1916 / 165 p. 3 (Deutscher Reichsanzeiger, Sat, 15 Jul 1916 18:00:01 GMT) scan diff

Südöstlicher Kriegsschauplatz. Unverändert. 1 Der Stellvertreter des Chefs des Generalstabes. von Hoefer, Feldmarschalleutnant.

Der Krieg der Türkei gegen den Vierverband.

Konstantinopel, 13. Juli. (W. T. B.) Das Haupt⸗ quartier berichtet: An der Irakfront und der persischen Front keine Unter⸗ nehmung von Bedeutung.

Kaukasusfront: Auf dem rechten Flügel haben unsere vorgeschobenen Abteilungen starke feindliche Erkundungs⸗ abteilungen, auf die sie stießen, zurückgetrieben und nach ihren Hauptstellungen verfolgt. Die Kämpfe im Zentrum nahmen an einigen Abschnitten an Heftigkeit ab, ohne jedoch zu einem endgültigen Erfolg für einen der Gegner zu führen. Die Kämpfe dauern teils zu unseren Gunsten, teils zugunsten des Feindes fort, indem die Vorstellungen, die sehr oft nur einen. taktischen Wert haben, bald genommen werden, bald wieder verloren Phenr Auf dem linken Flügel hat sich die Lage nördlich des

schoruk ebenfalls nicht geändert. Hier werden überraschende An⸗ griffe, die der Feind von Zeit zu Zeit unternimmt, leicht zurück⸗ geworfen. Einige Versuche feindlicher Kriegsschiffe, sich ge⸗ wissen Küstenabschnitten in der Höhe der Dardanellen und den Gewässern von Smyrna zu nähern, wurden durch unser Artilleriefeuer verhindert. Ein feindlicher Doppeldecker wurde von einem unserer Flieger verfolgt und mußte bei Tenedos landen. In der Nacht vom 11. zum 12. Juli fand ein Zu⸗ sammenstoß zwischen einer vor Katia gesichteten feindlichen Kavallerieabteilung und einer unserer Kameelreiterabteilungen statt. Da der Feind sich von allen Seiten überflügelt sah, verzichtete er darauf, sich in einen weiteren Kampf einzu⸗ lassen, und flüchtete nach verschiedenen Richtungen; er erlitt in unserem Feuer Verluste.

Konstantinopel, 15. Juli. (W. T. B.) Das Haupt⸗ quartier teilt mit:

An der Irakfront machten wir einen artilleristischen Feuerüberfall auf ein feindliches Lager und zerstörten dort eine bydraulische Maschine.

An der persischen Front keine wichtige Aenderung.

An der Kaukasusfront ist die Lage am rechten Flü⸗ gel unverändert. Die Kämpfe im Zentrum haben bisher kein endgültiges Ergebnis gezeitigt. Wir haben festgestellt, daß der Feind bei seinen wiederholten Angriffen schwere Ver⸗ luste erlitten hat. Die feindlichen Angriffe am linken Flü⸗ gel wurden vollständig zurückgewiesen. Im Abschnitt von Smyrna marf ein feindlicher Flieger wirkungslos Bomben auf die Umgegend von Söke. Im östlichen Teil des Schwarzen Meeres versenkten unsere Unterseeboote neuerdings drei große feindliche Transportschiffe und zwangen ein viertes, auf den Strand zu laufen.

Der Krieg zur See.

London, 13. Juli. (W. T. B.) Dampfer „Kara“ (2338 t) ist auf eine Mine gelaufen und später gestrandet. Das Schiff gilt als verloren.

Berlin, 14. Juli. (W. T. B.) Am 11. Juli hat eins unserer U⸗Boote in der Nordsee einen englischen Hilfs⸗ kreuzer von etwa 7000 t vernichtet. An demselben Tage wurden an der englischen Ostküste durch U⸗Boots⸗ angriffe drei bewaffnete englische Bewachungsfahr⸗ zeuge versenkt. Die Besatzungen derselben wurden gefangen

genommen und ein Geschütz erbeutet. Der Chef des Admiralstabes der Marine.

Saßnitz, 14. Juli. (W. T. V.) Die Besatzung des deutschen Dampfers „Lissabon“, der bekanntlich am 11. Juli d. J. zusammen mit dem Dampfer „Worms“ innerhalb des schwedischen Hoheitsgebietes durch russische Torpedoboote aufgebracht worden war, hat hier bei folgende Schilderung des Vorfalles gegeben:

Am 11. Juli Morgens befanden wir uns in Begleitung des Dampfers „Worms“ bei Groenskaten, als zwei Torpedoboote, die von achtern aufliefen, in Sicht kamen. Die Torpedoboote waren grau estrichen, hatten zwei Schornsteine, zwel Masten und zwei, eziehungsweise drei Torpedorohre. Da die Flagge nicht zu erkennen war, wurden die Torpedoboote zunäͤchst fuͤr schwedische gehalten. Nachdem ein Warnungsschuß abgegeben worden war, wurde das Signal zum Stoppen gehißt und, ohne weiteres abzuwarten, mit einem zweiten Schuß die Funkeneinrichtung vom Dampfer „Worms' heruntergeschossen. Auf den Befehl, das Schiff zu verlassen

Theater.

Deutsches Theater. (Direktion: Max Reinhardt.) Sonntag, Abends 8 ½ Uhr: Die Familie Schimek.

Montag und folgende Die Familie Schimek.

Kammerspiele.

Sonntag, Abends 8 ½ Uhr: Der Floh im Panzerhaus.

Montag und folgende Der Floh im Panzerhaus.

Volksbühne.

Theater am Bülowplatz.) (Untergrundbahn Schönhauser Tor.) Direktion: Max Reinhardt.

Sonntag, Abends 8 ½ Uhr: Robert und Bertram.

Montag bis Donnerstag: Robert und Bertram.

Freitag und Sonnabend: Ein Sommer⸗ nachtstraum.

