1919 / 114 p. 4 (Deutscher Reichsanzeiger, Tue, 20 May 1919 18:00:01 GMT) scan diff

Die deutsch⸗demokratische, die deutsch⸗nationale und die eulsche Volkspartei gaben Erklärungen ab, in denen die be⸗ stimmie Erwartung zum Ausdruck kam, daß die Regierung zegenüber den unverschämten Forderungen der Entente fest leiben und daß sie nicht dulden werde, daß Ostpreußen ab⸗ ewürgt und zur Insel im polnischen Meer gemacht werde. Auch Ostpreußen müsse ganz erhalten werden, unter allen Umständen müsse auch die deutsche Ehre gewahrt werden. Das Ansinnen, die deutschen Heerführer vor ein aus ländisches Krieags⸗ erscht zu stellen, bedeute eine infame Schmach. Aus allen Erklärungen ging der einmülige Wille hervor, in der Not des Vaterlandes fest zusammenzustehen. Zum Schluß erklärte der Oberpräsident von Batockt unter lebhaftem Beifall:

„Wir Ostpreußen sind die letzten, die unsere Ehre und die Ehre Deutschlunds preisgeben wollen. Auch die Auslieferung unseres früheren Kaisers und Königs wäre gegen die EChre unseres Vater⸗ landes. Wir Ostpreußen wollen das Schicksal unseres Vaterlandes teilen. Wir fühlen uns auf Gedeih und Verderb mit ihm ver⸗ bunden und sind entschlossen, bis zum Aeußersten Widerstand zu leisten. Mit dem festen entschlossenen Willen werden wir Ost⸗ preußen den Kampf für unscre Zukunft zu führen wissen. Das Vaterland kann fest auf uns rechnen.“

Einstimmig gelangte dann eine Entschließung zur An nahme, in der es heißt:

„Wir Ostpreußen vertrauen, daß die Regierung an ihrer felerlich abgegebenen Erklärung unbedingt festhält, einen Frieden, der solches Verderben bringt, unter keinen Umständen zu unterschreiben. Wir sind entschlossen, lieber das letzte zu opfern, als unter der Um⸗ klammerung des polnischen Imperialismus unsere Freiheit, unsere Lebensmöglichkeit und schließlich unser Deutschtum zu verlieren.“

Nach einem Hoch auf das gesamte Deutschland, ging die Versammlung unter Absingen des Liedes „Deutschland, Deutsch⸗ land über alles“ auseinander.

Zu einer machtvollen Kundgebung deutscher Arbeit und Wirtschaft gestaltete sich die gestern Nachmittag in der Philharmonie in Berlin auf Anregung des Deutschen Wirt⸗ schaftskongresses von mehr als 40 Verbänden einberufene Ver⸗ sammlung. Sämtliche Schichten des erwerbstätigen Deutsch⸗ lands aus Arbeitgeber⸗ und Arbeitnehmerkreisen waren durch die Einberufer vertreten, zu denen, wie „Wolffs Telegraphen⸗ büro“ berichtet, neben vielen anderen der Bund der Land⸗ wirte, der Deutsche Bauernbund, Hansabund, Zentralaus⸗ schuß kaufmännischer, gewerblicher und industrieller Ver⸗ cine, Hauptgemeinschaft des deutschen Einzelhandels, Reichs⸗ ausschuß der deutschen Reederei, Reichsdeutscher Mittel⸗ flandsverband, Verband deutscher kaufmännischer Genossen⸗ schaften, Gesamtverband christlicher Gewerkschaften Deutsch⸗ lands, Reichsverband der deutschen Presse, Verband deutscher Elsenbahn⸗gandwerker und „Arbeiter, Gesellschaft für so⸗ ziale Reform, Reichsausschuß der Konsumenten⸗Interessen gehörten. Nach Ansprachen des Generaldirektors Brückmann, des Vorsitzenden des Deutschen Wirtschaftskongresses und der Vertleter der einberufenden Organisationen, die jeder für sein wirtschaftliches Teilgebiet die Unerfüllbarkeit der Friedens⸗ bedingungen und die Notwendigkeit des Zusammenbruchs der deutschen Wirtschaft bei ihrer Annahme und Durchführung nachwiesen, wurde einstimmig folgende Ents chließung ange⸗ nommen:

Die auf Anregung des Deutschen Wirtschaftskongresses von den unterzeichneten Verbänden als Vertreter der Inkeressen von mehr als 10 Millionen Erwerbstätiger ver⸗ anstältete Kundgebung erhebt einmütig Einspruch gegen die Vernichtung deutscher Arbeit und Wirtyschaft durch die Deutschland zugemuteten Friedens⸗ bedindungen. Ein solcher Friede bedeutet Arbeitslosigkeit, Elend und Hunger für ein Volk von 60 Millionen. Die Ver⸗ treter deutscher Arbeit und Wirtschaft rufen alle schaffenden Kräfte der Welt auf, sie im Kampf um das Recht des deutschen Volkes auf freie Arbeit und Lebensmöglichkeit zu unterstützen.

In der Sitzung des Hauptvorstands der Deutschen demokratischen Partei, der vorgestern in Berlin zu einer Tagung versammelt war, wurde folgende Entschließung einstimmig angenommen:

Der Hauptvorstand der Deutschen demokratischen Partei erllärt einmütig seine Uevereinstimmung mit dem Unannehmbar, das die Fraktion in der Nationalversammlung und di Regierung gegenüber dem Friedengentwurf unserer Feinde ausgesprochen haben. Dieser Entwurf ist ein Bruch der Zusagen vom 5. No⸗ vember 1918, er ist unvereinbar mit den 14 Punkten Wilsons, er ist in seinen Einzelforderungen unerträglich und unerfüllbar. Der Hauptvorstand billigt, daß die deutsche Friedensdelegation durch Gegenvorschläge auf Grund des Wilson⸗Programms bemüht ist, einen annehmbaren Frieden zu erzielen. Das deutsche Volk fordert der Hauptvorstand auf, einmütig und geschlossen auszuharren in dieser schwersten Not des Vaterlandes im Vertrauen auf den Sieg

Eine Mitgliederversammlung des Hilfsbundes für die Elsaß⸗Lothringer im Reich nahm nach einem Referat des Stadtrats Gilg aus Colmar über die Friedens⸗ bedingungen laut Meldung des „Wolfsschen Telegraphenbüros“ einmütig folgenden Einspruch an:

