Justizministerium. .“
Zu Oberlandesgerichtsräten sind ernannt: der Landgerichts⸗ rat Dr. Köppel in Breslau bei dem Oberlandesgericht daselbst, die Landgerichtsräte Starck aus Bochum, Doeblin und Litten aus Dortmund in Hamm.
.3u Landgerichtspräsidenten sind ernannt: der Landgerichts⸗
direktor, Geheime Justizrat Schaltenbrand aus Trier in Neuwied und der Oberstaatsanwalt Dr. Engelmann aus Hamm in Schweidnitz.
Der Landgerichtsrat Hauß in Neuwied ist zum Land⸗ gerichtsdirektor in Trier ernannt.
Dem Landgerichtspräsidenten, Geheimen Oberjustizrat Bacmeister in Neuwied, dem Landgerichtsdirektor, Geheimen Justizrat Stüber bei dem Landgerichte II in Berlin, dem Landgerichtsrat, Geheimen Justizrat Dr. Kleinmann in Hanau und den Amtsgerichtsräten, Geheimen Justizräten Hahn und Wilde bei dem Amtsgerichte Berlin⸗Mitte ist die nachgesuchte Dienstentlassung mit Ruhegehalt, dem Land⸗ gerichtsrat Dr. Ubach in Frankfurt a. M. und dem Amts⸗ gerichtsrat Gaebel in Kattowitz die nachgesuchte Dienst⸗ entlassung erteilt.
Die Amtsgerichtsräte Bruno Müller vom Amtsgericht Berlin⸗Mitte und Hasse vom Amtsgerichte Berlin⸗Schöneberg sind infolge ihrer Bestellung zu ständigen Mitarbeitern bei der Hauptverwaltung der Staatsschulden mit der Amtsbezeichnung Finanzrat aus dem Justizdienste geschieden.
Versetzt sind: der Landgerichtsrat Simson in Düsseldorf und der Amtsgerichtsrat Opperm ann in Essen als Land⸗ gerichtsrat nach Göttingen, der Landgerichtsrat Kremers in Neuwied nach Wiesbaden, der Amtsgerichtsrat Dr. Oehlert aus Pillkallen als Landgerichtsrat nach Tilsit, der Landgerichts⸗ rat Dr. Müller in Halle a. S. und der Amtsgerichtsrat Dr. Albrecht aus Filehne als Landgerichtsrat nach Naumburg g. S., die Amtsgerichtsräte: Schulz in Sensburg nach Cottbus, Wolff aus Nawitsch nach Finsterwalde, Bayer aus Krotoschin nach Prausnitz, Fischenich in Sobernheim nach Erkelenz und Heinemann in Kaukehmen nach Allenstein.
Zu Landgerichtsräten sind ernannt: der Landrichter Fritze und die Gerichtsassessoren Dr. Friedrich Engel und Dr. Heid⸗ rich in Beuthen i. O. Schl., der Landrichter Schmalz und der Staatsanwalt Ahlemann in Gleiwitz, der Landrichter
Christian in Oppeln, der Landrichter Hünerfeld in
ibor, der Landrichter Laux und der Amtsrichter Buschung Wiesbaden und der Staatsanwalt Mestwerdt in Arnsberg. 1 Zu Amtsgerichtsräten sind ernannt: der Landrichter Plaetschke sowie die Gerichtsassessoren Dr. Figge und Dr. Seidler in Beuthen i. O. Schl., der Amtsrichter Klose und der Gerichtsassessor Hawranke in Gleiwitz, der Gerichtsassessor Laskowicz in Kattowitz, der Amtsrichter Knorn und der Gerichtsassessor Dr. Paul Wachsmann in Königshütte, der Gerichtsassessor Dr. Schieb in Loslau, die Gerichtsassessoren Dr. Dienemann und Friedrich Vogel in Myslowitz, der Landrichter Walter Berndt in Oppeln, der Amtsrichter Schorske in Pleß, der Amtsrichter Dr. Stiff in Solingen, der Gerichtsassessor Braukmann in Meisenheim, der Gerichts⸗ assessor Knobe in Bialla, die Amtsrichter Dr. Heidebroek und Gustav Neubert in Eisleben.
Die Amtsgerichtsräte Pfeffer in Goldap und Dr. Pflanz in Dt. Eylau sind gestorben.
Zu Handelsrichtern sind ernannt: die Kaufleute Hans Putsch, Hans Boom, Dr. W. Carl, der Ingenieur Johannes Körting und der Fabrikbesitzer Richard Dörrenberg in Düsseldorf sowie der Kaufmann Peter Kamper in Neuß bei dem Landgericht in Düsseldorf, der Kaufmann Jakob Staadt dem Landgericht I in Berlin, der Kaufmann Emil Belt . in M.⸗Gladbach, der Kaufmann Fritz Zilske in Königs⸗ berg 4. Pr. und der Stadtrat Eduard Stach in Elbing. 8 Kaufge stelverxtretenden Handelsrichtern sind ernannt: der Kaufmann Richard Grzimek in Breslau, der Justizrat Doermer in Leverkusen, der Prokurist Dr. Neimbanb G.seira
rmer in kusen, der Prokurist Dr. Reinhard Heynen der Fabrikbesitzer Mar Leoni in Dissseldorf, die Kaufleute Rudolf Krautheim in Reisholz, Hubert Krischer, Gustap Langendorf, Ernst Lüns in Düsseldorf, Heinrich Schmitz
S IBH ) He ) Schmiz in Opladen, „Kornelins Thywissen und Nlerander Müller in Neuß bei dem Landgericht in Düsseldorf, die Kaufleute Ludwig Pohl und Otio Holz, der Fabrikdirektor Phil Karl Heyl und der Bankdirektor Fritz Weyrauch in Ftemi⸗ furt a. M., der Fabrikbesitzer Rudolf Jentzsch in Biebrich bei dem Landgericht in Wiesbaden, der Kauf⸗ mann Konrad Schrötter in Königsberg i. Pr., die Kaufleute Fritz Lenzner, Karl Brauer und Rudolf Riedel sowie der Brauereidirektor Ernst Meyer in Stettin, viederernannt: die Kaufleute Richard Pflau m in Char⸗ 11“ und Georg Lewin in Berlin bei dem Landgericht 1 “ und der Kaufmann Gustav Schiffers in M.⸗
Dem Obersta c Feheimen Justizrat Clodins; Göttingen ist übaafegamag. Pebe mten Fee“ “ hgesuchte Dienstentlassung mit Ruhegehalt
Versetzt sind: der Staatsanwaltschaftsrat Oelrichs von der Staatsanwaltschaft des Landgerichts III an die Staats⸗ anwaltschaft des Landgerichts I in Berlin und der Staats⸗ anmartschaftsrat Fitschen in Duisburg nach Köslin. “ 8 Sun⸗ ““ ddes Staatsanwaltschaftsrats Ho otz von
gatsanwaltschaft des Landgerichts III an die Staats⸗ anwaltschaft des Landgerichts I in Berlin ist zurückgenommen
Der Staatsanwalt Dr. Karl Pohl ist zum Stagte⸗
I“ st zum Staats⸗ anwaltschaftsrat in Beuthen i. O. Schl. ernannt. fab Zen Z1ö1“ in Brandenburg g. H.
