ertlärt, diese Note beteits beft⸗ dem Obasten Kriegsrat der Alierten zur Beschlußfafsunng zu unterbreiten. Zu meinem Bedauern ist 00 nicht gelungen, irgendwelche definitide Zusagen ber die sofortige Freigabe der deutschen Kriegsgefangenen zu erlangen. (Bewegung.) Die Antwort des Marschallz 89 ging dabin, das die alliterten Regierungen einen Beschlu über die sofortige Freihabe unserer Gefangenen nicht e. geführt hätten, daß aber Frankreich bereit sei, 2000 kranke und chwerverletzte Kriegsgefangene alsbald in bie Heimat zu entlassen (Unruhe); auch — werde 27000 nachsenden. Darauf enwiderte sch, daß diese Antwort in Deutschland mit tieffter Trauer und begründeter Entrüstung aufgenommen werden würde (allseitige Zustimmung); wenn von 800 000 Gefangenen ganze 4000 zurückgegeben werden, so könne dies als eine wohlwollende Be⸗ handlung der deutschen So deags nicht angesehen werden. (Zu⸗ stimmung.) Die Vertreter der Alltierten drängten zum Abschluß des Abkommens. Auf meine Anfrage erbielt ich von der Regierung den Auftrag, das Abkommen zu unterzeichnen, aber vorher Marschall Foch die bereits veröffent lichte Erklärung zu übergeben. (Reichs⸗ minister Erzberger verliest die Protestnote der deutschen Re⸗ bier) Diese deutsche Erklärung wurde vor der Unterzeichnung des ommens Marschall Foch übergeben und von ihm ange⸗ nommen. Sie ist damit also nach unserem Standpunkt als ein Teil des neuen Waffenstillstandsabkommens anzusehen. Das ist die weni erfreuliche, traurige Botschaft, die ich aus Trier mitzubringen habe. Die Welt weiß, daß Deutschland einen neuen ieg micht führen will und führen kann. Wenn man uns auch wehrlos machen kann, ehrlos darf man uns nicht machen. (Lebhafte Zustimmung.)
Fn Fehrenbach: Wir alle stehen unter dem Elndruck der Mitteilungen, die uns Minister Erzberger über die schmerzlichen Verhandlungen in Trier gemacht hat. Das ganze deutsche Volk ist von schwerer Sorge über dieses Waffenstillftandsabkommen und seine Folgen erfüllt. (Allseitige Zuftimmung.) Unter diesen Umständen wäre es wenig angezeigt, wenn wir unmittelbar nach diesen so
überaus schmerzlichen Mitteilungen die allgemeine politische Aus⸗ sprache vom Sonnabend fortsetzen würden, und ich schlage deshalb vor, für heute darauf zu verzichten. Auch der preußische Justiz⸗ minister und der Kriegsminister, die sich zum Worte gemeldet haben, haben sich entschlossen, ihre Reden auf spätere Zeit zu verschieben.
Das Haus erklärt sich mit dem Vorschlag des Präsidenten einverstanden.
Präsident Fehrenbach schlägt vor, am Dienstag die Interpellation der Deutschen Volkspartel über die Waffen⸗ stillstandsverhandlungen zu erledigen und dies mit einer all⸗ “ Aussprache über das neue Abkommen zu verbinden. Die Fortsetzung der Aussprache vom Sonnabend soll am Mittwoch erfalgen. Das Haus erklärt sich auch damit ein⸗ verstanden. Die Sitzung am Dienstag beginnt um 2 Uhr
Schluß 3 Uhr. 8 1
Zur Arbeiterbewegung.
Der Ausstand der Handelsangestellten hat sich, wie die Blätter melden, weiter ausgebehnt. In Groß Berlin haben gestern über 500 Geschäfte ihre Verkaufsräume nicht geöffnet. In Ham burg, Breslau, Dortmund und anderen Städten hat die Ausstandsbewegung ebenfalls eingesetzt, geschürt von dem ZHentralverband der Handelzangestellten, der die Arbeiiswilligen terrorisiert. er Arbeitgeberverband im Lösen ene⸗ Groß Berlins hat gestern dem „Berl. gebl“ zufolge einstimmig folgenden Heschluß gefaßt: Die Arbeitgeher werden unter allen Umständen dafür Sorge tragen, daß kein Angestellter, der sich arbeitswillig gezeigt hat und dies in rgendeiner KForm zum Ausdruck gebracht hat oder bringen wird, unter dem Druck des Zentraverbandes der kaufmännischen Angestellten ent⸗ assen werden sfoll. Die Arbeitgeber halten es vielmehr fuür selbst⸗ verständlich, daß ihre arbeitswilligen Angestellten vor jeder Ver⸗ gewaltigung beschützt werden. Die Tatsachen, die zum Streik geführt aben, nehmen dem Zentralverband jede Berechtigung, in den arbeits⸗ vwilligen Angestellten Streikbrecher zu erblicken.“
Aus Mülheim a. Ruhr wird dem „W. T. B.“ gemeldet, daß die Kammunistische Partei und die Unabhängigen Sozialdemokraten als Kundgebung gegen den Ein⸗ narsch von Regierungstruppen in das Industrie⸗ gebiet gestern in Mülheim, Oberhausen, Hamborn,
