Nachdem die Entente sich nunmehr mit der Verwendung von niehrt als 200 unserer Fahrzeuge zur Beseitigung der Minen in der Nordsee einverstanden erklärt hat, erläßt das Peichsmarineamt Aufrufe zum Eintrltt als Frei⸗ willige, Bei freier Unterkunft und Verpflegung werden neben der Löhnung des ee vr; etwa 6000 ℳ Zulagen jäahrlich gewährt. Das Leben der Verheirateten ist mit 15 009, das der Unverheirateten mit 7500 ℳ versschert. Die Dazuer der Arbeit wird auf eineinhalb Jahre geschätzt; eine pierzehntägige Kündigungsfrist ist vorgesehen und alle 6 Monate gibt es 14 Tage Urlaub. Schriftliche Meldungen sind zu richten an den „Befehlshaber der Sicherung der Nordsee in Wilhelmshaven“. Bevorzugt werden ehemalige Minensuch⸗, Torpedoboots⸗ und U⸗Bootsleute sowie Motorenschlosser, Elek⸗ triker, Maschinenbauer und ausgeblldete Motorenheizer.
Das Reichseisenbahnamt hat unterm 13. d. M. einige Aenderungen der Nr. Ia in der Anlage C zur Eisen⸗ bahnverkehrsordnung verfügt. Das Nähere geht aus der Bekanntmachung in Nr. 39 des Reichs⸗Gesetzblatts vom 17. d. M. hervor. v“ 8
88 .
Das preußische Staatsministerium hat sich in seiner gestrigen enng Jant Bericht des „Wolffschen Tele⸗ graphenbüͤrvs“ mit dem Gesetzentwurf zur vorläufigen Ordnung der Staatsgewalt in Preußen in zweiter Lesung beschäftigt. Die Mehrheit der Staatsminister hat der Einsetzung eines besonderen Staatspräsidenten mit der Maßgabe zugestimmt, daß dadurch der Regelung der stoaatlichen Exekutive in der endgültigen Verfassung nicht vorgegriffen wird und daß der militärische Oberbefehl bis zur reichsrechtlichen Regelung der Militärverfassung dem Ministerpräsidenten über⸗ lassen wird. Der Verfassunagebenden Landesversammlung fall der Erlaß der künftigen Verfassung des preußischen Staates fowie der Gesetze, die keinen Aufschub dulden, zustehen.
EZII11“ “ 8 8888
Wie „Wolffs Telegraphenbüro“ hört, wird die ver⸗ fassunggebende preußische Landensversammlung nicht am 4. März, sondern erst am 5. März in Berlin zu⸗ sammentev..
8 65
Wie aus einem durch Parlamentär überbrachten Schreiben des Stabes der polnischen Hauptfront laut Meldung des Wolffschen. Telegrapbenbüros“ hervorgeht, hatten die
ruppen am 20. Februar noch keine Anweisung zur Einstellung der Feindseligkeiten erhalten. Während wir ung seit Bekanntgabe des Waffenstillstandes streng jeder Angriffshandlung enthielten und nur zur Abwehr von den Waffen Gehrauch machten, setzten die Polen die Feind⸗ seligkeiten auf der ganzen Front fort. Angriff bei Paulskolonie füdnh Kolmar wurden am 20. Vor⸗ mittags abgewiesen. Gleichzeitig wurde das nur schwach besetzte Rad⸗ wonke füdwestlich Margonin von überlegenen polnischen Kräͤften an⸗
gegrisfen und von uns geräumt. Cbristinchen, Podanin, Deutschendorf un valithe südwestlich Kolmar sowie Neuhof und Liepe, öftlich Samoölschin, wurden von den Polen besetzt. Bei Neu Smolno, 5 km füdwestlich Hopfengarten, wurde eine unserer Patrouillen innerhalb der Hostenkette, vom Westufer des Netzekanals her beschossen. Polnische ruppen, die am 20. Werdershausen, 7 Km füdwestlich Groß Neudorf,
angriffen, wurden abgewiesen. Au der Front bei Iriemec, Deombrowken, Friedrichskron und Tannhofen wurden nunsete Sicherungen beschossen. In der Nacht vom 20. zum 21. gelang es den Polen nach Artillerievorbereitung in Margoninsdorf und Müller⸗ felde nörplich Margonin einzudringen. Duxch sofortigen Gegenstoß wurden sie wieder hinausgeworfen. Bei Miroslaw südöstlich U. wurde am 21. Vormiltags ein polnischer Angriff abgewiesen. Ein gleichzeitig mit stärkeren Käͤsten geführter Angriff bei Kolmar wurde am Ober Leßnitzer⸗Forst und bei Niederleßnitz blutig abgeschlagen. Nach einer weiteren Meldung des obengenannten Telegraphen⸗ büros aus Bromberg wurde am 20. d. M. Kleinwerdershausen von einer polnischen Abteilung, die drei Maschinengewebre mitführte, an⸗ gegriffen. Der Angriff wurde abgewiesen. Kleinwerdershausen wurde durch Artillerie beschossen. An der polnischen Front bei Tannhofen, Friedrichskron, Dombrowken und Jezewo lebhaftes Infanteriefeuer, das von unseren Truppen nicht erwidert wurde. beschossen die Polen eine unserer Feldwachen.
