8
Hungers bei. (Lebhafter Beifall rechts.) Wenn es uns nicht gelingt, eineinhalb Millionen Menschen von der Stadt auf das Land zu be⸗ sördern und die landwirtschaftliche Produktion zu steigern, so werden wir auf Jahre hinaus nicht aus dieser Misere herauskommen. Pro⸗ duktion ist keine Klassenfrage. Vielfach ist die Forderung nach der Diktatur der Arbeiter mit dem Hinweis darauf begründet worden, daß die Arbeiter sich den Unternehmern geistig unterlegen fühlen. Wer aber die Diktatur will, muß unbedingt auch den Terror anwenden, um Wider⸗ stände zu beseitigen. Die Räterepublik in Bayern ist eine groteste Idee. Sie ist so grotesk, daß sie nur nach ver dn verlegt werden kann. Jetzt ist es aber höchste Zeit, daß wir die Arbeiter zur Verantwortung erziehen. Die Produktion muß unbedingt aufrecht erhalten werden, sonst gehen wir elend zugrunde. Die zu diesem Zweck von der sontaltstlschen Mehrheitspartei aufgestellte Forderung der Errichtung einer Kammer der Arbeit ist ein wirklich repolutionärer Gedanke, sie verbürgt einen produktiven Aufbau. Wenn wir Heoeectheße nicht fördern und sichern können, dann ist es mit der Demokratie zu Ende, und eine Gegenrevolution wird dann unbedingt kommen. Der Redner untersuchte dann die Frage, inwieweit die Unabhängigen nach der Revolution sich an dem Aufbau der neuen Reichs⸗ verfassung beteiligt haben, und kam zu dem Schluß, daß sie voll⸗ ständig versagt hätten. Eine der bedauerlichsten Erscheinungen sei der Partikularismus in den deutschen Bundesstaaten. In Preußen sei man so partikularistisch toll gewesen, daß man gleich jeden Ministerposten doppelt besetzt habe, weil eben der eine Minister vor dem anderen Angst gehabt habe. Ein großer Fehler der sozialistischen Rechtspartei sei es gewesen, daß sie nicht energischer gegen diesen E11.““ s, an dem die Unabhängigen einen großen Teil der Schuld
ätten, viel entschiedener aufgetreten sei. Die Unabhängigen seien nämlich gar nicht so konfliktlüstern, wenn es hart auf hart gehe,
8
während sie allerdings in der Agitation ganz rücksichtslos vorgingen. Man müsse sich darüber klar werden, was Produktion bedeute, daß es bereits 5 Minuten nach 12 sei, und daß man auf allen Gebieten bisher gegen den Heiligen Geist gesündigt habe. Kaliski ging dann auf das Gebhiet der auswärtigen Politik über und betonte, daß auch hier Fehler gemacht seien, die man an dem alten Regime auf das schärfste verurteilt habe. Hieran sei sowohl die Mehrheits⸗ partei wie auch die U. S. P. D. gleich schuldig. Es wäre erforder⸗ lich und klug gewesen, wenn Deutschland, noch bevor uns die harxten Waffenstillstandsbedingungen auferlegt worden, von sich aus erklärt hätte, daß der Frieden von Brest⸗Litowsk null und nichtig sein solle. Mit Frankreich hätte man sich zu verständigen suchen müssen. Der Redner schloß: Wir wollen aber nicht untergehen, sondern wir wollen einen schönen, festen, sozialistischen Bau errichten mit den Mitteln der Demokratie und ohne Diktatur.
Dann trat nach einigen geschäftlichen Mitteilungen des Vor⸗ sitzenden Schluß der Verhandlungen des ersten Tages ein.
Wohlfahrtspflege.
Wie dem „W. T. B.“ aus Stockholm gemeldet wird, sollen laut „Socialdemokraten“ in Schweden im kommenden Sommer 2000 Kinder aus notleidemnden Ländern zur Er⸗ holung untergebracht werden. Die meisten der Familien, die bereit sind, Kinder aufzunehmen, wünschen solche aus Deutsch⸗ land, da sie davon überzeugt sind, daß diese es am schwersten haben. Aus den Ententeländern werden zusammen 570 Kinder erwartet. Die übrigen, also ungefähr 1500, sollen aus Mitteleuropa kommen.