terkrade und Düsseldorf den allgemeinen Ausstand ärten. In Mülheim besetztenbewaffnete Spartaki sten und ute der Sicherheitswehr die Tore der großen Werke und ver⸗ wehrten den Arbeitern und Angestellten den Eintritt. Die Spartakisten hesetzten außerdem das Telephon⸗ und Telegraphenamt, so daß jeder Telephon⸗ und Telegraphenverkehr unterbunden ist. Die Aufforderung zur Gnstellung der Arbeit wird an alle Betriebe gerichtet. Im Laufe des Vormittags wurden in Mülheim alle größeren und kleineren Betriebe stillgelegt. Auch die Zeitungen wurden am Erscheinen erhindert und das Personal aus den Druckereien entfernt. Um den Zuzug nicht zu unterbinden, hat man sich ent⸗ schlossen den Staßenbahnverkehr aufrecht zu erhalten. Von Essen, Düsseldorf und anderen Orteu treffen zahl⸗ reiche bewaffnete Spartakisten ein, so daß Mülheim als Zentrale der Bewegung anzusehen ist. Ein starker Zug dieser Spartatisten begab sich nach Hervest⸗Dorsten. Wie behauptet wird, sollen in der Nacht zum Montag die Regierungstrurpen von den Spartakisten zurückgetrieben worden sein. Muͤlheimer Spartaktsten brachten Minenwerfer und Geschütze nach Pervest⸗Dorften. Der Arbeiterrat ertlärte, daß der allgemeine Ausstand solange andauern würde, bis die Truppen aus dem Industriegebiet zurückgezogen seien. Die Bergleute auf allen Zechen des in Frage kommenden Gebiets baben gleichfalls die Arbeit niedergelegt, und zwar auf den Zechen „Deutscher Kalser“ in Neumuͤhl, „Westende“ 1— 2, „Diergardt“ 1 und 3. „Alstaden“, „Concordia“, die Schächte der „Guten Hoffnungs⸗ hütte“ Oberhausen, Vondern u. 885 Arenberg, und auf den Stinnesschen Zechen „Viktoria Mathias“, „Graf Beust“, „Mathias Stinnes“ 2 und 4, ferner auf drei Schachtanlagen der Esfener Stein⸗ lohlenbergwerke, auf „Grat Biomarck“ Z und 5 „Hugo“ 2, „Karolinen⸗ glück“, „Präsitent“, „Hanntbal 1“, „Auguste Viktoria“, „Radbod“ und „Sachsen“. Die Belegschaften waren zum Teil schon angefahren und wurden von Bewaffneten gezwungen, wieder auszufahren.
Aus Essen wird gemeldet: Die Delegation der Neuner⸗ kommission, die zur Reichsregierung in Weimar entsandt wurde, ist mit der Anerkennung der Neunerkommission seitens der neuen Reichsregierung üsschaegert. Die Verordnungen und Befugnisse der Kommission leiben bis zur Einsetzung der Arbeitskammern zu Recht bestehen. Die Dienstanweisungen für die Steigerrevierräte werden durch Regierungsverordnung den Zechenverwaltungen sofort be⸗ tannt gemacht und veröffentlicht werden. Die im Ein⸗ vernehmen mit den Vertretern der mitteldeutschen Berg⸗ arbeiterschaft festgelegten Bestimmungen für die Betriebsräte (bisher Zechenräte genannt) liegen noch den einzelnen Regierungsressorts zur Kenntnisnahme vor. Sie werden ebenfalls schnellstens vercffentlicht werden und in Kraft treten.
In Seattle werden nach einer von „W. T. B.“ wieder⸗ gegebenen Reutermeldung die Arbeiter auf den Schiffs⸗
werften, die seit dem 21. Januar ausständig sind, am morgigen Mittwoch unter den bieherigen bei esftendts., die Arbeit e
360 Millionen Frcs. belaufen würden. Ueberfahrt über die Straße von Gioraltar ein Fährboot vorgesehen, das den 8 zwischen Tarifa und Tanger vermitteln sollte. Wenn der
wechsel in drei Tagen von Paris nach St. Louis gelangen; weiter der roßen, von eih ah
Kapstadt reifen zu können. Die Linie der Ueberlandbahn von Marokko nach St Louis ist angeblich bereits untersucht und soll keine besonderen Schwierigkeiten bieten; allgemeinen eben ist, würden keine großen Kunstbauten erforderlich sein. Die Vorteile der neuen Reiseverbindung wuͤrden hauptsächlich I Spanien und Marokko zufallen. Nach fronzösischer Quelle
ministe
den Herren Laubenthal und Reisinger besetzt. Nach „Cavalloria“ folgt „Das höllisch Gold“, mit eü Pbeedhh Nsbens Wolf und
den Herren Rersinger, Steier und Hansen besetzt. “
Verkehrswesen.
Postverkehr mit Elsaß⸗Lothringen.
Von F ab ist wieder ein beschränkter Postverkehr zwischen dem unbesetzten Deutschland und Elsaß⸗Lothringen gestattet. Zugelassen sind in der Richtung aus dem unbesetzten Deutsch⸗ land nach Elsaß⸗Lothringen: a. gewöhnliche und eingeschriebene Postkarten und verschlossene Briefe rein geschäftlichen Inhalts mit strengem Ausschluß privater Mitteilungen; b. rein ge⸗ schäftliche Drucksachen und Warenproben mit strengem Aus⸗ schluß von Zeitungen und seczrtften. c. sämtliche Briefe an und von Behörden. Erlaubte Sprachen: Deutsch oder Fran⸗ zösisch. Die Briefe — auf der Rückseite des en⸗ — und die Postkarten müssen die volle und deutliche Angabe der Adresse des Absenders tragen, die Briefe und Postkarten unter a. außerdem den handschriftlich beschemigten Vermerk „Handels⸗ korrespondenz“ oder „Correspondance commerciale“¹.
8 8 11XAXAA“ “
die Belgier die Einreise entlassener Militärpersonen in das besetzte Gebiet. Für jede zu entlassende Militär⸗ person muß ein schriftlicher Einzelantrag über Abschnitts⸗ kommando Zone I eingereicht werden.
