Vornbenren. Aus dem PVorstand ist ausgeschleden: Karl Heim. An seine Stelle wurde gewählt: Fwer Weiher, Bauer in Riedhof, Gde. Bernbeuren. Kempten, den 31. März 1919. Amtsgericht (Reaistergericht).
Landsberg, Warthe. [3024]
Bei der im Genossenschaftsregister unter Nr. 42 eingetragenen Hefe⸗Einkaufs⸗ Genossenschaft der Bäcker in Lands⸗ berg a. W und Umgeg end, . tragene Genossenschaft mit e⸗ schränkter Haftpflicht ist folgendes ver⸗ merkt worden: Die Genossenschaft ist durch Beschluß der Generalversammlung vom 25. März 1919 aufgelöst. Die bis⸗ herigen Vorstandsmitglieder sind die Liquidatoren. Laadsberg a. W., den 1. April 1919. Amtsgericht.
Leobschütz. [3028] In unser Genossenschaftzregister ist heute bei der unter Nr. 56 eingetragenen Firma Landwirtschaftliche Maschinen⸗ Genossenschaft, e. G. m. u. H. in Geppersvorf eingetragen worden:
Die vöö ist durch Beschluß der Generalversammlung vom 1. De⸗ zember 1918 aufgelöst. Die bisherigen Vorstardsmitglieder Scheithauer und Krause sind Liquidatoren.
Leobschütz, 3. April 1919.
Das Amtsgericht. 8
8* Liebenburg, Harz. [3030] In das hesige Genossenschaftsregister ist bei Nr. 15 Konsfumverein Ringel⸗ heim, eingetragene Genossenschaft mit beschräukter Haftpflicht in Ringel⸗ heim, heute folgendeg eingetragen: Chrifttan Schaare und Wilhelm Otto sind aus dem Vorstand ausgeschleden. In den Vor⸗ stand sind gewählt: Maurer Wilhelm Uhde, Ringelhelm, als Geschäftsführer und Bäckermeister Heinrich Sander, Ringel⸗ heim, als Kassierer. Liebruburg (Harz), den 31. März 1919. Das Amtsgericht.
Liegnitz, 1773029]
In unser Genossenschaftsregister Nr. 38 — Wassergevossenschaft Waldau G. eingetragen, daß Richard Kügler aus dem Vorstand ausgetreten und an seine Stelle Gutsbesitzer Max Rother, Waldau, in den Vorstand gewählt ist.
Amtsgericht Liegnitz, 2. April 1919.
Luckenwalde. [3035]
In unser Wenoffenschaftsregister ist heute unter Nr. 13 bei der ESpar⸗ und Par⸗ lehnskaͤsse, eingetragene Genossen⸗ schal mit unbeschräukter Haftpflicht, in Jänickendorf eingetragen worden: BHexr Hüu August Hann mann ist ggestorben und für ihn der Hüfner Fram
Nitsche II. in Jänickendorf in den Vor⸗ tand gewählt.
Luckenwalde, den 3. April 1919.
Das Amtsggericht.
Neuburg, Donau. [830] Molkereigenosseaschaft Oppernts⸗ hofen, eingetragene Genossenschaft mit undrschräukter Haftpflicht in Opperts⸗ hofen. In den Vorstand wurden gewählt: Hebo, Johannes, Vorstand, Oekonom in Opperishofen, Böhm, Friedrich, L. N. 53, Söldner in Oppertshofen. Ausgeschieden ünd: Böhm, Friedrich, L2. N. 31, und Korhammer, Friedrich. Neuburg a D,. den 21. März 1919. Amtsgericht — Registergericht.
9) Musterregister.
(Die ausländischen Muster werden unter Leipzig veröffentlicht.)
Bielefeld. [2920] In unser Musterregister ist folgendes eingetragen worden: Nr. 609 Kanf⸗ mann Auaust Holste in Bielefeld. 9 Muster für Vorhemdchen aus Papier und 1 Modell (ür Reklamehalsbügel, Fabriknummern 2641 bis einschl. 2650, versieg⸗lt, 9 Flächenerzeugnisse und ein plasmsches Erzeugnis, Schutzfrist 3 Jahre, angemeldet am 6. März 1919, Mittags 12 Uhr. Btelefeld, den 31. März 1919. Das Amtsgericht.
Bremen. [2921] In das Musterregister ist eingetragen: Unter Nr. 1039. Der in Bremen woh hafte Buchhalter und Bücher⸗ revisor Wilheim Ewald Koßmanyn, ein offenes Kuvert, enthaltend Normal⸗ formularmuster a. zu einer neuen Staffel⸗ insberechnung mit sofortiger Richttakeits⸗ kontrolle und b. zu einem neuen Konto⸗ korrentbuche, beides für Bankgeschäfte,
Flächenmuster, Schutzfrist 3 Jahre, ange⸗
meldet am 18. März 1919, Vormittags
11 ¼ Uhr.
Bremen, den 4. April 1919. Der G⸗richtsschreiber des Amtsgerichts: Fürhölter, Obersekretär.
Breslau. [2922]
81 unser Musterregister ist eingetragen
worden:
Nr. 1295. Bilbhauer Sugo Rawitsch, Bresleu, 10 Modelle für Möbel. ver⸗ siegelt, Geschäftsnummern bis 10, Muster für plastische Erzeugnisse, Schutzfrist 3 Jahre, angemeldet am 1. März 1919, Vormittaas 11 Uhr 40 Minuten.
Breslau, 4 Aprfl 191909.
