Trauersviel in füͤnf Akten von Sbakespeare,
geschütze sowie A Maschinengewehre erbeutet. Außer⸗ dem wurden neun Automobile und anderes Kriegsmaterial genammen. Die Verluste des Feindes sind sehr groß. Während des Rückzuges litten die Engländer schrecklich unter Durst und Sonnenstich. Mehr als zweihundert Leichen wurden auf der Straße gefunden. kach Meldungen aus Bagdad bestätigten englische Flieger⸗ Zffiziere, die an der Front in Mesopotamien gefangen ge⸗ nommen worden sind, daß unter den indischen Truppen, die in der englischen Armee dienen, ein Aufst and ausgebrochen ist. Die Engländer seien überdies den Angriffen der Stämme in der Küstengegend von Bassorah ausgesetzt, die sie in der ersten Zeit gut aufzunehmen schienen. Die Lage der Engländer im Irak sei auf diese Weise schwierig geworden. Die Offiziere sind voll des Lobes über die Haltung, die die türkischen Truppen gegen sie beobachtet haben.
— Zur Arbeiterbewegung.
Niach einer von „W. T. B.“ wiedergegebenen Meldung des Mai⸗ länder „Secolo“ haben die Weber am 29. d. M. in Legnano, Gallarate, Busto, Arsizio wieder Streikversammlungen abgehalten. Ungefähr 35 000 Weber seien ausständig. Am Mittwoch hätten sich die Ge⸗ meindevorsteher des Ausstandsgebiets versommelt, um über den schweren Streik zu verhandeln und die Möglichkeit einer Verständigung zu prüfen. Die Vertreter der Webereigesellschaft und der Arbeiter⸗ partei seien dabei getrennt gehört worden. Für gestern seten gemein⸗ same Verhandlungen zwischen den Vertretern der Industriellen und
i Textilarbeitern angesetzt gewesen. An dem Ausstand nehme
e gesamte Arbeiterschaft der Webereien von Legnano, Gallarate, Busto und Arsizio sowie der „Fabriken in Rescaldina, San Giorgia und Canegrata teil. Ungefähr 50 Fabriken seien geschlossen. Die Lage sei ziemlich schwierig. Die Arbeiter forderten Erhöhung ihres Lohnes um 10 %, was die Bilanz der bedeutendsten Webereien bis zu hunderttausend Lire mehr bela ten
8 8 Wohlfahrtspflege. 8 In einer am 29. September im Rathaus zu Stuttgart abge⸗ haltenen Sitzung einigte sich der vorbereitende Hilfsausschuß für Ostpreußen nach ausgiebiger Erörterung dahm, daß man nach wie vor der noileidenden Bevölkerung der verwüsteten Ostmark nach Kräften Hilfe leisten solle. Man war, wie „W. T. B. berichtet, einhellig der Ueberzeugung, daß von der Verwirklichung des vielfach im Reiche bereits zur Aus⸗ führung gebrachten Patenschaftsgedankens aus den verschiedenen prak⸗ tischen Erwägungen heraus jedenfalls hier vorerst Abstand genommen werden müsse, daß man sich auf dauernde Unterstützung eines einzelnen, eng begrenzten Gebietes vorläufig nicht beschränken solle, hat aber die Absicht, den Geschädigten des Kreises Ragnit eine beträcht⸗ liche einmalige Hilfe zu verschaffen. Es wurde ein Arheitsausschuß gewählt mit dem Staatsminister a. D. von S als Vorsitzendem. Ausschuß wird sich demnächst an die Oeffentlichkeit wenden.
Verkehrswesen.
Der Staatssekretär des Reichspostamts erläßt, wie „W. T. B.“ mitteilt, die folgende Bekanntmachung: . Die durch die ungünstigen Beförderung sverhältnisse herbei⸗ geführte Anhäufung von Postsachen auf den östlichen Kriegs⸗ schauplätzen hat leider noch nicht behoben werden können. Im Einvernehmen mit der Heeresverwaltung wird daher das Verbot der Annahme und Beförderung privater Feldpostbriefe über 50 g (Päckchen) an die Truppen⸗ angehörigen der Ostarmeen bis einschließlich 5. Ok⸗ tober verlängert. Hiernach unzulässige Sendungen werden den Absendern zurückgegeben werden.
Vom 15. November 1915 ab wird für die im deutschen Eisenbahngütertarif Teil I Abt. B bezeichneten sperrigen Stückgüter auch auf den Bahnen des westlichen Kriegsschau⸗ platzes bei der Frachterhebung ein Gewichtszuschlag von 50 vom hundert des wirklichen Gewichts berechnet.
1“
Nach einer Meldung der „Agence Havas“ ist auf Ersuchen der Militärbehörden die französisch⸗ schweizerische Grenze zurzett für den Personenverkehr von Frankreich nach der Schweiz gesperrt worden. Die Beförderung von Briefen, Telegrammen und Post⸗ paketen, einschließlich solcher für Kriegsgefangene, nach der Schweiz wird augenblicklich gleichfalls eingestellt. Außerdem können Tele⸗ gramme nach gewissen Ländern ebenfalls, jedoch nicht länger als 48 Stunden, zurückgehalten werden.
FTLvbheater und Mufirk.
Deutsches Theater.
Das Deutsche Theater, das allmählich die Werke von Gerhart Hauptmann seinem Spielplan einverleiben will, brachte am Mitt⸗ woch die Komödie „Kollege Crampton“, in deren Titelrolle man zuletzt am Lessingtheater ülbert Bassermann sah. Jetzt ist die Ver⸗ körperung dieser Künstlergestalt, der einst der verstorbene Georg Engels mit seiner ebenso charakteristischen wie liebenswürdigen Dar⸗ stellung nachhaltiges Bühnenleben eingehaucht auf Paul Wegener übergegangen. Trat bei Albert Bassermann die Neigung allzusehr in den Vordergrund, die Rolle pathologisch aufzufassen, indem er die seelischen und körperlichen Krankheitsmerkmale des Gewohnheitstrinkers tark betonte, so war Wegener dagegen bestrebt, mehr den genialen Künstler hervorzukehren, dessen von Haus aus adlige, bochgespannte Seele im Kampf gegen Unverstand und Philistertum zermürbt worden und in Verfall geraten ist. Mit anderen Worten, er faßte seine Auf⸗ gabe geistiger auf als der realistische Kleinmaler Bassermann und schuf damit eine fesselnde Charakterstudie, die auch stärker und un⸗ mittelbarer das Mitgefühl der Zuschauer wachrief. Die Augenblicke heiß aufquellenden Vatergefühls, das Crampton beim Anblick der jungen Tochter bewegt, warfen zum Schluß einen milden, versöhnlichen Lichtschimmer über die ganze Gestalt. Die Rolle der Tochter gab Johanna Terwin mädchenhaft zart in der Erscheinung und warm und berzlich im Ausdruck. Den Ton des biederen, rechtschaffenen Fabrikanten Adolf Strähler traf Eduard von Winterstein mit über⸗ zeugender Natürlichkeit und gutem Humor. Eine erheiternde Leistung bot ferner Emil Jannings in der dankbaren Episodenrolle des Dienst⸗ manns Löffler. Auch die anderen zahlreichen Nebenrollen waren gut besetzt. Die vortreffliche Aufführung, der der Dichter persönlich bei⸗ wohnte, fand lebhaften Beifall.