Eine von mehreren hundert Mitgliedern besuchte Versammlung des Hilfsbundes für die Elsaß⸗Lothringer im Reich im Saale des Künstlerhaufes in Berlin erhebt einmütig Einspruch gegen die von den Gegnern Deutschlands vorgelegten Friedensbedin gungen bezüglich Elsaß⸗Lothringens. Wenn, wie in der Ein⸗ leitung zu den Bedingungen über Elsaß⸗Lothringen gesagt wird, im Jahre 1871 ein Unrecht geschehen ist, so geschah es an den Bewohnern Elsaß⸗Lothringens, die ohne ihre Befragung und trotz des Einspruchs ihrer Vertreter von Frankreich losgerissen und dem Deutschen Reiche angegliedert wurden. Dieses Unrecht kann nicht wieder gut gemacht werden durch ein weit größeres Unrecht, welches darin bestehen würde,

1) daß dem elsaß⸗lothringischen Volke auch jetzt das allen anderen Völkern zugestandene Recht der Selbstbestimmung über seine staatliche Zugehörigkeit und Regierungsform vorenthalten werden soll,

2) daß das deutsch⸗elsaß⸗lothringische Volk vom stammverwandten deutschen Volke losgetrennt und dem wesensfremden französischen Volke durch Gewalt von außen angegliedert werden soll,

3) daß hunderitausende durch langjährigen Aufenthalt und völliges Einleben in Elsaß⸗Lothringen heimisch gewordene Deutsche und selbst die im Lande geborenen Elsaß⸗Lothringer altdeutscher Abstammung aus ihrer Heimat vertrieben werden sollen, 2 6 4) daß selbst Elsaß⸗Lothringer, deren einer Elternteil altein⸗

heimischer Abstammung ist, einzig bei charakterloser Unterwerfung unter die Fremdherrschaft von Frankreich die Erlaubnis zum weiteren Verbleib in ihrer Heimat erhalten sollen,

5) daß die französische Regierung sich das Recht vorbehält, alle Güter, Rechte und Interessen der deutschen Staatsangehörigen zurück⸗ zuhalten und zu liquidieren,

6) daß die Elsaß⸗Lothringer alteinheimischer Abstammung auch gegen ihren Willen ohne weiteres in die französische Staatsangebörig⸗

1

keit wieder aufgenommen werden sollen und ihnen jedes Recht der Option für Deutschland versagt werden soll, 1

2) daß diese staatliche Zugehörigkeit der Alt Elsaß⸗Lothringer zu Frankreich rückwirkend schon vom Tage des Waffenstillstands an (11. November 1918) gelten soll, und

8) daß Deutschland in keinem Moment und an keinem Orte diejenigen als deutsche Staats⸗ angehörige beanspruchen darf, die unter irgend einem Titel als französische Staatsangehörige erklärt worden sind.

Gegen diese in der neuen Geschichte nie dagewesene Ver⸗ gewaltigung eines kleinen Volkes erheben wir im Namen aller Ver⸗ triebenen wie auch im Namen der vielen Hunderttausende unseres Volkes, welche in der Heimat zum Schweigen verurteilt sind, ent⸗ schiedensten Einspruch. Wir fordern vom deutschen Volke, von der deutschen Nationalversammlung und von der deutschen Regierung, daß sie jeden Frieden für unannehmbar erklären, der diese gewalt⸗ lätigen Bestimmungen für das dl eletheüigifgig Volk enthält. Wir fordern von den neutralen und kriegführenden Völkern, wir fordern von der ganzen Welt, daß dem elsaß⸗lothringischen Volke das ihm unveräußerlich zustehende Recht der freien Selbstbestimmung unver⸗ kürzt zugebilligt werde. Wir werden einen Frieden, der urs dieses erste Grundrecht aller Völker vorenthält, niemals anerkennen, weder wir, noch unsere Kinder.

Der Bromberger Ausschuß für den Rechts⸗ frieden, der aus Vertretern aller Parteien gebildet ist, hatte vorgestern eine Volksversammlung zum Einspruch gegen den Erdrosselungsfrieden und gegen die Ab⸗ trennung des Netzedistrikts einberufen. Da nicht alle Erschienenen Platz fanden, wurde nach Schluß der ersten Ver⸗ sammlung eine weitere abgehalten, die ebenfalls überfüllt war; gleichzeitig tagte eine Parallelversammlung. Nachstehende Kundgebung, von allen Versammelten einstimmig be⸗ schlossen, wurde an die Reichsregierung gesandt:

Die in drei Versammlungen zu Tausenden vereinte Bevölkerung des von deutschem Fleiße erbauten und durch deutsche Arbeit wieder⸗ erstandenen Bromberg erhebt vor dem Gewissen der Welt nach⸗ drücklichst Einspruch dogegen, daß der von Versailles angekündigte Erdrosselungsfriede unsere Stadt und den Netzedistrikt unter Miß⸗ achtung des Selbstbestimmungsrechts und des Nationalitäts⸗ grundsatzss dem polnischen Staat ausliefern will. Dieser Gewaltschritt ist um so unmöglicher, als Stadt und Land kerndeutsch fühlen und nicht wieder, wie ebedem, wirtschaftlicher und kultureller Verelendung unter der Polenherrschaft ausgeliefert werden wollen Unser Selbstbestimmungerecht, unsere Vernünft weisen uns nach Deutschland. Wir Bromberger erwarten von der Regierung bestimmt, daß sie im Friedene vertrag unser unveräußerliches, heiliges Recht auf die Zugehörigkeit zum Deutschen Reich nicht preisgibt. Einen Friedensvorschlag, der diesen Rechtsgrundsatz nicht enthält, lehne die Regierung ab. Wir stehen treu zu ihr, gewärtig ihres Ruses, aber auch gewillt, alle Folgerungen aus einer Ablehnung der unmöglichen, entehrenden, rechtlosen Friedensbedingungen auf uns zu nehmen. Bromberg und der Netzedistrikt sind deutsch und wollen deutsch bleiben.