Amtsgericht. 8
12990)
Cöln. 8 Zu das Musterregister wurde im Monat März 1919 folgendes eingetragen: 8
Nr. 2326. M. A. Ieanosf Göln, angsmelhet den 22. Febrnar 1 Vormiztags 11 Uhr 15 Minuten, ein ver⸗ siegelter Briefumschlag, enthaltend Tabak⸗ düte, Geschäfisnummer 200, Flächen⸗ erzeugnisse, Schutzfrist 10 Jahre.
Nr. 2327 Imhoff.
Göln, angemeldet den 22. März 1919, Vormittags 11 Uhr, ein versiegeltes Kuvert mit Inhalt, eine Tabakdüte, Ge⸗ schäftsnummer 300, Fllächenerzeugnisse, Schutzrist 10 Jahre.
Amtsgericht, Abt. 24, Cöln.
Erfart. [2924] In das Musterregister ist eingetragen unter Nr. 494: Kaestner & Toebel⸗ mann, offene Handelsgesellschaft, Erfurt, eine Lampenabbildung, Geschäfts⸗ nummer 18 822, verschlossen, plastisches Erzeugnis, Schutzfrist 3 Jahre, angemeldet am 28. März 1919, Nachmittags 2 Uhr. Grsurt, den 31. März 1919. Amtsgericht. Abt. 3.
Kaiserslautern. [2925] In das Musterregister ist eingetragen: lantern, ein versiegeltes Paket, enthaltend 3 Muster — Abbildungen von 3 Gestell⸗ seitenteilen für Nähmaschinen —, Geschäfts⸗ Nrn. 115, 116, 117, plastische Erzeugnisse, Schutzfrist 3 Jahre, angemeldet am 5. März 1919, Nachmittags 3 Uhr 15 Minuten. Kaiserslautern, 1. April 1919. Amtegericht — Registergericht.
Offenbach, Main. [2926] Bekanntmachung.
In unser Musterregister wurde ein⸗ getregen:
Nr. 4814. Firma Mayer & Brand zu Offenbach a⸗ M, plastische Erzeug⸗ niffe, versiegelt, drei Darstellungen von Damentaschen mit mehrfachen runden oder geraden Bodenfalten, Gesch.⸗Nr. 549, 552, 554, Schutzfrist drei Jahre, angemeldet 4. März 1919, Vormittags 10 Ubr.
Nr. 4815. Firma Illert & Ewald zu Groß Steinheim, Fläͤchenerzeugnisse, versteg lt, Zigarren⸗ u. Weinetiketten, esch.⸗Nr. 14 949, 14 945, 15 000, 15 007, 15 00v, 15 057, 15 083, 15 084, 15 092, 15 109, 15 110, 1611, 1629, 5095 bis 5100, 5163 u. 5164, Schutzfrist drei Jahre, Fethelbet 13. März 1919, Vormittags
r.
Nr. 4816. Firma Pharmazeutische Industrie Gesellschaß H. & F. Schwaner zu Offenbach a. M., Flächen⸗ erzeugnisse, versiegelt, zwei Packungen, je eine für liderdosen (Banderole u. Deckel) und eine für Nagelpoliersteine, Gesch.⸗ Nr. 102, 103, Schutzfrist drei Jahre, an⸗ gemeldet am 26. März 1919, Vormittags 11 Uhr 50 Minuten.
Nr. 4817. Firma Wildhirt & Eil⸗ brecht zu Offenbach a. M., Flächen⸗ erzeugnisse, offen, Monogramm für Sani⸗ täts⸗ und Krankenfabrzeuge, Gesch.⸗Nr. 100, Schutzfrist drei Jahre, angemeldet om 31. März 1919, Vormittags 11 Uhr 20 M nuten.
Offenbach a. M., den 1. April 1919.
Hessisches Amtsgericht.
Pforzheim. [2928] Mustervregistereinträge.
Band IX, O.⸗Z. 105 u. 106: Heiurich Schulz, Prediger in Pforzheim, je ein versiegelter Umschlag mit 50 u. 43 Mustern für Bauvorlagen, Geschäfts⸗ nummern 1 —50 und 51— 93, plastische Erzeugnisse, Schutzfrist drei Jahre, an⸗ gemeldet am 27. März 1919, Nachmittags
95 Uhr. Amtsgericht Pforzheim.
11) Konkurse.
Allenstein. [2890]
Ueber den Nachlaß des am 4. Dezember 1918 verstorbenen Kaufmanns Arno Mowern aus Allenstein ist heute am 1. April 1919, Nachmtittags 12 ¾ Uhr, das Konkursverfahren eröffnet. Der Rechnungs⸗ rat Ehlert in Allenstein ist zum Korn kurs⸗ verwalter ernannt. Konkursforderungen sind bis zum 15. Mai 1919 bei dem Ge⸗ richt anzumelden. Erste Gläubigerver⸗ sammlung den 29 April 1919, Vorm. 10 Uhr, Prüfungstermin den 27. Mai 1919, Vorm. 10 Uhr Offener Arrest und Anzeigepflicht bis zum 1. Mai 1919.
Allenstein, den 1. April 1919.
Der Gerichtsschreiber des Amtsgerichts.
Chemnitn. [2893] Ueber das Vermögen des Kaufmanns und Händlers mit Werkzeug⸗ maschinen, Werkzeugen und In⸗ dustriebedarf Emil Sigler in Chem⸗ nitz. Arußere Jobannisstr. 2 — Privat⸗ wohnung: Helenenstr. 54 —, wird heute, am 2. Fpril 1919, Nachmittags 1 Uhr, das Konkursverfahren eröffnet. Konkurs⸗ verwalter: Herr Rechtsanwalt Dr. Walter Müller, hier. Anmeldefrist bis zum 21. Mai 1919. Wahltermin am 5. Mai 1919, Vormittags 10 Ubhr. Prüfungstermin am 2. Juni 1919, Vormittags ½11 Uhr. Offener Arrest mit Anzeigepflicht bis zum 21. Mai 1919. Chemuitz, den 2. Ppril 1919. Das Amtsgericht. Abt. E.