898
Bereits vor granzig Jahren tauchte der Plan auf, einen Tunnel unter der Straße von Gibraltar anzulegen. Man ging damals auf den Vorschlag nicht ein, weil man ihn für zu abenteuerlich hielt. Jetzt aber, nachdem der Bau eines Tunnels unter dem Aermelfanal Aussicht auf Verwirklichung hat, wird auch der Plan eines Gibraltartunnels wieder ernstlich erwogen. Er würde ein Glied in einer spanisch⸗afrikanischen Ueberlandbahn Paris-St. Louis von Frankreich nach dem Senegal bilden mit dem Hafen Dakar als Brückenkopf für die neue Ueberseeverbindung nach Südamerika durch den sidlichen Teil des Atlantischen Ozeans. Beides sind Lieblingspläne der Franzosen und Spanier, die in dem Gedanken einer Verbindung nach Amerika über Spanien und Afrika gipfeln. Der Plan einer Küsten⸗ bahn durch Marotko, Rio de Oro und Mauretanien, der wobl 1906 in Spanien entstanden ist, scheint bereits auf der Zusammenkunft von Algeciras Gegenstand der Erörterung gewesen zu sein. Die Abtrennung Spaniens von der marokkanischen Küste wird auf den gewaltsamen Durchbruch üse bresttt zurückgeführt; während der Felsengrund in der Straße von Gibraltar im allgemeinen in einer Tiese von 1000 m hiszt, hat die günstigste zurchgangsstelle eine Tiefe von 760 m. Der Dunchoanfspin aa spanischer Seite wäre bei Tarifa zu suchen, auf marokkanischer Seite siehen zwei zur Wahl, die beide ihre Vor⸗ und Nachteile haben.
ei einer Länge des Durchstichs von 25 km und einer Fahr⸗ geschwindigkeit von 80⸗km⸗Stunden würde die Fahrzeit im Tunnel 20 Minuten betragen. Die spanischen Gleise, die eine Spurweite von 1,676 m haben, mußten der europaͤischen Vollspur angepaßt oder für den Verkehr durchgehender Wagen mit einer dritten Schiene ver⸗ seben werden. Aus dem Durchschnitte der Herstellungskosten für den
Durchstich des Mont Cenis, Gotthard, Arlberg und Simplon hat man für den Unterwe ssertunnel einen Meterpreis von 10 000 Frcs. hergeleitet, was bei einer Länge des Tunnels von 25 km einen Gesamtbetrag von 250 Mill. Fres, ergibt; 85 kommen noch 110 Millionen für den
Ausbau des Hafens Dakar, so daß die Gesamtkosten sich auf
Bisber war für die
unnel vollendet sein wird, könnte man ohne Wagen⸗
knüpft sich daran die Aussicht, mit Benutzung England gevplanten afrikanischen Ueber⸗
in 18 Tagen ohne Umsteigen von London nach
da das Gelände im
oll ein Genehmigungsgesuch bereits beim französischen Arbeits⸗ vorliegen. (Ztg. d. Ver. D. E. Verw.)
— Hereczegs etwa anderthalb Jahren zum ersten Male aufgeführtes Lustspiel „Der Blaufuchs“ in neuer Einstudierung dargestellt, um Leopoldine Konstantin, welche die Ilona in Wien gespielt hat, Gelegen⸗ heit zu geben, sich in dieser Rolle auch in Berlin zu zeigen. Man kennt die Künstlerin hier schon als glänzende Konpersctonsschauspielerin, und sie konnte in dieser Aufgabe, die keine eingehende Charakterzeichnung erfordert, alle Vorzüge ihres äußerlich außerordentlich fesselnden Spiels und Geplauders entfalten. Die Gefallsucht und Eleganz der in den dacht der sehr glaubhaft in die Erscheinung. Den eifersüchtigen Haus⸗ freund gab Theodor Loos wie schon früber etwas Fhes die Gestalt gedacht ist. In der Rolle des ahnungslosen, in seine Arbeit vertieften Gatten bewährte sich Hein, Salfner, der an die Stelle des Herrn Licho getreten ist. C Götz nahmen sich der Nebenrollen mit allem Eifer an. Stück und Darstellung fanden lebhaften Beifall. 8 v1“
Theater und Mꝛufik.
Lefsingtheater.
Im Lessingtheater wurde gestern Franz vor
unbewiesenen Ver⸗
begründeten, wenn auch Ilona traten bei ihr
Untreue geratenen Frau
lütiger als
harlotte Schulz und Kurt
Im Opernhause wird mer en Mittwoch, „Hänsel und
Gretel“, mit den Damen Escher, Birkenström, Goetze, von Scheele⸗ Müller und Herrn Bachmann besetzt, gegeben werden. Anschließend -. Pet die Ballettpantomime „Die Puppenfee“, in der das ge⸗ samte
Dr. Carl Besl. Anfang 7 Uhr.
allettpersonal mitwirkt, in Szene. Musikalischer Leiter ist
Im Schaufpielhause werden morgen zum ersten Male
„Die reuteisehe ee Volksstück in drei Akten von Anzengruber, Fheee sow
desetzt. Spielleiter
Ser e “ sind mit 12 “ und 68 Herren Pohl, Zimmerer, Gommerstorff und Mannstäaädt 8 Albert Patryv. Anfang 7 Uhr.