Am Sonntag fanden trotz des ungünstigen und regnerischen Wetters in ganz Oberschlesien nochmals gewaltige Einspruchskundgebangen gegen den Gewaltfrieden statt, so in den Industriemittelpunkten Kattowitz, Hinden⸗ burg usw. Die Bedeutung dieses Demonstrationssonntags lag aber darin, daß es wohl kein noch so ent⸗ legenes Oertchen im Regierungsbezuk Orpeln gab, wo die Einwohnerschaft sich nicht zum Demostrationszuge sommelle. Nach den bei dem Staatskommissariat für Oberschlesien eingelaufenen Berichten kann man annehmen, daß von den in Frage kommenden 1 200 000 Einwohnern gut eine Million ihren Willen bekundet hat, auf alle Fälle bei Deutschland zu bleiben. Mit Berichten über diese ö und Protestumzüge laufen fortgesetzt beim Staatskommissariat aus allen Bevölkerungskreisen stürmisch gehaltene Telegramme ein, deren Ton die steigende Erregung der Massen widerspiegelt. Immer wieder muß hervorgehoben werden, daß gerade aus den Kreisen der polnisch sprechenden Arbeiterschaft am lautesten der Ruf ertönt, nicht vom deutschen Reiche losge⸗ trennt zu werden. So kommen aus den sogenannten stock⸗ polnischen Kreisen Kreuzburg und Rosenberg die eindring⸗ lichsten L Die mährisch sprechenden Ober⸗ schlesier erklären in mehreren Telegrammen aus den ver⸗ schledensten Orten: „Wir fühlen vollkommen deutsch und wollen mit unserer Heimat lieber Not und Tod cushalten, als gegen unseren Willen verschachert werden.“ Aus der Fülle der Depeschen der wirtschaftlichen Korporalionen des Re⸗ gierungsbezirkes Oppeln sei nur diejenige der Handwerks⸗ kammer Oppeln genannt. Es heißt in ihr:

„Das oberschlesische Handwerk ist deutsch wie alle Kultur Ober⸗ schlesiens, deutsch ist sein Denken und Fühlen, deutsch sein Können, deutsch seine Organisationen und deutsch seine Sitten, fast aus⸗ schließlich deutsch auch seine Sprache. Es gibt keine oberschlesischen Handwerker, welche die deutsche Sprache nicht beherrschen. Das Handwerk Oberschlesiens setzt sich gegen jede Fremdherrschaft zur Wehr. Es will deutsch bleiben.“,

Zahlreiche Kundgebungen gegen die Vergewaltigungs⸗ absichten unserer Feinde liegen aus anderen Städten schaften vor. 1

Sachsen. 5

In der gestrigen Sitzung der Volks kam mer, anf deren Tagesordnung als einziger Punkt die Entgegennahme einer Regierungserklärung über die Friedensbedingungen stand, führte der Ministerpräsident Dr. Gradnauer laut Bericht des „Wolffschen Telegraphenbüron“ u. g. aus:

Die Bedingungen, die in Versailles unserer Delegation vorgelegt worden sind, vern een die Hoffnung auf Völkerversöhnung im Keime. Nichts anderes als Gewalt und Bedrückung fpricht aus diesem Friedensvertrage. Wir wissen, daß wir nicht die Macht besitzen, um der Vergewaltigung, die man uns antut, aussichtsreichen Widerstand entgegensetzen zu können. Wir sind uns aber auch vollbewußt der Zusage, die wir bei Abschluß des Waffenstillstands ge⸗ geben haben, und werden sie erfüllen. Der Vertrag aber, den mnan uns vorlegt, geht über das hinaus, was das Programm der 14 Punkte Wilssorg enthält. Mit tiefem Schmerz erfüllt es uns, daß den Deutschen Oesterreichs verbolen werden soll, den von ihnen ersehnten Anschluß an das Deutsche Reich zu vollziehen. Auch hier wird das Selbstbestimmungsrecht schnöde beiseite geschoben. Die militärischen Friedensbedingungen bedeuten nichts anderes als die völlige Wehrlosmachung Deutschlands. Wenn die Abrüstung durchgeführt werden soll, dann muß diese auf Gegenseitigkeit be⸗ ruhen. Durch alle deutschen Gaue geht ein lauter und einmütiger Einspruch gegen diese, ungeheuerlichen Friedensbedingungen. Der Präsident des Reichsministeriums Scheidemann hat über den por⸗ liegenden Vertrag die inhaltschweren Worte gesprochen: Unerträglich, unerfüllbar und unannehmbar! Zu diesen Worten steht die uͤber⸗ wältigende Mehrheit des deutschen Volkes. Auch die sächsische Kammer wird dem Reichspräsidenten Ebert zustimmen, der gestern das Wort gesprochen hat: „Wir lehnen diese Bedingungen ab, mag

nen, was da wolle“. Es muß das Aeußerste aufe G gründliche Umarbeitung der unerfüllbaren Cecbehn vn dingungen zu erzielen. Das Volk der Goethe, Schiller üen E Fichte, das Volk, das in Wissenschaft und Kultur Grosenot hat, das Volk, das jetzt in freiheitlicher Einrichtung und in Kle nach größerer Gerechtigkeit in der Welt vorangeht, dieses v An und wird nicht untergehen. (Lebhafter Beifall.) olk

Nach einer eingehenden Aussprache, in der die Emnz⸗ der Redner aller Parteien über die vorliegenden Mrhüa bedingungen in mehr oder weniger scharfen Worten Fäneh druck kam, nahm die sächsische Volkskammer gegen die enn der Unabhängigen eine Entschließung an, in der u schärfste gegen die Friedensbedingungen von Versallle spruch erhoben wird. „Diese Bedingungen stehen“, so hes zum Schluß, „in schreiendem Widerspruch zu der von Wg verkündeten und später von allen Kriegsgegnern angenomma Potschaft und den uns gegebenen Zusicherungen; senn

unannehmbar!“

Ungarn.

Wie „Vörös Ujsag“ meldet, gelang es in Rakos⸗P. eine Gesellschaft von Gegenrevolutianären dingfei machen, die durch einen bewaffneten Aufstand die Regie stürzen wollten. Es wurden große Mengen Waffen; Munition gefunden. Die Verhafteten gestanden, daß mit dem ehemaligen Leiter der Budapester Polize Verbindung standen, welcher in Budapest eine ähnliche wegung organisierte. Er wurde daraufhin ebenfalz haftet. Man vermutet, daß die Verhafteten auch den Arader und Wiener Gegenrevolutionären in Verbz standen.

Großbritannien und Irland.

Im Unterhaus gab das Mitglied des Kriegskate Bonar Law bekannt, daß die alliierten Regierungen schlossen hätten, gegenwärtig nicht die gesamten! dingungen des Friedensvertragsentwurfs zurn öffentlichen. Auch erachteten sie Erörterungen in den Pe

menten im Augenblick für nachteilig. Der Minister wiederhgt

darauf die Erklärung, daß die Natifizierung des Vertrages erfolgen werde, nachdem die Parlamente ihre Zustimmung geben hätten. 1

Der Vertreter des Schiffahrtskontrolleurs Wilson mit, daß in den sechs Monaten vom November 1918 April 1919 551 620 Bruttoregistertonnen an Handelssch jeder Größe cuf englischen Werften hergestellt worden e gegen 703 125 Bruttoregistertonnen im entsprechenden; raum 1917/1915.

