1920 / 204 p. 3 (Deutscher Reichsanzeiger, Fri, 10 Sep 1920 18:00:01 GMT) scan diff

durch Vermittlung der Deutschen Volksversicherung gezahlt werden kann, daß der Antrag so rechtzeitig wie möglich bei der mit der Ein⸗ ziehung der Fernsprechgebühren betrauten Dienststelle zu stellen ist, und daß dort auch die vorgeschriebrnen Antragsvordrucke mit den Bedingungen erhältlich sind. Wer dieses Aufforderungsschreiben nicht abwarten will, findet das zuständige Postamt, worauf hingewiesen sei, auf Seite 3 des Berliner Verzeichnisses der Fernsprechteilnehmer; zum Beispiel ist für die Vermittlungs⸗ anstalten Kurfürst, Lützow und Nollendorff das Fernsprechamt 6 W. 35, Körnerstraße 7/10, zuständin für die Vermittlungsanstalten Pfalzburg, Lützow und Rheingau das Fernsprechamt in Wilmersdorf, Pfalzburger⸗ straße 41/42, in Potsdam und Spandau die Telegraphenämter da⸗ selbst und in den meisten übrigen Orten das zuständige Postamt mit Vermittlungsanstalt, z. B. in Steglitz das Postamt Bergstraße 1. Der Fernsprechteilnehmer, der von der Vergünstigung der Kredi⸗ tierung Gebrauch machen will, muß baldigst den vorgeschriebenen Vordruck von seinem zuständigen Postamt einfordern und dorthin ausgefüllt einreichen. Der Auftragsvordruck enthält die näheren Bedingungen. Der Fernsprechteilnehmer ist hiernach berechtigt, zu jedem Quartalsersten den vorgestreckten Bei⸗ trag durch Einzahlun an die Postverwaltung abzulösen. Bei Aufgabe des Anschlusses zahlt die Post den Beitrag Anfang September 1920. an die Deutsche Volksversicherung zurück, so daß der Fern⸗ 8 sprechteilnehmer nach Entrichtung der bis dahin fälligen Vergütung, vierteljährlich 8,75 für tausend Mark, auch in diesem Falle von allen weiteren Verpflichtungen frei wird. Die Post⸗ verwaltung empfiehlt in dem Vordruck ausdrücklich, den Kreditierungs⸗ auftrag für die am 1. Oktober fälligen Beiträge besonders frühzeitig bei dem zuständigen Postamt (also nicht bei der Deutschen Volks⸗ versicherung) einzureichen, das die Einziehung der Einschreibegebühr von 2 vH des Beitrags veranlaßt. Stempelkosten entstehen in

Preußen nicht. Kunst und Wissenschaft.

In der Unterrichtsanstalt des staatlichen Kunst⸗ ewerbemuseums, Prinz Albrechtstraße 8, beginnt das Winter⸗ hHalbjahr am 11. Oktober d. J. Die Anmeldungen haben daselbst, Zimmer 55, in der Zeit vom 13. bis 30. September von 10 bis 2 Uhr zu erfolgen. Hierbei sind von den Bewerbern Arbeiten vor⸗ zulegen, die ein Urteil über ihre Befähigung und über Art und Um⸗ fang der bisher genossenen Vorbildung gestatten. Die Aufnahme⸗ prüfungen, von deren Ergebnis die zunächst probeweise Aufnahme ab⸗ hängt, finden vom 4. bis 9. Oktober statt.

29. bis zum 31. August angegriffen, sind aber mit schweren Verlusten zurückgeschlagen worden. Die Verluste der englischen Truppen seien leicht, ein vorgeschobener Grenzposten bei Panch⸗ gani ist geräumt worden und wurde vom Feind in Brand gesteckt. In Peking ist obiger Quelle zufolge eine Ab⸗ ordnung, die behauptet, sie käme von Werchne⸗Udinsk, die aber in Wirklichkeit von der Moskauer Sowjetregierung kommen soll, zu Verhandlungen über einen Handelsvertrag mit China eingetroffen. Der französische und der amerika⸗ nische Gesandte haben gegen die Aufnahme der Abordnung protestiert. Nach einer Havasmeldung ist die ganze Gegend der vstchinesischen Eisenbahn nördlich von Charbin am 2. September vollständig von den japanischen Truppen geräumt worden. 9

mittags 5 Uhr: „Ferientage an der Ostsee, in der Sächsischen Schwei

und im Spreewald“. Mit dem großen Fernrohr werden be

klarem Wetter Nachmittags von 2 bis 6 Uhr die Sonne und eptl. die Venus, von 6 bis 11 Uhr Nebelwelten, Doppel⸗ oder Fixsterne beobachtet.