In der am Donnerßstag im Deutschen Opernhaus statt⸗
findenden Erstaufführung von „Cavalleria rusticana“ sind die Hauptrollen mit den Damen Sal
vatini, Stolzenberg, Weber und
Wie das preußische Kriegsministerium mitteilt, sperren
.
bezuge vorstellung. ersten Male: Die Kreuzelschreiber. in drei Akten von Ludwig Anzengruber. Spielleitung: Albert Patry. Anfang 7 Uhr.
und Freiplätze sind aufgehoben. Der
Komische Oper in drei Aufzügen von Rossini. 11 von Cesar Sterbini, uͤbersetzt von Ignaz Kolmunn nfang 7 r.
In der in Nr. 34 d. Bl. vom 10. Februar 1919 unter „Mannigfaltiges“ veröffentlichten Bekanntmachung der Koblenstelle Sroß Berlin vom 6. 2. 19 ühber Festsfetzung von Koks⸗ und Brikettpreisen in den Landkreisen Teltow und Niederbarnim ist im § 1 — Absatz 2 — für Koks — Gas⸗ koks gebrochen:
a2. bei Selbstahholung ab Lager irrtümlich der Preis von 3.35 ℳ je Zentner angegeben. Richtig muß es heißen; 5.35 ℳ je Zentner. 111““
2 7
5 8 4 8. 8
ie dem „W. T. B.“ von zuständiger Seite mitgeteilt wird, verlaufen die Bahntransporte der letzten Teile der Heeresgruppe Kiew sintt Vertragsgemäß wurde gestern Bielsk geräumt. Bialystok wird vertragsgemäß am 19. Februar geräumt werden.
Keine Beschlagnahme von Lebeusmittel⸗ [endungen aus der Ukraine. Unter den Truhpen und der Bevölkerung geht das Gerücht, daß die von den Soldaten in die Heimat gesandten oder mitgebrachten Lebensmittelpakete in der Heimat beschlagnahmt werden. Dieses Geruͤcht entspricht, wie dem, W. T. B.“* von zuständiger Stelle mitgeteilt wird, nicht den Tatfachen. Eine Beschlagnahme der Sendungen findet nicht statt. Da⸗ gegen sind die Beförderungsverhältnisse aus der Ukraine z. 5. sehr unsicher. Die Kriegsgefangenen, die hier Hilfedienste leisteten, mußten entlassen werden, die verbliebenen und neu eingestellten deutschen Arbeitskräfte zeigten sich zum größten Teil arbeitsunwillig und nicht zuverlässig. Plünderungen von Paketwagen durch Banden, ja selbst durch deutsche Begleiter, denen die Be⸗ wachung der Paketwagen anvertraut wurde, sind an der Tages⸗ ordnung. Die Unsicherheit der Beförderung wird noch durch die lange 8 die infolge von Transportschwierigkeiten aus der Ukraine bis Brest⸗Litowsk bis 6 Wochen und mehr 82 erböht. Mit einem ordnungsmäßigen Eintreffen der Senbungen, für die weder die Reichepoft noch die Heeresverwaltuug die Haftung über⸗ nimmt, kann daher nicht immer gerechnet werden.
Im Wissenschaftlichen Theater der „Urania“ in der Taubenstraße wird der Professor Dr. Donath seinen großen 1“ „Hoch pannungsfernleitung elektrischer Energie“ am Donnerstag noch einmal wiederholen, am Sonnabend wird zum ersten Male ein neuer Vortrag von Professor Dr. Schwahn „Die Geschichte der Urwelt“, erläutert durch zahlreiche farbige Lichtbilder, gebalten und am Freitag wird das Filmwerk „Im deutschen Sudan⸗ von dem Forschungsreisenden Schomburgk wiederholt werden. — Im Hörsaal spricht am Freitag der Pro 88 Dr. Keßner über „Eisen⸗ und Metallgießerei“, am Sonnabend der „Elektrische Kraftwerke“.
Danzig, 17. Februar. (W. T. B.) Heute mittag gegen 12 Uhr li en die Frore eh Fambser u ee
2
Lake Danelv“ und r Winico“, mit Lebensmitteln fär
P olen beladen, in
en Hafen von Neufahrwasser ein.
(Fortsetzung des Nichtamtlichen in der Ersten Beilage.
—
Theater.
8 Opernhaus. (Unter den Linden.) Mittwoch: 48. Dauer⸗ ezugsvorstellung. Dienst⸗ und Freiplätze sind aufgehoben. Hänsel und Gretel. Märchenspiel in drei Bildern von Engelbert FeeP. g Text von Adelheid Wette. Musikalische Leitung:
er. Carl Besl. Spielleiturg: Hermann Bachmann. — Hierauf: Die Puppenfee. Pantomimisches Ballettdivertissement von Haßreiter und Gaul. Nusik von Joseph Baver. Musikalische Leitung: FPürgann Besl. Szenische Leitung: Alexander Hoffmann. Anfang
r. 2
Schanspielhaus. (Am Gendarmenmarkt.) Mittwoch: 50. Daue
Dienst⸗ und Freiplätze sind aufgehoben. Zum uernkomödie mit Gesang
Donnerstag: Opernhaus. 49. Dauerbezugsvorstellung. Dienst Barbier von Scvilla.
Dichtung nach
Schauspielbaus. 51. Dauerbezugsvorstellung. Dienst⸗ un reiplätze sind aufgehohen. Peer Gynt von Henrik 2 In zehn Bildern.) In freier Uebertragung für die deutsche Bühne
218 von Dietrich Eckart. Musik von Edward Grieg. Antan
4 C11“
Familiennachrichten.
