1916 / 167 p. 3 (Deutscher Reichsanzeiger, Tue, 18 Jul 1916 18:00:01 GMT) scan diff

.—

tralitätsverletzung hatte, durfte es auf ihn auch die lex commissoria anwenden, der zufolge „bei gegenseitigen Verträgen für den Fall, daß eine der Vertragsparteien ihren Verbindlichkeiten nicht nachkommt, jederzeit der Vertrag stillschweigend als gelöst betrachtet werden kann.“ Der Geheime Justtzrat, Professor Dr. Kohler hat die Arbeit von Norden durch ein Geleitwort ausgezeichnet, das ihre Schluß⸗ folgerungen in vollem Umfange bestätigt.

58 Technik.

Treibriemen aus Stahl. Ein Beweis der Anpassungs⸗ fähigkeit der deutschen Industrie an die durch den Weltkrieg hervor⸗ gerufenen Herstellungsbedingungen wird auch durch die Ver⸗ wendung von Stahlbändern als Ersatz für Leder⸗ riemen erbracht. Zwar ist schon seit Jahrzehnten bekannt, daß sich Stahlbänder sehr gut als Treibriemen zu Keaft⸗ übertragungen eignen, ohne daß jedoch diese Art der An⸗ triebsübermittlung nennenkwerten Ein ang in die Maschinen⸗ techntk gefunden bätte. Gegen die Einfü rung sprach, wie die „Um⸗ schau“ (Frankfurt a. M., Herausgeber Professor Dr. Bechhold) „Dienglers polytechnischem Journal“ entnimmt, der Mangel einer leichten und ebenso sicheren wie dauerhaften Verbindung der Stahl⸗ bänder. Das Löten in der Art, wie Sägeblätter gelötet werden, war nicht angängig; es war nicht überall ausführbar und erforderte außer⸗ dem einen geuübten Arbeiter und eine teuere Vorrichtung, die sich wohl nur für größere Betriebe lohnen würde. Mehr noch steht der Einführung der gelöteten Bänder der Uebelstand entgegen, daß ein Lager im Vorgelege oder der Arbeitsmaschine entfernt werden muß, um das geschlossene Band aufzulegen. Zudem hat sich in der Praxis gezeigt, daß die gelöteten Bänder zwar an der Lötstelle selbst nicht reißen, daß aber die Uebergangsstelle ober⸗ und unterhalb der Lötstelle nicht die gleiche Zuverlässigkeit aufweist. Man bat nun ver⸗ sucht, etnen Verschluß der Bänder zu konstruteren. Aber sämtliche bieherigen Bandverschlüsse konnten sich n zt durchsetzen. Neuerdings

werden nun, wie in der oben erwähnten Zeitschrift mitgeteilt wird, Stahlbandtreibriemen mit fortlaufender Lochung auf den Markt ge⸗ bracht. Dtese Stahlriemen haben auf ihrer ganzen Länge je nach Breite mehrere Reibhen systemattsch geordneter Löcher, wodurch die

beliebige Verbindung des Riemens an irgendeiner Stelle ermöglicht wird.

Der Stahlriemen wird genau wie der Lederriemen aufgelegt und ent⸗ sprechend abgeschnitten, zur Verbindung wird ein mit gleichen Lochungen versehenes rautenförmiges Ueberdeckungsstück gleicher Material⸗

stäcke verwendet, das auf den Rtemen aufgenietet wird. Diese Schräg⸗

verbindung soll bedeutend schmiegsamer wie die bisher bekannte Quer⸗ verbindung von Stahlriemen sein; sie vermeidet infolge der all⸗ mählichen Durchbiegung beim Scheibenübergang die große, fast plötz⸗ liche Beanspruchung vor und binter der Verbindungestelle, die, be⸗ sonders bei kleinen Scheibendurchmessern, die schwache Seite des Stahl⸗ bandbetriebes ist. Aus dem gleichen Grunde gestatret die Schräg⸗ verbindung die Verwencurng von gewölbten Scheiben, genau wie bei lederriemen. Die mit vier verschiedenen Lochabständen hergestellten eberdeckungsstücke dienen gleich eitig zum Ausregeln der Riemen⸗ ge, da nur das jeweils pafsende Stück aufgelegt wird. Diese Ver⸗ indungsart benötigt nicht mehr Zeit als die Verbindung am Leder⸗ Durch die Lochung ist Gewähr geleistet, daß der Riemen

ichtig sitzt und auch gerade läuft. Gegenüber dem Lederriemen sollen

Stahlriemen noch den Vorteil der bedeutend größeren Betriebssicher⸗ eit und der größeren Lebensdauer haben. Zwar ist die Anhaftung eim Lederriemen an sich etwas größer, hänat aber wesentlich

von der Verwendung des Materiols, seiner Vorbehandlung in er Gerberet und von der Lufdauer des Riemens ab, wird auch esentlich beinträchtigt durch Feuchtigkeit und besonders durch Oel.

emgegenüber weist der Stahlriemen eine wohl etwos kleinere, aber gleichmäßige und unbeeinflußbare Anhaftung auf und steht somit praktisch dem Lederriemen nicht nach. Stahlbänder werden in einer Dicke von

05 bis 06 verwendet bis z1 der allergrößten Kraftübertragung und eignen sich besonders für hohe Geschwindigkeit, da sie sehr geschmeldig und dünn sind und sich nicht längen. Infolge ihrer Witterungsunempfindlichkeit können sie überall Verwendung finden und können auch durch besondere Herrichtung gegen Rosten geschützt werden. Rtiemen aus Stabl sind bedeutend billiger als Lederriemen; auch das Rohmatertal steht unbegrenzt zur Verfügung. Als wesentlicher Vorzug des Stahlriemens gegenüber dem Lederriemen kann demnach wohl der wirtschaftliche Vorteil angesehen werden, wenn man bed⸗ nkt, daß in Deutschland allein für 45 Millionen Mark jährlich Treib⸗ riemen hergestellt werden, von denen i. J. 1913 für ungefähr 18 Mil⸗ lionen Mark ausgeführt wurden.

8 8 1 88 9

Verkehrswesen.

Heft 4 vom Jahrgang 1916 des „Archivs für Eisenbahn⸗ wesen“, Prghteceheden im preußischen Mmisterium der öffentlichen Arbeiten (Berlin, Verlag von Julius Springer), erschten mit folgendem Inhalt: Die Eisen bahnen Chiles (von Dr. Martner, mit einer Karte); Entwicklung des Eisenbahndirektionsbezirks Elberseld seit der Neu⸗ ordnung vom 1. April 1895; Die Eisenbahnen des Deutschen Reichs 1912 bis 1914; Die Güterbewegung auf deutschen Eisenbahnen im Jahre 1914 im Vergleich mit der im Jahre 1913; Die Betriebsergeb⸗ nisse der italienischen Staatsbahnen im Jahre 1913/14. Kleine Mittetlungen: 25 jährige Täͤtigkeit der Arbeiterpensionskasse der König⸗ lich württembergischen Verkehrsganstalten; Reiseverkehr in der Schweiz; Die Eisenbahnen in Niederländisch Indien im Jahre 1914; Die Tätigkeit des Königlichen Materialprüfungsamtes der Technlschen Hochschule zu Berlin im Betriebsjahre 1914. Rechtsprechung: Enteignungsrecht (Erkenntnis des Reichsgerichts vom 9. November 1915); Unfall, Warteräume (Erkenntnis des Reichsgerichts vom 18. Februar 1916). Gesetzgebung: D ts R Oesterreich; Schweiz. Bücherschau.

