weiteren Steigerung der Fleischpreise entgegenzutreten. Weiter hat der Bundesrat beschlossen, die Taxe für internationale Pressetelegramme im Eingangs⸗, Ausgangs⸗ und Durch⸗ gangsverkehr vom 1. November ab auf die Hälfte der bis⸗ herigen Taxe zu ermäßigen.
— Gestern abend ist die Bundesversammlung,
Nationalrat und Ständerat, zur Herbstsession zusammen⸗
getreten, die voraussichtlich drei Wochen dauern wird.
Amerika.
Wie die „Agence Havas“ meldet, ist das belgische igspaar in Rio de Janeiro angekommen. 8
Asien.
Der Gouverneur von Palästina, Sir Herbert Samuel, hat dem „Delegraaf“ zufolge einen beratenden Aus⸗
schuß ernannt, der aus zehn Mitgliedern besteht, Christen, Mohammedanern und Juden. Das Englische, Arabische und 1“ find jetzt als amtliche Sprachen in Palästina aner⸗ annt.
— Nach einer Timesmeldung aus Teheran hat Mukhtar es Sultan, der kürzlich zum Gouverneur von Täbris er⸗ nannt, aber bei seiner Ankunft in der Stadt von den Demo⸗
raten nicht anerkannt wurde, die Demokraten durch Kosaken angreifen lassen. Fünfzig wurden getötet und hundert ver⸗ wundet. Der Führer der demokratischen Partei, der seit dem Frühjahr tatsächlicher Diktator von Täbris war, befindet sich unter den Getöteten. Die Kosaken haben nur zwei Mann ver⸗ loren. Jetzt herrscht Ruhe in der Stadt.
Afrika.
Die deutschen Kolonisten im vormaligen Deutsch⸗ Südwestafrika haben dem General Smuts, der sich auf einer Inspektionsreise in Südafrika in Windhuk befand, ein Memorandum überreicht, in dem sie der „Times“ zufolge erklären, eine Verwaltung Deutsch⸗Südwestafrikas als Teil der Südafrikanischen Union würde eine Verletzung des Friedensvertrags bedeuten und den einmütigen Wünschen der Einwohner widersprechen, die nicht in die Rassenpolitik der Union hineingezogen zu werden wünschen. Das Memo⸗ randum fordert das Fortbestehen deutscher Einrichtungen, die Zulassung deutscher Kultur, die Rückkehr der unter Kriegs⸗ recht ausgewiesenen Deutschen nach Südwestafrika, die Er⸗ richtung eines deutschen Konsulats, das Deutsche als Amts⸗ sprache und die Beibehaltung des Bürgerlichen Gesetzbuchs, da die Einführung des in Südafrika geltenden römisch⸗holländischen Rechts einen Rückschritt um Jahrhunderte hedeuten würde. In seiner Antwort auf das Memorandum erklärte der General Smuts, die Deutschen sollten es für immer aufgeben, um Unterstützung und Hilfe nach Deutschland auszuschauen, und müßten einsehen, daß ihr Schicksal von nun an unauflöslich mit dem der Union verknüpft sei.
Statistik und Volkswirtschaft.
Wert der Viehzucht der Vereinigten Staaten von Amerika.
Nach den Feststellungen des Deportment of agriculture in Wasbhinaton, deren Eroehnisse in den „Mitteilungen der Deutschen Landwirtschaftscesellschaft“ auszugsweise wiedergegeben sind, belief sich die Gesamtstückzahl des Nutzviehs auf den Farmen der Pereinigten Staaten von Amerikg am 1. Januar 1920 auf 215 716 000, d. b. auf eine um etwa 3 Missionen geringere Zahl als 1919, aber etwa 19 Millionen mehr als 1910. Die Zahlen lauten:
1920 21 109 900 4 995 000 23 747 000 44 385 000
Pferde. Manftiere Mischkühe anderes Nindvieh Schafe . Schweine.
21 482 000
4 954 000
23 475 000 45 085 000 41 178 000 48 615 000 48 866 000 52 448 000 72 909 000 74 584 000 58 186 000 515 760 000 — 218 446 0600 — 196 480 000. Es baben sich also die Haßlen der Pferde und der Mauftiere in den Jetzten 10 Jabren unerbeblich gesteigert; die Zaßl der Mischkühe etwas mehr heraufoegangen, ebenso die Stückabhl des s, wäbrend die der Schkweine recht bedeutend gestiegen ist. Zurückoegangen ist nur die Zahl der Schafe. Das deutet darauf hin, daß nun auch Nordamerika nicht mehr den reickliczen Platz zur Aufzucht einer beliebigen Anzohl von Schafen zur Nerfügung hat, sondern, wie die bevöfkerten Länder Westeuropas, sich gewisse Be⸗ schrönkungen auferlegen muß, um für die eigene Bepöfkerung und für die Ausfuhr möglichst arcße Mengen bockwertiger Nabrungsmiltel in erzeugen. RAus eben diesem Grunde ist die Zabhl der Schweine so bedentend gesliegen. Im gannen freilich sind die Veränderungen des Niebhestandes der Vereinigten Staaten im letzten Jahrzehnt nicht
eben bedeutend.
Anders siegen
—.—
übrigen
— die Dinge für den Geldwert des Nutzviehs. Hier sprinat eine gewaltige Hunahme in die Augen. Infolge der außerordentlichen Steigerung aller Nahrungsmittelpreise, die namentsich wößrend der Kriegsjabre in fast allen Ländern einsetzte, ist der Wert des Niehs gerade auch in der nordamerifanischen Union, einem Nahrungswitter⸗Ausfußrland ersten Ranges, gewaltig berauf⸗ gegangen. Die Geldwerte besiefen sich nach den Angaben des Department of agrienlture auf folgende Summen: 1920 1919 8
8 1 992 50 000 2 114 897 000 Mauftiere 734 779 000 672 922 000 Mischkühe.. .2 021 681 000 1 835 770 000 anderes Rindvieh . 1 914 575 000 1 993 442 000 Schafe 6511 654 000 568 265 000 216 030 000 Schweine. —. 1 386 212 000 1 642 598 000 533 309 000 §8561 413 000 — 8 827 891000 — 4 910 975 000. Vergleicht man diese Zahlen mit den oben ahbgedruckten, so fällt
eine merbwürdige Erscheinung ins Auge: während der Wert aller anderen Vieharten sich gehoben hat, ist der einer einzigen Tiergattung zurückgegangen: der Wert der Pferde. Obwohl ihre Zahl stieg, ist ihr Gesamtwert sowohl zwischen 1910 und 1919 wie von 1919 zu 1920 gesunken. Die Tatsache wird sich einmal daraus erklären, daß Nordamerifa während des Krieges mit seinen Pferden schweren Raub⸗ hau getrieben hat. Es hat so viel Pferde wie möglich zu gewaltigen Preisen auf den Kriegsschaupsätzen verkauft. Daneben mag auch eine Rolle spielen, daß als Beförderungsmittel im Inlande imm⸗ mehr die Kraftwagen aufkommen, die gerade in den Vereinigten Staaten in einer Menge gebaut und verhältnismäßig so wohlfeil auf den Markt gebracht werden, daß der Farmer, der Landarzt, der Händler in den kleinen Städten des Westens ein Auto leicht erschwingen kann. Benzin ist genug vorhanden, so daß eine Preisüberteuerung dafür zunächst nicht zu befürchten ist. Dagegen verschlingt das Pferdefutter eine ganze Menge Geld; und das Pferd muß dauernd gefüttert und dauernd bewegt werden, auch wenn man es nicht braucht, während das Auto tage⸗ oder wochenlang unbenutzt im Schuppen stehen kann, ohne den Wert zu verlieren. Dashalb legt man auf die
1910
1 2 142 524 000 506 049 000 727 802 000 785 261 000
Pferde. 8
der aller übrigen Tierarten stieg. Sogar der Gesamtwert der Schafe hat sich auf etwa das 2 ½ fache des Wertes von 1910 gehoben, obwohl ihre Zahl etwas zurückgegangen ist.