Morgen, Sonnabend, wird im Königlichen Opernhause „Mignon“ aufgeführt. Die Besetzung lautet: Mignon: Frau Engell; Pbhiline: Fräulein Alfermann; Wilhelm Meister: Herr Bergman; Lothario: Herr Schwegler; Laörtes: Herr Habich; Friedrich: Herr Funk. Dirigent ist der Kapellmeister von Strauß.
Im Königlichen Schauspielhause geht morgen die Neu⸗ einstudierung von „Antonius und Cleopatra“ in Szene. Die Titel⸗ rollen werden von Frau Durieux und Herrn Sommerstorff dargestellt. Die übrigen Hauptrollen liegen in den Händen der Damen Heisler und Ressel sowie der Herren Kraußneck, Vollmer, Eggeling, Eichholz, Engels, von Ledebur, Leffler, Mannstaedt, Werrack und Zimmerer. Spielleiter ist Dr. Bruck.
Einen „Schmid⸗Kayser⸗Abend“ veranstaltet die Zeitschrift „Die Welt der P und Mutter“ am Mittwoch, den 6. Oktober, Abends 8 Uhr, im großen Saale des Deutschen Zahnärztehauses, Bülowstraße 104, am Nollendorfplatz. Ihre Mitwirkung haben zuge⸗ sagt: Hans Schmid⸗Kayser (Lieder zur Laute), Irene Neuner (Vtoline), Hertha Schmid⸗Kayser (Vortragskünstlerin), Marie Finder (Klovier). Einlaßkarten zu 75 ₰ sind bei Frau Salinger, Köpenicker Straße 76, Frau Justizrat Loewe, Uhlandstraße 112/13, Frau Wechsler, Vorberg⸗ san⸗ 2, Dr. Tetzlaff, Gitschiner Straße 82, und im Kaufhause des Westens zu haben.
8 8 Mannigfaltiges.
Berlin, 1. Oktober 1915.
In der gestrigen Sitzung der Stadtverordneten stand als eine Vorlage des Magistrats, betreffend die ornahme von Maßnahmen zur Dipbtheriebekämpfung im Stadtgebiet, auf der Tagesordnung. Solche Maßnahmen sind dadurch nötig geworden, daß die Zunahme der Diphtherieerkrankungen in diesem Jahre früher eingetreten ist als gewöhnlich und die Erkrankungs⸗ fälle auffallend bösartig sind. Dazu kommt, daß ein erheblicher Teil der Familienväter eingezogen ist und ein Mangel an Aerzten herrscht. Der Magistrat bat beschlossen, die vom Stadtmedizinalrat empfohlene Anstellung von Fürsorgeschwestern zunächst den zuständigen Depu⸗
tationen zur Beratung zu überweisen, im übrigen w
—
9 * 8n Ver⸗ sammlung ersucht, folgenden Beschluß zu fassen: .1) Die Versamm⸗ lung erklänt sich damit einverstanden, daß für die Dauer der zurzeit herrschenden Diphtherieepidemie, zunächst für zwei Monate, die 1““ ——,— sanch leichterer Fälle) ohne vorherige Prüfung der Kostenfrage erfo
berbeig, Hrüfe in den gegebenen F vielmehr durch die zuständigen Hienststellen nachträglich getroffen wird. 2) Sie genehmigt nachträglich die vom Magistrat unternommenen Schritte zur schleunigen Schaffung weiterer 60 Diphtheriebetten im Krankenhause Moabit, und sie genehmigt ferner die Verausgabung der Einrichtungskosten (etwa 20 000 ℳ) sowie der durch die Einstellung des erforderlichen Personals, die Verpflegung und Behandlung der vermehrten Kranken entstehenden Kosten.“ Die Vorlage wurde nach längerer Aussprache auf Antrag des Stadtverordneten Dr. Weyl einem Ausschuß zur Vorberatung überwiesen. — Eine weitere Vorlage des Magistrats betraf die Zahlung einer Vergleichssumme von 214 712 ℳ an den Magistrat von Neu⸗ kölln als Zuschuß zu den Schullasten für die Rechnungs⸗ jahre 1898 dis 1908. Die von der Stadt Neukölln gestellten Forderungen, betreffend die Leistung von Zuschüssen zu den Aus⸗ gaben des öffentlichen Volksschulwesens aus § 53 des Kom⸗ munalabgabengesetzes, reichen bis zum Jahre 1898 zurück. Ste belaufen sch für die Jahre 1898 bis 1914 auf zusammen 4 009 000 ℳ und sind sämtlich noch in der Schwebe. Die Stadt⸗ verordnetenversammlung soll sich jetzt damit einverstanden erklären, daß der Stadt Neukölln als Zuschuß zu den Kosten für das öffent⸗ liche Volksschulwesen für die Rechnungsjahre 1898 bis 1908 eine Vergleichssumme von 214 712 ℳ gezahlt wird. „Auch diese Vorlage wurde einem Ausschuß überwiesen. — Auf die öffentliche folgte eine geheime Sitzung.
Essen (Ruhr), 1. Oktober. (W. T. B.) Von den bei dem Unglück auf der Zeche „Holland“ in Wattenscheid verletzten fünfundzwanzig Bergleuten sind im Laufe der Nacht noch vier ibren Verletzungen erlegen, sodaß die Explosion bisher dreizehn Opfer gefordert hat. (Vgl. Nr. 231 d. Bl.)
Leipzig, 30. September. (W. T. B.) Auf das von dem Deutschen Buchdruckereiverein anläßlich seiner Eisenacher Hauptversammlung an Seine Majestät den Kaiser und König gerichtete Huldigungstelegramm (vpgl. Nr. 230 d. Bl.) ist bei dem Ersten Vorsitzenden des Deutschen Buchdruckervereins, Dr. Viktor Klinkhardt, folgende Antwort eingegangen: „Seine Majestät der Kaiser und König lassen für die Huldigungsgrüße und das Gelöbnis weiterer treuer Mitarbeit der Angehörigen des deutschen Buchdrucker⸗ gewerbes an der glücklichen Ueberwindung der über das Vaterland ge⸗ kommenen ernsten Zeit bestens danken.