8 Theater und Musik.

Die Direktoren Meinhard und Berxnauer haben ein neues drei⸗ aktiges Lustspiel von Ludwig Fulda, das den Titel „Die verlorene Tochter“ führt, zur Aufführung erworben. Das Werk wird im Laufe der kommenden Spielzeit im Komödienhaus gegeben werden.

Das Potsdamer Naturtheater schließt am Sonntag, dem 23. Juli, seine dies jährige Spielzeit. Von den bisherigen 44 Vor⸗ stellungen waren allein 32 durch ungünstiges Wetter beeinträchtigt, nur 12 regenfreie Spieltage waren zu verzeichnen.

Eine Trauerkantate von James Simon: „Der Tod ist groß“, sür Chor und Orgel (Text von Rainer Maria Rilke), wird am 8. Oktober in der Kaiser⸗Wilhelm⸗Gedaͤchtniskirche vom Kirchenchor unter Kießlichs Leitung ihre Uraufführung erleben.

8

Mannigfaltiges.

1— Die griechische Gesandtschaft teilt durch „W. T. B.“ folgendes mit: Das Feuer, das im Walde von Tatoi am Donnerstag ausgebrochen war und bis heute früh andauerte, hat un⸗ geheure Ausdehnung angenommen und 10 000 ha vernichtet. Außer dem Schlosse des Königs Georg, seinem Grabe, einer an⸗ grenzenden Kapelle fowie einem kleinen Hotel mit zwei Ställen wurde das ganze Königa liche Besitztum zerstört, das Schloß, welches Seine Majestät der König Konstantin bis jetzt bewohnt hat, embegriffen. Bis jetzt sind 15 Leichen darunter die des Obersten Della Porta, Chefs des Automobilwesens Seiner Majestät, die des Hauptmanns der GWendarmerie Chrissopathis, Chess der S cherheitspolizei des Königs, sowie die des Oberleutnants Contoumopoulos. Das Feuer scheint, obgleich noch ia manchen Gegenden andauernd, eingedämmt zu sein. Seine Majestät der König sowie die übrigen Mitglieder r Königlichen Familie sind gesund und wohlbehalten.

Seeg,ee4 rg. A, nde een e Brrene

Der Weltkrieg mit seinem in früberen Zeiten nie erreichten Massenfeuer und Kanonendonner bietet reiche Gelegenheit, die Wirkungen zu studieren, die der starke, unausgesetzte Schall der Kanonen und Explosionen von Granaten und Schrapnellen auf das Seelenleben der Tiere ausübt. Aus seinen persönlichen Er⸗ fahrungen von der Westfront erzählt, wie die „Umschau“ mitteilt, Kestermann in der „Zeitung des Vereins deutscher Schäferhunde“ (Juni 1916), daß die Tiere vom Schlachten⸗ lärm wenig oder gar keine Notiz nehmen; zwischen den Schützengräben steigen die Lerchen trillernd in die Höhe, als ginge nichts in der Welt vor sich, auf den Drahtverhauen der vordersten Gräben sitzen Haus⸗ und Feldsperling. „In unserer ersten Feuerstellung im Aisnetal herrschte“, schrelbt Kestermann, eregstes Tierleben um uns herum. Abgesehen von den Mäusen und der Massenansammlung von Ratten Haus⸗ und Wanderratte —, hausten mit uns zusammen ganz friedlich eine Anzahl Angora⸗ katzen, die sich nach und nach eingefunden hatten, dicht vor den Geschützen gingen Rebhühner ihrer Nahrungssuche nach, und auf dem Rübenfelde neben uns trieben Feldhasen ihr munteres Spiel. Das Tal dicht hinter unserer Feuerstellung lag ständig unter stärkstem Infanterie⸗ und Artilleriefeuer, trotzdem barg es ein reiches Vogelleben, so reichhaltig, wie wir es in Deutschland kaum noch antreffen; außer allen Meisenarten, Zaunköntgen, Grasmücken fanden wir häufig den Pirol, braunkehlige und schwarzkehlige Wiesen⸗ schwätzer, und Nachtigallen schlugen am feurigsten, je heftiger die Ge⸗ schütze brüllten. Wer Vogelliebhaber ist, weiß, daß nichts Vögel zum Gesang mehr anregt, als gleichmäßige Geräusche, laufendes Wasser, Reiben mit der Bürste auf Zeitungspapier u. ä.; dieselbe Wirkung übte der Kanonendonner aus. Auch in allen anderen Feuerstellungen, die ich mitmachte, war es das gleiche Bild, die Vögel ließen sich im großen und ganzen nicht im geringsten stören. Bei Pferden und Hunden treten die gleichen Erscheinungen auf wie beim Menschen, d. h. eine Anzahl kehrten sich nicht an den Lärm und gingen ganz ruhig mitten durchs stärkste Feuer, andere wieder zitterten, wenn es nur von weitem knallte; cinen Schaͤferbund hatten wir sogar, den nichts mehr aufregen konnte als eine in der Nähe platzende Granate, er betrachtete das stets als eine persönliche Beleidigung und war nur mit Mühe davon ab uhalten, die maachmal recht an⸗ ständigen Splitter zu apportieren. Erfreulichermweise habe ich niemals einen Schäferhund gehabt, der durch das Krachen ängstlich geworden wäre, alle beobachteten höchst interessiert die Vor⸗ gänge und schienen eher YVergnügen an dem Schießen zu finden als Unbehagen. Ganz hervorragend bewährten sie sich als Postenhunde. In ganz kurzer Zeit kannten sie sämtliche der Batterie Angehörige und licßen diese ungehindert zur orer von der Feuer⸗ stellung; kam aber ein anderer Feldgrauer, so war nichts zu wollen, das „Halt, wer da!“ kam eindringlicher zur Geltung durch unsere Schäferhunde, als es der wachsamste Posten hätte vornehmen können. Selbst der gestrenge Abteiluneskommandeur fand keinerlet Entgegen⸗ kommen, unsere Schäferhunde waren stets unbestechliche Waͤchter.“

London, 17. Juli. (W. T. B.) „Reuter“ meldet, daß gestern die Kriegssparsamkeitswoche begonnen hat. Im ganzen Lande haben die Prediger in den Kirchen auf die dringende Notwendigkeit für jedermann, sparsam zu sein und Kriegsanleihe zu zeichnen, hin⸗ gewiesen. Der Schatzkanzler Me Kenna hat an den Vorsitzenden des War Savinas Committee, von dem die Bewegung ausgeht, ein Schreiben gerichtet, in dem er erklärt, daß die Gedanken der ganzen Nation bei der Offensive der Verbündeten weilten. Es handle

c nicht um eine Schlacht von ein paar Tagen, sondern um den Beginn eines langnierigen, Geduld und Hartnäcktgkeit erfordernden Kampfes. Der Schatzkanzler forderte die Zipilbevölkerung auf, sich Anspannung in der Geschichte

auf die größte finanzielle Englands gefaßt zu machen und Selbstverleugnung zu üben.