Berliner Theater. Sonntag, Abends

8 ½ Uhr: Wenn zwei Hochzeit machen. Ein Scherzspiel mit Gesang in vier Bildern von Rudolf Bernauer und Rudolph Schanzer. Musik von Walter Kollo und Willy Bredschneider.

Montag und folgende Tage: zwei Hochzeit machen.

Theater in der Königgr

Straße. Sonntag, Abends 8 ¼ Uhr: Kameraden. Komödie in vier Akten von

8

Schering.

raden. Tage:

in drei Akten von Rudolph Ernst Welisch. Montag

Tage: siebente Tag.

Garten.) Sonntag, Die selige

drei Akten von Walther Stein.

zellenz.

selige Exzellenz.

8 ¼ Uhr:

vagabundus.

Schillerthenter.

Mever⸗Förster.

Heidelberg

Der dänische

G— ˖¶

August Strindberg. Uebersetzt von Emil Montag und folgende Tage: Kame⸗

Komüdienhans. Sonntag, Abends

8 ¼ Uhr: Der siebente 6 Lustspiel cha

und folgende Tage:

Deutsches Künstlertheater. (Nürn⸗ bergerstr. 70/71, gegenüber dem Zoologischen Abends 8 ¼ Uhr: Lustspiel in udolf Presber und Leo

Montag und folgende Tage:

Lessingtheater. Sonntag, Abends

Lumpacivagabundus oder Das liederliche Kleeblatt. Gesang in 3 Akten von Johann Nestrov.

Montag und folgende Tage: i

Charlottenb Sonntag, Abends 8 Uhr: Alt⸗Heidelberg. Schauspiel in fünf Akten von Wilhelm

Montag und folgende Tage:

erhob der Kavitän der „Lissabon“ energischen Einspruch, da er sich in schwedischen Hoheitsgewässern befände. Die Besatzung verließ die „Lissabon“ in zwei Booten, von denen eins von den Russen mit Gewehren erfolglos beschossen wurde. Beide Boote erreichten in 25 Minuten die Lotsenstation Groenskaten. Von den zwei Booten der „Worms“ wurde das eine von den Russen festgehalten und die Besatzung an Bord genommen. Nach Ansicht des schwedischen Lotsen hat die Aufbringung eineinhalb bis zwei Seemeilen von der schwe⸗ dischen Küste stattgefunden.

Wien, 14. Juli. (W. T. B.) Amtlich wird gemeldet: Eins unserer Unterseeboote hat am 10. d. M. Nach⸗ mittags in der Otranto⸗Straße einen italienischen Torpedobootszerstörer des Typ „Indomito“ ver⸗ senkt. In der Nacht vom 13. auf den 14. hat ein See⸗ flugzeuggeschwader militärische Objekte und Bahnhofs⸗ anlagen von Padua sehr wirkungsvoll mit zahlreichen Bomben belegt. Die Flugzeuge, die von Abwehrbatterien heftig beschlossen wurden, kehrten unversehrt zurück.

Flottenkommando.

Nr. 30 des „Zentralblatts für das Deutsche Reich“, herausgegeben im Reichsamt des Innern, vom 14. Juli 1916 hat folgenden Inhalt: Zoll⸗ und Steuerwesen: Aenderungen der Aus⸗ führungsbestimmungen zum Reichsstempelgesetze. Bankwesen: Status der deutschen Notenbanken Ende Juni 1916.

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Wohlfahrtspflege.

Der Deutsche Hilfsausschuß für das Rote Kreuz in Bulgarien hat unter der tatkräftigen Mitmwirkung von Orts⸗ ausschüssen in allen Teilen Deutschlands seine Sammlungen eifrig fortgesett und bisher den stattlichen Betrag von rund 2 650 000 auf ebracht. Mit Zustimmung Seiner Majeflät des Zaren Ferdinand werden, wie „W. T. B. berichtet, aus diesen Mitteln in Mazedorien drei Des infektionsanstalten zur Bekämpfung des Flecktyphus errichtet. Zwei dieser Anstalten in Veles und Monostir sind bereits fertig⸗ gestellt, die dritte wird demnächst in Angriff genommen. Als seine Hauptaufgabe aber betrachtet der Hilfsausschuß die Fürsorge für die Kriegsverletzten, für die er zunächst provisorisch in der Minkowschule in Sofia ein orthepädisches Institut eingerichtet hat. In dem mit den neuesten und besten Apparaten ausgestatteten mediko⸗ mechanischen Saale dieses Instituts sind deutsche Aerzte mit der Behandlung der Krieasverletzten beauftragt. Deutsche Mechaniker und Handwerkelehrer sind in den verschiedenen Werkstätten tätig, in denen unter ärztlicher Aufsicht Ersatzglieder gefertigt, die Verletzten in ihrem Gebrauch geübt und für einen Friedensberuf vorkbereitet werden. Die Ausbildung von Kriegsblinden durch einen deutschen Blindenlehrer ist dem Institut angegliedert. Auf diese Weise ist der Hufsausschuß bemüht, die reiche Spende des deutschen Volkes durch ein großzügig angelegtes Werk den Opfern des Krieges im Lande unseres bulgarischen Bundesgenossen nutzbar zu machen, ihnen den Wiedereintritt in das Zivilleben zu erleichtern und sie von jeder Für⸗ sorge unabhängig auf cigene Füße zu stellen.

„Wie die „Karlsruher Zeitung“ berichtet, hat ein Wohltäter, der nicht genannt sein will, dem badischen Ministersum des Innern den Betrag von 50000 für die Opfer des Fltegerüberfalls zur Verfügung gestellt.

Land⸗ und Forstwirtschaft.