— 11“
Eine zahlreich besuchte Versammlung der Bürger der Stadt Oppeln hat eine Entschließung gefaßt, in der sie, dem „Wolffschen Telegraphenbüro“ zufolge, feierlich Einspruch er⸗ heben gegen die von nationalpolnischer Seite unter⸗ nommenen Versuche, Oberschlesien oder Teile davon dem neu zu gründenden polnischen Reiche anzu⸗ gliedern. Sie erwarten, daß eher die Annahme des Friedens⸗ vertrags abgelehnt als darein gewilligt wird, daß das für Deutschlands Wirtschaft unentbehrliche und in seiner Mehrhbeit treu zu seiner alten Heimgt stehende Oberschlesien durch An⸗ gliederung an Polen wirtschaftlichem Elend und kultureller Verwahrlosung zugeführt wird.
Aehnliche Entschließungen wurden ia einer FSe Ver⸗ sammlung in der Stadt Neisse und in den zum Kreise Kreuß⸗ burg gehörigen Gemeinden Frei, Alt Tschapel, Groß und Klein Deutschen und Tanne angenommen.
[
b v“ 16“ ““ Die amtliche Ausgabe der „Jahresberichte Preußischen Regierungs⸗ und Gewerberäte und Bergbehörden für 1914 bis 1918“ wird im Apvril d. J. in der Reichsdruckerei fertiagestellt werden. Für ihren Bezug ist folgendes zu heachten: Wegen der Papierknappheit werden nur soviel Ahdrucke hergestellt werden, wie bis zur Wuuck⸗ legung bestellt sein werden. Die Bestellungen nimmt die Direktion der Reschsdruckerei hier SW. 68, Oranienstraße 91, bis zum 31. März d. J. entgegen. Der genaue Preis des Werl.s kann erst festgesetzt werden, wenn dessen Umfung feftsteht. Er wird, sovald dies der Fall ist, bekannt gemacht werden. Wenn das Werk, wie ungefähr zu erwarten ist, 50 Bogen umfaßt, wird er fäür einen broschierten Abdruck 12,25 ℳ und für einen in Ganzleinen gebundenen Abdruck 14,50 ℳ betragen. Die Kosten für Verpackung und Ab⸗ sendung trägt die Reichsdruckerei, die Portokosten der Sendungen müssen die Besteller tragen. Bei der Bestellung ist anzugeben, ob broschterte oder gebundene Abdrücke des Werkes ge⸗ wünscht werden. Die Kosten werden bei der Uebersendung von der Reichsdruckerei durch Nachnabme erhoben werden. Die Jahresberichte werden diesmal in erster Linie eine Darstellung des Einflusses des Krieges auf alle die Gebiete des gewerblichen Lebens bringen, die den Gegenstand der amtlichen Wirksamkeit der Gewerbeaufsichts⸗ beamten und ihrer regelmäßigen Jahresberichte
Natel sowvie bic
Im Abschnitt die noch zu rettenden Tuberkalösen einem geeigneten Heilverfahren zuzu⸗
der
Wohlfahrtspflege.