* ss mit Ruhegehalt erteilt. nachgesuchte Dienstentlassung
Zu Strafanstaltsdirektoren sind ernannt: der Strafanstalts⸗ oberinspektor Hammermeister vom Untersuchungsgefängnis in Berlin in Brandenburg a. H., der Strafanstaltsvorsteher Kemner aus Elberfeld in Luckau, der Strafanstalts⸗ oberinspektor Sickert aus Lüneburg in Ratibor, der Strafanstaltsvorsteher Dommes aus Lüneburg g Hameln, der Gerichtsassessor Biesenthal in Frankfurt
4
a. M.⸗Preungesheim, der Strafans⸗ - Cöö6
CEöüg'“ „ der Strafanstaltsoberinspektor Eber aus 11“ a. H. in Glückstadt, der Straf enss Kremin aus Münster i. W. in Neu⸗ ünster in 8 = 518 8 22 02 55 ⸗ .2* U⸗ Enben, un der Staatsanwaltschaftsrat Groß aus Posen in
Der Ar Ssi is müoso K 8 ö Pitschenus tssiten istinongewiesen den Notaren: Justizrat E. .“ in Gransee, Justizrat Stenschke aus Wongrowis in Görliz, Peters aus Pleschen in Bitterfeld
und 3 81 aus Grimmen in Stepenitz. —
u Notaren sind ernannt: der früͤ⸗ s is 1 8 iher elsaß⸗lothringische
Leo W 1 — elsaß gisch Notar Leo Weber aus Verny in Rhaunen, die Rechtsanwälte:
Dr. Max Kollenscher in demjenigen Teile der Stadt Berlin, der zum Bezirke des Amtsgerichts Berlin⸗Mitte gehört, Ludwig Bremer und Emil Kürschner in Angermünde, Paul Zühls⸗ dorff in Arnswalde, Kurt Müller in Bernstadt (Schles.), Dr. Hugo Becker, Dr. Anton von Chmielewski, Georg Elguther, Hans Kirsch, Bruno Kudera, Rudolf Petrich, Dr. Anselm Schmidt, Dr. Georg Weißmann und Theodor Werner in Beuthen i. O. Schl., Justizräte Salo Besser, Georg Bick, Kurt Hennig sowie die Rechtsanwälte Dr. Walter Fritsch und Dr. Georg Marck in Breslau, Arthur Langer und Dr. Adolf Reiprich in Rybnik, Fritz Scholz in Wüstegiersdorf, Dr. Ludwig Cob⸗ liner in Blumenthal, Justizrat Fritz Behrmann, Justiz⸗ rat Dr. Karl Rathgen, Dr. Hans Stisser und Erich Stüdemann von Ehrenstein in Hannover, Friedrich Bruns in Melle, Emil Beermann in Bad Pyrmont, Wilhelm Lamberty aus Rheinbach in Straelen (Amts⸗ gerichtsbezirk Geldern), Wilhelm Staeps in Hagen i. W., Walter Kabilinski in Löbejün, Dr. Karl Heidrich, Jo⸗ hannes Kliem und Paul⸗ Felimae in Nordhausen, Justiz⸗ räte Carl Levy, Dr. Moritz Nadelmann, Richard Wolpf und die Rechtsanwälte Dr. Conrad Berndt, Dr. Hans Moses, Wolf Schön und Dr. Max Steinmetz in Stettin
In der Liste der Rechtsanwälte sind gelöscht die Rechts⸗ anwälte: Otto Ullmann bei dem Landgericht I in Berlin, von Meyer bei dem Landgericht in Frankfurt a. M., Dr. Hedding bei dem Landgericht in Köln, Fuhrmann bei dem Amtsgericht und dem Landgericht in Neisse, Alberts bei dem Amtsgericht und dem Landgericht in Koblenz, Dr. Max Peusquens II. bei dem Amtsgericht und dem Landgericht in Köln, Schwartze bei dem Amtsgericht in Seelow, Bambauer bei dem Amtsgericht in Meisen⸗ heim, Lamberty bei dem Amtsgericht in Rheinbach, Dr. Beyer bei dem Amtsgericht in Pr. Eylau, Hahn bei dem Amtsgericht in Barth, Werdin bei dem Amtsgericht in Grimmen und Wodtcke bei dem Amtsgericht in Stepenitz. Mit der Löschung der Rechtsanwälte Dr. Beyer in Pr. Eylau und Wodecke in Stepenitz ist auch ihr Amt als Notar erloschen.