Der Londoner Friedensausschuß der Quäke Blättermeldungen zufolge eine Entschließung angenom in der gegen die unchristlichen Friedensbedingung die im Widerspruch zu den Waffenstillstandsbedingungen se Einspruch erhoben wird.

Frankreich.

Der Vorsitzende der Friedenskonferenz Clemenceau hielt dem „Intransigeant“ zufolge ein förmliches Gesuch, Vertrag von Soeul vormn 22. August 1910, durch Japan Korea annektiert hatte, für null nichtig zu erklären. Die koreanische Foörderung sich auf Wilsons Gaundsätze. Japan habe als Ali⸗ die vierzehn Punkte angenommen, und unter Umständen könne der Vertrag von 1910 nicht in Kraft ble Das Gesuch ist im Namen und unter Verantwortung der visorischen republikanischen Regierung Koreas, von 18 Nill Einwohnern Koreas und 5000 Koreanern, die vor dem; trag von Brest⸗Litowsk an der Ostfront für die Alle kämpften, gestellt worden.

Der deutsche Reichsminister des Auswärtigen, (. Brockdorff⸗Rantzau, sowie die Mitglieder der Delegt die sich am Sonnabend nach Spaa begeben hatten, i gestern mittag wieder in Versailles ein. Ferner trafen Direktor Wassermann von der Deutschen Bank als S verständiger für Finanzsragen und der Generaldin von Ott als Sachverständiger für Binnenschiffahrtsf. ein. Die Reichsminister Giesberts und Landsberg ne bereits Vormittags aus Deutschland nach Versailles zu gekehrt.

Der Austausch der Beglaubigungsschrei zwischen den österreichischen Delegierten und der ir alliierten Kommission hat gestern stattgesunden.

Eine Delegation der Regierung von 2 beidshan⸗Baku, an deren Spitze sich Ali Mardan Ao findet, ist vor einigen Tagen in Paris eingetroffen, wosft einige Zeit aufhalten wird. Die Delegation wird sich! nach England begeben.

b Rußland.

Lcut Meldung des „Wolffschen Telegraphenbüros” t an der esthnischen Front die angekündigten Angc bewegungen der russischen Freikorps begonnen; Abteilu davon haben Gdow am Peipussee genommen. Irgen ländische Freischärler sind in der Mündung des Lugan gelandet. Im Finnischen Meerbusen hat ein Gefe zwischen drei oder vier englischen und einem großen soneg kleineren bolschewistischen Fahrzeugen stattgefunden. 4 zeitig hat eine russische Batterie Krainasa Gorkia und finnischen Küstenbatterien bei Ino beschossen.

Niederlande. L

Das Niederländische Korrespondenzbüro ersährt aus si

Quelle, daß beim niederländischen Staatsrat ein Gesebzene

eingegangen ist, wonach die Niederlande Frankreich es

Krehit von 25 Millionen Gulden gewähren. Das,

ist für die Finanzierung der für dem Wiederaufbau Frantle bestimmten niederländischen Warenlieferungen bestimmt.

Schweden.

Laut „Sozigldemokraten“ beschloß kie sosicinlg kratische Parteileitung, eine Erklärung auszhisg die gegen die harten Friedensbedingungen falg erheben wirb, die die Ententemächte Deutschland aufelte

wollen.

Aus zuverlässigen nichtschweizerischen Quellen v. 1’ „Schweizerische Depeschen⸗Agentur“, daß die all djer eris assoziierten Regierungen gestern an die schmeng geneh Regierung eine Anfrage gelangen ließen, ah. fegic würe, eine strengere Maßnahme bei der allfälligen L

—5

Landi

der Blockade gegen Deutschland zu ergreifen. darum, ob sich die schwelzerische Regierung würde, hn ö 88 und Ausfuhr 8 Deutschland bieten m usnahme derjenigen, die die 2 Anfrage bezweckt, dr lüterten zuaeftehen scchränkung der schwetzersschen Rationierungssystems zu

vermeiden.

8

Nach einer „Havas“⸗Meldung wurden die

1 gth sir am 6 Mai bei

landeten, mit Gewehrfener aus dem türkischen La f 8

an Toten zählt man dreihundert Türk ses Füg rt Prirgen⸗

Diie griechische Bevölkerung nimmt eirn

ddie Türken haben Massenkundgebunge gilt als außerordentlich

Truppen,

schwierig.

““ Afien. Die „Times“ vom 13. Mai

J1“ 2 411

Kotal

Auch aus Peschawar werden

größere Maßnahme Zufuhr bezw. Einführung des

n veranstaltet.

berichtet amtlich daß die g1f. n Afghanen bei Kayber große Verstärkungen erhielten und bis 235598. ungarischen öö 1995 öö Verbindlichkeiten. Aktienkapital 210 000, Rescrvefonds 42 000, Banknotenumlauf sonstige sofort fällige Verbindlichkeiten 6 533 182 (Zun. brie 1- Kassenscheinumlauf 6 480 347 (Abn. 114 678), sonstige Verbindlichleiten 1 295 409 (Abn. Steuerfreie Banknotenreserbe 1 564 816 Infolge der besond

1 vorgedrungen sind. Sie 9. d. M. mit englisches 1

zurückgedrängt und haben Stellungen in der Nähe be⸗ogen. Unruhen gemeldet. Peschawar ist der Belagerungszustand verhängt worden.

in ein Gefecht, wurden

Es handelt sich dazu verstehen zu ver⸗

1 Kronen. einer Ein⸗

münzen,

griechischen wechsel,

Smyrna reichisczen en und hundert Griechen. e feindselige Haltung an; Die Lage

esonderer (Abn. 789), forderung

20

gerieten am

Ueber Pfandbriefe

98 148),

88

Zur Arbeiterbewegung.

Gruben Reviers ist, wie dem „Berl. Lok.⸗Anz.“ wird, mit der gestrigen Frühschicht beendet worden. um Entfernung des Grenzschutzes und Einführung der 7⸗Stunden⸗ Nach den

Der Ausstand auf den

schicht wurde nicht beowilligt. mißhandlungen auf der „Charlottengrube“ der Angestelltenverbände für den Rybniker

schreitungen beschlossen.

