westlichen, an der Westküste nordwestlichen Winden; der Nordwesten und Osten hatten überall Regen.
Nachts Niederschl.
Vorm. Niederschl.
(Lesina) Nachts Niederschl.
Reykjavik (Lesina)
(5Uhr Abends) — Budapest beiter Nachts Niederschl.
Horta sas
Corunla “ —
*) Aenderung des Barometers (Barometertendenz) von 5 bis 8 Uhr Norgens nach
E* Skala: 0= 0,0 bis 0,4 mm; 1= 0,5 bis 1,4 mm; 2 =1,5 bis 2,.4 mm = 2,5 bis 8,4 mm; 4 = 3,5 bis 4,4 mm; 5 = 4,5 bis 5,4 mm; 6 = 5,5 bitd
6,4 mm; 7 = 6,5 bis 7,4 mm; 8 = 7,5 bis 8,4 mm; 9 = nicht beobachtet. Bei negativen Werten der Barometertendenz (Minuszeichen) gilt dieselbe Chiffreskala.
Das gestrige Hochdruckgebiet hat zugenommen, es breitet sich, von einem Maximum von 775 mm über Frankreich ausgebend, bis zum Nordmeer und der Weichsel aus; ein Tiefdruckgebiet unter 745 mm über Nordwestrußland entsendet südostwärts schreitende Ausläufer nach dem Skagerrak und nach Südwestrußland. — In Deutschland ist das Wetter ziemlich trübe und etwas kälter bei schwachen bis mäßiven nordwestlichen Winden; überall haben Regenfälle stattgefunden.
Deutsche Seewarte