Wie Leutnant Egnell, Mitglied des schwedischen Roten Kreuzes und
Leiter dieser Aktion, mitteilt, kommen auch reichliche Geldmittel zu⸗
sammen. Oft steuern sogar Arbeiter einige Kronen bei. Man hofft. bald die nötige Summe beisammen zu ha en.
8
Verkehrswesen.
wischen dem unbesetzten Deutsch⸗ land einerseits und Elsaß⸗Lothringen und dem Brücken kopfgebiet von Kehl anderseits sind von jetzt an Postkarten mit Familiennachrichten in deutscher oder französischer Sprache zuge lassen. Die Postkarten müssen deutlich und mit lateinischen Buch⸗ staben geschrieben sein. Der Name und die genaue Anschrift des Acjendese iß an auffälliger Stelle der Postkarte anzugeben.
a der
Im Verkehr
aus dem unbesetzten Deutschland telegraphische Postanweisungen für den Privatverkehr unbeschränkt zugelasffsen. 8 1“
Da die Postsperre für Südwestafrika vor einiger Zeit aufgehoben
worden ist, besteht nunmehr für die in Deutschland lebenden Ange⸗.
hörigen der Südwestafrikaner die Möglichkeit, mit ihnen in briefliche Verbindung zu treten. Auch die in dem Schutz⸗ gebiet befindlichen Beamten und Militärpersonen können sich mit ihren Angehörigen in der Heimat jetzt in Verbindung setzen. Das Reichskolonialministerium hat sich an das Gouvernement gewandt, um von ihm Bericht über das Befinden der Gouvernements⸗
angehöeigen zu erhalten. Mit dem Eintreffen des eingeforderten
Berichts ist freilich vor einigen Monaten kaum zu rechnen.
11“
Statistik und Volkswirtschaft. Nachweisung
1““
1u“ 8 8
französischen Besatzungszone (aus⸗ schließlich Elsaß⸗Lothringen und Brückenkopfgebiet von Kehl) sind
Nachweisung 8 der in den Hauptbergbaubezirken Preußens im Jahre 1918 verdienten Bergarbeiterlöhne.
8
I. Durchschnittslöhne sämtlicher Arbeiter.
Gesamtzahl der Arbeiter
Verfahrene
schichten auf 1 Arbeiter
Verdiente reine Löhne (nach Abzug aller Arbeitskosten
Arbeit⸗ sowie der Versicherungsbeiträge)
auf
Art und Bezirk des Bergbaues
Jahr Jahr 1918 1917 Schicht
(abgerundet auf ganze
im ganzen 1 verfahrene auf 1 Arbeiter
Jahr Jahr Jahr Jahr Jahr 1918 Zahr 1917 1918 1917 1918 1917
Zahlen) ℳ ℳ E116166“
2. 3.
4. 5. 6. 7 8. 9. 10. 11.