Handel und Gewerbe. im Reichsamt des Innern zusammen⸗ »Nachrichten für Handel, ndustrie und Landwirtschaft“.) 1 38

RKußland (befenzte Gehieteeh)h.

Aufhebung sämtlicher russischer Moratorien für das unter der Verwaltung des Oberbefehlshabers Oststehende Gebiet Rußlands. Eine Verordnung des Oberbesehlshabers Ost, Nr. 282 IX 2454 vom 29. Juni 1916, lautet:

1 Säaͤmtliche von der Russischen Regierung erlassenen Mora⸗ 8 1 für das Verwaltungsgebiet des Oberbefehlshabers Ost aufgehoben.

§ 2. Diese Verordnung tritt sofort in Kraft. (Befehls⸗ und Verordnungsblatt des Oberbefehlshabers Ost, Nr. 36 vom 8. Juli 191 6.)

us den gest

ellten

Dänemark.

Ausfuhrverbot. Eine Bekanntmachung vom 11. Juli 1916 verbietet die Ausfuhr folgender Waren: Schmirgel, Schmirgelleinen und andere Schmirgelzubereitungen. (Berlingske Tidende.)

Beschränkung der Aus fuhr von Rindern, Schafen und Ziegen. Eine Bekanntmachung des Justizministeriums vom 7. Juli 1916 lautet: Auf Grund des Gesetzes vom 6. August 1914 vergl. das Gesetz vom 29. Oktober des gleichen Jahres wird hierdurch bestimmt, daß die Ausfuhr von Rindern, Schafen und Ziegen aus Dänemark bis auf weiteres nur dann statifinden darf, wenn den genannten Tieren eine auf den Johaber lautende, vom Fleischkontor in Kopenhagen ausgestellte Ausfuhrbescheinigung beigegeben ist, die bei der Ausfuhr vorzuzeigen und abzuliefemn ist; in dieser Beziehung wird auf eine Bekaͤnntmachung des Landwirtschaftsministeriums vom heutigen Tage verwiesen. Die Ausfuhr darf nur sattfinden über Kopenhagen, Nyköbing F, Odense, Kolding, Esbjerg, Aarhus, Randers, Halstebro und Aalborg, und die Bekanntmachung des Justizministeriums vom 18. März des gleichen Jahrcs wird in dieser Hinsicht in Ueberein⸗ stimmung hiermit geändert. Dies wird hierdurch zur allgemeinen Kenntnis gebracht mit dem Hinzufügen, daß die gegenwärtige Bekannt⸗ machung 10. Juli 1916 in Kraft tritt. (Statstidende.)

Der Versand des Stahlwerkverbandes betrug laut Meldung des „W. T., B.“ aus Düsseldorf im Monat Junt 1916 insgesamt ꝛ298 753 t (Rohstahlgewicht) gegen 311 620 t im Mai 1916 und 319 928 t im Juni 1915. Hiervon entfielen auf: Halb⸗ zeug 77 483 t gegen 80 765 t bezw. 77 957 t; auf Eisenbahnoberbau⸗ material 134 584 t gegen 142 327 t bezw. 155 809 t; auf Formeisen 86 686 t gegen 88 528 t bezw. 86 162 t.

Die Graz⸗Köflacher Eisenbahn vereinnahmte im Juni 1916 287 340 (im Vorjahr 293 205) Kr. vom 1. Januar bis Ende Juni 1916 1 938 896 (im Vorjahr 1 848 395) Kr. Die Einnahmen für Januar und Februar 1916 sind endgültig, die Einnahmen für März bis Juni 1916 vorläufig.

Wien, 17. Juli. (W. T. B.) Das regnerische Wetter ver⸗ anlaßte im Börsenverkehr zunächst eine abwartende Haltung, doch zeigte sich bald erneute Kauflust für einzelne Rüstungsaktien, deren weit re Kurssteigerung auch eine Erholung der anfänglich etwas niedrigeren Eisenwerte herbeiführte und den Markt befestigte. Der Verkehr bewegte sich jedoch in ruhigen Bahnen. Begehrt und höher im Kurse waren einzelne Petroleum⸗, Munltions⸗, Leder⸗, Papier⸗ und Telephonfabrikaktien. Am Anlagemarkt behaupteten sich die Kurse.

Der heutige Wertpapiermarkt zeigte wiederum eine sehr ruhige Haltung. Die Veränderungen waren höchst unbedeutender Natur, indessen neigten die Kurse eher zur Schwäche, da die Tendenz un⸗

lustig blieb und Kauflust nicht vorhanden war.

Krtegswerte und Montanwenite schwächer.

veräadert

Insbesondere blieben Anleihen waren un⸗

Börse in Berlin

(Notierungen des Börsenvorstandes)

vom 18. Juli Geld we-n

5,28 5,30

224 ½ 225 ¼ 157 ½ 158 157½ 158 157 ½ 158 102 ½ 103 ½

69,45 69,55 87¾

86 ¾ 79 ½ 80 ½

1

New York 1 Dollar olland 100 Gulden änemark 100 Kronen

Schweden 100 Kronen

Norwegen 100 Kronen

Schweiz 100 Franken

Oesterreich 100 Kronen

Rumänien 100 Lei

Bulgarien 100 Leva

Jull

Brief

5,30 225 158 158 158 103 %

69,55 87 80%

vom 17. Geld 5,28 224 ¾ 157 ½ 157 ½ 157 ½ 102 ½⅔ 69,45 86 79 ½

Nach der Wochenübersicht der Reichsbank vom 15.

Julm

1916 betrugen (+ und im Vergleich zur Vorwoche):

1916 19

Ab 2 496 810 000 (+

Aktiva.

Metallbestand*). darunter Gold 2 466 361 000 (+ 631 000) Reichs⸗ u. Darlehns⸗ 419 467 000

kassenscheine (+ 82 846 000 Noten and. Banken 8. 13 010 000

3 379 000)

Wechsel, Schecks u. diskontierte Reichs⸗ schatzanweisungen.