Hamburg. [2896]
Ueber das Vermögen des persö⸗lich haßtenden Gesellschafters der Kom⸗ manditgesellschaft, in Firma Albvecht
Feene nämlich: Aldrecht Gustav ranz Janzen, wohnbaft in Hamburg Grindelallee 158 I, wird heute, g.
mittags 12 ¾ Uhr, Konkurs eröffnet. Per⸗ walter: beeioigter Bücherrevisor Bernhard Henschel, Gr. Theate str. 39 a8 Offener Arrest mit Anzeigefrist bis zum 29. April d. Js. einschließlich. Anmeldefrist bis zum 10. Mait d. Js. einschließlich. Erste Gläu⸗ bigerversammlung d. 30 April d. J., Vorm. 10 ¾ Uhr. Allgemeiner Prüfungs⸗ termin d. 28. Mat d. J., Vorm. 10 ¼ Uhr. eree; den 5. April 1919. as Amtsgericht. Abteilung für Konkurssachen.
Hamburg. [2897]
Ueber das Vermögen der Gesellschaft in Firma Elektro Reklame Gesellschaft mit beschränkter Hastung, Feeehnes⸗ Pferdemarkt 12, wird heute, Nachmitta.⸗ 8 1 Uhr, Konturs eröffnet. Verwalter beeidigter Bücherrevisor J. W. Herwig, Kaiser Wilhelmstr. 23/31. Offener Arrest mit Anteigefrist bis zum 29. April d. Js. einschließlich. Anmeldefrist bis zum 10. Mai d. Js. einschließlich. Erste Gläubiger⸗ versammlung d. 30. April d. J. Vorm. 11 Uhr. Allgemeiner Prü⸗ fungstermin d. 28. Mai d. J., Vorm. 11 Ubr. “
ä ssec den 5. April 1919
as Amtsgericht. Abteilung für Konkurzsachen.
Hannover. [2889]
Ueber das Vermögen der Firma Chemische Fabrik Leinewerk Gesell⸗ schaft mit beschränkter Haftung in Liquidation in Hannover wird beute, am 4. April 1919, Nachmittags 1 Uhr, das Konkursverfahren eröffnet. Der Schätzer Adolf Wagener in Hannover wird zum Konkursverwalter ernannt. Konkursforde⸗ rungen sind bis zum 3. Mal 1919 bei dem Gerichte anzumelden. Erste Gläubigerver⸗ sammlung und Termin zur Prüfung der angemeldeten Forderungen auf den 12. Mait 1919. Vormittags 10 Uhr, vor dem unterzeichneten Gerichte, Neues Justit⸗ esnde Volgersweg 1, Zimmer 167.
ffener Arrest mit Anzeigepflicht bis zum 3. Mai 1919.
Amtsgericht, 12, in Hannover.
Lüneburg. [2894] Ueber den Nachlaß des am 15. Ok⸗ tober 1918 in Cossa verstorbenen Do⸗ mänen⸗ und Rittergutsyächters Otto Brand aus Marienthal, Keis Lüne⸗ burg, wird heute, am 3. April 1919, Mittags 12 Uhr, das Konkursverfahren eröffnet. Konkursverwalter: Kaufmann W. Hüter in Artlenburg, Kreis Lüneburg. Inmeldefrist bis 19. Mat 1919 Erste Gläubigerversammlung: 29 Abpril 1919, Vormtttags 11 Uhr. Prüfungs⸗ termin: 17 Juni 1919, Vormittags 11 Uhr. Offener Arren und Anzeige⸗ frift bis zum 24. April 1919. Lüneburg, den 3. April 1919. Das Amtsgericht.
Otterberg. [2892]
Ueber den Nachlaß des Philipp Frank, Lehrer in Otterbach, wurde am 2. Avpril 1919, Vormittags 11 Uhr, das Konkurs⸗ verfahren eröffnet. Konkursverwalter ist Rechtskonsulent H. Trumm in Otterberg. Offener Arrest mit Anzeigefrist bis zum 19. April 1919. Erste Släubigerversamm⸗ lung: Mittwoch den 30. April 1919, Vormittags 10 Uhr. Allgemeiner Pru⸗ fungetermin: Mittwoch, den 28 Mai 1919, Vormittags 10 Uhr; alle Termine im Sitzungssaale dahter. Frist zur Anmeldung der Konkursforderungen bis zum 26. April 1919.
Otterberg, den 2. April 1919.
Amtszaerichtsschreiberei.
Plauen, Vogtl. [2891] Ueber das Vermögen des Varieré. unternebmers und Gemüsehändlers Erich Haubold in Plauen, Gluck⸗ straße 12, ist beute, am 2. April 1919, Nachmittags 3,20 Uhr, das Konkursver⸗ fahren eröffnet worden. Konkursverwalter: Herr Rechtsanwalt Dr. Richard von Petrikowsky bier. Anmeldefrist bis zum 20. April 1919. Wahl⸗ und Prüfungs⸗ termin am 5. Mai 1919, Vormittags 11 Uhr. Offener Arrest mit Anzeige⸗ pflicht bis zum 20. April 1919. — K. 9/19. Plauen, den 4. April 1919. Das Amtsgericht.