a. Steinkohlenbergbau 1 SEeeeeheö“ 118 503 in ach161 25 329 im Oberbergamtsbezirk Dortmund: a. Nördliche Reviere 1) . . 245 006 b. Südliche Reviere 2).... 66 716
113 220 23 011
245 317 62 542
213 076 212 7,80 5,73 2498 1882 39 024 393 7,10 5,17 2254 1696
670 526 318 10,34 8,18 3359 2733
320 328 317 328
325 333 329 336
296 044 619 57 087 160
822 897 537 220 114 046
Summe O.⸗B.⸗A. Dortmund (a, Revier Hamm) . bei Saarbrücken (Staatswerke) .. “ am linken Niederrhein
„b. Braunkohlenbergbau im Oberbergamtsbezirk Hallea.. 36 648 34 762 E“ 10 648 10 080
322 883 43 267 11 044 12 562
324 149 41 329
9 998 11 965
. .* 82 2 0
180 687 428] 10,03 7,24 3299 2671
327 334 1 078 466 389 317 329 127 149 956 327 337 33 596 937 320 332 42 079 189
879 767 813 10,26 8,12 3340 2714 96 552 567 9,27 2939 2336 23 449 4650 9,30 5 3042 2345 32 719 599 3350 2735
316 320 314 327
81 260 928 32 529 386
59 320 335 2217 1706 21 843 105 3055 2167
Seit gestern nachmittag ist über Essen Stadt und Land der verschärfte Belagerungszustand verhängt worden. Ein Mitglied der Neunexkommission wurde verhaftet. — Auch in Bochum sind in der Nacht zum Dienstag feldmarschmäßig aus⸗ setshste Negie e gs ic bhehn eingezogen. Im ganzen voll Bochum eine Bri ade mit 4000 Mann Infantexie, Artillerie und
Kavallerie erhalten. Die Truppen sollen zum Schutze der Arbeite⸗ willigen auf die umliegenden Zechen verteilt werden. Vor allen Dingen sollen sie verhindern, daß die Gruben durch Ausständige sabotiert und der Beschluß durchgeführt wird, wonach am 10. April die Notstandsarbeiten aufhören sollen. Wie von zuständiger Stelle ver⸗ sichert wird, wird die Regierung die allerschärfften Mittel ergreifen, um Ruhe und Ordnung im Industriegebiet aufrecht zu erhalten. Der Arbeiterrat verlangt dringend die Zurückziehung des Militärs, weil die Sicherheitswehr in Bochum zur Auf⸗ rechterhaltung von Ruhe und Ordnung ausreiche. — Der Kom⸗ missar der Reichsregierung im Bereich des 7. Armeekorps, Sepering, wendet sich an die Arbeiter des rheinisch⸗ westfälischen Industriegebiets in einem Aufruf, worin es u. a. heißt: „Ich bin zur Anordnung aller militärischen und politischen Maßnahmen ermächtigt worden, um die Ruhe und Sicherheit im Industriebezirk aufrecht zu erhalten. Diese Maßnahmen erblicke ich nicht in erster Linie in gewaltsamer Unterdrückung, sondenn in dem Versuch einer Verständigung mit den streikenden Arbeitern. Meine erste Sorge wird sein, eine Besserung in der Lebensmittelbelieferung der Bergarbeiter herbeizuführen. Ohne Kohle und ohne die durch die Kohle geschaffenen Industriewerte werden wir auf die Dauer keine Lebensmittel erhalten. Heute gilt es, zu verhindern, daß durch einen Zusammenbruch des rheinisch⸗westfälischen Bergbaues dem deutschen Wirtschaftsleben das Rückgrat zerschmettert wird. Ich appel⸗ liere dabei an Eure Einsicht. Gewalt soll nur dort in Anwendung gebracht werden, wo unveranltwortliche Elemente dazu auffordern. Die im Bochumer Kreise liegenden Regierungstruppen werden zurück gezogen. Dort, wo der Belagerungszustand verhängt ist, sollen agende Erleichterungen eintreten: 1) Die Polizeistunde bleibt wie 2) Der Aufenthalt auf öffentlichen Straßen ist auch
er bestehen.
“ Igee. cs t ö 1 m erbergamtsbezirk Halle.. r Abends gestattet. 3 Ziß nd 7 de im Sberbergamtshetier Sünhe ei 898 308 z13 13 189923 33 848 38 % 11“ de8 “ “ 8 Ge⸗ ehmigungen des örtlichen Militärbefehlshabers werden auf die zu⸗ ständigen Zivilbehörden übertragen, die im Einverständnis mit mir ) 22438 *) 197 E“ 1 4) 2 W““ unter 16 6 der ge⸗ 22 4 unnten Bekanntmachung, betr. die Schließung politischer Vereine, 2881 2228 wird aufgehoben.“ “
9 6 8 88 1n Die Düsseldorfer Arbeiterschaft hat sich gestern,
der in den Hauptbergbaubezirken Preußens im 1V. Vierteljahre 1918 verdienten Bergarbeiterlöhne. I. Durchschnittslöhne sämtlicher Arbeiter.