Auf Allerhöchsten Befehl: 8
Der Geheime Kabinettsrat von Valentini.
London, 30. September. (W. T. B.) Wie Lloyds meldet, ist das amerikanische Schiff „Vincent“ verbrannt. Die Be⸗ satzung ist gerettet.
Rom, 30. September. (W. T. B.) Laut „Messaggero“ fanden bei der Explosion des Linienschiffes „Benedetto Brin der Kommandant, Kapitän Faraforni, und der Fregattenkapitän Candeo den Tod. Von Offizieren wurden nur die Ingenieure und drei Aerzte gerettet. Gegenüber den Ueberlebenden wurden außer⸗ ordentlich strenge Vorkehrungen getroffen, um zu verhindern, daß sie vor dem offiziellen Verhör mit dritten Personen sprechen.
Bern, 1. Oktober. (W. T. B.) In Mümliswil im Kanton Solothurn ereignete sich gestern nachmittag in einer Kammfabrik eine schreckliche Explosion durch Entzündung von Zelluloid. Sofort alle Fabrikräume in Fiammen. Bis jetzt sind zwölf
ote geborgen; man vermutet, daß mindestens zehn Tote noch unter den Trümmern liegen. Dreißig Personen sind schwer verletzt.
New Orleans, 30. September. (W. T. B.) Wie das „Reutersche Bureau“ meldet, verursachte ein Wirbelsturm gestern abend großes Unheil. Zehn Menschen sind tot, 150 verwundet. Der Sachschaden beträgt über eine Million Dollar. Die Schiffe im Hafen blieben unbeschädigt.
Fortsetzung des Nichtamtlichen in der Ersten Beilage.)
Theater. Königliche Schauspiele. Sonn⸗
abend: Opernhaus. 206. Abonnementsvor⸗ stellung. Mignon. Oper in drei Akten von Ambroise Thomas. Text mit Be⸗ nutzung des Goetheschen Romans „Wilhelm Meisters Lehrjahre’ von Michel Carré und Jules Barbier, deutsch von Ferdinand Gumbert. Musikalische Leitung: Herr Kapellmeister von Strauß. Regie: Herr Reaisseur Hertzer. Ballett: Herr Ballett⸗ meister Graeb. Chöre: Herr Preofessor Rüdel. Anfang 7 ½ Uhr.
Schauspielhaus. 199. Abonnementsvor⸗
ellung. Dienst⸗ und Freiplätze sind auf⸗ gehoben. Neu einstudiert: Antonius uüund Cleopatra. Trauerspiel in füͤnf Akten von Shakespeare, deutsch von Tieck. Mit Benutzung der Bühneneinrichtung von F. A. Leo. In Szene gesetzt von Herrn Regisseur Dr. Bruck. Die zur Hanslung gehönge Musik von Ferdinand Hummel. Anfang 7 ½ Uhr.
Sonntag: Opernhaus. 207. Abonne⸗ mentsvorstellung Dienst⸗ und Freiplätze sind aufgehoben. Hoffmanns Erzählungen. e eh Oper in drei Akten, einem
rolog und einem Exilog von J. Barbier. Musik von J. Offenbach.
7 ½ Uhr.
Schauspielhaus. 200. Abonnementsvor⸗ stellung. Dienst⸗ und Freiplätze sind auf⸗ gehoben. Antonius und ECleopatra
Sonnabend,
Sonntag: Venedig.
und Willy Bredschneider.
blätter! blätter!
Theater Straße.
Schering.
Anfang Sonntag,
Rausch.
deutsch von Tieck. Anfang 7 ½ Uhr.
Sil⸗Vara.
Deutsches Theater. (Direktion Max Sonntag
Reinhardt). Sonnabend, Abends 7 ⅛ Uhr:
Ju dith.
Sonntag, Nachmittags 2 ½ Uhr: Zu kleinen Preisen: Hamlet. — Abends
8 Uhr: Kollege Crampton.
Kammerspiele.
Sonnabend, Abends 8 Uhr: Der Weibsteufel.
Sonntag, Nachmittags 2 ½ Uhr: Zu kleinen Preisen: Die deutschen Klein⸗ Hädter. — Abends 8 Uhr: Der Weibs⸗ teufel.
Garten.) Sonnahend,
Zwischenspiel. von Arthur Schnitzler.
Volksbühne. (Theater am Bülowplatz.)
(Untergrundbahn Schönhauser Tor.) Direktion: Max Reinhardt.
Abends 8 ¼½ Uhr:
Kaufmann von Venedig.
Der Kaufmann
Berliner Theuter. Sonnab., Abends 8 Uhr: Extrablätter! Heitere Bilder aus ernster Zeit von Bernauer⸗Schanzer und Gordon. Musik von Walter Kollo
Sonntag, Nachmittags 3 Uhr: einst im Mai. — Abends 8 Uhr: Extra⸗
Montag und folgende Tage: Extra⸗
8 2 in der Königgrützer Sonnabend, Abends 8 Uhr:
Rausch. Schauspiel in vier Akten von August Strindberg. Uebersetzt von Emil (In den Hauptrollen: Maria Orska und Ludwig Hartau.) Nachmittags Kabale und Liebe. — Abends 8 Uhr:
Montag: Ueber die Kraft, 1. Teil
Komödienhaus. Sonnabend, Abends
8 Uhr: Die Frau von vierzig Jahren. Ein Schauspiel in drei Aufzügen von
und folgende Frau von vierzig Jahren.
Deutsches Künstlertheater. Nürn⸗ bergerstr. 70/71, gegenüber dem Zoologischen Komödie in drei Akten
Sonntag, Nachmittags 3 ¼ Uhr: Dat⸗ Jung muß man sein. terich. — Abends 8 Uhr: Zwischeuspiel. Montag: Zwischenspiel.
Lessingtheater. Sonnabend, Abende Theater 8 Uhr: Don Juan oder Der steinerne Zoologischer Gast. Komödie in fünf Aufzügen von Sonnabend, Molidre.
Sonntag, Nachmittags 3 ½¼ Uhr: Bau⸗ meister Solneß. — Abends 8 Uhr: Don Juan. 8
Montag: Don Juan.
Schillertheater. o. (Wallner⸗ theater.) Sonnabend, Abends 8 Uhr: Mein Leopold. Volksstück in drei Akten von Adolph L'Arronge.
Sonntag, Nachmittags 3 Uhr: Die Hermannschlacht. — Abends 8 Uhr: Heimat.
Montag: Mein Leopold.