Das Zentralkomiter der Auskonfis⸗ und Füx (orgesten fuür vLungenkranke Altoholz ranke und Krehbskranke in Berlin (e. P, NW. 6, Schumann⸗ sraße 21, Charite) — Vorsitzender: Gebeimer Regierungsrat Hüutter, Vaerwaltungsdireltor der Charité, stellvertretender Vor⸗ sitzendet: Geheimer Medizinalrat, Professor Dr. Kraus, Ditektor der II. med. Klinik und Peliklinik der Charits — läßt sich eine bogien ische Mitrelstandsfürsorge angelegen sein, die ansschließlich den Unversicherten und den bei der Reichs⸗ versichetungsanstalt für Angestellte Versicherten zugute kommt. Insbesondere ist es seit 15 Jahren bestrebt, die an⸗ steckenden Tuberkuloͤsen nach Möglichkeit aus den Familien zu ent⸗ sernen oder, wenn dies nicht gelingt, sie in der Häuslichkeit zu isolieren,
führen und schwächliche Angebörige Lungenkranker und solche, die Ansteckungskeime in sich aufgenommen haben können, zu kräftigen. Auch in der Bekämpfung des Alkobolmißbrauchs beschränkt das Zentralkomitee seine Tätigkeit nicht auf den e seldst, sondern es sucht die wirtschaftlichen und sittlichen Verhältnisse der Trinker und ihrer Familien zu heben. Es hat im Durchschnitt jährlich 500 Familien von Trinkern wieder in geordnete Bahnen gebracht. Die Fürsorge für Krebskranke und ⸗verdächtige be⸗ stebt in der Aufsuchung solcher Fälle und ihrer Ueberweisung in ärztliche Behandlung. Der Arbeitskreis des Zentralkomitees erftreckt sich auf Groß Verfin mit Ausnahme derjenigen Gemeinden, die selbst eine Mittelstandsfürsorge für Lungenkranke betreiben (wie z. B. Cbarlottenburg und een Eern). Es werden Sprechstunden abgebalten, und zwar in der Tuberkulose⸗Fürsorge: 1) Post⸗ ftraße 10 v. l von dem leitenden Arzte Sanitätsrat Dr. Hesse Vor⸗ mittags werktäglich außer Sonnabends von 11 bis 12 Uhr sowie Donnerstags Nachmittags von 3 bis 5 Uhr, vorwiegend für Berlin C., 2) Charité, Luisenstraße 132, Montags und Freitags von 4 bis 6 Uhr, vorwiegend für N. und NW. nebst Vor⸗ orten., 3) Charité Dienstags und Donnerstags von 4 bis 6 Uhr. vorwiegend für O., NO. sowie W., SW., S. und 80. debst Vororten; in der Fürsorge fuͤr Alkoholkranke und ibhre Angebörigen: 1) Charité, Luisenstraße 132, Montags von 3 bis 5 Uhr, 2) Poststraße 10 v. 1 Freitags von 3 bis 5 Uhr; in der Fuürsorge für Krebsperdächtige: Charité, Luisenstraße 13 8, Montags von 3 bis 4 Uhr von Geheim⸗ rat, Professor Dr. Blumenthal. Auch bei der Bekämpfung anderer Seuchen wird nach Kräften Hilfe geleistet. Die Untersuchung erfolgt kostenlos. Die Behandlung verbleibt dem Haus⸗ oder Kassenarzt. Um ansteckende Tuberkulöse möglichst aus der Wohnung euntfernen oder in der Wohnung absondern, bei der Beschaffung der dazu
8
wie zu Heilftaͤttenkuren nötigen Geldmittel br sein oder sie, oweit möglich, selbst gewähren und schwäch! chen Angehoͤrigen Se zur Kräftigung verhelfen zu können, bedarf das Zentralkomitee der Unterstützung. Es wird namentlich um Ueber⸗ weisung von Geldbeiträgen an das Zentralkomitee unter Gostscheckkonto Berlin NW. 7 Nr. 13,022 oder an die Commerz⸗ ind Discontobank UN., W. 30, Victoria Luise⸗Platz 1, gebeten.
Gesundheitswesen, Tierkrankheiten und Absperrungs⸗ maßregeln. Dem Reichsgesundheitzamt ist das Erlöschen der Maul⸗ und
Klauenseuche vem Viehhof in Magdeburg am 18. Februar 1919 gemeldet worden.
Helsingforz, 18. Februar. (W. T. B.) Das Fleck⸗
fieber greift in Rußland weiter um ssch. In den Krauken⸗ häusern von Petersburg befinden sich bereits 3000 Kranke.
(Fortsetzung des Nichtamutl n in der Ersten
und Zweiten Beilage.)
Deutsches Theater.