Verfahrene Arbeitschichten auf 1 Arbeiter 8 “
1I1([1I N8 im ganzen Sahe 1918 1918 1V. V.⸗-J. IE. V.F.
erdiente reine Loͤhne (nach Abzug aller Arbe sowie der Versicherungsbeiträge)
auf 1 verfahrene Schicht auf 1 Arbeiter
IV. V.⸗J. III. V.⸗J. Jahresmittel IV. V.⸗J. III. V.⸗J. in Nassau und Wetzlar. 8 (echgerrct cf Gatse 1 1988 16 . ;8 sonstiger rechtsrheinischer 4546 4 §27 305 307] 10 784 194 8 547 807 züsseldo
8 zelnen Betrieben mit überwiegender Mehrheit für Fortsetzung
3. 4. 11 6. 2. 8. 10. 13. Ses nitif s ner bö’“” — ) und ²) siehe Anmerkung ²) und ³) der unteren Nachweisung. 1 liche Acbeiter s städtischen Gas⸗ Sh ErektrIntsehseden,s S Hinzu tritt der Wert der wirtschaftlichen Beihilfen, insbesondere Brotkornzulage: im Jahre 1918 = 0,30 98 für 1 Schicht gestern nachmittag ebenfalls die Arbeit eingestellt. Um 3 Uhr wurde 8 1 . „ „ 1917 = 0,24 „ . echn Nüsorf der verschärfte Belagerungszustand
ngt.
In Magdeburg ruhte, wie „W. T. B.“ mitteilt, gestein in allen großen ndustriebetrieben die Arbeit. Die Straßen⸗ bahn wurde neuerdings gezwungen, den Verkehr einzustellen. Nach einer anderen Meldung soll eine Geheimabstimmung der Arbeiterschaft der größeren Betriebe 75 vom Hundert gegen den Ausstand ergeben haben. — In der Nacht zum Dienstag überfiel ein ewaffneter Haufe die Getreide⸗ speicher im Hafengelände und pluüͤnderte sie teilweise aus. Jahr BJahr Es fenden stundenlange 8“ statt. Ein Angriff auf 19 28 T917 den I clat wurde durch aschinengewehrfeuer abgeschlagen. Die Zahl der Opfer ist unbekannt. Der Wert der aus dem Speicher des Städtischen Lebensmittelamts ge⸗ ℳ ℳ ℳ raubten Waren beläuft sich auf weit über 700 000 ℳ.
[15 Die Bevölkerung wird durch diesen Raub empfindlich betroffen, 2 da diese Lebensmittelmengen zu einer erheblichen Verbesserung der Lebensmittelversorgung der Stadt bestimmt waren. Auch 11,29 3,55 die Schuppen des amerikanischen roten Kreuzes, in 8,39 32 7,52 24. 3,85 denen Lebensmittel für die Gefangenen lagerten, wurden ausgeplündert. Infolge dieser Ausschreitungen hat der Exekutivausschuß den Belagerungszustand Üüber Magdeburg verhaäͤngt, ehe von der Reichsregierung die entsprechende Weisung kam. Der überwiegende Teil der Garnison hat sich bei den Zwischenfällen als regierungstreu erwiesen. — Der stellvertretende Polizei⸗ präs id ent Vater, einer der Führer der Unabhängigen, ist unter dem dringenden Verdacht, an den gegenrevolutionären Vorgängen be⸗ teiligt zu sein, seiner Funktion enthoben worden.
Eine Versammlung der auf dem Boden der S. P. D. stebenden Betriebsvertrauensmänner, Arbeiterräte und Funktionäre, die gestern in Berlin tagte, nahm dem „Vorwärts“ zufolge Stellung zu der Absicht der Unabhängigen, wieder einen politischen General⸗ ausstand ins erk zu setzen. Es wurde einstimmig eine Entschließung gefaßt in der es heißt: „Die Konferenz fordert die Arbeiterschaft auf, das Volksinteresse über das Interesse einzelner Parteien und machtlüsterner Führer zu stellen und den Streik nicht nur abzulehnen, sondern ihn mit aller Schärfezu bekämpfen.“
Der Allgemeine Verband der Deutschen Bank⸗
NEWW18 vsan h
d. Erzberabau in Mansfeld (Kupferschiefer). immm “*“ in Siegen ..