Breslau, 9. September. (W. T. B.) Die „Schlesische Volkszeitung“ meldet aus Hindenburg: Auf der Concordia⸗ grube gerieten, als im Andreagsflötz ein schlechter Wagen aus⸗ rangiert werden sollte, mehrere För derwagen ins Rollen rasten mit größter Schnelligkeit bergab und überraschten auf der Strecke mehrere Grubenarbeiter, von denen drei ge tötet und zwei schwer verletzt wurden.

Nichtamtliches.

(Fortsetzung aus dem Hauptblatt.)

Kartoffeln, der Zuckerrüben, des Klees, der Luzer und der Wiesen

8 Hafers, der im Deutschen Reiche Anfang September 1920. 8 Zusammengestellt im Statistischen Reichsamt.

Wilhelmshaven, 9. September. (W. T. B.) Bei den ““ Aufräumungsarbeiten an der Unglücksstätte in Mariensiel Nachrichte sind bisher 15 Tote festgestellt worden, darunter die be. reits gemeldeten fünf Feuerwehrleute. Acht Leichen wurden bisher geborgen. Als schwerverletzt sind 12, nicht 21, zu verzeichnen. Leicht⸗ verletzt wurde eine Person. Die Aufräumungsarbeiten sind noch nicht beendet. Es besteht die Möglichkeit, daß noch zwei oder drei weitere Leichen unter den Trümmern liegen. Die Gefahr einer Weiterverbreitung des Feuers ist jetzt beseitigt und die Arbeit dürfte morgen wieder aufgenommen werden. b

Jena, 9. September. (W. T. B.) Als Ursache des Erdbebens in üts 9 n Bent. nach einer Mitteilung der Zentralstelle für Erdbebenforschung in Jena eine Kar⸗ Zucker⸗ (auch mit wässe⸗ Andere weitere EE1A im Ostflügel der Umran⸗ 8 Zuch Rer S dung des Golfs von Genua in Frage, die eine gewaltige 6 toffeln rüben g Frn gs⸗ Einbruchszone der Erdrinde darstellt. 3 ö Grüsern) Wiesen

Anfang September war der Stand der Saaten: Nr. 1 sehr gut, Nr. 2 gut, Nr. 3 mittel (durchschnittlich), Nr. 4 gering, Nr. 5 sehr gering.

Klee Be.

Nr. l sehr gut, Nr. 2 gut, Nr. 3 mittel (durchschnittlich), Nr. 4 gering, Nr. 5 sehr gering.

Klee Be⸗

Kar⸗ Zucker⸗ (auc mit wässe⸗ toffeln rüben mischung rungs⸗ von Gräsern)

Note 1 = sehr gut, 2 = gut, 3 = mittel, 4 = gering, 5 = sehr gering. Zwischenstufen sind durch Zehntel ausgedrückt.

Güte der Trauben

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Lu⸗ Landesteile Andere

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Stand der Reben

5 Linz, 9. September. (W. T. B.) Das schöne Wetter hält auch heute an. Die Stationen oberhalb Linz melden bereits das Fallen der Donau. Dem Hochwasser siel die Schärdinger Innbrücee zum Opfer. An der Salzach wurde

Sachsen Kreishauptmannschaft Dresden. Leipzig. Chemnitz Zwickau’. Bautzen.

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Alle übrigen preuß. Weinbaugebiete.. Preußen..