Runkel. [2895] Ueber den Nachlaß des am 23 März 1919 in Runkel gestorbenen Amtsrichters Hngo Maurer wird beute, am 4. April 1919, Vormittags 9 ½ Uhr, das Konkurs⸗ verfahren eröffnet. Konkursverwalter: Kanzleigehilfe August Gall in Runkel. Anmeldefrist bis 26. April 1919. Termin zur Beschlußfossung über Beibehaltung oder Wahl eines anderen Verwalters, Be⸗ stellung eines vI und über die in § 132 K.⸗O. bezeichneten Gegenstände, ferner zur Prüfung der an⸗ gemeldeten Forderungen am 30. April 1919, Vormittags 10 Uhr. Offener irig mit Anzeigefrist bis zum 26. April Runkel, den 4. April 1919. Amtsgericht.
Chemnitz. [2910] Die Konkursverfahren über 1) den Nachlaß des Schulboten Otto Gott⸗ hard Schramm in Chemnitz, 2) den Nachlaß der Schneider in Emma Thekla Luise gesch Schulze, geb. Schumann, in Chemnitz, 3) das Vermögen des „ . Paul Arthur Aßmann in Chemuitz, jetzt in Dresden, werden nach Abhaltung der Schlußtormine hier⸗ durch aufg⸗hoben. . muitz, den 4. April 1919. Das Amthrericht. Abteil. J.
Coöln-Mülheim. [2904]
Das Konkursverfahren über das Ver⸗ mögen der Fhefrau des Anstreicher⸗ meisters. Glas⸗ und Tapetenhändlers Jakob Aveedung, Elisabeth gev. Willems, in Cöln⸗Mütheim wird mangels einer den Kosten des Verfahrene entiprechenden Konkursmasse eingestellt. (§ 204 K.⸗O)
Cölu⸗Mütheim, den 28. März 1919
Das Amtsgericht.
Dortmund. [2903]
Das Konkursverfahren über den Nach⸗ laß des in Dortmund, Weißenburger⸗ straße 17, zur Zeit seines Todes wohnh ft gewesenen Privatmanns August Bogt, wird nach erfolgter Schlußverteilung auf⸗ gehoben.
Dortmund, den 1. April 1919.
Das Amtsgericht.
Gerdauen. [2908]
In dem Konkursverfahren über den Nachlaß des verstorbenen Katasterkon⸗ trolleurs Wosldemar Tiltmann von hier hat die Alleinerbin, verwitwete Frau Anna Tiltmann, geborene Blöß, in Barten⸗ stein die Einstellung des Verfahrens be⸗ antragt.
Der Antrag und die zustimmenden Er, klärungen der Konkursgläubiger sind auf der Gerichtsschreiberei niedergelegt.
Gerdauen, den 3. April 1919.
Das Amtsgericht.
Greifawald. 2898]
Auf Antrag der Regierung zu Stral⸗ sund wird für die von der Kreiskasse zu Greifswald nachträglich angemeldete For⸗ derung Abt. 1 I11,1 der Konkurstabelle ein besonderer Prüfungstermin im Konkurs⸗ verfahren über das Vermögen des Ritter⸗ gutspächters C. Schneidewind auf den 19. Mai 1919, Vormittags 11 Uhr, Zimmer 10, des Amtsgerichts bestimmt.
Greisswald, den 26. März 1919.
Das Amtsgericht.
Meide, Molstein. 182912]
In dem Konkursverfahren über das Vermögen des Bauunternehmers Wil⸗ helm Ruge in Hennstedt ist infolge eines von dem Gemeinschuldner gemachten Vorschlags zu einem Zwangsvergleiche Vergleichstermin auf Donnenstag, den 24. April 1919, Vorm. 9 Uhr, vor dem Amtsgericht in Heide anberaumt. Der Vergleichsvorschlag, der von dem Gläubigerausschuß gebilligt wird, ist auf der Gerichtsschreiberet zur Einsicht der Beteiligten niedergelegt.
Heide, den 31. März 1919.
Das Amtsgericht. Abteilung II.
Leipzig. [2911] Das Konkursverfahren über das Ver⸗ mögen der Firma Kunstanstalt Sagonia ohn & Hartmann, Gesellschaft mit eschränkter Haftung in Lsvig Hohlis. Reginenstr. 3, wird nach ⸗ haltung des Schlußtermins bierdurch auf⸗ gehoben. 8 Leipzig, den 3. April 1919. Amtsgericht. Abt. II, A.¹.
Moll feld. [2905]
Das Autsgericht Hollfeld hat am 2. April 1919 das Konk rsverfahren über den Nachlaß der Militärpension sten⸗ wirwwe Anna Adelhard von Wohns⸗ gehaig als durch Schlußverteilung beendet aufg⸗hoben.
Hollfeld, den 2. April 1919.
Gerichtsschreiberei des Amtsgerichts.
Potsdam. [2899]
In dem Konkursverfahren über den Nachlaß des Kaufmanns Adolf Berndt in Potsdam ist zur Abnahme der e. rechnung des Verwalters und Prüfung na träglich angemeldeter Forderungen, zur Er⸗ hebung von Einwendungen gegen das Schluß⸗ verzeichnis der bei der Verteilung zu berück⸗ chtigenden Forderungen und zur Beschluß⸗ assung der Glaäͤubiger über die nicht vnwertbaren Vermögensstücke sowie zur Anbörung der Gläubiger über die Er⸗ stattung der Auslagen und die G⸗währung einer Vergütung an die Mitglieder des Gläubigera sschusss der Schlußtermin auf den 20. Mai 1919, Vormittags 11 Uhr, vor dem Amtsgericht hierselbst, Kaiser Wilbelmstraße 8, Hinterhaus, Zimmer 58, bestimmt.
Potsdam, den 29. März 1919.
Das Amtsgericht. Abt. 1.