Gesamtzahl der Arbeiter 13 198 2 640 10 327 7 149
14 362 308318 2 683 295 297 10 12⁄ 1 7 980 301 309
31 136 416
5 921 001 29 750 867 13 782 498
28 952 668 4 760 213 23 993 207 13 142 550
2359 2016
—
829280 2⸗2 SaeSSS ½ — +
8 8
ergbaues 8 . .2,2 III V.⸗J. 8 1918
—₰
3
a. Steinkohlenbergbau in Hber in M66 im Oberbergamtsbezirk Dortmund:
7,40 621
71 035 484 8 8
14 546 140 7,24 II. Durchschnittslöhne der einzelnen Arbeiterklassen auf 1 Schicht.
1114“X“ 240 77 A245 317 7 84 215 348 830 210 508 674 10,43 888 ———— 55 922 751 10,09 Unterirdisch und in Sonstige unter⸗
b. Südliche Reviere2²e) . .. 66 462 65 151 67 647 79 59 261 937 114““ b11ö11“*“*“ 871 v1XX“ Tagebauen be⸗ irdisch und in Tage⸗ Hamm) . . ö. 317 369 316 117 324 149 78 84 284 260 087 275 281 856 10,33 8 18“ efstsete Berugtkeiter bauen beschäftigte 756 m engeren Sinne Arbeiter
bei Saarbrücken (Staatswerke) . . . . . . 43 448 42 395 41 329 77 81 34 095 577 32048 340 8 bei Aachen . . 11 464 10 800 9 998 77 85 8 935 225 8 698 938 9 wee E1
am linken Niederrhein . . . . . .. 12 835 12 152 11 965 76 83 11 675 942 10 568 981 8 870
b. Braunkohlenbergbau im Oberbergamtsbezirk Halle.. linksrheinis -h
92 320 938 15 985 988
113 220 76 84 23 011 79 81
114 398 24 902
115 743 24 924
239 984
ÜÜÜÜ’gIe
Ueber Tage be⸗ schäftigte Arbeiter ausschl. der jugend⸗
lichen und weiblichen
reiner Lohn
Ju 8g männ⸗ iche Arbeiter unter 16 Jahren
reiner Lohn
Weibliche Arbeiter
reiner Lohn
hl
esamtza
Jahr Jahr 1918 1917
Jahr Jahr 1918 1917
Jahr Jahr 1918 1917
Jahr Jahr 1918 1917
von der
von der Gesamtzahl der Arbeiter
von der Gesamtzahl der Arbeiter
0 Gesamtzahl
20 407 497 562
23 183 360 8 266 298 799
9 430 212
34 762 78 81 10 080 76 81
35 315 36 298
10 787 1
der Arbeiter
Gesamtzahl der Arbeiter
der Arbeiter
14 * * * * 2 * 2 *
8 G —
c. Salzbergbau im Oberberaamtebezirk Halle.. im Oberbergamtsbezirk Clausthal
in Mansfeld (Kusf F.n 14 362 82 i Mansfe erschiefer)
in HMMa u 2 683 76 in Siegen. .. 8 10 255 10 770 1 80 in Nassau und Wetzlar. 7 130 7 980 79 sonstiger rechtsrheinischer 4 493 4 527 78 linksrheinischer.. . . 2 940
ℳ ⸗ 118“
△
ℳ
— —
ℳ ℳ 9.
4 033 070 716
4 279 965 3 866 505 b 737
4 014 142
5 306 80 5 324 81
CG — 2 90 ☛ —
—
8s. 625 a. Steinkohlenbergbau 8 058 912 545) in Oberschlesien. . . 1 387 188 ) 8 754 in Niederschlesien ... 18 619 immIENv“ Dort⸗ 2 8 mmund: 2 801 634 a. Nördliche Renthes9 1 552 186 b. Südliche Reviere² Summe O.⸗B.⸗A. Dortmund (a, b und Revier Hamm) bei Saarbrücken (Staats⸗ — C113“] bei4* am linken Niederrhein..