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Lanke im Jahre 1919 eingetretenen Etatsüberschreitungen Bedeckt. Regen. Sicht 30 km. Inversion Lübeck 1. in Höhe von 10 250 000 ℳ. Der Ausschuß beantragte die Genehmi⸗ 1470 m von 0,3 ° auf 4,4°. Birkenfeld gung, die auch ausgesprochen wurde. Für die deutsche Heil⸗ Oldenburg ...

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Mannigfaltiges.

Auf der Tagesordnung der gestrigen Si tzung der alten Berliner Stadtverordnetenversammlung stand zu⸗ nächst der Bericht des vorberatenden Ausschusses über die Genehmi⸗ gung der bei den Güteretats und demjenigen der Herrschaft

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sich infolge Zuckerrüben Als Reichs⸗ Zuckerrüben

weitere Entwickelung der Knollen. übergroßer Nässe bereits Fäulnis

dürften die Niederschläge note wurde ermittelt für

Stellenweise macht nis bemerkbar. Auch den noch gut zustatten kommen. Kartoffeln 2,8 (2,7), für

Futterkräuter und Wiesen.

Die Ernte des Klee⸗, Luzerne⸗ und Wiesengrummets war Ende August zum Teil schon in gutem Zustand geborgen. Soweit sie noch im Gange war, und das dürfte für den größeren Teil der Futter⸗ flächen zutreffen, hatte sie unter der Ungunst der Witterung sehr zu leiden; sie war schwer zu bergen und die Beschaffenheit des meist in reichlichen Mengen vorhandenen Grummets wurde durch den vielen Regen minderwertig. Im Reichsmittel wurden begutachtet: Mee mit 2,6 (2,6), Luzerne 2,7 (2,6), Bewässerungswiesen mit 2,4 (2,3), andere Wiesen mit 2,6 (2,6). in, den 9. September 1920.

Statistisches Reichsamt.

Hafer.

Die Haferernte war vor Beginn des regnerischen Wetters zum größten Teil beendet. Nur in höheren Lagen und in manchen durch andauernden Regen betroffenen Gegenden waren Ende August noch Reste von Hafer auf dem Felde. Die Urteile über den Ernteertrag gehen ja nach dem Witterungsverlauf in den einzelnen Gebieten ziemlich weit auseinander, halten sich aber im großen und ganzen noch über dem Mittel. Im Reichsdurchschnitt ergab sich für Hafer die Note 2,8 wie im Vormonat.

Hackfrüchte.

Die Erträge der Frühkartoffeln bleiben ziemlich häufig hinter den Erwartungen zurück. In manchen Gegenden haben auch die späteren Sorten erst unter Trockenheit, dann unter dem besonders Nachts sehr kühlen Wetter gelitten, so daß das Kraut vorzeitig abzu⸗ sterben begann, im allgemeinen erhofft man aber von den in letzter B Zeit gefallenen Niederschlägen eine günstige Einwirkung auf die

Benerkungen.

In der ersten Hälfte des August war das Wetter im ganzen Reiche warm und trocken, sodaß die Ernte der Halmfrüchte gut ge⸗ fördert werden konnte. Um die Mitte des Monats wurde die Witterung in Süddeutschland kühl, regnerisch aber erst in den letzten Monatstagen. In Norddeutschland trat der Wetterumschlag erst mit Beginn des letzten Monatsdrittels ein. Bei stürmischen nördlichen Winden gingen hier bis zum Monatsende fast täglich weitverbreitete und ergiebige Regenmengen nieder.

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Die Getreideernte war bei Abgabe der Berichte bis auf Reste von Weizen und Hafer gut geborgen. Hagelschläge fielen nur ver⸗ einzelt und ohne größeren Schaden anzurichten.Stellenweise treten Engerlinge in den Kartoffelfeldern massenhaft auf. An sonstigen Schädlingen werden besonders Unkraut sowie Kräuseltgankheit und Schwarzbeinigkeit bei den Kartoffeln genannt. In der Nähe der Städte und größeren Ortschaften hat der Diebstah von Feldfrüchten sehr zugenommen. 5

Familiennachrich en.