In die Liste der Rechtsanwälte sind eingetragen die Rechts⸗ anwälte: Ernst Büscher aus Berlin⸗Pankow, Michaelis aus Berent und Wübken aus Graudenz bei dem Landgericht I in Berlin, Dr. Georg Loewenstein aus Graudenz bei dem Landgericht III in Berlin, Keiler aus Schweidnitz bei dem Landgericht in Breslau, Dr. Hugo Hirschberg, bisher bei dem Oberlandesgericht in Frankfurt a. M., und Dr. Lünen⸗ bürger aus Straßburg i. Elsaß bei dem Landgericht in Frankfurt a. M., Damm aus Frankfurt a. M. bei dem Landgericht in Neuwied, Schrader aus Diedenhofen bei dem Landgericht in Stettin, Preuß aus Schneidemühl bei dem Amtsgericht Berlin⸗Mitte und dem Landgericht I in Berlin, Justizrat Stenschke aus Wongrowitz bei dem Amtsgericht und dem Landgericht in Görlitz, Justizrat Pitsch aus Grau⸗ denz bei dem Amtsgericht in Gransee, Peters aus Pleschen bei dem Amtsgericht in Bitterfeld und Werdin aus Grimmen bei dem Amtsgericht in Stepenitz, die früheren Rechtsanwälte: Dr. Albert Haas bei dem Ober⸗ landesgericht in Köln und Franz Löwisohn bei dem Land⸗ gericht I in Berlin, die Gerichtsassessoren: Dr. Erwin Feld bei dem Landgericht I in Berlin, Robert Haas bei dem Land⸗ gericht in Düsseldorf, Dr. Rudolf Kupfer bei dem Landgericht in Wiesbaden, Schöbel bei dem Amtsgericht und dem Land⸗ gericht in M.⸗Gladbach, William Boettcher bei dem Amts⸗ aericht und dem Landgericht in Königsberg i. Pr. und Kesssel assessoren: Knaack bei dem Amtsgericht und dem Landgericht I g Apfelbaum bei dem Amtsgericht und dem “ in Köln und Dr. Glang bei dem Amtsgericht in 1pI Frts 314 9 „
dagen i. W., Justizrat Zander in Erfurt, Lüdtke in 1“ Notar Dr. Kleine in Hannover sowie “ mwalt Karl Fehl in Frankfurt a. M. sind
Thürling im Reichsministerium Klaus Henning, Dr. Schwandt und Dr. Kyll infolge ihrer Uebernahme in die Neichsfinanzverwaltung unter Ernennung zu Regierungsräten, Dr. Viktor 1 nennung zum Regierungsrat und Mitglied beim Reichsausschuß für den Wiederaufbau der Handelsflotte, Dr. Stephany cä. folge seiner Uebernahme in den Neichsdienst unter Verleihun einer planmäßigen Legationssekretärstelle, Friedrich Heintze 88 folge seiner Uebernahme 1 b enung zum Regierungsassessor, Zuhorn infolge seiner als Finanzamtmann in · ltun Remak, Schnütgen
Zu Gerichtsassessoren sind ernannt: die Referendare Schramme, Dr. Erwin Reiche, Etzold, Dr. Erich Kuß⸗ mann, Dr. Werner Neimer, Johannes Hildebrandt Walter, Schröder, Wolfgang Merten, Pajunk, Wronker⸗Flatow, Noodt, Dr. Zarinzansky, Engel⸗ berg, Dr. Adalbert Bauer, Dr. Hans Voß, Dr. Karl Weber, von Nauschenplat, Dr. Alfred Liedtke, D Tichauer und Karl Schultz im Bezirk d am dth. Tichauer Zultz im Bezirk des Kammergerichts Triedrich Adler, Dr. Gießmann, Dr. Ro esch, Weigang, Friebrich Rüdiger, Dr. Knobloch und Dr. Alfred W. lf f im Bezirk des Oberlandesgerichts zu Breslau Dr. Canthal im Bezirke des Oberlandesgerichts zu Cassel, dr. Nottmeyer, Dr. Andrée, Dr. Karl Heimann, Broeckermann und Dr. Dohmen im Bezirk des Ober⸗ landesgerichts zu Düsseldorf, Dr. Erwin Seligmann und Maximilian Sauerborn im Bezirk des Oberlandesgerichts zu Frankfurt a. M., Westrick, Bahlmann, Hermann Zur⸗ horst, Dr. Hollinde, Röcken, Bütfering und Ferdinand Wessel im Bezirk des Oberlandesgerichts zu Hamm Sidon, Heinrich Breuer, Dr. Schoeller, Dr. Joachim „Keßler, Felix, Surén, Joseph Heinen, Weyersberg, 8 Dr. Walter NRothschild un Dr. Warler im Bezirk 8 des Oberlandesgerichts zu Köln, Dr. Kurt Jacobson, Bänfer, Nudzio und Köppe im Bezirk des Oberlandesgerichts zu Königsberg i. Pr., Boll⸗ mann, Dr. Erich Lehmann, Heydrich und Paul Nicolai im Bezirk des Oberlandesgerichts zu Namburg a. S., Perez ö 1 öG 1 ddesgerichts zu Posen, Knitter, Willi Junker und Schoppen im Bezirk des Oberlandes⸗ “ hopy im Bezirk des Oberlandes⸗ “ dem Justizdienst sind geschieden die Gerichts⸗ Messoren: Moßdorf und Dr. Tettenborn infolge ihrer Ernennung zu Regierungsräten im Reichswirsschaftsministerium infolge seiner Ernennung zum Regierungsrat für Ernährung und Landwirtschaft
Böttcher infolge seiner Er⸗
in den Reichsdienst unter Ernennung rn Uebernahme die Reichsschatzverwaltung, B artsch, und Graf von Spee infolge ihrer
Uebernahme in die allgemeine Staatsverwaltung unter Er⸗
1 1
2 1
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8
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rungsminister Italiens und Deutschlands und unter
des Reichsrats
stimmung erteilt: Aufhebung der
Ersatzlebens mitteln Bayerns, betreffend Herabsetzung des Ausmahlungsgrads für vebatgthech, 3. dem Entwurf einer i. hebung kriegswirtschaftlicher Vorschriften auf dem Gebi r hebung kriegswirtz Vor ebiete der öffentlichen Fleischver 1 b
regierung dem Völkerbund, der sich am 15. September der Volksbefragung in EGupen und Malmedy befassen wird,
nahmen zugehen lassen,
48 8
nennung zu Regierungsassessoren sowie Max Palm infolge seiner Uebernahme in die Staatsbergverwaltung.