Auch das kann man aus den beiden Zahlenübersichten ablesen, daß im letzten Jahre der Wert des Viehbestandes sich nicht mehr gehoben hat. Die glänzende Geschäftszeit des Krieges ist eben vorüber, und heute werden die Vereinigten Staaten von der Sorge bedrückt, wie sie ihre Ausfuhr nach den ver⸗ armten Ländern Europas aufrechterhalten oder einen genügenden Ersatz dafür gewinnen können. Die Valuta Deutsch⸗Oesterreichs, Südslawiens, Polens, der Tschecho⸗Slowakei, des Deutschen Reichs, Italiens und Frankreichs ist so stark entwertet, daß sie im Durch⸗ schnitt nur etwa den 10. bis 5. Teil der Friedensvuluta ausmacht. Volkswirtschaftlich bedeutet dies, daß die Kaufkraft dieser Länder im Auslande auf etwa den 10. bis 5. Teil gesunken ist. An Preis⸗ steigerungen, wie sie die nordamerikanischen Exporteure noch während des Krieges mühelos vornehmen konnten, weil die Entente jeden Preis zahlte, ist jetzt nicht mehr zu denken. Im Gegenteil drohen in den Vereinigten Staaten Stockungen im Ahsatz ihrer großen Pro⸗ duktion, so daß sie denn auf Mittel und Wege sinnen, um ihre Ausfuhr wieder in Gang zu bringen. Daher die Milliardenkredite, die uns so freundlich angeboten werden.
Arbeitsstreitigkeiten. 8
In Bombay haben einer von „W. T. B.“ wiedergegebenen Reutermeldung zufolge die Postangestellten anscheinend infolge von Lohnschwierigkeiten am Sonnabend die Arbeit nieder⸗ gelegt. Auch die Telegraphenangestellten sind ohne vorherige Ankündigung in den Ausstand getreten.
Kunst und Wissenschaft.
Die Akademie der Künste hat für die kommende Herbstausstellung, die Werke der Malerei und Plastik unter besonderer Berücksichtigung des Porträts zeigen wird, den Anmelde⸗ und Einsendungstermin verlängert. Die Anmeldung hat bis zum 1 0. Oktober, die Einsendung der Kunstwerke bis zum 20. Ok⸗ tober spätestens zu erfolgen. Die Ausstellungspapiere können vom Büro der Akademie (Pariser Platz 4), bezogen werden.
9 1e“
S
Literatur.
Eisenwirtschaftsverordnung. Verordnung zur Re⸗ gelung der Eisenwirtschaft vom 1. April 1920, herausgegeben von Dr. Franz Dochow, Professor an der Universität Heidelberg, und Dr. Paul Giereke, Gerichtsassessor. Industrieverlag Spaeth u. Linde, Berlin. Kart. 5 ℳ und Teuerungszuschlag. — Die Eisen⸗ wirtschaftsverordnung, zu deren Erlaß großer Eisenmangel und die Sorge um die Inlandsversorgung, die Preisbildung und die Zahlungs⸗ form geführt haben, gehört zu den wichtigen Wirtschaftsgesetzen, die dazu bestimmt sind, wirtschaftliche Selbstverwaltungskörper zu schaffen. Sie stellt den Grundsatz auf, daß der Selbstverwaltungskörper — der aus Vertretern von Erzeugern, Händlern und Verbrauchern gebildete „Eisenwirtschaftsbund“ mit dem Sitz in Düsseldorf, dessen Organe die aus 70 Mitgliedern bestehende Vollversammlung, die Arbeits⸗ ausschüsse sowie der „Vertrauensmann“ und seine Stellvertreter sind — die Eisenwirtschaft unter Oberaufsicht des Reichs nach gemeinwirt⸗ schaftlichen Grundsätzen zu leiten habe. Im einzelnen werden Be⸗ stimmungen getroffen über die Deckung des Bedarfs der verarbeitenden Industrie an Stahl und Eisen und über die Preise dieser Erzeug⸗ nisse, über die Aus⸗ und Einfuhr und über die Schrottwirtschaft. In der vorliegenden Ausgabe der Verordnung sind die wichtigeren Vorschriften von Dochow mit erläuternden Anmerkungen versehen, während Gieseke einen ausführlichen Ueberblick über ihre Vor⸗ geschichte und rechtliche Bedeutung unter Berücksichtigung des zur⸗ zeit geltenden neuen Wirtschaftsrechtes gibt. Den Schluß bildet ein Abdruck der Geschäftsordnung des Eisenwirtschaftsbundes und der Verordnung über die Regelung der Einfuhr von Halbzeug und Walz⸗ werkserzeugnissen aus dem Saargebiet, Lothringen und Luxemburg vom 15. Juni 1920, die nach Anhörung des Eisenwirtschaftsbundes erlassen wurde.
Erstaufführung von Goldonis Lustspiel Donnerstag festgesetzt worden.
einstudierungen in Vorbereitung: „Die Hugenotten“, „Eugen Onegin“ und „Rigoletto“.