b. Braunkohlen⸗ bergbau
im Oberberg⸗ unterirdisch 8,52 amtsbezir in Tagebauen 8,00
Halle 8 G Summe.. 8,14 linksrheinischer... 2,3 10,62
c. Salzbergbau
7 894 431 1 945 998²) 6 900 279 3 179 577 2 658 411 1 326 715
13,24
4 273 12,72
2 654
13,10
11,24 11,89 13,62
3 und ²) siehe Anmerkung ³) und ⁹) der unteren Nachweisung. ¹) Hinzu tritt der Wert der wirtschaftlichen Beihilfen, insbesondere Brotkornzulage: im IV. V.⸗J. 1918 = 0,33 ℳ ͤ% 88 „Jahresmittel 1917 = 0,24 „
Durchschnittslöhne der einzelnen Arbeiterklassen auf 1 Schicht.
1u“] 1““ “
Ueber Tage beschäftigte Arbeiter ausschl. der jugendlichen und weiblichen
reiner Lohn Gesamt⸗
Jugendliche männliche Arbeiter unter 16 Jahren
Unterirdisch und in Tagebauen beschäftigte Bergarbeiter im engeren Sinne
Sonstige unterirdisch und in
Tagebauen beschäftigte Arbeiter Weibliche Arbeiter
inne ¹)
von der reiner Lohn Gesamt⸗
Jahres⸗ saht der IV. V⸗J] mitel im Oberbergamtsbezirk Halle 8,99 7,83
reiner Lohn veüns Fon ceader 1v. B.Z. Jabret- zahl der 1V. B. I. Pahiek“ zabl der 1v. Z.S. Jahfet
IV. V.⸗I Jahres⸗
beiter 1918 Arbeiter 1918 nener i918 miäiteci Khrener wihise wüiee üeeehe iols rbeite 7 3 e 8 . 8 1 e — 1 e;
8 8 9 4 1917 95 8 pees 99˙) 1917 ““ eamten teilt dem „W. T. B.“ mit, daß die gestrige Ver⸗
-H;: vH ²) 8 5 öaa. ammlung der ILNTb; Groß Berlins eine 1. 2, 1 4. 6. 7. 8 3. 14. d. Erzbergbau Entschließung angenommen hat, in der die Kollegenschaft in Pernsfen (Kupferschiefer) 9,04 7,66 8,21 im Reiche aufgefordert wird, die Arbeit am 10. April Ftfinkuhlenbershau . im Oberharz . 10,09) 7,88 ) 8,97⁰) niederzulegen, wenn nicht bis dahin vor dem Reichsarbeitsamt in Oberschleisen... . 8.11 15,18 2,35 in A““ 11,21 8,65 8,30 2, seitens des Verbandes Berliner Bankleitungen die Verhandlungen in Niederschlessien .. . . . 8 9,50 2,51 8 in Nassau und Wetzlar. 6,89 5,77 6,16 22, auf Grund des vom Allgemeinen Verband und dem Deutschen Bank⸗ im Oberbergamtsbezirk Dortmund: sonstiger rechtsrheinischer 9,31 7,30 6,87 beamtenverein vorzulegenden Einheitstarifs aufgenommen werden. a. Nördliche Reviereꝛ) . . . 6 — 8 ⁴) 14,69 b. Südliche Reviereo) . 6 — 8 ⁵) 14,09
von der
reeiner Lohn Gesamt⸗ Jahres⸗
von der von der von der
f£ S
unterirdisch und in Tagebauen beschäftigten
Dauer einer Schicht der Bergarbeiter im engeren
—2
—
d0 02 g ̃— & l —2 O 00o 600 —
— OC SS o; coOcSoSSoo
F
2,91 linksrheinischer... 0 6 299 scher 7,40 5,62
6,05 Die Angestellten der Berliner Großbanken feien 6 bereits in den Ausstand eingetreten.