—. —
Preussisch Eylau. [2909]
In dem Konkursverfahren über das Ver⸗ mögen des verschollenen Rentiers Paul Stephani aus Pr. Eylau ist zur Ab⸗ nahme der Schlußrechnung des Verwalters, zur Erhebung von Ginwendungen gegen das Schlußverzeichnis der bei der Verteilung zu berücksichtigenden Peiseemoen und zur Beschlußfassung der Gläubiger über die nicht verwertbaren Vermögensstücke sowie zur Anhörung der Gläudiger über die Erstattung der Auslagen und die Ge⸗ währung einer Vergütung an die Mit⸗ alieder des Gläubigerausschusses der Schluß⸗ termin auf den 30. April 1919, Vor⸗ mittags 10 Uhr, vor dem Amtsgericht bierselbst, Zimmer 1, bestimmt. ve-e rechnung und Schlußverzeichnis liegen in der Gerichtsschreiberei 2 zur Einsicht aus.
Pr. Eylau, den 29. März 1919.
Koeppe, Amtsaerichtssekretär, Gerichtsschreiber des Amtsgerichts.
kursverwalter entlassen und Rechtsanwalt Hartmann in Putzig zum Konkursver⸗ valter bestellt. Putzig, Westpr., den 29. März 1919. Das Amtsgericht.
Kybnik. [2914]
Das Konkursverfahren über den Niech⸗ aß des verstorbenen Kaufmangs Thomas genannt Fritz Fortzk aus Ryburk wird nach erfolater Abhaltung des Schlußtermins hierdusch aufgehoben. Rybnik, den 27. März 1919.
Das Amtsgericht.
Kybnik. [2915]
Das Konkursverfahren über das Ver⸗ mögen des Tiefbaunnternehmers Maxi⸗ milian Ernst aus Rybnik wird, nach⸗ dem der in dem Vergleichstermine vom 21. Januar 1919 angenommene S vergleich durch rechtskräftigen Beschluß om 22. Ja uar 1919 bestätigt ist, hier⸗ durch aufgeh ben. Amtsgericht Rybutk, den 28. März 1919.
Schleusingen. [2901]
Das Konkursverfahren über das Ver⸗ mögen der offenen Handelsgesellschaft Friedrich Karl Müller in Stützer⸗ bach Pr. Ant. wird nach erfolgter Ab⸗ Hcheas des Schlußtermins hierdurch auf⸗ gehoben.
Schleusingen, den 2. April 1919.
Das Amtsgericht.
schönebeck, Else. [2916] Das Konkursverfahren über das Ver⸗ mögen der Firma Feodor Siegel hier wird nach erfolgter Abhaltung des Schlußtermins hiermit aufg hoben. Schönebeck, den 25. März 1919 Das Amtsgericht. 1
Vaibingen, Enz. [2907]
Das Konkursverfahren über das Ver⸗ mögen des Hustav Frick jg., Holz⸗ und Kehlleisten sabrik in Großsachsen⸗ heim, wurde nach rechtskräftiger Bestäti⸗ gung des Zwangsvergleichs vom 28. No⸗ vember 1918 heute aufgehoben.
Den 2. April 1919..
Amtsgericht Baihingen. Amtsgerichtssekretär Zugmater.
Waldbpröl. [2906]
Das Konkursverfahren über den Nachlaß
des am 26. Juli 1914 zu Eckenhagen
verstorbenen GHastwirts Karl Gerhard
wird nach erfolgter Abhaltung des Schluß⸗ termins hierdurch aufgehoben.
Waldbröl, den 3 April 1919. Das Amtsgericht.
Wiesbaden. [2902]
In dem Konkursverfahren über das Vermögen der Kommanditgesellschaft in Firma Berliner Bankkommagudite Lackner & Co. zu Wiesbaden ist in⸗ folge eines von dem Gemeinschuldner ge⸗ machten Vorschlags zu einem Zwangsver⸗ gleiche Vergleschstermin auf den 3. Mai 1919, Vorm. 9 ½ Uhr, vor dem Amts⸗ ericht zu Wiesbaden, Zimmer 98, an⸗ 8 Der Pesg.ehborg,ge und die Erklärungen des Gläubigerausschusses sind auf der Gerichtsschreiberet des Konkurg⸗ gerichts zur Einsicht der Beteiligten nieder⸗
gelegt. Wiesbaden, 19. März 1919... Das Amtsgericht. Abt. 17.
12) Tarif⸗ und Fahrplanbekannt⸗ machungen der Eisen⸗ hahnen.
[2929] Bekanntmachung.
Zu unseren Tarifen für die Beförderung von Eilgütern im Verkehr von Hamburg nach Riesa/ Dresden und umgek’hrr vom 1. Marz 1909, von Hamburg nach Laube Tetschen /Prag und umgek⸗hrt vom 1. März 1909, von Dresden / Meißen/ Riesa nach Magdeburg vom 1 März 1909 ist je ein Nachtrag mit Gültigkeit vom 1. Apeil d. J. erschienen.
Einzelstücke sind bei uns und unseren Dienststellen erhältlich.
Dresbden. den 1. April 1919. Veretnigte Elbeschiffahrts⸗ Gesellschasten Akziengefellshaft. Oesterreichische Nordwest⸗ Dampfschiffahrts⸗HPesellschaft.
[2930] EStaats⸗ und Privatbahngüterverkehr; besonderes Tarifheft, enthaltend den Ausnahmetarif 6- für Braun⸗ kohlen usw.
Am 1. April d. Js. erscheint eine Neu⸗ ausgabe des Tarifhefts unter Aufhebung des vom 1. Juli 1917 nebst Nachträgen 1 und II. In den Tarif sind sämtliche 2 läge eingerechnet. Es wird be⸗ merkt, daß die Zuschläge nach Heft C 1b des Staals⸗ und Privatbahngüterve kehrs in den Frachtsätzen des neuen Tarifs nicht enthalten sind und besonders erhoben
werden. Halle (Saale), den 31. März 1919. isenbahndirektion.