Nach einer von „W. T. B.“ „Matin“ aus Saint Etienne des Loirebeckens den 15. Juni beschlossen, Achtstundentag,

befriedigt sind. Eine von „W. T. B.“ übernommene

daß eine Ausstandsbewegung immer mehr ausdehnt. In

lusstand der Arbeiter in den elektris und den Eisfabriken.

ESettatistik und Volkstwirtschaft.

1 Bezirk organisierte Abwehr⸗ ausstände der Beamten für den Fall der Wiederholung solcher Aus⸗

übermittelten hbaben den Generalausstand für falls bis dahin ihre Forderungen auf den Revidierung der Arbeitsunfallgesetze und Erhöhung der Zahl der delegierten Bergleute bei den Betriebskontrollen nicht

1 am Suezkanal i. Port Said haben Hafenarbeiter die Arbeit niedergelegt.

Angeblich verfolgt die ganze Bewegun nur wirtschaftliche und nicht politische Ziele⸗ 8

des Rybniker aus Gleiwitz gemeldet Die Föͤrderung letzten schweren Beamten⸗ 873 410 000 hat die Arbeitsgemeinschaft

telten Meldung des die Bergarbeiter den

Wien

„Times“⸗Meldung besagt, sich Sa. n alle

Im Suez droht der en Lichtzentralen

bEEEEE

1. Untersuchungssachen.

X Aufgebote, Perluft und Fundsachen, Zustellungen u. dergl. 3. Verkäufe, Verpachtungen, Verdingungen ꝛc.

4. Perlosung ꝛc. von Wertpapieren.

8§. Kommanditgesellschaften auf Aktien u. Aktiengesellschaften.

10) Untersuchungs⸗ *sachen.

[19505) Strafbesehl.

Auf Antrag der Stoatsanwallschaft wird gegen Sie wegen der Beschuldi ung, im Jamuar 1919 in der Bürgermeisterei Freudenburg unbefugt beschlagnahmte Vor⸗ räte von Mehl angekauft zu haben Vergeben gegen §8 1, 2, 3, 80 Abs. 1 und 5 der Reichsgetreitrordrꝛung vom 29. Mai 1918, § 43 Str.⸗G.⸗B. wo⸗ für als Bewetsmittel bezeichnet ist: Zeugnis des Pellzeisergeanten Poelk in Mettlach, eine Geldstrafe von 100 (Eich ndert Mark) und für den“ Fall, daß dieselbe nicht beigetrieben werden kann, eine Gefängnisstrafe von 1 (einem) Tage für j: fünf Mark sowie die Einziehung des beschlagnahmten Mehls festgesetzt. Zugleich werden Ihnen die Kosten des Verfah ens auferlegt. Dieser Strafbesehl wird vollstreckbar, wenn Sie nicht binnen einer Woche nach der Zustellung bei dem unterzeichneten Gericht schriftlich oder zum Protokoll des Gerichte schreiters Einspruch erheben. Die Geldstrafe von 100 und die unten berechneten Kosten von 6 90 , zusammen 106 90 ₰, sind an die biesige Gerichtskasse binner einer Woche nach dem Einttitt der VPollsteeck⸗ barkeit bei Vermeidung der Zr angsvoll⸗ streckung zu zahlen. Bei der Zanlun; ist dieser Strafbefehl vorzulegen oder vu c An⸗ gabe Ihres Namens und der Geschäfts⸗ nummer genau zu bezeichnen.

Saarburg, Bez. Trier, den 26. Fe⸗

bruar 1919. Amtsgericht.

An Herrn Nikolaus Fischer, geb, am 7. II. 1899, Schlosser in Orscholz.

Kosteurechuung: 1) Geldstrafe 100 4, 2) Gebühr für den Straßbefehl und Nuslegenpauschsatz (65 63, 80 b des Gerichtskonengesetzeb) 6 90 ₰, zu⸗ sammen 106 90 ₰.

119506] Steckdrief.

Kiefer, Frleda (sie tritt auch als Frau Fraugen auf), Kontoristin, geb. am 24. 11. 1895 zu Düsseldorf, zuletzt wohn⸗ haft zu Düsseldorf, Sprache: deutsch, wegen umfangreicher Betrügereien. Akten⸗ zeichen: 15 J 7/19 1 U. R 18/19.

Dässeldorf, den 11. Mai 1919.

Untersuchungsrichter 1 beim Landgericht.

[19307] Fahnenfluchtserklärung.

9 der Untersuchungssache gegen den andsturmmann Karl Friedrich Finger

gug dem Landw.⸗Bezirk Arolsen, wegen

4½q½

Außerdem w

Warrants und

Staatsverwaltung 60

Staatsverwaltung auf Grun

ing a. d. K. K. Staatsverwaltun Kassenscheinforderung 2. d. K. 2,358 846 (Abn. 41 742), Forderungen a. d. K. aus fälligen Kassenscheinen a

Zun. 41 742), and

großen Anzahl von B aufgenommen werden.

Paris, 15. Mai.

1 227 980 000 (AUbn. 23 200 000 000 (Abn. 200 000 000] Fr., 3 610 000 000 (Zun. 5 000 000) Fr.

(Abn. 105 283 000)) Fr., Schaßguthaben 107 354 000 (Zun. 105 719 000)

Fr., Privatguthaben 3 308 435 000 (Abn. 129 941 000) Fr.

gangenen Woche verhielt sich die Woche überaus zurückhaltend, da

deutschen Regierung über di

Größere Umsä unter Deckungen 16 Kronen gewannen, weise von Unruhen büßten. Schwache Haltung zeigten türkische Werre. waren wieder Schiffahrtsaktien rückgängig, insbesondere Navigaz ione . Bergwerkswerte und Petroleume ktien Auf dem Anlagemarkt erzielte Oesterreichische

Liberaaktien bis 4800 Kronen. waren gleichfalls matt. Goldrente eine neuerliche

—— y—-ʒõʒ 22 m 27 agea

ffentlicher

Anzeigenprels fitr den Ra

Handel und Gewerbe.