Die Wolle (Schhafwolle und andere tierische Wollen). Von Professor Dr. M. Pietsch, Oberlehrer an der öffentlichen Handelslehranstalt und Dozent an der Handelshochschule zu Leipzig. Mit 22 Abbildungen auf vier Tafeln. Leipzig, Carnegie⸗ Verlag Felix Bitterling. Preis 8,40 ℳ. — Dieses Buch bildet das zweite Bändchen einer Sammlung von Monographien über Roh⸗ stoffe und ihre Verwertung, die neben der Verarbeitung der Rohstoffe auch die Handelsgepflogenheiten berücksichtigen. Wie das erste Bändchen in leichtverständlicher Form den Leser in das gesamte Gebiet der Baumwolle und des Baumwollhandels einführte, so unterrichtet das vorliegende zweite über alles Wer at⸗ liche und Wissenswerte aus dem Gebiete der Wolle, der Woll⸗ spinnerei und ⸗weberei und des Wollhandels. Es werden u. a. auch das Verfahren der „Konditionierung“ der Wolle (der Ermittelung des Feuchtigkeitsgehalts und des in Rechnung zu stellenden Handels⸗ gewichts), die für den Weltwollmarkt bedeutsamen Wollauktionen in London, der Kammzughandel und die Veränderungen, die er im Laufe der Jahre in Deutschland erfahren hat, die verschiedene Lage des Weltwollmarktes vor dem Weltkriege und während desselben, die Gestaltung der Verhältnisse in den Hauptwollerzeugungs⸗ und ⸗bedarfs⸗ ländern behandelt. Der wichtigen Kunstwolle ist ein besonderer Abschnitt gewidmet. Den Schluß bildet ein Kapitel über Tierwollen von geringerer Bedeutung.
“ 8 Verkehrswesen.
Heft 8 vom Jahrgang 1920 der „Zeitschrift für Klein⸗ bahnen“, herausgegeben im preußischen Ministerium der öffent⸗ lichen Arbeiten (Verlag von Julius Springer, Berlin), erschien mit folgendem Inhalt: Die selbsttätige Signalanlage der Berliner Hoch und Untergrundbahn nebst einigen Vorläufern (vom Geh. Baural Dr.⸗Ing. G. Kemmann, mit zahlreichen Abbildungen und mehreren Tafeln). — Kleine Mitteilungen: Neuere Pläne, Vorarbeiten, Ge⸗ nehmigungen, Betriebseröffnungen und Betriebsänderungen von Klein⸗ bahnen; Aus dem 32. Geschäftsbericht der Pensionskasse für Beamte deutscher Privateisenhahnen; Die Elektrisierung der niederländischen V Eisenbahnen; Die Festiniog⸗Eisenbahn; ⅛ gekuppelte Schmalspur⸗ lokomotive der südindischen Bahn (mit einer Abbildung); Patent⸗ bericht (mit 9 Abbildungen). — Bücherschau, Zeitschriftenschau.
Theater und Mutkk. 8
8 Im 8 Opernhause wird morgen, Mittwoch, „Madame Butterfly“, mit den Damen von Catopol⸗Batteux, von Scheele⸗ Müller, Jörn und den Herren Kirchner, Armster, Henke, Stock, Feee und Düttbernd besetzt, unter der musikalischen Leitung von
r. Fritz Stiedry gegeben. Anfang 7 Uhr.
„Im Schauspielbause geht morgen „Fuhrmann Henschel“ mit Eduard von Winterstein in der Titelrolle und Lucie Höflich als Hanne Schäl in Szene. Anfang 7 Uhr.
Im Deutschen Theater mußte die für morgen ange⸗ kündigte Erstaufführung von Gerhart Hauptmanns Schauspiel „Ein⸗ same Menschen“ infolge Erkrankung eines der Hauptdarsteller auf Donnerstag verschoben werden. Die für morgen gekauften Eintritts⸗ karten hehalten für Donnerstag Gültigkeit. Morgen, Mittwoch wird „Romeo und Julia“ aufgeführt. b Im Theater in der EE“ “ ist die
piel „Mirandolina“ auf kommenden , Die Vorstellung beginnt um 7 Uhr. Im Deutschen Opernhause befinden sich folgende Neu⸗
Aufzucht von Agv in Nordamerika nicht mehr dasselbe Gewicht wie früher, so da der Wert des Pferdebestandes gesunken ist, während
tember wieder im Spielplan erscheinen.
Alle drei Werke werden noch im Laufe des Sep⸗
Im Dom veranstaltet der Organist Professor Walter Fischer am nächsten Donnerstag, Abends 8 Uhr, ein Orgel⸗ konzert, bei dem Margot Berendragt (Alt) und der Konzertmeister Edwin Witt (Violine) mitwirken. Der Emtritt ist gegen Entnahme eines Programms frei.
In der Kaiser⸗Wilhelm⸗Gedächtniskirche ver⸗ anstaltet am Donnerstag, Abends 8 Uhr, der Organist Fritz Heit⸗ mann ein Orgelkonzert unter Mitwirkung von Margrit Sonntag (Sopran). Vorgetragen werden Arien und Lieder von Händel und Dvorac sowie Orgelwerke von Bach, Reubke und Rhein⸗ berger. Orgel: in Vertretung Kurt Rosenhauer.
Mannigfaltiges. 8
Das Notgeld der Kriegsgefangenenlager. Die Heeresverwaltung hatte während des Krieges, um dem empfind! den Mangel an Kleingeld abzuhelfen, für die Kriegsgefangenenlager Not⸗ geld herstellen lassen, das nach Friedensschluß außer Kurs gesetzt und eingezogen wurde. Die künstlerische und technische Ausführung der Münzen und Scheine ist dem provisorischen Charakter des Notgeldes angepaßt und steht vielfach dem Reichsgelde nicht nach. Da dieses Notgeld erheblichen Sammlerwert besitzt, so hat das Reichs⸗ schatzministerium (Reichsverwertungsamt), dem die Bestände zur Verwertung überwiesen wurden, einen Teil davon dem Handel zugeführt. Der Verkauf, der der Firma Chun, Inhaber Bernhard Fahrig, Berlin W. 35, Steglitzer Straße 11, übertragen worden ist, hat nunmehr begonnen. Den zahlreichen Sammlern von Kriegsnotgeld wird hiermit eine sicherlich willkommene Gelegenheit geboten, ihre Sammlungen zu vervollständigen. (W. T. B.)
Die 60. Hauptversammlung des Vereins deut⸗ scher Ingenieure wurde, wie „W. T. B.“ berichtet, gestern in der Aula der Technischen Hochschule in Charlotten⸗ burg durch den Vorsitzenden Generaldirektor Reinhardt⸗Dortmund in Gegenwart des Reichsverkehrsministers, des preußischen Ministers der öffentlichen Arbeiten, von Vertretern der Landesregierungen und befreundeter Vereine eröffnet. Der Unterstaatssekretär a. D. Professor W. von Moellendorff sprach über das Thema: „Wirkungs⸗ grad“, wobei er, den Begriff über die engere Fachbedeutung hinaus erweiternd, das Gebiet der Technik mit einer Weltanschauung ver⸗ band. Im Anschluß daran erörterten Direktor Iung⸗Berlin und Oberingenieur Hanner⸗Nürnberg die Frage der wirtschaftlichen Arbeitsgestaltung bei der Massenfertigung und Einzelfertigung von Gütern. Dem Professor Schröter⸗München wurde die Gras⸗ hof⸗Denkmünze des Vereins verliehen.