Verehelicht: Frl. Ruth von Seydewitz mit Herrn Dr. Fritz Otto von Stieglitz (Dresden⸗A.). Frl. Maria von Jaraczewski mit Herrn Korpettenkapitän Hans von Mohl (Berlin). Frl. Ruth von Marschall mit Herrn Friedrich Wilhelm von Wintzingerode⸗Knorr (Altengottern II, Thüringen). Frl. Herta Fischer mit Herrn Dr. med. Paul Kornrumpf (Sgün. Frl.

„Emmi Hummel mit Herrn Dr. med. Paul Schottky (Dt. Nettkow, Oder).

Geboren: Ein Sohn: Herrn Freiherrn von Maltzan (Krukow). Herrn Major a. D. Paul Kleffel G. Zt. Billerbeck b. Falken⸗ berg, Kr. Pyritz).

Gestorben: Herr Heino von Döring, Großhl. Meckl. Kammerherr (Lüneburg).

Delbrück.

Steigerung auf, die aber recht unbedeutend ist. Die größte Zahl der Einzahlungsposten fällt in die Jahre 1917 und 1918.

Die Rückzahlungsposten weisen nur kleine auf. Nur die Jahre 1914 und 1916 mit je 102 auf je 100 Sparbücher zeigen einen Ausschlag nach schnittlich kommt noch nicht ganz eine Rückzahlung im Jahr auf jedes Sparbuch. Auch das ist kein gutes Zeichen. Es beweist, daß die meisten Sparer ihr Geld nur dann zur Sparkasse tragen, wenn sie es auf längere Zeit entbehren können. Die

Ein⸗ und Rückzahlungs⸗ posten zusammen

Ein⸗ Rück⸗ zahlungen zahlungen 130 85 215 135 93 228 142 95 237 127 102 1 229

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Statistik und Volkswirtschaft. Ein Einblick in den Sparverkehr bei den deutschen Sparkassen.

In den Monatsstatistiken der deutschen Sparkassen, die der Direktor der Landesbank der Provinz Westfalen und langjährige Geschäftsführer des Deutschen Sparka senverhandes H. Reusch in der volkswirtschaftlichen Zeitschrift „Sparkasse“ veröffentlicht hat, ist neben der fortlaufenden Berichterstattung über die Entwicklung

Schwankungen ückzahlungen

Stellen zerstört. Die Fluten ergossen sich in die fruchtbare besonders in Bad Ischl die Lage sehr krinsch. In der Pfarr⸗ Einwohner saßen die ganze Nacht auf den Dächern 1 ““ Aus einigen Westyreußen. gemeldet. Artôt de Padilla, Heyl und die Herren Hutt, Habich, Ziegler, Helgers, Dec Im Schauspielhause wird morgen mit in Italien Getöteten 400. Rund 1000 Personen wurden Erfurt . . Württemberg 2 . . eli us Ro b M ss jr 2 2efti L F 2 AASS2; Das Thaliatheater cröffnet am 17. d. M. die Winter⸗ meldung aus Nom hat in Massa ein neues heftiges Erd Hildesheim arlsruhe. Volksstück „Der dumme Franzl“ von Dr. Reinhard Bruck, Musik abruülc .. : . . 2 . 8 r st n E Lens st ofüundeo Tino Pattiera wird demnächst im Deutschen Opern⸗ aus den zerstörten Gruben von Lens stattgefunden. Henahsen Am 24. September wird Dr. Kunwald in der Philhar⸗ 1 Wiesbaden monie ein Konzert mit dem Philharmonischen O Aeronantisches Observatorium. Tat der jungen Vereinigung und ihres künstlerischen Leiters Dr. Gatz 8. September 1920. Drachenaufstieg von 5 a bis 7 a. 16 r. b b .. neben Dr. Relative 9 Geschwind. Preußen . . fang Juli einen Rückgang von 2,0 auf 2,6 zu verzeichnen, da sämt⸗ bird. Al— Solistin ist Fela Roonfelt gewonnen worden. oben unten 0 3 8 8 0 nahme begriffenen Schädigungen durch Oidium Peronospora genannt, stöcke von Blättern völlig entblößt sind. Klagen über Lederbeeren wurm zeigte sich erst in vielen Lagen nach Eintritt der nassen Witte⸗ ist. Ueber die Güte der Trauben wird meist noch zurückhaltend ge⸗ kalt und dadurch sehr nachteilig für die Weinbildung in den Trauben mehr so befriedigend wie in den vorhergehenden Monaten. Haupt⸗ Pilzkrankheiten Vorschub geleistet. Der stark auftretende Sauer⸗ Weinbaubezirken, insbesondere von Unterfranken. Peronospora, die finden sich bereits weiche Früchte. Die große Menge derselben bedarf bezeichnet. Der Menge nach kann durchschnittlich ein halber Herbst gleichen Stand auf. Wo fleißig gespritzt und geschwefelt wurde, ist wirkte die in der 2. Augusthälfte eingetretene kühle, naßkalte Witterung Baden: Die Herbstaussichten in den Weinbergen haben sich den von den verschiedenen Schädlingen (Aescherich, Sauerwurm, wenigstens durch Güte etwas ausgeglichen werden wird, bleibt ab⸗ oben. Durch⸗