Verehelicht: Hr. Oberleutnant Otto Hinz mit Frl. Maria
von Bülow (Rostock). — Hr. Referendar Fritz von Werder mit 1 Frl. Daisy du Roveray (Neubuckow, Kr. Bublttz). 1
Geboren: Ein Sohn: Hrn. Oberstabsarzt Kurt von Bül⸗ ings⸗
löwen (Hannover). — Hrn. Landrat Dr. Coester (Jarotschin). — Eine Tochter: Hrn. Major Robert Duncklenberg (Gotha) — Hrn. Oberleutnant Hans von Wedel (Hirschberg i⸗ Schles.).
Gestorben: Hr. Professor Dr. Heinrich Hahn (Berlin). — Hr
Gisbert Frbr. von Romberg (Schloß Strelthorst bei Huntebur — Hr. Stabsarzt Dr. Ewald Kunow (Stargard 19 m 2
garethe von Blücher, geb. von Langen (Schwerin 1. Meckl.).
Verantwortlich für den Anzei
Verantwortlicher Schriftleiter: Direktor Dr. Tyrol, Charlottenbungg. teil: Der Vorsteher der Geschäftsstelle,
Rechnungsrat Mengerina in Berlin.. Verlag der Geschäftsstelle Mengerina) in Berlin. ck der Norddentschen Buchdruckerei and Verlaghe Berlin, Wilhelmstraße 82. nbari
Sieben Beilagen .
8
omm.). — Fr. Eva von Bolschwing, geb. Chavonnes (Cassel). — Fr. Mar⸗
Zu Beainn der gestrigen Nachmittagssitzung des in München tagenden Kongresses der Arbeiter⸗, Soldaten⸗ und Bauernräte Bayerns gab der Ministerpräsident
— Gisner im Namen des Ministerrats eine Erklärung über die
zurzeit schwebende Ministerkrise in Bayern ab. Wie Wolffs Telegraphenbüro“ meldet, erklärte Eisner, daß bie vier Mitglieder der Mehrheitssozialdemokratie dieser Regierung unter der Wucht ihrer Verantwortung die Entscheidung nicht auf eigene Faust treffen wollten. Die
Mehrheitssozlalisten hätten infolgedessen sofort eine Landes⸗
konferenz der sozialistischen Partei einberufen, die heute zu⸗ sammentreten wird, und in der die ganze politische Lage mit allen damit zusammenhängenden Fragen zur Klärung und Entscheidung kommen soll. Die Enischeidung soll am Mittwoch⸗ abend, spätestens am Donnerstag früh erfolgen. Der Kongreß nahm von dieser Mitteilung, die die Klärung der politischen Lage in Bayern weiter verschiebt, Kenntnis. Die Fraktionen
des Rätekongresses beschlossen, über die Regierungserklärung lin Fraktionsbesprechungen einzutreten. 1
b Sachsen. 88
Meber den Entwunf des vorläufigen Grundgesetzes für den Freistaat Sachsen teilt „Wolffs Telegraphenbüro“ unter anderem mit, daß man sich bei der Frage, ob man einen Staatepräsidenten oder Ministerpräsidenten als Staats⸗ leiter vorschlage, für ersteres Verfahren entschieden habe.
Der Präsident wird von der Kammer gewählt und hat
das Ministerium zu bilden, welches das Vertrauen der Kammer haben muß. Der Staatspräsident hat den Frei⸗ staat nach außen zu vertreten sowie die Gesetze zu ver⸗ öffenvtlichen und zu schützen. Er hat ferner das Be⸗ anadigungsrecht und das Recht, im Falle eines Konfliktes zwischen Regierung und Volk durch ein Referendum an das Volk
zu appellieren. Der Entwurf sieht einjährige Haushaltsperioden owie das Einkammersystem vor. Die jetzt gewählte Volks⸗
kammer ist auf den 25. d. M. einberufen worden und soll spätestens im Februar 1920 nach Annahme der Verfassung neu gewählt werden.
— Die Ernährungsnot des Freistaates Sachsen zwingt die sächsische Presse als Vertreterin der öffentlichen Meinung zu folgender rückhaltosen Kundgebung:
Das sächsische Volk hungert seit Jahren und ist jetzt am Ende seiner physischen und moralischen Kraft. Aerztliche Urteile bescheinigen
übereinstimmend allgemeine Unterernährung, hengennn törperliche
Wid istandskraft und verminderte Arbeits ähigkeit, starke Auesbreitung
gefährlicher Volkskrantheiten und hohe Sterblichkeit. Zugleich voll⸗
zieht sich unaufhaltsam ein senscher Niederbruch des Volkes. Geschwächte Willenskraft und verminderte Arbeitslust bereiten im Verein mit der fortschreitenden Erschöpfung der gesamten Wirtschaft den Boden für anarchistische Zustände. Die sächsische Presse appelliert an das Ge⸗ wissen der Welt und erhebt im Namen der Menschlichkeit und zur Abwehr der immer deutlicher hervortretenden bolschewistischen Gefahr für die gesamte Zwilisation bei der Waffenstillstandskommission die dringende HFeeneung. sofort die verhängnisvolle Absperrung Deutsch⸗ lands von der Nahrungsmittelzufuhr aufzuheben. Die Waffen ruhen; Pölker der Erde, gebt Brot!
Baden.