. „Sizilien und das Vulkangebiet Süditaliens“ lautet das Thema eines mit zahlreichen farbigen Lichtbildern Vortrags, den Herr Max Nentwich morgen, Mittwoch, Abends 7 ½ Uhr, im großen Hörsaal der Treptower Sternwarte hält.
Minden, 20. September. (W. T. B.) Hier liegt eine große Menge von Kartoffeln versandbereit, die von der Reichs⸗ kartoffelstelle zur Versorgung der minderbemittelten Bevpölkerung von Dortmund bestimmt ist. Die Versendung kann jedoch nicht erfolgen, da die Eisenbahner die Verladung dic zu lassen.
„Karlsruhe, 20. September. (W. T. B.) In Fried⸗ richsthal fuhr nachts ein von Mannheim nach Friedrichsthal fahrender Guͤterzug auf einen in der Station haltenden Güterzug. Drei Eisenbahnbedienstete wurden ge⸗ tötet, einer wurde schwer verletzt. Der Durchgangsverkehr Mann⸗ heim⸗Karlsruhe wird über Bruchsal umgeleitet.
—
Peking, 19. September. (W. T. B.) Das Hilfskomitee zur Linderung der Hungersnot richtete an die gesamte Welt einen Ruf um Unterstützung. Es erklärt, die ö ernster als die bisher darüber verbreiteten Meldungen annehmen ließen. Wenn nicht bald Hilfe geleistet werde, seien zahl⸗ lose Menschenleben verloren.
Nr. 37 der „Veröffentlichungen des Reichs⸗ esundheitsamts“ vom 15. September 1920 hat folgenden Inhalt: Personalnachricht. — Gesundheitsstand und Gang der Volks⸗ krankheiten. — Zeitweilige Maßregeln gegen Pest. — Gesetzgebung usw. (Mecklenburg⸗Schwerin). Maul⸗ und Klauenseuche. — Eebung reich). Heil⸗ und Pflegeanstalten. — Tierseuchen im Deutschen Reiche, 31. August. — Geschenkliste. — Wochentabelle über die Geburts⸗ und Sterblichkeitsverhältnisse in deutschen Orten mit 40 000 und mehr Einwohnern. — Desgleichen in einigen größeren Städren des Aus⸗ lands. — Erkrankungen in Krankenhäusern deutscher Großstädte. — Desgleichen in deutschen Stadt⸗ und Landbezirken. — Witterung. — Beilage: Gerichtliche Entscheidungen auf dem Gebiet der öffentlichen Gesundheitspflege (Heilmittel, Gifte). ö“
—
Gestorben:
(Fortsetzung des Nichtamtlichen in der Ersten Beilage.)
Theater.
Opernhaus. (Unter den Linden.) Mittwoch: 156. Dauer⸗ worstellung. Madame Butterfly. Anfang 7 Uhr. b 1.““ Neu einstudiert: Tristan und Isolde. Anfan 5 Uhr Schanspielhaus. (Am Gendarmenmarkt.) Mittwoch: 165. Dauer⸗ bezugsvorstellung. Fuhrmann Henschel. Anfang 7 Uhr. Donnerstag: Peer Gynt. Anfang 6 ½ Uhr.
Familiennachrichten.
Verlobt: Frau Marie Luise von Bennigsen, ias. Berckenkamp mit Hrn. Major Hans von Dresky (Schweidnitz — Namslau). san. Nora von Engelhardt mit Hrn. Rittmeister d. Res. Wil⸗ elm Blessig (Heidenau bei Dresden — Crampe bei Stolp,
Ppommern). Verehelicht: Hr. Major a. D. Otto Saenger mit Frl. Annie
Beamish⸗Bernhard (Wengelsdorf bei Corbetha). Hr. Generalmajor a. D. Bertram von Heydebreck
Verantworklicher Schriftleiter: J. V.: Weber in Berlin.
Verantwortlich für den Anzeigenteil: Der Vorsteher der Geschäftsstelle
Rechnungsrat Mengering in Berlin. Verlag der Geschäftsstelle (Mengering) in Berlin. L -uck der Norddeutschen Buchdruckerei und Verlagsanstalt. Berlin, Wilhelmstraße 32.
vBFBFBeilagg. 1 chließfich Börsenkeisage und Warenzeichenbeilage Nr 76 und B) üund Erste und Zweite Zentral⸗Handelsregister⸗Beilage.
zum Deutschen Rei
“ “ .“ 11““
Erste Beilage
sanzeiger und Preußischen Staatsanzeiger
Berlin, Dienstag, den 21. September
1920
Nr. 213.
—
— 2
Nichtamtliches. (Fortsetzung aus dem Hauptblatt.)
Gesundheitswesen, Tierkrankheiten und Absperrungs⸗ maßregeln. Gesundheitsstand und Gangder Volkskrankheiten.
(Nach den „Veröffentlichungen des Reichsgesundheitsamts“, Nr. 37 vom 15. September 1920.)
Pocken.
Deutsches Reich. Für die Woche vom 29. August bis 4. September wurden nachträglich 10 Erkrankungen mitgeteilt, und zwar in Bresnitz, Ostrog. (Kreis Ratibor), Oppatowitz je 1, in Alt Tarnowitz (Kreis Tarnowitz) 3, in Kosel 1 und in Gleiwitz (Reg.⸗Bez. Oppeln) 3.
Oesterreich. In der Woche vom 22. bis 28. August 1 Er⸗ krankung in Wien.
“
Fleckfieber.
Deutsches Reich. In der Woche vom 5. bis 11. Sep⸗ tember wurden 3 Erkrankungen bei Russen im Internierungslager Arys (Kreis Johannisburg, Reg.⸗Bez. Allenstein) festgestellt.
Ungarn. Vom 9. bis 15. August 3 Erkrankungen, und zwar in den Komitaten Bereg 2 und Heves 1; vom 16. bis 22. August 2 Erkrankungen im Komitat Szatmar.
Rückfallfieber. Deutsches Reich. Vom 27. August bis 2. September wurden im Lager von Arys (Kreis Johannisburg, Reg⸗⸗Bez. Allen⸗ stein) 9 Erkrankungen festgestellt. 1
Genickstarre. Preußen. In der Woche vom 229. August bis 4. September wurden 7 Erkrankungen gemeldet in folgenden Regierungs⸗ bezirken lund Kreisen]: Landespolizeibezirk Berlin 1 (Char⸗ lottenburg], Reg.⸗Bez. Breslau 1 [Breslau Stadt], Düssel⸗ dorf 1 Duisburg], Königsberg 1 (Elbing Stadtl, Münster 1 [Buer], Wiesbaden 2 (Höchst, Westerburg je 1]. Schweiz. Vom 22. bis 28. August 1 Erkrankung im Kanton Bern. Spinale Kinderlähmung. Preußen. In der Woche vom 29. August bis 4. September 1 Erkrankung und 1 Todesfall im Reg.⸗Bez. Schleswig, Kreis Husum. Schweiz. Vom 22. bis 28. August 6 Erkrankungen, und zwar in den Kantonen Zürich 4 — davon 1 in der Stadt Zürich —, Bern und Graubünden je 1.