Den Gerichtsassessoren Edgar Bergmann, Brügge⸗ mann, Dr. Canthal, Dr. Erich Damerow, Disch, Dr. Elkisch, Dr. Graubner, Harder, Dr. Kurt Hasse, Haß, Dr. Georg Hoffmann, Fritz Jaspers, Hubert Keil, Dr. Kießling, Dr. Klausener, Dr. von Kobyletzki, Kredel, Dr. Krekeler, Dr. Kristeller, Heinrich Krümmel, Krüttgen, Dr. Leschke, Liman, Dr. Loben, Dr. Freiherr von Mayer, Dr. Erich Müller, Dr. Paulsen, Pfeil, Dr. Philippi, Piper, Dr. Prelle, Dr. Rohkrämer, Dr. Roß, Bernhard Salzmann, Dr. Schloßer, Schmekel,
Schulze, Dr. Josef Sommer, Joseph Stephan, P Stolze, Dr. Karl Vincke, Dr. Max Wenzel und Kar Eg ist die nachgesuchte Entlassung aus dem Justizdienst erteilt.
sind gest
8
Bekanntmachung. b 1 Auf Grund der Bekanntmachung des Bundesrats über Errichtung von Preisprüfungsstellen und die Versorgungs⸗ regelung vom 25. September/4. November 1915 (Reichs⸗Gesetzbl. S. 607 und 728) in Verbindung mit § 117 des Kohlenwirt⸗ schaftsgesetzes vom 23. März 1919 und der Anordnung der Landeszentralbehörden über die Errichtung des Kohlenverbandes Groß Berlin vom 21. August 1917 wird für das Gebiet des Kohlenverbandes Groß Berlin, nämlich die Stadtkreise Berlin, Charlottenburg, Neukölln, Berlin⸗Schöneberg, Berlin⸗Lichtenberg, Berlin⸗Wilmersdorf, sowie die Landkreise Teltow und Nieder⸗ barnim mit Genehmigung der Staatlichen Verteilungsstelle fü Groß Berlin in Abänderung der Bekanntmachung des Kohlenverbandes Groß Berlin über Festsetzung von Kokspreisen vom 29. Mai 1920 (J.⸗Nr. L 1053/20) folgendes bestimmt: 81
Der § 1 Abs. 2 erhält folgende Fassung: Der Preis ermäßigt sich, soweit der Koks von dem auf den Hof des Grundstücks gefahrenen Wagen durch den Wagenführer ohne Mit⸗ wirkung anderer Arbeiter abgeworfen wird, um 15 ₰ je Zentner, soweit der Koks auf dem Straßendamm vor dem Grundstück de Verbrauchers abgeworfen wird, um 25 % je Zentner, bei Selbst⸗ abholung durch den Verbraucher um 1 ℳ je Zentner. 8 2 8 4 Ddiese Bekanntmachung tritt mit dem Tage der Veröffentlichung Berlin, den 9. September 1920. 1 . Der Kohlenverband Groß Berlin. Wermuth.
T8W 3868 8 8“ Dem Kaufmann Stefan Kraft,
darfs gestattet. Essen, den 10. September 1920.
Bekanntmachung.
Auf Gr 8 Pelanntmgch ug zur
d dor eubn vöndäandel vom 25.
Verfügung vom heutigen Tage den ständen des täglichen in bezug auf diesen Handelsbetrieb unte rsagt. Berlin O. 27, den 8. September 1920.
Der Polizeipräsident. Abteilung W. J.
Handel
(Fortsetzung des Amtlichen in der Ersten Beilage.)
Nichtamtliches. Deutsches Reich. 1 In der am 10. September 1920 unter dem Vorsitz des
Reichswirtschaftsministers Dr. Scholz abgehaltenen Vollsitzung
wurde den folgenden Entwürfen die Zu⸗
1. dem Entwurf einer Verordnung zur
Verordnung über die Genehmigung von vom dem
7. März 1918, 2. dem Antrag Verordnung üher Auf⸗ orgung, 4. dem Entwurf einer Verord⸗
† g „† 2 3 7 nung über. Masnahmen zur Sicherung der Fleischversorgung n der Uebergangszeit nach Aufhebung der Zwangswirtschaft,
5 om 5 ; * 5 . 4 5. dem Entwurf einer Verordnung über die Ermittlung und
geberweisung der den Ländern und den Gemeinden zustehenden
Anteile an der Umsatzsteuer.
en Kabinetten in
um durchgreifende Maßnahmen zur
Wie „Wolffs Telegraphenbüro“ erfährt, wird die Neichs⸗ mit
eiteres Material über die rechts⸗ und vertragswidrigen Maß⸗ 8 hen! durch die die belgischen Behörden die reiheit der Abstimmung in diesen beiden Kreisen unter Ver⸗ tung ausdrücklicher Versprechen beeinträchtigt und das Zu⸗
standekommen einer wirklichen Volksbefragung verhindert haben.
Auf der von der italienischen Regierung veranlaßten
deutsch⸗italienischen Ernährun gskonferenz, die, wie
eldet, am 6. September in Anwesenheit der beiden Ernä Teilnahme
je
eines Vertreters der englischen und französischer
Regierung
eee]
2
Schönheit, Schramme, Dr. Ludwig Schroeder, Franz
Die Gerichtsassessoren Oskar Fischer und Dr. Stadion
8
Deutschland
em ann Essen⸗Ruhr, Emmastraße 5, habe ich die Wiederaufnahme des Han dels mit Lebens⸗ und Futtermitteln und Gegenständen des täglichen Be⸗
ing.; Fe ihiler gcgertverläfsiger
8 1 . September 1915 (RGBl. S. 603) 2 b
Fe ich veh r Ernst Schulz und der “ 8
Feims, beide in Berlin, Hollmannstr. 12, wohnhaft, durch
— mit Gegen⸗
Bedarfs wegen Unzuverlässigkeit
Die Reichsregierung hat bei der Friedenskonferenz in Paris, dem Heiligen Stuhl und “ und Rom unter eingehender Darstellung er gefährdeten Lage in Oberschlesien erneut ernste Vor⸗ erhohen. iederherstellung vertrags⸗ und gesetzmä Zustä G eerher dertrags⸗ un äßiger Zustän Oberschlesien zu erwirken. ““
8 8
8 8
Mitteilungen in wesentlichen Punkten ergänzt wurden.
pesondere mit Nachdruck die Notwendigkeit in den Vordergrund, in
durchaus ungenügend ist.