Landwirtschaftliches aus dem Baltikum. Die drei baltischen Provinzen Livland, Esthland und Kurland haben ohne die Seen eine Fläche, die ¼ der Fläche des Deutschen Reiches ausmacht. Die landwirtschaftlichen Verhältnisse dieser drei Ostseeprovinzen be⸗ spricht Köbler in den „Mitteilungen der Deutschen Landwirtschafts⸗ gesellschafte, undeinige seiner Angaben über das Gebiet, das unsere Truppen besetzt balten, dürften allgemeines Interesse finden. Nur in Livland er⸗ hebt sich der Boden zu zwei Hochebenen, alles übrige ist ein fast durch. weg fruchtbares Flachland. In Kurland findet sich der beste Boden in den Kreisen Doblen und Bauske. Dort erstreckt sich ein ganz ebener, etwa 140 000 ha umfassender Landstrich, der aus einem äußerst fruchtbaren, mürber, stark humosen Lehm mit kalk⸗ haltigem Lehm als Untergrund besteht. Größtenteils ist auch der sandige Boden besonders in Kurland zufolge günstiger Niederschlags⸗ und Grundwasserverhältnisse noch als ertragreich zu bezeichnen. Mit den günstigen Wasserverhältnissen hängt auch die erhebliche Moorbildung zusammen, deren Umfang in den drei Provinzen zwischen 5 und 10 % schwankt. Der Sandboden macht etwa 5 v. H. der Eesamtfläche aus, sodaß etwa 80 bis 85 % auf die guten Mittelböden fallen. Kurland, die südlichste Provinz, erhält am meisten Wärme und ist daher auch bei dem guten Boden am fruchtbarsten. Es erzeugt am meisten Weizen und viel Obst. Der Obstbau erreicht in Esthland seine nördlichste Grenze. Was die Flächenerträge für die einzelnen Provinzen anbelangt, so kann man sagen, daß sie sich umgekehrt proportional zur Bodengüte und zum Klima gestalten. Kurland hat nämlich seine günstigen Boden⸗ und Klima. verhältnisse bei weitem nicht so ausgenutzt wie Esthland und Livland, sodaß

Deutsches Opernhaus. (Char⸗ lottenburg, Bismarck⸗Straße 34 37. Direktion: Georg Hartmann.) Sonntag, Abends 8 Uhr: Boccaccio. Komische Oper in 3 Akten von F. Zell und Richard Genée. Musik von Franz von Suppé.

Montag und folgende Tage: Boc⸗ nzer und caccio. Montag

Der Komische Oper. (An der Weiden⸗

dammer Brücke.) Sonntag, Abends 8 ½ Uhr: Der selige Balduin. Posse mit Gesang in drei Akten von Erich Urban und Willi Wolff. Gesangstexte von Willi Wolff. Musik von Walter Kollo. Montag und folgende Tage: Der selige Balduin.

Theater am MNollendorfplatz. Sonntag, Abends ½9 Uhr: Immer feste druff! Vaterländisches Volksstück in vier Bildern von Hermann Haller und Willi Wolff. Musik von Walter Kollo.

Montag und folgende Tage: Immer feste druff!

L21 BeKrben sel Röcltt ed

Thaliatheater. (Direktion: Kren und 8 Schönfeld.) Sonntag, Abends 8 ½¼ Uhr:

Die

Posse mit & Fis.

bar & Figx.

Theater des Westens. (Station: Zoologischer Garten. Kantstraße 12.) Sonntag, Nachmittags 4 Uhr: Zu kleinen Preisen: Der Hüttenbesitzer. Abends 19 Uhr: Das Glücksmädel. mit Gesang in drei Akten von Max Rei⸗ mann und Otto Schwartz. Musik von Otto Schwartz. und folgende Tage: Glücksmädel.

Trianontheater. (Georgenstr., nahe Bahnhof Friedrichstr.) mittags 4 Uhr: 8 ½ Uhr: Was werden dte Leute sagen. Ein lustiges Stück in drei Akten von Toni Impekoven und Otto Schwartz.

Montag und folgende Tage: werden die Leute sagen.

Lustspielhaus. (Friedrichstraße 236.) Sonntag, Abends 8 ½ Uhr: Brauchbar Schwank in drei Akten von R. Geßner und M. Bendiner.

Montag und folgende Tage:

eine große Steigerung der Hektarerträge vor allem in Kurland möglich wäre. Gebaut werden im Baltikum vor allem Winterroggen, Hafer, Gerste und Kartoffeln, in Kurland wird außerdem in ausgedehntem Maße noch Weizen angebaut. Der Flachsbau ist in Livland in der Gegend von Perrau, in Kurland im südlichen Teile des Bauskeschen Kreises sowie auch im Kreise Friedrichstadt sehr ausgebreitet. In Esthland wird die Roggensaat des Vorjahres aufbewahrt, da der Roggen des Eintejabres nicht regelmäßig bis zur Saat reif wird. Mit einem Durchschnittsertrag von 1141 kg stehen die Ostsee⸗ provlnzen noch sehr hiater Ostpreußen mit seinem Hektarertrag von 1500 kg zurück. Sie übertreffen aber weit die benachbarten russi⸗ schen Gouvernements, die durchschnittlich etwa 800 kg Weizen, Roggen und Gerste ernteten. Dasselbe gilt von dem fruchtbaren und für ussische Verhältnisse landwirtschast⸗ lich hochstehenden Polen, das im Jahre 1910 einen Hektar⸗ ertrag von nur 1010 kg von den oben angegebenen Halmfrüchten auf⸗ wies. Auf den Kopf der Bevölkerung erzeugten an Roggen und Weizen die Ostseeprovinzen im Jahre 1910 193 kg, an Roagen, Weizen und Gerste zusammen 276 kg. Wenn man den deutschen Jahresverbrauch an Getreide für Mehl und Brot mit 170 kg auf den Kcpf einsetzt, so ergibt sich ein beträchtlicher Ueberschuß, der bei intensiverer Kultur und Ausdehnung der Ackerfläche noch erheblich ge⸗ steigert werden kann. Größere Getreideausfuhr hat nur Kurland auf⸗ zuweisen, während in Livland und Esthland die Viehhaltung und die Ausfuhr von Produkten dieses Betriebszweiges Hee hege Landwirtschaft sind. In Eßhland spielt allerdings neben der Vieh⸗ haltung das Brennereigewerbe, das durch den starken Kartoffelbau bedingt ist, und im Anschlu daran die Viehmast eine große Rolle. Nach der Vtehzählung vom 1. Januar 1910 kamen auf 100 Einwohner der ländlichen Bevölkerung 19 Pferde, 58 Rinder, 46 Schafe und Ziegen und 26 Schweine; die entsprechenden Ziffern für das europätische Rußland sind 20, 30, 35, 10. Der Besitz an Großvieh auf einer großen Zahl baltischer Rittergüter schwankte im Wirtschaftsjahr 1911/12 zwischen 37 und 53 Stück auf 100 ha der landwirtschaftlich genutzten Bodenfläche und kommt damit dem Großv’ehstand oftpreußischer Rittergüter ziemlich gleich. Als die größte Schwierigkeit, mit der die Landwirtschaft in den Ostseeprovinzen nace dem Kriege zu kämpfen haben wird, ist der Leutemangel an⸗ zusehen.