2 3924 15

2831 (+ 320 27 1

4 654 4 (s— 2259 134 12 21 0 1836 48

6 416 725 000 (+ 89 933 000) 12 959 000

(†

722 000) (— 67 274 000 (+ 14 426 000 (— 447 265 000 (+ 75 138 000) (— 180 000 000 (unverändert) 85 471 000 (unverändert) 6 939 633 000 (s;— 148 975 000)

2 385 391 000 (+ 390 729 000)

Lombardforderungen Ehrten. Sonstige Aktiven

Passiva. Grundkapital.

Reservefonds. Umlaufende Noten.

Sonstige tägl. fällige Verbindlichkeiten. G 283 015 000 213 7

Sonstige Pafsiva (+ 25 895 000) (— 4

*) Bestand an kursfähigem deutschen G Barren oder ausländischen berechnet.

5 4122

2 2 440 036 000 1 205 000) (+, 4 225 000)

(+ 4785 000)

180 000 000 (unverändert)

80 550 000 (unverändert)

15 1914

1 668 825 000

1 (+ 42 986 000) 39 000 1 344 072 000 08 000) (ℳ+ 32 978 000) 62 000 59 104 000 91 000) (+ 8 309 000 09 000 33 078 000) (+ 9 647 000

13 000 97 000) 13 000 06 000) (— 87 000 53 000) 77 000 67 000)

807 651 000 (ß— 165 932 000) 59 696 000 2 809 000) 347 044 000 (— 26 320 000) 208 097 000 (— 5 113 000)

180 000 000 (unverändert) 74 479 000 (unverändert) 1 994 564 000

46 000

(s- 191 369 000) (s— 197 738 000)

1 736 399 000 1 264 000) (+ 57 871 000)

895 041 000

02 000 39 411 000 89 000) ( 635 000) elde und an Gold in

Münzen, das Kilogramm fein zu 2784

Kursberichte von auswärtigen

London, 17. Juli. 5 % Argentinier von 1886 4 % Japaner von 1899 72 ⅞, 3 % Portugies von 1906 91, 4 ½ % Russen von 1909 80 ¼, Canadian Pacific 187 ½, Erie 37 ½, Pennsylvanta 59 ¾, Southern

—.—

Mexiko —, 144 ½, United Rio Tinto 61, Randmines 38. Paris,

Chartered 13/3, De Beers d

uli. (W. T. B.)

98,15, 5 %

(W. T. B.) 2 ½ % Engl. Konsols 5 96 ½, 4 % Brasilianer von 1889 5 6,

Pacific 102, Union States Steel Corporation 88 ⅜, Anaconda Copper 16 °2er,

u“ 5 ¾, Silber 2915⁄19. 17 5 %

3 % Französtsche Rente 64,50, 4 % S

Fondsmärkten.

9 ½,

en —,—, 5 % Ros Baltimore u. Ohio National Railways of

ef. 11, Goldfields 1 ½

pan. äußere Anleihe

Russen 1906 88 50. 3 % Russen v. 1896 58,10, 4 %

Türken unif. 60,00, Suerkanal 4430, Rio Tinto 1750.

Amsterdam, 17. Juli. (W. T. B.) auf Berlin 42,90, Wechsel auf Wien 29,85, 45,47 ½, Wechsel auf Kopenhagen 67,45, 67,65, Wechsel auf New York 240,00, 11,49 ½, Wechsel auf Paris 40,85. 5 % anleihe 102 ½, Petroleum 504, Holland⸗Amerika⸗ Indische Handelsbank 219 ⅛, Rock Island —, Union Pacific 135 ½, Anaconda 164 ½, 81 ⁄1 6, Französisch⸗Englische Anleibe 94 %.

Rio de Janeiro, 14. Jult. London —,—.

Linie

Unite (W.

Matt. Wechsel Wechsel auf Schweiz

Wechsel auf Stockholm

Wechsel auf London

Niederländische Staats⸗ Obl. 3 % Niederl. W. S. 74 ⅞⅛,

Königl. Niederl. 394,

d States Steel Corxp. T. B.)

Kursberichte von aus wärtigen Waren Kaärkten.

„London, 15. Jult. jüngst festgesetzten Preisen Absatz. Angeboten: 7417 Ballen.

London, 12. Jult. Gerste 50 Qrs. Einfuhren: Mehl 4730 Sack, Gerste London, 17. Juli.

(W. T. B.) Wo

(W. T. B.)

32000 Ballen, Einfuhr Ballen, davo kanische Baumwolle. Für Jul ⸗August 7,87,

fanden beute gute Wollsorten Zurückgezogen: 800 B (Mark Lane.) (W. T. B.) Zufuhren: Weizen 38 990 Qrs., 2610 Qrs, Hafer 79 040

llauktion. Zu den

schnellen allen.

Ors.

Ku t 88. Liverpool, 15. Juli. (W. T. B.)

aumwolle. Fegie. n Ballen ameri⸗ für Oktober⸗November

7,77. Amerikanische und Brasiltanische 2 Punkle höher.

„Ahnmnsterdam, 17. Juli. (W. T. B.) für Juli 58. „Ansterdam, 17. Juli. (W. T. B.) für Juli —. Leinöl loko. 52 ½, für tember 52 ¼, für Oktober 53 ½.

————— ——

Familiennachrichten.

Gestorben: Hr. Geheimer Regierungsrat, Oberbürgermeister a. (Berlin⸗Schöneberg), Hr. Oberst⸗ leutnant z. D. Hugo Frhr. von Kirchbach (Liegnitz).

r. jur. Hermann Haken

Santos⸗Kaffee Rüböl loko 61 ¼,

D. Fr. Helene

von Witzleben, geb. Schierholz (Angelroda).

Verantwortlicher Redakteur: Direktor Dr.

Tyrol in Charlottenburg.

Verlag der Expedition (Mengering) in Berlin.

er Norddeutschen Buchdruckerei und Verlagsanstal 8 8 Berlin, Wilhelmstraße 32. GG

Vier Beilagen (einschließlich Warenzeichenbeilage

und die Inhaltsangabe Nr. 28 zu Nr.

Anzeigers sowie die 1051. und 1052. der Deutschen Verlustlist

EZTö“ 5 des öffeutlichen

Ausgabe

acifie

Französische Anleihe

Niederländisch⸗ Atchison, Topeka u. Santa 103 ½, Southern Pacific —,—, Southern Railway 22514,

Wechsel auf

Mais 19 600 Ors,

August 51 ⅛, für Sep⸗

8

8 5*

[24293]

i Losseino, Kreis Plonk, Russisch Polen,

sanzeiger

zum Deutschen Nei No 167.

1. Untersuchun ssachen.

2 Aufgebote, Verlust⸗ und Fundsachen, Zustellungen u. dergl. 3. Ver

4. Ver osung ꝛc. von Wertpapieren.

5. Kommanditgesellschaften auf Aktien u. Aktiengesellschaften.

st e

käufe, Verpachtungen, Verdingungen ꝛc. Offentlich er Anzeiger.