Charlottenburg. Sonnabend, Abends 8 Uhr: Heimat. Schauspiel in vier Akten von Hermann Sudermann.
Sonntag, Nachmittags 3 Uhr: Das Glück im Winkel. — Abends 8 Uhr: Alt⸗Heidelberg.
Montag: Zum ersten Male: Jugend.
Der
von
und Rudolf Leo Fall.
brave
8
Theater Sonnabend, feste druff!
Wie
Sonntag,
feste druff!
Deutsches Opernhans. (Char⸗ lottenburg, Bismarck⸗Straße 34 — 37. Direktion: Georg Hartmann.) Sonnabend, Abends 8 Uhr: Die Fledermaus. Komische Operette mit Tanz in drei Akten von Meilhac und Halépy. Bearbeitet von C. Haffner und Richard Genée. Musik von Johann Strauß.
Sonntag, Nachmitiags 3 Uhr: Hoff⸗ manns Erzählungen. — Abends 8 Uhr: Der Wildschütz.
Montag: Lohengrin.
die —V—⁴
Komische Oper. (An der Weiden⸗ dammer Brücke.) Sonnabend, Abends 8 Uhr: Jung muß man sein.
Operette in drei Akten von Leo Leipziger und Erich Urban. Musik von Gilbert.
Sonntag, Nachmittags 3 ½ Uhr: Gold gab ich für Eisen. — Abends 8 Uhr:
Jung
Taufstein. 3 Uhr:
schaftlicher
Schönfeld.)
Tage: Sonntag, kleinen
“
Montag
Montag und folgende Tage: muß man sein.
Male: Der künstliche Mensch. Operette in 2 Akten (3 Bildern) von A. M. Willner
Sonntag, Nachmittags 3 ½ Uhr: Der Fridolin. — Abends 8 Uhr: Der künstliche Mensch.
in vier Bildern von Hermann Haller und Willi Wolff.
Graf von Luxemburg. — Abends 8 ¼ Uhr: Immer feste druff! . Montag und folgende Tage: Immer
Lustspielhaus. (Friedrichstraße 236.) Sonnabend, Abends 8 ¼ Uhr: Herrschaft⸗ licher Diener gesucht.. in drei Akten von Eugen Burg und Louts
Sonnrtag, Nachmittags 3 ½ Uhr: Die Ehre. — Abends 8 Uhr: Herrschaft⸗ licher Diener gesucht...
Montag und folgende Tage:
Thaliathenter. (Direktion: Kren und
Drei Paar Schuhe. 3 Gesang in vier Bildern, frei nach Karl Görlitz von Jean Kren. Gesangstexte von Alfred Schönfeld. Musik von Gilbert.
Preisen: Kam’rad Männe. — Abends 8 Uhr: Drei Paar Schuhe.
Gesangstexte von Leo Paar Schuhe.
Trianontheuter. (Georgenstr., nahe Bahnhof Friedrichstr.) Sonnabend, Abends 8 ¼ Uhr: Lehmanns Kinder. Schwank in drei Akten von Hans Sturm.
des Westens. (Station: Garten. Kantstraße 12.) Abends 8 Uhr: Zum ersten
Sonntag, Nachmittags 3 ½ Uhr: Minna von Barnhelm. — Abends 8 Uhr: Lehmanns Kinder.
Montag und folgende Leh⸗ manns Kinder.
Zirhus Busch. Sonnabend, Abends 8 Uhr: Das vorzügliche Eröffnungs⸗ programm.
1“ Familiennachrichten.
Verehelicht: Hr. Generalmajor Ferdi⸗ nand von Stockhausen mit Marie verw. Gräfin Schlieffen, geb. von Witzleben (Hannover). — Hr. Leutnant Felix Klinkhart mit Frl. Erna Naumann (Görlitz). .
Geboren: Ein Sohn: Hrn. Divisions⸗ pfarrer Stelter (Posen). — Hrn. Ober⸗ landesgerichtsrat Rudolf Schnieber (Breslau). — Eine Tochter: Hrn. Rittmeister Grafen Blücher (Alten⸗ gottern, Thür.).
Tage:
Oesterreicher. Musik von
am Nollendorfplatz.
Abends 8 ¼ Uhr: Immer Vaterländisches Volksstück
Musik von Waller Kollo. Nachmittags 3 ½ Uhr: Der
Schwank Beim Ausbleiben oder bei ver⸗
späteter Lieferung einer Nummer wollen sich die Post bezieher stets nur an den Briefträger oder die zuständige Bestell⸗Post⸗ anstalt wenden. Erst wenn Nach⸗ lieferung und Aufklärung nicht in angemessener Frist erfolgen, wende man sich unter Angabe der bereits unternommenen Schritte anu die Expedition des „Reichs⸗ und Staats⸗ anzeigers“.
Herr · Diener gesucht...
Sonnabend, Abends 8 Uhr Lebensbild mit
Verantwortlicher Redakteur: Direktor Dr. Tyrol in Charlottenburg.
Verlag der Expedition (J. V.: Mengering) in Berlin.
Drei Druck der Norddeutschen Buchdruckerei un Verlagsanstalt, Berlin, Wilhelmstraße 32.