Regierungen der alliierten Mächte in den Verhandlungen in Spaa
—
hob ausdrücklich hervor, daß die Regelung dieser Frage zur ausschließ⸗ daß er diese Frage daher nicht angeschnitten habe, damit sie auf der
mals die entscheidende Bedeutung dieser Frage für die Ernährung der deutschen Bevölkerung, besonders der deutschen Bergarbeiter, zu unter⸗ streichen, welch' letztere in Ausführung des Spaa⸗Abkommens erhebliche
und erklärte sich bereit, auch seinerseits auf eine beschleunigte Rege⸗ lung der Frage bei Vorschlag des Ministers Soleri wurden zwei Kommissionen für die Beratung der Einzelfragen eingesetzt, und zwar eine Kommission für die Fragen der Getreide⸗ und Düngerversorgung und eine zweite für
von eingehenden Beratungen über diese Gegenstände ab. Hierbei
Ddankte für die 2 nahme und gab der Hoffnung Ausdruck, daß Italien mit der Kon⸗ ferenz von Stresa einen weiteren Schritt zur positiven Zusammen⸗ arbeit der allijerten Mächte und Deutschlands f 5 gebiete getan habe.
Hermes sprach den Dank der Reichsregierung dafür aus, daß
die Lieferungsmöglichkeiten Italiens auf dem Gebiete der Ernährung in allen Einzelheiten erörtert, wobei es sich als zweckmäßig ergab, gewisse Lieferungsmöglichkeiten Italiens einer weiteren eingehenden
Prüfung zu unterziehen.
und außereuropäischen Märkten gab den beiden Delegationen wert⸗ vpolle Informationen und förderte den Wunsch zu Tage, den Gedanken
über
übertrieben, teilweise sogar als falsch herausgestellt haben. Daß die Lage der Provinz keineswegs leicht ist, weiß jeder
wird aber im Reich der Eindruck erweckt, als wenn in Ost⸗ preußen die
“ v116“ 8 auf der Isola Madre bei Stresa eröffnet und am 7. Sep tember abends geschlossen wurde, bezeichnete der Präsident der Konferenz, Minister Soleri, in seiner Eröffnungsrede als Zweck der Konferenz die Notwendigkeit einer eingehenden Aussprache über Mittel und Wege zur Verbesserung der Er⸗ nährungslage Deutschlands und die Mitwirkung Italiens hierzu im Rahmen der gemäß Ziffer 6 des Protokolls von Spaa von Italien zu leistenden Vorschüsse. Der Reichsminister Dr.
die italienische Regierung durch die Anberaumung der Konferenz von Stresa die Möglichkeit zu einer Fortsetzung der in London eingeleiteten Verhandlungen über die Verbesserung der deutschen Ernährungslage geschaffen habe, und gab anschließend eine Schilderung des gegenwärtigen Zustandes der Ernährungsver⸗ hältnisse Deutschlands, wobei die bereits in London gemachten
Wie „Wolffs Telegraphenbüro“ mitteilt, stellte Dr. Hermes ins⸗
erster Linie die Brotration als die Grundlage der Ernährung sicher⸗ zustellen und gleichzeitig die Qualität wesentlich zu verbessern, die trotz einer in der letzten Zeit eingetretenen leichten Besserung noch Die hierzu erforderliche Einfuhrmenge an Brotgetreide müsse daher vor allem geliefert werden. Zusammen⸗ fassend betonte er, daß die Sanierung der deutschen Ernährungswirt⸗ schaft nicht durch eine vorübergehende bessere Zufuhr von Lebens⸗ mitteln, sondern nur durch eine langsame, aber stetige Hebung des Ernährungsniveaus erreicht werden könne. Dies aber sei, wie die
und in dem endgültigen Protokoll anerkannt hätten, nur mit deren Hilfe möglich. Um aber diese von den alliierten Mächten zugesagte Unterstützung wirksam werden zu lassen, sei es erforderlich, daß die Bedingungen, unter denen die Vorschüsse zur Verfügung gestellt werden, die allmähliche Sanierung der deutschen Ernährung ermöglichen. Dr. Hermes lichen Zuständigkeit der Reparationskommission in Paris gehöre, und
Konferenz in Stresa zur Erörterung gestellt werde, sondern um noch⸗
Mehrleistungen übermmommen hätten. Der Minister Soleri nahm von diesen Darlegungen Kenntnis
N*
der Reparationskommission hinzuwirken. Auf
leisch, Fett, Oelen und anderen Nahrungs⸗
die Versorgung mit ing Die Kommissionen hielten eine Reihe
mitteln sowie Rohstoffen.
wurden insbesondere die Einfuhrnotwendigkeiten Deutschlands und
Die italienische Delegation erklärte sich bereit, die hierfür erforderlichen Unterlagen hinsichtlich der Preise und Lieferungsbedingungen beschleunigt zur Verfügung zu stellen. Der Gedankenaustausch über die Bezugsmöglichkeiten auf den europäischen
einer zukünftigen Kooperation technisch weiter zu prüfen.