Mannigfaltiges.

Die staatliche Abnahmestelle II beim Gardekorps in Berlin, Karlstr. 12, die Liebesgaben außer Lebensmitteln und Wollsochen, für welche die Heeresverwaltung ausreichend sorgt für die Feldtruppen entgegennimmt, bittet erneut um Kissen für Ver⸗ wundete. Bahnsendungen mit dem Vermerk „Liebesgaben“ werden frachtfrei befördert. 8

Der Oberbefehlshaber in den Marken hat, wie „W. T. B.“ mitteilt, durch Bekanntmachung vom 14. d. M. auf Grund des § 9 b des Gesetzes über den Belagerungezustand für das Gebiet der Städte Berlin, Charlottenburg, Neukölln, Berlin⸗Schöne⸗

berg, Berlin⸗Wilmersdorf und Berlin⸗Lichtenberg fol⸗ 1

gendes bestimmt: „I. Von der öffentlichen Straße aus sichtbare Pla⸗ kate oder sonstige Ankündigungsmittel, durch welche für öffent⸗ liche Schaustellungen jeder Art (Theater, Kinos, Varietés, Kabaretts, Zirkasse, Schaubuden, Panoptikums) Reklame in Bildform oder in auffälliger Schriftform gemacht wird, dürfen außer an den öffentlichen Anschlagsänlen nur vor denjenigen Gebäuden, in welchen die Schaustellungen stattfinden, angeschlagen oder angebrocht werden. II Lichtspielvorführungen dürfen nur in der Zeit von 3 Uhr Nachmittags bis 11 Uhr Abends sattfinden. III. Diese Anordnung mitt am 15. August 1916 in Kraft.“

Bern, 14. Juli. (W. T. B) In einer Zündholzfabrik in Neapel ereigaete sich eine Explosion. Ein Teil des Gebäudes wurde zerstört. Mehrere Arbeiter wurden schwer verletzt.

Venedig, 14 Juli. (W. T. B) des Hotels des Bains am Lido (s. Nr. 164 Schaden beträgt anderthalb Millionen Lire.

Mailand, 14. Juli. dehnen sich die Waldbrände in der Umgegend von Cagliari immer mehr aus. Auch aus anderen Teilen der Provinz treffen Nachrichten von Waldbränden ein.

Athen, 14. Juli. (W. T. B.) Das „Reutersche Bureau“ meldet: Nachdem der Wald von Tatoi mehrere Stunden gebrannt hatte, griff das Feuer Abends auf das Königliche Schloß über, das mit den benachbarten Kasernen niederbrannte. Mehrere Menschen, darunter Offiziere, kamen um. Der König, die Königin und die Köntigliche Familie suchten Zu⸗ flucht in Kaphissia, der Residenz des Prinzen Nikolas. „Corriere della Sera' berichtet noch zum Brand von Tatot, das

d. Bl.) entstandene

Mobiliar des Königlichen Schlosses sei größtenteils gerettet und mit

Milttärautos nach Athen gebracht worden. Die Flammen seien von Athen aus sichtbar. Einige Solkaten seien bei den Löscharbeiten ver⸗ letzt worden. Man glaube, die Ursache der Feuersbrunst einem Unglücksfall zuschreiben zu dürfen, den die außerordentlich hohe

Temperatur von 60 Grad der letzten Tage begünstigt habe.

Fortsetzung des Amtlichen und Nichtamtlichen in ber Ersten Beilage.)

En

☛α

(Horka, O. L., Annabu Bz. Halle). Frl. Donata von Rosenberg mit Hrn. Regierungsassessor Freihrn. Hugo von Doernberg (Berlin, Schloß Hausen).

Verebelicht: Hr. Professor Dr. Konrad Benjamin mit Frl. Elise Hirschwald (Charlottenburg). Hr. Hauptmann Paul von Kalckreuth mit Frl. Anne⸗ marie von Velsen (Straßburg i. E.) Hr. Oberlentnant Fritz⸗Detlof von Winterfeldt mit Frl. Wera Baroneß von der Schulenburg (Haus Chemnitz).

Geboren: Eine Tochter: Hrn. Ober⸗ arzt Dr. Egon Schlüter (Lublinitz). Hrn. Rittmeister Ferdinand Freihrn. von Ziegesar (Lüneburg).

Gestorben: Hr. Generalleutnant und

—————

Volksstück

Das

Sonntag, Nach⸗ Heimat. Abends

Was Dambitsch, Post Prausnitz, Bz. Vers an). Hr. Rentier Oswald Köhler (Neisse Hr. Landschaftsmaler

Naehrig (Trebnitz).

Verantwortlicher Redakteur: Direktor Dr. Tyrol in Charlottenburg.