Fünf Beilagen (einschließlich Warenzeichenbeilage Nr. 77),
Nachmittags 3 Uhr: Zu
und folgende Tage:
gt, die Entscheidung über
Land⸗ und Forstwirtschaft. 8 Preisregelung für Kontingentgerste. Der Ständige Ausschuß des Deutschen Landwirtschafts⸗ rats hat sich am 29. mit den Beschwerden beschäftigt, die aus landwirtschaftlichen Kreisen über die Preispolitik der Gerste⸗ verwertungsgesellschaft erhoben worden sind und die in letzter Zeit zur tockung des Gersteverkaufs geführt haben. Es wurde beschlossen, zur Beseitigung dieser Differenzen folgende Forderungen zu stellen: Zuwahl von Landwirten in den Aufsichtgrat der G.⸗V.⸗Ges. und uztehung derselben zur Bonitierungskommission der G.⸗V.⸗ Ges., 2) „Erböhung der für Kontingentgerste gezahlten, bisher je nach Güte zwischen 350 und 380 ℳ sich bewegenden Preise bis ZAur Höchstgrenze von 400 ℳ. Wie „W. T. B.“ erfährt, hat sich die Gersteverwertungsgesellschaft bereits mit diesen Be⸗ dingungen einverstanden erklärt. Ste wird daher künftig für Brau⸗ gerste je nach Qualität 350 bis 400 ℳ bewilligen, während für die Im. Industriegerste (Graupen, Malzkaffee 1fr) die bisher ge⸗ zahlten Preise von 330 bis 350 ℳ unverändert bleiben. Nachdem nunmehr eine Verständigung erzielt und ein Preis vereinbart ist, der sich für Brauger je in seinem Mittelsatze von 375 ℳ u o, also um die in normalen Zeiten übliche Spannung über dem Höchstpreise für Futtergerste hält, wird von beiden Seiten die bedauerliche Differenz als endgültig beseitigt angesehen. Die landwirtschaftlichen Vertretungen werden gebeten, nunmehr ihren Berufsgenossen dringend zu empfehlen, die verfügbare Gerste zu obigen reisen an die Kommissionäre der G.⸗V.⸗Ges. abzugeben und keinerlei Zurückhaltung zu üben. Dies entspricht auch dem Interesse der Gerstenbauer, die bei Festhaltung ihrer Vorräte aus der zweiten Erntehälfte vor der Gefahr stehen, sie dem Kommunalverbande zum Höchstpreise von 300 ℳ überlassen zu müssen. —
88
““ 15 Die Hefte 1 bis 3 vom 48. Bande der „Landwirtschaft⸗ lichen Jahrbücher“, der Zeitschrift für wissenschaftliche Landwirt⸗ schaft, die von dem Wirklichen Geheimen Rat Dr. H. Thiel und dem Geheimen Oberregierungsrat und vortragenden Rat im preußischen Ministerium für Landwirtschaft, Domänen und Forsten Dr. G. lden⸗ burg berausgegeben wird (Verlag von Paul Parey, Berlin, Preis des Bandes von fünf Heften 12 ℳ), enthalten folgende Abhandlungen: „Die genossenschaftliche Viehverwertung in Deutschland“ von Dr. Hans Horst (mit einer Textabbildung); „Weitere Beobachtungen über die Unkrautbekämpfung durch Kainit und einige andere chemische Mittel (aus dem Institut für Boden⸗ und Pflanzenbaulehre in Bonn⸗Poppelsdorf) von Th. Remy und J. Vasters (hierzu 4 Tafeln); „Die Landesmeltorationen der Rheinprovinz, ein Ueber⸗ blick über die rheinische Wasserwirtschaft mit technischen, gesetzlichen und wirtschaftlichen Erläuterungen“ von Regierungs⸗ und Baurat eimerle, ordentlichem Professor der Bau. und Kulturtechnik an der öniglichen Landwirtschaftlichen Akademie Bonn⸗Poppelsdorf (mit einer Karte); „Ueber Wirkungen von Leuchtgas auf die Pflanzen“ von aul Sorauer (bierzu 1 Tafel und 2 Textabbildungen); „Ueber den Eimfluß von Calciumzufuhr auf die Fortpflanzung“ von Rudolf Emmerich und Oeskar Loew, Professoren an der Unwersität München (mit 1 Textabbildung); „Zehn Jahre Sortenversuche in der akademi⸗ schen Gutswirtschaft Dikopshof“, unter Mitwirkung von K. Hofmann bearbeitet von A. Richardsen, Professor an der Königlichen Land⸗ wirtschaftlichen Akademie Bonn; „Nutzwert und Verdaulschkeit der Streupflanzen Juncus effusus L. und Scirpus lacustris L.“ von Dr. Nieolai von Eitzdorff⸗Kupffer aus Riga; „Landesökonomierat Otto Beseler (Nachruf) von H. Thiel (mit Bildnis).
Gesundheitswesen, Tierkrankheiten und Absperrungs⸗ maßregeln.
Gesundheitsstand und Gang der Volkskrankheiten.
(Nach den „Veröffentlichungen des Kaiserlichen Gesundheitsamts“, Nr. 39 vom 29. September 1915.) 8 1 Pest. 11688““ „Niederländisch Indien. Vom 13. bis 26. Auqust wurden folgende Erkrankungen 89. Todesfälle) gemeldet: aus dem Bezirke Malang 13 (11), Kediri 40 (38), Soerakarta 14 (13), Paree (14), Toeloengagoeng (1), Soerabaja (3), der Stadt Soerabaja⸗ (4) und dem Bezirke Sidoardjo(3).
Cholera.
Deutsches Reich. In der Woche vom 19. bis 25. September sind bei Zivilpersonen 7 Erkrankungen festgestellt worden, 888 zwar je 2 in Tilsit (Reg.⸗Bez. Gumbinnen), Thorn (Reg.⸗Bez. Marien⸗ werder) und Treptow (Kreis Demmin, Reg.⸗Bez. Stettin) sowie
inshöhe (Kreis Demmin, Reg.⸗Bez. Stettin). Ferner fälle unter Kriegsgefangenen aufgetreten in den
ü zirken Allenstein, Marienwerder, Stettin,
2en, Oppeln, Erfurt und Cassel in den dort eingerichteten BeJ. esterreich⸗Ungarn. In Bosnien und der Herze owina wurden in der Woche vom 15. bis 21. August 7 8üHerzegan ge⸗ meldet, und zwar im Kreise Donja Tuzla im Bezirk Brcko in .4, im Kreise Banjaluka im Bezirk Derventa in 2 Gem. 5, S 2 8* “ Feefötelt. In der Woche vom 2. 28. Augu uüurden keine Erkrankungen, indes 13 Ba . räger im Kreise Banjaluka festgestellt. 3
Pocken.
Oesterreich. In der Woche vom 1. bis 7. Au ust wurden 67 Erkrankungen gemeldet, und zwar in Niederösterreich in 2 Gem. 3, in Oberösterreich in 1 Gem. 2, in Böhmen in 3 Gem. 9, in Mähren in 2 Gem. 3, in Galizien in 79 Gem. 354. Vom 8. bis 14. August wurden 852 Erkrankungen angezeigt, und zwar in Niederösterreich in Wien 1, in Böhmen in 3 Gem. 5, in Mähren in 5 Gem. 9, in Galizien in 130 Gem. 837, größenteils bei Zivilpersonen.
Fleckfieber. X“
Deutsches Reich. In der Woche vom 19. bis 25. September
wurden 11 Erkrankungen unter Kriegsgefangenen in den Re⸗
gierungsbezirken Königsberg, Potsdam und Erfurt in den dort eingerichteten Gefangenenlagern ermittelt.
Rückfallfieber.