Wien, 19. Mai. (W. T. B.) Ungarischen Bank vom (In 30. April 1919.) Kronenwährung, Gold in B zen, das Kilo fein zu 3278 Kro wechsel auf auswärtige Plätze un kurant⸗ und Teilmünzen 57 139. Kassenscheine der Kriegsdarlehenskasse 456 190 (Zun. 149), - 2 808 205 (Abn. 2), gegen Handpfand 9 223 393 (Abn. 25 197), Schuld der K. K. öster⸗ 000, Darlehensschuld der r d besonderer Vereinbarung 22 034 000, Darlehensschuld der K. ungarischen Staatsverwaltung auf Grund Vereinbarung 10 920 000 (—,—), Eff

7. Mai 1919. Klammern: Veränderung seit dem Anlagen. Metallschatz:

arren,

Effekten

Hypothekardarlehen 274 029 (Abn. 80), ungarischen

362 241

39 461 587 (Zun. 22 812),

im Umlaufe 269 556

—,—)

(W. T. B.)

Fr., Guthaben (Zun. 16 709 000) Fr., 8 130 000) Fr.,

(Abn. 5 450 000) Ft.

Vorschüsse auf

Berichte von auswärtigen Wertpapiermärkten. Wie zum Schluß der ver⸗ Nr. 41 des

19. Mai. (W. T. B.)

in Berlin verlautete, wieder

Besserung um 2 %.

22 I

82 x.*v. 90 A

. Feene.

Ausweis der Oesterreichisch⸗ Alle Summen in Tausend

Goldmünzen der in ausländischen und Handels⸗ nen gerechnet, 262 165, d ausländische Noten 28 764, Silber⸗ zusammen 348 068 (Zun. 414),

Effekten

ig 4 121 501 (Abn. 72 935), Stteaatsverwaltung K. Staatsverwaltung (Zun. 72 934),

Giroguthaben und 8

(Zun. 80 106). eren Verhältnisse konnten die Stände einer ankanstalten nur auf Grund älterer Ausweise

1 Bankausweis. den Kassen 3 570 012 000 (gegen die Vorwoche Zun. 554 000) Fr., Gold im Ausland 1 978 278 000 (unverändert) Fr., Barvorrat in Silber 308 235 000 (Abn. 389 000) Fr., Guthaben beim amerikanischen Staats⸗ schatz 932 400 000 (unveraͤndert) 803 999 000 (Abn. 9 337 000) Fr. Wechsel 911 701 000

im Ausland „,vom Moratorium nicht betroffene gestundete Wechsel

Vorschüsse an Vorschüsse an Verbündete Notenumlauf 34 324 384 000 do. do.

Börse auch bei Beginn der neven in Erwartung des Friedensangebots 17.

der Entente an Deutsch⸗Oesterreich und der Entschließungen der Richt e Friedensbedingungen jede Unternehmungs⸗ lust ruhte und die Tagesspekulation allein den Verkehr bestritt. te fanden lediglich in Alpine Montanaktien statt, die schließlich aber, als gerücht⸗ 10 Kronen Im Schranken

um einer gespaltenen Ginheitszette 50 Pf. rd auf den Anzeigenpreis ein Teuerungszuschlag von 20 v. H. erhoben.

Wien, 19. Mai⸗ der Devisenzentrale.

Stande vom

Wien, 19. Mat.

Gold. Türkische Lose 400,00,

Eskont⸗

o 4 7. 328 Darlehen Salgo Kohlen 828,00,

81,50,

Kassenschein⸗

Kopenhagen 60,80, New York 251,12, Paris 39,25. 93, Petroleum 864 ¼, Handelsbant 250 ¼,

Forderung

Sdaels;. 1490

auf Hamburg 33,00, auf Paris 65 50,

Stocholm, 19 Gold in 78,25,

(W.

Orientbahn 1723,00, Südbahn 160,25, Oesterreichische Kredit 566,00, Ungarische Kredit 632,00, Anglobank 263,00 1 Länderbank 425,00, Tabckaltien 1157,00, Alpine Montan 594,50, Prager Eisen 2500,00, Rima Muranver —,—, Skodawerke 686,00, Brüxer Kohlen —,—, Lloydaktien 3250,00. Poldihütte 675,00, Daimler —,—, Oesterreichische Goldrente 118,00. Oesterreichische Kronenrente ie tifgense —,—, 50 23 Ungarische Kronenrente —,—. 1 59 633 Amsterdam, 19. Mai. (W. T. B.) Wechsel auf Berlin 18,20, Wechsel auf Wien 11,35, Wechsel auf Schweiz 50,05, Wechsel au . Wechsel auf Stockholm 63,60, Wechsel au Wechsel auf 5 % Niederländische 9 . 128 3 % Niederländische Staatsanleihe 62, Königl. Niederländische Holland⸗Amerika⸗Linie nd. Atchison, Topeka u. Santa 56 102, . Jsland —, Southern Pacisic 108,87, Southern Railway —, Union Anagconda 152, Französisch⸗Englische Anleihe —. Tendenz: Fest, Oelwerte anfangs fest, Schluß matt. Kopenhagen, 19. do. auf Amsterdam 166,25, do. New York 419,00, do. auf Antwerpen 64,00.

T. B.) Amtliche Notierungen Berlin 179,75 G., 180,25 B., Amsterdam

980,00 G., 982,00 B., Zürich 437,00 G., 438,50 B., Kopenhagen 530,00 6. 531,50 B., Stockholm 5600 00 ch. 561,50 B., Christiania 552,00 G., 553,50 B., Marknoten 179,00 G., 179,60 B.

.T. B.) (Börsenschlußkurse.) Se- Venschane 880,50,

Unionbank 479,00, Bankpverein 410,00,

Galizta 1370,00,

Mairente 81,65, Ungarische Goldrente

Wechsel 8 von 1915

London 11,75 ½, Staatsanleihe

382 ½, Niederländ⸗Indische Rock

United States Steel Corp. 103,87, Hamburg⸗Amerika⸗Linie —. B.) Sichtwechsel

do, auf schweizer. do. auf London 19,52, do.

Sichtwechsel auf

(W. V.

Mai

Mat. (W. T. B.)

Beriin 31,50, do. auf Amsterdam 156,50, do. auf schweizer. Plätze do. auf Washington 396,00, do. auf London 18,40, do. auf Paris 61,75, do. auf Brüssel 60,25.

Wertpapiere

den Staat Gesamte

von

Berichte von auswärtigen Warenmärkten.

Liverpool, 10. Mai. h bericht. Wochenumsatz 33 800, do. von amerikanischer Baumwolle 2 Ausfuhr —, von amerilanischer Baumwolle 4 890. amerikanischer Baumwolle ägyptischer Baumwolle 17 230.

Rio de Janeiro, Zufuhren: In Rio 5000 Sack, in Santos 31 000 Sack.