Verlag der Expedition (Mengering) in Berlin.

urg. Blondinchen. Possenspiel mit Gesang

Druck der Norddeutschen Buchdruckerei und

und Tanz in drei Akten von Jean Kren und Kurt e. Gesangstexte von Alfred Schönfeld. Musik von Gilbert.

Alt⸗ Montag und folgende Tage: Blon⸗ ldinchen.

Familiennachrichten.

Verlobt: Frl. Eva Ueberschaer mit Hrn. Leutnant Joachim Müller gen. Waegener

Verlagsanstalt, Berlin, Wilhelmstraße 32,

Vier Beilagen

sowie die 1047. u. 1048. Ausgabe der Deutschen Verlustlisten.

Der durch den Brand

(W. T B.) Laut „Corriere della Sera“

Rittergutsbesitzer Paul Zedler (Schloß

Hermann

D

1

8

Königreich Preußen. Ministerium des Innern. zu Kriegswohlfahrtszwecken folgende öffentliche Sammlungen

IIn der Woche vom 2. bis 8. Juli 1916 sind und Vertriebe von Gegenständen genehmigt worden.

Berlin, den 13. Juli 1916. . Der Minister des Innern.

858

Erste Beilage eiger und Königlich Preuß

J. A.: von Jarotzky.

Name und Wohnort

des Unternehmers V

Zu fördernder Kriegswohlfahrtszweck

V Zeit und Bezirk, in denen das Unternehmen V ausgeführt wird.

V Stelle, an die die Mittel V abgeführt werden sollen

Auskunft⸗ und Hilfsstelle für Deutsche im Ausland und Ausländer in Deutschland,

Berlin, Monbijouplatz 3 8

Mobilmachungsausschuß Roten Kreuz der Provinz Sachsen, Magdeburg

„Berliner Tageblatt“, Berlin, Jerusalemer Straße 46/49

Verlag August Scherl, Berlin, Zimmerstraße 36/41

Berliner Tierschutzverein, Berlin, Wilhelmstraße 28

„Allgemeine Musikzeitung“, Berlin W. 62, Schillstraße 9

Deutsche Kolonialgesellschaft, Berlin, Am Karlsbad 10

in Deutschland von

Truppen und Lazarette für Lazarette

Sanitätshunde

Kolonien.)

Verlag der deutschen Sportzeitung „Sankt Georg“, Berlin, Gen⸗ thin Straße 15

Berlin W. 50, Hardenberg⸗ Feldheer

Zentraldepot für Liebesgaben, straße 29 a e V

1) Sammlungen.

Erwirkung von Hilfe für die im Aus⸗ land zurückgehaltenen Deutschen und als Gegendienst Hilfeleistung an die in Schwierigkeit geratenen Ausländer

Zum Besten des Roten Kreuzes

Beschaffung von Liebesgaben für die Zum Besten von Heer, Marine und Zum Besten der Armeepferde und der Unterstützung hilfsbedürftiger Musiker

Zum Besten der „Herzog Johann Albrecht⸗ Spende für die Kolonien“. seitigung von Kriegsschäden in den 8

Zum Besten der Kriegspferde

N Vertriebe von GHegenständen. Druckschriften. Beschaffung von Liebesgaben für das

Die Auskunf stelte

Preußen.

Bis 31. Dezbr. 1916, Preußen. Verlängerung einer bereits erteilten Erlaubnis.

Bis 31. Dezbr. 1916, Preußen. Verlängerung einer bereits erteilten Erlaubnis.

Bis 30. Novbr. 1916, Preußen. Verlängerung einer bereits erteilten Erlaubnis.

Bis 20. Novbr. 1916, Preußen.

BVerlängerung einer bereits

V erteilten Erlaubnis.

Sammelstelle des Verlages

Bis 31. Dezbr. 1916, Preußen. Verlängerung einer bereits erteilten Erlaubnis.

Finanzkommission der deut⸗

(Be⸗ schen Kolontalgesellschaft

Bis 30. Novbr. 1916, Preußen. Verlängerung einer bereits rteilten Erlaub

Der Verlag

8 8

Bis 31. Dezbr. 1916, Preußen.

maßregeln.

Gesundheitsstand und Gang der Volkskrankheiten.

(Nach den „Veröffentlichungen des Kaiserlichen Gesundheitsamts“, Nr. 28 vom 12. Juli 1916.)

Pest. Niederländisch Indien. Vom 2. bis 15. Juni wurden aus den Bezirken Kediri und Modjokerto je 1, Pasoeroean 2 tödlich verlaufene Erkrankungen gemeldet.

Fleckfieber.

Oesterreich⸗Ungarn. In Ungarn wurden vom 29. Mat bis 4. Juni 9 Erkrankungen festgestellt, davon in den Städten Budapest 4, Szatmarnemeti 3, in den Komitaten Nograd und Trentschin je 1. Vom 5. bis 11. Juni wurden 4 Erkrankungen gemeldet, und zwar in dem Bezirke Szeged 1, im Pester

Komitat 3. 8 Genickstarre.

Preußen. In der Woche vom 25. Juni bis 1. Juli sind 19 Erkrankungen (und 8 Todesfälle) in folgenden Regierungs⸗ bezirken sund Kreisen] gemeldet worden: Landespolizeibezirk Berlin 4 (4) (Berlin Stadt 3 (3), Berlin⸗Wilmersdorf 1 (1) ¼ Reg.⸗Bez. Arnsberg 4 (1) ([Bochum Stadt 1, Gelsenkirchen Stadt 1 (1), Hörde Land, Lippstadt je 11, Aurich (1) Wittmund], Breslaul. [Strehlen], Koblenz 1 [Wetzlar]!, Cöln 1 (1) [Cöln Stadt)], Danzig 1 [Marienburg], Düsseldorf 1 (Crefeld Stadt], Frank⸗ furt 1 (Luckau), Magdeburg 1 (1) [Magdeburg], Pots dam 2 [Ostprignitz, Teltow je 11, Schleswig 1 (Kiel]!, Wiesbaden 1

rankfurt].