Im Auftrage der Reichsregierung fand vorgestern in Karlsruhe unter dem Vorsitz des Unterstaatssekretärs Dr. Lewald vom Reichsministerium des Innern eine Besprechung über die Fürsorge für die Vertriebenen und Flücht⸗ linge aus vra6.S628 statt, an der Vertreter der bisherigen Regierung von Elsaß⸗Lothringen sowie der Flücht⸗ linge selbst gemeinsam mit Vertretern des badischen Ministe⸗ riums und des Roten Kreuzes teilnahmen. Die be⸗ reis durchgeführten und noch zu treffenden Maß⸗ nahmen wurden eingehend besprochen. Als aupt⸗ ergebnis der Beratungen ist nach einer Meldung des „Wofff⸗ schen Telegraphenbüros“ zu verzeichnen: Es soll der Reichs⸗ regierung der Antrag unterbreitet werden, beim Reichs⸗ ministerium des Innern eine besondere elsaß⸗lothringische Ab⸗ teilung einzurichten zur Wahrung der Interessen der aus Elsaß⸗ Lothringen vertriebenen Personen. Ferner wird ein möglichst weitgehendes Entgegenkommen der Reichsregierung gegenüber den aus Elsaß⸗Lothringen vertriebenen Gewerbetreibenden und Arbeitern erwartet; insbesondere wird die G⸗ünduna einer Darlehnskasse mit Reichsmitteln, sowie der Ausbau der Arbeits⸗ vermittlung für dringend erklärt.
Hamburg.
Eine von über 200 Kapitänen und Schiffahrtsoffizieren besuchte Versammlung des Vereins “ Kapitäne und Offiziere der Handelsmarine Hamburg be⸗ faßte sich in eingehender Besprechung mit der Lage der See⸗ schiffahrt und ihren traurigen Aussichten und nahm laut Meldung des „Wolffschen Telegraphenbüros“ folgende Ent⸗ schließung an: .
Die Versammlung nimmt mit großer Besorgnis Kenntnis von der Entwicklung der Verhandlungen in Spaa und Trier, welche die vollständige Auslieserung der deutschen Handelsflotte zu bezwecken scheinen, ohne daß den Besatzungen eine Gewähr für ihre Stellen und ihren weiteren Broterwerb gegeben ist. Die deutschen Kapitäne und Offiziere der Handelsmarine, die befürchten müssen, in ihrer Ge⸗ samtheit für immer oder doch für mehrere Jahre vollständig er⸗ werbslos gemacht zu werden, müssen von der Regierung Schritte fordern, die ihrer Not zu steuern geeignet sind. d
Es ist bittere Not, die deutsche Seeleute im allgemeinen und deutsche Kapitäne und Schiffsoffiziere im besonderen wingt, noch einmal an die Nationalversammlung und Regierung zu wenden und sie zu beschwören, auch die äußersten Schritte nicht ungetan zu lassen, welche das drohende Unheil vielleicht noch abwenden können. Die Folgen einer ven der Schiffe an die Entente ohne Gewaͤhr dafür, daß deutsche Besatzungen bis zum letzten Mann auf ihnen verbleiben, würden fürr die außerordentlich zahlreiche deutsche Seebevölkerung eine Katastrophe bedeuten.
8
Anspruchsberechtigten verteilk.
chen Reichsanzeiger und Preußischen Staatsanzeiger.
v. 8*
8. Februar
—— — —— —V— —
kaum einer Voreingenommenheit für den Bolschewismus bezichtigt werden kann. In dem Artikel 3 heißt es z. B.:
Nach einer Meldung des tschecho⸗slovakischen Preßbüros aue Prag, wird der General Polle vom 17. Februar an das Amt als Chef des Generalstabes der bewaffneten tschecho⸗ slovakischen Macht ausüben. Zugleich wird er Vertreter des Marschalls Foch, des Oberkommandierenden der verbündeten Truppen, sein.
— Der ungarische Ministerrat hat den Minister⸗ präsidenten Berintey beauftragt, einen Gesetzentwurf über das Selbstbestimmungsrecht der slovakischen und der rumänischen Nation unter Berücksichtigung der Wilsonschen Grundsätze dem Ministerrat zu unterbreiten.
— Das ungarische Volksgesetz über die Beteiligung des ackerbautreibenden Volkes am Grundbesitz spricht, wie „Wolffs Telegrophenbüro“ mitteilt, den Grundsatz aus, daß die ungarische Volksrepublik den fruchtbaren Boden des Landes in die Sns des ackerbautreibenden Volkes legen will. Zu diesem Zweck wird auf Grund des Enteignungsrechts der 500 Joch, ausnahmsweise, wo der Landhunger besonders fühlbar wird. der 200 Joch übersteigende Teil jedes Landgutes an die
8
u. Großbritannien und Irland.
Im Unterhause erklärte der Finanzminister Bonar Law, wie Reuter meldet, in Erwiderung auf eine Anfrage, daß das von der Regierung zur Untersuchung der Arbeitslöhne und der Arbeitszeit ernannte Komitee Vertreter der Arbeitgeber und Arbeitnehmer umfassen werde und daß auch für die Vertretung der all⸗ gemeinen Interessen des Landes gesorst sei. Die Re⸗ gierung wird das Komitee ersuchen, täglich Sitzungen ab⸗ zuhalten, so daß es am 31. März in der Lage sein dürfte, Bericht zu erstatten. 8
Frankreich. 8
Der Senat hat am Sonnabend einstimmig eine Tages⸗ ordnung angenommen, in der die Regierung aufgefordert wird, für die Wiederherstellung der verheerten Gebiete nach Möglich⸗ keit Sorge zu tragen. Wie „Wolffs Telegraphenbüro“ berichtet, erklärte der Minister für die verheerten Gebiete Lebrun im Laufe der Verhandlungen:
Bis Ernde März werden 170000 deutsche Kriegs⸗ gefangene in den verheerten Gebieten arbeiten. Sie werden zu Kompagnien organisiert und unter Führung von Spezialisten arbeiten und von französischen Soldaten, die aus der Kriegsgefangenschaft in Deutschland zurückgekehrt sind, überwacht werden. Die 2200 von Deutschland gelieferten Lastautos werden für die Verpflegung der verheerten Gebiete peiwendet werden.
rankreich werde auch verlangen, daß Deutschland die 950 000 Stück indvpieb, die vor der Besetzung in diesem Gebiete vor⸗ handen waren, zum größten Teil zurückerstattet.