Ruhr.
Preußen. In der Woche vom 29. August bis 4. September wurden 1588 Erkrankungen (und 218 Todesfälle) angezeigt in folgenden Regierungsbezirken (und Kreisen]: Landespolizeibezirk Ber⸗ lin 71 (16) ([Berlin Stadt 45 (14), Berlin⸗Lichtenberg 1, Berlin⸗ Schöneberg 11 (1), Berlin⸗Wilmersdorf, Charlottenburg je 4, Neu⸗ kölln 6 (1)], Reg.⸗Bez. Aachen 7 [Aachen Stadt, Aachen Land je 2, Düren 37 Allenstein 83 (12) [Allenstein Stadt 1, Allenstein Land 4, Johannisburg 10 (1), Lötzen 22 (6), Neidenburg 13 (1), Ortelsburg 4, Osterode 9, Rössel 13 (3), Sensburg 7 (1)), Arns⸗ berg 492 (64) [Altena 6, Bochum Stadt 5, Bochum Land 10, Dortmund Stadt 96 (21), Dortmund Land 226 (20), Gelsenkirchen Stadt 4, Gelsenkirchen Land 48 (12), Hagen Stadt 4, Hagen Land 1, Hamm Land 3, Hattingen 6 (1), Herne 4, Hörde Stadt 9 (1), Hörde Land 47 (1), Iserlohn Stadt 1, Iserlohn Land 3, Lippstadt 2 (2), Meschede 2 (1), Schwelm 1 (!, Siegen 1, Soest 10 (4), Witten 31, Aurich 2 [Emden Stadt, Norden je 1], Breslau 46 (5) Breslau Stadt 17 (2), Breslau Land 1, Brieg Land 3, Habelschwerdr 5, Namslau, Nimptsch je 1, Waldenburg 9 (1), Wohlau 9 (2)]), Cassel 24 (3) [Cassel Stadt 1, Cassel Land 6 (1), Frankenberg 3, Gelnhausen 2 (1), Hanau Land 3, Hofgeismar 2, Wolfhagen 7 (1)) , Düsseldorf 140 (6) [Barmen 20 (2), Crefeld Stadt 5, Crefeld Land 1, Düsseldorf Stadt 9, Düsseldorf Land 2, Duisburg 12, Elberfeld 4 (1), Essen Stadt 22. (1), Essen Land 6, M.⸗Gladbach Land 3, Hamborn 5, Kempen 1, Lennep 2, Mett⸗ mann 9 (1), Mörs 11, Mülheim a. d. R. 1, Neuß Stadt 17 Oberhausen 2, Rees 1, Solingen Land 5, Sterkrade 2 (1)], Frank⸗ furt 97 (12) [Arnswalde 1, Kalau 38 (5), Cotthus Stadt, Krossen, Frankfurt a. O. je 1, Friedberg 6 (2), Guben 21 (3), Königsberg i. Nm. 12, Landsberg a. W. Stadt 1, Luckau 4 (1), Soldin 9 (1), Sorau, Spremberg je 11, Gumbinnen (einschließlich Nach⸗ meldungen) 122 (16) [Darkehmen 10, Goldap (einschließlich Nach⸗ meldungen) 36 (9), Gumbinnen 5, Insterburg Stadt 18 (1), Pill⸗ kallen 9 (3), Ragnit 25 (1), Stallupönen 18 (2), Tilsit Stadt 265 Hannover 10 (1) [Hannover Stadt 2, Hannover Land, Linden Land je 1, Stolzenau 5 (1), Syke 1], Hildesheim 15 (2) Duderstadt 1, Göttingen Stadt 4, Göttingen Land 1, Münden 8 Northeim 3 (1), Uslar 3 (1)], Köln 19 (4) [Bonn Stadt 1 (1), Köln Stadt 11 (2), Köln Land 2, Gummersbach 4 (1), Mülheim a. Rh. 1), Königsberg 93 (15) [Braunsberg — (1), Elbing Land 1, Preußisch Eylau 26 (5), Friedland 2, Heiligenbeil 18 (3), Heilsberg 14, Königsberg i. Pr. Stadt 15 (4), Labiau 5, Mohrungen, Rastenburg je 1, Wehlau 10 (2)† Liegnitz 27 (3) [(Freystadt, Grünberg je 3, Hoyerswerda 1, Landeshut 11, Liegnitz Stadt 188 Lüben 3 (1), Schönau 5 (2)2¼ Lüneburg 15 (1) Bleckede 3, Burgdorf 1 (1), Fallingbostel, Gifhorn je 1, Harburg Land 4, Lüchow 1, Soltau 3, Winsen 10, Mag deburg 23 (f) [Kalbe, Gardelegen, Halberstadt Stadt je 1, Jerichow I. 2, . agde⸗ burg 1 (3), Neuhaldensleben 3 (1), Salzwedel 3, Grafsch. Wernigerode 11, Marienwerder 18 (2) [Marien⸗ burg 3, Marienwerder 5 (1), Stuhm 10 (1)2 Merse⸗ burg 45 (5) (Bitterfeld 3, Halle g. S. Stadt, 5, Lieben. werda 3, Merseburg 4 (1), Querfurt 4, Sangerhausen 7, Schweinitz 2 (1), Torgau 6, Weißen els Land 7 (3), Wittenberg 2, Zeitz Stadt 2], Minden 27 (6) (Bielefeld Stadt 2, Bielefeld Land 1, Halle i. W. 2 (1), Herford Land 5, Hörter 3 (2), Lübbecke 9, Paderborn 1 (1), Warburg 4 (1), Wiedenbrück — (1)), Münster 68 (6) [Buer 14 (1), Münster Stadt- 5, Recklinghausen Stadt 16 (1), Recklinghausen Land 28 (4), Steinfurt 2, Tecklenburg 1, Warendorf 2)„, Oöna⸗ brück 8 Lingen, Meppen je 2, Osnabrück Stadt 3, Osnabrück Land 1 Schleswig 5 (2) (Kiel!, Pinneberg 4 (2)], Schneidemühl 34 89) [Deutsch Krone 5 (3), Flatow 5 (1), Schneidemühl 5, Schönlanke 19], Stade 13 (1) (Osterholz 6, Rotenburg 5 (1), Zeven 2), Stettin 39 (3) [Cammin 19, Demmin 3 (1), Greifenberg 1 98 Saatzig 9 Stettin 14 (1), Ueckermünde 1), Trier 2 1) [Daun 1 G ) Trier Stadt 1)1, Wiesbaden (einschließlich Nachmeldungen) 43 (24) Biedenkopf 1, Frankfurt a. M. 25 (5), Limburg, Ober⸗ westerwaldkreis je 1, Unterlahnkreis — (1), Untertaunuskreis 2, Usingen 1, Wiesbaden Stadt 7 (1), Wiesbaden Land 5 (17)]; nachträglich für die Woche vom 22. bis 28. August: Cassel 46 (2) [Frankenberg 11 (1), Gelnhausen 16, Roten zurg 1, Grafsch. 8.02) ans 3, Herrsch. Schmalkalden 1, Wolfhagen 14 II. Koblenz 1) [Koblenz Stadt 12 (1), Koblenz Land 1, Mavyen 3, Meisenheim 1), Köslin 24 7) (Belgard, Bütow je 2, Köslin 1 (2), Kolberg⸗Körlin 13 (3), Lauenburg 5 (2), Stolp