[2931] Deutscher Seehafenverkehr mit
Putzig, Westpr. [2900]
In dem Konku sverfahren des Anton von Poblocki, früher in Zarnowitz, ist der Rechtsanwalt Dr. Masdonald,
Ujest in Gerlit, aus dem Amt els Ke
Mit sofortiger Gültigkeit kommt der Entfernungszuschlag von 4 km für die Station Blumenthal der Farge⸗Vege⸗ sacker Eisenbahn in Wegfall. Eisenbahndirektion Hanvover 8 10 vom 3
4
Preußisch
Der Bezugspreis betrügt vierteljährlich 9 ℳ. Alle Postanstalten nehmen Bestellung an; für Berlin außer den Postanstalten und Zeitungsvertrieben sür Kelbstabhrler nunch die Geschästsstelle SW. 48, Wilhelmstraße 328.
4 Einzelne Nummern hosten 235 Cf.
Anzeigenpreis für ven Ranm einen 5 gespaltenen Ginheitsgeile
Reichsbankgirokonto.
— ——
Inhalt des amtlichen Teiles: 8 Deutsches Reich. u fehlerberichtigung zur Bekanntmachung, betreffend die Ueberlassung ausländischer Weripapiere an das Reich.
Bekanntmachungen, betreffend Bedingungen für die Abgabe von freigegebenem Blank⸗ und Geschirrleder sowie von frei⸗ gegebenem Feinleder..
Aufhebung eines Handelsverbots. — Handelsverbot. Anzeige, betreffend die Ausgabe der Nummer 75 des Reichs⸗ esetzblatts. 8 8 vh1qI1XnX¹X*X“*“] Ernennungen und sonstige Personalveränderungen. Verleihung des Enteignungsrechts an die A.⸗G. Riebecksche Montanwerke in Halle a. S.
Bekanntmachung, betreffend das kreiseinkommensteuerpflichtige Reineinkommen aus dem ansiedlungsfiskalischen Grundbesitz.
Bekanntmachung, betreffend das kommunalabgabenpflichtige Reineinkommen der Liegnitz⸗Rawitscher Eisenbahn.
Handelsverbot.
’ Rüchn hhs. “
““ 1b G Amtliches. 8
Deutsches Reich. Druckfehlerberichtigung.
In dem der Bekanntmachung, betreffend die Ueberlassung ausländischer Wertpapiere an das Reich vom 26. 3. 1919 Reichs⸗Gesetzblatt S. 333, Reichsanzeiger Nr. 71) beigefügten
erzeichnis muß es unter I bei Ziffer 24 in Spalte 4 heißen: 1. 5. 19. statt 1. 7. 19.
n, den 6. April 1910. S Dder Reichsminister der Finanzen. J. V.: Schroeder.
Bekanntmachung, betreffend Bedingungen für die Abgabe von frei⸗ gegebenem Blank⸗ und Geschirrleder, vom 25. März 1919. 84 § 1. — Blankl eber im Sinne dieser Bedingungen sind Blankleder in einer Kernstärke über 2 ¼ mm. 3 1
“
2
§ 2. 1.1“ 1 y““
Bei allen Verkäufen von freigegebenem Blank⸗ und Geschirrleder muß der Veräußerer seine Abnehmer (bis zum Verarbeiter einschl.) vor Aushändigung der Leder durch Unterzeichnung des von der Reichs⸗ lederstelle ausgegebenen Verpflichtu ngsscheins zur Anerkennung dieser Bedingungen verpflichten.
Die Reichslederstelle ist berechtigt, in geeigneten Fällen die Vollziehung von Generalverpflichtungsscheinen zu gestatten, die den Verkäufer oder Käufer auch für alle zukünftigen Geschäfte zur Innehaltung dieser Bedingungen verpflichen.
“ Rechnungsabschrift.
— Der unterschriebene Verpflichtungsschein ist vom Veräußerer mit einer Abschrift der über die abgegebene Menge freigegebener Blank⸗ und Geschirrleder ausgestellten Rechnung sofort, spätestens am Schlusse der laufenden Woche der Reichslederstelle zu übersenden.
Die Rechnungsabschrift muß in deutlich sichtbarer Weise die Art des Betriebes des Käufers (fa brikmäßige Hersteller von Ge⸗ schirren und Geschirrteilen, Sattlerledergroßhandlung, Sattlerleder⸗ kleinhandlung, Sattlerrohstoffgenossenschaft, Sattlereibetrieb), die 7ö5 der Sattlerlederkarte und die Nummer des Freigabescheins enthalten. G
Bei Kleinverkäufen im Betrage von weniger als ℳ 50,— bedarf es der Einsendung des Verpflichtungsscheins und der Rechnungs⸗ abschrift an die Reichslederstelle nicht. 8 b
§ 4. . Sattlerlederkarte. Freigegebene Sattlerleder dürfen vorbehaltlich der Bestimmungen des § 9 nur an solche Personen und Betriebe, die im Besitze von Sattlerlederkarten sind, abgegeben werden.
— Sattlerlederkarten erhalten:
ikmäßige Hersteller von Geschirren
br und eschirrteilen,
at
a
fa b. Sattlerledergroßhandlungen, gc. Sattlerlederkleinhandlungen und Sattlerroh⸗ stoffgenossenschaften. Die Sattlerlederkarten lauten auf den namentlich benannten In⸗ haber und sind nicht übertragbar. Sie sind zwei Monate, gerechnet
vom Tage der Ausstellung, gültig. Wer innerhalb dieses Zeitraums
Berlin, Mittwoch, den 9. April Abends.