Direktion: Max Meinhardt.) Sonntag, Nachmittaags 2 ½
Deutsches Künsllertheater. (Nürn⸗ bergerstr. 70/71, gegenüber dem Zoologischen
71
Uhr: Sonnabend
cang. — Vo
Opernhaus. (unter den Linden.) Sonntag: Al. Kartenreservesatz. Der Dauerbezug, die ständig vorbehaltenen sowie die Dienst⸗ und Frriplätze sind aufgehoben. Nachmittags: Die Meister⸗ singer von Nürnberg. Ovper in drei Akten ven Richard Wagner. 1. und II. Alt. Anfang 3 Uhr. — Abends: Die Meistersiuger von Nürnberg. Oper in prei Akten von Richard Wagner I111. Akt. Anfang 7 ½ Uhr. Musikalische Leitung? Dr. Fritz Stiedry., Spiel⸗ leitung; Hermann Bachmann.
Schaufpielhaus. (Am Gendarmen⸗ markt.) Sonntag: Nachmittags: 195. Kartenreservesat... Der Dauerbezug, die ständig vorbehaltenen sowie die Dienst⸗ und Freiplätze sind aufgehoben. 4. Volkevoörstellung zu ermäßigten Preisen: An Stelle der ursprüngzich an⸗ gekündigten Vorstellung „Die Judas⸗ glocken Heimat. Anfang 2 Uhr. — Abends: 51. Dauerbezugsporstellung. Dienst⸗ und Freiplätze sind aufgehoben. Die Kreuzelschreiber. Bauernkomödie mit Gesang in drei Akten (6 Bilder) von Lupwig. Anzengruber. Spielleitung: Albert Patrh. Anfang 7 Uhr. „Montag: Opernhaus. 52. Dauerbezugs⸗ vorstellumg. Denst⸗ und Freiplätze sind auf⸗ Hehoben. Des Trvubadour. Oper in dier Akten von Giuseppe Verdi. Text nach demr Flalienischen des Salvatore Camerano. Musikalische Leitung: General⸗ musikdirektor Leo Blech. Spielleitung: Hermann Bachmann. Anfang 7 Uhr. Schausvielhaus. 55. Dauerbezugsvor⸗ stellung. Dienst⸗ und Freiplätze sind auf⸗ ehoben. Heimat. Schauspiel in vier kten von Hermann Sudermann. Svpiel⸗ leitung: Albert, Patryv. Anfang 7 Uhr. Opernhaus. Dienstag: Josef in Egnpten. — Mittwoch: Die Fleder⸗ mäauns,. Donnerstag: Otello. Preitag Gteu einstudiert: Die Maien⸗ königin. — Ballett. — Die Gärtnerin aus Liebe. — Sonnabend: Königs⸗ Ainder. Sonntag: Nachmittags: Violetta (I. Travintn.) — Abends: 8818 tenstag⸗ Dietreuzel Schauspielhaus. Dienstag: Die Kreuzel⸗ ch — Mittwoch: Othello. — Donnerstag: Die Hreuzelschreiber. — Freitag: Peer Gynt. — Sonnabend: Wallensteins Tod. — Sonntag: Na nmultags: Gespenster. — Abends: Die
Zu ermäßigten Preisen: Frühlings Er⸗ wachen. — Abends 7 Uhr: Hamlet. Montag, Dienstag und Mittwoch: uUnd das Licht scheinet in der Finsternis. . Donnerstag: Zum ersten Male: Wie es Euch gefällt. Freitag: Othello. 3 Sonnabend: Wie es Euch gefüllt.
Kammerspiele.
Sonntag, Nachmittags 2 ¾ Uhr: Zu er⸗ mäßigten Preisen: Der Wreibsteufel. — Abends 7 Uhr: Der Sohun.
Montag: Michael Kramer.
Dienstag. Donnergtag, Freitag Sonnabend: Fasching.
Mittwoch: Narrenspiel des Lebens.
Kleines Schauspielhaus. (Charlottenburg, Fasanenstraße Nr. 1.) Sonntag, Abends 7 ⅛ Uhr: Die Büchse
der Pandovra. 1
Montag bis Donnerstag und Sonn⸗
abend: Die Büchse der Pandora.
Freitag: Keine Vorstellung.
Berliner Thonter. Sonntag, Nach⸗ mittags 3 Uhr: Zu ermäßigten Preisen: Die tolle Komteß. — Abends 7 Uhr: Sterne, die wieder leuchten. Operette in drei Akten (nach einer Idee des Michael Klapp) von Rudolf Bernauer und Rudolph Schanzer. Musik von Walter Kollo.
Montag und folgende Tage: Sterne, die wieder leuchten.