Zum Ausstand der Angestellten in der Berliner Metallind ustrie (pgl. Nr. 80 d. Bl.) teilen hiesige Blätter mit, daß nach fünftägigen Verhandlungen vor dem Schlichtungs⸗ 1 auzschuß gestern ein Schieds 8 ruch gefällt worden ist. Dieser schlägt in eingehender Weise eine Regelung der Gehalts⸗ und Lohnfragen vor. Die zur Annahme empfohlenen Sätze halten sich auf einer Höhe zwischen 155 bis 40 vH über dem letzten Friedenseinkommen, bleiben jedoch hinter den von den An gestellten geforderten Sätzen zurück. Den größten Schwierigkeiten begegnete das Verlangen der Angestellten nach dem Mit⸗ bestimmungsrecht. Die Verhandlungen über einen Tarif⸗ vertrag sollen alsbald fortgesetzt und möglichst bis 30. Juni be⸗ endet werden. Beide Parteien verpflichten sich, von Maßregelungen wegen des Ausstands abzusehen. Bis Freitag, den 11. d. M., haben sich beide Parteien über Annahme oder Ablehnung des Schiedsspruchs zu entscheiden.
In Danzig beschloß, „W. T. B.“ zufolge, die aus 2000 Arbeitern bestehende Arbeiterschaft ber Eisenbahn⸗ hauptwerkstätte in den Ausstand zu treten, da die orderung auf Gewährung einer Teuerungszulage von 300 ℳ und usbau des Erholungsurlaubs mit der Begründung abgelehnt worden war, daß die Teurungszulage nicht nur den Danziger Arbeitern gewährt werden könne und es unmöglich sei, sie den ge⸗ samten deutschen Eisenbahnern zu geben. Gestern abend wurde der gesamte Vorort⸗ und Fernverkehr von Danzig aus eingestellt.
Seit Montagnachmittag sind, wie „W. T. B.“ erfährt, die Belegschaften des Lugau⸗Oelsnitzer Kohlen⸗ reviers ausständig. Die Ausständigen haben zehn Forde⸗ rungen aufgestellt und verlangen unter anderem die Ein⸗ führung der siebenstündigen Schichtzeit, völlige Auszahlung der
) Hentgaht igt nfbeiter agl. ebelte 2 von. 1. ,d m, OsRealmghaufen, West Rerlinghaufen, rdliche Reviere: ortmun „ Dortmun „Recklinghausen, est⸗Recklinghausen, Gelsenkirchen, Wattenscheid, Essen II, Essen III, Oberhausen, Duisburg. — ghaus I Frrliche Reviere: Dortmund I, Witten, Hattingen, Süd⸗Bochum, Essen I, Werden. —29 Siehe Anmerkung ²) bei I.
im Oberbergamtsbezirk ] üunterirdis 9,1 10,04 Bei der Würdigung der vo rstehenden Lohnzahlen darf, worauf ausdrücklich hingewiesen werden muß, nicht übersehen werden, da
Hale 9 est 8 - 9. “ 106 9,44 die Zusammensetzung der Gesamkbelegschast unter dem Einfluß des Krieges eine nicht nnedbebliche Verschiebung gegen die Uef vor eens
CSumme 10,2 9,60 8 . 2 beginn erfahren hat. Die tüchtigsten und bestgelohnten Arbeiter der 1. Lohnklasse (unterirdisch beschäftigte 88 e Ber sind zum
nheebrischer “ 8 1299 — — 6 seoßen Teil zum Heeresdienst eingezogen gewesen. Dadurch ist das Prozetverhältnis ihrer Zahl zur Gesamtbelegschaft schon merkbar gegen
1: 141“ rüher verändert. Feener sind an ihre Stelle junge Schlepper und Wagenstößer getreten. Die Verwendung jugendlicher und weiblicher
c. Salzbergbau Arbeiter hat erheblich zugenommen. Ungelernte Arbeiter sind in großer Zahl eingestellt worden. Infos e der geringeren Leistungsfähigkeit im Oberbergamtsbezirk Halle. 17 der Belegschaft stellt sich der Durchschnitt der Löhne niedriger, als er sich für Arbeiter mit normaler eistun sfähigkeit ergeben würde.