50 Pf., einer 3 gespalt. Einheitszetle 90 Pf. 218 den Angeigenpreis ein Teuerungszuschlag von 20 v. H. erhohen.
erdem wied auf
Anzeigen nimmt an:
die Geschäftsstelle des Reichs⸗ und Staats
Berlin SW. 48, Wilhelmsftraße Nr. 24.
Postscheckkonto: Berlin 41 82. 1919.
das Bezugsrecht nicht ausübt, verliert den Anspruch auf Belieferung. Der Bezug von Blank⸗ und Geschirrleder seitens der Inhaber von Sattlerlederkarten ohne Vorlegung derselben ist unzulässig.
§ 5. Errechnung der Anteile.
Für die Errechnung der auf den Sattlerlederkarten zu ver⸗ merkenden Mengen sind maßgebend:
a. bei fabrikmäßigen Herstellern von Geschirren und Geschirrteilen die Kopfzahl der in der Zeit vom 15. März 1919 bis 15. April 1919 in diesen Betrieben mit der fabrikmäßigen Herstellung von Geschirren und Geschirrteilen für den Zivilbedarf beschäftigten Facharbeiter.
b. bei Sattlerledergroßhandlungen,
aa. die am 31. Dezember 1913 bestanden haben, der Gewichts⸗ umsatz mit fabrikmäßigen Herstellern von Geschirren und Geschirrteilen, Sattlerlederkleinhandlungen und Sattler⸗ rohstoffgenossenschaften in Blank⸗ und Geschirrledern aus dem Kalenderjahre 1913 mit der Maßzabe, daß bei den⸗ jenigen Firmen, die am 31. Dezember 1913 noch kein volles Jahr bestanden haben, der durchschnittliche Monats⸗
umsatz zu errechnen und mit 12 zu vervielfachen ist, bb. die bis zum 1. Juli 1915 gegründet worden sind, 50 v. H. des Gewichtsumsatzes für die Zeit vom 1. Juli 1915 bis
30. Juni 1916,
Fc. bei Sattlerlederkleinhandlungen und Sattler⸗ rohstoffgenossenschaften, deren Umsätze mit Sattlereibetrieben unter entsprechender Anwendung der Vorschriften unter b. “
Meldung der. Umsatzmengen bezw. Arbeiterzahlen.
Die Umsatzmengen bezw. die Arbeiterzahlen sind der Reichslederstelle auf den von ihr ausgegebenen Vordrucken ausweislich der Geschäftsbücher oder Rechnungen bezw. Lohnbücher bis zum fest⸗ esetzten Zeitpunkt zu melden. Verspätete, unrichtige oder unvoll⸗ sändige Angaben können gerichtliche Bestrafung sowie Ausschluß von den weiteren Zuteilungen freigegebener Blank⸗ und Geschirrleder zur Folge haben.
Abschreibung auf der Lederkarte.
Der Veräußerer hat die abgegebenen Mengen auf der Sattlerlederkarte mit Tinte zu vermerken und den Vermerk zu unter⸗ schreiben. Dem Käufer steht es frei, die auf ihn entfallende Menge von einer oder mehreren Firmen zu beziehen.
Verkäufe von Lederbherstellern und Sattlerleder⸗
3 großhändlern. Ddie Lederhersteller dürfen die ihnen freigegebenen Mengen an alle Inhaber von Sattlerlederkarten abgeben. Die Sattlerleder⸗ großhandlungen dürfen die von ihnen auf Grund der Sattlerleder⸗ karten bezogenen Mengen an fabritmäßige Hersteller von Geschirren und Geschirrieilen, Sattlerlederkleinhandlungen und Sattlerrohstoff⸗ genossenschaften, die im Besitze von Sattlerlederkarten sind, abgeben. Die Abgabe von Ledergroßhändler an Ledergroßhändler ist unzulässig.
8 § 9. Verkäuse von Sattlerlederkleinhandlungen und Sattlerrohstoffgenossenschaften.
Die bereiss im Jahre 1913 bestandenen Sattlerlederklein⸗ handlungen und Sattlerrohstoffgenossenschaften haben die von ihnen auf Grund der Sattlerlederkarten bezogenen Mengen an ihre frühere Kundschaft nach Maßgabe der Bezugsmenge derselben aus dem Jahre 1913 abzugeben. 8
Sattlerlederkleinhandlungen und Sattlerrobstoffgenossenschaften, die erst nach dem Jahre 1913 gegründet worden sind, haben die von ihnen bezogenen Mengen unter möglichst gleichmäßiger Berücksichtigung ihrer gesamten Kundschaft an diese abzugeben.
Sämtliche Sattlerlederkleinhandlungen und Sattlerrohstoff⸗ genossenschaften sind verpflichtet, auch an solche Sattlereibetriebe Blank⸗ und Geschirrleder in gleichem Umfange wie an ihre alte Kundschaft abzugeben, welche ihnen von der Reichslederstelle zur Be⸗ lieferung zugewiesen werden.
Bei Verkäufen von Blank⸗ und Geschirrleder seitens der Sattler⸗ lederkleinhandlungen und Sattlerrohstoffgenossenschaften an hand⸗ werksmäßkge Sattlereibetriebe bedarf es nicht der Vorlage einer Sattlerleverkarte. ;
Sattlerlederkleinhandlungen und Sattlerrohstoffgenossenschaften haben über die Vertäufe der von ibnen bezogenen Mengen ein Ver⸗ kaufsbuch zu führen, in dem folgende Angaben
a. Name und Wohnort des Kunden, b. Art des Betriebes desselben, c. die abgegebene Menge, d. die Lederart, e. der berechnete Kleinverkaufspreis enthalten sein müssen. 5 CG“
Private Verbraucher.
Die Abgabe von freigegebenen Blank⸗ und Geschirrleder an private Verbraucher ist in jedem Falle unzulässig.