— Die Feststellungen des Haushaltsausschusses ergeben obiger Quelle zufolge nachstehendes Bild von der französi⸗ schen Finanzlage für den Zeitraum vom 2. August 1914 bis 31. März 1919: Verausgabt wurden 183 Milliarden, vereinnahmt 158 Milliarden Franken. Somit entsteht ein Ausfall von 25 Milliarden. Dieser Fehlbetrag wird sich noch weiter bis zum Ende des Jahres 1919 durch die an⸗ dauernden militärischen außergewöhnlichen Ausgaben um mindestens weitere 25 Milliarden erhöhen, sodaß sich der Gesamtbetrag Ende des Jahres auf 50 Milliarden beläuft. Man denkt einen Teil des Fehlbetrages durch eine Kriege⸗ kontribution von Deutschland zu decken. Man rechnet domit, daß mindestens für 11 Milliarden neue Steuern aufgebracht werden müssen. Angesichts dieser gespannten Finanzlage wurde wiederum die Frage aufgeworfen, ob die entstandenen Kriegs⸗ lasten nicht in entsprechender Weise auf die verschiedenen Alliierten verteilt werden können.
— Die von der sozialistischen Arbeiterkonferenz in Bern ernannte Delegation, die der Friedenskonferenz dieser Tage die angenommene Entschließung übermittelt hat, wurde am Sonntag vom Ministerpräsidenten Cle menceau empfangen. Hierbei faßte der Delegierte Branting die Entschließung in kurzen Worten zusammen und wies auf den Geist hin, aus dem heraus der Antrag im Hinblick auf einen gerechten und dauerhaften 8và angenommen worden sei. Stuart Bunning egte außerdem die Entschließung über die Arbeitscharte vor. Die Delegation teilte eg Clemenceau den Beschluß der internationalen Sozialistenkonferenz mit, eine Untersuchungskommission nach Rußland zu ent⸗ senden. Clemenceau nahm das Schriftstück entgegen und erklärte, daß er es an das Büro der Friedenskonferenz weiter⸗ leiten würde. Er wies darauf hin, daß zweifellos in einer Anzahl von Punkten Uebereinstimmung mit der Friedens⸗ kn ge selbst bestünde und daß ein Interesse daran bestehen könnte, daß die Delegation in unmittelbare Beziehungen zu der Kommission der Friedenskonferenz trete, die die verschiedenen
Punkte zu prüfen habe. Rußland.
Folgende Meldung des Nachrichtenbüros „Westnik“ P Moskau ist durch Funkspruch nach Berlin übermittelt worden:
Am 10. Februar 8 Uhr Abends findet die erste Konferenz der Fünm het 8sh ng mit der in Moskau eingetroffenen Abordnung der Mitglieder der ehemaligen Verfassung gebenden Versammlung statt. Die Sowjetregierung wird durch den Volkskommissar des Aeußeren Tschitscherin, den Volks⸗ kommissar der Finanzen Krestinski und den Präsidenten des Moskauer Sowjeis Kamenew vertreten sein. Dazu wird noch die Delegation aus Ufa mit Cheenev, Spiat itki, Volski, Rakitnikow, Bourevoi und Tschernenkow hinzutreten. Die Ankunft des Präsidenten der Konsti⸗ tuante Tschernow wird erwartet.
Soeben ist in Moskau die allrussische Konferenz der Sozialistischen Revolutionären Partei beendet worden, an der dreißig Abgeordnete teilnahmen. Diese Konferenz hat hinsichtlich der allgemeinen Lage eine .. Anträge angenommen, die um so bezeichnender sind, als die Mehrzahl der Abgeordneten
verstärtte monarchische Reaktion, die dur Alliierten unterstützt wird, und enthalten eine Aufforderung an alle Parteiorganisationen, das Notwendige zu veranlassen, um die Sonder⸗ regierungen zu stürzen, die sich in den von den deutschen oder alliierten Imperialisten besetzten Gebieten auf Grund ihrer Sondernationalität gebildet haben.
mission gresses gebeten, die Debatte über die Einrichtung des Völker⸗
1919.
— —
„Rußland darf nur aus eigener Kraft wiederbergestellt werden. Nur ein geeintes freies Reich kann dem Lande die natürliche Ent⸗ faltung und geregelte Entwicklung sichern und die Unterwerfung unter fremdes Kapital verhüten. Die Versuche der Imperialisten in den Ententeländern, sich eines Teils des russischen Gebints zu bemächtigen unter dem Vorwand, Rußland zu Felfern oder es vor der Anarchie zu retten, bedeuten auch nur eine Einmischung in die inneren russischen Angelegenbeiten, die den Intcressen der Tegeibert hse verhängnisvoll werden kann, und die daher mit allen Mitteln abgewiesen werden muß. Die gesamte russische Demo⸗ kratie fordert einstimmig das Ende der Intervention der Alllierten und die sofortige Räumung der durch die Truppen der Entente
besetzten Gebiete. Die andern Paragraphen dieses Antrags beziehen sich auf die den Imperialismus der
Alle diese Peviszen müssen mit Rußland wieder vereinigt werden. Diese Einigung kann nur durch gemeinsame Bemühungen der gesamten russischen Demokratie im Verein mit der sozialistischen Internationale hergestellt werden. Obwohl die Konferenz die Politik der Partei der Bolschewisten verurteilt, erklärt sie sich be⸗ reit, auf das nachdrücklichste — Versuch zurückzuweisen, der darauf hinzielt, die Macht der Sonjetregierung zu stürzen und die Einigung mit den bürgerlichen Parteien Herbetgusühlen
Belgien. 8 Das Ministerium des Aeußern veröffe rze
Zusammenfassung des vom Minister des Aeußern Hymans am 11. Februar vor den Vertretern der fünf alliierten und assoziierten Großmächte erstatteten Berichts Notwendigkeit einer Revision der Verträge vom 19. April 1839 darlegt. meldung verlangte Hymans neue HüraRs Unabhängigkeit
Frage des rekten Wasserverbindungen von und eventuell zum Rhein über Maastricht und Limburg auf, brachte die Wuüͤnsche der belgischen Nation für eine Annähern Ier Belgien und dem Herzogtum Luxemburg zum Ausdru un at früheren belgischen Provinzen von Preußen abgenommenen Gebietes an Belgien ein. An den Verhandlungen über diese Fragen sollten die Großmächte und die Niederlande als Unter⸗ zeichner des Vertrages von 1839 teilnehmen. Die belgischen Bestrebungen seien billig und gensäßigt und hätten nur das Ziel, die Zukunft und Sicherheit des Landes zu verbürgen.