Theater in der Küniggrützer
Straße. Sonntag, Nachmittags 3 Uhr: Zu ermäßigten Preisen: Der Katzensteg. — Abends 7 ¼ Uhr: Musik. Sittengemälde in vier Bildern von Frank Wedekind. Montag, Dienstag und Freitag: Die Wildente. Mittwoch und Sonnabend: Musik. Donnerstag: Totentanz.
Komüdienhaus. Sonntag, Nach⸗ mittags 3 Uhr: Zu ermäßigten Preisen: Die Ehre. — Abends 7 ½ Übr: Die fünf Frankfurter. Lustspiel in drei Akten von Carl Rößler.
Montag und Sonnabend: Die tanzende mphe. Dienstag, Gedgeist. — G Mittwoch: Die fünf
und
Donnerstag und Freitag: Frankfurter.
4 8
Garten.) Sonntag, Nachmittags 3 Uhr: Zu ermäßigten Preisen: Mein Nachbar Ameise. — Abends 7 % Uhr: Nacht⸗ beleuchtung. Vier Grotesken von Kurt Götz. 1) Der fliegende Geheimrat. — 2) Lohengrin. — 3) Tobby. — 4) Minna Magdalena.
Montag und folgende Tage: Nacht⸗
Lessingtheater. Sonntag, Nachmitt. 3 Uhr: Zu ermäßigten Preisen: Der Naub der Sabinerinnen. — Abends 7 Uhr: Der Blaufuchs. drei Akten von Franz Herczeg.
Montag und Mitttwoch: Der Blau⸗ fuchs.
Dienstag und Donnerstag: Der König.
Freitag: Peer Gyunt. “
Sonnabend: Der Schöpfer.
Volksbühne. (Theater am Bülow⸗ latz.) Sonmag, Nachmittags 3 Uhr: Vorstellung für den Verband der Freien Volksbühnen: Wilhelm Tell. — Abends 7 ½ Uhr: Luther. , Montag und Donnerstag: Luther. Dienstag: Zum ersten Male: Gas. Mitmwoch und Freitag: Gas. Sonnabend: Wilhelm Tell.
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Schillertheater. Charlottenburg. Sonntag, Nachmitkags 3 Uhr: Zu er⸗ mäßigten Preisen: Die Braut von Messina. Abends 7 ½ Uhr: Alt⸗ Heidelberg. Schauspiel in fünf Akten von Wilhelm Mever⸗Förster.
Montag: Das Konzert.
Dienstag, Donnerstag und Die große Pause.
Mittwoch und Freitag: Anatol.
Sonnabend:
Dentsches Gpernhaus. (Char⸗ lottenbarg, Bismarck⸗Straße „34 — 37. Direktion: Georg Hartmann.) Sonntag, Nachmittaas 2 ½ Ubr: 7 ermäßigten en Fidelio. — Abends 7 Uhr: artha oder Der Markt zu Rich⸗ mond. Oper in 3 Akten von We Friedrich. Musik von Friedrich von Flotow. Montag und Donnerstag: Tiefland. Dienstag: Die lustigen Weiber von Windsor. “ Mittwoch: Cavallerin rusticana.
[— Vorher: Das höllisch Gold.
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Lustspiel in
Komische
3 ½ Uhr:
Akten von von Leon Je
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von Viktor Lé
von Franz Lehär. lustige Witwe.
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Theater mäßigten — Abends 7 fingt.
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dammer Brücke.) Sonntag, Nachmittags Zu Schwarzwaldmädel — Abends 7½ Uhr:
warzwaldmädel.
1— ssel. Montag und folgende Tage: Schwarz⸗
Theater des Westens. (Station:
Zoologischer Garten.
prinzessin. — luftige Witwe.
Sonntag, Nachmittags 3 ½ Uhr: Zu er⸗
Operxette rei . Dr. A. M. Willner und Hans Reichert.
Martos.) Musik von Franz Lehär. Montag, Mittwoch und Freitag: Der
Dienstag, Donnerstag und Sonnabend: Wo die Lerche singt.