8 Nachgemeldet wurde für die Woche vom 18. bis 24. Junt

1 Erkrankung im Reg.⸗Bez. Bromberg, Kreis Znin. Schweiz. Vom 18. bis 24. Juni in den Kantonen Freiburg

und Aargau je 1 Erkrankung. Ruhr.

Preußen. In der Woche vom 24. Juni bis 1. Juli sind 48 Erkrankungen (und 7 Todesfälle) in folgenden Regierungs⸗ bezirken und Kreisen] gemeldet worden: Reg.⸗Bez. Allen⸗ stein (1) [Neidenburg]l, Arnsberg 10 [(Bochum Stadt 7, Bochum Land 1, Herre 2], Aurich 10 (2) ([Norden]), Breslau 14 (2) [Breslau Stadt 1, Neurode 12 (2), Steinau 11, Cassel 1 (1) [Wolfhagen], Cöln 1 (Cöln Stadt], Frankfurt 1 (Frankfurt’, Gumbinnen 1 Pillkallen!, Lüneburg 1 (Harburg Stadt)], Marien werder 1 (Schlochau), G Posen 2 Meseritz), Potsdam 1 Ntederbarnim], Stade 1 [Neuhaus]. Stettin 2 (Stettin), Trier 1 [Saarlouis].

Nachträglich gemeldet wurden für die Woche vom 18. bis 24. Juni im Reg.⸗Bez. Brom berg 4 (2) [Schneidemühl], Liegnitz 1 (2)

[Landeshut)]. Verschiedene Krankheiten in der Woche vom 25. Juni bis 1. Juli 1916 (für die deutschen Orte).

Pocken: Budapest 2 Todesfälle, 5 Erkrankungen; Varizellen: Budapest 37, Wien 39 Erkrankungen; Fleckfieber: Budapest 4, Wien 1 Erkrankungen; Milzbrand: Reg.⸗Bezirke Erfurt, Frank⸗ surt je 1 Erkrankung; Bißverletzungen durch tollwut⸗ verdächtige Tiere: Reg.⸗Bezirke Breslau 5 (Breslau Start 4), Königsberg 1, Liegnitz 2, Oppeln 1, Posen 3; Influenza: Berlin 2, Wien 1 Todesfälle, Kopenhagen 51 Erkrankungen; Ge nickstarre: Amsfterdam 1, 8 Kopen⸗ hagen 2, Wien 1 Erkrankungen; Körnerkrankheit: Reg.⸗Bez⸗ Posen 24 Eckrankungen; epidemische Ohrspeicheldrüsenent⸗ zündung: Budapest 42 Erkrankungen; Krätze: Reg.⸗Bez. Posen 137 Erkrankungen (einschließlich Nachmeldungen); Nahrungsmittel⸗ vergiftung: Reg.⸗Bez. Aursch 4 Erkrankungen. Mehr als ein Zehntel aller Gestorbenen ist an Diphtherie und Krupp

Merseburg 1 (1) ([Saalkreis],

Durchschnitt aller deutschen Berichtsorte (1895/1904: 1,62 %) ge⸗ (Darcsch Brandenburg a. H., Plauen t. V., Tilsit Erkrankungen wurden angezeigt im Landesvoltzzeibeztek Berlin 190 ( Berlin Stadt 122), in Breslau 27, in den Reg.⸗Bezirken Düsseldorf 103, Magdeburg 121, Potsdam 124, in Stuttgart 28. Hamburg 87, Budapest 30, Prag und Vororten 22, Wien 43; an Keuchhusten gestorben in Bonn Erkrankungen wurden angezeigt in Budapest 31, Kopenhagen 51. Ferner wurden Erkrankungen gemeldet an: Scharlach im Landes⸗ polizeibezirk Berlin 103 (Berlin Stadt 69), in Breslau 35, in den Reg.⸗Bezirken Arnsberg 106, Düsseldorf 113, in Hamburg 24, Amsterdam 33, Budapest 76, Stockholm 23, Wien 60; Masern und Röteln im Reg.⸗⸗Bez. Posen 125, in Nürnberg 54, Hamburg 70, Budapest 149, Christiania 20, Kopenhagen 113; Typhus in

Budapest 38. - h Handel und Gewerbe.

n betreff der Konzessionierung des Lebens⸗ und 11u“ weisen die Neltesten der Kaufmannschaft von Berlin nochmals darauf hin, daß vom 1. August ab nur derjenige den Großhaͤndel mit Lebens⸗ und Futtermitteln ausüben darf, der bierzu eine Erlaubnis erhalten hat. Im Landespolizeibezirk Berlin, der Berlin, Charlottenburg, Schöneverg, Wilmersdorf, Neukölln, Lichtenberg und Boxhagen⸗Rummelsburg umfaßt, wird diese Erlaubnis von einer beim Poltzeipräsidium in Berlin gebildeten Stelle ertetlt. Anträge sind schriftlich an diese Stelle (Polizeipräsidium, Abteilung IX) zu richten. Im Antrag ist an⸗ zugeben, für welche Ware, welches Gebiet und für welche Zeitdauer der Haudel konzessioniert werden soll. Ferner ist ein Fragebogen auszufüllen und einzureichen, der im volk⸗ wirtschaftlichen Sek etartat (Börse) zu haben ist. Mit dem Antrag ist eine Gebühr für die Entscheidung eir zusenden, die für Handelsbetriebe der I. Gewerbe⸗ steuerklasse 50 ℳ, für solche der II. 30 und für solche der III. 10 beträgt. Betrtebe der IV. Gewerbesteuerklasse sind gebühren⸗ frei. Die letzte Gewerbesteuerveranlagung ist dem Konzessionsvertrage beizufügen; für eingetragene Firmen muß auch ein Handelsregister⸗ auszug eingereicht werden. Interessenten erhalten über die Verordnung nähere Auskunft im L Sekretariat der Aeltesten der