in dem er die
Nach einer „Havas⸗Reuter“⸗ für die Belgiens, warf die Scheldefrage, die Gent — Terneuzen und der di⸗ Antwerpen zur Maas
Kanals
ür die Angliederung des im Jahre 1815 den
—
Amerika. 1
Der Präfident w hat telegraphisch die Kom⸗ ür auswärtige Angelegenheiten des Kon⸗
undes zu vertagen, bis er Gelegenheit habe, die Gründe für
die genaue Abfassung jedes Artikels barzulegen.
Spinnerei und Weberei . jahr 1918 wurde die Gesellschaft, wie im Vorjahre, wiederum haupt⸗ sächlich für den Heeresbedarf beschäftigt. Sie erzeugte Textilit⸗ und Papiergarne sowie Gewebe und Säcke daraus und war während des ganzen Jahres in der Lage, in Schiffbek wie in Oskritz den größeren Teil des Betriebs aufrecht zu erhalten. Wie im Vorjahre, wird die Ver⸗ teilung von 13 Hauf die Vorrechtsaktien Lit. à und 10 vHaufdie Stamm⸗ aktien Lit. B vorgeschlagen. Der Gewinnanteil der Elsässischen Ge⸗ sellschaft für Jute⸗Spinnerei und Weberei, Bischweiler, für das Jahr b5 5 Höhe von 10 % ist in der Gewinn⸗ und Verlustabrechnung enthalten. Rußland haben sich die Verhältnisse der Aktiengesell chaft für und Jute⸗Manufaktur in Riga derart gestaltet, daß einstweilen mit dem Verlust des darin angelegten Kapitals zu rechnen ist. Zum Ausgleich von Kursverlusten auf Kriegsanleihe und der für die zu erwartenden Währungsunterschiede auf Verpflichtungen in England zu bewirkenden Abschreibungen mußte die für diesen Zweck geschaffene Sarndeengen e sowie die Dispositions⸗ und Dividendenergänzun
rücklage in Gesellschaft in Gemeinschaft mit der Pap vehenh aft, Düsseldorf, die Rhein⸗Hansa⸗Spinnerei G. m. b. H. ge⸗ gründe getretenen Ereignisse noch nicht in Betrieb gesetzt werden.
li Einfluß auf die Stimmun 5 fluß auf
Handel und Gewerbe.
Nach dem Bericht der Norddeutschen Fute⸗ Hamburg über das Geschäfts⸗
Infolge der politischen und wirtschaftlichen 8a. anr 0. 2
8⸗ nipruch genommen werden. Im Juni v. J. hat die
jerfabrik Reisholz Aktien⸗ doch konnte die Fabrik in Neuß infolge der inzwischen ein⸗
— Der Aussichtsrat der Mecklenburgischen Hypo⸗
theken⸗ und Wechselbank, Schwerin, genehmigte den vom Vorstand vorgelegten Jahresabschluß, der einen Reingewinn von 2 049 178 40 ℳ aufweist, und beschloß, der auf den 15. März d. J. einberufenen Generalversammlung vorzuschlagen, denselben Gewinnanteil wie in den Vorjahren (15 vH) zu verteilen und 500 000 ℳ der außerordentlichen Rücklage zuzuweisen.
London, 17. Februar. (Reuter.) Es wird geplant, daß die
C11“ bh g die 300 Firmen 8 aft und die kü
ande
bund vereinigt werden soll, dem über 800 verschiedene Firmen und etwa 170 Handelsgesellschaften angehören. 11
rzlich für die Ausbreitung des britischen Ausfuhr⸗ s gegründet worden war, nicht mit dem britischen Industrie⸗
Berichte von auswärtigen Wertpapiermärklen.
Wien, 17. Februar. (W. T. B.) Der Ausfall der Wahlen um Nationalrat hat in finanziellen Kreisen ruhige Beurteilung ge⸗ arbe und bei Eröffnung des Börsen verkebrs keinen merk⸗ ausgeübt. Die Speknlation ver⸗
sich anfangs im Hinblick auf die Not⸗ und Abwehrmaßregeln,
der deutsch⸗österreichischen Finanzverwaltung zurückhaltend, legte aber
spväter eine recht zuversichtliche Auffossung an den Tag, die sich in umfangreichen Käufen bet kräftegen Kurssteigerungen äußerte. In der
Kulisse standen Staatsbahn⸗, Südbahn⸗ und Türkenwerte im Vorder’