8 11e“ 5
gen durch
pest 1,
woche 1 Nürnberg,
1 Erkrankungen.
Allenstein 47,
ermittelt an
Stadt 11, Magdeb Land, Jerichow II je 1, Oschersleben 11 (2), Osterbur burg Land 2, Salzwedel 97 Grafsch. Wernigerode 1],
woche 5, Bremen 2,
Köni 19, Liegnit Königsberg 19, 81 —. 8 storbenen 88 an 1.“
vur ngezeigt in krankungen wur 8 8 ““ 88 burg 30 (Vorwoche) 40, Hamburg 22. Ferner wurden Erkrankungen Scharlach in Hamb Kopenhagen 68, Wien 25; an Masern
dam 47, Budapest 45, Budapest
und Röteln in 1 ther Krupp im Landespolizeibezirk Berlin 117 (Berlin Stadt 86), amburg 66, Amsterdam 31,
Breslau 20. m 1 an Keuchhusten in Budapest 25.
hagen 48, Wien 31;
urg 55 (6) [Kalbe 8, Gardelegen, Halberstadt 1, Magdeburg 12 (2), Neuhaldensleben 1 (1),
Quedlinburg Stadt je 1, Quedlin⸗ ), Stendal Land 2, Wanzleben 4,
1 — Schneidemühl. 23 (1) (Filehne 1, Flatow 7 (1), Deutsch Krone 9, Meseritz 1, Schneidemühl 51.
Verschiedene Krankheiten 1 in der Woche vom 29. August bis 4. September 1920
Varizellen: Budapest 36 Erkrankungen; Bißv erletzu n⸗ tollwutverdäch Lie 8 Frankfurt, Liegnitz, Schneidemühl (Vorwoche) je 1; Influenza: Halle a. S. 2, Budapest, Glasgow, Kopenhagen je 8 Todesfälle, Reg.⸗Bez. Düsseldorf 5, Nürnberg 17, Hessen 3, Buda⸗ Kopenhagen 44, Prag und Vororte 1, Wien (8. bis 14. August) 3 Erkrankungen; Genickstarre: Hessen, Christiania je 1 Erkrankung; Ru Sachsen⸗Weimar⸗Eisenach 3, Vorwoche 1, zunschwe . Budapest 3, Prag und Vororte 5, Wien 30 Todesfälle, Stuttgart je 3, H 1 g⸗Schwe
Sachsen⸗Weimar⸗Eisenach 18, Vorwoche 26, Braunschweig 5, Vor⸗ Budapest 13, Prag und Vororte 31, Wien 131 Erkrankungen; epidemische Ohrspeicheldrüsenentzün⸗ dung: Budapest 23 Erkrankungen; Schlafsucht krankheit (Encephalitis lethargica): Kopenhagen 3 Erkrankungen; M a laria: Reg.⸗Bezirke Allenstein 8, Aurich 20, Wien 2 Erkrankungen; Krätze: Kopenhagen 121 Erkrankungen; Nahrungsmittel vergi ftu ng: Reg.⸗Bezirk Cassel (Vorwoche) 1 (Pilze) Todesfall, Reg.⸗Bezirke . Magdeburg 18, Schleswig, Wiesbaden je
—₰—
tige Tiere: Reg.⸗Bezirke
1, London 3
Nürnberg 2, Mecklenburg⸗Schwerin 3, Braunschweig 2, Vor⸗
Hessen 71, Mecklenburg⸗Schwerin 44,
ein Zehntel aller Ge⸗ gestorben in Potsdam — Er⸗ den Reg.⸗Bezirken Aachen 35, Königsberg 50, Magde⸗ Amster⸗
in Berlin 33, Hamburg 25,
35; an Diphtherie und
Kopen⸗
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die Post während —. Das
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28
roßgerau⸗ eutschen
ändert werden.
haben wird.
Handel und Gewerbe.
— Fernsprechanleihe und Geschäftswelt. In Fernsprechteilnehmerkreisen, Feeh Anzahl
W. T. B.“ mitteilt, versicherung die K größere Anzahl von enann Zu sie die Durchführung der Hil der mittelständischen Kr Kredite in den hier fr werde, und daß sie au
empfseblt die 1 nittlungsamt zu stellen. 8 erstmaligen Durchführung der Fernsprechanleihe zum 1. Oktober entsteht, für Anträge, die erst in letzter Stunde eingehen sollten, die Geldbeschaffung mit besonderen Umständen verknüpft ist, so empfiehlt es sich im eigenen Interesse des Fernsprechteilnehmers, möglichst bald den Kreditierungsantrag bei seinem Vermittlungsamt üt; alles weitere, auch die spätere Ein der laufe vierteljährlichen Vergütung von 8,75 ℳ für je 1000 ℳ besorgt dann der zehnjährigen Darle Vorlesungsverzeichnis n das Wintersemester 1920/21 ist soeben erschienen (Verlag: Vereinigung wissenschaftlicher Verleger, Berlin W. 10) und beim Sekretariat der Handelshochschule, Berlin C. 2, Straße 1, zum Preise von 1 ℳ erhältlich.