Beilage . und Königlich Preußischen

Berlin, Dienstag, den 18. Juli

1““

6. Erwerbs⸗ und Wirtschaftsgenossenschaften 7. Niederlassung ꝛc. von Rechtsanwälten. 8. Unfall⸗ und Invaliditäts⸗ ꝛc. Versicherung. 9 0

9. Bankausweise.

Anzeigenpreis für den Raum einer 5 gespaltenen Einheitszeile 30 ₰. 10.

1915 in Verbindung mit § 9 des Ges. v. 4. 6. 1851, begangen in Draheim, Kreis Neustettin, am 25. Junt 1916, am 12. Juli 1916 verhängt worden.

Es wird ersucht, dieselben zu verhaften und in das nächste Gerichtsgefängnis ab⸗ zuliefern sowie zu den hiesigen Akten

unter Uebersaufen zum Feinde verhängt. III E. R. 385/16 sofort Mitteilung zu

Es wird ersucht, ihn zu verhaften und an machen. 1 die nächste Militärbehörde abzuliefern 1 Fensssealene aet e unter Nachricht an Gericht 31. Inf.⸗Div. 1sa öö

zu 225/16. hae ewer 7 eiter, anscheinendes Alter: 26 Jahre, 11““ ö“ . . ehü 3 ußland, letzter Aufenthalt: Draheim, 1“ Alter ö.“ Größe Kreis Neustettin, Größe: mittel, Haare: 1. m 73 cm, Statur kräftig, Haare blond, Gesicht: rund, Augen: grau. schwarz, Augen schwarz, Nase gewöhnlich, II. Familtenname: Karol, Vornamen: Mund gewöhnlich, Bart kleiner Schnurr⸗ Andre Stand und Gewerbe: russ. Arbeiter, bart, Gesicht länglich, Gesichtsfarbe bräun⸗ anscheinendes Alter: 38 Jahre, aus Brus⸗ lich, Sprache geb ochen deutsch, geläufig linow, Kreis Kamenez Podolsk, Rußland, französisch. Besondere Kennzeichen: Keine. letzter Aufenthalt: Draheim, Krels Neu⸗

[24286) Steckbrief. steitin, Größe: mittel, Haare: blond, Ge⸗

Gegen den untenbezeichneten Landsturm⸗ sicht: oval, Augen: braun.

mann Engel diesseitigen kr. Depots II III. Familienname: Grudzianko,

wird, weil flüchtig, das Ermittlunasver. Vorvamen: Stankslawa, Stand und Ge⸗ werbe: russ. Arbeiterin, anscheinendes

fahren angeordnet, wegen Fahnenflucht. 8 n 1 8 fluch Alter: 18 Jahre, aus Wilna, Rußland,

Es wird ersucht, denselben zu verhaften d in das hiesige Militä thaus ab⸗ letzter Aufenthalt: Draheim, Kreis Neu⸗ undesern das btesige Mllitärarresthaus ab, stertin, Größe: mittel, Haare: dunkel,

zuliefern bezw. zweckz Abholungtelegraphisch Gesicht: oval, Nugen blau

sKachricht ben. Nachricht zu geben Stettin, den 12. Juli 1916.

Karlsruhe, den 16. Juli 1916. e Frsas eheadder Landw.⸗Inf „Regts. Kriegsgericht des Kriegszustandes. 1b [24292] Steckbrief.

Nr F. d. d. a. B. K. Gegen die unten Beschriebene, welche flüchtig ist, ist die Untersuchungshaft wegen

Hartmann, unerlaubter Entfernung, Verg. gegen den

Hauptmann und Depotführer. Beschreibung: Alter: geb. 10. 4. 81, Korpsbefehl v. 30. 10 1915 te Verbin⸗ dung mit §9b des Ges. v. 4. 6. 1851,

Statur: mittelgroß und mittelkräftig, Stirn: gewöhnlich, Augenbrauen: dunkel, begangen in Lucienhof, Kreis Anklam, am 12. Juni 1916, am 12. Juli 1916 ver⸗

Nase: gewöhnlich, Zähne: sehr schönes weißes Gebiß, Gesicht: auffallend blaß, hängt worden. Es wird ersucht, die Be⸗ schuldigte zu verhaften und in das nächste

8. 1 gedehnt, Knesehsen Zif her

jalekt, Kleidung: feldgrau, eigene blaue z

Größe: 1,75, Gewicht: 68 kg, Haare: Mitteilung zu machen

dunkel, Bart: englisch geschnitten, Mund: Personbeschreibung: Famllienname:

seemlich groß, beim Sprechen fallen die Lewandowska, Vorname: Stanislawa, Stand und Gewerbe: Schnitterin, an⸗

schönen Zähne auf, Gesichtsfarbe: blaß scheinendes Alter: 19 Jahre, aus Kocza⸗

und abgelebt. 8 nowiec, Kreis Lodz, Rußland, letzter Auf⸗

[24294] Steckbrief. 2 egen d ten Beschrieb 1 enthalt: Lucienhof, Kreis Anklam, Größe: Pegen hen unzen Heschelebenen, welcher mittel, Haare: blond, Gesicht: rund,

flüchtig ist, ist die Untersuchungshaft

wegen Kontraktbruchs, Vergehen gegen den Augen: blau. b

Korpsbefehl vom 25. April 1915 in Ver. Stettin, den 12. Juli 1916.

bindung mit § 9 b des Ges. v. 4. 6. 1851, be⸗ Kriegsgericht des Kriegszustandes. gangen in Pasewalk, Abbau Stiftshof, Kreis. [24291]

nak, geboren am 27. August 1891 zu

1916 verhängt worden. Es wird ersucht, Pabianice, Kreis Lask, Gouvernement

baselben 5 in d. nächste erichtsgefängnis abzuliefern sowie zu den ik 5 „Polen, ter d hiesigen Akten III E. R. 294/16 sofort 39 ercheau, See ses Volen 1916 Nr. 68 Mitteilung zu machen. Stück Nr. 77540 erlassene Steckbrief Personbeschreibung: Familienname: ist erledigt.

haesbeaß. 8“ Stand: Stettin, den 12. Juli 1916. und Gewerbe: Vorschnitter, geboren am K des Krie tandes. 11. März 1870 zu Roggow, Kreis Thorn, Kriegsgericht des Kriegeustan 8 letzter Aufenthalt: Pasewalk, Abbau⸗Stifts⸗ [24285] Beschluß.