Lustspielhaus. (Friedrichstraße 236.) Sonntag, Nachmittags 3 ½ Uhr: mäßigten Preisen: Ein Rabenvater. — Abends 7¾ Uhr: Die spanische Fliege. Schwank in drei Akten von
und folgende Tage:
Thaliatheater. (Dresdenerstr. 72/73.) Sonntag, Nachmittags 3 Uhr: Zu er⸗ mäßigten Preisen: Unter der blühenden Linde. — Abends 7 ¼ Uhr: Polnische Wirtschaft. Posse mit Tanz in drei Akten von Kurt Kraatz und Georg Okonkowskyv. Gesangsterte von Alfred Schönfeld. Musik von Jean
Freitag: Der Wildschütz. onn · Cavalleria rusti-
Dirkus Busch. Sonntag: 2 große
rher: Das goldene streuz. Vorstellungen mit dem ausgezeich “ Un⸗
neten Februar⸗Programm. — per. (An der Weiden⸗
mittags 3 ½ Uhr außerdem: gekürzt: Oberon. — Abends 7 8½ Uhr zum Schluß: Oberon. Große phan⸗ tastische Wasserbantomime in fünf Akten nach Wielands Oberon. (Nachmittags hat jeder Erwachsene ein angehöriges Kind auf allen Sitzplätzen frei; jedes weitere Kind zahlt halbe Preise.) 3 Montag und folgende Tage: Oberon. Außerdem das grostartige Zirkus⸗ Programm.
— Familiennachrichten.
Verlobt: Verw. Mollv Freifr. von Zedlitz und Neukirch, geb. von Wedel, mit Hrn. Hauptmann Fritz von Ber/ nuth (Kannenberg). Frl. Wera von Dechend mit Hrn. Referendar Dr. jut. Karl Steinhoff (Liebenburg a. Harz— Bielefeld).
Gestorben: Hr. Generalmajor a. D.
Franz Lindemann (Cöln⸗Riehl). — Hr. Landeshauptmann Arnold Frhr. Senfft von Pilsach a. d. H. Gramenz (Danzig)⸗ — Fr. Charlotte von Eggeling, geb⸗ Westermann (Blankenburg, Harz). — Fr. Luise von Wedel, geb. von Winter⸗ feld (Kutzerow). Fr. Paula ven Wedel, geb. von Busse (Steglitz). — Fr. Alide von Legat, geb. Sußerott (Berlin).
ermäßigten Preisen: Oyerette in drei Neidhart. Musik
August
Kantstraße 12.) chmittags 5 4 Uhr: Zu er⸗ reisen;, Die Dollar⸗ Abends 7 ½ Uhr: Die Operette in drei Akten on und Leo Stein. Musik
folgende Tage: Die
am Nollendorsplatz.
eisen: Uhr: in
Eva (SOperette). Wo die Lerche drei Akten von
Entwurf von Dr. Franz
1 Verantwortlicher Schriftleiter: Direktor Dr. Tyrol in Charlottenburg Verantwortlich für den Anzeigenteil:
Der Vorsteher der Geschäftsstelle, Rechnungsrat Mengering in Berlin.
Verlag der Geschäftsstelle Mengering in Berlin.
Druck der Norddeutschen Buchdruckerei und Verlagsanstalt, Barlin, Wilhelmstpaße 38. Sieben Beilagen
ranz Arnold ch. . Die ege.
esang und
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folgende Tage: Polutsche
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No. 45.
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zum Verzeichnis der Ori vom 6. Dezember, Nr.
22.
Februar
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Berlin, Sonnabend, den
Staatsanzei
ger. 1919.
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Amtliches.
Dentsches Reich.
III. Nachtrag und Verichtigung “ 8 inalzüchter und Vermehrungsstellen von Sommersaaten in Nr. 288 24 vom 27. Dezember 1918 und Nr. 31 vom 6. Februar 1919 des
——
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Fruchtart Absaat ö
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Drevenstedt, W., amtmann Neuwerk,
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Deutschen Reichsanzeigers. —— 2 — — Wohnort oder
Eisenb Vermehrungsstellen
Größe der . 1 88 Voron mit Wrigi 8 nalsgatgut
von Reden,
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Hänig, Max,
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Junge, G., Rittergutsbes.
Provinz Pommern. Breitenberg Vermebrungsstellen: Neu: “ Brandenburg: Ellenberg, Administrator, Gollmitz Kanne, Administrator,
“ Wolf, E, Gutsbes. Hohengüstow Loͤcknitz,
Provinz Suchsen. Berichtigungen: Schackensleben (Hauptwirtschaft)
Vermebhrungsstellen: Prov. Sachsen: Dr. Tangermann, Belsdorf
— Neu: Vertling, Gr. Rottmersleben Koch, Herm., Schackensleben
Koch, Paul, Schackensleben von Krosigk, G., Eichen⸗ barle ben Luͤcke, M., Hohenwarsleben Otto, Ad., Mammendorf Truckenbrodt, Walter, Hermadorf Wolfin, Hohenwarsleben Wunderling, UL., Hermedorf
Sachsen (ebem. Königreich).