(W. T. B.) Baumwoll⸗Wochen⸗

do. Einfuhr 27 471, do. do. Gesamter Vorrat 453 100, 256 010, do. do. von

12. Mai. (W. T. B.) Kaffee.

herauscegebeu im

amtliches: Die Füssen. (Schluß.)

C

ein⸗ unbebauten

„Zentralblatt Ministerium d 12I 1. Mai 1919, hat folgenden Inhalt: Amtlsches: Dienstnachrichten. Bewegung der Schwemmstoffe in unseren 3.) Zur Wärmewirtschaft. Vermischtes: leihung der Würde eines Doktor⸗Ingenieur ebrenhalber. Nachtrag zum preußischen Staatshaushalt für 1919. teuerungszuschüssen aus öffentl Grundstücken. b den Stadtkreis Berlin. Erste Teogung für Wohnungsbauwesen in Dresden. Lebrgang des deutschen Archivs für Siedlungswesen. Zeiterführung des bayerischen Staatshaushalts. Wasserstand⸗ und Eisverhältnisse in den norddeutschen Stromgebieten im April 1919. Zur Frage des Brückenstaues. Bücherschau.

s der Baurerwaltung“, der öffentlichen Arbeiten am

Ver⸗

Gewährung von Ueber⸗ Mitteln. Wohnbauten auf

Zanpolizeiliche Erleichterungen für

FPren

6. Erwerbs⸗ 7. 3

10

und Wirtschaftsgenossenschaften. 7. Niederlassung ꝛc. von Rechtsamvälten.

8. Unfall⸗ und Invaliditäts⸗ ꝛc. Versicherung. 9. Bankausweise.

0. Verschiedene Bekanntmachungen.

——.

Fahne flucht, wird oauf Grund der 88§ 69 ff. des M.⸗St.⸗G.⸗Bs. sowie der §§ 356, 360 der M.⸗St.⸗S.⸗O. der Beschuldigte hier⸗ durch für fahnen flüchtig erklärt. Casfsel, den 25. Mai 1917. Eericht der 22. Division.

[19508] Fahnenfluchtserklärung.

In der Untersuchungssache gegen den Webhrmann Martin Rätten der 1. Ersatz⸗ Masch.⸗„Geww.⸗Komp. XI. A.⸗K. wegen Fahnenflucht wird auf Grund der §§ 69 ff. does M.⸗St.⸗G.⸗Bs. sowie der § § 356, 360 der M.⸗St.⸗G.⸗O. der Beschuldigte hierdurch für fahnenflüchtig erklärt.

Cassel, dea 13. Oktober 1917.

Gericht der 22. Division.

[195091 Fahnensluchtgerklärnng.

In der Untersuchungssache gegen den Sergeanten Paul Blecker vom E./Feld⸗ actl⸗Regt. 2 wegen Fahnenflucht wird auf Grund der 88 69 ff. des Militärstraf⸗ gesetzbuchs sowie der §5 356, 360 der Militärstrafgerichtsordnung der Beschul⸗ digte hierdurch für fahnenffüchtig erklärt.

Stettin, den 13. Mal 1919.

Gesecricht der 3. Division.

Der Gerichtsherr:

(Unterschrift.)

(Unterschrift.) Kriegsgerichtsrat.

Gentrallrutnant und Div.⸗Kommandeur.

[19510] 88

1) Die Fahnenfluchtserklärung gegen den Gefreiten Niels Feddersen Dahl⸗ maun der 4. Komp. Feld.⸗Rekr.⸗Depot 18. Res.⸗Dir., geb. am 21. 1. 1881 zu Randrup, Keeis Schleswig, ist aufgeboben. (Veröffentlichung im Deutschen Reichs⸗ und Preuß. Staatsanzeiger vom 28. 9. 1918 Nr. 230.)

2) Die Fahnenfluchtserklärung und Be⸗ schlagnahmeverfügung gegen den Vizefeld⸗ webel Thomas Madsen Schultz der 1. M.⸗G. K. R.⸗J.⸗R. 85, geb. am 2. 10. 1890 zu Kastwrad, Kreis Hadersleben, ist aufgehoben. (Veröffentlichung im DPeut⸗ schen Reichs⸗ und Preuß. Staatsarzeiger vom 6. 9. 1918 Nr. 211.)

3) Die Fahnenfluchtserklärung und Be⸗ schlagnohmeversügung gegen den Reservisten Peter Esfen der 6. Kp. R.⸗JF.⸗R. 31, geb. am 29. 10. 1885 zu Stalund, Kreis Hadersleben, ist aufgehoben. (Veröffent⸗ Üichung im Deutschen Reschs⸗ und Preuß. Staatsanzelger vom 5. 9. 1918 Nr. 210.)

Altona, den 9. Mat 1919.

Eericht der 18. Division.

[19511] Berfügung. Die Fahnenfluchtserklärung gegen den Ldst. GCuligen, Hermann Josef, geb.

24, 7, 1876 zu Niedermendig, Mayen I,

Preuß’n, ausgeschrieben im Reichsauzeiger Nr. 87 vom 28. 4. 16, Ziff. 2484, wid zurückgenommen. Augsdurg, den 14. 5. 1919. Gericht der 2. Division.

[19512] Beschluß. Der am 18. Juli 1918 gegen den Land⸗ sturmpfl. Ernst Hugo Weißheit, geb. am 19. 3. 1876 zu Friedrichroda, Thü⸗ ringen, erlassene Haftbefehl und Steckbrief und Beschlagnahmeverfügung wird auf⸗ gehoeben. Freiburg i. B., den 13, Mai 1919. Gericht der 29. Division.

s19514] Die unterm 14. 11. 1916 ergangene

Fahnenfluchtserklärung gegen den Hornisten

Eugen Fluck, E./110 Rastatt, geboren

27. 11. 86 zu Waldshut, wird hiermit

aufgehoben.

19 9- 020 (Murgtal), den 14. Mai

Gericht 28. Dibision. Zwelgweüe Gernsbach.

[19515] F.

In der Untersuchungtseche gegen den Uatereffiter Ernst Kusel, 11./R.⸗J. R. 229, wegen Fahnen flucht, ist die unterm 30. August 1917 vperfügte Fabnenfluchts⸗ erklärung und Vermögensbrschlagnahme aufgehoben.

Faunoverx, den 12. Mai 1919.

Gericht der 19. Division.

(19517] VBerfünung. Die am 28. II. 15 gegen den Mu“⸗ fetier Nikolaus Gitzhoffen ecrlossene Fabnenflut tzerktärung und. Beschlag⸗ nahmeverfügung wird aufgehoben. Roßzlau, 15. 4. 19. Gericht der Landwehr⸗Inspektjon Saarbrücken.