Niederung. Außer den schon gemeldeten Todesopfern werden gasse standen die Häuser bis zum ersten Stock unter Wasser. Die schließlich mit Leitern und Stricken herabgeholt werden. Im Opernha use wird morgen, Sonnabend, zum ersten Breslau.. Krasa, Philipp' sind darin beschäftigt. Musikalischer Leiter ist der London, 10. September. (W. T. B.) Wie „Daily Chro⸗ Ma- Theodor Becker als Othello und Johanna Mund als Desdemona verletzt. Der Schaden beträgt mehrere Millionen. Ferner sind Schleswig. 37 ; mit dem musikalischen beben stattgefunden. Ueber den Schaden ist noch nichts bekannt. Lüneburg .. Mannheim von Robert Winterberg. Am 16. bleibt das Theater wegen der Paris, 9. September. (W. T. B.) Nach einer Havbas⸗ v hause im „Troubadour“, „Tosca“ und „Carmen“ als Gast auf⸗ Arnsberg .. —₰ Reinertrag der unlängst gegründeten Bruckner⸗Vereinigun g Lindenberg, Kr. Beeskow. gilt dem hier noch unvergessenen Dirigenten, der in der Vorkriegszeit Aachen.. Bemerkungen. Orchesterleiter in Amerika war und der damit zum ersten Male seit Seehöhe Luftdruck Temperatur Co Feuchtig. Wind Sekund.⸗ liche Gebiete mehr oder weniger große Einbuße erlitten haben. Als die nur in den rechtzeitig und gründlich geschwefelten Anlagen leidlich und Rohfäule treten nur vereinzelt auf; ebenso wird das Vorhanden⸗ rung im letzten Augustdrittel, jedoch bis jetzt nur vereinzelt, da ihm urteilt, da jeder Tag hierin Aenderungen bringen fann. Allgemein gewesen sind. sächlich bezüglich der Nord⸗Pfalz sprechen sich die Nachrichten ungünstig wurm förderte die Lederbeerenkrankheit, die durch die Wurmlöcher in stärkerem Maße an den Trauben auftrat, ist durch das trockene allerdings zum weiteren Gedeihen durchdringenden Regens und vieler gerechnet werden. er ordentlich, wo dies unterblieb, wird der Ertrag nur gering aus⸗ nachteilig auf die Entwicklung der Reben ein. Einzelne „Glücks⸗ leider noch weiter verschlechtert. Während früh⸗ bezw. rechtzeitig ge⸗ Lederbeerkrankheit) befallenen Rebstöcken das Verderben immer weiter zuwarten. naßkalte Witterunng hat die Ent⸗