Deutsches Reich. In der Woche vom 19. bis 25. September wurden 2 Erkrankungen in Mecklenburg⸗Schwerin unter Kriegsgefangenen festgestellt. 8 “
8 Genickstarre. ““ 1 0 „Preußen. In der Woche vom 12. bis 18. Se tember sind 12 Erkrankungen (und 3 Todesfälle) in folgenden bezirken lund Kreisen] gemeldet worden: Landespolizeibezirk Berlin 4 (1) (Berlin Stadt 3, Berlin⸗Schöneberg 1 (1) , Reg.⸗ Bez. Frankfurt 1 (Frankfurt a. O. Stadt’, Gumbinnen 1 [Oletzkol), Liegn itz 1 ([Bunzlau), ; 1 (Celle Land],
and
Er st
Spi Preußen. In d
Erkrankungen (und
5 bez⸗ [Essen Stadt)], S
Schweiz. Vom
reußen. In de 278 Erkrankungen (und bezirken [und Kreis⸗ Berlin 6 (1) (Berlin
je 11, Breslau 7 2 (2)), Bromberg
Cöln. Land je 3]1, Danz Düsseldorf Stadt 6, C Langensalza 5]‧, Frankf
rankfurt a.
Marienwerder 4, Thorn 88 [Liebenwerda 4, Wit
burg 4, Oppeln Stadt, (1) [Oberbarnim 1,
Trier 11 (Saarlouis), Oesterreich. In 91 Erkrankungen (und 7
“ Verf in der Woche
Pocken: Krakau 1 Wien 2 Erkrankungen;
orte 1 Erkrankung;
Reg.⸗Bezirke Breslau 2, Liegnitz 1 Erkrankungen; krankungen; Influenz
3 Todesfälle, Budapest, holm 1 Erkrankungen; 1 Erkrankung; Fleisch kungen; fälle,
1 Erkrankung; kung.
Mehr als
— Erkrankungen wurden Stadt 35), D 147, Potsdam 109, Wien 79; an Masern in Buer — Erkranku New York 215; an
1,62 %) gestorben in
(Berlin Stadt 206), in
Wien 68.
Breslau 46, Gumbinnen
Beseitigung von Annähernd 3 Millionen
bestreitet. Sachen im Kl. Zablungsbefehl erledigt besser geworden: es
in unstreitigen Sachen
ehelf ist als der Zahlung Mißstand mit einem Sch
gezwungen, sich eingehend
verbreitet ist, schon frühe alle einschlägigen Fragen sie auch entsprechende
bureau, Neue Friedrichstr Stück abgegeben wird.
sicherungsanstalt W
Osnabrück 2 (1) [Meppen — (1), Oenabrück 2]¼, Stettin 1 (1) [Demmin], Trier 1 [Saarlouis].
Versicherungssumme von
Bez. Allenstein 11 (2) [Neidenburg 2, Allenstein Arnsberg 5 (Bochum Land 2, Gelsenkirchen Land, Schwelm, Witten (2) [Breslau Stadt 2, Millitsch 3, Steinau 10 (1) [Czarnikau 1, Cassel 2 [Hofgeismar], Koblenz19 (1) (Koblenz Stadt, Kreuznach je 2, Mayen 11 (1), Simmern 3, Wetzlar 1]), Cöln 6 [Cöln Stadt,
O. Stadt je 1], illkallen 5 (3), Stallupönen 8 (1), Gumbinnen 3 (1), Land 2, Angerburg 4 (2), 12ggsde 1a) il itz 8 „Meme 2, Liegnitz 8 (1) (Freystadt 7 (1), Hirschberg 1 1 Magdeburg 11 (1) [Magdeburg 3. Quedlinburg Lbir 88 8.0. haldensleben 1, Jerichow I 4 (1)2, Marienwerder 11 [Culm 3,
Fischvergiftung: . Hannover
YVork 111, Wien 48.
erhöhte sich in der Abteilung für rungssumme von 2000 ℳ an aufwärts) während des dritten Rech⸗ nungsjahres der Versicherungsbestand in der Todesfallversicherung und in der Erlebensfallversich
e Beilage
iger und Königlich Preuj
8—
Freitag, den 1 Oktober
nale Kinderlähmung.
er Woche vom 12. bis 18. September sind 1 Todesfall) in folgenden Regierungs⸗
irken [und Kreisen] gemeldet worden: Reg.⸗Bez. Düsseldorf 1 e Osnabrück 1 (1) (Bentheim], chleswig 1 [Kiel Stadt], Wiesbaden 1 [Unterwesterwaldj.
Posen 1 seissa), 5. b. bis 11. September in den Kantonen
Zürich und St. Gallen je 1 Erkrankung.
Ruhr. r Woche vom 12. bis 18. September sind 36 Todesfälle) in folgenden Regierungs⸗ en] gemeldet worden: Landespolizeibezirk Stadt 5 (1), Berlin. Wilmersdorf 1], Reg.⸗ Land 9 (2),
Schneidemühl 9 (1),
ig 4 [Berent)], Düssel dorf 8 (Barmen 1. ssen Land 1), Erfurt 6 (Erfurt Stadt 1, urt 10 (1) [Friedeberg i. Nm. 8 (1), Lebus⸗ Gumbinnen 38 (7) [Tilsit Stadt 3, Insterburg Oletzko 13), Hildesheim 1 [Mündens,, Braunsberg 3, Königsberg i. Pr. Stadt 13
Stadt 1, Thorn Land 3), Merseburg 7 tenberg 1, Halle a. S. Stadt 2 (1), — 71,
1)), Münster 11 (3) [Recklinghausen Land 4 (3), Warendor Oppeln 17 (3) [Beuthen Land 1 (1), Falkenberg 8 (1), Hinden⸗
Pleß je 1, Ratibor Stadt 2 (1)., Posen
11 (3) (Meseritz 7 (2), Ostrowo 2 (1), Schrimm 2]), Potsdam 11 Teltow 2, Zauch⸗Belzig 1, Stade 11 (Bremervörde 10,
Spandau 7 (1)]. Verden 1]), Stettin 1 [Stettin], Wies baden 2 (Frankfurt a. M.].
der Woche vom 23. bis 29. Mai wurden Todesfälle) gemeldet, und zwar in Nieder⸗
21 (1), Mähren 10 (3), (2), Böhmen
Schlesien 2 und Dalmatien 2.
chiedene Krankheiten vom 12. bis 18. September 1915
(für die deutschen Orte).