2) Ausgebote, V r lust⸗und Fundsachen, Zustellungenn. dergl.

[18867) Zwangsversteigerung.

Im Wege der Zwangsvollstreckung soll am 21. August 1910, Vormiltags 10 Uhr, an der Gerichtsselle, Berlin, Neue Föriedrichstraße 13/14, drittes Stock⸗ werk, Zimmer Nr. 113—115, versteigert werden das in Berlin, Fürstenwalderstr. 7, belegene, im Grundbuche von der Köntg⸗ stadk Band 69 Blatt Nr. 3733 seinge⸗

tragener Etgentümers’an 14. April 1919 dem Tage der Eiattagung des Verseeige⸗ rungsvermerks: Rendart Gustav Tietrich lu - ringetragene Grundstück: a. Vorderwoh haus mir linkem Seiter⸗ flögel und Hof, b Stall qrer, Gemarkung Berlin Kartenblatt 41 Parzelle 698/120, 3 a 57 am groß, Enundsteuermutterralle Art. 5206, Nutzungswert 2220 ℳ. Ge⸗ bäudesteverrolle Nr. 1369, Trun stückswert 138 000 ℳ. Berlin, den 2. Mal 1919. Amttoericht Berlin⸗Mitte. Abteilung 87. 87. K 22./19

[18360] Aufgebot.

Der Zahnatzt Hermann Kurkel in Frei⸗ burg hat das Aufgebot der Stadtanlethen der Stadt Frelbura von 1914/17: A 1514 über 2000 ℳ, C. 1718 über je 500 ℳ, C 58 718 über je 500 ℳ, C 270 213 über ie 500 ℳ, desgleichen von 1907: B 1476 über 2000 beantragt. Der Juhaber der Urkunden wird aufgefordert, späͤtestens in dem auf Samstag, den 27. Sep⸗ temöer 1919, Vornitage 19 Uhr, vor dem urterzeichneten Gericht an⸗ beraumten Aufgebotstermine seine Rechte anzumelden und die Urkunden vorzulegen, widrigenfalls die Kraftloserklärung der Urkanden erfolgen wird.

Freibzeg, den 10. Mai 1919. Gerichtischreiberei des Amtsgerichts. 4. [18880] Bufgebot.

Der Grundbesitzer Otto Raue in Kleln Rossau, vertreten durch den Rechtsanwal: Lipke in Osterburg, hat das Aufgebot der Altie der Kleinbahn ⸗Akttengefellschaft

sterburg⸗Deutsch⸗Pretzier üder 250

st. B Nr. 70, lautend auf den Namen des Geundbesitzers Otto Ranec, ausge⸗ stellt am 12. März 1913, die angeblich verloren gegangen seig soll, beantragt. Der Inhaber der Urkunde wird aufge⸗ fordert, spätestens in dem auf den 5. Drzermber 1939, Voemittagsd 10 Uhr, vor dem unterzelchneten Gerichte anberaumten Aufgebotstermine seine Rechte anzumelden und die Urkunde vorzulegen, widrigenfalls die Kraftloszertlärung der Urkande erfolgen wird. Mit dieser Kraft⸗ loserklärung erlischt auch der Anspruch aus den noch nicht fälligen Gewinnanteil⸗ scheinen.

Osterbara. den 5. Mat 1919,

Das Anmtsgericht.

[19535]

Ansangs Februar 1919 sind dem Zabhn⸗ grzt Hermann Kunkel, fräher in Mäl⸗ hausen i. G. und jetzt in Freiburg i. Br., abhanden gekommen:

Erneuerungsschein auszugeken.

2 Meizinger 7 Fl⸗Los Ser. 00518 Nr. 06. 4 % Srtadt Trier de 1914 Anleibe 11 Arsc. B Nr. 455 u. 456 à 2000, I Aufg. C Nr. 1411 u. 1442 à 1000, I. Ausg. C Nr. 1436 u. 1438 à 1000, J. Ausg C Nr 1439 —- 43 à 1000, II. Autg D Nr. 2445— 48 à 500. Freiburg, ben 16. Mai 1919. Bad. Staatsanwallschaft.

[19536] Bover. Hypatheken⸗ u Wochsel. Bauk. Gemäß § 367 d. H.⸗G.⸗B. geben wir bekannt, daß der Verluft der 4 % igen unverl. Pfanrbriefe uns. Bank Ser. 7 Lit. JJ à 1000,— Nr. 42 441 mit 42 444 bei uns angemeldet wurde. Mäaäuchen, 8. Mai 1919. . Diie Direklion. [18872] Die Zahlungssperre vom 9. Okio er 1918 über die Schuldverschreibungen der 5 % Rrichganleihe von 1916 Lit. G Nr. 4 710 619 und 4 710 623 über je 100 wird aufgeheben. Ber’in, den 25. April 1919. Amtsgericht Berlin⸗Mitte. Abteilurg 84. 84. F. 713. 18.

[1887323 Zahlüungssperre. 154. F. 280. 19. uf Antrag des Herrn Karl Waßner (Wahsner) in Schweldnitz, Köppenstraß: 9, wird der Reichsschuldenverwaltung in Berlin betreffa der angeblich abbanden ge⸗ kommenen Schuldve schreibungen der 5 prozentigen Anlethe des Deutschen Reichs von 1918 Lit. G Nrn. 15 848 618 bis 15 848 620 über je 100 verboten, an einen anderen Jahaber als den oben⸗ genannten Antragsteller cine Leistung zu bewirken, insbesondere neue Ziusscheine oder einen Erneverungsschein auszugeben. Werlin, den 12. Mai 1919. Amtsgericht Berlin⸗Mitte. Abteilung 154.

[188743 Zahlungssperire. Auf Antrag der Reichsbankstelle Duis⸗ burg wird der Reiche schulden verwaltung in Beczin beireffs der angeblich abhanden gekommenen Schuldderschreibung der 5 pro⸗ zentigen Anleibe des Deutschen Reichs von 1917 Lt. G Nr. 13 144 524 über 100 verboten, an einen anderen In⸗ aber als die obergenannte Antrag⸗ stellerin eine Leistung zu bewirken, ine⸗ besondere veue Zinzscheine oder eine

Gerlin, den 12. Mak 1919. 1 Amtegericht Berlin⸗Miükir. SLCbteilung 1ba9 F. 627/19,