Neu: Groß Schirma i. Sa
Doͤbeln Vermehrungsstellen: A. Amtshauptm. Döbeln: Am Ende Gutsbef., Döhlen Vartmann, Rgbes., Otzdorf Metner, Gutshef., Präbschütz
„Engoeb.
Mochau
Groß Sperren⸗ walde Prenzlau, Strasburg N.⸗M. 8, Schönermark, n Prenzlau, g
Strasburg U.⸗M.
Wefensleben
Schackensleben Schackensleben Schackensleben Schackensleben Schackensleben Schackensleben
Schackenslebe
Schackensleben
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Groß Schirma
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3 Drehne., H., Rittergutsbes.
Ohlms, A., Landwirt
Hirse
Hirse Ungewitter Oek.⸗ Nat Hirse
Weizen
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8 (stt. 58,75) Ee 44,75 8 (sit. 92,50)
Busemann, H., Gutsbes.
Weizen 41,50 (stt 34,50) 3 Didd I. H., Landwirt
Diddens, H. O., Landwirt
20,— 7,50 20,—
20,0
Gerste
Weizen
Weizen Gerste
Weizen Gerste
Hanssen, J, G Humbert, B., Landwirt
Jarssen R. W., Domänen⸗ pächter Janssen, W, Landwirt
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8
A, Landwirt
Joh., Landwirt
Martens, S teffens, Steffens,
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B., Landw 8
atsbes. Camnpen, J., Gutsbesitzer Diddens, G. K., Landwirt
Klostergut Loccum
Gehrden
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Sophienthal, Charlottenpolder
Norder Chr. Eber⸗ hardspolder
Westermarsch I1
Charlottenpolder
Domäne Dams⸗ volder Charlottenpolder
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Altharlingerstel
Charlottenpolder
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Ronnenberg
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C. Regierungsbezirk Lüneburg
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Fallers⸗ teben
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Bunde
Bunde
Marienhafe Martienhafe
Bunde
Carolinensie
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Bunde
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B. Regierungsbezirk Hildesheim
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Bohnen
Zusatz: Bohnen
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Zufatz: Erbien Erbsen
Zusatz:
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Bohnen
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Zusatz:
Erbsen
Erbsen
Bohnen CErbsen
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Richter, Ngbes., Doͤschütz B. Amishauptm. Meißen: Wolf, Gutsbesf., Stahna C. Amtshauptm. Oschatz: Mäüller, Gutsbes., Töllschütz
Döschüg
IHI. Nachtrag und Berichtigungen
zum Verzeichnis der anerkamnten Absaaten von Sommersaaten in Nr. 304 vom 27. Dezember 1918 und Nr.
31 vom 6. Februar 1919.
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Wohn⸗ bezw.
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Penning, Ev., Landwirt
3 Schwarze, C.,
Nichtamtliches.
jeutsche Nationalversammlung
tzung vom Fre
1 — E —
Weimar. 8 itag, dem 21. Februar 1919,
Nachmittage 2 Uhr. (Bericht von Wolffs Telegraphenbüro.)
Am Negienmgatisch: die Neichsminister Scheidemann, Schiffer, Landsberg, Graf von Brockdorff⸗Ranhaon, Dr. Preuß, Wissell, Schmidt, Erzberger, Gothein,
Dr. David u. a.
Prüsident Fehrenbach eröffnet die Sitzung um 2 Uhr
20 Minuten.
Die Zuschriften, Telearamme, Adressen, Gedichte uimd Kompositionen laufen im Büro der Nationalversammlung so daß im einzelnen von ihnen dem Plenum nicht gemacht werden kann. riftführern eingesehen werden. Vor Eintritt in die Tagesordnung nimmt das Wort der Prafident des Reichsministertums Scheidemann: Me⸗
aher guch in größter
zhlreich ein mehr Mitteilun ann bei den Sck
Damen und Herten! In “ 3
tie
tem Schmerze,
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Der gesamte Einlauf
Empörung habe ich Ihnen die folgenden Mitteilungen zu machen. Kaum sind die Schuüsse auf den französischen Ministerpraͤsidenten Clemenceau verhallt, da tönen schon wieder neue an unser Ohr. eute morgen hat ein Fanatiker den bayerischen Ministerpräsidenten Eisner, den Vorkämpfer der Revolution, erschossen. Der Mörder ist München befindet sich in blurigem Bürgerkrieg. Freund Roscaupter soll tot sein, mein Freund Auer, Mitglied dieses 1 soll im Landtag ebenfalls erschossen sein. regierung spricht durch mich ihren tiefen Schmerz und ihre Ver⸗ urteilung dieser schͤndlichen Mordtaten aus, die die ganze Bevölkerung Münchens in die größte Perwirrung Roßhaupier waren Müglieder meiner was sie
gefallen.