Das im Reiche befindliche Vermögen

hof, Größe: 1,63 m groß, Haare: dunkel⸗ . 1 blond, Bart: dunkelblonder Schnurrbart, des Gefreiten Adolf Ernst Wilhelm Miß⸗ mahl, M. G. Sch. Tr. 17, Res.⸗Inf.⸗

Gesicht: voll, gesunde Farbe, Stirn: frei,

Augen: graubraun, Augenbrauen: dunkel⸗ Regt. 7, geb. am 24. März 1890 zu

blond, Nase: stumpf, Mund: gewöhnlich, Dusseldorf, Stud. der Theologte, daselbst,

Zähne: defekt, Kinn: oval. Besondere wird mit Beschlag belegt, weil er ab⸗ wesend ist und weil er hinreichend ver⸗

Kennzeichen: über dem linken Auge eine dächtig erscheint, am 5. März 1916 von

Narbe, Glatze. Stettin, den 10. Juli 1916. seiner Truppe sich eigenmächtig entfernt Kriegsgericht des Kriegszustandes. zu haben und ihr vorsätzlich fern geblieben 8E“ zu sein, und zwar im Felde und in der [24296] Steckbrief. Absicht, sich seiner gesetzlichen Verpflichtung „Gegen den unten Beschriebenen, welcher zum Dienste dauernd zu entziehen, indem wegen unerlaubter Entfernung „(Ver⸗ Räckkehr nach Doutschland verweigerte gehen gegen den Korpsbefehl vom 30. Ok⸗ (Verbrechen gegen §§ 64, 69, 71 M.⸗Str.⸗ tober 1915 in Verbindung mit § 9b des G.⸗B). Ges. v. 4. 6. 1851), begangen in Anklam, Div.⸗St.⸗Qu., den 14. Juli 1916. Kreis Anklam, am 2. Juli 1916, am Gericht 121. Inf.⸗Div. 10. Juli 1916 verhängt worden. Es wird Der Gerichtsherr: Mathi ersucht, denselben zu verhaften und in das v. Ditfurth, Dr. Mathis, nächste Gerichtsgefängnis abzuliefern sowie Generalmajor. Kriegsgerichtsrat k. [24281] Beschluß. 8

zu den hiesigen Akten III E. R. 429/16 Der Landsturmmann Wilhelm Singer

sofort Mitteilung zu machen. Personbeschreibung: Familienname: der 12. Komp. Inf.⸗Regts Nr. 127, geb. 11. 10. 1888 in Oberhausen, O.⸗A. Reut⸗

Lawrenz, Vorname: Stanislaw, Stand und Gewerbe; Schnitter, anscheinendes e Alter: 25 Jahre, geboren zu Skrzepice, lingen, wird für fahnenflüchtig erklärt; Kreis Piotrkow, Russ. Polen, letzter Auf⸗ sein im Deutschen Reiche befindliches Ver⸗ mögen wird mtt Beschlag belegt. Div.⸗St.⸗Qu., den 15. Juli 1916.

enthalt: Anklam, Kr. Anklam, Größe: Kgl. Württ. Gericht der 27. Inf.⸗Div.

mittel, Haare: dunkel, Gesicht: oval, 10. Juli 1916 tettin, den 10. Juli 1916. 8 t des 1 [24276] Fahnenfluchtserklärung. Kelegsgericht des Kriegszustandes In der Untersuchungssache gegen den Landsturmmann Paul Hebel, geb. 12. 8. 1881 zu Berlin, zuletzt II. Ersatzbatls. Inf.⸗Regts. 60, wegen Fahnenflucht, wird auf Grund der §§ 69 ff. des Milltärstraf. gesetzbuchs sowie des § 356 der Milttär⸗ strafgerichtsordnung der Beschuldigte hier⸗ durch für fahnenfluͤchtig erklärt. Hagenau, den 14. Juli 1916. Gericht der stellv. 62. Inf.⸗Brigade.

[24278) Fahnenfluchtserklärung.

In der Untersuchungssache gegen den Musketier Johann Bolk, E.⸗Res. 73, wegen Fahnenflucht, wird auf Grund der §8§ 69 ff. des Militärstrafgesetzbuchs sowie

1 Untersuchungssachen.

[24282] Steckbrief.

Gegen den unten beschriebenen Land⸗ sturmrekruten Cälestin Michel, 9. Komp. Inf⸗Regt. 70, welcher flüchtig ist, ist die Untersuchungshaft wegen Fahnenflucht

Der hinter den Arbeiter Josef Jaku⸗ bowski, geboren am 10. Dezember 1894

unterm 1. November 1915 Jahr 1915 Nc. 268 Stück Nr. 50474 erlassene Steckbrief wird erneuert. Stettin, den 10. Juli 1916. Kriegsgericht des Kriegszustandes.

[24295] Steckbrief.

Gegen die unten Beschriebenen, welche flüchtig sind, ist die Üntersuchungshaft wegen unerlaubter Entfernung, Vergehen gegen den Korpsbefehl vom 30. Oktober

der §§ 356, 360 der Millitärstrafgerichts. ordnung der Beschuldigte hierdurch für fahnenflüchtig erklärt und sein im Deusschen befindliches Vermögen mit Beschlag elegt.

Hannover, den 7. Juli 1916.

Gericht der stellv. 38. Inf.⸗Brigade.

[24284] Fahnenfluchtserklärung.

Der Musketier Friedrich Sowa 4. Komp. Feldrekcutendepot II, 11. Inf.⸗Div., geb. 19. 9. 95 zu Schleife bei Groß Warten⸗ berg, wird hierdurch gemäß § 360 M.St.⸗ G.⸗O. für fahnenflüchtig erklärt.

Im Felde, den 13 Juli 1916.

Gericht der 11. Inf⸗Division.

[24283]

Die Fahnenfluchtserklärung und Be⸗ schlagnahmeverfügung vom 17. 6. 16 gegen den Landsturmmann Gerhard Bock der 12. Komp. Res.⸗J.⸗R. 237, geb. 14. 12. 90 zu Beeck, wird aufgehoben.

Im Felde, den 12 7. 16.

Gericht 52. Res.⸗Division.

[24280] Beschluß. Die Fahnenfluchtserklärung und Be⸗ schlagnahmeverfugung des Gerichts der 45. Reservecivision vom 26 6. 16, ver⸗ öffentlicht in Nr. 151 des Deutschen Reicheaazeigers vom 29. Junt 1916, gegen den Feldzahlmeister Lüttgens vom Pionierregitment Nr. 36 w.rd aufgehoben, da der Beschuldigte festgenommen worden ist. Im Felde, den 13. Juli 1916. Gericht der 51. Reservediotsion. [24279] Die gegen den Kanonier Leo Müller II. 5. Batt. Res⸗F.⸗A. 15 am 18. 4 16 er· lassene Fahnenfluchtserklärung wird auf⸗ gehoben. Im Felde, 15. 7. 16. Gericht der 15. Res.⸗Division.

[24288]

Die Fahnenfluchtserklärung vom 20. 11. 1915 gegen den Reservisten Gustay Kall⸗ kowskt, früher bei der 5. Esk. Drag.⸗ Rgts. 9, jetzt als dienstunfähig entlassen, wird aufgehbben.

Insterburg, den 15. Jult 1916.

Gericht der Landwehrinspektison.

[24290] Verfügung.