In der Schlußsitzung gab der Präsident der Konferenz, Minister Soleri, einen zusammenfassenden Ueberblick über die Ergebnisse der Konferenz und sprach seinen Dank für die Beteiligung Deutsch⸗ lands, Englands und Frankreichs aus. Der Reichsminister Dr. Hermes der deutschen Delegation zu teil gewordene Auf⸗
uf dem Ernährunge
Preußen. In letzter Zeit haben die Blätter mehrfach Nachrichten Ostpreußen gebracht, die sich, wie „Wolffs Tele⸗ graphenbüro“ mitteilt, bei ruhiger Betrachtung der Dinge als
Einsichtige. Durch die übertriebenen und falschen Meldungen
öffentliche Ordnung auch im Innern nicht gesichert sei. Auf Grund dieser Meldungen glauben viele Fabrikanten und Kaufleute in der Mitte und im Westen des Reichs Anlaß zu haben, den ostpreußischen Beziehern, Land⸗ wirten, Handwerkern, Kaufleuten und Industriellen Kredit nicht gewähren zu können und besonders harte Zahlungs⸗ bedingungen vorschreiben zu müssen. Es sei deshalb mit allem Nachdruck von der obersten Leitung der Provinz darauf hinge⸗ wiesen, daß ein Grund zu derartigen Krediters chwernissen nichtbesteht. Die öffentliche Ruhe und Ordnung ist in Ostpreußen mindestens ebensogut wie in anderen Teilen des Reichs. Reichswehr und Sicherheitspolizei sind völlig zuverlässig und ihren Aufgaben im Innern durchaus gewachsen. Ihre Ergänzung durch Orts⸗ und Grenzwehren bietet genügend Gewähr dafür, daß Ostpreußen auch schweren Situationen gegenüber Geschlossenheit zeigen wird. Umfassen sie doch, da nur die Unabhängigen die Beteiligung abgelehnt haben, alle übrigen Parteien — eine Einmütigkeit, wie sie wohl nirgendwo sonst von der Führung der Verwaltung erreicht werden konnte. Die zähen wirtschaftlichen und moralischen Kräfte der Ostpreußen sind eine gute Bürgschaft. Die Lage der Provinz weit im Osten ist ein so günstiges Moment für die Anknüpfung wertvoller Handelsbeziehungen, daß die einzelnen deutschen Fabriken und Kaufleute allen Anlaß haben, sich in Ostpreußen durch entgegenkommende Geschäfts⸗ handhabung Einfluß und Verbindung zu sichern, statt sie zu untergraben.
Das Deutsche Febiteske eceg in Kattowitz hat an die interallijerte Kommission in Oppeln laut Meldung des „Wolffschen Telegraphenbüros“ folgende Ein⸗ gabe gerichtet:
Das neue Tumultschadengesetz vom 12. Mai 1920 hat für das oberschlesische Abstimmungsgebiet noch keine Geltung erlangt, da die Interalltierte Kommission es bisher noch nicht in Kraft gesetzt hat. Infolgedessen ist die oberschlesische Bevölkerung, die bisher schon sehr stark unter der unmittelbaren Einwirkung von Tumulten und Unruhen an Leben, Gefundheit und Vermögen zu leiden hatte, und bei der dauernd zunehmenden Spannung und Erregung in der Bevölkerung auch weiterhin noch solche zu erwarten hat, außerstande, ihre billigen Schadenersatzforderungen gegen den Staat geltend zu machen. Dieser Zustand der Rechtsunsicherheit, um nicht zu sagen Rechtlofigkeif hat zu lebhafter Beunruhigung der Bevölkerung geführt und ist unseres Erachtens nicht mehr länger auszuhalten. Wir richten daher an die Interalliierte Kommission die ergebene Bitte, das deutsche Tumult⸗ schadengesetz vom 12. Mai 1920 unverzüglich in Kraft zu setzen.
8
Die Unsicherheit in Oberschlesien nimmt immer
Im Kreise Rybnik ist die polnische Verhetzung so weit gediehen, daß selbst die deutschen Kinder auf den Straßen mit Steinwürfen und Schlägen verfolgt werden. Selbst die Frauen werden gehindert, am Brunnen Wasser zu holen. Die deutsche Bevölkerung sucht, soweit sie eine Möglichkeit dazu hat, die Gegend zu verlassen. Für das Verhältnis zwischen Franzosen und Polen ist folgender Vorgang bezeichnend, den das Zentrumsorgan die „Volksstimme“ in Rybnik meldet. Zwei Korporale und drei Mann in französischer Uniform verlangten von der Schwägerin eines Gastwirtes, daß sie polnisch spreche und ihnen französische Spielkarten aus⸗ liefere. Dem ersteren Verlangen kam die Frau nach, fran⸗ zösische Karten hatte sie nicht. Darauf drangen die Sol⸗ daten mit Messern auf sie ein. Auf ihrer Flucht kam ihr Schwager, der Gastwirt Ogorok, ihr entgegen. Er erhielt von den Franzosen zwei Ohrfeigen, die er hinnahm, um sie nicht zu reizen. Ohne Ursache versetzte ihm darauf ein Franzose einen Messerstich in die Hand, ein zweiter warf ein Glas gegen den Buffetschrank. Darauf setzte ein allgemeiner Angriff auf den Gastwirt ein. Er wurde mit Messern und Bajonetten schwer mißhandelt, wobei einer der Franzosen äußerte: Meine Brüder sind im Kampfe gegen die Deutschen ge⸗ fallen, dafür müssen alle Deutschen sterben. Der Mißhandelte wurde dann aus dem Fenster auf den Hof geworfen, wo er schwer verletzt liegen blieb. Die Angreifer versuchten eine vergebliche Jagd auf die Schwägerin, die über die Felder flüchtete. Nachher suchten sie den verwundeten Ogorek, offenbar um ihm den Todesstoß zu versetzen. Er war jedoch inzwischen in Sicherheit gebracht worden.
Im Kreise Pleß wurde am gleichen Mittwoch Abends ein Pfarrer von bewaffneten Polen im Pfarrhause mißhandelt. Alle Wertgegenstände, darunter ein größerer Geldbetrag und Silbergeschirr, wurden geraubt.
In Laurahütte setzte die polnische Bürgerwehr einen Be⸗ amten der blauen Polizei gefangen, der einen Polenführer wegen Urkundenfälschung verhaftet und nach Kattowitz gebracht hatte. Sie erzwang dadurch von der Polizeidirektion in Kattowitz die Freilassung des Verbrechers.
Sogar im Landkreise Oppeln greift das polnische Banden⸗ vesen derart um sich, daß die deutsche Bevölkerung in ständiger Angst um Leben und Besitz ist und die größeren Orte freiwillige Sicher⸗ heitstruppen gebildet haben, die Nachts die Dörfer abpatrouillieren. Auf einen Schutz durch die Interalliierte Kommission rechnet niemand mehr.
— 8 5
Am 7. September fand in Przelaika durch eine Ge⸗ richtskommission, der vier Soldaten zum Schutze beigegeben waren, die Feststellng der neun Opfer des Aufruhrs statt. Von den Leichen wurden drei identifiziert, die übrigen Opfer sind unbekannt. Zwei Leichen wiesen Herzschüsse auf. Bei vier Leichen wurde Zerreißung der Lunge infolge Schuß⸗ verletzung festgestellt. Bei einzelnen Leichen war die Schädel⸗ decke zertrümmert, einer Leiche fehlte der Unterkiefer. Bei einer anderen Leiche waren Bauchwand und Leber durch Bajonettstiche verletzt. Die weitere amtliche Untersuchung ist im Gange.