der bayerische und der österreichische Hochwasserdamm an mehreren noch zwei weitere berichtet. Dem „Ve blatt“ zufolge war D und mußten S sen. Ortschaften werden tödliche Unglücksfälle bei den Bergungsarbeiten Male „Bohéème“ in der Neueinstudierung wiederholt. Die Damen Liegnitz.. Kapellmeister Otto Urack. Anfang 7 Uhr. nieles meldet, beträgt dee Zahl der durch das Erdbeben Merseburg. „Othello“ 5 25 000 Persone Hdachlos: sie k⸗ im Frei Nach einer Radz 8 aufgeführt. Anfang 7 Uhr. 25 000 Personen obdachlos; sie kampieren im Freien. Nach einer Radio⸗ Hannover Freiburg spielzeit unter der Direktion Jean Kren IG Stade .68 Generalprobe geschlossen. meldung aus Lens haben die ersten Kohlenförderungen Hnich Münster treten. EFassel 8rchester leiten, dessen (Ehrenvorsitzender Arthur Nikisch) zugute kommen soll. Die erste Köln 6 Dr. Muck einer der beliebtesten und gefeiertsten deutschen Sigmaringen Preußen: Die Staatsnote für den Rebstand hat gegen An⸗ seiner dortigen Internierung der Berliner Musikwelt wieder zugeführt keit Richtung , Meter Hauptursache hierfür werden die seit zwei Monaten ständig in Zu⸗ abgehalten werden konnten. Mehrfach wird angeführt, daß die Reb⸗ sein der Reblaus nur aus dem zweiten Gebiet gemeldet. Der Sauer⸗ mit Beizmitteln überall kräftig und erfolgreich entgegengetreten worden wird wärmeres Wekter gemünscht, weil die letzten Wochen ungewöhnlich Bayern: Der Stand der Weinberge ist im allgemeinen nicht aus. Die naßschwüle Witterung anfangs hat der Verbreitung von eindringt. Etwas hoffnungsvoller lauten die Berichte aus den übrigen Wetter zum Stillstand gebracht worden. So ziemlich in allen Lagen Wärme. Die Qualität der Trauben wird als gut bis mittelmäßig Württemberg: Die Weinberge weisen einen ziemlich un⸗ fallen. Neben den Schädigungen durch Peronospora und Oidium herbste“ sind aber da und dort zu erwarten. spritzte Reben immer noch ein gesundes Aussehen haben, greift bei um sich. Ob die infolgedessen zu erwartende geringere Menge Hessen: Die ungünstige,

Deutsches Reich September 1920. 11““ 11“ 1r. ge sch 5 Sep eantragte der Magistrat, eine einmalige Beihilfe von Schaumburg⸗Lipv 2 2,9 Dagegen im August 1920 G 1000 zu bewilligen. Auf Antrag des Stadtv. Rosenow wurde die sh v14“ 3, ö“ 25 Beihilfe auf 5000 erhöht. Nach Erledigung einer längeren Reihe Waldech 2,9 Funi Sg 1 8 23 von Vorlagen ohne allgemeines Interesse folgte ein Antrag des Ia öö 3,1 2,6 Mai 1920 885 2,3 Stadtv. Dr. Weyl u. Gen. (IUI. S. P.): „Die Versammlung AIn 2 2,7 April 1920

mit großter Beschleuntgung die notwendigen September 1918.. 1 1“ des 6 Theater. n der obenstehenden Uebersicht bedeutet ein Strich (—₰ daß die betreffende gar nicht oder nur then angebaut ist, ein Punkt (.), daß Angaben fehlen oder nicht vollständig gemacht sind. sammensetzung und den Interessen der Groß Berliner Bevölkerung Opernha Unter den Linden.) Sonnabend: 147 8 e Saatenstandsnoten sind bei jeder Fruchtart unter Berücksichtigung der Anbaufläche und des Ertrags berechnet worden.

entsprechende Organisation zur Bekämpfung der Wohnungsnot zu setzen.“ pernhaus. (Unter den Linden.) Sonnabend: 147. Dauer⸗

Der Antrag wurde nach einer Erörterung, an der sich auch der Oberbürger⸗ bezugsvorstellung. Bohéme. Anfang 7 Uhr.

meister Wermuth beteiligte, wieder zurückgezogen. Eine Vorlage des Sonntag: Nachmittags: Boheème. Anfang 2 ½ Uhr. Abends:

Magistrats, 82 erna 8 e 8 s Vermögens des Aida. Anfang 7 Uhr.