ufmannschaft von Berlin, Börse. . . Eschaft nor Finanzblockade gegen Belgien. Aus Mit⸗ teilungen einer holländischen Bankfirma an eine in Belgien an⸗ sässige Persönlichkeit geht, wie „W. T. B.“ aus Berlin meldet, hervor, daß der englische Zensor bei jeder brieflichen Geld⸗ überweisung vom neutralen Amerika an das neutrale Holland eine Erklärung ferdert, daß die überwiesenen Summen nicht feindlichen Untertanen oder Personen, die ihren Wohnsitz im besetzten Gebiete haken, zugute kommt. Fehlt die Erklärung, so wird die Ueberweisung nicht durchgelassen. Dadurch ist es Belgiern unmöglich gemacht, aus den Vereinigten Staaten Dividenden⸗ gutschriften zu empfangen. Auf die Rohstoffblockade folgt sonach die Geldblockade, und zwar sind es fremde Robhstoffe und fremde Gelder, die ferngehalten werden.

Laut „Times' betrug wie „W. T. B.“ ergänzend (s. Nr. 163

I. Beil. des „R.⸗ u. St.⸗A⸗) meldet, die Ausbeute der in Transvaal Chamber of Mines vereintgten Mmen im Juni 1916 735 194 Unzen Gold im Werte von 3 123 904 Pfund Sterling, der Außendistrikte 26 570 Unzen Gold im Werte von 112 863 Pfund Sterling. Die Gesamtausbeute betrug daher im Juni 1916 761 764 Unzen Gold im Werte von 3 236 767 Pfund Sterling gegen 755 280 Unzen Gold im Werte ven 3 208 224 Pfund Sterling im Juni 1915. Ende des Monats waren in Goldminen 192 809, in Koblenbergwerken 98859 und in Diamantminen 2105 Arbeiter beschäftigt. 1 8 ücb 8 14. Juli. (W. T. B.) Die gestrige feste Haltung über⸗ trug sich auch auf den heutigen Börsenverkehr, wenn auch das Geschäft weniger umfangreich war. Kauflust zu steigenden Kursen bestand namentlich für einzelne Rüstunge⸗, Munitions, Eisen⸗, Pe⸗ troleum⸗, Metall⸗, Elektrtzitäts⸗ und Lederaktien. Der Anlagemarkt

ewahrte seine feste Haltung. 1 8 b11“ (W. T. B.) Die Hauptstadt Budapest

3 8 8 9

der Kommercialbank, der Vaterländischen Sparkassa und der Eskompt⸗ Wechslerbank, eine sechsprozentige Obligationsanleihe im Betrage von 80 Millionen Kronen, in sechzig Jahren, zum Uebernahme- kurs von 95 ½ Kronen abgeschlossen. 8 8 Rotterdam, 14. Juli. (W. T. B.) Die ve2. Handels-⸗ kammer wurde vom Niederländischen Ueberseetrust be⸗ nachrichtigt: die englische Regierung habe verfünt, doß in Zukunft alle Tabake, mit Ausnahme der niederländisch⸗indischen, an den Niederländischen Ueberseetrust konsigniert werden müssen. London, 13. Juli. (W. T. B.) Bankausweis der Bank von England vom 13. Juli d. J. Totalreserve 41 859 000 ss. 547 000) Pfd. Sterl., Notenumlauf 35 988 000 (Abn. 378 000)

taatsanzeige

fd. Sterl., Barvorrat 59 397 000 (Abn. 925 000) Pfd. Sterl., ortefeuille 81 225 000 (Abn. 14 582 000) Pfd. Sterl., Guthaben der Privaten 92 500 000 (Abn. 11 107 000) Pfd. Sterl., Guthaben des Staates 54 920 000 (Abn. 4 029 000) Pfd. Sterl., Noten⸗ reserve 39 767 000 (Abn. 639 000) Pfd. Sterl., Regierungssicher⸗ heiten 42 188 000 (Zun. 1000) Pfd. Sterl. Prozentverhältnis der Reserven zu den Passiven 28,39 gegen 26,08. Clearinghouse⸗ umsatz 320 Millionen, gegen die entsprechende Woche des Vorjahres mehr 31 Millionen.

13. Jult. (W. T. B.) Bankausweis. Barvorrat in Gold 4 775 543 000 (Zun. 5 842 000) Fr., Barvorrat in Silber 341 614 000 (Abn. 2 335 000) Fr., Guthaben im Ausland 589 517 000 (Abn. 56 347 000) Fr., Wechsel (vom Moratorium nicht betroffene) 429 450 000 (Zun. 18 686 000) Fr., Gestundete Wechsel 1 450 913 000 (Abn. 7 169 000) Fr., Vorschüsse auf Wertpapiere 1 198 433 000 Abn. 11 646 000) Fr., Kriegsvorschüsse an den Staat 8 500 000 000 (Len. 200 000 000) Fr., Vorschuß an Verbündete 1 180 000 000 (Zun. 10000 000) Fr., Notenzirkulation 16 113 175 000 (Zun. 66 964 299 r., Tresorguthaben 64 111 000 (Zun. 22 024 000) Fr., Privatguthaben 2 224 406 000 (Zun. 101 214 000) Fr.

SIII1I1I1 (Notierungen des Börsenvorstandes)

vom 14. Geld Brief Geld 5,28 5,30 224 ½ 225 ½ 157 ½ 158 157 ½ 158 157 ½ 158 102 ½1 103 ½ 69,45 69,55 86 ½ 87 80 ½

E16 8

Juli Brief

New York olland änemark

Schweden

Norwegen

Schweiz

Oester reich

Rumänien

Bulgarien

100 Gulden 100 Kronen 100 Kronen 100 Kronen 100 Franken 100 Kronen

Unter ähnlichen Verhältnissen wie gestern hat sich auch heute der Wertpapiermarkt vollzogen, der wieder einen sehr rusigen Verlauf pahm. Die Veränderungen waren sehr geringfügiger Art, und auh die Hauptgebiete machten in dieser Hinsicht keine Ausnahme. Die Tendenz war anfangs ziemlich fest, besonders für einige Industrie⸗ werte, später schwächte sich die Haltung auf Realisattonen wieder ab. Der Schluß war ruhig.