— Die 141““ von Aktionären der Kamerun⸗ Fi ngesellscha dung c 2. ba lebaus Aulfklärung über die Lage und Verhältnisse der Gesellschaft unter Deponierung des gesetzlich notwendigen Teiles des Aktienkapitals, eine außerordentliche Generalversammlung einzuberufen. Sie fordert die Aktionäre, die Män
eimer Oelfabriken Bremen und des . briken in Mannheim eine engere lant. Die Bremen⸗Besigheimer QOelfabriken werden zu diesem Zwecke ihr Kapital erhöhen und den Aktionären der Oelfabrik Großgerau⸗Bremen sowie des Vereins deutscher Oel⸗ fabriken anbieten, ihre Aktien gegen solche der E“ Oel⸗ fabriken im Verhältnis von je zwei Bremen⸗Besigheimer Aktien Vereins deutscher Oelfabriken oder der Oel⸗
Oelfa Verbindung gep
gegen je drei Acthcg des abrik Großgerau⸗Bremen einzutauschen. 8 . “ ist es möglich, die Beschaffung von Rohstoffen und die Ueberwindung des damit verbundenen außerordentlich großen Valuta⸗ risikos wesentlich zu erleichtern. tänd . 1
nfihefken und namentlich ihre Verkaufsorganisation werden nicht ge⸗
Kristiania, 20. September. 1 — meldet aus Haugesund, daß die Gründung einer großen inter⸗ nationalen Heringskompagnie mit Aktionären in Deutsch⸗ schecho⸗Slowakei, England, Norwegen, Dänemark, and geplant wird. Das Hauptkontor soll sich in Aktienkapital wird si
land, Oesterreich, T Schweden und Holl Altona befinden, das
Milli Mark belaufen. 81 imen brlichen Umsatz von zirka fünfhundert Millionen Mark
die durch ihr Geschäft gezwungen sind, Anschlüssen zu unterhalten, sind, wie
Zweifel entstanden, ob die Deutsche Volks⸗ rung der Fernsprechanleihe auch für eine Anschlüssen eines Teilnehmers übernimmt. Hierzu ten Bureau die Deutsche Volksversicherung, daß fsmaßnahme hauptsächlich zur Unterstützung eise übernommen habe und somit die gewünschten lichen Fällen in vollem Umfange gewähren sonst nicht die Absicht Zabe, 1
2 Beschränkungen in der Zahl der Anschlüsse vorzunehmen. Sie E1“ 1 lichst bald bei dem zuständigen Fernsprech⸗
Da bei dem starken Andrang, der bei
wenn er
inziehun d aufenden Einziehung der laufenden
hnszeit. der Handelshochschule
Spandauer
beabsichtigt laut Meldung des
die sich diesen Bestrebnngen anschließen
tel ihrer Anteile bei Rechtsanwalt Dr. Max Bonnem in Berlin W. 35, Lützowstraße 43, zu treuen Händen zu
— In Rücksicht auf die demnächst freiwerdende Einfuhr von Oelsaaten und W. T. B.“, seitens der
Oelen wird, laut Meldung des
Verwaltungen der Bremen⸗Besig⸗
der Oelfabrik
in Bremen, 1 Vereins der
Durch die geplante engere Die Selbständigkeit der einzelnen
(W. T. B.) „Aftenposten“
auf zehn bis fünfzehn Man rechnet damit, daß das Unternehmen
Wagengestellung für Kohle, Koks und Briketts am 20. September 1920.
Ruhrrevier —Oberschlesisches Revier
Anzahl der Wagen
Gestellt.. Nicht gestellt.. Beladen zurück⸗ J1
am 19. Sept.. am 20. Sept..
7 965
—
Berichte von auswärtigen “ Hamburg, 20. September. (W. T. B.) Börsenschlußkurse. Deuseh⸗Rrfte D. Ges. 198,00 G., 199,50 B., Hapag 189,00 bis 190,75 bez., Hamburg⸗Südamerika 251,00 G., 255,50 B., Nord⸗ deutscher Lloyd 185,25 — 186,25 bez., Vereinigte Elbeschiffahrt 285,50 G., 288,25 B., Schantungbahn 652,00 — 658,00 bez., Brasi⸗ lianische Bank 470,00 G., 490,00 B., Commerz⸗ und Privat⸗Bank 174,80 — 175,40 bez. Vereinsbank 176,00 G., 178,00 B., Alsen Portland⸗Zement 370,00 — 380,50 bez., Anglo⸗Continental 315,00 B., Asbest Calmon 278,00 — 284,00 bez., Dynamit Nobel 273,00 G. 278,00 B., Gerbstoff Renner 444,50 — 450,00 bez, Nordd. Jute⸗ spinnerei 250,00 G., 260,00 B., Harburg⸗Wiener Gummi 324,00 G., 324,50 B., Slomann Salpeter 3020,00 G., 3075,00 B., Neuguinea 840,00 G., 860,00 B., Otavi⸗ 80o . bez., v. Genußsch. 715,00 G., 740,00 B. — Tendenz: Schwächer. 8 Gensch. ⸗ “ (W. T. B.) Englische Noten 230,50 bis 239,00, Fran ösische Noten 440,00 — 455,00, Belgische Noten 460,00 bis 485,00, Holländische Noten 1960,00 — 2025,00, Rumänische Noten 117,00 — 120,00, Amerikanische Noten 62,50 — 65,00, Schweiz. oten 975,00 — 985,00. 8 5 Wien, 20. September (W. T. B.). Der Börsenverkehr be⸗ gann nach glatter Erledigung der Versorgung sowie mit Rücksicht auf den tiesen Stand der Krone und auf die festen Berliner No⸗ tierungen in freundlicher Stimmung unter Bevorzugung der Valuta⸗ papiere. Als im weiteren Verlaufe eine leichte Besserung des Züricher Kronenkurses gemeldet wurde, erfolgten in der Kulisse Realisationen, die teilweise eine Abschwächung verursachten. Der Schranken bewahrte jedoch auch weiterhin feste Haltung. Namhafte Steigerungen er⸗ zielten daselbst insbesondere Schiffahrts⸗ und Petroleumaktien sowie andere zahlreiche Industriewerte. Im freien Valutenhandel waren Dollarnoten anhaltend begehrt, wogegen andere fremde Zahlungs⸗ mittel sich abschwächten.
— 8. September. (W. T. B.) Türkische Lose 2200,00, Stgats⸗ bahn 4350,00, Südbahn 1374,00, Oesterreichische Kredit 1000,00, Ungarische Kredit 1755,00, Anglobank 854,00, Unionbank 825,00, Bankverein 810,00, Länderbank 1160,00, Oesterreichisch⸗Ungarische Bank 5490,00, Alpine Montan 4239,00, Prager Eisen —,—, Rima Muranyer 3455,00, Skodawerke 2415,00, Salgokohlen 6350,00, Brürer Kohlen 7000,00, Galizia 24030,00, Waffen 4000,00, Loyd⸗Aktien —,—, Poldihütte 2560,00, Daimler 1280,00, Oester⸗ reichische Goldrente 180,00, Oesterreichische Kronenrente 95,50, Februar⸗ rente 96,00, Mairente 96,00, Ungarische Goldrente —,—, Ungarische Kronenrente 102,00, Veitscher —,—, Siemens⸗Schuckert 1768,00.