Vereins zur Verbesserun er kleinen Wohnungen .

in Berlin, erregte eine Erörterung. Bes Magistrat Schauspielhaus. (Am Gendarmenmarkt.) Sonnab.: 155. Dauer⸗

schlug vor, das gesamte Vermögen dieses Vereins gegen Hingabe von bezugsvorstellung. Othello, der Mohr von Venedig. Anfang

88 68 4 prozentiger wBersfner 1“ Füm 11“ zu 7 Uhr.

übernehmen. Dem Verein soll ferner zur Fortführung seines Be⸗ Sonntag: Nachmittags: 3. 8 vor rmäßi

triebs bis zur Uebergabe ein Zuschuß von 500 000 bewilligt ““ der Mohr 1119“”“ Prshicgten

werden. Die Vorlage wurde einem Ausschuß zur Vorberatung über⸗ Abende: Friedrich der Große. I. Teil: Der Krouprinz.

wiesen. Anfang 7 ÜUhr.

Die Ausstellung „Das deutsche Buch“, die am

3. Oktober im Viktoria⸗Haus zu Frankfurt a. Main unter Be⸗

teiligung der deutschen Gelehrten und Bücherfreunde eröffnet wird,

hat im Auslande besondere Beachtung gefunden. Voraussichtlich

werden die einzelnen fertigen Bibliotheken, z. B. die Bibliothek eines

Bibliophilen, einer Dame, eines Arztes, eines Ingenieurs, des Haupt⸗

schriftleiters einer Tageszeitung, geschlossen nach dem Auslande über⸗

geführt und in verschiedenen europäischen Hauptstädten zur Schau

gestellt werden. Auch aus Nordamerika liegt eine derartige Anregung

eines einflußreichen Konsortiums vor. Die Ausgestaltung der Innen⸗

räume wird jedenfalls dann in Verbindung mit dem ausländischen

Kunstgewerbe dem besonderen Geschmack der verschiedenen Länder

angepaßt werden.

Im Wissenschaftlichen Theater der „Urania“

wird der Geheime Regierungsrat, 2-e⸗ Dr. Spies seinen Vor⸗ trag zur ersten Einführung in Einsteins? elativitätslehre: „Welten⸗

wicklung der Reben nachteilig beeinflußt und das Auftreten von Krankheiten begünstigt, besonders wo nicht rechtzeitig gespritzt und geschwefelt worden war. Häufig sind die Klagen über das Auftreten t. 8 äther, Raum und Zeit“, am ontag, Donnerstag und Sonnabend

ist der Ertrag durch den Graupilz wesentlich vermindert, um die Hälfte.

von Oidium und Peronospora. In schlecht behandelten Weinbergen

Aus einigen Bezirk ird auch Aescherich gen nelt -. Aus einigen Bezirken wird auch Aescherich gemeldet. Das Allgemeinurteil ist infolgedessen erheblich zurückggegangen.

Berlin, den 9. September 1920. Statistisches Reichsamt. Delbrückk.

Tagen in Berlin und den Vororten den

Verkehrswesen.

Die Fernsprechanleihe. Die Post fordert in diesen Fernsprechteilnehmer zur

Zahlung der am 1. Oktober fälligen Fernsprechanleihe auf. Das

nächster Woche „Der Großglockner, Gastein und Am Dienstag wird Dr. Kurt Hielscher einen Vortrag mit Lichtbildern über „Spanien, Baukunst, Landschaft und Volksleben“ halten und ihn am Freitag noch einmal wiederholen. hher Franz Goerke noch einmal seinen Vortrag „Aegypten und der Nil“. eine Wiederholung des Vortrags

Tagen folgende Film⸗ und Lichtbildervorträge statt: Peego8⸗ 3 Uhr: „Reise zum Südpol und

7 Uhr:

wiederholen. Für Sonntag ist der Vortrag die Salzburger Alpen“ angesetzt.

Am Mittwoch hält der Pro⸗

Außerdem findet am Sonntag, Nachmittags, zu kleinen Preisen „Thüringen“ statt.

finden in den nächsten Sonntag, Nach⸗ lhr Blick ins Weltall“ Uhr: „Die Bewohnbarkeit der Welten“ (Lichtbildervortrag); Abends

„Vom Monte Rosa zur afrikanischen Küste“, Dienstag,

In der Treptower Sternwarte

Aufforderungsschreiben enthält die Mitteilung, daß der Beitrag auch

Abends 7 Uhr: „Das Geheimnis

des Weltenbaues“ (Lichtbildervortrag

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Verantwortlicher Schriftleiter: Direktor Dr. Tyrol, Charlottenburg.