Berlin, 14. Jult. (W. T. B.) Marktpreife für Salz⸗ heringe (Verkaufspreise der Einfuhrhändler), festgesetzt von der Zentral⸗Einkaufsgesellschaft m. b. H., Berlin, gültig vom 15. Juli bis Freitag, den 21. Jull 1916, einschließlich. Norwegische Fettheringe gekehlt ffür ein Faß mit etwa 100 kg netro Fischgewicht, Stückzahl auf 1 kg): 6 12 Stück 179 ℳ, 12 14 Stück 176 ℳ, 14—16 Stück 170 ℳ, 16 18 Stück 163 ℳ, 18 20 Stück 153 ℳ, 20 25 Stück 144 ℳ, ük 25 Stück 134 ℳ. Norwegische Sloe⸗Vollheringe gekehlt: für ein Faß mit etwa 110 kg netto Fischgewicht bezw. mit 400 500 Stück 158 ℳ, 500 600 Stück 163 ℳ, kleinere 168 ℳ, unge⸗ kehlte 2 für ein Faß weniger als die entsprechende gekehlte Ware. Norwegische Hochsee⸗Vollherimge gekehlt: für ein Faß mit etwa 110 kg netto Fischgewicht bezw. mit 400 500 Stück 150 ℳ, 500 600 Stück 152 ℳ, 600 700 Stück 154 ℳ, kleinere 158 ℳ, ungekehlte 2 für das Faß weniger als die entsprechende gekehlte Ware. Isländer Heringe: für ein Faß mit etwa 100 kg nerto Fischgewicht mit etwa 350 Stück 133 ℳ, un⸗ gekehlte 133 ℳ. Sämtliche Notierungen verstehen sich ab Bollwerk oder Lager Stettin oder Lübeck. Holländische Heringe vorjährigen Fanges gekehlt: für ein Faß Holländer und Zinfbandfässer 155 ℳ, für 2 halbe Fässer schottische 153 ℳ, Holländer 151 ℳ. Holländische Heringe dies jährigen Fangez gekehlt: Zuidersce⸗Heringe (für ein Faß mit etwa 100 kg netto Fischgewicht): etwa 1000 bis 1200 Stück in jedem Foß 137 ℳ. Norssee⸗Heringe (für ein Faß mit etwa 115 kg netto Fischgewicht): Ermittelte Stückzahl etwa 800 950 Stück in jedem Faß 158 ℳ. Für kleinere Gebinde wird der handelsübliche Aufschlag erhoben. Die Notierungen für die bolländischen Heringe verstehen sich frei Bahn oder Schiff bolländischer Station, mit Ausnahme der Zäutidersee⸗Heringe, deren Preis sich ab Lager Duisburg oder Leer versteht. Alle Preise verstehen sich netto Kasse ohne Abzug für Barzahlung innerhalb 3 Tagen.

Kursberichte von augwäͤrtigen Fondsmärkten.

London, 13. Jult. (W. T. B.) 2 ½¾ % Englische Konsols 61 ¼, 5 % Argentinier von 1886 —,—, 4 % Brasilianer von 1889 —,—, 4 % Javaner von 1899 73, 3 % Portugiesen —,—, 5 % Russen von 1906 91, 4 ½ % Russen von 1909 83 ½, 8 93 ⅛, Canadian Pacific 187 ½, Erie 36 ⅜, National Railways of Mexiko —,—, Pennsylvania 60 ½, Southern Pacisic 102, Union

acific 144, United States Steel Corporation 88 8, Anaconda Copper 16 8, Rio Tinto be Chartered 13/7, De Beers def. 11, Goldfields 1 2⁄16, Randmines 31 ¼6.

9 ndon, 14. Juli. (W. T. B.) 2 ¾ % Engl. Konsols 60, 5 % Argentinier von 1886 96 ½, 4 % Brasiltaner von 1889 —,—, 4 % Japaner von 1899 72 ⅜, 3 % Portugiesen —,—, 5 % Russen von 1906 90 ⅞, 4 ½ % Russen von 1909 83, Balttmore u. Ohio 93 ½, Canadian Pacific 186 ¾, Erie 36 ⅜, National Railwayh of Merxiko 7 ¼, Pennsylvania 60 ¼, Southern Pacific 101 ⅛, Union Pacifie 143 ½,[ United States Steel Corporation 88 ½, Anaconda Copper 16 ½, Rio Tinto 61 ¾, Chartered 13/4, De Beers def. 11, Goldfields 1 ⁄16, Randmines 3 .

Amsterdam, 13. Juli. (W. T. B.) Matt. Wechsel auf Berlin 43,20, Wechsel auf Wien 30,05, Wechsel auf weiz 45,50, Wechsel auf Kopenhagen 67,55, Wechsel auf Stockholm 67,70, Wechsel auf New York 240,50, Wechsel auf London 11,48, Wechsel auf Paris 40,82 ½. 5 % Niederländische Staatt⸗ anleihe 102 ½, Obl. 3 % Niederl. W. S. 7418⁄16, Köntgl. Nieherl. Petroleum 502, Holland⸗Amerika⸗Linie 394, Niiederländisch⸗ Indische Handelsbank 215, Atchison, Topeka u. Santa Fs 104 ¼, Rock Island ½, Sonthern Pacific —,—, Southern Railway 22 9718, Union Pacific 135 7⁄16, Anaconda 163,

hat mit einer Finanzgruppe, bestehend aus der Ungarischen Kreditbank,

8

United States Steel Corp. 80 ½, Französisch⸗Englische Anleihe —,—

. 8 8

111

Baltimore and Ohio