im Oberbergamtsbezirk Clausthal 8 Die auf den Bergwerken beschäftigten Gefangenen und die von ihnen erzielten Löhne sind bei der Aufstellung der Statistik
LE“ außer Betracht geblieben. v“
in Mansfeld (Kupferschiefer). 10,26 7,66 8 8 — 8 —
1a. .ereüer. e. 1711“h* S889
Ie“”“ ,62 65 2 “ 1 Zur Arbeiterbewegung. b
in G. au 88 Fahgr ( 9 15 8 3 Die Zahl der Ausständigen im Kuhrasbiet ist,
2 ben 5 rheinischer 8 776 8 wie „W. T. B.“ meldet, gestern im Vergleich zu vorgestern um ein
inksrheinischer .. . „ . 7, 8 geringes zurückgegangen. Die Gesamtzahl der Ausständigen hat in der
gestrigen Freüchschächt 155 601 gegen 156 645 vorgestern betragen. Die
Gesamtzahl der Ausständigen hat sich am Montag in der Morgen⸗,
Gesamtzahl der Arbeiter vergl. Spalte 2 von I. 8 8 1 8 Mittag⸗ und Nachtschicht auf 288 692 gegen 267 301 am vorherigen H: bis 8 Stunden; 18,5 599 bis 10 Stunden; 2,4 8 † bis 11 Stunden; 0,0 vH: bis 12 Stunden. 1 Tage belaufen. Wie ferner dem „W. T. B.“ von authentischer : bis 6 Stunden; 1,5 vH: bis 7 Stunden; 97,7 8. is 8 Stunden. 1 Seite mitgeteilt wird, 8 die aus dem Ruhrrevier während der
Summe O.⸗B.⸗A. Dortmund
(a, b und Revier Hamm).. 6 — 8 ⁶)
bei Saarbrücken (Staatswerke) .. . 6 — 8 ⁷) 1114“ 8 am linken Niederrhin 8
b. Braunkohlenbergbau
14,52 12,21 12,75 15,52
—
bo Stobo sro SSG&R E
—₰+
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daß weder Laternen brennen, noch Gas für Kochzwecke Verwendung finden kann. Die Aerzte und Krankenhäuser erklären, Operationen— nicht mehr vornehmen zu können, da sie keine Möglichkeit haben, 9 die Instrumente zu sterilisieren. Bei der 8* a Krupp haben* sich die Arbeitswilligen gestern früh in sehr großer Zahl eingefunden, sie wurden aber durch Spartakisten, die an den ängen des Werks Aufstellung genommen hatten, an der
ufnahme der Arbeit gehindert. Der Straßenbahn⸗ verkehr ruht in seiner ganzen Ausdehnung. Auch die Straßenbahnen in Gelsenkirchen und Mülheim saben den Betrieb eingestellt. Gestern vormittag sind Regierungstruppenin Esseneingerückt,
Ausschließlich der Ein⸗ und Ausfahrt, aber einschließlich der Paufen.
: bis 6 Stunden; 1,5 vH: bis 7 Stunden; 98,4 vH: bis 8 Stunderen. letzten Tage gemeldeten Ausstandsziffern insgesamt und im einzelnen⸗ : bis 6 Stunden; 1,4 vH: bis 7 Stunden; 97,1 vH: bis 8 Stunden. um ein erhebliches über den wirklichen Bestand der Ausständigen bis 6 Stunden; 0,1 vH: bis 7 Stunden; 99,8 vH: bis 8 Stunden. 8 hinausgegangen. Alle nicht amtlichen Nachrichten über die Zahl der im bei deren Einzug, es infolge des Versuches, einen Bagagewagen zu iche Reviere: Dortmund II, Dortmund III, Seeclinahansen, West.Reckling Hern en, Wa Ruhrrevier Ausständigen sind mit größter Fersch entgegenzunehmen. plündern, zu seinem Zusammenstoß zwischen Militär Reviere: Dortmund I, Witten, Hattingen, Süd⸗Bochum, Essen I, Werden. Das äußere Bild des Ausstands ist unverändert. Nachts ist die Stadt und Zivilisten kam, wobei durch Handgranaten zwei Entschuldungssumme, Beseitigung der bestehenden Regierung, erkung ²³) bei I. Essen böllig in Dunkelheit gehüllt. Der Gasdruck ist derartig gering,!/ Zivilisten getoͤtet und mehrere verwundet wurden.] sozialistische Führung der Bergwerke durch Einsetzung der Be⸗
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