Hauses,
alles, atten, Eisner,
Meine
der
an
25
war auch das naeeine, wirrung in Klarheit und den Niederbruch einer Zeit deutlicher, um Mittel des politischen Kampfes wird, als wenn die Unantast⸗ arkeit des Menschenlebens nichts mehr Erkrankung der Volksseele vor. * gute Folge hat, so wird es die sein, uns alle in den einheitlichen
Willen und Entschlossenheit zusammenzuschweißen, um 8 8 188 ö“ S.
geistiger
Jabhre zuletzt Wege, die nicht mehr die meinen waren, aber sein
Ziel, das deutsche Volk aus der Recht überzufithren.
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d und körperlicher der Emporarbeit des deutschen Volkes gewidmet haben. lang an meiner Seite wandelte, ging
Wenn
1 8
Hillrichs, H. E., Landwirt Iderhoff, C., Landwirt Loquard Janssen. W., Gutspächter Alexandrinenbof von Lessen, T., Lardwirt Suurkbusen Mever, H. K., Landwirt Hertenhof Mever, H. K., Landwirt Westermarsch FPenning, J. Domänen⸗ Otterhamm pächter . Penning, J., Landwirt
Friedrichsgroden
Carolinensiel Emden Dornum Suurhusen Marienhafe Norden Marienhafe
Twixlum Emden
Emden Pilsum Norden
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Ulgerwehr
Stromann, D. J., Lander. 8
Vtssering, K., Laudschafts⸗ G1A.““ “ 8
1“ F. Regicrungsbezirk Sta
Bentwisch
de.
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8. Fecht,
3 Höftgrube gutsbes.
A., Ritter⸗ V 1 Rittergutz⸗ V
Himmelspforten pächter Berlin, den 17. Februar im der Rcichsgetreidestelle.
Staehler.
Eresen
Erbsen
Erbsen Erbsen
Erbsen Bohnen Erbsen Bohnen Erbsen Erbse
Bohnen Bohne
stände zu beseitigen.
schließen wollte. praͤsidenten stehend angehört.) Mein
hoffen, daß er nur verwundet ist, Die Reichs⸗ 8
estürzt haben. Auer und Partei, die seit Jahrzehnten Kraft zu bieten
zuerstatten. Ein Re
iel er⸗ Nichts als wenn das Attentat ist bereit, damit fortzufahren. hier eine so werden die dem Reich
ilt, e becg. isners eine
r Opfertod
solche Zu⸗l suchen Vorschä
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der Reichsfinanzverwaltung den Bundesstaaten zurückerstattet. koͤnnen den Bundesstaaten und durch diese den Gemeinden auf An⸗ e auf die Zeit eines Monats gewaͤhrt werden. Seolche
en. Es wäre der Untergang des deutschen Volk⸗. wenn auch nur ein Teil von ihm sich von dieser Verurteilung aus⸗ (Das ganze Haus hat die Ansprache des Minister⸗
Präsident Fehrenbach: Die Nachricht vom Tode unseres Mitglieds Auer bat sich bis jetzt nicht bewahrheitet.
Wir wollen und daß er uns bald in der
Nationalversammlung wiedergegeben wird. Darauf tritt das Haus in die Tagesordnuong ein. Die Abgg. Gebhart (Bayper. Bauernbund) und Wellnböck (D. N.) stelen die Anfrage, ob die Reichsregierung bereit sci, alsbald und bis zu welchem Termin den Kommunen und Lieferungs⸗ verbänden die für die Kriegsfürsorge und für die Er⸗ werbslosenfürsorgeverauslagten Summen zurück⸗
ierungsvertreter: Die Reichssinanzverwalturg hat bereits Abschlagszahlungen auf die Mindestsätze der Familien⸗ unterstützung in Höhe von rund anderthalb Milliarde geleistet, und sie Was die Erwerbslosenfürsorge betrifft, zur Last fallenden Beträge allmonatlich von
Auch
8