Todesfall, Budapest 2, Prag und Vororte 1. Fleckfieber: Budapest 1 Todesfall, New
York 3, Wien 2 Erkrankungen; Rückfallfieber: Regterun sbezirke Düsseldorf 1, bantb — v Milzbrand: Prag g Vor⸗
ollwut: kungen: Bißverletzung durch tollwutverdächtige Tiere:
Budapest 1 Todeefall, 7 Erkran⸗
Bromberg 3, Gumbinnen 1, Königsberg 4, Trichtnose: Reg⸗Bez. Schleswig 2 Er⸗ a: Berlin 4, Braunschweig 1 Todesvälle;
Genickstarre: München, Budapest je 1, Kopenhagen 2, New York
New York je 2, Prag und Vororte 3, Stock⸗ spinale Kinderläbmung: Stockholm vergiftung usw.: Augsburg 2 Erkran⸗ 2 Todes⸗ Erkran⸗ Gestorbenen
Beriber
Kopenhagen 1 ein Zehntel
aller
ist an Scharlach (Durchschnitt aller deutschen Berichtsorte 1895/1904: 1,04 %) gestorben in Herne, Hindenbur
i. O.⸗S., Königshütte, Lehe
angezeigt im Landespolizeibezirk Berlin 192
(Berlin Stadt 121), in den Reg.⸗Bezirken Arnsberg 348, Breslau 101
anzig 160, Düsseldorf 383, Königsberg 228,
agdeburg 118, Meisebarg 106, ö“ 8⁄ Oppeln 257, Posen n Hamburg 84, Amsterdam 59, Budapest 30, Christiania 20, Kopenhagen 40, 8
New York 51, Stockholm 21, und Röteln (1895/1904: 1,10 %) gestorben ngen wurden angezeigt in Budapest 32, Diphtherie und Krupp (1895/1904:
Danzig, Hamborn, Hamm, Herne —
Erkrankungen wurden angezeigt im Landespolizeibezirk Berlin 359
Breslau 59, in den Rea.⸗Bezirken Arnsberg
159, Düsseldorf 183, Frantfurt 120, Magdeburg 178, Merseburg 155, b. 183, in Stuttgart 26, in den Großherzogtümern Baden 128,
essen 135, Mecklenburg⸗Schwerin 107, in Hamburg 113, Amsterdam 32, Budapest 20, Kopenhagen 34,
New York 164, Stockholm 20,
Ferner wurden Erkrankungen gemeldet an: Keuchhusten in Kopenhagen 28, New York 145; Typhus in den Reg.⸗Bezirken
30, Oppeln 48, Posen 116, in Budapest 83,
“
Handel und Gewerbe.
F“ durch das Mahnverfahren. achen werden durchschnittlich im Jahre an
die Gerichte gebracht, ohne daß der Schuldner seine Verpflichtung In früheren Jahren wurde immer noch die Hälfte dieser agewege verfolgt, während die andere Hälfte durch
worden ist. Neuerdings ist das Verhältnis
nd mehr Zahlungsbefehle und . Urteile n
ergangen, da in der allergrößten Zahl dieser
älle die Klage ein unnützer, kostspieligerer und langwierigerer Rechts⸗
sbefehl. Der Krieg hat den noch bestehenden lage beseitigt. Der Bundesrat hat am 9. Sep⸗
tember 1915 angeordnet, daß vom 1. Oktober ab in allen Amtsgerichts⸗ sachen zunächst ein Zahlungsbefehl nachgesucht werden muß und daß selbst im landgerichtlichen Prozeß die Klage als Zahlungsbefehl ilt, wenn nicht der Kläger glaubhaft macht, daß der Beklagte den nspruch bestreiten werde.
Dadurch werden die Gewerbetreibenden mit dem Mahnverfahren, insbesondere mit
der Frage zu befassen, wie Gesuche um Zahlungsbefeble zweckmäßig abgefaßt und behandelt werden. Die Aeltesten der Kaufmannschaft von Berlin haben in einer Schrift, die in weit über 10 000 Exemplaren
r dafür gesorgt, daß sich die Beteiligten über unterrichten können. Zu gleicher Zeit haben
— ordrucke durch den Buchhandel den Beteiligten zugänglich gemacht. Nunmehr haben sie neuen Rechtszustandes eine Kriegsausgabe veranlaßt, die im Zentral⸗
unter Berücksichtigung des aße 51, I, zum Preise von 15 ₰ für das
— Nach dem Bericht über die Verwaltung der Lebensver⸗
12. Danzig, für das Jahr 1914 roße Lebensversicherung (Versiche⸗
serung von 1123 Versicherungen mit einer 13 290 230 ℳ auf 1360 Versicher it
einer Versicherungssumme von 15 065 130 ℳ. Der Bestand der Volksversicherung (Versicherung ohne ärzelsche Untersuchung unter 2000 ℳ Versicherungssumme) hob sich am Ende des Berichtsi hre von 1726 Versicherungen mit einer Versicherunge summe von 756 049 ℳ im Jahre 1913 bis zum Ende des Rechnungejahres 1914 auf 5990 Versicherungen mit einer Versicherungssumme von 1 738 385 ℳ.
Ende 1914 7350 Versicherungen mit einer Versicherungssumme von 16 803 515 ℳ. Der in der Großen Lebensversicherung nach Rück⸗ stellung aller gesetzlich und geschäftsplanmäßig vorgeschriebenen Reserven erzielte Reingewinn beläuft sich auf 60 418,45, davon 15 104,61 ℳ zum Reservefonds, 15 104,61 ℳ zu den sonstigen Reserven und 30 209,23 ℳ für die Gewinnreserve der Versicherten; der Reingewinn in der Volksversicherung beträgt im Jahre 1914 2000,56 ℳ, die dem Sicherheitsfonds zugeführt werden. Der Gesamtgewinn beträgt demnach 62 419,01 ℳ gegenüber 10 340,44 ℳ im Jahre 1912 und 51 039,10 ℳ im Jahre 1913.
— Die Verwaltung der Capito u. Klein, Aktiengesellschaft zu Benrath am Rhein, wird laut Meldung des „W. T. B.“ der auf den 28. Oktober 1915 nach Düsseldorf einzuberufenden Ge⸗ neralversammlung die Verteilung einer Dividende von 12 % nach erhöhten Abschreibungen in Vorschlag bringen.
— In der gestrigen Generalversammlung der Deutschen Continentalgasgesellschaft in Dessau, in der 33 Aktionäre mit 24 783 Stimmen vertreten waren, wurde die Verteilung einer Dividende von 8 % genehmigt, Entlastung erteilt und eine Neuwahl in den Aufsichtsrat vollzogen.
Braunschweig, 30. September. (W. T. B.) Prämien⸗ ziehung der Braunschweiger 20⸗Talerlose: 81 000 ℳ Serie 6120 Nr. 43, 10 800 ℳ Serie 999 Nr. 19, 7500 ℳ Serie 6070 Nr. 35, 5400 ℳ Serie 5089 Nr. 21, je 300 ℳ Serie 535 Nr. 33, Serie 689 Nr. 13, Serie 1421 Nr. 46, Serie 1755 Nr. 8, Serie 3337 Nr. 40, Serie 5478 Nr. 151, Serie 7037 Nr. 49, Serie 8010 Nr. 4, Serie 8250 Nr. 34, Serie 9012 Nr. 14, je 130 ℳ Serie 3186 Nr. 17, Serie 3687 Nr. 2, Serie 4259 Nr. 43, Serie 7747 Nr. 8, Serie 8250 Nr. 42, Serie 8443 Nr. 30
Wien, 30. September. (W. T. B.) In der heutigen Sitzung der Staatsschuldenkontrollkommission wurde die Ausgabe der driiten Kriegsanleihe in Form von 5 ½ %igen Schatzscheinen zur Kenntnis genommen und die Gegenzeichnung einstimmig beschloss n.