8
die österreichische Regierung hat als Delegierte zur tionalen Finanzkonferenz in Brüssel den
ekretär für Finanzen Dr. Neisch und den Sektionschef s Staatsamts für Aeußeres, Dr. Schüler, ernannt.
Pere
Ungarn. Das Ungarische „Telegraphen⸗Korrespondenz⸗Büro“ meldet, daß man an kompetenter Stelle Gewicht auf die Feststellung legt, daß das durch den „Daily Herald“ ausgesprengte Gerücht über ein angebliches französisch⸗ungarisches Handels⸗ abkommen bereits durch den Wiener ungarischen Gesandten Dr. Gratz in der „Neuen Freien Presse“ dementiert worden ist. Es wird gleichzeitig erklärt, daß die Mitteilung mehrerer Blätter, wonach. Ungarn ein geplantes deutsch⸗ ungarisches Handelsabkommen nicht ratifizieren wolle, vollständig aus der Luft gegriffen ist. ö
Großbritannien und Irland.
Der englischen Regierung hat Kamenemw nach einer Meldung des „Telegraaf“ mitgeteilt, daß er von Tschitscherin eine Note erhalten hat, worin gefordert wird, daß Rußland an der Donaukonferenz teilnimmt. In der Note wird erklärt, daß die Donaufrage für Sowjetrußland und die Ukraine eine Lebensfrage bilde.
— Die vorläufige Tagesordnung der ersten Sitzung der Völkerbundsversammlung ist dem „Tele⸗ graaf“ zufolge nunmehr bekanntgegeben worden. Daraus sind Punkte hervorzuheben:
Zulassung der Staaten, die in der Beilage des Völkerbund⸗ vertrages genannt sind; vorläufige Festsetzung des Sitzes für 1921; Pläne für die Errichtung des permanenten internationalen Gerichts⸗ hofes; Errichtung einer permanenten Gesundheitsorganisation; Er⸗ richtung einer permanenten Organisation, um die Frage, betreffend internationale Verbindungen und Verkehr, die laut Friedens⸗ vertrag von Versailles zu den Befugnissen des Bundes ge⸗ hört, zu behandeln; Gerichtshöfe zur Beilegung von Streitig⸗ keiten, die in den Artikeln 336, 337, 376 und des Versailler Vertrages und den gleichlautenden anderer Verträge (mit Bezug auf die
Friedensvertrags usw.) vorgesehen sind; Vorschläge der internationalen
inanzkonferenz; Vorschläge für die wirtschaftliche Waffe des Bundes, die im Notfall gebraucht werden soll; Oberaufsicht über die Aus⸗ führung der Abkommen, betreffend den Handel mit Frauen und Kindern; Anträge mit Bundesvertragsvorschlägen der dänischen, nor⸗ wegischen und schwedischen Regierungen; allgemeine Oberaufsicht über die Ausführung der Abkommen mit Bezug auf den Handel mit Opium nach Artikel 23 des Friedensvertrags.
— Die „Daily Mail“ meldet, daß die Entw 8 Deutschlands rasch vor sich gehe. Unter Aufsicht der alliierten Kommission seien bereits mehr als 27 000 Geschütze unbrauchbar gemacht worden. Jede Woche würden 1000 Ge⸗
sechs Wochen zerstört sein würden.
— Auf dem Gewerks
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schließung, in der die Schaffung eines
Fraukreich.
Die Botschafterkonferenz, die gestern unter dem Vorsitz von Jules Cambon zusammentrat, d. an Deutschland eine Note zu
nach Danzig bestimmt sind, zu protestieren.
erträglichere Formen an. So meldet das „Wolfssche Tele⸗ graphenbürob“:
8 1“ “ 1 der Deutschland gegen den von den Mllerte Volksabstimmung in Marienwerbder protestiert. Schließlich wurden die zu zur Anwendung des Artikels 260 über den Export von Frachtgütern a nach Deutschland besprochen.
— Die französische Regierung hat dem „Temps“ zufolge vor⸗ gestern dem englischen Botschafter in Paris ihre Antwort auf die Frage übermittelt, ob der 24. September der französischen Regierung als Datum für die Konferenz in Genf zu⸗ sagen würde. Frankreich, das nach Genf und Brüssel dieselben Persönlichkeiten zu schicken gezwungen sei, sei aus praktischen Gründen dagegen, daß beide Konferenzen gleichzeitig statt⸗ fänden. Außerdem nehme die französische Negierung grund⸗ sätzlich dieselbe Haltung wie die belgische Regierung ein, näm⸗ lich die Angebote Deutschlands der Reparations⸗
sion zur Prüfung zu unterbreiten. Die französische Regierung hoffe, daß sich auch die englische Re⸗ gierung dieser Ansicht anschließen werde.
— Wie die „Journée Industrielle“ meldet, ist Frankreich und ein Handelsvertrag abg schlossen worden. Polen liefert an Frankreich hauptsächlich Holz, Zucker und Flachs und erhält von Frankreich Textil⸗ waren, metallurgische Erzeugnisse und Düngemittel. Außerdem machen sich die beiden Länder bedeutsame Zollzugeständnisse.
— Der Kongreß der französischen Eisenbahn⸗ arbeiter hat seine Tagung beendet, nachdem er mit 294 gegen 180 Stimmen für die Resolution der Mehrheitsrichtung gegen den Anschluß an die Dritte Internationale ge⸗ stimmt hat.
Rußland.
Die „Agence Havas“ meldet über den Aufstand in d Ukraine, daß die Aufständischen Jekaterinoflaw und Nikolajew genommen haben. Alle Verbindungen der Bolschewisten mit Odessa sollen abgeschnitten sein. Petljura habe eingewilligt, unter den folgenden drei Bedingungen mit dem General Wrangel zusammen gegen die Bolschewisten vorzugehen: 1. Anerkennung der Unabhängigkeit der Ukraine. 2. Bildung einer einheitlichen ukrainischen Armee, die alle ukrainischen Kontingente in der Wrangelschen Armee vereint, unter ukrainischem Kommando steht und nur in der Ukraine operiert. 3. Wiederherstellung der ukrainischen Verwaltung in allen von den Bolschewisten zurückeroberten Gebieten.