Verantwortlich für den Anzeigenteil: Der Vorsteher der Geschäftsstelle Rechnungsrat R. engering in Berlin. 6 Verlag der Geschäftsstelle (Mengerincg) in Berlin. Druck der Norddeutschen Buchdruckerei und Verlagsanstalt,

Berlin, Wilhelmstraße 32. Fünf Beilagen 6

(einschließlich Börsenbeilage und Warenzeichenbeilage Nr.

und Erste und Zweite Zentral⸗Handelsr

des Sparverkehrs bei der Gesamtheit der deutschen Sparkassen seit dem Jahre 1911 auch noch für die größeren und 11 zten unter ihnen festgestellt worden, wieviel Einzahlungen und Rückzahlungen auf je 100 Sparbücher in jedem Monat gekommen, wieviel von den Einzahlungsposten kleine Beträge bis zu 20 gewesen sind usw. Da von dieser Sonderermittlung jedesmal nicht weniger als 4 bis 5 Milliornen Sparbücher erfaßt worden. sind, die sich auf alle Gegenden Deutschlands verteilen, pieten die gefundenen Zahlen eine sichere Grundlage für die Beurteilung des Verkehrs, der auf einem Sparbuch stattfindet.

Wer nicht in der Praxis steht G 1 ein normales Sparbuch wenigstens monatlich einmal zur Sparkasse wandert. In Wirklichkeit verhält es sich ganz anders. Nach einer zusammenfassenden Darstellung, die Reusch in den Heften 942, 944 und 946 der „Sparkasse“ gibt, kamen in den Jahren 1911 1919 auf je 100 S ü

ist geneigt, anzunehmen, daß

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Es zeigt sich, daß die Gesamtpostenzahl (Einzahlungen und Rück⸗ zahlungen zusammen) in dieser Zeit 204 (i. J. 1916) bis 255 (i. J. 1918) auf je 100 Sparbücher jährlich betragen hat. Somit kamen höchstens 2 ½ Bewegungen im Jahre auf ein einzelnes Sparbuch!

272

Den größten Anteil daran hatten die Einzahlungs posten. Sie schwankten zwischen 102 (i. J. 1916) und 171 (i. J. 1918). Die Zahlen sind bedauerlich niedrig. Selbst in dem günstigsten Jahre mit dem verhältnismäßig lebhaftesten Sparverkehr ist der Durch⸗ schnittssparer noch nicht zweimal zur Sparkasse gekommen, um Ein⸗ zahlungen zu machen! Allerdings wurde der größere Teil dieser Periode durch den Krieg beeinflußt. Nur die ersten drei Jahre sind normale Friedensjahre gewesen, und diese weisen ein G

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geringe Zahl der Rückzahlungen beweist aber auch, wie verfehlt die Behauptungen sind, daß die Spareinlagen nichts anderes als Bank⸗ depositen seien.

Hinsichtlich der Verteilung der Bewegungen (Ein⸗ und Rück⸗ zahlungsposten) auf die verschiedenen Monate der neun Jahre ist festgestellt, daß den lebhaftesten Sparkassenverkehr der Januar mit 5,72 Posten 8s je 100 Sparbücher aufweist. In weitem Abstande folgen Juli, April, März, Oktober, Dezember. Den schwzcsten Verkehr bei den Sparkassen zeigt der November mit 16, 8⸗2 Posten (Einzahlungen und Rückzahlungen zusammen). Die übrigen Mo⸗ nate sind sich fast gleich mit 17 bis 18 Posten. Interessant ist das Studium der Tabellen der erwähnten Veröffentlichung, in denen die Ziffern der Einzahlungs⸗ und der Rückzahlungsposten in den einzelnen Monaten der ganzen Periode zusammengestellt sind. Da⸗ nach weist an Einzahlungsposten die höchste Ziffer der

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