Die am 15. Mai 1916 gegen den Kanonier Phtlipp Frtzer von der Ers.⸗ Abtl. Feldartl.⸗Regts. Nr. 8, geb. am 22. 6. 1893 in Neunkirchen a. d. Saar, erlassene Fahnenfluchtserklärung (veröffent⸗ licht in der Ersten Beilage zum Deutschen Reichsanzeiger vom 22. Mait 1916 Nr. 120) ist erledigt.

Koblenz, den 13. Juli 1916.

Kgl. Gericht der Kommandantur von Koblenz und Ehrenbreitstein.

[24277]

Die in Beilage 1 vom 26. Oktober 1915, Nr. 253, unter [47125] veröffent⸗ lichte Fahnenfluchtserklärung gegen den Musk. Wilhelm Bernhardt II. E/78 ist erledigt.

Oldenburg, 14. 7. 1916. 1 Gericht der stellvertr. 37. Inftr.⸗Brigade.

[24287] Beschluß.

In oer Untersuchungssache gegen den Landsturmpflichtigen Abel, Paul, geb. am 29. 6. 95 zu Wich, wird die Fahnenfluchts⸗ erklärung und Beschlagnahmeverfügung vom 20. März 1916 zuruckgenommen.

Saarbrücken, den 14. Jult 1916.

Gericht der Landwehrinspektion.

[24289] Beschluß.

Die Fahnenfluchtserklärung gegen den Matrosen Friedrich Bohnen 3.1II. M.⸗D. geboren am 6. Juni 1894 zu Duisburg a. Rh., wird gemäß § 362. M.⸗St.⸗G.⸗O. hiermit aufgehoben, da die der Fahnenfluchtserklärung vom 4. Juli

A 1916 zugrunde liegenden Voraussetzungen

weggefallen sind. Withelmshaven, den 14. Juli 1916. Gericht der II. Marineinspektion.

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2) Aufgebote, Verlust⸗ u. Fundsachen, Zustellungen u. dergl.

[24236] Zwangsversteigeru g.

Im Wege der Zwangsvollstreckung soll am 22. Januar 1917, Mittags 12 Uhr, an der Gerichtsstelle, Berlin, Neue Friedrichstr. 13/14, 1II. Stockwert, Zimmer Nr. 113, verstetgert werden das in Berlin, Manteuffelstr. 10, belegene, im Grundbuche von der Luisenstadt Band 51 Blatt Nr. 2514 (eingetragene Eigentümerin am 20. April 1915, dem Tage der Ein⸗ tragung des Versteigerungsvermerks: ver⸗ witwete Kaufmann Beck, Henriette Mar⸗ garete Johanna geb. Klatt, zu Berlin) ein⸗

unterkellertem Hof, b. Querfabrikgebäude mit linkem Vorflügel, c. Remisen⸗ und Stallgebäude rechts, Gemarkung Berlin, Kartenblatt 47, Parzelle 376/229, 6 a 89 qm groß, Grundsteuermutterrolle Art. 3576, Nutzungswert 10 390 ℳ, Ge⸗ bäudesteuerrolle Nr. 1648. Verlin, den 6. Juli 1916. Königliches Amtsgericht Berlin⸗Mitte. Abt. 87. 87. K. 40. 15.

[24235] Zwangsversteigerung.

Im Wege der Zwangsvollstreckung soll am 12. September 1916, Vormittags 10 Uhr, Neue Friedrichstraße 13/14 III (dörittes Stockwerk), Zimmer 113—115, ver⸗ steigert werden das in Berlin, Schelligg. straße 1, belegene, im Grundbuche . Potsdamertorbezirke Band 26 Blatt Nr. 764 (eingetragener Eigentümer am 16. März 1915, dem Tage der Ein⸗ tragung des Versteigerungsvermerks: der Augenarzt Dr. Bernhard Pollack zu Berlin) eingetragene Grundstück: a Vordereckwohn⸗ haus mit linkem Seitenflüͤgel, Hof und Vorgarten, b. Stall⸗ und Remisengebäude quer, Nutzungswert 25 670 ℳ, Ge⸗bäude⸗ steuerrolle Nr. 929. Nach dem Grund⸗ buche liegt das Grun stück Schelling⸗ straße 1, Ecke Eichhornstraße 2.

Berlin, den 8. Juli 1916.

Königliches Amtsgericht Berlin⸗Mitte.

Abteillung 85. 85. K. 62. 15.

[24237] Zwangsversteigerung.

Im Wege der Iwan gevenlirecäeng soll am 9. November 1916, Vormittage 10 Uhr, an der Gerichtsstelle Berlin, Neue Friedrichstr. 13/14, III. Stockwerkt, Zimmer Nr. 113, versteigert werden das in Berlin, Neanderstraße 10, belegene, im Grundbuche von der Luisenstadt Band 14 Blatt Nr. 902 (eingetragene Eigentümerin am 16. Junt 1916, dem Tage der Eintragung des Versteigerungsver⸗ merks: Witwe Charlotte Höptner, geb. Hubert, zu Berlin) eingetragene Grund⸗ stück: Vorderwohnhaus mit linkem Seiten⸗ flügel, Quergebäude und unterkellertem Hof, miut abgesondertem Klosett, Ge⸗ markung Berlin, in der Grunbdsteuer⸗ mutterrolle nicht nachgewtesen, Nutzunas⸗ wert 13 460 ℳ, Gebäudesteuerrolle Nr. 2106

Berlin, den 10. Jult 1916. Königliches Amtsgericht Berlin⸗Mitte.

Abt. 87. 87. K. 51. 16. [24234] Zwangsversteigerung.

Im Wege der Zwangsvollftreckung soll das in Berlin belegene, im Grundbuche von Berlin (Wedding) Band 113 Blatt 2627 zur Zeit der Eintragung des Versteigerungs⸗ vermerks auf den Namen des Administrators Emil Weichmann auf Rittergut Rietz⸗ neuendorf (Niederlausitz) eingetragene Grundstück am 27. November 1916, Vormittags 10 ½ Uhr, durch das unter⸗ zeichnete Gericht an der Gerichtsstelle Brunnenplatz, Zimmer Nr. 30, 1 Treppe, versteigert werden. Das in Berlin, See⸗ straße 108, belegene Grundstück enthält a. Vorderwohnhaus mit Seitenflügel links und Hof, b. Querwohngebäude mit Hof, und umfaßt die Trenastücke Kartenblatt 20 Parzellen 486/66 und 487/66 in einer Größe von zusammen 10 a 06 qm. Es ist in der Grundsteuermutterrolle und in der Gebäudesteuerrolle des Stadtgemeinde⸗ bezirks Berlia unter Nr. 5683 mit einem jährlichen Nutzungswerte von 12 320 verzeichnet. Der Versteigerungsvermerk ist am 21. April 1915 in das Grundouch eingetragen.

Berlin, den 10. Juli 1916. Königliches Amtsgericht Berlin⸗Wedding.

Abteilung 7.

[24247] Beschluß.