— Ueber die Operationen des Generals Wrangel hal die russische Gesandtschaft in Kopenhagen folgende amtliche Meldung vom 9. September erhalten:
Auf der Front bei Orechow haben wir die Roten zurückgeworfen. Infolge der allgemeinen politischen Lage ist es notwendig geworden, unsere Kräfte im nördlichen Taurien zu konzentrieren. Deshalb evakuieren wir augenblicklich Kuban, wo unsere Truppen nicht nur keine Niederlage erlitten, sondern zwei rote Divisjonen geschlagen, 9000 Gefangene gemacht und acht Kanonen erbeutet haben. Bei diesen Operationen ist die Anzahl unserer Truppen auf das Zweiein⸗ halbfache verstärkt worden.
— In Baku fand am 2. September die erste Versamm⸗ lung der Ostvölker statt, an der Sinowjew, Bela Khun und die Vertreter der kommunistischen Internationale des Westens teilnahmen. Zum Ehrenvorsitzenden wurde Lenin ge⸗ wählt, Ehrenmitglieder waren u. a. Trotzki und Bela Khun. Der Vorsitzende der Versammlung hielt eine Rede, welche stürmische Sympathiebegeisterung für die Sowjetmacht und Drohungen an die Adresse der Feinde der Arbeiter hervorrief.
Ftalien.
Die „Idea Nazivnale“ erhält über Triest Nachrichten uns Fiume, denen zufolge d'Annunzio die italienische Regent⸗ schaft über den Golf von Quarnero, d. h. über Fiume, proklamiert hat. Diese Nachrichten werden auch von anderen italienischen Blättern bestätigt, die hinzufügen, daß die Proklamation am 8. September in aller Stille erfolgt sei. Der „Corriere della Sera“ teilt mit, daß die Annektion vier Tage früher, als vorgesehen war, vorgenommen sei, um die Politiker und Regierungskreise vor eine vollendete Tatsache zu stellen. Da sich der Regent von Südslawien gegenwärtig auf der Reise nach Paris befinde, habe d'Annunzio auch diesen vor eine vollzogen Tatsache stellen wollen.
Informationen des „Corriere della Sera“ aus Rom be⸗ stätigen die Gerüchte, daß die serbische Regierung den alliierten Regierungen ihre Weigerung bekannt gegeven hat, die italienische Regentschaft über den Golf von Quarnero anzu⸗ erkennen.
— Wie die „Tribuna“ erfährt, ist anscheinend über die wirtschaftliche Seite der Metallarbeiterfrage eine Einigung
386 1 Artikeln Verwaltung, die internationalen Fragen und die Auslegung der Bestimmungen des
schütze vernichtet, so daß die 5800 Geschütze, die laut Friedens⸗ vertrag noch unbrauchbar gemacht werden müßten, in etwa
chaftskongreß von Ports⸗ mouth ist dem „Algemeen Handelsblad“ zufolge eine Ent⸗ Generalstabes der Arbeit zum Zwecke der Förderung der Zusammenarbeit der Gewerkschaften gefordert wird, trotz des Einspruches von Clynes, der erklärte, daß der vorgeschlagene Entwurf auch nicht einen Schritt vorwärts in der gewünschten Richtung bedeute, mit 4 885 000 gegen 1 767 000 Stimmen gutgeheißen worden.
vormittag hat be⸗ richten, um gegen
as Anhalten von Schiffen im Kieler Kanal, die Weiter prüfte die
erzielt; es handele sich nunmehr darum, eine Formel zu finden, die beide Parteien befriedigt. Das Blatt fügt hinzu, es habe Grund zur Annahme, daß trotz der verwickelten Lage die Schwierigkeiten überwunden werden und heute der Streit als erledigt angesehen werden könne. ö“
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Belgien.
Wie die „Nation Belge“ meldet, sind vier Bürger⸗ meister aus der Gegend von Malmedy, die sich geweigert hatten, unter dem belgischen Regime zu dienen und den Treueid zu leisten, durch den Militärgouverneur ihrer Stellung ent⸗ hoben worden.
Polen.
Nach einer Mitteilung des polnischen Ministeriums des Aeußern ist in Oppeln nach längeren Besprechungen zwischen Vertretern der Interalliierten Kommission und Polen ein Uebereinkommen unterschrieben worden, das Verkehrs⸗ Pnd g heges regelt. Außerdem sieht das Uebereinkommen die Schaffung eines Bahnverkehrs von Kleinpolen (Galizien) über Oberschlesien nach Posen vor.
— Der polnische Heeresbericht vom 8. September meldet dem „Wolffschen Telegraphenbüro“ zufolge:
An der litauischen Front ist die Lage unverändert. Es sind nur vereinzelte Zusammenstöße zwischen unserer Kavallerie und litauischen Infanterieabteilungen vorgekommen. Einwohner der Stadt Lipa, die erneut befreit worden sind, haben durch zahlreiche Unter⸗ schriften bestätigt, daß die Litauer von bolschewistischen ruppen unterstützt werden. Südlich von Grodno haben unsere Truppen Grynka eingenommen. Längs des Bug, zwischen Brest, Hrubieszow und Krystynopol bis Busk haben Patrouillenzusammenstöße statt⸗ gefunden. Westlich von Zborow hat der Feind wieder unsere Stellungen angegriffen. Die Angriffe wurden abgeschlagen. In der Gegend von Chodorow eingeleitete Gegenaktionen führten zur Einnahme von Kucahynisze () und zum Uebergang über den Fluß Swirz, unsere Truppen marschieren in der Richtung auf Gnjalipa⸗ vor. Am Dnjestr herrscht Ruhe.
Der Generalstabsbericht vom 9. dieses Monats besagt:
Im Bereiche von Suwalki ist die Lage unverändert.
Botschafterkonferenz eine von Deutschland überreichte Note, in
bolschewistischer Angriff auf Sidra wurde abgewies