London, 30. September. (W. T B.) Nach New Porker Meldungen des „Reuterschen Bureaus“ ist mit ber endgultigen Bildung des Syndikats, welches die englisch⸗französische An⸗ leihe auf den Markt hringen soll, gestern begonnen worden. Das Syndikat soll auf möglichst breiter Grundlage gebildet werden. In New York hätten sich bereits 40 Banken zur Teilnahme bereit er⸗ klärt. Es wird erwartet, daß die Anleihe in New York und den versn Städten binnen vierzehn Tagen gleichzeitig zur Auflage gelangt.
Zürich, 1. Oktober. (W T. B.) Die Generalversammlung der Aktiengesell chaft Maschinenfabrik Escher Wyß u Co. genehmigre die Jahresrechn ng per 31. Märe mit einem Reingewinn von 328 220 Francs, beschloß die Ve teilung einer Dividende von 4 %, die Ueberweisung von 31 801 Francs an die Fo de für Woblfahrtseinrichtungen und auf neue Rechnung 36 418 Francs vorzutragen.
St. Petersburg, 29 September. (W. T. B.) Bankaus veis. In Millionen Ruhel. Aktiva: Best ind an Gold 1590,8 (1588,4 Vor⸗ woche), Gald im Ausland 38,5 (38,7), Silber u Sch idemünze, 22,5 (24,8), Wechsel 446,5 (437,6), kurzfristige Schatz cheine 2395,4 (2403,9), Vorschüsse, siche gettellt durch Wer’paptere 782,5 (794,4), Vorschüsse, sichergestellt surch Weiren 66,8 (60,50„, Vorschüsse an Anstalten des kleinen Kredits 111,2 (109,6), Vorschüsse an Land⸗ wirte 23,4 (20,2), Vorschüss⸗ an Indunrielle 5,7 (10,7), Guthaben bei den Filialen der Bank 422,4 (309,4); Passiva: Betrag der um⸗ laufenden Noten 4625,7 (4461,5), Bankkapital 55,0 (55,0), Ein⸗ lagen 27,5 (28,6), laufende Rechnung des Staatsschatzes 209,5 (301,2), laufende Rechnung der Privaten 770,6 (731,3).
Berliner Großhandelspreise für Speisekartoffeln. Im Berliner Kartoffelgroßhandel wurden nach den der von den Aeltesten der Kaufmannschaft von Berlin gebildeten St ndigen Deputation für den Kartoffelhandel in der Zeit vom 27. bis 29. Sep⸗ tember 1915 e Preise (für 100 kg gute, gesunde neue Ware, ab Berliner Bahnhöfen) gezahlt: Dabersche Kartoffeln 6,50 — 7,50 ℳ, Magnum bonum 6,80 — 7,50 ℳ, Wohltmann 6,00 — 7,00 ℳ, Silesia und andere runde weiße Speisekartoffeln 6,40 — 7,50, Rosenkartoffeln 6,00 — 7,00 ℳ. Die Zufubren haben infolge von Wagenmang nachgelassen. Es war aber noch genügend Ware zur Deckung der Nach⸗ frage ohne Preiserhöhung vorhanden. 11
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Berlin, 1. Oktober. Produktenmarkt. Der Markt war geschäftslos.
8 b11“
Kursberichte von auswärtigen Fondsmärkten.
London, 28. September. (W. T. B.) Privatdiskont 4¹1 ⁄16, Silber 23 ⅝. — Wechsel auf Amsterdam 11,57 ½, Scheck auf Amsterdam 11,76 ½, Wechsel auf Paris 27,97, Scheck aut Paris 27,55, Wechsel auf Petersburg 138. — Bankausgang 430 000 Pfd. Sterl. b
„London, 29. September. (W. T. B.) Privatdiskont 4 ½1 6, Silber 2311161. — Bankeingang 455 000 Pfd. Sterl. 8
London, 30. September. (W. T. B.) 2 ½ % Engl. Konsols 65 ⁄16a, 5 % Argentinter v. 1886 98 ¼, 4 % Brasilianer v. 1889 46, 4 % Japaner von 1899 67 ⅛, 3 % Portugtesen —,—, 5 % Russen von 1906 —,—, 4 ½ % Russen v. 1909 75, Baltimore u. Ohio 92 ½, Canadian Pacific 169 ½, Erie 34 ¼, National Railways of Mexiko —,—, Pennsylvania 59 ¼, Southern Pacific 98 ½, Union Pacific 140 ½, United States Steel Corporation 82 ½, Anaconda Copper 15 ½, Rio Tinto 53 ⅞, Chartered 10/0, De Beers def. 918⁄16, Goldfields 151, I“ 81 8 b.
aris, 30. September. (W. T. B.) 3 % Französische Rente 88.70n 9 ** Anleihe e. 5 % 98 8 e. —,—, o Russen von 6 —,—, 4 % Türken —,—, Guezkanal —,—
Rio Tinto 1490. 3
Amsterdam, 30. September. (W. T. B.) Matt. Scheck Berlin 50,40 — 50,90, Scheck auf London 11,48 — 11,58, Scheck auf Paris 42,00 — 42,50, Scheck auf Wien — —, 5 % Nieder. ländische Staatsanleihe 101 ¾, Obl. 3 % Niederl. W. S. 754, Könlgl. Niederländ. Petroleum 509 ½, Holland⸗Amerika⸗Linie 299, Nieder⸗ ländisch⸗Indische Handelsbank —,—, Atchison, Topeka u. Santa
6 104, Rock Island 16, Southern Pacisic —,—, Southern ailway 19 ½, Union Pacific 134 x, Anaconda 148 ½, United States Steel Corp. 75.
New York, 29. September. (Schluß.) (W. T. B.) Die
Meldung von dem Abschluß der englisch⸗französischen Anleiheverhand⸗
lungen, deren Wirkung auch in den ausländischen Wechselkursen zum
Ausdruck kam, wobei besonders der Wechfelkurs auf
aris eine Besse⸗
ung au boten der Spekulation an der Effektenbörse weitere An⸗
Der gesamte Kapitalversicherungsbestand der Fnstalt betrug demnach 8* 8