Die ledige Martha Kayser in Danzig⸗ Langfuhr, z. Zt. in Birkenallee 8 wohn⸗ haft, hat das Aufgebot der folgenden über je 500 lautenden Aktien Nr. 1408, 1463, 1452, 1302, 2243, 379, 286, 1207, 1424, 1331, 1199, 857, 1343, 199, 1902, 2157, 1851, 640, 461, 150 der Nieder. wald⸗Bahn, Gesellschaft Aktiengesellschaft in Rüdesheim am Rhein, die bei dem Russeneinfall in Lyck Anfang Oktober 1914 aus der Stahlkammer der Bank der ost⸗ preußischen Lundschaft in Lyck abhanden gekommen sind, beantragt. Der oder die Inhaber der oben genannten Aktien wird aufgefordert, bis spätestens in dem auf den 15. Dezember 1917, Vormittags 11 Uhr, am unterzeichneten G richt, Zimmer 15, anberaumten Aufgebotstermine seine Rechte anzumelden und die U kunden vorzulegen, widrigenfalls deren Kraftlos⸗ erklärung durch Urteil erfolgen wird.

Rüdesheim am Rheia, 12. Juli 1916.

Köntigliches Amtsgericht. Kinzenbach.

[23933] Aufgebot.

Der Hofbesitzer Friedrich Bunge in Nateln hat das Aufgebot der angeblich verloren gegangenen Stammaktie der

eiger.

Verschiedene Bekanntmachungen.

H. Bunge in Nateln lautend, später auf den Antragsteller übertragen, be⸗ antragt. Der Inhaber der Urkunde wird aufgefordert, spätestens in dem auf den 6. März 1917, Vormittags 11 Uhr, vor dem unterzeichneten Ge⸗ richt anberaumten Aufgebotstermine seine Rechte anzumelden und die Urkunde vor⸗ zulegen, widrigenfalls die Kraftloserklärung der Urkunde erfolgen wird. Uelzen, den 8. Juli 1916. Königliches Amtsgerich

[242331 Zahlungssperre. 1 Auf Antrag des Ingenieurs Fritz Lose⸗ hand in Kiel, Dänischestr. 23/25, wird a. der Reichsschuldenverwaltung in Berlin, betreffs der angeblich abhanden gekommene 5 % Reichsschuldverschreibungen von 191 Lit. D Nrn. 2 259 178 und 2 259 179 über je 500 ℳ, b. der Königlich Preußischen Staatsschuldenverwaltung in Berlin, be⸗ treffs der angeblich abhanden gekommenen Schuldverschreibung der 3 ½ % igen Preußi⸗ schen konsolidierten Staatsanleihe von 1890 Lit. A Nr. 69 054 über 5000 ℳ, ver⸗ boten, an einen anderen Inhaber als den oben genannten Antragsteller etne Leistung zu bewirken, insbesondere neue Zinsscheine oder einen Erneuerungsschein auszugeben. Berxlin, den 13. Jult 1916. 8 Königliches Amtsgericht Berlin⸗Mitte. Abteilung 154 u. 84.

[23935] Aufgebot. Der von uns unterm 11. Dezember 1888 ausgefertigte Versicherungsschein Nr. 76 399 über 2000,— auf das Leben des Telegraphendiätars Herrn Burg⸗ hardt Damm in Frankfurt am Main, geboren am 15. November 1856, ist ab- banden gekommen. Der gegenwärtige In⸗ haber des Scheins wird aufgefordert, sich biunen 6 Monaten bei uns zu melden, widrigenfalls der Schein für kraftlos erklärt und eine neue Ausfertigung er⸗ teilt wird. Berlin, den 7. Juli 1916.

Victorta zu Berlin Allgemeine Versicherungs⸗Actien⸗Gesellschaf

P. Thon, Dr. Utech Generaldirektor. Generaldirektor.

[24240] Aufgebot. Die von der Bremer Lebensversicherungs⸗ Bank auf das Leben von Herrn Carl Her⸗ mann Fischer unterm 10. Mai 1898 aus gefertigte Police (L. 103 199) über 4000,— ist abhanden gekommen. Der gegenwärtige Inhaber genannter Police wird hiermit aufgefordert, sich innerhalb 2 Monaten bei uns zu melden, widrigen⸗ falls die verlorene Police für kraftlos er⸗ klärt und an deren Stelle dem Antragsteller eine neue Ausfertigung erteilt wird. Berlin, den 17. Jult 1916.

„Freia“ Bremen⸗Hannoversche Lebeneversicherungs⸗Bank Aktiengesellschaft.

[24239] Aufgebot.

Der von uns unterm 5. April 1911 auf das Leben des Musterzeichners Erich Kurt Wendt in Treptow b. Berlin unter Nr. 171 023 ausgefertigte Versicherungs⸗ schein über 1000,— ist abhanden ge⸗ kommen. Wir fordern denjenigen, in dessen Besitz dieser Vers.⸗Schein sich etwa befindet, hierdurch auf, sich innerhalb zwei Monaten bei uns zu melden, andernfalls der Vers.⸗Schein gemäß § 19 der in ihm abgedruckten Bedingungen für nichtig erklärt und durch eine Neuaus⸗ fertigung ersetzt werden wird.

Lübeck, den 15. Juli 1916.

Deutsche Lebeneversicherungs⸗Gesellschaft

in Lübeck. Jul. Böttcher. Kaden.

[24238]

Der von uns unterm 20. Dezembe 1912 auf das Leben des Bauunternehmers Ernst Friedrich Wilbelm Baseler in Arnsberg unter Nr. 184 217 ausgefertigte Versicherungsschein über 1000,— ist abhanden gekommen. Wir fordern denjenigen, in dessen Besitz dieser Ver⸗ sicherungsschein sich etwa befindet, hier⸗ durch auf, sich innerhalb zwet Monaten bei uns zu melden, andernfalls der Ver⸗ sicherungsschein gemäß § 19 der in ihm abgedruckten Bedingungen für nichtig er⸗ klärt und durch eine Neuausfertigung ersetzt werden wird.

Lübeck, den 15. Juli 1916. u“ Deutsche Lebensversicherungs⸗Gesellschaft in Lübeck.

Jul. Böttcher Kaden.

[10945]

Herzogliches Amtsgericht Braunschweig hat heute folgendes Aufgebot erlassen: Auf dem bier an der Langedammstraße No. ass. 2152 belegenen Hause stehen laut des Hvvpothekenbriefs vom 10. Januar 1879 für den Handschuhmacher Wilhelm Wedel hier zur Hypothek 3900 ein⸗ getragen, die als Grundschuld auf den Kaufmann Hermann Giese hier über⸗

getragene Grundstück: a. Vorderwohnhaus mit linkem Seitenflügel und teilwelse

Zuckerfabrik Uelzen Nr. 661, Nenvwert 300 ℳ, auf den Namen des Ho esitzers

gegangen sind. Nachdem dieser das Auf⸗ bot des vorgenannten Hypothekenbriefs