Wien, 20. September. (W. T. B.) Notierungen der Devisen⸗ zentrale: Berlin 474,50 G., Amsterdam 8000,00 G., Zürich 4100,00 G., Kopenhagen 3700,00 G., Stockholm 5150,00 G., Christiania 3700,00 G., Marknoten 468,50 G. 1 1
Prag, 20. September. (W. T. B.) Notierungen der Devisen⸗ zentrale: Berlin 119,75 G., Marknoten 117,75 G., Wien 25,50 G.
London, 20. September. (W. T. B.) Wechsel auf Paris 50,95, Wechsel auf Belgien 48,00, Wechsel auf Schweiz 21,82 ½, Wechsel auf Holland 11,30 ½, Wechsel auf New York 354,75, Wechsel auf Spanien 23,94 ½, Wechsel auf Italien 81,00, Wechsel auf Deutsch⸗ land 235,00. — Privatdiskont 6 ¾. — 2 ½ % Englische Konsols 45 8, 5 % Argentinier von 1886 90, 4 % Brasilianer von 1889 47, 4 % Japaner von 1899 57, 5 % Mexikanische Goldanleihe von 1899 59, 3 % Portugiesen 28 ½, 5 % Russen von 1906 24 ½, 4 ½ % Russen von 1909 18 ½, Baltimore and Ohio 61, Canadian Pacific
70, Pennsylvania 58, Southern Pacisic 135, Union Pacific 172, United States Steel Corporation 127, Rio Tinto 32, De Beers 17 ¾, Goldfields 1 ⅛, Randmines 213⁄13. — 3 ½ % Kriegs⸗ anleihe 67,25, 5 % Kriegsanleihe 8411 ¼13, 4 % Siegesanleihe 74 ⅛.
Paris, 20. September. (W. T. B.) 5 % Französische Anleihe 85,45, 4 % Französische Anleihe 68,80, 3 % Französische Rente 54,35, 4 % Spanische äußere Anleihe 176,00, 5 % Russen von 1906 39,00, 3 % Russen von 1896 —,—, 4 % Türken unifiz. 69,68, Suezkanal 6505,00, Rio Tinto 1632,00. 1
Amsterdam, 20. September. (W. T. B.) Wechsel auf London 11,30, Wechsel auf Berlin 4,85, Wechsel auf Paris 22,10, Wechsel auf Schweiz 51,95, Wechsel auf Wien 1,35, Wechsel auf Kopenhagen 44,20, Wechsel auf Stockholm 65,50, Wechsel auf Christiania 44,20, Wechsel auf New York 319,50, Wechsel auf Brüssel 23,40, Wechsel auf Madrid 47,00, Wechsel auf Italien 14,00. 5 % Niederländische Staatsanleihe von 1915 87¹3⁄16, 3 % Niederländ. Staatsanleihe 52, Königlich Niederländ. Petroleum 829, Holland⸗Amerika⸗Linie 398 ½8, Niederländisch⸗Indische Handelsbank 232 ½, Atchison, Topeka u. Santa Fé 104 ½, Rock Island —, Southern Pacific 1233 ⅞, Southern Rail⸗ way —,—, Union Pacific 157, Anaconda 137, United States Steel Corp. 115 ¾. — Abgeschwächt, Tabakwerte fest.
Kopenhagen, 20. September. (W. T. B.) Sichtwechsel auf London 25,68, do. au: New York 726,00, do. auf Hamburg 11,10, do. auf Paris 51,00, vo. auf Antwerpen 53,50, do. auf Zürich 118,00, do. auf Amsterdam 227,50, do. auf Stockholm 148,25, do. auf Christiania 99,80, do. auf Helsingfors 23,00.
Stockholm 20. September. (W. T. B.) Sichtwechsel auf London 17,35, do. auf Berlin 7,20, do. auf Paris 34,50, do. auf Brüssel 36,00, do. auf schweiz. Plätze 80,00, do. auf Amsterdam 153,25, do. auf Kopenhagen 67,75, do. auf Christiania 67,60, do. auf
Washington 492,00, do. auf Helsingfors 15,25. “
Die „Mitteilungen für die öffentlichen Feuer⸗ versicherungsanstalten“, Zeitschrift für Versicherungswesen und Feuerschutz (Herausgeber: „Verband öffentlicher Feuerversiche⸗ rungsanstalten in Deutschland“, Geschäftsstelle: Berlin SW. 11, Bern⸗ burger Straße 14), enthalten in den Heften 7 und 8 des Jahrgangs 1920 neben Berichten über die Rechtsprechung und zahlreichen kürzeren Beiträgen einen Auszug aus der Niederschrift über die Verhandlunge
der Vereinigung öffentlicher Feuerversicherungsanstalten in Deutschland in der 49. Hauptversammlung zu Leipzig und u. a. folgende Abhand⸗ lungen: Geheimer Justizrat Dr. Delius, Kammergerichtsrat, Berlin
Das neue Gesetz, betreffend die Haftung für Aufruhrschäden und die Aufruhrschädenversicherung“, II. Teil (Schluß); Privatdozent Dr. jur. Richard Honig, Göttingen, „Die Anwendbarkeit des Versicherungs⸗ vertragsgesetzes auf vorzeitig verlängerte Versicherungsverträge“; Direktor Vollert, Gerichtsassessor a. D., Gotha, „Die S ver⸗ späteter Prämienzahlung bei einer ersten, nach Versicherungsbeginn fälligen Prämie“; Dr. jur. Barth, Direktor a. D. der Brandkasse Hannover, Leiter des Kreiswohlfahrtsamts Langensalza, „Die Rückkehr zur „Naturbauweise“; Dr. F. Hart, Berlin⸗ Oberschöneweide, „Zur Selbstentzündlichkeit der Kohlen und deren Verhütung“; Geheimer Justizrat Dr. G. Kleinfeller, Universitäts⸗ professor, Kiel, „Ueber den Einfluß von Prozeßverträgen auf die Rechtsverfolgung, insbesondere in der Feuerversicherung“, I. Teil; Geheimer Justizrat Dr. Delius, Kammergerichtsrat in Berlin, „Der Ablauf der Wiederaufbau⸗ bzw. Wiederherstellungsfrist“; Direktor der Feuerversicherungsaktiengesellschaft „Nordstern“ E. Partzsch, Berlin⸗ Schöneberg, „Vereinfachungen im privaten Feuerrückversicherungs⸗ betrieb’; Direktor Vollert, Gerichtsassessor a. D., Gotha, „Be⸗ stimmen sich die Säumnisfolgen bei einer infolge Verlängerung oder Aenderung eines bestehenden Versicheru Fernelh zu zahlenden Prämie nach § 38 oder nach § 39 VVG.?“; Inspektor Ernst Weiland, Düsseldorf, „Berichtigung von Hypothekensicherungs⸗ scheinen bei Eigentumswechsel, Verpflichtung des neuen Eigentümers
zur Anzeige des Eigentumswechsels gegenüber dem Versicherer“.
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