C1
Verwendung. Die fabrikmäßigen Hersteller von Geschirren und Geschirrteilen sowie die handwerksmäßigen Sattlereibetriebe dürfen die von ihnen bezogenen Blank⸗ und Geschirrledermengen ausschließlich zur Aus⸗ besferuns und Neuherstellung von Geschirren ver⸗ wenden.
Die Herstellung von Koffern,
Portefeuille⸗ und
sonstigen Lederwaren ist verboten. 88
— —
§ 12. PBPeräugteu W111““
Lederhersteller haben die ihnen freigegebenen Mengen längstens innerhalb zwei Mo naten, vom Tage des Empfanges des Frei⸗ gabescheins an gerechnet, Sattlerledergroß⸗ und Kleinhandlungen sowie Sattlerrohstoffgenossenschaften haben die von ihnen auf Grund der Sattlerlederkarten bezogenen Mengen längstens innerhalb zwei Monaten, vom Tage des Rechnungsempfanges an gerechnet, abzusetzen. Innerhalb dieser Frist nicht abgesetzte Posten sind der Reichsleder⸗ stelle zu melden, welche die Verkaufsfrist verlängern oder über ander⸗ weitige Verwendung der Leder Verfügung treffen kanau.
Veräußerungsverbot für Verarbeiter.
Die Verarbeiter sind verpflichtet, die von ihnen bezogenen Blank⸗ und Geschirrleder im eignen Betriebe zu verarbeiten oder der Reichs⸗ lederstelle zur anderweitigen Verteilung zur Verfügung zu stellen, Eine Veräußerung von Blank⸗ und Geschirrleder seitens der Verarbeiter ist nicht gestattet.
§ 14. 8 1A“ “ Es ist verboten, Verkäufe von freigegebenem Blank⸗ und Ge. schirrleder von Bedingungen abhängig zu machen, die dem Verkäufer
einen besonderen Vorteil verschaffen sollen, insbesondere zu
verlangen, daß Aufträge auf andere Waren erteilt oder frühere Lie ferungsverträge ganz oder teilweise aufgehoben werden.
“ Revisionen.
Die Reichslederstelle kann durch beauftragte Revisoren die Einhaltung vorstehender Bestimmungen sowie die Richtigkeit der er⸗ statteten Meldungen nachprüfen lassen. Den Revisoren ist der — triit zu den Betriebs⸗ und Lagerstellen sowie Einsicht der Bücher und anderer Unterlagen zu gewähren.
1“ “ Grbühren—
Die Reichslederstelle erhebt an Gebühren bis auf we 12 ₰ für jedes Kilogramm bet den nach Gewicht gehandelten frei⸗ gegebenen Blank⸗ und Geschirrledern, 12 ₰ für jedes Quadratmeter bei den nach Maß gehandelten freigegebenen Geschirrledern von dem Emvfänger des Freigabescheins. Die auf diese Weise verauslagten Gebühren dürfen beim Vertauf des Leders den Abnehmern bis zum Verarbeiter einschließlich in Rechnung gestellt werden. 18
1 G. Verstöße.
Verstößt ein Lederhersteller gegen diese Bedingungen, so hat er zu gewärtigen, daß er vom Bezuge von Robstoffen ausgeschlossen wird.
Verstößt ein Käufer gegen diese Bedingungen, so hat er zu gewärtigen, daß er vom Bezuge freigegebenen Blank⸗ und Geschirr⸗ leders ausgeschlossen wird.
Bei allen Verstößen gegen diese Bedingungen hat die Reichs⸗ lederstelle das Recht, von dem Zuwiderbandelnden eine Vertragsstrafe bis zur Höhe des Verkaufswertes desjenigen Leders einzufordern, be⸗ züglich dessen die Bedingungen verletzt sind. 8
8 Irnkraftreten der Bedingungen.
Diese Bedingungen treten mit dem Tage der Veröffentlich im „Deutschen Reichsanzeiger“ in Kraft.
Berlin, den 8. April 1919. RNeichslederstelle. Blasse. Fecher.
—N—
1“
Bekanntmachung,
betreffend Bedingungen für die Abgabe von frei⸗
gegebenem Feinleder, vom 31. März 1919. Feinleder im Sinne dieser Bedingungen sind: 8 a. Blankleder in einer Kernstärke bis 2 ½ mm,
b. Vachetten, 8
c. Portefeuilleleder,
d. Bekleidungsleder,
e. Leder für die optische Industrie.
§ 2. Verpflichtungsschein.
Bei allen Verkäufen von freigegebenem Feinleder muß der Ver⸗ zußerer seine Abnehmer (bis zum Verarbeiter einschl.) vor Aus⸗ händigung der Leder durch Unterzeichnung des von der Reichsleder⸗ stelle ausgegebenen Verpflichtungsscheins zur Anerkennung diefer ihe. verpflichten.
Die Reichslederstelle ist berechtigt, in geeigneten Fällen die Voll⸗ ziehung von Fra“ zu gestatten, die den Verkäufer oder Käufer auch für alle zukünftigen Geschäfte zur Innehaltung dieser Bedingungen verpflichten.
Rechnungsabschrift.
Der unterschriebene Verpflichtungsschein ist vom L-Se. mit einer Abschrift der über die abgegebene Menge freigegebener Feinleder ausgestellten Rechnung sofort, spätestens am Schlusse der laufenden Woche der Reichslederstelle zu übersenden.
Die Rechnungsabschrift muß in deutlich sichtbarer Weis die Art des Betriebes des Käufers (Lederwaren⸗, Reiseartikel⸗, Sport artikel⸗, Karosserie⸗- und Wagen⸗Hersteller, Hersteller von optischen